<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><?xml-stylesheet href="https://feeds.captivate.fm/style.xsl" type="text/xsl"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:podcast="https://podcastindex.org/namespace/1.0"><channel><atom:link href="https://feeds.captivate.fm/carls-zukunft-der-woche/" rel="self" type="application/rss+xml"/><title><![CDATA[Carls Café]]></title><podcast:guid>3d855e6d-477c-5fa5-872a-d0ae505b7044</podcast:guid><lastBuildDate>Thu, 16 Apr 2026 03:00:06 +0000</lastBuildDate><generator>Captivate.fm</generator><language><![CDATA[de]]></language><copyright><![CDATA[Copyright 2026 Michael Carl]]></copyright><managingEditor>Michael Carl</managingEditor><itunes:summary><![CDATA[Carls Café ist ein Podcast über Zukunft und die Menschen, die sie gestalten. Nicht als Vision, sondern als Entscheidung.

Zukunftsforscher Michael Carl spricht mit Menschen, die Verantwortung übernehmen – in Unternehmen, Organisationen und Gesellschaft. Menschen, die handeln, auch wenn es Gegenwind gibt. Die nicht alles wissen, aber trotzdem losgehen.

Die Gespräche sind ehrlich, persönlich und ungeschönt. Es geht um Haltung statt Buzzwords. Um Entscheidungen statt Konzepte. Um die Frage, was Zukunft im Alltag wirklich kostet – und was sie möglich macht.

Carls Café ist kein Zukunftstalk. Es ist ein Ort für Zukunft als Praxis.

Mehr über Michael Carl und Carls Zukunft:
https://carls-zukunft.de]]></itunes:summary><image><url>https://artwork.captivate.fm/f9cd4c77-2963-481d-8758-8ccc9896fbf6/CarlsCaf-Podcast-Entwurf01-afphoto.jpg</url><title>Carls Café</title><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link></image><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f9cd4c77-2963-481d-8758-8ccc9896fbf6/CarlsCaf-Podcast-Entwurf01-afphoto.jpg"/><itunes:owner><itunes:name>Michael Carl</itunes:name></itunes:owner><itunes:author>Michael Carl</itunes:author><description>Carls Café ist ein Podcast über Zukunft und die Menschen, die sie gestalten. Nicht als Vision, sondern als Entscheidung.

Zukunftsforscher Michael Carl spricht mit Menschen, die Verantwortung übernehmen – in Unternehmen, Organisationen und Gesellschaft. Menschen, die handeln, auch wenn es Gegenwind gibt. Die nicht alles wissen, aber trotzdem losgehen.

Die Gespräche sind ehrlich, persönlich und ungeschönt. Es geht um Haltung statt Buzzwords. Um Entscheidungen statt Konzepte. Um die Frage, was Zukunft im Alltag wirklich kostet – und was sie möglich macht.

Carls Café ist kein Zukunftstalk. Es ist ein Ort für Zukunft als Praxis.

Mehr über Michael Carl und Carls Zukunft:
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Zarah Bruhn, Gründerin von Social Bee und heute Expertin für gesellschaftliche Sprunginnovationen bei SPRIND, ist angetreten, genau diesen Geist der verrückten Ideen in die deutsche Ordnung zu bringen.</p><p>Zarah räumt mit dem Vorurteil auf, das Soziale sei ein Feld für Almosen und Wohlfahrt. Für sie ist es nicht nur eine Frage der Würde, sondern auch der ökonomischen Vernunft. Ihre Gründung Social Bee hat die Integration von Geflüchteten professionalisiert: Unternehmen erhalten ein bürokratiefreies Rundum-sorglos-Paket, während der Staat pro Person massiv spart. Ein Social Return on Investment von eins zu 35 ist kein naiver Idealismus, sondern ein Effizienz-Hack für einen Sozialstaat, der sich seit Jahrzehnten kaum im Kern erneuert hat.</p><p>Heute sucht Zarah bei der Bundesagentur für Sprunginnovationen nach Moonshots, die Millionen Leben verbessern oder dem Haushalt Milliarden sparen könnten. Ob KI-gestütztes Lernen im Matheunterricht oder digitale Townhalls nach dem Vorbild Taiwans – Ziel ist es, das schwindende Vertrauen in die Handlungsfähigkeit von Staat und Gesellschaft durch echte Selbstwirksamkeit zurückzugewinnen. Ihr Credo: Wo das Ehrenamt an seine Grenzen stößt, müssen unternehmerische Strukturen übernehmen, um gesellschaftliche Herausforderungen dauerhaft und messbar zu lösen.</p><p>Michael und Zarah sprechen über den Mut zum Machen, die ökonomische Kraft der Integration und darüber, wie man den Staat konstruktiv "hackt", um ihn wieder zukunftsfähig zu machen.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/zarah-bruhn-692b457b" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Zarah Bruhn</a>, Unternehmerin (<a href="https://www.socialbee.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Social Bee</a>), erste Beauftragte für Soziale Innovationen der Bundesregierung und <a href="https://www.sprind.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SPRIND</a>-Managerin für gesellschaftliche Sprunginnovationen.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Warum trainiert jemand Ratten, um Landminen zu erschnüffeln? Weil es eine radikale Lösung für ein lebensbedrohliches Problem ist. Zarah Bruhn, Gründerin von Social Bee und heute Expertin für gesellschaftliche Sprunginnovationen bei SPRIND, ist angetreten, genau diesen Geist der verrückten Ideen in die deutsche Ordnung zu bringen.</p><p>Zarah räumt mit dem Vorurteil auf, das Soziale sei ein Feld für Almosen und Wohlfahrt. Für sie ist es nicht nur eine Frage der Würde, sondern auch der ökonomischen Vernunft. Ihre Gründung Social Bee hat die Integration von Geflüchteten professionalisiert: Unternehmen erhalten ein bürokratiefreies Rundum-sorglos-Paket, während der Staat pro Person massiv spart. Ein Social Return on Investment von eins zu 35 ist kein naiver Idealismus, sondern ein Effizienz-Hack für einen Sozialstaat, der sich seit Jahrzehnten kaum im Kern erneuert hat.</p><p>Heute sucht Zarah bei der Bundesagentur für Sprunginnovationen nach Moonshots, die Millionen Leben verbessern oder dem Haushalt Milliarden sparen könnten. Ob KI-gestütztes Lernen im Matheunterricht oder digitale Townhalls nach dem Vorbild Taiwans – Ziel ist es, das schwindende Vertrauen in die Handlungsfähigkeit von Staat und Gesellschaft durch echte Selbstwirksamkeit zurückzugewinnen. Ihr Credo: Wo das Ehrenamt an seine Grenzen stößt, müssen unternehmerische Strukturen übernehmen, um gesellschaftliche Herausforderungen dauerhaft und messbar zu lösen.</p><p>Michael und Zarah sprechen über den Mut zum Machen, die ökonomische Kraft der Integration und darüber, wie man den Staat konstruktiv "hackt", um ihn wieder zukunftsfähig zu machen.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/zarah-bruhn-692b457b" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Zarah Bruhn</a>, Unternehmerin (<a href="https://www.socialbee.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Social Bee</a>), erste Beauftragte für Soziale Innovationen der Bundesregierung und <a href="https://www.sprind.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SPRIND</a>-Managerin für gesellschaftliche Sprunginnovationen.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">68c0355e-09a5-4008-9adf-9ea017f504a7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/c9abbb3d-acac-49bf-8e0e-302315b19b3d/Folgencover-CarlsCaf-008-Zarah-Bruhn.jpg"/><pubDate>Thu, 16 Apr 2026 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/68c0355e-09a5-4008-9adf-9ea017f504a7.mp3" length="78428288" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:51</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:season>1</itunes:season><itunes:episode>8</itunes:episode><podcast:episode>8</podcast:episode><podcast:season>1</podcast:season></item><item><title>#7 Die Energiewende wird im Netz entschieden. Hauke Jürgensen, Siemens Energy</title><itunes:title>#7 Die Energiewende wird im Netz entschieden. Hauke Jürgensen, Siemens Energy</itunes:title><description><![CDATA[<p>Das verkannte Zukunftsthema in der Energiewende: Ohne Netze ist alles nichts. Ein Gespräch mit Hauke Jürgensen, Senior VP Grid Solutions bei Siemens Energy, über (fast) alles, das man über die Stromnetze von heute und morgen wissen muss. </p><p>Die Energiewende scheitert nicht zuerst am Windrad, sondern an der Illusion, Strom sei bloß etwas, das aus der Steckdose kommt. Tatsächlich ist Elektrizität ein permanenter Balanceakt im Netz: Frequenz, Spannung, Last, Trägheit. Früher erledigte die Physik einen Teil dieser Arbeit fast nebenbei. Die großen rotierenden Massen der Kraftwerke pufferten das Netz, ohne dass irgendwer darüber sprechen musste. Wann immer alle Haushalte gleichzeitig die Waschmaschine bestückt oder Fabriken große Stromverbraucher angeschaltet haben, die Trägheit der Kraftwerksmaschinen sorgte für Stabilität. Jetzt, da diese Welt verschwindet, muss Intelligenz an ihre Stelle treten - in Form von Software, Leistungselektronik und Maschinen, die in Millisekunden entscheiden und reagieren kann.</p><p>Hauke Jürgensen, verantwortlich für Stromnetze bei Siemens Energy, beschreibt damit eine stille Revolution. Das Netz wird vom passiven Leitungsgebilde zur lernfähigen Infrastruktur. Wobei: Warum nutzen wir nicht einfach Batterien? Antwort: Viel zu langsam. Hauke beschreibt ein Vorreiterprojekt mitten in Niedersachsen. Hier löst eine neue Generation von Superkondensatoren (für das Bild im Kopf: Jede Menge Coladosen in einer gut abgeschirmten Lagerhalle) das Problem; kann binnen Millisekunden Leistung und Frequenz stabilisieren, bevor der Mensch überhaupt bemerkt, dass etwas aus dem Takt geraten ist. Denn das ist das Ziel: Niemand soll etwas bemerken, dann ist alles gut im Netz. </p><p>Darin steckt auch eine politische Pointe: Wer über Energie redet, aber Netze übersieht, verwechselt Erzeugung mit Versorgung. Das Rückgrat der neuen Welt sind nicht allein Solarparks und Offshore-Anlagen, sondern Korridore, Schalter, Algorithmen und Menschen, die Unsichtbares beherrschbar machen. Die beste Zukunft des Stroms bleibt deshalb eine, in der alles komplizierter wird – und für uns trotzdem so wirkt, als sei es ganz einfach.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/haukejuergensen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hauke Jürgensen</a>, Senior VP Grid Solutions bei <a href="https://www.siemens-energy.com/global/en/home.html?gad_source=1&amp;gad_campaignid=18968606585&amp;gbraid=0AAAAAo_btdyDLuByttgD61-B91JmNk3Ik&amp;gclid=Cj0KCQjw4a3OBhCHARIsAChaqJOiAPWQDD3gbZeOdYaMeBz_KTuPCabIDEqR_6qHpHsT0FWaHndoHKQaAufTEALw_wcB" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Siemens Energy</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Das verkannte Zukunftsthema in der Energiewende: Ohne Netze ist alles nichts. Ein Gespräch mit Hauke Jürgensen, Senior VP Grid Solutions bei Siemens Energy, über (fast) alles, das man über die Stromnetze von heute und morgen wissen muss. </p><p>Die Energiewende scheitert nicht zuerst am Windrad, sondern an der Illusion, Strom sei bloß etwas, das aus der Steckdose kommt. Tatsächlich ist Elektrizität ein permanenter Balanceakt im Netz: Frequenz, Spannung, Last, Trägheit. Früher erledigte die Physik einen Teil dieser Arbeit fast nebenbei. Die großen rotierenden Massen der Kraftwerke pufferten das Netz, ohne dass irgendwer darüber sprechen musste. Wann immer alle Haushalte gleichzeitig die Waschmaschine bestückt oder Fabriken große Stromverbraucher angeschaltet haben, die Trägheit der Kraftwerksmaschinen sorgte für Stabilität. Jetzt, da diese Welt verschwindet, muss Intelligenz an ihre Stelle treten - in Form von Software, Leistungselektronik und Maschinen, die in Millisekunden entscheiden und reagieren kann.</p><p>Hauke Jürgensen, verantwortlich für Stromnetze bei Siemens Energy, beschreibt damit eine stille Revolution. Das Netz wird vom passiven Leitungsgebilde zur lernfähigen Infrastruktur. Wobei: Warum nutzen wir nicht einfach Batterien? Antwort: Viel zu langsam. Hauke beschreibt ein Vorreiterprojekt mitten in Niedersachsen. Hier löst eine neue Generation von Superkondensatoren (für das Bild im Kopf: Jede Menge Coladosen in einer gut abgeschirmten Lagerhalle) das Problem; kann binnen Millisekunden Leistung und Frequenz stabilisieren, bevor der Mensch überhaupt bemerkt, dass etwas aus dem Takt geraten ist. Denn das ist das Ziel: Niemand soll etwas bemerken, dann ist alles gut im Netz. </p><p>Darin steckt auch eine politische Pointe: Wer über Energie redet, aber Netze übersieht, verwechselt Erzeugung mit Versorgung. Das Rückgrat der neuen Welt sind nicht allein Solarparks und Offshore-Anlagen, sondern Korridore, Schalter, Algorithmen und Menschen, die Unsichtbares beherrschbar machen. Die beste Zukunft des Stroms bleibt deshalb eine, in der alles komplizierter wird – und für uns trotzdem so wirkt, als sei es ganz einfach.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/haukejuergensen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hauke Jürgensen</a>, Senior VP Grid Solutions bei <a href="https://www.siemens-energy.com/global/en/home.html?gad_source=1&amp;gad_campaignid=18968606585&amp;gbraid=0AAAAAo_btdyDLuByttgD61-B91JmNk3Ik&amp;gclid=Cj0KCQjw4a3OBhCHARIsAChaqJOiAPWQDD3gbZeOdYaMeBz_KTuPCabIDEqR_6qHpHsT0FWaHndoHKQaAufTEALw_wcB" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Siemens Energy</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">195c9840-8ed7-4f2f-ba22-f9d48e76e7f2</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f2622abb-d19e-4890-89b3-a3d2851ff73d/Folgencover-CarlsCaf-007-Hauke-J-rgensen.jpg"/><pubDate>Thu, 02 Apr 2026 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/195c9840-8ed7-4f2f-ba22-f9d48e76e7f2.mp3" length="82575280" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:season>1</itunes:season><itunes:episode>7</itunes:episode><podcast:episode>7</podcast:episode><podcast:season>1</podcast:season></item><item><title>#6 Kein Chef, kein Wachstum, kein Problem. Uwe Lübbermann, Unternehmer</title><itunes:title>#6 Kein Chef, kein Wachstum, kein Problem. Uwe Lübbermann, Unternehmer</itunes:title><description><![CDATA[<p>Geht Wirtschaft anders? Ohne Wachstum, ohne Hierarchie, ohne ewigen Vergleich? Uwe Lübbermann, Gründer von Premium Kollektiv, ist angetreten, die Wirtschaft zu hacken. </p><p>Uwe Lübbermann zuckt mit den Schultern und sagt: Ja. Und macht . Als Gründer des Getränkeherstellers Premium Kollektiv, als Vermieter, als Nachhaltigkeitsmensch der Universität Hamburg und noch weiteren Rollen. Sein eigentliches Gegenmodell richtet sich gegen eine tief verankerte Annahme: dass Wettbewerb und Vergleich notwendig seien. „Der Vergleich ist der erste Feind des Glücks“ – dieser Satz wird zur Kampfansage gegen eine Ökonomie der permanenten Steigerung. Stattdessen setzt Uwe auf Resilienz durch Gemeinschaft, auf Sicherheit durch Beziehung statt Besitz.</p><p>Ganz praktisch: Ein Kollektiv aus Mitarbeiter:innen und externen Partnern führt Premium, den Getränkehersteller. Nicht einmal Mehrheitsentscheidungen gibt es, Konsens lautet das Ziel. Ein einziges Veto genügt, um Macht zu neutralisieren. Uwe Lübbemann baut darauf ein ganzes Wirtschaftssystem: Konsens statt Mehrheit, Vertrauen statt Vertrag, Gleichwürdigkeit statt Hierarchie. Was wie eine naive Utopie klingt, ist ein präziser Eingriff in die Mechanik des Kapitalismus – ein Hack, der zeigt, dass Besitz nicht zwangsläufig zur Bestimmung über andere führen muss.</p><p>Alles das ist gewachsen aus einer Enttäuschung. Der Enttäuschung des Kunden Uwe, als seine Lieblings-Cola die Rezeptur veränderte, ohne das mit den Kunden zu besprechen. Und wenn keiner zuhört, muss man eben selber ran. Die Liste der Hacks ist lang: Gleicher Stundenlohn für alle, aber Zuschläge nach Lebensrealität; Urlaub nach Bedarf statt Norm; Entscheidungen als vorläufige Vereinbarungen, nicht als endgültige Beschlüsse. Selbst Vermietung wird zur sozialen Praxis: Mieten entstehen im Gespräch, nicht durch Marktlogik. Gewinn ist kein Ziel, sondern höchstens ein Nebeneffekt langfristiger Stabilität.</p><p>Michael und Uwe sprechen über Learnings und Enttäuschungen und darüber, wo Uwes Ansätze sich als konfliktreich erwiesen haben und wie sich justieren lassen. Am Ende steht weniger eine Theorie als eine Praxis: Wirtschaft als soziale Infrastruktur, die nicht maximiert, sondern trägt. </p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.luebbermann.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Uwe Lübbermann</a>, Unternehmer, Mitgründer von <a href="https://premium-kollektiv.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">PREMIUM</a>, Pionier für Konsens, Verantwortungseigentum und Wirtschaft ohne klassische Hierarchien</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Geht Wirtschaft anders? Ohne Wachstum, ohne Hierarchie, ohne ewigen Vergleich? Uwe Lübbermann, Gründer von Premium Kollektiv, ist angetreten, die Wirtschaft zu hacken. </p><p>Uwe Lübbermann zuckt mit den Schultern und sagt: Ja. Und macht . Als Gründer des Getränkeherstellers Premium Kollektiv, als Vermieter, als Nachhaltigkeitsmensch der Universität Hamburg und noch weiteren Rollen. Sein eigentliches Gegenmodell richtet sich gegen eine tief verankerte Annahme: dass Wettbewerb und Vergleich notwendig seien. „Der Vergleich ist der erste Feind des Glücks“ – dieser Satz wird zur Kampfansage gegen eine Ökonomie der permanenten Steigerung. Stattdessen setzt Uwe auf Resilienz durch Gemeinschaft, auf Sicherheit durch Beziehung statt Besitz.</p><p>Ganz praktisch: Ein Kollektiv aus Mitarbeiter:innen und externen Partnern führt Premium, den Getränkehersteller. Nicht einmal Mehrheitsentscheidungen gibt es, Konsens lautet das Ziel. Ein einziges Veto genügt, um Macht zu neutralisieren. Uwe Lübbemann baut darauf ein ganzes Wirtschaftssystem: Konsens statt Mehrheit, Vertrauen statt Vertrag, Gleichwürdigkeit statt Hierarchie. Was wie eine naive Utopie klingt, ist ein präziser Eingriff in die Mechanik des Kapitalismus – ein Hack, der zeigt, dass Besitz nicht zwangsläufig zur Bestimmung über andere führen muss.</p><p>Alles das ist gewachsen aus einer Enttäuschung. Der Enttäuschung des Kunden Uwe, als seine Lieblings-Cola die Rezeptur veränderte, ohne das mit den Kunden zu besprechen. Und wenn keiner zuhört, muss man eben selber ran. Die Liste der Hacks ist lang: Gleicher Stundenlohn für alle, aber Zuschläge nach Lebensrealität; Urlaub nach Bedarf statt Norm; Entscheidungen als vorläufige Vereinbarungen, nicht als endgültige Beschlüsse. Selbst Vermietung wird zur sozialen Praxis: Mieten entstehen im Gespräch, nicht durch Marktlogik. Gewinn ist kein Ziel, sondern höchstens ein Nebeneffekt langfristiger Stabilität.</p><p>Michael und Uwe sprechen über Learnings und Enttäuschungen und darüber, wo Uwes Ansätze sich als konfliktreich erwiesen haben und wie sich justieren lassen. Am Ende steht weniger eine Theorie als eine Praxis: Wirtschaft als soziale Infrastruktur, die nicht maximiert, sondern trägt. </p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.luebbermann.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Uwe Lübbermann</a>, Unternehmer, Mitgründer von <a href="https://premium-kollektiv.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">PREMIUM</a>, Pionier für Konsens, Verantwortungseigentum und Wirtschaft ohne klassische Hierarchien</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">63b4a85d-21fc-44f6-824b-43917594e7b9</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3ef4fae3-cdcc-42cf-9796-c5692b3d6c53/Folgencover-CarlsCaf-006-Uwe-L-bbermann-afphoto.jpg"/><pubDate>Thu, 19 Mar 2026 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/63b4a85d-21fc-44f6-824b-43917594e7b9.mp3" length="89092099" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>46:24</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:season>1</itunes:season><itunes:episode>6</itunes:episode><podcast:episode>6</podcast:episode><podcast:season>1</podcast:season></item><item><title>#5 Ein Navi für das Auto der Zukunft. Günther Schuh, Unternehmer und Forscher</title><itunes:title>#5 Ein Navi für das Auto der Zukunft. Günther Schuh, Unternehmer und Forscher</itunes:title><description><![CDATA[<p>Sind wir nicht alle ein wenig Ingenieure? Auch die, die das eigene Ingenieursstudium aus irgendwelchen Gründen verpasst haben. Warum sollten wir nicht eine zukunftsfähige Mobilität entwickeln können? </p><p>Günther Schuh hat den elektrisch betriebenen Lieferwagen entwickelt, mit dem Post Pakete ausliefert - nachdem eine ganze Industrie das Benötigte nicht im Programm hatte. Es folgte ein ebenfalls elektrischer Kleinwagen. Denn warum sollten Autos immer größer werden? Günther Schuh ist ständig unterwegs, mit seinem Lehrstuhl an der RWTH Aachen und weit darüber hinaus. Er sagt: Vergessen ist keine Schwäche, sondern eine Kulturtechnik. Wer Neues denken will, muss den Tisch leer räumen können. Günther nennt das nüchtern „systematisches Vergessen“ – nicht, weil Wissen wertlos wäre, sondern weil Festplatten billiger werden und Aufmerksamkeit nicht. Was zählt, sind Fähigkeiten, nicht das fehlerfreie Archivieren von Formeln.</p><p>Von dort ist es nur ein Schritt zur Mobilität, die Günther als Freiheitsmaschine verteidigt: Individualverkehr ist für ihn kein Luxus, sondern Selbstbestimmung. Der Fehler beginne, wenn man nicht Emissionen bekämpft, sondern das Auto – als wäre man „gegen den Menschen“. Seine Pointe: Technik ist längst weiter, als die Debatte tut. Dogmen („nur batterieelektrisch!“) kosten Zeit, weil sie Lösungen aussortieren, die je nach Einsatz sogar ökologisch überlegen sein können: intelligente Hybride, Range Extender, Wasserstoff dort, wo Masse und Reichweite zählen.</p><p>Doch die radikalste Idee liegt nicht im Antrieb, sondern im Umgang mit Dingen. Günther attackiert die Wegwerfökonomie als eigentliche Umweltsünde und skizziert eine „Upgrade Circular Economy“: Produkte werden so gebaut, dass sie Jahrzehnte halten und durch Module erneuert werden – Getriebe repariert man, statt sie zu entsorgen; Batterien zerlegt man nicht vorschnell, sondern nutzt sie als Hausspeicher.</p><p>Optimismus klingt bei Günther wie Ingenieursjargon: zack – Problem lösbar, wenn wir endlich über Zielfotos streiten statt über Glaubenssätze.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/g%C3%BCnther-schuh" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Günther Schuh</a>, Professor (<a href="https://www.rwth-aachen.de/go/id/a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">RWTH Aachen</a>), Unternehmer, Mobilitäts- und Produktionsexperte (u. a. <a href="https://www.streetscooter.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">StreetScooter</a>)</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Sind wir nicht alle ein wenig Ingenieure? Auch die, die das eigene Ingenieursstudium aus irgendwelchen Gründen verpasst haben. Warum sollten wir nicht eine zukunftsfähige Mobilität entwickeln können? </p><p>Günther Schuh hat den elektrisch betriebenen Lieferwagen entwickelt, mit dem Post Pakete ausliefert - nachdem eine ganze Industrie das Benötigte nicht im Programm hatte. Es folgte ein ebenfalls elektrischer Kleinwagen. Denn warum sollten Autos immer größer werden? Günther Schuh ist ständig unterwegs, mit seinem Lehrstuhl an der RWTH Aachen und weit darüber hinaus. Er sagt: Vergessen ist keine Schwäche, sondern eine Kulturtechnik. Wer Neues denken will, muss den Tisch leer räumen können. Günther nennt das nüchtern „systematisches Vergessen“ – nicht, weil Wissen wertlos wäre, sondern weil Festplatten billiger werden und Aufmerksamkeit nicht. Was zählt, sind Fähigkeiten, nicht das fehlerfreie Archivieren von Formeln.</p><p>Von dort ist es nur ein Schritt zur Mobilität, die Günther als Freiheitsmaschine verteidigt: Individualverkehr ist für ihn kein Luxus, sondern Selbstbestimmung. Der Fehler beginne, wenn man nicht Emissionen bekämpft, sondern das Auto – als wäre man „gegen den Menschen“. Seine Pointe: Technik ist längst weiter, als die Debatte tut. Dogmen („nur batterieelektrisch!“) kosten Zeit, weil sie Lösungen aussortieren, die je nach Einsatz sogar ökologisch überlegen sein können: intelligente Hybride, Range Extender, Wasserstoff dort, wo Masse und Reichweite zählen.</p><p>Doch die radikalste Idee liegt nicht im Antrieb, sondern im Umgang mit Dingen. Günther attackiert die Wegwerfökonomie als eigentliche Umweltsünde und skizziert eine „Upgrade Circular Economy“: Produkte werden so gebaut, dass sie Jahrzehnte halten und durch Module erneuert werden – Getriebe repariert man, statt sie zu entsorgen; Batterien zerlegt man nicht vorschnell, sondern nutzt sie als Hausspeicher.</p><p>Optimismus klingt bei Günther wie Ingenieursjargon: zack – Problem lösbar, wenn wir endlich über Zielfotos streiten statt über Glaubenssätze.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/g%C3%BCnther-schuh" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Günther Schuh</a>, Professor (<a href="https://www.rwth-aachen.de/go/id/a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">RWTH Aachen</a>), Unternehmer, Mobilitäts- und Produktionsexperte (u. a. <a href="https://www.streetscooter.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">StreetScooter</a>)</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">1d9a49a6-4d36-4006-ba6d-77832b259c72</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1f4db32c-42a7-4917-9abd-065328866c42/Folgencover-CarlsCaf-005-G-nther-Schuh-afphoto.jpg"/><pubDate>Thu, 05 Mar 2026 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/1d9a49a6-4d36-4006-ba6d-77832b259c72.mp3" length="84747832" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:08</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:season>1</itunes:season><itunes:episode>5</itunes:episode><podcast:episode>5</podcast:episode><podcast:season>1</podcast:season></item><item><title>#4 Die Ernährungswende wird über den Preis entschieden – nicht über Moral. Godo Röben, Unternehmer &amp; Investor</title><itunes:title>#4 Die Ernährungswende wird über den Preis entschieden – nicht über Moral. Godo Röben, Unternehmer &amp; Investor</itunes:title><description><![CDATA[<p>Noch ein paar Stubenkükenbrüstchenstücke?</p><p>Essen ist ein Reizthema. Aber vor allem ist es ein Systemthema.</p><p>Godo Röben sagt: Die Ernährungswende wird nicht durch Verbote entschieden. Sie wird über Preis, Gesundheit und Marktlogik entschieden.</p><p>Fleisch wird nicht verschwinden. Aber es wird seinen Platz wechseln – vom Alltag zur Ausnahme.</p><p>Godos These: Die Ernährungswende ist so groß wie Energie- und Mobilitätswende. Und sie ist nicht aufzuhalten.</p><p>Als prägende Kraft hinter der Transformation der Rügenwalder Mühle hat Godo erlebt, was passiert, wenn ein Traditionsunternehmen sein eigenes Geschäftsmodell infrage stellt. Heute investiert er in alternative Proteine und neue Food-Technologien. </p><p>Im Gespräch geht es um:</p><ol><li data-list="bullet"><span class="ql-ui" contenteditable="false"></span>Warum Moral Märkte nicht verändert</li><li data-list="bullet"><span class="ql-ui" contenteditable="false"></span>Weshalb der Preis der eigentliche Kipppunkt ist</li><li data-list="bullet"><span class="ql-ui" contenteditable="false"></span>Warum tierische Ernährung global mehr Hebel hat als der gesamte Verkehr</li><li data-list="bullet"><span class="ql-ui" contenteditable="false"></span>Wieso alternative Proteine zur Notwendigkeit werden – nicht zum Lifestyle</li><li data-list="bullet"><span class="ql-ui" contenteditable="false"></span>Und warum Organisationen oft länger an alten Modellen festhalten als ihre Kunden</li></ol><br/><p>Der entscheidende Moment kommt, wenn pflanzliche Alternativen günstiger sind als tierische Produkte. Ab dann kippt der Markt – nicht aus Überzeugung, sondern aus Gleichgültigkeit. </p><p>Das Gespräch ist keine Ernährungsdebatte. Es ist eine Debatte über Verantwortung, Märkte und Transformation.</p><p> </p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/godo-r%C3%B6ben-%F0%9F%8C%B1-140b6853" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Godo Röben</a>, Investor und Transformationsexperte (u. a. Rügenwalder Mühle)</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Noch ein paar Stubenkükenbrüstchenstücke?</p><p>Essen ist ein Reizthema. Aber vor allem ist es ein Systemthema.</p><p>Godo Röben sagt: Die Ernährungswende wird nicht durch Verbote entschieden. Sie wird über Preis, Gesundheit und Marktlogik entschieden.</p><p>Fleisch wird nicht verschwinden. Aber es wird seinen Platz wechseln – vom Alltag zur Ausnahme.</p><p>Godos These: Die Ernährungswende ist so groß wie Energie- und Mobilitätswende. Und sie ist nicht aufzuhalten.</p><p>Als prägende Kraft hinter der Transformation der Rügenwalder Mühle hat Godo erlebt, was passiert, wenn ein Traditionsunternehmen sein eigenes Geschäftsmodell infrage stellt. Heute investiert er in alternative Proteine und neue Food-Technologien. </p><p>Im Gespräch geht es um:</p><ol><li data-list="bullet"><span class="ql-ui" contenteditable="false"></span>Warum Moral Märkte nicht verändert</li><li data-list="bullet"><span class="ql-ui" contenteditable="false"></span>Weshalb der Preis der eigentliche Kipppunkt ist</li><li data-list="bullet"><span class="ql-ui" contenteditable="false"></span>Warum tierische Ernährung global mehr Hebel hat als der gesamte Verkehr</li><li data-list="bullet"><span class="ql-ui" contenteditable="false"></span>Wieso alternative Proteine zur Notwendigkeit werden – nicht zum Lifestyle</li><li data-list="bullet"><span class="ql-ui" contenteditable="false"></span>Und warum Organisationen oft länger an alten Modellen festhalten als ihre Kunden</li></ol><br/><p>Der entscheidende Moment kommt, wenn pflanzliche Alternativen günstiger sind als tierische Produkte. Ab dann kippt der Markt – nicht aus Überzeugung, sondern aus Gleichgültigkeit. </p><p>Das Gespräch ist keine Ernährungsdebatte. Es ist eine Debatte über Verantwortung, Märkte und Transformation.</p><p> </p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/godo-r%C3%B6ben-%F0%9F%8C%B1-140b6853" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Godo Röben</a>, Investor und Transformationsexperte (u. a. Rügenwalder Mühle)</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">e0d79ee4-f536-4ca0-9ec1-f88bb3fa2670</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/2403c0d6-2164-476b-952b-36bf7c564e93/Folgencover-CarlsCaf-004-Godo-R-ben.jpg"/><pubDate>Thu, 19 Feb 2026 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/e0d79ee4-f536-4ca0-9ec1-f88bb3fa2670.mp3" length="85365575" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:28</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:season>1</itunes:season><itunes:episode>4</itunes:episode><podcast:episode>4</podcast:episode><podcast:season>1</podcast:season></item><item><title>#3 An der Stimme erkennen wir die KI nicht mehr. Daniel Keinrath von fonio</title><itunes:title>#3 An der Stimme erkennen wir die KI nicht mehr. Daniel Keinrath von fonio</itunes:title><description><![CDATA[<p>Sie klingt nicht müde. Sie macht keine Fehler aus Unachtsamkeit. Und sie fragt nicht nach Feierabend. Daniel Keinrath hat fonio gegründet und baut Stimmen, die einfach funktionieren. Seine KI telefoniert, bucht Termine, beantwortet Fragen – so gut, dass der Unterschied zum Menschen nebensächlich wird. Nicht, weil sie menschlich sein will, sondern weil Effizienz irgendwann überzeugender ist als Authentizität.</p><p>Daniel rechnet nicht mit Zukunft, sondern mit Gegenwart. Wer wartet, bis KI perfekt ist, verliert Zeit. Und wenn es etwas gibt, das fonio nicht hat, dann ist es Zeit. Die Nachfrage wächst exponentiell, das Angebot auch: In Kürze kommt zum Sprechen und das Schreiben hinzu. Dann kümmert sich die KI von fonio auch um Emails und Nachrichten.</p><p>Daniel betont: Der Durchbruch passiert nicht beim letzten Prozent Natürlichkeit, sondern dort, wo es praktisch wird. fonio setzt deshalb nicht auf ein allwissendes Modell, sondern auf ein Orchester spezialisierter Systeme: zuhören, verstehen, antworten – modular, austauschbar, auf europäischer Infrastruktur. Unabhängigkeit als Architekturprinzip.</p><p>Dahinter steckt eine größere These: Technologie ist kein Selbstzweck, sondern ein Hebel. Entlastung statt Ersatz. Wertschöpfung dort, wo heute noch Warteschleifen, Überlastung und verpasste Anrufe stehen. First-Level-Support als einer der größten Arbeitsmärkte der Welt – und einer der repetitivsten. Wer hier automatisiert, gewinnt Zeit, nicht nur Kosten.</p><p>Unbequem wird es beim Wissen. KI zeigt gnadenlos, was Unternehmen nie sauber aufgeschrieben haben. Implizite Erfahrung ist kein Schutzraum mehr, sondern ein Risiko. Struktur schlägt Bauchgefühl.</p><p>Am Ende bleibt eine Freiheit, die Druck macht: Europa kann Weltklasse bauen. Nicht mit moralischem Bonus, sondern mit besseren Produkten. Der riskanteste Schritt ist, ihn nicht zu gehen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://at.linkedin.com/in/danielkeinrath" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniel Keinrath</a>, Gründer von <a href="https://www.fonio.ai/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">fonio</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Sie klingt nicht müde. Sie macht keine Fehler aus Unachtsamkeit. Und sie fragt nicht nach Feierabend. Daniel Keinrath hat fonio gegründet und baut Stimmen, die einfach funktionieren. Seine KI telefoniert, bucht Termine, beantwortet Fragen – so gut, dass der Unterschied zum Menschen nebensächlich wird. Nicht, weil sie menschlich sein will, sondern weil Effizienz irgendwann überzeugender ist als Authentizität.</p><p>Daniel rechnet nicht mit Zukunft, sondern mit Gegenwart. Wer wartet, bis KI perfekt ist, verliert Zeit. Und wenn es etwas gibt, das fonio nicht hat, dann ist es Zeit. Die Nachfrage wächst exponentiell, das Angebot auch: In Kürze kommt zum Sprechen und das Schreiben hinzu. Dann kümmert sich die KI von fonio auch um Emails und Nachrichten.</p><p>Daniel betont: Der Durchbruch passiert nicht beim letzten Prozent Natürlichkeit, sondern dort, wo es praktisch wird. fonio setzt deshalb nicht auf ein allwissendes Modell, sondern auf ein Orchester spezialisierter Systeme: zuhören, verstehen, antworten – modular, austauschbar, auf europäischer Infrastruktur. Unabhängigkeit als Architekturprinzip.</p><p>Dahinter steckt eine größere These: Technologie ist kein Selbstzweck, sondern ein Hebel. Entlastung statt Ersatz. Wertschöpfung dort, wo heute noch Warteschleifen, Überlastung und verpasste Anrufe stehen. First-Level-Support als einer der größten Arbeitsmärkte der Welt – und einer der repetitivsten. Wer hier automatisiert, gewinnt Zeit, nicht nur Kosten.</p><p>Unbequem wird es beim Wissen. KI zeigt gnadenlos, was Unternehmen nie sauber aufgeschrieben haben. Implizite Erfahrung ist kein Schutzraum mehr, sondern ein Risiko. Struktur schlägt Bauchgefühl.</p><p>Am Ende bleibt eine Freiheit, die Druck macht: Europa kann Weltklasse bauen. Nicht mit moralischem Bonus, sondern mit besseren Produkten. Der riskanteste Schritt ist, ihn nicht zu gehen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://at.linkedin.com/in/danielkeinrath" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniel Keinrath</a>, Gründer von <a href="https://www.fonio.ai/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">fonio</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">2b7a27f7-8c30-44d2-8ddc-9295f87b8691</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/60dd9a11-fdff-4bc2-83c9-c782a0b62079/Folgencover-CarlsCaf-003-Daniel-Keinrath-afphoto.jpg"/><pubDate>Thu, 05 Feb 2026 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/2b7a27f7-8c30-44d2-8ddc-9295f87b8691.mp3" length="81958372" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:season>1</itunes:season><itunes:episode>3</itunes:episode><podcast:episode>3</podcast:episode><podcast:season>1</podcast:season></item><item><title>#2 Die Natur als der beste Business Case. Stefanie Hauer, Investorin</title><itunes:title>#2 Die Natur als der beste Business Case. Stefanie Hauer, Investorin</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wer weiter rechnet wie gestern, teilt bald durch Null, sagt Stefanie Hauer. Sie investiert nicht in „weniger schlecht“, sondern in Geschäftsmodelle, die Natur aktiv zurückbringen. Stefanie argumentiert: Die Wirtschaft ist keine Gegnerin der Natur, sondern ihr untergeordnet. Wirtschaft als eine Funktion der Natur; wer das verwechselt, mag zwar kurzfristig Gewinne feiern, wird aber langfristig Rohstoffe und Grundlagen verlieren: Wertschöpfung ohne Wert.</p><p>Weil wir schon lange genug Worte gehört haben, brauchen wir dafür eine Sprache, die wirklich alle verstehen: Geld. Stefanie sagt: „Put your money where you want the world to go“. Konsum, Kapitalanlage, Arbeitsplatz sind Hebel, die nicht erst nach Moral klingen müssen, um zu wirken.</p><p>Das Spektrum dafür ist größer, als unsere Reflexe zu erlauben scheinen: Kakaopflanzen tragen mehr, wenn sie im Wald und nicht auf der Plantage stehen. Invasive Arten aus Ökosystemen zu entnehmen und sie als Luxusgüter vermarkten, kann die Systeme entlasten. Lieferketten werden per Daten und KI so transparent, dass ökologische Verbesserungen oft gleichzeitig Kosten, Risiken und Compliance voranbringen. Und Renaturierung wird zum Finanzprodukt: Land regenerieren lassen, Ökosystemleistungen verkaufen, Rendite inklusive.</p><p>Am Ende bleibt es eine unbequeme Freiheit: „Ich allein rette die Welt“ ist nicht bequem, anfangen dagegen ist wirksam.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/stefaniehauer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stefanie Hauer</a>, Investorin für naturpositive Geschäftsmodelle, Board Member bei <a href="https://nature-re.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">NatureRe Capital</a> und Host des Podcasts <a href="https://planetary-business.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Planetary Business</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wer weiter rechnet wie gestern, teilt bald durch Null, sagt Stefanie Hauer. Sie investiert nicht in „weniger schlecht“, sondern in Geschäftsmodelle, die Natur aktiv zurückbringen. Stefanie argumentiert: Die Wirtschaft ist keine Gegnerin der Natur, sondern ihr untergeordnet. Wirtschaft als eine Funktion der Natur; wer das verwechselt, mag zwar kurzfristig Gewinne feiern, wird aber langfristig Rohstoffe und Grundlagen verlieren: Wertschöpfung ohne Wert.</p><p>Weil wir schon lange genug Worte gehört haben, brauchen wir dafür eine Sprache, die wirklich alle verstehen: Geld. Stefanie sagt: „Put your money where you want the world to go“. Konsum, Kapitalanlage, Arbeitsplatz sind Hebel, die nicht erst nach Moral klingen müssen, um zu wirken.</p><p>Das Spektrum dafür ist größer, als unsere Reflexe zu erlauben scheinen: Kakaopflanzen tragen mehr, wenn sie im Wald und nicht auf der Plantage stehen. Invasive Arten aus Ökosystemen zu entnehmen und sie als Luxusgüter vermarkten, kann die Systeme entlasten. Lieferketten werden per Daten und KI so transparent, dass ökologische Verbesserungen oft gleichzeitig Kosten, Risiken und Compliance voranbringen. Und Renaturierung wird zum Finanzprodukt: Land regenerieren lassen, Ökosystemleistungen verkaufen, Rendite inklusive.</p><p>Am Ende bleibt es eine unbequeme Freiheit: „Ich allein rette die Welt“ ist nicht bequem, anfangen dagegen ist wirksam.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/stefaniehauer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stefanie Hauer</a>, Investorin für naturpositive Geschäftsmodelle, Board Member bei <a href="https://nature-re.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">NatureRe Capital</a> und Host des Podcasts <a href="https://planetary-business.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Planetary Business</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c469b83d-3a93-4450-9fde-01ca0ba54ab0</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/9d16554e-51ff-42e6-9f88-56e0aed586f4/Folgencover-CarlsCaf-002-Stefanie-Hauer-afphoto.jpg"/><pubDate>Thu, 22 Jan 2026 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/c469b83d-3a93-4450-9fde-01ca0ba54ab0.mp3" length="92499303" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>48:10</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:season>1</itunes:season><itunes:episode>2</itunes:episode><podcast:episode>2</podcast:episode><podcast:season>1</podcast:season></item><item><title>#1 Wenn richtig immer schon falsch war. Axel Kaiser von Denttabs</title><itunes:title>#1 Wenn richtig immer schon falsch war. Axel Kaiser von Denttabs</itunes:title><description><![CDATA[<p>Zahnpasta tötet. Mindestens Tulpen. Axel Kaiser macht daraus kein Geheimnis - und erst recht keinen Marketinggang. Es ist der drastischste Beleg für eine radikale Erkenntnis: Zahnpasta ist nicht nur überflüssig, sondern regelrecht gesundheitsschädlich. Karies ist auch kein natürlicher Zustand, den es zu unterbinden gilt, sondern schlicht das Ergebnis falscher Pflegegewohnheiten, eines fest etablierten Geschäftsmodells und einer festen Überzeugung, die wir seit Kindertagen mit uns herumtragen: Zähneputzen tut Not. Denttabs hält mit Tabletten zur Zahnpflege dagegen, einem Produkt, das nicht heilt, sondern schlicht nicht schadet - und damit alles verändert.</p><p>Müssten die Großen der Dentalbranche nicht darauf reagieren? Der Bruch mit der Zahnpasta wäre offentlichlich zu groß. Nicht aus Böswilligkeit, sondern aus struktureller Trägheit. Ein Stück Zellulose, also: Holz, soll die Lösung sein?</p><p>Was also, wenn richtig schon immer falsch war? Axel meint dies durchaus als Aufruf zur Selbstermächtigung. Wer sich gegen die Überzeugungen aus unserer Kindheit entscheidet, gegen Zahnpasta, sagt auch: Ich treffe Entscheidungen selbst. Genau darin liegt der utopische Kern seiner Zahnputztabletten.</p><p>Axel und Michael sprechen auch über die Geschichte des Unternehmens Denttabs. Der Versuch, einen Investor für Wachstum und Ausbau zu finden, endete im Oktober 2025 - mit der Insolvenz. Was nach Ende klingt, entpuppte sich als Anfang: Eine beispiellose Welle der Solidarität begann auf LinkedIn. Die Verkaufszahlen vervielfachten sich binnen Tagen und schließlich kam eine unverhoffte Lösung in Form einer gemeinnützigen AG zu Denttabs. Es hebe die Hand, wer vorher wusste, dass es die Form einer gAG überhaupt gibt. Über dieses Instrument ermöglicht Denttabs die unkomplizierte Investition - und sobald Gewinne entstehen, kommen die den gemeinnützigen Zwecken der gAG zu Gute. Win win. Und für die Zähne auch: Win.</p><p>Axel wird ebenso wie der gAG-Investor Mario Erdmann auf dem "The Elephant"-Festival am 13. Januar 2026 in Leipzig sprechen. Wer kurzfristig noch dabei sein will: <a href="https://www.carls-zukunft.de/festival-2026-jetzt-die-letzten-tickets-sichern/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.carls-zukunft.de/festival-2026-jetzt-die-letzten-tickets-sichern/</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/kaiser-axel" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Axel Kaiser</a>, Gründer von <a href="https://denttabs.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Denttabs</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Zahnpasta tötet. Mindestens Tulpen. Axel Kaiser macht daraus kein Geheimnis - und erst recht keinen Marketinggang. Es ist der drastischste Beleg für eine radikale Erkenntnis: Zahnpasta ist nicht nur überflüssig, sondern regelrecht gesundheitsschädlich. Karies ist auch kein natürlicher Zustand, den es zu unterbinden gilt, sondern schlicht das Ergebnis falscher Pflegegewohnheiten, eines fest etablierten Geschäftsmodells und einer festen Überzeugung, die wir seit Kindertagen mit uns herumtragen: Zähneputzen tut Not. Denttabs hält mit Tabletten zur Zahnpflege dagegen, einem Produkt, das nicht heilt, sondern schlicht nicht schadet - und damit alles verändert.</p><p>Müssten die Großen der Dentalbranche nicht darauf reagieren? Der Bruch mit der Zahnpasta wäre offentlichlich zu groß. Nicht aus Böswilligkeit, sondern aus struktureller Trägheit. Ein Stück Zellulose, also: Holz, soll die Lösung sein?</p><p>Was also, wenn richtig schon immer falsch war? Axel meint dies durchaus als Aufruf zur Selbstermächtigung. Wer sich gegen die Überzeugungen aus unserer Kindheit entscheidet, gegen Zahnpasta, sagt auch: Ich treffe Entscheidungen selbst. Genau darin liegt der utopische Kern seiner Zahnputztabletten.</p><p>Axel und Michael sprechen auch über die Geschichte des Unternehmens Denttabs. Der Versuch, einen Investor für Wachstum und Ausbau zu finden, endete im Oktober 2025 - mit der Insolvenz. Was nach Ende klingt, entpuppte sich als Anfang: Eine beispiellose Welle der Solidarität begann auf LinkedIn. Die Verkaufszahlen vervielfachten sich binnen Tagen und schließlich kam eine unverhoffte Lösung in Form einer gemeinnützigen AG zu Denttabs. Es hebe die Hand, wer vorher wusste, dass es die Form einer gAG überhaupt gibt. Über dieses Instrument ermöglicht Denttabs die unkomplizierte Investition - und sobald Gewinne entstehen, kommen die den gemeinnützigen Zwecken der gAG zu Gute. Win win. Und für die Zähne auch: Win.</p><p>Axel wird ebenso wie der gAG-Investor Mario Erdmann auf dem "The Elephant"-Festival am 13. Januar 2026 in Leipzig sprechen. Wer kurzfristig noch dabei sein will: <a href="https://www.carls-zukunft.de/festival-2026-jetzt-die-letzten-tickets-sichern/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.carls-zukunft.de/festival-2026-jetzt-die-letzten-tickets-sichern/</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/kaiser-axel" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Axel Kaiser</a>, Gründer von <a href="https://denttabs.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Denttabs</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">b242851f-a6bd-49a9-9b8e-446c7cf31165</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3266df3f-1974-49e2-b441-1d35efd2e0a0/Folgencover-CarlsCaf-001-Axel-Kaiser-afphoto.jpg"/><pubDate>Thu, 08 Jan 2026 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/b242851f-a6bd-49a9-9b8e-446c7cf31165.mp3" length="104529840" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>54:26</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:season>1</itunes:season><itunes:episode>1</itunes:episode><podcast:episode>1</podcast:episode><podcast:season>1</podcast:season></item><item><title>#291 Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach – 2026. Das Jahr der Ideen</title><itunes:title>#291 Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach – 2026. Das Jahr der Ideen</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wenn zwei Sprachbots einen Podcast machen würden, wäre das Resultat vermutlich fehlerfrei, formvollendet – und vollkommen uninteressant. Denn echte Kommunikation lebt von etwas, das jenseits der Rechenleistung liegt: dem Überraschenden, dem Unplanbaren, dem menschlichen Impuls, der nicht nur wiederholt, was schon gesagt wurde. Wolfgang Lüdenbürger-Reidenbach bringt diesen Gedanken mit einer entwaffnenden Klarheit auf den Punkt: Künstliche Intelligenz kann helfen, sortieren, neu kombinieren – aber nicht das echte Neue hervorbringen.</p><p>Gerade deshalb ist der kreative Spielraum heute größer denn je. Weil generative Modelle Routinearbeit übernehmen, bleibt mehr Raum für Strategien, Ideen, für präzise Visualisierungen und für inklusives Arbeiten – etwa, wenn Menschen mit ADHS durch KI erstmals zusammenhängend schreiben können. 2026, sagt Wolfgang, werde das Jahr der Ideen sein. Ein Jahr, in dem Kommunikation nicht verschwindet, sondern sich neu erfindet.</p><p>Aber all das ist nicht technikgetrieben, sondern haltungsgeladen. Denn wer Inhalte personalisiert, gestaltet auch Wahrnehmung – und muss sich fragen, wessen Realität er eigentlich reproduziert. Dass KI männliche Gesichter besser generiert als weibliche, ist kein Zufall, sondern ein Bias. Und der ruft nach Aufklärung, nach Transparenz, nach Verantwortung.</p><p>Was also tun? Sich frisch an die Arbeit machen. Nicht als naiver Optimist, sondern mit einem klaren Blick auf die Unvollkommenheit – und der Überzeugung, dass das Bessere möglich ist.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/luebue" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Lünenburger-Reidenbach</a>, Kommunikations- und Digitalexperte, Managing Director Germany bei <a href="https://www.deptagency.com/de-dach/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">DEPT</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn zwei Sprachbots einen Podcast machen würden, wäre das Resultat vermutlich fehlerfrei, formvollendet – und vollkommen uninteressant. Denn echte Kommunikation lebt von etwas, das jenseits der Rechenleistung liegt: dem Überraschenden, dem Unplanbaren, dem menschlichen Impuls, der nicht nur wiederholt, was schon gesagt wurde. Wolfgang Lüdenbürger-Reidenbach bringt diesen Gedanken mit einer entwaffnenden Klarheit auf den Punkt: Künstliche Intelligenz kann helfen, sortieren, neu kombinieren – aber nicht das echte Neue hervorbringen.</p><p>Gerade deshalb ist der kreative Spielraum heute größer denn je. Weil generative Modelle Routinearbeit übernehmen, bleibt mehr Raum für Strategien, Ideen, für präzise Visualisierungen und für inklusives Arbeiten – etwa, wenn Menschen mit ADHS durch KI erstmals zusammenhängend schreiben können. 2026, sagt Wolfgang, werde das Jahr der Ideen sein. Ein Jahr, in dem Kommunikation nicht verschwindet, sondern sich neu erfindet.</p><p>Aber all das ist nicht technikgetrieben, sondern haltungsgeladen. Denn wer Inhalte personalisiert, gestaltet auch Wahrnehmung – und muss sich fragen, wessen Realität er eigentlich reproduziert. Dass KI männliche Gesichter besser generiert als weibliche, ist kein Zufall, sondern ein Bias. Und der ruft nach Aufklärung, nach Transparenz, nach Verantwortung.</p><p>Was also tun? Sich frisch an die Arbeit machen. Nicht als naiver Optimist, sondern mit einem klaren Blick auf die Unvollkommenheit – und der Überzeugung, dass das Bessere möglich ist.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/luebue" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Lünenburger-Reidenbach</a>, Kommunikations- und Digitalexperte, Managing Director Germany bei <a href="https://www.deptagency.com/de-dach/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">DEPT</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">392995bb-ee19-4587-814f-86fdb94ad390</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7c08d743-273b-44dc-a18b-65d4fba0e010/czdw-291-L-neg-Reidenbach.jpg"/><pubDate>Thu, 25 Dec 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/392995bb-ee19-4587-814f-86fdb94ad390.mp3" length="84319841" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:55</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>291</itunes:episode><podcast:episode>291</podcast:episode></item><item><title>#290 Franzi von Kempis – Weihnachtsleitfaden: Adé AfD</title><itunes:title>#290 Franzi von Kempis – Weihnachtsleitfaden: Adé AfD</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein Unternehmen, das rechtsextreme Funktionäre zu seinen Empfängen einlädt, hat sich längst entschieden – nicht für Dialog, sondern für Normalisierung. Franzi von Kempis bringt in ihrer Klarheit auf den Punkt, was viele in diffuse Diskurse verpacken: Haltung beginnt nicht mit der Entscheidung, ob man die AfD „auch mal einladen“ sollte, sondern damit, sich eine rote Linie zu setzen – und ihr treu zu bleiben.</p><p>Haltung ist kein Selbstgespräch. Sie zeigt sich dort, wo andere zuschauen: im Team, im Unternehmen, auf der Weihnachtsfeier. Wer sich über menschenfeindliche Positionen empört, aber keine Konsequenz folgen lässt, macht Empörung zur Pose. Franzi fordert eine Führungskultur, die sich nicht hinter Unsicherheit versteckt, sondern klar macht: In dieser Organisation gelten Werte – nicht nur in der Schublade, sondern im Alltag.</p><p>Ihr Blick auf die AfD ist dabei doppelt scharf: als Gefahr und als Symptom. Wer ihre Funktionär*innen einlädt, stellt nicht nur den Stuhl – er stellt auch eine Bühne. Und wer meint, das sei Dialog, verkennt, dass die Gegenseite gar keinen Dialog will. Die Einladung ist kein neutraler Akt, sie ist ein politischer.</p><p>Die eigentliche Aufgabe liegt bei denen, die sich sicher fühlen dürfen: Haltung zu zeigen, wo andere sich das nicht leisten können. Denn nicht die radikale Minderheit entscheidet über unsere Zukunft, sondern die schweigende Mehrheit – wenn sie endlich aufhört zu schweigen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/franzivonkempis" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Franzi von Kempis</a>, Politik- und Kommunikationsberaterin</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Unternehmen, das rechtsextreme Funktionäre zu seinen Empfängen einlädt, hat sich längst entschieden – nicht für Dialog, sondern für Normalisierung. Franzi von Kempis bringt in ihrer Klarheit auf den Punkt, was viele in diffuse Diskurse verpacken: Haltung beginnt nicht mit der Entscheidung, ob man die AfD „auch mal einladen“ sollte, sondern damit, sich eine rote Linie zu setzen – und ihr treu zu bleiben.</p><p>Haltung ist kein Selbstgespräch. Sie zeigt sich dort, wo andere zuschauen: im Team, im Unternehmen, auf der Weihnachtsfeier. Wer sich über menschenfeindliche Positionen empört, aber keine Konsequenz folgen lässt, macht Empörung zur Pose. Franzi fordert eine Führungskultur, die sich nicht hinter Unsicherheit versteckt, sondern klar macht: In dieser Organisation gelten Werte – nicht nur in der Schublade, sondern im Alltag.</p><p>Ihr Blick auf die AfD ist dabei doppelt scharf: als Gefahr und als Symptom. Wer ihre Funktionär*innen einlädt, stellt nicht nur den Stuhl – er stellt auch eine Bühne. Und wer meint, das sei Dialog, verkennt, dass die Gegenseite gar keinen Dialog will. Die Einladung ist kein neutraler Akt, sie ist ein politischer.</p><p>Die eigentliche Aufgabe liegt bei denen, die sich sicher fühlen dürfen: Haltung zu zeigen, wo andere sich das nicht leisten können. Denn nicht die radikale Minderheit entscheidet über unsere Zukunft, sondern die schweigende Mehrheit – wenn sie endlich aufhört zu schweigen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/franzivonkempis" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Franzi von Kempis</a>, Politik- und Kommunikationsberaterin</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">13f96ed5-87ec-4006-9217-c8c9957646d5</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7a375f5a-e878-4681-a904-d87c7b8d49a6/czdw-290-Franzi-von-Kempis.jpg"/><pubDate>Thu, 18 Dec 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/13f96ed5-87ec-4006-9217-c8c9957646d5.mp3" length="83130329" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:18</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>290</itunes:episode><podcast:episode>290</podcast:episode></item><item><title>#289 Ruth Beniermann – Mit Beton gegen den Klimawandel</title><itunes:title>#289 Ruth Beniermann – Mit Beton gegen den Klimawandel</itunes:title><description><![CDATA[<p>Beton kann mehr als tragen – er kann Verantwortung übernehmen. Ruth Beniermann von ecoLocked zeigt, wie sich die CO₂-Schleuder in eine CO₂-Senke verwandeln lässt. Ihr Ansatz: Biokohle aus Abfallstoffen, die durch Pyrolyse stabilisiert und dem Beton beigemischt wird. Das Ergebnis: ein dunklerer Beton, der nicht mehr nur Fundament ist, sondern Zukunftsspeicher. Drei Kilogramm CO₂ pro Kilogramm Material – nicht als Kompensation irgendwo verrechnet, sondern physisch eingebaut und sichtbar.</p><p>Ruth denkt diesen Wandel nicht als technologische Spielerei, sondern als systemische Intervention. Denn die grauen Emissionen des Bauens – jene, die entstehen, bevor ein Gebäude überhaupt genutzt wird – sind längst zu den eigentlichen Klimakillern geworden. Doch während der Wille zum Wandel wächst, fehlt oft die Entscheidungsgewalt: Zwischen Projektentwicklern, Investoren, Betonwerken und Architekturbüros verheddert sich die Verantwortung.</p><p>ecoLocked begegnet dem mit einer Strategie der Allianzen. Überzeugt wird nicht mit Pathos, sondern mit Pilotprojekten. Der Treppenhaus-Test ersetzt die Großbaustellen-Utopie. Es geht um greifbare Beweise, dass Nachhaltigkeit kein Kostenfaktor, sondern ein Marktargument ist. Und um Haltung. „We are not slowing down“ steht auf ihrer Website – ein Satz, der keine Zukunft verspricht, sondern baut. Schicht für Schicht, Kubikmeter für Kubikmeter.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/ruth-beniermann" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ruth Beniermann</a>, Business Development bei <a href="https://www.ecolocked.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ecoLocked</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Beton kann mehr als tragen – er kann Verantwortung übernehmen. Ruth Beniermann von ecoLocked zeigt, wie sich die CO₂-Schleuder in eine CO₂-Senke verwandeln lässt. Ihr Ansatz: Biokohle aus Abfallstoffen, die durch Pyrolyse stabilisiert und dem Beton beigemischt wird. Das Ergebnis: ein dunklerer Beton, der nicht mehr nur Fundament ist, sondern Zukunftsspeicher. Drei Kilogramm CO₂ pro Kilogramm Material – nicht als Kompensation irgendwo verrechnet, sondern physisch eingebaut und sichtbar.</p><p>Ruth denkt diesen Wandel nicht als technologische Spielerei, sondern als systemische Intervention. Denn die grauen Emissionen des Bauens – jene, die entstehen, bevor ein Gebäude überhaupt genutzt wird – sind längst zu den eigentlichen Klimakillern geworden. Doch während der Wille zum Wandel wächst, fehlt oft die Entscheidungsgewalt: Zwischen Projektentwicklern, Investoren, Betonwerken und Architekturbüros verheddert sich die Verantwortung.</p><p>ecoLocked begegnet dem mit einer Strategie der Allianzen. Überzeugt wird nicht mit Pathos, sondern mit Pilotprojekten. Der Treppenhaus-Test ersetzt die Großbaustellen-Utopie. Es geht um greifbare Beweise, dass Nachhaltigkeit kein Kostenfaktor, sondern ein Marktargument ist. Und um Haltung. „We are not slowing down“ steht auf ihrer Website – ein Satz, der keine Zukunft verspricht, sondern baut. Schicht für Schicht, Kubikmeter für Kubikmeter.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/ruth-beniermann" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ruth Beniermann</a>, Business Development bei <a href="https://www.ecolocked.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ecoLocked</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">29a951c2-5ec9-465f-8f31-8b09dd83281e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b48a2954-fac4-41f5-87ca-c2530a42602c/czdw-289-Beniermann.jpg"/><pubDate>Thu, 11 Dec 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/29a951c2-5ec9-465f-8f31-8b09dd83281e.mp3" length="76805771" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>289</itunes:episode><podcast:episode>289</podcast:episode></item><item><title>#288 Marit Hansen – Freiheit ist kein Cloud-Service</title><itunes:title>#288 Marit Hansen – Freiheit ist kein Cloud-Service</itunes:title><description><![CDATA[<p>Der gefährlichste Irrtum über Datenschutz ist vielleicht der Glaube, es handle sich um ein Verhinderungsrecht. Dabei ist es ein Freiheitsrecht – oder genauer: eine infrastrukturelle Voraussetzung für Freiheit in digitalen Gesellschaften. Marit Hansen, Landesbeauftragte für Datenschutz in Schleswig-Holstein, macht das deutlich, ohne in normativen Pathos zu verfallen. Sie spricht präzise über Machtasymmetrien zwischen Individuen und Behörden oder Konzernen – und über den Anspruch, diese auszugleichen.</p><p>Im Zentrum ihrer Argumentation steht nicht die Empörung über Überwachung, sondern die Forderung nach Selbstbestimmung. Das klingt nüchtern, ist aber radikal. Denn wer Selbstbestimmung will, muss die Systeme verstehen, die Entscheidungen über uns treffen. Besonders dann, wenn diese Systeme auf Künstlicher Intelligenz basieren, die ihrerseits vergangene Verzerrungen perpetuieren und verstärken kann.</p><p>Marits Plädoyer: Machtkontrolle beginnt bei den Daten, die noch gar nicht existieren – und bei der Architektur, mit der sie erhoben und verarbeitet werden. Wer hier auf Sorgfalt setzt, nicht auf blinden Fortschrittsglauben, betreibt keine Technikfeindlichkeit, sondern schützt die Grundlage demokratischer Souveränität. Dazu gehört auch, wie Michael Carl zugespitzt formuliert, ein „Planspiel der Abhängigkeiten“: Was passiert, wenn Cloud-Dienste ausfallen oder politische Entscheidungen Zugriff auf unsere Systeme erzwingen?</p><p>Datenschutz wird in dieser Perspektive zur Verteidigungslinie der Freiheit – nicht gegen Technik, sondern gegen ihre unreflektierte Anwendung.</p><p>Informationen zur Open-Source-Strategie des Landes Schleswig-Holstein: <a href="https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/digitalisierung/linux-plus1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/digitalisierung/linux-plus1</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.hansen-kronshagen.de/marit/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. h.c. Marit Hansen</a>, <a href="https://www.datenschutzzentrum.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Schleswig-Holstein</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der gefährlichste Irrtum über Datenschutz ist vielleicht der Glaube, es handle sich um ein Verhinderungsrecht. Dabei ist es ein Freiheitsrecht – oder genauer: eine infrastrukturelle Voraussetzung für Freiheit in digitalen Gesellschaften. Marit Hansen, Landesbeauftragte für Datenschutz in Schleswig-Holstein, macht das deutlich, ohne in normativen Pathos zu verfallen. Sie spricht präzise über Machtasymmetrien zwischen Individuen und Behörden oder Konzernen – und über den Anspruch, diese auszugleichen.</p><p>Im Zentrum ihrer Argumentation steht nicht die Empörung über Überwachung, sondern die Forderung nach Selbstbestimmung. Das klingt nüchtern, ist aber radikal. Denn wer Selbstbestimmung will, muss die Systeme verstehen, die Entscheidungen über uns treffen. Besonders dann, wenn diese Systeme auf Künstlicher Intelligenz basieren, die ihrerseits vergangene Verzerrungen perpetuieren und verstärken kann.</p><p>Marits Plädoyer: Machtkontrolle beginnt bei den Daten, die noch gar nicht existieren – und bei der Architektur, mit der sie erhoben und verarbeitet werden. Wer hier auf Sorgfalt setzt, nicht auf blinden Fortschrittsglauben, betreibt keine Technikfeindlichkeit, sondern schützt die Grundlage demokratischer Souveränität. Dazu gehört auch, wie Michael Carl zugespitzt formuliert, ein „Planspiel der Abhängigkeiten“: Was passiert, wenn Cloud-Dienste ausfallen oder politische Entscheidungen Zugriff auf unsere Systeme erzwingen?</p><p>Datenschutz wird in dieser Perspektive zur Verteidigungslinie der Freiheit – nicht gegen Technik, sondern gegen ihre unreflektierte Anwendung.</p><p>Informationen zur Open-Source-Strategie des Landes Schleswig-Holstein: <a href="https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/digitalisierung/linux-plus1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/digitalisierung/linux-plus1</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.hansen-kronshagen.de/marit/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. h.c. Marit Hansen</a>, <a href="https://www.datenschutzzentrum.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Schleswig-Holstein</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">9b87ed7b-999c-423b-9bd3-b8c80a6b5dd4</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/dc717164-8b31-4af5-a67d-eb8cefbf6d59/czdw-288-Hansen.jpg"/><pubDate>Thu, 04 Dec 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/9b87ed7b-999c-423b-9bd3-b8c80a6b5dd4.mp3" length="88219401" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>45:57</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>288</itunes:episode><podcast:episode>288</podcast:episode></item><item><title>#287 Globale Zukünfte 5: Botswana</title><itunes:title>#287 Globale Zukünfte 5: Botswana</itunes:title><description><![CDATA[<p>In der Podcastreihe „Globale Zukünfte“ fragt Michael, ob es Orte auf der Welt gibt, von denen aus sich die großen Krisen unserer Zeit – Klima, Politik, Gesellschaft – neu denken lassen. Fünf Länder auf fünf Kontinenten sollten dafür den Blick weiten. Die letzte Station führt nach Botswana: ein Land, das viele kaum verorten können – und das gerade deshalb überrascht.</p><p>Botswana wirkt wie ein afrikanisches Paradox. Gesprächspartner Thilo Schöne, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Gaborone, beschreibt ein Land, das sich aus bitterer Armut heraus zu Stabilität und relativer Wohlhabenheit manövriert hat – ohne den typischen „Ressourcenfluch“ zu erliegen. Diamanten wurden hier nicht zum Motor von Korruption und Oligarchie, sondern zur Grundlage von Infrastruktur, Bildung und öffentlicher Versorgung. Ein Staatsfonds nach norwegischem Vorbild, ein klug verhandeltes 50-50-Modell mit De Beers und eine politische Elite der ersten Generation, die Entwicklung vor Selbstbereicherung stellte, haben ein seltenes Fenster geöffnet: Rohstoffreichtum als gesellschaftlicher Gewinn.</p><p>Dieser Erfolg ruht jedoch auf einer zweiten, tieferen Säule: einer demokratischen Kultur, die älter ist als die koloniale Moderne. Konsenssuche, lokale Versammlungen, Machtteilung zwischen Chiefs und Räten – Botswanas politische Tradition hat demokratische Elemente hervorgebracht, bevor Demokratie zum Exportbegriff wurde. Streit wird hier nicht als Sieg der Mehrheit über eine Minderheit gedacht, sondern als gemeinsames „talk it out“ bis eine Lösung tragfähig ist. Das Ergebnis ist ein Land, das nach außen ruhig wirkt: wenig Aggression im öffentlichen Raum, hohe Toleranz im politischen Wettbewerb, eine fast unaufgeregte Normalität des Zusammenlebens.</p><p>Gleichzeitig steht Botswana heute an einer Schwelle. Die Abhängigkeit von Diamanten wird zur gefährlichen Einseitigkeit, seit der Weltmarkt schwächelt. Vor allem junge Menschen spüren das als Zukunftskrise: „Jobs, Jobs, Jobs“ ist der Ruf einer Generation, die auf Teilhabe wartet. Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und ein wachsender Frust, der sich nicht in Straßenprotesten entlädt, sondern nach innen kippt – in Depression, Alkoholismus, Gewalt. Hinter dem Bild des „Juwels“ liegen Wunden, die lange übersehen wurden. Gerade hier wird Zukunft zur Frage, ob das Land seine eigene Erfolgsgeschichte modernisieren kann.</p><p>Botswana ist damit kein idyllischer Ausnahmefall, sondern ein Lernraum. Ein Land, das zeigt, dass demokratischer Fortschritt möglich ist – und dass Stabilität immer wieder neu erfunden werden muss. Die Bereitschaft zur Reform, die neue Regierung und starke zivilgesellschaftliche Kräfte jetzt sichtbar machen, wirkt wie ein Angebot an uns alle: Institutionen nicht nur zu verteidigen, sondern mutig zu erneuern, bevor sie brüchig werden.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://bw.linkedin.com/in/thilo-schöne-aa194655?trk=public_post_feed-reaction-header" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thilo Schöne</a>, Leiter der <a href="https://botswana.fes.de/index.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Friedrich-Ebert-Stiftung Botswana</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>In der Podcastreihe „Globale Zukünfte“ fragt Michael, ob es Orte auf der Welt gibt, von denen aus sich die großen Krisen unserer Zeit – Klima, Politik, Gesellschaft – neu denken lassen. Fünf Länder auf fünf Kontinenten sollten dafür den Blick weiten. Die letzte Station führt nach Botswana: ein Land, das viele kaum verorten können – und das gerade deshalb überrascht.</p><p>Botswana wirkt wie ein afrikanisches Paradox. Gesprächspartner Thilo Schöne, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Gaborone, beschreibt ein Land, das sich aus bitterer Armut heraus zu Stabilität und relativer Wohlhabenheit manövriert hat – ohne den typischen „Ressourcenfluch“ zu erliegen. Diamanten wurden hier nicht zum Motor von Korruption und Oligarchie, sondern zur Grundlage von Infrastruktur, Bildung und öffentlicher Versorgung. Ein Staatsfonds nach norwegischem Vorbild, ein klug verhandeltes 50-50-Modell mit De Beers und eine politische Elite der ersten Generation, die Entwicklung vor Selbstbereicherung stellte, haben ein seltenes Fenster geöffnet: Rohstoffreichtum als gesellschaftlicher Gewinn.</p><p>Dieser Erfolg ruht jedoch auf einer zweiten, tieferen Säule: einer demokratischen Kultur, die älter ist als die koloniale Moderne. Konsenssuche, lokale Versammlungen, Machtteilung zwischen Chiefs und Räten – Botswanas politische Tradition hat demokratische Elemente hervorgebracht, bevor Demokratie zum Exportbegriff wurde. Streit wird hier nicht als Sieg der Mehrheit über eine Minderheit gedacht, sondern als gemeinsames „talk it out“ bis eine Lösung tragfähig ist. Das Ergebnis ist ein Land, das nach außen ruhig wirkt: wenig Aggression im öffentlichen Raum, hohe Toleranz im politischen Wettbewerb, eine fast unaufgeregte Normalität des Zusammenlebens.</p><p>Gleichzeitig steht Botswana heute an einer Schwelle. Die Abhängigkeit von Diamanten wird zur gefährlichen Einseitigkeit, seit der Weltmarkt schwächelt. Vor allem junge Menschen spüren das als Zukunftskrise: „Jobs, Jobs, Jobs“ ist der Ruf einer Generation, die auf Teilhabe wartet. Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und ein wachsender Frust, der sich nicht in Straßenprotesten entlädt, sondern nach innen kippt – in Depression, Alkoholismus, Gewalt. Hinter dem Bild des „Juwels“ liegen Wunden, die lange übersehen wurden. Gerade hier wird Zukunft zur Frage, ob das Land seine eigene Erfolgsgeschichte modernisieren kann.</p><p>Botswana ist damit kein idyllischer Ausnahmefall, sondern ein Lernraum. Ein Land, das zeigt, dass demokratischer Fortschritt möglich ist – und dass Stabilität immer wieder neu erfunden werden muss. Die Bereitschaft zur Reform, die neue Regierung und starke zivilgesellschaftliche Kräfte jetzt sichtbar machen, wirkt wie ein Angebot an uns alle: Institutionen nicht nur zu verteidigen, sondern mutig zu erneuern, bevor sie brüchig werden.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://bw.linkedin.com/in/thilo-schöne-aa194655?trk=public_post_feed-reaction-header" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thilo Schöne</a>, Leiter der <a href="https://botswana.fes.de/index.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Friedrich-Ebert-Stiftung Botswana</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">2efb3311-aea1-40ee-a113-d09631b9d84e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b99664e9-5ec8-42ad-ae9e-42fc53effb36/czdw-287-Sch-ne-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 27 Nov 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/2efb3311-aea1-40ee-a113-d09631b9d84e.mp3" length="79136311" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:13</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>287</itunes:episode><podcast:episode>287</podcast:episode></item><item><title>#286 Globale Zukünfte 4: Indien</title><itunes:title>#286 Globale Zukünfte 4: Indien</itunes:title><description><![CDATA[<p>In der neuen Podcastreihe „Globale Zukünfte“ fragt Michael, ob es Orte auf der Welt gibt, von denen aus sich die großen Krisen unserer Zeit – Klima, Politik, Gesellschaft – neu denken lassen. Fünf Länder auf fünf Kontinenten sollen dafür den Blick weiten. Die vierte Etappe führt nach Indien: groß im Maßstab, komplex in seiner Wirklichkeit, und näher an unseren Zukunftsfragen, als man auf den ersten Blick vermutet.</p><p>Ein Land, das sich nie als geschlossene Einheit verstand, ringt heute mit seiner eigenen Vielschichtigkeit. Gesprächspartner Manuel Vermeer zeichnet Indien als Subkontinent voller Spannungen: ein Demokratieriese, der gleichzeitig in alten sozialen Hierarchien gefangen bleibt; ein wirtschaftlicher Aufsteiger, der Hunger und Bildungsnot noch immer nicht überwunden hat. Moderne Apps erreichen hunderte Millionen Menschen – doch nur wenige Schritte weiter ringt ein Kind um das Nötigste. Zukunft und Vergangenheit liegen hier so dicht beieinander wie nirgendwo sonst.</p><p>Gleichzeitig lebt Indien von einer tief verwurzelten Dynamik: Vielfalt ist Alltag, nicht Ausnahme. Religionen, Sprachen, Kulturen – sie stehen nicht nebeneinander, sondern ineinander. Konflikte gibt es, doch bemerkenswert selten entladen sie sich in jener Härte, die wir aus anderen Weltregionen kennen. Unterschiedlichkeit wird nicht bekämpft, sondern ausgehalten – und bildet damit ein Fundament für eine Gesellschaft, die Veränderung nicht fürchtet.</p><p>Indien bleibt ein Ort der Möglichkeiten – nicht trotz, sondern wegen seiner Widersprüche. Die junge Bevölkerung drängt nach vorne, Gründergeist ist allgegenwärtig, und die Überzeugung, dass Zukunft gestaltbar ist, trägt weiter als jede wirtschaftspolitische Strategie. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Auch in Indien liegen die globalen Konflikte offen – sie zeigen sich nur in anderer Gestalt.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/prof-dr-manuel-vermeer-5b608361" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Manuel Vermeer</a>, Asienstudien, Berater und <a href="https://manuelvermeer.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Autor</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>In der neuen Podcastreihe „Globale Zukünfte“ fragt Michael, ob es Orte auf der Welt gibt, von denen aus sich die großen Krisen unserer Zeit – Klima, Politik, Gesellschaft – neu denken lassen. Fünf Länder auf fünf Kontinenten sollen dafür den Blick weiten. Die vierte Etappe führt nach Indien: groß im Maßstab, komplex in seiner Wirklichkeit, und näher an unseren Zukunftsfragen, als man auf den ersten Blick vermutet.</p><p>Ein Land, das sich nie als geschlossene Einheit verstand, ringt heute mit seiner eigenen Vielschichtigkeit. Gesprächspartner Manuel Vermeer zeichnet Indien als Subkontinent voller Spannungen: ein Demokratieriese, der gleichzeitig in alten sozialen Hierarchien gefangen bleibt; ein wirtschaftlicher Aufsteiger, der Hunger und Bildungsnot noch immer nicht überwunden hat. Moderne Apps erreichen hunderte Millionen Menschen – doch nur wenige Schritte weiter ringt ein Kind um das Nötigste. Zukunft und Vergangenheit liegen hier so dicht beieinander wie nirgendwo sonst.</p><p>Gleichzeitig lebt Indien von einer tief verwurzelten Dynamik: Vielfalt ist Alltag, nicht Ausnahme. Religionen, Sprachen, Kulturen – sie stehen nicht nebeneinander, sondern ineinander. Konflikte gibt es, doch bemerkenswert selten entladen sie sich in jener Härte, die wir aus anderen Weltregionen kennen. Unterschiedlichkeit wird nicht bekämpft, sondern ausgehalten – und bildet damit ein Fundament für eine Gesellschaft, die Veränderung nicht fürchtet.</p><p>Indien bleibt ein Ort der Möglichkeiten – nicht trotz, sondern wegen seiner Widersprüche. Die junge Bevölkerung drängt nach vorne, Gründergeist ist allgegenwärtig, und die Überzeugung, dass Zukunft gestaltbar ist, trägt weiter als jede wirtschaftspolitische Strategie. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Auch in Indien liegen die globalen Konflikte offen – sie zeigen sich nur in anderer Gestalt.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/prof-dr-manuel-vermeer-5b608361" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Manuel Vermeer</a>, Asienstudien, Berater und <a href="https://manuelvermeer.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Autor</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">5090f1aa-588b-483a-92ab-089d348ce950</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/575cec62-86cc-4424-9785-6635d370c35e/czdw-286-Vermeer-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 20 Nov 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/5090f1aa-588b-483a-92ab-089d348ce950.mp3" length="78185036" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:43</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>286</itunes:episode><podcast:episode>286</podcast:episode></item><item><title>#285 Globale Zukünfte 3: Chile</title><itunes:title>#285 Globale Zukünfte 3: Chile</itunes:title><description><![CDATA[<p>In der Podcastreihe „Globale Zukünfte“ fragt Michael, ob es Orte auf der Welt gibt, von denen aus sich die großen Krisen unserer Zeit – Klima, Politik, Gesellschaft – neu denken lassen. Fünf Länder auf fünf Kontinenten sollen dafür den Blick weiten. Nach Neuseeland und Estland führt die dritte Etappe der Reise an das sprichwörtliche Ende der Welt: nach Chile.</p><p>Ein Land, das in seiner Länge von Finnland bis Spanien reichen könnte, doch im Durchschnitt nur 120 Kilometer breit ist – und ebenso schmal scheint manchmal der Grat zwischen Hoffnung und Ernüchterung. Gesprächspartnerin Gitte Cullmann, Leiterin der Heinrich-Böll-Stiftung in Santiago de Chile, beschreibt ein Land voller Gegensätze: stabil und unruhig zugleich, von ungeheurer Energie und tiefen Widersprüchen durchzogen.</p><p>Chile ist ein Land im Dauerzustand der Transformation. Nach den gewaltigen Protesten von 2019, den sogenannten&nbsp;<em>Estallido Social</em>, träumte die Gesellschaft von einem neuen Gesellschaftsvertrag. Zwei Anläufe für eine neue Verfassung – einer progressiv, einer konservativ – scheiterten. Der Wille zur Veränderung ist groß, die Angst davor ebenso. Zwischen neoliberaler Tradition und sozialer Erneuerung tastet sich das Land an ein neues Gleichgewicht heran.</p><p>Hinter der Fassade wirtschaftlicher Stärke verbirgt sich eine der größten sozialen Ungleichheiten im OECD-Raum. Renten, Bildung, Gesundheit – alles ist privatisiert. Wer es sich nicht leisten kann, fällt durchs Raster. Das Chile der Chicago Boys war einst das Labor des Neoliberalismus. Heute kämpft es mit dessen Spätfolgen: hoher Verschuldung, schwindender Chancengleichheit und einer tiefen gesellschaftlichen Unzufriedenheit.</p><p>Gleichzeitig ist Chile eines der rohstoffreichsten Länder der Welt – und könnte damit eine Schlüsselrolle in der globalen Energiewende spielen. Kupfer, Lithium, grüner Wasserstoff: kaum ein Land ist besser aufgestellt, um die Dekarbonisierung voranzutreiben. Doch noch wird zu wenig Wertschöpfung im eigenen Land gehalten. Gitte spricht von einem „Gefühl der ökologischen Kolonie“ – Europa profitiert von den Ressourcen, Chile trägt die ökologischen Kosten. Der Anspruch auf Partnerschaft „auf Augenhöhe“ bleibt oft ein Lippenbekenntnis.</p><p>Auch die Klimakrise trifft das Land härter als viele andere. Dürren, Waldbrände, Wassermangel – Chile ist eines der verwundbarsten Länder der Erde. Doch die politische Aufmerksamkeit liegt anderswo. „Klimapolitik spielt im Wahlkampf keine Rolle“, sagt Gitte. Und doch zeigt sich in der Anpassungsfähigkeit der Chilenen eine Form der Resilienz, die Hoffnung macht. Katastrophen gehören zum Alltag – Erdbeben, Überschwemmungen, Brände. Die Menschen leben mit der Natur, nicht gegen sie. Diese Haltung teilt die indigene Bevölkerung schon seit Jahrhunderten.</p><p>Indigene und nicht-indigene Perspektiven prallen aufeinander: hier der extraktivistische Blick des globalen Marktes, dort die Vorstellung von&nbsp;<em>Pachamama</em>, der Erde als Teil des eigenen Lebens. Diese unvereinbaren Weltbilder prägen die gesellschaftliche Debatte – und zeigen, dass Zukunft in Chile mehr ist als technologische Modernisierung. Sie ist ein kulturelles Aushandeln darüber, was Fortschritt bedeutet.</p><p>Chile könnte ein Zukunftslabor werden – wenn es gelingt, gesellschaftliche Kreativität, ökologische Verantwortung und internationale Kooperation zu verbinden. Schon heute stammt über zwei Drittel der Energie aus erneuerbaren Quellen, Kohle ist fast Geschichte. Doch der Weg bleibt lang. Zukunft entsteht hier nicht aus Reichtum, sondern aus Bewegung.</p><p>Chile ist dynamisch und divers – in seinen Landschaften, in seinen Ideen, in seinen Konflikten. Wer sich von Widersprüchen nicht abschrecken lässt, sondern von ihnen anregen lässt, wer Wandel nicht fürchtet, sondern sucht, findet hier vielleicht den spannendsten Zukunftsort der Welt: am Ende der Welt, wo die Zukunft schon begonnen hat.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://cl.linkedin.com/in/gitte-cullmann-86786092?original_referer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gitte Cullmann</a>, Leiterin der <a href="https://www.boell.de/de/2008/10/13/buero-santiago-de-chile-chile-peru-bolivien" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Heinrich-Böll-Stiftung in Santiago de Chile</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>In der Podcastreihe „Globale Zukünfte“ fragt Michael, ob es Orte auf der Welt gibt, von denen aus sich die großen Krisen unserer Zeit – Klima, Politik, Gesellschaft – neu denken lassen. Fünf Länder auf fünf Kontinenten sollen dafür den Blick weiten. Nach Neuseeland und Estland führt die dritte Etappe der Reise an das sprichwörtliche Ende der Welt: nach Chile.</p><p>Ein Land, das in seiner Länge von Finnland bis Spanien reichen könnte, doch im Durchschnitt nur 120 Kilometer breit ist – und ebenso schmal scheint manchmal der Grat zwischen Hoffnung und Ernüchterung. Gesprächspartnerin Gitte Cullmann, Leiterin der Heinrich-Böll-Stiftung in Santiago de Chile, beschreibt ein Land voller Gegensätze: stabil und unruhig zugleich, von ungeheurer Energie und tiefen Widersprüchen durchzogen.</p><p>Chile ist ein Land im Dauerzustand der Transformation. Nach den gewaltigen Protesten von 2019, den sogenannten&nbsp;<em>Estallido Social</em>, träumte die Gesellschaft von einem neuen Gesellschaftsvertrag. Zwei Anläufe für eine neue Verfassung – einer progressiv, einer konservativ – scheiterten. Der Wille zur Veränderung ist groß, die Angst davor ebenso. Zwischen neoliberaler Tradition und sozialer Erneuerung tastet sich das Land an ein neues Gleichgewicht heran.</p><p>Hinter der Fassade wirtschaftlicher Stärke verbirgt sich eine der größten sozialen Ungleichheiten im OECD-Raum. Renten, Bildung, Gesundheit – alles ist privatisiert. Wer es sich nicht leisten kann, fällt durchs Raster. Das Chile der Chicago Boys war einst das Labor des Neoliberalismus. Heute kämpft es mit dessen Spätfolgen: hoher Verschuldung, schwindender Chancengleichheit und einer tiefen gesellschaftlichen Unzufriedenheit.</p><p>Gleichzeitig ist Chile eines der rohstoffreichsten Länder der Welt – und könnte damit eine Schlüsselrolle in der globalen Energiewende spielen. Kupfer, Lithium, grüner Wasserstoff: kaum ein Land ist besser aufgestellt, um die Dekarbonisierung voranzutreiben. Doch noch wird zu wenig Wertschöpfung im eigenen Land gehalten. Gitte spricht von einem „Gefühl der ökologischen Kolonie“ – Europa profitiert von den Ressourcen, Chile trägt die ökologischen Kosten. Der Anspruch auf Partnerschaft „auf Augenhöhe“ bleibt oft ein Lippenbekenntnis.</p><p>Auch die Klimakrise trifft das Land härter als viele andere. Dürren, Waldbrände, Wassermangel – Chile ist eines der verwundbarsten Länder der Erde. Doch die politische Aufmerksamkeit liegt anderswo. „Klimapolitik spielt im Wahlkampf keine Rolle“, sagt Gitte. Und doch zeigt sich in der Anpassungsfähigkeit der Chilenen eine Form der Resilienz, die Hoffnung macht. Katastrophen gehören zum Alltag – Erdbeben, Überschwemmungen, Brände. Die Menschen leben mit der Natur, nicht gegen sie. Diese Haltung teilt die indigene Bevölkerung schon seit Jahrhunderten.</p><p>Indigene und nicht-indigene Perspektiven prallen aufeinander: hier der extraktivistische Blick des globalen Marktes, dort die Vorstellung von&nbsp;<em>Pachamama</em>, der Erde als Teil des eigenen Lebens. Diese unvereinbaren Weltbilder prägen die gesellschaftliche Debatte – und zeigen, dass Zukunft in Chile mehr ist als technologische Modernisierung. Sie ist ein kulturelles Aushandeln darüber, was Fortschritt bedeutet.</p><p>Chile könnte ein Zukunftslabor werden – wenn es gelingt, gesellschaftliche Kreativität, ökologische Verantwortung und internationale Kooperation zu verbinden. Schon heute stammt über zwei Drittel der Energie aus erneuerbaren Quellen, Kohle ist fast Geschichte. Doch der Weg bleibt lang. Zukunft entsteht hier nicht aus Reichtum, sondern aus Bewegung.</p><p>Chile ist dynamisch und divers – in seinen Landschaften, in seinen Ideen, in seinen Konflikten. Wer sich von Widersprüchen nicht abschrecken lässt, sondern von ihnen anregen lässt, wer Wandel nicht fürchtet, sondern sucht, findet hier vielleicht den spannendsten Zukunftsort der Welt: am Ende der Welt, wo die Zukunft schon begonnen hat.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://cl.linkedin.com/in/gitte-cullmann-86786092?original_referer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gitte Cullmann</a>, Leiterin der <a href="https://www.boell.de/de/2008/10/13/buero-santiago-de-chile-chile-peru-bolivien" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Heinrich-Böll-Stiftung in Santiago de Chile</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">3529e743-7a36-4e41-9b2d-3f6bee700743</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/123028ba-b913-4c18-b7b5-b3995f95c669/czdw-285-Cullmann-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 13 Nov 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/3529e743-7a36-4e41-9b2d-3f6bee700743.mp3" length="74190182" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:38</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>285</itunes:episode><podcast:episode>285</podcast:episode></item><item><title>#284 Globale Zukünfte 2: Estland</title><itunes:title>#284 Globale Zukünfte 2: Estland</itunes:title><description><![CDATA[<p>In der Podcastreihe „Globale Zukünfte“ fragt Michael, ob es Orte auf der Welt gibt, von denen aus sich die großen Krisen unserer Zeit – Klima, Politik, Gesellschaft – neu denken lassen. Fünf Länder auf fünf Kontinenten sollen dafür den Blick weiten. Die zweite Etappe führt nach Estland: klein an Fläche, groß in Vision.</p><p>Ein Land, das seine digitale Infrastruktur nicht als Zukunftsversprechen, sondern als Gegenwartsnormalität begreift. Gesprächspartner Ralph Wrobel, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, beschreibt Estland als europäisches Zukunftslabor: technikaffin, pragmatisch und entschlossen. Wo Deutschland noch diskutiert, hat Estland längst gemacht. Der Staat agiert proaktiv, nicht reaktiv – und begegnet der Welt mit einer fast trotzig optimistischen Haltung.</p><p>Gleichzeitig lebt Estland im Schatten Russlands – geostrategisch verletzlich, historisch geprägt von Fremdherrschaft und doch bemerkenswert souverän. Die Bedrohung wird nicht verdrängt, sondern ernst genommen: militärisch, gesellschaftlich, mental. Zwischen digitaler Avantgarde und strategischer Wehrhaftigkeit entsteht ein Zukunftsbild, das so nüchtern wie ermutigend ist.</p><p>Estland ist kein Zufluchtsort, sondern ein Möglichkeitsraum. Wer hier über die Zukunft spricht, spricht nicht über Utopien, sondern über Haltung. Und über die Entscheidung, sie nicht länger aufzuschieben.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/ralph-wrobel-ba040116" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Ralph Wrobel</a>, Volkswirt, Historiker, <a href="https://www.whz.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Westsächsische Hochschule Zwickau</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>In der Podcastreihe „Globale Zukünfte“ fragt Michael, ob es Orte auf der Welt gibt, von denen aus sich die großen Krisen unserer Zeit – Klima, Politik, Gesellschaft – neu denken lassen. Fünf Länder auf fünf Kontinenten sollen dafür den Blick weiten. Die zweite Etappe führt nach Estland: klein an Fläche, groß in Vision.</p><p>Ein Land, das seine digitale Infrastruktur nicht als Zukunftsversprechen, sondern als Gegenwartsnormalität begreift. Gesprächspartner Ralph Wrobel, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, beschreibt Estland als europäisches Zukunftslabor: technikaffin, pragmatisch und entschlossen. Wo Deutschland noch diskutiert, hat Estland längst gemacht. Der Staat agiert proaktiv, nicht reaktiv – und begegnet der Welt mit einer fast trotzig optimistischen Haltung.</p><p>Gleichzeitig lebt Estland im Schatten Russlands – geostrategisch verletzlich, historisch geprägt von Fremdherrschaft und doch bemerkenswert souverän. Die Bedrohung wird nicht verdrängt, sondern ernst genommen: militärisch, gesellschaftlich, mental. Zwischen digitaler Avantgarde und strategischer Wehrhaftigkeit entsteht ein Zukunftsbild, das so nüchtern wie ermutigend ist.</p><p>Estland ist kein Zufluchtsort, sondern ein Möglichkeitsraum. Wer hier über die Zukunft spricht, spricht nicht über Utopien, sondern über Haltung. Und über die Entscheidung, sie nicht länger aufzuschieben.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/ralph-wrobel-ba040116" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Ralph Wrobel</a>, Volkswirt, Historiker, <a href="https://www.whz.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Westsächsische Hochschule Zwickau</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">ac2fae36-1765-4064-98dc-d0049b2424da</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/58bcfac0-61d9-42a2-88e9-185aa1e9f79f/czdw-284-Wrobel-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 06 Nov 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/ac2fae36-1765-4064-98dc-d0049b2424da.mp3" length="74665820" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:53</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>284</itunes:episode><podcast:episode>284</podcast:episode></item><item><title>#283 Globale Zukünfte 1: Neuseeland</title><itunes:title>#283 Globale Zukünfte 1: Neuseeland</itunes:title><description><![CDATA[<p>In der neuen Podcastreihe "Globale Zukünfte" fragt Michael, ob es Orte auf der Welt gibt, von denen aus sich die großen Krisen unserer Zeit – Klima, Politik, Gesellschaft – neu denken lassen. Fünf Länder auf fünf Kontinenten sollen dafür den Blick weiten. Den Anfang macht Neuseeland: weit entfernt und doch nah an unseren Zukunftsfragen.</p><p>Ein Land, das sich einst als "besseres Britannien" verstand, ringt heute mit seiner eigenen Gegenwart. Gesprächspartner Patrick Köllner, Direktor des GIGA-Instituts für Asienstudien Hamburg, zeichnet Neuseeland als Ort voller Widersprüche: einst Vorreiter des Sozialstaats, heute Spielball neoliberaler Kräfte. Die Kühe, Symbol für wirtschaftlichen Erfolg, sind zugleich die Methanquellen eines ökologischen Rückschritts. Eine Klimapolitik, die sich der Agrarlobby beugt, ist Sinnbild für eine verlorene Zukunftsorientierung.</p><p>Gleichzeitig lebt Neuseeland von einer tief verwurzelten Dynamik: Migration ist gelebte Normalität, nicht Bedrohung. Maori und weiße Siedler teilen sich die Bühne einer bikulturellen Nation – und ringen aktuell um die Frage, wie viel kulturelle Sichtbarkeit gerecht ist. Der Kulturkampf um Identität, Sprache und Privilegien wird mit einer Schärfe geführt, die man sonst nur aus gesättigten Demokratien kennt.</p><p>Neuseeland bleibt ein Sehnsuchtsort – nicht trotz, sondern wegen seiner Abgeschiedenheit. Die “Tyrannei der Distanz”, einst Nachteil, wird zur Hoffnung für jene, die in einer verwirrenden Welt Ordnung suchen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Selbst hier, am Rand der Welt, lassen sich globale Konflikte nicht abschütteln – sie zeigen sich nur in anderer Gestalt.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/patrick-köllner-8a73111b" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Patrick Köllner</a>, Direktor des <a href="https://www.giga-hamburg.de/de/das-giga/regionalinstitute/giga-institut-fuer-asien-studien" rel="noopener noreferrer" target="_blank">GIGA-Instituts für Asienstudien, Hamburg</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>In der neuen Podcastreihe "Globale Zukünfte" fragt Michael, ob es Orte auf der Welt gibt, von denen aus sich die großen Krisen unserer Zeit – Klima, Politik, Gesellschaft – neu denken lassen. Fünf Länder auf fünf Kontinenten sollen dafür den Blick weiten. Den Anfang macht Neuseeland: weit entfernt und doch nah an unseren Zukunftsfragen.</p><p>Ein Land, das sich einst als "besseres Britannien" verstand, ringt heute mit seiner eigenen Gegenwart. Gesprächspartner Patrick Köllner, Direktor des GIGA-Instituts für Asienstudien Hamburg, zeichnet Neuseeland als Ort voller Widersprüche: einst Vorreiter des Sozialstaats, heute Spielball neoliberaler Kräfte. Die Kühe, Symbol für wirtschaftlichen Erfolg, sind zugleich die Methanquellen eines ökologischen Rückschritts. Eine Klimapolitik, die sich der Agrarlobby beugt, ist Sinnbild für eine verlorene Zukunftsorientierung.</p><p>Gleichzeitig lebt Neuseeland von einer tief verwurzelten Dynamik: Migration ist gelebte Normalität, nicht Bedrohung. Maori und weiße Siedler teilen sich die Bühne einer bikulturellen Nation – und ringen aktuell um die Frage, wie viel kulturelle Sichtbarkeit gerecht ist. Der Kulturkampf um Identität, Sprache und Privilegien wird mit einer Schärfe geführt, die man sonst nur aus gesättigten Demokratien kennt.</p><p>Neuseeland bleibt ein Sehnsuchtsort – nicht trotz, sondern wegen seiner Abgeschiedenheit. Die “Tyrannei der Distanz”, einst Nachteil, wird zur Hoffnung für jene, die in einer verwirrenden Welt Ordnung suchen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Selbst hier, am Rand der Welt, lassen sich globale Konflikte nicht abschütteln – sie zeigen sich nur in anderer Gestalt.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/patrick-köllner-8a73111b" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Patrick Köllner</a>, Direktor des <a href="https://www.giga-hamburg.de/de/das-giga/regionalinstitute/giga-institut-fuer-asien-studien" rel="noopener noreferrer" target="_blank">GIGA-Instituts für Asienstudien, Hamburg</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">02dbb7f5-a896-4d87-b9f3-483c1933dbf7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f3c3f606-2aa5-4014-99f8-490e0febc862/czdw-283-K-llner-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 30 Oct 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/02dbb7f5-a896-4d87-b9f3-483c1933dbf7.mp3" length="80705330" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:02</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>283</itunes:episode><podcast:episode>283</podcast:episode></item><item><title>#282 Manuela Lenzen – Menschlich in Zeiten der KI</title><itunes:title>#282 Manuela Lenzen – Menschlich in Zeiten der KI</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wenn Maschinen zu Spiegeln werden, dann sehen wir uns selbst – aber verzerrt. Die klügste Idee dieses Gesprächs zwischen Michael und Manuela Lenzen ist vielleicht genau dieser Gedanke: Künstliche Intelligenz wirkt wie ein elektronischer Zerrspiegel, der uns neue Perspektiven auf das Wesen menschlicher Intelligenz eröffnet. Nicht das Schachspiel oder der IQ-Test definieren, was uns ausmacht, sondern das, was Maschinen gerade nicht leisten können: Kindheit, Körperlichkeit, Evolution, Emotion.</p><p>Gerade weil wir uns so gerne mit KI vergleichen, verkennen wir unsere Eigenheiten. Und gerade weil die Maschinen immer menschlicher wirken, ist es umso verführerischer, ihnen ein Bewusstsein zuzuschreiben – eine kognitive Abkürzung, die uns in die Irre führen kann. Doch dieser Trugschluss ist auch eine Chance: Wir lernen präziser zu denken, wir reflektieren, was Intelligenz überhaupt bedeutet, woher sie kommt, was ihr fehlt.</p><p>Lenzen denkt weiter: Künstliche Intelligenz könnte uns helfen, endlich jene langweiligen, stumpfen Aufgaben abzugeben, für die unser biologisch-soziales Wesen ohnehin nicht gemacht ist. Aber im falschen System – dem kapitalistischen – wird sie zum Gegenteil: Zum Verstärker ökonomischer Ungleichheit. Die Maschinen schreiben Gedichte, wir füllen Excel-Tabellen.</p><p>Die eigentliche Zukunftsfrage lautet also: Können wir mit Maschinen so kooperieren, dass nicht ihre Logik unsere ersetzt, sondern unsere erweitert? Die Hoffnung liegt im Werkzeug – nicht im Kollegen. In der Renaissance unserer Körperlichkeit. Und in der menschlichen Fähigkeit, sich zu langweilen – und daraus Neues zu schaffen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://www.manuela-lenzen.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Manuela Lenzen,</a> Wissenschaftsjournalistin und Autorin</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Maschinen zu Spiegeln werden, dann sehen wir uns selbst – aber verzerrt. Die klügste Idee dieses Gesprächs zwischen Michael und Manuela Lenzen ist vielleicht genau dieser Gedanke: Künstliche Intelligenz wirkt wie ein elektronischer Zerrspiegel, der uns neue Perspektiven auf das Wesen menschlicher Intelligenz eröffnet. Nicht das Schachspiel oder der IQ-Test definieren, was uns ausmacht, sondern das, was Maschinen gerade nicht leisten können: Kindheit, Körperlichkeit, Evolution, Emotion.</p><p>Gerade weil wir uns so gerne mit KI vergleichen, verkennen wir unsere Eigenheiten. Und gerade weil die Maschinen immer menschlicher wirken, ist es umso verführerischer, ihnen ein Bewusstsein zuzuschreiben – eine kognitive Abkürzung, die uns in die Irre führen kann. Doch dieser Trugschluss ist auch eine Chance: Wir lernen präziser zu denken, wir reflektieren, was Intelligenz überhaupt bedeutet, woher sie kommt, was ihr fehlt.</p><p>Lenzen denkt weiter: Künstliche Intelligenz könnte uns helfen, endlich jene langweiligen, stumpfen Aufgaben abzugeben, für die unser biologisch-soziales Wesen ohnehin nicht gemacht ist. Aber im falschen System – dem kapitalistischen – wird sie zum Gegenteil: Zum Verstärker ökonomischer Ungleichheit. Die Maschinen schreiben Gedichte, wir füllen Excel-Tabellen.</p><p>Die eigentliche Zukunftsfrage lautet also: Können wir mit Maschinen so kooperieren, dass nicht ihre Logik unsere ersetzt, sondern unsere erweitert? Die Hoffnung liegt im Werkzeug – nicht im Kollegen. In der Renaissance unserer Körperlichkeit. Und in der menschlichen Fähigkeit, sich zu langweilen – und daraus Neues zu schaffen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://www.manuela-lenzen.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Manuela Lenzen,</a> Wissenschaftsjournalistin und Autorin</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">26eaa49d-3df8-4abe-9958-dc9c8fc0bdef</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1951ad76-c570-45d7-abbc-87d06ce58c84/czdw-282-Lenzen-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 23 Oct 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/26eaa49d-3df8-4abe-9958-dc9c8fc0bdef.mp3" length="89597830" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>46:40</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>282</itunes:episode><podcast:episode>282</podcast:episode></item><item><title>#281 Matthias C. Kettemann – Wege aus der digitalen Betäubung</title><itunes:title>#281 Matthias C. Kettemann – Wege aus der digitalen Betäubung</itunes:title><description><![CDATA[<p>Falsches wird zum Normalfall – nicht, weil wir dümmer, sondern weil wir überfordert sind. Matthias C. Kettemann beobachtet eine kommunikative Überlastung, die unser „kognitives Immunsystem“ schwächt. Inmitten digitaler Dauerreizung reagieren Menschen wie Allergiker auf zu viele Pollen: verunsichert, panisch oder gar wütend. Doch Matthias bleibt Optimist. Für ihn ist Bildung das stärkste Gegenmittel – nicht allein in Schulen, sondern als gesamtgesellschaftlicher Prozess, der selbst Großeltern erreicht.</p><p>Auffällig ist seine Warnung vor einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung: Wer zu viel über Desinformation redet, sieht bald nichts anderes mehr. Die permanente Beschwörung von Manipulation erschafft ein Klima der Ohnmacht – ein Zustand, in dem Zornunternehmer einfache Erklärungen bieten: Schuld sind „die Ausländer“, „die Öffentlich-Rechtlichen“, „die da oben“. Das Problem ist weniger der Fake als die verlorene Fähigkeit, mit Ambiguität umzugehen.</p><p>Matthias plädiert für eine neue Diskursökologie: Plattformen müssen transparent machen, was sie verstärken. Algorithmen sollen nicht nur Klicks fördern, sondern Debatten ermöglichen. Und Nutzerinnen und Nutzer – wir alle – müssen unsere Aufmerksamkeit wieder als politisches Gut begreifen. Der Ausweg aus der digitalen Betäubung beginnt nicht mit Technikregulierung, sondern mit einem selbstkritischen Blick auf das eigene Scrollverhalten. Der Off-Button ist da. Wir müssen ihn nur drücken.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://at.linkedin.com/in/matthias-c-kettemann-51b582215" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias C. Kettemann</a>, Internetforscher am <a href="https://leibniz-hbi.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Leibniz-Institut für Medienforschung (Hans-Bredow-Institut), Hamburg</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Falsches wird zum Normalfall – nicht, weil wir dümmer, sondern weil wir überfordert sind. Matthias C. Kettemann beobachtet eine kommunikative Überlastung, die unser „kognitives Immunsystem“ schwächt. Inmitten digitaler Dauerreizung reagieren Menschen wie Allergiker auf zu viele Pollen: verunsichert, panisch oder gar wütend. Doch Matthias bleibt Optimist. Für ihn ist Bildung das stärkste Gegenmittel – nicht allein in Schulen, sondern als gesamtgesellschaftlicher Prozess, der selbst Großeltern erreicht.</p><p>Auffällig ist seine Warnung vor einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung: Wer zu viel über Desinformation redet, sieht bald nichts anderes mehr. Die permanente Beschwörung von Manipulation erschafft ein Klima der Ohnmacht – ein Zustand, in dem Zornunternehmer einfache Erklärungen bieten: Schuld sind „die Ausländer“, „die Öffentlich-Rechtlichen“, „die da oben“. Das Problem ist weniger der Fake als die verlorene Fähigkeit, mit Ambiguität umzugehen.</p><p>Matthias plädiert für eine neue Diskursökologie: Plattformen müssen transparent machen, was sie verstärken. Algorithmen sollen nicht nur Klicks fördern, sondern Debatten ermöglichen. Und Nutzerinnen und Nutzer – wir alle – müssen unsere Aufmerksamkeit wieder als politisches Gut begreifen. Der Ausweg aus der digitalen Betäubung beginnt nicht mit Technikregulierung, sondern mit einem selbstkritischen Blick auf das eigene Scrollverhalten. Der Off-Button ist da. Wir müssen ihn nur drücken.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://at.linkedin.com/in/matthias-c-kettemann-51b582215" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias C. Kettemann</a>, Internetforscher am <a href="https://leibniz-hbi.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Leibniz-Institut für Medienforschung (Hans-Bredow-Institut), Hamburg</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">327783c6-60cd-488e-890d-ac662ea9127c</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/03d11db0-71fc-41c9-93aa-df1a1592690a/czdw-281-Kettemann-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 16 Oct 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/327783c6-60cd-488e-890d-ac662ea9127c.mp3" length="72002584" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:30</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>281</itunes:episode><podcast:episode>281</podcast:episode></item><item><title>#280 Ilko-Sascha Kowalczuk – Wir brauchen Autoritäten</title><itunes:title>#280 Ilko-Sascha Kowalczuk – Wir brauchen Autoritäten</itunes:title><description><![CDATA[<p>Der Satz „Wir stehen an der Schwelle zu einer autoritären Wende in der westlichen Welt“ wirkt wie ein Alarmknall in einer Landschaft, die sich selbst noch für einen sicheren Ort hält. Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker und Analytiker des postkommunistischen Europas, seziert mit ruhiger Schärfe, warum dieser Satz kein Alarmismus ist, sondern eine nüchterne Beschreibung der Gegenwart.</p><p>Demokratie, so zeigt er, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine tägliche Aufgabe. Und: Sie wird nicht durch äußere Mächte gefährdet, sondern durch Gleichgültigkeit, durch Schweigen und durch die Abwesenheit von Autoritäten, denen man traut. Gerade in Ostdeutschland, das Ilko als ein „Laboratorium der Moderne“ beschreibt, lassen sich Phänomene wie Institutionenverachtung, symbolischer Autoritätsverlust und radikale Tabubrüche früh und deutlich beobachten – Entwicklungen, die längst auf ganz Europa ausstrahlen.</p><p>Die Pointe liegt jedoch nicht in der Warnung, sondern in der Erkenntnis: Eine selbstbewusste Demokratie lebt von Partizipation, Streit und von Menschen, die sich einmischen. Nicht das ständige Erregen, sondern das beharrliche Diskutieren – auch über Wehrpflicht, Migration oder gesellschaftliche Werte – schafft Bindung. Ilko appelliert, der Versuchung zu widerstehen, die lauten Extreme zum Maßstab zu machen. Nicht „Nie wieder“, sondern: „Es hat schon begonnen.“ Und genau deshalb gilt es, jetzt Haltung zu zeigen.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.chbeck.de/autor/?authorId=26579" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ilko-Sascha Kowalczuk</a>, Historiker und Autor</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Satz „Wir stehen an der Schwelle zu einer autoritären Wende in der westlichen Welt“ wirkt wie ein Alarmknall in einer Landschaft, die sich selbst noch für einen sicheren Ort hält. Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker und Analytiker des postkommunistischen Europas, seziert mit ruhiger Schärfe, warum dieser Satz kein Alarmismus ist, sondern eine nüchterne Beschreibung der Gegenwart.</p><p>Demokratie, so zeigt er, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine tägliche Aufgabe. Und: Sie wird nicht durch äußere Mächte gefährdet, sondern durch Gleichgültigkeit, durch Schweigen und durch die Abwesenheit von Autoritäten, denen man traut. Gerade in Ostdeutschland, das Ilko als ein „Laboratorium der Moderne“ beschreibt, lassen sich Phänomene wie Institutionenverachtung, symbolischer Autoritätsverlust und radikale Tabubrüche früh und deutlich beobachten – Entwicklungen, die längst auf ganz Europa ausstrahlen.</p><p>Die Pointe liegt jedoch nicht in der Warnung, sondern in der Erkenntnis: Eine selbstbewusste Demokratie lebt von Partizipation, Streit und von Menschen, die sich einmischen. Nicht das ständige Erregen, sondern das beharrliche Diskutieren – auch über Wehrpflicht, Migration oder gesellschaftliche Werte – schafft Bindung. Ilko appelliert, der Versuchung zu widerstehen, die lauten Extreme zum Maßstab zu machen. Nicht „Nie wieder“, sondern: „Es hat schon begonnen.“ Und genau deshalb gilt es, jetzt Haltung zu zeigen.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.chbeck.de/autor/?authorId=26579" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ilko-Sascha Kowalczuk</a>, Historiker und Autor</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">ced400c6-8a29-4610-bc00-160143b415dd</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/11b0baae-cb9d-48e8-8763-30100894b941/czdw-280-Kowalczuk-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 09 Oct 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/ced400c6-8a29-4610-bc00-160143b415dd.mp3" length="87315773" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>45:28</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>280</itunes:episode><podcast:episode>280</podcast:episode></item><item><title>#279 Jan Bredack – Food vs. Klima</title><itunes:title>#279 Jan Bredack – Food vs. Klima</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die industrielle Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts steckt in einem Widerspruch: Sie ist auf maximale Effizienz getrimmt – und gleichzeitig zunehmend dysfunktional. Jan Bredack stellt diesem Dilemma eine neue Vision gegenüber: eine radikal kontrollierte, indoorbasierte Agrikultur, die nicht nur effizienter, sondern auch resilienter und universeller einsetzbar ist. Was er mit Orbifarm entwirft, ist keine bloße Fortführung vertikaler Farmen – sondern ein industrieller Neuentwurf der Nahrungserzeugung.</p><p>Sein Prinzip: Pflanzen werden auf Fließbändern ohne Erde gezogen, mit gezieltem Licht, kontrolliertem CO₂ und Nährnebel. Die Pflanzen reagieren auf diese Umgebung mit höherem Ertrag, verdichteter Biomasse, besserer Proteinzusammensetzung. Sogar Wurzel, Stängel und Grünmasse werden verwertet – sei es für Nahrung, Baustoffe oder Bioplastik. So entsteht ein ganzheitliches Wertschöpfungssystem unter einem Dach.</p><p>Jans Vision ist dabei keine ideologische Utopie. Er bietet sie auch jenen an, die mit Tierhaltung oder Massenproduktion nichts am Hut haben: Rinderfarmer in Saudi-Arabien, Pharmaunternehmen, die pflanzliche Wirkstoffe kultivieren. Der Hebel liegt im Systemvorteil, nicht im moralischen Zeigefinger.</p><p>Was diesen Ansatz so besonders macht: Er kommt aus der Praxis, nicht aus der Theorie. Jan denkt vom Engpass her – von Ernährungssicherheit, Bodenverarmung, Versorgungskrisen. Seine Antwort darauf ist nicht Verzicht, sondern radikale Innovation. Dass sie ausgerechnet im unscheinbaren Mantel eines Fließbands daherkommt, ist das vielleicht Revolutionärste an ihr.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/jan-bredack-b2517116b" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan Bredack</a>, Gründer von <a href="https://veganz.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Veganz</a> und <a href="https://de.linkedin.com/company/orbifarm-llc-dubai" rel="noopener noreferrer" target="_blank">OrbiFarm</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die industrielle Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts steckt in einem Widerspruch: Sie ist auf maximale Effizienz getrimmt – und gleichzeitig zunehmend dysfunktional. Jan Bredack stellt diesem Dilemma eine neue Vision gegenüber: eine radikal kontrollierte, indoorbasierte Agrikultur, die nicht nur effizienter, sondern auch resilienter und universeller einsetzbar ist. Was er mit Orbifarm entwirft, ist keine bloße Fortführung vertikaler Farmen – sondern ein industrieller Neuentwurf der Nahrungserzeugung.</p><p>Sein Prinzip: Pflanzen werden auf Fließbändern ohne Erde gezogen, mit gezieltem Licht, kontrolliertem CO₂ und Nährnebel. Die Pflanzen reagieren auf diese Umgebung mit höherem Ertrag, verdichteter Biomasse, besserer Proteinzusammensetzung. Sogar Wurzel, Stängel und Grünmasse werden verwertet – sei es für Nahrung, Baustoffe oder Bioplastik. So entsteht ein ganzheitliches Wertschöpfungssystem unter einem Dach.</p><p>Jans Vision ist dabei keine ideologische Utopie. Er bietet sie auch jenen an, die mit Tierhaltung oder Massenproduktion nichts am Hut haben: Rinderfarmer in Saudi-Arabien, Pharmaunternehmen, die pflanzliche Wirkstoffe kultivieren. Der Hebel liegt im Systemvorteil, nicht im moralischen Zeigefinger.</p><p>Was diesen Ansatz so besonders macht: Er kommt aus der Praxis, nicht aus der Theorie. Jan denkt vom Engpass her – von Ernährungssicherheit, Bodenverarmung, Versorgungskrisen. Seine Antwort darauf ist nicht Verzicht, sondern radikale Innovation. Dass sie ausgerechnet im unscheinbaren Mantel eines Fließbands daherkommt, ist das vielleicht Revolutionärste an ihr.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/jan-bredack-b2517116b" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan Bredack</a>, Gründer von <a href="https://veganz.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Veganz</a> und <a href="https://de.linkedin.com/company/orbifarm-llc-dubai" rel="noopener noreferrer" target="_blank">OrbiFarm</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">dd061e01-a912-42f1-85cb-ae47af46dd20</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e4e6cfd7-f5ba-4e0b-afbd-4c97c10242bf/czdw-279-Bredack-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 02 Oct 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/dd061e01-a912-42f1-85cb-ae47af46dd20.mp3" length="118796460" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>01:01:52</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>279</itunes:episode><podcast:episode>279</podcast:episode></item><item><title>#278 Thomas Vögele – Die KI braucht einen Körper</title><itunes:title>#278 Thomas Vögele – Die KI braucht einen Körper</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wenn die künstliche Intelligenz der Kopf ist, braucht sie einen Körper, um wirklich zu begreifen. Thomas Vögele bringt mit dieser Idee das nächste Kapitel der Robotik auf den Punkt: Eine KI, die nicht nur denkt, sondern fühlt – mit Metallarmen, Kameras und Sensorhaut. Denn Intelligenz ist nicht nur Rechenleistung, sondern Erfahrung, Interaktion, physische Weltwahrnehmung.</p><p>Dabei wird Robotik zur Antwort auf Menschheitsaufgaben, die uns sonst überfordern: Autonome Systeme, die in der Tiefsee Pipelines inspizieren oder auf dem Jupitermond Europa unter Eis nach Leben suchen. Kein Mensch kann das leisten – Roboter schon. Doch es sind keine Einzelkämpfer, sondern spezialisierte Teamplayer: Einer seilt den anderen in Lavahöhlen ab, gemeinsam kartieren sie neue Welten.</p><p>Diese Vision der „Embodied AI“ ist faszinierend und beunruhigend zugleich. Denn wie immer ist nicht die Technik das Problem, sondern ihr Einsatz. Autonome Drohnen im Krieg zeigen, wie rasch aus Innovation Eskalation wird. Die entscheidende Frage bleibt also: Wer hält die Leine des „bissigen Hundes“?</p><p>Der Alltag der meisten wird vorerst roboterfrei bleiben – die Spülmaschine räumt noch der Nachwuchs aus. Doch in professionellen Kontexten ist die Kooperation mit Maschinen längst Realität. Und wenn KI bald wirklich versteht, was „Bring mir die Cola vom Tisch“ bedeutet, beginnt ein neues Kapitel: das der körperlichen Intelligenz.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/tvoegele" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Thomas Vögele</a>, <a href="https://robotik.dfki-bremen.de/de/startseite" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Robotics Innovation Center, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Bremen</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die künstliche Intelligenz der Kopf ist, braucht sie einen Körper, um wirklich zu begreifen. Thomas Vögele bringt mit dieser Idee das nächste Kapitel der Robotik auf den Punkt: Eine KI, die nicht nur denkt, sondern fühlt – mit Metallarmen, Kameras und Sensorhaut. Denn Intelligenz ist nicht nur Rechenleistung, sondern Erfahrung, Interaktion, physische Weltwahrnehmung.</p><p>Dabei wird Robotik zur Antwort auf Menschheitsaufgaben, die uns sonst überfordern: Autonome Systeme, die in der Tiefsee Pipelines inspizieren oder auf dem Jupitermond Europa unter Eis nach Leben suchen. Kein Mensch kann das leisten – Roboter schon. Doch es sind keine Einzelkämpfer, sondern spezialisierte Teamplayer: Einer seilt den anderen in Lavahöhlen ab, gemeinsam kartieren sie neue Welten.</p><p>Diese Vision der „Embodied AI“ ist faszinierend und beunruhigend zugleich. Denn wie immer ist nicht die Technik das Problem, sondern ihr Einsatz. Autonome Drohnen im Krieg zeigen, wie rasch aus Innovation Eskalation wird. Die entscheidende Frage bleibt also: Wer hält die Leine des „bissigen Hundes“?</p><p>Der Alltag der meisten wird vorerst roboterfrei bleiben – die Spülmaschine räumt noch der Nachwuchs aus. Doch in professionellen Kontexten ist die Kooperation mit Maschinen längst Realität. Und wenn KI bald wirklich versteht, was „Bring mir die Cola vom Tisch“ bedeutet, beginnt ein neues Kapitel: das der körperlichen Intelligenz.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/tvoegele" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Thomas Vögele</a>, <a href="https://robotik.dfki-bremen.de/de/startseite" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Robotics Innovation Center, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Bremen</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">3c4b775d-bb79-45df-868b-9910fd44948d</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/709ba164-4357-4ef6-9900-9e007450427d/czdw-278-V-gele-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 25 Sep 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/3c4b775d-bb79-45df-868b-9910fd44948d.mp3" length="75332047" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:14</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>278</itunes:episode><podcast:episode>278</podcast:episode></item><item><title>#277 Sophia Rödiger – Energie gegen den Strom</title><itunes:title>#277 Sophia Rödiger – Energie gegen den Strom</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein Funke Freiheit auf dem eigenen Dach – das ist die subversivste Idee dieses Gesprächs. Nicht, weil es um Technik ginge, sondern um eine stille Rebellion gegen strukturelle Trägheit. Sophia Rödiger beschreibt die Energiewende nicht als technische Herausforderung, sondern als kulturelle Umwälzung. Die große Transformation scheitert nicht an fehlender Technologie, sondern an fehlender Vorstellungskraft, an schlechter Kommunikation und an einem System, das lieber bewahrt als bewegt.</p><p>Was, wenn Klimaschutz einfach langweilig wäre? Wie ein Kühlschrankkauf: rational, erwartbar, unspektakulär. Oder anders: ein Grillabend, bei dem die Wärmepumpe Gesprächsthema ist. Genau diese banale Selbstverständlichkeit macht ihn so mächtig – weil er Alltag wird, nicht Ausnahme.</p><p>Und doch: Transformation braucht nicht nur Normalität, sondern auch Mut. Die Bereitschaft, im Kleinen zu beginnen, gerade weil das Große lähmt. Sophias Perspektive ist unmissverständlich: Veränderung beginnt nicht mit Weltrettung, sondern mit Selbstwirksamkeit – mit dem Wissen, dass das eigene Handeln zählt, auch wenn Berlin schläft.</p><p>Vielleicht liegt die Kraft der Energiewende darin, dass sie kein Heldentum verlangt, sondern Nachbarschaft. Dass sie nicht auf Erlösung zielt, sondern auf Autonomie. Und vielleicht ist es genau diese Mischung aus Pragmatismus und Hoffnung, aus Leichtigkeit und Verantwortung, die eine neue Normalität möglich macht – eine, in der ein PV-Modul mehr verändert als jede Sonntagsrede.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/sophiaroediger" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sophia Rödiger</a>, CMO von&nbsp;<a href="https://1komma5.com/de/?utm_source=google-ads&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_campaign=20401715210__search-brand&amp;utm_term=153152544153__brand-exact&amp;utm_content=667036552060&amp;utm_keyword=1komma5%20grad&amp;utm_version=1&amp;utm_asset=&amp;adilcg=EAIaIQobChMIluCz6qLfjwMVo5iDBx2PdABOEAAYASAAEgLwX_D_BwE&amp;gad_source=1&amp;gad_campaignid=20401715210&amp;gbraid=0AAAAAoxCIX2pYVi5akxX3QvbRv1I-2unw&amp;gclid=EAIaIQobChMIluCz6qLfjwMVo5iDBx2PdABOEAAYASAAEgLwX_D_BwE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">1KOMMA5°</a> und Host des Podcasts <a href="https://new-energy-talks.podigee.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">NEW ENERGY TALKS</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Funke Freiheit auf dem eigenen Dach – das ist die subversivste Idee dieses Gesprächs. Nicht, weil es um Technik ginge, sondern um eine stille Rebellion gegen strukturelle Trägheit. Sophia Rödiger beschreibt die Energiewende nicht als technische Herausforderung, sondern als kulturelle Umwälzung. Die große Transformation scheitert nicht an fehlender Technologie, sondern an fehlender Vorstellungskraft, an schlechter Kommunikation und an einem System, das lieber bewahrt als bewegt.</p><p>Was, wenn Klimaschutz einfach langweilig wäre? Wie ein Kühlschrankkauf: rational, erwartbar, unspektakulär. Oder anders: ein Grillabend, bei dem die Wärmepumpe Gesprächsthema ist. Genau diese banale Selbstverständlichkeit macht ihn so mächtig – weil er Alltag wird, nicht Ausnahme.</p><p>Und doch: Transformation braucht nicht nur Normalität, sondern auch Mut. Die Bereitschaft, im Kleinen zu beginnen, gerade weil das Große lähmt. Sophias Perspektive ist unmissverständlich: Veränderung beginnt nicht mit Weltrettung, sondern mit Selbstwirksamkeit – mit dem Wissen, dass das eigene Handeln zählt, auch wenn Berlin schläft.</p><p>Vielleicht liegt die Kraft der Energiewende darin, dass sie kein Heldentum verlangt, sondern Nachbarschaft. Dass sie nicht auf Erlösung zielt, sondern auf Autonomie. Und vielleicht ist es genau diese Mischung aus Pragmatismus und Hoffnung, aus Leichtigkeit und Verantwortung, die eine neue Normalität möglich macht – eine, in der ein PV-Modul mehr verändert als jede Sonntagsrede.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/sophiaroediger" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sophia Rödiger</a>, CMO von&nbsp;<a href="https://1komma5.com/de/?utm_source=google-ads&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_campaign=20401715210__search-brand&amp;utm_term=153152544153__brand-exact&amp;utm_content=667036552060&amp;utm_keyword=1komma5%20grad&amp;utm_version=1&amp;utm_asset=&amp;adilcg=EAIaIQobChMIluCz6qLfjwMVo5iDBx2PdABOEAAYASAAEgLwX_D_BwE&amp;gad_source=1&amp;gad_campaignid=20401715210&amp;gbraid=0AAAAAoxCIX2pYVi5akxX3QvbRv1I-2unw&amp;gclid=EAIaIQobChMIluCz6qLfjwMVo5iDBx2PdABOEAAYASAAEgLwX_D_BwE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">1KOMMA5°</a> und Host des Podcasts <a href="https://new-energy-talks.podigee.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">NEW ENERGY TALKS</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">7931d7bf-7c15-4527-91e4-935ca50e86a2</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/92d40d6d-73ae-4aef-9859-3bf9dd50d202/czdw-277-R-diger-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 18 Sep 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/7931d7bf-7c15-4527-91e4-935ca50e86a2.mp3" length="76330133" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:45</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>277</itunes:episode><podcast:episode>277</podcast:episode></item><item><title>#276 Herfried Münkler – Europa in einer kriegerischen Welt</title><itunes:title>#276 Herfried Münkler – Europa in einer kriegerischen Welt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Was wir über den Krieg nicht wissen, kann tödlich sein. Herfried Münkler zieht in diesem Gespräch mit Michael Carl die nüchterne Bilanz einer Gesellschaft, die sich zu lange auf Friedensdividenden ausgeruht hat und nun von der Realität überrollt wird. Der Krieg ist zurück, nicht als bloßes Störfeuer an den Rändern der Weltordnung, sondern als strategisches Werkzeug revisionistischer Mächte – und als Prüfstein für die Wehrhaftigkeit des Westens.</p><p>Putin, so Herfried, handelt nicht irrational. Er agiert kalkuliert – mit historischer Bildung und politischer Kälte. Sein Vorgehen erinnert an Hitler zwischen 1936 und 1939: dosierte Aggression, die die Reaktion des Westens testet. Und während der Autokrat im Kreml seine Spielzüge studiert, zeigen sich in Europa Naivität, Bequemlichkeit und ein politischer Dilettantismus, der aus jahrzehntelanger Ignoranz gegenüber dem Phänomen Krieg erwachsen ist.</p><p>Die zentrale These: Wer Frieden will, muss Krieg verstehen. Nicht als moralisches Versagen, sondern als politisches Instrument. Nur wer die vielschichtigen Ursachen eines Krieges analysiert – Macht, Territorium, Ideologie, Reputation –, kann ihn beenden. Doch Europas politische Klasse scheut Entscheidungen unter Unsicherheit, während autoritäre Regime längst in Kategorien von Hegemonie und Einflusszonen denken.</p><p>Herfried entwirft ein realistisches Bild der Zukunft: Eine multipolare Weltordnung mit fünf dominanten Akteuren – USA, China, Russland, Indien, Europa – könnte Stabilität bringen. Aber nur, wenn Europa lernt, wieder Macht auszuüben. Wer nicht handelt, wird behandelt.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.rowohlt.de/autor/herfried-muenkler-1290?srsltid=AfmBOop1fLEoTwdBXBH3Aup3qZduJmMRk4AKxNDCm_Rdd17hbi5Bl33A" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Herfried Münkler</a>, Politikwissenschaftler und Autor</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Was wir über den Krieg nicht wissen, kann tödlich sein. Herfried Münkler zieht in diesem Gespräch mit Michael Carl die nüchterne Bilanz einer Gesellschaft, die sich zu lange auf Friedensdividenden ausgeruht hat und nun von der Realität überrollt wird. Der Krieg ist zurück, nicht als bloßes Störfeuer an den Rändern der Weltordnung, sondern als strategisches Werkzeug revisionistischer Mächte – und als Prüfstein für die Wehrhaftigkeit des Westens.</p><p>Putin, so Herfried, handelt nicht irrational. Er agiert kalkuliert – mit historischer Bildung und politischer Kälte. Sein Vorgehen erinnert an Hitler zwischen 1936 und 1939: dosierte Aggression, die die Reaktion des Westens testet. Und während der Autokrat im Kreml seine Spielzüge studiert, zeigen sich in Europa Naivität, Bequemlichkeit und ein politischer Dilettantismus, der aus jahrzehntelanger Ignoranz gegenüber dem Phänomen Krieg erwachsen ist.</p><p>Die zentrale These: Wer Frieden will, muss Krieg verstehen. Nicht als moralisches Versagen, sondern als politisches Instrument. Nur wer die vielschichtigen Ursachen eines Krieges analysiert – Macht, Territorium, Ideologie, Reputation –, kann ihn beenden. Doch Europas politische Klasse scheut Entscheidungen unter Unsicherheit, während autoritäre Regime längst in Kategorien von Hegemonie und Einflusszonen denken.</p><p>Herfried entwirft ein realistisches Bild der Zukunft: Eine multipolare Weltordnung mit fünf dominanten Akteuren – USA, China, Russland, Indien, Europa – könnte Stabilität bringen. Aber nur, wenn Europa lernt, wieder Macht auszuüben. Wer nicht handelt, wird behandelt.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.rowohlt.de/autor/herfried-muenkler-1290?srsltid=AfmBOop1fLEoTwdBXBH3Aup3qZduJmMRk4AKxNDCm_Rdd17hbi5Bl33A" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Herfried Münkler</a>, Politikwissenschaftler und Autor</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">9c81c0a2-50fa-4e4e-998d-a9f568ce63cd</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7e84033c-c9a5-4871-a665-7e43a3c88040/czdw-276-M-nkler-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 11 Sep 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/9c81c0a2-50fa-4e4e-998d-a9f568ce63cd.mp3" length="97777292" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>50:55</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>276</itunes:episode><podcast:episode>276</podcast:episode></item><item><title>#275 Benjamin Seifert – KI wird nie wieder so schlecht sein wird wie heute</title><itunes:title>#275 Benjamin Seifert – KI wird nie wieder so schlecht sein wird wie heute</itunes:title><description><![CDATA[<p>Künstliche Intelligenz wird nie wieder so schlecht sein wie heute. Dieser Satz von Benjamin Seifert – Mitgründer der KI-Plattform Logicc – trifft ins Herz der aktuellen Transformation. In einer Welt, in der KI-Modelle im Monatsrhythmus übertroffen werden, entsteht nicht nur ein technologischer, sondern auch ein kultureller Kipppunkt. Die Fähigkeit, zwischen menschlicher und maschineller Produktion zu unterscheiden, droht zu verschwinden – mit Folgen für Wahrheit, Bildung und Identität.</p><p>Doch Benjamin argumentiert nicht aus einem dystopischen Reflex heraus. Vielmehr liegt in seinem Denken eine nüchterne Produktivität. Er beschreibt, wie Unternehmen jetzt handeln müssen, um in der nächsten Welle nicht unterzugehen – nicht, indem sie hektisch alle Prozesse über KI abwickeln, sondern indem sie lernen, klug zu fragen:&nbsp;Kann ich diese Aufgabe mit KI lösen?&nbsp;Und zwar so selbstverständlich, wie man sich früher fragte:&nbsp;Kann ich das googeln?</p><p>Logicc bietet dafür nicht einfach eine Plattform, sondern eine Architektur des Denkens. Sie nimmt die Nutzer*innen an der Hand – unabhängig davon, ob sie Expert*innen oder Neulinge sind – und führt sie systematisch zur jeweils besten KI für ihr Anliegen. In einer Welt der exponentiellen Modellvielfalt schafft Logicc ein Navigationssystem. Wer heute versteht, dass es nicht um das&nbsp;Ob, sondern um das&nbsp;Wie&nbsp;des KI-Einsatzes geht, hat einen entscheidenden Vorsprung.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p>Benjamin Seifert, Mitgründer von <a href="https://www.logicc.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Logicc</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Künstliche Intelligenz wird nie wieder so schlecht sein wie heute. Dieser Satz von Benjamin Seifert – Mitgründer der KI-Plattform Logicc – trifft ins Herz der aktuellen Transformation. In einer Welt, in der KI-Modelle im Monatsrhythmus übertroffen werden, entsteht nicht nur ein technologischer, sondern auch ein kultureller Kipppunkt. Die Fähigkeit, zwischen menschlicher und maschineller Produktion zu unterscheiden, droht zu verschwinden – mit Folgen für Wahrheit, Bildung und Identität.</p><p>Doch Benjamin argumentiert nicht aus einem dystopischen Reflex heraus. Vielmehr liegt in seinem Denken eine nüchterne Produktivität. Er beschreibt, wie Unternehmen jetzt handeln müssen, um in der nächsten Welle nicht unterzugehen – nicht, indem sie hektisch alle Prozesse über KI abwickeln, sondern indem sie lernen, klug zu fragen:&nbsp;Kann ich diese Aufgabe mit KI lösen?&nbsp;Und zwar so selbstverständlich, wie man sich früher fragte:&nbsp;Kann ich das googeln?</p><p>Logicc bietet dafür nicht einfach eine Plattform, sondern eine Architektur des Denkens. Sie nimmt die Nutzer*innen an der Hand – unabhängig davon, ob sie Expert*innen oder Neulinge sind – und führt sie systematisch zur jeweils besten KI für ihr Anliegen. In einer Welt der exponentiellen Modellvielfalt schafft Logicc ein Navigationssystem. Wer heute versteht, dass es nicht um das&nbsp;Ob, sondern um das&nbsp;Wie&nbsp;des KI-Einsatzes geht, hat einen entscheidenden Vorsprung.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p>Benjamin Seifert, Mitgründer von <a href="https://www.logicc.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Logicc</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">397f1dba-c109-4d82-b7a5-0d1efc2d1038</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/10297fd5-b28b-484c-931b-ea9f58c9a8d6/czdw-275-Seifert-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 04 Sep 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/397f1dba-c109-4d82-b7a5-0d1efc2d1038.mp3" length="78327978" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:48</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>275</itunes:episode><podcast:episode>275</podcast:episode></item><item><title>#274 Sascha Pallenberg – Mythos Digitalisierung</title><itunes:title>#274 Sascha Pallenberg – Mythos Digitalisierung</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wenn Sascha Pallenberg davon spricht, dass man „Lust auf Kontrollverlust“ haben müsse, dann meint er nicht Chaos, sondern Vertrauen. Vertrauen in Menschen, die man selbst ins Team geholt hat. Vertrauen darauf, dass diese Menschen mehr können als Dienst nach Vorschrift. Kontrollverlust wird hier zum Katalysator für echte digitale Transformation – oder, mit Saschas Worten: Wer seine Mitarbeitenden in Legebatterien presst, darf sich nicht wundern, wenn am Ende nur Einheitsware dabei herauskommt.</p><p>Das eigentliche Problem liegt tiefer: In Organisationen, die ihre Strukturen so bauen, dass sie nicht für Wandel gemacht sind. Die Budgets bestrafen, wenn sie nicht ausgeschöpft werden. Die Karriere nach Schema F belohnen – bis der Abteilungsleiter nach 20 Jahren merkt, dass seine Fähigkeiten außerhalb des Konzerns nicht einmal mehr als PowerPoint-kompatibel gelten.</p><p>Sascha entwirft kein Zukunftsmärchen. Seine Diagnose ist messerscharf, sein Ton direkt, manchmal rotzig, aber nie zynisch. Denn trotz allem: Er bleibt Optimist. Nicht, weil er naiv wäre, sondern weil er jeden Tag bewusst nach Beweisen für das Gute sucht – beim Metzger, auf dem Sportplatz, bei den Lehrern, Polizistinnen, Feuerwehrleuten. Die Zukunft beginnt für ihn eine Sekunde später. Und wer mit einem Lächeln hineinstartet, hat vielleicht schon gewonnen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://tw.linkedin.com/in/saschapallenberg/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sascha Pallenberg</a>, Tech-Blogger, Unternehmensberater und Podcaster (<a href="https://www.metacheles.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">MeTacheles</a>)</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Sascha Pallenberg davon spricht, dass man „Lust auf Kontrollverlust“ haben müsse, dann meint er nicht Chaos, sondern Vertrauen. Vertrauen in Menschen, die man selbst ins Team geholt hat. Vertrauen darauf, dass diese Menschen mehr können als Dienst nach Vorschrift. Kontrollverlust wird hier zum Katalysator für echte digitale Transformation – oder, mit Saschas Worten: Wer seine Mitarbeitenden in Legebatterien presst, darf sich nicht wundern, wenn am Ende nur Einheitsware dabei herauskommt.</p><p>Das eigentliche Problem liegt tiefer: In Organisationen, die ihre Strukturen so bauen, dass sie nicht für Wandel gemacht sind. Die Budgets bestrafen, wenn sie nicht ausgeschöpft werden. Die Karriere nach Schema F belohnen – bis der Abteilungsleiter nach 20 Jahren merkt, dass seine Fähigkeiten außerhalb des Konzerns nicht einmal mehr als PowerPoint-kompatibel gelten.</p><p>Sascha entwirft kein Zukunftsmärchen. Seine Diagnose ist messerscharf, sein Ton direkt, manchmal rotzig, aber nie zynisch. Denn trotz allem: Er bleibt Optimist. Nicht, weil er naiv wäre, sondern weil er jeden Tag bewusst nach Beweisen für das Gute sucht – beim Metzger, auf dem Sportplatz, bei den Lehrern, Polizistinnen, Feuerwehrleuten. Die Zukunft beginnt für ihn eine Sekunde später. Und wer mit einem Lächeln hineinstartet, hat vielleicht schon gewonnen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://tw.linkedin.com/in/saschapallenberg/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sascha Pallenberg</a>, Tech-Blogger, Unternehmensberater und Podcaster (<a href="https://www.metacheles.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">MeTacheles</a>)</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">5656d8e8-7e5e-4b11-a2d9-79288f43cf45</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8dd26bc9-2eae-475d-b194-ce27e40e3e94/czdw-274-Pallenberg-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 28 Aug 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/5656d8e8-7e5e-4b11-a2d9-79288f43cf45.mp3" length="90025820" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>46:53</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>274</itunes:episode><podcast:episode>274</podcast:episode></item><item><title>#273 Olaf Grawert ­– Sanieren statt Spekulieren</title><itunes:title>#273 Olaf Grawert ­– Sanieren statt Spekulieren</itunes:title><description><![CDATA[<p>Jede Minute verschwindet in Europa ein Gebäude – oft nicht, weil es baufällig wäre, sondern weil Neubau mehr Rendite verspricht. Olaf Grawert beschreibt diesen Abrissrausch als blindes Massenphänomen: Wir bemerken ihn kaum, obwohl er unsere Städte und Nachbarschaften radikal umformt. Häuser werden leer stehen gelassen, bis Bodenpreise steigen; ganze Quartiere verlieren so ihre sozialen Netze.</p><p>Gegen diese Logik setzt Olaf ein einfaches, aber politisch brisantes Prinzip: Nichts ist günstiger – ökologisch wie ökonomisch – als das Haus, das schon steht. Der Bausektor verursacht mehr CO₂ und Müll als jede andere Branche. Jeder Umbau statt Abriss spart Emissionen, Ressourcen und oft auch gewachsene Gemeinschaften.</p><p>Doch es geht nicht um Nostalgie, sondern um intelligente Planung: Bestandsaufnahme statt Bauwut, Anreize für Renovierung statt Subventionen für Neubau auf der grünen Wiese, flexible Wohnmodelle, die sich dem Lebenszyklus anpassen. Beispiele aus Wien oder Brüssel zeigen, dass solche Systeme funktionieren – wenn politischer Wille und gesetzliche Rahmenbedingungen stimmen.</p><p>Olafs Vision einer lebenswerten Stadt ist nah an der Lebensrealität: kurze Wege, Zugang zu Natur, kühlere Sommer, funktionierende Nachbarschaften. Sie entsteht nicht in Renderings futuristischer Hochhäuser, sondern in Gesprächen am Küchentisch und auf der Parkbank. Wer mit offenen Augen durch seine Straße geht, kann schon heute drei Dinge üben: Abrisse wahrnehmen, Leerstand erkennen, und sich fragen, wie viel Raum ungenutzt bleibt. Nur so lässt sich der Blick schärfen – und der Umbau unserer Städte vom Selbstzweck zur gemeinsamen Aufgabe machen.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/olaf-grawert-755102260" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Olaf Grawert</a>, Architekt und Mitinitiator der europäischen Bürger:inneninitiative&nbsp;<a href="https://www.houseeurope.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">HouseEurope!</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Jede Minute verschwindet in Europa ein Gebäude – oft nicht, weil es baufällig wäre, sondern weil Neubau mehr Rendite verspricht. Olaf Grawert beschreibt diesen Abrissrausch als blindes Massenphänomen: Wir bemerken ihn kaum, obwohl er unsere Städte und Nachbarschaften radikal umformt. Häuser werden leer stehen gelassen, bis Bodenpreise steigen; ganze Quartiere verlieren so ihre sozialen Netze.</p><p>Gegen diese Logik setzt Olaf ein einfaches, aber politisch brisantes Prinzip: Nichts ist günstiger – ökologisch wie ökonomisch – als das Haus, das schon steht. Der Bausektor verursacht mehr CO₂ und Müll als jede andere Branche. Jeder Umbau statt Abriss spart Emissionen, Ressourcen und oft auch gewachsene Gemeinschaften.</p><p>Doch es geht nicht um Nostalgie, sondern um intelligente Planung: Bestandsaufnahme statt Bauwut, Anreize für Renovierung statt Subventionen für Neubau auf der grünen Wiese, flexible Wohnmodelle, die sich dem Lebenszyklus anpassen. Beispiele aus Wien oder Brüssel zeigen, dass solche Systeme funktionieren – wenn politischer Wille und gesetzliche Rahmenbedingungen stimmen.</p><p>Olafs Vision einer lebenswerten Stadt ist nah an der Lebensrealität: kurze Wege, Zugang zu Natur, kühlere Sommer, funktionierende Nachbarschaften. Sie entsteht nicht in Renderings futuristischer Hochhäuser, sondern in Gesprächen am Küchentisch und auf der Parkbank. Wer mit offenen Augen durch seine Straße geht, kann schon heute drei Dinge üben: Abrisse wahrnehmen, Leerstand erkennen, und sich fragen, wie viel Raum ungenutzt bleibt. Nur so lässt sich der Blick schärfen – und der Umbau unserer Städte vom Selbstzweck zur gemeinsamen Aufgabe machen.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/olaf-grawert-755102260" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Olaf Grawert</a>, Architekt und Mitinitiator der europäischen Bürger:inneninitiative&nbsp;<a href="https://www.houseeurope.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">HouseEurope!</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">8dbe0398-3435-4c72-9a23-eae0246ea210</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/78abb994-687d-495f-b02b-503d6fbd91e3/czdw-273-Grawert-Folgencover.jpg"/><pubDate>Thu, 21 Aug 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/8dbe0398-3435-4c72-9a23-eae0246ea210.mp3" length="89169840" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>46:26</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>273</itunes:episode><podcast:episode>273</podcast:episode></item><item><title>#272 Manuel Atug – Unsere digitale Un-Souveränität</title><itunes:title>#272 Manuel Atug – Unsere digitale Un-Souveränität</itunes:title><description><![CDATA[<p>Digitale Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Spannungsfeld zwischen Souveränität, Machtmissbrauch und der trügerischen Bequemlichkeit technischer Versprechen. Manuel Atug beschreibt die Entwicklung als dreistufigen Kontrollverlust: Erst wanderten unsere Daten von eigener Hardware in fremde Rechenzentren, dann verlagerte man Anwendungen und Geschäftslogik in Cloud-Plattformen, und schließlich überlässt man nun auch die Auswertung dieser Daten externen KI-Konzernen. Immer flankiert von „günstiger, einfacher, alternativlos“ – und doch stets verbunden mit wachsender Abhängigkeit.</p><p>Souveränität, so Manuel, bedeutet nicht absolute Sicherheit, sondern die Fähigkeit, selbst zu entscheiden – mit klaren Exit-Strategien, Vielfalt an Anbietern und dem Bewusstsein für Risiken. Statt sich vom Glitzer neuer Technologien blenden zu lassen, braucht es nüchterne Ziele: Abhängigkeiten minimieren, Entscheidungsfreiheit sichern, offene Standards nutzen.</p><p>Die eigentliche Gefahr liegt weniger in spektakulären Cyberangriffen als in der schleichenden Normalisierung mächtiger Überwachungssysteme – unabhängig davon, ob sie amerikanisch, israelisch oder europäisch etikettiert sind. Ein Palantir bleibt ein Palantir, auch mit EU-Flagge.</p><p>Manuels Gegenrezept ist radikal bodenständig: Transparenz über die eigene IT-Landschaft schaffen, Alternativen prüfen, Wechsel vorbereiten – und politisch wie gesellschaftlich laut bleiben, bevor aus Bequemlichkeit ein irreversibler Kontrollverlust wird. Denn die Frage ist nicht, ob digitale Souveränität verloren geht, sondern wie lange wir noch glauben, sie selbstverständlich zu besitzen.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/manuel-honkhase-atug-820b27241" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Manuel Atug</a> („HonkHase“), Experte für IT-Sicherheit und kritische Infrastrukturen.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Digitale Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Spannungsfeld zwischen Souveränität, Machtmissbrauch und der trügerischen Bequemlichkeit technischer Versprechen. Manuel Atug beschreibt die Entwicklung als dreistufigen Kontrollverlust: Erst wanderten unsere Daten von eigener Hardware in fremde Rechenzentren, dann verlagerte man Anwendungen und Geschäftslogik in Cloud-Plattformen, und schließlich überlässt man nun auch die Auswertung dieser Daten externen KI-Konzernen. Immer flankiert von „günstiger, einfacher, alternativlos“ – und doch stets verbunden mit wachsender Abhängigkeit.</p><p>Souveränität, so Manuel, bedeutet nicht absolute Sicherheit, sondern die Fähigkeit, selbst zu entscheiden – mit klaren Exit-Strategien, Vielfalt an Anbietern und dem Bewusstsein für Risiken. Statt sich vom Glitzer neuer Technologien blenden zu lassen, braucht es nüchterne Ziele: Abhängigkeiten minimieren, Entscheidungsfreiheit sichern, offene Standards nutzen.</p><p>Die eigentliche Gefahr liegt weniger in spektakulären Cyberangriffen als in der schleichenden Normalisierung mächtiger Überwachungssysteme – unabhängig davon, ob sie amerikanisch, israelisch oder europäisch etikettiert sind. Ein Palantir bleibt ein Palantir, auch mit EU-Flagge.</p><p>Manuels Gegenrezept ist radikal bodenständig: Transparenz über die eigene IT-Landschaft schaffen, Alternativen prüfen, Wechsel vorbereiten – und politisch wie gesellschaftlich laut bleiben, bevor aus Bequemlichkeit ein irreversibler Kontrollverlust wird. Denn die Frage ist nicht, ob digitale Souveränität verloren geht, sondern wie lange wir noch glauben, sie selbstverständlich zu besitzen.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/manuel-honkhase-atug-820b27241" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Manuel Atug</a> („HonkHase“), Experte für IT-Sicherheit und kritische Infrastrukturen.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c83c843d-76ee-4964-b172-6f1fabe1faee</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/fcc237c5-a908-491f-9ad6-ed7c255ebe3a/MvPPlolfTsGCOUsnmWq26Fed.jpg"/><pubDate>Thu, 14 Aug 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/c83c843d-76ee-4964-b172-6f1fabe1faee.mp3" length="101105919" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>52:39</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>272</itunes:episode><podcast:episode>272</podcast:episode></item><item><title>#271 Mike Friedrichsen – Digitale Bildung, also: Bildung</title><itunes:title>#271 Mike Friedrichsen – Digitale Bildung, also: Bildung</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wer in der Gegenwart eine Universität gründet, die „German University of Digital Science“ heißt, der will nicht nur neue Lehrpläne schreiben – der will das System selbst hacken. Mike Friedrichsen tut genau das. Und er tut es aus einer Haltung heraus, die mehr mit Verantwortung als mit Rebellion zu tun hat. In einer Gesellschaft, die sich zunehmend von digitalen Technologien treiben lässt, will er Menschen dazu befähigen, das Steuer wieder selbst in die Hand zu nehmen.</p><p>Was ihn antreibt, ist nicht Technikfaszination, sondern die Überzeugung, dass digitale Mündigkeit zur Voraussetzung für Demokratie wird. Souverän ist nur, wer versteht. Doch Mike weiß: Verständnis ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Deshalb denkt er Bildung als kontinuierliches, flexibles und individuelles Angebot – und stellt damit die preußisch getaktete Schul- und Hochschulwelt grundsätzlich infrage. Lernen soll nicht mehr belehren, sondern befähigen: zum Verstehen von KI, zum Navigieren in komplexen Systemen, zum ethischen Urteilen im Umgang mit Daten.</p><p>Mike macht deutlich: Digitalisierung ist kein Fach, sondern ein Horizont. Wer ihn nicht mitdenkt, läuft Gefahr, sich selbst zu verlieren – als Bürger, als Mitarbeitende, als Gesellschaft. Seine digitale Universität will keine Antworten vorgeben, sondern Räume öffnen. Für den Mut zum Ausprobieren. Für Verantwortung. Und für eine Zukunft, die nicht nur automatisiert, sondern gestaltet wird.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/prof-dr-mike-friedrichsen-0787a0a" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Mike Friedrichsen</a>, Gründungspräsident der <a href="https://german-uds.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">German University of Digital Science</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wer in der Gegenwart eine Universität gründet, die „German University of Digital Science“ heißt, der will nicht nur neue Lehrpläne schreiben – der will das System selbst hacken. Mike Friedrichsen tut genau das. Und er tut es aus einer Haltung heraus, die mehr mit Verantwortung als mit Rebellion zu tun hat. In einer Gesellschaft, die sich zunehmend von digitalen Technologien treiben lässt, will er Menschen dazu befähigen, das Steuer wieder selbst in die Hand zu nehmen.</p><p>Was ihn antreibt, ist nicht Technikfaszination, sondern die Überzeugung, dass digitale Mündigkeit zur Voraussetzung für Demokratie wird. Souverän ist nur, wer versteht. Doch Mike weiß: Verständnis ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Deshalb denkt er Bildung als kontinuierliches, flexibles und individuelles Angebot – und stellt damit die preußisch getaktete Schul- und Hochschulwelt grundsätzlich infrage. Lernen soll nicht mehr belehren, sondern befähigen: zum Verstehen von KI, zum Navigieren in komplexen Systemen, zum ethischen Urteilen im Umgang mit Daten.</p><p>Mike macht deutlich: Digitalisierung ist kein Fach, sondern ein Horizont. Wer ihn nicht mitdenkt, läuft Gefahr, sich selbst zu verlieren – als Bürger, als Mitarbeitende, als Gesellschaft. Seine digitale Universität will keine Antworten vorgeben, sondern Räume öffnen. Für den Mut zum Ausprobieren. Für Verantwortung. Und für eine Zukunft, die nicht nur automatisiert, sondern gestaltet wird.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/prof-dr-mike-friedrichsen-0787a0a" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Mike Friedrichsen</a>, Gründungspräsident der <a href="https://german-uds.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">German University of Digital Science</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c5232710-c9e8-4fad-ae88-0d12afc7a233</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/35c37523-ac02-4cce-8456-e0f5d7342c9e/oLfrCZZ6iJTmu7cYr-_4Dhj0.jpg"/><pubDate>Thu, 07 Aug 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/c5232710-c9e8-4fad-ae88-0d12afc7a233.mp3" length="90644400" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:13</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>271</itunes:episode><podcast:episode>271</podcast:episode></item><item><title>#270 Viola Patricia Herrmann – Zeugnistag für die Schule</title><itunes:title>#270 Viola Patricia Herrmann – Zeugnistag für die Schule</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wenn ein System so krank ist, dass selbst seine Erfolge Regelbrüche sind, dann liegt das Problem nicht bei den Lehrkräften – sondern in der DNA der Institution. Viola Patricia Herrmann bringt es in ihrem Gespräch mit Michael Carl auf den Punkt: Der Bildungsbetrieb in Deutschland leidet nicht an einem Mangel an Engagement, sondern an einem Mangel an struktureller Vision. Wer Schulen von innen kennt, weiß: Die Räume sind oft grau, die Strukturen veraltet, die Verwaltung lähmt. Und wer etwas ändern will, riskiert, „lieber um Entschuldigung zu bitten als um Erlaubnis zu fragen“.</p><p>Bildung wird politisch beschworen, aber praktisch vernachlässigt. Ein System, das auf Einzelkämpferinnen setzt, erzeugt Isolation statt Kooperation. Viola spricht von einem Mut, der sich in kleinen Kollegien entzünden muss – in lokalen Mikrobewegungen, die zeigen: Es geht auch anders. Dass eine Schule dafür heute einen Preis erhält, weil sie sich „in der dunkelgrauen Zone“ bewegt hat, ist keine Auszeichnung – es ist eine Anklage.</p><p>Es geht um mehr als Digitalisierung oder Kantinenessen. Es geht um einen Paradigmenwechsel: weg von Fächerschubladen und Notenzwang, hin zu echter Lernbegleitung, Teamarbeit, Persönlichkeitsbildung. Es geht um Neugier – nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Erwachsenen. Eine Schule, aus der man sich „erholen“ muss, ist gescheitert. Eine Schule, auf die man sich freut, wäre ein gesellschaftlicher Triumph.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/viola-patricia-herrmann-18685b200" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Viola Patricia Herrmann</a>, <a href="https://www.violapatriciaherrmann.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bildungsexpertin</a>, Host des Podcasts <a href="https://hey-diggies.blogs.audiorella.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Hey diggies! So geht Lernen heute"</a> und Lehrerin</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein System so krank ist, dass selbst seine Erfolge Regelbrüche sind, dann liegt das Problem nicht bei den Lehrkräften – sondern in der DNA der Institution. Viola Patricia Herrmann bringt es in ihrem Gespräch mit Michael Carl auf den Punkt: Der Bildungsbetrieb in Deutschland leidet nicht an einem Mangel an Engagement, sondern an einem Mangel an struktureller Vision. Wer Schulen von innen kennt, weiß: Die Räume sind oft grau, die Strukturen veraltet, die Verwaltung lähmt. Und wer etwas ändern will, riskiert, „lieber um Entschuldigung zu bitten als um Erlaubnis zu fragen“.</p><p>Bildung wird politisch beschworen, aber praktisch vernachlässigt. Ein System, das auf Einzelkämpferinnen setzt, erzeugt Isolation statt Kooperation. Viola spricht von einem Mut, der sich in kleinen Kollegien entzünden muss – in lokalen Mikrobewegungen, die zeigen: Es geht auch anders. Dass eine Schule dafür heute einen Preis erhält, weil sie sich „in der dunkelgrauen Zone“ bewegt hat, ist keine Auszeichnung – es ist eine Anklage.</p><p>Es geht um mehr als Digitalisierung oder Kantinenessen. Es geht um einen Paradigmenwechsel: weg von Fächerschubladen und Notenzwang, hin zu echter Lernbegleitung, Teamarbeit, Persönlichkeitsbildung. Es geht um Neugier – nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Erwachsenen. Eine Schule, aus der man sich „erholen“ muss, ist gescheitert. Eine Schule, auf die man sich freut, wäre ein gesellschaftlicher Triumph.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/viola-patricia-herrmann-18685b200" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Viola Patricia Herrmann</a>, <a href="https://www.violapatriciaherrmann.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bildungsexpertin</a>, Host des Podcasts <a href="https://hey-diggies.blogs.audiorella.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Hey diggies! So geht Lernen heute"</a> und Lehrerin</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">32cf6c82-1267-405d-bf4a-c53460b981a5</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/08cc719a-021d-4216-a11a-037b4fed4978/s30rbaG-tPreelH3UhdHMOTR.jpg"/><pubDate>Thu, 31 Jul 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/32cf6c82-1267-405d-bf4a-c53460b981a5.mp3" length="80657683" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>270</itunes:episode><podcast:episode>270</podcast:episode></item><item><title>#269 Sebastian Beblawy – Den Kreis schließen: Klärschlamm zu Kunststoff</title><itunes:title>#269 Sebastian Beblawy – Den Kreis schließen: Klärschlamm zu Kunststoff</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die schönste Provokation dieses Gesprächs liegt im Kontrast: Während wir Kohlenstoff als Müll verbrennen, der „weg“ muss, träumt Sebastian Beblawy von einer Wirtschaft, die ihn wie ein Schatz hütet. Seine Firma EveryCarbon zeigt, dass es keinen technischen Grund gibt, warum aus menschlichen Fäkalien, Gemüseresten oder Klärschlamm nicht wertvolle Baustoffe werden könnten. Nur unsere Sprache, unser Denken—und unser Geruchssinn—stehen im Weg.</p><p>Sebastian spricht nicht von Müll, sondern von „Bodensatz vom Bodensatz“, der in der chemischen Industrie wieder auferstehen soll. Zwei Kulturen, sagt er, prallen dabei aufeinander: die chaotische, schmutzige Abfallwirtschaft und die sterile, standardisierte Welt der Chemie. EveryCarbon will beides zusammenbringen: mit Mikroorganismen, die Abfall „verdauen“, und gentechnisch veränderten Bakterien, die präzise Moleküle erzeugen—Alkohole, aus denen später Kunststoffe für den Bau entstehen.</p><p>Dabei ist nichts romantisch. Der Prozess stinkt. Doch Sebastian hält dagegen: Wer würde freiwillig Erdöl essen, aber stört sich am Gedanken, dass Dämmstoffe aus etwas bestehen, das mal ein Apfel oder etwas viel Körpernäheres war?</p><p>Die Pointe: Nicht das Material ist eklig, sondern unsere Vorstellung davon. Wer beginnt, Kohlenstoff als zirkulierenden Wert zu denken statt als linearen Abfall, kann nicht nur neue Stoffe schaffen—sondern ein neues Verhältnis zur Welt.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/beblawy/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sebastian Beblawy</a>, Gründer von <a href="https://everycarbon.bio" rel="noopener noreferrer" target="_blank">EveryCarbon</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die schönste Provokation dieses Gesprächs liegt im Kontrast: Während wir Kohlenstoff als Müll verbrennen, der „weg“ muss, träumt Sebastian Beblawy von einer Wirtschaft, die ihn wie ein Schatz hütet. Seine Firma EveryCarbon zeigt, dass es keinen technischen Grund gibt, warum aus menschlichen Fäkalien, Gemüseresten oder Klärschlamm nicht wertvolle Baustoffe werden könnten. Nur unsere Sprache, unser Denken—und unser Geruchssinn—stehen im Weg.</p><p>Sebastian spricht nicht von Müll, sondern von „Bodensatz vom Bodensatz“, der in der chemischen Industrie wieder auferstehen soll. Zwei Kulturen, sagt er, prallen dabei aufeinander: die chaotische, schmutzige Abfallwirtschaft und die sterile, standardisierte Welt der Chemie. EveryCarbon will beides zusammenbringen: mit Mikroorganismen, die Abfall „verdauen“, und gentechnisch veränderten Bakterien, die präzise Moleküle erzeugen—Alkohole, aus denen später Kunststoffe für den Bau entstehen.</p><p>Dabei ist nichts romantisch. Der Prozess stinkt. Doch Sebastian hält dagegen: Wer würde freiwillig Erdöl essen, aber stört sich am Gedanken, dass Dämmstoffe aus etwas bestehen, das mal ein Apfel oder etwas viel Körpernäheres war?</p><p>Die Pointe: Nicht das Material ist eklig, sondern unsere Vorstellung davon. Wer beginnt, Kohlenstoff als zirkulierenden Wert zu denken statt als linearen Abfall, kann nicht nur neue Stoffe schaffen—sondern ein neues Verhältnis zur Welt.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/beblawy/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sebastian Beblawy</a>, Gründer von <a href="https://everycarbon.bio" rel="noopener noreferrer" target="_blank">EveryCarbon</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">7c21011f-c722-4380-808d-4d933a239d37</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/61d87218-59c9-4f78-8be2-37968ba11e91/hLPDneAe-yae2RUNkT667xVB.jpg"/><pubDate>Thu, 24 Jul 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/7c21011f-c722-4380-808d-4d933a239d37.mp3" length="75284399" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:13</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>269</itunes:episode><podcast:episode>269</podcast:episode></item><item><title>#268 Matthias Moosbrugger – Aus Gründen: Baustelle der Zukunft</title><itunes:title>#268 Matthias Moosbrugger – Aus Gründen: Baustelle der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wenn Häuser lernen könnten, würden sie zuhören, beobachten und verstehen – nicht nur ihre Bewohner, sondern auch ihre eigene Struktur, Nutzung und Umwelt. Genau diese Vision entwirft Matthias Moosbrugger, CMO der Romberg Gruppe. Seine Idee vom intelligenten Gebäude ist keine Science-Fiction, sondern eine Konsequenz aus digitalen Zwillingen, Mustererkennung und technologischer Effizienz. Was sich auf der Baustelle als Datensammlung und Simulation ankündigt, wird im Gebäude zum lernenden System: ein Haus, das sich nicht umbaut, aber mitdenkt.</p><p>Dabei verschiebt sich der Fokus vom klassischen Handwerk zur orchestrierten Prozesswelt – unterstützt durch KI, aber nie als Selbstzweck. Technologie dient, sagt Matthias, der besseren Lösung, nicht dem Selbstverlieben in Tools. Und doch ist ihre Kraft transformativ: Bauarbeiter werden zu Wissensvermittlern in Gamification-Simulatoren, Baustellen zu temporären Fabriken mit industrieller Logik, und Planungsfehler zu maschinell antizipierbaren Abweichungen.</p><p>Auch im Ressourcenumgang wird neu gedacht: 90 Prozent des Aushubmaterials recycelbar? Heute Realität. Aber wirtschaftlich? Noch nicht immer. Doch die Rechnung wird sich umkehren – wenn Ressourcen knapp und Kreisläufe notwendig werden. Das gilt für Boden wie für Holz, das nicht mehr verheizt, sondern veredelt wird – mit der Option, es nach 150 Jahren immer noch als Brennstoff zu nutzen.</p><p>So entsteht ein neues Narrativ: nicht vom Bauen als Chaosmanagement, sondern als lernendes, ressourcenschonendes, menschenzentriertes System. Ein Haus, das versteht.</p><p>Die Podcastfolge mit Dominik Campanella von Concular findet sich hier: <a href="https://www.carls-zukunft.de/259-dominik-campanella/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.carls-zukunft.de/259-dominik-campanella/</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/matthias-moosbrugger-/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias Moosbrugger</a>, CMO der <a href="https://www.rhomberg.com/de-de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rhomberg Gruppe</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Häuser lernen könnten, würden sie zuhören, beobachten und verstehen – nicht nur ihre Bewohner, sondern auch ihre eigene Struktur, Nutzung und Umwelt. Genau diese Vision entwirft Matthias Moosbrugger, CMO der Romberg Gruppe. Seine Idee vom intelligenten Gebäude ist keine Science-Fiction, sondern eine Konsequenz aus digitalen Zwillingen, Mustererkennung und technologischer Effizienz. Was sich auf der Baustelle als Datensammlung und Simulation ankündigt, wird im Gebäude zum lernenden System: ein Haus, das sich nicht umbaut, aber mitdenkt.</p><p>Dabei verschiebt sich der Fokus vom klassischen Handwerk zur orchestrierten Prozesswelt – unterstützt durch KI, aber nie als Selbstzweck. Technologie dient, sagt Matthias, der besseren Lösung, nicht dem Selbstverlieben in Tools. Und doch ist ihre Kraft transformativ: Bauarbeiter werden zu Wissensvermittlern in Gamification-Simulatoren, Baustellen zu temporären Fabriken mit industrieller Logik, und Planungsfehler zu maschinell antizipierbaren Abweichungen.</p><p>Auch im Ressourcenumgang wird neu gedacht: 90 Prozent des Aushubmaterials recycelbar? Heute Realität. Aber wirtschaftlich? Noch nicht immer. Doch die Rechnung wird sich umkehren – wenn Ressourcen knapp und Kreisläufe notwendig werden. Das gilt für Boden wie für Holz, das nicht mehr verheizt, sondern veredelt wird – mit der Option, es nach 150 Jahren immer noch als Brennstoff zu nutzen.</p><p>So entsteht ein neues Narrativ: nicht vom Bauen als Chaosmanagement, sondern als lernendes, ressourcenschonendes, menschenzentriertes System. Ein Haus, das versteht.</p><p>Die Podcastfolge mit Dominik Campanella von Concular findet sich hier: <a href="https://www.carls-zukunft.de/259-dominik-campanella/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.carls-zukunft.de/259-dominik-campanella/</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/matthias-moosbrugger-/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias Moosbrugger</a>, CMO der <a href="https://www.rhomberg.com/de-de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rhomberg Gruppe</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">69edec9c-9993-4bb5-b782-3fe3864374f0</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/44254cb5-0cec-43dc-9177-dd72379f18fa/OmL54YRzvRvnDO1w2ojKtE5f.jpg"/><pubDate>Thu, 17 Jul 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/69edec9c-9993-4bb5-b782-3fe3864374f0.mp3" length="86412145" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>45:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>268</itunes:episode><podcast:episode>268</podcast:episode></item><item><title>#267 Toni Loh – Wenn Algorithmen diskriminieren</title><itunes:title>#267 Toni Loh – Wenn Algorithmen diskriminieren</itunes:title><description><![CDATA[<p>Sexroboter mit Barbie-Figur und voreingestellter Persönlichkeit wie „Frigid Farrah“ oder „Young Yoko“ offenbaren nicht nur ein frauenverachtendes Technikverständnis, sondern das ganze Elend einer KI-getriebenen Zukunft, die vor allem eines ist: retrospektiv. Toni Loh, lehrend in Angewandter Ethik, seziert die technoide Gegenwart mit chirurgischer Schärfe – und legt offen, dass Technologie häufig nichts anderes tut, als bestehende Ungerechtigkeiten zu wiederholen. Warum? Weil sie von Menschen gemacht wird, die genau in diesen Strukturen sozialisiert wurden. Ob Sexroboter oder Algorithmen im Bewerbungsprozess, am Ende spiegelt sich darin ein Weltbild, das vorgibt, neutral zu sein, aber zutiefst normativ wirkt.</p><p>Und doch ist Toni nicht technikskeptisch. Die große Hoffnung liegt auf pluralen Teams und pluralen Interfaces – ein Design, das Vielfalt nicht nur erlaubt, sondern voraussetzt. Gerechtigkeit beginnt für sie nicht bei der Technik, sondern bei den Menschen, die sie gestalten. Und bei einem Bildungssystem, das „Zurücktreten“ als Kulturtechnik lehrt.</p><p>Wer ernsthaft darüber nachdenkt, KI Rechte einzuräumen, sollte laut Toni vielleicht zuerst klären, warum viele Menschen – Demenzkranke, Schwangere, rassifizierte Gruppen – diese Rechte noch nicht oder nur bedingt genießen. Ein Denkimpuls, der bleibt: Ethische Technologie braucht keine moralischen Maschinen. Sie braucht moralisch reflektierende Gesellschaften.</p><p>Mehr Informationen zu Toni Lohs aktuellem Buch „Feministische Technikphilosophie“: <a href="https://www.transcript-verlag.de/978-3-8252-6427-7/feministische-technikphilosophie/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.transcript-verlag.de/978-3-8252-6427-7/feministische-technikphilosophie</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://toniloh.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Toni Loh</a>, Professur für Angewandte Ethik, <a href="https://www.h-brs.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hochschule Bonn-Rhein-Sieg</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Sexroboter mit Barbie-Figur und voreingestellter Persönlichkeit wie „Frigid Farrah“ oder „Young Yoko“ offenbaren nicht nur ein frauenverachtendes Technikverständnis, sondern das ganze Elend einer KI-getriebenen Zukunft, die vor allem eines ist: retrospektiv. Toni Loh, lehrend in Angewandter Ethik, seziert die technoide Gegenwart mit chirurgischer Schärfe – und legt offen, dass Technologie häufig nichts anderes tut, als bestehende Ungerechtigkeiten zu wiederholen. Warum? Weil sie von Menschen gemacht wird, die genau in diesen Strukturen sozialisiert wurden. Ob Sexroboter oder Algorithmen im Bewerbungsprozess, am Ende spiegelt sich darin ein Weltbild, das vorgibt, neutral zu sein, aber zutiefst normativ wirkt.</p><p>Und doch ist Toni nicht technikskeptisch. Die große Hoffnung liegt auf pluralen Teams und pluralen Interfaces – ein Design, das Vielfalt nicht nur erlaubt, sondern voraussetzt. Gerechtigkeit beginnt für sie nicht bei der Technik, sondern bei den Menschen, die sie gestalten. Und bei einem Bildungssystem, das „Zurücktreten“ als Kulturtechnik lehrt.</p><p>Wer ernsthaft darüber nachdenkt, KI Rechte einzuräumen, sollte laut Toni vielleicht zuerst klären, warum viele Menschen – Demenzkranke, Schwangere, rassifizierte Gruppen – diese Rechte noch nicht oder nur bedingt genießen. Ein Denkimpuls, der bleibt: Ethische Technologie braucht keine moralischen Maschinen. Sie braucht moralisch reflektierende Gesellschaften.</p><p>Mehr Informationen zu Toni Lohs aktuellem Buch „Feministische Technikphilosophie“: <a href="https://www.transcript-verlag.de/978-3-8252-6427-7/feministische-technikphilosophie/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.transcript-verlag.de/978-3-8252-6427-7/feministische-technikphilosophie</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://toniloh.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Toni Loh</a>, Professur für Angewandte Ethik, <a href="https://www.h-brs.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hochschule Bonn-Rhein-Sieg</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">0b8d9ccd-2c09-45f9-9242-1c49ad2b8a13</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/ee242f1b-c7a7-4fed-ab88-30df5605e4ec/D4yo4b469eIQitDXYUg8ay_f.jpg"/><pubDate>Thu, 10 Jul 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/0b8d9ccd-2c09-45f9-9242-1c49ad2b8a13.mp3" length="91833076" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:50</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>267</itunes:episode><podcast:episode>267</podcast:episode></item><item><title>#266 Emilia Roig – Streiten für Gerechtigkeit</title><itunes:title>#266 Emilia Roig – Streiten für Gerechtigkeit</itunes:title><description><![CDATA[<p>Verzicht auf Illusionen ist der erste Schritt zur Veränderung. Emilia Roig bringt in ihrer Auseinandersetzung mit sozialer Gerechtigkeit und Klimakrise eine radikale, fast poetische Diagnose auf den Punkt: Wir leben nicht in einer Krise, sondern in einem destruktiven System, das genau so funktioniert, wie es gedacht war. Was uns fehle, sei nicht Erkenntnis, sondern Vertrauen – in unsere Fähigkeit, eine andere Welt zu entwerfen.</p><p>Kapitalismus, Reichtum, Erfolg, Leistung: Emilia dekonstruiert diese Begriffe als Bestandteile eines kollektiven Selbstbetrugs. Ihre Gegenvorschläge sind keine simplen Umwertungen, sondern Neuverortungen im Kontext von Fülle, Kooperation und Ökosystem. Reichtum wird nicht mehr als Akkumulation, sondern als geteilte Gegenwart verstanden. Erfolg ist nicht das Echo gesellschaftlicher Anerkennung, sondern ein subjektives Gefühl von Verbundenheit und Sinn.</p><p>Der wahre Kipppunkt liegt für Emilia in der Lohnarbeit. Wer hier neu denkt, verändert automatisch Bildung, Sozialsysteme und unser Verhältnis zu Zeit. Die Gleichung „Zeit gegen Geld“ sei obsolet – in einer Welt, in der Geld bereits im Überfluss vorhanden ist, sei die Zeit das eigentliche knappe Gut. Ihre Forderung ist keine sanfte Reform, sondern eine Schritt-für-Schritt-Revolution: radikal, konkret, und überraschend hoffnungsvoll.</p><p>Der in der Folge genannte Artikel Emilia Roigs findet sich hier: <a href="https://emiliazenzile.substack.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://emiliazenzile.substack.com/</a></p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/emilia-zenzile-roig" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Emilia Roig</a>, Politikwissenschaftlerin und Autorin</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Verzicht auf Illusionen ist der erste Schritt zur Veränderung. Emilia Roig bringt in ihrer Auseinandersetzung mit sozialer Gerechtigkeit und Klimakrise eine radikale, fast poetische Diagnose auf den Punkt: Wir leben nicht in einer Krise, sondern in einem destruktiven System, das genau so funktioniert, wie es gedacht war. Was uns fehle, sei nicht Erkenntnis, sondern Vertrauen – in unsere Fähigkeit, eine andere Welt zu entwerfen.</p><p>Kapitalismus, Reichtum, Erfolg, Leistung: Emilia dekonstruiert diese Begriffe als Bestandteile eines kollektiven Selbstbetrugs. Ihre Gegenvorschläge sind keine simplen Umwertungen, sondern Neuverortungen im Kontext von Fülle, Kooperation und Ökosystem. Reichtum wird nicht mehr als Akkumulation, sondern als geteilte Gegenwart verstanden. Erfolg ist nicht das Echo gesellschaftlicher Anerkennung, sondern ein subjektives Gefühl von Verbundenheit und Sinn.</p><p>Der wahre Kipppunkt liegt für Emilia in der Lohnarbeit. Wer hier neu denkt, verändert automatisch Bildung, Sozialsysteme und unser Verhältnis zu Zeit. Die Gleichung „Zeit gegen Geld“ sei obsolet – in einer Welt, in der Geld bereits im Überfluss vorhanden ist, sei die Zeit das eigentliche knappe Gut. Ihre Forderung ist keine sanfte Reform, sondern eine Schritt-für-Schritt-Revolution: radikal, konkret, und überraschend hoffnungsvoll.</p><p>Der in der Folge genannte Artikel Emilia Roigs findet sich hier: <a href="https://emiliazenzile.substack.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://emiliazenzile.substack.com/</a></p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/emilia-zenzile-roig" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Emilia Roig</a>, Politikwissenschaftlerin und Autorin</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">869f9d5e-4497-4b03-a729-8457b2643557</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/29c1c404-9cc7-44c5-aabc-3a6df8293624/7NjBlDbDsYYQ53UGQ-_Wu62S.jpg"/><pubDate>Thu, 03 Jul 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/869f9d5e-4497-4b03-a729-8457b2643557.mp3" length="79564302" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:26</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>266</itunes:episode><podcast:episode>266</podcast:episode></item><item><title>#265 Cristian Amaya Gómez – Der KI-Malerroboter</title><itunes:title>#265 Cristian Amaya Gómez – Der KI-Malerroboter</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein Werkzeug auf Rädern, das mit einem Playstation-Controller gesteuert wird, könnte die Malerei revolutionieren. Cristian Amaya Gómez und sein Team von ConBotics haben mit dem Malerroboter nicht nur einen funktionalen Prototyp geschaffen, sondern ein Denkmodell in die Baustelle eingeschleust: Technologie ist dann am stärksten, wenn sie sich nicht als Ersatz, sondern als Werkzeug versteht – wie eine Spülmaschine, die nicht schneller, aber sinnvoller arbeitet.</p><p>Die eigentliche Provokation liegt jedoch nicht im Roboter, sondern in der Reaktion auf ihn. Das Narrativ „bei uns geht das nicht“ durchzieht ganze Branchen wie ein Mantra. Cristian zerlegt es Stück für Stück, indem er zeigt, dass auch Handwerk modular, lernbar, technikfreundlich sein kann – wenn man bereit ist, Prozesse mitzudenken und neu zu gestalten. Dass der Roboter beim Farbspritzen keine Heizkörper umläuft? Ein vermeintliches Defizit, das offenlegt, wie sehr sich Bauprozesse selbst noch auf menschliche Bewegungen verlassen.</p><p>Mit dem Konzept der <a href="https://www.technomaler.com/old-home" rel="noopener noreferrer" target="_blank">TechnoMaler</a> entsteht dabei eine Koalition aus Mensch und Maschine, in der Autonomie nicht den Menschen ersetzt, sondern entlastet. So zeigt sich, wie Fortschritt aussieht, wenn er nicht als Bedrohung, sondern als Einladung zum Mitdenken formuliert wird: Der Mensch bleibt Entscheider, aber eben nicht allein im Raum.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/cristian-amaya-gómez-3b89441b0" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Cristian Amaya Gómez</a>, Mitgründer von <a href="https://www.conbotics.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ConBotics</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Werkzeug auf Rädern, das mit einem Playstation-Controller gesteuert wird, könnte die Malerei revolutionieren. Cristian Amaya Gómez und sein Team von ConBotics haben mit dem Malerroboter nicht nur einen funktionalen Prototyp geschaffen, sondern ein Denkmodell in die Baustelle eingeschleust: Technologie ist dann am stärksten, wenn sie sich nicht als Ersatz, sondern als Werkzeug versteht – wie eine Spülmaschine, die nicht schneller, aber sinnvoller arbeitet.</p><p>Die eigentliche Provokation liegt jedoch nicht im Roboter, sondern in der Reaktion auf ihn. Das Narrativ „bei uns geht das nicht“ durchzieht ganze Branchen wie ein Mantra. Cristian zerlegt es Stück für Stück, indem er zeigt, dass auch Handwerk modular, lernbar, technikfreundlich sein kann – wenn man bereit ist, Prozesse mitzudenken und neu zu gestalten. Dass der Roboter beim Farbspritzen keine Heizkörper umläuft? Ein vermeintliches Defizit, das offenlegt, wie sehr sich Bauprozesse selbst noch auf menschliche Bewegungen verlassen.</p><p>Mit dem Konzept der <a href="https://www.technomaler.com/old-home" rel="noopener noreferrer" target="_blank">TechnoMaler</a> entsteht dabei eine Koalition aus Mensch und Maschine, in der Autonomie nicht den Menschen ersetzt, sondern entlastet. So zeigt sich, wie Fortschritt aussieht, wenn er nicht als Bedrohung, sondern als Einladung zum Mitdenken formuliert wird: Der Mensch bleibt Entscheider, aber eben nicht allein im Raum.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/cristian-amaya-gómez-3b89441b0" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Cristian Amaya Gómez</a>, Mitgründer von <a href="https://www.conbotics.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ConBotics</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">a20d9e71-7eca-45bf-8bd2-68c77d0aa530</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/825c1eab-daf2-46b4-8ec3-6738b2af82d9/0B8qs2_cMuA9uHhsvTGccVNK.jpg"/><pubDate>Thu, 26 Jun 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/a20d9e71-7eca-45bf-8bd2-68c77d0aa530.mp3" length="63681016" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>33:10</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>265</itunes:episode><podcast:episode>265</podcast:episode></item><item><title>#264 Marina Weisband – Echte Bildung!</title><itunes:title>#264 Marina Weisband – Echte Bildung!</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wir scheitern als Gesellschaft im Großen, wenn wir das Kleine verlernen. Wenn die Welt zu zerfallen scheint, liegt die Rettung, Hoffnung und Selbstwirksamkeit eben nicht in der globalen Politik oder in Demonstrationen zu Millionen, sondern beginnen in Nachbarschaften, Vereinen und persönlichen Beziehungen, sagt Marina Weisband, Psychologin, Publizistin und Beteiligungspädagogin im Gespräch mit Michael. Dort, wo wir tatsächlich noch Einfluss spüren und gestalten können, entsteht die Basis für gesellschaftliche Resilienz – nicht auf der internationalen Bühne, sondern im Mikrokosmos vor der eigenen Haustür.</p><p>Es zeigt sich in der Bildung: Marina beschreibt diese Beteiligungspädagogik als bewussten Gegenentwurf zum System, das von Kindern vor allem Anpassung und das Erfüllen von Erwartungen verlangt. Schule, so Marina, ist in der Regel kein Ort der Persönlichkeitsentwicklung und der Demokratie. Tatsächlich sei das Schulsystem weiterhin vom preußischen Modell geprägt: Es erzieht zum perfekten Arbeiter, nicht zum mündigen Bürger. Die wichtigsten Kompetenzen – Kollaboration, Kreativität, Kommunikation und kritisches Denken – sind im System sogar oft unerwünscht oder werden bestraft. Schule bewertet Leistung daran, wie perfekt Erwartungen erfüllt werden, und nicht daran, wie ein Mensch sich entwickelt. Daraus entsteht eine „erlernte Hilflosigkeit“: Schüler gewöhnen sich daran, dass ihre eigenen Bemühungen wenig bewirken – und denken sich entsprechend klein.</p><p>Besonders plastisch wird Marina, wenn sie beschreibt, wie Schulen zwar permanent gefordert sind, Kinder für Berufe vorzubereiten, die es noch gar nicht gibt, tatsächlich aber immer stärker auf reine Ausbildung und Vergleichbarkeit setzen. Das aber, sagt sie, ist der falsche Weg: Bildung darf nicht im Erfüllen von Prüfungen, Curricula und Noten erschöpfen. Was Kinder wirklich brauchen, ist die Entwicklung ihrer Persönlichkeit – das Erkunden der eigenen Neugier, das Lernen im sozialen Kontext und das Erfahren von Selbstwirksamkeit.</p><p>Auch die Digitalisierung – und neuerdings KI – ändert an diesen Grundproblemen wenig, solange Schule nicht ihre Aufgabe grundlegend neu denkt. KI zwingt lediglich dazu, Hausaufgaben neu zu gestalten, wirklich gefährlich wird sie, wenn sie das Denken und Formulieren vollständig übernimmt. Die Schule müsse daher dringend Räume schaffen, in denen echtes gemeinsames Lernen möglich ist, jenseits von starren Fächern und Prüfungsdruck.</p><p>Es ist das Erlernen von Kleinmut, das uns lähmt – und das wir verlernen müssen. Mut, das eigene Umfeld zu gestalten, entsteht im Praktischen, im Nahen, im Gemeinsamen. Wer verlernt, groß zu denken, bleibt beim Wunsch nach mehr Klopapier auf der Schultoilette stehen – aber auch das kann der erste Schritt zu echter Veränderung sein, wenn daraus Erfahrung von Wirksamkeit wächst.</p><p>Im Zeitalter von KI und digitaler Disruption stellt Marina die entscheidende Frage: Welche Gesellschaft wollen wir? Was bleibt unser menschlicher Kern, wenn wir Routine an Maschinen auslagern? Die Antwort liegt nicht in weiterer Standardisierung und Kontrolle, sondern im Vertrauen auf die Fähigkeit, sich immer wieder selbst und gemeinsam zu erneuern. Das Große entsteht aus dem Kleinen, und jede Hoffnung beginnt in der gelebten Nähe.&nbsp;</p><p>Das von Marina genannte Buch ist <a href="https://www.hoffbauer-stiftung.de/fileadmin/user_upload/hoffbauer/content/bildung/fort_und_weiterbildung/echris/schulwesen-allgemein/Peter-Bieri-wie-wa__re-es-gebildet-zu-sein.pdf" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wie wäre es, gebildet zu sein?</a> von Pieter Bieri. Die Podcastfolgen, über die Marina und Michael sprechen, sind diese: <a href="https://player.captivate.fm/episode/4b417ff1-13df-4718-a205-3aced3e838ce/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche – Was bedeutet Zukunft für Schule?</a> und <a href="https://player.captivate.fm/episode/f20738c7-9422-45af-8702-73975fea3d02/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hilke Berger – Mehr resilient als smart: Die Stadt der Zukunft</a>.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:&nbsp;</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/marina-weisband-20a499110" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marina Weisband</a>, Beteiligungspädagogin, Demokratieaktivistin und Projektleitung <a href="https://www.aula.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">aula</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wir scheitern als Gesellschaft im Großen, wenn wir das Kleine verlernen. Wenn die Welt zu zerfallen scheint, liegt die Rettung, Hoffnung und Selbstwirksamkeit eben nicht in der globalen Politik oder in Demonstrationen zu Millionen, sondern beginnen in Nachbarschaften, Vereinen und persönlichen Beziehungen, sagt Marina Weisband, Psychologin, Publizistin und Beteiligungspädagogin im Gespräch mit Michael. Dort, wo wir tatsächlich noch Einfluss spüren und gestalten können, entsteht die Basis für gesellschaftliche Resilienz – nicht auf der internationalen Bühne, sondern im Mikrokosmos vor der eigenen Haustür.</p><p>Es zeigt sich in der Bildung: Marina beschreibt diese Beteiligungspädagogik als bewussten Gegenentwurf zum System, das von Kindern vor allem Anpassung und das Erfüllen von Erwartungen verlangt. Schule, so Marina, ist in der Regel kein Ort der Persönlichkeitsentwicklung und der Demokratie. Tatsächlich sei das Schulsystem weiterhin vom preußischen Modell geprägt: Es erzieht zum perfekten Arbeiter, nicht zum mündigen Bürger. Die wichtigsten Kompetenzen – Kollaboration, Kreativität, Kommunikation und kritisches Denken – sind im System sogar oft unerwünscht oder werden bestraft. Schule bewertet Leistung daran, wie perfekt Erwartungen erfüllt werden, und nicht daran, wie ein Mensch sich entwickelt. Daraus entsteht eine „erlernte Hilflosigkeit“: Schüler gewöhnen sich daran, dass ihre eigenen Bemühungen wenig bewirken – und denken sich entsprechend klein.</p><p>Besonders plastisch wird Marina, wenn sie beschreibt, wie Schulen zwar permanent gefordert sind, Kinder für Berufe vorzubereiten, die es noch gar nicht gibt, tatsächlich aber immer stärker auf reine Ausbildung und Vergleichbarkeit setzen. Das aber, sagt sie, ist der falsche Weg: Bildung darf nicht im Erfüllen von Prüfungen, Curricula und Noten erschöpfen. Was Kinder wirklich brauchen, ist die Entwicklung ihrer Persönlichkeit – das Erkunden der eigenen Neugier, das Lernen im sozialen Kontext und das Erfahren von Selbstwirksamkeit.</p><p>Auch die Digitalisierung – und neuerdings KI – ändert an diesen Grundproblemen wenig, solange Schule nicht ihre Aufgabe grundlegend neu denkt. KI zwingt lediglich dazu, Hausaufgaben neu zu gestalten, wirklich gefährlich wird sie, wenn sie das Denken und Formulieren vollständig übernimmt. Die Schule müsse daher dringend Räume schaffen, in denen echtes gemeinsames Lernen möglich ist, jenseits von starren Fächern und Prüfungsdruck.</p><p>Es ist das Erlernen von Kleinmut, das uns lähmt – und das wir verlernen müssen. Mut, das eigene Umfeld zu gestalten, entsteht im Praktischen, im Nahen, im Gemeinsamen. Wer verlernt, groß zu denken, bleibt beim Wunsch nach mehr Klopapier auf der Schultoilette stehen – aber auch das kann der erste Schritt zu echter Veränderung sein, wenn daraus Erfahrung von Wirksamkeit wächst.</p><p>Im Zeitalter von KI und digitaler Disruption stellt Marina die entscheidende Frage: Welche Gesellschaft wollen wir? Was bleibt unser menschlicher Kern, wenn wir Routine an Maschinen auslagern? Die Antwort liegt nicht in weiterer Standardisierung und Kontrolle, sondern im Vertrauen auf die Fähigkeit, sich immer wieder selbst und gemeinsam zu erneuern. Das Große entsteht aus dem Kleinen, und jede Hoffnung beginnt in der gelebten Nähe.&nbsp;</p><p>Das von Marina genannte Buch ist <a href="https://www.hoffbauer-stiftung.de/fileadmin/user_upload/hoffbauer/content/bildung/fort_und_weiterbildung/echris/schulwesen-allgemein/Peter-Bieri-wie-wa__re-es-gebildet-zu-sein.pdf" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wie wäre es, gebildet zu sein?</a> von Pieter Bieri. Die Podcastfolgen, über die Marina und Michael sprechen, sind diese: <a href="https://player.captivate.fm/episode/4b417ff1-13df-4718-a205-3aced3e838ce/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche – Was bedeutet Zukunft für Schule?</a> und <a href="https://player.captivate.fm/episode/f20738c7-9422-45af-8702-73975fea3d02/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hilke Berger – Mehr resilient als smart: Die Stadt der Zukunft</a>.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:&nbsp;</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/marina-weisband-20a499110" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marina Weisband</a>, Beteiligungspädagogin, Demokratieaktivistin und Projektleitung <a href="https://www.aula.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">aula</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">e74290b7-4bf7-4d54-8d89-454cbfd09240</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1ce3a5e9-165e-4018-8927-8827af1a62a0/S4OehrIMlOToeiKvwRNmItOG.jpg"/><pubDate>Thu, 19 Jun 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/e74290b7-4bf7-4d54-8d89-454cbfd09240.mp3" length="94829007" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>49:23</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>264</itunes:episode><podcast:episode>264</podcast:episode></item><item><title>#263 Christoph Bornschein – Narrative für eine digitale Zukunft</title><itunes:title>#263 Christoph Bornschein – Narrative für eine digitale Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wenn die Zukunft zum Versprechen werden soll, braucht sie eine Geschichte, die Hoffnung macht – nicht eine, die Angst schürt. Christoph Bornschein trifft in seinem Gespräch mit Michael einen Nerv: Statt Technologie als Bedrohung zu inszenieren, wäre es an der Zeit, ihre Gestaltungskraft zu entdecken. Doch eine Gesellschaft, in der 51 Prozent der Erwerbstätigen weniger als basale digitale Fähigkeiten besitzen, bleibt im Modus der Nutzung – statt selbst zu gestalten.</p><p>Der Diskurs ist elitär, weil der Zugang fehlt. Und wo Bildung fehlt, übernehmen Beruhigungsnarrative: Der Passat wird ewig gebaut, der Wandel wird sanft sein. Christoph spricht von der Notwendigkeit, das „Pflaster abzuziehen“. Gesellschaftliche Ehrlichkeit statt falscher Rücksichten – auch wenn das bedeutet, sich von liebgewonnenen Selbstbildern zu trennen.</p><p>Er schlägt vor, sich von der Verklärung der Vergangenheit aktiv zu verabschieden. Vergessen – nicht als Defizit, sondern als bewusster, produktiver Akt: Nur wer loslässt, kann gestalten. In der Idee eines „gesellschaftlichen Vergessensprozesses“ liegt die radikalste These dieser Episode. Und vielleicht auch die hoffnungsvollste. Denn erst wenn wir akzeptieren, dass die bisherigen Muster ihre Wirksamkeit verloren haben, entsteht Raum für Neues: für Narrative, die Europa als digital handlungsfähigen Raum denken, für eine Ökonomie, die Software nicht nur benutzt, sondern entwickelt – und für ein Bildungssystem, das Zukunft nicht als Ausnahme, sondern als Standard versteht.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/christophbornschein" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christoph Bornschein</a>, Mitgründer und Chairman von <a href="https://tlgg.de/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">TLGG</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Zukunft zum Versprechen werden soll, braucht sie eine Geschichte, die Hoffnung macht – nicht eine, die Angst schürt. Christoph Bornschein trifft in seinem Gespräch mit Michael einen Nerv: Statt Technologie als Bedrohung zu inszenieren, wäre es an der Zeit, ihre Gestaltungskraft zu entdecken. Doch eine Gesellschaft, in der 51 Prozent der Erwerbstätigen weniger als basale digitale Fähigkeiten besitzen, bleibt im Modus der Nutzung – statt selbst zu gestalten.</p><p>Der Diskurs ist elitär, weil der Zugang fehlt. Und wo Bildung fehlt, übernehmen Beruhigungsnarrative: Der Passat wird ewig gebaut, der Wandel wird sanft sein. Christoph spricht von der Notwendigkeit, das „Pflaster abzuziehen“. Gesellschaftliche Ehrlichkeit statt falscher Rücksichten – auch wenn das bedeutet, sich von liebgewonnenen Selbstbildern zu trennen.</p><p>Er schlägt vor, sich von der Verklärung der Vergangenheit aktiv zu verabschieden. Vergessen – nicht als Defizit, sondern als bewusster, produktiver Akt: Nur wer loslässt, kann gestalten. In der Idee eines „gesellschaftlichen Vergessensprozesses“ liegt die radikalste These dieser Episode. Und vielleicht auch die hoffnungsvollste. Denn erst wenn wir akzeptieren, dass die bisherigen Muster ihre Wirksamkeit verloren haben, entsteht Raum für Neues: für Narrative, die Europa als digital handlungsfähigen Raum denken, für eine Ökonomie, die Software nicht nur benutzt, sondern entwickelt – und für ein Bildungssystem, das Zukunft nicht als Ausnahme, sondern als Standard versteht.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/christophbornschein" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christoph Bornschein</a>, Mitgründer und Chairman von <a href="https://tlgg.de/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">TLGG</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">31431cc3-100c-4ed3-8af4-76fb747a4c87</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/4318b4dd-a9f1-485e-b802-d229761b184b/TYF_uVw_NhGQIz5bgGi8UgND.jpg"/><pubDate>Thu, 12 Jun 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/31431cc3-100c-4ed3-8af4-76fb747a4c87.mp3" length="70338270" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:38</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>263</itunes:episode><podcast:episode>263</podcast:episode></item><item><title>#262 Lars Börger – Pfand auf Kohlenstoff</title><itunes:title>#262 Lars Börger – Pfand auf Kohlenstoff</itunes:title><description><![CDATA[<p>Der Turnschuh ist ein Stück verdichteter Industriegeschichte, unserer Fähigkeit, unterirdische Wälder zu roden, den Kohlenstoff zu ernten und ihn in Produkte aller Arten umzuwandeln. Fossiles Denken und Handeln.</p><p>Dass dieses Denken an seine Grenzen gekommen ist, darüber müssen wir nun wirklich nicht mehr sprechen. Wie wir die fossilen Denkmuster verlassen, darüber schon eher. Lars Börger, CEO des nova-Instituts, sagt: Nicht der Kohlenstoff ist das Problem, sondern seine Quelle. Wir müssen nicht weniger Kohlenstoff nutzen, sondern ihn intelligenter herleiten. Die Zukunft der chemischen Industrie wird entsprechend nicht dekarbonisiert, sondern rekohlenstofft – aus neuen, erneuerbaren Quellen.</p><p>Drei Wege öffnen sich dafür: Recycling bestehender Materialien, das Abscheiden und Nutzen von CO₂ aus der Atmosphäre und die Nutzung pflanzlicher Biomasse. Jede dieser Quellen hat ihr eigenes technologisches Potenzial und ihre ökologischen wie ökonomischen Logiken. Um das zu befördern, sollten wir eine Art Pfand auf Kohlenstoff einführen: Ein Anreizsystem, das Kohlenstoff nicht als Müll, sondern als wiederverwertbaren Wertstoff versteht – ein Umlaufvermögen in einer Kreislaufwirtschaft.</p><p>Lars sagt: Der Weg aus der fossilen Abhängigkeit führt eben nicht durch das Tal des Verzichts, sondern durch intelligente Transformation.&nbsp;Es ist ein Paradigmenwechsel: weg vom linearen „Take-Make-Dispose“-Denken, hin zu zirkulären Geschäftsmodellen und industrieller Kollaboration. Lars denkt Chemie nicht mehr als Branche, sondern als Infrastruktur unseres Lebens. Seine Vision: ein vollständiger Umbau der Wertschöpfungsketten – realisierbar bis 2050, mit bereits existierender Technologie. Es mangelt nicht an Wissen, sondern an politischem Willen. Was wie eine ökologische Notwendigkeit daherkommt, entpuppt sich als ökonomische Chance. Ein massives Zukunftsprogramm, das längst bereitliegt – wenn wir den Mut zum Umbau aufbringen.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/larsboerger" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Lars Börger</a>, CEO des <a href="https://www.nova-institut.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nova-Instituts</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Turnschuh ist ein Stück verdichteter Industriegeschichte, unserer Fähigkeit, unterirdische Wälder zu roden, den Kohlenstoff zu ernten und ihn in Produkte aller Arten umzuwandeln. Fossiles Denken und Handeln.</p><p>Dass dieses Denken an seine Grenzen gekommen ist, darüber müssen wir nun wirklich nicht mehr sprechen. Wie wir die fossilen Denkmuster verlassen, darüber schon eher. Lars Börger, CEO des nova-Instituts, sagt: Nicht der Kohlenstoff ist das Problem, sondern seine Quelle. Wir müssen nicht weniger Kohlenstoff nutzen, sondern ihn intelligenter herleiten. Die Zukunft der chemischen Industrie wird entsprechend nicht dekarbonisiert, sondern rekohlenstofft – aus neuen, erneuerbaren Quellen.</p><p>Drei Wege öffnen sich dafür: Recycling bestehender Materialien, das Abscheiden und Nutzen von CO₂ aus der Atmosphäre und die Nutzung pflanzlicher Biomasse. Jede dieser Quellen hat ihr eigenes technologisches Potenzial und ihre ökologischen wie ökonomischen Logiken. Um das zu befördern, sollten wir eine Art Pfand auf Kohlenstoff einführen: Ein Anreizsystem, das Kohlenstoff nicht als Müll, sondern als wiederverwertbaren Wertstoff versteht – ein Umlaufvermögen in einer Kreislaufwirtschaft.</p><p>Lars sagt: Der Weg aus der fossilen Abhängigkeit führt eben nicht durch das Tal des Verzichts, sondern durch intelligente Transformation.&nbsp;Es ist ein Paradigmenwechsel: weg vom linearen „Take-Make-Dispose“-Denken, hin zu zirkulären Geschäftsmodellen und industrieller Kollaboration. Lars denkt Chemie nicht mehr als Branche, sondern als Infrastruktur unseres Lebens. Seine Vision: ein vollständiger Umbau der Wertschöpfungsketten – realisierbar bis 2050, mit bereits existierender Technologie. Es mangelt nicht an Wissen, sondern an politischem Willen. Was wie eine ökologische Notwendigkeit daherkommt, entpuppt sich als ökonomische Chance. Ein massives Zukunftsprogramm, das längst bereitliegt – wenn wir den Mut zum Umbau aufbringen.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/larsboerger" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Lars Börger</a>, CEO des <a href="https://www.nova-institut.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nova-Instituts</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">d546d7fd-5cef-4274-b0bb-619f41561057</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/81f7e51d-4c78-4aef-8e50-e884c4332b86/xCsQbh-aL-t2IH9R4IZknly0.jpg"/><pubDate>Thu, 05 Jun 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/d546d7fd-5cef-4274-b0bb-619f41561057.mp3" length="99584547" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>51:52</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>262</itunes:episode><podcast:episode>262</podcast:episode></item><item><title>#261 Jochen Schwill – Mehr Intelligenz statt neuer Kraftwerke</title><itunes:title>#261 Jochen Schwill – Mehr Intelligenz statt neuer Kraftwerke</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wenn Jochen Schwill von neun Gigawatt Batterie-Kapazität in deutschen Kellern spricht – das entspricht neun Großkraftwerken – wird schlagartig klar, dass die Energiewende kein infrastrukturelles Manko, sondern ein Vernetzungsproblem hat. Die Zukunft der Energieversorgung liegt nicht im Bau weiterer Kraftwerke, sondern in der Integration dezentraler Ressourcen: Elektroautos, Wärmepumpen, Heimspeicher. Sie sind nicht das Problem, sondern die Lösung – wenn man sie richtig orchestriert.</p><p>Dabei ist nicht einmal Technologie das Hindernis. Flexibilität und Resilienz im Stromsystem sind heute machbar – technisch längst gelöst, wirtschaftlich durch marktfähige Preise von Photovoltaik und Speichern untermauert. Was fehlt, ist der kluge regulatorische Rahmen, der diese Flexibilität zugänglich macht, und die Bereitschaft, sie konsequent zu nutzen. Es geht nicht mehr um das „Ob“, sondern um das „Wie klug und wie schnell“.</p><p>Jochens Vision von SpotMyEnergy als „größter virtueller Batterie Deutschlands“ ist daher mehr als ein Geschäftsmodell. Es ist ein Paradigmenwechsel: weg vom Großkraftwerk, hin zum Schwarm intelligenter Verbraucher. In dieser Stromzukunft ist das Licht nicht mehr einfach an oder aus – es ist vernetzt. Und jedes Einfamilienhaus kann Teil des Netzes sein, nicht als passiver Konsument, sondern als aktiver Spieler in einem System, das von unten wächst. Ohne Ideologie, einfach weil es funktioniert.</p><p>Hier geht es zur erwähnten Folge <a href="https://player.captivate.fm/episode/59290766-7835-49ee-bed9-f774efface71/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Maximilian Fichtner: Innovation Batterie – Der Akku treibt die Energiewende"</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/jochen-schwill-09291212a" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jochen Schwill</a>, Gründer und Geschäftsführer von <a href="https://spotmyenergy.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SpotMyEnergy</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Jochen Schwill von neun Gigawatt Batterie-Kapazität in deutschen Kellern spricht – das entspricht neun Großkraftwerken – wird schlagartig klar, dass die Energiewende kein infrastrukturelles Manko, sondern ein Vernetzungsproblem hat. Die Zukunft der Energieversorgung liegt nicht im Bau weiterer Kraftwerke, sondern in der Integration dezentraler Ressourcen: Elektroautos, Wärmepumpen, Heimspeicher. Sie sind nicht das Problem, sondern die Lösung – wenn man sie richtig orchestriert.</p><p>Dabei ist nicht einmal Technologie das Hindernis. Flexibilität und Resilienz im Stromsystem sind heute machbar – technisch längst gelöst, wirtschaftlich durch marktfähige Preise von Photovoltaik und Speichern untermauert. Was fehlt, ist der kluge regulatorische Rahmen, der diese Flexibilität zugänglich macht, und die Bereitschaft, sie konsequent zu nutzen. Es geht nicht mehr um das „Ob“, sondern um das „Wie klug und wie schnell“.</p><p>Jochens Vision von SpotMyEnergy als „größter virtueller Batterie Deutschlands“ ist daher mehr als ein Geschäftsmodell. Es ist ein Paradigmenwechsel: weg vom Großkraftwerk, hin zum Schwarm intelligenter Verbraucher. In dieser Stromzukunft ist das Licht nicht mehr einfach an oder aus – es ist vernetzt. Und jedes Einfamilienhaus kann Teil des Netzes sein, nicht als passiver Konsument, sondern als aktiver Spieler in einem System, das von unten wächst. Ohne Ideologie, einfach weil es funktioniert.</p><p>Hier geht es zur erwähnten Folge <a href="https://player.captivate.fm/episode/59290766-7835-49ee-bed9-f774efface71/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Maximilian Fichtner: Innovation Batterie – Der Akku treibt die Energiewende"</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/jochen-schwill-09291212a" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jochen Schwill</a>, Gründer und Geschäftsführer von <a href="https://spotmyenergy.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SpotMyEnergy</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">be995396-4c03-4486-887b-ea8b6caaa08a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/590460b3-b7f6-4a05-9ebe-a6ee122bff6b/Byy08jfL_Zwv0O7jpt6qhK20.jpg"/><pubDate>Thu, 29 May 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/be995396-4c03-4486-887b-ea8b6caaa08a.mp3" length="78089742" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:40</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>261</itunes:episode><podcast:episode>261</podcast:episode></item><item><title>#260 Matthias Stürmer – Digitale Souveränität hängt am Wollen</title><itunes:title>#260 Matthias Stürmer – Digitale Souveränität hängt am Wollen</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein Zeitalter der digitalen Souveränität kündigt sich nicht mit Pauken und Trompeten an – sondern mit schleichender Irritation. Matthias Stürmer nennt es den Moment, in dem selbst die eigene Mutter versteht, woran man arbeitet. Die Sorge um digitale Selbstbestimmung ist vom Nischeninteresse zur politischen und ökonomischen Schlüsselfrage geworden. Das Überraschende dabei: Nicht ein spektakulärer Technologiesprung, sondern die politischen Risiken der Gegenwart – eine erratische US-Regierung, exzessive Lizenzgebühren, plötzliche Abhängigkeiten – lassen das Thema plötzlich akut erscheinen.</p><p>Matthias' stärkstes Argument ist kein ideologisches, sondern ein betriebswirtschaftliches. Die digitale Abhängigkeit sei wie tägliches Taxifahren zur Arbeit: teuer, bequem, aber unsinnig, wenn man dauerhaft unterwegs ist. Europäische Alternativen existieren längst, auch wenn sie nicht mit denselben gigantischen Service-Katalogen glänzen. Der Mythos, nur US-Konzerne könnten Cloud und KI wirklich beherrschen, fällt spätestens dann, wenn man sieht, dass ihre Technologien ohnehin auf Open-Source-Grundlagen basieren.</p><p>Die entscheidende Einsicht liegt in der Analogie zur Energiewende: Digitale Infrastruktur ist öffentliche Infrastruktur. Wer Wertschöpfung, Sicherheit und Innovationsfähigkeit lokal erhalten will, muss digitale Dienste als Gemeingut denken – nicht als bequemes Abo-Modell aus Übersee. Und wie bei jeder echten Transformation braucht es politische Weichenstellungen, persönliche Haltung und ein bisschen, ja: Zweckoptimismus.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://ch.linkedin.com/in/matthiasstuermer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias Stürmer</a>, Professor für Digitale Nachhaltigkeit an der <a href="https://www.bfh.ch/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Berner Fachhochschule</a> und der <a href="https://www.unibe.ch" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Berner Universität</a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Zeitalter der digitalen Souveränität kündigt sich nicht mit Pauken und Trompeten an – sondern mit schleichender Irritation. Matthias Stürmer nennt es den Moment, in dem selbst die eigene Mutter versteht, woran man arbeitet. Die Sorge um digitale Selbstbestimmung ist vom Nischeninteresse zur politischen und ökonomischen Schlüsselfrage geworden. Das Überraschende dabei: Nicht ein spektakulärer Technologiesprung, sondern die politischen Risiken der Gegenwart – eine erratische US-Regierung, exzessive Lizenzgebühren, plötzliche Abhängigkeiten – lassen das Thema plötzlich akut erscheinen.</p><p>Matthias' stärkstes Argument ist kein ideologisches, sondern ein betriebswirtschaftliches. Die digitale Abhängigkeit sei wie tägliches Taxifahren zur Arbeit: teuer, bequem, aber unsinnig, wenn man dauerhaft unterwegs ist. Europäische Alternativen existieren längst, auch wenn sie nicht mit denselben gigantischen Service-Katalogen glänzen. Der Mythos, nur US-Konzerne könnten Cloud und KI wirklich beherrschen, fällt spätestens dann, wenn man sieht, dass ihre Technologien ohnehin auf Open-Source-Grundlagen basieren.</p><p>Die entscheidende Einsicht liegt in der Analogie zur Energiewende: Digitale Infrastruktur ist öffentliche Infrastruktur. Wer Wertschöpfung, Sicherheit und Innovationsfähigkeit lokal erhalten will, muss digitale Dienste als Gemeingut denken – nicht als bequemes Abo-Modell aus Übersee. Und wie bei jeder echten Transformation braucht es politische Weichenstellungen, persönliche Haltung und ein bisschen, ja: Zweckoptimismus.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://ch.linkedin.com/in/matthiasstuermer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias Stürmer</a>, Professor für Digitale Nachhaltigkeit an der <a href="https://www.bfh.ch/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Berner Fachhochschule</a> und der <a href="https://www.unibe.ch" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Berner Universität</a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">0625882d-b8ba-49dd-a9cf-317552cbe7a3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b66ac7f1-f2c6-4c96-913a-b370ff03fc61/kwEdmXzo2ddAbIr1fl51wFqz.jpg"/><pubDate>Thu, 22 May 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/0625882d-b8ba-49dd-a9cf-317552cbe7a3.mp3" length="84224547" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:52</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>260</itunes:episode><podcast:episode>260</podcast:episode></item><item><title>#259 Dominik Campanella – Die Klimakrise entscheidet sich auf der Baustelle</title><itunes:title>#259 Dominik Campanella – Die Klimakrise entscheidet sich auf der Baustelle</itunes:title><description><![CDATA[<p>Der nachhaltigste Ziegel ist der, der bereits verbaut wurde. Diese Erkenntnis steht im Zentrum eines neuen Denkens über Architektur und Bauwirtschaft. Dominik Campanella, Mitgründer von Concular, macht sich für eine radikale Revision unserer Vorstellungen vom Bauen stark – nicht aus architektonischer Tradition heraus, sondern mit dem pragmatischen Blick eines Informatikers: Warum etwas wegwerfen, das noch funktioniert?</p><p>Das Fundament seiner Arbeit ist nicht Innovation um der Innovation willen, sondern das gezielte Einfügen in eine Branche, die vor allem eines ist: risikoavers. Statt neue Regeln zu diktieren, entwickelt Concular DIN-Normen, die von innen heraus Wandel ermöglichen – ein Meisterstück strategischer Subversion. Dominik ist kein Zerstörer des Status quo, sondern ein Architekt seines Umbaus.</p><p>Hinter dem scheinbar spröden Begriff "Urban Mining" steckt eine fast poetische Idee: Gebäude als Materialbanken mit Geschichte. Backsteine, Leuchten, Aluminiumfassaden – sie alle bekommen ein zweites, drittes, viertes Leben. Concular schafft nicht nur Märkte, sondern Narrative, die aus gebrauchten Materialien wertvolle Stoffe der Zukunft machen.</p><p>Der größte Hebel? Bestandserhalt. Ein saniertes Gebäude kann den CO₂-Fußabdruck von zwei Neubauten einsparen. Damit wird die Abrissbirne zur Klimasünde und die Patina alter Ziegel zur neuen Eleganz. Was früher als Altlast galt, wird heute zur Ressource – wenn man nur den Mut hat, es anders zu denken.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/dominikcampanella" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dominik Campanella</a>, Mitgründer von <a href="https://concular.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Concular</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der nachhaltigste Ziegel ist der, der bereits verbaut wurde. Diese Erkenntnis steht im Zentrum eines neuen Denkens über Architektur und Bauwirtschaft. Dominik Campanella, Mitgründer von Concular, macht sich für eine radikale Revision unserer Vorstellungen vom Bauen stark – nicht aus architektonischer Tradition heraus, sondern mit dem pragmatischen Blick eines Informatikers: Warum etwas wegwerfen, das noch funktioniert?</p><p>Das Fundament seiner Arbeit ist nicht Innovation um der Innovation willen, sondern das gezielte Einfügen in eine Branche, die vor allem eines ist: risikoavers. Statt neue Regeln zu diktieren, entwickelt Concular DIN-Normen, die von innen heraus Wandel ermöglichen – ein Meisterstück strategischer Subversion. Dominik ist kein Zerstörer des Status quo, sondern ein Architekt seines Umbaus.</p><p>Hinter dem scheinbar spröden Begriff "Urban Mining" steckt eine fast poetische Idee: Gebäude als Materialbanken mit Geschichte. Backsteine, Leuchten, Aluminiumfassaden – sie alle bekommen ein zweites, drittes, viertes Leben. Concular schafft nicht nur Märkte, sondern Narrative, die aus gebrauchten Materialien wertvolle Stoffe der Zukunft machen.</p><p>Der größte Hebel? Bestandserhalt. Ein saniertes Gebäude kann den CO₂-Fußabdruck von zwei Neubauten einsparen. Damit wird die Abrissbirne zur Klimasünde und die Patina alter Ziegel zur neuen Eleganz. Was früher als Altlast galt, wird heute zur Ressource – wenn man nur den Mut hat, es anders zu denken.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/dominikcampanella" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dominik Campanella</a>, Mitgründer von <a href="https://concular.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Concular</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">b9f1056d-651a-4da3-a3fb-4d29aba11d08</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/213369e8-7086-4a9d-b9f3-a4c033a4f074/jozSvtBnpjjx1oRp06tJIN8h.jpg"/><pubDate>Thu, 15 May 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/b9f1056d-651a-4da3-a3fb-4d29aba11d08.mp3" length="74761114" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:56</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>259</itunes:episode><podcast:episode>259</podcast:episode></item><item><title>#258 Thomas Brück – Zukunft der Biotechnologie: Algen als Motor der Transformation</title><itunes:title>#258 Thomas Brück – Zukunft der Biotechnologie: Algen als Motor der Transformation</itunes:title><description><![CDATA[<p>Was, wenn der Landwirt der Zukunft kein Ackerfeld mehr braucht, sondern Algencontainer? Thomas Brück, Biotechnologe an der TU München, denkt Landwirtschaft radikal neu – und zwar mit Algen. Diese Mikroorganismen werden bei ihm nicht bloß in der Petrischale kultiviert, sondern als biotechnologische Alleskönner ernst genommen. Ob Hühnereiweiß, Kakaobutter oder sogar synthetisches Kerosin – Algen können zur Grundlage einer CO₂-neutralen Produktion werden, quer durch alle Branchen. Thomas spricht nicht von grünen Träumereien, sondern von funktionierenden Stoffkreisläufen, von Hightech-Natur in industriellem Maßstab.</p><p>Die Brillanz seiner Vision liegt im Perspektivwechsel: Die Klimakrise wird nicht mehr bloß als Umweltproblem verstanden, sondern als Zivilisationsfrage. Der Begriff „Klimaschutz“ greift zu kurz – es geht darum, die Grundlagen unserer eigenen Existenz zu sichern. Und dazu braucht es mehr als Forschung als Alibi. Es braucht entschlossene Anwendungen, neue Wirtschaftsweisen und einen mentalen Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Neugier und industrieller Praxis.</p><p>Thomas zeigt: Biotechnologie ist kein abstrakter Hoffnungsträger, sondern ein konkreter Hebel, der CO₂ in Wertstoffe verwandelt. Das ist kein ferner Zukunftsroman – die Revolution gärt bereits im Algentank. Wer sehen will, wie sie aussieht, muss nur einmal in ein Labor der TU München schauen. Und wer wissen will, wann sie kommt – Thomas sagt: in zehn Jahren. Wer klug ist, schaut schon heute genau hin.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://www.ch.nat.tum.de/wssb/team/prof-dr-thomas-brueck/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Brück</a>, Leiter des <a href="https://www.ch.nat.tum.de/wssb/startseite/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Werner-Siemens-Lehrstuhls für Synthetische Biotechnologie an der Technischen Universität München</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Was, wenn der Landwirt der Zukunft kein Ackerfeld mehr braucht, sondern Algencontainer? Thomas Brück, Biotechnologe an der TU München, denkt Landwirtschaft radikal neu – und zwar mit Algen. Diese Mikroorganismen werden bei ihm nicht bloß in der Petrischale kultiviert, sondern als biotechnologische Alleskönner ernst genommen. Ob Hühnereiweiß, Kakaobutter oder sogar synthetisches Kerosin – Algen können zur Grundlage einer CO₂-neutralen Produktion werden, quer durch alle Branchen. Thomas spricht nicht von grünen Träumereien, sondern von funktionierenden Stoffkreisläufen, von Hightech-Natur in industriellem Maßstab.</p><p>Die Brillanz seiner Vision liegt im Perspektivwechsel: Die Klimakrise wird nicht mehr bloß als Umweltproblem verstanden, sondern als Zivilisationsfrage. Der Begriff „Klimaschutz“ greift zu kurz – es geht darum, die Grundlagen unserer eigenen Existenz zu sichern. Und dazu braucht es mehr als Forschung als Alibi. Es braucht entschlossene Anwendungen, neue Wirtschaftsweisen und einen mentalen Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Neugier und industrieller Praxis.</p><p>Thomas zeigt: Biotechnologie ist kein abstrakter Hoffnungsträger, sondern ein konkreter Hebel, der CO₂ in Wertstoffe verwandelt. Das ist kein ferner Zukunftsroman – die Revolution gärt bereits im Algentank. Wer sehen will, wie sie aussieht, muss nur einmal in ein Labor der TU München schauen. Und wer wissen will, wann sie kommt – Thomas sagt: in zehn Jahren. Wer klug ist, schaut schon heute genau hin.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://www.ch.nat.tum.de/wssb/team/prof-dr-thomas-brueck/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Brück</a>, Leiter des <a href="https://www.ch.nat.tum.de/wssb/startseite/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Werner-Siemens-Lehrstuhls für Synthetische Biotechnologie an der Technischen Universität München</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c603d6a4-7c77-48ba-b31a-0e1b8121fe30</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e7089645-0aab-4e95-b1b4-9397e0a8ee58/BWudSSNX97DYF-euDdRJc9FO.jpg"/><pubDate>Thu, 08 May 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/c603d6a4-7c77-48ba-b31a-0e1b8121fe30.mp3" length="80039939" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>258</itunes:episode><podcast:episode>258</podcast:episode></item><item><title>#257 Konstantin Kalheber – AI first!</title><itunes:title>#257 Konstantin Kalheber – AI first!</itunes:title><description><![CDATA[<p>Intelligenz wird zur Massenware. Was wie eine Provokation klingt, beschreibt Konstantin Kalheber mit analytischer Präzision: Künstliche Intelligenz transformiert nicht nur Technologien, sondern unsere Vorstellung davon, was überhaupt wertvolle Arbeit ist. Wenn selbst strategische Leistungen zunehmend automatisiert werden können, wird der Unterschied zwischen “können” und “anwenden” zur Schicksalsfrage für Unternehmen – besonders im Mittelstand.</p><p>Dabei liegt die wahre Revolution nicht in der Erfindung spektakulärer Tools, sondern im alltäglichen Wandel: Routinefragen stellen wie „Kann KI das übernehmen?“ und iterative Gewohnheiten aufbauen, anstatt auf die große Eingebung zu warten. Wer auf Stabilität hofft, muss sich mit Wandel anfreunden. Denn in einer Zeit, in der Software- und KI-Innovationen exponentiell wachsen, ist die einzige Konstante: das Verlernen und Neulernen.</p><p>Konstantin beschreibt diesen Wandel nicht als eine technische Herausforderung, sondern als kulturelle. Der Wettbewerbsvorteil liegt künftig nicht in Wissen oder Kapital, sondern in Kooperationsfähigkeit und Lernbereitschaft. Im Maschinenraum der Wirtschaft – dem Mittelstand – wird gerade entschieden, ob wir KI gestalten oder von ihr gestaltet werden. Es ist ein Aufruf, sich die Hände schmutzig zu machen, nicht perfekt zu starten, sondern überhaupt. Nicht die Angst vor der Veränderung ist gefährlich, sondern das Abwarten.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/konstantin-kalheber" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Konstantin Kalheber</a>, Unternehmer und Experte für praxisnahe KI-Anwendungen im Mittelstand</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Intelligenz wird zur Massenware. Was wie eine Provokation klingt, beschreibt Konstantin Kalheber mit analytischer Präzision: Künstliche Intelligenz transformiert nicht nur Technologien, sondern unsere Vorstellung davon, was überhaupt wertvolle Arbeit ist. Wenn selbst strategische Leistungen zunehmend automatisiert werden können, wird der Unterschied zwischen “können” und “anwenden” zur Schicksalsfrage für Unternehmen – besonders im Mittelstand.</p><p>Dabei liegt die wahre Revolution nicht in der Erfindung spektakulärer Tools, sondern im alltäglichen Wandel: Routinefragen stellen wie „Kann KI das übernehmen?“ und iterative Gewohnheiten aufbauen, anstatt auf die große Eingebung zu warten. Wer auf Stabilität hofft, muss sich mit Wandel anfreunden. Denn in einer Zeit, in der Software- und KI-Innovationen exponentiell wachsen, ist die einzige Konstante: das Verlernen und Neulernen.</p><p>Konstantin beschreibt diesen Wandel nicht als eine technische Herausforderung, sondern als kulturelle. Der Wettbewerbsvorteil liegt künftig nicht in Wissen oder Kapital, sondern in Kooperationsfähigkeit und Lernbereitschaft. Im Maschinenraum der Wirtschaft – dem Mittelstand – wird gerade entschieden, ob wir KI gestalten oder von ihr gestaltet werden. Es ist ein Aufruf, sich die Hände schmutzig zu machen, nicht perfekt zu starten, sondern überhaupt. Nicht die Angst vor der Veränderung ist gefährlich, sondern das Abwarten.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/konstantin-kalheber" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Konstantin Kalheber</a>, Unternehmer und Experte für praxisnahe KI-Anwendungen im Mittelstand</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">72f34058-004d-40b1-b80b-5995aeebe00b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1dab5bd8-bc01-4689-beae-5bc063c59ec4/qNgCn5rapklnaOYgk7ML6TzP.jpg"/><pubDate>Thu, 01 May 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/e16966c9-eb15-44a1-b5b7-a119c6e916a4/Folge-257-Kalheber.mp3" length="77519645" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:22</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>257</itunes:episode><podcast:episode>257</podcast:episode></item><item><title>#256 Timo Daum – Wem gehört eigentlich die KI?</title><itunes:title>#256 Timo Daum – Wem gehört eigentlich die KI?</itunes:title><description><![CDATA[<p>Timo Daum bringt einen gedanklichen Präzisionsschlag ins Spiel: Künstliche Intelligenz ist keine neutrale Zukunftstechnologie, sondern ein Vehikel kapitalistischer Verwertungslogik. Wer über KI spricht, darf nicht bei ethischen Extremszenarien verweilen, sondern muss sich mit den Machtverhältnissen ihrer Entwicklung auseinandersetzen. Google, Meta, Baidu – sie bestimmen, was möglich ist, weil sie über Daten, Kapital und globale Infrastrukturen verfügen. Europa hingegen erscheint als digitaler Kolonialraum: techniknutzend, aber nicht technikprägend.</p><p>Der Vergleich zur chemischen oder automobilen Basistechnologie ist treffend. KI wird unser wirtschaftliches und gesellschaftliches Rückgrat formen – aber wer bestimmt die Richtung dieser Wirbelsäule? Daum plädiert nicht für kulturpessimistisches Lamentieren, sondern für einen aufgeklärten industriepolitischen Impuls: Europa soll gestalten, nicht nur reagieren. Ein europäischer „Digital-Airbus“, gemeinsam getragen, regulatorisch eingebettet und gesellschaftlich ausgerichtet, wäre mehr als Symbolpolitik – er wäre eine Notwendigkeit.</p><p>Und doch schwingt auch eine Bewunderung für die entfesselten Produktivkräfte mit – ganz im Sinne von Karl Marx. Die Dynamik, mit der Technologien wie ChatGPT global durchstarten, ist faszinierend. Millionen Menschen testen, trainieren, treiben voran. Die Frage ist nur: Wer profitiert? Wenn wir keine Entscheidung treffen, werden andere sie für uns treffen – im Silicon Valley oder in Shenzhen. Es geht um Selbstermächtigung im digitalen Zeitalter.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><strong>﻿</strong><a href="https://de.linkedin.com/in/timo-daum-0478a41b6" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Timo Daum</a>, Autor und Gastwissenschaftler am <a href="https://www.wzb.eu/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wissenschaftszentrum Berlin</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Timo Daum bringt einen gedanklichen Präzisionsschlag ins Spiel: Künstliche Intelligenz ist keine neutrale Zukunftstechnologie, sondern ein Vehikel kapitalistischer Verwertungslogik. Wer über KI spricht, darf nicht bei ethischen Extremszenarien verweilen, sondern muss sich mit den Machtverhältnissen ihrer Entwicklung auseinandersetzen. Google, Meta, Baidu – sie bestimmen, was möglich ist, weil sie über Daten, Kapital und globale Infrastrukturen verfügen. Europa hingegen erscheint als digitaler Kolonialraum: techniknutzend, aber nicht technikprägend.</p><p>Der Vergleich zur chemischen oder automobilen Basistechnologie ist treffend. KI wird unser wirtschaftliches und gesellschaftliches Rückgrat formen – aber wer bestimmt die Richtung dieser Wirbelsäule? Daum plädiert nicht für kulturpessimistisches Lamentieren, sondern für einen aufgeklärten industriepolitischen Impuls: Europa soll gestalten, nicht nur reagieren. Ein europäischer „Digital-Airbus“, gemeinsam getragen, regulatorisch eingebettet und gesellschaftlich ausgerichtet, wäre mehr als Symbolpolitik – er wäre eine Notwendigkeit.</p><p>Und doch schwingt auch eine Bewunderung für die entfesselten Produktivkräfte mit – ganz im Sinne von Karl Marx. Die Dynamik, mit der Technologien wie ChatGPT global durchstarten, ist faszinierend. Millionen Menschen testen, trainieren, treiben voran. Die Frage ist nur: Wer profitiert? Wenn wir keine Entscheidung treffen, werden andere sie für uns treffen – im Silicon Valley oder in Shenzhen. Es geht um Selbstermächtigung im digitalen Zeitalter.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><strong>﻿</strong><a href="https://de.linkedin.com/in/timo-daum-0478a41b6" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Timo Daum</a>, Autor und Gastwissenschaftler am <a href="https://www.wzb.eu/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wissenschaftszentrum Berlin</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">20c78ad0-4cdf-4d27-af4f-c90a73510e4e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/93ff45ba-8e30-46fd-956e-a607dc62235d/pvcwccUvRijhxGfz_zk1oH0h.jpg"/><pubDate>Thu, 24 Apr 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/95891160-11b0-4bd1-aafa-663c68858596/Folge-256-Daum.mp3" length="76853418" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:02</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>256</itunes:episode><podcast:episode>256</podcast:episode></item><item><title>#255 Franz-Alois Fischer – Grundgesetz Ultra: Krieg in Europa?</title><itunes:title>#255 Franz-Alois Fischer – Grundgesetz Ultra: Krieg in Europa?</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die Idee, das Grundgesetz wie ein Fan im Stadion zu verteidigen, mag zunächst absurd klingen – bis Franz-Alois Fischer, Jurist und Philosoph, sie mit solcher Klarheit entfaltet, dass man gar nicht anders kann, als ihm zu folgen. „Grundgesetz-Ultra“ nennt er sich, und meint das ernst: kompromisslose Loyalität zur Verfassung, nicht als Dogma, sondern als Haltung. Was bei Fußballvereinen selbstverständlich ist, soll auch für die Demokratie gelten – denn sie ist kein Selbstläufer, sondern ein zerbrechliches Gut.</p><p>Fischer legt den Finger in eine offene Wunde unserer Zeit: Wir haben uns an die Demokratie gewöhnt wie an Zentralheizung und WLAN – und vergessen, dass sie verteidigt werden muss. Seine düsteren Zukunftsbilder sind keine Schwarzmalerei, sondern Denkübungen in Realismus. Wenn Europa zerbricht, wenn rechte Nationalisten sich international verbrüdern und dann gegeneinander aufrüsten – dann ist der Abgrund nicht mehr weit entfernt.</p><p>Und doch: Das Gespräch bleibt nicht in der Dystopie stehen. Es schlägt einen kühnen Gegenentwurf vor. Eine reformierte EU, entschlackt, handlungsfähig, ein globaler Magnet für Demokratien – Kanada inklusive. Die Lehre aus Fischers Gedanken: Die Seele der deutschen Demokratie ist europäisch. Wer sie schützen will, muss größer denken als bis zur nächsten Bundestagswahl. Es braucht Leidenschaft für Paragrafen – und Banner für die Menschenwürde.</p><p>Mehr Informationen zu Franz-Alois' aktuellem Buch "Sturm auf die Demokratie", sind hier abrufbar: <a href="https://www.heel-verlag.de/sturm+auf+die+demokratie.htm" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.heel-verlag.de/sturm+auf+die+demokratie.htm</a></p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/prof-dr-franz-alois-fischer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Franz-Alois Fischer</a>, Jurist, Professor an der <a href="https://www.fom.de/de/Hochschulzentrum/muenchen.html?locations=12966%2C55594" rel="noopener noreferrer" target="_blank">FOM Hochschule für Ökonomie in München</a> und Lehrbeauftragter an der <a href="https://www.lmu.de/de/index.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ludwig-Maximilians-Universität München</a>, Philosoph und Demokratie-Influencer.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Idee, das Grundgesetz wie ein Fan im Stadion zu verteidigen, mag zunächst absurd klingen – bis Franz-Alois Fischer, Jurist und Philosoph, sie mit solcher Klarheit entfaltet, dass man gar nicht anders kann, als ihm zu folgen. „Grundgesetz-Ultra“ nennt er sich, und meint das ernst: kompromisslose Loyalität zur Verfassung, nicht als Dogma, sondern als Haltung. Was bei Fußballvereinen selbstverständlich ist, soll auch für die Demokratie gelten – denn sie ist kein Selbstläufer, sondern ein zerbrechliches Gut.</p><p>Fischer legt den Finger in eine offene Wunde unserer Zeit: Wir haben uns an die Demokratie gewöhnt wie an Zentralheizung und WLAN – und vergessen, dass sie verteidigt werden muss. Seine düsteren Zukunftsbilder sind keine Schwarzmalerei, sondern Denkübungen in Realismus. Wenn Europa zerbricht, wenn rechte Nationalisten sich international verbrüdern und dann gegeneinander aufrüsten – dann ist der Abgrund nicht mehr weit entfernt.</p><p>Und doch: Das Gespräch bleibt nicht in der Dystopie stehen. Es schlägt einen kühnen Gegenentwurf vor. Eine reformierte EU, entschlackt, handlungsfähig, ein globaler Magnet für Demokratien – Kanada inklusive. Die Lehre aus Fischers Gedanken: Die Seele der deutschen Demokratie ist europäisch. Wer sie schützen will, muss größer denken als bis zur nächsten Bundestagswahl. Es braucht Leidenschaft für Paragrafen – und Banner für die Menschenwürde.</p><p>Mehr Informationen zu Franz-Alois' aktuellem Buch "Sturm auf die Demokratie", sind hier abrufbar: <a href="https://www.heel-verlag.de/sturm+auf+die+demokratie.htm" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.heel-verlag.de/sturm+auf+die+demokratie.htm</a></p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/prof-dr-franz-alois-fischer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Franz-Alois Fischer</a>, Jurist, Professor an der <a href="https://www.fom.de/de/Hochschulzentrum/muenchen.html?locations=12966%2C55594" rel="noopener noreferrer" target="_blank">FOM Hochschule für Ökonomie in München</a> und Lehrbeauftragter an der <a href="https://www.lmu.de/de/index.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ludwig-Maximilians-Universität München</a>, Philosoph und Demokratie-Influencer.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">6188e70e-5695-44c8-a07a-7c0bc08d5e11</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/099ff94d-2698-4e58-b24d-9951e20bdec7/uRi1n6i3wjgsm7hk0qqg9TQO.jpg"/><pubDate>Thu, 17 Apr 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/1c5a09f3-cc0d-48ba-ae03-2acc7cb3092d/Folge-255-Fischer.mp3" length="92213419" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>48:02</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>255</itunes:episode><podcast:episode>255</podcast:episode></item><item><title>#254 Alexandra Perl – Als ob jeder zuhören könnte</title><itunes:title>#254 Alexandra Perl – Als ob jeder zuhören könnte</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wer führen will, muss zuerst zuhören können. Doch Zuhören ist keine bloße Technik, kein rhetorisches Manöver. Es ist ein radikaler Akt – ein Innehalten in einer Welt, die vom Senden besessen ist. Alexandra von der Balancing Business Alliance zeigt, dass echtes Zuhören mehr ist als zustimmendes Nicken oder ein geübter Blickkontakt. Es ist ein kognitiver Vorgang, der durch Verhalten sichtbar wird – und durch Haltung wirksam.</p><p>In einer Kultur, in der Reden mit Macht gleichgesetzt wird, entpuppt sich das Zuhören als stille Revolution. Wer wirklich hört, gibt dem anderen Raum zur Klärung, zur Erkenntnis, zum Wachsen. Zuhören als Machtverzicht? Vielleicht. Aber vor allem als Machtgewinn – für das Gemeinsame, das entstehen kann, wenn wir uns nicht gegenseitig übertönen, sondern aussprechen lassen.</p><p>Zuhören bedeutet, andere Realitäten anzuerkennen, das eigene Ego für einen Moment zu parken und neugierig zu sein auf das, was noch kommt. Es bedeutet, Pausen zuzulassen, nicht nur im Gespräch, sondern auch in der Bewertung. Wer fragt „Was noch?“, öffnet Türen. Wer zuhört, stiftet Resonanz.</p><p>In einer Welt aus Templates, PowerPoints und Meeting-Marathons ist echtes Zuhören subversiv. Es unterläuft Hierarchien, entwaffnet Routinen – und kann sogar Konzerne verändern. Nicht mit Checklisten, sondern mit Haltung. Nicht mit Absichtslosigkeit, aber mit Offenheit. Und vielleicht beginnt es ganz leise. Mit einer Bank auf der Straße. Und jemandem, der sagt: „Ich höre dir zu.“</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/alexandra-perl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alexandra Perl</a>, Expertin für Zuhörkultur und Gründerin von <a href="https://www.balancingbusiness.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Balancing Business</a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wer führen will, muss zuerst zuhören können. Doch Zuhören ist keine bloße Technik, kein rhetorisches Manöver. Es ist ein radikaler Akt – ein Innehalten in einer Welt, die vom Senden besessen ist. Alexandra von der Balancing Business Alliance zeigt, dass echtes Zuhören mehr ist als zustimmendes Nicken oder ein geübter Blickkontakt. Es ist ein kognitiver Vorgang, der durch Verhalten sichtbar wird – und durch Haltung wirksam.</p><p>In einer Kultur, in der Reden mit Macht gleichgesetzt wird, entpuppt sich das Zuhören als stille Revolution. Wer wirklich hört, gibt dem anderen Raum zur Klärung, zur Erkenntnis, zum Wachsen. Zuhören als Machtverzicht? Vielleicht. Aber vor allem als Machtgewinn – für das Gemeinsame, das entstehen kann, wenn wir uns nicht gegenseitig übertönen, sondern aussprechen lassen.</p><p>Zuhören bedeutet, andere Realitäten anzuerkennen, das eigene Ego für einen Moment zu parken und neugierig zu sein auf das, was noch kommt. Es bedeutet, Pausen zuzulassen, nicht nur im Gespräch, sondern auch in der Bewertung. Wer fragt „Was noch?“, öffnet Türen. Wer zuhört, stiftet Resonanz.</p><p>In einer Welt aus Templates, PowerPoints und Meeting-Marathons ist echtes Zuhören subversiv. Es unterläuft Hierarchien, entwaffnet Routinen – und kann sogar Konzerne verändern. Nicht mit Checklisten, sondern mit Haltung. Nicht mit Absichtslosigkeit, aber mit Offenheit. Und vielleicht beginnt es ganz leise. Mit einer Bank auf der Straße. Und jemandem, der sagt: „Ich höre dir zu.“</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/alexandra-perl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alexandra Perl</a>, Expertin für Zuhörkultur und Gründerin von <a href="https://www.balancingbusiness.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Balancing Business</a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">1f2cbc8f-0476-4cea-8230-fd79a21b36b1</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/94c673f1-5f38-46d7-be1b-35d9f2e1dd96/f8ck4RXPgz0WPvSjPjrYBWx9.jpg"/><pubDate>Thu, 10 Apr 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/1f2cbc8f-0476-4cea-8230-fd79a21b36b1.mp3" length="73667733" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:22</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>254</itunes:episode><podcast:episode>254</podcast:episode></item><item><title>#253 Björn Beck – Digitale Souveränität Europas</title><itunes:title>#253 Björn Beck – Digitale Souveränität Europas</itunes:title><description><![CDATA[<p>Datensouveränität ist ein Wort, das oft mit einem Achselzucken quittiert wird. Zu abstrakt, zu technisch, zu weit entfernt vom Alltag. Doch Björn Beck, Leiter des Innovationslabors der baden-württembergischen Landesregierung, entfaltet in seinem Gespräch mit Michael eine beklemmende Vision: Unsere digitale Infrastruktur gleicht einem Wolkenkratzer auf fremdem Grund. Wir mieten Rechenleistung, vertrauen auf außerhalb Europas kontrollierte Künstliche Intelligenz, speichern kritische Daten in US-amerikanischen Clouds. Und was, wenn der Eigentümer plötzlich die Miete verdoppelt oder uns die Schlüssel abnimmt?</p><p>Die Metapher vom Gas verdeutlicht es: Die Abhängigkeit von russischem Gas war sichtbar. Aber was ist mit der Abhängigkeit von nicht-europäischen Digitalstrukturen? Wenn ein außerhalb Europas ansässiger Cloud-Anbieter beschließt, seine Dienste einzustellen, könnten ganze Verwaltungen handlungsunfähig werden. Eine digitale Souveränität, die nur auf dem Papier existiert, ist keine. Und doch: Alternativen zu nutzen, erfordert Mühe, ökonomische Anreize fehlen, europäische Lösungen sind oft komplizierter. Nutzerfreundlichkeit als politisches Ziel? Ein ungewohnter Gedanke.</p><p>Die Antwort könnte in einem langfristigen Masterplan liegen. Ein europäisches Innovationsökosystem, das nicht Silicon Valley kopiert, sondern aus den eigenen Stärken heraus wächst. Statt uns in kleinteiligen Regulierungen zu verlieren, braucht es eine Strategie, die europäische Alternativen aktiv fördert. Die Zukunft der digitalen Souveränität entscheidet sich nicht am Reissbrett, sondern im Willen zu handeln.</p><p>Mehr Informationen zu Jennifer Pahlkas Buch "Recording America", das Björn erwähnt, sind hier abrufbar: <a href="https://www.recodingamerica.us/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.recodingamerica.us/</a></p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/bjoernbeckbw" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Björn Beck</a>, Leiter des <a href="https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/themen/innovationslabor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Innovationslabors der baden-württembergischen Landesregierung.</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Datensouveränität ist ein Wort, das oft mit einem Achselzucken quittiert wird. Zu abstrakt, zu technisch, zu weit entfernt vom Alltag. Doch Björn Beck, Leiter des Innovationslabors der baden-württembergischen Landesregierung, entfaltet in seinem Gespräch mit Michael eine beklemmende Vision: Unsere digitale Infrastruktur gleicht einem Wolkenkratzer auf fremdem Grund. Wir mieten Rechenleistung, vertrauen auf außerhalb Europas kontrollierte Künstliche Intelligenz, speichern kritische Daten in US-amerikanischen Clouds. Und was, wenn der Eigentümer plötzlich die Miete verdoppelt oder uns die Schlüssel abnimmt?</p><p>Die Metapher vom Gas verdeutlicht es: Die Abhängigkeit von russischem Gas war sichtbar. Aber was ist mit der Abhängigkeit von nicht-europäischen Digitalstrukturen? Wenn ein außerhalb Europas ansässiger Cloud-Anbieter beschließt, seine Dienste einzustellen, könnten ganze Verwaltungen handlungsunfähig werden. Eine digitale Souveränität, die nur auf dem Papier existiert, ist keine. Und doch: Alternativen zu nutzen, erfordert Mühe, ökonomische Anreize fehlen, europäische Lösungen sind oft komplizierter. Nutzerfreundlichkeit als politisches Ziel? Ein ungewohnter Gedanke.</p><p>Die Antwort könnte in einem langfristigen Masterplan liegen. Ein europäisches Innovationsökosystem, das nicht Silicon Valley kopiert, sondern aus den eigenen Stärken heraus wächst. Statt uns in kleinteiligen Regulierungen zu verlieren, braucht es eine Strategie, die europäische Alternativen aktiv fördert. Die Zukunft der digitalen Souveränität entscheidet sich nicht am Reissbrett, sondern im Willen zu handeln.</p><p>Mehr Informationen zu Jennifer Pahlkas Buch "Recording America", das Björn erwähnt, sind hier abrufbar: <a href="https://www.recodingamerica.us/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.recodingamerica.us/</a></p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/bjoernbeckbw" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Björn Beck</a>, Leiter des <a href="https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/themen/innovationslabor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Innovationslabors der baden-württembergischen Landesregierung.</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">0dfdb2d3-e402-405f-b1d4-8d73997f474f</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/462d64d8-5e4e-4a01-a3be-f4351e3f11a8/Sy9DsAobOOT19pkvaXEbNbMU.jpg"/><pubDate>Thu, 03 Apr 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/2f7bf9ad-7152-4082-be50-eb36af4ffa92/Folge-253-Beck.mp3" length="85793565" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>253</itunes:episode><podcast:episode>253</podcast:episode></item><item><title>#252 Dirk Neubauer – Mehr Wut in der Demokratie!</title><itunes:title>#252 Dirk Neubauer – Mehr Wut in der Demokratie!</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wut kann eine transformative Kraft sein – wenn sie sich nicht in ohnmächtiger Empörung erschöpft, sondern zur Tat drängt. Dirk Neubauer ist wütend, und er wünscht sich, dass mehr Menschen es wären. Nicht über Streiks an Flughäfen oder den nächsten kleinen Ärger des Alltags, sondern über das große Versagen: das politische, mediale und gesellschaftliche Unvermögen, sich den Herausforderungen der Gegenwart ehrlich zu stellen.</p><p>Dirk sieht den Grundfehler in einer Politik, die den Menschen nicht mehr zumutet, was notwendig ist, sondern ihnen erzählt, was sie hören wollen. Die Wahrheit wurde geopfert, um Wahlen zu gewinnen, um Stimmungen zu bedienen. Das Ergebnis: eine verunsicherte Gesellschaft, die sich in einfachen Antworten flüchtet und populistischen Heilsversprechen verfällt. Doch die eigentliche Krise liegt tiefer – in einem System, das sich selbst gelähmt hat.</p><p>Seine Lösung ist radikal und pragmatisch zugleich: eine Erneuerung von unten. Politik muss wieder bei den Menschen ansetzen, sie befähigen, ihre Lebensrealität mitzugestalten. Die lokale Ebene ist die Herzkammer der Demokratie – dort entscheidet sich, ob sie lebt oder kollabiert. Weniger bürokratische Gängelung, mehr Selbstwirksamkeit. Ein Dorf, das über seinen Sportplatz entscheiden kann, erfährt Demokratie direkter als durch ferne Versprechungen aus Berlin.</p><p>Dirks Vision ist keine Utopie, sondern eine Rückbesinnung auf das, was Demokratie stark macht: Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und den Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Wer nicht mehr glaubt, dass Veränderung möglich ist, hat schon verloren. Seine Botschaft: Macht euch wieder selbst wirksam – bevor es zu spät ist.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/dirkneubauer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dirk Neubauer</a>, Autor und ehemaliger Landrat <a href="https://www.landkreis-mittelsachsen.de/startseite.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mittelsachsens</a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wut kann eine transformative Kraft sein – wenn sie sich nicht in ohnmächtiger Empörung erschöpft, sondern zur Tat drängt. Dirk Neubauer ist wütend, und er wünscht sich, dass mehr Menschen es wären. Nicht über Streiks an Flughäfen oder den nächsten kleinen Ärger des Alltags, sondern über das große Versagen: das politische, mediale und gesellschaftliche Unvermögen, sich den Herausforderungen der Gegenwart ehrlich zu stellen.</p><p>Dirk sieht den Grundfehler in einer Politik, die den Menschen nicht mehr zumutet, was notwendig ist, sondern ihnen erzählt, was sie hören wollen. Die Wahrheit wurde geopfert, um Wahlen zu gewinnen, um Stimmungen zu bedienen. Das Ergebnis: eine verunsicherte Gesellschaft, die sich in einfachen Antworten flüchtet und populistischen Heilsversprechen verfällt. Doch die eigentliche Krise liegt tiefer – in einem System, das sich selbst gelähmt hat.</p><p>Seine Lösung ist radikal und pragmatisch zugleich: eine Erneuerung von unten. Politik muss wieder bei den Menschen ansetzen, sie befähigen, ihre Lebensrealität mitzugestalten. Die lokale Ebene ist die Herzkammer der Demokratie – dort entscheidet sich, ob sie lebt oder kollabiert. Weniger bürokratische Gängelung, mehr Selbstwirksamkeit. Ein Dorf, das über seinen Sportplatz entscheiden kann, erfährt Demokratie direkter als durch ferne Versprechungen aus Berlin.</p><p>Dirks Vision ist keine Utopie, sondern eine Rückbesinnung auf das, was Demokratie stark macht: Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und den Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Wer nicht mehr glaubt, dass Veränderung möglich ist, hat schon verloren. Seine Botschaft: Macht euch wieder selbst wirksam – bevor es zu spät ist.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/dirkneubauer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dirk Neubauer</a>, Autor und ehemaliger Landrat <a href="https://www.landkreis-mittelsachsen.de/startseite.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mittelsachsens</a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">27754cac-8037-46fe-be0b-f31b8d874090</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/00fa2e41-f026-476e-b02e-b58ca5b35bcf/BZfDuR0XN_OZVgFHqFh7I_18.jpg"/><pubDate>Thu, 27 Mar 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/60ee081f-5062-4a30-9478-7222eb6181e2/Folge-252-Neubauer.mp3" length="91221184" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:31</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>252</itunes:episode><podcast:episode>252</podcast:episode></item><item><title>#251 Hilke Berger – Mehr resilient als smart: Die Stadt der Zukunft</title><itunes:title>#251 Hilke Berger – Mehr resilient als smart: Die Stadt der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die Zukunft der Stadt ist keine Frage der Technologie, sondern der Vorstellungskraft. Hilke Berger, Kulturwissenschaftlerin und wissenschaftliche Leiterin des City Science Labs an der HafenCity Universität Hamburg, beschreibt eine urbane Zukunft, die nicht von vernetzten Mülleimern oder algorithmischer Effizienz bestimmt wird, sondern von sozialen Beziehungen, Teilhabe und narrativen Vorstellungen.</p><p>Eine der prägendsten Ideen: Stadt ist ein Aushandlungsprozess. Während klassische Stadtplanung oft technologische Effizienz in den Mittelpunkt stellt, plädiert Hilke für eine Perspektive, die den Menschen und seine Lebensrealität in den Fokus rückt. Es geht nicht darum, ein optimiertes Netzwerk von Straßen und Gebäuden zu entwerfen, sondern Räume zu schaffen, in denen Nachbarschaft, soziale Interaktion und gemeinschaftliches Leben gedeihen können.</p><p>Die Frage nach der richtigen Zukunft der Stadt ist eng mit der Frage nach den Bildern verknüpft, die wir von ihr entwerfen. Künstliche Intelligenz kann futuristische Stadtbilder erschaffen, doch wenn die zugrundeliegenden Daten dieselben bleiben, entstehen stets die gleichen Hochglanzvisionen urbaner Räume. Die Herausforderung besteht darin, Vielfalt in die Vorstellungswelt urbaner Zukunft zu integrieren – und das bedeutet auch, radikale, künstlerische und experimentelle Konzepte mitzudenken.</p><p>Stadt ist nicht nur Infrastruktur, sondern ein dynamisches Zusammenspiel von Gesellschaft, Ökologie und Politik. Dass diese Prozesse langsam sind, mag frustrierend sein, doch sie bieten auch Zeit, neue Bilder zu entwickeln – bevor andere sie für uns entwerfen. Die Zukunft der Stadt beginnt im Kopf.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/hilke-marit-berger-9642b6166" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hilke Berger</a>, wissenschaftliche Leiterin des <a href="https://www.hcu-hamburg.de/research/csl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">City Science Labs an der HafenCity Universität Hamburg</a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Zukunft der Stadt ist keine Frage der Technologie, sondern der Vorstellungskraft. Hilke Berger, Kulturwissenschaftlerin und wissenschaftliche Leiterin des City Science Labs an der HafenCity Universität Hamburg, beschreibt eine urbane Zukunft, die nicht von vernetzten Mülleimern oder algorithmischer Effizienz bestimmt wird, sondern von sozialen Beziehungen, Teilhabe und narrativen Vorstellungen.</p><p>Eine der prägendsten Ideen: Stadt ist ein Aushandlungsprozess. Während klassische Stadtplanung oft technologische Effizienz in den Mittelpunkt stellt, plädiert Hilke für eine Perspektive, die den Menschen und seine Lebensrealität in den Fokus rückt. Es geht nicht darum, ein optimiertes Netzwerk von Straßen und Gebäuden zu entwerfen, sondern Räume zu schaffen, in denen Nachbarschaft, soziale Interaktion und gemeinschaftliches Leben gedeihen können.</p><p>Die Frage nach der richtigen Zukunft der Stadt ist eng mit der Frage nach den Bildern verknüpft, die wir von ihr entwerfen. Künstliche Intelligenz kann futuristische Stadtbilder erschaffen, doch wenn die zugrundeliegenden Daten dieselben bleiben, entstehen stets die gleichen Hochglanzvisionen urbaner Räume. Die Herausforderung besteht darin, Vielfalt in die Vorstellungswelt urbaner Zukunft zu integrieren – und das bedeutet auch, radikale, künstlerische und experimentelle Konzepte mitzudenken.</p><p>Stadt ist nicht nur Infrastruktur, sondern ein dynamisches Zusammenspiel von Gesellschaft, Ökologie und Politik. Dass diese Prozesse langsam sind, mag frustrierend sein, doch sie bieten auch Zeit, neue Bilder zu entwickeln – bevor andere sie für uns entwerfen. Die Zukunft der Stadt beginnt im Kopf.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/hilke-marit-berger-9642b6166" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hilke Berger</a>, wissenschaftliche Leiterin des <a href="https://www.hcu-hamburg.de/research/csl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">City Science Labs an der HafenCity Universität Hamburg</a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">f20738c7-9422-45af-8702-73975fea3d02</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/21858836-edf2-4ac5-a78a-57ec583b1b39/f-RYklqJo3d5N_ULBcyDy0Cm.jpg"/><pubDate>Thu, 20 Mar 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/cc60037c-15a2-48b6-8bf9-5e6e7cd18223/Folge-251-Berger.mp3" length="87885869" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>45:46</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>251</itunes:episode><podcast:episode>251</podcast:episode></item><item><title>#250 Sebastian Sladek – Energiewende 2035, selfmade</title><itunes:title>#250 Sebastian Sladek – Energiewende 2035, selfmade</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wer die Energie kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Doch was passiert, wenn Bürgerinnen und Bürger sich ihre Netze zurückholen? Michael spricht mit Sebastian Sladek, Geschäftsführer der Elektrizitätswerke Schönau EWS, über eine Bewegung, die sich nicht länger von Konzernen und politischer Trägheit ausbremsen lässt.</p><p>Die EWS sind aus Protest entstanden, ist ein Kind der Anti-Atombewegung der 80er Jahre – aber anstatt nur gegen Atomkraft zu demonstrieren, haben sie das System von innen aufgebrochen. Lange vor der Liberalisierung der Strommärkte haben sie gegen Widerstände das örtliche Stromnetz übernommen. Worauf sie sich damit letztlich eingelassen haben, war ihnen nicht ganz klar. Heute betreiben sie immer noch Netze &amp; mehr und vermarkten bundesweit Ökostrom. Ihr Erfolg beweist: Die Energiewende scheitert nicht an Technik oder Machbarkeit.</p><p>Während andere Länder Tempo machen, blockieren in Deutschland große Konzerne jede ernsthafte Veränderung im Strommarkt.&nbsp;Sebastian erklärt, warum Bürgerinnen und Bürger selbst aktiv werden müssen, wenn sie eine nachhaltige Zukunft wollen. Politik verspricht den Fortschritt, hält aber am fossilen Denken fest.</p><p>Michael und Sebastian sprechen darüber, warum wir immer noch glauben, die Energieversorgung sei etwas für „die da oben“. Warum warten wir, statt selbst Lösungen zu schaffen? Und wie viel Macht könnten Kommunen gewinnen, wenn sie sich aus der Abhängigkeit befreien? </p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/sebastian-sladek-2a19192b4" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sebastian Sladek</a>, Geschäftsführer der <a href="https://www.ews-schoenau.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Elektrizitätswerke Schönau</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wer die Energie kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Doch was passiert, wenn Bürgerinnen und Bürger sich ihre Netze zurückholen? Michael spricht mit Sebastian Sladek, Geschäftsführer der Elektrizitätswerke Schönau EWS, über eine Bewegung, die sich nicht länger von Konzernen und politischer Trägheit ausbremsen lässt.</p><p>Die EWS sind aus Protest entstanden, ist ein Kind der Anti-Atombewegung der 80er Jahre – aber anstatt nur gegen Atomkraft zu demonstrieren, haben sie das System von innen aufgebrochen. Lange vor der Liberalisierung der Strommärkte haben sie gegen Widerstände das örtliche Stromnetz übernommen. Worauf sie sich damit letztlich eingelassen haben, war ihnen nicht ganz klar. Heute betreiben sie immer noch Netze &amp; mehr und vermarkten bundesweit Ökostrom. Ihr Erfolg beweist: Die Energiewende scheitert nicht an Technik oder Machbarkeit.</p><p>Während andere Länder Tempo machen, blockieren in Deutschland große Konzerne jede ernsthafte Veränderung im Strommarkt.&nbsp;Sebastian erklärt, warum Bürgerinnen und Bürger selbst aktiv werden müssen, wenn sie eine nachhaltige Zukunft wollen. Politik verspricht den Fortschritt, hält aber am fossilen Denken fest.</p><p>Michael und Sebastian sprechen darüber, warum wir immer noch glauben, die Energieversorgung sei etwas für „die da oben“. Warum warten wir, statt selbst Lösungen zu schaffen? Und wie viel Macht könnten Kommunen gewinnen, wenn sie sich aus der Abhängigkeit befreien? </p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/sebastian-sladek-2a19192b4" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sebastian Sladek</a>, Geschäftsführer der <a href="https://www.ews-schoenau.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Elektrizitätswerke Schönau</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">33eaffa0-f0dc-4401-b4a3-e4ee17ce2196</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/33b55512-af88-464e-9406-b0b36e0279ec/tOTj4LCroWTI7S2Q_Gx4jsEc.jpg"/><pubDate>Thu, 13 Mar 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/971dae9e-5835-4fbc-9fd4-09d13982a8f8/Folge-250-Sladek.mp3" length="71241898" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:06</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>250</itunes:episode><podcast:episode>250</podcast:episode></item><item><title>#249 Helena Steinhaus – Bürgergeld sanktionsfrei? Und das in 2025?</title><itunes:title>#249 Helena Steinhaus – Bürgergeld sanktionsfrei? Und das in 2025?</itunes:title><description><![CDATA[<p>Solidarität? Ein leeres Wort, wenn Sanktionen Menschen das Nötigste nehmen und bürokratische Hürden sie an der Teilhabe hindern. Michael spricht mit Helena Steinhaus, Gründerin von&nbsp;Sanktionsfrei e.V., über die falschen Narrative rund um „faule Arbeitslose“ und den strukturellen Zwang zur Armut.</p><p>Jede Sanktion bedeutet weniger Essen auf dem Teller, unbezahlte Rechnungen und einen Existenzkampf, der von politischer Seite teils bewusst in Kauf genommen zu werden scheint. Warum kontrolliert der Staat penibel jeden Cent beim Bürgergeld, während Milliarden an Steuerhinterziehung unbeobachtet bleiben?</p><p>Ganz praktisch: Helena und ihr Team setzen Sanktionen außer Kraft, indem sie finanziell einspringen, wenn das Jobcenter kürzt. Und sie kämpfen juristisch für Betroffene. Doch das allein reicht nicht, so Helena. Statt Repression und Strafen brauchen wir ein Sozialsystem, das Menschen stärkt statt sie zu brechen. Währenddessen diskutieren Politiker lieber über härtere Sanktionen als über Lösungen für Armut und Chancengleichheit.</p><p>Die Bilder rund um Armut und Hilfe sind wirkmächtig - und vielfach problematisch. Michael und Helena sezieren zum Beispiel den Begriff „Sozialschmarotzer“, der sich hält, obwohl nur ein Bruchteil der Bürgergeldempfänger dem Arbeitsmarkt uneingeschränkt zur Verfügung steht. Warum wird über Kinderarmut geschwiegen, während Steuerflucht im Milliardenbereich hingenommen wird? Wer profitiert von diesem System?</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/helena-steinhaus-93b8b416b" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Helena Steinhaus</a>, Gründerin von&nbsp;<a href="https://sanktionsfrei.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sanktionsfrei e.V.</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Solidarität? Ein leeres Wort, wenn Sanktionen Menschen das Nötigste nehmen und bürokratische Hürden sie an der Teilhabe hindern. Michael spricht mit Helena Steinhaus, Gründerin von&nbsp;Sanktionsfrei e.V., über die falschen Narrative rund um „faule Arbeitslose“ und den strukturellen Zwang zur Armut.</p><p>Jede Sanktion bedeutet weniger Essen auf dem Teller, unbezahlte Rechnungen und einen Existenzkampf, der von politischer Seite teils bewusst in Kauf genommen zu werden scheint. Warum kontrolliert der Staat penibel jeden Cent beim Bürgergeld, während Milliarden an Steuerhinterziehung unbeobachtet bleiben?</p><p>Ganz praktisch: Helena und ihr Team setzen Sanktionen außer Kraft, indem sie finanziell einspringen, wenn das Jobcenter kürzt. Und sie kämpfen juristisch für Betroffene. Doch das allein reicht nicht, so Helena. Statt Repression und Strafen brauchen wir ein Sozialsystem, das Menschen stärkt statt sie zu brechen. Währenddessen diskutieren Politiker lieber über härtere Sanktionen als über Lösungen für Armut und Chancengleichheit.</p><p>Die Bilder rund um Armut und Hilfe sind wirkmächtig - und vielfach problematisch. Michael und Helena sezieren zum Beispiel den Begriff „Sozialschmarotzer“, der sich hält, obwohl nur ein Bruchteil der Bürgergeldempfänger dem Arbeitsmarkt uneingeschränkt zur Verfügung steht. Warum wird über Kinderarmut geschwiegen, während Steuerflucht im Milliardenbereich hingenommen wird? Wer profitiert von diesem System?</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/helena-steinhaus-93b8b416b" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Helena Steinhaus</a>, Gründerin von&nbsp;<a href="https://sanktionsfrei.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sanktionsfrei e.V.</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">6ca9f875-641d-4002-b21b-5aae7a803196</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0d375b0b-2f3d-4b92-ad3a-7652aeba5a5f/-X_1kIzF9I6mdHPJavKwrinc.jpg"/><pubDate>Thu, 06 Mar 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/9e50a1e2-2a7a-44f4-9f9b-704ed0009cdc/Folge-249-Steinhaus.mp3" length="82036948" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:44</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>249</itunes:episode><podcast:episode>249</podcast:episode></item><item><title>#248 Maximilian Fichtner: Innovation Batterie – Der Akku treibt die Energiewende</title><itunes:title>#248 Maximilian Fichtner: Innovation Batterie – Der Akku treibt die Energiewende</itunes:title><description><![CDATA[<p>Frage: Wie groß kann eigentlich eine Batterie sein? Antwort: Groß. Sehr groß. Und es werden immer mehr. Maximilian Fichtner forscht an innovativen, neuen Batterien. Er sagt: Die Speicher sind der Schlüssel für die Energiewende. Sie sind längst in der Lage, die vielfach befürchteten Dunkelflauten zu überbrücken, den im Überfluss gewonnen Strom zu speichern - und damit fossile Kraftwerke überflüssig zu machen. Maximilian ist Professor in Ulm und in Karlsruhe, leitet das Helmholtz-Institut Ulm und ist Direktor des Center for Electrochemical Energy Storage Ulm &amp; Karlsruhe (CELEST). Kurzum: Spitzenforschung zu Batterien können wir. Jetzt müssen wir sie nur noch bauen und einsetzen.&nbsp;</p><p>Ganz offensichtlich ist das Thema auch wirtschaftlich interessant. Bei der Bundesnetzagentur liegen derzeit Anträge für 226 GWh Speicher, mehr als die Republik an mehreren Tagen nacheinander benötigt. Diese Anträge kommen nicht von Kommunen, sondern von Investoren. Mindestens dieser Teil der Energiewende rechnet sich ganz schlicht. Der typische Bremser ist die Bürokratie: Dem Vernehmen nach gibt es genau einen Sachbearbeiter, über dessen Schreibtisch alle Anträge für Großspeicher gehen müssen. Prioritäten, so wichtig …</p><p>Und was rostet da im alten Industriegebiet? Auch das: Eine Batterie. Im Nordosten der USA entsteht gerade ein Großspeicher mit Eisen-Luft-Technologie. Sprich: Wenn das System Strom speichert, rostet das Eisen. Läuft der Prozess rückwärts, gibt es den Strom wieder ab. Weitaus billiger, sicherer und leistungsfähiger als zum Beispiel Lithium-Ionen-Batterien.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/prof-dr-maximilian-fichtner-28262018" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Maximilian Fichtner</a>, Batterieexperte, Wissenschaftler am <a href="https://www.energie.kit.edu/index.php" rel="noopener noreferrer" target="_blank">KIT</a> und der <a href="https://www.uni-ulm.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Ulm</a>, Geschäftsführender Direktor des <a href="https://hiu-batteries.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Helmholtz-Institut Ulm</a>, Sprecher des <a href="https://www.postlithiumstorage.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Exzellenzclusters POLiS</a> und Mitglied von&nbsp;<a href="http://www.celest.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">CELEST</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Frage: Wie groß kann eigentlich eine Batterie sein? Antwort: Groß. Sehr groß. Und es werden immer mehr. Maximilian Fichtner forscht an innovativen, neuen Batterien. Er sagt: Die Speicher sind der Schlüssel für die Energiewende. Sie sind längst in der Lage, die vielfach befürchteten Dunkelflauten zu überbrücken, den im Überfluss gewonnen Strom zu speichern - und damit fossile Kraftwerke überflüssig zu machen. Maximilian ist Professor in Ulm und in Karlsruhe, leitet das Helmholtz-Institut Ulm und ist Direktor des Center for Electrochemical Energy Storage Ulm &amp; Karlsruhe (CELEST). Kurzum: Spitzenforschung zu Batterien können wir. Jetzt müssen wir sie nur noch bauen und einsetzen.&nbsp;</p><p>Ganz offensichtlich ist das Thema auch wirtschaftlich interessant. Bei der Bundesnetzagentur liegen derzeit Anträge für 226 GWh Speicher, mehr als die Republik an mehreren Tagen nacheinander benötigt. Diese Anträge kommen nicht von Kommunen, sondern von Investoren. Mindestens dieser Teil der Energiewende rechnet sich ganz schlicht. Der typische Bremser ist die Bürokratie: Dem Vernehmen nach gibt es genau einen Sachbearbeiter, über dessen Schreibtisch alle Anträge für Großspeicher gehen müssen. Prioritäten, so wichtig …</p><p>Und was rostet da im alten Industriegebiet? Auch das: Eine Batterie. Im Nordosten der USA entsteht gerade ein Großspeicher mit Eisen-Luft-Technologie. Sprich: Wenn das System Strom speichert, rostet das Eisen. Läuft der Prozess rückwärts, gibt es den Strom wieder ab. Weitaus billiger, sicherer und leistungsfähiger als zum Beispiel Lithium-Ionen-Batterien.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/prof-dr-maximilian-fichtner-28262018" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Maximilian Fichtner</a>, Batterieexperte, Wissenschaftler am <a href="https://www.energie.kit.edu/index.php" rel="noopener noreferrer" target="_blank">KIT</a> und der <a href="https://www.uni-ulm.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Ulm</a>, Geschäftsführender Direktor des <a href="https://hiu-batteries.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Helmholtz-Institut Ulm</a>, Sprecher des <a href="https://www.postlithiumstorage.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Exzellenzclusters POLiS</a> und Mitglied von&nbsp;<a href="http://www.celest.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">CELEST</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">59290766-7835-49ee-bed9-f774efface71</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/64362a44-0584-4a08-ad09-3f15542a5fc2/HEdgoRGsCcF8rOrSbRm5RXOf.jpg"/><pubDate>Thu, 27 Feb 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/db7a6b69-c305-4f98-ba88-ae7fb682c0ca/Folge-248-Fichtner.mp3" length="83273272" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:22</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>248</itunes:episode><podcast:episode>248</podcast:episode></item><item><title>#247 Luca Piwodda - Die Zukunft in die Politik holen</title><itunes:title>#247 Luca Piwodda - Die Zukunft in die Politik holen</itunes:title><description><![CDATA[<p>Diese Folge ist für alle, die manchmal an der politischen Welt verzweifeln, aber dennoch an eine bessere Zukunft glauben. Luca Piwodda ist Bürgermeister. Und er ist jung, genauer: 25 Jahre jung. Seine Stadt ist Gartz an der Oder. Nordosten Brandenburgs, 2500 Einwohner:innen, fast 50% wählen im Land die AfD - und im Kommunalen ihren Bürgermeister, der für Fußgängerzonen und Windräder antritt.&nbsp;</p><p>Die Challenge für diese Folge: Wir wollten nur positiv über Politik und Gesellschaft sprechen. In einer Zeit, in der politische Diskussionen oft von Frust und Resignation geprägt sind, wollten wir zeigen, dass es auch anders geht. Lucas Ansatz in der Kommunalpolitik: Transparenz und Offenheit als Grundlage, um Menschen mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass sie selbst etwas bewegen können. Selbstwirksamkeit rocks.&nbsp;</p><p>Nahbare Politik heißt auch: Nach jeder Sitzung des Gemeinderats ein schnelles Insta-Video aufnehmen und die Themen und Argumente erläutern. Ganz offensichtlich wächst so Vertrauen. Lucas Handeln beweist, dass Veränderung dort beginnt, wo Menschen sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Er zeigt, dass selbst in herausfordernden Zeiten Optimismus und Tatkraft den Unterschied machen können. Eine Partei hat er auch schon gegründet, die inzwischen mit der Partei des Fortschritts (PdF) fusioniert hat.</p><p>Besonders erfreulich: Wir haben unsere Challenge gemeistert. Trotz aller Herausforderungen, die wir angesprochen haben, blieb unser Gespräch von einem positiven Grundton getragen. Wir haben gezeigt, dass es möglich ist, mutig und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken, ohne dabei die Realität auszublenden. Es war ein Austausch voller Tatendrang, Inspiration und der klaren Botschaft: Politik kann Freude machen, wenn wir sie gemeinsam gestalten.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/luca-phillip-piwodda-77b627200/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Luca Piwodda</a>, Bürgermeister Gartz (Oder)</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Diese Folge ist für alle, die manchmal an der politischen Welt verzweifeln, aber dennoch an eine bessere Zukunft glauben. Luca Piwodda ist Bürgermeister. Und er ist jung, genauer: 25 Jahre jung. Seine Stadt ist Gartz an der Oder. Nordosten Brandenburgs, 2500 Einwohner:innen, fast 50% wählen im Land die AfD - und im Kommunalen ihren Bürgermeister, der für Fußgängerzonen und Windräder antritt.&nbsp;</p><p>Die Challenge für diese Folge: Wir wollten nur positiv über Politik und Gesellschaft sprechen. In einer Zeit, in der politische Diskussionen oft von Frust und Resignation geprägt sind, wollten wir zeigen, dass es auch anders geht. Lucas Ansatz in der Kommunalpolitik: Transparenz und Offenheit als Grundlage, um Menschen mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass sie selbst etwas bewegen können. Selbstwirksamkeit rocks.&nbsp;</p><p>Nahbare Politik heißt auch: Nach jeder Sitzung des Gemeinderats ein schnelles Insta-Video aufnehmen und die Themen und Argumente erläutern. Ganz offensichtlich wächst so Vertrauen. Lucas Handeln beweist, dass Veränderung dort beginnt, wo Menschen sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Er zeigt, dass selbst in herausfordernden Zeiten Optimismus und Tatkraft den Unterschied machen können. Eine Partei hat er auch schon gegründet, die inzwischen mit der Partei des Fortschritts (PdF) fusioniert hat.</p><p>Besonders erfreulich: Wir haben unsere Challenge gemeistert. Trotz aller Herausforderungen, die wir angesprochen haben, blieb unser Gespräch von einem positiven Grundton getragen. Wir haben gezeigt, dass es möglich ist, mutig und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken, ohne dabei die Realität auszublenden. Es war ein Austausch voller Tatendrang, Inspiration und der klaren Botschaft: Politik kann Freude machen, wenn wir sie gemeinsam gestalten.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/luca-phillip-piwodda-77b627200/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Luca Piwodda</a>, Bürgermeister Gartz (Oder)</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">f4f5d658-99e7-4e91-b709-97da97d9f487</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7bcae9b2-140a-459e-a079-2d3726e97808/_Qxnmn-_UUqrUuEPQiyGbNEn.jpg"/><pubDate>Thu, 20 Feb 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/5ef67dbb-b043-4685-8a40-42bd70d1e294/Folge-247-Piwodda.mp3" length="68959841" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:55</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>247</itunes:episode><podcast:episode>247</podcast:episode></item><item><title>#246 Christoph Schönfelder - Führung as a Service</title><itunes:title>#246 Christoph Schönfelder - Führung as a Service</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die weitgehend risikolose Prognose: Unternehmen werden schon in wenigen Jahren ganz anders aussehen als wir sie heute kennen. Ebenso risikolos: Das wird mit KI zu tun haben. Oder? Nur 7% der Führungskräfte können sich heute vorstellen, Führungsaufgaben ganz oder teilweise an KI abzugeben. Christoph und Michael diskutieren: Sind das die 7%, die in Zukunft extrem weit vorne sein werden? Jedenfalls ist heute noch Gelegenheit, zumindest zu den Top 8% zu gehören. Christoph Schönfelder ist Professor für Personal- und Organisationsentwicklung und ist Mit-Gründer des HR-Tech-StartUps Monday Rocks. </p><p>Traditionelle Hierarchien wanken längst. Wenn es stimmt, dass unsere Organisationen tief in Transformationsprozessen stecken (stimmt), dass das direkte Auswirkungen auf Führung hat (offensichtlich) und dass die Anforderungen an Führung in diesen Veränderungen hoch variabel sind (wie auch anders?): Wie können wir ernsthaft annehmen, die Gleichung "Ein Team, eine Führungskraft" würde noch aufgehen? An deren Stelle tritt "Führung as a Service". Michael und Christoph tauchen tief ein in die Führung der Zukunft. Führung soll dienen und ermöglichen - wie können künstliche Intelligenzen aufzeigen, welches Team gerade welche Führung braucht? Welche Führungsaufgaben kann gleich selbst übernehmen. Oder sind hier Teamleitungen anwesend, die es für ihren Selbstwert brauchen, den Streit um Urlaubspläne selbst auszufechten? </p><p>Starre Strukturen behindern die Anpassungsfähigkeit. Christoph fordert ein radikales Umdenken: Führung muss agiler, teamorientierter und technologiegestützt sein. Die klassische Hierarchie verliert an Bedeutung, während eine adaptive Führung in den Fokus rückt. KI kann Teams analysieren, Herausforderungen erkennen und gezielt Lösungen vorschlagen. Christophs These: Führung als flexibler Service gedacht ermöglicht effizientere Teams, mehr Menschlichkeit und eine nachhaltigere Arbeitskultur.</p><p>Die Botschaft ist klar: Führung braucht mehr als kleine Anpassungen – sie muss neu definiert werden. Unternehmen, die an veralteten Strukturen festhalten, riskieren den Anschluss. Die Zukunft gehört denen, die Führung als dynamischen Prozess verstehen.</p><p>Carls Zukunft hat gerade ein Whitepaper zu "Führung as a Service" veröffentlicht. Es steht <a href="https://www.carls-zukunft.de/zukunft-der-arbeit/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a> zum Download. </p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://de.linkedin.com/in/christoph-schoenfelder" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christoph Schönfelder</a>, Soziologe und Mitgründer von&nbsp;<a href="https://www.monday.rocks" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Monday Rocks</em></a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die weitgehend risikolose Prognose: Unternehmen werden schon in wenigen Jahren ganz anders aussehen als wir sie heute kennen. Ebenso risikolos: Das wird mit KI zu tun haben. Oder? Nur 7% der Führungskräfte können sich heute vorstellen, Führungsaufgaben ganz oder teilweise an KI abzugeben. Christoph und Michael diskutieren: Sind das die 7%, die in Zukunft extrem weit vorne sein werden? Jedenfalls ist heute noch Gelegenheit, zumindest zu den Top 8% zu gehören. Christoph Schönfelder ist Professor für Personal- und Organisationsentwicklung und ist Mit-Gründer des HR-Tech-StartUps Monday Rocks. </p><p>Traditionelle Hierarchien wanken längst. Wenn es stimmt, dass unsere Organisationen tief in Transformationsprozessen stecken (stimmt), dass das direkte Auswirkungen auf Führung hat (offensichtlich) und dass die Anforderungen an Führung in diesen Veränderungen hoch variabel sind (wie auch anders?): Wie können wir ernsthaft annehmen, die Gleichung "Ein Team, eine Führungskraft" würde noch aufgehen? An deren Stelle tritt "Führung as a Service". Michael und Christoph tauchen tief ein in die Führung der Zukunft. Führung soll dienen und ermöglichen - wie können künstliche Intelligenzen aufzeigen, welches Team gerade welche Führung braucht? Welche Führungsaufgaben kann gleich selbst übernehmen. Oder sind hier Teamleitungen anwesend, die es für ihren Selbstwert brauchen, den Streit um Urlaubspläne selbst auszufechten? </p><p>Starre Strukturen behindern die Anpassungsfähigkeit. Christoph fordert ein radikales Umdenken: Führung muss agiler, teamorientierter und technologiegestützt sein. Die klassische Hierarchie verliert an Bedeutung, während eine adaptive Führung in den Fokus rückt. KI kann Teams analysieren, Herausforderungen erkennen und gezielt Lösungen vorschlagen. Christophs These: Führung als flexibler Service gedacht ermöglicht effizientere Teams, mehr Menschlichkeit und eine nachhaltigere Arbeitskultur.</p><p>Die Botschaft ist klar: Führung braucht mehr als kleine Anpassungen – sie muss neu definiert werden. Unternehmen, die an veralteten Strukturen festhalten, riskieren den Anschluss. Die Zukunft gehört denen, die Führung als dynamischen Prozess verstehen.</p><p>Carls Zukunft hat gerade ein Whitepaper zu "Führung as a Service" veröffentlicht. Es steht <a href="https://www.carls-zukunft.de/zukunft-der-arbeit/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a> zum Download. </p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://de.linkedin.com/in/christoph-schoenfelder" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christoph Schönfelder</a>, Soziologe und Mitgründer von&nbsp;<a href="https://www.monday.rocks" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Monday Rocks</em></a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">149002fc-9319-4fda-9e90-0a1fd77d2e8f</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0199b653-eb6e-49c1-9967-543968ea4c26/8pLbGCtGfixwHAAXgCCXMYPW.jpg"/><pubDate>Thu, 13 Feb 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/dafab621-f308-47f7-99e4-ec7f49ac9b28/Folge-246-Sch-nfelder.mp3" length="88409154" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>46:03</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>246</itunes:episode><podcast:episode>246</podcast:episode></item><item><title>#245 Bijan Latif - Wer gehört denn nun in Zukunft dazu?</title><itunes:title>#245 Bijan Latif - Wer gehört denn nun in Zukunft dazu?</itunes:title><description><![CDATA[<p>Das Grundgesetz ist da recht eindeutig: Deutscher als "hat einen Pass" geht nicht. Eine digitale Angelegenheit im analogen Deutschland: Null oder eins, mit Pass oder ohne, Staatsbürger oder eben nicht. Zugleich eine der emotionalsten Debatten auf dem politischen Parkett. Was bedeutet es wirklich, Teil einer Gesellschaft zu sein? Wer legt fest, wer dazugehört? Michael spricht mit Bijan Latif, Designer, Stratege und Vordenker, über Identität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Macht der Sprache in politischen Debatten.</p><p>CDU-Kandidat Friedrich Merz sorgte - noch vor seinem AfD-Stunt im Bundestag - mit der Forderung für Aufsehen, Doppelstaatlern den deutschen Pass leichter aberkennen zu können. Für Bijan Anlass genug, Merz mit einem <a href="https://de.linkedin.com/posts/bijan-latif-9601716_offener-brief-an-friedrich-merz-hallo-herr-activity-7281977358264221696-p3W3" rel="noopener noreferrer" target="_blank">offenen Brief</a> zur Diskussion zu laden. Sein Anliegen: Eine offene Diskussion darüber, was es heißt, deutsch zu sein – und darüber, warum diese Frage oft missbraucht wird, um politische Narrative zu steuern, die zu Ausgrenzung und Spaltung führen. Merz hat nicht angerufen, dafür immerhin Michael. Naja :-) </p><p>Bijan argumentiert, dass die Frage nach „Deutschsein“ in einer globalisierten Welt längst überholt ist. Ein Pass ist eine Formalität, doch die Diskussion darum hat sich verselbstständigt. In der Politik wird Identität instrumentalisiert, um Unsicherheiten zu schüren – und diese Taktik zeigt Wirkung. Migration und Integration dominieren Debatten, oft losgelöst von den tatsächlichen Herausforderungen.</p><p>Wie konnte es so weit kommen? Michael und Bijan analysieren, wie Sprache und Narrative genutzt werden, um gesellschaftliche Realitäten zu formen. Ein Problem wird so lange wiederholt, bis es als unumstößliche Wahrheit gilt – selbst wenn Fakten etwas anderes sagen. Die Diskussion über Zugehörigkeit spiegelt dabei größere gesellschaftliche Fragen wider: Geht es wirklich um Identität oder nur um Macht?</p><p>Klar ist: Die Art, wie wir über Gesellschaft sprechen, bestimmt, wie wir sie gestalten. Es geht nicht um Abstammung, sondern um Werte und gemeinsamen Zusammenhalt. Diese Episode fordert eine neue Definition von Zugehörigkeit – jenseits veralteter Konzepte.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://de.linkedin.com/in/bijan-latif-9601716" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bijan Latif</a>, Designer, Stratege und Autor des <a href="https://de.linkedin.com/posts/bijan-latif-9601716_offener-brief-an-friedrich-merz-hallo-herr-activity-7281977358264221696-p3W3" rel="noopener noreferrer" target="_blank">offenen Briefes an Friedrich Merz</a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Das Grundgesetz ist da recht eindeutig: Deutscher als "hat einen Pass" geht nicht. Eine digitale Angelegenheit im analogen Deutschland: Null oder eins, mit Pass oder ohne, Staatsbürger oder eben nicht. Zugleich eine der emotionalsten Debatten auf dem politischen Parkett. Was bedeutet es wirklich, Teil einer Gesellschaft zu sein? Wer legt fest, wer dazugehört? Michael spricht mit Bijan Latif, Designer, Stratege und Vordenker, über Identität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Macht der Sprache in politischen Debatten.</p><p>CDU-Kandidat Friedrich Merz sorgte - noch vor seinem AfD-Stunt im Bundestag - mit der Forderung für Aufsehen, Doppelstaatlern den deutschen Pass leichter aberkennen zu können. Für Bijan Anlass genug, Merz mit einem <a href="https://de.linkedin.com/posts/bijan-latif-9601716_offener-brief-an-friedrich-merz-hallo-herr-activity-7281977358264221696-p3W3" rel="noopener noreferrer" target="_blank">offenen Brief</a> zur Diskussion zu laden. Sein Anliegen: Eine offene Diskussion darüber, was es heißt, deutsch zu sein – und darüber, warum diese Frage oft missbraucht wird, um politische Narrative zu steuern, die zu Ausgrenzung und Spaltung führen. Merz hat nicht angerufen, dafür immerhin Michael. Naja :-) </p><p>Bijan argumentiert, dass die Frage nach „Deutschsein“ in einer globalisierten Welt längst überholt ist. Ein Pass ist eine Formalität, doch die Diskussion darum hat sich verselbstständigt. In der Politik wird Identität instrumentalisiert, um Unsicherheiten zu schüren – und diese Taktik zeigt Wirkung. Migration und Integration dominieren Debatten, oft losgelöst von den tatsächlichen Herausforderungen.</p><p>Wie konnte es so weit kommen? Michael und Bijan analysieren, wie Sprache und Narrative genutzt werden, um gesellschaftliche Realitäten zu formen. Ein Problem wird so lange wiederholt, bis es als unumstößliche Wahrheit gilt – selbst wenn Fakten etwas anderes sagen. Die Diskussion über Zugehörigkeit spiegelt dabei größere gesellschaftliche Fragen wider: Geht es wirklich um Identität oder nur um Macht?</p><p>Klar ist: Die Art, wie wir über Gesellschaft sprechen, bestimmt, wie wir sie gestalten. Es geht nicht um Abstammung, sondern um Werte und gemeinsamen Zusammenhalt. Diese Episode fordert eine neue Definition von Zugehörigkeit – jenseits veralteter Konzepte.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://de.linkedin.com/in/bijan-latif-9601716" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bijan Latif</a>, Designer, Stratege und Autor des <a href="https://de.linkedin.com/posts/bijan-latif-9601716_offener-brief-an-friedrich-merz-hallo-herr-activity-7281977358264221696-p3W3" rel="noopener noreferrer" target="_blank">offenen Briefes an Friedrich Merz</a>.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">eef6c42c-5640-4f3b-9bf6-94bbd7b1ce9c</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/5aeb4522-84f3-4e79-81b5-65354748de02/yzRFGtvEKZnWoC5MrspTvQrd.jpg"/><pubDate>Thu, 06 Feb 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/5caf1565-b27c-46b6-a6e2-2e4edd85e972/Folge-245-Latif.mp3" length="79326065" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:19</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>245</itunes:episode><podcast:episode>245</podcast:episode></item><item><title>#244 Ingrid Brodnig - Die gezielte Zerstörung öffentlicher Debatten</title><itunes:title>#244 Ingrid Brodnig - Die gezielte Zerstörung öffentlicher Debatten</itunes:title><description><![CDATA[<p>Zu komplex, zu chaotisch, oft unüberschaubar – unsere digitale Kommunikation steht unter Druck. Kann es so etwas wie eine gemeinsame Wahrheit überhaupt noch geben? Michael spricht mit Ingrid Brodnig, Journalistin und Autorin, über die Herausforderungen in einer Welt, die zunehmend von Desinformation und emotionaler Empörung geprägt ist.</p><p>Zu viele Plattformen fördern Aufregung statt Aufklärung. Ingrid plädiert für mehr Medienkompetenz und einen reflektierten Umgang mit digitalen Inhalten: Kalkulierte Ambivalenz, Fake News und Shitstorms sind Symptome einer Kommunikationskultur, die dringend umgesteuert werden muss. Die Frage bleibt: Wie können wir Empörung vermeiden, ohne die Fakten zu verlieren?</p><p>Geht das? Ingrid erklärt, wie gezielte Aufklärung und frühzeitige Bildung, z. B. durch „Prebunking“-Strategien, helfen können. Emotionen und Fakten müssen zusammengebracht werden, um den Diskurs zu verbessern. Der Weg dorthin ist ein gesellschaftlicher Lernprozess – mit kleinen Schritten und großen Herausforderungen.</p><p>Michael und Ingrid diskutieren mögliche Szenarien: Droht eine weitere Verrohung der digitalen Kommunikation, oder schaffen wir die Wende zu einer respektvolleren Debattenkultur? Klar ist: Es braucht neue Regeln, neue Kompetenzen und vor allem den Willen zur Veränderung.</p><p><strong>Zu Gast: </strong>&nbsp;<a href="https://at.linkedin.com/in/brodnig" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ingrid Brodnig</a>, Journalistin und Autorin. Ihr aktuelles Buch heißt <a href="https://www.brandstaetterverlag.com/buch/wider-die-verrohung/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Wider die Verrohung. Über die gezielte Zerstörung öffentlicher Debatten"</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Zu komplex, zu chaotisch, oft unüberschaubar – unsere digitale Kommunikation steht unter Druck. Kann es so etwas wie eine gemeinsame Wahrheit überhaupt noch geben? Michael spricht mit Ingrid Brodnig, Journalistin und Autorin, über die Herausforderungen in einer Welt, die zunehmend von Desinformation und emotionaler Empörung geprägt ist.</p><p>Zu viele Plattformen fördern Aufregung statt Aufklärung. Ingrid plädiert für mehr Medienkompetenz und einen reflektierten Umgang mit digitalen Inhalten: Kalkulierte Ambivalenz, Fake News und Shitstorms sind Symptome einer Kommunikationskultur, die dringend umgesteuert werden muss. Die Frage bleibt: Wie können wir Empörung vermeiden, ohne die Fakten zu verlieren?</p><p>Geht das? Ingrid erklärt, wie gezielte Aufklärung und frühzeitige Bildung, z. B. durch „Prebunking“-Strategien, helfen können. Emotionen und Fakten müssen zusammengebracht werden, um den Diskurs zu verbessern. Der Weg dorthin ist ein gesellschaftlicher Lernprozess – mit kleinen Schritten und großen Herausforderungen.</p><p>Michael und Ingrid diskutieren mögliche Szenarien: Droht eine weitere Verrohung der digitalen Kommunikation, oder schaffen wir die Wende zu einer respektvolleren Debattenkultur? Klar ist: Es braucht neue Regeln, neue Kompetenzen und vor allem den Willen zur Veränderung.</p><p><strong>Zu Gast: </strong>&nbsp;<a href="https://at.linkedin.com/in/brodnig" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ingrid Brodnig</a>, Journalistin und Autorin. Ihr aktuelles Buch heißt <a href="https://www.brandstaetterverlag.com/buch/wider-die-verrohung/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Wider die Verrohung. Über die gezielte Zerstörung öffentlicher Debatten"</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">bf92c6c7-6301-4312-b485-e5e1824dcc10</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8a2da04d-c942-4afc-86bc-974fe311b7ba/MY-zWN7Dgb1h06J8Rz5sLQ0Q.jpg"/><pubDate>Thu, 30 Jan 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/78c2157a-5a2e-4666-8f7c-aa412bead496/Folge-244-Brodnig.mp3" length="86412145" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>45:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>244</itunes:episode><podcast:episode>244</podcast:episode></item><item><title>#243 Kristiina Coenen - Innovationsraum Steuer</title><itunes:title>#243 Kristiina Coenen - Innovationsraum Steuer</itunes:title><description><![CDATA[<p>Zu komplex, zu bürokratisch, in Teilen unverständlich - wer einfache Punkte sammeln will, wettert über unser Steuersystem. Ist es überhaupt anders möglich? Geht so etwas wie eine echte Reform, eine Steuer-Disruption? Mit Kristiina spricht Michael darüber, was im Innovationsraum Steuer möglich ist. Kristiina Coenen leitet den Innovationshub "The Garage" bei Deloitte.</p><p>Zu viele Gesetze und ein Fokus auf Einzelfälle schaffen Bürokratie. Kristiina plädiert für radikale Vereinfachung: Pauschalierungen, digitale Lösungen und klare Strukturen könnten Bürger:innen&nbsp;entlasten und Unternehmen Raum für Innovation geben.</p><p>Geht das? Kristiina vergleicht ihr Heimatland Finnland mit Deutschland. Hier wie dort haben die Finanzbehörden ohnehin alle relevanten Daten. In einem der beiden Länder müssen Unternehmer ihre Steuerberater beauftragen und unterschreiben am Ende Unterlagen, die sie selbst nicht wirklich durchdringen. Im anderen Land schickt das Amt einfach den fertigen Bescheid. Und nur wer Einwände hat, muss überhaupt aktiv werden. </p><p>Michael und Kristiina stellen ohne Schwierigkeiten eine längere Liste von Steuern auf, große wie kleine, die es mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht braucht. Und die Schaumweinsteuer ist nur das historisch absurdeste Beispiel, eingeführt zur Finanzierung der kaiserlichen Marine im Deutschen Reich. Die ist längst untergegangen, die Steuer prosperiert. </p><p>Klar ist: Es geht nicht um Details, nicht um Optimierung im Detail. Reformen brauchen Mut und großes Denken. Flickschusterei reicht nicht. Diese Episode plädiert für ein radikales Umdenken: Ein Steuersystem, das auf einem "weißen Blatt Papier" entworfen wird, wäre effizienter und gerechter. Es liegt an uns, diesen Weg zu gehen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong>&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/kristiinacoenen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kristiina Coenen</a>, Leiterin des Innovationshubs <a href="https://www.deloitte.com/de/de/issues/innovation-ai/the-garage-deloitte.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„The Garage“</a> bei <a href="https://www.deloitte.com/de/de.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Deloitte</a>.</p><p>Create your podcast today! </p><p>#madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Zu komplex, zu bürokratisch, in Teilen unverständlich - wer einfache Punkte sammeln will, wettert über unser Steuersystem. Ist es überhaupt anders möglich? Geht so etwas wie eine echte Reform, eine Steuer-Disruption? Mit Kristiina spricht Michael darüber, was im Innovationsraum Steuer möglich ist. Kristiina Coenen leitet den Innovationshub "The Garage" bei Deloitte.</p><p>Zu viele Gesetze und ein Fokus auf Einzelfälle schaffen Bürokratie. Kristiina plädiert für radikale Vereinfachung: Pauschalierungen, digitale Lösungen und klare Strukturen könnten Bürger:innen&nbsp;entlasten und Unternehmen Raum für Innovation geben.</p><p>Geht das? Kristiina vergleicht ihr Heimatland Finnland mit Deutschland. Hier wie dort haben die Finanzbehörden ohnehin alle relevanten Daten. In einem der beiden Länder müssen Unternehmer ihre Steuerberater beauftragen und unterschreiben am Ende Unterlagen, die sie selbst nicht wirklich durchdringen. Im anderen Land schickt das Amt einfach den fertigen Bescheid. Und nur wer Einwände hat, muss überhaupt aktiv werden. </p><p>Michael und Kristiina stellen ohne Schwierigkeiten eine längere Liste von Steuern auf, große wie kleine, die es mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht braucht. Und die Schaumweinsteuer ist nur das historisch absurdeste Beispiel, eingeführt zur Finanzierung der kaiserlichen Marine im Deutschen Reich. Die ist längst untergegangen, die Steuer prosperiert. </p><p>Klar ist: Es geht nicht um Details, nicht um Optimierung im Detail. Reformen brauchen Mut und großes Denken. Flickschusterei reicht nicht. Diese Episode plädiert für ein radikales Umdenken: Ein Steuersystem, das auf einem "weißen Blatt Papier" entworfen wird, wäre effizienter und gerechter. Es liegt an uns, diesen Weg zu gehen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong>&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/kristiinacoenen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kristiina Coenen</a>, Leiterin des Innovationshubs <a href="https://www.deloitte.com/de/de/issues/innovation-ai/the-garage-deloitte.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„The Garage“</a> bei <a href="https://www.deloitte.com/de/de.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Deloitte</a>.</p><p>Create your podcast today! </p><p>#madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">aff9ea05-f50f-42fd-b194-680924fe83f0</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/80c9d8fa-f727-4a88-a5a8-6302e0210946/yfOBRbJlfYmcBKgKDQ_y3jL4.jpg"/><pubDate>Thu, 23 Jan 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/d1a9f005-9239-4ac9-b8dc-2971d88d7094/Folge-243-Coenen.mp3" length="70014770" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:28</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>243</itunes:episode><podcast:episode>243</podcast:episode></item><item><title>#242 Philipp Höllermann - Warum unsere Bildung im Mittelalter stecken geblieben ist</title><itunes:title>#242 Philipp Höllermann - Warum unsere Bildung im Mittelalter stecken geblieben ist</itunes:title><description><![CDATA[<p>Der Kontrast könnte kaum größer sein: Auf der einen Seite die Anforderungen an Bildung und Lernen, auf der anderen Seite unsere Gewohnheiten und Strukturen. Michael diskutiert mit dem Bildungsenthusiasten Philipp Höllermann darüber, wie wir Menschen dazu bringen können, lebenslang und mit Begeisterung zu lernen.</p><p>Philipp beschreibt, wie aus der Zeit gefallen die heutigen Bildungsstrukturen sind. Im Mittelalter waren Bücher das knappe Gut der Bildung. Also zogen die Lehrenden von einer Stadt zur nächsten und lasen aus ihren Büchern vor. Bücher sind inzwischen nicht mehr das Problem, Vorlesungen sind geblieben. Später brauchte es brave Bürger und fähige Soldaten, die an der Front verheizt werden konnten. Disziplin, Wohlverhalten, abrufbares Wissen waren gefragt - und genau dafür wurden Schulen entwickelt. Form und Struktur sind geblieben.  </p><p>Der Alltag: 28 Kinder sitzen in einem engen Raum. Philipp sagt: Das Einzige, was man damit erreicht, ist eine hervorragende Petrischale, aber nicht für Bildung, sondern für Ablenkung, Lärm und im Zweifelsfall irgendwelche Viren und Läuse. Kompetenzen müssen in den Vordergrund rücken, nicht das Wissen, so Philipp. Das Wissen ist im Zweifel flüchtig, überflüssig oder nicht mehr up to date. Wer aber Kompetenzen fordert, wird mit den üblichen Lehrplänen oder gar Bewertungsmaßstäben nicht weit kommen. </p><p>Also: Individuelle Lernpläne, Abgleich mit dem eigenen Fortschritt und Tempo, Lernen an eigenen themenübergreifenden Projekten. Letztlich müssen wir eins lernen: Wie entwickele ich das Curriculum meines eigenen Lebens und setze es um?</p><p><strong>Zu Gast:</strong>&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/philipp-hoellermann-sustainable-digital-education" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philipp Höllermann</a>, Bildungsenthusiast und CTO der <a href="https://www.dwg.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Deutschen Weiterbildungsgesellschaft</a>.</p><p>Create your podcast today! </p><p>#madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Kontrast könnte kaum größer sein: Auf der einen Seite die Anforderungen an Bildung und Lernen, auf der anderen Seite unsere Gewohnheiten und Strukturen. Michael diskutiert mit dem Bildungsenthusiasten Philipp Höllermann darüber, wie wir Menschen dazu bringen können, lebenslang und mit Begeisterung zu lernen.</p><p>Philipp beschreibt, wie aus der Zeit gefallen die heutigen Bildungsstrukturen sind. Im Mittelalter waren Bücher das knappe Gut der Bildung. Also zogen die Lehrenden von einer Stadt zur nächsten und lasen aus ihren Büchern vor. Bücher sind inzwischen nicht mehr das Problem, Vorlesungen sind geblieben. Später brauchte es brave Bürger und fähige Soldaten, die an der Front verheizt werden konnten. Disziplin, Wohlverhalten, abrufbares Wissen waren gefragt - und genau dafür wurden Schulen entwickelt. Form und Struktur sind geblieben.  </p><p>Der Alltag: 28 Kinder sitzen in einem engen Raum. Philipp sagt: Das Einzige, was man damit erreicht, ist eine hervorragende Petrischale, aber nicht für Bildung, sondern für Ablenkung, Lärm und im Zweifelsfall irgendwelche Viren und Läuse. Kompetenzen müssen in den Vordergrund rücken, nicht das Wissen, so Philipp. Das Wissen ist im Zweifel flüchtig, überflüssig oder nicht mehr up to date. Wer aber Kompetenzen fordert, wird mit den üblichen Lehrplänen oder gar Bewertungsmaßstäben nicht weit kommen. </p><p>Also: Individuelle Lernpläne, Abgleich mit dem eigenen Fortschritt und Tempo, Lernen an eigenen themenübergreifenden Projekten. Letztlich müssen wir eins lernen: Wie entwickele ich das Curriculum meines eigenen Lebens und setze es um?</p><p><strong>Zu Gast:</strong>&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/philipp-hoellermann-sustainable-digital-education" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philipp Höllermann</a>, Bildungsenthusiast und CTO der <a href="https://www.dwg.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Deutschen Weiterbildungsgesellschaft</a>.</p><p>Create your podcast today! </p><p>#madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">076f73bf-c4d2-43f8-b35c-a143fdfe27ed</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d1c8022c-1985-4235-8b4a-39f9e8ca7f7a/26EuT8h-4yEXyUWlfOCOftWR.jpg"/><pubDate>Thu, 16 Jan 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/caec225d-65ac-47fe-b7a8-7dfa562140ea/Folge-242-H-llermann.mp3" length="94971949" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>49:28</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>242</itunes:episode><podcast:episode>242</podcast:episode></item><item><title>#241 Christian Granseier - Kundendialog der Zukunft</title><itunes:title>#241 Christian Granseier - Kundendialog der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p>Rufen wir doch einfach mal an, bei dieser KI, und fragen nach. Michael diskutiert mit Christian Granseier von Concentrix die Zukunft des Kundendialogs. Die Entwicklung vollzieht sich aktuell mit erstaunlicher Geschwindigkeit. Wer weiß an der Hotline gerade besser Bescheid: Der Mensch oder der Algorithmus?</p><p>Für den Podcast hat Christians Team einen KI-Bot trainiert, der glaubt, am Empfang einer Tauchschule zu sitzen. Termine verschieben kann er - und auch wenn Michael natürlich genau weiß, dass die Szene gestellt ist und sein Gegenüber eine Computerstimme, rutscht ihm doch ein "Wir sehen uns" zur Verabschiedung heraus. Soviel zur gefühlten Echtheit. </p><p>Gleichstand herrscht aktuell bei der Trainingsdauer im Kundendialog. Der Tauchschulen-Bot hat drei Stunden Entwicklungszeit gekostet. Ob Mensch einarbeiten oder KI trainieren, beides kann je nach Komplexität der Aufgabe durchaus dauern, braucht aber in etwa gleichlang. Perspektive: Die KI wird nicht langsamer werden. Und der Mensch nicht schneller. </p><p>Christian erwartet eine explosionsartige Vermehrung von Kommunikationsvorgängen. Der entscheidende Treiber: Sobald wir auf Kundenseite beginnen, unsere eigenen Bots einzusetzen, um Produkte zu finden, Anbieter zu vergleichen, individuell passende Lösungen zu identifizieren. Bots, denen es gleichgültig ist, ob sie noch ein paar mehr potenzielle Anbieter anrufen. "Siri, besorge mir einen besseren Stromvertrag" - und die Maschine läuft los. </p><p>Konsequenz 1: Auch kleinere Anbieter werden kaum umhinkommen, Bots an die Schnittstellen der Kundenkommunikation zu setzen. Sie sind ohnehin heute schon günstiger als menschliche Mitarbeiter:innen. </p><p>Konsequenz 2: Der Druck, wirklich individuell passende Lösungen zu entwickeln, steigt enorm. Durchschnitt von der Stange reicht nicht mehr aus. </p><p>Vertrauen wir der Technik? Christian fragt zurück: Wodurch wächst dieses Vertrauen? Wir werden bald alltäglich ein Miteinander von Mensch und Maschine sehen. Bots im Alltag der Kundenkommunikation werden schon in zwei Jahren etwas völlig normales sein. Und Michael kann sie heute schon kaum mehr voneinander unterscheiden, sehen oben.  </p><p><strong>Themen dieser Folge:</strong></p><ul><li>Die Evolution des Kundenservice: Von Hotlines zu intelligenten Bots.</li><li>Künstliche Intelligenz im Dialog: Wo stehen wir heute?</li><li>Praktischer Test: Ein Bot im Einsatz für Terminbuchungen.</li><li>Emotionen und Technologie: Kann KI Empathie ersetzen?</li><li>Zukunftsvision: Werden Bots unsere persönlichen Assistenten?</li></ul><br/><p><strong>Key Takeaways:</strong></p><ul><li>KI und Bots schaffen neue Möglichkeiten für Effizienz und Servicequalität.</li><li>Menschen bleiben unersetzbar bei emotionalen und komplexen Interaktionen.</li><li>Die Akzeptanz von Bots wächst mit positiven Erlebnissen.</li><li>Personalisierte Services durch KI-gestützte Datenverarbeitung sind die Zukunft.</li></ul><br/><p>Zu Gast: <a href="https://de.linkedin.com/in/christian-granseier-952031182" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Granseier</a>, VP Account Management bei <a href="https://www.concentrix.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Concentrix</a></p><p>Create your podcast today! </p><p>#madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Rufen wir doch einfach mal an, bei dieser KI, und fragen nach. Michael diskutiert mit Christian Granseier von Concentrix die Zukunft des Kundendialogs. Die Entwicklung vollzieht sich aktuell mit erstaunlicher Geschwindigkeit. Wer weiß an der Hotline gerade besser Bescheid: Der Mensch oder der Algorithmus?</p><p>Für den Podcast hat Christians Team einen KI-Bot trainiert, der glaubt, am Empfang einer Tauchschule zu sitzen. Termine verschieben kann er - und auch wenn Michael natürlich genau weiß, dass die Szene gestellt ist und sein Gegenüber eine Computerstimme, rutscht ihm doch ein "Wir sehen uns" zur Verabschiedung heraus. Soviel zur gefühlten Echtheit. </p><p>Gleichstand herrscht aktuell bei der Trainingsdauer im Kundendialog. Der Tauchschulen-Bot hat drei Stunden Entwicklungszeit gekostet. Ob Mensch einarbeiten oder KI trainieren, beides kann je nach Komplexität der Aufgabe durchaus dauern, braucht aber in etwa gleichlang. Perspektive: Die KI wird nicht langsamer werden. Und der Mensch nicht schneller. </p><p>Christian erwartet eine explosionsartige Vermehrung von Kommunikationsvorgängen. Der entscheidende Treiber: Sobald wir auf Kundenseite beginnen, unsere eigenen Bots einzusetzen, um Produkte zu finden, Anbieter zu vergleichen, individuell passende Lösungen zu identifizieren. Bots, denen es gleichgültig ist, ob sie noch ein paar mehr potenzielle Anbieter anrufen. "Siri, besorge mir einen besseren Stromvertrag" - und die Maschine läuft los. </p><p>Konsequenz 1: Auch kleinere Anbieter werden kaum umhinkommen, Bots an die Schnittstellen der Kundenkommunikation zu setzen. Sie sind ohnehin heute schon günstiger als menschliche Mitarbeiter:innen. </p><p>Konsequenz 2: Der Druck, wirklich individuell passende Lösungen zu entwickeln, steigt enorm. Durchschnitt von der Stange reicht nicht mehr aus. </p><p>Vertrauen wir der Technik? Christian fragt zurück: Wodurch wächst dieses Vertrauen? Wir werden bald alltäglich ein Miteinander von Mensch und Maschine sehen. Bots im Alltag der Kundenkommunikation werden schon in zwei Jahren etwas völlig normales sein. Und Michael kann sie heute schon kaum mehr voneinander unterscheiden, sehen oben.  </p><p><strong>Themen dieser Folge:</strong></p><ul><li>Die Evolution des Kundenservice: Von Hotlines zu intelligenten Bots.</li><li>Künstliche Intelligenz im Dialog: Wo stehen wir heute?</li><li>Praktischer Test: Ein Bot im Einsatz für Terminbuchungen.</li><li>Emotionen und Technologie: Kann KI Empathie ersetzen?</li><li>Zukunftsvision: Werden Bots unsere persönlichen Assistenten?</li></ul><br/><p><strong>Key Takeaways:</strong></p><ul><li>KI und Bots schaffen neue Möglichkeiten für Effizienz und Servicequalität.</li><li>Menschen bleiben unersetzbar bei emotionalen und komplexen Interaktionen.</li><li>Die Akzeptanz von Bots wächst mit positiven Erlebnissen.</li><li>Personalisierte Services durch KI-gestützte Datenverarbeitung sind die Zukunft.</li></ul><br/><p>Zu Gast: <a href="https://de.linkedin.com/in/christian-granseier-952031182" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Granseier</a>, VP Account Management bei <a href="https://www.concentrix.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Concentrix</a></p><p>Create your podcast today! </p><p>#madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">85765552-055b-4649-8651-300914d04c61</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8e8aa8b7-0bc7-43f3-97ae-93715411f5e2/UBCTQjaJQt_3C2HUztXPp9YJ.jpg"/><pubDate>Thu, 09 Jan 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/3182d3ab-b921-47f2-810d-cce15fc3b505/Folge-241-Granseier.mp3" length="78708321" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>241</itunes:episode><podcast:episode>241</podcast:episode></item><item><title>#240 Johannes Kleske - Die Welt lässt sich nicht mehr managen</title><itunes:title>#240 Johannes Kleske - Die Welt lässt sich nicht mehr managen</itunes:title><description><![CDATA[<p>… und das ist wahrscheinlich ungewohnt, in jedem Fall nur wenig geübt, aber letztlich nicht schlimm. Im Gegenteil: Der Wandel ist real. Wer den Status quo erhalten will, muss handeln, sagt Johannes Kleske, Foresight-Consultant und kritischer Zukunftsforscher.&nbsp;</p><p>Johannes und Michael sprechen intensiv über das Mindset, das wir benötigen, um Zukunft zu gestalten. Das Gegenbild ist klar: Mindset der Merkel-Ära ist es nicht. Abwarten, sich arrangieren, Risiken vermeiden, sich an kurzen Horizonten orientieren, Entscheidungen hinauszögern, bis die eine Lösung tatsächlich alternativlos ist. Johannes und Michael teilen die Erfahrung, wohin dies führt: Wer heute einen typischen Manager fragt „Was für eine Zukunft hättest du gerne?“, erntet allzu häufig hilflos-ratlose Gesichter. Die Quartalszahl dominiert, alles andere ist nicht geübt.&nbsp;</p><p>Eine fatale Verknüpfung haben wir über lange Jahre in unser Denken aufgenommen: Wer Stabilität und Sicherheit will, muss Risiken vermeiden. Johannes betont: Das funktioniert nicht mehr. Die Welt lässt sich nicht mehr managen. Wenn wir nicht unsere eigenen Zukunftsbilder verfolgen, dann agieren wir auf das Zukunftsbild von jemand anderem.&nbsp;</p><p>Die Neujahrsbotschaft 2025 von Johannes lautet: Wir anders an die Gestaltung unserer Welt herangehen. Wir können nicht mehr abwarten; wir müssen ins Risiko gehen. Wir müssen für uns klären: Dahin möchten wir - und dorthin nicht. Dafür benötigen wir sehr konkrete Zukunftsbilder, denn was wir uns vorstellen können, darauf können wir auch hinarbeiten. Genauer: Von unseren Zukunftsbildern her können wir rückwärts denken und Stück für Stück erleben, wie wir einen Beitrag leisten können. Sofort ist eine ganz andere Energie im Raum. Kein Kampf mehr gegen Windmühlen, sondern die Erfahrung: Heute kann ich ein Stück dazu beitragen, dass diese Idee ein Stück weit realistisch wird. Denn Zukunft wird immer erst dadurch realistisch, dass wir sie realisieren.&nbsp;</p><p>Die Hausaufgabe, ja auch für die coolen Jungs in der letzten Reihe der Klasse: Nimm dir ein leeres Blatt Papier oder eine frische Datei. Es ist 2035. Montag, früh am Morgen, sechs Uhr. Was machst du konkret: Gehst du zur Arbeit oder ins Metaverse? Auf den Fahrradschnellweg oder in das Fluggerät? Und so durch den Tag. Das trainiert den Zukunftsmuskel.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/jkleske/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Johannes Kleske</a>, Foresight-Consultant und <a href="https://johanneskleske.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">kritischer Zukunftsforscher</a>. </p><p><br></p><p>Create your podcast today! </p><p>#madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>… und das ist wahrscheinlich ungewohnt, in jedem Fall nur wenig geübt, aber letztlich nicht schlimm. Im Gegenteil: Der Wandel ist real. Wer den Status quo erhalten will, muss handeln, sagt Johannes Kleske, Foresight-Consultant und kritischer Zukunftsforscher.&nbsp;</p><p>Johannes und Michael sprechen intensiv über das Mindset, das wir benötigen, um Zukunft zu gestalten. Das Gegenbild ist klar: Mindset der Merkel-Ära ist es nicht. Abwarten, sich arrangieren, Risiken vermeiden, sich an kurzen Horizonten orientieren, Entscheidungen hinauszögern, bis die eine Lösung tatsächlich alternativlos ist. Johannes und Michael teilen die Erfahrung, wohin dies führt: Wer heute einen typischen Manager fragt „Was für eine Zukunft hättest du gerne?“, erntet allzu häufig hilflos-ratlose Gesichter. Die Quartalszahl dominiert, alles andere ist nicht geübt.&nbsp;</p><p>Eine fatale Verknüpfung haben wir über lange Jahre in unser Denken aufgenommen: Wer Stabilität und Sicherheit will, muss Risiken vermeiden. Johannes betont: Das funktioniert nicht mehr. Die Welt lässt sich nicht mehr managen. Wenn wir nicht unsere eigenen Zukunftsbilder verfolgen, dann agieren wir auf das Zukunftsbild von jemand anderem.&nbsp;</p><p>Die Neujahrsbotschaft 2025 von Johannes lautet: Wir anders an die Gestaltung unserer Welt herangehen. Wir können nicht mehr abwarten; wir müssen ins Risiko gehen. Wir müssen für uns klären: Dahin möchten wir - und dorthin nicht. Dafür benötigen wir sehr konkrete Zukunftsbilder, denn was wir uns vorstellen können, darauf können wir auch hinarbeiten. Genauer: Von unseren Zukunftsbildern her können wir rückwärts denken und Stück für Stück erleben, wie wir einen Beitrag leisten können. Sofort ist eine ganz andere Energie im Raum. Kein Kampf mehr gegen Windmühlen, sondern die Erfahrung: Heute kann ich ein Stück dazu beitragen, dass diese Idee ein Stück weit realistisch wird. Denn Zukunft wird immer erst dadurch realistisch, dass wir sie realisieren.&nbsp;</p><p>Die Hausaufgabe, ja auch für die coolen Jungs in der letzten Reihe der Klasse: Nimm dir ein leeres Blatt Papier oder eine frische Datei. Es ist 2035. Montag, früh am Morgen, sechs Uhr. Was machst du konkret: Gehst du zur Arbeit oder ins Metaverse? Auf den Fahrradschnellweg oder in das Fluggerät? Und so durch den Tag. Das trainiert den Zukunftsmuskel.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/jkleske/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Johannes Kleske</a>, Foresight-Consultant und <a href="https://johanneskleske.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">kritischer Zukunftsforscher</a>. </p><p><br></p><p>Create your podcast today! </p><p>#madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c1c0bbd0-fb6f-4682-ad90-8989c77a8b4b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e81aa3af-66b8-4384-b653-6060126c9cbd/6thyBbbSuK1Irw33kS24y06H.jpg"/><pubDate>Thu, 02 Jan 2025 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/1c611e56-7312-4885-b3c5-40da53549788/Folge-240-Kleske.mp3" length="84747832" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:08</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>240</itunes:episode><podcast:episode>240</podcast:episode></item><item><title>#239 Michael Carl: 2025 - Der Trailer</title><itunes:title>#239 Michael Carl: 2025 - Der Trailer</itunes:title><description><![CDATA[<p>Erkenntnis ist nicht mehr unser Thema, 2025 wird das Jahr der Umsetzung. Der Streit um die Richtung wird das Jahr prägen, der Graben zwischen den Zielsetzungen wird tiefer. Im heutigen Solo-Feature von “Carls Zukunft der Woche” blickt Zukunftsforscher Michael Carl auf die&nbsp; Herausforderungen und Entwicklungen des kommenden Jahres 2025. In einer Welt, die sich rasant wandelt, stehen wir vor entscheidenden Weichenstellungen in Technologie, Gesellschaft und Klima. Die Auseinandersetzung um Privilegien und die gerechte Verteilung von Ressourcen wird die Gesellschaft tiefgreifend beeinflussen.&nbsp;</p><p>Die Prognosen für 20925 in der Übersicht (und zum Abgleich am 31.12.2025):&nbsp;</p><ol><li><strong>KI-Agenten</strong>: Aus dem Werkzeug wird der selbsttätig handelnde Agent, der eigenständige Entscheidungen trifft.</li><li><strong>KI an Kundenschnittstellen</strong>: KI wird zunehmend für Interaktionen an Kundenschnittstellen eingesetzt, was die Kommunikationslandschaft revolutioniert.	 „Darf ich bitte den Computer sprechen? Ich möchte mein Problem lösen.“</li><li><strong>Disruption in der Reisebranche</strong>: KI-Agenten übernehmen die komplexe Planung und Organisation von Reisen.&nbsp;Die gesamte Branche steht unmittelbar vor dem Umbruch. </li><li><strong>Datenschutzdebatten</strong>: Eine neue europäische Datenschutzdebatte zu KI steht uns in Haus.&nbsp;</li><li><strong>Bundestagswahl</strong>: Die nächste Bundesregierung ist schwarz-grün.</li><li><strong>Wahrheit wird blurry</strong>: Die Unterscheidung zwischen echten und manipulierten Informationen wird durch KI weiter erheblich erschwert.</li><li><strong>Gezielter Einfluss</strong>: Russischer Einfluss wie auch der von Oligarchen nimmt nicht nur im Umfang zu, er wird expliziter und zunehmend ungeschminkt zur Schau getragen. </li><li><strong>Disruption der Automobilindustrie</strong>: Wir erwarten mindestens einen europäischen Autohersteller nah an der Insolvenz.&nbsp;Der Traum der Technologieoffenheit endet jäh. </li><li><strong>Energieversorgung</strong>: Mindestens drei größere Stadtwerke werden Beispiel Mannheims folgen und das Ende der Gasversorgung ankündigen.&nbsp;</li><li>Die wichtigste Prognose: <strong>Privilegien</strong> wird das entscheidende Thema des Jahres 2025 werden. Wessen Privilegien erkennen wir als wichtig und verhaltenswert an? Welche stehen zurück? Die zentrale Debatte des Jahres.&nbsp;</li></ol><br/><p>Robin Williams hat in "Der Club der toten Dichter" den wunderbaren Satz geprägt: "In that endeavor, laziness will not do". Also: Ärmel hoch, wir können Zukunft gestalten, eine gute Nachricht. </p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p><p><br></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Erkenntnis ist nicht mehr unser Thema, 2025 wird das Jahr der Umsetzung. Der Streit um die Richtung wird das Jahr prägen, der Graben zwischen den Zielsetzungen wird tiefer. Im heutigen Solo-Feature von “Carls Zukunft der Woche” blickt Zukunftsforscher Michael Carl auf die&nbsp; Herausforderungen und Entwicklungen des kommenden Jahres 2025. In einer Welt, die sich rasant wandelt, stehen wir vor entscheidenden Weichenstellungen in Technologie, Gesellschaft und Klima. Die Auseinandersetzung um Privilegien und die gerechte Verteilung von Ressourcen wird die Gesellschaft tiefgreifend beeinflussen.&nbsp;</p><p>Die Prognosen für 20925 in der Übersicht (und zum Abgleich am 31.12.2025):&nbsp;</p><ol><li><strong>KI-Agenten</strong>: Aus dem Werkzeug wird der selbsttätig handelnde Agent, der eigenständige Entscheidungen trifft.</li><li><strong>KI an Kundenschnittstellen</strong>: KI wird zunehmend für Interaktionen an Kundenschnittstellen eingesetzt, was die Kommunikationslandschaft revolutioniert.	 „Darf ich bitte den Computer sprechen? Ich möchte mein Problem lösen.“</li><li><strong>Disruption in der Reisebranche</strong>: KI-Agenten übernehmen die komplexe Planung und Organisation von Reisen.&nbsp;Die gesamte Branche steht unmittelbar vor dem Umbruch. </li><li><strong>Datenschutzdebatten</strong>: Eine neue europäische Datenschutzdebatte zu KI steht uns in Haus.&nbsp;</li><li><strong>Bundestagswahl</strong>: Die nächste Bundesregierung ist schwarz-grün.</li><li><strong>Wahrheit wird blurry</strong>: Die Unterscheidung zwischen echten und manipulierten Informationen wird durch KI weiter erheblich erschwert.</li><li><strong>Gezielter Einfluss</strong>: Russischer Einfluss wie auch der von Oligarchen nimmt nicht nur im Umfang zu, er wird expliziter und zunehmend ungeschminkt zur Schau getragen. </li><li><strong>Disruption der Automobilindustrie</strong>: Wir erwarten mindestens einen europäischen Autohersteller nah an der Insolvenz.&nbsp;Der Traum der Technologieoffenheit endet jäh. </li><li><strong>Energieversorgung</strong>: Mindestens drei größere Stadtwerke werden Beispiel Mannheims folgen und das Ende der Gasversorgung ankündigen.&nbsp;</li><li>Die wichtigste Prognose: <strong>Privilegien</strong> wird das entscheidende Thema des Jahres 2025 werden. Wessen Privilegien erkennen wir als wichtig und verhaltenswert an? Welche stehen zurück? Die zentrale Debatte des Jahres.&nbsp;</li></ol><br/><p>Robin Williams hat in "Der Club der toten Dichter" den wunderbaren Satz geprägt: "In that endeavor, laziness will not do". Also: Ärmel hoch, wir können Zukunft gestalten, eine gute Nachricht. </p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p><p><br></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">508b61f8-5313-4d21-b6eb-86afc5127399</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1ab3aa17-84f3-4945-b109-647c6e1317a6/XmFeaua_kV-gbZ5OHEoJNwmq.jpg"/><pubDate>Thu, 26 Dec 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/542abb30-e105-4b78-bd45-449a93005e8f/Folge-239-Trailer-2025.mp3" length="50080624" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>26:05</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>239</itunes:episode><podcast:episode>239</podcast:episode></item><item><title>#238 Katrin Schuhen - Die Jäger des Mikroplastiks</title><itunes:title>#238 Katrin Schuhen - Die Jäger des Mikroplastiks</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein Partikel Mikroplastik pro Liter im Ozean. Wirklich unschön. Aber nicht das eigentliche Problem. In Flüssen können es schon zehn bis hundert Partikel sein. An Kläranlagen noch mehr. Und dort, wo Plastik produziert oder recycelt wird, kommen auch schon mal Millionen Partikel im Liter zusammen. Hier setzt Katrin an. Katrin Schuhen ist Chemikerin und Gründerin von Wasser 3.0. Sie zeigt, dass es Lösungen gibt, die nicht nur innovativ, sondern auch sofort umsetzbar sind.&nbsp;</p><p>Mit ihrem Team hat Katrin eine Methode entwickelt, das Plastik aus dem Wasser zu holen: Mit Hybrid-Kieselgelen werden die unsichtbaren Partikel zu sichtbaren Klumpen geformt, die wie Popcorn auf der Wasseroberfläche schwimmen. Diese können einfach abgeschöpft und als Ressource in anderen Industrien genutzt werden, beispielsweise in der Bauwirtschaft zur Herstellung von Beton. So wird aus Abfall ein wertvoller Rohstoff, der Kreisläufe schließt und den CO₂-Fußabdruck senkt.</p><p>Wasser wird mehr und mehr zu einer knappen Ressource. Erste Landkreise in Deutschland müssen schon entscheiden, ob Menschen oder Industrien Zugang zu Wasser erhalten. Umso wichtiger, so Katrin, in Produktion und Recycling Wasserkreisläufe zu etablieren, damit Fabriken sich selbst mit Wasser versorgen können. Auch dafür trägt Katrins Lösung.&nbsp;</p><p>Besonders spannend ist Kathrins pragmatische Herangehensweise. Sie zeigt, wie einfach und effizient Lösungen sein können, wenn man bereit ist, alte Denkmuster hinter sich zu lassen. Ihre Botschaft ist klar: Wir müssen nicht warten, bis gesetzliche Regelungen greifen – handeln können wir schon heute.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/dr-katrin-schuhen-ba27bb121/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Katrin Schuhen</a>, Gründerin von <a href="https://wasserdreinull.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wasser 3.0</a>, Autorin von <a href="https://www.buch7.de/produkt/rebellin-des-wassers-katrin-schuhen/1048825921?ean=9783958036178" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Rebellin des Wassers"</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Partikel Mikroplastik pro Liter im Ozean. Wirklich unschön. Aber nicht das eigentliche Problem. In Flüssen können es schon zehn bis hundert Partikel sein. An Kläranlagen noch mehr. Und dort, wo Plastik produziert oder recycelt wird, kommen auch schon mal Millionen Partikel im Liter zusammen. Hier setzt Katrin an. Katrin Schuhen ist Chemikerin und Gründerin von Wasser 3.0. Sie zeigt, dass es Lösungen gibt, die nicht nur innovativ, sondern auch sofort umsetzbar sind.&nbsp;</p><p>Mit ihrem Team hat Katrin eine Methode entwickelt, das Plastik aus dem Wasser zu holen: Mit Hybrid-Kieselgelen werden die unsichtbaren Partikel zu sichtbaren Klumpen geformt, die wie Popcorn auf der Wasseroberfläche schwimmen. Diese können einfach abgeschöpft und als Ressource in anderen Industrien genutzt werden, beispielsweise in der Bauwirtschaft zur Herstellung von Beton. So wird aus Abfall ein wertvoller Rohstoff, der Kreisläufe schließt und den CO₂-Fußabdruck senkt.</p><p>Wasser wird mehr und mehr zu einer knappen Ressource. Erste Landkreise in Deutschland müssen schon entscheiden, ob Menschen oder Industrien Zugang zu Wasser erhalten. Umso wichtiger, so Katrin, in Produktion und Recycling Wasserkreisläufe zu etablieren, damit Fabriken sich selbst mit Wasser versorgen können. Auch dafür trägt Katrins Lösung.&nbsp;</p><p>Besonders spannend ist Kathrins pragmatische Herangehensweise. Sie zeigt, wie einfach und effizient Lösungen sein können, wenn man bereit ist, alte Denkmuster hinter sich zu lassen. Ihre Botschaft ist klar: Wir müssen nicht warten, bis gesetzliche Regelungen greifen – handeln können wir schon heute.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/dr-katrin-schuhen-ba27bb121/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Katrin Schuhen</a>, Gründerin von <a href="https://wasserdreinull.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wasser 3.0</a>, Autorin von <a href="https://www.buch7.de/produkt/rebellin-des-wassers-katrin-schuhen/1048825921?ean=9783958036178" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Rebellin des Wassers"</a></p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">a094ea5b-86f8-41e4-9bea-972408196700</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/188b187b-a6ec-477e-83cd-fde099063dc9/mqLxXfU2j2KoZQavWyVQ-V_I.jpg"/><pubDate>Thu, 19 Dec 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/368b9ebe-c027-4634-9922-f781443fbf2c/Folge-238-Schuhen.mp3" length="81942489" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>238</itunes:episode><podcast:episode>238</podcast:episode></item><item><title>#237 Karla Loida - Der zart besaitete Quantencomputer</title><itunes:title>#237 Karla Loida - Der zart besaitete Quantencomputer</itunes:title><description><![CDATA[<p>Natürlich ist nahezu jede Verschlüsselung auch mit herkömmlichen Computern aufzulösen, alles eine Frage der Zeit. Nur wenn es Milliarden Jahre dauern würde, ein Passwort zu errechnen, wird es in der Regel nicht passieren. Im Ergebnis: Sicher. Bis der erste Quantencomputer sich der Sache annimmt und die Angelegenheit in wenigen Sekunden erledigt. Karla Loida von der Quantencomputerinitiative bei DLR bestätigt: Sobald diese neue Technologie am Start ist, können wir jedes Passwort immer als geknackt betrachten. Schöne neue Welt.</p><p>Karla nennt vor allem Chemie und Materialwissenschaft und die Medizin als Felder, auf denen Quantencomputer zu erheblichen Sprüngen führen werden.  Damit das gelingt, fördert der Bund als Ankerkunde die Entwicklung dieser Technologie. Ein Ökosystem, das vom DLR mit aufgebaut wird. </p><p>Karla erwartet den Durchbruch des Quantencomputers in näherer Zukunft; in fünf bis 20 Jahren spätestens werden wir soweit sein. Stand heute seien die Geräte noch etwas zart besaitet, ließen sich zu leicht ablenken und produzierten Fehler. Als wäre es das hyperintelligente, ADHS-diagnostizierte Grundschulkind. Das ändert aber nichts an der Perspektive. Wer einen frühen Quantencomputer bauen möchte, kann dies heute schon tun. </p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/dr-karla-loida-249a0013a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Karla Loida</a>, <a href="https://www.dlr.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt</a>, Strategische Projektmanagerin für Quantencomputing Hardware der Quantencomputinginitiative des DLR.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich ist nahezu jede Verschlüsselung auch mit herkömmlichen Computern aufzulösen, alles eine Frage der Zeit. Nur wenn es Milliarden Jahre dauern würde, ein Passwort zu errechnen, wird es in der Regel nicht passieren. Im Ergebnis: Sicher. Bis der erste Quantencomputer sich der Sache annimmt und die Angelegenheit in wenigen Sekunden erledigt. Karla Loida von der Quantencomputerinitiative bei DLR bestätigt: Sobald diese neue Technologie am Start ist, können wir jedes Passwort immer als geknackt betrachten. Schöne neue Welt.</p><p>Karla nennt vor allem Chemie und Materialwissenschaft und die Medizin als Felder, auf denen Quantencomputer zu erheblichen Sprüngen führen werden.  Damit das gelingt, fördert der Bund als Ankerkunde die Entwicklung dieser Technologie. Ein Ökosystem, das vom DLR mit aufgebaut wird. </p><p>Karla erwartet den Durchbruch des Quantencomputers in näherer Zukunft; in fünf bis 20 Jahren spätestens werden wir soweit sein. Stand heute seien die Geräte noch etwas zart besaitet, ließen sich zu leicht ablenken und produzierten Fehler. Als wäre es das hyperintelligente, ADHS-diagnostizierte Grundschulkind. Das ändert aber nichts an der Perspektive. Wer einen frühen Quantencomputer bauen möchte, kann dies heute schon tun. </p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/dr-karla-loida-249a0013a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Karla Loida</a>, <a href="https://www.dlr.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt</a>, Strategische Projektmanagerin für Quantencomputing Hardware der Quantencomputinginitiative des DLR.</p><p>Create your podcast today! #madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">bbd4a187-19cc-4cf8-9472-430d60972559</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/c16f6098-f4d5-4a86-bfa8-769032732a0a/gc6RLDwx5xumgCEvl3uscIsj.jpg"/><pubDate>Thu, 12 Dec 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/c3848892-924b-487a-841a-89e1bd76f892/Folge-237-Loida-Quantencomputer-final.mp3" length="76330969" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:45</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>237</itunes:episode><podcast:episode>237</podcast:episode></item><item><title>#236 Christine Hugendubel - Long Covid und der Kampf gegen die Windmühlenflügel des Vergessens</title><itunes:title>#236 Christine Hugendubel - Long Covid und der Kampf gegen die Windmühlenflügel des Vergessens</itunes:title><description><![CDATA[<p>Eine Zahl: 800 000 Menschen, wahrscheinlich mehr. 1-2% der Bevölkerung leiden unter Long Covid. Und was machen die anderen 98%? Sind froh und dankbar, dass sie es nicht haben, und schauen weg. Eine Zuspitzung, natürlich. Womöglich nicht aus Sicht der Kranken, sagt die Anwältin Christine Hugendubel. Sie vertritt Erkrankte vor Gericht und berichtet im Podcast, was für ein elender Weg das ist. Man erkläre in unserer Leistungsgesellschaft einmal jemandem, dass der Profisportler, der Arzt im Krankenhaus, die erfolgreichen Eltern auf einmal nicht mehr können, als auf dem Sofa zu liegen.&nbsp;</p><p>Viele Ärzte wissen zu wenig, allzuoft wird Long Covid für eine Depression gehalten - und entsprechend falsch behandelt. Gehen Sie doch mal raus an die frische Luft und treiben etwas Sport! Und schon wird es schlimmer. Das Problem: Wer diese schwer zu greifende Krankheit hat, kann genau eines nicht: Für sein Recht kämpfen. Da pocht die Krankenkasse auf Mitarbeit. Das lehnt die Berufsgenossenschaft Rentenanträge ab, denn Reha geht vor Rente. Wenn aber Reha nicht geht?&nbsp;</p><p>Auf der einen Seite liegen die Menschen, die schon davon überfordert sind, einen Brief zu öffnen. Auf der anderen Seite laufen Fristen, warten Anträge, Widersprüche. Kein einziger Prozess, den Christine führt, ist schon über die erste Instanz hinaus - und fast alle brauchen schon mehrere Jahre.&nbsp;</p><p>Michael und Christine sprechen über Engagement. Christine, die auch bei #NieWiederIstJetzt aktiv ist, appelliert an jeden und jede, sich einzubringen, im Kleinen wie im Großen. Niemand ist immer ein Superheld, wir sollten anfangen, genau darüber ganz entspannt zu sprechen. Und wenn niemand immer ein Superheld ist, dann ist es ebenso naheliegend wie normal, sich gegenseitig zu unterstützen.&nbsp;</p><p>Hier die Podcastfolge mit Thomas Leibfried: <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-222/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.carls-zukunft.de/podcast-222/</a></p><p><br></p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/christine-hugendubel-5348922ab/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christine Hugendubel</a>, <a href="https://kanzlei-ohe.de/christine-hugendubel/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anwältin</a>, engagiert für Long Covid-Patienten und bei #NieWiederIstJetzt&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Eine Zahl: 800 000 Menschen, wahrscheinlich mehr. 1-2% der Bevölkerung leiden unter Long Covid. Und was machen die anderen 98%? Sind froh und dankbar, dass sie es nicht haben, und schauen weg. Eine Zuspitzung, natürlich. Womöglich nicht aus Sicht der Kranken, sagt die Anwältin Christine Hugendubel. Sie vertritt Erkrankte vor Gericht und berichtet im Podcast, was für ein elender Weg das ist. Man erkläre in unserer Leistungsgesellschaft einmal jemandem, dass der Profisportler, der Arzt im Krankenhaus, die erfolgreichen Eltern auf einmal nicht mehr können, als auf dem Sofa zu liegen.&nbsp;</p><p>Viele Ärzte wissen zu wenig, allzuoft wird Long Covid für eine Depression gehalten - und entsprechend falsch behandelt. Gehen Sie doch mal raus an die frische Luft und treiben etwas Sport! Und schon wird es schlimmer. Das Problem: Wer diese schwer zu greifende Krankheit hat, kann genau eines nicht: Für sein Recht kämpfen. Da pocht die Krankenkasse auf Mitarbeit. Das lehnt die Berufsgenossenschaft Rentenanträge ab, denn Reha geht vor Rente. Wenn aber Reha nicht geht?&nbsp;</p><p>Auf der einen Seite liegen die Menschen, die schon davon überfordert sind, einen Brief zu öffnen. Auf der anderen Seite laufen Fristen, warten Anträge, Widersprüche. Kein einziger Prozess, den Christine führt, ist schon über die erste Instanz hinaus - und fast alle brauchen schon mehrere Jahre.&nbsp;</p><p>Michael und Christine sprechen über Engagement. Christine, die auch bei #NieWiederIstJetzt aktiv ist, appelliert an jeden und jede, sich einzubringen, im Kleinen wie im Großen. Niemand ist immer ein Superheld, wir sollten anfangen, genau darüber ganz entspannt zu sprechen. Und wenn niemand immer ein Superheld ist, dann ist es ebenso naheliegend wie normal, sich gegenseitig zu unterstützen.&nbsp;</p><p>Hier die Podcastfolge mit Thomas Leibfried: <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-222/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.carls-zukunft.de/podcast-222/</a></p><p><br></p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/christine-hugendubel-5348922ab/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christine Hugendubel</a>, <a href="https://kanzlei-ohe.de/christine-hugendubel/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anwältin</a>, engagiert für Long Covid-Patienten und bei #NieWiederIstJetzt&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">56c1adc2-ef78-41af-a758-29b6321a5d78</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/ae48de88-e3c5-4c52-a181-4e34ef0b69c1/aG71nYEiK3UyTKqS7X1lcheq.jpg"/><pubDate>Thu, 05 Dec 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/1d386753-fea5-42c4-8baf-e5f5e8f6f76f/Folge-236-Hugendubel-Long-Covid.mp3" length="80278176" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:49</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>236</itunes:episode><podcast:episode>236</podcast:episode></item><item><title>#235 Lia Carlucci - Essen wir unser Leben länger</title><itunes:title>#235 Lia Carlucci - Essen wir unser Leben länger</itunes:title><description><![CDATA[<p>Alle reden über das Essen. Die Wissenschaft hat nachgezählt: Wir treffen 200 ernährungsbezogene Entscheidungen am Tag. Aber sprechen wir über das Richtige? Allzuoft reden wir über Diäten und die aktuellen Angebote im Discounter nebenan oder streiten uns darüber, wer heute Abend etwas liefert. Stattdessen könnten wir auch über Gesundheit im Großen wie im Kleinen, über Kriege um Wasser und die Biodiversitätskrise reden. Auch das: Ernährungsthemen. Sagt Lia Carlucci, Geschäftsführerin des Food Campus Berlin.&nbsp;</p><p>Eines wird im Gespräch mit Lia schnell klar: Wir müssen unsere Ernährung „neu kalibrieren“, wie Lia es nennt. Aber mehr noch: Wir müssen die ganze Kette anfassen, von der Landwirtschaft bis hin zur heimischen Küche. Ein paar Eckdaten:&nbsp;</p><ul><li>Unsere Böden geben bald auf. Lia zitiert eine Studie, die sagt: Wir haben noch 60 Ernten. Dann ist Schluss.&nbsp;</li><li>Wir müssen unsere Fleischkonsum reduzieren, von derzeit einem Kilo pro Woche auf 300 Gramm hinunter.&nbsp;</li><li>Ernährung ist auch viel zu teuer: Für jeden €, den unser Ernährungssystem erwirtschaftet, fallen 1,50 € externalisierte Kosten an, vor allem in den Bereichen Gesundheit und Ökologie. Wir können uns diese Ernährung auf Dauer gar nicht leisten.&nbsp;</li></ul><br/><p>Deshalb brauchen wir eine Ernährungswende, nicht nur Energiewende und Verkehrswende, auch Ernährung. Dafür brauchen wir auf Seiten der Erzeugung Kollaboration zwischen den Akteuren und Skalierung guter neuer Modelle. Von der Politik fordert Lia, die Rahmenbedingungen zu justieren: Solange auf das Pflanzenschnitzel eine höhere Mehrwertsteuer erhoben wird, als auf das traditionelle Steak, hemmen wir die Entwicklung.&nbsp; Und wir, die wir einfach essen wollen? Wir brauchen positive Zukunftsbilder einer anderen Ernährung. Wer den Teller von der Haxe her denkt und alles andere nur für Sättigungsbeilage hält, trägt vielleicht noch ein paar Bilder von früher im Kopf. Neu kalibrieren.&nbsp;</p><p>Unser Stoffwechsel ist so individuell wie unser Fingerabdruck. Das macht auch das Thema Personalisierte Ernährung zu einem Zukunftsthema. Lia schätzt, dass 2040 3D-Drucker in der heimischen Küche stehen werden, zumindest bei denjenigen, die es wollen. Mein Schnitzel wird zur aktiven Gesundheitsvorsorge. Vielleicht ist das auch der Motivation für Ernährungswende? Eine veränderte Ernährung ist nicht nur gut fürs Klima; wir können bis zu zehn gute Lebensjahre zusätzlich gewinnen. Interessiert?&nbsp;</p><p>Zu Gast: Lia Carlucci, Geschäftsführerin des Food Campus Berlin. Alles über den Food Campus: <a href="https://www.foodcampus.berlin" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.foodcampus.berlin</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;#madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Alle reden über das Essen. Die Wissenschaft hat nachgezählt: Wir treffen 200 ernährungsbezogene Entscheidungen am Tag. Aber sprechen wir über das Richtige? Allzuoft reden wir über Diäten und die aktuellen Angebote im Discounter nebenan oder streiten uns darüber, wer heute Abend etwas liefert. Stattdessen könnten wir auch über Gesundheit im Großen wie im Kleinen, über Kriege um Wasser und die Biodiversitätskrise reden. Auch das: Ernährungsthemen. Sagt Lia Carlucci, Geschäftsführerin des Food Campus Berlin.&nbsp;</p><p>Eines wird im Gespräch mit Lia schnell klar: Wir müssen unsere Ernährung „neu kalibrieren“, wie Lia es nennt. Aber mehr noch: Wir müssen die ganze Kette anfassen, von der Landwirtschaft bis hin zur heimischen Küche. Ein paar Eckdaten:&nbsp;</p><ul><li>Unsere Böden geben bald auf. Lia zitiert eine Studie, die sagt: Wir haben noch 60 Ernten. Dann ist Schluss.&nbsp;</li><li>Wir müssen unsere Fleischkonsum reduzieren, von derzeit einem Kilo pro Woche auf 300 Gramm hinunter.&nbsp;</li><li>Ernährung ist auch viel zu teuer: Für jeden €, den unser Ernährungssystem erwirtschaftet, fallen 1,50 € externalisierte Kosten an, vor allem in den Bereichen Gesundheit und Ökologie. Wir können uns diese Ernährung auf Dauer gar nicht leisten.&nbsp;</li></ul><br/><p>Deshalb brauchen wir eine Ernährungswende, nicht nur Energiewende und Verkehrswende, auch Ernährung. Dafür brauchen wir auf Seiten der Erzeugung Kollaboration zwischen den Akteuren und Skalierung guter neuer Modelle. Von der Politik fordert Lia, die Rahmenbedingungen zu justieren: Solange auf das Pflanzenschnitzel eine höhere Mehrwertsteuer erhoben wird, als auf das traditionelle Steak, hemmen wir die Entwicklung.&nbsp; Und wir, die wir einfach essen wollen? Wir brauchen positive Zukunftsbilder einer anderen Ernährung. Wer den Teller von der Haxe her denkt und alles andere nur für Sättigungsbeilage hält, trägt vielleicht noch ein paar Bilder von früher im Kopf. Neu kalibrieren.&nbsp;</p><p>Unser Stoffwechsel ist so individuell wie unser Fingerabdruck. Das macht auch das Thema Personalisierte Ernährung zu einem Zukunftsthema. Lia schätzt, dass 2040 3D-Drucker in der heimischen Küche stehen werden, zumindest bei denjenigen, die es wollen. Mein Schnitzel wird zur aktiven Gesundheitsvorsorge. Vielleicht ist das auch der Motivation für Ernährungswende? Eine veränderte Ernährung ist nicht nur gut fürs Klima; wir können bis zu zehn gute Lebensjahre zusätzlich gewinnen. Interessiert?&nbsp;</p><p>Zu Gast: Lia Carlucci, Geschäftsführerin des Food Campus Berlin. Alles über den Food Campus: <a href="https://www.foodcampus.berlin" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.foodcampus.berlin</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;#madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">0864cc8e-ca44-4e55-b76e-d315ba2264cf</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/dae87683-0075-45bc-952c-3165f0d0606f/iUz7s5OK69PdEfoLX23hzk__.jpg"/><pubDate>Thu, 28 Nov 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/514d8ad9-2dca-46f0-9a11-55a7c3f8dcfe/Folge-235-Carlucci.mp3" length="81514499" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:27</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>235</itunes:episode><podcast:episode>235</podcast:episode></item><item><title>#234 Katharina Krentz - Investitionsempfehlung: Menschen stärken</title><itunes:title>#234 Katharina Krentz - Investitionsempfehlung: Menschen stärken</itunes:title><description><![CDATA[<p>Es ist aber auch Zeit für den Wandel der Arbeit, meine Güte! Katharina Krentz war viele Jahre bei Bosch mit Transformation befasst. Inzwischen ist sie mit eigener Firma unterwegs, allein: Das Bild bleibt. Allein die Demografie treibt. Wer meint, den Wandel der Arbeit aussitzen zu können, wird draufzahlen.&nbsp;</p><p>Ein zentraler Satz von Katharina: Kreativität und Innovation entstehen durch Freiheit des Wachstums. Das braucht Neugier und Phantasie - und die kommen nicht durch klar und hart strukturierte Umfelder. Wir brauchen Bewegung, auch geistige. Die Möglichkeit, Dinge wirklich zu hinterfragen. Und dann sehen wir, warum Vernetzung entscheidend ist. Vernetzung untereinander, aber auch Vernetzung und Verbundenheit mit dem Unternehmen und seinem Zweck. Man könnte kurz zusammenfassen: Die Kreativen und Innovativen gehen entweder ein oder weg, sofern sie nicht den nötigen Raum bekommen.&nbsp;</p><p>Die Grundbedürfnisse der Menschen sind dabei, so Katharinas Einschätzung, immer gleich, ob weißer Kragen oder blauer Kragen. Menschen wollen gesehen, gehört und wertgeschätzt werden an ihrem Arbeitsplatz. Natürlich gibt es erhebliche Unterschiede, wie weit Menschen sich einbringen können und auch wollen. Das Bedürfnis ist vielleicht verschütt gegangen, aber es ist da. Katharina sagt: Wenn jemand einen Mehrwert leisten soll, muss ich Umfelder schaffen, in denen das möglich ist.&nbsp;</p><p>Was also tun? Fragen wir uns im Team einfach schlicht: Was haben wir zuletzt gelernt? Unsicherheit ist kein schönes Gefühl. Lernen ist eine schöne Aktivität, die wir dem entgegensetzen können. Im Grunde die einzige, aber eben eine schöne. Und das führt zu Katharina Investitionsempfehlung: Menschen stärken.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/katharina-krentz/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katharina Krentz</a>, Transformationsexpertin und Gründerin von <a href="https://www.connecting-humans.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Connecting Humans</a>. </p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;#madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Es ist aber auch Zeit für den Wandel der Arbeit, meine Güte! Katharina Krentz war viele Jahre bei Bosch mit Transformation befasst. Inzwischen ist sie mit eigener Firma unterwegs, allein: Das Bild bleibt. Allein die Demografie treibt. Wer meint, den Wandel der Arbeit aussitzen zu können, wird draufzahlen.&nbsp;</p><p>Ein zentraler Satz von Katharina: Kreativität und Innovation entstehen durch Freiheit des Wachstums. Das braucht Neugier und Phantasie - und die kommen nicht durch klar und hart strukturierte Umfelder. Wir brauchen Bewegung, auch geistige. Die Möglichkeit, Dinge wirklich zu hinterfragen. Und dann sehen wir, warum Vernetzung entscheidend ist. Vernetzung untereinander, aber auch Vernetzung und Verbundenheit mit dem Unternehmen und seinem Zweck. Man könnte kurz zusammenfassen: Die Kreativen und Innovativen gehen entweder ein oder weg, sofern sie nicht den nötigen Raum bekommen.&nbsp;</p><p>Die Grundbedürfnisse der Menschen sind dabei, so Katharinas Einschätzung, immer gleich, ob weißer Kragen oder blauer Kragen. Menschen wollen gesehen, gehört und wertgeschätzt werden an ihrem Arbeitsplatz. Natürlich gibt es erhebliche Unterschiede, wie weit Menschen sich einbringen können und auch wollen. Das Bedürfnis ist vielleicht verschütt gegangen, aber es ist da. Katharina sagt: Wenn jemand einen Mehrwert leisten soll, muss ich Umfelder schaffen, in denen das möglich ist.&nbsp;</p><p>Was also tun? Fragen wir uns im Team einfach schlicht: Was haben wir zuletzt gelernt? Unsicherheit ist kein schönes Gefühl. Lernen ist eine schöne Aktivität, die wir dem entgegensetzen können. Im Grunde die einzige, aber eben eine schöne. Und das führt zu Katharina Investitionsempfehlung: Menschen stärken.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/katharina-krentz/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katharina Krentz</a>, Transformationsexpertin und Gründerin von <a href="https://www.connecting-humans.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Connecting Humans</a>. </p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;#madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">e19efd7a-6a3c-4f11-b7fd-8f76d8216ec4</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3cfc2bf9-9a67-4c7f-9b02-d5d4c5c36167/MVLo7BFAmDe6TabHh8QdTY4d.jpg"/><pubDate>Thu, 21 Nov 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/6c098bc8-618f-4dca-93a7-9c79b024ffb9/Folge-234-Krentz.mp3" length="80182881" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:46</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>234</itunes:episode><podcast:episode>234</podcast:episode></item><item><title>#233 Anja Mutschler - Live von der COP: Zeit hat, wer etwas tut!</title><itunes:title>#233 Anja Mutschler - Live von der COP: Zeit hat, wer etwas tut!</itunes:title><description><![CDATA[<p>Anja Mutschler, Ally und Freundin des Hauses, im Gespräch live von der Klimakonferenz in Baku. Ihr erster Eindruck: Die altbekannten Forderungen sind alle da und stehen in den Studien und Papers. Da stehen sie gut. Resonanz haben sie auf der Konferenz keine. Anja schildert, wie durchaus noch eine Klimarhetorik zu hören ist.&nbsp; Die Dynamik entsteht allerdings an anderer Stelle. Staaten, die eher wenig mit Demokratie zu tun haben, zeigen sich viel schneller, das Thema CO2-Neutralität in den Riff zu bekommen. Warum? Weil es sich lohnt. Erfolgreicher Klimaschutz veredelt den fossilen Reichtum weiter.&nbsp;</p><p>Eine Stimme, die auf der COP immer wieder zu hören ist: Die Pläne sind eigentlich bereit, aber niemand setzt sie um. Auf ersten Blick scheint es: Die einen reden, die anderen handeln. Zweiter, genauerer Blick: Der Handlungsimpuls derer, die reden, ist so uneinheitlich, dass sich andere Innovationen entwickeln, die nicht unbedingt mit der eigentlich Klimabotschaft verknüpft sind. Ein Schelm, wer nicht an die gerade geplatzte Berliner Koalition denkt, denn auch wenn die Ampel gescheitert ist: Das Gespräch müssen wir trotzdem weiter führen. Genau dieses Gespräch.&nbsp;</p><p>Das Setting der COP findet vor der Kulisse Bakus statt. Der Reichtum aus Öl ist mit Händen zu greifen und damit auch das Versprechen auf Reichtum für viele. Anja fragt: Müssen wir moralisch sauberen Leute uns auch mal dreckig machen? Den Mut haben zu weniger moralischer Reinheit, zu mehr Pragmatismus, wissend, dass keine widerspruchsfreien Lösungen kommen werden.&nbsp;</p><p>Wer trifft sich eigentlich in Baku? Die US-Amerikaner sind abwesend. Kaum ein europäisches Unternehmen präsentiert sich. Die Entwicklungen vollziehen sich anderswo. Noch einmal: Sollen wir die moralische Nase rümpfen oder werden wir jetzt die pragmatischen Copycats, die Beispiele aufnehmen, nachahmen und verbessern? Eine schwierige Perspektive, angesichts der abgelaufenen Zeit. Die Inselstaaten haben erneut Alarm geschlagen: Unsere Länder verschwinden. Haben wir Europäer mehr Zeit - oder glauben wir das nur? Es bleibt als Learning der Konferenz: Zeit hat, wer etwas tut.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/anjamutschler/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anja Mutschler</a>, Wissenschaftskommunikatorin, Gründerin von <a href="https://twenty.blue" rel="noopener noreferrer" target="_blank">20blue</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;#madeonzencastr</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Anja Mutschler, Ally und Freundin des Hauses, im Gespräch live von der Klimakonferenz in Baku. Ihr erster Eindruck: Die altbekannten Forderungen sind alle da und stehen in den Studien und Papers. Da stehen sie gut. Resonanz haben sie auf der Konferenz keine. Anja schildert, wie durchaus noch eine Klimarhetorik zu hören ist.&nbsp; Die Dynamik entsteht allerdings an anderer Stelle. Staaten, die eher wenig mit Demokratie zu tun haben, zeigen sich viel schneller, das Thema CO2-Neutralität in den Riff zu bekommen. Warum? Weil es sich lohnt. Erfolgreicher Klimaschutz veredelt den fossilen Reichtum weiter.&nbsp;</p><p>Eine Stimme, die auf der COP immer wieder zu hören ist: Die Pläne sind eigentlich bereit, aber niemand setzt sie um. Auf ersten Blick scheint es: Die einen reden, die anderen handeln. Zweiter, genauerer Blick: Der Handlungsimpuls derer, die reden, ist so uneinheitlich, dass sich andere Innovationen entwickeln, die nicht unbedingt mit der eigentlich Klimabotschaft verknüpft sind. Ein Schelm, wer nicht an die gerade geplatzte Berliner Koalition denkt, denn auch wenn die Ampel gescheitert ist: Das Gespräch müssen wir trotzdem weiter führen. Genau dieses Gespräch.&nbsp;</p><p>Das Setting der COP findet vor der Kulisse Bakus statt. Der Reichtum aus Öl ist mit Händen zu greifen und damit auch das Versprechen auf Reichtum für viele. Anja fragt: Müssen wir moralisch sauberen Leute uns auch mal dreckig machen? Den Mut haben zu weniger moralischer Reinheit, zu mehr Pragmatismus, wissend, dass keine widerspruchsfreien Lösungen kommen werden.&nbsp;</p><p>Wer trifft sich eigentlich in Baku? Die US-Amerikaner sind abwesend. Kaum ein europäisches Unternehmen präsentiert sich. Die Entwicklungen vollziehen sich anderswo. Noch einmal: Sollen wir die moralische Nase rümpfen oder werden wir jetzt die pragmatischen Copycats, die Beispiele aufnehmen, nachahmen und verbessern? Eine schwierige Perspektive, angesichts der abgelaufenen Zeit. Die Inselstaaten haben erneut Alarm geschlagen: Unsere Länder verschwinden. Haben wir Europäer mehr Zeit - oder glauben wir das nur? Es bleibt als Learning der Konferenz: Zeit hat, wer etwas tut.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/anjamutschler/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anja Mutschler</a>, Wissenschaftskommunikatorin, Gründerin von <a href="https://twenty.blue" rel="noopener noreferrer" target="_blank">20blue</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;#madeonzencastr</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">b6255ca3-db04-4602-b0e0-4200690d7264</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/795cef7f-a173-4cd2-b914-b37bb8c2c132/CFeYmT4uSUcz-FbNh2BK2WIj.jpg"/><pubDate>Thu, 14 Nov 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/759fd426-c220-42e0-8bfe-336d45cd56a7/Folge-233-Mutschler-COP-final.mp3" length="63158567" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>32:54</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>233</itunes:episode><podcast:episode>233</podcast:episode></item><item><title>#232 Florian Kobler – Alle lachen über dein Auto</title><itunes:title>#232 Florian Kobler – Alle lachen über dein Auto</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Mobilität im Wandel: </strong>Mobilitätsaktivist Florian Kobler über die drängende Frage, ob Deutschland noch an veralteten Erzählungen rund um das Auto festhält. Florian spart nicht an Kritik: Die Automobilindustrie, einst Rückgrat der deutschen Wirtschaft, habe den Anschluss an die Elektromobilität verpasst und blockiere gleichzeitig durch massive Lobbypolitik eine zukunftsfähige Verkehrswende. „Wir führen Diskussionen, die auf Mythen basieren“, sagt Florian. Er betont, wie ineffizient der private Autobesitz ist. In Berlin haben nur drei von zehn Bürgern ein eigenes Fahrzeug und doch prägen parkende Autos das Stadtbild. Florian ist überzeugt, dass Städte mit gutem Nahverkehr und Carsharing auf das Auto weitgehend verzichten könnten.</p><p><strong>Trotzdem dominieren in Deutschland die Gewinne der Automobilindustrie</strong> über die Mobilitätsinteressen der Menschen. In Städten wie Kopenhagen und Paris funktioniert alternative Mobilität, aber in Deutschland hält man am Blech fest. Warum? „Das Auto ist hier Statussymbol, Identität“, erklärt Florian. Dabei könnte Mobilität, wie sie etwa in Kopenhagen vorgelebt wird, nachhaltig und kosteneffizient sein.</p><p><strong>Die Verkehrswende braucht nicht nur technische Lösungen,</strong> sondern auch ein kulturelles Umdenken. „Es geht um Teilhabe, Gesundheit und einen besseren Umgang mit dem öffentlichen Raum“, betont Florian. Er plädiert für ein Mobilitätssystem, das Städte lebenswerter macht. Ein Umdenken in der Gesellschaft ist notwendig – doch der Weg dahin bleibt steinig.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/floriankobler/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Florian Kobler,</a> Mobilitätsaktivist und Host des Podcasts <a href="https://open.spotify.com/show/5TnhOsKtNN5Dn3v74lP9XZ" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"ring frei"</a> Ein Podcast der Initiative für den Volksentscheid Berlin autofrei.</p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mobilität im Wandel: </strong>Mobilitätsaktivist Florian Kobler über die drängende Frage, ob Deutschland noch an veralteten Erzählungen rund um das Auto festhält. Florian spart nicht an Kritik: Die Automobilindustrie, einst Rückgrat der deutschen Wirtschaft, habe den Anschluss an die Elektromobilität verpasst und blockiere gleichzeitig durch massive Lobbypolitik eine zukunftsfähige Verkehrswende. „Wir führen Diskussionen, die auf Mythen basieren“, sagt Florian. Er betont, wie ineffizient der private Autobesitz ist. In Berlin haben nur drei von zehn Bürgern ein eigenes Fahrzeug und doch prägen parkende Autos das Stadtbild. Florian ist überzeugt, dass Städte mit gutem Nahverkehr und Carsharing auf das Auto weitgehend verzichten könnten.</p><p><strong>Trotzdem dominieren in Deutschland die Gewinne der Automobilindustrie</strong> über die Mobilitätsinteressen der Menschen. In Städten wie Kopenhagen und Paris funktioniert alternative Mobilität, aber in Deutschland hält man am Blech fest. Warum? „Das Auto ist hier Statussymbol, Identität“, erklärt Florian. Dabei könnte Mobilität, wie sie etwa in Kopenhagen vorgelebt wird, nachhaltig und kosteneffizient sein.</p><p><strong>Die Verkehrswende braucht nicht nur technische Lösungen,</strong> sondern auch ein kulturelles Umdenken. „Es geht um Teilhabe, Gesundheit und einen besseren Umgang mit dem öffentlichen Raum“, betont Florian. Er plädiert für ein Mobilitätssystem, das Städte lebenswerter macht. Ein Umdenken in der Gesellschaft ist notwendig – doch der Weg dahin bleibt steinig.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/floriankobler/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Florian Kobler,</a> Mobilitätsaktivist und Host des Podcasts <a href="https://open.spotify.com/show/5TnhOsKtNN5Dn3v74lP9XZ" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"ring frei"</a> Ein Podcast der Initiative für den Volksentscheid Berlin autofrei.</p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">b89c9c68-05fc-4107-9f60-6e140be6423a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a4952d9b-2ec3-4a20-86fd-c359d72799f6/HtPxbPaWX7itRiJoOsdT4Rmk.jpg"/><pubDate>Thu, 07 Nov 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/ddb0ba1c-306b-4c4b-9a92-ffb49cf85092/Folge-232-Kobler.mp3" length="88314695" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>46:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>232</itunes:episode><podcast:episode>232</podcast:episode></item><item><title>#231 Manfred Josef Hampel - Wohnen gegen CO₂</title><itunes:title>#231 Manfred Josef Hampel - Wohnen gegen CO₂</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Die Klimakrise fordert radikales Umdenken, besonders im Bau,</strong> einem der größten CO₂-Verursacher weltweit - und gleichzeitig einem der größten Hebel, um den CO₂-Ausstoß schnell deutlich zu senken. Michael spricht mit Manfred Josef Hampel, Präsident des Instituts für Nachhaltigkeit, darüber, wie Gebäude zur Klimarettung beitragen können.</p><p><strong>Die Dringlichkeit ist groß. Natürlich ist sie das. </strong>Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber weist immer wieder darauf hin: Eine Erwärmung um drei Grad macht den den heutigen Lebensraum von mehreren Milliarden Menschen unbewohnbar. Dann erleben wir Klima-Migration ... Hoffnung liegt im Bausektor, denn rund 60 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen kommen aus Gebäuden. Manfred zeigt mit seinem energieautarken „Sunhouse“ das Potenzial: Ohne externen Stromanschluss, betrieben allein durch Sonnenenergie – ein Konzept, das beweist, wie nachhaltig Wohnen sein kann.</p><p>Doch trotz solcher Innovationen wird der Fortschritt durch fehlgeleitete Förderpolitik und mangelndes Bewusstsein gebremst. Manfred fordert neue Finanzierungsmodelle, die Hausbesitzer direkt beim klimagerechten Umbau unterstützen. Es geht nicht nur um Technik und Geld, sondern auch um ein Umdenken. Manfred betont, dass die Sonne unser stärkstes Kraftwerk ist – aber wir müssen sie endlich besser nutzen.</p><p><strong>Sein Appell: </strong>Warten wir nicht auf große politische Veränderungen. Jeder kann als Eigentümer, Mieter oder informierter Bürger, Schritte hin zu nachhaltigem Bauen unternehmen – und so das Potenzial des Bauwesens für eine klimafreundlichere Zukunft heben.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/manfred-josef-hampel-513706198/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Manfred Josef Hampel</a>, Bauteilentwickler, Fassadengestalter und Unternehmer. Gründer<a href="https://city.box.solar/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> www.city.box.solar</a> und heute Präsident des gemeinnützigen Instituts für Nachhaltigkeit.</p><p>Revolution am Bau! <a href="https://vimeo.com/918636988" rel="noopener noreferrer" target="_blank">5 Minuten Doko</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Klimakrise fordert radikales Umdenken, besonders im Bau,</strong> einem der größten CO₂-Verursacher weltweit - und gleichzeitig einem der größten Hebel, um den CO₂-Ausstoß schnell deutlich zu senken. Michael spricht mit Manfred Josef Hampel, Präsident des Instituts für Nachhaltigkeit, darüber, wie Gebäude zur Klimarettung beitragen können.</p><p><strong>Die Dringlichkeit ist groß. Natürlich ist sie das. </strong>Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber weist immer wieder darauf hin: Eine Erwärmung um drei Grad macht den den heutigen Lebensraum von mehreren Milliarden Menschen unbewohnbar. Dann erleben wir Klima-Migration ... Hoffnung liegt im Bausektor, denn rund 60 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen kommen aus Gebäuden. Manfred zeigt mit seinem energieautarken „Sunhouse“ das Potenzial: Ohne externen Stromanschluss, betrieben allein durch Sonnenenergie – ein Konzept, das beweist, wie nachhaltig Wohnen sein kann.</p><p>Doch trotz solcher Innovationen wird der Fortschritt durch fehlgeleitete Förderpolitik und mangelndes Bewusstsein gebremst. Manfred fordert neue Finanzierungsmodelle, die Hausbesitzer direkt beim klimagerechten Umbau unterstützen. Es geht nicht nur um Technik und Geld, sondern auch um ein Umdenken. Manfred betont, dass die Sonne unser stärkstes Kraftwerk ist – aber wir müssen sie endlich besser nutzen.</p><p><strong>Sein Appell: </strong>Warten wir nicht auf große politische Veränderungen. Jeder kann als Eigentümer, Mieter oder informierter Bürger, Schritte hin zu nachhaltigem Bauen unternehmen – und so das Potenzial des Bauwesens für eine klimafreundlichere Zukunft heben.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/manfred-josef-hampel-513706198/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Manfred Josef Hampel</a>, Bauteilentwickler, Fassadengestalter und Unternehmer. Gründer<a href="https://city.box.solar/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> www.city.box.solar</a> und heute Präsident des gemeinnützigen Instituts für Nachhaltigkeit.</p><p>Revolution am Bau! <a href="https://vimeo.com/918636988" rel="noopener noreferrer" target="_blank">5 Minuten Doko</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">b943edfc-4965-42f5-abc6-fe9d08e24c5e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0985bb1c-ac78-4e44-abfa-f87db0bb505a/Tme-4nj3Jfj7IcU3xsxRyrw7.jpg"/><pubDate>Thu, 31 Oct 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/9a2c1111-a4f9-41b2-a8b6-20d014b895c9/Folge-231-Hampel-final.mp3" length="82893765" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:10</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>231</itunes:episode><podcast:episode>231</podcast:episode></item><item><title>#230 Thaddäus Baier – Der elektrische Traktor: Revolution auf dem Hof</title><itunes:title>#230 Thaddäus Baier – Der elektrische Traktor: Revolution auf dem Hof</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Der Einblick in die Zukunft der Landwirtschaft</strong> mit Thaddäus Baier, Gründer des Tech-Startups TADUS. Sein Ziel: Nichts Geringeres als die Transformation des Traktorenmarkts – mit elektrischen Maschinen, die nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch den Dieseltraktoren überlegen sind.</p><p><strong>Thaddäus ist tief in der Landwirtschaft verwurzel.</strong> Er hat sich mit seinem Team darauf spezialisiert, mid-size Traktoren zu entwickeln, die elektrisch betrieben werden. Das ist nicht nur ein revolutionärer Schritt für die Landwirtschaft, sondern auch ein wirtschaftlicher Vorteil für viele Landwirte. Elektrische Traktoren bieten enorme Einsparpotenziale, besonders für jene Betriebe, die bereits ihren eigenen Strom erzeugen – etwa durch Photovoltaikanlagen. Thaddäus erklärt: „Die Betriebskosten können um bis zu 80 % gesenkt werden, wenn der Strom direkt vom Dach ins Fahrzeug fließt.“ Es ist eine Vision, die den Einsatz fossiler Brennstoffe in der Landwirtschaft drastisch reduzieren könnte.</p><p>Dabei ist der Antrieb nicht das Einzige, was an den TADUS-Traktoren bemerkenswert ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Traktoren, deren mechanische Systeme kompliziert und anfällig für Verschleiß sind, punkten die Elektro-Modelle durch ihre Einfachheit. „Durch die Elektrifizierung reduzieren wir die Anzahl der Bauteile und machen die Maschinen robuster und langlebiger“, so Thaddäus.</p><p><strong>Doch warum sind nicht längst alle Landwirte auf elektrische Traktoren umgestiegen? </strong>Thaddäus führt an, dass es schlichtweg bisher keine passenden Lösungen im Markt gibt. „Wir sind die Ersten, die Traktoren bis zu einer Leistung von 120 kW auf den Markt bringen. Größere Hersteller konzentrieren sich auf stärkere Maschinen, die nicht von Batterien angetrieben werden können.“</p><p><strong>Die Herausforderung bleibt die Finanzierung.</strong> Wie viele Startups kämpft auch TADUS darum, Investoren zu finden, die das Potenzial der elektrischen Landwirtschaft verstehen. „Technisch ist alles machbar“, sagt Thaddäus selbstbewusst, „doch ohne finanzielle Unterstützung lässt sich so ein Projekt nicht umsetzen.“ Gleichzeitig sieht er große Chancen für die Landwirte: Nicht nur als Fahrzeug, sondern auch als mobiler Energiespeicher soll der Traktor dienen. Überschüssiger Solarstrom kann gespeichert und später zu höheren Preisen ins Netz eingespeist werden – eine doppelte Nutzung, die nicht nur umweltfreundlich, sondern auch lukrativ ist.</p><p><strong>Thaddäus ist überzeugt, dass die Zeit für elektrische Traktoren gekommen ist:</strong> „In zehn oder 15 Jahren wird es noch immer Dieseltraktoren geben, aber wir müssen jetzt anfangen, um uns auf die Zukunft vorzubereiten“, sagt er. Schritt für Schritt möchte TADUS gemeinsam mit den Landwirten diesen Wandel vorantreiben.</p><p><strong>In der Landwirtschaft steht eine Revolution bevor, </strong>und TADUS möchte ganz vorne mit dabei sein. Der elektrische Traktor könnte nicht nur die Felder, sondern auch die Art und Weise, wie wir über Energie und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft denken, verändern. Es ist ein mutiger Schritt – aber einer, der sich lohnen wird.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/thadd%C3%A4us-b-b1b307229/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Thaddäus Baier</a>, ist technischer Geschäftsführer und Mitgründer der <a href="https://www.tadus.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">TADUS GmbH. </a>Er hat Luft- und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität München studiert und mehrjährige Berufserfahrung als Entwicklungsleiter in mittelständischen Betrieben gesammelt.</p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Einblick in die Zukunft der Landwirtschaft</strong> mit Thaddäus Baier, Gründer des Tech-Startups TADUS. Sein Ziel: Nichts Geringeres als die Transformation des Traktorenmarkts – mit elektrischen Maschinen, die nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch den Dieseltraktoren überlegen sind.</p><p><strong>Thaddäus ist tief in der Landwirtschaft verwurzel.</strong> Er hat sich mit seinem Team darauf spezialisiert, mid-size Traktoren zu entwickeln, die elektrisch betrieben werden. Das ist nicht nur ein revolutionärer Schritt für die Landwirtschaft, sondern auch ein wirtschaftlicher Vorteil für viele Landwirte. Elektrische Traktoren bieten enorme Einsparpotenziale, besonders für jene Betriebe, die bereits ihren eigenen Strom erzeugen – etwa durch Photovoltaikanlagen. Thaddäus erklärt: „Die Betriebskosten können um bis zu 80 % gesenkt werden, wenn der Strom direkt vom Dach ins Fahrzeug fließt.“ Es ist eine Vision, die den Einsatz fossiler Brennstoffe in der Landwirtschaft drastisch reduzieren könnte.</p><p>Dabei ist der Antrieb nicht das Einzige, was an den TADUS-Traktoren bemerkenswert ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Traktoren, deren mechanische Systeme kompliziert und anfällig für Verschleiß sind, punkten die Elektro-Modelle durch ihre Einfachheit. „Durch die Elektrifizierung reduzieren wir die Anzahl der Bauteile und machen die Maschinen robuster und langlebiger“, so Thaddäus.</p><p><strong>Doch warum sind nicht längst alle Landwirte auf elektrische Traktoren umgestiegen? </strong>Thaddäus führt an, dass es schlichtweg bisher keine passenden Lösungen im Markt gibt. „Wir sind die Ersten, die Traktoren bis zu einer Leistung von 120 kW auf den Markt bringen. Größere Hersteller konzentrieren sich auf stärkere Maschinen, die nicht von Batterien angetrieben werden können.“</p><p><strong>Die Herausforderung bleibt die Finanzierung.</strong> Wie viele Startups kämpft auch TADUS darum, Investoren zu finden, die das Potenzial der elektrischen Landwirtschaft verstehen. „Technisch ist alles machbar“, sagt Thaddäus selbstbewusst, „doch ohne finanzielle Unterstützung lässt sich so ein Projekt nicht umsetzen.“ Gleichzeitig sieht er große Chancen für die Landwirte: Nicht nur als Fahrzeug, sondern auch als mobiler Energiespeicher soll der Traktor dienen. Überschüssiger Solarstrom kann gespeichert und später zu höheren Preisen ins Netz eingespeist werden – eine doppelte Nutzung, die nicht nur umweltfreundlich, sondern auch lukrativ ist.</p><p><strong>Thaddäus ist überzeugt, dass die Zeit für elektrische Traktoren gekommen ist:</strong> „In zehn oder 15 Jahren wird es noch immer Dieseltraktoren geben, aber wir müssen jetzt anfangen, um uns auf die Zukunft vorzubereiten“, sagt er. Schritt für Schritt möchte TADUS gemeinsam mit den Landwirten diesen Wandel vorantreiben.</p><p><strong>In der Landwirtschaft steht eine Revolution bevor, </strong>und TADUS möchte ganz vorne mit dabei sein. Der elektrische Traktor könnte nicht nur die Felder, sondern auch die Art und Weise, wie wir über Energie und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft denken, verändern. Es ist ein mutiger Schritt – aber einer, der sich lohnen wird.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/thadd%C3%A4us-b-b1b307229/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Thaddäus Baier</a>, ist technischer Geschäftsführer und Mitgründer der <a href="https://www.tadus.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">TADUS GmbH. </a>Er hat Luft- und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität München studiert und mehrjährige Berufserfahrung als Entwicklungsleiter in mittelständischen Betrieben gesammelt.</p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">50f71452-aa55-4754-8e1e-c5a92cdd0a3b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/69441b82-cadf-43b4-ad47-ae73b7574396/ZtF3L4Hi-XYYQ1-INghQLqA2.jpg"/><pubDate>Thu, 24 Oct 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/25520869-b29b-4070-b498-e7a91c9417cf/Folge-230-Baier.mp3" length="64727586" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>33:43</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>230</itunes:episode><podcast:episode>230</podcast:episode></item><item><title>#229 Tadzio Müller – Der Klimakollaps ist nicht das Ende</title><itunes:title>#229 Tadzio Müller – Der Klimakollaps ist nicht das Ende</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wie gehen wir mit dem drohenden Klimakollaps um, und was bedeutet es für unsere Zukunft, wenn wir das Scheitern akzeptieren? Tadzio Müller, Aktivist für Klimagerechtigkeit und Politikwissenschaftler, ist kein Unbekannter in unserem Format. Tadzios Perspektiven sind provokant, aber realistisch: Der Kollaps ist nicht das Ende, sondern eine Chance, neue Wege zu finden, um in einer Welt zu überleben, die von immer mehr Katastrophen heimgesucht wird.</p><p><strong>„Wir müssen akzeptieren, dass wir scheitern“</strong>, sagt Tadzio und verweist auf die vergeblichen Bemühungen, den Klimawandel aufzuhalten. Doch statt in Pessimismus zu verfallen, sieht er darin einen Wendepunkt: „Wenn wir das Scheitern akzeptieren, verlieren wir die lähmende Angst vor dem, was danach kommt.“ Diese neue Offenheit für das Unvermeidliche könnte der Schlüssel sein, um mit einer Welt klarzukommen, die sich rasant verändert.</p><p><strong>Tadzio spricht über das, was viele fürchten: den Klimakollaps. </strong>Aber anstatt diesen als apokalyptisches Szenario abzutun, fordert er, die Katastrophe als „neuen Normalzustand“ zu begreifen. „Es bedeutet nicht, dass alles sofort vorbei ist“, erklärt er. „Ein Kollaps kann auch heißen, dass Lieferketten ausfallen oder Regionen temporär ohne Strom und Wasser dastehen.“ Diese neuen Krisen wären beherrschbar – wenn wir uns darauf vorbereiten.</p><p><strong>Dabei hebt er die Macht der Gemeinschaft hervor.</strong> Tadzio verweist auf Beispiele wie „Mutual Aid“ und „Autonomous Disaster Relief“, bei denen sich Nachbarschaften und lokale Gemeinschaften in Krisen gegenseitig unterstützen. In einer Zeit, in der Hitzewellen oder Überschwemmungen Millionen Menschen betreffen könnten, sei diese solidarische Selbsthilfe von entscheidender Bedeutung. „Die Menschen müssen lernen, sich aufeinander zu verlassen, anstatt auf große politische Lösungen zu warten“, betont er.</p><p><strong>Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Verdrängung: </strong>Die Gesellschaft vermeidet es, sich mit den unangenehmen Realitäten der Klimakrise auseinanderzusetzen. Tadzio fordert eine radikale Umkehr. „Wir müssen durch diese Verdrängung hindurchgehen, um uns vernünftig und emotional auf das vorzubereiten, was kommt.“ Seine Botschaft ist klar: Anstatt zu warten, müssen wir selbst aktiv werden. Er spricht vom ‚Klimakampf 2.0‘ – einer Bewegung, die nicht länger nur appelliert, sondern handelt.</p><p><strong>Dabei geht es um mehr als nur Umweltschutz.</strong> Tadzio wirft auch einen Blick auf die sozialen Ungerechtigkeiten, die durch den Klimawandel verstärkt werden. Wer profitiert von Schutzmaßnahmen? Wer bleibt zurück? „Früher haben wir gesagt, dass alle irgendwann einen Schutz bekommen werden – jetzt wissen wir, dass die Zeit dafür nicht ausreicht.“ Diese Fragen werden laut Tadzio die kommenden Jahre prägen.</p><p>Am Ende steht die Aufforderung, den Raum der Zukunft nicht als leeren, hoffnungslosen Ort zu begreifen. <strong>„Im Raum des Kollapses gibt es jede Menge Bedeutung“</strong>, schließt Tadzio. „Wir müssen sie nur erkennen und aktiv nutzen.“ Sein Plädoyer: Wenn wir uns auf Krisen vorbereiten, schaffen wir eine Zukunft, in der nicht alles schlechter wird – sondern in der wir die Kontrolle zurückgewinnen und solidarisch aufbauen können.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://x.com/RealTadzioM?ref=carls-zukunft.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Tadzio Müller,</a> Aktivist für Klimagerechtigkeit, Politikwissenschaftler</p><p>Buch:<a href="https://www.mandelbaum.at/buecher/tadzio-mueller/zwischen-friedlicher-sabotage-und-kollaps/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Zwischen friedlicher Sabotage und Kollaps – Wie ich lernte, die Zukunft wieder zu lieben</a></p><p><a href="https://steadyhq.com/de/friedlichesabotage/about?ref=carls-zukunft.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Blog für Klimagerechtigkeit und gegen den Faschismus</a></p><p>Folge 197 mit Lars Fischer – <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-197/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Es folgt: Das Zeitalter der bösen Überraschungen</a></p><p>Folge 149 Tadzio Müller – <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-149/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reset: Die Klimabewegung der Zukunft</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wie gehen wir mit dem drohenden Klimakollaps um, und was bedeutet es für unsere Zukunft, wenn wir das Scheitern akzeptieren? Tadzio Müller, Aktivist für Klimagerechtigkeit und Politikwissenschaftler, ist kein Unbekannter in unserem Format. Tadzios Perspektiven sind provokant, aber realistisch: Der Kollaps ist nicht das Ende, sondern eine Chance, neue Wege zu finden, um in einer Welt zu überleben, die von immer mehr Katastrophen heimgesucht wird.</p><p><strong>„Wir müssen akzeptieren, dass wir scheitern“</strong>, sagt Tadzio und verweist auf die vergeblichen Bemühungen, den Klimawandel aufzuhalten. Doch statt in Pessimismus zu verfallen, sieht er darin einen Wendepunkt: „Wenn wir das Scheitern akzeptieren, verlieren wir die lähmende Angst vor dem, was danach kommt.“ Diese neue Offenheit für das Unvermeidliche könnte der Schlüssel sein, um mit einer Welt klarzukommen, die sich rasant verändert.</p><p><strong>Tadzio spricht über das, was viele fürchten: den Klimakollaps. </strong>Aber anstatt diesen als apokalyptisches Szenario abzutun, fordert er, die Katastrophe als „neuen Normalzustand“ zu begreifen. „Es bedeutet nicht, dass alles sofort vorbei ist“, erklärt er. „Ein Kollaps kann auch heißen, dass Lieferketten ausfallen oder Regionen temporär ohne Strom und Wasser dastehen.“ Diese neuen Krisen wären beherrschbar – wenn wir uns darauf vorbereiten.</p><p><strong>Dabei hebt er die Macht der Gemeinschaft hervor.</strong> Tadzio verweist auf Beispiele wie „Mutual Aid“ und „Autonomous Disaster Relief“, bei denen sich Nachbarschaften und lokale Gemeinschaften in Krisen gegenseitig unterstützen. In einer Zeit, in der Hitzewellen oder Überschwemmungen Millionen Menschen betreffen könnten, sei diese solidarische Selbsthilfe von entscheidender Bedeutung. „Die Menschen müssen lernen, sich aufeinander zu verlassen, anstatt auf große politische Lösungen zu warten“, betont er.</p><p><strong>Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Verdrängung: </strong>Die Gesellschaft vermeidet es, sich mit den unangenehmen Realitäten der Klimakrise auseinanderzusetzen. Tadzio fordert eine radikale Umkehr. „Wir müssen durch diese Verdrängung hindurchgehen, um uns vernünftig und emotional auf das vorzubereiten, was kommt.“ Seine Botschaft ist klar: Anstatt zu warten, müssen wir selbst aktiv werden. Er spricht vom ‚Klimakampf 2.0‘ – einer Bewegung, die nicht länger nur appelliert, sondern handelt.</p><p><strong>Dabei geht es um mehr als nur Umweltschutz.</strong> Tadzio wirft auch einen Blick auf die sozialen Ungerechtigkeiten, die durch den Klimawandel verstärkt werden. Wer profitiert von Schutzmaßnahmen? Wer bleibt zurück? „Früher haben wir gesagt, dass alle irgendwann einen Schutz bekommen werden – jetzt wissen wir, dass die Zeit dafür nicht ausreicht.“ Diese Fragen werden laut Tadzio die kommenden Jahre prägen.</p><p>Am Ende steht die Aufforderung, den Raum der Zukunft nicht als leeren, hoffnungslosen Ort zu begreifen. <strong>„Im Raum des Kollapses gibt es jede Menge Bedeutung“</strong>, schließt Tadzio. „Wir müssen sie nur erkennen und aktiv nutzen.“ Sein Plädoyer: Wenn wir uns auf Krisen vorbereiten, schaffen wir eine Zukunft, in der nicht alles schlechter wird – sondern in der wir die Kontrolle zurückgewinnen und solidarisch aufbauen können.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://x.com/RealTadzioM?ref=carls-zukunft.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Tadzio Müller,</a> Aktivist für Klimagerechtigkeit, Politikwissenschaftler</p><p>Buch:<a href="https://www.mandelbaum.at/buecher/tadzio-mueller/zwischen-friedlicher-sabotage-und-kollaps/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Zwischen friedlicher Sabotage und Kollaps – Wie ich lernte, die Zukunft wieder zu lieben</a></p><p><a href="https://steadyhq.com/de/friedlichesabotage/about?ref=carls-zukunft.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Blog für Klimagerechtigkeit und gegen den Faschismus</a></p><p>Folge 197 mit Lars Fischer – <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-197/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Es folgt: Das Zeitalter der bösen Überraschungen</a></p><p>Folge 149 Tadzio Müller – <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-149/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reset: Die Klimabewegung der Zukunft</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c0ad6eba-79ee-4920-ad10-6258759ac434</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/4a8dfe0e-0920-4dbd-8126-87997dee0bb1/JN6gKQThO_8r9rC-Tcf_30kb.jpg"/><pubDate>Thu, 17 Oct 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/5c4b5bdf-03e3-421e-8248-cee9006d9dd5/Folge-229-M-ller-II.mp3" length="90597589" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:11</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>229</itunes:episode><podcast:episode>229</podcast:episode></item><item><title>#228 Matthias Förtsch – Revolution im Klassenzimmer: Warum Schule anders sein muss</title><itunes:title>#228 Matthias Förtsch – Revolution im Klassenzimmer: Warum Schule anders sein muss</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Schon beim Betreten dieser Schule merkt man:</strong> Hier ist etwas anders. Das typische Schrillen der Schulglocke? Fehlanzeige. Statt Taktung und starren 45-Minuten-Einheiten prägen Flexibilität und Offenheit den Schulalltag. Schülerinnen und Schüler lernen dort, wo es für sie am besten passt – auf dem Teppich, in Sitzecken oder in kleinen Rückzugswaben an den Wänden. Matthias Förtsch, Schulleiter des Gymnasiums am Bischof-Sproll-Bildungszentrum in Biberach, packt die Dinge an und stellt sein Bildungssystem auf den Kopf. Oder auf die Füße? Matthias vertraut auf die Eigenmotivation der Jugendlichen: „Ich glaube, sie bringen eine hohe intrinsische Motivation mit – sie wollen einfach Dinge wissen.“</p><p>Diese Offenheit steht im Kontrast zur traditionellen Vorstellung von Schule, die Matthias als „Doing School“ bezeichnet: Aufgaben erledigen, kurz vor der Prüfung noch schnell lernen und das Gelernte danach wieder vergessen. Doch dieses Modell hält er für veraltet. Die Welt verändert sich rasant und Schule muss sich anpassen. „Wir entlassen die Schülerinnen und Schüler in eine Zukunft, die grundlegend anders aussieht als heute. Da gibt es einen gewaltigen Zeitversatz“, sagt Matthias.</p><p><strong>Ein zentrales Thema in Matthias Schule ist die Digitalisierung.</strong> Wir müssen verstehen, wie digitale Möglichkeiten unser Zusammenleben und unsere Kommunikation grundlegend verändern“, so Matthias. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass viele Schulen zwar gezwungen waren, den Unterricht digital zu gestalten, doch die Lernkultur selbst sei dabei oft unverändert geblieben.</p><p>Matthias fordert, dass Schulen nicht nur Wissen vermitteln, sondern den jungen Menschen ermöglichen, diese komplexe und digitalisierte Welt aktiv mitzugestalten. „Wir müssen sie in die Lage versetzen, die Gesellschaft zu verändern“, sagt er. Hierbei betont er auch die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beteiligten – Schüler, Lehrer, Eltern und externe Partner. In seiner Schule beispielsweise arbeiten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrkräften an neuen Lernformaten und setzen sich kritisch mit Themen wie der Nutzung von Künstlicher Intelligenz auseinander.</p><p>Ein wichtiger Punkt in Matthias pädagogischem Konzept ist die Förderung von Zuversicht. „Wir müssen die Schülerinnen und Schüler nicht nur für Prüfungen vorbereiten, sondern sie stark machen für die Herausforderungen von morgen“, erklärt er. Es gehe darum, sie zu ermutigen, die Zukunft nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als etwas, das sie selbst gestalten können.</p><p>Matthias und seine Schule sind ein Beispiel dafür, dass es auch in einem trägen Schulsystem möglich ist, innovativ und zukunftsorientiert zu arbeiten. Die Schule der Zukunft, so Matthias, müsse den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt stellen und ein Umfeld schaffen, in dem echte, tiefe Lernprozesse stattfinden können – abseits der traditionellen Strukturen und Prüfungsformate.</p><p>Mit Leidenschaft und Entschlossenheit treibt Matthias diesen Wandel voran und zeigt: Bildung ist mehr als nur Wissensvermittlung. Sie ist die Grundlage dafür, dass die kommenden Generationen die Welt gestalten können – mit Mut, Zuversicht und dem festen Glauben, dass die Zukunft in ihren Händen liegt.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/matthias-f%C3%B6rtsch-1332367a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias Förtsch, </a>Schulleiter am Gymnasium des <a href="https://www.bsbz.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bischof-Sproll-Bildungszentrum</a> in Biberach. Er ist zudem Autor und Coach für die Themen Schulentwicklung und Kultur der Digitalität.&nbsp;</p><p>Folge 217 mit Micha Pallesche – <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-217/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Was bedeutet Zukunft für Schule?</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schon beim Betreten dieser Schule merkt man:</strong> Hier ist etwas anders. Das typische Schrillen der Schulglocke? Fehlanzeige. Statt Taktung und starren 45-Minuten-Einheiten prägen Flexibilität und Offenheit den Schulalltag. Schülerinnen und Schüler lernen dort, wo es für sie am besten passt – auf dem Teppich, in Sitzecken oder in kleinen Rückzugswaben an den Wänden. Matthias Förtsch, Schulleiter des Gymnasiums am Bischof-Sproll-Bildungszentrum in Biberach, packt die Dinge an und stellt sein Bildungssystem auf den Kopf. Oder auf die Füße? Matthias vertraut auf die Eigenmotivation der Jugendlichen: „Ich glaube, sie bringen eine hohe intrinsische Motivation mit – sie wollen einfach Dinge wissen.“</p><p>Diese Offenheit steht im Kontrast zur traditionellen Vorstellung von Schule, die Matthias als „Doing School“ bezeichnet: Aufgaben erledigen, kurz vor der Prüfung noch schnell lernen und das Gelernte danach wieder vergessen. Doch dieses Modell hält er für veraltet. Die Welt verändert sich rasant und Schule muss sich anpassen. „Wir entlassen die Schülerinnen und Schüler in eine Zukunft, die grundlegend anders aussieht als heute. Da gibt es einen gewaltigen Zeitversatz“, sagt Matthias.</p><p><strong>Ein zentrales Thema in Matthias Schule ist die Digitalisierung.</strong> Wir müssen verstehen, wie digitale Möglichkeiten unser Zusammenleben und unsere Kommunikation grundlegend verändern“, so Matthias. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass viele Schulen zwar gezwungen waren, den Unterricht digital zu gestalten, doch die Lernkultur selbst sei dabei oft unverändert geblieben.</p><p>Matthias fordert, dass Schulen nicht nur Wissen vermitteln, sondern den jungen Menschen ermöglichen, diese komplexe und digitalisierte Welt aktiv mitzugestalten. „Wir müssen sie in die Lage versetzen, die Gesellschaft zu verändern“, sagt er. Hierbei betont er auch die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beteiligten – Schüler, Lehrer, Eltern und externe Partner. In seiner Schule beispielsweise arbeiten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrkräften an neuen Lernformaten und setzen sich kritisch mit Themen wie der Nutzung von Künstlicher Intelligenz auseinander.</p><p>Ein wichtiger Punkt in Matthias pädagogischem Konzept ist die Förderung von Zuversicht. „Wir müssen die Schülerinnen und Schüler nicht nur für Prüfungen vorbereiten, sondern sie stark machen für die Herausforderungen von morgen“, erklärt er. Es gehe darum, sie zu ermutigen, die Zukunft nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als etwas, das sie selbst gestalten können.</p><p>Matthias und seine Schule sind ein Beispiel dafür, dass es auch in einem trägen Schulsystem möglich ist, innovativ und zukunftsorientiert zu arbeiten. Die Schule der Zukunft, so Matthias, müsse den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt stellen und ein Umfeld schaffen, in dem echte, tiefe Lernprozesse stattfinden können – abseits der traditionellen Strukturen und Prüfungsformate.</p><p>Mit Leidenschaft und Entschlossenheit treibt Matthias diesen Wandel voran und zeigt: Bildung ist mehr als nur Wissensvermittlung. Sie ist die Grundlage dafür, dass die kommenden Generationen die Welt gestalten können – mit Mut, Zuversicht und dem festen Glauben, dass die Zukunft in ihren Händen liegt.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/matthias-f%C3%B6rtsch-1332367a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias Förtsch, </a>Schulleiter am Gymnasium des <a href="https://www.bsbz.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bischof-Sproll-Bildungszentrum</a> in Biberach. Er ist zudem Autor und Coach für die Themen Schulentwicklung und Kultur der Digitalität.&nbsp;</p><p>Folge 217 mit Micha Pallesche – <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-217/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Was bedeutet Zukunft für Schule?</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">f108ff29-3836-40e1-b83b-86975417ed52</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a23e4c04-84f5-427c-b9b0-a52f62b0785d/hXpCUQdcIqoXYuaL3SPKFR9W.jpg"/><pubDate>Thu, 10 Oct 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/32c0f36e-969f-41ba-a733-d32d52fe8171/Folge-228-F-rtsch.mp3" length="86222392" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:54</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>228</itunes:episode><podcast:episode>228</podcast:episode></item><item><title>#227 Jens-Christian Wagner – Die Verheißung der Ungleichheit</title><itunes:title>#227 Jens-Christian Wagner – Die Verheißung der Ungleichheit</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Die Zukunft – was für ein Begriff! </strong>Sie scheint weit weg, ungewiss, vielleicht sogar bedrohlich. Doch was wäre, wenn wir begreifen, dass es nicht die eine Zukunft gibt, sondern viele? Zukünfte existieren im Plural. Wir haben die Wahl, welche wir anstreben, welche wir gestalten – und welche wir verhindern wollen.</p><p><strong>Doch diese Wahl ist hart umkämpft.</strong> Jens-Christian Wagner, Leiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, sieht in unserer Gesellschaft einen erbitterten Streit um die Frage, wie unsere Zukunft aussehen soll. Zwei Modelle prallen aufeinander: ein demokratisches, rechtsstaatliches und ein autoritäres, völkisches. Insbesondere in Thüringen und Sachsen, wo die AfD bei den letzten Landtagswahlen starke Ergebnisse erzielte, ist dieser Konflikt greifbar. "Es stehen tatsächlich verschiedene Modelle der Zukunft zur Wahl", sagt Jens-Christian – und erinnert daran, dass das autoritäre Modell auf historischen Vorbildern fußt, die wir nie wieder erleben wollen.</p><p>Jens-Christian, der seit Jahrzehnten in der Gedenkstättenarbeit tätig ist, spricht eindringlich über <strong>die Bedeutung der Erinnerungskultur. </strong>Für ihn reicht es nicht, nur über die Opfer des Nationalsozialismus zu trauern. Wir müssen auch über die Täter, Mittäter und Profiteure sprechen. Wer waren sie? Warum haben sie mitgemacht? Und was können wir daraus für die Gegenwart und Zukunft lernen? Diese Fragen sind zentral, wenn wir begreifen wollen, wie Gesellschaften in den Abgrund geraten und wie wir verhindern, dass sich Geschichte wiederholt.</p><p><strong>Aber wie vermittelt man solch komplexe Themen? </strong>Die Gedenkstätten in Buchenwald und anderswo haben ihre Bildungsarbeit umgestellt. Statt kurzer Führungen, die oft wenig Nachhall haben, setzen sie auf intensive Projekte, die tiefes Nachdenken und Reflexion ermöglichen. Das Ziel: Die Besucher sollen nicht nur über die Vergangenheit urteilen, sondern auch über die Gegenwart und Zukunft. Jens-Christian bringt es auf den Punkt: "Geschichte begreifen, für die Zukunft handeln."</p><p><strong>Ein Blick in die politische Landschaft zeigt jedoch, dass Wissen allein nicht ausreicht.</strong> Rechte Parteien, allen voran die AfD, nutzen Emotionen wie Angst und Wut, um Wähler zu mobilisieren. Fake News und Desinformation spielen dabei eine zentrale Rolle – oft erfolgreicher, als man zugeben möchte. Jens-Christian sieht darin eine gefährliche Entwicklung, die es zu bekämpfen gilt. "Wir dürfen den Populisten und Verschwörungstheoretikern nicht das Feld überlassen", mahnt er. Doch bloße Fakten genügen nicht. Jens-Christian und Michael sind sich einig: Es braucht positive Emotionen, Optimismus und eine klare Vision einer besseren Zukunft, um die Menschen für eine demokratische Gesellschaft zu gewinnen.</p><p>Denn am Ende, so Jens-Christian, geht es darum, welche Zukunft wir uns vorstellen und welche wir gestalten wollen. Eine Zukunft, in der die Würde jedes Menschen geachtet wird. Eine Zukunft, die demokratisch, friedlich und menschlich ist. Oder, wie Jens-Christian es formuliert: „Zukunft ist nichts, was man fürchten muss. Sie ist etwas, auf das wir uns freuen können, weil wir sie selbst in der Hand haben.“</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://bsky.app/profile/did:plc:kr7hdax4yjbyhbzjpbt6ckbt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Jens-Christian Wagner,</a> Direktor der Stiftung <a href="https://www.stiftung-gedenkstaetten.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora </a>und Professor für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der <a href="https://www.uni-jena.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Friedrich-Schiller-Universität Jena.</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Zukunft – was für ein Begriff! </strong>Sie scheint weit weg, ungewiss, vielleicht sogar bedrohlich. Doch was wäre, wenn wir begreifen, dass es nicht die eine Zukunft gibt, sondern viele? Zukünfte existieren im Plural. Wir haben die Wahl, welche wir anstreben, welche wir gestalten – und welche wir verhindern wollen.</p><p><strong>Doch diese Wahl ist hart umkämpft.</strong> Jens-Christian Wagner, Leiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, sieht in unserer Gesellschaft einen erbitterten Streit um die Frage, wie unsere Zukunft aussehen soll. Zwei Modelle prallen aufeinander: ein demokratisches, rechtsstaatliches und ein autoritäres, völkisches. Insbesondere in Thüringen und Sachsen, wo die AfD bei den letzten Landtagswahlen starke Ergebnisse erzielte, ist dieser Konflikt greifbar. "Es stehen tatsächlich verschiedene Modelle der Zukunft zur Wahl", sagt Jens-Christian – und erinnert daran, dass das autoritäre Modell auf historischen Vorbildern fußt, die wir nie wieder erleben wollen.</p><p>Jens-Christian, der seit Jahrzehnten in der Gedenkstättenarbeit tätig ist, spricht eindringlich über <strong>die Bedeutung der Erinnerungskultur. </strong>Für ihn reicht es nicht, nur über die Opfer des Nationalsozialismus zu trauern. Wir müssen auch über die Täter, Mittäter und Profiteure sprechen. Wer waren sie? Warum haben sie mitgemacht? Und was können wir daraus für die Gegenwart und Zukunft lernen? Diese Fragen sind zentral, wenn wir begreifen wollen, wie Gesellschaften in den Abgrund geraten und wie wir verhindern, dass sich Geschichte wiederholt.</p><p><strong>Aber wie vermittelt man solch komplexe Themen? </strong>Die Gedenkstätten in Buchenwald und anderswo haben ihre Bildungsarbeit umgestellt. Statt kurzer Führungen, die oft wenig Nachhall haben, setzen sie auf intensive Projekte, die tiefes Nachdenken und Reflexion ermöglichen. Das Ziel: Die Besucher sollen nicht nur über die Vergangenheit urteilen, sondern auch über die Gegenwart und Zukunft. Jens-Christian bringt es auf den Punkt: "Geschichte begreifen, für die Zukunft handeln."</p><p><strong>Ein Blick in die politische Landschaft zeigt jedoch, dass Wissen allein nicht ausreicht.</strong> Rechte Parteien, allen voran die AfD, nutzen Emotionen wie Angst und Wut, um Wähler zu mobilisieren. Fake News und Desinformation spielen dabei eine zentrale Rolle – oft erfolgreicher, als man zugeben möchte. Jens-Christian sieht darin eine gefährliche Entwicklung, die es zu bekämpfen gilt. "Wir dürfen den Populisten und Verschwörungstheoretikern nicht das Feld überlassen", mahnt er. Doch bloße Fakten genügen nicht. Jens-Christian und Michael sind sich einig: Es braucht positive Emotionen, Optimismus und eine klare Vision einer besseren Zukunft, um die Menschen für eine demokratische Gesellschaft zu gewinnen.</p><p>Denn am Ende, so Jens-Christian, geht es darum, welche Zukunft wir uns vorstellen und welche wir gestalten wollen. Eine Zukunft, in der die Würde jedes Menschen geachtet wird. Eine Zukunft, die demokratisch, friedlich und menschlich ist. Oder, wie Jens-Christian es formuliert: „Zukunft ist nichts, was man fürchten muss. Sie ist etwas, auf das wir uns freuen können, weil wir sie selbst in der Hand haben.“</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://bsky.app/profile/did:plc:kr7hdax4yjbyhbzjpbt6ckbt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Jens-Christian Wagner,</a> Direktor der Stiftung <a href="https://www.stiftung-gedenkstaetten.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora </a>und Professor für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der <a href="https://www.uni-jena.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Friedrich-Schiller-Universität Jena.</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">1c0c857e-014d-45cc-8de3-4e04ba6b6b5f</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/2309deec-3040-4546-a3f2-d3847a724cd0/4jOjzc3p7J0j84aTz-gV0arD.jpg"/><pubDate>Thu, 03 Oct 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/96a3a736-b890-407b-9c21-082f544fdd72/Folge-227-Wagner.mp3" length="89075381" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>46:23</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>227</itunes:episode><podcast:episode>227</podcast:episode></item><item><title>#226 Jonas Finck – Bio-Revolution der Schwarzen Soldatenfliege</title><itunes:title>#226 Jonas Finck – Bio-Revolution der Schwarzen Soldatenfliege</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Eins vorweg:</strong> Insekten sind extrem erfolgreich. 52% der beschriebenen Arten auf dem Globus sind Insekten. Die meisten leben in Nischen, sind hoch spezialisiert und können eine Sache besonders gut. Im Fall der Schwarzen Soldatenfliege, genauer ihrer Larve, ist das: Essen. Sie frisst organische Stoffe. Also genau das, was wir früher Biomüll genannt haben. Das Team um Jonas Finck von madebymade und REPLOID hat um sie herum einen industriellen Prozess entwickelt, um die Lücken in der Kreislaufwirtschaft zu schließen. Doch der Reihe nach.&nbsp;</p><p><strong>Wer Lebensmittel produziert, hat Reste.</strong> Es gibt Überproduktion, Maschinen werden gereinigt, etc. Es bleibt immer etwas übrig, das reich an Nährstoffen ist. Das lässt sich verwerten. Bislang gehen Bäcker, Nudelmacher und Ketchup-Quetscher hin und entsorgen ihre Reste, zum Beispiel in der nächsten Biogasanlage. Hier setzt Jonas an. Er bringt nicht nur die Larven vorbei, sondern gleich eine ganze Anlage. Die Lösung kommt zum Problem. Die jungen Larven fressen sich binnen sieben Tagen durch den Berg. Ihre Ausscheidungen sind 1a Dünger; der kann direkt aufs Feld. Die Larven selber verwandeln ihr Futter direkt in Proteine und Fett. Sie wandeln sich selbst zum idealen Tierfutter. Hund und Katze freuen sich schon. Das Beste: Was bleibt übrig? Nichts.&nbsp;</p><p><strong>Das Spannende an der Biologie:</strong> Das Insekt kann das schon immer. Wir müssen es nur wahrnehmen. Viel von Jonas’ Job ist es daher, die Tiere genau zu beobachten und ihr Verhalten zu verstehen. Denn die Brücke, die Jonas’ Larven schlägt, wird immer wichtiger. Der Bedarf an Tierfutter steigt drastisch an. Die üblichen Quellen versiegen allmählich; Schlachtnebenprodukte - ein wundervoll-furchtbares Wort für ein rückläufiges Thema. Die schwarze Soldatenfliege wird hier zum Nutztier, zur planbaren und nachhaltigen Rohstoffquelle. Als wäre es Landwirtschaft. Entsprechend sind Jonas und sein Team auch auf regionale Kreisläufe ausgerichtet, haben eine Anlage entwickelt, die immer noch zwischen Stall und Biogasanlage auf den Hof passt. Die Bio-Revolution im Hinterhof.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/jonas-finck-bb9b961a5/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Jonas Finck</a>, Gründer und CEO von&nbsp;<a href="https://madebymade.eu/?ref=carls-zukunft.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">madebymade</a>, Chief Biology Officer @ <a href="https://ChiefBiologyOfficerChiefBiologyOfficerREPLOIDGroupAG" rel="noopener noreferrer" target="_blank">REPLOID Group AG</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eins vorweg:</strong> Insekten sind extrem erfolgreich. 52% der beschriebenen Arten auf dem Globus sind Insekten. Die meisten leben in Nischen, sind hoch spezialisiert und können eine Sache besonders gut. Im Fall der Schwarzen Soldatenfliege, genauer ihrer Larve, ist das: Essen. Sie frisst organische Stoffe. Also genau das, was wir früher Biomüll genannt haben. Das Team um Jonas Finck von madebymade und REPLOID hat um sie herum einen industriellen Prozess entwickelt, um die Lücken in der Kreislaufwirtschaft zu schließen. Doch der Reihe nach.&nbsp;</p><p><strong>Wer Lebensmittel produziert, hat Reste.</strong> Es gibt Überproduktion, Maschinen werden gereinigt, etc. Es bleibt immer etwas übrig, das reich an Nährstoffen ist. Das lässt sich verwerten. Bislang gehen Bäcker, Nudelmacher und Ketchup-Quetscher hin und entsorgen ihre Reste, zum Beispiel in der nächsten Biogasanlage. Hier setzt Jonas an. Er bringt nicht nur die Larven vorbei, sondern gleich eine ganze Anlage. Die Lösung kommt zum Problem. Die jungen Larven fressen sich binnen sieben Tagen durch den Berg. Ihre Ausscheidungen sind 1a Dünger; der kann direkt aufs Feld. Die Larven selber verwandeln ihr Futter direkt in Proteine und Fett. Sie wandeln sich selbst zum idealen Tierfutter. Hund und Katze freuen sich schon. Das Beste: Was bleibt übrig? Nichts.&nbsp;</p><p><strong>Das Spannende an der Biologie:</strong> Das Insekt kann das schon immer. Wir müssen es nur wahrnehmen. Viel von Jonas’ Job ist es daher, die Tiere genau zu beobachten und ihr Verhalten zu verstehen. Denn die Brücke, die Jonas’ Larven schlägt, wird immer wichtiger. Der Bedarf an Tierfutter steigt drastisch an. Die üblichen Quellen versiegen allmählich; Schlachtnebenprodukte - ein wundervoll-furchtbares Wort für ein rückläufiges Thema. Die schwarze Soldatenfliege wird hier zum Nutztier, zur planbaren und nachhaltigen Rohstoffquelle. Als wäre es Landwirtschaft. Entsprechend sind Jonas und sein Team auch auf regionale Kreisläufe ausgerichtet, haben eine Anlage entwickelt, die immer noch zwischen Stall und Biogasanlage auf den Hof passt. Die Bio-Revolution im Hinterhof.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/jonas-finck-bb9b961a5/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Jonas Finck</a>, Gründer und CEO von&nbsp;<a href="https://madebymade.eu/?ref=carls-zukunft.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">madebymade</a>, Chief Biology Officer @ <a href="https://ChiefBiologyOfficerChiefBiologyOfficerREPLOIDGroupAG" rel="noopener noreferrer" target="_blank">REPLOID Group AG</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">e3a7ae16-3c0f-458c-8063-c8e365b7ee78</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/286a91ea-ef9d-4ea6-8f58-f785303da0b4/FJiiejQGTrXmlPnTYc-zwqo.jpg"/><pubDate>Thu, 26 Sep 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/b5bc96b9-8bf9-404a-bd92-98aa8f255f38/Folge-226-Jonas-Finck.mp3" length="81137500" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:15</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>226</itunes:episode><podcast:episode>226</podcast:episode></item><item><title>#225 Stephan Anpalagan - Wir geben nichts verloren. Auch nicht an rechts.</title><itunes:title>#225 Stephan Anpalagan - Wir geben nichts verloren. Auch nicht an rechts.</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Die AfD ist destruktiv und sie bietet keine Lösungen.</strong> Sie saugt unsere Aufmerksamkeit auf, verlockt andere Parteien dazu, sich fast nur noch mit den Lieblingsthemen der AfD zu befassen - und wirklich wichtiges bleibt derweil ungelöst. Es sieht nicht gut aus, aber kein Grund, ganze Landstriche verloren zu geben. Das sagt der Autor und Journalist Stephan Anpalagan im Podcast bei Michael. Indem die AfD die Unzufriedenheit verstärkt, zieht sie weiterhin Wähler an, was zu einem Teufelskreis führt, in dem es immer schlimmer wird.</p><p>Stephan sagt:<strong> </strong>Migration ist eben nicht das zentrale gesellschaftliche Problem unserer Zeit, obwohl es oft so dargestellt wird. Er kritisiert scharf die Darstellung von Migration als „Mutter aller Probleme“, wie sie von einigen politischen Akteuren propagiert wird. Für ihn ist diese Fokussierung auf Migration als das zentrale Problem ein populistischer und falscher Diskurs, der von den eigentlichen gesellschaftlichen Herausforderungen ablenkt.</p><p>Stephan argumentiert, dass es weitaus dringendere Probleme gibt, wie etwa den Klimawandel, die wirtschaftliche Ungleichheit, den Zustand der Infrastruktur oder die Qualität der Bildung und des Gesundheitssystems. Diese Themen erfordern komplexe und nachhaltige Lösungen, die jedoch oft durch den einfachen, aber irreführenden politischen Diskurs über Migration in den Hintergrund gedrängt werden. Er sieht die Fixierung auf Migration als eine bequeme Ausrede für Politiker, die keine echten Lösungen für die tieferliegenden gesellschaftlichen Probleme anbieten wollen.</p><p>Stephan kritisiert im Gespräch die politische Debatte rund um Abschiebungen. Die Forderung nach Abschiebungen ist zwar populär, Politiker müssen sich aber nie an den tatsächlichen Ergebnissen messen lassen. Dies liegt daran, dass viele der großen Fragen im Bereich Migration und Asyl auf europäischer Ebene verhandelt werden müssen. Politiker können daher Abschiebungen als einfache Lösung für komplexe Probleme präsentieren, ohne dass sie tatsächlich etwas Konkretes liefern müssen.</p><p>Stephan hebt hervor, dass Abschiebungen oft diejenigen Menschen treffen, die gut integriert sind, während es schwierig ist, kriminelle oder gefährliche Personen abzuschieben. Die Forderung nach massenhaften Abschiebungen wirkt daher oft populistisch und kurzfristig gedacht. Sie führt nicht zu echten Lösungen, sondern zielt lediglich darauf ab, politischen Gewinn durch Härte zu erzielen, ohne dabei die langfristigen Folgen oder realistische Maßnahmen in Betracht zu ziehen.</p><p>Stephan folgert aus seiner Analyse, dass es immer Hoffnung auf eine Zeit nach „rechts“ gibt. Er ist der Ansicht, dass demokratische Gesellschaften, auch wenn sie von extremen rechten Kräften bedroht werden, durch die Stärke ihrer Institutionen und das Engagement ihrer Bürger letztlich in der Lage sind, diese Tendenzen zu überwinden. Er verweist auf Beispiele wie die USA nach Donald Trump oder Polen unter der Führung von Donald Tusk, wo es gelungen ist, nach einer Phase des Erstarkens rechter Kräfte eine Rückkehr zu demokratischen und rechtsstaatlichen Werten zu erreichen.</p><p>Stephan betont, dass es zwar Phasen geben kann, in denen rechte oder radikale Parteien an Einfluss gewinnen, doch diese Kräfte in stabilen Demokratien nicht zwangsläufig die Oberhand behalten. Es gibt immer Raum für positive Entwicklungen, wenn Menschen und Institutionen sich aktiv für demokratische Werte einsetzen. Diese Perspektive zeigt, dass er trotz der gegenwärtigen Herausforderungen optimistisch ist, dass es eine Zeit nach der aktuellen rechtsextremen Bewegung geben kann. Insofern: Wir müssen nichts verloren geben.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://stephananpalagan.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephan Anpalagan</a>, Manager, Berater, Theologe, Journalist und Autor. Sein aktuelles Buch heißt <a href="https://www.amazon.de/Kampf-Sehnsucht-Gesellschaft-Stephan-Anpalagan/dp/3103971982/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft"</a></p><p>Folgt Stephan auf<a href="https://www.instagram.com/stephan.anpalagan/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Insta</a> und <a href="https://bsky.app/profile/stephananpalagan.bsky.social" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bluesky</a>, es lohnt sich!</p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die AfD ist destruktiv und sie bietet keine Lösungen.</strong> Sie saugt unsere Aufmerksamkeit auf, verlockt andere Parteien dazu, sich fast nur noch mit den Lieblingsthemen der AfD zu befassen - und wirklich wichtiges bleibt derweil ungelöst. Es sieht nicht gut aus, aber kein Grund, ganze Landstriche verloren zu geben. Das sagt der Autor und Journalist Stephan Anpalagan im Podcast bei Michael. Indem die AfD die Unzufriedenheit verstärkt, zieht sie weiterhin Wähler an, was zu einem Teufelskreis führt, in dem es immer schlimmer wird.</p><p>Stephan sagt:<strong> </strong>Migration ist eben nicht das zentrale gesellschaftliche Problem unserer Zeit, obwohl es oft so dargestellt wird. Er kritisiert scharf die Darstellung von Migration als „Mutter aller Probleme“, wie sie von einigen politischen Akteuren propagiert wird. Für ihn ist diese Fokussierung auf Migration als das zentrale Problem ein populistischer und falscher Diskurs, der von den eigentlichen gesellschaftlichen Herausforderungen ablenkt.</p><p>Stephan argumentiert, dass es weitaus dringendere Probleme gibt, wie etwa den Klimawandel, die wirtschaftliche Ungleichheit, den Zustand der Infrastruktur oder die Qualität der Bildung und des Gesundheitssystems. Diese Themen erfordern komplexe und nachhaltige Lösungen, die jedoch oft durch den einfachen, aber irreführenden politischen Diskurs über Migration in den Hintergrund gedrängt werden. Er sieht die Fixierung auf Migration als eine bequeme Ausrede für Politiker, die keine echten Lösungen für die tieferliegenden gesellschaftlichen Probleme anbieten wollen.</p><p>Stephan kritisiert im Gespräch die politische Debatte rund um Abschiebungen. Die Forderung nach Abschiebungen ist zwar populär, Politiker müssen sich aber nie an den tatsächlichen Ergebnissen messen lassen. Dies liegt daran, dass viele der großen Fragen im Bereich Migration und Asyl auf europäischer Ebene verhandelt werden müssen. Politiker können daher Abschiebungen als einfache Lösung für komplexe Probleme präsentieren, ohne dass sie tatsächlich etwas Konkretes liefern müssen.</p><p>Stephan hebt hervor, dass Abschiebungen oft diejenigen Menschen treffen, die gut integriert sind, während es schwierig ist, kriminelle oder gefährliche Personen abzuschieben. Die Forderung nach massenhaften Abschiebungen wirkt daher oft populistisch und kurzfristig gedacht. Sie führt nicht zu echten Lösungen, sondern zielt lediglich darauf ab, politischen Gewinn durch Härte zu erzielen, ohne dabei die langfristigen Folgen oder realistische Maßnahmen in Betracht zu ziehen.</p><p>Stephan folgert aus seiner Analyse, dass es immer Hoffnung auf eine Zeit nach „rechts“ gibt. Er ist der Ansicht, dass demokratische Gesellschaften, auch wenn sie von extremen rechten Kräften bedroht werden, durch die Stärke ihrer Institutionen und das Engagement ihrer Bürger letztlich in der Lage sind, diese Tendenzen zu überwinden. Er verweist auf Beispiele wie die USA nach Donald Trump oder Polen unter der Führung von Donald Tusk, wo es gelungen ist, nach einer Phase des Erstarkens rechter Kräfte eine Rückkehr zu demokratischen und rechtsstaatlichen Werten zu erreichen.</p><p>Stephan betont, dass es zwar Phasen geben kann, in denen rechte oder radikale Parteien an Einfluss gewinnen, doch diese Kräfte in stabilen Demokratien nicht zwangsläufig die Oberhand behalten. Es gibt immer Raum für positive Entwicklungen, wenn Menschen und Institutionen sich aktiv für demokratische Werte einsetzen. Diese Perspektive zeigt, dass er trotz der gegenwärtigen Herausforderungen optimistisch ist, dass es eine Zeit nach der aktuellen rechtsextremen Bewegung geben kann. Insofern: Wir müssen nichts verloren geben.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://stephananpalagan.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephan Anpalagan</a>, Manager, Berater, Theologe, Journalist und Autor. Sein aktuelles Buch heißt <a href="https://www.amazon.de/Kampf-Sehnsucht-Gesellschaft-Stephan-Anpalagan/dp/3103971982/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft"</a></p><p>Folgt Stephan auf<a href="https://www.instagram.com/stephan.anpalagan/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Insta</a> und <a href="https://bsky.app/profile/stephananpalagan.bsky.social" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bluesky</a>, es lohnt sich!</p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">0ccace63-4e65-4f84-a51d-98e84e9e7af2</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/9d284388-d84e-495c-b102-5f33b799bf7e/AIXjjOSIUQujDUomj0akkc7F.jpg"/><pubDate>Thu, 19 Sep 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/729a705a-745b-4faa-8a21-2795118f1321/Folge-225-Anpalagan.mp3" length="92166607" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>48:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>225</itunes:episode><podcast:episode>225</podcast:episode></item><item><title>#224 Gabriel Rath - Wenn es zu sehr nach Bällebad aussieht, ist es kein New Work</title><itunes:title>#224 Gabriel Rath - Wenn es zu sehr nach Bällebad aussieht, ist es kein New Work</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>New Work ist mehr als flexible Arbeitsräume. </strong>So weit, so einfach. Gabriel Rath arbeitet (!) daran, Menschen und Unternehmen dazu zu bringen, über Arbeit neu nachzudenken. Im Podcast betont er: New Work bedeutet nicht bloß, in schicken Büros zu arbeiten oder regelmäßig den Arbeitsplatz zu wechseln. Stattdessen geht es darum, Arbeit aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Die zentrale Frage ist, wie Arbeit menschenfreundlicher gestaltet werden kann und gleichzeitig dazu beiträgt, Gutes zu tun.</p><p><strong>Zu idealistisch?</strong> Arbeit bedeutet auch Anstrengung. Gabriel vergleicht sie mit dem Laufen: Man muss sich anstrengen und aus der Komfortzone herauskommen, um wirklich Fortschritte zu erzielen. Arbeit kann erfüllend und sinnvoll sein, aber auch Herausforderungen und Reibungen gehören dazu. Menschen entwickeln sich in der Arbeit vor allem dann, wenn sie gefordert werden. Herausforderungen fördern Wachstum und Selbstwirksamkeit. Rath hebt hervor, dass es wichtig ist, sich in der Arbeit selbst wiederzufinden und die Möglichkeit zu haben, einen Unterschied zu machen.</p><p><strong>Es wird Zeit für diese neue Perspektive auf das Thema Arbeit. </strong>Zugleich verlangt New Work eine neue Kompetenz von uns: Die Fähigkeit, das eigene Leben immer wieder neu zu entwerfen und umzusetzen, immer wieder neu zu lernen. Eine Berufsbiografie wird zu einem großen Lego-Spiel: Immer wieder neu kombinierbar entsteht immer wieder etwas Neues. Selbständigkeit plus Teilzeit, dann wieder plus Ehrenamt, dann mehr Familie … Diese Flexibilität erfordert jedoch auch Eigenverantwortung und die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.</p><p><strong>Befeuert wird diese Entwicklung von der rasanten technologischen Entwicklung. </strong>Gabriel sieht in der KI eine Chance, Arbeit wieder menschlicher zu gestalten. KI kann repetitive Aufgaben übernehmen, wodurch Menschen sich auf kreative und kooperative Tätigkeiten konzentrieren können. Für die Zukunft wird es entscheidend sein, diese beiden Bereiche – Technologie und New Work – zusammenzudenken, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sowohl effizient als auch erfüllend ist.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/gabrielrath/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gabriel Rath,</a> Podcaster <a href="https://gabrielrath.com/newworkchat/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"New Work Chat"</a>, Speaker &amp; Moderator</p><p>Ein Beispiel für sehr weitgehende Veränderungen der Arbeit ist die Sparkasse Bremen. Die Folge mit dem Vorstand und Treiber dieses Wandels, Pranjal Kothari, findet sich <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-62/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a> </p><p>Das Buch des LinkedIn-Gründers Reid Hoffman heißt <a href="https://www.startupofyou.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„The Startup of You“</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>New Work ist mehr als flexible Arbeitsräume. </strong>So weit, so einfach. Gabriel Rath arbeitet (!) daran, Menschen und Unternehmen dazu zu bringen, über Arbeit neu nachzudenken. Im Podcast betont er: New Work bedeutet nicht bloß, in schicken Büros zu arbeiten oder regelmäßig den Arbeitsplatz zu wechseln. Stattdessen geht es darum, Arbeit aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Die zentrale Frage ist, wie Arbeit menschenfreundlicher gestaltet werden kann und gleichzeitig dazu beiträgt, Gutes zu tun.</p><p><strong>Zu idealistisch?</strong> Arbeit bedeutet auch Anstrengung. Gabriel vergleicht sie mit dem Laufen: Man muss sich anstrengen und aus der Komfortzone herauskommen, um wirklich Fortschritte zu erzielen. Arbeit kann erfüllend und sinnvoll sein, aber auch Herausforderungen und Reibungen gehören dazu. Menschen entwickeln sich in der Arbeit vor allem dann, wenn sie gefordert werden. Herausforderungen fördern Wachstum und Selbstwirksamkeit. Rath hebt hervor, dass es wichtig ist, sich in der Arbeit selbst wiederzufinden und die Möglichkeit zu haben, einen Unterschied zu machen.</p><p><strong>Es wird Zeit für diese neue Perspektive auf das Thema Arbeit. </strong>Zugleich verlangt New Work eine neue Kompetenz von uns: Die Fähigkeit, das eigene Leben immer wieder neu zu entwerfen und umzusetzen, immer wieder neu zu lernen. Eine Berufsbiografie wird zu einem großen Lego-Spiel: Immer wieder neu kombinierbar entsteht immer wieder etwas Neues. Selbständigkeit plus Teilzeit, dann wieder plus Ehrenamt, dann mehr Familie … Diese Flexibilität erfordert jedoch auch Eigenverantwortung und die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.</p><p><strong>Befeuert wird diese Entwicklung von der rasanten technologischen Entwicklung. </strong>Gabriel sieht in der KI eine Chance, Arbeit wieder menschlicher zu gestalten. KI kann repetitive Aufgaben übernehmen, wodurch Menschen sich auf kreative und kooperative Tätigkeiten konzentrieren können. Für die Zukunft wird es entscheidend sein, diese beiden Bereiche – Technologie und New Work – zusammenzudenken, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sowohl effizient als auch erfüllend ist.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/gabrielrath/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gabriel Rath,</a> Podcaster <a href="https://gabrielrath.com/newworkchat/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"New Work Chat"</a>, Speaker &amp; Moderator</p><p>Ein Beispiel für sehr weitgehende Veränderungen der Arbeit ist die Sparkasse Bremen. Die Folge mit dem Vorstand und Treiber dieses Wandels, Pranjal Kothari, findet sich <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-62/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a> </p><p>Das Buch des LinkedIn-Gründers Reid Hoffman heißt <a href="https://www.startupofyou.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„The Startup of You“</a></p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">8fda9cd2-6996-4ae4-8358-8700b3e1e231</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/63564f7f-9084-46c1-b1a3-a170aa5b0054/UBX0F1WQzwaAtQV03WEN3RMa.jpg"/><pubDate>Thu, 12 Sep 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/e1f73386-98a2-47c5-b7ee-3c099f13d0b6/Folge-224-Gabriel-Rath.mp3" length="77947635" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:36</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>224</itunes:episode><podcast:episode>224</podcast:episode></item><item><title>#223 Gert Mengel – Abschreiben gilt nicht!</title><itunes:title>#223 Gert Mengel – Abschreiben gilt nicht!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Nehmen wir die Sprüche von Paulo Coelho doch mal ernst.</strong> In Sonntagsreden rezitiert, in der Klassenarbeit rot angestrichen. Von wegen "aus Fehlern lernen". Klassisch lernt das Kind: Pünktlich sein, Arbeitsanweisungen zuverlässig ausführen, der Obrigkeit zuhören. Damit kann ich anschließend 40 Jahre unfallfrei Traktor fahren. Aber eine Kompetenz für die Welt von heute und morgen ist das nicht. Schule kann deshalb nie so bleiben, wie sie war, sagt Gert Mengel, Schulleiter der Don-Bosco-Schule in Rostock.&nbsp;</p><p><strong>Heute muss es um eine Grundhaltung des Lernens gehen:</strong> um Offenheit, Neugierde. Der Einzelkämpfer hat ausgedient. Die Herausforderungen von heute lassen sich nur in Kooperation lösen. Teilen ist eine zentrale Kompetenz. Die Ressourcen werden knapper, wir werden es lernen müssen.</p><p><strong>Ein tief gehender Veränderungsprozess in Schulen braucht zehn bis 15 Jahre. </strong>Auch das geschieht wie im Lehrbuch: Die einen befassen sich mit den Themen und entwickeln neue Vorschläge – die anderen halten die Vorschläge für das Problem. Für eine echte Entwicklung in der Schule braucht es Geduld und Zeit – oder eine Krise. Gert betont: Viele der Schulen, die heute ausgezeichnet und begehrt sind, standen zunächst vor dem Ende.</p><p><strong>Gert arbeitet an einer anderen Prüfungskultur.</strong> Warum ist die Klausur das Ende – es kann doch auch die Mitte sein, oder? Arbeiten wir mit den Ergebnissen weiter, lassen wir Schüler sich gegenseitig Feedback geben, eben: lernen. Der Originalvorwurf, den Gert daraufhin bekam: „Ja, aber dann sind doch am Ende alle gut“. Als wäre es die vornehmste Aufgabe der Schule, permanent zu filtern, wer gut und wer schlecht ist – anstatt dafür zu sorgen, dass alle lernen und sich entwickeln. Schule als System mit selektierendem Charakter … Gert hält dagegen: Schule soll nicht Grenzen aufzeigen, sondern Horizonte öffnen.</p><p><strong>Moderne Unternehmen arbeiten team- und projektorientiert. </strong>In der Schule ist das ein Täuschungsversuch; man sieht den Unterschied. Gert verweist auf die Lernprozesse, die tief im System stecken. Da kann der Schulleiter in der Abschlussrede sagen, was er möchte. Die Praxis zeigt: Wer am besten den Ellenbogen einsetzen kann, um andere am Abschreiben zu hindern, der bekommt die besten Noten, der wird Karriere machen. Wir wundern uns dann, warum New Work nicht funktioniert. Wir wundern uns, warum es den Vorgesetzten an sozialer Kompetenz mangelt. Dabei braucht es gar nicht so wahnsinnig viel Mut. Im Rahmenplan steht: Die Schüler sind in die Gestaltung des Unterrichts einzubeziehen. Einfach mal an die Gesetze halten.</p><p>Die Folge mit Micha Pallesche gibt es <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-217/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier.</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/gertmengel/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gert Mengel</a>, Schulleiter der <a href="https://www.don-bosco-schule-rostock.de/startseite" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Don-Bosco-Gesamtschule</a> in Rostock. Seine Podcasts <a href="https://kreide-ki-klartext.podigee.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Kreide.KI.Klartext“</a> und <a href="https://grossehofpause.podigee.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Große Hofpause“</a> sind auf allen Podcast-Plattformen.</p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nehmen wir die Sprüche von Paulo Coelho doch mal ernst.</strong> In Sonntagsreden rezitiert, in der Klassenarbeit rot angestrichen. Von wegen "aus Fehlern lernen". Klassisch lernt das Kind: Pünktlich sein, Arbeitsanweisungen zuverlässig ausführen, der Obrigkeit zuhören. Damit kann ich anschließend 40 Jahre unfallfrei Traktor fahren. Aber eine Kompetenz für die Welt von heute und morgen ist das nicht. Schule kann deshalb nie so bleiben, wie sie war, sagt Gert Mengel, Schulleiter der Don-Bosco-Schule in Rostock.&nbsp;</p><p><strong>Heute muss es um eine Grundhaltung des Lernens gehen:</strong> um Offenheit, Neugierde. Der Einzelkämpfer hat ausgedient. Die Herausforderungen von heute lassen sich nur in Kooperation lösen. Teilen ist eine zentrale Kompetenz. Die Ressourcen werden knapper, wir werden es lernen müssen.</p><p><strong>Ein tief gehender Veränderungsprozess in Schulen braucht zehn bis 15 Jahre. </strong>Auch das geschieht wie im Lehrbuch: Die einen befassen sich mit den Themen und entwickeln neue Vorschläge – die anderen halten die Vorschläge für das Problem. Für eine echte Entwicklung in der Schule braucht es Geduld und Zeit – oder eine Krise. Gert betont: Viele der Schulen, die heute ausgezeichnet und begehrt sind, standen zunächst vor dem Ende.</p><p><strong>Gert arbeitet an einer anderen Prüfungskultur.</strong> Warum ist die Klausur das Ende – es kann doch auch die Mitte sein, oder? Arbeiten wir mit den Ergebnissen weiter, lassen wir Schüler sich gegenseitig Feedback geben, eben: lernen. Der Originalvorwurf, den Gert daraufhin bekam: „Ja, aber dann sind doch am Ende alle gut“. Als wäre es die vornehmste Aufgabe der Schule, permanent zu filtern, wer gut und wer schlecht ist – anstatt dafür zu sorgen, dass alle lernen und sich entwickeln. Schule als System mit selektierendem Charakter … Gert hält dagegen: Schule soll nicht Grenzen aufzeigen, sondern Horizonte öffnen.</p><p><strong>Moderne Unternehmen arbeiten team- und projektorientiert. </strong>In der Schule ist das ein Täuschungsversuch; man sieht den Unterschied. Gert verweist auf die Lernprozesse, die tief im System stecken. Da kann der Schulleiter in der Abschlussrede sagen, was er möchte. Die Praxis zeigt: Wer am besten den Ellenbogen einsetzen kann, um andere am Abschreiben zu hindern, der bekommt die besten Noten, der wird Karriere machen. Wir wundern uns dann, warum New Work nicht funktioniert. Wir wundern uns, warum es den Vorgesetzten an sozialer Kompetenz mangelt. Dabei braucht es gar nicht so wahnsinnig viel Mut. Im Rahmenplan steht: Die Schüler sind in die Gestaltung des Unterrichts einzubeziehen. Einfach mal an die Gesetze halten.</p><p>Die Folge mit Micha Pallesche gibt es <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-217/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier.</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/gertmengel/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gert Mengel</a>, Schulleiter der <a href="https://www.don-bosco-schule-rostock.de/startseite" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Don-Bosco-Gesamtschule</a> in Rostock. Seine Podcasts <a href="https://kreide-ki-klartext.podigee.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Kreide.KI.Klartext“</a> und <a href="https://grossehofpause.podigee.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Große Hofpause“</a> sind auf allen Podcast-Plattformen.</p><p>Create your&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">podcast</a>&nbsp;today!&nbsp;<a href="https://zencastr.com/?via=michael-carl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#madeonzencastr</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">4d3552bd-9ec9-423e-af68-cab379cc3367</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a6349e2c-1eff-4682-8b7c-2eab25458863/L2Juxw1XC6s886MmYk0bxln8.jpg"/><pubDate>Thu, 05 Sep 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a26e8bfb-359f-4a0b-80a2-7199eaa3f30b/Folge-223-Gert-Mengel.mp3" length="108002245" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>56:15</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>223</itunes:episode><podcast:episode>223</podcast:episode></item><item><title>#222 Thomas Leibfried #NieWiederIstJetzt</title><itunes:title>#222 Thomas Leibfried #NieWiederIstJetzt</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>#NieWiederIstJetzt.</strong> Hier könnte dieser Text enden, denn das Wichtigste ist gesagt. Diesem Slogan haben sich seit Jahresbeginn mehrere Millionen Menschen in Deutschland angeschlossen und für die Demokratie demonstriert. #NieWiederIstJetzt ist auch der Name der am schnellsten wachsenden Gruppe auf dem Business-Netzwerk LinkedIn, gegründet von Thomas Leibfried, dem Gast dieser Episode.&nbsp;&nbsp;</p><p>Das kommt dabei heraus, wenn ein politisch denkender Mensch abends im Büro überlegt, wie man sich mit ein paar Gleichgesinnten vernetzen kann. Wobei „Gleichgesinnte“ hier nur meint: Menschen, die ebenfalls mit beiden Beinen fest auf demokratischem Boden stehen. Unter den heute annähernd 20.000 Mitgliedern der LinkedIn-Gruppe ist das volle Spektrum der demokratischen Positionen abgebildet. Das gehört zu den Erfahrungen, die hier wirklich erstaunen. Der rechte Rand will uns immer wieder glauben machen, unsere Gesellschaft sei gespalten, sei ein Irrgarten von Sprech- und Denkverboten und kaum zum Dialog fähig. Aber kaum sind die Demokratiefeinde nicht an Bord, ist der Dialog plötzlich gar nicht mehr so schwierig, auch zwischen unterschiedlichsten Positionen. Ein gemeinsames Fundament hilft ganz offensichtlich.</p><p><strong>Lange galt es als gesetzt:</strong> Im professionellen Kontext spricht man nicht über Politik. Das ist offensichtlich Geschichte. Thomas und Michael diskutieren, wie sich diese Regel ins Gegenteil verkehrt oder besser: korrigiert hat. Haltung ist inzwischen nicht nur möglich, sie ist nötig. Spannend wird es, wenn sie auch kostet: Schicke ich den Handwerker mit einem eindeutigen Tattoo wieder weg, wenn dafür das Dach ein halbes Jahr nicht gemacht ist? Lasse ich die Stelle weiter vakant, wenn die Bewerber:innen nicht zweifelsfrei auf dem Boden des Grundgesetzes stehen? Und wie gehe ich als Großkonzern mit der Tatsache um, dass ich in der Belegschaft statistisch genau so viele AfD-Wähler:innen haben werde, wie sie in der Gesamtbevölkerung zu finden sind?</p><p><strong>Thomas weist im Gespräch auf den Zeitverzug hin.</strong> Es ist gut, dass Demokrat:innen sich jetzt vernetzen. Die Feinde der Demokratie haben hier einen Vorsprung. Diesen werden wir nicht ohne Weiteres und gar nicht schnell aufholen. Umso wichtiger, heute anzufangen.</p><p>Dem Team von Carls Zukunft ist es an dieser Stelle wichtig zu betonen, dass unsere Brandmauer stabiler steht denn je. Niemand von uns würde jemals die AfD wählen. Wir nehmen keine Aufträge von Nazis an und kooperieren nicht mit ihnen. Da gibt es nichts zu diskutieren. Wer mit Nazis reden will, sollte besser bei der Staatsanwaltschaft arbeiten oder Richter:in sein; das ist eine gute Gesprächsgrundlage.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/thomas-leibfried/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Leibfried,</a> Head of RPO - Diversity Council Mitglied für 50+ / Demokrat, Gründer der LinkedIn Gruppe<a href="https://www.linkedin.com/groups/12957371/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> "NieWiederIstJetzt"</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>#NieWiederIstJetzt.</strong> Hier könnte dieser Text enden, denn das Wichtigste ist gesagt. Diesem Slogan haben sich seit Jahresbeginn mehrere Millionen Menschen in Deutschland angeschlossen und für die Demokratie demonstriert. #NieWiederIstJetzt ist auch der Name der am schnellsten wachsenden Gruppe auf dem Business-Netzwerk LinkedIn, gegründet von Thomas Leibfried, dem Gast dieser Episode.&nbsp;&nbsp;</p><p>Das kommt dabei heraus, wenn ein politisch denkender Mensch abends im Büro überlegt, wie man sich mit ein paar Gleichgesinnten vernetzen kann. Wobei „Gleichgesinnte“ hier nur meint: Menschen, die ebenfalls mit beiden Beinen fest auf demokratischem Boden stehen. Unter den heute annähernd 20.000 Mitgliedern der LinkedIn-Gruppe ist das volle Spektrum der demokratischen Positionen abgebildet. Das gehört zu den Erfahrungen, die hier wirklich erstaunen. Der rechte Rand will uns immer wieder glauben machen, unsere Gesellschaft sei gespalten, sei ein Irrgarten von Sprech- und Denkverboten und kaum zum Dialog fähig. Aber kaum sind die Demokratiefeinde nicht an Bord, ist der Dialog plötzlich gar nicht mehr so schwierig, auch zwischen unterschiedlichsten Positionen. Ein gemeinsames Fundament hilft ganz offensichtlich.</p><p><strong>Lange galt es als gesetzt:</strong> Im professionellen Kontext spricht man nicht über Politik. Das ist offensichtlich Geschichte. Thomas und Michael diskutieren, wie sich diese Regel ins Gegenteil verkehrt oder besser: korrigiert hat. Haltung ist inzwischen nicht nur möglich, sie ist nötig. Spannend wird es, wenn sie auch kostet: Schicke ich den Handwerker mit einem eindeutigen Tattoo wieder weg, wenn dafür das Dach ein halbes Jahr nicht gemacht ist? Lasse ich die Stelle weiter vakant, wenn die Bewerber:innen nicht zweifelsfrei auf dem Boden des Grundgesetzes stehen? Und wie gehe ich als Großkonzern mit der Tatsache um, dass ich in der Belegschaft statistisch genau so viele AfD-Wähler:innen haben werde, wie sie in der Gesamtbevölkerung zu finden sind?</p><p><strong>Thomas weist im Gespräch auf den Zeitverzug hin.</strong> Es ist gut, dass Demokrat:innen sich jetzt vernetzen. Die Feinde der Demokratie haben hier einen Vorsprung. Diesen werden wir nicht ohne Weiteres und gar nicht schnell aufholen. Umso wichtiger, heute anzufangen.</p><p>Dem Team von Carls Zukunft ist es an dieser Stelle wichtig zu betonen, dass unsere Brandmauer stabiler steht denn je. Niemand von uns würde jemals die AfD wählen. Wir nehmen keine Aufträge von Nazis an und kooperieren nicht mit ihnen. Da gibt es nichts zu diskutieren. Wer mit Nazis reden will, sollte besser bei der Staatsanwaltschaft arbeiten oder Richter:in sein; das ist eine gute Gesprächsgrundlage.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/thomas-leibfried/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Leibfried,</a> Head of RPO - Diversity Council Mitglied für 50+ / Demokrat, Gründer der LinkedIn Gruppe<a href="https://www.linkedin.com/groups/12957371/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> "NieWiederIstJetzt"</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">8de1eacb-c1b0-40af-9d49-0fa013d24a47</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/39c32117-490a-4d59-a73e-1e1ecf712bd7/74xCeA0jeejsp7BzQPjQzNxn.jpg"/><pubDate>Thu, 29 Aug 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/1fe27e34-74fd-4097-b70b-aa960fbb00e7/Folge-222-Thomas-Leibfried.mp3" length="85556165" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:34</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>222</itunes:episode><podcast:episode>222</podcast:episode></item><item><title>#221 Laura Gebhardt - Ortskontrollfahrt Mobilität</title><itunes:title>#221 Laura Gebhardt - Ortskontrollfahrt Mobilität</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Auf zur Ortskontrollfahrt – welches Verkehrsmittel darf es denn sein?</strong> Für Laura darf es gerne das Fahrrad sein. Schnell, unabhängig, sportlich - und am Zielort muss niemand einen Parkplatz suchen. Laura Gebhardt ist Mobilitätsforscherin am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ihr wichtigstes Learning aus zahlreichen Projekten: Mobilität ist kein technologisches Problem. Es geht nicht um Batteriekapazität und Reichweite. Es ist auch kein moralisches oder vorrangig regulatives Problem. Zentral sind die Bedürfnisse der Nutzer:innen - und die sind komplex.</p><p><strong>Wer eine zukunftsfähige Mobilität realisieren will, muss zunächst genau zuhören.</strong> Da tauchen Themen wie Gewohnheit auf: Selbst wenn der Mensch täglich im gleichen Stau steht – sind die eigenen Abläufe erst einmal auf das Auto ausgerichtet und hat der Kaffeebecher seinen festen Platz, wird es auch morgen wieder das Auto sein. Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl hat herausgearbeitet, wie viele Menschen täglich das Auto nutzen, obwohl sie gar nicht gerne fahren. Und dennoch …</p><p><strong>Angst ist ein weiteres Thema.</strong> Laura hat erlebt, wie in einem Projekt der traditionelle Bus durch einen On-Demand-Bus ersetzt wurde. Der fährt immer dann, wenn er gebraucht wird, aber eben nicht mehr um 19 nach, so wie früher immer. Das löst Ängste aus, ausreichend noch so intelligente neue Lösungen scheitern zu lassen.</p><p><strong>Wo würde Laura anfangen, auf einer grünen Wiese?</strong> Bei der Mobilität selbst. Denken und planen wir Mobilität, bevor wir Wohnhäusern, Gewerbeimmobilien und Büroräumen ihren Platz zuweisen. So entstehen die Räume, die wir oft vermissen, wenn es daran geht, zukunftsfähige Mobilität zu realisieren. Und wenn denn noch ein Wunsch frei wäre? Kilometerlange, echte Fahrradstraßen, so wie in Holland, Frankreich und Dänemark. Das muss der Mensch nicht einmal mehr erfinden.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-laura-gebhardt-3a5321166/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Laura Gebhardt,</a> Wissenschaftlerin in der Abteilung Mobilität und Urbane Entwicklung des <a href="https://www.dlr.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">DLR-Instituts für Verkehrsforschung in Berlin</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf zur Ortskontrollfahrt – welches Verkehrsmittel darf es denn sein?</strong> Für Laura darf es gerne das Fahrrad sein. Schnell, unabhängig, sportlich - und am Zielort muss niemand einen Parkplatz suchen. Laura Gebhardt ist Mobilitätsforscherin am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ihr wichtigstes Learning aus zahlreichen Projekten: Mobilität ist kein technologisches Problem. Es geht nicht um Batteriekapazität und Reichweite. Es ist auch kein moralisches oder vorrangig regulatives Problem. Zentral sind die Bedürfnisse der Nutzer:innen - und die sind komplex.</p><p><strong>Wer eine zukunftsfähige Mobilität realisieren will, muss zunächst genau zuhören.</strong> Da tauchen Themen wie Gewohnheit auf: Selbst wenn der Mensch täglich im gleichen Stau steht – sind die eigenen Abläufe erst einmal auf das Auto ausgerichtet und hat der Kaffeebecher seinen festen Platz, wird es auch morgen wieder das Auto sein. Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl hat herausgearbeitet, wie viele Menschen täglich das Auto nutzen, obwohl sie gar nicht gerne fahren. Und dennoch …</p><p><strong>Angst ist ein weiteres Thema.</strong> Laura hat erlebt, wie in einem Projekt der traditionelle Bus durch einen On-Demand-Bus ersetzt wurde. Der fährt immer dann, wenn er gebraucht wird, aber eben nicht mehr um 19 nach, so wie früher immer. Das löst Ängste aus, ausreichend noch so intelligente neue Lösungen scheitern zu lassen.</p><p><strong>Wo würde Laura anfangen, auf einer grünen Wiese?</strong> Bei der Mobilität selbst. Denken und planen wir Mobilität, bevor wir Wohnhäusern, Gewerbeimmobilien und Büroräumen ihren Platz zuweisen. So entstehen die Räume, die wir oft vermissen, wenn es daran geht, zukunftsfähige Mobilität zu realisieren. Und wenn denn noch ein Wunsch frei wäre? Kilometerlange, echte Fahrradstraßen, so wie in Holland, Frankreich und Dänemark. Das muss der Mensch nicht einmal mehr erfinden.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-laura-gebhardt-3a5321166/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Laura Gebhardt,</a> Wissenschaftlerin in der Abteilung Mobilität und Urbane Entwicklung des <a href="https://www.dlr.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">DLR-Instituts für Verkehrsforschung in Berlin</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">6224b6d4-e128-4c15-80cb-a7a231d50c2b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3a2b05e9-b214-4701-a7c0-ca77c72ab8c7/bLd-tXH7zJ24OiH6dF06ehGj.jpg"/><pubDate>Thu, 22 Aug 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/01cabb8d-350e-4c96-985e-98d43d63e5cd/Folge-221-Laura-Gebhardt.mp3" length="71099792" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:02</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>221</itunes:episode><podcast:episode>221</podcast:episode></item><item><title>#220 Klaus Gestwa - Am Abgrund: Der russische Krieg in der Ukraine</title><itunes:title>#220 Klaus Gestwa - Am Abgrund: Der russische Krieg in der Ukraine</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Wir müssen über den Krieg reden.</strong> Immer noch. Ein Gegenwartsthema, wie aus einer vergangenen Zeit - und doch werden gerade die Grundlagen für die Zukunft gelegt, in großem Maßstab. Klaus Gestwa sagt: Seit Anfang 2023 erleben wir einen Zermürbungskrieg, wie wir ihn eigentlich nur aus den beiden Weltkriegen kannten, ergänzt um moderne Kriegstechnik und Live-Bilder via Social Media. Eine Situation, mit der wir noch gar nicht wirklich umgehen können. Klaus ist Professor an der Universität Tübingen und leitet dort das Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde.</p><p><strong>Erste Frage: </strong>Wann wird das Kämpfen aufhören? Klaus betont: Aktuell glauben beide Seiten, militärisch etwas erreichen zu können. Die Einsicht „jetzt geht nichts mehr“ steht noch aus. Insofern wird es 2024 nichts mit einer Waffenruhe. Er betont aber auch, wer der Aggressor ist: Wenn Putin seine Soldaten zurückzieht, wird der Krieg morgen vorbei sein. Der Putinismus sieht das allerdings nicht. Die Einsicht in die Notwendigkeit einer politischen Umkehr ist fern; der Herrscher im Kreml wähnt sich auf einer historischen Mission. Insofern bleibt als einzig plausibler Weg zu Waffenstillstand und Verhandlungen, Russland militärisch mindestens auf Augenhöhe zu begegnen. Und dann folgt ein sehr bitterer Verhandlungsprozess.</p><p><strong>Die politischen Eliten Russlands haben sich hinter Putin versammelt, so Klaus.</strong> Es ist Russlands Krieg, nicht allein Putins. Entsprechend können wir von außen auch nur bedingt einwirken, nur die Rahmenbedingungen setzen. Wer zwischenzeitlich auf die russische Zivilgesellschaft gehofft hatte, muss erkennen, dass sie sich im Würgegriff des Putin-Regimes befindet. Propaganda wirkt eben und die Hoffnung auf gesellschaftliche Gegenkräfte ist eine Illusion. Die Kreml-Eliten müssen einsehen, dass Putin das Problem ist. Und das in so großer Zahl, dass sie nicht direkt aus dem Fenster fallen.</p><p><strong>Michael und Klaus diskutieren die absehbaren Konsequenzen des Kriegs für die Opfer.</strong> Noch nie war eine so große Fläche vermint wie heute in der Ukraine. Die Minen zu entfernen, wird Jahre brauchen. Infrastruktur, Industrie, allein die Umweltschäden sprengen unsere Vorstellungskraft. In der Ukraine sind bereits heute größte Mengen unterschiedlichster Giftstoffe aus Deponien und Industriebetrieben in die Umwelt geraten. Und „in die Umwelt“ bedeutet am Ende „in die Menschen“. Hinzu kommen die psychischen Folgen. Klaus zeichnet ein düsteres Bild von dem Ausmaß an PTBS, der posttraumatischen Belastungsstörung. An ihr leiden in und nach anderen Krieg ein Drittel der Soldaten und Soldatinnen - und zahllose Zivilist:innen. Es wird eines Kraftakts der Ukraine bedürfen, nach einem Waffenstillstand wieder zu gesunden und als Gesellschaft auf Dauer lebensfähig zu sein.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong><a href="https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/geschichtswissenschaft/seminareinstitute/osteuropaeische-geschichte/institut/personal/team/gestwa-klaus/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Professor Dr. Klaus Gestwa, </a>Direktor des Instituts für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde an der <a href="https://uni-tuebingen.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Tübingen</a></p><p><em>Die Universität Tübingen hat Prof. Dr. Klaus Gestwa mit dem&nbsp;</em><a href="https://uni-tuebingen.de/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/universitaet-tuebingen-zeichnet-innovative-wissenschaftskommunikation-aus/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Preis für Wissenschaftskommunikation</em></a><em>&nbsp;ausgezeichnet (2/2024).</em></p><p><strong>Mehr Podcasts zum Thema: </strong></p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-147/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#147 Niklas Schörnig: Frieden ist kompliziert</a></p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-140/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#140 Frank Sauer: Neue Waffen, neue Kriege?</a></p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-123/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#123 Carlo Masala – Warum der Krieg eine Zukunft hat</a></p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-100/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#100 Thomas Klindt - Ist das Recht als internationale Ordnung abgeräumt?</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir müssen über den Krieg reden.</strong> Immer noch. Ein Gegenwartsthema, wie aus einer vergangenen Zeit - und doch werden gerade die Grundlagen für die Zukunft gelegt, in großem Maßstab. Klaus Gestwa sagt: Seit Anfang 2023 erleben wir einen Zermürbungskrieg, wie wir ihn eigentlich nur aus den beiden Weltkriegen kannten, ergänzt um moderne Kriegstechnik und Live-Bilder via Social Media. Eine Situation, mit der wir noch gar nicht wirklich umgehen können. Klaus ist Professor an der Universität Tübingen und leitet dort das Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde.</p><p><strong>Erste Frage: </strong>Wann wird das Kämpfen aufhören? Klaus betont: Aktuell glauben beide Seiten, militärisch etwas erreichen zu können. Die Einsicht „jetzt geht nichts mehr“ steht noch aus. Insofern wird es 2024 nichts mit einer Waffenruhe. Er betont aber auch, wer der Aggressor ist: Wenn Putin seine Soldaten zurückzieht, wird der Krieg morgen vorbei sein. Der Putinismus sieht das allerdings nicht. Die Einsicht in die Notwendigkeit einer politischen Umkehr ist fern; der Herrscher im Kreml wähnt sich auf einer historischen Mission. Insofern bleibt als einzig plausibler Weg zu Waffenstillstand und Verhandlungen, Russland militärisch mindestens auf Augenhöhe zu begegnen. Und dann folgt ein sehr bitterer Verhandlungsprozess.</p><p><strong>Die politischen Eliten Russlands haben sich hinter Putin versammelt, so Klaus.</strong> Es ist Russlands Krieg, nicht allein Putins. Entsprechend können wir von außen auch nur bedingt einwirken, nur die Rahmenbedingungen setzen. Wer zwischenzeitlich auf die russische Zivilgesellschaft gehofft hatte, muss erkennen, dass sie sich im Würgegriff des Putin-Regimes befindet. Propaganda wirkt eben und die Hoffnung auf gesellschaftliche Gegenkräfte ist eine Illusion. Die Kreml-Eliten müssen einsehen, dass Putin das Problem ist. Und das in so großer Zahl, dass sie nicht direkt aus dem Fenster fallen.</p><p><strong>Michael und Klaus diskutieren die absehbaren Konsequenzen des Kriegs für die Opfer.</strong> Noch nie war eine so große Fläche vermint wie heute in der Ukraine. Die Minen zu entfernen, wird Jahre brauchen. Infrastruktur, Industrie, allein die Umweltschäden sprengen unsere Vorstellungskraft. In der Ukraine sind bereits heute größte Mengen unterschiedlichster Giftstoffe aus Deponien und Industriebetrieben in die Umwelt geraten. Und „in die Umwelt“ bedeutet am Ende „in die Menschen“. Hinzu kommen die psychischen Folgen. Klaus zeichnet ein düsteres Bild von dem Ausmaß an PTBS, der posttraumatischen Belastungsstörung. An ihr leiden in und nach anderen Krieg ein Drittel der Soldaten und Soldatinnen - und zahllose Zivilist:innen. Es wird eines Kraftakts der Ukraine bedürfen, nach einem Waffenstillstand wieder zu gesunden und als Gesellschaft auf Dauer lebensfähig zu sein.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong><a href="https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/geschichtswissenschaft/seminareinstitute/osteuropaeische-geschichte/institut/personal/team/gestwa-klaus/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Professor Dr. Klaus Gestwa, </a>Direktor des Instituts für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde an der <a href="https://uni-tuebingen.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Tübingen</a></p><p><em>Die Universität Tübingen hat Prof. Dr. Klaus Gestwa mit dem&nbsp;</em><a href="https://uni-tuebingen.de/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/universitaet-tuebingen-zeichnet-innovative-wissenschaftskommunikation-aus/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Preis für Wissenschaftskommunikation</em></a><em>&nbsp;ausgezeichnet (2/2024).</em></p><p><strong>Mehr Podcasts zum Thema: </strong></p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-147/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#147 Niklas Schörnig: Frieden ist kompliziert</a></p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-140/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#140 Frank Sauer: Neue Waffen, neue Kriege?</a></p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-123/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#123 Carlo Masala – Warum der Krieg eine Zukunft hat</a></p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-100/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#100 Thomas Klindt - Ist das Recht als internationale Ordnung abgeräumt?</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c1f537b5-c284-4cb7-9c95-10832507000e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7bf42a7f-8037-4a31-af40-341ef599f78c/GMKYz4Odlck6HXPm6x1gQj-u.jpg"/><pubDate>Thu, 15 Aug 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/b35aa0a5-86ac-42c6-be3d-012b9bd5e9d3/Folge-220-Gestwa.mp3" length="92927293" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>48:24</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>220</itunes:episode><podcast:episode>220</podcast:episode></item><item><title>#219 Natalie Knapp - Das unterschätzte Prinzip Hoffnung</title><itunes:title>#219 Natalie Knapp - Das unterschätzte Prinzip Hoffnung</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Hoffnung ist unsere zentrale menschliche Fähigkeit,</strong> sagt die Philosophin Natalie Knapp. Wir brauchen Hoffnung, um uns zu motivieren. Denn letztlich ist es nur die Aussicht auf eine positive Zukunft, die uns in Bewegung setzt. Zum Ankommen braucht es keine Energie, aber zum Loslaufen. Dabei ist es weniger wichtig, ob sich jede Hoffnung genau so erfüllt, wie sie anfangs einmal bestand. Eine bemerkenswerte Parallele zur Zukunftsforschung: Es geht viel weniger ums nachträgliche Rechthaben, stattdessen viel mehr ums Anfangen.</p><p><strong>Fragen wir nicht: Was ist realistisch?</strong> Was realistisch gewesen sein wird, sehen wir dann schon noch in der Zukunft. Das klärt sich. Natalie betont: Viel wichtiger und hilfreicher ist es zu verstehen, dass wir Realität schaffen können, indem wir anfangen und gestalten. Die berühmte Politologin und Philosophin Hannah Arendt hat gesagt: Wir bräuchten die Hoffnung nur dann nicht, wenn die Zukunft schon feststünde. Das wäre sicher. Aber dann könnten wir nichts mehr tun, könnten nichts mehr verändern oder bewirken, keine Entscheidung treffen. Insofern ist es absurd zu glauben, dass das Leben besser wäre, wenn es weniger unsicher wäre.</p><p><strong>Natalie singt ein Loblied auf die Unsicherheit. </strong>Wir können lernen, gut in Unsicherheit zu leben, können lernen, Lust daran zu entwickeln. Dafür müssen zunächst einmal sortieren, was es bedeutet, unsicher zu sein. Natalie deutet dies so: Spüren wir Unsicherheit, verfügen wir gerade nicht über eine passende Routine. Wer Unsicherheit spürt, weiß gerade nicht automatisiert, wie es geht. Anders gesagt: Es ist hoch professionell, sich ab und zu unsicher zu fühlen. Dann müssen wir anders arbeiten, anders kommunizieren, mehr in den Austausch gehen, Ideen entwickeln und den Kopf einschalten. Gar nicht schlecht, diese Unsicherheit. Wir brauchen eine Neubewertung des unangenehmen Gefühls, das eben keine Angst ist, sondern Unsicherheit.</p><p><strong>Natalie spricht darüber, wie wir in unsicheren Zeiten entscheiden können. </strong>Gelernt haben wir, Entscheidungen als Sortieraufgabe zu verstehen. Alle vorhandenen Informationen sichten und ordnen, dann wissen wir was zu tun ist. In der Unsicherheit führt das in die Irre, denn die wichtigen Informationen sind vielfach genau die, über die wir eben nicht verfügen. Im Chaos greift das mechanistische Weltbild nicht mehr. Diese fünf Dinge musst du beachten, dann hält deine Ehe 50 Jahre … funktioniert nicht. Wir müssen stattdessen lernen über Möglichkeiten zu sprechen, über Wahrscheinlichkeiten - und anfangen. Im Rückblick wird ein Leben draus geworden sein.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://anders-denken-lernen.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Dr. Natalie Knapp,</strong></a><strong> </strong>Philosophin,&nbsp;Keynote Speakerin&nbsp;und Autorin populärer Sachbücher. Sie ist Gründungsmitglied des Berufsverbandes für philosophische Praxis, Dozentin der ZEIT Akademie, der&nbsp;Liechtenstein Academy, der Leuphana Universität Lüneburg und des Netzwerks Ethik.&nbsp;</p><p><strong>Erwähnungen: </strong></p><p>Nachhaltigkeit, Innovation und organisatorischer Wandel: <a href="https://rasmus-nutzhorn.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rasmus Nutzhorn</a></p><p>Film: <a href="https://www.leavinghomefunktion.com/film/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">972 BEAKDOWNS&nbsp;Auf dem Landweg nach New York</a></p><p>Podcast mit <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-212/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ralf B. Wehrspohn – Innovation im Plattenbau</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hoffnung ist unsere zentrale menschliche Fähigkeit,</strong> sagt die Philosophin Natalie Knapp. Wir brauchen Hoffnung, um uns zu motivieren. Denn letztlich ist es nur die Aussicht auf eine positive Zukunft, die uns in Bewegung setzt. Zum Ankommen braucht es keine Energie, aber zum Loslaufen. Dabei ist es weniger wichtig, ob sich jede Hoffnung genau so erfüllt, wie sie anfangs einmal bestand. Eine bemerkenswerte Parallele zur Zukunftsforschung: Es geht viel weniger ums nachträgliche Rechthaben, stattdessen viel mehr ums Anfangen.</p><p><strong>Fragen wir nicht: Was ist realistisch?</strong> Was realistisch gewesen sein wird, sehen wir dann schon noch in der Zukunft. Das klärt sich. Natalie betont: Viel wichtiger und hilfreicher ist es zu verstehen, dass wir Realität schaffen können, indem wir anfangen und gestalten. Die berühmte Politologin und Philosophin Hannah Arendt hat gesagt: Wir bräuchten die Hoffnung nur dann nicht, wenn die Zukunft schon feststünde. Das wäre sicher. Aber dann könnten wir nichts mehr tun, könnten nichts mehr verändern oder bewirken, keine Entscheidung treffen. Insofern ist es absurd zu glauben, dass das Leben besser wäre, wenn es weniger unsicher wäre.</p><p><strong>Natalie singt ein Loblied auf die Unsicherheit. </strong>Wir können lernen, gut in Unsicherheit zu leben, können lernen, Lust daran zu entwickeln. Dafür müssen zunächst einmal sortieren, was es bedeutet, unsicher zu sein. Natalie deutet dies so: Spüren wir Unsicherheit, verfügen wir gerade nicht über eine passende Routine. Wer Unsicherheit spürt, weiß gerade nicht automatisiert, wie es geht. Anders gesagt: Es ist hoch professionell, sich ab und zu unsicher zu fühlen. Dann müssen wir anders arbeiten, anders kommunizieren, mehr in den Austausch gehen, Ideen entwickeln und den Kopf einschalten. Gar nicht schlecht, diese Unsicherheit. Wir brauchen eine Neubewertung des unangenehmen Gefühls, das eben keine Angst ist, sondern Unsicherheit.</p><p><strong>Natalie spricht darüber, wie wir in unsicheren Zeiten entscheiden können. </strong>Gelernt haben wir, Entscheidungen als Sortieraufgabe zu verstehen. Alle vorhandenen Informationen sichten und ordnen, dann wissen wir was zu tun ist. In der Unsicherheit führt das in die Irre, denn die wichtigen Informationen sind vielfach genau die, über die wir eben nicht verfügen. Im Chaos greift das mechanistische Weltbild nicht mehr. Diese fünf Dinge musst du beachten, dann hält deine Ehe 50 Jahre … funktioniert nicht. Wir müssen stattdessen lernen über Möglichkeiten zu sprechen, über Wahrscheinlichkeiten - und anfangen. Im Rückblick wird ein Leben draus geworden sein.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://anders-denken-lernen.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Dr. Natalie Knapp,</strong></a><strong> </strong>Philosophin,&nbsp;Keynote Speakerin&nbsp;und Autorin populärer Sachbücher. Sie ist Gründungsmitglied des Berufsverbandes für philosophische Praxis, Dozentin der ZEIT Akademie, der&nbsp;Liechtenstein Academy, der Leuphana Universität Lüneburg und des Netzwerks Ethik.&nbsp;</p><p><strong>Erwähnungen: </strong></p><p>Nachhaltigkeit, Innovation und organisatorischer Wandel: <a href="https://rasmus-nutzhorn.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rasmus Nutzhorn</a></p><p>Film: <a href="https://www.leavinghomefunktion.com/film/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">972 BEAKDOWNS&nbsp;Auf dem Landweg nach New York</a></p><p>Podcast mit <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-212/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ralf B. Wehrspohn – Innovation im Plattenbau</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">5aaebc92-9735-4453-bbf1-6cc993c766e3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e048ed77-9b6a-4458-ac96-78c93a818937/Uj4D2VEty3KkApchuKJnLbGh.jpg"/><pubDate>Thu, 08 Aug 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/43e49d3c-d791-4b3b-9d5d-ff6a32f944e5/Folge-219-Knapp.mp3" length="87506362" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>45:34</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>219</itunes:episode><podcast:episode>219</podcast:episode></item><item><title>#218 Arne Semsrott – Die Freiheit, das Strafrecht und die AfD</title><itunes:title>#218 Arne Semsrott – Die Freiheit, das Strafrecht und die AfD</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Unser Diskurs über Freiheit ist ein Armutszeugnis; </strong>wir machen die Freiheit kleiner als sie eigentlich ist. In unseren Debatten, in denen wir ständig Verbote wittern und darüber vergessen, dass genau dies eine ganz zentrale Aufgabe von Politik ist: Auszuloten und zu bestimmen, bis wohin wir ein gutes Leben haben wollen - und wo die Grenze dessen erreicht ist. Unspektakulärer geht es kaum. Stattdessen schreien wir vor Aufregung über Bagatellen wie ein Tempolimit und nehmen gleichzeitig Menschen für noch kleinere Kleinigkeiten die Freiheit. Wenige Male Schwarzfahren reicht.</p><p><strong>Arne Semsrott ist</strong> - neben vielen anderen Projekten - Gründer des Freiheitsfonds. Der Fonds kauft Menschen aus dem Gefängnis frei, teils einen Monat schon für 50€. Seit der Nazizeit ist Schwarzfahren in Deutschland strafbar. Wer mehrfach erwischt wird und den folgenden Strafbefehl nicht zahlen kann, erlebt die deutsche Besonderheit „Ersatzfreiheitsstrafe“. Damit gehen genau die ins Gefängnis, die es gar nicht sollen. Pro Jahr 10.000 Menschen in Deutschland. Inzwischen sind es die Gefängnisse, die beim Freiheitsfonds anrufen und darum bitten, Menschen freizukaufen. Damit ist die Absurdität auf die Spitze getrieben: Der Staat sorgt dafür, dass die falschen Menschen in Haft kommen - und anschließend bittet der Staat private Organisationen, sie dort wieder herauszuholen.</p><p><strong>Das Thema ist ein Türöffner, sagt Arne, </strong>denn wir haben ein Thema mit der Elendskriminalität. Arme Menschen werden systemisch benachteiligt. Schwarzfahren, Ladendiebstahl, die Liste ist lang. Das Bundesjustizministerium hat ein Gesetz zur Entkriminalisierung angekündigt, so weit hat der öffentliche Druck schon geholfen. Allein: Der Entwurf für das Gesetz kommt nicht. Und er muss bald kommen, sonst vergeht diese Legislatur. Wer also ein paar Minuten hat und das Projekt unterstützen will: Ein Brief an Minister Marco Buschmann oder seien Staatssekretär Benjamin Strasser hilft.</p><p><strong>Die Freiheit ist auch aktuell politisch bedroht.</strong> Arne hat gerade ein Buch veröffentlicht, das eine Anleitung zum Widerstand bieten soll. Kurz gesagt: Was tun, wenn die AfD und andere antidemokratische Parteien bei den ersten Wahlen tatsächliche Mehrheiten erringen? Die Demokratie wird nicht in einem Knall enden. Die AfD will sie beenden, keine Frage, aber eher in vielen kleinen Schritten. Mehr Menschen in Präventivhaft, Strafanzeigen gegen Journalisten, etc. Die Anknüpfungspunkte sind alle da. Arne sagt: Wir müssen laut sein, es verhindern, aber wirkungsvoll. Und das heißt nicht, den heutigen AfD-Wählern nach dem Mund zu reden und in vorauseilendem Gehorsam erst ihre Talking Points und dann die Positionen zu übernehmen, sondern sich vorzubereiten.</p><p><strong>Arne nennt drei konkrete Schritte:</strong></p><ul><li><strong>Stellen wir uns auf den Wahlabend ein.</strong> Wie wird er aussehen, wie sich möglicherweise anfühlen? Wen rufen wir an, um zu sagen: ich bin da?</li><li><strong>Wie sichern wir die Zivilgesellschaft?</strong> Die AfD wird schnellstmöglich den Geldhahn zudrehen wollen, wie können wir Institutionen davon stärker unabhängig machen?</li><li><strong>Und ein Schritt für alle, die in Behörden arbeiten: </strong>Was geschieht, wenn die AfD für mein Amt zuständig wird? Was muss ich umsetzen, welche Informationen kann ich leaken, wie die Prozesse verlangsamen? Arne hat ein ganzes Kapitel seines Buches den Beamten gewidmet, denn ihnen kommt am Ende die Rolle zu, aus AfD-Positionen praktisches Handeln zu machen.</li></ul><br/><p>Nicht gesprochen haben Michael und Arne über&nbsp;<a href="http://fragdenstaat.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Fragdenstaat.de</a>. Auch das macht Arne. Nächstes Mal.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.instagram.com/arne.semsrott/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Arne Semsrott,</a> Politikwissenschaftler und Aktivist, leitet das Recherche- und Transparenzportal <a href="https://fragdenstaat.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">FragDenStaat</a></p><p><strong>Neuestes Buch: </strong><a href="https://www.droemer-knaur.de/buch/arne-semsrott-machtuebernahme-9783426659847" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Machtübernahme</a> – Was passiert, wenn Rechtsextremisten regieren | Eine Anleitung zum Widerstand | SPIEGEL Bestseller</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser Diskurs über Freiheit ist ein Armutszeugnis; </strong>wir machen die Freiheit kleiner als sie eigentlich ist. In unseren Debatten, in denen wir ständig Verbote wittern und darüber vergessen, dass genau dies eine ganz zentrale Aufgabe von Politik ist: Auszuloten und zu bestimmen, bis wohin wir ein gutes Leben haben wollen - und wo die Grenze dessen erreicht ist. Unspektakulärer geht es kaum. Stattdessen schreien wir vor Aufregung über Bagatellen wie ein Tempolimit und nehmen gleichzeitig Menschen für noch kleinere Kleinigkeiten die Freiheit. Wenige Male Schwarzfahren reicht.</p><p><strong>Arne Semsrott ist</strong> - neben vielen anderen Projekten - Gründer des Freiheitsfonds. Der Fonds kauft Menschen aus dem Gefängnis frei, teils einen Monat schon für 50€. Seit der Nazizeit ist Schwarzfahren in Deutschland strafbar. Wer mehrfach erwischt wird und den folgenden Strafbefehl nicht zahlen kann, erlebt die deutsche Besonderheit „Ersatzfreiheitsstrafe“. Damit gehen genau die ins Gefängnis, die es gar nicht sollen. Pro Jahr 10.000 Menschen in Deutschland. Inzwischen sind es die Gefängnisse, die beim Freiheitsfonds anrufen und darum bitten, Menschen freizukaufen. Damit ist die Absurdität auf die Spitze getrieben: Der Staat sorgt dafür, dass die falschen Menschen in Haft kommen - und anschließend bittet der Staat private Organisationen, sie dort wieder herauszuholen.</p><p><strong>Das Thema ist ein Türöffner, sagt Arne, </strong>denn wir haben ein Thema mit der Elendskriminalität. Arme Menschen werden systemisch benachteiligt. Schwarzfahren, Ladendiebstahl, die Liste ist lang. Das Bundesjustizministerium hat ein Gesetz zur Entkriminalisierung angekündigt, so weit hat der öffentliche Druck schon geholfen. Allein: Der Entwurf für das Gesetz kommt nicht. Und er muss bald kommen, sonst vergeht diese Legislatur. Wer also ein paar Minuten hat und das Projekt unterstützen will: Ein Brief an Minister Marco Buschmann oder seien Staatssekretär Benjamin Strasser hilft.</p><p><strong>Die Freiheit ist auch aktuell politisch bedroht.</strong> Arne hat gerade ein Buch veröffentlicht, das eine Anleitung zum Widerstand bieten soll. Kurz gesagt: Was tun, wenn die AfD und andere antidemokratische Parteien bei den ersten Wahlen tatsächliche Mehrheiten erringen? Die Demokratie wird nicht in einem Knall enden. Die AfD will sie beenden, keine Frage, aber eher in vielen kleinen Schritten. Mehr Menschen in Präventivhaft, Strafanzeigen gegen Journalisten, etc. Die Anknüpfungspunkte sind alle da. Arne sagt: Wir müssen laut sein, es verhindern, aber wirkungsvoll. Und das heißt nicht, den heutigen AfD-Wählern nach dem Mund zu reden und in vorauseilendem Gehorsam erst ihre Talking Points und dann die Positionen zu übernehmen, sondern sich vorzubereiten.</p><p><strong>Arne nennt drei konkrete Schritte:</strong></p><ul><li><strong>Stellen wir uns auf den Wahlabend ein.</strong> Wie wird er aussehen, wie sich möglicherweise anfühlen? Wen rufen wir an, um zu sagen: ich bin da?</li><li><strong>Wie sichern wir die Zivilgesellschaft?</strong> Die AfD wird schnellstmöglich den Geldhahn zudrehen wollen, wie können wir Institutionen davon stärker unabhängig machen?</li><li><strong>Und ein Schritt für alle, die in Behörden arbeiten: </strong>Was geschieht, wenn die AfD für mein Amt zuständig wird? Was muss ich umsetzen, welche Informationen kann ich leaken, wie die Prozesse verlangsamen? Arne hat ein ganzes Kapitel seines Buches den Beamten gewidmet, denn ihnen kommt am Ende die Rolle zu, aus AfD-Positionen praktisches Handeln zu machen.</li></ul><br/><p>Nicht gesprochen haben Michael und Arne über&nbsp;<a href="http://fragdenstaat.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Fragdenstaat.de</a>. Auch das macht Arne. Nächstes Mal.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.instagram.com/arne.semsrott/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Arne Semsrott,</a> Politikwissenschaftler und Aktivist, leitet das Recherche- und Transparenzportal <a href="https://fragdenstaat.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">FragDenStaat</a></p><p><strong>Neuestes Buch: </strong><a href="https://www.droemer-knaur.de/buch/arne-semsrott-machtuebernahme-9783426659847" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Machtübernahme</a> – Was passiert, wenn Rechtsextremisten regieren | Eine Anleitung zum Widerstand | SPIEGEL Bestseller</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">1e5d88ac-b406-4034-9740-3233e94c6473</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/4cd88ac4-ab68-40a7-a761-8479e91ae64c/l-Cske5y5ewwiuT1Kr_VxtID.jpg"/><pubDate>Thu, 01 Aug 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/4128f7bf-8e83-472c-a0e7-d61a19146234/Folge-218-Semsrott-NEU.mp3" length="83321755" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:24</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>218</itunes:episode><podcast:episode>218</podcast:episode></item><item><title>#217 Micha Pallesche – Was bedeutet Zukunft für Schule?</title><itunes:title>#217 Micha Pallesche – Was bedeutet Zukunft für Schule?</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Vielleicht ist der Fehler im System </strong>schon daran zu erkennen, dass wir uns auf die großen Ferien freuen - und eher nicht so sehr auf das nächste Schuljahr. Warum eigentlich? Möglicherweise ist das System Schule dabei, von der Welt abgehängt zu werden. Eine gefährliche Spannung: Lernen wird immer wichtiger, aber findet es in der Schule statt? Micha Pallesche ist Schulleiter der vielfach ausgezeichneten Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe. Er zeigt: Schule geht anders. Ja, auch eine ganz normale staatliche Regelschule geht anders.</p><p><strong>Im Podcast berichtet Micha, wie er bewusst gegensteuert.</strong> Impulse im Klassenzimmer? Maximal ein Drittel der Zeit. Hinzu kommen ein Drittel Kollaboration und ein Drittel Selbstlernphasen. Aus Lehrern werden Lernbegleiter, die darauf vertrauen, dass die Kinder etwas wollen, und ihnen den Raum dafür geben. Micha setzt darauf, den Schülerinnen und Schüler Aufgaben zu geben, die sie allein nicht lösen können - und für die es oftmals gar keine vorgefertigten Lösungsmuster gibt. Dann passiert etwas. Was wir brauchen, sagt Micha, sind unbestimmte Räume. Denn das zählt zu den Absurditäten des üblichen Schulablaufs: Ein maximal bestimmter Raum soll Menschen auf maximal unbestimmte Räume vorbereiten.</p><p><strong>„Carls Zukunft“ hat vor kurzem ein Whitepaper veröffentlicht, </strong>das sich einer ganz einfachen Frage widmet: Was bedeutet Zukunft für Schule? Wenn wir uns allein die Felder anschauen, bei denen sich die Zukunftsforschung stabile Aussagen zutraut: Wer in den 30er Jahren die Schule verlassen wird, tritt in eine Welt, in der Arbeit etwas völlig neues bedeutet. In der neben den Klimaschutz längst die alltägliche Klimafolgenanpassung getreten ist. In der Fakt und Fake medial längst kaum noch zu unterscheiden sind. In der der Krieg seine Wunden und Narben hinterlassen hat. Was folgt daraus? Zumal: Was Unternehmen und Organisationen Zukunft nennen, ist in Schulen Gegenwart: Wer in zehn Jahren die Schule abschließt, ist längst täglich dabei. Zukunft ist hier Gegenwart. Kann Schule das?</p><p><strong>Micha und Michael diskutieren intensiv die zentrale Erkenntnis des Whitepapers:</strong> Die wichtigste Aufgabe von Schule ist es, junge Menschen dazu zu befähigen, das Curriculum des eigenen Lebens immer wieder neu zu entwerfen. Das ist mehr als nur lebenslanges Lernen. Wir brauchen die Fähigkeit, immer wieder für uns selbst herauszufinden, was wir lernen wollen und können.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/micha-pallesche-198266223/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche</a>, Schulleiter der <a href="https://www.ers-karlsruhe.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vielleicht ist der Fehler im System </strong>schon daran zu erkennen, dass wir uns auf die großen Ferien freuen - und eher nicht so sehr auf das nächste Schuljahr. Warum eigentlich? Möglicherweise ist das System Schule dabei, von der Welt abgehängt zu werden. Eine gefährliche Spannung: Lernen wird immer wichtiger, aber findet es in der Schule statt? Micha Pallesche ist Schulleiter der vielfach ausgezeichneten Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe. Er zeigt: Schule geht anders. Ja, auch eine ganz normale staatliche Regelschule geht anders.</p><p><strong>Im Podcast berichtet Micha, wie er bewusst gegensteuert.</strong> Impulse im Klassenzimmer? Maximal ein Drittel der Zeit. Hinzu kommen ein Drittel Kollaboration und ein Drittel Selbstlernphasen. Aus Lehrern werden Lernbegleiter, die darauf vertrauen, dass die Kinder etwas wollen, und ihnen den Raum dafür geben. Micha setzt darauf, den Schülerinnen und Schüler Aufgaben zu geben, die sie allein nicht lösen können - und für die es oftmals gar keine vorgefertigten Lösungsmuster gibt. Dann passiert etwas. Was wir brauchen, sagt Micha, sind unbestimmte Räume. Denn das zählt zu den Absurditäten des üblichen Schulablaufs: Ein maximal bestimmter Raum soll Menschen auf maximal unbestimmte Räume vorbereiten.</p><p><strong>„Carls Zukunft“ hat vor kurzem ein Whitepaper veröffentlicht, </strong>das sich einer ganz einfachen Frage widmet: Was bedeutet Zukunft für Schule? Wenn wir uns allein die Felder anschauen, bei denen sich die Zukunftsforschung stabile Aussagen zutraut: Wer in den 30er Jahren die Schule verlassen wird, tritt in eine Welt, in der Arbeit etwas völlig neues bedeutet. In der neben den Klimaschutz längst die alltägliche Klimafolgenanpassung getreten ist. In der Fakt und Fake medial längst kaum noch zu unterscheiden sind. In der der Krieg seine Wunden und Narben hinterlassen hat. Was folgt daraus? Zumal: Was Unternehmen und Organisationen Zukunft nennen, ist in Schulen Gegenwart: Wer in zehn Jahren die Schule abschließt, ist längst täglich dabei. Zukunft ist hier Gegenwart. Kann Schule das?</p><p><strong>Micha und Michael diskutieren intensiv die zentrale Erkenntnis des Whitepapers:</strong> Die wichtigste Aufgabe von Schule ist es, junge Menschen dazu zu befähigen, das Curriculum des eigenen Lebens immer wieder neu zu entwerfen. Das ist mehr als nur lebenslanges Lernen. Wir brauchen die Fähigkeit, immer wieder für uns selbst herauszufinden, was wir lernen wollen und können.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/micha-pallesche-198266223/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche</a>, Schulleiter der <a href="https://www.ers-karlsruhe.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">4b417ff1-13df-4718-a205-3aced3e838ce</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/622345db-c46b-420b-bb51-e464961110db/QTS_yMTTsgkISxQ5h98tYqlj.jpg"/><pubDate>Thu, 25 Jul 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/c8a123b1-06f2-446c-ba61-451c0aede568/Folge-217-Pallesche.mp3" length="90787342" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:17</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>217</itunes:episode><podcast:episode>217</podcast:episode></item><item><title>#216 Jutta Rump – Zwischen Freizeithunger und Arbeitsunlust</title><itunes:title>#216 Jutta Rump – Zwischen Freizeithunger und Arbeitsunlust</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Kurzfassung: Das mit der Arbeit wird gerade wirklich komplex.</strong> Für Unternehmen bedeutet das: Sie müssen den Umgang mit den Menschen erheblich professionalisieren. Sonst ziehen sie auf dem Jobmarkt bald nicht mal mehr den Kürzeren und gefährden ihre Existenz. So einfach. Das sagt Jutta Rump. Sie ist Professorin an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen und leitet das Institut für Beschäftigung und Employability.</p><p><strong>Etwas längere Fassung: </strong>Wir sehen einen Trend zu mehr Selbstbestimmung im Beruf. Und gleichzeitig den Gegentrend zu mehr Fremdbestimmung. Einerseits partizipative Führung, mobiles Arbeiten, Führen über Aufgaben, etc. Der Gegentrend ist besonders dort sichtbar, wo Automatisierung im Spiel ist. Exakt definierte Prozesse, ohne die Möglichkeit, heute mal abzuweichen. KI verstärkt das noch und ist da im Moment gerade wenig kooperativ. Welcher Trend wird sich durchsetzen? Jutta sagt: Beide. Wir haben es mit einer Polarisierung zu tun und die Extreme verstärken sich.</p><p><strong>Worüber wir nachzudenken haben, ist der Begriff der Zeit.</strong> Warum heißt es Frei-Zeit? Ist diese Zeit frei, also verfügbar, nur weil sie nicht bezahlt wird?&nbsp;Man frage kurz alle Alleinerziehenden. Oder die Menschen, die Angehörige pflegen. Oder oder oder. Freizeit ist meist pure Fiktion. Insofern hilft es auch nicht, wenn Unternehmen über den angeblichen „Freizeithunger“ der Menschen lamentieren. Denn zugleich: Was ist mit der Arbeitszeit? Wem kommt es eigentlich zu Gute, wenn eine Aufgabe dank KI in der halben Zeit zu erledigen ist? Hier entsteht Zeitwohlstand. Gehört der dem Unternehmen, das weitere Aufgaben verteilen kann? Oder den Mitarbeiter:innen, die früher Schluss haben? Oder müssen wir über diese Fragen verhandeln? Ja absolut, sagt Jutta. Und da, wo wir dazu noch nicht die Fähigkeiten und die Kultur in Unternehmen haben, da brauchen wir eben: mehr Professionalität.</p><p><strong>Jutta nennt es den Klebe-Effekt. </strong>Menschen sollen im Bewerbungsprozess am Unternehmen kleben bleiben. Und später auch. Und dafür braucht es nicht das Jobrad, sondern: Professionelles Lernen, Führung, Teamkultur, Gesundheit, Balance. Natürlich ist das kein Wunschkonzert; es geht darum, gemeinsam zu erarbeiten, was passt und was nicht geht.</p><p><strong>Für Jutta läuft es letztlich auf eine Frage hinaus: </strong>Wie gibst du Menschen Sicherheit, in einer Welt, in der es keine Sicherheit mehr gibt? Transparente Kommunikation und professioneller Umgang miteinander sind nötig. Diese Notwendigkeit besteht heute schon - und sie wird noch wachsen, dank der Demografie. Wer hier nicht mithalten kann, wird seine Stellen nicht besetzen können. Dann landet die Arbeit auf den Schultern derer, die noch da sind - bis die dann auch gehen. Ende.</p><p>Der Artikel aus der FAZ, über den Jutta und Michael sprechen, ist hier abrufbar: <a href="https://archive.is/CfVKD" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://archive.is/CfVKD</a></p><p>Zu Gast: Prof. <a href="https://www.linkedin.com/in/jutta-rump-a43b12b7/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Jutta Rump,</a> Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung an der <a href="https://www.hwg-lu.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen</a>. Darüber hinaus ist sie Direktorin des <a href="https://www.ibe-ludwigshafen.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Instituts für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen (IBE)&nbsp;</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kurzfassung: Das mit der Arbeit wird gerade wirklich komplex.</strong> Für Unternehmen bedeutet das: Sie müssen den Umgang mit den Menschen erheblich professionalisieren. Sonst ziehen sie auf dem Jobmarkt bald nicht mal mehr den Kürzeren und gefährden ihre Existenz. So einfach. Das sagt Jutta Rump. Sie ist Professorin an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen und leitet das Institut für Beschäftigung und Employability.</p><p><strong>Etwas längere Fassung: </strong>Wir sehen einen Trend zu mehr Selbstbestimmung im Beruf. Und gleichzeitig den Gegentrend zu mehr Fremdbestimmung. Einerseits partizipative Führung, mobiles Arbeiten, Führen über Aufgaben, etc. Der Gegentrend ist besonders dort sichtbar, wo Automatisierung im Spiel ist. Exakt definierte Prozesse, ohne die Möglichkeit, heute mal abzuweichen. KI verstärkt das noch und ist da im Moment gerade wenig kooperativ. Welcher Trend wird sich durchsetzen? Jutta sagt: Beide. Wir haben es mit einer Polarisierung zu tun und die Extreme verstärken sich.</p><p><strong>Worüber wir nachzudenken haben, ist der Begriff der Zeit.</strong> Warum heißt es Frei-Zeit? Ist diese Zeit frei, also verfügbar, nur weil sie nicht bezahlt wird?&nbsp;Man frage kurz alle Alleinerziehenden. Oder die Menschen, die Angehörige pflegen. Oder oder oder. Freizeit ist meist pure Fiktion. Insofern hilft es auch nicht, wenn Unternehmen über den angeblichen „Freizeithunger“ der Menschen lamentieren. Denn zugleich: Was ist mit der Arbeitszeit? Wem kommt es eigentlich zu Gute, wenn eine Aufgabe dank KI in der halben Zeit zu erledigen ist? Hier entsteht Zeitwohlstand. Gehört der dem Unternehmen, das weitere Aufgaben verteilen kann? Oder den Mitarbeiter:innen, die früher Schluss haben? Oder müssen wir über diese Fragen verhandeln? Ja absolut, sagt Jutta. Und da, wo wir dazu noch nicht die Fähigkeiten und die Kultur in Unternehmen haben, da brauchen wir eben: mehr Professionalität.</p><p><strong>Jutta nennt es den Klebe-Effekt. </strong>Menschen sollen im Bewerbungsprozess am Unternehmen kleben bleiben. Und später auch. Und dafür braucht es nicht das Jobrad, sondern: Professionelles Lernen, Führung, Teamkultur, Gesundheit, Balance. Natürlich ist das kein Wunschkonzert; es geht darum, gemeinsam zu erarbeiten, was passt und was nicht geht.</p><p><strong>Für Jutta läuft es letztlich auf eine Frage hinaus: </strong>Wie gibst du Menschen Sicherheit, in einer Welt, in der es keine Sicherheit mehr gibt? Transparente Kommunikation und professioneller Umgang miteinander sind nötig. Diese Notwendigkeit besteht heute schon - und sie wird noch wachsen, dank der Demografie. Wer hier nicht mithalten kann, wird seine Stellen nicht besetzen können. Dann landet die Arbeit auf den Schultern derer, die noch da sind - bis die dann auch gehen. Ende.</p><p>Der Artikel aus der FAZ, über den Jutta und Michael sprechen, ist hier abrufbar: <a href="https://archive.is/CfVKD" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://archive.is/CfVKD</a></p><p>Zu Gast: Prof. <a href="https://www.linkedin.com/in/jutta-rump-a43b12b7/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Jutta Rump,</a> Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung an der <a href="https://www.hwg-lu.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen</a>. Darüber hinaus ist sie Direktorin des <a href="https://www.ibe-ludwigshafen.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Instituts für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen (IBE)&nbsp;</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">26f6d4cf-3932-4e8d-b7a0-8ef7dae4d27d</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/5b881104-f03d-4c83-9e85-ecffa524624b/4rD2Jb5j-kNgSEcQ5g2COD_r.jpg"/><pubDate>Thu, 18 Jul 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/18d8b9b2-55b8-406a-8213-322d7b3d3ea5/Folge-216-Rump.mp3" length="86365334" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:59</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>216</itunes:episode><podcast:episode>216</podcast:episode></item><item><title>#215 Amanda Maiwald @ Complori - Die Lizenz zum Lernen</title><itunes:title>#215 Amanda Maiwald @ Complori - Die Lizenz zum Lernen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Wer hat eigentlich die Idee aufgebracht, wir könnten je ausgelernt haben?</strong> Auch wenn unser ganzes Schul- und Ausbildungssystem auf dieser Fiktion beruht, es bleibt: Eine Fiktion. Die im Grunde banale Aussage, dass wir immer weiter lernen müssen und werden, wirkt da schon fast revolutionär. Aber wenn dies eine Revolution ist, wird sie von Amanda Maiwald mit angetrieben. Amanda hat das Startup Complori gegründet, das Kindern Programmieren beibringt. Genauer: Mit Grundlagen und immer weiter wachsendem Wissen versorgt, denn fertig wird hier keiner. Kann ja gar nicht sein, angesichts der technologischen Entwicklung.</p><p><strong>Wir hören die besorgten Eltern direkt aufstöhnen:</strong> Noch mehr Zeit am Bildschirm? Und das schon für siebenjährige Kinder? Amanda kontert: Soll meine Tochter eine Stunde am Handy hängen und TikTok-Videos durchschollen - oder eine Stunde selber programmieren? Die Betonung liegt in diesem Fall auf „Tochter“. Complori arbeitet gezielt daran, den Anteil der Mädchen in Programmierkursen zu erhöhen. Parität hat auch Complori noch nicht erreicht, aber der Anteil wächst. Für Amanda ein zentrales Thema, gerade mit Blick auf die Konsequenzen. Etliche Algorithmen, die wir heute ständig nutzen haben einen Gender-Bias. Gesundheitsdaten beschreiben männliche Körper, der weibliche Körper hingegen ist in guten Teilen terra incognita. Sexualisierte Gewalt, d*ckpics und co könnten längst zurückgedrängt sein, wenn die Opferperspektive mit in den Algorithmus einfließen würde. Viele Startups und Technologien wurden und werden von weißen Männern entwickelt, um Probleme einer sehr überschaubaren Gruppe von privilegierten Menschen zu lösen, meist eben: weiße Männer. Wer das ändern will, muss an das Fundament, sagt Amanda, und so früh wie möglich ansetzen, um schon Kinder kompetent zu machen.</p><p><strong>Amanda sagt direkt, sie würde sich wünschen, dass es Complori nicht geben müsste.</strong> Aber solange die Schulen diese Kompetenzen nicht vermitteln können, sollten wir nicht jammern, sondern loslegen. Und wenn eine Kultusministerin anriefe, um Complori zu schlucken und in die Schulen zu integrieren? Dann sollten wir reden, sagt Amanda. Das Ziel steht: Complori und alle weiteren Akteure auf diesem Feld so groß zu machen, dass wir in zehn Jahren sagen können: Alle Kinder verstehen Programmieren.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/amanda-maiwald/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Amanda Maiwald,</a> Gründerin und CEO <a href="https://complori.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Complori</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer hat eigentlich die Idee aufgebracht, wir könnten je ausgelernt haben?</strong> Auch wenn unser ganzes Schul- und Ausbildungssystem auf dieser Fiktion beruht, es bleibt: Eine Fiktion. Die im Grunde banale Aussage, dass wir immer weiter lernen müssen und werden, wirkt da schon fast revolutionär. Aber wenn dies eine Revolution ist, wird sie von Amanda Maiwald mit angetrieben. Amanda hat das Startup Complori gegründet, das Kindern Programmieren beibringt. Genauer: Mit Grundlagen und immer weiter wachsendem Wissen versorgt, denn fertig wird hier keiner. Kann ja gar nicht sein, angesichts der technologischen Entwicklung.</p><p><strong>Wir hören die besorgten Eltern direkt aufstöhnen:</strong> Noch mehr Zeit am Bildschirm? Und das schon für siebenjährige Kinder? Amanda kontert: Soll meine Tochter eine Stunde am Handy hängen und TikTok-Videos durchschollen - oder eine Stunde selber programmieren? Die Betonung liegt in diesem Fall auf „Tochter“. Complori arbeitet gezielt daran, den Anteil der Mädchen in Programmierkursen zu erhöhen. Parität hat auch Complori noch nicht erreicht, aber der Anteil wächst. Für Amanda ein zentrales Thema, gerade mit Blick auf die Konsequenzen. Etliche Algorithmen, die wir heute ständig nutzen haben einen Gender-Bias. Gesundheitsdaten beschreiben männliche Körper, der weibliche Körper hingegen ist in guten Teilen terra incognita. Sexualisierte Gewalt, d*ckpics und co könnten längst zurückgedrängt sein, wenn die Opferperspektive mit in den Algorithmus einfließen würde. Viele Startups und Technologien wurden und werden von weißen Männern entwickelt, um Probleme einer sehr überschaubaren Gruppe von privilegierten Menschen zu lösen, meist eben: weiße Männer. Wer das ändern will, muss an das Fundament, sagt Amanda, und so früh wie möglich ansetzen, um schon Kinder kompetent zu machen.</p><p><strong>Amanda sagt direkt, sie würde sich wünschen, dass es Complori nicht geben müsste.</strong> Aber solange die Schulen diese Kompetenzen nicht vermitteln können, sollten wir nicht jammern, sondern loslegen. Und wenn eine Kultusministerin anriefe, um Complori zu schlucken und in die Schulen zu integrieren? Dann sollten wir reden, sagt Amanda. Das Ziel steht: Complori und alle weiteren Akteure auf diesem Feld so groß zu machen, dass wir in zehn Jahren sagen können: Alle Kinder verstehen Programmieren.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/amanda-maiwald/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Amanda Maiwald,</a> Gründerin und CEO <a href="https://complori.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Complori</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">87c18122-47af-4104-aa93-66ad16b68ee7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/11ad3081-2e26-4131-aa03-bcf4886dd718/2aFz9RNbwYEmrkPUBWtGrxtH.jpg"/><pubDate>Thu, 11 Jul 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/87908d5e-887f-4726-ac80-eced4f49bd01/Folge-215-Maiwald.mp3" length="83891851" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>215</itunes:episode><podcast:episode>215</podcast:episode></item><item><title>#214 Verena Kantrowitsch - Soziale Kipppunkte und die Klimakrise</title><itunes:title>#214 Verena Kantrowitsch - Soziale Kipppunkte und die Klimakrise</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Das Klimadilemma hat uns im Griff. </strong>Sollen wir in den Abgrund schauen, deprimiert, erstarrt, nicht mehr handlungsfähig? Oder sollen wir positiv sprechen, uns ermutigen, zwar handlungsfähig, aber vielleicht schon wieder so beruhigt, dass wir auch nichts ändern? Verena Kantrowitsch, Psychologin im Team von Psychologists4future, erlebt das Dilemma am eigenen Leib. Im Podcast sagt sie: „Ich habe Phasen, da kann man einfach nur noch einen Fuß aufstampfen.“ Und dann ist sie doch immer wieder auf der Suche, Teil der Lösung zu werden. Der Schlüssel dafür: Verbündete. Niemand verändert etwas allein.&nbsp;</p><p><strong>Michael und Verena sprechen intensiv über das Modell sozialer Kipppunkte.</strong> Was braucht es, um die Normal-Linie unseres Verhaltens zu verschieben? Keine Mehrheiten, das ist durch zahllose Studien belegt. Eher relevante Minderheiten, die sich trauen, in den Dialog zu gehen. Auf zweiten Blick, so Verena, ist es oft überraschend, welche Gedanken die schweigende Mehrheit umtreiben. Die laute Traditionsmehrheit würde Schweigen immer als Zustimmung für sich werten. Häufig genug steckt hinter dem Schweigen etwas ganz anderes. Nicht jeder hat zu jedem Zeitpunkt Lust, in Konflikte zu gehen. Verena leitet die Faustformel ab: Wer sich traut und aufrafft, sich zum Beispiel für mehr Klimaschutz auszusprechen, wird meist dankbare Schweiger finden, die heute gerade nicht sprechen wollen. So können auch kleine Veränderungen große Wirkung entfalten.&nbsp;</p><p><strong>Wie kommen wir nun aber zu einem veränderten Verhalten in der Gesellschaft?</strong> Verena verweist auf die Arbeit von <a href="https://www.stoknes.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Per Espen Stokness</a>, ein norwegischer Umweltpsychologe. Der hat gezeigt, dass wir nicht nur beschäftigt sind als Vater, Mutter, Partner:in und nicht nur unsere Belastungsgrenzen haben (wie vielen Krisen will ich mich gleichzeitig aussetzen?). Der Kern, der uns den Wandel so schwer macht, liegt auf der Ebene der Identität. Wir sind wer, wir haben es geschafft, was auch immer „es“ ist. Da geht es dann schnell nicht mehr nur darum, ein anderes Verkehrsmittel zu wählen, sondern seinen Status zu ändern, seine Symbole abzulegen,. Was eben noch eine Frage von Klimaschutz war, wird zu einer Neuerfindung des Ich. Schwierig. Umso mehr müssen wir sprechen, Normalität etablieren - und optimistisch bleiben.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Verena Kantrowitsch, Psychologin, Psychologists4future. Das erste Mal war Verena in <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-109/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Folge 109</a> zu Gast.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Klimadilemma hat uns im Griff. </strong>Sollen wir in den Abgrund schauen, deprimiert, erstarrt, nicht mehr handlungsfähig? Oder sollen wir positiv sprechen, uns ermutigen, zwar handlungsfähig, aber vielleicht schon wieder so beruhigt, dass wir auch nichts ändern? Verena Kantrowitsch, Psychologin im Team von Psychologists4future, erlebt das Dilemma am eigenen Leib. Im Podcast sagt sie: „Ich habe Phasen, da kann man einfach nur noch einen Fuß aufstampfen.“ Und dann ist sie doch immer wieder auf der Suche, Teil der Lösung zu werden. Der Schlüssel dafür: Verbündete. Niemand verändert etwas allein.&nbsp;</p><p><strong>Michael und Verena sprechen intensiv über das Modell sozialer Kipppunkte.</strong> Was braucht es, um die Normal-Linie unseres Verhaltens zu verschieben? Keine Mehrheiten, das ist durch zahllose Studien belegt. Eher relevante Minderheiten, die sich trauen, in den Dialog zu gehen. Auf zweiten Blick, so Verena, ist es oft überraschend, welche Gedanken die schweigende Mehrheit umtreiben. Die laute Traditionsmehrheit würde Schweigen immer als Zustimmung für sich werten. Häufig genug steckt hinter dem Schweigen etwas ganz anderes. Nicht jeder hat zu jedem Zeitpunkt Lust, in Konflikte zu gehen. Verena leitet die Faustformel ab: Wer sich traut und aufrafft, sich zum Beispiel für mehr Klimaschutz auszusprechen, wird meist dankbare Schweiger finden, die heute gerade nicht sprechen wollen. So können auch kleine Veränderungen große Wirkung entfalten.&nbsp;</p><p><strong>Wie kommen wir nun aber zu einem veränderten Verhalten in der Gesellschaft?</strong> Verena verweist auf die Arbeit von <a href="https://www.stoknes.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Per Espen Stokness</a>, ein norwegischer Umweltpsychologe. Der hat gezeigt, dass wir nicht nur beschäftigt sind als Vater, Mutter, Partner:in und nicht nur unsere Belastungsgrenzen haben (wie vielen Krisen will ich mich gleichzeitig aussetzen?). Der Kern, der uns den Wandel so schwer macht, liegt auf der Ebene der Identität. Wir sind wer, wir haben es geschafft, was auch immer „es“ ist. Da geht es dann schnell nicht mehr nur darum, ein anderes Verkehrsmittel zu wählen, sondern seinen Status zu ändern, seine Symbole abzulegen,. Was eben noch eine Frage von Klimaschutz war, wird zu einer Neuerfindung des Ich. Schwierig. Umso mehr müssen wir sprechen, Normalität etablieren - und optimistisch bleiben.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Verena Kantrowitsch, Psychologin, Psychologists4future. Das erste Mal war Verena in <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-109/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Folge 109</a> zu Gast.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">f6c2c905-abdf-4814-b2ae-23c80cb0c49c</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/897f7935-81ad-46cc-9719-9ced77c0b707/NYkjQucHYHYQibE20fQtgHpX.jpg"/><pubDate>Thu, 04 Jul 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/da2f0705-33aa-4c4c-8023-dee12ce3dcd4/Folge-Kantrowitsch-2024.mp3" length="96541804" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>50:17</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>214</itunes:episode><podcast:episode>214</podcast:episode></item><item><title>#213 Karsten Brensing – Die Magie der Gemeinschaft</title><itunes:title>#213 Karsten Brensing – Die Magie der Gemeinschaft</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Warum ausgerechnet Homo Sapiens?</strong> Was war der Schlüssel unseres Erfolgs? Der Meeresbiologe und Verhaltensforscher Karsten Brensing - und nicht nur er - sagt: Unsere Fähigkeit zur Kooperation. Kooperation ist nicht nur ein Überlebensmechanismus, sondern auch ein Erfolgsfaktor für das menschliche Zusammenleben. Unser Problem: Wir sind zu erfolgreich. Unsere Hoffnung, so Karsten, sollten wir darauf setzen, erfolgreich mit künstlichen Intelligenzen zusammenzuarbeiten. Was das heißt, diskutieren Karsten und Michael in dieser Folge.</p><p><strong>Wir kennen es aus Bio, 8. Klasse:</strong> Eine Art, die sich so stark ausbreitet, dass sie ihre eigenen Lebensgrundlagen verbraucht, bricht extrem schnell zusammen und verschwindet. Das beschreibt unsere Lage ganz gut. Spannend ist die Frage, wie wir da rauskommen. Eines unserer Probleme dabei ist unser so ganz und gar nicht rationales Verhalten. Karsten zeigt zahllose Beispiele aus der Tierwelt wie der Wirtschaft, die alle eines gemeinsam haben: Sie zeigen, wie vertrackt unsere Lage wirklich ist.</p><p><strong>Geteilte Verantwortung zum Beispiel führt zu gesteigerter Irrationalität.</strong> Wenn alle dieses 2€-Shirt kaufen, kommt es auf mich doch auch nicht an. Das steigert sich bis hin zur Grausamkeit. In Gruppen kommen wir kaum dagegen an. Das führt Karsten zu seiner These: Wenn wir aus uns heraus schon nicht zu besseren Entscheidungen kommen, könnte uns KI helfen? Unterstützend ist das längst Realität, in der Politik, in Unternehmen, in Technologie.</p><p><strong>Wenn wir das aber wollen, warum sollte die KI es tun? </strong>Also zu einem Zeitpunkt, wo sie mehr geworden sein wird als ein Werkzeug, das wir nach Belieben an- und wieder ausschalten. Wie wird KI uns einschätzen, wenn sie jederzeit einsehen kann, wie wir sie lange behandelt haben? Letztlich, so Karstens zugespitzte These: Wir sind erdgeschichtlich wahnsinnig erfolgreich - und daher so viele. Damit haben wir die Klimakrise ausgelöst, die unsere Grundlagen und damit uns bedroht. Alle unsere Mechanismen verstärken diesen Effekt immer weiter. Im Grunde bleibt uns nur die Kooperation mit echter KI, um einen Weg zu einem anderen Verhalten als Menschheit zu finden - und damit zu überleben.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://karsten-brensing.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Karsten Brensing,</a> Meeresbiologe, Verhaltensforscher und Autor</p><p><strong>Buch: </strong><a href="https://www.amazon.de/Die-Magie-Gemeinschaft-künstlichen-Intelligenzen-ebook/dp/B0CKWF2NJL" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Die Magie der Gemeinschaft:</a> Was uns mit Tieren und künstlichen Intelligenzen verbindet&nbsp;(Erscheint am 27.06.2024)</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum ausgerechnet Homo Sapiens?</strong> Was war der Schlüssel unseres Erfolgs? Der Meeresbiologe und Verhaltensforscher Karsten Brensing - und nicht nur er - sagt: Unsere Fähigkeit zur Kooperation. Kooperation ist nicht nur ein Überlebensmechanismus, sondern auch ein Erfolgsfaktor für das menschliche Zusammenleben. Unser Problem: Wir sind zu erfolgreich. Unsere Hoffnung, so Karsten, sollten wir darauf setzen, erfolgreich mit künstlichen Intelligenzen zusammenzuarbeiten. Was das heißt, diskutieren Karsten und Michael in dieser Folge.</p><p><strong>Wir kennen es aus Bio, 8. Klasse:</strong> Eine Art, die sich so stark ausbreitet, dass sie ihre eigenen Lebensgrundlagen verbraucht, bricht extrem schnell zusammen und verschwindet. Das beschreibt unsere Lage ganz gut. Spannend ist die Frage, wie wir da rauskommen. Eines unserer Probleme dabei ist unser so ganz und gar nicht rationales Verhalten. Karsten zeigt zahllose Beispiele aus der Tierwelt wie der Wirtschaft, die alle eines gemeinsam haben: Sie zeigen, wie vertrackt unsere Lage wirklich ist.</p><p><strong>Geteilte Verantwortung zum Beispiel führt zu gesteigerter Irrationalität.</strong> Wenn alle dieses 2€-Shirt kaufen, kommt es auf mich doch auch nicht an. Das steigert sich bis hin zur Grausamkeit. In Gruppen kommen wir kaum dagegen an. Das führt Karsten zu seiner These: Wenn wir aus uns heraus schon nicht zu besseren Entscheidungen kommen, könnte uns KI helfen? Unterstützend ist das längst Realität, in der Politik, in Unternehmen, in Technologie.</p><p><strong>Wenn wir das aber wollen, warum sollte die KI es tun? </strong>Also zu einem Zeitpunkt, wo sie mehr geworden sein wird als ein Werkzeug, das wir nach Belieben an- und wieder ausschalten. Wie wird KI uns einschätzen, wenn sie jederzeit einsehen kann, wie wir sie lange behandelt haben? Letztlich, so Karstens zugespitzte These: Wir sind erdgeschichtlich wahnsinnig erfolgreich - und daher so viele. Damit haben wir die Klimakrise ausgelöst, die unsere Grundlagen und damit uns bedroht. Alle unsere Mechanismen verstärken diesen Effekt immer weiter. Im Grunde bleibt uns nur die Kooperation mit echter KI, um einen Weg zu einem anderen Verhalten als Menschheit zu finden - und damit zu überleben.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://karsten-brensing.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Karsten Brensing,</a> Meeresbiologe, Verhaltensforscher und Autor</p><p><strong>Buch: </strong><a href="https://www.amazon.de/Die-Magie-Gemeinschaft-künstlichen-Intelligenzen-ebook/dp/B0CKWF2NJL" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Die Magie der Gemeinschaft:</a> Was uns mit Tieren und künstlichen Intelligenzen verbindet&nbsp;(Erscheint am 27.06.2024)</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">f7b551df-916a-40a5-a40d-da4918f7d268</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/279c62f5-1669-4b3e-b0dc-ae2b8a6a0530/MBJ2ClMh8oem3rRuT46w4iWe.jpg"/><pubDate>Thu, 27 Jun 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/7f854064-b372-46ec-aece-e4238221b987/Folge-213-Brensing.mp3" length="84272194" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:53</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>213</itunes:episode><podcast:episode>213</podcast:episode></item><item><title>#212 Ralf B. Wehrspohn – Innovation im Plattenbau</title><itunes:title>#212 Ralf B. Wehrspohn – Innovation im Plattenbau</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Im Grunde wollen ja alle Innovation. </strong>Innovation ist wahnsinnig attraktiv. Wenn es aber ans Risiko geht, dass es dabei zu tragen gilt, werden viele wieder zurückhaltend. Für die Wirtschaft, für die Gesellschaft insgesamt, wird das schnell zum Problem. Dieses Phänomen sehen wir vor allem bei den echten Ungewissheiten, wo nicht nur die Lösung unklar ist, sondern auch die Rahmenbedingungen, sagt Ralf Wehrspohn. Ralf ist Physiker und treibt das Thema Innovation, bei Fraunhofer und darüber hinaus.</p><p><strong>Zehn neue Wege stehen zur Wahl, mindestens neun werden scheitern</strong> - wer trägt das Risiko für Innovationen? Der Staat? Einzelne Unternehmen? Investoren? Anstatt uns gegenseitig mit solchen Fragen lahmzulegen, sollten wir lieber auf Kooperationen setzen. Ralf macht sich für symbiotische Innovationen stark. Am Beispiel des Lithiums: Wer das begehrte Metall aus dem Erz gewinnen will, erzeugt gewaltige Mengen Abraum. In klassischer Sicht: Ein teures Problem. In Symbiose: Wertvoller Ausgangsstoff für die Bauindustrie. Schon wird Entwicklung günstig und sicher. Wer dann auch noch Recycling-Ströme mitdenkt, ist schon fast bei er Kreislaufwirtschaft angekommen.</p><p><strong>Das Prinzip ist nicht neu. </strong>Jeder Chemiepark beruht auf genau diesem Prinzip, hier Stoffverbund genannt. Diese Netzwerk halten die Chemieindustrie am Leben und am Standort. Dennoch, so Ralf, müssen wir gezielt stärker in solchen Verbünden denken. Niemand gewinnt die Innovation allein.</p><p><strong>Das Prinzip trägt auch im gesellschaftlichen Kontext.</strong> Ralf berichtet von Projekten im Kontext Demografie, die er begleitet. Die Zahl älterer Menschen, die im Alltag Hilfe benötigen, wird absehbar in den kommenden Jahren stark steigen. Private Pflege für alle scheidet schon aus Kostengründen als Modell für alle aus. Wie aber dann? Man nehme eine traditionelle Großwohnsiedlung - auch Plattenbau genannt - und verwandele sie in eine stabile Lebenswelt, mit MVZ, Pflegedienst, entsprechenden Technologien im Haus und Integration der Krankenkasse. Schon ist die Symbiose entstanden, in der der Erfolg des einen zur Voraussetzung des Erfolgs des anderen wird.</p><p><strong>Das Beispiel zeigt: </strong>Was uns fehlt, ist vielfach das Zutrauen in Kooperationen. Geld jedenfalls ist genug im System, sagt Ralf (und erwartet Widerspruch…). Wenn überhaupt, müssen wir lernen, Geld anders zu verteilen. Weg von starren Meilenstein-basierten Projektplänen, die nur bei inkrementellen Innovationen hilfreich sind. Da, wo es um das wirklich Neue geht, brauchen wir die systematischen Tugenden, die wir von Universitäten schon lange kennen: Kluge Menschen, stabile Grundfinanzierung, attraktive Ziele. Und auf geht es.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Prof. Dr. <a href="https://www.linkedin.com/in/ralf-wehrspohn-b27a8072/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ralf B. Wehrspohn</a>, Innovator, Gründer, Wissenschaftsmanager, Universitätsprofessor, Dochsager. </p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Grunde wollen ja alle Innovation. </strong>Innovation ist wahnsinnig attraktiv. Wenn es aber ans Risiko geht, dass es dabei zu tragen gilt, werden viele wieder zurückhaltend. Für die Wirtschaft, für die Gesellschaft insgesamt, wird das schnell zum Problem. Dieses Phänomen sehen wir vor allem bei den echten Ungewissheiten, wo nicht nur die Lösung unklar ist, sondern auch die Rahmenbedingungen, sagt Ralf Wehrspohn. Ralf ist Physiker und treibt das Thema Innovation, bei Fraunhofer und darüber hinaus.</p><p><strong>Zehn neue Wege stehen zur Wahl, mindestens neun werden scheitern</strong> - wer trägt das Risiko für Innovationen? Der Staat? Einzelne Unternehmen? Investoren? Anstatt uns gegenseitig mit solchen Fragen lahmzulegen, sollten wir lieber auf Kooperationen setzen. Ralf macht sich für symbiotische Innovationen stark. Am Beispiel des Lithiums: Wer das begehrte Metall aus dem Erz gewinnen will, erzeugt gewaltige Mengen Abraum. In klassischer Sicht: Ein teures Problem. In Symbiose: Wertvoller Ausgangsstoff für die Bauindustrie. Schon wird Entwicklung günstig und sicher. Wer dann auch noch Recycling-Ströme mitdenkt, ist schon fast bei er Kreislaufwirtschaft angekommen.</p><p><strong>Das Prinzip ist nicht neu. </strong>Jeder Chemiepark beruht auf genau diesem Prinzip, hier Stoffverbund genannt. Diese Netzwerk halten die Chemieindustrie am Leben und am Standort. Dennoch, so Ralf, müssen wir gezielt stärker in solchen Verbünden denken. Niemand gewinnt die Innovation allein.</p><p><strong>Das Prinzip trägt auch im gesellschaftlichen Kontext.</strong> Ralf berichtet von Projekten im Kontext Demografie, die er begleitet. Die Zahl älterer Menschen, die im Alltag Hilfe benötigen, wird absehbar in den kommenden Jahren stark steigen. Private Pflege für alle scheidet schon aus Kostengründen als Modell für alle aus. Wie aber dann? Man nehme eine traditionelle Großwohnsiedlung - auch Plattenbau genannt - und verwandele sie in eine stabile Lebenswelt, mit MVZ, Pflegedienst, entsprechenden Technologien im Haus und Integration der Krankenkasse. Schon ist die Symbiose entstanden, in der der Erfolg des einen zur Voraussetzung des Erfolgs des anderen wird.</p><p><strong>Das Beispiel zeigt: </strong>Was uns fehlt, ist vielfach das Zutrauen in Kooperationen. Geld jedenfalls ist genug im System, sagt Ralf (und erwartet Widerspruch…). Wenn überhaupt, müssen wir lernen, Geld anders zu verteilen. Weg von starren Meilenstein-basierten Projektplänen, die nur bei inkrementellen Innovationen hilfreich sind. Da, wo es um das wirklich Neue geht, brauchen wir die systematischen Tugenden, die wir von Universitäten schon lange kennen: Kluge Menschen, stabile Grundfinanzierung, attraktive Ziele. Und auf geht es.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Prof. Dr. <a href="https://www.linkedin.com/in/ralf-wehrspohn-b27a8072/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ralf B. Wehrspohn</a>, Innovator, Gründer, Wissenschaftsmanager, Universitätsprofessor, Dochsager. </p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">fcdc5aa9-2a0e-41a1-9f46-51e3e697aed3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/97f7784b-2a3f-428a-8adb-f94918a020fe/RR_cZPSlVUWw8xdjyZDCgIVi.jpg"/><pubDate>Thu, 20 Jun 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/7a7e332c-331c-41cd-96dd-55e32d11de59/Folge-212-Wehrspohn.mp3" length="86650382" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>45:08</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>212</itunes:episode><podcast:episode>212</podcast:episode></item><item><title>#211 Christian Vollmann – Deine beste Chemiestunde jemals.</title><itunes:title>#211 Christian Vollmann – Deine beste Chemiestunde jemals.</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Kann eine neue Chemie die Welt retten?</strong> Jedenfalls kann sie die Welt grundlegend verändern. Grünes Methanol, Kohlenstoff, Katalyse sind die Stichworte. Wenn dieser Wandel gelingt, ist das mindestens einen Nobelpreis wert, sagt Christian Vollmann. Er ist einer der Gründer von C1 und diese Woche zu Gast bei Michael.</p><p><strong>Doch der Reihe nach: </strong>Kohlenstoff ist der grundlegende Baustein unseres Wohlstands. Seit Jahrhunderten nutzen wir ihn, um Kunststoffe, Treibstoffe und eine Vielzahl von Produkten herzustellen, die unseren Alltag prägen. Genommen haben wir diesen Kohlenstoff hauptsächlich aus fossilen Quellen - Öl, Gas und Kohle - und am Ende landet er in der Atmosphäre als CO2. Davon landet dort so immer mehr, die Folgen sind bekannt. Entnehmen wir den Kohlenstoff hingegen aus der Luft und nutzen diesen dann für Produkte oder Treibstoffe, entsteht ein Kreislauf. In der Atmosphäre landet immer nur das CO2, das vorher schon dort war.&nbsp;&nbsp;</p><p>Wie kommen wir an diesen Kohlenstoff? Der menschengemachte Elektroweg ist noch in Entwicklung. Aber nehmen wir doch Pflanzen. Wann immer die Sonne scheint, gewinnen sie Kohlenstoff aus der Luft, um damit zu wachsen. Damit ist der Kreislauf schon fast geschlossen. Aber wie werden Pflanzen zu Ausgangsstoffen der chemischen Industrie, wie zu Treibstoff? Indem wir aus ihnen Methanol erzeugen. Einfachen Alkohol, den, der blind macht. Damit schließen wir den Kohlenstoff-Kreislauf. Nutzen wir dafür erneuerbare Energien, ist das Methanol grün.</p><p>Bislang ist das Verfahren aufwändig, schwerfällig, wenig flexibel und braucht große Mengen Energie. Hier kommt C1 mit ihrer neuen Chemie ins Spiel. Geht der Plan auf, können sie in drei Jahren die erste kommerziell taugliche Produktion in Betrieb nehmen.</p><p><strong>Der Bedarf ist gigantisch. </strong>Schifffahrt, Langstreckenflugzeuge und chemische Produktion. Überall, wo es um die stoffliche Nutzung von Kohlenstoff geht - oder sich Antriebe nicht elektrifizieren lassen. (Das schließt Autos ausdrücklich aus. Wer immer noch an eFuels in Autos glaubt, muss wirklich noch einmal in den Chemie-Unterricht. Ganz vorne anfangen).</p><p>Das Team von C1 revolutioniert auf diesem Weg die etablierten Verfahren in der Chemieindustrie. Wie? Erläutert Christian. Sie wollen dreimal so schnell sein. C1 hat eine neue chemische Methode zur Katalyse entwickelt, die effizienter und weniger energieintensiv ist als bisherige Verfahren. Nicht im Labor, sondern im Rechner. Sie verändern das Ziel: Es geht um viele kleine und mittlere Anlagen, nicht unbedingt die großen. Und bei Erfolg werden wir binnen 15 Jahren die verfügbaren Pflanzenquellen alle erschlossen haben. Bis dahin muss der Elektroweg funktionieren, Kohlenstoff direkt aus der Luft zu gewinnen. Und diesen Erfolg, den brauchen wir.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/christianvollmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Vollmann,</a> Founder and CEO <a href="https://www.carbon.one/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">C1 Green Chemicals AG</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kann eine neue Chemie die Welt retten?</strong> Jedenfalls kann sie die Welt grundlegend verändern. Grünes Methanol, Kohlenstoff, Katalyse sind die Stichworte. Wenn dieser Wandel gelingt, ist das mindestens einen Nobelpreis wert, sagt Christian Vollmann. Er ist einer der Gründer von C1 und diese Woche zu Gast bei Michael.</p><p><strong>Doch der Reihe nach: </strong>Kohlenstoff ist der grundlegende Baustein unseres Wohlstands. Seit Jahrhunderten nutzen wir ihn, um Kunststoffe, Treibstoffe und eine Vielzahl von Produkten herzustellen, die unseren Alltag prägen. Genommen haben wir diesen Kohlenstoff hauptsächlich aus fossilen Quellen - Öl, Gas und Kohle - und am Ende landet er in der Atmosphäre als CO2. Davon landet dort so immer mehr, die Folgen sind bekannt. Entnehmen wir den Kohlenstoff hingegen aus der Luft und nutzen diesen dann für Produkte oder Treibstoffe, entsteht ein Kreislauf. In der Atmosphäre landet immer nur das CO2, das vorher schon dort war.&nbsp;&nbsp;</p><p>Wie kommen wir an diesen Kohlenstoff? Der menschengemachte Elektroweg ist noch in Entwicklung. Aber nehmen wir doch Pflanzen. Wann immer die Sonne scheint, gewinnen sie Kohlenstoff aus der Luft, um damit zu wachsen. Damit ist der Kreislauf schon fast geschlossen. Aber wie werden Pflanzen zu Ausgangsstoffen der chemischen Industrie, wie zu Treibstoff? Indem wir aus ihnen Methanol erzeugen. Einfachen Alkohol, den, der blind macht. Damit schließen wir den Kohlenstoff-Kreislauf. Nutzen wir dafür erneuerbare Energien, ist das Methanol grün.</p><p>Bislang ist das Verfahren aufwändig, schwerfällig, wenig flexibel und braucht große Mengen Energie. Hier kommt C1 mit ihrer neuen Chemie ins Spiel. Geht der Plan auf, können sie in drei Jahren die erste kommerziell taugliche Produktion in Betrieb nehmen.</p><p><strong>Der Bedarf ist gigantisch. </strong>Schifffahrt, Langstreckenflugzeuge und chemische Produktion. Überall, wo es um die stoffliche Nutzung von Kohlenstoff geht - oder sich Antriebe nicht elektrifizieren lassen. (Das schließt Autos ausdrücklich aus. Wer immer noch an eFuels in Autos glaubt, muss wirklich noch einmal in den Chemie-Unterricht. Ganz vorne anfangen).</p><p>Das Team von C1 revolutioniert auf diesem Weg die etablierten Verfahren in der Chemieindustrie. Wie? Erläutert Christian. Sie wollen dreimal so schnell sein. C1 hat eine neue chemische Methode zur Katalyse entwickelt, die effizienter und weniger energieintensiv ist als bisherige Verfahren. Nicht im Labor, sondern im Rechner. Sie verändern das Ziel: Es geht um viele kleine und mittlere Anlagen, nicht unbedingt die großen. Und bei Erfolg werden wir binnen 15 Jahren die verfügbaren Pflanzenquellen alle erschlossen haben. Bis dahin muss der Elektroweg funktionieren, Kohlenstoff direkt aus der Luft zu gewinnen. Und diesen Erfolg, den brauchen wir.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/christianvollmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Vollmann,</a> Founder and CEO <a href="https://www.carbon.one/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">C1 Green Chemicals AG</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">48f73d33-b4c7-44a7-a967-d8afef13a4a7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/71462c4e-699f-4280-9e87-274165a820bb/KaBtc_0tBpVW4SVadcdnPfEB.jpg"/><pubDate>Thu, 13 Jun 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/535847c5-ff61-4dc6-b67c-65bdef48ed1f/Folge-211-Vollmann.mp3" length="91643322" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:44</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>211</itunes:episode><podcast:episode>211</podcast:episode></item><item><title>#210 Holger Schüttrumpf &amp; Jörn Birkmann – Viel zu nah am Wasser gebaut</title><itunes:title>#210 Holger Schüttrumpf &amp; Jörn Birkmann – Viel zu nah am Wasser gebaut</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Schon wieder Hochwasser. </strong>Ein Jahrhundertereignis, ebenfalls: Schon wieder. Oben auf der Welle schwimmt die Zukunftsfrage: Können wir uns eigentlich an ein neues Klima anpassen? Im Gespräch sind gleich zwei Experten für Hochwasser und Katastrophenmanagement. Holger Schüttrumpf leitet das Institut für Wasserbau an der RWTH Aachen, Jörn Birkmann das Institut für Raumordnung an der Universität Stuttgart. Beide gemeinsam begleiten im Projekt KAHR den Wiederaufbau an der Ahr. KAHR steht für Klima-Anpassung, Hochwasser-Resilienz. Und genau darum dreht sich dieser Podcast: Können wir aus Katastrophen lernen und uns anpassen? Und wenn ja, was bedeutet das?</p><p><strong>Holger und Jörn betonen: </strong>Wir brauchen differenzierte Sicherheit. Krankenhäuser und Feuerwehren müssen auch unter extremen Bedingungen möglichst lange funktionieren. Weg von der Hafenkante damit, oder gleich auf Stelzen. Und muss man das Umspannwerk unbedingt dorthin bauen, wo es zufällig gerade flach ist, also ins Flusstal? Die beiden sind sehr deutlich: Wir werden nicht jedes Eigenheim genauso schützen können. Zumal Sicherheit zu einem beweglichen Ziel wird. Wo ist denn nun HQ100 - also das Gebiet in dem wir statistisch einmal pro hundert Jahre mit Überschwemmung rechnen? Schätzen wir das in zehn Jahren anders ein? Und wo dokumentieren wir das eigentlich? Wir bräuchten so etwas wie einen Hochwasser-Pass. Jörn beklagt, dass wir zwar groß darin sind, Faltblätter zu erstellen, um Informationen breit zu streuen. Aber wenn es an die Baugenehmigung geht, dann spielen Katastrophenthemen keine Rolle mehr.</p><p>Es ist trügerisch zu glauben, dass die Erfahrungen aus der Vergangenheit auch die Lösungen für die Zukunft bieten. Wir wissen im Grunde, wie resilient bauen geht. Wir tun es nur nicht. Dabei würden schon kleine Maßnahmen helfen. Keller einen Meter höher, ein paar Stufen oder eine Rampe zur Tür. Den Strom nicht in den Keller. Und die Ölheizung? Die ist insgesamt ein Problem: Schwimmt der Tank auf, wird das Haus zum Sondermüll, das Nachbarhaus meist auch und die Natur drum herum …</p><p><strong>Insgesamt sind wir langsam. </strong>Vor zehn Jahren wurde das Nationale Hochwasserschutzprogramm aufgelegt. 168 Maßnahmen. Davon sind genau neun umgesetzt und abgerechnet. Neun. Dabei lohnt sich Prävention, gerade finanziell. Anpassung war lange ein Thema, um das die Klimadiskussion einen Bogen gemacht hat. Niemand wollte den Eindruck erwecken, wir könnten uns weniger um Klimaschutz bemühen, weil wir uns ja anpassen könnten. Außerdem ginge die Anpassung doch vor allem kleine Inselstaaten in der Südsee etwas an. Inzwischen wissen wir: Wir brauchen beides: Klimaschutz und Anpassung. Das gilt gerade beim Wasser: Wir brauchen es und müssen uns zu gleich davor schützen.</p><p><strong>Beide sind sich im Fazit einig: </strong>An die großen Trends können wir uns anpassen. Also zum Beispiel die zunehmend ungleiche Verteilung der Niederschläge übers Jahr ausgleichen. Bei den Extremen geht das nicht, jedenfalls nicht zu 100%. Wir wissen nämlich nicht: Wie extrem kann ein Extrem werden? Wir haben technische Grenzwerte, die aber nichts darüber aussagen, ob dieser Grenzwert überschritten wird und wie oft. Wir müssen lernen, das zu akzeptieren: Wir können nicht alle Extreme abpudern. Wir können Todesopfer weitgehend vermeiden, aber Schäden? Nein. Dafür haben wir viel zu dicht und viel zu nah am Wasser gebaut.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.iww.rwth-aachen.de/cms/iww/das-institut/mitarbeitende/institutsleitung/~mivv/holger-schuettrumpf/?allou=1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf,</a> Lehrstuhl und Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW) RWTH Aachen University</p><p><a href="https://www.ireus.uni-stuttgart.de/institut/team/Birkmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörn Birkmann,</a> Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung (IREUS) Universität Stuttgart</p><p><a href="https://www.hochwasser-kahr.de/index.php/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">BMBF-Projekt&nbsp;KAHR</a>&nbsp;für Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen:&nbsp;Klima-Anpassung,&nbsp;Hochwasser und&nbsp;Resilienz</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schon wieder Hochwasser. </strong>Ein Jahrhundertereignis, ebenfalls: Schon wieder. Oben auf der Welle schwimmt die Zukunftsfrage: Können wir uns eigentlich an ein neues Klima anpassen? Im Gespräch sind gleich zwei Experten für Hochwasser und Katastrophenmanagement. Holger Schüttrumpf leitet das Institut für Wasserbau an der RWTH Aachen, Jörn Birkmann das Institut für Raumordnung an der Universität Stuttgart. Beide gemeinsam begleiten im Projekt KAHR den Wiederaufbau an der Ahr. KAHR steht für Klima-Anpassung, Hochwasser-Resilienz. Und genau darum dreht sich dieser Podcast: Können wir aus Katastrophen lernen und uns anpassen? Und wenn ja, was bedeutet das?</p><p><strong>Holger und Jörn betonen: </strong>Wir brauchen differenzierte Sicherheit. Krankenhäuser und Feuerwehren müssen auch unter extremen Bedingungen möglichst lange funktionieren. Weg von der Hafenkante damit, oder gleich auf Stelzen. Und muss man das Umspannwerk unbedingt dorthin bauen, wo es zufällig gerade flach ist, also ins Flusstal? Die beiden sind sehr deutlich: Wir werden nicht jedes Eigenheim genauso schützen können. Zumal Sicherheit zu einem beweglichen Ziel wird. Wo ist denn nun HQ100 - also das Gebiet in dem wir statistisch einmal pro hundert Jahre mit Überschwemmung rechnen? Schätzen wir das in zehn Jahren anders ein? Und wo dokumentieren wir das eigentlich? Wir bräuchten so etwas wie einen Hochwasser-Pass. Jörn beklagt, dass wir zwar groß darin sind, Faltblätter zu erstellen, um Informationen breit zu streuen. Aber wenn es an die Baugenehmigung geht, dann spielen Katastrophenthemen keine Rolle mehr.</p><p>Es ist trügerisch zu glauben, dass die Erfahrungen aus der Vergangenheit auch die Lösungen für die Zukunft bieten. Wir wissen im Grunde, wie resilient bauen geht. Wir tun es nur nicht. Dabei würden schon kleine Maßnahmen helfen. Keller einen Meter höher, ein paar Stufen oder eine Rampe zur Tür. Den Strom nicht in den Keller. Und die Ölheizung? Die ist insgesamt ein Problem: Schwimmt der Tank auf, wird das Haus zum Sondermüll, das Nachbarhaus meist auch und die Natur drum herum …</p><p><strong>Insgesamt sind wir langsam. </strong>Vor zehn Jahren wurde das Nationale Hochwasserschutzprogramm aufgelegt. 168 Maßnahmen. Davon sind genau neun umgesetzt und abgerechnet. Neun. Dabei lohnt sich Prävention, gerade finanziell. Anpassung war lange ein Thema, um das die Klimadiskussion einen Bogen gemacht hat. Niemand wollte den Eindruck erwecken, wir könnten uns weniger um Klimaschutz bemühen, weil wir uns ja anpassen könnten. Außerdem ginge die Anpassung doch vor allem kleine Inselstaaten in der Südsee etwas an. Inzwischen wissen wir: Wir brauchen beides: Klimaschutz und Anpassung. Das gilt gerade beim Wasser: Wir brauchen es und müssen uns zu gleich davor schützen.</p><p><strong>Beide sind sich im Fazit einig: </strong>An die großen Trends können wir uns anpassen. Also zum Beispiel die zunehmend ungleiche Verteilung der Niederschläge übers Jahr ausgleichen. Bei den Extremen geht das nicht, jedenfalls nicht zu 100%. Wir wissen nämlich nicht: Wie extrem kann ein Extrem werden? Wir haben technische Grenzwerte, die aber nichts darüber aussagen, ob dieser Grenzwert überschritten wird und wie oft. Wir müssen lernen, das zu akzeptieren: Wir können nicht alle Extreme abpudern. Wir können Todesopfer weitgehend vermeiden, aber Schäden? Nein. Dafür haben wir viel zu dicht und viel zu nah am Wasser gebaut.</p><p><strong>Zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.iww.rwth-aachen.de/cms/iww/das-institut/mitarbeitende/institutsleitung/~mivv/holger-schuettrumpf/?allou=1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf,</a> Lehrstuhl und Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW) RWTH Aachen University</p><p><a href="https://www.ireus.uni-stuttgart.de/institut/team/Birkmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörn Birkmann,</a> Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung (IREUS) Universität Stuttgart</p><p><a href="https://www.hochwasser-kahr.de/index.php/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">BMBF-Projekt&nbsp;KAHR</a>&nbsp;für Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen:&nbsp;Klima-Anpassung,&nbsp;Hochwasser und&nbsp;Resilienz</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">17072351-7aae-49f5-9720-94d043921481</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/2e36b810-da89-4379-8676-e0fb3526afa9/gvEdEYBMx64QxtVFLVeGUyI1.jpg"/><pubDate>Thu, 06 Jun 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/06b48d39-5d4e-4030-89f7-4e070686f61f/Sch-ttrumpf-Birkmann.mp3" length="89646313" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>46:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>210</itunes:episode><podcast:episode>210</podcast:episode></item><item><title>#209 Andreas Knie – Wir sind kein Autoland</title><itunes:title>#209 Andreas Knie – Wir sind kein Autoland</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Wie bitte? Deutschland, kein Autoland?</strong> Andreas Knie diagnostiziert: Deutschland war ein Fahrradland. Ein Motorradland. Das Auto wurde für einen Österreicher erfunden, von den Amerikanern in Masse produziert, in zahlreichen anderen europäischen Ländern viel stärker verbreitet - bis Hitler kam und das Auto zum Symbol für Fortschritt und Technologie erhob. Damit begann eine nachholende Modernisierung. Erst in den 70ern im Westen und in den 90ern im Osten kam Deutschland auf das Niveau anderer Länder. Andreas Knie ist Mobilitätsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor für Soziologie an der TU Berlin. Er sagt: Die Nachhol-Dynamik wirkt bis heute und prägt unser irrationales Verhältnis zu Auto und Mobilität.</p><p><strong>Warum tun wir uns so schwer, eine Mobilität zu denken</strong> - oder gar zu realisieren, die nicht das Auto in den Mittelpunkt stellt? Andreas schildert, mit welchem Mindset Politik und Verwaltung Verkehr planen. Im Verkehrsministerium gibt es am Ende nur eine Wahrheit: Was fehlt, sind Straßen. Und Brücken. Und noch mehr Straßen. Denn es gibt Lücken, überall Lücken. Daher müssen wir bauen, bauen, bauen. Als wäre Mobilität wie Wasser: Es kommt, es fließt, es wird immer mehr&nbsp; - und da kann man auch gar nichts tun, als es immer wieder in die richtigen Bahnen zu lenken - und die Bahnen ständig zu vergrößern. Wer Fakten, Wissenschaft, Empirie dagegen hält, erntet ein beherztes „Glaube ich nicht“. Andreas’ Fazit: Wir werden von Ideologen regiert.</p><p><strong>Dabei gibt es Wandel, nur eben nicht in der Politik.</strong> Die Mehrheit der Autofahrenden hat die Strecken reduziert, vor allem aus Klimaschutz-Gründen. Und wenn die CDU im Wahlkampf plakatiert: „Hände weg vom Auto!“, dann sieht Andreas die Debatte auf dem richtigen Weg. Wenn das Auto nicht mehr selbstverständlich ist, sondern begründet und verteidigt werden muss, dann kann etwas neues entstehen.</p><p><strong>Das Narrativ der Technologie Auto ist auserzählt.</strong> Freiheit und Wohlstand waren seine Themen, Vernetzung und Teilhabe. Fun fact: Die Scheidungsrate korreliert mit der Anzahl der Autos; Beweglichkeit wirkt. Das neue Narrativ der Mobilität: Autos schaden uns mehr als sie uns nützen. In einer vernetzten Mobilität der Zukunft reichen 25% der heutigen Autos, um ohne Einschränkungen mobil zu sein. Der Rest steht herum, raubt Platz, dominiert unser Bild von Straßen, Städten und Raum. In Berlin allein sind das 900.000 Fahrzeuge. Einfach überflüssig. Aber wir glauben immer noch, uns würde etwas weggenommen, wenn Parkplätze entfallen (Übersetze: Wenn wir Raum für Menschen gewinnen), Fahrspuren aufgehoben werden (Fahrradfahrende sicher unterwegs sein können), etc. Es ist ein Prozess. Und er wird dauern. Aber er ist nicht mehr aufzuhalten. In 15 Jahren, so die Einschätzung von Andreas, werden unsere Städte anders aussehen als heute. Eben doch kein Autoland.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/andreas-knie/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Andreas Knie,</a> Leiter der Forschungsgruppe "Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung" am <a href="https://www.wzb.eu/de/personen/andreas-knie" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung - WZB</a>, Professor für Soziologie an der TU Berlin</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie bitte? Deutschland, kein Autoland?</strong> Andreas Knie diagnostiziert: Deutschland war ein Fahrradland. Ein Motorradland. Das Auto wurde für einen Österreicher erfunden, von den Amerikanern in Masse produziert, in zahlreichen anderen europäischen Ländern viel stärker verbreitet - bis Hitler kam und das Auto zum Symbol für Fortschritt und Technologie erhob. Damit begann eine nachholende Modernisierung. Erst in den 70ern im Westen und in den 90ern im Osten kam Deutschland auf das Niveau anderer Länder. Andreas Knie ist Mobilitätsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor für Soziologie an der TU Berlin. Er sagt: Die Nachhol-Dynamik wirkt bis heute und prägt unser irrationales Verhältnis zu Auto und Mobilität.</p><p><strong>Warum tun wir uns so schwer, eine Mobilität zu denken</strong> - oder gar zu realisieren, die nicht das Auto in den Mittelpunkt stellt? Andreas schildert, mit welchem Mindset Politik und Verwaltung Verkehr planen. Im Verkehrsministerium gibt es am Ende nur eine Wahrheit: Was fehlt, sind Straßen. Und Brücken. Und noch mehr Straßen. Denn es gibt Lücken, überall Lücken. Daher müssen wir bauen, bauen, bauen. Als wäre Mobilität wie Wasser: Es kommt, es fließt, es wird immer mehr&nbsp; - und da kann man auch gar nichts tun, als es immer wieder in die richtigen Bahnen zu lenken - und die Bahnen ständig zu vergrößern. Wer Fakten, Wissenschaft, Empirie dagegen hält, erntet ein beherztes „Glaube ich nicht“. Andreas’ Fazit: Wir werden von Ideologen regiert.</p><p><strong>Dabei gibt es Wandel, nur eben nicht in der Politik.</strong> Die Mehrheit der Autofahrenden hat die Strecken reduziert, vor allem aus Klimaschutz-Gründen. Und wenn die CDU im Wahlkampf plakatiert: „Hände weg vom Auto!“, dann sieht Andreas die Debatte auf dem richtigen Weg. Wenn das Auto nicht mehr selbstverständlich ist, sondern begründet und verteidigt werden muss, dann kann etwas neues entstehen.</p><p><strong>Das Narrativ der Technologie Auto ist auserzählt.</strong> Freiheit und Wohlstand waren seine Themen, Vernetzung und Teilhabe. Fun fact: Die Scheidungsrate korreliert mit der Anzahl der Autos; Beweglichkeit wirkt. Das neue Narrativ der Mobilität: Autos schaden uns mehr als sie uns nützen. In einer vernetzten Mobilität der Zukunft reichen 25% der heutigen Autos, um ohne Einschränkungen mobil zu sein. Der Rest steht herum, raubt Platz, dominiert unser Bild von Straßen, Städten und Raum. In Berlin allein sind das 900.000 Fahrzeuge. Einfach überflüssig. Aber wir glauben immer noch, uns würde etwas weggenommen, wenn Parkplätze entfallen (Übersetze: Wenn wir Raum für Menschen gewinnen), Fahrspuren aufgehoben werden (Fahrradfahrende sicher unterwegs sein können), etc. Es ist ein Prozess. Und er wird dauern. Aber er ist nicht mehr aufzuhalten. In 15 Jahren, so die Einschätzung von Andreas, werden unsere Städte anders aussehen als heute. Eben doch kein Autoland.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/andreas-knie/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Andreas Knie,</a> Leiter der Forschungsgruppe "Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung" am <a href="https://www.wzb.eu/de/personen/andreas-knie" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung - WZB</a>, Professor für Soziologie an der TU Berlin</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">ec1748a2-e9ec-4d93-9836-30e04b232bb4</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1ce90900-dc9c-4513-8b9d-ab6d409f1c0e/4QGfXz6hAg8ZFRIqtRt3H6st.jpg"/><pubDate>Thu, 30 May 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/18a3680b-6805-48f3-896c-db976a185a92/Folge-209-Knie.mp3" length="86270039" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:56</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>209</itunes:episode><podcast:episode>209</podcast:episode></item><item><title>#208 VersicherungsFan Daniel Feyler - über die sinnvolle Zukunft eines schlechten Geschäfts</title><itunes:title>#208 VersicherungsFan Daniel Feyler - über die sinnvolle Zukunft eines schlechten Geschäfts</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Daniel Feyler ist bekennender Versicherungsfan,</strong> seit Jahren in der Branche tätig, Schwerpunkt Startups und Innovationen. Er sagt: Das Prinzip Versicherung ist sinnvoll und extrem zukunftsfähig, wenn es auch in der Regel ein schlechtes Geschäft ist. Versicherungen gleichen Schäden aus, sie nehmen dafür Prämien - und machen Gewinn. Für die Versicherten also immer ein schlechtes Geschäft. Allerdings an der richtigen Stelle auch ein notwendiges. Daniels Faustregel zur Bestimmung des eigenen Risikos: Würde dich der Schaden in den Ruin treiben oder könntest du ihn zähneknirschend selbst begleichen? Das eine bitte versichern, das andere nicht. Das Haus gegen Feuer absichern, aber das Handy …?</p><p>Vor wenigen Jahren pflegte die Versicherungsbranche noch eine bunte, etwas poppige Vorstellung ihrer Zukunft, in der wir alle auf dem Handy oder auf der Uhr irgendwelche fancy Versicherungen abschließen, die tief in Berlin-Mitte von ein paar Hipstern im Startup-Hub einer ansonsten eher behäbigen Versicherung erdacht wurden. Daran glaubt wohl kaum ein Mensch mehr. Es ist ja auch kein Versicherer aus dem Markt gedrängt worden. Soweit hat die Disruption schon mal nicht funktioniert. Andererseits hat die InsurTech-Welle der Mitte der 10er Jahre bei den Versicherungen enorme Investitionen in IT ausgelöst. Daniel betont, dass es diese ohne die InsurTechs wahrscheinlich nicht gegeben hätte.</p><p><strong>Und die InsurTechs selbst? </strong>Viele InsurTechs sind hart mit der Realität in Kontakt gekommen. Daniel sieht hier vor allem die Regulatorik wirken. Vor wenigen Jahren noch als Geißel beklagt, hat sie sich für die Versicherungen auch als Schutz erwiesen, als Barriere gegen Disruption von außen. Fast alle IsurTechs, die selber als Versicherer Kunden gewinnen wollten, haben ihr Geschäftsmodell inzwischen umgestellt und arbeiten in Kooperation mit den Versicherern. Die InsurTechs sind vielfach ausgelagerte Technologiezentren der etablierten Großen geworden.</p><p><strong>Die zentrale Zukunftsfrage der Versicherung ist technologiegetrieben.</strong> Die intelligente Analytik wird immer feiner, die Bewertung einzelner Risiken immer genauer. Versicherungen können immer präziser bestimmen, welches „gute“ Risiken sind und welche nicht. Kurzfristig verbessert das die Bilanz. Langfristig kann das Prinzip Versicherung damit dem eigenen Erfolg zum Opfer fallen. Stabilität, Sicherheit und Gemeinschaft machen das Prinzip der Versicherung aus. Wenn Gemeinschaft irgendwann darin besteht, dass nur noch bestimmte Einzelrisiken versicherbar sind (und das auch noch diejenigen sind, die kaum ein tiefes Risiko darstellen), höhlt sich die Versicherungswirtschaft selbst aus. Lösung? Offen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.danielfeyler.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniel Feyler,</a> Co-Founder und Gesellschafter des InsurTechs&nbsp;<a href="https://www.eprimus.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ePrimus</a>&nbsp;und investiert als Business Angel in weitere InsurTechs.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Daniel Feyler ist bekennender Versicherungsfan,</strong> seit Jahren in der Branche tätig, Schwerpunkt Startups und Innovationen. Er sagt: Das Prinzip Versicherung ist sinnvoll und extrem zukunftsfähig, wenn es auch in der Regel ein schlechtes Geschäft ist. Versicherungen gleichen Schäden aus, sie nehmen dafür Prämien - und machen Gewinn. Für die Versicherten also immer ein schlechtes Geschäft. Allerdings an der richtigen Stelle auch ein notwendiges. Daniels Faustregel zur Bestimmung des eigenen Risikos: Würde dich der Schaden in den Ruin treiben oder könntest du ihn zähneknirschend selbst begleichen? Das eine bitte versichern, das andere nicht. Das Haus gegen Feuer absichern, aber das Handy …?</p><p>Vor wenigen Jahren pflegte die Versicherungsbranche noch eine bunte, etwas poppige Vorstellung ihrer Zukunft, in der wir alle auf dem Handy oder auf der Uhr irgendwelche fancy Versicherungen abschließen, die tief in Berlin-Mitte von ein paar Hipstern im Startup-Hub einer ansonsten eher behäbigen Versicherung erdacht wurden. Daran glaubt wohl kaum ein Mensch mehr. Es ist ja auch kein Versicherer aus dem Markt gedrängt worden. Soweit hat die Disruption schon mal nicht funktioniert. Andererseits hat die InsurTech-Welle der Mitte der 10er Jahre bei den Versicherungen enorme Investitionen in IT ausgelöst. Daniel betont, dass es diese ohne die InsurTechs wahrscheinlich nicht gegeben hätte.</p><p><strong>Und die InsurTechs selbst? </strong>Viele InsurTechs sind hart mit der Realität in Kontakt gekommen. Daniel sieht hier vor allem die Regulatorik wirken. Vor wenigen Jahren noch als Geißel beklagt, hat sie sich für die Versicherungen auch als Schutz erwiesen, als Barriere gegen Disruption von außen. Fast alle IsurTechs, die selber als Versicherer Kunden gewinnen wollten, haben ihr Geschäftsmodell inzwischen umgestellt und arbeiten in Kooperation mit den Versicherern. Die InsurTechs sind vielfach ausgelagerte Technologiezentren der etablierten Großen geworden.</p><p><strong>Die zentrale Zukunftsfrage der Versicherung ist technologiegetrieben.</strong> Die intelligente Analytik wird immer feiner, die Bewertung einzelner Risiken immer genauer. Versicherungen können immer präziser bestimmen, welches „gute“ Risiken sind und welche nicht. Kurzfristig verbessert das die Bilanz. Langfristig kann das Prinzip Versicherung damit dem eigenen Erfolg zum Opfer fallen. Stabilität, Sicherheit und Gemeinschaft machen das Prinzip der Versicherung aus. Wenn Gemeinschaft irgendwann darin besteht, dass nur noch bestimmte Einzelrisiken versicherbar sind (und das auch noch diejenigen sind, die kaum ein tiefes Risiko darstellen), höhlt sich die Versicherungswirtschaft selbst aus. Lösung? Offen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.danielfeyler.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniel Feyler,</a> Co-Founder und Gesellschafter des InsurTechs&nbsp;<a href="https://www.eprimus.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ePrimus</a>&nbsp;und investiert als Business Angel in weitere InsurTechs.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">d761520f-d3af-424f-8d9e-a839c9f9ad4c</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/fb7a73c5-ebf8-4b0c-a4c9-97cd878b4dfe/iNZKl4NxZ-tk4s5cL6JyjlAe.jpg"/><pubDate>Thu, 23 May 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/79f35189-acf6-4cdb-b6f2-45bb9a9d3f51/Folge-208-Feyler.mp3" length="75712390" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:26</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>208</itunes:episode><podcast:episode>208</podcast:episode></item><item><title>#207 Julian Zuber @GermanZero: Ein Paket Klimagesetze gefällig?</title><itunes:title>#207 Julian Zuber @GermanZero: Ein Paket Klimagesetze gefällig?</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Am Ende ist es doch überall so:</strong> Schaut man genauer hin, wird es komplex. Jedenfalls beim Klima ist es so, präziser: Beim Klimaschutz, den wir schon lange besser "Zivilisationsschutz" nennen sollten, denn dem Klima ... nun ja, ist es ja eher egal. Nur uns nicht. Julian Zuber hat daher GermanZero mit auf den Weg gebracht. GermanZero schreibt Gesetze für Klimaschutz und organisiert die passende Graswurzelbewegung dazu. </p><p><strong>Tun wir genug?</strong> Sind wir schnell genug? Halten wir 1,5 Grad? Nein, nein und nochmals nein. Aber sind Demonstrationen und Klimastreiks deshalb ohne Wirkung? Auch nein. Druck wirkt. Klimaklagen wirken, zuallererst natürlich die von Roda Verheyen, ausführlich <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-180/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier im Podcast</a> diskutiert. Germanzero arbeitet mit Kommunen, der Zivilgesellschaft und der Politik zusammen, um realistische, aber ambitionierte Pfade zu einer klimaneutralen Zukunft zu gestalten. Von „Local Zero“ Netzwerken, die lokal agieren, bis hin zu politischen Forderungen, die auf nationaler Ebene Druck machen</p><p><strong>Wann haben wir eigentlich angefangen, Klimaschutz als "links-grünes" Projekt zu verstehen?</strong> Aus im Grunde jeder demokratischen Perspektive heraus müsste Klimaschutz ein attraktives Ziel ergeben. Freiheit für die Liberalen, Bewahrung für die Konservativen, Respekt vor der Schöpfung für die Religiösen. Julian schaut auf die europäische Diskussion und stellt fest, dass Klima dort kein linkes Projekt ist, sondern das ist ein mehrheitliches Projekt, "auch gerade von den Konservativen, wo also wirklich mehrheitlich die Demokraten an Bord sind und das unterstützen, dass wir hier sehr, sehr schnell klimaneutral werden."</p><p><strong>Was hilft im Dialog mit der Politik? </strong>Verstehen der menschlichen Situation der Politiker:innen und Kompetenz in Sachen Komplexität. Die Klimaschutz-geleitete Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft ist komplex, da braucht auch der professionelle politische Betrieb Unterstützung. </p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/julianzuber/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Julian Zuber</a>, Gründer und Geschäftsführer von <a href="https://germanzero.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">GermanZero</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Ende ist es doch überall so:</strong> Schaut man genauer hin, wird es komplex. Jedenfalls beim Klima ist es so, präziser: Beim Klimaschutz, den wir schon lange besser "Zivilisationsschutz" nennen sollten, denn dem Klima ... nun ja, ist es ja eher egal. Nur uns nicht. Julian Zuber hat daher GermanZero mit auf den Weg gebracht. GermanZero schreibt Gesetze für Klimaschutz und organisiert die passende Graswurzelbewegung dazu. </p><p><strong>Tun wir genug?</strong> Sind wir schnell genug? Halten wir 1,5 Grad? Nein, nein und nochmals nein. Aber sind Demonstrationen und Klimastreiks deshalb ohne Wirkung? Auch nein. Druck wirkt. Klimaklagen wirken, zuallererst natürlich die von Roda Verheyen, ausführlich <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-180/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier im Podcast</a> diskutiert. Germanzero arbeitet mit Kommunen, der Zivilgesellschaft und der Politik zusammen, um realistische, aber ambitionierte Pfade zu einer klimaneutralen Zukunft zu gestalten. Von „Local Zero“ Netzwerken, die lokal agieren, bis hin zu politischen Forderungen, die auf nationaler Ebene Druck machen</p><p><strong>Wann haben wir eigentlich angefangen, Klimaschutz als "links-grünes" Projekt zu verstehen?</strong> Aus im Grunde jeder demokratischen Perspektive heraus müsste Klimaschutz ein attraktives Ziel ergeben. Freiheit für die Liberalen, Bewahrung für die Konservativen, Respekt vor der Schöpfung für die Religiösen. Julian schaut auf die europäische Diskussion und stellt fest, dass Klima dort kein linkes Projekt ist, sondern das ist ein mehrheitliches Projekt, "auch gerade von den Konservativen, wo also wirklich mehrheitlich die Demokraten an Bord sind und das unterstützen, dass wir hier sehr, sehr schnell klimaneutral werden."</p><p><strong>Was hilft im Dialog mit der Politik? </strong>Verstehen der menschlichen Situation der Politiker:innen und Kompetenz in Sachen Komplexität. Die Klimaschutz-geleitete Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft ist komplex, da braucht auch der professionelle politische Betrieb Unterstützung. </p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/julianzuber/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Julian Zuber</a>, Gründer und Geschäftsführer von <a href="https://germanzero.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">GermanZero</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">166f9e3d-ea27-415e-9ff3-eaf4e4c502d2</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3d5256f3-cddb-4833-a53f-229992c94613/aqshxvv6rPo0Z5MO0M9b4i1d.jpg"/><pubDate>Thu, 16 May 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/93c0051e-285d-4222-9825-499f7a077f85/Folge-207-Zuber.mp3" length="77471998" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:21</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>207</itunes:episode><podcast:episode>207</podcast:episode></item><item><title>#206 Julia Moritz &amp; Mathias Harrassowitz - Lernen ist gefährlich</title><itunes:title>#206 Julia Moritz &amp; Mathias Harrassowitz - Lernen ist gefährlich</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Lernen ist gefährlich?</strong> Und wie! Jedenfalls für die Strukturen, die erstarrt sind. Für die Kulturen, die es nicht aushalten, wenn man sie hinterfragt. Für die Organisationen, die nur stabil und sicher funktionieren, wenn alles immer „Weiter so!“ geht. Julia Moritz und Mathias Harrassowitz diskutieren mit Michael über das Lernen in Organisationen. Und wer sich über die Naturgeräusche im Hintergrund wundert: Dies ist die jährliche Folge aus Portugal, vom Future Camp von „Carls-Zukunft“.</p><p><strong>Um Missverständnisse zu vermeiden:</strong> Wir sprechen hier nicht über „Excel für Fortgeschrittene 2“ oder „Kritikgespräche richtig führen“. Da, wo es um schlichte Wissensvermittlung geht, passiert hoffentlich auch mehr als nur die Übergabe des Zertifikats. Julia, Mathias und Michael sprechen über Lernprozesse, die tiefer gehen, die Struktur und Vision eines Unternehmens in Frage stellen und damit weiter voran treiben. Diese sind gefährlich - siehe oben - und sind zugleich notwendig.&nbsp;</p><p><strong>Eine gängige Schulweisheit zu Lernen und Entwicklung von Organisationen lautet:</strong> In Krisen, da geht etwas. In Corona-Zeiten, da sind wir alle zu Home-Officers geworden. Wie nachhaltig das war, sehen wir heute, wo ein großes Unternehmen nach dem anderen versucht, die Menschen wieder in die Büros zu beordern, wo sie vermeintlich besser kontrolliert werden können. Als ob sie dessen bedürften… Krise führt eben nicht zum echten Lernen, Krise bestätigt eher die Rahmenbedingungen, nach der Krise ist nach der Ausnahme, zurück zur Normalität. In der Krise verändere ich mein Verhalten, aber ich habe meist keinen Raum für echte Lernprozesse. Es entsteht nichts Neues. Ausnahmen bestätigen die Regel.&nbsp;</p><p><strong>Wie aber trete ich einen Lernprozess los, wenn gerade keine Krise ist?</strong> Wie setzen wir eine Entwicklung des kollektiven Gehirns einer Organisation in Gang? Spätestens das lenkt den Gedanken auf Menschen in Führung und hierarchischer Verantwortung. Eine der zentralen Thesen der Zukunftsdiskussion auf dem Future Camp: Letztlich sind nachhaltige Entwicklung einer Organisation und ihr großer Lernprozess identisch. Es geht um die schlicht anmutende Frage: Wie machen wir es ein Stück wahrscheinlicher, dass die Organisation auf eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft blicken kann - und diese auch erreicht? Klassische Hierarchie neigt oft dazu, diese Prozesse zu bremsen, schließlich stehen die eigene Karriere und die Rahmenbedingungen der eigenen Bedeutung in Frage. Womöglich sogar der Dienstwagen! Gleichzeitig braucht es den Anstoß und Antrieb, den Raum und die Kultur, um allen in der Organisation den Platz zu geben, die Organisation voranzutreiben.&nbsp;</p><p>Julia Moritz, Mathias Harrassowitz und Michael Carl sind Hosts der Transformationsplattform <a href="https://carls-zukunft.de/the-elephant" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„The Elephant“</a>.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lernen ist gefährlich?</strong> Und wie! Jedenfalls für die Strukturen, die erstarrt sind. Für die Kulturen, die es nicht aushalten, wenn man sie hinterfragt. Für die Organisationen, die nur stabil und sicher funktionieren, wenn alles immer „Weiter so!“ geht. Julia Moritz und Mathias Harrassowitz diskutieren mit Michael über das Lernen in Organisationen. Und wer sich über die Naturgeräusche im Hintergrund wundert: Dies ist die jährliche Folge aus Portugal, vom Future Camp von „Carls-Zukunft“.</p><p><strong>Um Missverständnisse zu vermeiden:</strong> Wir sprechen hier nicht über „Excel für Fortgeschrittene 2“ oder „Kritikgespräche richtig führen“. Da, wo es um schlichte Wissensvermittlung geht, passiert hoffentlich auch mehr als nur die Übergabe des Zertifikats. Julia, Mathias und Michael sprechen über Lernprozesse, die tiefer gehen, die Struktur und Vision eines Unternehmens in Frage stellen und damit weiter voran treiben. Diese sind gefährlich - siehe oben - und sind zugleich notwendig.&nbsp;</p><p><strong>Eine gängige Schulweisheit zu Lernen und Entwicklung von Organisationen lautet:</strong> In Krisen, da geht etwas. In Corona-Zeiten, da sind wir alle zu Home-Officers geworden. Wie nachhaltig das war, sehen wir heute, wo ein großes Unternehmen nach dem anderen versucht, die Menschen wieder in die Büros zu beordern, wo sie vermeintlich besser kontrolliert werden können. Als ob sie dessen bedürften… Krise führt eben nicht zum echten Lernen, Krise bestätigt eher die Rahmenbedingungen, nach der Krise ist nach der Ausnahme, zurück zur Normalität. In der Krise verändere ich mein Verhalten, aber ich habe meist keinen Raum für echte Lernprozesse. Es entsteht nichts Neues. Ausnahmen bestätigen die Regel.&nbsp;</p><p><strong>Wie aber trete ich einen Lernprozess los, wenn gerade keine Krise ist?</strong> Wie setzen wir eine Entwicklung des kollektiven Gehirns einer Organisation in Gang? Spätestens das lenkt den Gedanken auf Menschen in Führung und hierarchischer Verantwortung. Eine der zentralen Thesen der Zukunftsdiskussion auf dem Future Camp: Letztlich sind nachhaltige Entwicklung einer Organisation und ihr großer Lernprozess identisch. Es geht um die schlicht anmutende Frage: Wie machen wir es ein Stück wahrscheinlicher, dass die Organisation auf eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft blicken kann - und diese auch erreicht? Klassische Hierarchie neigt oft dazu, diese Prozesse zu bremsen, schließlich stehen die eigene Karriere und die Rahmenbedingungen der eigenen Bedeutung in Frage. Womöglich sogar der Dienstwagen! Gleichzeitig braucht es den Anstoß und Antrieb, den Raum und die Kultur, um allen in der Organisation den Platz zu geben, die Organisation voranzutreiben.&nbsp;</p><p>Julia Moritz, Mathias Harrassowitz und Michael Carl sind Hosts der Transformationsplattform <a href="https://carls-zukunft.de/the-elephant" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„The Elephant“</a>.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">47d4645a-380b-4870-81d1-55d2d53dc45a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1addf607-a92e-4d0e-9f52-41ba8d6f50dc/cODenvZkmGVuxMngQXDXRQmr.jpg"/><pubDate>Thu, 09 May 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/4f812535-213d-4273-9581-8a62e83c878d/Folge-206-Marvao-2024.mp3" length="87982000" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>45:49</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>206</itunes:episode><podcast:episode>206</podcast:episode></item><item><title>#205 David Schraven @ Correctiv: Über dem Abgrund AfD kann man nicht tanzen</title><itunes:title>#205 David Schraven @ Correctiv: Über dem Abgrund AfD kann man nicht tanzen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Faschisten machen Faschistensachen. </strong>Soweit so erwartbar. Weniger erwartbar war der 10. Januar 2024. Eine Zäsur in der politischen Landschaft. An diesem Tag hat Correctiv erstmals über das Geheimtreffen von AfD-Politikern, der Identitäten Bewegung und weiteren Faschisten berichtet. Gründer und Kopf von Correctiv ist David Schraven. Er sagt: Was ihn an diesem Treffen am Ende doch überrascht hat, war die Offenheit, mit der über die Vertreibung von Millionen Deutschen gesprochen wurde. Als wäre das ganz normal.&nbsp;</p><p><strong>David betont:</strong> Natürlich sind wir alle für Meinungsfreiheit, wir sind aber auch nicht dumm. Darum ist es zwingend nötig, ein Verbot der AfD auf den Weg zu bringen. Das wird dauern, aber es kommt. Es muss kommen. Denn: Die AfD plant nichts weiter als echten Verrat.&nbsp;</p><p><strong>Warum tun wir uns so schwer, diesen Verrat als solche zu benennen?</strong> Davids These: Hier ist ein Abgrund. Das ist schauerlich - und es ist viel leichter wegzusehen als angemessen zu reagieren, zumal die angemessene Reaktion auf Faschismus und Landesverrat eine harte ist. Es sind Verräter. Die Konsequenzen sind entsprechend hart und böse. Mit Verrätern geht man um wie mit Verrätern. Die gehen in den Knast.&nbsp;Vor dieser Erkenntnis erschrecken wir. Man möchte so einen Vorwurf nicht machen. Aber es wird immer offensichtlicher; so offensichtlich, dass wir uns es nicht mehr mit der Batikgruppe schön tanzen können. </p><p><strong>Ein Problem: </strong>Unsere Wirklichkeit ist dem nicht angemessen. Der Abgrund steht im Widerspruch zu unserer Welt, die wir erleben. Wir können immer noch in die Gartenkneipe gehen und eine Weißweinschorle genießen. Wir reden über eine neue Realität - nur wir verstehen sie nicht.&nbsp;</p><p>Auf zweiten Blick geht es beim Verrat der Faschisten nicht nur um Spionage und Schmiergeld. David schlägt den Bogen über die EU und den wirren Plan eines DEXITs, den russischen Krieg, die Abhängigkeit Teslas von China und die im Bau befindliche chinesische Flotte von Autotransportern. Das Spiel, dessen Zeuge wir gerade werden, ist groß. Und alles, wofür die AfD darin steht, wird und soll unser Land schwächen, sorgt für Armut und spielt den Interessen anderer Länder in die Karten. Zufällig genau der Länder, die mit Schmiergeldzahlungen und Spionage in Verbindung gebracht werden.&nbsp;</p><p>Der Gedanke, dass die russische Invasion 2022 den Krieg mit der Ukraine nicht beginnen, sondern beenden sollte, stammt aus dem Buch: Oksana Sabuschko: Die längste Buchtour: Essay.&nbsp;</p><p><strong>Zum Thema Fakenews hat David dieses Essay verfasst:</strong> <a href="https://correctiv.org/fakenews/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://correctiv.org/fakenews/</a></p><p><strong>Informationen zum Thema Bias finden sich hier:</strong> <a href="https://correctiv.org/media/vis/online-comic-book-der-beeinflussugsapparat/0/index.html#84" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://correctiv.org/media/vis/online-comic-book-der-beeinflussugsapparat/0/index.html#84</a></p><p><strong>Zu Gast:</strong> David Schraven, Gründer, Geschäftsführer und Kopf von <a href="https://correctiv.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Correctiv</a>. </p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Faschisten machen Faschistensachen. </strong>Soweit so erwartbar. Weniger erwartbar war der 10. Januar 2024. Eine Zäsur in der politischen Landschaft. An diesem Tag hat Correctiv erstmals über das Geheimtreffen von AfD-Politikern, der Identitäten Bewegung und weiteren Faschisten berichtet. Gründer und Kopf von Correctiv ist David Schraven. Er sagt: Was ihn an diesem Treffen am Ende doch überrascht hat, war die Offenheit, mit der über die Vertreibung von Millionen Deutschen gesprochen wurde. Als wäre das ganz normal.&nbsp;</p><p><strong>David betont:</strong> Natürlich sind wir alle für Meinungsfreiheit, wir sind aber auch nicht dumm. Darum ist es zwingend nötig, ein Verbot der AfD auf den Weg zu bringen. Das wird dauern, aber es kommt. Es muss kommen. Denn: Die AfD plant nichts weiter als echten Verrat.&nbsp;</p><p><strong>Warum tun wir uns so schwer, diesen Verrat als solche zu benennen?</strong> Davids These: Hier ist ein Abgrund. Das ist schauerlich - und es ist viel leichter wegzusehen als angemessen zu reagieren, zumal die angemessene Reaktion auf Faschismus und Landesverrat eine harte ist. Es sind Verräter. Die Konsequenzen sind entsprechend hart und böse. Mit Verrätern geht man um wie mit Verrätern. Die gehen in den Knast.&nbsp;Vor dieser Erkenntnis erschrecken wir. Man möchte so einen Vorwurf nicht machen. Aber es wird immer offensichtlicher; so offensichtlich, dass wir uns es nicht mehr mit der Batikgruppe schön tanzen können. </p><p><strong>Ein Problem: </strong>Unsere Wirklichkeit ist dem nicht angemessen. Der Abgrund steht im Widerspruch zu unserer Welt, die wir erleben. Wir können immer noch in die Gartenkneipe gehen und eine Weißweinschorle genießen. Wir reden über eine neue Realität - nur wir verstehen sie nicht.&nbsp;</p><p>Auf zweiten Blick geht es beim Verrat der Faschisten nicht nur um Spionage und Schmiergeld. David schlägt den Bogen über die EU und den wirren Plan eines DEXITs, den russischen Krieg, die Abhängigkeit Teslas von China und die im Bau befindliche chinesische Flotte von Autotransportern. Das Spiel, dessen Zeuge wir gerade werden, ist groß. Und alles, wofür die AfD darin steht, wird und soll unser Land schwächen, sorgt für Armut und spielt den Interessen anderer Länder in die Karten. Zufällig genau der Länder, die mit Schmiergeldzahlungen und Spionage in Verbindung gebracht werden.&nbsp;</p><p>Der Gedanke, dass die russische Invasion 2022 den Krieg mit der Ukraine nicht beginnen, sondern beenden sollte, stammt aus dem Buch: Oksana Sabuschko: Die längste Buchtour: Essay.&nbsp;</p><p><strong>Zum Thema Fakenews hat David dieses Essay verfasst:</strong> <a href="https://correctiv.org/fakenews/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://correctiv.org/fakenews/</a></p><p><strong>Informationen zum Thema Bias finden sich hier:</strong> <a href="https://correctiv.org/media/vis/online-comic-book-der-beeinflussugsapparat/0/index.html#84" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://correctiv.org/media/vis/online-comic-book-der-beeinflussugsapparat/0/index.html#84</a></p><p><strong>Zu Gast:</strong> David Schraven, Gründer, Geschäftsführer und Kopf von <a href="https://correctiv.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Correctiv</a>. </p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">5a2d1fd4-c980-4598-826f-24200aaad061</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/97c0c9cd-e5f4-42a6-9836-5b767362b65a/Uv7WrbzjAwf0CIeK24I_m4FZ.jpg"/><pubDate>Thu, 02 May 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/2802ba21-303c-420f-acc8-cc9343281993/Folge-205-Schraven.mp3" length="81562147" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:29</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>205</itunes:episode><podcast:episode>205</podcast:episode></item><item><title>#204 Isabelle Stadelmann-Steffen: Was den Wandel möglich macht</title><itunes:title>#204 Isabelle Stadelmann-Steffen: Was den Wandel möglich macht</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Vorab:</strong> Menschen sind nicht gut darin, sich zu verändern. Mindestens nicht in Gruppen. Isabelle beschreibt, wie diese Beobachtung mit Verunsicherung zusammenhängt. Der Wandel nimmt mir das vertraute - und dann? Erfolgreiche Veränderungen brauchen einen Bürgen. Sie brauchen jemanden, der glaubwürdig ist und sich öffentlich für den Wandel verbürgt. Dann kann es gehen. Isabelle Stadelmann-Steffen ist Politologin und forscht an der Universität Bern. Sie sagt: Es braucht „cues“ und das sind im politischen Betrieb oft die Parteien. Jemand muss das Gefühl von Sicherheit stiften.&nbsp;</p><p><strong>Eine weitere Strategie</strong> bezieht sich auf den Zuschnitt von Veränderungen. Die Chancen auf Wandel steigen immer dann, wenn der Mensch einem Vorhaben aus ganz unterschiedlichen Gründen zustimmen kann. Am Beispiel der Energiewende: Ich kann Windräder aus Gründen des Klimaschutzes gut finden, oder wegen der Energiesicherheit. Oder wegen der niedrigen Kosen für Strom. Wer sein Vorhaben richtig zuschneidet, vergrößert die Chancen auf eine Realisierung.&nbsp;</p><p><strong>Isabelle zeigt,</strong> wie Menschen in der Regel Kosten und Nutzen abwägen. Hier entscheidet es sich. Unter dem Begriff der Kosten fasst Isabelle die kurzfristige Effekte zusammen, Mehrkosten aber auch Aufwand. Die Mühe, sich verändern zu müssen. Der Nutzen bezieht sich viel häufiger auf Werte und Einstellungen - er entsteht aber erst langfristig. Das sind schlechte Startvoraussetzungen für Wandel. Zumal sich Menschen als sehr empfindlich zeigen, wenn sie die Kosten nicht gleich verteilt fühlen. Warum darf der Reichere noch fliegen, wenn ich im Land den Zug nehmen muss? Ein weiteres Argument für die politische Steuerung. Isabelle formuliert ganz klar: Eigenverantwortung reicht nicht. Es braucht politische Entscheidungen durchaus Top-down, um Fairness zu schaffen, um Klarheit zu erzeugen und Anreize zu setzen. Die Abwägung zwischen Kosten und Nutzen muss nicht individuell erfolgen, sondern auf der politischen Ebene. Wandel im großen Maßstab findet sonst nicht statt.&nbsp;</p><p><strong>Ganz praktisch: </strong>Wer Wandel fördern will, muss in Alternativen sprechen. Wollen wir diese Zukunft oder jene? Im Alltag sind die Alternativen dabei häufig falsch gewählt. Wer sich um ein neues Windrad streitet, kann nicht „Heutige Landschaft“ vs. „“Windrad“ gegenüberstellen. Die richtigen Alternativen liegen oft in der Zukunft. „Diese Landschaft, gezeichnet vom Klimawandel“ vs. „Etwas weniger gezeichnet, dafür mit Windrad“. Und das am besten noch auf einer emotionalen Ebene. Isabelles Untersuchungen zeigen: Es ist weniger wichtig, ob es eine Maßnahme tatsächlich braucht. Viel entscheidender ist: Denke ich, dass es die Maßnahme braucht? Das Emotionale ist handlungsleitender, auch wenn es das Rationale dazu auch noch braucht.</p><p><strong>Zu Gast: </strong>Professorin <a href="https://www.linkedin.com/in/isabelle-stadelmann-steffen-5835b5282/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Isabelle Stadelmann-Steffen</a>, Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorab:</strong> Menschen sind nicht gut darin, sich zu verändern. Mindestens nicht in Gruppen. Isabelle beschreibt, wie diese Beobachtung mit Verunsicherung zusammenhängt. Der Wandel nimmt mir das vertraute - und dann? Erfolgreiche Veränderungen brauchen einen Bürgen. Sie brauchen jemanden, der glaubwürdig ist und sich öffentlich für den Wandel verbürgt. Dann kann es gehen. Isabelle Stadelmann-Steffen ist Politologin und forscht an der Universität Bern. Sie sagt: Es braucht „cues“ und das sind im politischen Betrieb oft die Parteien. Jemand muss das Gefühl von Sicherheit stiften.&nbsp;</p><p><strong>Eine weitere Strategie</strong> bezieht sich auf den Zuschnitt von Veränderungen. Die Chancen auf Wandel steigen immer dann, wenn der Mensch einem Vorhaben aus ganz unterschiedlichen Gründen zustimmen kann. Am Beispiel der Energiewende: Ich kann Windräder aus Gründen des Klimaschutzes gut finden, oder wegen der Energiesicherheit. Oder wegen der niedrigen Kosen für Strom. Wer sein Vorhaben richtig zuschneidet, vergrößert die Chancen auf eine Realisierung.&nbsp;</p><p><strong>Isabelle zeigt,</strong> wie Menschen in der Regel Kosten und Nutzen abwägen. Hier entscheidet es sich. Unter dem Begriff der Kosten fasst Isabelle die kurzfristige Effekte zusammen, Mehrkosten aber auch Aufwand. Die Mühe, sich verändern zu müssen. Der Nutzen bezieht sich viel häufiger auf Werte und Einstellungen - er entsteht aber erst langfristig. Das sind schlechte Startvoraussetzungen für Wandel. Zumal sich Menschen als sehr empfindlich zeigen, wenn sie die Kosten nicht gleich verteilt fühlen. Warum darf der Reichere noch fliegen, wenn ich im Land den Zug nehmen muss? Ein weiteres Argument für die politische Steuerung. Isabelle formuliert ganz klar: Eigenverantwortung reicht nicht. Es braucht politische Entscheidungen durchaus Top-down, um Fairness zu schaffen, um Klarheit zu erzeugen und Anreize zu setzen. Die Abwägung zwischen Kosten und Nutzen muss nicht individuell erfolgen, sondern auf der politischen Ebene. Wandel im großen Maßstab findet sonst nicht statt.&nbsp;</p><p><strong>Ganz praktisch: </strong>Wer Wandel fördern will, muss in Alternativen sprechen. Wollen wir diese Zukunft oder jene? Im Alltag sind die Alternativen dabei häufig falsch gewählt. Wer sich um ein neues Windrad streitet, kann nicht „Heutige Landschaft“ vs. „“Windrad“ gegenüberstellen. Die richtigen Alternativen liegen oft in der Zukunft. „Diese Landschaft, gezeichnet vom Klimawandel“ vs. „Etwas weniger gezeichnet, dafür mit Windrad“. Und das am besten noch auf einer emotionalen Ebene. Isabelles Untersuchungen zeigen: Es ist weniger wichtig, ob es eine Maßnahme tatsächlich braucht. Viel entscheidender ist: Denke ich, dass es die Maßnahme braucht? Das Emotionale ist handlungsleitender, auch wenn es das Rationale dazu auch noch braucht.</p><p><strong>Zu Gast: </strong>Professorin <a href="https://www.linkedin.com/in/isabelle-stadelmann-steffen-5835b5282/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Isabelle Stadelmann-Steffen</a>, Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">dc3e8af2-ecfa-46d6-81c8-e95ef252be04</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/853cc679-bf91-482b-87a1-ef33b114af80/PUH9nZz724GTJyEql02fwmYQ.jpg"/><pubDate>Thu, 25 Apr 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/0ddc2e97-07d4-4257-aee8-50b11888d718/Folge-204-Stadelmann.mp3" length="90597589" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:11</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>204</itunes:episode><podcast:episode>204</podcast:episode></item><item><title>#203 Caroline Weimann: JoinPolitics</title><itunes:title>#203 Caroline Weimann: JoinPolitics</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Haben wir einen Fachkräftemangel in der Politik? </strong>Jedenfalls brauchen wir Nachwuchs. Und es scheint, die nächste Generation in der Politik muss mehr können,&nbsp;als die Ochsentour einer klassischen Parteikarriere zu absolvieren. Wer nicht ein paar Jahre Schatzmeister im Kreisverband war, schafft es nie auf einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste … Caroline Weimann lässt das keine Ruhe. Sie hat „JoinPolitics“ gegründet, um andere Talente in den Bundestag zu bringen. Oder in einen Landtag. Jedenfalls in Verantwortung.&nbsp;Wie das gehen kann, erklärt sie im Podcast. </p><p><strong>Caroline sagt:</strong>&nbsp;Politische Herausforderungen werden in den kommenden Jahren genau das, nämlich: herausfordernder. Was wäre, wenn wir nicht Parteisoldaten daran setzen würden, sondern Menschen, die eine Vision umtreibt - und die dann auch noch über die Fähigkeit verfügen, Menschen zu gewinnen, die Ärmel hochzukrempeln und ins Tun zu kommen?</p><p><strong>Ein Lackmus-Test: </strong>Sind Parteiabende so spannend und attraktiv, dass man seine Freunde einladen würde - und sie sogar mitkämen? Andersherum gefragt: Welche Typus Akteur spuckt das heutige politische System einfach direkt wieder aus? Und was müssen wir ändern, damit es die Macher:innen von morgen gerade anzieht?</p><p><strong>Michael und Caroline sprechen über die Zukunft von Politik</strong> - und über die Zukunft in der Politik. Caroline wünscht sich mehr der großen Themen wirklich auf der Agenda. Rente, Biodiversität, Teilhabe. Der Weg dahin führt über ein Zukunftsbild. Was ist die ebenso mögliche wie attraktive Zukunft? Von dort aus wird es uns leichter gelingen, rückwärts zu denken und abzuleiten, was wir heute dafür tun müssen. Leichter, oder vielleicht überhaupt erst.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/caroline-weimann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Caroline Weimann</a>, Gründerin von <a href="https://www.joinpolitics.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">JoinPolitics</a>.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Haben wir einen Fachkräftemangel in der Politik? </strong>Jedenfalls brauchen wir Nachwuchs. Und es scheint, die nächste Generation in der Politik muss mehr können,&nbsp;als die Ochsentour einer klassischen Parteikarriere zu absolvieren. Wer nicht ein paar Jahre Schatzmeister im Kreisverband war, schafft es nie auf einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste … Caroline Weimann lässt das keine Ruhe. Sie hat „JoinPolitics“ gegründet, um andere Talente in den Bundestag zu bringen. Oder in einen Landtag. Jedenfalls in Verantwortung.&nbsp;Wie das gehen kann, erklärt sie im Podcast. </p><p><strong>Caroline sagt:</strong>&nbsp;Politische Herausforderungen werden in den kommenden Jahren genau das, nämlich: herausfordernder. Was wäre, wenn wir nicht Parteisoldaten daran setzen würden, sondern Menschen, die eine Vision umtreibt - und die dann auch noch über die Fähigkeit verfügen, Menschen zu gewinnen, die Ärmel hochzukrempeln und ins Tun zu kommen?</p><p><strong>Ein Lackmus-Test: </strong>Sind Parteiabende so spannend und attraktiv, dass man seine Freunde einladen würde - und sie sogar mitkämen? Andersherum gefragt: Welche Typus Akteur spuckt das heutige politische System einfach direkt wieder aus? Und was müssen wir ändern, damit es die Macher:innen von morgen gerade anzieht?</p><p><strong>Michael und Caroline sprechen über die Zukunft von Politik</strong> - und über die Zukunft in der Politik. Caroline wünscht sich mehr der großen Themen wirklich auf der Agenda. Rente, Biodiversität, Teilhabe. Der Weg dahin führt über ein Zukunftsbild. Was ist die ebenso mögliche wie attraktive Zukunft? Von dort aus wird es uns leichter gelingen, rückwärts zu denken und abzuleiten, was wir heute dafür tun müssen. Leichter, oder vielleicht überhaupt erst.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/caroline-weimann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Caroline Weimann</a>, Gründerin von <a href="https://www.joinpolitics.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">JoinPolitics</a>.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">15ad3e13-4b57-4821-a1b6-395b478b257b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/aacbd850-4eca-4026-a1c5-2463dccb21f0/HmEefpuYmEaTzi0luA8MHiWT.jpg"/><pubDate>Thu, 18 Apr 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/5cc41e88-9d5d-4479-adb6-2dbd9e178be0/Folge-203-Caroline-Weimann.mp3" length="85033716" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:17</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>203</itunes:episode><podcast:episode>203</podcast:episode></item><item><title>#202 Ruth von Heusinger: Verschmutzungsrechte stilllegen.</title><itunes:title>#202 Ruth von Heusinger: Verschmutzungsrechte stilllegen.</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Jede:r einzelne kann einen Unterschied im Kampf gegen die Klimakrise machen.</strong> Davon ist Ruth von Heusinger zutiefst überzeugt. Das hat allerdings einen Preis. Aber es lohnt sich. Der Gewinn sind bessere Lebensbedingungen. Der Preis kann persönlicher Einsatz für das Klima sein, die Umstellung des eigenen Lebensstils oder eben der Erwerb von Verschmutzungsrechten.</p><p><strong>Ruth hat dafür „ForTomorrow“ gegründet. </strong>Sie sammelt Spendengelder und erwirbt dafür bei der EU Verschmutzungsrechte. Tonne für Tonne CO2 und weitere Treibhausgase. Unternehmen in immer mehr Branchen müssen diese Rechte kaufen, um bei der Produktion Treibhausgase ausstoßen zu dürfen. Ruth kauft sie, um sie stillzulegen. Und da die Rechte endlich sind, ist jedes stillgelegte Verschmutzungsrecht eine Tonne CO2, die in Europa nicht ausgestoßen wird.</p><p>Mit den <strong>Verschmutzungsrechten</strong> bringt die EU die Kosten für das Anheizen des Klimawandels in die Bilanzen der Unternehmen. Gibt es noch zu viele davon? Ja. Immer noch zu günstig? Wohl auch ja. Immer noch zu wenige Branchen? Ja. Autoverkehr kommt erst 2027 dazu. Aber das Prinzip steht. Und es wirkt. Ruth betont die mehrfache Wirkung des investierten Geldes: Erst wird das Klima entlastet. Dann sind die Regierungen verpflichtet, die Einnahmen für Klimazwecke zu verwenden. Und wir sorgen handfest für Transformationsanreize in den Unternehmen. Sobald es günstiger ist, Verschmutzungsrechte nicht&nbsp;nutzen zu müssen, sie gar lieber zu verkaufen als selbst einzusetzen, treiben wir die Transformation von Produktion und Konsum voran.</p><p><strong>Ruth hat bislang 18.000 Tonnen CO2 aus dem Spiel genommen.</strong> Ist das Viel oder wenig? Mehr als sie zu Anfang je gedacht hätte, sagt Ruth. Und doch nicht genug. Das gängigste Spendenmodell ist es, wenn Menschen ihre eigenen Fußabdruck eliminieren wollen. Für Menschen in Deutschland heißt das derzeit: 9 Tonnen pro Jahr.</p><p><strong>Der zweite Arm von „ForTomorrow“ widmet sich dem Wald.</strong> Noch gibt es kein effizienteres Werkzeug als Bäume, um CO2 aus der Luft zu filtern. Ruth und ihr Team machen sich auch hier die Wirkungsweise von Ämtern und Gesetzen zu nutzen. Fläche, die einmal als Wald ausgewiesen ist, kann nie wieder etwas anderes werden, so steht es im Gesetz. Also sorgt Ruths Team dafür, dass Flächen zu Wäldern erklärt werden. Die ersten Bäume pflanzt „ForTomorrow“, den Rest macht das Amt für Forstwirtschaft. So geht Arbeit mit dem System.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/ruth-von-heusinger-b888b75a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ruth von Heusinger,</a><strong> </strong>Gründerin und Geschäftsführerin von <a href="https://www.fortomorrow.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ForTomorrow</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jede:r einzelne kann einen Unterschied im Kampf gegen die Klimakrise machen.</strong> Davon ist Ruth von Heusinger zutiefst überzeugt. Das hat allerdings einen Preis. Aber es lohnt sich. Der Gewinn sind bessere Lebensbedingungen. Der Preis kann persönlicher Einsatz für das Klima sein, die Umstellung des eigenen Lebensstils oder eben der Erwerb von Verschmutzungsrechten.</p><p><strong>Ruth hat dafür „ForTomorrow“ gegründet. </strong>Sie sammelt Spendengelder und erwirbt dafür bei der EU Verschmutzungsrechte. Tonne für Tonne CO2 und weitere Treibhausgase. Unternehmen in immer mehr Branchen müssen diese Rechte kaufen, um bei der Produktion Treibhausgase ausstoßen zu dürfen. Ruth kauft sie, um sie stillzulegen. Und da die Rechte endlich sind, ist jedes stillgelegte Verschmutzungsrecht eine Tonne CO2, die in Europa nicht ausgestoßen wird.</p><p>Mit den <strong>Verschmutzungsrechten</strong> bringt die EU die Kosten für das Anheizen des Klimawandels in die Bilanzen der Unternehmen. Gibt es noch zu viele davon? Ja. Immer noch zu günstig? Wohl auch ja. Immer noch zu wenige Branchen? Ja. Autoverkehr kommt erst 2027 dazu. Aber das Prinzip steht. Und es wirkt. Ruth betont die mehrfache Wirkung des investierten Geldes: Erst wird das Klima entlastet. Dann sind die Regierungen verpflichtet, die Einnahmen für Klimazwecke zu verwenden. Und wir sorgen handfest für Transformationsanreize in den Unternehmen. Sobald es günstiger ist, Verschmutzungsrechte nicht&nbsp;nutzen zu müssen, sie gar lieber zu verkaufen als selbst einzusetzen, treiben wir die Transformation von Produktion und Konsum voran.</p><p><strong>Ruth hat bislang 18.000 Tonnen CO2 aus dem Spiel genommen.</strong> Ist das Viel oder wenig? Mehr als sie zu Anfang je gedacht hätte, sagt Ruth. Und doch nicht genug. Das gängigste Spendenmodell ist es, wenn Menschen ihre eigenen Fußabdruck eliminieren wollen. Für Menschen in Deutschland heißt das derzeit: 9 Tonnen pro Jahr.</p><p><strong>Der zweite Arm von „ForTomorrow“ widmet sich dem Wald.</strong> Noch gibt es kein effizienteres Werkzeug als Bäume, um CO2 aus der Luft zu filtern. Ruth und ihr Team machen sich auch hier die Wirkungsweise von Ämtern und Gesetzen zu nutzen. Fläche, die einmal als Wald ausgewiesen ist, kann nie wieder etwas anderes werden, so steht es im Gesetz. Also sorgt Ruths Team dafür, dass Flächen zu Wäldern erklärt werden. Die ersten Bäume pflanzt „ForTomorrow“, den Rest macht das Amt für Forstwirtschaft. So geht Arbeit mit dem System.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/ruth-von-heusinger-b888b75a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ruth von Heusinger,</a><strong> </strong>Gründerin und Geschäftsführerin von <a href="https://www.fortomorrow.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ForTomorrow</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">30631b9a-cf40-4742-8cdf-ab5d5bc9b304</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/dc48e819-90ca-43d3-8ec6-4ae15c6ae695/7FaofT6lx_T2gbSAyHl9g0g-.jpg"/><pubDate>Thu, 11 Apr 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/1f298b0d-bc28-4c99-a015-ad47da98279b/Folge-202-Ruth-von-Heusinger.mp3" length="77329892" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:16</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>202</itunes:episode><podcast:episode>202</podcast:episode></item><item><title>#201 Maximilian Oehl @ Brand New Bundestag: Raus aus der Parteienkrise!</title><itunes:title>#201 Maximilian Oehl @ Brand New Bundestag: Raus aus der Parteienkrise!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Zweifel sind angebracht. </strong>Sind wir angesichts der Krisen und Herausforderungen, die vor uns liegen, mit unserem politischen System wirklich gut aufgestellt? Max jedenfalls teilt diese Zweifel. Seine Gründung „Brand New Bundestag“ soll Menschen in das politische System bringen, die den Mut und die Fähigkeit haben, das System zu hinterfragen und die Strukturen überall dort herauszufordern, wo sie uns nicht mehr dienen. Solche Leute sucht Max. Und er findet sie. Mit diesen Kandidaten arbeitet Brand New Bundestag und unterstützt sie, zum Beispiel durch Öffentlichkeit. Was es wiederum einfacher macht, sich parteiintern durchzusetzen. Die ersten unterstützten Kandidaten haben es bei der vorigen Wahl in den Bundestag geschafft. Mehr sollen folgen.</p><p><strong>Das politische System, das wir haben, fördert das Verlässliche.</strong> Das immer gleiche. Das Berechenbare. Der Konformitätsdruck für Abgeordnete und mehr noch für Kandidat:innen ist krass. Eine Konsequenz: Diverse, profilierte Kandidat:innen aller Parteien hätten an der Urne durchaus Chancen - aber sie kommen dort gar nicht erst hin, weil sie sich vorab in ihrer Partei nicht durchsetzen können. Am Ende bekommen wir immer wieder denselben Partei-fähigen Typus Politiker:in. Max sagt: Die Demokratiekrise, die wir gerade erleben, ist eine Parteienkrise.</p><p><strong>Brand New Bundestag</strong> wurde aus der Erfahrung der Klimabewegung vor der 2021er Bundestagswahl gegründet. Die Klimakrise und die notwendige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft stehen inhaltlich stark im Zentrum. Max erzählt, wie er damals als Berater im Bundestag immer wieder einen Graben erlebt hat: Draußen engagieren sich Menschen und drinnen zucken Abgeordnete mit den Schultern und fragen sich, was ihnen das helfen kann. Zivilgesellschaft und Politik kommen nicht richtig zusammen. Beide tauschen oberflächlich Informationen aus, aber sobald die Tür zugeht, schlägt der politische Betrieb zu. … das kriege ich nicht durch … der Fraktionsvorstand hält das nicht für ein gutes Thema … So mutieren Anhörungen zu Pseudobeteiligungen. Welche Informationen werden eigentlich politisch-strategisch verwendet? Viele Wähler:innen und Engagierte sind frustriert. Was kommt von meiner Botschaft und warum manches nicht?</p><p><strong>Brand New Bundestag </strong>setzt eine Community dagegen, hat progressive Abgeordnete aus allen Parteien (außer der AfD, versteht sich) erst zusammen- und dann mit zivilgesellschaftlichen Akteuren in den Dialog gebracht. Die einen können Bewegungen erzeugen, die anderen Gesetze. Was wird für eine Energie frei, wenn beides koordiniert stattfindet? Die Idee heißt Movement Politics. Die parlamentarische Arbeit als Fortsetzung des zivilgesellschaftlichen Engagements. Letzten Endes, so Max, brauchen wir eine gemeinsame Fortschrittserzählung, die die großen Krisen ernst nimmt und besprechbar macht. Dann lebt die Demokratie.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/maximilian-oehl/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Maximilian Oehl,</a> Co-Initiator &amp; Executive Director @ <a href="https://brandnewbundestag.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Brand New Bundestag</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zweifel sind angebracht. </strong>Sind wir angesichts der Krisen und Herausforderungen, die vor uns liegen, mit unserem politischen System wirklich gut aufgestellt? Max jedenfalls teilt diese Zweifel. Seine Gründung „Brand New Bundestag“ soll Menschen in das politische System bringen, die den Mut und die Fähigkeit haben, das System zu hinterfragen und die Strukturen überall dort herauszufordern, wo sie uns nicht mehr dienen. Solche Leute sucht Max. Und er findet sie. Mit diesen Kandidaten arbeitet Brand New Bundestag und unterstützt sie, zum Beispiel durch Öffentlichkeit. Was es wiederum einfacher macht, sich parteiintern durchzusetzen. Die ersten unterstützten Kandidaten haben es bei der vorigen Wahl in den Bundestag geschafft. Mehr sollen folgen.</p><p><strong>Das politische System, das wir haben, fördert das Verlässliche.</strong> Das immer gleiche. Das Berechenbare. Der Konformitätsdruck für Abgeordnete und mehr noch für Kandidat:innen ist krass. Eine Konsequenz: Diverse, profilierte Kandidat:innen aller Parteien hätten an der Urne durchaus Chancen - aber sie kommen dort gar nicht erst hin, weil sie sich vorab in ihrer Partei nicht durchsetzen können. Am Ende bekommen wir immer wieder denselben Partei-fähigen Typus Politiker:in. Max sagt: Die Demokratiekrise, die wir gerade erleben, ist eine Parteienkrise.</p><p><strong>Brand New Bundestag</strong> wurde aus der Erfahrung der Klimabewegung vor der 2021er Bundestagswahl gegründet. Die Klimakrise und die notwendige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft stehen inhaltlich stark im Zentrum. Max erzählt, wie er damals als Berater im Bundestag immer wieder einen Graben erlebt hat: Draußen engagieren sich Menschen und drinnen zucken Abgeordnete mit den Schultern und fragen sich, was ihnen das helfen kann. Zivilgesellschaft und Politik kommen nicht richtig zusammen. Beide tauschen oberflächlich Informationen aus, aber sobald die Tür zugeht, schlägt der politische Betrieb zu. … das kriege ich nicht durch … der Fraktionsvorstand hält das nicht für ein gutes Thema … So mutieren Anhörungen zu Pseudobeteiligungen. Welche Informationen werden eigentlich politisch-strategisch verwendet? Viele Wähler:innen und Engagierte sind frustriert. Was kommt von meiner Botschaft und warum manches nicht?</p><p><strong>Brand New Bundestag </strong>setzt eine Community dagegen, hat progressive Abgeordnete aus allen Parteien (außer der AfD, versteht sich) erst zusammen- und dann mit zivilgesellschaftlichen Akteuren in den Dialog gebracht. Die einen können Bewegungen erzeugen, die anderen Gesetze. Was wird für eine Energie frei, wenn beides koordiniert stattfindet? Die Idee heißt Movement Politics. Die parlamentarische Arbeit als Fortsetzung des zivilgesellschaftlichen Engagements. Letzten Endes, so Max, brauchen wir eine gemeinsame Fortschrittserzählung, die die großen Krisen ernst nimmt und besprechbar macht. Dann lebt die Demokratie.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/maximilian-oehl/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Maximilian Oehl,</a> Co-Initiator &amp; Executive Director @ <a href="https://brandnewbundestag.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Brand New Bundestag</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">bad46a79-b46c-4146-8cf8-78257d562347</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d95075ee-1826-440a-8f97-707e5c559d7f/cjbsuiMYNnZyxZm95ejCZ77m.jpg"/><pubDate>Thu, 04 Apr 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/8aa91279-ccd6-4b67-913b-30a5956cc6a6/Folge-201-Oehl-Brand-New-Bundestag.mp3" length="76093568" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:38</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>201</itunes:episode><podcast:episode>201</podcast:episode></item><item><title>#200 Anna Alex - The next big thing: Biodiversity</title><itunes:title>#200 Anna Alex - The next big thing: Biodiversity</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Die Klimakrise bestimmt, wie warm es sein wird - dann, wenn wir an der Biodiversitätskrise sterben. </strong>So in Kürze der Zusammenhang zwischen der unterschätzten Krise (Klima) und der dramatisch unterschätzten Krise (Biodiversität). Biodiversität ist das große kommende Thema. Pro Stunde sterben sechs Spezies auf diesem Planeten aus. In den vergangenen 50 Jahren haben wir 70% der Masse an Wirbeltieren verloren. Anna Alex betont: Das waren nicht irgendwelche fernen Vorfahren, das ist jetzt, das sind wir. </p><p><strong>Anna hatte bereits erfolgreich mehrere Startups gegründet, als sie zur Mitgründerin von Nala.earth wurde.</strong> Nala verknüpft Unternehmen mit ihrer natürlichen Umgebung, genauer: Die Software von Nala bringt die Auswirkungen eines Unternehmens auf seine konkrete Umwelt in den Boardroom. Damit wird messbar, was wir sonst de facto oft ignorieren. Die Natur erbringt enorme wirtschaftlich wertvolle Leistungen - und: Zahlreiche Produktionsprozesse sind von der Natur direkt oder indirekt abhängig. Abseits von Ethik und Werten liegt hier eine ganz handfeste Motivation für Unternehmen. Wie groß sind die Abhängigkeiten und Risiken, wo mein Unternehmen mit der Natur interagiert? Nala liefern die Kennzahlen, die es für diese Risikoabschätzung braucht.&nbsp;</p><p><strong>Anna erläutert:</strong> Nur 1% der Fläche Europas ist wilde Natur, in Deutschland sogar nur 0,6%. Alles andere ist gemanaged, als könnten sich Wald, Wiese und Gewässer nicht eigenständig höchst erfolgreich entwickeln. Zugleich erbringt die Natur eine erhebliche Wirtschaftsleistung. Global ist sie doppelt so hoch wie GDP. Anna sagt, Wenn wir die Natur  immer mehr einschränken, steuern, kontrollieren wollen, passt das so einfach nicht zusammen und ist nicht zukunftsfähig.&nbsp;Wenn die Ökosystem-Dienstleistungen doppelt so hoch sind wie die Wirtschaftsleistung, heißt das auch: Berechnen wir die Natur mit ein, ist unsere Wirtschaftsleistung negativ. Mehr als deutlich negativ. So viel zum Narrativ der Industrialisierung, dass wir uns in den vergangenen 200 Jahren Wohlstand und Annehmlichkeiten geschaffen haben …</p><p><strong>Die gute Nachricht:</strong> Dass Biodiversität "the next big thing" ist, realisieren immer mehr Menschen in unternehmerischer Verantwortung. CSRD mag hier zusätzlich helfen. </p><p><strong>Die zweite gute Nachricht: </strong>Anna bietet allen Hörer:innen dieses Podcasts einen kostenlosen Einstieg. Unternehmen können für drei Produktionsstätten eine kostenfreie erste Analyse aus dem System von Nola erhalten. Interesse? Einfach mail an michael@carls-zukunft.de.  </p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/anna-alex/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna Alex, </a>Unternehmerin &amp; Investorin mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Biodiversität und Natur, Co-Founder <a href="https://www.nala.earth" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Nala Earth, </a>Planetly, Outfittery</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Klimakrise bestimmt, wie warm es sein wird - dann, wenn wir an der Biodiversitätskrise sterben. </strong>So in Kürze der Zusammenhang zwischen der unterschätzten Krise (Klima) und der dramatisch unterschätzten Krise (Biodiversität). Biodiversität ist das große kommende Thema. Pro Stunde sterben sechs Spezies auf diesem Planeten aus. In den vergangenen 50 Jahren haben wir 70% der Masse an Wirbeltieren verloren. Anna Alex betont: Das waren nicht irgendwelche fernen Vorfahren, das ist jetzt, das sind wir. </p><p><strong>Anna hatte bereits erfolgreich mehrere Startups gegründet, als sie zur Mitgründerin von Nala.earth wurde.</strong> Nala verknüpft Unternehmen mit ihrer natürlichen Umgebung, genauer: Die Software von Nala bringt die Auswirkungen eines Unternehmens auf seine konkrete Umwelt in den Boardroom. Damit wird messbar, was wir sonst de facto oft ignorieren. Die Natur erbringt enorme wirtschaftlich wertvolle Leistungen - und: Zahlreiche Produktionsprozesse sind von der Natur direkt oder indirekt abhängig. Abseits von Ethik und Werten liegt hier eine ganz handfeste Motivation für Unternehmen. Wie groß sind die Abhängigkeiten und Risiken, wo mein Unternehmen mit der Natur interagiert? Nala liefern die Kennzahlen, die es für diese Risikoabschätzung braucht.&nbsp;</p><p><strong>Anna erläutert:</strong> Nur 1% der Fläche Europas ist wilde Natur, in Deutschland sogar nur 0,6%. Alles andere ist gemanaged, als könnten sich Wald, Wiese und Gewässer nicht eigenständig höchst erfolgreich entwickeln. Zugleich erbringt die Natur eine erhebliche Wirtschaftsleistung. Global ist sie doppelt so hoch wie GDP. Anna sagt, Wenn wir die Natur  immer mehr einschränken, steuern, kontrollieren wollen, passt das so einfach nicht zusammen und ist nicht zukunftsfähig.&nbsp;Wenn die Ökosystem-Dienstleistungen doppelt so hoch sind wie die Wirtschaftsleistung, heißt das auch: Berechnen wir die Natur mit ein, ist unsere Wirtschaftsleistung negativ. Mehr als deutlich negativ. So viel zum Narrativ der Industrialisierung, dass wir uns in den vergangenen 200 Jahren Wohlstand und Annehmlichkeiten geschaffen haben …</p><p><strong>Die gute Nachricht:</strong> Dass Biodiversität "the next big thing" ist, realisieren immer mehr Menschen in unternehmerischer Verantwortung. CSRD mag hier zusätzlich helfen. </p><p><strong>Die zweite gute Nachricht: </strong>Anna bietet allen Hörer:innen dieses Podcasts einen kostenlosen Einstieg. Unternehmen können für drei Produktionsstätten eine kostenfreie erste Analyse aus dem System von Nola erhalten. Interesse? Einfach mail an michael@carls-zukunft.de.  </p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/anna-alex/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna Alex, </a>Unternehmerin &amp; Investorin mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Biodiversität und Natur, Co-Founder <a href="https://www.nala.earth" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Nala Earth, </a>Planetly, Outfittery</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">d19d3c7e-ae22-4603-bca6-307c88948aa4</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e5bd15b4-abb8-44a9-8ecc-a093ba739d69/_2ko8QytIbHa_tD2cpU_GxBD.jpg"/><pubDate>Thu, 28 Mar 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/9ad7c622-8103-43cf-bad4-591878f77017/Folge-200-Anna-Alex.mp3" length="79945480" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:38</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>200</itunes:episode><podcast:episode>200</podcast:episode></item><item><title>#199 Philipp Witzmann – Nähe wirkt!</title><itunes:title>#199 Philipp Witzmann – Nähe wirkt!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Es ist so etwas wie das kleine gallische Dorf der Social Media Plattformen. </strong>Während Twitter (sein Eigentümer kennt nur den einen Buchstaben zwischen W und Y) bedrohlich nach rechts trudelt, TikTok von AfD-Videos geflutet wird, Instagram nur emotionalen Stress mittels unerreichbarer Schönheitsideale fördert, ist&nbsp;<a href="http://nebenan.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nebenan.de</a>&nbsp;geradezu unspektakulär friedlich. Menschen helfen sich. Fertig. Philipp Witzmann ist der Kopf von&nbsp;<a href="http://nebenan.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nebenan.de</a>. Er biete Raum für Bohrmaschinentausch und weihnachtliche Nachbarschaftserfahrungen.</p><p><strong>Ja, Philipp hat auch ein Team, das eingreift, wenn sich wer im Ton vergreift. </strong>Aber die Größenordnung ist hier eine völlig andere. Seine These: Die Nähe wirkt. Wer seine Botschaften in die Welt hinausschreien will, braucht Facebook oder ähnliches. Bei <a href="https://nebenan.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nebenan.de</a>&nbsp;landet die Botschaft in der Nachbarschaft und nirgendwo sonst. Und der Absender ist mit Klarnamen verifiziert und wohnt auch genau dort, wo seine Botschaft ertönt. Philipp sagt: Geradere räumliche Beschränkung führt zu einer anderen Atmosphäre.</p><p><strong>Letztlich ist der Mensch auf Kooperation und Austausch ausgelegt.</strong> Philipp verweist auf Statistiken, wonach allein lebende Menschen Monate früher in Pflegeheime übersiedeln als solche in sozialen Bindungen. Einsamkeit macht krank. Das ist einer der Sweet Spots von <a href="https://nebenan.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nebenan.de</a>: Menschen nicht nur zur gemeinsamen Nutzung der Haushaltsleiter, sondern für Begegnung, Austausch, gemeinsame Spaziergänge oder Mahlzeiten.</p><p>Während die klassischen ehrenamtlichen Organisationen sich schon lange Sorgen über ihren Nachwuchs machen, sieht Philipp in den Daten seiner Plattform sehr genau: Dies liegt nicht am mangelnden Willen der Menschen. Die Hilfsbereitschaft ist da. Das Engagement, der Sinn für eine große Gemeinsamkeit. Möglicherweise ist die Form heute angemessener, sich je nach Kapazität aktuell für Hilfe zu entscheiden - und sich nicht direkt auf Dauer zu verpflichten. Davon erhält dann zwar niemand eine Ausbildung am Feuerwehrschlauch, das ist ein Problem. Aber die Schwelle zur gegenseitigen Hilfe ist offensichtlich in einer digital vermittelten Nachbarschaft geringer.</p><p>Der Film, den Philipp erwähnt, ist „Social Dilemma“: <a href="https://www.thesocialdilemma.com/de/the-film/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.thesocialdilemma.com/de/the-film/</a></p><p>Zu Gast: <a href="https://de.linkedin.com/in/philippwitzmann" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philipp Witzmann,</a> CEO von <a href="https://nebenan.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nebenan.de</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist so etwas wie das kleine gallische Dorf der Social Media Plattformen. </strong>Während Twitter (sein Eigentümer kennt nur den einen Buchstaben zwischen W und Y) bedrohlich nach rechts trudelt, TikTok von AfD-Videos geflutet wird, Instagram nur emotionalen Stress mittels unerreichbarer Schönheitsideale fördert, ist&nbsp;<a href="http://nebenan.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nebenan.de</a>&nbsp;geradezu unspektakulär friedlich. Menschen helfen sich. Fertig. Philipp Witzmann ist der Kopf von&nbsp;<a href="http://nebenan.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nebenan.de</a>. Er biete Raum für Bohrmaschinentausch und weihnachtliche Nachbarschaftserfahrungen.</p><p><strong>Ja, Philipp hat auch ein Team, das eingreift, wenn sich wer im Ton vergreift. </strong>Aber die Größenordnung ist hier eine völlig andere. Seine These: Die Nähe wirkt. Wer seine Botschaften in die Welt hinausschreien will, braucht Facebook oder ähnliches. Bei <a href="https://nebenan.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nebenan.de</a>&nbsp;landet die Botschaft in der Nachbarschaft und nirgendwo sonst. Und der Absender ist mit Klarnamen verifiziert und wohnt auch genau dort, wo seine Botschaft ertönt. Philipp sagt: Geradere räumliche Beschränkung führt zu einer anderen Atmosphäre.</p><p><strong>Letztlich ist der Mensch auf Kooperation und Austausch ausgelegt.</strong> Philipp verweist auf Statistiken, wonach allein lebende Menschen Monate früher in Pflegeheime übersiedeln als solche in sozialen Bindungen. Einsamkeit macht krank. Das ist einer der Sweet Spots von <a href="https://nebenan.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nebenan.de</a>: Menschen nicht nur zur gemeinsamen Nutzung der Haushaltsleiter, sondern für Begegnung, Austausch, gemeinsame Spaziergänge oder Mahlzeiten.</p><p>Während die klassischen ehrenamtlichen Organisationen sich schon lange Sorgen über ihren Nachwuchs machen, sieht Philipp in den Daten seiner Plattform sehr genau: Dies liegt nicht am mangelnden Willen der Menschen. Die Hilfsbereitschaft ist da. Das Engagement, der Sinn für eine große Gemeinsamkeit. Möglicherweise ist die Form heute angemessener, sich je nach Kapazität aktuell für Hilfe zu entscheiden - und sich nicht direkt auf Dauer zu verpflichten. Davon erhält dann zwar niemand eine Ausbildung am Feuerwehrschlauch, das ist ein Problem. Aber die Schwelle zur gegenseitigen Hilfe ist offensichtlich in einer digital vermittelten Nachbarschaft geringer.</p><p>Der Film, den Philipp erwähnt, ist „Social Dilemma“: <a href="https://www.thesocialdilemma.com/de/the-film/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.thesocialdilemma.com/de/the-film/</a></p><p>Zu Gast: <a href="https://de.linkedin.com/in/philippwitzmann" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philipp Witzmann,</a> CEO von <a href="https://nebenan.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">nebenan.de</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">619fec65-aa8d-4225-9045-f6a327c76752</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b8466e84-469b-42ef-b0d7-21c3aaf3b38f/zT-Fyp43HddlLdpXxl5I2A0a.jpg"/><pubDate>Thu, 21 Mar 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/fb875ab2-8d21-41b2-a890-d1df6eb6c42e/Folge-199-Witzmann.mp3" length="67628223" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:13</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>199</itunes:episode><podcast:episode>199</podcast:episode></item><item><title>#198 Matthias Meisner – Streiten für verlorene Regionen</title><itunes:title>#198 Matthias Meisner – Streiten für verlorene Regionen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Menschen mit rechten und rassistischen Haltungen sind mitten unter uns. </strong>Natürlich. Überall. In der Feuerwehr, im Fußball, im Gemeinderat ohnehin. Leider auch in staatlichen Organisationen wie Polizei und Justiz. Der Journalist Matthias Meisner analysiert die rechte Szene schon seit langem; gerade hat er gemeinsam mit Heike Kleffner ein Buch herausgegeben. In „Staatsgewalt. Wie rechtsradikale Netzwerke die Sicherheitsbehörden unterwandern“ beschreiben zahlreiche Autor:innen das Phänomen detailliert.</p><p><strong>Das Phänomen ist kleinteilig und vielschichtig, das Muster erschreckend.</strong> Rechte Netzwerke streben gezielt an, sich in staatlichen Institutionen zu verankern. Damit bekommt die rechte Haltung ganz konkrete Konsequenzen: Welches Jugendhaus bekommt Mittel? Welche Anträge werden überhaupt bearbeitet oder einfach verschleppt? Jüngstes Beispiel: In Eisenach haben Journalisten dokumentiert, wie rechte Bands verbotene Symbole benutzen. Gegen wen ermittelt inzwischen die Polizei? Und gegen wen nicht? Das ist der Effekt.</p><p><strong>Matthias betont:</strong> AfD und co schlafen nicht, sondern versuchen sich ganz gezielt als parlamentarischer Arm der Sicherheitsbehörden zu inszenieren. Damit wächst die Bedrohung weiter.</p><p>Auch wenn das Momentum der gesellschaftlichen Mitte gerade so groß ist wie schon lange nicht, sagt Matthias: Es gibt Regionen in Deutschland, die wirken verloren für die Demokratie. Bautzen gehört dazu. Hier ist Matthias nah an der Resignation, sagt: Da weiß ich nicht, wie das noch zu retten ist. In solchen Regionen seien die Vernetzungen zwischen AfD und CDU so groß, da sind die beiden auch am Ende nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Kommt dann noch die Bedrohung von Kommunalpolitiker:innen durch Rechte hinzu, verschärft sich das Bild. Wenn auch noch diejenigen aufgeben, die bislang dagegen halten, kann die Stimmung kippen und Regionen drohen verloren zu gehen.</p><p><strong>Ein Merkmal dieser Entwicklung:</strong> Ganze Bereiche des Lebens werden entpolitisiert. Will ein Gasthaus keine AfD-Veranstaltungen, nimmt es einfach gar keine mehr. Die ehemalige Synagoge in Görlitz. Prachtvoll restauriert. Die Institution hat sich als Policy gegeben, dass Antisemitismus hier keinen Platz haben darf - wie auch sonst? Die Konsequenz: Es finden gar keine politischen Veranstaltungen statt, weil sich niemand dazu durchringen kann, die örtliche AfD auszuladen. Ein Beispiel von vielen.</p><p><strong>Matthias spricht sich dafür aus, genau hier für eine Gegenstrategie anzusetzen. </strong>Er regt an, lokale Stammtische aufzulegen, für Demokratie, für Vernetzung, so niedrigschwellig wie möglich. Das Konzept wird er in Kürze bei Campact vorstellen.&nbsp;&nbsp;</p><p>Das Buch von Matthias und Heike heißt <a href="https://www.herder.de/geschichte-politik/shop/p4/82179-staatsgewalt-klappenbroschur/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Staatsgewalt. Wie rechtsradikale Netzwerke die Sicherheitsbehörden unterwandern“</a>, 2023 erschienen im Herder Verlag.</p><p>Das andere im Podcast erwähnte Buch ist von Hendrik Cremer und heißt: <a href="https://www.piper.de/buecher/je-laenger-wir-schweigen-desto-mehr-mut-werden-wir-brauchen-isbn-978-3-8270-1508-2" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Je länger wir schweigen, desto mehr Mut werden wir brauchen. Wie gefährlich die AfD wirklich ist“</a> und ist 2024 bei Piper erschienen.</p><p><a href="https://blog.campact.de/?utm_medium=adwords&amp;utm_source=google-cpc-g&amp;utm_campaign=CT%20%2F%20GPS%20%2F%20Conversion%20%2F%20Campact%20Brand%20%2F%202022-11&amp;utm_content=635534482001-143604497196&amp;utm_placement=&amp;utm_target=&amp;utm_term=campact%20blog&amp;gad_source=1&amp;gclid=Cj0KCQjwwMqvBhCtARIsAIXsZpYvCZZ_YX5aBEK8V1UaUNQT6n8oLyJfZ7XEqvgrocAiraCzkDk_e8waAr3dEALw_wcB" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Campact Blog</a></p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.meisnerwerk.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias Meisner,</a> Journalist und Autor <a href="https://bsky.app/profile/meisnerwerk.bsky.social/post/3kef5c3mz7s2i" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@meisnerwerk.bsky.social</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen mit rechten und rassistischen Haltungen sind mitten unter uns. </strong>Natürlich. Überall. In der Feuerwehr, im Fußball, im Gemeinderat ohnehin. Leider auch in staatlichen Organisationen wie Polizei und Justiz. Der Journalist Matthias Meisner analysiert die rechte Szene schon seit langem; gerade hat er gemeinsam mit Heike Kleffner ein Buch herausgegeben. In „Staatsgewalt. Wie rechtsradikale Netzwerke die Sicherheitsbehörden unterwandern“ beschreiben zahlreiche Autor:innen das Phänomen detailliert.</p><p><strong>Das Phänomen ist kleinteilig und vielschichtig, das Muster erschreckend.</strong> Rechte Netzwerke streben gezielt an, sich in staatlichen Institutionen zu verankern. Damit bekommt die rechte Haltung ganz konkrete Konsequenzen: Welches Jugendhaus bekommt Mittel? Welche Anträge werden überhaupt bearbeitet oder einfach verschleppt? Jüngstes Beispiel: In Eisenach haben Journalisten dokumentiert, wie rechte Bands verbotene Symbole benutzen. Gegen wen ermittelt inzwischen die Polizei? Und gegen wen nicht? Das ist der Effekt.</p><p><strong>Matthias betont:</strong> AfD und co schlafen nicht, sondern versuchen sich ganz gezielt als parlamentarischer Arm der Sicherheitsbehörden zu inszenieren. Damit wächst die Bedrohung weiter.</p><p>Auch wenn das Momentum der gesellschaftlichen Mitte gerade so groß ist wie schon lange nicht, sagt Matthias: Es gibt Regionen in Deutschland, die wirken verloren für die Demokratie. Bautzen gehört dazu. Hier ist Matthias nah an der Resignation, sagt: Da weiß ich nicht, wie das noch zu retten ist. In solchen Regionen seien die Vernetzungen zwischen AfD und CDU so groß, da sind die beiden auch am Ende nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Kommt dann noch die Bedrohung von Kommunalpolitiker:innen durch Rechte hinzu, verschärft sich das Bild. Wenn auch noch diejenigen aufgeben, die bislang dagegen halten, kann die Stimmung kippen und Regionen drohen verloren zu gehen.</p><p><strong>Ein Merkmal dieser Entwicklung:</strong> Ganze Bereiche des Lebens werden entpolitisiert. Will ein Gasthaus keine AfD-Veranstaltungen, nimmt es einfach gar keine mehr. Die ehemalige Synagoge in Görlitz. Prachtvoll restauriert. Die Institution hat sich als Policy gegeben, dass Antisemitismus hier keinen Platz haben darf - wie auch sonst? Die Konsequenz: Es finden gar keine politischen Veranstaltungen statt, weil sich niemand dazu durchringen kann, die örtliche AfD auszuladen. Ein Beispiel von vielen.</p><p><strong>Matthias spricht sich dafür aus, genau hier für eine Gegenstrategie anzusetzen. </strong>Er regt an, lokale Stammtische aufzulegen, für Demokratie, für Vernetzung, so niedrigschwellig wie möglich. Das Konzept wird er in Kürze bei Campact vorstellen.&nbsp;&nbsp;</p><p>Das Buch von Matthias und Heike heißt <a href="https://www.herder.de/geschichte-politik/shop/p4/82179-staatsgewalt-klappenbroschur/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Staatsgewalt. Wie rechtsradikale Netzwerke die Sicherheitsbehörden unterwandern“</a>, 2023 erschienen im Herder Verlag.</p><p>Das andere im Podcast erwähnte Buch ist von Hendrik Cremer und heißt: <a href="https://www.piper.de/buecher/je-laenger-wir-schweigen-desto-mehr-mut-werden-wir-brauchen-isbn-978-3-8270-1508-2" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Je länger wir schweigen, desto mehr Mut werden wir brauchen. Wie gefährlich die AfD wirklich ist“</a> und ist 2024 bei Piper erschienen.</p><p><a href="https://blog.campact.de/?utm_medium=adwords&amp;utm_source=google-cpc-g&amp;utm_campaign=CT%20%2F%20GPS%20%2F%20Conversion%20%2F%20Campact%20Brand%20%2F%202022-11&amp;utm_content=635534482001-143604497196&amp;utm_placement=&amp;utm_target=&amp;utm_term=campact%20blog&amp;gad_source=1&amp;gclid=Cj0KCQjwwMqvBhCtARIsAIXsZpYvCZZ_YX5aBEK8V1UaUNQT6n8oLyJfZ7XEqvgrocAiraCzkDk_e8waAr3dEALw_wcB" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Campact Blog</a></p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.meisnerwerk.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias Meisner,</a> Journalist und Autor <a href="https://bsky.app/profile/meisnerwerk.bsky.social/post/3kef5c3mz7s2i" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@meisnerwerk.bsky.social</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">859b4ccf-28c4-4937-a0a9-14ffcb3e2af7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3d948f4c-1ea2-4090-be7f-4c3a85e00ef3/Ds-TWcDGzSOhEd2tDzDxeHVI.jpg"/><pubDate>Thu, 14 Mar 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/7e44cbf6-2292-4802-8995-91c9fb0e852f/Folge-198-Meisner.mp3" length="96161461" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>50:05</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>198</itunes:episode><podcast:episode>198</podcast:episode></item><item><title>#197 Lars Fischer – Es folgt: Das Zeitalter der bösen Überraschungen</title><itunes:title>#197 Lars Fischer – Es folgt: Das Zeitalter der bösen Überraschungen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Ein Eindruck: </strong>Kommt der Klimawandel noch schneller als gedacht? Die Antarktis taut schneller ab, die Ozeane erwärmen sich stärker als erwartet, die Temperaturen reißen Höchststand nach Höchststand. Stimmt der Eindruck? Jein, sagt Lars Fischer, Wissenschaftsjournalist bei Spektrum. Die Erde erwärmt sich ziemlich genau im prognostizierten Rahmen der gängigen Klimamodelle. Allerdings sehen wir mehr und mehr einzelne extreme, lokale Ereignisse.  </p><p><strong>Konkret:</strong> Vor uns liegt eine Welt, in der häufiger Wetterereignisse auftreten, die vorher extrem selten waren. Lars sagt: Damit funktionieren unsere über Jahrhundert geübten Anpassungen nicht mehr. Wie hoch bauen wir die Deiche? Wo können wir Häuser errichten? Haben wir genug Wasser? Welche Feldfrüchte bauen wir an? Die Infrastruktur unserer Gesellschaft, die materielle wie die kulturelle, funktioniert nicht mehr. Das verursacht Kosten, das erzeugt soziale Verwerfungen. Und wir wissen: Für komplexe Gesellschaften war das historisch stets schwer zu verarbeiten. Menschliche Gesellschaften haben gut funktioniert, solange die Systeme stabil waren. Wenn die Umweltfaktoren sich stark veränderlich zeigten, sind menschliche Kulturen ins Wanken gekommen. Mit diesem Effekt müssen wir rechnen.&nbsp;</p><p><strong>Lars betont:</strong> Wir könnten uns durchaus auf eine 2 Grad wärmere Welt einstellen. Das ist teuer, anstrengend und nicht nett, aber es geht. Der Punkt, so hebt er hervor, ist ein anderer: Wir haben kein neues Normal mehr. Unsere Anpassungsprozesse dauern zu lange. Wir rennen hinterher. Wenn wir uns angepasst haben, ist die Welt schon wieder anders.&nbsp;Am Ende sind wir bei "Hase und Igel", nur leider als Hase. </p><p><strong>Ein konkreter Anwendungsfall, an dem Michael und Lars die Tragweite diskutieren, ist die Erwärmung der Ozeane.</strong> Ein Szenario: Wird das Meer zu süß und zu warm, kommt der große Kreislauf zum Erliegen, der überdurchschnittlich viel warmes Wasser nach Europa bringt. Eine mögliche Konsequenz: Es wird kälter in Europa. Deutlich kälter und trockener. Und wieder laufen Hase und Igel.</p><p><strong>Zu Gast: </strong>Lars Fischer, Chemiker, Wissenschaftsjournalist, Redakteur bei <a href="https://www.spektrum.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Spektrum der Wissenschaft" </a></p><p>YouTube Kanal: <a href="https://www.youtube.com/@LarsFischer/videos" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@LarsFischer/videos</a></p><p>Der im Podcast erwähnte Kommentar von Lars: <a href="https://www.spektrum.de/kolumne/klimawandel-das-zeitalter-der-boesen-ueberraschungen/2207042" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Das Zeitalter der bösen Überraschungen</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Eindruck: </strong>Kommt der Klimawandel noch schneller als gedacht? Die Antarktis taut schneller ab, die Ozeane erwärmen sich stärker als erwartet, die Temperaturen reißen Höchststand nach Höchststand. Stimmt der Eindruck? Jein, sagt Lars Fischer, Wissenschaftsjournalist bei Spektrum. Die Erde erwärmt sich ziemlich genau im prognostizierten Rahmen der gängigen Klimamodelle. Allerdings sehen wir mehr und mehr einzelne extreme, lokale Ereignisse.  </p><p><strong>Konkret:</strong> Vor uns liegt eine Welt, in der häufiger Wetterereignisse auftreten, die vorher extrem selten waren. Lars sagt: Damit funktionieren unsere über Jahrhundert geübten Anpassungen nicht mehr. Wie hoch bauen wir die Deiche? Wo können wir Häuser errichten? Haben wir genug Wasser? Welche Feldfrüchte bauen wir an? Die Infrastruktur unserer Gesellschaft, die materielle wie die kulturelle, funktioniert nicht mehr. Das verursacht Kosten, das erzeugt soziale Verwerfungen. Und wir wissen: Für komplexe Gesellschaften war das historisch stets schwer zu verarbeiten. Menschliche Gesellschaften haben gut funktioniert, solange die Systeme stabil waren. Wenn die Umweltfaktoren sich stark veränderlich zeigten, sind menschliche Kulturen ins Wanken gekommen. Mit diesem Effekt müssen wir rechnen.&nbsp;</p><p><strong>Lars betont:</strong> Wir könnten uns durchaus auf eine 2 Grad wärmere Welt einstellen. Das ist teuer, anstrengend und nicht nett, aber es geht. Der Punkt, so hebt er hervor, ist ein anderer: Wir haben kein neues Normal mehr. Unsere Anpassungsprozesse dauern zu lange. Wir rennen hinterher. Wenn wir uns angepasst haben, ist die Welt schon wieder anders.&nbsp;Am Ende sind wir bei "Hase und Igel", nur leider als Hase. </p><p><strong>Ein konkreter Anwendungsfall, an dem Michael und Lars die Tragweite diskutieren, ist die Erwärmung der Ozeane.</strong> Ein Szenario: Wird das Meer zu süß und zu warm, kommt der große Kreislauf zum Erliegen, der überdurchschnittlich viel warmes Wasser nach Europa bringt. Eine mögliche Konsequenz: Es wird kälter in Europa. Deutlich kälter und trockener. Und wieder laufen Hase und Igel.</p><p><strong>Zu Gast: </strong>Lars Fischer, Chemiker, Wissenschaftsjournalist, Redakteur bei <a href="https://www.spektrum.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Spektrum der Wissenschaft" </a></p><p>YouTube Kanal: <a href="https://www.youtube.com/@LarsFischer/videos" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@LarsFischer/videos</a></p><p>Der im Podcast erwähnte Kommentar von Lars: <a href="https://www.spektrum.de/kolumne/klimawandel-das-zeitalter-der-boesen-ueberraschungen/2207042" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Das Zeitalter der bösen Überraschungen</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">922eaedd-164d-4aa8-9b13-c16e4a9a784a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/397b1033-4617-47a1-bbb1-62bc609966db/oZIB2wlSNwgF6vJjKgj_udCJ.jpg"/><pubDate>Thu, 07 Mar 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/4c880d15-87b8-4eed-b6a9-23d77820ed56/Folge-197-Fischer.mp3" length="82322832" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:52</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>197</itunes:episode><podcast:episode>197</podcast:episode></item><item><title>#196 Sebastian Lakner: Kein Podcast über wütende Bauern auf monströsen Traktoren</title><itunes:title>#196 Sebastian Lakner: Kein Podcast über wütende Bauern auf monströsen Traktoren</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Dies ist keine Folge über wilde Landwirte auf riesigen Traktoren.</strong> Oder doch? Sebastian Lakner ist Professor an der Uni Rostock und lehrt Agrarökonomie. Er betont: Die Landwirtschaft befindet sich mitten in größten Veränderungen. Dass es dabei zu Ärger, Angst und sonstigen Emotionen kommt, ist kein Wunder. </p><p><strong>Michael und Sebastian diskutieren die Zukunft der Landwirtschaft. </strong>Sebastian zeigt auf, wie gerade die technologische Entwicklung die Strukturen der Landwirtschaft prägt und weiter prägen wird. Immer mehr Technologie, autonome Hackroboter, Satelliten-gestützte Düngung steigern die Erträge, minimieren teils dazu noch den Einsatz von Wasser, Dünger und Gift - und überfordern die kleineren Betriebe Schritt für Schritt. Ist es schlimm, wenn die Kleinen weichen und die Großen wachsen? Für den einzelnen Kleinen natürlich. Wenn sich nach Jahrzehnten harter Arbeit kein Nachfolger findet, der den Hof übernimmt, sitzt der Frust tief. Aber insgesamt? Sebastian lässt keinen Zweifel daran: Die gängige romantische Vorstellung, wonach kleine Höfe in Handarbeit Lebensmittel in viel höherer Qualität produzieren als die Großbetriebe der Agrarindustrie, ist genau das: Romantik. Einen Zusammenhang zwischen Größe der Höfe und Qualität der Lebensmittel gibt es nicht. Auch nicht zum Tierwohl. Und wenn, dann tun sich eher die Großen leichter, gute Lebensmittel zu verträglichen Bedingungen zu produzieren. </p><p><strong>Der zweite große Veränderungstreiber ist der Wandel der Umweltbedingungen.</strong> Klima, Artenvielfalt - Landwirte sind hier Treiber wie Opfer der Entwicklung. Die Palette reicht von neuen Insekten bis hin zum Bedarf an neuen Zuchtpflanzen. Eine Schwierigkeit dabei: Dieser Wandel geht nicht nur tief, er ist dazu noch schnell. Mit herkömmlichen Zuchtverfahren werden wir kaum rechtzeitig Pflanzen haben, die mit den veränderten klimatischen Bedingungen zurecht kommen. Deshalb kommen wir kaum um den verantwortungsvollen Einsatz von grüner Gentechnik herum. Die ist letztlich genau das: Gezielte Zucht auf Speed. Michael und Sebastian beschreiben beide, wie sie aus einer ablehnenden Haltung gegenüber Gentechnik zu der Erkenntnis gekommen sind, dass ihr Einsatz im Grunde unabweisbar ist. Und gar nicht problematisch, den verantwortungsvollen Einsatz vorausgesetzt. Ja, ihr internationalen Konzerne, looking at you!</p><p><strong>Der Landwirt der Zukunft sollte in der Lage sein, einen Teil seiner Einkünfte mit Naturschutz zu erzielen. </strong>Müssen wir alle Flächen intensiv bewirtschaften? Nein. Nur dann sollte sich jemand kümmern, so wie ein Förster im Wald. Warum knüpfen wir die Subventionen der Landwirtschaft nicht daran? Der Bauer als Förster der Ökosysteme in der Fläche. Das ist doch mal ein Zukunftsbild. </p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://twitter.com/SebastianLakner?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Sebastian Lakner,</a> Professor für Agrarökonomie an der <a href="https://www.auf.uni-rostock.de/professuren/agrarbereich/agraroekonomie/team/prof-dr-sebastian-lakner/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Rostock</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dies ist keine Folge über wilde Landwirte auf riesigen Traktoren.</strong> Oder doch? Sebastian Lakner ist Professor an der Uni Rostock und lehrt Agrarökonomie. Er betont: Die Landwirtschaft befindet sich mitten in größten Veränderungen. Dass es dabei zu Ärger, Angst und sonstigen Emotionen kommt, ist kein Wunder. </p><p><strong>Michael und Sebastian diskutieren die Zukunft der Landwirtschaft. </strong>Sebastian zeigt auf, wie gerade die technologische Entwicklung die Strukturen der Landwirtschaft prägt und weiter prägen wird. Immer mehr Technologie, autonome Hackroboter, Satelliten-gestützte Düngung steigern die Erträge, minimieren teils dazu noch den Einsatz von Wasser, Dünger und Gift - und überfordern die kleineren Betriebe Schritt für Schritt. Ist es schlimm, wenn die Kleinen weichen und die Großen wachsen? Für den einzelnen Kleinen natürlich. Wenn sich nach Jahrzehnten harter Arbeit kein Nachfolger findet, der den Hof übernimmt, sitzt der Frust tief. Aber insgesamt? Sebastian lässt keinen Zweifel daran: Die gängige romantische Vorstellung, wonach kleine Höfe in Handarbeit Lebensmittel in viel höherer Qualität produzieren als die Großbetriebe der Agrarindustrie, ist genau das: Romantik. Einen Zusammenhang zwischen Größe der Höfe und Qualität der Lebensmittel gibt es nicht. Auch nicht zum Tierwohl. Und wenn, dann tun sich eher die Großen leichter, gute Lebensmittel zu verträglichen Bedingungen zu produzieren. </p><p><strong>Der zweite große Veränderungstreiber ist der Wandel der Umweltbedingungen.</strong> Klima, Artenvielfalt - Landwirte sind hier Treiber wie Opfer der Entwicklung. Die Palette reicht von neuen Insekten bis hin zum Bedarf an neuen Zuchtpflanzen. Eine Schwierigkeit dabei: Dieser Wandel geht nicht nur tief, er ist dazu noch schnell. Mit herkömmlichen Zuchtverfahren werden wir kaum rechtzeitig Pflanzen haben, die mit den veränderten klimatischen Bedingungen zurecht kommen. Deshalb kommen wir kaum um den verantwortungsvollen Einsatz von grüner Gentechnik herum. Die ist letztlich genau das: Gezielte Zucht auf Speed. Michael und Sebastian beschreiben beide, wie sie aus einer ablehnenden Haltung gegenüber Gentechnik zu der Erkenntnis gekommen sind, dass ihr Einsatz im Grunde unabweisbar ist. Und gar nicht problematisch, den verantwortungsvollen Einsatz vorausgesetzt. Ja, ihr internationalen Konzerne, looking at you!</p><p><strong>Der Landwirt der Zukunft sollte in der Lage sein, einen Teil seiner Einkünfte mit Naturschutz zu erzielen. </strong>Müssen wir alle Flächen intensiv bewirtschaften? Nein. Nur dann sollte sich jemand kümmern, so wie ein Förster im Wald. Warum knüpfen wir die Subventionen der Landwirtschaft nicht daran? Der Bauer als Förster der Ökosysteme in der Fläche. Das ist doch mal ein Zukunftsbild. </p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://twitter.com/SebastianLakner?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Sebastian Lakner,</a> Professor für Agrarökonomie an der <a href="https://www.auf.uni-rostock.de/professuren/agrarbereich/agraroekonomie/team/prof-dr-sebastian-lakner/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Rostock</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">f10a74d3-7b66-4326-86fe-600eba5551ee</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/da8fab5b-4135-43db-a61e-8a3f7efc9b33/P76wL91dJ6AtgoO0D5LvNu1F.jpg"/><pubDate>Thu, 29 Feb 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/c9851c0c-55c9-4f49-a4d8-52ca2272701b/Folge-196-Lakner-Landwirtschaft.mp3" length="102295431" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>53:17</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>196</itunes:episode><podcast:episode>196</podcast:episode></item><item><title>#195 Tina Dreimann – Warum wir gute Start-ups brauchen.</title><itunes:title>#195 Tina Dreimann – Warum wir gute Start-ups brauchen.</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Ja, warum eigentlich?</strong> Natürlich, junge Unternehmen, häufig technologiegetrieben, meist von Gründer:innen mit starkem Realisierungsdrang - da ist Potenzial. Vielfach war (und ist?) jedoch das Bild prägend von den Gründer:innen, die auf ein schnelles Wachstum um des Wachstums willen und einen dann noch schnelleren Exit aus sind. Tina Dreimann hält dagegen: Wir stehen vor derart großen Herausforderungen, dafür brauchen wir die Energie, die Start-ups versprechen. Und den Wandel der Konzerne. Und und und.... Eigentlich alles. </p><p><strong>Tina ist Mitgründern des Impact Business Angel Clubs "better ventures".</strong> Gemeinsam investieren Business Angels Geld und Vernetzung in neue Unternehmen, die einen Impact versprechen. Viele von ihnen einen Impact auf Klimathemen, etliche auch darüber hinaus. Tina berichtet, dass sie mit ihrem Team in jedem Jahr mehrere tausend Start-ups sichtet, sie nach ihren wirtschaftlichen Erfolgsaussichten bewertet und daraufhin prüft, was ihr Beitrag zu einer positiven Entwicklung ist. Badeanzüge verkaufen und dafür hier und da einen Euro spenden reicht ihr dabei nicht. Sie sucht Geschäftsmodelle, die grundlegend neu gedacht sind, erfolgreich und genau darum positiv in der Wirkung. </p><p><strong>Nur, wie kommen wir ins Tun? </strong>Tina fordert einen Bewusstseinswandel. Weg von kurzfristigen Renditeträumen hin zu Substanz und nachhaltiger Wirkung. Die gute Nachricht aus ihrer Sicht: Im Grunde ist alles, was wir brauchen schon da. Vielleicht landen die Investorenmittel noch nicht immer an der richtigen Stelle, aber im Grunde: Die Aufgabe ist verstanden, gute Ideen und talentierte Gründungsteams gibt es mehr als genug. Also: Machen!</p><p><strong>Tina betont dabei: </strong>Sie schaut als Optimistin auf die Welt. Wenige Tage im Jahr ausgenommen, an denen sie sich auf das Sofa zur Familie verkriechen möchte. Im Kern, so betont sie: Dieser Optimismus ist etwas anderes als ein schlichter Glaube, es werde schon irgendwie auf wundersame Weise alles gut. Optimistin mit Grund. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/tina-dreimann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Tina Dreimann,</a> Mitgründerin und Geschäftsführerin von <a href="https://www.betterventures.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">better ventures</a></p><p><strong>Start-ups:</strong></p><p><a href="https://www.everdrop.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">everdrop</a> – Nachhaltiger putzen, waschen und spülen</p><p><a href="https://www.ocell.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">OCELL</a> – KI für Walddiagnostik und Management </p><p><a href="https://www.biovox.systems" rel="noopener noreferrer" target="_blank">BIOVOX</a> – Biokunststoffe</p><p><a href="https://www.meine-erde.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">MEINE ERDE</a> – Reerdigung</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ja, warum eigentlich?</strong> Natürlich, junge Unternehmen, häufig technologiegetrieben, meist von Gründer:innen mit starkem Realisierungsdrang - da ist Potenzial. Vielfach war (und ist?) jedoch das Bild prägend von den Gründer:innen, die auf ein schnelles Wachstum um des Wachstums willen und einen dann noch schnelleren Exit aus sind. Tina Dreimann hält dagegen: Wir stehen vor derart großen Herausforderungen, dafür brauchen wir die Energie, die Start-ups versprechen. Und den Wandel der Konzerne. Und und und.... Eigentlich alles. </p><p><strong>Tina ist Mitgründern des Impact Business Angel Clubs "better ventures".</strong> Gemeinsam investieren Business Angels Geld und Vernetzung in neue Unternehmen, die einen Impact versprechen. Viele von ihnen einen Impact auf Klimathemen, etliche auch darüber hinaus. Tina berichtet, dass sie mit ihrem Team in jedem Jahr mehrere tausend Start-ups sichtet, sie nach ihren wirtschaftlichen Erfolgsaussichten bewertet und daraufhin prüft, was ihr Beitrag zu einer positiven Entwicklung ist. Badeanzüge verkaufen und dafür hier und da einen Euro spenden reicht ihr dabei nicht. Sie sucht Geschäftsmodelle, die grundlegend neu gedacht sind, erfolgreich und genau darum positiv in der Wirkung. </p><p><strong>Nur, wie kommen wir ins Tun? </strong>Tina fordert einen Bewusstseinswandel. Weg von kurzfristigen Renditeträumen hin zu Substanz und nachhaltiger Wirkung. Die gute Nachricht aus ihrer Sicht: Im Grunde ist alles, was wir brauchen schon da. Vielleicht landen die Investorenmittel noch nicht immer an der richtigen Stelle, aber im Grunde: Die Aufgabe ist verstanden, gute Ideen und talentierte Gründungsteams gibt es mehr als genug. Also: Machen!</p><p><strong>Tina betont dabei: </strong>Sie schaut als Optimistin auf die Welt. Wenige Tage im Jahr ausgenommen, an denen sie sich auf das Sofa zur Familie verkriechen möchte. Im Kern, so betont sie: Dieser Optimismus ist etwas anderes als ein schlichter Glaube, es werde schon irgendwie auf wundersame Weise alles gut. Optimistin mit Grund. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/tina-dreimann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Tina Dreimann,</a> Mitgründerin und Geschäftsführerin von <a href="https://www.betterventures.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">better ventures</a></p><p><strong>Start-ups:</strong></p><p><a href="https://www.everdrop.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">everdrop</a> – Nachhaltiger putzen, waschen und spülen</p><p><a href="https://www.ocell.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">OCELL</a> – KI für Walddiagnostik und Management </p><p><a href="https://www.biovox.systems" rel="noopener noreferrer" target="_blank">BIOVOX</a> – Biokunststoffe</p><p><a href="https://www.meine-erde.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">MEINE ERDE</a> – Reerdigung</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">a3107a6c-e327-4c2b-86e0-749e0e8b851c</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/c65eaaf8-766e-4735-a7a4-b19ef9bb32a3/K_bQqZbwzYd36Trdq0o858Yw.jpg"/><pubDate>Thu, 22 Feb 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/8333f609-db57-4665-8f9f-ca65fbb64393/Folge-195-Dreimann.mp3" length="66915184" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:51</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>195</itunes:episode><podcast:episode>195</podcast:episode></item><item><title>#194 Marc Raschke - Entlarven ist vorbei. Faktenchecks auch.</title><itunes:title>#194 Marc Raschke - Entlarven ist vorbei. Faktenchecks auch.</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Die Zeit des Entlarvens ist vorbei.</strong> Faktenchecks sind auch vorbei. Fakten sind nicht der Kern des Themas, wenn wir uns mit rechts auseinandersetzen. Sagt Marc Raschke. Der Kommunikator und Journalist sieht ein haarsträubendes Versagen vieler professioneller Medienschaffender. Wenn Caren Miosga zum Start ihrer neuen Talkshow betont, auf jeden Fall auch AfD-Vertreter einladen zu wollen, weil man doch mit ihnen sprechen müsste, sagt Marc: Ihr habt es immer noch nicht verstanden, Ihr macht euch willfährig, ihr macht euch zu einem Lakaien von deren Strategie. Und die lässt sich immer noch mit dem Satz zusammenfassen: Flood the Zone with shit.&nbsp;</p><p><strong>Warum hält die Zivilgesellschaft nicht dagegen?</strong> Das tut sie natürlich mit den aktuellen Demos gegen rechts. Und Marc betont: Wer gegen rechts kämpft, ist nicht linksgrün versifft. Wer gegen rechts kämpft, ist vernünftig. Aber warum kommt kein Milliardär daher und Sponsor eine Task Force Demokratie, die mehrere Jahre einfach dagegen halten kann. Die die Zone mit Katzenbildern flutet, damit die braune Brühe nicht eindringen kann.</p><p><strong>Im Grunde ist es nicht schwer zu analysieren. </strong>Wir sehen false Balance im Umgang der Medien mit rechts. Das aber überall. Marc fordert genau das Gegenteil: Kein Bühne mehr für rechts. Dass das jetzt so salonfähig wird, hat auch damit zu tun, dass wir die Salons öffnen. Die Talkshows. Die Titelseiten.&nbsp;</p><p>Die Parteien haben die aktuell wirksamen Mechanismen schon vor zehn Jahren präsentiert bekommt. Allerdings haben sie es durch die Bank nicht verstanden und verschlafen.&nbsp;</p><p><strong>Was wir brauchen, ist eine Doppelstrategie:</strong> Im persönlichen Gespräch überzeugen und gewinnen - und im öffentlichen Diskurs klar abgrenzen, keinen Raum geben und mehr noch: Nicht über jedes Stöckchen springen, sondern selbst die Themen setzen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/marc-raschke-109787163/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marc Raschke,</a> Journalist, PR-Experte, Kommunikator, Influencer</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Zeit des Entlarvens ist vorbei.</strong> Faktenchecks sind auch vorbei. Fakten sind nicht der Kern des Themas, wenn wir uns mit rechts auseinandersetzen. Sagt Marc Raschke. Der Kommunikator und Journalist sieht ein haarsträubendes Versagen vieler professioneller Medienschaffender. Wenn Caren Miosga zum Start ihrer neuen Talkshow betont, auf jeden Fall auch AfD-Vertreter einladen zu wollen, weil man doch mit ihnen sprechen müsste, sagt Marc: Ihr habt es immer noch nicht verstanden, Ihr macht euch willfährig, ihr macht euch zu einem Lakaien von deren Strategie. Und die lässt sich immer noch mit dem Satz zusammenfassen: Flood the Zone with shit.&nbsp;</p><p><strong>Warum hält die Zivilgesellschaft nicht dagegen?</strong> Das tut sie natürlich mit den aktuellen Demos gegen rechts. Und Marc betont: Wer gegen rechts kämpft, ist nicht linksgrün versifft. Wer gegen rechts kämpft, ist vernünftig. Aber warum kommt kein Milliardär daher und Sponsor eine Task Force Demokratie, die mehrere Jahre einfach dagegen halten kann. Die die Zone mit Katzenbildern flutet, damit die braune Brühe nicht eindringen kann.</p><p><strong>Im Grunde ist es nicht schwer zu analysieren. </strong>Wir sehen false Balance im Umgang der Medien mit rechts. Das aber überall. Marc fordert genau das Gegenteil: Kein Bühne mehr für rechts. Dass das jetzt so salonfähig wird, hat auch damit zu tun, dass wir die Salons öffnen. Die Talkshows. Die Titelseiten.&nbsp;</p><p>Die Parteien haben die aktuell wirksamen Mechanismen schon vor zehn Jahren präsentiert bekommt. Allerdings haben sie es durch die Bank nicht verstanden und verschlafen.&nbsp;</p><p><strong>Was wir brauchen, ist eine Doppelstrategie:</strong> Im persönlichen Gespräch überzeugen und gewinnen - und im öffentlichen Diskurs klar abgrenzen, keinen Raum geben und mehr noch: Nicht über jedes Stöckchen springen, sondern selbst die Themen setzen.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/marc-raschke-109787163/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marc Raschke,</a> Journalist, PR-Experte, Kommunikator, Influencer</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">53f93f5e-7a9c-4263-97e1-03a36af88d7e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/046c8e0f-422d-4940-baef-074c09505c49/Amo5QHAefqei5s8XRzYXblNu.jpg"/><pubDate>Thu, 15 Feb 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/1cec4ce5-0200-40a7-b2ab-47253b39547a/Folge-194-Marc-Raschke.mp3" length="74761950" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:56</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>194</itunes:episode><podcast:episode>194</podcast:episode></item><item><title>#193 Gerald Hensel: Was kommt nach den Demos gegen Rechts?</title><itunes:title>#193 Gerald Hensel: Was kommt nach den Demos gegen Rechts?</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Kommen wir eigentlich Vorrang im Kampf gegen Hass und Hetze im Unternehmen?</strong> Gerald Hensel gehört zu den Mitgründern von HateAid. Die NGO unterstützt Opfer von Hass im Internet und berät die Politik. Gerald sagt: Unser Umgang mit Hass im Netz ähnelt der Situation des Umweltschutzes in den 50er und 60er Jahren. Schön fand die Umweltsauereien damals auch schon keiner, es galt aber als normal. Inzwischen ziehen wir die Grenzen zu Recht anders. Ähnlich im Netz: Als Gerald vor einigen Jahren selbst Opfer eines Shitstorms wurde, bekam er immer wieder den Rat, sich einfach online nicht zu exponieren. Wer keinen kurzen Rock trägt ... Zum Glück hat sich die Diskussion inzwischen weiterentwickelt. </p><p><strong>HateAid treibt Prozesse voran, </strong>wie den gegen Meta, der die Mutter von Installationen und Facebook verpflichtet, im Grunde gleichen Beleidigungen und Lügen selbst zu finden und zu löschen. Gerald betont: Eigentlich war das immer ein Unding. Ein Gericht verbietet eine Behauptung, die ein User auf einer grünen Kachel bei Instagram teilt. Dann kommt der nächste und teilt dieselbe Beleidigung auf einer roten Kachel - und darf das? Die Politik der vermeintlich kleinen Schritte ist erfolgreich, so Gerald.</p><p><strong>Michael und Gerald sprechen über die aktuelle Protestwelle gegen rechts.</strong> Haben wir ein aktualisiertes Bild der Rechten? Viel zu oft, so Gerald, tragen wir immer noch das Bild der Skinheads der 90er im Kopf herum. Das reicht nicht, nicht jeder Nazi sieht so aus. Die Rechten haben sich seither entwickelt, unsere Bilder nicht. Das ist ein Problem. </p><p><strong>Was wir brauchen, ist mehr als das Engagement der Politik. </strong>Die Unternehmen sind mindestens ebenso gefragt. Wann kommt der erste DAX30-Konzern und positioniert sich nicht nur politisch gegen rechts und die AfD, sondern geht ganz praktisch hin und finanziert einer NGO eine marktgerecht bezahlte Juristenstelle? Oder strategisches Marketing? In keiner Bilanz eines DAX-Konzerns würde sich eine Spur davon finden ....</p><p><strong>Und was kommt nach der Protestwelle?</strong> Michael und Gerald stimmen schnell überein: Demonstrieren gegen rechts ist sinnvoll und richtig. Aber die Welle wird abebben - und dann? Gerald schlägt vor: Wer etwas tun will, soll heute noch eine Spende an eine integrativ wirkende Organisation tätigen. Besser noch einen Dauerauftrag einrichten. Anschließend NICHT darüber bei LinkedIn schreiben. Es einfach tun und dann mal wieder demonstrieren gehen. </p><p><strong>Wir sammeln bei LinkedIn und Instagram Organisationen, an die man hier denken könnte. </strong>Du weißt noch eine weitere? Schreib sie dazu. Auf jeden Fall im Rennen, neben HateAid: <a href="https://sozialhelden.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sozialhelden</a> von Raul Krauthausen und <a href="https://sanktionsfrei.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sanktionsfrei</a> von Helena Steinhaus. Machen wir unsere Welt ein Stück besser und wirken der Spaltung ganz handfest entgegen. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> Gerald Hensel, Co-Gründer und Managing Partner der Marketing Beratung <a href="https://superspring.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">superspring</a> Marketing&nbsp;Consulting, Co-Gründer der Hatespeech-NGO<a href="https://hateaid.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> HateAid</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kommen wir eigentlich Vorrang im Kampf gegen Hass und Hetze im Unternehmen?</strong> Gerald Hensel gehört zu den Mitgründern von HateAid. Die NGO unterstützt Opfer von Hass im Internet und berät die Politik. Gerald sagt: Unser Umgang mit Hass im Netz ähnelt der Situation des Umweltschutzes in den 50er und 60er Jahren. Schön fand die Umweltsauereien damals auch schon keiner, es galt aber als normal. Inzwischen ziehen wir die Grenzen zu Recht anders. Ähnlich im Netz: Als Gerald vor einigen Jahren selbst Opfer eines Shitstorms wurde, bekam er immer wieder den Rat, sich einfach online nicht zu exponieren. Wer keinen kurzen Rock trägt ... Zum Glück hat sich die Diskussion inzwischen weiterentwickelt. </p><p><strong>HateAid treibt Prozesse voran, </strong>wie den gegen Meta, der die Mutter von Installationen und Facebook verpflichtet, im Grunde gleichen Beleidigungen und Lügen selbst zu finden und zu löschen. Gerald betont: Eigentlich war das immer ein Unding. Ein Gericht verbietet eine Behauptung, die ein User auf einer grünen Kachel bei Instagram teilt. Dann kommt der nächste und teilt dieselbe Beleidigung auf einer roten Kachel - und darf das? Die Politik der vermeintlich kleinen Schritte ist erfolgreich, so Gerald.</p><p><strong>Michael und Gerald sprechen über die aktuelle Protestwelle gegen rechts.</strong> Haben wir ein aktualisiertes Bild der Rechten? Viel zu oft, so Gerald, tragen wir immer noch das Bild der Skinheads der 90er im Kopf herum. Das reicht nicht, nicht jeder Nazi sieht so aus. Die Rechten haben sich seither entwickelt, unsere Bilder nicht. Das ist ein Problem. </p><p><strong>Was wir brauchen, ist mehr als das Engagement der Politik. </strong>Die Unternehmen sind mindestens ebenso gefragt. Wann kommt der erste DAX30-Konzern und positioniert sich nicht nur politisch gegen rechts und die AfD, sondern geht ganz praktisch hin und finanziert einer NGO eine marktgerecht bezahlte Juristenstelle? Oder strategisches Marketing? In keiner Bilanz eines DAX-Konzerns würde sich eine Spur davon finden ....</p><p><strong>Und was kommt nach der Protestwelle?</strong> Michael und Gerald stimmen schnell überein: Demonstrieren gegen rechts ist sinnvoll und richtig. Aber die Welle wird abebben - und dann? Gerald schlägt vor: Wer etwas tun will, soll heute noch eine Spende an eine integrativ wirkende Organisation tätigen. Besser noch einen Dauerauftrag einrichten. Anschließend NICHT darüber bei LinkedIn schreiben. Es einfach tun und dann mal wieder demonstrieren gehen. </p><p><strong>Wir sammeln bei LinkedIn und Instagram Organisationen, an die man hier denken könnte. </strong>Du weißt noch eine weitere? Schreib sie dazu. Auf jeden Fall im Rennen, neben HateAid: <a href="https://sozialhelden.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sozialhelden</a> von Raul Krauthausen und <a href="https://sanktionsfrei.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sanktionsfrei</a> von Helena Steinhaus. Machen wir unsere Welt ein Stück besser und wirken der Spaltung ganz handfest entgegen. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> Gerald Hensel, Co-Gründer und Managing Partner der Marketing Beratung <a href="https://superspring.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">superspring</a> Marketing&nbsp;Consulting, Co-Gründer der Hatespeech-NGO<a href="https://hateaid.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> HateAid</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">694700ac-492e-4b39-a2e8-c4dd6bb3aefe</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f2523cf7-91d3-44b6-aa58-85aced033b6d/1qH7SUR1fICqmm7tZFK7GmEp.jpg"/><pubDate>Thu, 08 Feb 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/c54cbd10-88f7-4d4f-8b78-d6df450c11bb/Folge-193-Gerald-Hensel.mp3" length="89693961" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>46:43</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>193</itunes:episode><podcast:episode>193</podcast:episode></item><item><title>#192 Benjamin Fredrich – Update KATAPULT</title><itunes:title>#192 Benjamin Fredrich – Update KATAPULT</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Benjamin Friedrich, Gründer und Herausgeber von KATAPULT, ist wieder zu Gast bei Michael.</strong> Die beiden sprechen über den Aufstieg der Rechten im Land und die Rolle der Medien dabei. KATAPULT wird von anderen Medien immer noch und immer wieder dafür kritisiert, eine klare Haltung gegen rechts zu zeigen. Sicher ist: Sollte es eine Brandmauer in den Medien gegeben haben, ist sie nicht mehr vorhanden. Rechte Position werden wie selbstverständlich diskutiert - als seien sie diskutable Positionen. Die großen Medien selbst haben hier ihren Teil aktiv dazu beigetragen. Sprachlich sind die Trennlinien eingebrochen. Auch damit schafft es die AfD, mit der Mitte der Gesellschaft eine Verbindung aufzubauen, ein wesentlicher Teil ihres Erfolgskonzepts. </p><p><strong>Benni berichtet von seinem Erschrecken,</strong> dass Menschen wie <a href="https://michelfriedman.info" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Michel Friedman</a> inzwischen wieder einen stets gepackten Koffer zuhause stehen haben. Die Übernahme politischer Macht durch die AfD wäre für Benni ein triftiger Grund, über eine Ausreise nachzudenken. Von der AfD regiert zu werden, ist keine Option. </p><p><strong>Benni gibt ein ausführliches Update zu KATAPULT.</strong> War das Brechen von Regeln für den Verlag immer Teil des Erfolgs, gilt das für die beinahe-Insolvenz des vorigen Sommers umso mehr. Benni beschreibt, wie gerade in Krisenzeiten die bedingungslose Transparenz wieder zum Erfolg führte, wie die entwaffnende Offenheit des Verlags und seines Gründers es erst ermöglichte, dass jede Menge Menschen sich entschlossen zu helfen. Ganz offenbar gab es genügend Menschen im Land, die eine Welt mit KATAPULT wollen - und dafür sogar bereit waren, Grashalme im Shop zu bestellen. Bis zur Insolvenz waren sie immer nur von Erfolg zu Erfolg geeilt, wie Benni es ausdrückt: Bis dahin waren sie mit der transparenz immer nur Angeber. Die radikale Transparenz in der Krise führte aus der Insolvenz. </p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://katapult-magazin.de/de/autoren/benjamin-fredrich" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Benjamin Fredrich,</a> Gründer und Herausgeber von <a href="https://katapult-magazin.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">KATAPULT</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Benjamin Friedrich, Gründer und Herausgeber von KATAPULT, ist wieder zu Gast bei Michael.</strong> Die beiden sprechen über den Aufstieg der Rechten im Land und die Rolle der Medien dabei. KATAPULT wird von anderen Medien immer noch und immer wieder dafür kritisiert, eine klare Haltung gegen rechts zu zeigen. Sicher ist: Sollte es eine Brandmauer in den Medien gegeben haben, ist sie nicht mehr vorhanden. Rechte Position werden wie selbstverständlich diskutiert - als seien sie diskutable Positionen. Die großen Medien selbst haben hier ihren Teil aktiv dazu beigetragen. Sprachlich sind die Trennlinien eingebrochen. Auch damit schafft es die AfD, mit der Mitte der Gesellschaft eine Verbindung aufzubauen, ein wesentlicher Teil ihres Erfolgskonzepts. </p><p><strong>Benni berichtet von seinem Erschrecken,</strong> dass Menschen wie <a href="https://michelfriedman.info" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Michel Friedman</a> inzwischen wieder einen stets gepackten Koffer zuhause stehen haben. Die Übernahme politischer Macht durch die AfD wäre für Benni ein triftiger Grund, über eine Ausreise nachzudenken. Von der AfD regiert zu werden, ist keine Option. </p><p><strong>Benni gibt ein ausführliches Update zu KATAPULT.</strong> War das Brechen von Regeln für den Verlag immer Teil des Erfolgs, gilt das für die beinahe-Insolvenz des vorigen Sommers umso mehr. Benni beschreibt, wie gerade in Krisenzeiten die bedingungslose Transparenz wieder zum Erfolg führte, wie die entwaffnende Offenheit des Verlags und seines Gründers es erst ermöglichte, dass jede Menge Menschen sich entschlossen zu helfen. Ganz offenbar gab es genügend Menschen im Land, die eine Welt mit KATAPULT wollen - und dafür sogar bereit waren, Grashalme im Shop zu bestellen. Bis zur Insolvenz waren sie immer nur von Erfolg zu Erfolg geeilt, wie Benni es ausdrückt: Bis dahin waren sie mit der transparenz immer nur Angeber. Die radikale Transparenz in der Krise führte aus der Insolvenz. </p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://katapult-magazin.de/de/autoren/benjamin-fredrich" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Benjamin Fredrich,</a> Gründer und Herausgeber von <a href="https://katapult-magazin.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">KATAPULT</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">d5f903aa-d29e-4098-9d2d-dcbc30703f66</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/024f90cc-a245-44de-a9d6-1a0c2e447cc8/JqnN8pPyOPigbmF7vTLD1wsx.jpg"/><pubDate>Thu, 01 Feb 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/d47f2efe-76f2-4ab0-8332-46f0db9fee80/Folge-192-Benni-Fredrich.mp3" length="98443519" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>51:16</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>192</itunes:episode><podcast:episode>192</podcast:episode></item><item><title>#191 Michael Carl: Solo gegen Rechts!</title><itunes:title>#191 Michael Carl: Solo gegen Rechts!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>All ihr Rechtsextremen mit AfD- oder sonstigem Parteibuch: </strong>Verschwindet einfach.</p><p>Wir wollen mit euch nichts zu tun haben. Aber auch rein gar nichts. Ihr verstopft unsere Aufmerksamkeit mit eurem menschenverachtenden und widersinnigen Gerede. Wir werden es hier nicht wiedergeben, schon das wäre verschwendete Zeit und würde unterschwellig doch die Botschaft verbreiten, an eurem braunen Geschwafel wäre irgendetwas diskutabel. Das ist es nicht. Ihr stellt euch außerhalb von Grundgesetz und Zivilisation. Fein, eure Entscheidung. Bleibt halt dort und verrottet mit euresgleichen. Staatsanwälte haben gute Gründe, mit euch zu sprechen. Wir nicht.</p><p>Dies ist ein freies Land mit einem stabilen demokratischen Fundament. Und wir haben genug zu tun. Wir haben die Klimakatastrophe einzudämmen und uns zugleich vor deren Folgen schützen. Wir haben Wirtschaft und Gesellschaft angesichts von Technologie, Demographie und einer grundlegend veränderten Arbeitswelt zu transformieren. Wir haben Diktatoren in ihre Schranken zu weisen. Es geht uns um eine Zukunft mit Entwicklung, Wohlstand und Frieden. Für den hundertsten Aufguss eurer völkischen und nationalistischen Wahnvorstellungen haben wir nicht auch noch Zeit. Wobei ihr gewiss sein könnt, dass wir uns stets die nötige Zeit nehmen werden, unsere Freiheit gegen euch zu verteidigen. Das nennt sich wehrhafte Demokratie.</p><p>Wir wollen euch nicht unter unseren Kunden. Wir wollen euch nichts als Partner. Wir wollen euch nicht in unserem Leben. Verschwindet einfach.</p><p><strong>Erwähnungen:</strong></p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-162/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#162 Sebastian Klein</a> – Die wachsende Ungleichheit ist kollektiver Selbstmord</p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-133/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#133 Wolfgang Cramer</a> – Nur globale Gerechtigkeit sichert unser Überleben</p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-168/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#168 Marcel Fratzscher</a> - Wohlstand statt Wachstum</p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-138/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#138 Chris Pyak </a>– Deutschland fehlt der Immigrant Spirit</p><p><a href="https://www.pik-potsdam.de/members/john/homepage-de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hans Joachim Schellnhuber</a>, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Professor für Theoretische Physik an der Universität Potsdam</p><p>Verfassungsblog: <a href="https://verfassungsblog.de/afd-verbotsverfahren-als-demokratische-pflicht/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">AfD-Verbotsverfahren als demokratische Pflicht,</a> Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>All ihr Rechtsextremen mit AfD- oder sonstigem Parteibuch: </strong>Verschwindet einfach.</p><p>Wir wollen mit euch nichts zu tun haben. Aber auch rein gar nichts. Ihr verstopft unsere Aufmerksamkeit mit eurem menschenverachtenden und widersinnigen Gerede. Wir werden es hier nicht wiedergeben, schon das wäre verschwendete Zeit und würde unterschwellig doch die Botschaft verbreiten, an eurem braunen Geschwafel wäre irgendetwas diskutabel. Das ist es nicht. Ihr stellt euch außerhalb von Grundgesetz und Zivilisation. Fein, eure Entscheidung. Bleibt halt dort und verrottet mit euresgleichen. Staatsanwälte haben gute Gründe, mit euch zu sprechen. Wir nicht.</p><p>Dies ist ein freies Land mit einem stabilen demokratischen Fundament. Und wir haben genug zu tun. Wir haben die Klimakatastrophe einzudämmen und uns zugleich vor deren Folgen schützen. Wir haben Wirtschaft und Gesellschaft angesichts von Technologie, Demographie und einer grundlegend veränderten Arbeitswelt zu transformieren. Wir haben Diktatoren in ihre Schranken zu weisen. Es geht uns um eine Zukunft mit Entwicklung, Wohlstand und Frieden. Für den hundertsten Aufguss eurer völkischen und nationalistischen Wahnvorstellungen haben wir nicht auch noch Zeit. Wobei ihr gewiss sein könnt, dass wir uns stets die nötige Zeit nehmen werden, unsere Freiheit gegen euch zu verteidigen. Das nennt sich wehrhafte Demokratie.</p><p>Wir wollen euch nicht unter unseren Kunden. Wir wollen euch nichts als Partner. Wir wollen euch nicht in unserem Leben. Verschwindet einfach.</p><p><strong>Erwähnungen:</strong></p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-162/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#162 Sebastian Klein</a> – Die wachsende Ungleichheit ist kollektiver Selbstmord</p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-133/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#133 Wolfgang Cramer</a> – Nur globale Gerechtigkeit sichert unser Überleben</p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-168/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#168 Marcel Fratzscher</a> - Wohlstand statt Wachstum</p><p><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-138/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#138 Chris Pyak </a>– Deutschland fehlt der Immigrant Spirit</p><p><a href="https://www.pik-potsdam.de/members/john/homepage-de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hans Joachim Schellnhuber</a>, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Professor für Theoretische Physik an der Universität Potsdam</p><p>Verfassungsblog: <a href="https://verfassungsblog.de/afd-verbotsverfahren-als-demokratische-pflicht/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">AfD-Verbotsverfahren als demokratische Pflicht,</a> Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">01e0ce12-c812-46d0-9797-6614634526c8</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f67bf9b5-db0e-4911-9f16-be243c8f294d/SAqkIbkkZfmg81BgR7dmCn82.jpg"/><pubDate>Thu, 25 Jan 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/09a74e9f-e84d-4b50-85e9-5633eb798394/Folge-191-Michael-solo.mp3" length="34578517" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>18:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>191</itunes:episode><podcast:episode>191</podcast:episode></item><item><title>#190 Silke Borgstedt – Angst und Wandel in der Mitte der Gesellschaft</title><itunes:title>#190 Silke Borgstedt – Angst und Wandel in der Mitte der Gesellschaft</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>"Bürgerliche Mitte", </strong>so der Name einer zentralen (natürlich!) Gruppe in unserer Gesellschaft. Sagen die Soziologen. Sie sagen auch: Diese Mitte hat lange zwei zentrale Funktionen erfüllt. Sie bot Stabilität und war zugleich auf Entwicklung aus. Keine Revolution, aber Fortschritt war hier immer etwas positives. Inzwischen kippt die Stimmung in dieser Mitte, sagt Silke Borgstedt, Geschäftsführerin des SINUS-Instituts. Ihr Institut untersucht laufend die sogenannten Sinus-Milieus, ihre Vorlieben, ihr Verhalten, ihre Einstellungen.</p><p><strong>Eine zentrale Erkenntnis aus dem Gespräch:</strong> Das Leben mit Veränderung ist nichts für die Mitte. Entwicklung Schritt für Schritt bei stabilen Rahmenbedingungen, das ja. Aber wenn auf einmal vieles in Frage steht, wechselt das Bild. Wenn die Bürgerliche Mitte nicht mehr genau weiß, was eigentlich "normal" ist - und schon gar nicht mehr selber definieren kann, was "normal" sein soll, quasi die Hoheit über Normalität verliert, dann werden Veränderungstreiber zu Blockierern. </p><p>Wenn die Mitte sehen muss, wie andere Gruppen Themen wie Nachhaltigkeit für sich längst normalisiert haben, sich auf einmal wie eine Gruppe fühlt, der man das erst noch erklären muss, dann entsteht ein Gefühl der Bevormundung. Das führt mindestens zu Anstrengung und Erschöpfung und raubt die Motivation.  </p><p>Wenn wir immer wieder das Gefühl haben, der gesellschaftliche Dialog zerfällt in lauter Einzelteile. Wenn wir erleben, wie sich unterschiedliche Gruppen aus der Distanz anbrüllen, anstatt über gemeinsame Lösungen zu verhandeln, dann kann das auch mit der veränderten Rolle und Stimmung in der Mitte zu tun haben. </p><p><strong>Silke bleibt optimistisch. </strong>Es geht um Anschlussfähigkeit an die Mitte und die kann auf viele Weisen hergestellt werden. Im Konkreten und Lokalen, wo es eine Selbstverständlichkeit ist, sich einzubringen und zu beteiligen. Dazu alles, was Orientierung und stabile Rahmen verspricht. Von der Roadmap für Entwicklungen bis hin zu Elterngeldrechnern auf der Webseite eines Ministeriums. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/dr-silke-borgstedt-626205108/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Silke Borgstedt,</a> Geschäftsführerin des <a href="https://www.sinus-institut.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SINUS-Institut</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>"Bürgerliche Mitte", </strong>so der Name einer zentralen (natürlich!) Gruppe in unserer Gesellschaft. Sagen die Soziologen. Sie sagen auch: Diese Mitte hat lange zwei zentrale Funktionen erfüllt. Sie bot Stabilität und war zugleich auf Entwicklung aus. Keine Revolution, aber Fortschritt war hier immer etwas positives. Inzwischen kippt die Stimmung in dieser Mitte, sagt Silke Borgstedt, Geschäftsführerin des SINUS-Instituts. Ihr Institut untersucht laufend die sogenannten Sinus-Milieus, ihre Vorlieben, ihr Verhalten, ihre Einstellungen.</p><p><strong>Eine zentrale Erkenntnis aus dem Gespräch:</strong> Das Leben mit Veränderung ist nichts für die Mitte. Entwicklung Schritt für Schritt bei stabilen Rahmenbedingungen, das ja. Aber wenn auf einmal vieles in Frage steht, wechselt das Bild. Wenn die Bürgerliche Mitte nicht mehr genau weiß, was eigentlich "normal" ist - und schon gar nicht mehr selber definieren kann, was "normal" sein soll, quasi die Hoheit über Normalität verliert, dann werden Veränderungstreiber zu Blockierern. </p><p>Wenn die Mitte sehen muss, wie andere Gruppen Themen wie Nachhaltigkeit für sich längst normalisiert haben, sich auf einmal wie eine Gruppe fühlt, der man das erst noch erklären muss, dann entsteht ein Gefühl der Bevormundung. Das führt mindestens zu Anstrengung und Erschöpfung und raubt die Motivation.  </p><p>Wenn wir immer wieder das Gefühl haben, der gesellschaftliche Dialog zerfällt in lauter Einzelteile. Wenn wir erleben, wie sich unterschiedliche Gruppen aus der Distanz anbrüllen, anstatt über gemeinsame Lösungen zu verhandeln, dann kann das auch mit der veränderten Rolle und Stimmung in der Mitte zu tun haben. </p><p><strong>Silke bleibt optimistisch. </strong>Es geht um Anschlussfähigkeit an die Mitte und die kann auf viele Weisen hergestellt werden. Im Konkreten und Lokalen, wo es eine Selbstverständlichkeit ist, sich einzubringen und zu beteiligen. Dazu alles, was Orientierung und stabile Rahmen verspricht. Von der Roadmap für Entwicklungen bis hin zu Elterngeldrechnern auf der Webseite eines Ministeriums. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/dr-silke-borgstedt-626205108/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Silke Borgstedt,</a> Geschäftsführerin des <a href="https://www.sinus-institut.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SINUS-Institut</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c3f00fa7-8f27-49d7-9bf3-9dae221efe1f</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e7ae6e84-363d-4448-bad2-930c88bfee4e/LqeqyUpeAiD4uibpUqzyD03t.jpg"/><pubDate>Thu, 18 Jan 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/8889d8bd-9cdc-4a35-9a32-6bf12990d538/Folge-190-Borgstedt.mp3" length="85842049" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:42</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>190</itunes:episode><podcast:episode>190</podcast:episode></item><item><title>#189 Basti Koch: eLearning is a four letter word</title><itunes:title>#189 Basti Koch: eLearning is a four letter word</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Wollen wir heute etwas besser werden, etwas relevantes lernen?</strong> Wer würde dazu schon nein sagen? Allein: Tun wir das jeden Tag? Stattdessen haben wir mühsame eLearning-Programme und immer noch Seminare zur Weiterbildung. Schon der Begriff „Berufliche Weiterbildung“ hat den Charme eine Drei-Sterne-Tagungshotels in Ostwestfalen. Basti Koch sagt: Das geht besser. Wir können Lernen digital machen und uns auf relevantes konzentrieren. Seine Lösung heißt „sparks“ und verspricht, den ganzen Prozess zu personalisieren.&nbsp;</p><p><strong>Michael und Basti diskutieren intensiv, was wir denn wirklich lernen sollten. </strong>Welche sind die „Future Skills“, die wir alle drauf haben sollten. Alle, unabhängig von Aufgabe und Tätigkeit, unabhängig auch von der weiteren technologischen Entwicklung. Basti nennt Dinge wie Kreativität, kritisches Denken, Problemlösung, Resilienz. Diese Themen sind allesamt nicht neu. Basti sagt: Wir sind auf diesen Strecken durchaus vorgekommen. Die Themen sind nur nicht endlich - da geht mehr.</p><p><strong>Die wirklich relevanten Fragen von Gegenwart und Zukunft haben eines gemeinsam:</strong> Niemand kann sie alleine lösen. Daraus folgt: Future Skills sind vor allem solche Fähigkeiten, die auf eine Zusammenarbeit zwischen Menschen zielen. Das ist der eine große Schlüssel.</p><p><strong>Hinderlich sind, wie so oft bei Zukunftsfragen, die Bilder, die wir im Kopf tragen.</strong> In diesem Fall: Wir glauben durchgängig, Menschen müssten zunächst ihr Expertenwissen als Bankkaufleute, Tischler, Ingenieure erwerben - und anschließend geben wir noch ein paar Runden Soft Skills hinzu. Sollten wir es nicht umdrehen? Wie sähe unsere Welt aus, wenn wir Menschen zu allererst herausragend in Future Skills ausbilden. Das nötige Expertenwissen kommt schon noch dazu. Das ist ja auch das, was im Zweifel ständig veraltet, zum Teil gar wertlos wird. Man frage hierzu einmal bei Ingenieuren in der Motorenentwicklung nach. Erst dann ist der Gedanke der Future Skills wirklich weit genug gedacht.&nbsp;</p><p><strong>Also dann: </strong>Ran ans Lernen! Heute schon etwas dabei?</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/bastiank/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Basti Koch,</a> Director Product, <a href="https://www.haufe-akademie.de/digital-suite/sparks?chorid=04511801&amp;em_src=kw&amp;em_cmp=google%2Fcls-sparks%2FAlwaysOn-Brand%2F97629%2F04511801&amp;akttyp=sea&amp;med=google&amp;aktnr=97629&amp;wnr=04511801&amp;cmp=AlwaysOn-Brand&amp;gad_source=1&amp;gclid=CjwKCAiA7t6sBhAiEiwAsaieYt2Q2f2cm0hiwvL_Bgl0VO5W_rS8wGpT3LIJ15TpH4RgmYMmM88ruhoC_SUQAvD_BwE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">sparks</a> by <a href="https://www.haufe-akademie.de/?akttyp=sea&amp;med=google&amp;aktnr=97629&amp;wnr=04511801&amp;chorid=04511801&amp;cmp=AlwaysOn-Brand" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Haufe Akademie</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wollen wir heute etwas besser werden, etwas relevantes lernen?</strong> Wer würde dazu schon nein sagen? Allein: Tun wir das jeden Tag? Stattdessen haben wir mühsame eLearning-Programme und immer noch Seminare zur Weiterbildung. Schon der Begriff „Berufliche Weiterbildung“ hat den Charme eine Drei-Sterne-Tagungshotels in Ostwestfalen. Basti Koch sagt: Das geht besser. Wir können Lernen digital machen und uns auf relevantes konzentrieren. Seine Lösung heißt „sparks“ und verspricht, den ganzen Prozess zu personalisieren.&nbsp;</p><p><strong>Michael und Basti diskutieren intensiv, was wir denn wirklich lernen sollten. </strong>Welche sind die „Future Skills“, die wir alle drauf haben sollten. Alle, unabhängig von Aufgabe und Tätigkeit, unabhängig auch von der weiteren technologischen Entwicklung. Basti nennt Dinge wie Kreativität, kritisches Denken, Problemlösung, Resilienz. Diese Themen sind allesamt nicht neu. Basti sagt: Wir sind auf diesen Strecken durchaus vorgekommen. Die Themen sind nur nicht endlich - da geht mehr.</p><p><strong>Die wirklich relevanten Fragen von Gegenwart und Zukunft haben eines gemeinsam:</strong> Niemand kann sie alleine lösen. Daraus folgt: Future Skills sind vor allem solche Fähigkeiten, die auf eine Zusammenarbeit zwischen Menschen zielen. Das ist der eine große Schlüssel.</p><p><strong>Hinderlich sind, wie so oft bei Zukunftsfragen, die Bilder, die wir im Kopf tragen.</strong> In diesem Fall: Wir glauben durchgängig, Menschen müssten zunächst ihr Expertenwissen als Bankkaufleute, Tischler, Ingenieure erwerben - und anschließend geben wir noch ein paar Runden Soft Skills hinzu. Sollten wir es nicht umdrehen? Wie sähe unsere Welt aus, wenn wir Menschen zu allererst herausragend in Future Skills ausbilden. Das nötige Expertenwissen kommt schon noch dazu. Das ist ja auch das, was im Zweifel ständig veraltet, zum Teil gar wertlos wird. Man frage hierzu einmal bei Ingenieuren in der Motorenentwicklung nach. Erst dann ist der Gedanke der Future Skills wirklich weit genug gedacht.&nbsp;</p><p><strong>Also dann: </strong>Ran ans Lernen! Heute schon etwas dabei?</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/bastiank/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Basti Koch,</a> Director Product, <a href="https://www.haufe-akademie.de/digital-suite/sparks?chorid=04511801&amp;em_src=kw&amp;em_cmp=google%2Fcls-sparks%2FAlwaysOn-Brand%2F97629%2F04511801&amp;akttyp=sea&amp;med=google&amp;aktnr=97629&amp;wnr=04511801&amp;cmp=AlwaysOn-Brand&amp;gad_source=1&amp;gclid=CjwKCAiA7t6sBhAiEiwAsaieYt2Q2f2cm0hiwvL_Bgl0VO5W_rS8wGpT3LIJ15TpH4RgmYMmM88ruhoC_SUQAvD_BwE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">sparks</a> by <a href="https://www.haufe-akademie.de/?akttyp=sea&amp;med=google&amp;aktnr=97629&amp;wnr=04511801&amp;chorid=04511801&amp;cmp=AlwaysOn-Brand" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Haufe Akademie</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">92b8b7b5-2f32-441f-8faf-75f3e667b5e3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/ec82d476-e711-4be7-a339-a7e3c4bba3de/ORN02pSxvlOrOxvWEQ3RWHU3.jpg"/><pubDate>Thu, 11 Jan 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f5a45ef5-ab0e-4490-a7ee-506bc0ca23c4/Folge-189-Basti-Koch.mp3" length="75998274" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:35</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>189</itunes:episode><podcast:episode>189</podcast:episode></item><item><title>#188 Lisa Weise-Hoff: Die Zukunft des Bauens ist schon da.</title><itunes:title>#188 Lisa Weise-Hoff: Die Zukunft des Bauens ist schon da.</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Die Baubranche ist es.</strong> Sie ist die eine mit Abstand größte Quelle für CO2-Ausstoß. 40% des Mülls, der in Deutschland anfällt, stammt aus dem Bau. Lisa Weise-Hoff und ihr Startup Hejmo Homes sind angetreten zu zeigen, dass es auch anders geht. Sie fertigen Häuser aus Modulen. Michael und Lisa sprechen darüber, warum auch darin die Zukunft von Bauen und Gebäuden liegt.</p><p><strong>Die Baubranche ist es.</strong> Sie ist reif für Transformation. Die Technologie ist da. Die Prozesse sind da, die Materialien auch. Lisa sagt: Der Wandel in der Baubranche ist kein Hexenwerk und kein Flug zum Mond. Es geht ums Tun. Und um den Mut, mit bisherigen Gewohnheiten zu brechen.</p><p><strong>Beispiel Material: </strong>Gebäude der Zukunft sind rückbaubar, Materialien wieder voneinander zu trennen. Damit wird von ganz alleine Kreislaufwirtschaft möglich. Ja, Beton scheidet damit aus.</p><p><strong>Beispiel Prozesse:</strong> Für jedes neue Haus eine gesonderte Produktionsstätte aufbauen und hinterher wieder abräumen? In keiner anderen Industrie kämen wir auf diese Idee. Das Bauen der Zukunft setzt auch deshalb auf Module, weil man sie an zentraler Stelle fertigen kann, in der Ausbaustufe sogar automatisiert. Vor Ort werden die Teile nur noch verschraubt. Lisa sagt: Eine Woche nach Baubeginn kann man einziehen.</p><p><strong>Lisa berichtet auch von ihrer Erfahrung mit den ach so gesuchten Fachkräften.</strong> Wenn die Baustelle nicht jedes Mal woanders und der Arbeitsplatz bei Regen, Sturm und Hitze draußen ist, sondern die Produktion in einer warmen Fabrikhalle stattfindet, ist die Suche nach Fachkräften auf einmal ganz leicht.</p><p><strong>Wie werden unsere Städte in Zukunft aussehen?</strong> Eines scheint sicher: Das Modell mit den unterschiedlichen Städten zum Wohnen, Arbeiten und Versorgen hat ausgedient. Und damit auch die nächste austauschbare Siedlung mit den ewig gleichen Eigenheimen. Wenn wir tatsächlich klimatisch verantwortlich und sinnvoll bauen wollen, führt an mehr Mehrfamilienhäusern kein Weg vorbei. Und in den Städten damit an Sanierung. Das ist der Elefant im Raum, das eigentlich große Thema, an das die Branche herangehen müsste. Nein, sagt Lisa: Herangehen wird.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/lisa-weise-hoff-28b28b217?challengeId=AQEhGnux28z9QAAAAYzOb37YwrLGeqSqb0GKyq_aPZ2bYcoMg1Z2kz_JQNsXYOOBAvVRjbR_s_Pe_aMXgYfy5brv7iRbeQfZ9A&amp;submissionId=0f4364ac-f4c8-a617-cd1e-442b0aad1314&amp;challengeSource=AgEOwLgq9T3a1QAAAYzOb4Z_ccII9Z9jSNp3N-q_g_AS07B3ah-cMXZ6yfqqD5Q&amp;challegeType=AgFV5i063H-Q4QAAAYzOb4aCTWno20-AkFgxJ45cQnEne4ybTaWwhGI&amp;memberId=AgFDt6hkaRFjfwAAAYzOb4aEaZv-I3M3IItfuOG52Qmam3A&amp;recognizeDevice=AgFZeHBPE3WsTQAAAYzOb4aHdt40zDAR92kZI3g0ZyPe6iQbFDBL" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Lisa Weise-Hoff,</a> Co-Founder &amp; GF von <a href="https://www.hejmo-homes.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hejmo Homes</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Baubranche ist es.</strong> Sie ist die eine mit Abstand größte Quelle für CO2-Ausstoß. 40% des Mülls, der in Deutschland anfällt, stammt aus dem Bau. Lisa Weise-Hoff und ihr Startup Hejmo Homes sind angetreten zu zeigen, dass es auch anders geht. Sie fertigen Häuser aus Modulen. Michael und Lisa sprechen darüber, warum auch darin die Zukunft von Bauen und Gebäuden liegt.</p><p><strong>Die Baubranche ist es.</strong> Sie ist reif für Transformation. Die Technologie ist da. Die Prozesse sind da, die Materialien auch. Lisa sagt: Der Wandel in der Baubranche ist kein Hexenwerk und kein Flug zum Mond. Es geht ums Tun. Und um den Mut, mit bisherigen Gewohnheiten zu brechen.</p><p><strong>Beispiel Material: </strong>Gebäude der Zukunft sind rückbaubar, Materialien wieder voneinander zu trennen. Damit wird von ganz alleine Kreislaufwirtschaft möglich. Ja, Beton scheidet damit aus.</p><p><strong>Beispiel Prozesse:</strong> Für jedes neue Haus eine gesonderte Produktionsstätte aufbauen und hinterher wieder abräumen? In keiner anderen Industrie kämen wir auf diese Idee. Das Bauen der Zukunft setzt auch deshalb auf Module, weil man sie an zentraler Stelle fertigen kann, in der Ausbaustufe sogar automatisiert. Vor Ort werden die Teile nur noch verschraubt. Lisa sagt: Eine Woche nach Baubeginn kann man einziehen.</p><p><strong>Lisa berichtet auch von ihrer Erfahrung mit den ach so gesuchten Fachkräften.</strong> Wenn die Baustelle nicht jedes Mal woanders und der Arbeitsplatz bei Regen, Sturm und Hitze draußen ist, sondern die Produktion in einer warmen Fabrikhalle stattfindet, ist die Suche nach Fachkräften auf einmal ganz leicht.</p><p><strong>Wie werden unsere Städte in Zukunft aussehen?</strong> Eines scheint sicher: Das Modell mit den unterschiedlichen Städten zum Wohnen, Arbeiten und Versorgen hat ausgedient. Und damit auch die nächste austauschbare Siedlung mit den ewig gleichen Eigenheimen. Wenn wir tatsächlich klimatisch verantwortlich und sinnvoll bauen wollen, führt an mehr Mehrfamilienhäusern kein Weg vorbei. Und in den Städten damit an Sanierung. Das ist der Elefant im Raum, das eigentlich große Thema, an das die Branche herangehen müsste. Nein, sagt Lisa: Herangehen wird.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/lisa-weise-hoff-28b28b217?challengeId=AQEhGnux28z9QAAAAYzOb37YwrLGeqSqb0GKyq_aPZ2bYcoMg1Z2kz_JQNsXYOOBAvVRjbR_s_Pe_aMXgYfy5brv7iRbeQfZ9A&amp;submissionId=0f4364ac-f4c8-a617-cd1e-442b0aad1314&amp;challengeSource=AgEOwLgq9T3a1QAAAYzOb4Z_ccII9Z9jSNp3N-q_g_AS07B3ah-cMXZ6yfqqD5Q&amp;challegeType=AgFV5i063H-Q4QAAAYzOb4aCTWno20-AkFgxJ45cQnEne4ybTaWwhGI&amp;memberId=AgFDt6hkaRFjfwAAAYzOb4aEaZv-I3M3IItfuOG52Qmam3A&amp;recognizeDevice=AgFZeHBPE3WsTQAAAYzOb4aHdt40zDAR92kZI3g0ZyPe6iQbFDBL" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Lisa Weise-Hoff,</a> Co-Founder &amp; GF von <a href="https://www.hejmo-homes.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hejmo Homes</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">13d9f3f2-5e6b-4a51-80ae-a7fb10a562ed</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3f75f2c6-4d59-4542-8064-657e21549b82/UOiMnFBWPWBHkt8ly14LCbNS.jpg"/><pubDate>Thu, 04 Jan 2024 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/1b49bebf-feec-4545-92b2-9d2597d67ae6/Folge-188-Lisa-Weise-Hoff.mp3" length="85746754" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:39</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>188</itunes:episode><podcast:episode>188</podcast:episode></item><item><title>#187 Silvester mit Suchtpotenzial</title><itunes:title>#187 Silvester mit Suchtpotenzial</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Das ist große Samstagabend-Unterhaltung für die ganze Familie!</strong> Leider hat Thomas Gottschalk kurzfristig seine Karriere beendet, weil er angeblich nicht mehr alles Schmierige im Fernsehen sagen darf, was ihm gerade so durch den Kopf geht. Naja, dann eben wieder Suchtpotenzial. Wie jedes Jahr.&nbsp;</p><p><strong>Ariane Müller und Julia Gámez Martin</strong> sind die feste Säule dieses Podcasts zum Jahreswechsel. Sind sie Team Raclette oder Team Fondue? Eher Team Roxy. In dem Club in Ulm spielen die beiden an Silvester eine Doppelfolge. Das Festtagsmenü wird wohl aus einer kalten Pizza in der Künstlerinnengarderobe bestehen.&nbsp;</p><p><strong>Was tut Not fürs neue Jahr?</strong> Klarheit. Nazis auch mal als Nazis bezeichnen. Dem Onkel, der wie jedes Jahr im Familienkreis seine rassistischen Sprüche klopft, auch mal widersprechen. Ariane hat einen veritablen Shitstorm von rechts erlebt im vergangenen Jahr. Kein heißer Tipp für empfindsame Gemüter. Arianes Antwort ist Punk. Trotz. Ist wahrscheinlich nicht jedem Menschen gegeben, insofern Augen auf bei der Shitstorm-Bestellung.&nbsp;</p><p><strong>Das Buch, </strong>das Julia ihrem Vater geschenkt hat, heißt<a href="https://www.exitracism.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> "Exit Racism"</a> und ist von Tupoka Ogette.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.instagram.com/arianeeeeeeeeeee/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ariane Müller</a> und <a href="https://www.instagram.com/julia.gamez.martin/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Julia Gámez Martin</a> von<strong> </strong><a href="https://www.suchtpotenzial.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Suchtpotenzial</strong></a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das ist große Samstagabend-Unterhaltung für die ganze Familie!</strong> Leider hat Thomas Gottschalk kurzfristig seine Karriere beendet, weil er angeblich nicht mehr alles Schmierige im Fernsehen sagen darf, was ihm gerade so durch den Kopf geht. Naja, dann eben wieder Suchtpotenzial. Wie jedes Jahr.&nbsp;</p><p><strong>Ariane Müller und Julia Gámez Martin</strong> sind die feste Säule dieses Podcasts zum Jahreswechsel. Sind sie Team Raclette oder Team Fondue? Eher Team Roxy. In dem Club in Ulm spielen die beiden an Silvester eine Doppelfolge. Das Festtagsmenü wird wohl aus einer kalten Pizza in der Künstlerinnengarderobe bestehen.&nbsp;</p><p><strong>Was tut Not fürs neue Jahr?</strong> Klarheit. Nazis auch mal als Nazis bezeichnen. Dem Onkel, der wie jedes Jahr im Familienkreis seine rassistischen Sprüche klopft, auch mal widersprechen. Ariane hat einen veritablen Shitstorm von rechts erlebt im vergangenen Jahr. Kein heißer Tipp für empfindsame Gemüter. Arianes Antwort ist Punk. Trotz. Ist wahrscheinlich nicht jedem Menschen gegeben, insofern Augen auf bei der Shitstorm-Bestellung.&nbsp;</p><p><strong>Das Buch, </strong>das Julia ihrem Vater geschenkt hat, heißt<a href="https://www.exitracism.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> "Exit Racism"</a> und ist von Tupoka Ogette.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.instagram.com/arianeeeeeeeeeee/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ariane Müller</a> und <a href="https://www.instagram.com/julia.gamez.martin/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Julia Gámez Martin</a> von<strong> </strong><a href="https://www.suchtpotenzial.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Suchtpotenzial</strong></a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">f66df4b5-ea53-438b-b7d0-be781faaf9eb</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/9bedcd94-c0e7-4fcf-8ae8-bc2180ba8528/a161Yh2iZS9kmvpCRrZfm5GX.jpg"/><pubDate>Thu, 28 Dec 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/50d28e71-d5b6-4aa2-817d-9a4058e60860/Folge-187-Suchtpotenzial.mp3" length="79897833" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:37</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>187</itunes:episode><podcast:episode>187</podcast:episode></item><item><title>#186 Aileen Puhlmann @Lemonaid &amp; Charitea e.V. - Eine weihnachtliche Folge ganz ohne Weihnachten</title><itunes:title>#186 Aileen Puhlmann @Lemonaid &amp; Charitea e.V. - Eine weihnachtliche Folge ganz ohne Weihnachten</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Sprechen wir doch einmal darüber, Gutes zu tun. </strong>Passend zur Weihnachtszeit. Wobei: In welcher Jahreszeit genau fänden wir es unpassend, Gutes zu tun? Nun ist aber nun einmal gerade Weihnachten, Michael hat Aileen Puhlmann vom Lemonaid &amp; Charitea e.V. zu Gast und die beiden sprechen über Charity, bzw. natürlich Charitea und was es bedeutet, eine positive Wirkung zu erzeugen.&nbsp;</p><p><strong>Das Prinzip bei Lemonaid ist einfach:</strong> Vom Ertrag jeder Flasche geht eine fixe Summe an Aileen, die mit ihrem Team daraus wiederum Projekte in genau den Ländern finanziert, aus denen die Limonadenproduktion ihre Rohstoffe bezieht.&nbsp;</p><p><strong>Aileens These ist ebenso einfach.</strong> Sie sagt: Die Pflicht muss ohnehin jedes Unternehmen erfüllen. Also: Nachhaltige Lieferketten aufbauen, für anständige Löhne in den Herkunftsländern sorgen, partnerschaftlich und fair mit Lieferanten und Produzenten umgehen. Hinzu kommt die neue Aufgabe: Jedes Unternehmen, jede Organisation muss sich fragen, wie sie darüber hinaus die Welt ein Stück besser machen kann. Weil sie es kann.&nbsp;</p><p><strong>Mit diesem Anspruch geht in Aileen in Länder wie Madagaskar und finanziert Projekte.</strong> Dafür gibt sie Geld und sonst nicht viel, beides mit voller Absicht. Das Geld ermöglicht Dinge, die ohne Lemonaid schlicht nicht möglich wären - und das Geld ist ungleich verteilt. Michael und Aileen sprechen darüber, wie schwierig es ist, daraus nicht gleich abzuleiten, die Menschen in den Förderländern wären weniger professionell, verantwortungsbewusst oder kompetent.&nbsp;</p><p>Aileen wird oft gefragt, wie Lemonaid sicherstellt, dass das Geld auch an der richtigen Stelle ankommt. Meist führt das zu interessanten Diskussionen darüber, warum wir bei Spenden und Unterstützung so peinlich genau wissen wollen, was mit dem Geld geschieht - und unzureichend besteuerte Großvermögen schulterzuckend akzeptieren. Oft trifft Aileen auf die Erwartung, Projekte dürften nur eine Anschubfinanzierung bekommen und müssten sich nach wenigen Jahren selbst tragen. Aber warum muss jedes für die Gesellschaft sinnvolle Projekt immer ein gewinnorientiertes Unternehmen sein?&nbsp;</p><p>Der in der Folge erwähnte Podcast mit Micha Fritz findet sich <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-134/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/aileen-puhlmann-63707937" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Aileen Puhlmann</a>, Vorständin von <a href="https://lemonaid-charitea-ev.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Lemonaid und ChariTea e.V.</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sprechen wir doch einmal darüber, Gutes zu tun. </strong>Passend zur Weihnachtszeit. Wobei: In welcher Jahreszeit genau fänden wir es unpassend, Gutes zu tun? Nun ist aber nun einmal gerade Weihnachten, Michael hat Aileen Puhlmann vom Lemonaid &amp; Charitea e.V. zu Gast und die beiden sprechen über Charity, bzw. natürlich Charitea und was es bedeutet, eine positive Wirkung zu erzeugen.&nbsp;</p><p><strong>Das Prinzip bei Lemonaid ist einfach:</strong> Vom Ertrag jeder Flasche geht eine fixe Summe an Aileen, die mit ihrem Team daraus wiederum Projekte in genau den Ländern finanziert, aus denen die Limonadenproduktion ihre Rohstoffe bezieht.&nbsp;</p><p><strong>Aileens These ist ebenso einfach.</strong> Sie sagt: Die Pflicht muss ohnehin jedes Unternehmen erfüllen. Also: Nachhaltige Lieferketten aufbauen, für anständige Löhne in den Herkunftsländern sorgen, partnerschaftlich und fair mit Lieferanten und Produzenten umgehen. Hinzu kommt die neue Aufgabe: Jedes Unternehmen, jede Organisation muss sich fragen, wie sie darüber hinaus die Welt ein Stück besser machen kann. Weil sie es kann.&nbsp;</p><p><strong>Mit diesem Anspruch geht in Aileen in Länder wie Madagaskar und finanziert Projekte.</strong> Dafür gibt sie Geld und sonst nicht viel, beides mit voller Absicht. Das Geld ermöglicht Dinge, die ohne Lemonaid schlicht nicht möglich wären - und das Geld ist ungleich verteilt. Michael und Aileen sprechen darüber, wie schwierig es ist, daraus nicht gleich abzuleiten, die Menschen in den Förderländern wären weniger professionell, verantwortungsbewusst oder kompetent.&nbsp;</p><p>Aileen wird oft gefragt, wie Lemonaid sicherstellt, dass das Geld auch an der richtigen Stelle ankommt. Meist führt das zu interessanten Diskussionen darüber, warum wir bei Spenden und Unterstützung so peinlich genau wissen wollen, was mit dem Geld geschieht - und unzureichend besteuerte Großvermögen schulterzuckend akzeptieren. Oft trifft Aileen auf die Erwartung, Projekte dürften nur eine Anschubfinanzierung bekommen und müssten sich nach wenigen Jahren selbst tragen. Aber warum muss jedes für die Gesellschaft sinnvolle Projekt immer ein gewinnorientiertes Unternehmen sein?&nbsp;</p><p>Der in der Folge erwähnte Podcast mit Micha Fritz findet sich <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-134/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/aileen-puhlmann-63707937" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Aileen Puhlmann</a>, Vorständin von <a href="https://lemonaid-charitea-ev.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Lemonaid und ChariTea e.V.</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">fd34c7d5-4587-42f0-ab8e-5d41e261baa8</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/76098571-57e4-4df9-a2ba-40879750e21b/d3yTVM11ewe2LM2nJHq1iAhs.jpg"/><pubDate>Thu, 21 Dec 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/c0db6441-9422-45d1-97d7-baff222aa986/Folge-186-Puhlmann.mp3" length="90502294" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:08</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>186</itunes:episode><podcast:episode>186</podcast:episode></item><item><title>#185 Martin Bethke – Das kann sogar ein CEO verstehen</title><itunes:title>#185 Martin Bethke – Das kann sogar ein CEO verstehen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Wahrscheinlich muss man es einfach herunterbrechen: </strong>Wir haben nur einen Planeten und mit dem müssen wir auskommen. Mit dem Planeten und dem, was darauf ist. Das kann sogar ein CEO verstehen, wenn er im Geschäft bleiben möchte. Nur je später wir anfangen, desto schwieriger wird es. Also wäre es doch ganz gut, heute anzufangen, sagt Martin Bethke, Autor, Berater und Speaker rund um das Thema Nachhaltigkeit.&nbsp;</p><p><strong>Die Frage der Nachhaltigkeit ist im Grund ganz schlicht: </strong>Kann ich das, was ich da draußen tue, eigentlich vor mir selber verantworten? Und wenn nein, warum handele ich dann nicht jetzt schon? Das Problem sind aber oft die Denkmuster dahinter. Was sichert unseren Wohlstand? Was ist Wachstum? Letztlich auch: Was ist wirklich wichtig, was wollen wir erreichen? Unsere üblichen Denkmuster stehen uns schon gehörig im Weg, wenn wir über Nachhaltigkeit reflektieren. Tenor: Kann ja sein, dass die Möglichkeiten begrenzt sind; ich möchte trotzdem viel, sollen die anderen halt weniger nehmen - und übrigens bin ich so ein toller CEO, weil ich genau das kann: Auf Kosten anderer leben.</p><p><strong>Was treibt die Nachhaltigkeit?</strong> Martin setzt auf einen Dreiklang aus Wissen (Stichwort: Earth Overshoot Day), erwünschter Langlebigkeit (Was wollen wir der nächsten Generation hinterlassen?) und Regulatorik. Letzter wirkt wahrscheinlich am stärksten. Dennoch ist, wer immer sich für Nachhaltigkeit einsetzt, oft ein eher ungewollter Akteur. Letztlich halten wir uns mit der Forderung nach mehr Nachhaltigkeit ja auch den Spiegel vor: Gerade weil wir seit Beginn der Industrialisierung nicht nachhaltig gewirtschaftet und gelebt haben, müssen wir nun umso mehr die Transformation suchen. Es möchte eben nicht jeder daran erinnert werden, dass wir uns die Suppe selbst eingebrockt haben.&nbsp;</p><p><strong>Martin plädiert für einen pragmatischen Optimismus:</strong> Wir schaffen das, wir können in der Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft weit genug kommen und auch schnell genug sein. Wir haben das nötige Ambitionsniveau, wir haben die Erkenntnisse. Das Problem ist einzig die Umsetzung. Das aber, sagt Martin, ist auch eine gute Nachricht, denn wir haben es in der Hand. Wir müssen es nur tun.&nbsp;</p><p><strong>Die erwähnte Folge</strong> <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-168/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">mit Marcel Fratzscher ist Folge 168 dieses Podcasts.&nbsp;</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://de.linkedin.com/in/dr-martin-bethke-24a8351b" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Bethke,</a> Autor, Berater und Speaker zur Nachhaltigkeit</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wahrscheinlich muss man es einfach herunterbrechen: </strong>Wir haben nur einen Planeten und mit dem müssen wir auskommen. Mit dem Planeten und dem, was darauf ist. Das kann sogar ein CEO verstehen, wenn er im Geschäft bleiben möchte. Nur je später wir anfangen, desto schwieriger wird es. Also wäre es doch ganz gut, heute anzufangen, sagt Martin Bethke, Autor, Berater und Speaker rund um das Thema Nachhaltigkeit.&nbsp;</p><p><strong>Die Frage der Nachhaltigkeit ist im Grund ganz schlicht: </strong>Kann ich das, was ich da draußen tue, eigentlich vor mir selber verantworten? Und wenn nein, warum handele ich dann nicht jetzt schon? Das Problem sind aber oft die Denkmuster dahinter. Was sichert unseren Wohlstand? Was ist Wachstum? Letztlich auch: Was ist wirklich wichtig, was wollen wir erreichen? Unsere üblichen Denkmuster stehen uns schon gehörig im Weg, wenn wir über Nachhaltigkeit reflektieren. Tenor: Kann ja sein, dass die Möglichkeiten begrenzt sind; ich möchte trotzdem viel, sollen die anderen halt weniger nehmen - und übrigens bin ich so ein toller CEO, weil ich genau das kann: Auf Kosten anderer leben.</p><p><strong>Was treibt die Nachhaltigkeit?</strong> Martin setzt auf einen Dreiklang aus Wissen (Stichwort: Earth Overshoot Day), erwünschter Langlebigkeit (Was wollen wir der nächsten Generation hinterlassen?) und Regulatorik. Letzter wirkt wahrscheinlich am stärksten. Dennoch ist, wer immer sich für Nachhaltigkeit einsetzt, oft ein eher ungewollter Akteur. Letztlich halten wir uns mit der Forderung nach mehr Nachhaltigkeit ja auch den Spiegel vor: Gerade weil wir seit Beginn der Industrialisierung nicht nachhaltig gewirtschaftet und gelebt haben, müssen wir nun umso mehr die Transformation suchen. Es möchte eben nicht jeder daran erinnert werden, dass wir uns die Suppe selbst eingebrockt haben.&nbsp;</p><p><strong>Martin plädiert für einen pragmatischen Optimismus:</strong> Wir schaffen das, wir können in der Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft weit genug kommen und auch schnell genug sein. Wir haben das nötige Ambitionsniveau, wir haben die Erkenntnisse. Das Problem ist einzig die Umsetzung. Das aber, sagt Martin, ist auch eine gute Nachricht, denn wir haben es in der Hand. Wir müssen es nur tun.&nbsp;</p><p><strong>Die erwähnte Folge</strong> <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-168/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">mit Marcel Fratzscher ist Folge 168 dieses Podcasts.&nbsp;</a></p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://de.linkedin.com/in/dr-martin-bethke-24a8351b" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Bethke,</a> Autor, Berater und Speaker zur Nachhaltigkeit</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">2b413147-7b9b-4c61-802d-fecf5bb70120</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1c5f08b3-1741-462d-83ef-8aa138036513/aSZ8TYtiuYcddH31v474aH-.jpg"/><pubDate>Thu, 14 Dec 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/cc65add5-d9ae-4e25-8039-19e5fcb59cbd/Folge-185-Martin-Bethke.mp3" length="78042930" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:39</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>185</itunes:episode><podcast:episode>185</podcast:episode></item><item><title>#184 Fredrik Harkort – Was ist deine Superkraft?</title><itunes:title>#184 Fredrik Harkort – Was ist deine Superkraft?</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Meine Superkraft? </strong>Kenne ich sie? Und kann ich sie ausleben, in meinem Beruf und in meinem Alltag nutzen, sie entwickeln und mich daran freuen? Michael und Fredrik führen ein gar nicht so typisches Gespräch über Bildung, Lernen, Schule - und die Superkraft. Fredrik Harkort ist Gründer und Kopf von Cleverly. Das Startup unterstützt Kinder und Jugendliche beim Lernen, mit Inhalten und mit Persönlichkeitsentwicklung. Das erste ist bekannter, das zweite wichtiger, sagt Fredrik. </p><p><strong>Fredriks These:</strong> Jedes Kind hat eine Superkraft und da muss Lernen ansetzen. Dieser Gedanke ist, gemessen am heutigen Bildungssystem, geradezu revolutionär. Wir setzen auf Standards, auf feste Lehrpläne und abstrakt definierte Kompetenzen, die möglichst alle erwerben sollen - und zwar möglichst gleich. Das Gegenmodell: Du kannst etwas, lerne es kennen und mache etwas draus. Was fast nach den Schreiereien der üblichen Motivationsredner klingt, meint hier: Unterstütze dein Kind bei dem, was ohnehin als Talent in ihm liegt. Nicht der Dienstwagen, die ungewollte Führungsposition, die Karriere, die die Eltern nie hatten, macht auf Dauer glücklich. Jedenfalls nicht jede:n.  </p><p>Das wäre dann übrigens auch eine kluge Antwort auf vermeintlich übermächtige  Gesellschaftsmodelle wie das chinesische: Massenhaft individuell geförderte Persönlichkeiten. </p><p><strong>Übrigens: </strong>Alles, was Fredrik und Michael über Schule und Lernen von Kindern und Jugendlichen besprochen haben, gilt uneingeschränkt auch für Erwachsene, zu jeder Phase ihres Lebens. Daher hier die Hausaufgabe für alle, die diesen Podcast hören (und für alle anderen auch, es sei denn, sie haben eine Entschuldigung von den Eltern): Finde deine Superkraft. Lerne, darüber zu sprechen: Ich kann .... besonders gut und es bereitet mir Freude. Bonusaufgabe für die Zusatzpunkte: Passt dein Beruf, dein wesentlicher Lebensinhalt dazu?</p><p>Zu Gast: <a href="https://de.linkedin.com/in/fredrikharkort" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Fredrik Harkort,</a> Gründer von <a href="https://cleverly.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">cleverly</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine Superkraft? </strong>Kenne ich sie? Und kann ich sie ausleben, in meinem Beruf und in meinem Alltag nutzen, sie entwickeln und mich daran freuen? Michael und Fredrik führen ein gar nicht so typisches Gespräch über Bildung, Lernen, Schule - und die Superkraft. Fredrik Harkort ist Gründer und Kopf von Cleverly. Das Startup unterstützt Kinder und Jugendliche beim Lernen, mit Inhalten und mit Persönlichkeitsentwicklung. Das erste ist bekannter, das zweite wichtiger, sagt Fredrik. </p><p><strong>Fredriks These:</strong> Jedes Kind hat eine Superkraft und da muss Lernen ansetzen. Dieser Gedanke ist, gemessen am heutigen Bildungssystem, geradezu revolutionär. Wir setzen auf Standards, auf feste Lehrpläne und abstrakt definierte Kompetenzen, die möglichst alle erwerben sollen - und zwar möglichst gleich. Das Gegenmodell: Du kannst etwas, lerne es kennen und mache etwas draus. Was fast nach den Schreiereien der üblichen Motivationsredner klingt, meint hier: Unterstütze dein Kind bei dem, was ohnehin als Talent in ihm liegt. Nicht der Dienstwagen, die ungewollte Führungsposition, die Karriere, die die Eltern nie hatten, macht auf Dauer glücklich. Jedenfalls nicht jede:n.  </p><p>Das wäre dann übrigens auch eine kluge Antwort auf vermeintlich übermächtige  Gesellschaftsmodelle wie das chinesische: Massenhaft individuell geförderte Persönlichkeiten. </p><p><strong>Übrigens: </strong>Alles, was Fredrik und Michael über Schule und Lernen von Kindern und Jugendlichen besprochen haben, gilt uneingeschränkt auch für Erwachsene, zu jeder Phase ihres Lebens. Daher hier die Hausaufgabe für alle, die diesen Podcast hören (und für alle anderen auch, es sei denn, sie haben eine Entschuldigung von den Eltern): Finde deine Superkraft. Lerne, darüber zu sprechen: Ich kann .... besonders gut und es bereitet mir Freude. Bonusaufgabe für die Zusatzpunkte: Passt dein Beruf, dein wesentlicher Lebensinhalt dazu?</p><p>Zu Gast: <a href="https://de.linkedin.com/in/fredrikharkort" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Fredrik Harkort,</a> Gründer von <a href="https://cleverly.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">cleverly</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">0daa76ca-c0d5-4f9a-9594-2f32273e5b85</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/01a0c843-6552-4fa1-b0d0-3315099fd4d7/jpZ0nMDAjTEba0E8-NEqz8Tz.jpg"/><pubDate>Thu, 07 Dec 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/dfbb5fd2-4b92-4036-8c60-a612bd8c58c1/Folge-184-Fredrik-Harkort.mp3" length="83559156" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:31</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>184</itunes:episode><podcast:episode>184</podcast:episode></item><item><title>#183 Meet the Elephant – Der Podcast zum Festival</title><itunes:title>#183 Meet the Elephant – Der Podcast zum Festival</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>"Unlocking Transformation" </strong>- unser Festival im Januar 2024. Am 11. Januar werden wir der Transformation aus verschiedenen Perspektiven auf den Pelz rücken, immer auf der Spur unserer Kernfrage: <strong>Wie müssen wir reden, damit wir nicht mehr nur reden?</strong> Damit endlich etwas passiert, wir uns nicht vom Elefanten im Raum lähmen lassen, sondern den Wandel um uns herum zu nutzen, um Veränderung zu treiben. </p><p>Julia Moritz und Michael haben das Festival erdacht und auf den Weg gebracht. Im Podcast reden sie darüber, </p><ul><li>wie Veränderung möglich ist, wenn die alten Rahmenbedingungen nicht mehr hilfreich sind,</li><li>was das Festival konkret bringt </li><li>... und über Elefanten, darüber reden sie auch. </li></ul><br/><p>Unser Festival verspricht Begegnung, Debatte, Interaktion, Theater, Netzwerk - aber ganz sicher keine weitere Standard-Konferenz. Das Festival wird eine Plattform sein, auf der ausgewählte Impulsgeber:innen den Austausch befeuern: Markus Stelzmann von Tele Haase, Nadja Peer vom Olympia-Verlag ("kicker"), Pranjal Kothari von der Sparkasse Bremen, Rainer Sommer von der Provinzial, der Stratege der Klimabewegungen Tadzio Müller - sie und eine ganze Reihe mehr werden ihre Erfahrungen teilen und damit das gemeinsame Nachdenken inspirieren. </p><p>Du willst, möchtest, musst bei unserem Festival dabei sein? </p><ul><li>Programm und alle Impulsgeber:innen: <a href="https://carls-zukunft.de/festival" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carls-zukunft.de/festival</a></li><li>Anmeldung: <a href="https://unlocking-transformation.eventbrite.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">unlocking-transformation.eventbrite.com</a></li></ul><br/><p><a href="https://www.amazon.de/Switch-change-things-when-hard/dp/1847940323/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&amp;crid=2DW2P7EMXX6KS&amp;keywords=switch&amp;qid=1701295375&amp;s=books&amp;sprefix=switch%2Cstripbooks%2C82&amp;sr=1-1" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Das "blaue Buch",</strong></a> über das Julia und Michael sprechen und in dem das Modell Elefant - Reiter - Pfad beschrieben wird, ist von Chip und Dan Heath und ist sowohl auf deutsch als auch im englischen Original erhältlich.</p><p>Partner unseres Festivals sind Sapiens Germany und der Olympia-Verlag.</p><p><strong>Diese Woche im Gespräch: </strong>Dr. Julia Moritz und Michael Carl, die Initiatoren des Festivals "Unlocking Transformation. </p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>"Unlocking Transformation" </strong>- unser Festival im Januar 2024. Am 11. Januar werden wir der Transformation aus verschiedenen Perspektiven auf den Pelz rücken, immer auf der Spur unserer Kernfrage: <strong>Wie müssen wir reden, damit wir nicht mehr nur reden?</strong> Damit endlich etwas passiert, wir uns nicht vom Elefanten im Raum lähmen lassen, sondern den Wandel um uns herum zu nutzen, um Veränderung zu treiben. </p><p>Julia Moritz und Michael haben das Festival erdacht und auf den Weg gebracht. Im Podcast reden sie darüber, </p><ul><li>wie Veränderung möglich ist, wenn die alten Rahmenbedingungen nicht mehr hilfreich sind,</li><li>was das Festival konkret bringt </li><li>... und über Elefanten, darüber reden sie auch. </li></ul><br/><p>Unser Festival verspricht Begegnung, Debatte, Interaktion, Theater, Netzwerk - aber ganz sicher keine weitere Standard-Konferenz. Das Festival wird eine Plattform sein, auf der ausgewählte Impulsgeber:innen den Austausch befeuern: Markus Stelzmann von Tele Haase, Nadja Peer vom Olympia-Verlag ("kicker"), Pranjal Kothari von der Sparkasse Bremen, Rainer Sommer von der Provinzial, der Stratege der Klimabewegungen Tadzio Müller - sie und eine ganze Reihe mehr werden ihre Erfahrungen teilen und damit das gemeinsame Nachdenken inspirieren. </p><p>Du willst, möchtest, musst bei unserem Festival dabei sein? </p><ul><li>Programm und alle Impulsgeber:innen: <a href="https://carls-zukunft.de/festival" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carls-zukunft.de/festival</a></li><li>Anmeldung: <a href="https://unlocking-transformation.eventbrite.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">unlocking-transformation.eventbrite.com</a></li></ul><br/><p><a href="https://www.amazon.de/Switch-change-things-when-hard/dp/1847940323/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&amp;crid=2DW2P7EMXX6KS&amp;keywords=switch&amp;qid=1701295375&amp;s=books&amp;sprefix=switch%2Cstripbooks%2C82&amp;sr=1-1" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Das "blaue Buch",</strong></a> über das Julia und Michael sprechen und in dem das Modell Elefant - Reiter - Pfad beschrieben wird, ist von Chip und Dan Heath und ist sowohl auf deutsch als auch im englischen Original erhältlich.</p><p>Partner unseres Festivals sind Sapiens Germany und der Olympia-Verlag.</p><p><strong>Diese Woche im Gespräch: </strong>Dr. Julia Moritz und Michael Carl, die Initiatoren des Festivals "Unlocking Transformation. </p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">b694ede9-aaed-438f-b67f-5181c666a840</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e02fd12e-ac40-4c54-afc1-ce081172e4fa/qWM-SkmCvLjxzcd2eJHbIrYQ.jpg"/><pubDate>Thu, 30 Nov 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/abdc111b-9db1-44bc-847e-7ddc1504a2ff/Folge-183-Festival-Podcast.mp3" length="67058126" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:55</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>183</itunes:episode><podcast:episode>183</podcast:episode></item><item><title>#182 Kai Michel &amp; Carel van Schaik – Mensch sein. Wie wir Krise können.</title><itunes:title>#182 Kai Michel &amp; Carel van Schaik – Mensch sein. Wie wir Krise können.</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Du musst einfach noch ein Achtsamkeitsseminar buchen.</strong> Und öfter ins Fitness-Studio gehen. Vegan essen. Was auch immer, Hauptsache, du strengst dich mehr an und rettest die Welt! So tönt es aus Instagram und TikTok, in Zeitschriften und das gute alte Fernsehen von früher kann das auch. Die Welt ist aus den Fugen geraten und der einzelne ist Schuld, so die lautstarke Erzählung, der wir uns kaum entziehen können. Kai Michel und Carel van Schaik halten dagegen: Das führt lediglich zu Frust und Krankheit - und vor allem löst es kein einziges Problem. </p><p>Der Historiker Kai und der Anthropologe Carel habe gerade das Buch "Mensch Sein" veröffentlicht. Sie erzählen eine ganz andere Geschichte des Menschen. Keine Frage, wir erleben derzeit multiple Krisen, aber: Die Menschheit kann Krise. Der beste Beleg ist: Wir sind noch hier. Nur keiner von uns kann das allein - und das ist die beste Nachricht. </p><p><strong>Spannend ist die Wurzel unserer Krisenkompetenz. </strong>Warum können wir das? Wir können lernen, wir können uns entwickeln und vor allem: Wir können Kooperation. Der Mensch ist im Unterschied zu vielen anderen in der Lage, in großen Gruppen gemeinsam zu handeln. Das müssen - und können - wir aktivieren. Offen ist allerdings, ob wir schnell genug sein werden, um die Klimakrise rechtzeitig einzudämmen. </p><p><strong>Kai und Carel entwerfen ein Bild der Menschheit,</strong> die gemeinsam in der Lage ist, sich positiv zu entwickeln. Bislang war die Menschheitsgeschichte ein großer Erfolg für die Art insgesamt, wenn auch nicht für jeden einzelnen. Das zu ändern ist unsere Aufgabe für die Zukunft. </p><p><strong>Zu Gast: </strong>Kai Michel, Historiker und Literaturwissenschaftler und Carl van Schaik, Verhaltensforscher und Evolutionsbiologe.</p><p><strong>Buch:</strong> <a href="https://www.rowohlt.de/buch/carel-van-schaik-kai-michel-mensch-sein-9783498003272" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mensch sein - Von der Evolution für die Zukunft lernen</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Du musst einfach noch ein Achtsamkeitsseminar buchen.</strong> Und öfter ins Fitness-Studio gehen. Vegan essen. Was auch immer, Hauptsache, du strengst dich mehr an und rettest die Welt! So tönt es aus Instagram und TikTok, in Zeitschriften und das gute alte Fernsehen von früher kann das auch. Die Welt ist aus den Fugen geraten und der einzelne ist Schuld, so die lautstarke Erzählung, der wir uns kaum entziehen können. Kai Michel und Carel van Schaik halten dagegen: Das führt lediglich zu Frust und Krankheit - und vor allem löst es kein einziges Problem. </p><p>Der Historiker Kai und der Anthropologe Carel habe gerade das Buch "Mensch Sein" veröffentlicht. Sie erzählen eine ganz andere Geschichte des Menschen. Keine Frage, wir erleben derzeit multiple Krisen, aber: Die Menschheit kann Krise. Der beste Beleg ist: Wir sind noch hier. Nur keiner von uns kann das allein - und das ist die beste Nachricht. </p><p><strong>Spannend ist die Wurzel unserer Krisenkompetenz. </strong>Warum können wir das? Wir können lernen, wir können uns entwickeln und vor allem: Wir können Kooperation. Der Mensch ist im Unterschied zu vielen anderen in der Lage, in großen Gruppen gemeinsam zu handeln. Das müssen - und können - wir aktivieren. Offen ist allerdings, ob wir schnell genug sein werden, um die Klimakrise rechtzeitig einzudämmen. </p><p><strong>Kai und Carel entwerfen ein Bild der Menschheit,</strong> die gemeinsam in der Lage ist, sich positiv zu entwickeln. Bislang war die Menschheitsgeschichte ein großer Erfolg für die Art insgesamt, wenn auch nicht für jeden einzelnen. Das zu ändern ist unsere Aufgabe für die Zukunft. </p><p><strong>Zu Gast: </strong>Kai Michel, Historiker und Literaturwissenschaftler und Carl van Schaik, Verhaltensforscher und Evolutionsbiologe.</p><p><strong>Buch:</strong> <a href="https://www.rowohlt.de/buch/carel-van-schaik-kai-michel-mensch-sein-9783498003272" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mensch sein - Von der Evolution für die Zukunft lernen</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">b419fa9e-8e85-46cb-86b3-6ef704a83b3c</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8f15d663-89b1-4b94-96fa-d73cd2eb500a/PRRjyASPvCmVmJXlfRlrEZDz.jpg"/><pubDate>Thu, 23 Nov 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/745f3482-dcc2-4643-93e6-36bd74e0b0b6/Folge-182-van-Scheik-und-Michel.mp3" length="93498225" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>48:42</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>182</itunes:episode><podcast:episode>182</podcast:episode></item><item><title>#181 Hans Conrad – Wintersport in der Klimakrise</title><itunes:title>#181 Hans Conrad – Wintersport in der Klimakrise</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Die Bilder haben wir alle vor Augen: </strong>Ein schmales Band aus Kunstschnee windet sich den Hügel hinunter. Den grünen Hügel. Ist der Wintersport hier Opfer oder Täter? Jedenfalls steckt er in der Klimakrise. Für Hans Conrad ist ein Punkt erreicht, an dem er sagt: Wir können nicht mehr so weitermachen wie bisher. Hans betreibt in vierter Generation einen Sporthandel in Garmisch und um Garmisch herum. Und er macht nicht mehr so weiter wie bisher. Eine ganz praktische Folge dieses Podcasts über einen, der einfach mal Konsequenzen zieht.</p><p><strong>Im Podcast berichtet Hans, wie sich diese Folgerung aus der Klimakrise </strong>ganz praktisch auf allen Ebenen auswirkt. Gemeinsam mit der Konkurrenz im Handel sucht er das Gespräch mit der Industrie. Sport Conrad vergibt ein Label, an dem Kunden nachhaltige Produkte erkennen können. </p><p><strong>Mehr noch: </strong>Braucht der Mensch wirklich ein neues paar Ski oder einen weiteren Wanderschuh? Stand heute wird er in seinen Läden dafür gute Beratung bekommen, da ist sich Hans sicher. In der Zukunft aber auch die Frage: Brauchst du das wirklich? Tut es der alte nicht noch? Bei den ersten Versuchen, in seinen Läden, auf der wertvollen Verkaufsfläche, Second-Hand-Ware zu verkaufen, hat das Team jedenfalls schnell gelernt, welche Bedürfnisse Kunden heute schon haben. </p><p><strong>Voriges Jahr noch hat Sport Conrad seinen Katalog bis nach Neuseeland verschickt.</strong> Auf Papier. Dieser Katalog alleine war für ein Drittel des CO2-Fußabdrucks verantwortlich. Dieses Jahr gibt es ihn nicht mehr. Er war Markenzeichen, Umsatzbringer, Vorzeigeobjekt - vor der Klimakrise. Jetzt passt er nicht mehr.</p><p><strong>Letzten Endes, </strong>da lässt Hans keinen Zweifel, wird er zwar hoffentlich noch gute Geschäfte machen, aber er wird aktiv auf Umsatz verzichten. Führt ihn das in eine Krise? Nein, sagt Hans, die Krise ist schon da, nämlich die Klimakrise.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Hans Conrad, Geschäftsführer von <a href="https://www.sport-conrad.com/startseite/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sport Conrad</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Bilder haben wir alle vor Augen: </strong>Ein schmales Band aus Kunstschnee windet sich den Hügel hinunter. Den grünen Hügel. Ist der Wintersport hier Opfer oder Täter? Jedenfalls steckt er in der Klimakrise. Für Hans Conrad ist ein Punkt erreicht, an dem er sagt: Wir können nicht mehr so weitermachen wie bisher. Hans betreibt in vierter Generation einen Sporthandel in Garmisch und um Garmisch herum. Und er macht nicht mehr so weiter wie bisher. Eine ganz praktische Folge dieses Podcasts über einen, der einfach mal Konsequenzen zieht.</p><p><strong>Im Podcast berichtet Hans, wie sich diese Folgerung aus der Klimakrise </strong>ganz praktisch auf allen Ebenen auswirkt. Gemeinsam mit der Konkurrenz im Handel sucht er das Gespräch mit der Industrie. Sport Conrad vergibt ein Label, an dem Kunden nachhaltige Produkte erkennen können. </p><p><strong>Mehr noch: </strong>Braucht der Mensch wirklich ein neues paar Ski oder einen weiteren Wanderschuh? Stand heute wird er in seinen Läden dafür gute Beratung bekommen, da ist sich Hans sicher. In der Zukunft aber auch die Frage: Brauchst du das wirklich? Tut es der alte nicht noch? Bei den ersten Versuchen, in seinen Läden, auf der wertvollen Verkaufsfläche, Second-Hand-Ware zu verkaufen, hat das Team jedenfalls schnell gelernt, welche Bedürfnisse Kunden heute schon haben. </p><p><strong>Voriges Jahr noch hat Sport Conrad seinen Katalog bis nach Neuseeland verschickt.</strong> Auf Papier. Dieser Katalog alleine war für ein Drittel des CO2-Fußabdrucks verantwortlich. Dieses Jahr gibt es ihn nicht mehr. Er war Markenzeichen, Umsatzbringer, Vorzeigeobjekt - vor der Klimakrise. Jetzt passt er nicht mehr.</p><p><strong>Letzten Endes, </strong>da lässt Hans keinen Zweifel, wird er zwar hoffentlich noch gute Geschäfte machen, aber er wird aktiv auf Umsatz verzichten. Führt ihn das in eine Krise? Nein, sagt Hans, die Krise ist schon da, nämlich die Klimakrise.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Hans Conrad, Geschäftsführer von <a href="https://www.sport-conrad.com/startseite/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sport Conrad</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">d190d4f5-b42e-4248-918f-6de9c0cb5571</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/13018ef6-41be-41fe-bb07-782269a84d5f/vVlfQzcT9Zo1TbrBpc-tXTQz.jpg"/><pubDate>Thu, 16 Nov 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/223825a8-4747-417b-afcc-179d5cf1d289/Folge-181-Conrad.mp3" length="75665578" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:24</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>181</itunes:episode><podcast:episode>181</podcast:episode></item><item><title>#180 Roda Verheyen – Last Exit Klima-Klage</title><itunes:title>#180 Roda Verheyen – Last Exit Klima-Klage</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Was hilft, wenn sonst gar nichts mehr hilft? </strong>Wenn Konzerne weiter Geschäfte mit Öl machen, keine klimaverträglichen Lösungen entwickelt werden - und sogar Recht und Gesetz nicht ausreichen? Dann muss man eben den Staat verklagen. Einige Jahre Ausdauer später könnte der 24. März 2021 kommen. Der Tag, an dem das Bundesverfassungsgericht seinen Klimabeschluss gefasst hat. Ein Paukenschlag, so nennt es die Anwältin, die den Beschluss erstritten hat: Roda Verheyen aus Hamburg. </p><p><strong>Was macht den Beschluss zum "Paukenschlag"?</strong> Es sind die "Intertemporalen Freiheitsrechte". Kurz gesagt: Wenn unser heutiges Verhalten die Freiheit künftiger Generationen zu sehr einschränkt, müssen wir es heute anders machen. Und da wir das nicht freiwillig tun, muss der Gesetzgeber eben dafür sorgen. Das Klimaschutzgesetz von 2021 war damit Makulatur und wurde in der Folge auch erheblich nachgebessert. Zahlreiche Prozesse bauen inzwischen auf dieser Logik auf, national wie international.</p><p><strong>Und ist jetzt alles gut?</strong> Natürlich nicht. Insofern mündet der Paukenschlag auch in eine gewisse Ernüchterung. Die Emissionen steigen, Sektoren wie zum Beispiel der Verkehr reißen alle Ziele und der verantwortliche Minister wird dafür belohnt, indem er künftig gar keine Sektorenziele mehr erfüllen muss. Roda sagt: Aufgeben ist keine Option, das wäre ja noch schöner. </p><p><strong>Zu den Prozessen gegen unzureichende Gesetze kommen die Prozesse gegen Konzerne.</strong> Aktuell treibt Roda die Klage gegen VW voran. Wäre sie erfolgreich, müsste VW bereits 2030 aufhören, neue Autos mit Verbrennungsmotor zu verkaufen. Weltweit. In den ersten Instanzen ist die Klage gescheitert, dann eben Berufung. Immer weiter machen. Konzerne sind auch deshalb wichtig, weil sie weit jenseits der Gesetze einzelner Länder handeln können. Aber auch hier gilt: Last Exit Klima-Klage. Der Weg über Prozesse ist lang, er ist riskant, aber er ist demokratisch - und etwas besseres haben wir nicht. Also ran an den nächsten Schriftsatz.</p><p>Die Aufarbeitung des abenteuerlichen Streits um das <strong>Gebäude-Energie-Gesetz,</strong> über das Roda und Michael gesprochen haben, findet sich hier beim <a href="https://www.volksverpetzer.de/analyse/wahrheit-heizgesetz-fdp/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Volksverpetzer</a>. Bei dieser Gelegenheit: Unterstützt den Volksverpetzer, er leistet Großartiges. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> Dr. Roda Verheyen, <a href="https://www.rae-guenther.de/anwaelte-verheyen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rechtsanwältin</a> und Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was hilft, wenn sonst gar nichts mehr hilft? </strong>Wenn Konzerne weiter Geschäfte mit Öl machen, keine klimaverträglichen Lösungen entwickelt werden - und sogar Recht und Gesetz nicht ausreichen? Dann muss man eben den Staat verklagen. Einige Jahre Ausdauer später könnte der 24. März 2021 kommen. Der Tag, an dem das Bundesverfassungsgericht seinen Klimabeschluss gefasst hat. Ein Paukenschlag, so nennt es die Anwältin, die den Beschluss erstritten hat: Roda Verheyen aus Hamburg. </p><p><strong>Was macht den Beschluss zum "Paukenschlag"?</strong> Es sind die "Intertemporalen Freiheitsrechte". Kurz gesagt: Wenn unser heutiges Verhalten die Freiheit künftiger Generationen zu sehr einschränkt, müssen wir es heute anders machen. Und da wir das nicht freiwillig tun, muss der Gesetzgeber eben dafür sorgen. Das Klimaschutzgesetz von 2021 war damit Makulatur und wurde in der Folge auch erheblich nachgebessert. Zahlreiche Prozesse bauen inzwischen auf dieser Logik auf, national wie international.</p><p><strong>Und ist jetzt alles gut?</strong> Natürlich nicht. Insofern mündet der Paukenschlag auch in eine gewisse Ernüchterung. Die Emissionen steigen, Sektoren wie zum Beispiel der Verkehr reißen alle Ziele und der verantwortliche Minister wird dafür belohnt, indem er künftig gar keine Sektorenziele mehr erfüllen muss. Roda sagt: Aufgeben ist keine Option, das wäre ja noch schöner. </p><p><strong>Zu den Prozessen gegen unzureichende Gesetze kommen die Prozesse gegen Konzerne.</strong> Aktuell treibt Roda die Klage gegen VW voran. Wäre sie erfolgreich, müsste VW bereits 2030 aufhören, neue Autos mit Verbrennungsmotor zu verkaufen. Weltweit. In den ersten Instanzen ist die Klage gescheitert, dann eben Berufung. Immer weiter machen. Konzerne sind auch deshalb wichtig, weil sie weit jenseits der Gesetze einzelner Länder handeln können. Aber auch hier gilt: Last Exit Klima-Klage. Der Weg über Prozesse ist lang, er ist riskant, aber er ist demokratisch - und etwas besseres haben wir nicht. Also ran an den nächsten Schriftsatz.</p><p>Die Aufarbeitung des abenteuerlichen Streits um das <strong>Gebäude-Energie-Gesetz,</strong> über das Roda und Michael gesprochen haben, findet sich hier beim <a href="https://www.volksverpetzer.de/analyse/wahrheit-heizgesetz-fdp/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Volksverpetzer</a>. Bei dieser Gelegenheit: Unterstützt den Volksverpetzer, er leistet Großartiges. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> Dr. Roda Verheyen, <a href="https://www.rae-guenther.de/anwaelte-verheyen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rechtsanwältin</a> und Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">203c8a9e-5a76-4770-8588-68a770b2a981</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d13edc37-1a07-4fde-b6be-adffa2972c68/MSJYZb-GQUT_EC9a0VJ0cymE.jpg"/><pubDate>Thu, 09 Nov 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/e9a52697-c796-4289-b0e9-f5237d148a33/Folge-181-Verheyen.mp3" length="79754891" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:32</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>180</itunes:episode><podcast:episode>180</podcast:episode></item><item><title>#179 Amelie Marie Weber – Generation Hoffnung</title><itunes:title>#179 Amelie Marie Weber – Generation Hoffnung</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Eine Krise legt sich über die nächste. </strong>Und noch eine. Wer heute ins erwachsene Leben tritt, weiß: Beschauliche, kuschelige Wohlstandsstabilität, das war einmal. Nicht für uns. Warum also nicht einfach resignieren, eine letzte Party schmeißen und dann abwarten? Oder um es mit den Worten von Amelie Weber zu sagen: Wie wird aus der Generation Krise eine Generation Hoffnung? Amelie ist Journalistin und Autorin und hat gerade dazu ein Buch veröffentlicht.&nbsp;</p><p><strong>Ein Weg zur Hoffnung: </strong>Auf gute Beispiele schauen. Amelie erzählt, wie sie Krise für Krise nach positiven Botschaften gesucht hat. Nicht, um die Krise zu relativieren, sondern um zu zeigen: Es ist möglich, etwas zu tun.&nbsp;</p><p><strong>Wichtig ist Amelie: </strong>Wir müssen nicht stets den ganz großen Wandel von uns selbst erwarten. Michael und Amelie stellen beide fest, dass sie einfach nicht mutig genug sind, sich für mehr Klimaschutz auf die Straße zu kleben. Nur: Wir können dennoch etwas tun. Amelie beschreibt, wie sie bei den verschiedenen Krisenthemen mal mehr und mal weniger Mühe hatte, hilfreiche Beispiele zu finden. Letztlich finden sie sich aber überall und zeigen, wir sind dem Thema Krise nicht hilflos ausgeliefert. Das macht Hoffnung.&nbsp;</p><p><strong>Zugleich stimmt auch das andere:</strong> Die meisten der Krisen, mit denen wir gerade konfrontiert sind, brauchen gerade das große Rad: Kohleausstieg und Tempolimit, einen neuen Generationenvertrag. Die Klimakrise wird uns ohnehin erhalten bleiben, es wird nur darum gehen, sie verträglich zu managen. Insofern braucht die junge Generation ebenso wie mit ihr alle anderen: Hoffnung. Hoffnung, um aktiv zu werden und zu bleiben.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.ameliemarieweber.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Amelie Marie Weber</a>, Journalistin und Autorin von <a href="https://klartext-verlag.de/buecher/sachbuch/6502/generation-hoffnung?number=22569" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Generation Hoffnung"</a></p><p><a href="https://zen.ai/IEGROdOgGZEm2Y5DRMpDbfoi6p-YJ2XXw6qD250q6Sc" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Babel Offer Link</a></p><p>Code: carlszukunft</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Krise legt sich über die nächste. </strong>Und noch eine. Wer heute ins erwachsene Leben tritt, weiß: Beschauliche, kuschelige Wohlstandsstabilität, das war einmal. Nicht für uns. Warum also nicht einfach resignieren, eine letzte Party schmeißen und dann abwarten? Oder um es mit den Worten von Amelie Weber zu sagen: Wie wird aus der Generation Krise eine Generation Hoffnung? Amelie ist Journalistin und Autorin und hat gerade dazu ein Buch veröffentlicht.&nbsp;</p><p><strong>Ein Weg zur Hoffnung: </strong>Auf gute Beispiele schauen. Amelie erzählt, wie sie Krise für Krise nach positiven Botschaften gesucht hat. Nicht, um die Krise zu relativieren, sondern um zu zeigen: Es ist möglich, etwas zu tun.&nbsp;</p><p><strong>Wichtig ist Amelie: </strong>Wir müssen nicht stets den ganz großen Wandel von uns selbst erwarten. Michael und Amelie stellen beide fest, dass sie einfach nicht mutig genug sind, sich für mehr Klimaschutz auf die Straße zu kleben. Nur: Wir können dennoch etwas tun. Amelie beschreibt, wie sie bei den verschiedenen Krisenthemen mal mehr und mal weniger Mühe hatte, hilfreiche Beispiele zu finden. Letztlich finden sie sich aber überall und zeigen, wir sind dem Thema Krise nicht hilflos ausgeliefert. Das macht Hoffnung.&nbsp;</p><p><strong>Zugleich stimmt auch das andere:</strong> Die meisten der Krisen, mit denen wir gerade konfrontiert sind, brauchen gerade das große Rad: Kohleausstieg und Tempolimit, einen neuen Generationenvertrag. Die Klimakrise wird uns ohnehin erhalten bleiben, es wird nur darum gehen, sie verträglich zu managen. Insofern braucht die junge Generation ebenso wie mit ihr alle anderen: Hoffnung. Hoffnung, um aktiv zu werden und zu bleiben.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.ameliemarieweber.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Amelie Marie Weber</a>, Journalistin und Autorin von <a href="https://klartext-verlag.de/buecher/sachbuch/6502/generation-hoffnung?number=22569" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Generation Hoffnung"</a></p><p><a href="https://zen.ai/IEGROdOgGZEm2Y5DRMpDbfoi6p-YJ2XXw6qD250q6Sc" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Babel Offer Link</a></p><p>Code: carlszukunft</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">d8f0c67c-a84d-476e-9807-cad4be7a2f97</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/85acf7ab-bd6a-4017-98e9-f8e42e03bf8d/ZGk9aqhlxX5BQpkG2RzoSbKk.jpg"/><pubDate>Thu, 02 Nov 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/39e11ba3-d989-4a09-8751-ba84dc6300ff/Folge-179-Weber.mp3" length="78661510" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:58</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>179</itunes:episode><podcast:episode>179</podcast:episode></item><item><title>#178 Nella Allami – Heute schon getrollt worden?</title><itunes:title>#178 Nella Allami – Heute schon getrollt worden?</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Twitter auf:</strong> Wer blökt denn da schon wieder herum? Twitter zu. Geht unsere digitale Kommunikation gerade richtig vor die Hunde? Wo man hinschaut, Trolle, Beleidigungen, Fake-News, Gift und Galle, so scheint es. N3ll4 sagt: Ja, es ist eine riesige Herausforderung, eine positive Kommunikation im Netz aufrecht zu erhalten. N3ll4 ist Expertin für Cybersecurity und Hackerin.</p><p><strong>N3ll4 warnt vor zwei Fallen.</strong> Zum einen: Nicht alles, was nervt und stört, ist Teil einer Trollarmee. Die gibt es, das können wir teils in Putins Umfeld zurückverfolgen. Das kennen wir aber auch schon vom Cambridge Analytica und Trump erstem Präsidentschaftswahlkampf. Dazu kommen aber die allgemeinen Trolle. Menschen, die gezielt mit Emotionen und Triggerpunkten spielen. Vielfach damit Diskussionen heraufbeschwören wollen, die weh tun, aber uns auch etwas aufzeigen können. Diese Effekte sind sesshafter geworden in sozialen Medien, präsenter. Die meisten Nerds waren selbst Teil einer Trollstruktur. N3ll4 nimmt sich da bewusst nicht aus.</p><p><strong>N3ll4 betont,</strong> dass die Netzkultur Trolle aushalten können muss, solange sie von der Meinungsfreiheit gedeckt sind. Fake-News, verfasungsfeindliche Symbole gehen gar nicht. Aber sonst müssen wir es aushalten. Denn was wäre die Alternative: Keiner von uns profitiert davon, wenn Gesetze es einschränken, wie wir uns im Netz präsentieren. Und damit sind wir bei der zweiten Falle, vor der N3ll4 warnt. Wir dürfen nicht in die Falle tappen, die Politik sei vorrangig verantwortlich dafür, dass es uns auf digitalen Plattformen gut geht. Die Politik hat ihre Rolle, aber die größte Verantwortung liegt bei Plattformbetreibern.</p><p><strong>Wie gehen wir dann mit Plattformversagen um?</strong> Letztlich muss jede:r selbst entscheiden, was akzeptabel ist und was nicht mehr, so N3ll4. Aktuell sehen wir einen überschaubaren, aber deutlich merkbaren Exodus von Twitter (manche nennen es X) zu Bluesky. Womit wir uns nach ihrer Einschätzung auf Dauer keinen Gefallen tun, ist, wenn wir nur noch mit denen sprechen, mit denen wir einer Meinung sind. Wir dürfen Personengruppen nicht ausgrenzen. Das schadet dem Diskurs und damit uns allen.</p><p><strong>Was aber, wenn alle Grenzen überschritten werden? </strong>N3ll4 hatte eine Rolle in der Geschichte um die Ärztin Lisa-Maria Kellermayer und ihren tragischen Tod. Eine komplizierte Geschichte. Die Ärztin und ihr Team waren vielfach bedroht worden, bis Kellermayer keinen Ausweg mehr sah. Die Behörden waren eingeschaltet und haben das Opfer vor allem der Lächerlichkeit preisgegeben, anstatt forensisch tätig zu werden. Der Täter ist bis heute nicht identifiziert. Die Gruppe ist eingegrenzt, der Provider hat die Daten gesichert - und die Behörden haben bis heute nicht einmal nachgefragt und um die Daten gebeten. Die Identifikation der Täter wäre, so N3ll4, sehr kompliziert, aber eben möglich.</p><p><strong>Ist das nun das Scheitern von Kommunikation?</strong> Wir müssen wachsen und daraus lernen. Wir müssen uns weiterentwickeln. Wir müssen erkennen, dass wir hier ein Thema haben und etwas tun. Resignation gilt nicht.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://twitter.com/n3ll41?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">N3ll4</a> (Ornella Allami) Expertin für Cybersecurity und Hackerin. Täter finden, identifizieren, überführen unter: <a href="https://www.n3ll4.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.n3ll4.de</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Twitter auf:</strong> Wer blökt denn da schon wieder herum? Twitter zu. Geht unsere digitale Kommunikation gerade richtig vor die Hunde? Wo man hinschaut, Trolle, Beleidigungen, Fake-News, Gift und Galle, so scheint es. N3ll4 sagt: Ja, es ist eine riesige Herausforderung, eine positive Kommunikation im Netz aufrecht zu erhalten. N3ll4 ist Expertin für Cybersecurity und Hackerin.</p><p><strong>N3ll4 warnt vor zwei Fallen.</strong> Zum einen: Nicht alles, was nervt und stört, ist Teil einer Trollarmee. Die gibt es, das können wir teils in Putins Umfeld zurückverfolgen. Das kennen wir aber auch schon vom Cambridge Analytica und Trump erstem Präsidentschaftswahlkampf. Dazu kommen aber die allgemeinen Trolle. Menschen, die gezielt mit Emotionen und Triggerpunkten spielen. Vielfach damit Diskussionen heraufbeschwören wollen, die weh tun, aber uns auch etwas aufzeigen können. Diese Effekte sind sesshafter geworden in sozialen Medien, präsenter. Die meisten Nerds waren selbst Teil einer Trollstruktur. N3ll4 nimmt sich da bewusst nicht aus.</p><p><strong>N3ll4 betont,</strong> dass die Netzkultur Trolle aushalten können muss, solange sie von der Meinungsfreiheit gedeckt sind. Fake-News, verfasungsfeindliche Symbole gehen gar nicht. Aber sonst müssen wir es aushalten. Denn was wäre die Alternative: Keiner von uns profitiert davon, wenn Gesetze es einschränken, wie wir uns im Netz präsentieren. Und damit sind wir bei der zweiten Falle, vor der N3ll4 warnt. Wir dürfen nicht in die Falle tappen, die Politik sei vorrangig verantwortlich dafür, dass es uns auf digitalen Plattformen gut geht. Die Politik hat ihre Rolle, aber die größte Verantwortung liegt bei Plattformbetreibern.</p><p><strong>Wie gehen wir dann mit Plattformversagen um?</strong> Letztlich muss jede:r selbst entscheiden, was akzeptabel ist und was nicht mehr, so N3ll4. Aktuell sehen wir einen überschaubaren, aber deutlich merkbaren Exodus von Twitter (manche nennen es X) zu Bluesky. Womit wir uns nach ihrer Einschätzung auf Dauer keinen Gefallen tun, ist, wenn wir nur noch mit denen sprechen, mit denen wir einer Meinung sind. Wir dürfen Personengruppen nicht ausgrenzen. Das schadet dem Diskurs und damit uns allen.</p><p><strong>Was aber, wenn alle Grenzen überschritten werden? </strong>N3ll4 hatte eine Rolle in der Geschichte um die Ärztin Lisa-Maria Kellermayer und ihren tragischen Tod. Eine komplizierte Geschichte. Die Ärztin und ihr Team waren vielfach bedroht worden, bis Kellermayer keinen Ausweg mehr sah. Die Behörden waren eingeschaltet und haben das Opfer vor allem der Lächerlichkeit preisgegeben, anstatt forensisch tätig zu werden. Der Täter ist bis heute nicht identifiziert. Die Gruppe ist eingegrenzt, der Provider hat die Daten gesichert - und die Behörden haben bis heute nicht einmal nachgefragt und um die Daten gebeten. Die Identifikation der Täter wäre, so N3ll4, sehr kompliziert, aber eben möglich.</p><p><strong>Ist das nun das Scheitern von Kommunikation?</strong> Wir müssen wachsen und daraus lernen. Wir müssen uns weiterentwickeln. Wir müssen erkennen, dass wir hier ein Thema haben und etwas tun. Resignation gilt nicht.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://twitter.com/n3ll41?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">N3ll4</a> (Ornella Allami) Expertin für Cybersecurity und Hackerin. Täter finden, identifizieren, überführen unter: <a href="https://www.n3ll4.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.n3ll4.de</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">dfdccf9d-af01-4858-b57d-80e876b3f3f1</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f0d7cdf0-eb2d-4a2b-ae93-03fe2c76f9f6/GsZKJDH1uZy6C2E2XCQZj52m.jpg"/><pubDate>Thu, 26 Oct 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/b17e8c17-90ab-483a-ba06-915cc1457577/Folge-178-N3ll4.mp3" length="82893765" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:10</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>178</itunes:episode><podcast:episode>178</podcast:episode></item><item><title>#177 Jan Skudlarek – Verhältnismäßig anständig</title><itunes:title>#177 Jan Skudlarek – Verhältnismäßig anständig</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Eine WG. </strong>Eine ziemlich große Wohngemeinschaft, das sind wir Menschen auf dem Planeten. So beschreibt der Philosoph und Autor Jan Skudlarek unser menschliches Miteinander: Gelegentlich Streit, unterschiedliche Erwartungen an Reinlichkeit und Ordnungsgrad, immer neue Putzregeln und häufiger Redebedarf. Gut, wir haben uns unsere planetaren Mitbewohner nicht ausgesucht. Aber ansonsten trifft das Bild: Es kommt darauf an, wie gut wir miteinander reden. Dann kommen wir auch klar.</p><p><strong>Jan</strong> (Wer ihn mit dem Nachnamen ansprechen will: Auf dem „a“ zu betonen) Skudlarek hat gerade ein Buch veröffentlich. „Wenn jeder an sich denkt, ist nicht an alle gedacht“. Das entspricht ungefähr dem, was die meisten Menschen ihren Kindern vermitteln - und doch brauchen wir als Gesellschaft hier offenbar einen Schubs. Allzuoft bleibt die gesellschaftliche Debatte auf Kindergartenniveau stecken. Reiz- und Reaktionsmuster sind uns bestens vertraut und werden immer wieder aufgeführt. Talkshow für Talkshow, Twitterfeed für Twitterfeed. Das neue „Wir“, das Jan einfordert, ist Ausdruck von Freiheit. Von der Freiheit, aus der heraus wir uns dafür entscheiden, anständig miteinander umzugehen. Dafür, mit erwachsener Perspektive anzuerkennen, dass es auch andere Bedürfnisse, Meinungen, Einschätzungen gibt als den einen Impuls, den ich zufällig gerade jetzt in mir fühle.</p><p><strong>Anstand wird dabei im Gespräch zwischen Jan und Michael zu einem zentralen Begriff. </strong>Etwas altmodisch? Vielleicht. Aber er zeigt in einem Begriff auf, dass Freiheit immer auch die Bedürfnisse der anderen einschließt - und dass ein solches Verhalten natürlich möglich ist. Es kommt auf das Verhältnis an: "Verhältnismäßig anständig" würden wir schon sehr weit kommen.&nbsp;</p><p><strong>Wo aber liegt die Grenze des Redens?</strong> Zum Beispiel bei der Frage, mit wem wir nicht mehr reden wollen. Braucht es noch den x-ten Gast einer Talkshow, der meint, Restzweifel am Klimawandel aufbauschen zu müssen? Profitieren wir wirklich, wenn ein weiterer AfD-Vertreter die längst bekannten Positionen ein weiteres Mal aufwärmt? Nein, wohl kaum. Wohl aber kann unsere Debatte Schaden nehmen, wenn nicht die Inhalte und Haltungen diskutiert werden, sondern die Grundlagen, auf denen unser Zusammenleben fußt.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.janskudlarek.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan Skudlarek</a>, Autor, Philosoph, Freiheitskämpfer</p><p><strong>Buch: </strong><a href="https://www.klett-cotta.de/produkt/jan-skudlarek-wenn-jeder-an-sich-denkt-ist-nicht-an-alle-gedacht-9783608501780-t-8369" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wenn jeder an sich denkt, ist nicht an alle gedacht </a></p><p><strong>Bluesky: </strong><a href="https://bsky.app/profile/janskudlarek.bsky.social" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@janskudlarek.bsky.social</a> </p><p><strong>Insta:</strong> <a href="https://www.instagram.com/janskudlarek/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@janskudlarek</a></p><p><a href="https://zen.ai/IEGROdOgGZEm2Y5DRMpDbYltCQOveXOj3RZhCqNyuDU" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Zencastr Offer Link</a></p><p>Offer Code: FCKPTN</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine WG. </strong>Eine ziemlich große Wohngemeinschaft, das sind wir Menschen auf dem Planeten. So beschreibt der Philosoph und Autor Jan Skudlarek unser menschliches Miteinander: Gelegentlich Streit, unterschiedliche Erwartungen an Reinlichkeit und Ordnungsgrad, immer neue Putzregeln und häufiger Redebedarf. Gut, wir haben uns unsere planetaren Mitbewohner nicht ausgesucht. Aber ansonsten trifft das Bild: Es kommt darauf an, wie gut wir miteinander reden. Dann kommen wir auch klar.</p><p><strong>Jan</strong> (Wer ihn mit dem Nachnamen ansprechen will: Auf dem „a“ zu betonen) Skudlarek hat gerade ein Buch veröffentlich. „Wenn jeder an sich denkt, ist nicht an alle gedacht“. Das entspricht ungefähr dem, was die meisten Menschen ihren Kindern vermitteln - und doch brauchen wir als Gesellschaft hier offenbar einen Schubs. Allzuoft bleibt die gesellschaftliche Debatte auf Kindergartenniveau stecken. Reiz- und Reaktionsmuster sind uns bestens vertraut und werden immer wieder aufgeführt. Talkshow für Talkshow, Twitterfeed für Twitterfeed. Das neue „Wir“, das Jan einfordert, ist Ausdruck von Freiheit. Von der Freiheit, aus der heraus wir uns dafür entscheiden, anständig miteinander umzugehen. Dafür, mit erwachsener Perspektive anzuerkennen, dass es auch andere Bedürfnisse, Meinungen, Einschätzungen gibt als den einen Impuls, den ich zufällig gerade jetzt in mir fühle.</p><p><strong>Anstand wird dabei im Gespräch zwischen Jan und Michael zu einem zentralen Begriff. </strong>Etwas altmodisch? Vielleicht. Aber er zeigt in einem Begriff auf, dass Freiheit immer auch die Bedürfnisse der anderen einschließt - und dass ein solches Verhalten natürlich möglich ist. Es kommt auf das Verhältnis an: "Verhältnismäßig anständig" würden wir schon sehr weit kommen.&nbsp;</p><p><strong>Wo aber liegt die Grenze des Redens?</strong> Zum Beispiel bei der Frage, mit wem wir nicht mehr reden wollen. Braucht es noch den x-ten Gast einer Talkshow, der meint, Restzweifel am Klimawandel aufbauschen zu müssen? Profitieren wir wirklich, wenn ein weiterer AfD-Vertreter die längst bekannten Positionen ein weiteres Mal aufwärmt? Nein, wohl kaum. Wohl aber kann unsere Debatte Schaden nehmen, wenn nicht die Inhalte und Haltungen diskutiert werden, sondern die Grundlagen, auf denen unser Zusammenleben fußt.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.janskudlarek.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan Skudlarek</a>, Autor, Philosoph, Freiheitskämpfer</p><p><strong>Buch: </strong><a href="https://www.klett-cotta.de/produkt/jan-skudlarek-wenn-jeder-an-sich-denkt-ist-nicht-an-alle-gedacht-9783608501780-t-8369" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wenn jeder an sich denkt, ist nicht an alle gedacht </a></p><p><strong>Bluesky: </strong><a href="https://bsky.app/profile/janskudlarek.bsky.social" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@janskudlarek.bsky.social</a> </p><p><strong>Insta:</strong> <a href="https://www.instagram.com/janskudlarek/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@janskudlarek</a></p><p><a href="https://zen.ai/IEGROdOgGZEm2Y5DRMpDbYltCQOveXOj3RZhCqNyuDU" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Zencastr Offer Link</a></p><p>Offer Code: FCKPTN</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">803cb7c9-96a2-491a-8e77-1141d4d2131c</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7230efbf-4475-4715-ba59-39a8f887259b/y5tC-nZFv61pSfTz-hxTDzbr.jpg"/><pubDate>Thu, 19 Oct 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/06888214-56b8-4239-9380-9c2911d87edf/Folge-177-Jan-Skudlarek.mp3" length="85223469" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:23</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>177</itunes:episode><podcast:episode>177</podcast:episode></item><item><title>#176 Julia Freudenberg – Hacker School: Die Schule, die du nie hattest</title><itunes:title>#176 Julia Freudenberg – Hacker School: Die Schule, die du nie hattest</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Lernen könnte so schön sein:</strong> Zukunftsfähige Inhalte, Schüler:innen motiviert durch einen für sie klar erkennbaren Nutzen, inklusiv für alle im Raum - und die Lehrenden haben Spaß an der Begeisterung im Kurs. Nur: Warum "könnte"? Julia sagt: Genau so ist das Lernen bei uns. Julia Freudenberg leitet die Hacker School. In ihren Kursen mit Praktiker:innen aus dem Berufsleben will sie bis 2030 eine Million Kinder an Digitalisierung und Programmieren heranführen. Sie sagt: Seitdem sie so ehrgeizige Ziele formuliert, hört die Welt ihr auch zu.    </p><p><strong>Kurze Begriffsklärung:</strong> "Hacking" zielt in der Digitalkultur nicht in erster Linie auf die düsteren Gestalten, die Sicherheitsbarrieren überwinden wollen. "Hacking" ist vor allem ein kreativer Begriff: Was geht noch mit diesem Ding, mit dieser Situation, mit dieser Herausforderung? </p><p><strong>Julia und die Hacker School geben Raum für Inhalte und Kompetenzen, die immer wichtiger werden.</strong> Warum ist Programmieren nicht längst die zweite Fremdsprache? Warum immer noch Goethe? Die Hacker School will Begeisterung für das Lernen wecken. Ein Lernen, das weit über die klassische Schulzeit hinausgeht, lebenslang ist. So wie kein Azubi mehr "ausgelernt" hat, ist generell die Perspektive auf Bildung: Die Inhalte entwickeln sich mit stetig wachsendem Tempo, die Methoden und Kompetenzen ebenso. Das hört nicht mehr auf - was für eine gute Nachricht, sagt Julia.   </p><p><strong>Ist das unfair gegenüber der Schule, gegenüber Lehrer:innen, die sich trotz widriger Umstände voll einsetzen? </strong>Nein, eine gute Ergänzung, sagt Julia. Es gebe für Informatiker:innen ja nur wenige gute Gründe, Vollzeit ins Lehramt zu wechseln. Die Hacker School setzt daher voll auf Freiwillige, die mit Informatik und Artverwandtem im Berufsleben stehen und sich nebenbei in der Bildung engagieren wollen. Für Julia hat das durchaus auch eine eigennützige Seite: Warum sollte die klassische Schule den ganzen Spaß bekommen, den gutes Lernen versprüht?</p><p><strong>Kurse extra für Mädchen sind ein wichtiges Element an der Hacker School. </strong>Zu stark sind die Vorurteile, die Eltern und Gesellschaft den jungen Mädchen mitgeben. Gerade so als würden sie mit den Eierstöcken rechnen ... </p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-julia-freudenberg-40866515/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Julia Freudenberg</a>, Geschäftsführerin der <a href="https://hacker-school.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hacker School</a></p><p><strong>Buchempfehlung:</strong> <a href="https://www.amazon.de/Die-wichtigsten-Themen-Digitalisierung-verst%C3%A4ndlich/dp/3868817050" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Die 50 wichtigsten Themen der Digitalisierung: </a>Künstliche Intelligenz, Blockchain, Robotik, Virtual Reality und vieles mehr verständlich erklärt</p><p><strong>SCRATCH: </strong><a href="https://scratch.mit.edu/studios/3579538" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiele programmieren super easy</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lernen könnte so schön sein:</strong> Zukunftsfähige Inhalte, Schüler:innen motiviert durch einen für sie klar erkennbaren Nutzen, inklusiv für alle im Raum - und die Lehrenden haben Spaß an der Begeisterung im Kurs. Nur: Warum "könnte"? Julia sagt: Genau so ist das Lernen bei uns. Julia Freudenberg leitet die Hacker School. In ihren Kursen mit Praktiker:innen aus dem Berufsleben will sie bis 2030 eine Million Kinder an Digitalisierung und Programmieren heranführen. Sie sagt: Seitdem sie so ehrgeizige Ziele formuliert, hört die Welt ihr auch zu.    </p><p><strong>Kurze Begriffsklärung:</strong> "Hacking" zielt in der Digitalkultur nicht in erster Linie auf die düsteren Gestalten, die Sicherheitsbarrieren überwinden wollen. "Hacking" ist vor allem ein kreativer Begriff: Was geht noch mit diesem Ding, mit dieser Situation, mit dieser Herausforderung? </p><p><strong>Julia und die Hacker School geben Raum für Inhalte und Kompetenzen, die immer wichtiger werden.</strong> Warum ist Programmieren nicht längst die zweite Fremdsprache? Warum immer noch Goethe? Die Hacker School will Begeisterung für das Lernen wecken. Ein Lernen, das weit über die klassische Schulzeit hinausgeht, lebenslang ist. So wie kein Azubi mehr "ausgelernt" hat, ist generell die Perspektive auf Bildung: Die Inhalte entwickeln sich mit stetig wachsendem Tempo, die Methoden und Kompetenzen ebenso. Das hört nicht mehr auf - was für eine gute Nachricht, sagt Julia.   </p><p><strong>Ist das unfair gegenüber der Schule, gegenüber Lehrer:innen, die sich trotz widriger Umstände voll einsetzen? </strong>Nein, eine gute Ergänzung, sagt Julia. Es gebe für Informatiker:innen ja nur wenige gute Gründe, Vollzeit ins Lehramt zu wechseln. Die Hacker School setzt daher voll auf Freiwillige, die mit Informatik und Artverwandtem im Berufsleben stehen und sich nebenbei in der Bildung engagieren wollen. Für Julia hat das durchaus auch eine eigennützige Seite: Warum sollte die klassische Schule den ganzen Spaß bekommen, den gutes Lernen versprüht?</p><p><strong>Kurse extra für Mädchen sind ein wichtiges Element an der Hacker School. </strong>Zu stark sind die Vorurteile, die Eltern und Gesellschaft den jungen Mädchen mitgeben. Gerade so als würden sie mit den Eierstöcken rechnen ... </p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-julia-freudenberg-40866515/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Julia Freudenberg</a>, Geschäftsführerin der <a href="https://hacker-school.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hacker School</a></p><p><strong>Buchempfehlung:</strong> <a href="https://www.amazon.de/Die-wichtigsten-Themen-Digitalisierung-verst%C3%A4ndlich/dp/3868817050" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Die 50 wichtigsten Themen der Digitalisierung: </a>Künstliche Intelligenz, Blockchain, Robotik, Virtual Reality und vieles mehr verständlich erklärt</p><p><strong>SCRATCH: </strong><a href="https://scratch.mit.edu/studios/3579538" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiele programmieren super easy</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">6cdb8bf7-939b-4351-aaeb-4807120dcbe5</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/25bf2c94-f769-4d51-b0b3-04bbe3746bf9/f2Tbu0TYw1LVypGbxmtpY8TD.jpg"/><pubDate>Thu, 12 Oct 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/1c980c21-296e-4b49-8de2-e1ee8f8ac6e9/Folge-176-Freudenberg.mp3" length="72241656" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:37</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>176</itunes:episode><podcast:episode>176</podcast:episode></item><item><title>#175 Carla Glassl – Carbon Capture, was sonst?!</title><itunes:title>#175 Carla Glassl – Carbon Capture, was sonst?!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Wir haben letztlich keine Wahl.</strong> Natürlich müssen wir den CO2-Ausstoß auf Null bringen. Natürlich muss das schnell gehen. Aber um eines kommen wir nicht umhin: Das CO2, das sich bereits in der Atmosphäre befindet, zu reduzieren. Sagt Carla Glassl. Die Molekularbiologin und Datenspezialistin ist eine der Gründerinnen von Ucaneo. Das Berliner Startup entwickelt Technologien, um CO2 aus der Luft abzuscheiden. </p><p><strong>Carla argumentiert: </strong>Wir müssen. Wir können auch, mehrere Technologien stehen bereit. Wir werden über Kosten und Aufwand sprechen müssen. Dafür gibt es einen entscheidenden Hebel, den CO2-Preis. Sobald dieser in einer angemessenen Höhe angesetzt ist, steht auch das Geschäftsmodell. </p><p><strong>Das gängige Problem von CO2-Abscheidung: Der Maßstab. </strong>Bisherige Lösungen sind ok, aber vor allem viel zu klein, um im globalen Maßstab irgendeinen Unterschied zu machen. Ucaneo strebt nach mehr. 0,5 Gigatonnen CO2 will das Startup bis 2030 aus der Luft nehmen. Das entspricht dem Lebensgewicht aller Menschen heute zusammen. Um dieses Ziel realistisch erreichen zu können, setzt Carla auf dezentrale Lösungen. Ucaneo strebt Container an, die seriell produziert werden können, einer nach dem anderen. Der Prozess wird anfänglich noch nicht sehr effizient sein. Das dezentrale Vorgehen bietet aber gerade die Chance, unterwegs zu lernen. </p><p>Auch wenn die Webseite von Ucaneo nicht nicht wirklich informativ ist, erhält das Startup laufend Anfragen von Unternehmen der chemischen und produzierenden Industrie. War lange Erdgas gesetzt als Kohlenstoffquelle für Produkte aller Arten, beginnt hier ein Wettbewerb: Wer kann ausreichend Kohlenstoff bereit stellen? Wie gesagt: Wir haben letztlich keine Wahl. Sagt Carla. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/glasslcarla" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Carla Glassl,</a> Molekularbiologin und Datenspezialistin, eine der Gründerinnen von <a href="https://www.ucaneo.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ucaneo</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben letztlich keine Wahl.</strong> Natürlich müssen wir den CO2-Ausstoß auf Null bringen. Natürlich muss das schnell gehen. Aber um eines kommen wir nicht umhin: Das CO2, das sich bereits in der Atmosphäre befindet, zu reduzieren. Sagt Carla Glassl. Die Molekularbiologin und Datenspezialistin ist eine der Gründerinnen von Ucaneo. Das Berliner Startup entwickelt Technologien, um CO2 aus der Luft abzuscheiden. </p><p><strong>Carla argumentiert: </strong>Wir müssen. Wir können auch, mehrere Technologien stehen bereit. Wir werden über Kosten und Aufwand sprechen müssen. Dafür gibt es einen entscheidenden Hebel, den CO2-Preis. Sobald dieser in einer angemessenen Höhe angesetzt ist, steht auch das Geschäftsmodell. </p><p><strong>Das gängige Problem von CO2-Abscheidung: Der Maßstab. </strong>Bisherige Lösungen sind ok, aber vor allem viel zu klein, um im globalen Maßstab irgendeinen Unterschied zu machen. Ucaneo strebt nach mehr. 0,5 Gigatonnen CO2 will das Startup bis 2030 aus der Luft nehmen. Das entspricht dem Lebensgewicht aller Menschen heute zusammen. Um dieses Ziel realistisch erreichen zu können, setzt Carla auf dezentrale Lösungen. Ucaneo strebt Container an, die seriell produziert werden können, einer nach dem anderen. Der Prozess wird anfänglich noch nicht sehr effizient sein. Das dezentrale Vorgehen bietet aber gerade die Chance, unterwegs zu lernen. </p><p>Auch wenn die Webseite von Ucaneo nicht nicht wirklich informativ ist, erhält das Startup laufend Anfragen von Unternehmen der chemischen und produzierenden Industrie. War lange Erdgas gesetzt als Kohlenstoffquelle für Produkte aller Arten, beginnt hier ein Wettbewerb: Wer kann ausreichend Kohlenstoff bereit stellen? Wie gesagt: Wir haben letztlich keine Wahl. Sagt Carla. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/glasslcarla" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Carla Glassl,</a> Molekularbiologin und Datenspezialistin, eine der Gründerinnen von <a href="https://www.ucaneo.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ucaneo</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">414cd9e7-8911-41e9-b445-5650cf3976d5</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/db337b7b-b265-4b12-b76d-9d64995bc384/F1Qkv3gif5pkILteWrKgrPjd.jpg"/><pubDate>Thu, 05 Oct 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/de4be38c-655a-46ef-80ab-b7828c2ab1fb/Folge-175-Glassl.mp3" length="81353167" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:22</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>175</itunes:episode><podcast:episode>175</podcast:episode></item><item><title>#174 Andrea Vetter - Degrowth: Was kommt nach dem Wachstum?</title><itunes:title>#174 Andrea Vetter - Degrowth: Was kommt nach dem Wachstum?</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Müssen wir eigentlich vor einem ausbleibenden Wachstum Angst haben?</strong> Einer Rezession, also dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukt BIP? Der Chor der medialen Lautsprecher scheint stets einsatzbereit. Der Wirtschaft geht es schlecht, das Wachstum lahmt - das scheint der schlimmste aller möglichen Zustände zu sein. Andrea entgegnet: Ganz im Gegenteil, wenn wir vor etwas Angst haben müssen, dann vor immer mehr Wachstum. Andrea Vetter befasst sich schon seit zehn Jahren mit dem Thema Postwachstum. Sie sagt: Wenn wir alles immer weiter wachsen lassen, fahren wir alles an die Wand. </p><p><strong>Natürlich:</strong> Unter heutigen Bedingungen führt eine Rezession dazu, dass es insbesondere diejenigen schwer haben, die ohnehin kämpfen müssen. Das alleine, so Andrea, taugt aber nicht als Argument, weiter am Zielbild Wachstum festzuhalten. Wachstum ist trügerisch. Eine Gesellschaft, die sich vorrangig auf die Steigerung des BIP konzentriert, gibt sich quasi ständig selbst das Versprechen: “Morgen wird es uns besser gehen. Klage nicht, arbeite!“. Morgen nicht eingelöst? Na, dann müssen wir uns vielleicht mehr anstrengen, dann übermorgen...</p><p><strong>Spannend: </strong>Das BIP war ursprünglich ein Maß für die Kriegswirtschaft, später für die Bemessung der Mitgliedsbeiträge der Vereinten Nationen. Als Maßstab für Glück und Wohlstand einer Gesellschaft taugt es nicht und sollte es auch nie taugen. Dennoch nutzen wir es dafür, obwohl wir jeden Tag sehen, dass Wachstum und Wohlstand nicht Hand in Hand gehen. Jedenfalls nicht für alle in der Gesellschaft. </p><p><strong>Worauf aber sollen wir uns fokussieren, wenn schon nicht das schön einfache BIP?</strong> Andrea argumentiert, dass wir keinen neuen Indikator brauchen, schon gar nicht nur einen einzigen. Sie zeichnet stattdessen eine Gesellschaft, in der Menschen miteinander aushandeln, was sie möchten und was ihnen gut tut. Anstrengend? Ja. Aber, so Andrea, weit weniger anstrengend als das Hamsterrad der Wachstumsgesellschaft.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Dr. Andrea Vetter schreibt, forscht, erzählt, organisiert, lehrt und macht Apfelmus für einen sozial-ökologischen Wandel; häufig für, mit und im&nbsp;<a href="https://hausdeswandels.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Haus des Wandels</em></a>&nbsp;(Steinhöfel, Ostbrandenburg), für die Zeitschrift&nbsp;<a href="https://oya-online.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Oya</em></a>&nbsp;und im Beirat des&nbsp;<a href="https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Konzeptwerk Neue Ökonomie</em></a>&nbsp;(Leipzig).</p><p><strong>Bücher von Andrea:&nbsp;</strong></p><p><a href="https://www.junius-verlag.de/Programm/Zur-Einfuehrung/Degrowth-Postwachstum-zur-Einfuehrung.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.junius-verlag.de/Programm/Zur-Einfuehrung/Degrowth-Postwachstum-zur-Einfuehrung.html</a></p><p><a href="https://www.versobooks.com/en-gb/products/2620-the-future-is-degrowth" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.versobooks.com/en-gb/products/2620-the-future-is-degrowth</a></p><p><a href="https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5354-0/konviviale-technik/?number=978-3-8394-5354-4" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5354-0/konviviale-technik/?number=978-3-8394-5354-4</a></p><p><strong>Alle Links und Medien aus dem Gespräch:</strong></p><p>Beutel statt Held:&nbsp;<a href="https://think-oya.de/buch/am-anfang-war-der-beutel.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://think-oya.de/buch/am-anfang-war-der-beutel.html</a></p><p>Zur "imperialen Lebensweise":&nbsp;<a href="https://aufkostenanderer.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://aufkostenanderer.org/</a></p><p>Plattform, mit vielen Ideen, wo jede einzelne Person jetzt anfangen kann:&nbsp;<a href="https://waswirtunkoennen.jetzt/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://waswirtunkoennen.jetzt/</a></p><p>Tausende Geschichten, Portraits und Reportagen über Menschen und Orte, die kooperativ leben und wirtschaften:&nbsp;<a href="https://oya-online.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://oya-online.de/</a></p><p>Buch von Eva von Redecker - <a href="https://www.fischerverlage.de/buch/eva-von-redecker-bleibefreiheit-9783103974997" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bleibefreiheit</a></p><p><strong>Die Folge mit Marcel Fratzscher:</strong> <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-168/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wohlstand statt Wachstum</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Müssen wir eigentlich vor einem ausbleibenden Wachstum Angst haben?</strong> Einer Rezession, also dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukt BIP? Der Chor der medialen Lautsprecher scheint stets einsatzbereit. Der Wirtschaft geht es schlecht, das Wachstum lahmt - das scheint der schlimmste aller möglichen Zustände zu sein. Andrea entgegnet: Ganz im Gegenteil, wenn wir vor etwas Angst haben müssen, dann vor immer mehr Wachstum. Andrea Vetter befasst sich schon seit zehn Jahren mit dem Thema Postwachstum. Sie sagt: Wenn wir alles immer weiter wachsen lassen, fahren wir alles an die Wand. </p><p><strong>Natürlich:</strong> Unter heutigen Bedingungen führt eine Rezession dazu, dass es insbesondere diejenigen schwer haben, die ohnehin kämpfen müssen. Das alleine, so Andrea, taugt aber nicht als Argument, weiter am Zielbild Wachstum festzuhalten. Wachstum ist trügerisch. Eine Gesellschaft, die sich vorrangig auf die Steigerung des BIP konzentriert, gibt sich quasi ständig selbst das Versprechen: “Morgen wird es uns besser gehen. Klage nicht, arbeite!“. Morgen nicht eingelöst? Na, dann müssen wir uns vielleicht mehr anstrengen, dann übermorgen...</p><p><strong>Spannend: </strong>Das BIP war ursprünglich ein Maß für die Kriegswirtschaft, später für die Bemessung der Mitgliedsbeiträge der Vereinten Nationen. Als Maßstab für Glück und Wohlstand einer Gesellschaft taugt es nicht und sollte es auch nie taugen. Dennoch nutzen wir es dafür, obwohl wir jeden Tag sehen, dass Wachstum und Wohlstand nicht Hand in Hand gehen. Jedenfalls nicht für alle in der Gesellschaft. </p><p><strong>Worauf aber sollen wir uns fokussieren, wenn schon nicht das schön einfache BIP?</strong> Andrea argumentiert, dass wir keinen neuen Indikator brauchen, schon gar nicht nur einen einzigen. Sie zeichnet stattdessen eine Gesellschaft, in der Menschen miteinander aushandeln, was sie möchten und was ihnen gut tut. Anstrengend? Ja. Aber, so Andrea, weit weniger anstrengend als das Hamsterrad der Wachstumsgesellschaft.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Dr. Andrea Vetter schreibt, forscht, erzählt, organisiert, lehrt und macht Apfelmus für einen sozial-ökologischen Wandel; häufig für, mit und im&nbsp;<a href="https://hausdeswandels.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Haus des Wandels</em></a>&nbsp;(Steinhöfel, Ostbrandenburg), für die Zeitschrift&nbsp;<a href="https://oya-online.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Oya</em></a>&nbsp;und im Beirat des&nbsp;<a href="https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Konzeptwerk Neue Ökonomie</em></a>&nbsp;(Leipzig).</p><p><strong>Bücher von Andrea:&nbsp;</strong></p><p><a href="https://www.junius-verlag.de/Programm/Zur-Einfuehrung/Degrowth-Postwachstum-zur-Einfuehrung.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.junius-verlag.de/Programm/Zur-Einfuehrung/Degrowth-Postwachstum-zur-Einfuehrung.html</a></p><p><a href="https://www.versobooks.com/en-gb/products/2620-the-future-is-degrowth" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.versobooks.com/en-gb/products/2620-the-future-is-degrowth</a></p><p><a href="https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5354-0/konviviale-technik/?number=978-3-8394-5354-4" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5354-0/konviviale-technik/?number=978-3-8394-5354-4</a></p><p><strong>Alle Links und Medien aus dem Gespräch:</strong></p><p>Beutel statt Held:&nbsp;<a href="https://think-oya.de/buch/am-anfang-war-der-beutel.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://think-oya.de/buch/am-anfang-war-der-beutel.html</a></p><p>Zur "imperialen Lebensweise":&nbsp;<a href="https://aufkostenanderer.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://aufkostenanderer.org/</a></p><p>Plattform, mit vielen Ideen, wo jede einzelne Person jetzt anfangen kann:&nbsp;<a href="https://waswirtunkoennen.jetzt/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://waswirtunkoennen.jetzt/</a></p><p>Tausende Geschichten, Portraits und Reportagen über Menschen und Orte, die kooperativ leben und wirtschaften:&nbsp;<a href="https://oya-online.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://oya-online.de/</a></p><p>Buch von Eva von Redecker - <a href="https://www.fischerverlage.de/buch/eva-von-redecker-bleibefreiheit-9783103974997" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bleibefreiheit</a></p><p><strong>Die Folge mit Marcel Fratzscher:</strong> <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-168/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wohlstand statt Wachstum</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">9bd31f99-d63f-41f4-9f2e-f3ed03c5fa10</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a6537373-9741-4a23-ad53-c5fc694b38e7/lD3gST_yLbltygoycJRE62Cg.jpg"/><pubDate>Thu, 28 Sep 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/773d8006-f04f-4a16-8fe3-18b150a7beb9/Folge-174-Vetter.mp3" length="93830921" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>48:52</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>174</itunes:episode><podcast:episode>174</podcast:episode></item><item><title>#173 Fabian Eckert – RECUP: Noch mal voll machen bitte!</title><itunes:title>#173 Fabian Eckert – RECUP: Noch mal voll machen bitte!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>320.000 Einwegbecher, nur in Deutschland, nur Coffee to go.</strong> <strong>Pro Stunde.</strong> Jede Stunde. Macht im Jahr knapp 3 Milliarden. Plus Essen, plus dine in, plus Kaltgetränke, plus … Verpackungen für Essen und Trinken können wir. Gerade einmal ein Prozent davon sind inzwischen Mehrwegbecher. Fabian Eckert, einer der Gründer von Recup erwartet: Bis Ende des Jahrzehnts wird diese Quote auf 40% steigen. Mehr nicht? Antwort: Es dauert.</p><p><strong>Dabei ist die Lage leicht beschrieben: </strong>Auch wenn Mehrwegbecher wie bei Recup ebenfalls aus Plastik sind, gereinigt, transportiert und ggf. ersetzt werden müssen, spätestens nach zehn Einsätzen lohnt es sich für die Umweltbilanz. Das Erstaunliche ist: Auch wirtschaftlich ist Mehrweg für Cafes &amp; co attraktiver. Fabian sagt: Wer heute noch auf Einweg setzt, investiert direkt in die Produktion von Müll. Praktischer Hinweis: Wer in seinem Lieblingscafé künftig Mehrwegbecher sehen will, muss dem Gastronomen seiner Vorliebe nur vorrechnen, wie sich ein Mehrwegsystem quasi unmittelbar rechnet.</p><p><strong>Als Fabian die Idee an der Uni entwickelt hat, hielt sein Professor sie noch für zu klein.</strong> Ihn aber ließ das Thema nicht los. Durch Zufall hat eine Münchner Politikerin ihn mit seinem heutigen Mitgründer zusammengebracht. Sie hatten beide am selben Tag mit der Politikerin telefoniert, um ihr Thema stark zu machen. Stattdessen bekamen sie zur Antwort: Ihr solltet mal miteinander reden. Das taten sie. Und dann haben sie Klinken geputzt. Erst in Rosenheim, inzwischen bundesweit. Und Fabian sagt: Heute herrscht eine völlig andere Awareness für das Thema vor als noch vor zwei, drei Jahren.</p><p><strong>Recup leistet Pionierarbeit und bereitet den Markt.</strong> Und wenn eines Tages ein Großer der Branche umschwenkt, den Markt schluckt und Recup verdrängt? Dann laden Fabian und Team zu einem großen Fest, denn ihr Ziel ist erreicht.</p><p><strong>Der Mehrweg-Podcast mit Fabian Eckert von Recup.</strong> Nach Gebrauch bitte reinigen und zurückgeben.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/fabian-eckert-recup/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Fabian Eckert,</a> Gründer und Geschäftsführer von <a href="https://recup.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">RECUP</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>320.000 Einwegbecher, nur in Deutschland, nur Coffee to go.</strong> <strong>Pro Stunde.</strong> Jede Stunde. Macht im Jahr knapp 3 Milliarden. Plus Essen, plus dine in, plus Kaltgetränke, plus … Verpackungen für Essen und Trinken können wir. Gerade einmal ein Prozent davon sind inzwischen Mehrwegbecher. Fabian Eckert, einer der Gründer von Recup erwartet: Bis Ende des Jahrzehnts wird diese Quote auf 40% steigen. Mehr nicht? Antwort: Es dauert.</p><p><strong>Dabei ist die Lage leicht beschrieben: </strong>Auch wenn Mehrwegbecher wie bei Recup ebenfalls aus Plastik sind, gereinigt, transportiert und ggf. ersetzt werden müssen, spätestens nach zehn Einsätzen lohnt es sich für die Umweltbilanz. Das Erstaunliche ist: Auch wirtschaftlich ist Mehrweg für Cafes &amp; co attraktiver. Fabian sagt: Wer heute noch auf Einweg setzt, investiert direkt in die Produktion von Müll. Praktischer Hinweis: Wer in seinem Lieblingscafé künftig Mehrwegbecher sehen will, muss dem Gastronomen seiner Vorliebe nur vorrechnen, wie sich ein Mehrwegsystem quasi unmittelbar rechnet.</p><p><strong>Als Fabian die Idee an der Uni entwickelt hat, hielt sein Professor sie noch für zu klein.</strong> Ihn aber ließ das Thema nicht los. Durch Zufall hat eine Münchner Politikerin ihn mit seinem heutigen Mitgründer zusammengebracht. Sie hatten beide am selben Tag mit der Politikerin telefoniert, um ihr Thema stark zu machen. Stattdessen bekamen sie zur Antwort: Ihr solltet mal miteinander reden. Das taten sie. Und dann haben sie Klinken geputzt. Erst in Rosenheim, inzwischen bundesweit. Und Fabian sagt: Heute herrscht eine völlig andere Awareness für das Thema vor als noch vor zwei, drei Jahren.</p><p><strong>Recup leistet Pionierarbeit und bereitet den Markt.</strong> Und wenn eines Tages ein Großer der Branche umschwenkt, den Markt schluckt und Recup verdrängt? Dann laden Fabian und Team zu einem großen Fest, denn ihr Ziel ist erreicht.</p><p><strong>Der Mehrweg-Podcast mit Fabian Eckert von Recup.</strong> Nach Gebrauch bitte reinigen und zurückgeben.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/fabian-eckert-recup/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Fabian Eckert,</a> Gründer und Geschäftsführer von <a href="https://recup.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">RECUP</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">60d2e322-973b-46cc-bdc3-c02f0b49811d</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/25017f9d-e9e0-4785-8b1d-4c8a16a90f22/J5eju0klHHgz2Z_PBPXXEYos.jpg"/><pubDate>Thu, 21 Sep 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/bcdceb97-8f13-4da6-a377-1134309b2ddd/Folge-173-Fabian-Eckert-Recup.mp3" length="71147439" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:03</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>173</itunes:episode><podcast:episode>173</podcast:episode></item><item><title>#172 Mario Buchinger – Erfolg ist auch Gift</title><itunes:title>#172 Mario Buchinger – Erfolg ist auch Gift</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Die Physik hält sich nicht an Mehrheiten. </strong>Auch nicht an kulturelle Überzeugungen. Da kann Ulf „911“ Poschardt noch so markig schreiben, einen Elektromotor im Auto könne jeder bauen, nur der Verbrenner sei Hochkultur. Mario Buchinger nennt das „Toxische Destruktivität“. Der Natur ist eine solche Haltung schlicht egal. Mario analysiert: Die deutsche Autoindustrie hat sich über Jahre auf ihren Erfolgen ausgeruht - und schlimmer noch: Sie hat die ausgelacht, die es anders gemacht haben. Das rächt sich jetzt, denn eine spätere Transformation wird immer teurer. Erfolg ist auch Gift.&nbsp;</p><p><strong>Mario treibt Veränderung. </strong>Dabei trägt er drei Herzen in der Brust: Mario ist Musiker, Naturwissenschaftler und Unternehmer. Was springt zuerst an, wenn es um Veränderung geht? Der Musiker. Veränderung ist kreativ, ist Gestaltung. Und um das Offensichtliche auch noch aufzuschreiben: Transformation ist positiv.&nbsp;</p><p><strong>Wir stellen möglicherweise auch die falschen Fragen.</strong> Warum streiten wir über Akzeptanz für Klimaschutz und nicht um Akzeptanz für fossile Modelle? Die fossile Lobby jedenfalls tut derzeit alles, um die nötige Transformation zu bremsen. Mario sagt: Die Lobbyisten der fossilen Industrie wissen genau, was sie tun. Und sie lügen. Zwar haben sich die Lügen geändert; aus der platten Leugnung der Klimakrise sind heute Botschaften über angebliche Wundertechnologien geworden. CCS wird CO2 aus der Atmosphäre binden, efuels, Wasserstoff. Die verheißungsvollen Versprechen der Wundertechnologien suggerieren: Du musst dein Leben nicht verändern. Das macht die Botschaft so attraktiv. Gleichzeitig hält es die beschäftigt, die - so wie Mario und Michael - daran arbeiten, evidenzbasiert die Grundlagen und Rahmenbedingungen von Transformation zu klären.&nbsp;</p><p>Sollen wir insgesamt positiv in die Zukunft schauen? Mario sagt: Die Transformation ist möglich, aber gefährdet. Es reicht nicht, auf die Überzeugungstäter zu setzen. Wir müssen zeigen, dass Transformation hin zu einer nachhaltigen und klimagerechten Wirtschaft sich lohnt. Es rechnet sich wirtschaftlich, monetär und es bildet sich ein Wettbewerbsvorteil: Transformation und Veränderung sind Innovationstreiber.</p><p>Ob die Transformation in Europa gelingt, wird vor allem eine Frage des Tempos sein. China, Südkorea, Japan, selbst die USA erneuern sich gerade in einem ganz anderen Tempo als Europa. Die Frage unseres Wohlstand ist also nicht der Erhalt - sondern der Wandel. Wer da immer noch im gestern klebt, behindert den Wohlstand von heute und morgen.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://at.linkedin.com/in/mariobuchinger" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Mario Buchinger,</a> Physiker, Spezialist für Veränderungsfähigkeit, Musiker, Autor, Gründer &amp; Eigentümer von <a href="https://www.buchingerkuduz.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Buchinger|Kuduz</a></p><h5>Der <a href="https://www.buchingerkuduz.com/podcast/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">RestartThinking-Podcast</a> von Buchinger|Kuduz</h5>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Physik hält sich nicht an Mehrheiten. </strong>Auch nicht an kulturelle Überzeugungen. Da kann Ulf „911“ Poschardt noch so markig schreiben, einen Elektromotor im Auto könne jeder bauen, nur der Verbrenner sei Hochkultur. Mario Buchinger nennt das „Toxische Destruktivität“. Der Natur ist eine solche Haltung schlicht egal. Mario analysiert: Die deutsche Autoindustrie hat sich über Jahre auf ihren Erfolgen ausgeruht - und schlimmer noch: Sie hat die ausgelacht, die es anders gemacht haben. Das rächt sich jetzt, denn eine spätere Transformation wird immer teurer. Erfolg ist auch Gift.&nbsp;</p><p><strong>Mario treibt Veränderung. </strong>Dabei trägt er drei Herzen in der Brust: Mario ist Musiker, Naturwissenschaftler und Unternehmer. Was springt zuerst an, wenn es um Veränderung geht? Der Musiker. Veränderung ist kreativ, ist Gestaltung. Und um das Offensichtliche auch noch aufzuschreiben: Transformation ist positiv.&nbsp;</p><p><strong>Wir stellen möglicherweise auch die falschen Fragen.</strong> Warum streiten wir über Akzeptanz für Klimaschutz und nicht um Akzeptanz für fossile Modelle? Die fossile Lobby jedenfalls tut derzeit alles, um die nötige Transformation zu bremsen. Mario sagt: Die Lobbyisten der fossilen Industrie wissen genau, was sie tun. Und sie lügen. Zwar haben sich die Lügen geändert; aus der platten Leugnung der Klimakrise sind heute Botschaften über angebliche Wundertechnologien geworden. CCS wird CO2 aus der Atmosphäre binden, efuels, Wasserstoff. Die verheißungsvollen Versprechen der Wundertechnologien suggerieren: Du musst dein Leben nicht verändern. Das macht die Botschaft so attraktiv. Gleichzeitig hält es die beschäftigt, die - so wie Mario und Michael - daran arbeiten, evidenzbasiert die Grundlagen und Rahmenbedingungen von Transformation zu klären.&nbsp;</p><p>Sollen wir insgesamt positiv in die Zukunft schauen? Mario sagt: Die Transformation ist möglich, aber gefährdet. Es reicht nicht, auf die Überzeugungstäter zu setzen. Wir müssen zeigen, dass Transformation hin zu einer nachhaltigen und klimagerechten Wirtschaft sich lohnt. Es rechnet sich wirtschaftlich, monetär und es bildet sich ein Wettbewerbsvorteil: Transformation und Veränderung sind Innovationstreiber.</p><p>Ob die Transformation in Europa gelingt, wird vor allem eine Frage des Tempos sein. China, Südkorea, Japan, selbst die USA erneuern sich gerade in einem ganz anderen Tempo als Europa. Die Frage unseres Wohlstand ist also nicht der Erhalt - sondern der Wandel. Wer da immer noch im gestern klebt, behindert den Wohlstand von heute und morgen.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://at.linkedin.com/in/mariobuchinger" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Mario Buchinger,</a> Physiker, Spezialist für Veränderungsfähigkeit, Musiker, Autor, Gründer &amp; Eigentümer von <a href="https://www.buchingerkuduz.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Buchinger|Kuduz</a></p><h5>Der <a href="https://www.buchingerkuduz.com/podcast/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">RestartThinking-Podcast</a> von Buchinger|Kuduz</h5>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">f03f9734-3ee9-440b-8974-b04cb30e9962</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a91576c5-bcd8-476b-ac24-e465c2296046/6sQbiLZp0x4Wo6fo30NqNer6.jpg"/><pubDate>Thu, 14 Sep 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/fa2bdd73-6962-46ac-9af1-497bba15c7c1/Folge-172-Buchinger.mp3" length="76426264" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:48</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>172</itunes:episode><podcast:episode>172</podcast:episode></item><item><title>#171 Jan Bredack von Veganz – Gedruckte Hafermilch und andere Innovationen</title><itunes:title>#171 Jan Bredack von Veganz – Gedruckte Hafermilch und andere Innovationen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Ein DIN A4-Umschlag im Briefkasten, darin ein paar Blätter Hafermilch. </strong>Wasser dazu, kurz in den Mixer - jeder Bogen gibt einen halben Liter Biomilch bester Qualität. Konservierungsstoffe? Fehlanzeige, wozu auch? Veganz treibt die nächste große Revolution der Ernährung voran: Nahrungsmittel ohne Wasser. Wenn - egal welche - Milch rund 90% Wasser enthält, warum sollten wir dieses Wasser verarbeiten, transportieren, lagern und im Einzelhandel damit die Regale und Einkaufswagen füllen? Und wenn das mit Milch geht, warum dann nicht auch mit Fleisch? Auch das Produkt ist bereits im Handel: 500g veganer Fleischersatz trocken, gibt 1,5 kg beste Fleisch- und Proteinqualität für sehr kleines Geld.</p><p><strong>Jan Bredack ist Kopf und Gründer von Veganz.</strong> Das Team tritt an, das Thema Nahrung im großen Maßstab neu aufzustellen. Jan argumentiert: Ernährung ist für knapp ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich; ein Mehrfaches des Themas Mobilität zum Beispiel. Wer wirkungsvoll an das Klima ran will, kommt um die Ernährung nicht herum.</p><p><strong>Ein Problem dabei: </strong>Die Datenlage. Solange wir im Supermarkt einzig erfahren, woher die Tomaten, Gurken, Trauben kommen, erhalten wir regelmäßig ein schiefes Bild. Veganz treibt das Gegenbild: Alle relevanten Informationen erheben, sortieren und an die Verbraucher:innen weitergeben. Das ist in Teilen Pionierarbeit, diese Daten zu erheben und aufzubereiten. Jan ist allerdings&nbsp;überzeugt: Auch die etablierten Großunternehmen der Branche verfügen über alle klimarelevanten Daten. Sie geben sie nur nicht weiter. Transparenz würde auch zu Fragen führen: Warum erzeugen wir Tomaten dort, wo es zwar Sonne, aber kaum Wasser gibt? Etc.</p><p><strong>Veganz sucht aktiv nach Optionen, Proteine verträglicher und effizienter zu erzeugen. </strong>Gemeinsam mit einem Fraunhofer Institut haben sie eine „Schwarze Halle“ entwickelt. Ein Bau ohne Fenster, der in beliebigem Umfeld - ob Wüste oder Frost - hoch effizient und hoch reine Proteine erzeugen kann. Wo sich die ganzen Indoor-Farming-Startups der vergangenen Jahre an Salat und Kräutern versucht haben, zielt Veganz auf Erbse und erzielt ein vielfaches der Erntemengen, die auf Feldern möglich sind. Start in Kürze.</p><p>Zu Gast:<a href="https://de.linkedin.com/in/jan-bredack-b2517116b?challengeId=AQFOWv4hB7kp5QAAAYpqOG0RYd-2TvGctmd_MxD2jA5IYIwfC88ioOvkcSnSbwt0JnZ0hePvLVaDV3UuJa9ZoiveDVV1k6Y04w&amp;submissionId=e55f646c-4b4b-8217-a3d0-bf786c29e84a&amp;challengeSource=AgFf-SeRUOpjEgAAAYpqOJtz6Ksdpl3kmWyk75d-N9f7cbU09tFmT4KI_2CB0Xo&amp;challegeType=AgF2dkeGegLw7AAAAYpqOJt2vFl5936DbPS_zFm1EZ686rqPyNJa4BE&amp;memberId=AgGzYS-7j_JUjwAAAYpqOJt5qsQm8wz2r8VtdZEA4n4iiI4&amp;recognizeDevice=AgHhmENvXyd_owAAAYpqOJt7SwRIuY6UFtHC56EpvaKaOSu3CkkY" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Jan Bredack</a>, Kopf und Gründer von <a href="https://veganz.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Veganz</a></p><p>Die beiden Folgen, die Michael im Podcast erwähnt, sind:</p><p>-&gt; Folge <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-161/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">161 Jeremy Bartosiak-Jentys – The end of sugar is nigh</a></p><p>-&gt; Folge <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-144/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">144 Marina Lommel - Personalisierte Ernährung: Heißhunger auf Daten</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein DIN A4-Umschlag im Briefkasten, darin ein paar Blätter Hafermilch. </strong>Wasser dazu, kurz in den Mixer - jeder Bogen gibt einen halben Liter Biomilch bester Qualität. Konservierungsstoffe? Fehlanzeige, wozu auch? Veganz treibt die nächste große Revolution der Ernährung voran: Nahrungsmittel ohne Wasser. Wenn - egal welche - Milch rund 90% Wasser enthält, warum sollten wir dieses Wasser verarbeiten, transportieren, lagern und im Einzelhandel damit die Regale und Einkaufswagen füllen? Und wenn das mit Milch geht, warum dann nicht auch mit Fleisch? Auch das Produkt ist bereits im Handel: 500g veganer Fleischersatz trocken, gibt 1,5 kg beste Fleisch- und Proteinqualität für sehr kleines Geld.</p><p><strong>Jan Bredack ist Kopf und Gründer von Veganz.</strong> Das Team tritt an, das Thema Nahrung im großen Maßstab neu aufzustellen. Jan argumentiert: Ernährung ist für knapp ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich; ein Mehrfaches des Themas Mobilität zum Beispiel. Wer wirkungsvoll an das Klima ran will, kommt um die Ernährung nicht herum.</p><p><strong>Ein Problem dabei: </strong>Die Datenlage. Solange wir im Supermarkt einzig erfahren, woher die Tomaten, Gurken, Trauben kommen, erhalten wir regelmäßig ein schiefes Bild. Veganz treibt das Gegenbild: Alle relevanten Informationen erheben, sortieren und an die Verbraucher:innen weitergeben. Das ist in Teilen Pionierarbeit, diese Daten zu erheben und aufzubereiten. Jan ist allerdings&nbsp;überzeugt: Auch die etablierten Großunternehmen der Branche verfügen über alle klimarelevanten Daten. Sie geben sie nur nicht weiter. Transparenz würde auch zu Fragen führen: Warum erzeugen wir Tomaten dort, wo es zwar Sonne, aber kaum Wasser gibt? Etc.</p><p><strong>Veganz sucht aktiv nach Optionen, Proteine verträglicher und effizienter zu erzeugen. </strong>Gemeinsam mit einem Fraunhofer Institut haben sie eine „Schwarze Halle“ entwickelt. Ein Bau ohne Fenster, der in beliebigem Umfeld - ob Wüste oder Frost - hoch effizient und hoch reine Proteine erzeugen kann. Wo sich die ganzen Indoor-Farming-Startups der vergangenen Jahre an Salat und Kräutern versucht haben, zielt Veganz auf Erbse und erzielt ein vielfaches der Erntemengen, die auf Feldern möglich sind. Start in Kürze.</p><p>Zu Gast:<a href="https://de.linkedin.com/in/jan-bredack-b2517116b?challengeId=AQFOWv4hB7kp5QAAAYpqOG0RYd-2TvGctmd_MxD2jA5IYIwfC88ioOvkcSnSbwt0JnZ0hePvLVaDV3UuJa9ZoiveDVV1k6Y04w&amp;submissionId=e55f646c-4b4b-8217-a3d0-bf786c29e84a&amp;challengeSource=AgFf-SeRUOpjEgAAAYpqOJtz6Ksdpl3kmWyk75d-N9f7cbU09tFmT4KI_2CB0Xo&amp;challegeType=AgF2dkeGegLw7AAAAYpqOJt2vFl5936DbPS_zFm1EZ686rqPyNJa4BE&amp;memberId=AgGzYS-7j_JUjwAAAYpqOJt5qsQm8wz2r8VtdZEA4n4iiI4&amp;recognizeDevice=AgHhmENvXyd_owAAAYpqOJt7SwRIuY6UFtHC56EpvaKaOSu3CkkY" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Jan Bredack</a>, Kopf und Gründer von <a href="https://veganz.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Veganz</a></p><p>Die beiden Folgen, die Michael im Podcast erwähnt, sind:</p><p>-&gt; Folge <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-161/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">161 Jeremy Bartosiak-Jentys – The end of sugar is nigh</a></p><p>-&gt; Folge <a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-144/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">144 Marina Lommel - Personalisierte Ernährung: Heißhunger auf Daten</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">d315736b-9458-4fe7-a0e9-1b37605673ac</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/22ff985a-6d58-4167-b0f4-129b5353aa7d/tLNGkxFLn5lQ3YHqvBS_EaXq.jpg"/><pubDate>Thu, 07 Sep 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/9be0a53b-551f-4f57-a241-340273e453ca/Folge-171-Bredack.mp3" length="85414059" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:29</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>171</itunes:episode><podcast:episode>171</podcast:episode></item><item><title>#170 Martin Doppelbauer – Mit E-Autos lassen wir nichts anbrennen</title><itunes:title>#170 Martin Doppelbauer – Mit E-Autos lassen wir nichts anbrennen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Hier ist die Zukunft zur Abwechslung einmal völlig klar: </strong>Der PKW der Zukunft ist elektrisch und er nimmt seinen Strom aus einer Batterie. Punkt aus. So wird es auf Jahrzehnte sein. Sagt Martin Doppelbauer, Professor für hybridelektrische Fahrzeuge am KIT. Keine andere Antriebslösung ist überlegen, keine andere im Massenmarkt verfügbar, weder jetzt noch auf absehbare Zeit. Martin sagt: Wer Brennstoffzellen in PKW oder gar Wasserstoff propagiert, wer auf eFuels oder Biofuels setzt, betreibt Augenwischerei. Wer so argumentiert, will letztlich nur Verwirrung stiften, um auf diese Weise noch eine Weile länger konventionelle Verbrenner verkaufen zu können. Das mag man noch so vornehm „Technologieoffenheit“ nennen. Technologieoffenheit ist notwendig in der Forschung, in der Vorentwicklung in der Industrie. Aber sobald der Weg klar ist, ist Technologieoffenheit nur ein Synonym für Entscheidungsschwäche. Und da ist Martin sehr klar: Bei Antrieben im PKW ist die Perspektive so klar, dass keine Entscheidung sogar schlimmer wäre als eine falsche.&nbsp;</p><p>Auch wenn der Elektromotor bereits 200 Jahre alt ist und im Industriebereich spätestens in den 80er Jahren als ausentwickelt galt, sind in den letzten Jahrzehnten erstaunliche Entwicklungen gelungen. Noch vor 15 Jahren verfügte die Automobilindustrie im Grunde über keine Kompetenz beim Thema Elektromotor. Seitdem hat sie nicht nur aufgeschlossen, sondern Motoren entwickelt, die völlig anders aussehen und um den Faktor 100 besser sind als die Industriemotoren in Rolltreppen und Pumpen der 80er Jahre. Was damals ein großer Kühlschrank war, ist heute nur noch so groß wie eine Melone.&nbsp;</p><p>Diese Entwicklung wird sich nicht erheblich weiter fortsetzen lassen. Die nächsten Schritte erwartet Martin beim Thema Batterie. Damit endgültig ist dann auch das Reichweitenthema erledigt. Auch wenn das, Martin berichtet ausführlich von seinen Erfahrungen und dem Anpassungsprozess an Batterie-elektrisches Fahren, im Grunde heute schon Geschichte ist.</p><p><strong>Martin räumt mit Mythen auf:</strong> Elektroautos fangen schnell Feuer. Nein, Verbrenner gehen erheblich häufiger in Flammen auf. Spätestens, wenn die Festkörperbatterie in Serie geht, ist das Elektroauto kaum noch entflammbar. Die Batterie braucht so viel Wasser bei der Herstellung. Stimmt: Rund 80.000 Liter. Die Herstellung von Benzin und Diesel braucht allerdings so viel Wasser, dass ein Verbrenner im Laufe der Nutzung sehr viel mehr als nur 80.000 Liter Wasser benötigt. Aber der Strom?! 2/3 des Stroms, den wir für eine vollelektrische PKW-Flotte in Deutschland benötigen würden, brauchen wir heute schon: Für die Herstellung von Benzin und Diesel. Und wie lang hält die Batterie? Inzwischen deutlich länger als das Auto drum herum.&nbsp;</p><p><strong>Kleiner Nebenschauplatz: </strong>Da PKW immer größer werden, geht der faktische Benzinverbrauch in Deutschland nicht zurück. Er steigt sogar, auf inzwischen 7,9 Liter pro 100 km. Überraschend: In der Schweiz fahren tendenziell noch größere Autos; sie fahren über sehr viel mehr Bergstrecken, müssten also einen höheren Verbrauch haben. Allerdings hat die Schweiz ein Tempolimit - und der Durchschnittsverbrauch beträgt nur 6,1 Liter. Martin rechnet vor: Ein Auto mit Tempo 160 benötigt so viel Leistung wie vier (!) Autos, die mit Tempo 100 fahren.&nbsp;</p><p>Martin hat ein Strategiepapier verfasst, in dem er die unterschiedlichen Antriebsarten im Detail miteinander vergleicht. Es steht <a href="https://www.eti.kit.edu/img/content/Strategiepapier%20Elektroautos%20Stand%202019-10%20V1.5.pdf" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>. </p><p>Die Folge "carls zukunft der woche" mit Heiner Monheim trägt die Nummer 80 und findet sich u.a. hier:&nbsp;<a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-80/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.carls-zukunft.de/podcast-80/</a></p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/martin-doppelbauer-26604183/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Doppelbauer</a>, <a href="https://www.eti.kit.edu/mitarbeiter_doppelbauer.php" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professor für hybridelektrische Fahrzeuge</a> am Karlsruhe Institut für Technologie</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hier ist die Zukunft zur Abwechslung einmal völlig klar: </strong>Der PKW der Zukunft ist elektrisch und er nimmt seinen Strom aus einer Batterie. Punkt aus. So wird es auf Jahrzehnte sein. Sagt Martin Doppelbauer, Professor für hybridelektrische Fahrzeuge am KIT. Keine andere Antriebslösung ist überlegen, keine andere im Massenmarkt verfügbar, weder jetzt noch auf absehbare Zeit. Martin sagt: Wer Brennstoffzellen in PKW oder gar Wasserstoff propagiert, wer auf eFuels oder Biofuels setzt, betreibt Augenwischerei. Wer so argumentiert, will letztlich nur Verwirrung stiften, um auf diese Weise noch eine Weile länger konventionelle Verbrenner verkaufen zu können. Das mag man noch so vornehm „Technologieoffenheit“ nennen. Technologieoffenheit ist notwendig in der Forschung, in der Vorentwicklung in der Industrie. Aber sobald der Weg klar ist, ist Technologieoffenheit nur ein Synonym für Entscheidungsschwäche. Und da ist Martin sehr klar: Bei Antrieben im PKW ist die Perspektive so klar, dass keine Entscheidung sogar schlimmer wäre als eine falsche.&nbsp;</p><p>Auch wenn der Elektromotor bereits 200 Jahre alt ist und im Industriebereich spätestens in den 80er Jahren als ausentwickelt galt, sind in den letzten Jahrzehnten erstaunliche Entwicklungen gelungen. Noch vor 15 Jahren verfügte die Automobilindustrie im Grunde über keine Kompetenz beim Thema Elektromotor. Seitdem hat sie nicht nur aufgeschlossen, sondern Motoren entwickelt, die völlig anders aussehen und um den Faktor 100 besser sind als die Industriemotoren in Rolltreppen und Pumpen der 80er Jahre. Was damals ein großer Kühlschrank war, ist heute nur noch so groß wie eine Melone.&nbsp;</p><p>Diese Entwicklung wird sich nicht erheblich weiter fortsetzen lassen. Die nächsten Schritte erwartet Martin beim Thema Batterie. Damit endgültig ist dann auch das Reichweitenthema erledigt. Auch wenn das, Martin berichtet ausführlich von seinen Erfahrungen und dem Anpassungsprozess an Batterie-elektrisches Fahren, im Grunde heute schon Geschichte ist.</p><p><strong>Martin räumt mit Mythen auf:</strong> Elektroautos fangen schnell Feuer. Nein, Verbrenner gehen erheblich häufiger in Flammen auf. Spätestens, wenn die Festkörperbatterie in Serie geht, ist das Elektroauto kaum noch entflammbar. Die Batterie braucht so viel Wasser bei der Herstellung. Stimmt: Rund 80.000 Liter. Die Herstellung von Benzin und Diesel braucht allerdings so viel Wasser, dass ein Verbrenner im Laufe der Nutzung sehr viel mehr als nur 80.000 Liter Wasser benötigt. Aber der Strom?! 2/3 des Stroms, den wir für eine vollelektrische PKW-Flotte in Deutschland benötigen würden, brauchen wir heute schon: Für die Herstellung von Benzin und Diesel. Und wie lang hält die Batterie? Inzwischen deutlich länger als das Auto drum herum.&nbsp;</p><p><strong>Kleiner Nebenschauplatz: </strong>Da PKW immer größer werden, geht der faktische Benzinverbrauch in Deutschland nicht zurück. Er steigt sogar, auf inzwischen 7,9 Liter pro 100 km. Überraschend: In der Schweiz fahren tendenziell noch größere Autos; sie fahren über sehr viel mehr Bergstrecken, müssten also einen höheren Verbrauch haben. Allerdings hat die Schweiz ein Tempolimit - und der Durchschnittsverbrauch beträgt nur 6,1 Liter. Martin rechnet vor: Ein Auto mit Tempo 160 benötigt so viel Leistung wie vier (!) Autos, die mit Tempo 100 fahren.&nbsp;</p><p>Martin hat ein Strategiepapier verfasst, in dem er die unterschiedlichen Antriebsarten im Detail miteinander vergleicht. Es steht <a href="https://www.eti.kit.edu/img/content/Strategiepapier%20Elektroautos%20Stand%202019-10%20V1.5.pdf" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>. </p><p>Die Folge "carls zukunft der woche" mit Heiner Monheim trägt die Nummer 80 und findet sich u.a. hier:&nbsp;<a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-80/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.carls-zukunft.de/podcast-80/</a></p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/martin-doppelbauer-26604183/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Doppelbauer</a>, <a href="https://www.eti.kit.edu/mitarbeiter_doppelbauer.php" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professor für hybridelektrische Fahrzeuge</a> am Karlsruhe Institut für Technologie</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">9d321947-bca3-457d-b7ee-2aef76e822a9</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d2528ee5-b5c6-46b0-b41a-2943c8b2263d/bouFUN5HZ4U1FeTGOpw_rxhi.jpg"/><pubDate>Thu, 31 Aug 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/5ee3d9f1-cc54-4145-96c8-b7edb5217c96/Folge-170-Doppelbauer.mp3" length="93117882" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>48:30</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>170</itunes:episode><podcast:episode>170</podcast:episode></item><item><title>#169 Sigi Lieb – Let&apos;s talk about Selbstbestimmung, Baby</title><itunes:title>#169 Sigi Lieb – Let&apos;s talk about Selbstbestimmung, Baby</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Erregung gefällig?</strong> Also nicht solche. Oder ist es gerade doch solche? Reden wir über Sex, Gender und darüber, wie wir darüber reden. Spätestens dann ist Stimmung in der Bude. Und jetzt sollen Menschen auch noch selbst bestimmen können, wer und wie sie sind. Genügend Hormone im Raum für einen Podcast. In diesem ist Sigi Lieb ist zu Gast. Sie stellt sich freiwillig in dieses Feuer, schreibt Bücher und berät zum Thema Gender und Gendern.</p><p><strong>Das Grundprinzip der Evolution ist: </strong>Varianz ist gut, Varianz verspricht Entwicklung, Varianz führt zu besseren Lösungen. Warum verspüren wir ausgerechnet beim Geschlecht den Reflex, diese Vielfalt abzuwerten? Gar den vermeintlichen Anfängen zu wehren und Schulen gendersensible Sprache zu untersagen? Sachsen und Sachsen-Anhalt sind gerade dem unglücklichen Vorbild von Schleswig-Holstein gefolgt. Sigi argumentiert, das Problem beginne schon bei der Komplexität der Genderthematik. Natürlich gibt es auf der alleruntersten Ebene nur zwei Geschlechter, Hoden oder Eierstöcke. In der Welt gab es aber schon immer jede Menge individuelle Variationen davon - weit mehr als der erste Blick im Kreißsaal zwischen die Beine des neugeborenen Kindes verspricht. Das beginnt schon in der Biologie, hinzu kommen soziale, kulturelle und weitere Ebenen. Die Vielfalt ist immer schon Realität, bleibt nur die Frage, ob wir ihr Raum geben. Wer einen Crashkurs in die Varianten zwischen Inter-, Trans und weiterer Sexualitäten sucht, wird in den ersten zehn Minuten des Podcasts bereits fündig werden.</p><p><strong>Zurück zur Sprache:</strong> Das eigentliche Sprachthema ist gar nicht der vertraute Streit um Binnen-I, -stern oder -doppelpunkt. Wer einmal verstanden hat, woher das Bedürfnis kommt, in der Sprache mitgemeint zu sein, wird den nötigen Respekt schon aufbringen können. Sigi betont: Das viel wichtigere Thema mit der Sprache liegt darin, überhaupt Begriffe zu finden für das, was Individuen empfinden. Denn nur das, wofür wir einen Begriff haben, das können wir auch benennen, überhaupt sehen und schließlich besprechen.</p><p><strong>Wie aber gehen wir miteinander um? </strong>Wie sind die Lösungen für die Umkleideräume, die Saunen, die Einträge beim Meldeamt? Sigi votiert für mehr Sensibilität. Hören wir einander zu, dann werden wir in den meisten Fällen herausfinden, wie es allen am besten geht. Michael befindet sich bei der Aufnahme gerade in den USA, umgeben von sehr unversöhnlichen und in Teilen aggressiven Diskussionen um gesellschaftliche Werte. Warum sollten wir optimistisch in die Zukunft schauen? Schaffen wir es, eine besonnene und umsichtige Gesprächskultur zu entwickeln oder gleiten wir ab in das Gekreische, das uns von rechts angeboten wird? Sigi erinnert an die auch harten Debatten in der Bundesrepublik der 70er Jahre. Trotz aller ideologischer Gräben waren Politik und Gesellschaft damals in der Lage, so etwas wie der Beutelsbacher Konsens zu formulieren. Der legt für Schulen unter anderem fest: Was in der Gesellschaft kontrovers ist, muss es in Schulen auch sein, auf dass Kinder lernen, mit gesellschaftlichen Konflikten umzugehen. Kurzum: Wir konnten das. Wir können das wieder.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://de.linkedin.com/in/sigi-lieb" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sigi Lieb,</a> Soziologin, Beraterin und Trainerin für inklusive, geschlechtersensible und diskriminierungsarme Kommunikation.&nbsp;Twitter: <a href="https://twitter.com/gespraechswert?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@gespraechswert</a></p><p>Das aktuelle Buch von Sigi heißt Alle(s) Gender: <a href="https://www.gespraechswert.de/alle-gender-buch-sigi-lieb/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wie kommt das Geschlecht in den Kopf?</a></p><p>Ihr Blog steht hier:&nbsp;<a href="https://www.gespraechswert.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.gespraechswert.de</a></p><p>Das erwähnte Buch von <a href="https://www.suhrkamp.de/person/pierre-bourdieu-p-535" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Pierre Bourdieu</a>: Die männliche Herrschaft</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erregung gefällig?</strong> Also nicht solche. Oder ist es gerade doch solche? Reden wir über Sex, Gender und darüber, wie wir darüber reden. Spätestens dann ist Stimmung in der Bude. Und jetzt sollen Menschen auch noch selbst bestimmen können, wer und wie sie sind. Genügend Hormone im Raum für einen Podcast. In diesem ist Sigi Lieb ist zu Gast. Sie stellt sich freiwillig in dieses Feuer, schreibt Bücher und berät zum Thema Gender und Gendern.</p><p><strong>Das Grundprinzip der Evolution ist: </strong>Varianz ist gut, Varianz verspricht Entwicklung, Varianz führt zu besseren Lösungen. Warum verspüren wir ausgerechnet beim Geschlecht den Reflex, diese Vielfalt abzuwerten? Gar den vermeintlichen Anfängen zu wehren und Schulen gendersensible Sprache zu untersagen? Sachsen und Sachsen-Anhalt sind gerade dem unglücklichen Vorbild von Schleswig-Holstein gefolgt. Sigi argumentiert, das Problem beginne schon bei der Komplexität der Genderthematik. Natürlich gibt es auf der alleruntersten Ebene nur zwei Geschlechter, Hoden oder Eierstöcke. In der Welt gab es aber schon immer jede Menge individuelle Variationen davon - weit mehr als der erste Blick im Kreißsaal zwischen die Beine des neugeborenen Kindes verspricht. Das beginnt schon in der Biologie, hinzu kommen soziale, kulturelle und weitere Ebenen. Die Vielfalt ist immer schon Realität, bleibt nur die Frage, ob wir ihr Raum geben. Wer einen Crashkurs in die Varianten zwischen Inter-, Trans und weiterer Sexualitäten sucht, wird in den ersten zehn Minuten des Podcasts bereits fündig werden.</p><p><strong>Zurück zur Sprache:</strong> Das eigentliche Sprachthema ist gar nicht der vertraute Streit um Binnen-I, -stern oder -doppelpunkt. Wer einmal verstanden hat, woher das Bedürfnis kommt, in der Sprache mitgemeint zu sein, wird den nötigen Respekt schon aufbringen können. Sigi betont: Das viel wichtigere Thema mit der Sprache liegt darin, überhaupt Begriffe zu finden für das, was Individuen empfinden. Denn nur das, wofür wir einen Begriff haben, das können wir auch benennen, überhaupt sehen und schließlich besprechen.</p><p><strong>Wie aber gehen wir miteinander um? </strong>Wie sind die Lösungen für die Umkleideräume, die Saunen, die Einträge beim Meldeamt? Sigi votiert für mehr Sensibilität. Hören wir einander zu, dann werden wir in den meisten Fällen herausfinden, wie es allen am besten geht. Michael befindet sich bei der Aufnahme gerade in den USA, umgeben von sehr unversöhnlichen und in Teilen aggressiven Diskussionen um gesellschaftliche Werte. Warum sollten wir optimistisch in die Zukunft schauen? Schaffen wir es, eine besonnene und umsichtige Gesprächskultur zu entwickeln oder gleiten wir ab in das Gekreische, das uns von rechts angeboten wird? Sigi erinnert an die auch harten Debatten in der Bundesrepublik der 70er Jahre. Trotz aller ideologischer Gräben waren Politik und Gesellschaft damals in der Lage, so etwas wie der Beutelsbacher Konsens zu formulieren. Der legt für Schulen unter anderem fest: Was in der Gesellschaft kontrovers ist, muss es in Schulen auch sein, auf dass Kinder lernen, mit gesellschaftlichen Konflikten umzugehen. Kurzum: Wir konnten das. Wir können das wieder.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://de.linkedin.com/in/sigi-lieb" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sigi Lieb,</a> Soziologin, Beraterin und Trainerin für inklusive, geschlechtersensible und diskriminierungsarme Kommunikation.&nbsp;Twitter: <a href="https://twitter.com/gespraechswert?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@gespraechswert</a></p><p>Das aktuelle Buch von Sigi heißt Alle(s) Gender: <a href="https://www.gespraechswert.de/alle-gender-buch-sigi-lieb/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wie kommt das Geschlecht in den Kopf?</a></p><p>Ihr Blog steht hier:&nbsp;<a href="https://www.gespraechswert.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.gespraechswert.de</a></p><p>Das erwähnte Buch von <a href="https://www.suhrkamp.de/person/pierre-bourdieu-p-535" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Pierre Bourdieu</a>: Die männliche Herrschaft</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c98009cb-1a49-4df9-bb45-999c62c8905d</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b82a86a8-a1c5-4404-bc56-aeed6093f914/VbAiqqHszUIw83IAU_ouiCkX.jpg"/><pubDate>Thu, 24 Aug 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/d26e1602-56b0-44f5-8645-da063b6a6275/Folge-169-Lieb2.mp3" length="75950626" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:33</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>169</itunes:episode><podcast:episode>169</podcast:episode></item><item><title>#168 Marcel Fratzscher - Wohlstand statt Wachstum</title><itunes:title>#168 Marcel Fratzscher - Wohlstand statt Wachstum</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Das waren doch gute Jahre. </strong>Viele gute Jahre. Warum sollten wir etwas verändern wollen? Können wir nicht einfach unsere Welt aus den 10er Jahren wiederhaben? Bitte? Marcel Fratzscher sagt: Seien wir ehrlich zu uns. Wir haben nicht die Wahl, ob wir uns verändern oder ob nicht. Wir können einzig entscheiden, ob wir unseren Wunsch nach Stabilität etwas zurückschrauben und unser Streben nach Perfektion gegen eine Trial&amp;Error-Haltung auswechseln. Die Konsequenzen liegen auf der Hand: Andere Länder werden sich transformieren, allen voran China und die USA. Damit werden auch viele gute Jobs, Arbeit und Wohlstand abwandern. Letztlich müssen wir uns trotzdem transformieren, haben aber das Problem zwischenzeitlich noch vergrößert.&nbsp;</p><p>Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Ein zentraler Gedanke, den wir im Podcast diskutieren: Es kann nicht mehr um reines Wachstum gehen. Wir brauchen eine neue Perspektive: Wohlstand. Wirtschaftswissenschaft und Politik sind viel zu sehr auf das Wachstum, das Bruttoinlandsprodukt fixiert. Allerdings betont Marcel, hier messe man ganz enges Feld, das herzlich wenig mit Wohlstand direkt zu tun hat. Dafür ist es einfach und damit verlockend. Einfache Botschaften, einfache Kennzahlen sind viel einfacher zu transportieren: „Wir müssen das Wachstum maximieren!“ Wohl wissend, dass das nicht das Ziel sein kann.&nbsp;</p><p>Marcel verweist auf den Wiederaufbau im Ahrtal. Auf dem Papier ein gewaltiges Wirtschaftswachstum in der Region. Nur Wohlstand entsteht dabei nicht, wir laufen nur zerstörtem Wohlstand hinterher. Die Komplexität von Wohlstand macht es allerdings schwierig, sich der Frage zu stellen, was Menschen, Wirtschaft und Gesellschaft wirklich gut tut. &nbsp;</p><p>Marcel sieht die Wirtschaftswissenschaft hier in der Verantwortung. Seiner Beobachtung nach wird sie dieser nicht ausreichend gerecht. Viel zu oft hängt sie noch an den alten Konzepten von Wachstum und Produktion – als wäre die Verteilung des Kuchens völlig egal, als stehe nur die Maximierung im Vordergrund. Da hat sich die internationale Forschung auch verändert und Deutschland eher hinten dran. Er sagt: Wir müssen die Menschen stärker involvieren, da müssen wir auch in der Wissenschaft besser werden.&nbsp;</p><p>Seine Sorge: Wir werden scheitern, wenn wir die Menschen nicht mitnehmen. Scheitern bei allen großen Veränderungen, beim Klimaschutz, bei der Digitalisierung, wenn es uns nicht gelingt, soziale Akzeptanz zu schaffen. Beispiel Klimageld: Die Bundesregierung hat den CO2-Preis eingeführt und versprochen, die Einnahmen vollständig an die Bevölkerung zurückzugeben. Passiert aber nicht. Wir haben kaum Zeit für die Veränderung, brauchen schnelle Entscheidungen und Umsetzungen - und wenn die Menschen nicht mitmachen, werden diese Prozesse in einer Demokratie nicht gelingen. Hier kritisiert Marcel die Politik insgesamt: Sie vergisst die Menschen, vor allem diejenigen, die von Veränderungen wie der Inflation am stärksten betroffen sind und am wenigsten davor schützen können.&nbsp;</p><p>Stattdessen schützt die Politik oft einzelne Unternehmen, subventioniert sie, päppelt sie durch, damit wir bloß so weitermachen können wie früher. Das ist kontraproduktiv. Denn auch die Wirtschaft braucht Veränderung. Eine Wirtschaft kann nur erfolgreich sein, wenn sie auch kreative Zerstörung zulässt. Es muss etwas verschwinden, damit etwas neues entstehen kann, auch neue Unternehmen. Insofern sind auch Insolvenzen notwendig, damit neue Ideen ihren Platz finden. Marcel formuliert seine Sorge: Da sind wir aber noch nicht. Unser Denken ist immer noch: Wir müssen das Alte zementieren. &nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Marcel Fratzscher, Wissenschaftler, Autor und Kolumnist zu wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen, <a href="https://www.diw.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) </a>und Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das waren doch gute Jahre. </strong>Viele gute Jahre. Warum sollten wir etwas verändern wollen? Können wir nicht einfach unsere Welt aus den 10er Jahren wiederhaben? Bitte? Marcel Fratzscher sagt: Seien wir ehrlich zu uns. Wir haben nicht die Wahl, ob wir uns verändern oder ob nicht. Wir können einzig entscheiden, ob wir unseren Wunsch nach Stabilität etwas zurückschrauben und unser Streben nach Perfektion gegen eine Trial&amp;Error-Haltung auswechseln. Die Konsequenzen liegen auf der Hand: Andere Länder werden sich transformieren, allen voran China und die USA. Damit werden auch viele gute Jobs, Arbeit und Wohlstand abwandern. Letztlich müssen wir uns trotzdem transformieren, haben aber das Problem zwischenzeitlich noch vergrößert.&nbsp;</p><p>Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Ein zentraler Gedanke, den wir im Podcast diskutieren: Es kann nicht mehr um reines Wachstum gehen. Wir brauchen eine neue Perspektive: Wohlstand. Wirtschaftswissenschaft und Politik sind viel zu sehr auf das Wachstum, das Bruttoinlandsprodukt fixiert. Allerdings betont Marcel, hier messe man ganz enges Feld, das herzlich wenig mit Wohlstand direkt zu tun hat. Dafür ist es einfach und damit verlockend. Einfache Botschaften, einfache Kennzahlen sind viel einfacher zu transportieren: „Wir müssen das Wachstum maximieren!“ Wohl wissend, dass das nicht das Ziel sein kann.&nbsp;</p><p>Marcel verweist auf den Wiederaufbau im Ahrtal. Auf dem Papier ein gewaltiges Wirtschaftswachstum in der Region. Nur Wohlstand entsteht dabei nicht, wir laufen nur zerstörtem Wohlstand hinterher. Die Komplexität von Wohlstand macht es allerdings schwierig, sich der Frage zu stellen, was Menschen, Wirtschaft und Gesellschaft wirklich gut tut. &nbsp;</p><p>Marcel sieht die Wirtschaftswissenschaft hier in der Verantwortung. Seiner Beobachtung nach wird sie dieser nicht ausreichend gerecht. Viel zu oft hängt sie noch an den alten Konzepten von Wachstum und Produktion – als wäre die Verteilung des Kuchens völlig egal, als stehe nur die Maximierung im Vordergrund. Da hat sich die internationale Forschung auch verändert und Deutschland eher hinten dran. Er sagt: Wir müssen die Menschen stärker involvieren, da müssen wir auch in der Wissenschaft besser werden.&nbsp;</p><p>Seine Sorge: Wir werden scheitern, wenn wir die Menschen nicht mitnehmen. Scheitern bei allen großen Veränderungen, beim Klimaschutz, bei der Digitalisierung, wenn es uns nicht gelingt, soziale Akzeptanz zu schaffen. Beispiel Klimageld: Die Bundesregierung hat den CO2-Preis eingeführt und versprochen, die Einnahmen vollständig an die Bevölkerung zurückzugeben. Passiert aber nicht. Wir haben kaum Zeit für die Veränderung, brauchen schnelle Entscheidungen und Umsetzungen - und wenn die Menschen nicht mitmachen, werden diese Prozesse in einer Demokratie nicht gelingen. Hier kritisiert Marcel die Politik insgesamt: Sie vergisst die Menschen, vor allem diejenigen, die von Veränderungen wie der Inflation am stärksten betroffen sind und am wenigsten davor schützen können.&nbsp;</p><p>Stattdessen schützt die Politik oft einzelne Unternehmen, subventioniert sie, päppelt sie durch, damit wir bloß so weitermachen können wie früher. Das ist kontraproduktiv. Denn auch die Wirtschaft braucht Veränderung. Eine Wirtschaft kann nur erfolgreich sein, wenn sie auch kreative Zerstörung zulässt. Es muss etwas verschwinden, damit etwas neues entstehen kann, auch neue Unternehmen. Insofern sind auch Insolvenzen notwendig, damit neue Ideen ihren Platz finden. Marcel formuliert seine Sorge: Da sind wir aber noch nicht. Unser Denken ist immer noch: Wir müssen das Alte zementieren. &nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Marcel Fratzscher, Wissenschaftler, Autor und Kolumnist zu wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen, <a href="https://www.diw.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) </a>und Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">636bfd9f-6e62-4ef8-b3c4-bb1256dbd663</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0ed6442d-ebed-4630-9666-85af122922ba/cwPS1UUn6lB-kfFZZC4LdAr9.jpg"/><pubDate>Thu, 17 Aug 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/2cd98659-639d-4136-9d44-ebf7d9676858/Folge-168-Fratzscher.mp3" length="77377539" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:18</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>168</itunes:episode><podcast:episode>168</podcast:episode></item><item><title>#167 Dirk Rosomm – 1% Transformation am Tag, bitte!</title><itunes:title>#167 Dirk Rosomm – 1% Transformation am Tag, bitte!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Der Klassiker: </strong>Alle schreien nach Transformation und Entwicklung. Die Kekse beim Kickoff schmecken noch – und dann kickt der Alltag rein. Alle Beteiligten sind ohnehin ausgelastet. Die anderen Projekte hängen auch schon. Und schon schleichen wir uns langsam wieder auf der Transformation heraus, damit wir nicht einmal selber merken, dass wir es erneut nicht voll auf die Straße bringen. Dirk Rosomm hat sich auf das Thema Transformation spezialisiert und berät Großkonzerne mit mehreren 100.000 Mitarbeiter:innen. Er sieht mehr als 70% Transformationsprojekte scheitern. Dabei könnte es gehen.</p><p><strong>Schritt 1: </strong>Wir brauchen Mut zum Realismus. Was sind erste realistische Zwischenziele, die wir uns zutrauen? Welches sind die ersten Experimente, anschließend lernen wir neu. Das ist dann unter Umständen nicht mehr der fancy new shit von den bunten Beraterfolien …. Dafür passiert aber etwas. Dirks Rat: Gerade wenn wir weit springen wollen, wenn wir Denken und Handeln der Organisation grundlegend verändern wollen, dann sollten wir auf viele kleine Schritte setzen. 1% Transformation und das jeden Tag. Wo stehen wir dann nach einem Jahr?</p><p>Das Nadelöhr für alle Transformation- und Entwicklungsthemen, sagt Dirk, ist die Veränderungsfähigkeit von Menschen. Wer Verantwortung für Transformation trägt, muss daher Experte für Verhaltenspsychologie sein – oder schleunigst werden. Überhaupt: Der Werkzeugkoffer für Veränderung darf bitte gut gefüllt sein. Jede gute, neue Idee stört. Wer keine Instrumente hat, um zu erkennen, welche Anteile hier reagieren, welche Mitglieder des inneren Teams getriggert werden, wird die Störung kaum integrieren können - und im Ergebnis auch die Veränderung nicht lieben.</p><p>So wird auch das Gerede von einer Fehlerkultur obsolet. Wer will Fehler? Das können wir uns immer wieder schönreden, aber niemand will Fehler. Dirks Erfahrung: Die Kaskade geht von Veränderung über Lernen zu Fehlern. Wer Veränderungen will und liebt, wird lernen wollen und daher auch konstruktiv mit Fehlern umgehen können. Der Nagel in der Wand ist aber nicht der Fehler, sondern die Veränderung.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/dirkrosomm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dirk Rosomm</a>, <a href="https://mr-transformation.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mr. Transformation</a> und dein Reiseführer in die Zukunft</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Klassiker: </strong>Alle schreien nach Transformation und Entwicklung. Die Kekse beim Kickoff schmecken noch – und dann kickt der Alltag rein. Alle Beteiligten sind ohnehin ausgelastet. Die anderen Projekte hängen auch schon. Und schon schleichen wir uns langsam wieder auf der Transformation heraus, damit wir nicht einmal selber merken, dass wir es erneut nicht voll auf die Straße bringen. Dirk Rosomm hat sich auf das Thema Transformation spezialisiert und berät Großkonzerne mit mehreren 100.000 Mitarbeiter:innen. Er sieht mehr als 70% Transformationsprojekte scheitern. Dabei könnte es gehen.</p><p><strong>Schritt 1: </strong>Wir brauchen Mut zum Realismus. Was sind erste realistische Zwischenziele, die wir uns zutrauen? Welches sind die ersten Experimente, anschließend lernen wir neu. Das ist dann unter Umständen nicht mehr der fancy new shit von den bunten Beraterfolien …. Dafür passiert aber etwas. Dirks Rat: Gerade wenn wir weit springen wollen, wenn wir Denken und Handeln der Organisation grundlegend verändern wollen, dann sollten wir auf viele kleine Schritte setzen. 1% Transformation und das jeden Tag. Wo stehen wir dann nach einem Jahr?</p><p>Das Nadelöhr für alle Transformation- und Entwicklungsthemen, sagt Dirk, ist die Veränderungsfähigkeit von Menschen. Wer Verantwortung für Transformation trägt, muss daher Experte für Verhaltenspsychologie sein – oder schleunigst werden. Überhaupt: Der Werkzeugkoffer für Veränderung darf bitte gut gefüllt sein. Jede gute, neue Idee stört. Wer keine Instrumente hat, um zu erkennen, welche Anteile hier reagieren, welche Mitglieder des inneren Teams getriggert werden, wird die Störung kaum integrieren können - und im Ergebnis auch die Veränderung nicht lieben.</p><p>So wird auch das Gerede von einer Fehlerkultur obsolet. Wer will Fehler? Das können wir uns immer wieder schönreden, aber niemand will Fehler. Dirks Erfahrung: Die Kaskade geht von Veränderung über Lernen zu Fehlern. Wer Veränderungen will und liebt, wird lernen wollen und daher auch konstruktiv mit Fehlern umgehen können. Der Nagel in der Wand ist aber nicht der Fehler, sondern die Veränderung.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/dirkrosomm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dirk Rosomm</a>, <a href="https://mr-transformation.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mr. Transformation</a> und dein Reiseführer in die Zukunft</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c00825ad-cc73-4951-96d3-b0b4e0b11275</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a388e565-7e12-4b61-ae7c-56a6faa85bb8/eKIZkD_kn2fRqIptVZdk1QQw.jpg"/><pubDate>Thu, 10 Aug 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a271bf2f-d21b-482b-885d-0415df7c18ad/Folge-167-Rosomm-Transformation.mp3" length="77757882" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:30</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>167</itunes:episode><podcast:episode>167</podcast:episode></item><item><title>#166 Oliver Rautenberg – Die Folge mit den Kackhörnchen</title><itunes:title>#166 Oliver Rautenberg – Die Folge mit den Kackhörnchen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Glaube doch bitte jede:r, was er oder sie mag.</strong> Die Gedanken sind frei, die Religion ohnehin und wer mit Dung gefüllte Kuhhörner im Acker vergraben möchte, soll es doch tun - wo ist also das Problem? Eine Folge über die Anthroposophie und zugleich ein Lehrstück darüber, wie leicht wir als Gesellschaft gewillt sind, alle Wissenschaft und alles kritische Denken fahren zu lassen. Zu Gast in dieser Folge ist Oliver Rautenberg, Journalist und Blogger, bekannt als „Der AnthroBlogger“.&nbsp;</p><p><strong>Anthroposophie</strong> begegnet uns in Waldorfschulen (wenig überraschend), in der Ernährung (schon überraschender) und in der Medizin (in der Medizin?!?). Ausgedacht hat sie der „Universalscharlatan“ und Hauslehrer Rudolf Steiner. Ein paar Fakten über Anthroposophie:&nbsp;</p><ul><li>Waldorfpädagogik ist nichts als eine Erfindung im Auftrag eines Zigarettenmagnaten. Waldorfschulen lehren Esoterik und Wissenschaft unterschiedlos nebeneinander. Ein Grundidee: Wir alle sind Wiedergeborene - allerdings ist der Prozess bei der Geburt noch nicht abgeschlossen. In 7-Jahres-Schritten erhalten Menschen Zeit ihres Lebens neue Körperhüllen. Danach bemisst sich, was ein junger Mensch kennt - und kennen darf. Fakten zum Beispiel seien in den ersten beiden Jahrsiebten schädlich. Anthroposophie ist damit auch eine Erziehung zur Unmündigkeit, die Kinder bewusst vor Fakten schützen will. Fakten erst ab 14.</li><li>Auch schön: Jedes Kind vollzieht mit seiner Entwicklung die Entwicklung der Menschheit noch einmal nach. Dank Rudolf Steiner wissen wir: Mit zehn Jahren ist das Kind gerade ein Germane. Entsprechend sind bei den Zehnjährigen die Germanen dran. Anschließend Römer. Ist das den Schüler:innen transparent? Vorsicht bei Fakten im zweiten Jahrsiebt…</li><li>Kaum sinnvoller in der Medizin: Apotheken verkaufen Mittel, die keinerlei Wirknachweis erbringen mussten (und es auch gar nicht könnten) - an Menschen, die glauben, dass ihnen das hilft. Damit veredeln Apotheken Pseudomedizin. Und Krankenkassen zahlen die Party. Man gehe einmal durch eine durchschnittliche Apotheke und suche zwischen Dr. Hauschka und Weleda die Hinweise auf anthroposophische Wurzeln. Ein erstaunliches Bild.&nbsp;</li><li>Es gibt eine Linie nach rechts: Waldorfschulen - Impfskeptiker - Querdenker … und weiter. In der Pandemie waren etliche Waldorfschulen regelrechte Corona-Zentren. Möglicherweise noch schwerwiegender: Eines von 1.000 Kindern, das an Masern erkrankt, stirbt an der Krankheit. Kinder an Waldorfschulen haben ein 50fach erhöhtes Risiko, sich mit Masern anzustecken. Wer Mathematik nicht auf einer Waldorfschule gelernt hat, hat deutlich bessere Chancen auszurechnen, was das bedeutet. </li><li>Die Anthroposophie neigt zu der Einordnung, Krankheit sei wichtig für die Entwicklung, also nützlich. Vielfach auch noch eine Art Restschuld aus früheren Leben, der Kranke also selber schuld. Was machen dann anthroposophische Krankenhäuser anderes als Medizin?</li></ul><br/><p><strong>Und dann ist da die Sache mit Kackhörnchen</strong></p><p>Wer ein „Demeter“-Siegel für seine Produkte haben möchte, muss (!) im Herbst mit Dung gefüllte Kuhhörner im Boden vergraben. Diese fungieren als Antennen und sammeln über den Winter kosmische Energie. Im Frühjahr werden die Hörner ausgegraben, der kosmisch aufgeladene Dung homöopathisch gestreckt, bis kein Dung mehr messbar ist, und das ganze dann auf dem Feld ausgebracht. Demeter nennt das biodynamische Landwirtschaft und kontrolliert das. Und könnte man das noch weglächeln, die Weigerung, Tiere zu Impfen oder anders als homöopathisch zu behandeln, verursacht echtes und vermeidbares Tierleid.&nbsp;</p><p><strong>Warum das Ganze ein Lehrstück ist? </strong></p><p>Es scheint, das Unbehagen mit Wissenschaft und Entwicklung ist so groß, dass auch noch die obskursten Alternativen eine gewisse Attraktivität entwickeln. Was wir im Kontext der Anthroposophie sehen, ist kein harmloser Blödsinn, sondern gefährlich, so Oliver. Er plädiert für mehr Grau zwischen Schwarz und Weiß. Brauchen wir eine andere Landwirtschaft, Pädagogik, Medizin? Sicher. Allerdings eine Landwirtschaft die uns Menschen nährt, eine Pädagogik, die Kinder ernst nimmt und in die Lage versetzt, sich in unserer Welt selbstbewusst zu bewegen, und eine Medizin, die den ganzen Menschen in den Blick nimmt.&nbsp;</p><p>Zu Gast: Oliver Rautenberg, der <a href="https://anthroposophie.home.blog/author/anthroposophieblog/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"AnthroBlogger"</a>, Freier Journalist und Podcaster</p><p>Olivers Blog: <a href="https://anthroposophie.home.blog/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://anthroposophie.home.blog</a></p><p>Olivers Podcast: <a href="https://waldorfsalat.letscast.fm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://waldorfsalat.letscast.fm</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Glaube doch bitte jede:r, was er oder sie mag.</strong> Die Gedanken sind frei, die Religion ohnehin und wer mit Dung gefüllte Kuhhörner im Acker vergraben möchte, soll es doch tun - wo ist also das Problem? Eine Folge über die Anthroposophie und zugleich ein Lehrstück darüber, wie leicht wir als Gesellschaft gewillt sind, alle Wissenschaft und alles kritische Denken fahren zu lassen. Zu Gast in dieser Folge ist Oliver Rautenberg, Journalist und Blogger, bekannt als „Der AnthroBlogger“.&nbsp;</p><p><strong>Anthroposophie</strong> begegnet uns in Waldorfschulen (wenig überraschend), in der Ernährung (schon überraschender) und in der Medizin (in der Medizin?!?). Ausgedacht hat sie der „Universalscharlatan“ und Hauslehrer Rudolf Steiner. Ein paar Fakten über Anthroposophie:&nbsp;</p><ul><li>Waldorfpädagogik ist nichts als eine Erfindung im Auftrag eines Zigarettenmagnaten. Waldorfschulen lehren Esoterik und Wissenschaft unterschiedlos nebeneinander. Ein Grundidee: Wir alle sind Wiedergeborene - allerdings ist der Prozess bei der Geburt noch nicht abgeschlossen. In 7-Jahres-Schritten erhalten Menschen Zeit ihres Lebens neue Körperhüllen. Danach bemisst sich, was ein junger Mensch kennt - und kennen darf. Fakten zum Beispiel seien in den ersten beiden Jahrsiebten schädlich. Anthroposophie ist damit auch eine Erziehung zur Unmündigkeit, die Kinder bewusst vor Fakten schützen will. Fakten erst ab 14.</li><li>Auch schön: Jedes Kind vollzieht mit seiner Entwicklung die Entwicklung der Menschheit noch einmal nach. Dank Rudolf Steiner wissen wir: Mit zehn Jahren ist das Kind gerade ein Germane. Entsprechend sind bei den Zehnjährigen die Germanen dran. Anschließend Römer. Ist das den Schüler:innen transparent? Vorsicht bei Fakten im zweiten Jahrsiebt…</li><li>Kaum sinnvoller in der Medizin: Apotheken verkaufen Mittel, die keinerlei Wirknachweis erbringen mussten (und es auch gar nicht könnten) - an Menschen, die glauben, dass ihnen das hilft. Damit veredeln Apotheken Pseudomedizin. Und Krankenkassen zahlen die Party. Man gehe einmal durch eine durchschnittliche Apotheke und suche zwischen Dr. Hauschka und Weleda die Hinweise auf anthroposophische Wurzeln. Ein erstaunliches Bild.&nbsp;</li><li>Es gibt eine Linie nach rechts: Waldorfschulen - Impfskeptiker - Querdenker … und weiter. In der Pandemie waren etliche Waldorfschulen regelrechte Corona-Zentren. Möglicherweise noch schwerwiegender: Eines von 1.000 Kindern, das an Masern erkrankt, stirbt an der Krankheit. Kinder an Waldorfschulen haben ein 50fach erhöhtes Risiko, sich mit Masern anzustecken. Wer Mathematik nicht auf einer Waldorfschule gelernt hat, hat deutlich bessere Chancen auszurechnen, was das bedeutet. </li><li>Die Anthroposophie neigt zu der Einordnung, Krankheit sei wichtig für die Entwicklung, also nützlich. Vielfach auch noch eine Art Restschuld aus früheren Leben, der Kranke also selber schuld. Was machen dann anthroposophische Krankenhäuser anderes als Medizin?</li></ul><br/><p><strong>Und dann ist da die Sache mit Kackhörnchen</strong></p><p>Wer ein „Demeter“-Siegel für seine Produkte haben möchte, muss (!) im Herbst mit Dung gefüllte Kuhhörner im Boden vergraben. Diese fungieren als Antennen und sammeln über den Winter kosmische Energie. Im Frühjahr werden die Hörner ausgegraben, der kosmisch aufgeladene Dung homöopathisch gestreckt, bis kein Dung mehr messbar ist, und das ganze dann auf dem Feld ausgebracht. Demeter nennt das biodynamische Landwirtschaft und kontrolliert das. Und könnte man das noch weglächeln, die Weigerung, Tiere zu Impfen oder anders als homöopathisch zu behandeln, verursacht echtes und vermeidbares Tierleid.&nbsp;</p><p><strong>Warum das Ganze ein Lehrstück ist? </strong></p><p>Es scheint, das Unbehagen mit Wissenschaft und Entwicklung ist so groß, dass auch noch die obskursten Alternativen eine gewisse Attraktivität entwickeln. Was wir im Kontext der Anthroposophie sehen, ist kein harmloser Blödsinn, sondern gefährlich, so Oliver. Er plädiert für mehr Grau zwischen Schwarz und Weiß. Brauchen wir eine andere Landwirtschaft, Pädagogik, Medizin? Sicher. Allerdings eine Landwirtschaft die uns Menschen nährt, eine Pädagogik, die Kinder ernst nimmt und in die Lage versetzt, sich in unserer Welt selbstbewusst zu bewegen, und eine Medizin, die den ganzen Menschen in den Blick nimmt.&nbsp;</p><p>Zu Gast: Oliver Rautenberg, der <a href="https://anthroposophie.home.blog/author/anthroposophieblog/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"AnthroBlogger"</a>, Freier Journalist und Podcaster</p><p>Olivers Blog: <a href="https://anthroposophie.home.blog/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://anthroposophie.home.blog</a></p><p>Olivers Podcast: <a href="https://waldorfsalat.letscast.fm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://waldorfsalat.letscast.fm</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">8e0bbbb3-c856-48fe-95f7-b918a9e093f6</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/c1b6e686-8bc5-4e5f-a742-64cb464e7105/3pAHkQISxcVy7_H2pGfPuA7y.jpg"/><pubDate>Thu, 03 Aug 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/cf35eecb-43a1-4903-acb3-5ea7ca2b1d5a/Folge-166-Rautenberg.mp3" length="90169598" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>46:58</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>166</itunes:episode><podcast:episode>166</podcast:episode></item><item><title>#165 Jonathan Roberz – Proteine aus dem Bakterienreaktor</title><itunes:title>#165 Jonathan Roberz – Proteine aus dem Bakterienreaktor</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Es arbeitet im metallischen Zylinder.</strong> Bakterien verarbeiten das, was in der Landwirtschaft übrig geblieben ist. Nebenströme vom Feld, also die Biomasse, die ohnehin anfällt und bislang nicht genutzt wird. Es entstehen Proteine, Bausteine für die Nahrung von Zuchttieren, Haustieren und später einmal auch direkt von uns Menschen. Entwickelt hat das Verfahren MicroHarvest, ein Food-Startup aus Hamburg. Jonathan Roberz ist einer der Gründer. Er sagt: Noch in diesem Jahr wird MicroHarvest mit dem ersten Produkt in nennenswerten Mengen auf den Markt gehen. Perspektivisch will MicroHarvest im Weltmaßstab produzieren. Und perspektivisch bedeutet: Noch in diesem Jahrzehnt.</p><p><strong>Der Bedarf an Proteinen wächst.</strong> Schnell und deutlich. Gleichzeitig sind unsere üblichen Wege, Proteine zu erzeugen vor allem eines, nämlich unglaublich ineffizient. Das ist noch recht bekannt. Ebenso gravierend, allerdings nicht so stark im öffentlichen Bewusstsein: Unsere Art, Lebensmittel und vor allem Proteine zu erzeugen, ist eine wesentliche Quelle von Treibhausgasen. 25% der weltweiten Emissionen stehen im Kontext der Lebensmittelproduktion. Wenn wir die Klimakrise tatsächlich bremsen wollen, kommen wir gar nicht umhin, Lebensmittelproduktion komplett neu zu denken. Jonathan sagt: Wir brauchen die größte Agrar-Revolution seit 12.000 Jahren, seitdem die Menschheit begonnen hat, sich seßhaft zu machen und Felder zu bestellen.&nbsp;</p><p><strong>Sind Bakterienproteine eigentlich vegan? </strong>Jedenfalls enthält jedes vegane Lebensmittel große Mengen an Bakterien, ebenso wie unser Körper ohnehin.&nbsp;</p><p>Jonathan ist als Ingenieur aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie in die Lebensmittelwelt eingestiegen. Sein Thema: Wie kann ich eine gute Idee so groß machen, dass nicht mal ein wenig Protein entsteht, sondern hunderte Kilo-Tonnen. Er sagt: Der Aufwand lohnt sich: Auf der Fläche eines Fußballfelds kann MicroHarvest täglich die Proteinmenge von 1350 Hühnchen erzeugen. Auch wollte man die entsprechende Menge mit Soja erzeugen, bräuchte es ein Vielfaches der Fläche. Die wir nicht haben. MicroHarvest sieht dabei die unterschiedlichen Quellen nicht in Konkurrenz zueinander. Jonathan betont: Die Aufgabe ist derart groß, dass wir alle Optionen gleichzeitig ziehen müssen.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://de.linkedin.com/in/roberz/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jonathan Roberz,</a> Co-Founder und COO, <a href="https://microharvest.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">MicroHarvest</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es arbeitet im metallischen Zylinder.</strong> Bakterien verarbeiten das, was in der Landwirtschaft übrig geblieben ist. Nebenströme vom Feld, also die Biomasse, die ohnehin anfällt und bislang nicht genutzt wird. Es entstehen Proteine, Bausteine für die Nahrung von Zuchttieren, Haustieren und später einmal auch direkt von uns Menschen. Entwickelt hat das Verfahren MicroHarvest, ein Food-Startup aus Hamburg. Jonathan Roberz ist einer der Gründer. Er sagt: Noch in diesem Jahr wird MicroHarvest mit dem ersten Produkt in nennenswerten Mengen auf den Markt gehen. Perspektivisch will MicroHarvest im Weltmaßstab produzieren. Und perspektivisch bedeutet: Noch in diesem Jahrzehnt.</p><p><strong>Der Bedarf an Proteinen wächst.</strong> Schnell und deutlich. Gleichzeitig sind unsere üblichen Wege, Proteine zu erzeugen vor allem eines, nämlich unglaublich ineffizient. Das ist noch recht bekannt. Ebenso gravierend, allerdings nicht so stark im öffentlichen Bewusstsein: Unsere Art, Lebensmittel und vor allem Proteine zu erzeugen, ist eine wesentliche Quelle von Treibhausgasen. 25% der weltweiten Emissionen stehen im Kontext der Lebensmittelproduktion. Wenn wir die Klimakrise tatsächlich bremsen wollen, kommen wir gar nicht umhin, Lebensmittelproduktion komplett neu zu denken. Jonathan sagt: Wir brauchen die größte Agrar-Revolution seit 12.000 Jahren, seitdem die Menschheit begonnen hat, sich seßhaft zu machen und Felder zu bestellen.&nbsp;</p><p><strong>Sind Bakterienproteine eigentlich vegan? </strong>Jedenfalls enthält jedes vegane Lebensmittel große Mengen an Bakterien, ebenso wie unser Körper ohnehin.&nbsp;</p><p>Jonathan ist als Ingenieur aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie in die Lebensmittelwelt eingestiegen. Sein Thema: Wie kann ich eine gute Idee so groß machen, dass nicht mal ein wenig Protein entsteht, sondern hunderte Kilo-Tonnen. Er sagt: Der Aufwand lohnt sich: Auf der Fläche eines Fußballfelds kann MicroHarvest täglich die Proteinmenge von 1350 Hühnchen erzeugen. Auch wollte man die entsprechende Menge mit Soja erzeugen, bräuchte es ein Vielfaches der Fläche. Die wir nicht haben. MicroHarvest sieht dabei die unterschiedlichen Quellen nicht in Konkurrenz zueinander. Jonathan betont: Die Aufgabe ist derart groß, dass wir alle Optionen gleichzeitig ziehen müssen.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://de.linkedin.com/in/roberz/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jonathan Roberz,</a> Co-Founder und COO, <a href="https://microharvest.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">MicroHarvest</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">6284fcee-1ee1-44e8-a3ac-224ae4d4b917</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a2a58d75-976c-4a2e-a190-4d6f9cbecfcf/lygb4jhMDrLj1EwQqqT9NvVh.jpg"/><pubDate>Thu, 27 Jul 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/1726fcbb-93fd-4eef-9926-0e708304c04d/Folge-165-Jonathan-Robertz.mp3" length="75189941" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:10</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>165</itunes:episode><podcast:episode>165</podcast:episode></item><item><title>#164 Torsten Schreiber – Strom für Afrika</title><itunes:title>#164 Torsten Schreiber – Strom für Afrika</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Der Podcast geht auf Reisen, zumindest im Gespräch.</strong> Reisebegleitung ist Torsten Schreiber, Gründer und Kopf von Africa GreenTec. Dieses Unternehmen schließt Dörfer im Sahel an das Stromnetz an. Der Sahel-Streifen zieht sich vom Senegal im Westen über Mali und den Niger in den Osten. Hierhin liefert Torsten einen Container, einen sogenannten Solartainer. Der enthält die gesamte Technik, die notwendig ist, um Strom zu erzeugen und in ein lokales Netz einzuspeisen.&nbsp;</p><p><strong>Torsten kommt nicht als Spender; er kommt als Unternehmer.</strong> Die Anlagen sind Investments, keine Spenden - und der Strom wird verkauft, nicht verschenkt. Torstens Ziel ist: Nicht weitere Industrieruinen in Afrika hinterlassen, sondern Infrastruktur aufbauen und selber betreiben. Bislang geht das Konzept auf, alle Anlagen von Africa GreenTec sind produktiv. Nur aus dem Tschad musste Africa GreenTec sich wieder zurückziehen. Dort war Africa GreenTec aktiv, bevor Mitarbeiter:innen bedroht wurden und das Equipment beschädigt worden war. Hier machten Unruhen die weitere Arbeit unmöglich. &nbsp;</p><p><strong>Und dann ist auf einmal Strom im Dorf. </strong>Was dann geht: Licht? Ja. Radio? Ja. Aber vor allem: Menschen entwickeln ihre Profession sprunghaft in die Gegenwart. Der Hufschmied wird Schlosser, der Schneider arbeitet erstmals mit einer elektrischen Nähmaschine, der Landwirt kann neue Maschinen einsetzen und erreicht einen ungleich höheren Wirkungsgrad seiner Arbeit. Die Berufe sahen eben noch aus wie im Mittelalter, jetzt sind sie in der Moderne. Mangos werden nicht nur angebaut, sondern auch gleich verarbeitet, verpackt und verschickt. So entsteht eine viel höhere Wertschöpfung direkt vor Ort.&nbsp;</p><p><strong>Drei Millionen Menschen an das Stromnetz anschließen, so ist das Ziel. </strong>Für eine Fernsehdokumentation wurden Torsten und seine Frau nach ihren Zielen gefragt. Mehr oder weniger spontan entstand die Vorgabe: Für jedes unserer drei Kinder schließen wir eine Million Menschen an das Stromnetz an. Torsten ist optimistisch, dieses Ziel auch zu erreichen. Bei allem Ehrgeiz: Sind sie damit nicht viel zu klein im Spiel der Konzerne und nationalen Interessen? Torsten beantwortet die Frage auf einer sehr persönlichen Ebene: Sein Unternehmen sei aus der spirituellen Verbindung zwischen seiner Frau und ihm entstanden. Auf dieser Ebene könne kein Konzern der Welt Konkurrenz sein.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/torstenschreiber/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Torsten Schreiber</a>, Founder &amp; CEO – <a href="https://www.africagreentec.com/wer-wir-sind/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Africa GreenTec</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Podcast geht auf Reisen, zumindest im Gespräch.</strong> Reisebegleitung ist Torsten Schreiber, Gründer und Kopf von Africa GreenTec. Dieses Unternehmen schließt Dörfer im Sahel an das Stromnetz an. Der Sahel-Streifen zieht sich vom Senegal im Westen über Mali und den Niger in den Osten. Hierhin liefert Torsten einen Container, einen sogenannten Solartainer. Der enthält die gesamte Technik, die notwendig ist, um Strom zu erzeugen und in ein lokales Netz einzuspeisen.&nbsp;</p><p><strong>Torsten kommt nicht als Spender; er kommt als Unternehmer.</strong> Die Anlagen sind Investments, keine Spenden - und der Strom wird verkauft, nicht verschenkt. Torstens Ziel ist: Nicht weitere Industrieruinen in Afrika hinterlassen, sondern Infrastruktur aufbauen und selber betreiben. Bislang geht das Konzept auf, alle Anlagen von Africa GreenTec sind produktiv. Nur aus dem Tschad musste Africa GreenTec sich wieder zurückziehen. Dort war Africa GreenTec aktiv, bevor Mitarbeiter:innen bedroht wurden und das Equipment beschädigt worden war. Hier machten Unruhen die weitere Arbeit unmöglich. &nbsp;</p><p><strong>Und dann ist auf einmal Strom im Dorf. </strong>Was dann geht: Licht? Ja. Radio? Ja. Aber vor allem: Menschen entwickeln ihre Profession sprunghaft in die Gegenwart. Der Hufschmied wird Schlosser, der Schneider arbeitet erstmals mit einer elektrischen Nähmaschine, der Landwirt kann neue Maschinen einsetzen und erreicht einen ungleich höheren Wirkungsgrad seiner Arbeit. Die Berufe sahen eben noch aus wie im Mittelalter, jetzt sind sie in der Moderne. Mangos werden nicht nur angebaut, sondern auch gleich verarbeitet, verpackt und verschickt. So entsteht eine viel höhere Wertschöpfung direkt vor Ort.&nbsp;</p><p><strong>Drei Millionen Menschen an das Stromnetz anschließen, so ist das Ziel. </strong>Für eine Fernsehdokumentation wurden Torsten und seine Frau nach ihren Zielen gefragt. Mehr oder weniger spontan entstand die Vorgabe: Für jedes unserer drei Kinder schließen wir eine Million Menschen an das Stromnetz an. Torsten ist optimistisch, dieses Ziel auch zu erreichen. Bei allem Ehrgeiz: Sind sie damit nicht viel zu klein im Spiel der Konzerne und nationalen Interessen? Torsten beantwortet die Frage auf einer sehr persönlichen Ebene: Sein Unternehmen sei aus der spirituellen Verbindung zwischen seiner Frau und ihm entstanden. Auf dieser Ebene könne kein Konzern der Welt Konkurrenz sein.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/torstenschreiber/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Torsten Schreiber</a>, Founder &amp; CEO – <a href="https://www.africagreentec.com/wer-wir-sind/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Africa GreenTec</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">9bf8995c-7f1c-4d52-97d7-0abdc2038e0a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/906f520c-3776-480c-bec6-7c611a7197b3/z8IX1X_cJPiSe53nuwi416WF.jpg"/><pubDate>Thu, 20 Jul 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f6c1b139-a33c-45f6-8a6f-4d3eb529864b/Folge-164-Schreiber.mp3" length="98063176" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>51:04</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>164</itunes:episode><podcast:episode>164</podcast:episode></item><item><title>#163 Anja Mutschler – Final Call: Transformation</title><itunes:title>#163 Anja Mutschler – Final Call: Transformation</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Das „Weiter so!“ Ist radikal.</strong> Hier steigen Anja und Michael in die Diskussion über Transformation und Innovation ein. Anja Mutschler ist Gründerin und CEO von 20blue, Michael ist Zukunftsforscher und Gründer seines Instituts. Beide eint die Überzeugung: Angesichts unserer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen haben wir keine Wahl als zu transformieren. Es gibt keine neutrale Ecke, kein schlichtes Beharren auf dem Vertrauten. Die Vorstellung, wir hätten überhaupt die Option, uns nicht zu verändern, ist trügerisch. Die Transformation ist das Normale - so normal, dass wir eigentlich aufhören könnten, diesen Begriff zu verwenden.</p><p><strong>Wie aber kommen wir zu Transformation?</strong> Die Vernunft, das Wissen allein reichen nicht. Die Ratio entscheidet über das Wie des Handelns, aber kaum über das Ob. Das nach Michaels Einschätzung beste Buch zu Change und Wandel - das darüber hinaus noch wirklich gut lesbar ist - kommt von zwei Amerikanern und heißt „Switch“. Darin findet sich das wunderbare Bild des Elefanten: Unsere emotionale Seite ist wie ein Elefant, die Vernunft ist der kleine Reiter oben drauf. Den Elefanten auf einen neuen Weg zu bringen, ist für ihn anstrengend und der Erfolg immer nur von kurzer Dauer. Wollen wir den Elefanten, den Reiter und den Pfad verändern, braucht es anderes als Appelle und nüchternes Wissen.</p><p><strong>Zentral ist auch die Sprache, im unternehmerischen Wandel ebenso wie im gesellschaftlichen. </strong>Auch hier zieht das Beispiel der Klimakrise. Wonach wir streben sollten, ist nicht Klimaschutz. Das Klima hat weder Willen noch Empfinden, dem Klima ist seine Entwicklung gleichgültig. Wir schützen auch nicht Umwelt oder Globus. Was wir hingegen schützen müssen, sind wir selbst, ist unsere Zivilisation. Und sprechen wir von Zivilisationsschutz, ist sofort klarer, was und wer gemeint ist, sind Ziel und Verantwortung benannt. Auch hier: Es gibt keine neutrale Ecke, Worte beinhalten Verantwortung.&nbsp;</p><p><strong>Wir brauchen eine neue Vorstellung von Dauer und Stabilität.</strong> Ein Gedankenexperiment: Was, wenn wir Ehen nicht auf Dauer schließen würden, sondern auf Zeit? Was, wenn es völlig normal und erwartbar wäre, dass eine Ehe nach zehn Jahren einfach endet, ohne weiteres Zutun, einfach automatisch. Wiederholung möglich, aber nicht zwingend. Niemals würden Menschen sich auf eine finanzielle Situation einlassen, wie sie heute normal ist: Die einen stark bevorteilt und eine stark benachteiligt. Das würde schlichtweg niemand akzeptieren.</p><p>Das von Michael erwähnte <strong>Buch:</strong></p><p><strong>Chip &amp; Dan Heath:</strong> Switch: How to change things when change is hard, Random House Business</p><p><strong>Auf deutsch:</strong> Switch: Veränderungen wagen und dadurch gewinnen! Fischer Taschenbuch.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/anjamutschler/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anja Mutschler,</a> Founder <a href="https://www.twenty.blue" rel="noopener noreferrer" target="_blank">20blue</a>, Podcaster <a href="https://open.spotify.com/show/6Fy5GEs9FeD425MxiVaT2o" rel="noopener noreferrer" target="_blank">20blue hour</a>, Lecturer, Speaker, Art Afficionada, 2. Vorsitzende <a href="https://www.djv.de/startseite" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LV DJV Sachsen</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das „Weiter so!“ Ist radikal.</strong> Hier steigen Anja und Michael in die Diskussion über Transformation und Innovation ein. Anja Mutschler ist Gründerin und CEO von 20blue, Michael ist Zukunftsforscher und Gründer seines Instituts. Beide eint die Überzeugung: Angesichts unserer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen haben wir keine Wahl als zu transformieren. Es gibt keine neutrale Ecke, kein schlichtes Beharren auf dem Vertrauten. Die Vorstellung, wir hätten überhaupt die Option, uns nicht zu verändern, ist trügerisch. Die Transformation ist das Normale - so normal, dass wir eigentlich aufhören könnten, diesen Begriff zu verwenden.</p><p><strong>Wie aber kommen wir zu Transformation?</strong> Die Vernunft, das Wissen allein reichen nicht. Die Ratio entscheidet über das Wie des Handelns, aber kaum über das Ob. Das nach Michaels Einschätzung beste Buch zu Change und Wandel - das darüber hinaus noch wirklich gut lesbar ist - kommt von zwei Amerikanern und heißt „Switch“. Darin findet sich das wunderbare Bild des Elefanten: Unsere emotionale Seite ist wie ein Elefant, die Vernunft ist der kleine Reiter oben drauf. Den Elefanten auf einen neuen Weg zu bringen, ist für ihn anstrengend und der Erfolg immer nur von kurzer Dauer. Wollen wir den Elefanten, den Reiter und den Pfad verändern, braucht es anderes als Appelle und nüchternes Wissen.</p><p><strong>Zentral ist auch die Sprache, im unternehmerischen Wandel ebenso wie im gesellschaftlichen. </strong>Auch hier zieht das Beispiel der Klimakrise. Wonach wir streben sollten, ist nicht Klimaschutz. Das Klima hat weder Willen noch Empfinden, dem Klima ist seine Entwicklung gleichgültig. Wir schützen auch nicht Umwelt oder Globus. Was wir hingegen schützen müssen, sind wir selbst, ist unsere Zivilisation. Und sprechen wir von Zivilisationsschutz, ist sofort klarer, was und wer gemeint ist, sind Ziel und Verantwortung benannt. Auch hier: Es gibt keine neutrale Ecke, Worte beinhalten Verantwortung.&nbsp;</p><p><strong>Wir brauchen eine neue Vorstellung von Dauer und Stabilität.</strong> Ein Gedankenexperiment: Was, wenn wir Ehen nicht auf Dauer schließen würden, sondern auf Zeit? Was, wenn es völlig normal und erwartbar wäre, dass eine Ehe nach zehn Jahren einfach endet, ohne weiteres Zutun, einfach automatisch. Wiederholung möglich, aber nicht zwingend. Niemals würden Menschen sich auf eine finanzielle Situation einlassen, wie sie heute normal ist: Die einen stark bevorteilt und eine stark benachteiligt. Das würde schlichtweg niemand akzeptieren.</p><p>Das von Michael erwähnte <strong>Buch:</strong></p><p><strong>Chip &amp; Dan Heath:</strong> Switch: How to change things when change is hard, Random House Business</p><p><strong>Auf deutsch:</strong> Switch: Veränderungen wagen und dadurch gewinnen! Fischer Taschenbuch.</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/anjamutschler/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anja Mutschler,</a> Founder <a href="https://www.twenty.blue" rel="noopener noreferrer" target="_blank">20blue</a>, Podcaster <a href="https://open.spotify.com/show/6Fy5GEs9FeD425MxiVaT2o" rel="noopener noreferrer" target="_blank">20blue hour</a>, Lecturer, Speaker, Art Afficionada, 2. 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Nachdenklich in der Argumentation und ganz offensichtlich gewohnt, komplexe Themen zu durchdenken. Die Ruhe verflüchtigt sich, wenn man auf den Graben zwischen Arm und Reich zu sprechen kommt. Der Graben wird immer tiefer und die beiden Ufer driften immer weiter auseinander. Für Sebastian ist das mehr als nur bedauerlich und moralisch beklagenswert. Es ist eine Überlebensfrage unserer Zivilisation und Lebensform. </p><p>Sebastian ist Psychologe und einer der Köpfe von "Neue Narrative", einer Zeitschrift samt Verlag rund um die Zukunft der Arbeit. Zuvor war er Gründer von Blinkist, einem Service, der Sachbücher kurz und prägnant zusammenfasst. Nach seinem Exit hat Sebastian 90% seines Vermögens gemeinnützigen Zwecken übergeben, der Post dazu ging viral. Warum macht jemand so etwas? Und welche Reaktionen erhält er dazu?</p><p>Michael und Sebastian diskutieren die Narrative, mit denen wir aufgewachsen sind, und die Frage, wie wir unsere gedanklichen Sinnzusammenhänge entwickeln und verändern können. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich viele vermeintliche Wahrheiten als Erzählungen, sprich: Das angeblich Selbstverständliche stellt sich als veränderbar heraus. Wachstum ist solch ein Thema. Oder die Annahme, dass alles irgendwem gehören muss. Warum ist das eigentlich so?</p><p>Sebastian bezweifelt, dass das Narrativ "Ich muss mein Vermögen für meine Kinder zurückhalten" in einer nächsten Generation noch viel Anklang findet. Alternative: Warum nutzen wir die großen Vermögen der erheblich Reichen nicht dafür, jetzt sofort und wirksam die Klimakrise zu bekämpfen? Das Vermögen der wenigen hundert Reichsten übersteigt den jährlichen Etat des Bundes um ein Vielfaches. Sebastians doppelte Schlussfolgerung: Bekommen wir die wachsende Ungleichheit und Teilhabe nicht in den Griff, werden wir scheitern - und zwar alle. Zweites Learning: Eigentum verpflichtet. So einfach. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/sebxklein?original_referer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sebastian Klein,</a> Co-Founder <a href="https://support.blinkist.com/hc/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Blinkist</a> &amp; <a href="https://www.neuenarrative.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Neue Narrative</a> | Author <a href="https://www.amazon.de/Loop-Approach-Organisation-heraus-transformierst-Book/dp/3593511193" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"The Loop Approach"</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Sebastian ist ein freundlicher, ruhiger Gesprächspartner. Nachdenklich in der Argumentation und ganz offensichtlich gewohnt, komplexe Themen zu durchdenken. Die Ruhe verflüchtigt sich, wenn man auf den Graben zwischen Arm und Reich zu sprechen kommt. Der Graben wird immer tiefer und die beiden Ufer driften immer weiter auseinander. Für Sebastian ist das mehr als nur bedauerlich und moralisch beklagenswert. Es ist eine Überlebensfrage unserer Zivilisation und Lebensform. </p><p>Sebastian ist Psychologe und einer der Köpfe von "Neue Narrative", einer Zeitschrift samt Verlag rund um die Zukunft der Arbeit. Zuvor war er Gründer von Blinkist, einem Service, der Sachbücher kurz und prägnant zusammenfasst. Nach seinem Exit hat Sebastian 90% seines Vermögens gemeinnützigen Zwecken übergeben, der Post dazu ging viral. Warum macht jemand so etwas? Und welche Reaktionen erhält er dazu?</p><p>Michael und Sebastian diskutieren die Narrative, mit denen wir aufgewachsen sind, und die Frage, wie wir unsere gedanklichen Sinnzusammenhänge entwickeln und verändern können. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich viele vermeintliche Wahrheiten als Erzählungen, sprich: Das angeblich Selbstverständliche stellt sich als veränderbar heraus. Wachstum ist solch ein Thema. Oder die Annahme, dass alles irgendwem gehören muss. Warum ist das eigentlich so?</p><p>Sebastian bezweifelt, dass das Narrativ "Ich muss mein Vermögen für meine Kinder zurückhalten" in einer nächsten Generation noch viel Anklang findet. Alternative: Warum nutzen wir die großen Vermögen der erheblich Reichen nicht dafür, jetzt sofort und wirksam die Klimakrise zu bekämpfen? Das Vermögen der wenigen hundert Reichsten übersteigt den jährlichen Etat des Bundes um ein Vielfaches. Sebastians doppelte Schlussfolgerung: Bekommen wir die wachsende Ungleichheit und Teilhabe nicht in den Griff, werden wir scheitern - und zwar alle. Zweites Learning: Eigentum verpflichtet. So einfach. </p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/sebxklein?original_referer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sebastian Klein,</a> Co-Founder <a href="https://support.blinkist.com/hc/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Blinkist</a> &amp; <a href="https://www.neuenarrative.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Neue Narrative</a> | Author <a href="https://www.amazon.de/Loop-Approach-Organisation-heraus-transformierst-Book/dp/3593511193" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"The Loop Approach"</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c29b4c22-2203-4a63-97a8-badce564c3ac</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/da27223b-3149-47fa-8282-3b5c1d9d7766/AosN2N23x1yh1uDciYLQ0m2m.jpg"/><pubDate>Thu, 06 Jul 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/3db16237-4752-4027-8c15-177e90f59dc9/Folge-162-Klein-neu.mp3" length="71670724" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:20</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>162</itunes:episode><podcast:episode>162</podcast:episode></item><item><title>#161 Jeremy Bartosiak-Jentys – The end of sugar is nigh</title><itunes:title>#161 Jeremy Bartosiak-Jentys – The end of sugar is nigh</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Nimm den Zucker aus der Nahrung, ersetze ihn duch etwas leichteres, gesünderes, ökologischeres.</strong> In Getränken funktioniert das schon lange, in fester Nahrung bislang nicht. Jeremy Bartosiak-Jentys von Supplant aus Cambridge/UK sagt: In Lebensmitteln hat Zucker gleich eine ganze Reihe von Funktionen außer der Süße: Zucker ist Masse, gibt Struktur, beeinflusst die chemischen Prozesse bei der Zubereitung. Zucker ließ sich bislang nur durch Zucker ersetzen. Jeremy ist Chief Scientific Officer bei Supplant. Sie sagen: Wir haben einen Zuckerersatz entwickelt, der sich verhält wie Zucker - allerdings keiner ist.</p><p>Supplants Nicht-Zucker enthält nicht nur erheblich weniger Kalorien als klassischer Zucker und verursacht auch nicht den von Zucker vertrauten sprunghaften Anstieg des Blutzuckerspiegels. Die neuartige Zutat verhält sich wie ein Ballaststoff - weil es im Kern auch genau daraus besteht. Das führt zu einem doppelten Effekt: Wir könnten Zucker in Lebensmitteln ersetzen - und nutzen gleichzeitig Nebenströme der landwirtschaftlichen Produktion, die ansonsten auf dem Feld verrotten würden: Halme, Fasern, das innere von Maiskolben, etc. Damit ist auch die ökologische Bilanz eine ganz andere: Der Zusatzbedarf an Wasser, Dünger, Land ist um Größenordnungen geringer als bei herkömmlichem Zucker.</p><p>Zahllos sind die Publikationen, die uns vor zuviel Zucker warnen. Programme von Ministerien, Gesundheitsinstitutionen, Krankenkassen, Verbänden. So wie wir Zucker derzeit in westlichen Gesellschaften nutzen, richtet er durchaus erheblichen Schaden an der Gesundheit der Bevölkerungen an. Da müsste eine Technologie, die den Zucker 1:1 ersetzen kann, doch wie gerufen kommen. Die Antwort der EU: Wir haben hier eine großartige „Novel Food“-Verordnung. Wer darunter fällt, kann eine Zulassung beantragen. Der Prozess dauert im besten Fall zwei Jahre, gerne auch länger. Teuer ist er auch. Die Antwort von Startups wie Supplant: Dann suchen wir unsere Märkte anderswo. Wer Produkte mit Supplants Nicht-Zucker kaufen will, muss in die USA. Was als Schutz vor unsicheren neuartigen Lebensmitteln gedacht ist, verhindert den sicheren Ersatz von unsicheren, geradezu schädlichen vertrauten Lebensmitteln. Eine Absurdität.</p><p>Auf dem Weg vom heimischen Labor zur Produktion im Industriemaßstab ist Supplant ungefähr bei einem Drittel der Strecke. Auch wenn sie bereits im Tonnen-Maßstab produzieren, jede durchschnittliche Zuckerfabrik liegt um den Faktor tausend darüber. Noch.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://uk.linkedin.com/in/jeremy-bartosiak-jentys-97673a13?original_referer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Jeremy Bartosiak-Jentys</a>, Chief Scientific Officer, <a href="https://supplant.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Supplant</a></p><p>---------------------------------------------------</p><p><strong>Take the sugar out of food, replace it with something lighter, healthier, more ecological.</strong> This has worked in beverages for a long time, but not in solid food. Jeremy Bartosiak-Jentys from Supplant in Cambridge/UK says: In food, sugar has a whole range of functions apart from sweetness: sugar is mass, gives structure, influences the chemical processes during preparation. Until now, sugar could only be replaced by sugar. Jeremy is chief scientific officer at Supplant. They say: We have developed a sugar substitute that behaves like sugar - but is not sugar.</p><p>Supplant's non-sugar ingredient not only contains significantly fewer calories than conventional sugar, but also does not cause the sudden rise in blood glucose levels familiar from sugar. The novel ingredient behaves like a dietary fiber - because that's exactly what it is at its core. This leads to a double effect: we could replace sugar in food - and at the same time use side streams of agricultural production that would otherwise rot in the fields: Stalks, fibers, the inside of corn cobs, etc. As a result, the ecological balance is also quite different: The additional demand for water, fertilizer, land is orders of magnitude lower than for conventional sugar.</p><p>There are countless publications warning us against too much sugar. Programs from ministries, health institutions, health insurance companies, associations. The way we currently use sugar in Western societies, it is definitely causing considerable damage to the health of populations. A technology that can replace sugar on a 1:1 basis should come in handy. The EU's answer: We have a great "Novel Food" regulation here. Anyone who falls under it can apply for approval. The process takes two years at best, or even longer. It is also expensive. The response from startups like Supplant: Then we look for our markets elsewhere. Anyone who wants to buy products with Supplant's non-sugar has to go to the USA. What is meant to protect against unsafe novel foods prevents the safe replacement of unsafe, downright harmful familiar foods. An absurdity.</p><p>On the road from home lab to industrial-scale production, Supplant is about a third of the way there. Even though they are already producing on a ton scale, any average sugar factory is a factor of a thousand beyond that. Still. </p><p>Guest: <a href="https://uk.linkedin.com/in/jeremy-bartosiak-jentys-97673a13?original_referer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Jeremy Bartosiak-Jentys</a>, Chief Scientific Officer, <a href="https://supplant.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Supplant</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nimm den Zucker aus der Nahrung, ersetze ihn duch etwas leichteres, gesünderes, ökologischeres.</strong> In Getränken funktioniert das schon lange, in fester Nahrung bislang nicht. Jeremy Bartosiak-Jentys von Supplant aus Cambridge/UK sagt: In Lebensmitteln hat Zucker gleich eine ganze Reihe von Funktionen außer der Süße: Zucker ist Masse, gibt Struktur, beeinflusst die chemischen Prozesse bei der Zubereitung. Zucker ließ sich bislang nur durch Zucker ersetzen. Jeremy ist Chief Scientific Officer bei Supplant. Sie sagen: Wir haben einen Zuckerersatz entwickelt, der sich verhält wie Zucker - allerdings keiner ist.</p><p>Supplants Nicht-Zucker enthält nicht nur erheblich weniger Kalorien als klassischer Zucker und verursacht auch nicht den von Zucker vertrauten sprunghaften Anstieg des Blutzuckerspiegels. Die neuartige Zutat verhält sich wie ein Ballaststoff - weil es im Kern auch genau daraus besteht. Das führt zu einem doppelten Effekt: Wir könnten Zucker in Lebensmitteln ersetzen - und nutzen gleichzeitig Nebenströme der landwirtschaftlichen Produktion, die ansonsten auf dem Feld verrotten würden: Halme, Fasern, das innere von Maiskolben, etc. Damit ist auch die ökologische Bilanz eine ganz andere: Der Zusatzbedarf an Wasser, Dünger, Land ist um Größenordnungen geringer als bei herkömmlichem Zucker.</p><p>Zahllos sind die Publikationen, die uns vor zuviel Zucker warnen. Programme von Ministerien, Gesundheitsinstitutionen, Krankenkassen, Verbänden. So wie wir Zucker derzeit in westlichen Gesellschaften nutzen, richtet er durchaus erheblichen Schaden an der Gesundheit der Bevölkerungen an. Da müsste eine Technologie, die den Zucker 1:1 ersetzen kann, doch wie gerufen kommen. Die Antwort der EU: Wir haben hier eine großartige „Novel Food“-Verordnung. Wer darunter fällt, kann eine Zulassung beantragen. Der Prozess dauert im besten Fall zwei Jahre, gerne auch länger. Teuer ist er auch. Die Antwort von Startups wie Supplant: Dann suchen wir unsere Märkte anderswo. Wer Produkte mit Supplants Nicht-Zucker kaufen will, muss in die USA. Was als Schutz vor unsicheren neuartigen Lebensmitteln gedacht ist, verhindert den sicheren Ersatz von unsicheren, geradezu schädlichen vertrauten Lebensmitteln. Eine Absurdität.</p><p>Auf dem Weg vom heimischen Labor zur Produktion im Industriemaßstab ist Supplant ungefähr bei einem Drittel der Strecke. Auch wenn sie bereits im Tonnen-Maßstab produzieren, jede durchschnittliche Zuckerfabrik liegt um den Faktor tausend darüber. Noch.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://uk.linkedin.com/in/jeremy-bartosiak-jentys-97673a13?original_referer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Jeremy Bartosiak-Jentys</a>, Chief Scientific Officer, <a href="https://supplant.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Supplant</a></p><p>---------------------------------------------------</p><p><strong>Take the sugar out of food, replace it with something lighter, healthier, more ecological.</strong> This has worked in beverages for a long time, but not in solid food. Jeremy Bartosiak-Jentys from Supplant in Cambridge/UK says: In food, sugar has a whole range of functions apart from sweetness: sugar is mass, gives structure, influences the chemical processes during preparation. Until now, sugar could only be replaced by sugar. Jeremy is chief scientific officer at Supplant. They say: We have developed a sugar substitute that behaves like sugar - but is not sugar.</p><p>Supplant's non-sugar ingredient not only contains significantly fewer calories than conventional sugar, but also does not cause the sudden rise in blood glucose levels familiar from sugar. The novel ingredient behaves like a dietary fiber - because that's exactly what it is at its core. This leads to a double effect: we could replace sugar in food - and at the same time use side streams of agricultural production that would otherwise rot in the fields: Stalks, fibers, the inside of corn cobs, etc. As a result, the ecological balance is also quite different: The additional demand for water, fertilizer, land is orders of magnitude lower than for conventional sugar.</p><p>There are countless publications warning us against too much sugar. Programs from ministries, health institutions, health insurance companies, associations. The way we currently use sugar in Western societies, it is definitely causing considerable damage to the health of populations. A technology that can replace sugar on a 1:1 basis should come in handy. The EU's answer: We have a great "Novel Food" regulation here. Anyone who falls under it can apply for approval. The process takes two years at best, or even longer. It is also expensive. The response from startups like Supplant: Then we look for our markets elsewhere. Anyone who wants to buy products with Supplant's non-sugar has to go to the USA. What is meant to protect against unsafe novel foods prevents the safe replacement of unsafe, downright harmful familiar foods. An absurdity.</p><p>On the road from home lab to industrial-scale production, Supplant is about a third of the way there. Even though they are already producing on a ton scale, any average sugar factory is a factor of a thousand beyond that. Still. </p><p>Guest: <a href="https://uk.linkedin.com/in/jeremy-bartosiak-jentys-97673a13?original_referer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Jeremy Bartosiak-Jentys</a>, Chief Scientific Officer, <a href="https://supplant.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Supplant</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">c0c6bded-9469-43fe-b20c-d27fe6e10070</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/92a30a51-3f88-41de-ac1f-1d7573240c93/vSUv0BXBYNXaP3w2FHoinRrr.jpg"/><pubDate>Thu, 29 Jun 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/6276bb14-5d3a-4894-b42c-ed2e3ed4aaf9/Folge-161-Jentys.mp3" length="57975037" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>30:12</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>161</itunes:episode><podcast:episode>161</podcast:episode></item><item><title>#160 Felix Ekardt – Warum der Wandel eben doch bei uns selbst anfängt (und das eine gute Nachricht ist)</title><itunes:title>#160 Felix Ekardt – Warum der Wandel eben doch bei uns selbst anfängt (und das eine gute Nachricht ist)</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Eine Grundfrage unserer Diskussionen über Zukunft:</strong> Wenn wir über diese unsere Zukunft streiten, um sie zu gestalten, dann sollten wir auch in der Lage sein, uns zu verändern, als Einzelne oder als Gesellschaft. Sonst bleibt die Zukunft ein Traum. Aber können wir das: Uns verändern? Natürlich, es gibt ihn ja. Sagt Felix Ekardt. Er ist Jurist, Philosoph, Soziologe, leitet die „Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik“ in Leipzig und ist Professor an der Universität Rostock.</p><p><strong>Was treibt Menschen zum Wandel?</strong> Felix sagt: Wandel geschieht im Wechselspiel, nie allein. Man versteht ihn am besten, wenn man nicht „den Kapitalismus“ oder „die Politik“ betrachtet, sondern konkrete Menschen: Den Unternehmer, der etwas verkaufen will. Die Politikerin, die wiedergewählt werden möchte. Die Familie, die ein angenehmes Leben haben will.</p><p><strong>Faktenwissen und Werthaltungen helfen alleine wenig.</strong> Fakten sind wichtig für den Wandel, aber in ihrer Wirkung dramatisch überschätzt. Die Fakten in unserem Kopf, ebenso wie die Werthaltungen, die uns leiten, passen sich an unsere anderen Motive an. Bei schlauen wie bei weniger schlauen Menschen. Und die anderen Motive sind: kurzfristiger Eigennutz, Pfadabhängigkeiten, das gemeinsame Bild von Gut und Richtig, und noch wichtiger: Unser Bild von Normalität. Dreimal im Jahr Urlaub? Schönes großes Haus? SUV vor der Tür und übers Wochenende nach Barcelona? Wenn ich einmal dieses Einfamilienhaus vor den Toren der Stadt habe, soll ich dann auf einmal nicht mehr mit Auto hinfahren? Das prägt unsere Entscheidungen, unabhängig von unserem Wissen über den Klimawandel.</p><p><strong>Wandel gelingt, wenn man diese Motive in Bewegung bringt.</strong> Wohlstand und großer Fußabdruck korrelieren. Da kommen wir mit Wissen nicht ran. Wir sehen, dass wir Teil einer tödlichen Praxis sind - und das verdrängen wir. Wir müssen die Vorstellung von Normalität in Bewegung bringen, Emotionalität ernst nehmen, Verdrängungsprozesse abschneiden, sagt Felix.</p><p><strong>Dabei sind wir alle relevant. </strong>Wir treffen Entscheidungen, Jeder und jede von uns. Jeden Tag. Damit sind wir Vorbilder auf die eine oder die andere Weise. Menschen sind Nachmacher. Darum ist für einen Wandel angesichts der Klimakrise entscheidend, dass viel mehr Leute radikal ökologisch handeln. Ja, wir brauchen eine andere Politik, einen Emissionshandel, reduzierte Tierhaltung, … aber alles das fällt erst vom Himmel, wenn Politiker wissen, dass sie dafür nicht abgewählt werden.</p><p><strong>Wir schonen uns alle viel zu sehr. </strong>Viel zu viele Menschen denken, dass ein „weiter so“ als Option immer noch auf dem Tisch wäre. Wir müssen nüchtern benennen, dass Klimawandel viel teurer, militärischer, unsicherer wird als eine angemessene Klimapolitik. Und wir können auch benennen, welche Vorteile ein anderes ökologisches Handeln mit sich bringt.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://twitter.com/FelixEkardt?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt</a>, Jurist, Philosoph und Soziologe, Professor an der Uni Rostock, Gründer und Leiter der <a href="https://www.sustainability-justice-climate.eu/de/werdegang.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Forschungsstelle Nachhaltigkeit</a> und Klimapolitik in Leipzig und Berlin</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Grundfrage unserer Diskussionen über Zukunft:</strong> Wenn wir über diese unsere Zukunft streiten, um sie zu gestalten, dann sollten wir auch in der Lage sein, uns zu verändern, als Einzelne oder als Gesellschaft. Sonst bleibt die Zukunft ein Traum. Aber können wir das: Uns verändern? Natürlich, es gibt ihn ja. Sagt Felix Ekardt. Er ist Jurist, Philosoph, Soziologe, leitet die „Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik“ in Leipzig und ist Professor an der Universität Rostock.</p><p><strong>Was treibt Menschen zum Wandel?</strong> Felix sagt: Wandel geschieht im Wechselspiel, nie allein. Man versteht ihn am besten, wenn man nicht „den Kapitalismus“ oder „die Politik“ betrachtet, sondern konkrete Menschen: Den Unternehmer, der etwas verkaufen will. Die Politikerin, die wiedergewählt werden möchte. Die Familie, die ein angenehmes Leben haben will.</p><p><strong>Faktenwissen und Werthaltungen helfen alleine wenig.</strong> Fakten sind wichtig für den Wandel, aber in ihrer Wirkung dramatisch überschätzt. Die Fakten in unserem Kopf, ebenso wie die Werthaltungen, die uns leiten, passen sich an unsere anderen Motive an. Bei schlauen wie bei weniger schlauen Menschen. Und die anderen Motive sind: kurzfristiger Eigennutz, Pfadabhängigkeiten, das gemeinsame Bild von Gut und Richtig, und noch wichtiger: Unser Bild von Normalität. Dreimal im Jahr Urlaub? Schönes großes Haus? SUV vor der Tür und übers Wochenende nach Barcelona? Wenn ich einmal dieses Einfamilienhaus vor den Toren der Stadt habe, soll ich dann auf einmal nicht mehr mit Auto hinfahren? Das prägt unsere Entscheidungen, unabhängig von unserem Wissen über den Klimawandel.</p><p><strong>Wandel gelingt, wenn man diese Motive in Bewegung bringt.</strong> Wohlstand und großer Fußabdruck korrelieren. Da kommen wir mit Wissen nicht ran. Wir sehen, dass wir Teil einer tödlichen Praxis sind - und das verdrängen wir. Wir müssen die Vorstellung von Normalität in Bewegung bringen, Emotionalität ernst nehmen, Verdrängungsprozesse abschneiden, sagt Felix.</p><p><strong>Dabei sind wir alle relevant. </strong>Wir treffen Entscheidungen, Jeder und jede von uns. Jeden Tag. Damit sind wir Vorbilder auf die eine oder die andere Weise. Menschen sind Nachmacher. Darum ist für einen Wandel angesichts der Klimakrise entscheidend, dass viel mehr Leute radikal ökologisch handeln. Ja, wir brauchen eine andere Politik, einen Emissionshandel, reduzierte Tierhaltung, … aber alles das fällt erst vom Himmel, wenn Politiker wissen, dass sie dafür nicht abgewählt werden.</p><p><strong>Wir schonen uns alle viel zu sehr. </strong>Viel zu viele Menschen denken, dass ein „weiter so“ als Option immer noch auf dem Tisch wäre. Wir müssen nüchtern benennen, dass Klimawandel viel teurer, militärischer, unsicherer wird als eine angemessene Klimapolitik. Und wir können auch benennen, welche Vorteile ein anderes ökologisches Handeln mit sich bringt.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://twitter.com/FelixEkardt?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt</a>, Jurist, Philosoph und Soziologe, Professor an der Uni Rostock, Gründer und Leiter der <a href="https://www.sustainability-justice-climate.eu/de/werdegang.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Forschungsstelle Nachhaltigkeit</a> und Klimapolitik in Leipzig und Berlin</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">5ffb4161-d633-4564-842a-107567dcdce5</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/458b2b92-75b5-46c2-a629-d966dad80398/OvooBCaiHqzKJm7OXo5f7Fa6.jpg"/><pubDate>Thu, 22 Jun 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f10cd4f6-7098-4a87-a7e1-9eb87c97fa26/Folge-160-Felix-Ekardt.mp3" length="81419205" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:24</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>160</itunes:episode><podcast:episode>160</podcast:episode></item><item><title>#159 Lea Dohm – Wut, Mut und Nähe: 3 Schlüssel zur Klimakrise</title><itunes:title>#159 Lea Dohm – Wut, Mut und Nähe: 3 Schlüssel zur Klimakrise</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Es könnte alles so einfach sein.</strong> Wir können wissen, was die Klima-Stunde geschlagen hat, wir könnten schnell die wichtigsten Maßnahmen ergreifen und glücklich und gesund leben. Allein: Das Wissen könnten wir eben nur theoretisch haben. Und Wissen allein überzeugt auch nicht. So sind wir nicht gestrickt, sagt Lea Dohm. Sie ist psychologische Psychotherapeutin und Mitbegründerin von Psychologists4Future.&nbsp;</p><p><strong>Schritt 1: </strong>Das Wissen fehlt vielerorts, in der breiten Menge, aber auch bei Entscheidern. Natürlich, es gibt eine Klimakrise, aber was bedeutet das genau? Da können die Zusammenfassungen der Forschungsberichte selbst in einfacher Sprache verfasst sein, der MdB muss es halt lesen… Lea sagt: Gute Klimakommunikation ist mehr als Fakten. Von Fakten allein lassen wir uns nicht einfach im Gespräch überzeugen. Das sind eher länger Prozesse und Auseinandersetzungen. Lea erläutert, wie zentral es ist, eine Beziehung aufzubauen. Und dafür ist jedes noch so anstrengende Gespräch wichtig, eine mentale Operation.</p><p><strong>Lea schließt an die Folge 149 mit </strong><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-149/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Tadzio Müller</strong></a><strong> an.</strong> Er hatte den Begriff Verdrängungsgesellschaft in den Mittelpunkt gestellt. Solange wir verdrängen, dass wir uns verändern müssen, werden wir auf jeden Impuls, jeden Protest, jedes Stück Information mit Ablehnung reagieren. Lea bestätigt: Wir brauchen gesellschaftliche Symbole für die Transformation. Wir brauchen Lieder und Orte. Wir brauchen Kunst und Kultur. Wir brauchen einen Ausdruck für den Abschied von der früheren Normalität.</p><p><strong>Kunst und Kultur haben das Potenzial, die Verbindung unter uns zu schaffen, die wir brauchen. </strong>Lea sagt: Hören wir auf, immer auf den Klimakanzler und den untätigen Verkehrsminister zu starren. Der Wandel wird von der Zivilgesellschaft ausgehen. Promis sind dabei hilfreich. Es müssen aber nicht immer die herausgehobenen Figuren sein. Die Transformation bedeutet auch eine stärkere Zuwendung, ein sich gegenseitig Halten. Da entstehen Verbindungen, die gut sind. Das ist mutmachend - zumal wir wissen, dass viele Menschen sich einsam fühlen. Insofern braucht es dreierlei im Einsatz gegen die Klimakrise: Wut und Protest auf der politischen Ebene, Angst und Mut auf der menschlichen Ebene - und Nähe zwischen uns.&nbsp;</p><p>Dass wir uns voneinander berühren lassen, ein intensiveres und inklusiveres Miteinander zulassen: In je mehr Nischen das entsteht, desto besser. Wir brauchen das auch, um die Katastrophen, vor denen wir stehen, besser auffangen zu können. Wir wissen, dass Menschen, die gut eingebunden sind, das eher können. Und der Klimakrise angemessen verhalten wir uns dann quasi automatisch.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.psychotherapiedohm.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Lea Dohm,</a> Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei <a href="https://www.klimawandel-gesundheit.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">KLUG</a>, Mitbegründerin und Kopf von <a href="https://www.psychologistsforfuture.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Psychologists4Future.</a> Twitter: <a href="https://twitter.com/LeaDohm?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@LeaDohm</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es könnte alles so einfach sein.</strong> Wir können wissen, was die Klima-Stunde geschlagen hat, wir könnten schnell die wichtigsten Maßnahmen ergreifen und glücklich und gesund leben. Allein: Das Wissen könnten wir eben nur theoretisch haben. Und Wissen allein überzeugt auch nicht. So sind wir nicht gestrickt, sagt Lea Dohm. Sie ist psychologische Psychotherapeutin und Mitbegründerin von Psychologists4Future.&nbsp;</p><p><strong>Schritt 1: </strong>Das Wissen fehlt vielerorts, in der breiten Menge, aber auch bei Entscheidern. Natürlich, es gibt eine Klimakrise, aber was bedeutet das genau? Da können die Zusammenfassungen der Forschungsberichte selbst in einfacher Sprache verfasst sein, der MdB muss es halt lesen… Lea sagt: Gute Klimakommunikation ist mehr als Fakten. Von Fakten allein lassen wir uns nicht einfach im Gespräch überzeugen. Das sind eher länger Prozesse und Auseinandersetzungen. Lea erläutert, wie zentral es ist, eine Beziehung aufzubauen. Und dafür ist jedes noch so anstrengende Gespräch wichtig, eine mentale Operation.</p><p><strong>Lea schließt an die Folge 149 mit </strong><a href="https://www.carls-zukunft.de/podcast-149/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Tadzio Müller</strong></a><strong> an.</strong> Er hatte den Begriff Verdrängungsgesellschaft in den Mittelpunkt gestellt. Solange wir verdrängen, dass wir uns verändern müssen, werden wir auf jeden Impuls, jeden Protest, jedes Stück Information mit Ablehnung reagieren. Lea bestätigt: Wir brauchen gesellschaftliche Symbole für die Transformation. Wir brauchen Lieder und Orte. Wir brauchen Kunst und Kultur. Wir brauchen einen Ausdruck für den Abschied von der früheren Normalität.</p><p><strong>Kunst und Kultur haben das Potenzial, die Verbindung unter uns zu schaffen, die wir brauchen. </strong>Lea sagt: Hören wir auf, immer auf den Klimakanzler und den untätigen Verkehrsminister zu starren. Der Wandel wird von der Zivilgesellschaft ausgehen. Promis sind dabei hilfreich. Es müssen aber nicht immer die herausgehobenen Figuren sein. Die Transformation bedeutet auch eine stärkere Zuwendung, ein sich gegenseitig Halten. Da entstehen Verbindungen, die gut sind. Das ist mutmachend - zumal wir wissen, dass viele Menschen sich einsam fühlen. Insofern braucht es dreierlei im Einsatz gegen die Klimakrise: Wut und Protest auf der politischen Ebene, Angst und Mut auf der menschlichen Ebene - und Nähe zwischen uns.&nbsp;</p><p>Dass wir uns voneinander berühren lassen, ein intensiveres und inklusiveres Miteinander zulassen: In je mehr Nischen das entsteht, desto besser. Wir brauchen das auch, um die Katastrophen, vor denen wir stehen, besser auffangen zu können. Wir wissen, dass Menschen, die gut eingebunden sind, das eher können. Und der Klimakrise angemessen verhalten wir uns dann quasi automatisch.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.psychotherapiedohm.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Lea Dohm,</a> Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei <a href="https://www.klimawandel-gesundheit.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">KLUG</a>, Mitbegründerin und Kopf von <a href="https://www.psychologistsforfuture.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Psychologists4Future.</a> Twitter: <a href="https://twitter.com/LeaDohm?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@LeaDohm</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">1ad1ea90-03e5-475e-8059-65df067ff742</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/39f98a3b-b8a1-4b81-8279-17b2af293391/a71D9JHFKcv5fa6oVjd8a9sx.jpg"/><pubDate>Thu, 15 Jun 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/0193e635-68a8-4fb4-bf4e-e5a4062c34c2/Folge-160-Dohm-Klima.mp3" length="66534842" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:39</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>159</itunes:episode><podcast:episode>159</podcast:episode></item><item><title>#158 Andreas Kambach – Digitales Lernen der Zukunft</title><itunes:title>#158 Andreas Kambach – Digitales Lernen der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Wer seine Lehre erfolgreich beendet, hat ausgelernt, für ein ganzes Berufsleben.</strong> Wer 80 Folien Schulungsmaterial erfolgreich durchgeklickt und die Lösungen aus der WhatsApp-Gruppe mit den Kolleg:innen abgeschrieben hat, bekommt ein Zertifikat. Wer für die Klausur nur die halbe Zeit braucht, langweilt sich; wer mehr Zeit braucht, fällt durch. Allem Aufwand, Kosten, Bürokratie und Regelwerken zum Trotz: Es stimmt nicht mit der Bildung. Lernen ist ein Totalausfall. Was war noch einmal die eine Schlüsselkompetenz für die Arbeitswelt der Zukunft?</p><p><strong>Andreas Kambach sagt: </strong>Das alles ist noch schlimmer, weil wir längst über Alternativen verfügen. Er bietet mit Area9 Lyceum eine digitale Plattform, die aus der Gießkanne für alle personalisiertes Lernen macht, aus dem Abarbeiten von Inhalten abgesicherte Lernprozesse und aus einem Tempo für alle messbare Erfolge für jede:n Einzelne:n. Hier beginnt digitales Lernen in Unternehmen und Organisationen wie auch in Schulen. Es geht um die Algorithmen, nicht um die iPads.&nbsp;</p><p><strong>Warum machen wir das dann nicht? </strong>Warum genau? Weil wir mit einer hundertjährigen Tradition an Schulen brechen müssten? Weil wir es so gelernt haben, dass alle dasselbe Onboarding bekommen, egal ob frisch von der Uni oder mit Jahrzehnten an Berufserfahrung. Weil es so schön vertraut ist, noch ein weiteres Kommunikationsseminar im Nachwuchsführungskräftetraining zu absolvieren. Dabei hätte uns schon das Wortungetüm „Nachwuchsführungskräftetraining“ misstrauisch machen können …&nbsp;</p><p><strong>Andreas ist klar: </strong>Bildung und Lernen müssen und werden sich verändern. Die Zeit von Standard und „one size fits all“ ist definitiv vorbei - weil wir es messbar besser machen können.&nbsp;</p><p>Die Bücher, die Andreas empfohlen hat, sind diese:</p><p>Charles Fadel: Die vier Dimensionen der Bildung: Was Schülerinnen und Schüler im 21. Jahrhundert lernen müssen</p><p>Angela Duckworth: GRIT - Die neue Formel zum Erfolg: Mit Begeisterung und Ausdauer ans Ziel</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/andreas-k-727526142/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Andreas Kambach</a>, Geschäftsführer der <a href="https://area9lyceum.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Area9 Lyceum GmbH</a> </p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer seine Lehre erfolgreich beendet, hat ausgelernt, für ein ganzes Berufsleben.</strong> Wer 80 Folien Schulungsmaterial erfolgreich durchgeklickt und die Lösungen aus der WhatsApp-Gruppe mit den Kolleg:innen abgeschrieben hat, bekommt ein Zertifikat. Wer für die Klausur nur die halbe Zeit braucht, langweilt sich; wer mehr Zeit braucht, fällt durch. Allem Aufwand, Kosten, Bürokratie und Regelwerken zum Trotz: Es stimmt nicht mit der Bildung. Lernen ist ein Totalausfall. Was war noch einmal die eine Schlüsselkompetenz für die Arbeitswelt der Zukunft?</p><p><strong>Andreas Kambach sagt: </strong>Das alles ist noch schlimmer, weil wir längst über Alternativen verfügen. Er bietet mit Area9 Lyceum eine digitale Plattform, die aus der Gießkanne für alle personalisiertes Lernen macht, aus dem Abarbeiten von Inhalten abgesicherte Lernprozesse und aus einem Tempo für alle messbare Erfolge für jede:n Einzelne:n. Hier beginnt digitales Lernen in Unternehmen und Organisationen wie auch in Schulen. Es geht um die Algorithmen, nicht um die iPads.&nbsp;</p><p><strong>Warum machen wir das dann nicht? </strong>Warum genau? Weil wir mit einer hundertjährigen Tradition an Schulen brechen müssten? Weil wir es so gelernt haben, dass alle dasselbe Onboarding bekommen, egal ob frisch von der Uni oder mit Jahrzehnten an Berufserfahrung. Weil es so schön vertraut ist, noch ein weiteres Kommunikationsseminar im Nachwuchsführungskräftetraining zu absolvieren. Dabei hätte uns schon das Wortungetüm „Nachwuchsführungskräftetraining“ misstrauisch machen können …&nbsp;</p><p><strong>Andreas ist klar: </strong>Bildung und Lernen müssen und werden sich verändern. Die Zeit von Standard und „one size fits all“ ist definitiv vorbei - weil wir es messbar besser machen können.&nbsp;</p><p>Die Bücher, die Andreas empfohlen hat, sind diese:</p><p>Charles Fadel: Die vier Dimensionen der Bildung: Was Schülerinnen und Schüler im 21. Jahrhundert lernen müssen</p><p>Angela Duckworth: GRIT - Die neue Formel zum Erfolg: Mit Begeisterung und Ausdauer ans Ziel</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/andreas-k-727526142/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Andreas Kambach</a>, Geschäftsführer der <a href="https://area9lyceum.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Area9 Lyceum GmbH</a> </p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">e7931f08-f864-4306-9fb5-af41d95edf3b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/db54afd2-d515-423c-bb49-9ada90481926/LtKbeCCWOfQvblUTLqe8ydpc.jpg"/><pubDate>Thu, 08 Jun 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/d1abebb5-d717-4230-a927-aa20031cece6/Folge-158-Kambach.mp3" length="74095723" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:35</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>158</itunes:episode><podcast:episode>158</podcast:episode></item><item><title>#157 Barbara Blaha – Die Folge für die Reichen und Schönen</title><itunes:title>#157 Barbara Blaha – Die Folge für die Reichen und Schönen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Sprechen wir doch endlich einmal über Geld.</strong> Genauer: Über das Geld, das die einen im Überfluss haben und die anderen eben nicht. Es gibt in Mitteleuropa einen einfachen Weg, sehr reich zu werden, und das ist: Erben. Und diejenigen, die so den Reichtum kaum oder unversteuert in der Familie halten, haben zugleich die Regel erfunden, dass man über Geld nicht sprechen soll. Sehr praktisch. Wir wissen nicht einmal, wer im Land wie reich ist. Nur bei den Armen, da suchen wir genau und werden schon bei einer zweiten Zahnbürste im Bad misstrauisch. Barbara Blaha, Kopf des Wiener Think Tanks Momentum, beschäftigt sich seit Jahren mit der Schere zwischen Arm und Reich. Sie sagt: Die ungleiche Verteilung von Wohlstand in der Gesellschaft ist inzwischen ein Problem für die Demokratie. </p><p>Die veröffentlichte Meinung ist stark geprägt von wenigen sehr reichen Familien, die im Besitz der traditionellen Medienhäuser und Zeitungsverlage sind. Eine Untersuchung des Momentum Instituts hat gezeigt: Während sich die Bevölkerung Österreichs über Jahre deutlich für eine Vermögenssteuer ausgesprochen hat, argumentiert im selben Zeitraum die große Mehrheit der Meinungsstücke in Zeitungen dagegen. Zufall?</p><p>Zugleich sind wir nicht besonders gut darin, uns wirklich große Vermögen vorzustellen. Ein kleines Gedankenexperiment: Wer täglich (!) eine Million geschenkt bekommt und behalten kann, der hat erst nach knapp 30 Jahren (!) ein Vermögen von zehn Milliarden aufgebaut. Mit eigener Arbeit geht das nicht. Entsprechend sind wir auch nicht gut darin, die eigenen finanziellen Verhältnisse einzuschätzen. Arme schätzen sich reicher als sie sind; Reiche genau umgekehrt. Ein idealer Nährboden, um breite Angst vor Vermögens- und Erbschaftssteuer zu schaffen. Barbara sagt: Wir brauchen das dringend. Und niemand muss um Omas kleines Häuschen oder seine erste Million fürchten. </p><p>Was Barbara schlaflose Nächte  bereitet, ist der kaum verhohlene Versuch, konservativer Politiker, die westlichen Demokratien zu illiberalen Demokratien umzubauen. In Österreich ist Sebastian Kurz nur durch Zufall daran gescheitert. in Deutschland sieht sie vergleichbare Bestrebungen. Und es sind gerade die Parteien in der Mitte des Spektrums, die ihr hier Angst machen. Dass die Rechten kein Interesse an demokratischer Tradition haben, kann nicht überraschen. Aber wenn der Diskurs aus der Mitte der Gesellschaft heraus, nach rechts verschoben wird, dann muss uns das Sorgen bereiten, sagt Barbara.  Dann verteidigt eine privilegierte Gruppe ihre komfortable Situation auf Kosten der Demokratie. </p><p><strong>Dennoch schaut Barbara positiv nach vorn. </strong>Wie auch anders? Wir sind zum Optimismus verdammt. Also lassen wir die Hemdsärmel oben und machen uns an die Arbeit. </p><p>Zu Gast: <a href="https://twitter.com/barbarablaha?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Barbara Blaha</a>, Leiterin des <a href="https://www.momentum-institut.at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Momentum Institut</a> und des&nbsp;<a href="http://momentum-kongress.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Momentum Kongress</a>, Universitätsrätin der&nbsp;<a href="https://universitaetsrat.univie.ac.at/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Wien</a> und Mitgründerin des&nbsp;<a href="https://www.wissenschaftsball.at/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wiener Balls der Wissenschaften</a>.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sprechen wir doch endlich einmal über Geld.</strong> Genauer: Über das Geld, das die einen im Überfluss haben und die anderen eben nicht. Es gibt in Mitteleuropa einen einfachen Weg, sehr reich zu werden, und das ist: Erben. Und diejenigen, die so den Reichtum kaum oder unversteuert in der Familie halten, haben zugleich die Regel erfunden, dass man über Geld nicht sprechen soll. Sehr praktisch. Wir wissen nicht einmal, wer im Land wie reich ist. Nur bei den Armen, da suchen wir genau und werden schon bei einer zweiten Zahnbürste im Bad misstrauisch. Barbara Blaha, Kopf des Wiener Think Tanks Momentum, beschäftigt sich seit Jahren mit der Schere zwischen Arm und Reich. Sie sagt: Die ungleiche Verteilung von Wohlstand in der Gesellschaft ist inzwischen ein Problem für die Demokratie. </p><p>Die veröffentlichte Meinung ist stark geprägt von wenigen sehr reichen Familien, die im Besitz der traditionellen Medienhäuser und Zeitungsverlage sind. Eine Untersuchung des Momentum Instituts hat gezeigt: Während sich die Bevölkerung Österreichs über Jahre deutlich für eine Vermögenssteuer ausgesprochen hat, argumentiert im selben Zeitraum die große Mehrheit der Meinungsstücke in Zeitungen dagegen. Zufall?</p><p>Zugleich sind wir nicht besonders gut darin, uns wirklich große Vermögen vorzustellen. Ein kleines Gedankenexperiment: Wer täglich (!) eine Million geschenkt bekommt und behalten kann, der hat erst nach knapp 30 Jahren (!) ein Vermögen von zehn Milliarden aufgebaut. Mit eigener Arbeit geht das nicht. Entsprechend sind wir auch nicht gut darin, die eigenen finanziellen Verhältnisse einzuschätzen. Arme schätzen sich reicher als sie sind; Reiche genau umgekehrt. Ein idealer Nährboden, um breite Angst vor Vermögens- und Erbschaftssteuer zu schaffen. Barbara sagt: Wir brauchen das dringend. Und niemand muss um Omas kleines Häuschen oder seine erste Million fürchten. </p><p>Was Barbara schlaflose Nächte  bereitet, ist der kaum verhohlene Versuch, konservativer Politiker, die westlichen Demokratien zu illiberalen Demokratien umzubauen. In Österreich ist Sebastian Kurz nur durch Zufall daran gescheitert. in Deutschland sieht sie vergleichbare Bestrebungen. Und es sind gerade die Parteien in der Mitte des Spektrums, die ihr hier Angst machen. Dass die Rechten kein Interesse an demokratischer Tradition haben, kann nicht überraschen. Aber wenn der Diskurs aus der Mitte der Gesellschaft heraus, nach rechts verschoben wird, dann muss uns das Sorgen bereiten, sagt Barbara.  Dann verteidigt eine privilegierte Gruppe ihre komfortable Situation auf Kosten der Demokratie. </p><p><strong>Dennoch schaut Barbara positiv nach vorn. </strong>Wie auch anders? Wir sind zum Optimismus verdammt. Also lassen wir die Hemdsärmel oben und machen uns an die Arbeit. </p><p>Zu Gast: <a href="https://twitter.com/barbarablaha?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Barbara Blaha</a>, Leiterin des <a href="https://www.momentum-institut.at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Momentum Institut</a> und des&nbsp;<a href="http://momentum-kongress.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Momentum Kongress</a>, Universitätsrätin der&nbsp;<a href="https://universitaetsrat.univie.ac.at/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Wien</a> und Mitgründerin des&nbsp;<a href="https://www.wissenschaftsball.at/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wiener Balls der Wissenschaften</a>.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">0165aa4b-8215-4fb4-b1e3-d192480911e4</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8087edb2-bb03-4486-a8f3-0da6c434c67c/JvzDlI05AuoAmKGUdDkbbBvI.jpg"/><pubDate>Thu, 01 Jun 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/12f63fd1-3d30-4dbc-ad35-f37ab921a68c/Folge-157-Blaha.mp3" length="77044008" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:07</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>157</itunes:episode><podcast:episode>157</podcast:episode></item><item><title>#156 Klaus Wagenbauer – Nano-Roboter, die Krebszellen jagen</title><itunes:title>#156 Klaus Wagenbauer – Nano-Roboter, die Krebszellen jagen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>DNA-Origami, ein Bastelspaß der besonderen Art: </strong>Klaus Wagenbauer und sein Team von Plectonic Biotech sind in der Lage, DNA so zu falten, dass ein Nano-Roboter entsteht. Einmal in der Blutbahn unterwegs, findet er Krebszellen und verknüpft sie mit Immunzellen und sieht dem Krebs beim Sterben zu. Die Grundlagen dazu hat das Team an der TU München erforscht, das Startup wird in Kürze von SPRIN-D gefördert, der Bundesagentur für Sprunginnovationen.</p><p><strong>Zeigt her eure Venen:</strong> Wer würde sich Nano-Roboter spritzen lassen? Wer bei Corona-Impfungen schon Angst vor Genschäden hatte, bekommt hier ein ganz neues Level freigespielt. Dabei ist DNA letztlich auch nur eine Schrift, eine Möglichkeit, Informationen im Körper zu lesen und Botschaften zu überbringen, in diesem Fall: Das da, liebe Immunzelle, ist Krebs, mach deine Arbeit!</p><p>Die besondere Fähigkeit der Roboter, an denen Plectonic arbeitet, ist die Identifikation der Krebszellen. Wo Chemotherapie heute eher wie eine Gießkanne wirkt, sollen die Nano-Roboter Präzision ermöglichen. Das ist bei ihrer Miniatur-Größe auch nötig: Ein Tausendstel eines menschlichen Haares sind die DNA-Konstruktionen groß. Selbst geschützt gegen die menschliche Immunabwehr und doch in der Lage, an wuchernden Krebszellen anzudocken.</p><p>Noch stehen die klinischen Phasen aus, Klaus ist aber überzeugt: Mit DNA-Origami haben wir einen Weg gefunden, Krebs zu heilen. Wird uns das näher an ein unendliches Leben führen? Der Physiker Klaus fragt nüchtern: Wollen wir das? Lieber erst einmal das gegenwärtige Leid von Krebspatienten verringern.</p><p><strong>Zu Gast: </strong>Klaus Wagenbauer, Physiker und Co-Founder <a href="https://www.plectonic.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Plectonic Biotech</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>DNA-Origami, ein Bastelspaß der besonderen Art: </strong>Klaus Wagenbauer und sein Team von Plectonic Biotech sind in der Lage, DNA so zu falten, dass ein Nano-Roboter entsteht. Einmal in der Blutbahn unterwegs, findet er Krebszellen und verknüpft sie mit Immunzellen und sieht dem Krebs beim Sterben zu. Die Grundlagen dazu hat das Team an der TU München erforscht, das Startup wird in Kürze von SPRIN-D gefördert, der Bundesagentur für Sprunginnovationen.</p><p><strong>Zeigt her eure Venen:</strong> Wer würde sich Nano-Roboter spritzen lassen? Wer bei Corona-Impfungen schon Angst vor Genschäden hatte, bekommt hier ein ganz neues Level freigespielt. Dabei ist DNA letztlich auch nur eine Schrift, eine Möglichkeit, Informationen im Körper zu lesen und Botschaften zu überbringen, in diesem Fall: Das da, liebe Immunzelle, ist Krebs, mach deine Arbeit!</p><p>Die besondere Fähigkeit der Roboter, an denen Plectonic arbeitet, ist die Identifikation der Krebszellen. Wo Chemotherapie heute eher wie eine Gießkanne wirkt, sollen die Nano-Roboter Präzision ermöglichen. Das ist bei ihrer Miniatur-Größe auch nötig: Ein Tausendstel eines menschlichen Haares sind die DNA-Konstruktionen groß. Selbst geschützt gegen die menschliche Immunabwehr und doch in der Lage, an wuchernden Krebszellen anzudocken.</p><p>Noch stehen die klinischen Phasen aus, Klaus ist aber überzeugt: Mit DNA-Origami haben wir einen Weg gefunden, Krebs zu heilen. Wird uns das näher an ein unendliches Leben führen? Der Physiker Klaus fragt nüchtern: Wollen wir das? Lieber erst einmal das gegenwärtige Leid von Krebspatienten verringern.</p><p><strong>Zu Gast: </strong>Klaus Wagenbauer, Physiker und Co-Founder <a href="https://www.plectonic.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Plectonic Biotech</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">88c9cff7-8569-4b0a-a237-8b3c8a78c985</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/eb71d0ba-999d-453c-8f44-80cd89301a5d/sqr3J050ZmgTzz_DJ_5GUpcC.jpg"/><pubDate>Thu, 25 May 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/d589b1a5-846c-40f5-b561-b63a88a373f8/Folge-156-Wagenbauer.mp3" length="74381608" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:44</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>156</itunes:episode><podcast:episode>156</podcast:episode></item><item><title>#155 Martin Wittau – Alle können Circular, nur die Economy nicht</title><itunes:title>#155 Martin Wittau – Alle können Circular, nur die Economy nicht</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Die Natur kann Kreislaufwirtschaft</strong> - und kaum etwas anderes. Wohin wir schauen: Ein vermeintliches Ende ist stets der Anfang von etwas Neuem. Nur wir Menschen sind spätestens mit Ende der Industrialisierung auf lineares Denken, Arbeiten und Wirtschaften ausgerichtet. Quelle von Wohlstand und Entwicklung in der ersten Welt, ebenso wie der Klimakrise und weiterer Phänomene.&nbsp;</p><p>Die Folge vom diesjährigen <strong>Future Camp unseres Instituts</strong>, erkennbar am Gezwitscher portugiesischer Mauersegler im Hintergrund. Mit einer Runde von Zukunftsforscher:innen und Expertinnen ziehen wir uns für die Woche in die portugiesischen Berge zurück und diskutieren ein zentrales Zukunftsthema. In diesem Jahr: Die Kreislaufwirtschaft.&nbsp;Mit dabei: Martin Wittau von der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit. Im Gespräch mit Michael zeichnen sie das Zukunftsbild Circular Economy. </p><p>Erste Erkenntnis: Der Begriff ist denkbar unklar. Mehr als Recycling, klar. Aber dann? Geht es um Ressourcenknappheit und deren Überwindung - also ein „Weiter so“ mit anderen Mitteln? Oder haben wir unsere planetaren Grenzen erreicht und brauchen eine grundlegendes Modell für Wirtschaft. In der Diskussion wurde schnell klar: Kreislaufwirtschaft taugt nicht als Begriff für Prozesse oder Technologien, Kreislaufwirtschaft beschreibt ein Verhalten wirtschaftlicher Akteure: kooperativ, partizipativ, vorsorgend. Der veränderte Umgang mit Material folgt diesen veränderten Verhalten.&nbsp;</p><p><strong>Zentral ist die Frage der Verantwortung für Material. </strong>Wie verhält sich ein Wirtschaftsunternehmen, dass die Versorgung aus den gängigen Quellen nicht mehr selbstverständlich gegeben ist? Warum stehen Verbraucher allein mit der Frage, wie Materialien in die Kreisläufe geleitet werden können, wenn die Waschmaschine es eines Tages nicht mehr tut? Es ist ein Kipp-Punkt hin zur Kreislaufwirtschaft. Sobald es günstiger und verlässlicher ist, Stahl aus Gebrauchtwagen zu gewinnen als aus Eisenerz, werden Automobilkonzerne großes Interesse entwickeln, Gebrauchtwagenaufkäufer zu werden und Recyclingkompetenzen aufzubauen.&nbsp;</p><p><strong>Die klare Prognose:</strong> Kreislaufwirtschaft kommt. Begonnen hat sie schon. Sie verbreitet sich immer dort, wo mehrere Akteure sich entscheiden, ihr Verhalten zu verändern. Spätestens zur Mitte des Jahrhunderts, so die Prognose des Future Camps 2023, wird Circular Economy zum Standard wirtschaftlichen Handelns.&nbsp;Und wer als Wirtschaft dann noch nicht zirkulär handeln kann, wird sich schwer tun. </p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/search/results/all/?fetchDeterministicClustersOnly=true&amp;heroEntityKey=urn%3Ali%3Afsd_profile%3AACoAAByoLGEBzyOTq69QwsjVnpFInrwbN_84e0Q&amp;keywords=martin%20wittau&amp;origin=RICH_QUERY_SUGGESTION&amp;position=0&amp;searchId=8ee5eb43-a626-4736-ace1-10efc439ee59&amp;sid=nF6" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Wittau</a>, Vizepräsident <a href="https://nachhaltigkeit.bvng.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V.</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Natur kann Kreislaufwirtschaft</strong> - und kaum etwas anderes. Wohin wir schauen: Ein vermeintliches Ende ist stets der Anfang von etwas Neuem. Nur wir Menschen sind spätestens mit Ende der Industrialisierung auf lineares Denken, Arbeiten und Wirtschaften ausgerichtet. Quelle von Wohlstand und Entwicklung in der ersten Welt, ebenso wie der Klimakrise und weiterer Phänomene.&nbsp;</p><p>Die Folge vom diesjährigen <strong>Future Camp unseres Instituts</strong>, erkennbar am Gezwitscher portugiesischer Mauersegler im Hintergrund. Mit einer Runde von Zukunftsforscher:innen und Expertinnen ziehen wir uns für die Woche in die portugiesischen Berge zurück und diskutieren ein zentrales Zukunftsthema. In diesem Jahr: Die Kreislaufwirtschaft.&nbsp;Mit dabei: Martin Wittau von der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit. Im Gespräch mit Michael zeichnen sie das Zukunftsbild Circular Economy. </p><p>Erste Erkenntnis: Der Begriff ist denkbar unklar. Mehr als Recycling, klar. Aber dann? Geht es um Ressourcenknappheit und deren Überwindung - also ein „Weiter so“ mit anderen Mitteln? Oder haben wir unsere planetaren Grenzen erreicht und brauchen eine grundlegendes Modell für Wirtschaft. In der Diskussion wurde schnell klar: Kreislaufwirtschaft taugt nicht als Begriff für Prozesse oder Technologien, Kreislaufwirtschaft beschreibt ein Verhalten wirtschaftlicher Akteure: kooperativ, partizipativ, vorsorgend. Der veränderte Umgang mit Material folgt diesen veränderten Verhalten.&nbsp;</p><p><strong>Zentral ist die Frage der Verantwortung für Material. </strong>Wie verhält sich ein Wirtschaftsunternehmen, dass die Versorgung aus den gängigen Quellen nicht mehr selbstverständlich gegeben ist? Warum stehen Verbraucher allein mit der Frage, wie Materialien in die Kreisläufe geleitet werden können, wenn die Waschmaschine es eines Tages nicht mehr tut? Es ist ein Kipp-Punkt hin zur Kreislaufwirtschaft. Sobald es günstiger und verlässlicher ist, Stahl aus Gebrauchtwagen zu gewinnen als aus Eisenerz, werden Automobilkonzerne großes Interesse entwickeln, Gebrauchtwagenaufkäufer zu werden und Recyclingkompetenzen aufzubauen.&nbsp;</p><p><strong>Die klare Prognose:</strong> Kreislaufwirtschaft kommt. Begonnen hat sie schon. Sie verbreitet sich immer dort, wo mehrere Akteure sich entscheiden, ihr Verhalten zu verändern. Spätestens zur Mitte des Jahrhunderts, so die Prognose des Future Camps 2023, wird Circular Economy zum Standard wirtschaftlichen Handelns.&nbsp;Und wer als Wirtschaft dann noch nicht zirkulär handeln kann, wird sich schwer tun. </p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/search/results/all/?fetchDeterministicClustersOnly=true&amp;heroEntityKey=urn%3Ali%3Afsd_profile%3AACoAAByoLGEBzyOTq69QwsjVnpFInrwbN_84e0Q&amp;keywords=martin%20wittau&amp;origin=RICH_QUERY_SUGGESTION&amp;position=0&amp;searchId=8ee5eb43-a626-4736-ace1-10efc439ee59&amp;sid=nF6" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Wittau</a>, Vizepräsident <a href="https://nachhaltigkeit.bvng.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V.</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://www.carls-zukunft.de]]></link><guid isPermaLink="false">546102c4-a37a-47d0-aafc-0cef1817e174</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/59a5891a-1e51-40c6-abe3-cd2684c0d2c1/Se56GhND0V26MupxHM1GITrg.jpg"/><pubDate>Thu, 18 May 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/b5fc1da2-ee11-4903-b8c7-99566c67fd0c/Setup-17-05-23-20-42.mp3" length="68627145" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:44</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>155</itunes:episode><podcast:episode>155</podcast:episode></item><item><title>#154 Lasse Rheingans – 4 Tage Arbeit ist auch genug</title><itunes:title>#154 Lasse Rheingans – 4 Tage Arbeit ist auch genug</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.</strong> Wer hier nach kurzen Tagen schreit, hat offenbar noch Kapazitäten. Und ganz ehrlich: Wenn ich meine Leute nicht antreibe, dann kommen die nie auf Touren. So oder ähnlich klingen die Kündigungsgründe von der Stange. Und die Kulturen, die zu Burnouts führen. Lasse Rheingans kann die alle mitsprechen. Er hat seine nach ihm benannte Agentur schon vor Jahren auf den 5-Stunden-Arbeitstag umgestellt und sagt: Das kann man sinnvoll machen oder nicht. Richtig gemacht, bleibt die Produktivität hoch und es geht alles besser. Wenn die Menschen ihren psychologischen Rucksack nicht so voll packen, können sie auch auf der Arbeit mehr Werte schaffen.</p><p><strong>Der Wandel kommt und er kommt schnell.</strong> Spätestens durch den Wettbewerb. In den kommenden Jahren geht in Deutschland fast ein Viertel der Menschen, die heute arbeiten, vom Markt. Hoffentlich kommen die Roboter und intelligenten Algorithmen und nehmen uns möglichst viel Arbeit weg. Dennoch: Wer keinen Raum für den Menschen schafft, wird als Unternehmen den Kürzeren ziehen.&nbsp;</p><p><strong>Natürlich hat Arbeit Rahmenbedingungen, Unternehmen zielen auf Gewinn.</strong> Das ist ohnehin unstreitig. Aber wie wir dahin kommen, das ist eine Aushandlungssache. Genau dort kann Digitalisierung helfen. Welche Prozesse, die ohnehin niemand ausführen möchte, können wir mit KI automatisieren und uns selbst um Aufgaben kümmern, die besser, spannender sind? So können wir offen diskutieren, wie wir Arbeit besser machen. Wir schaffen die Dinge, die wir machen müssen, aber es ist angenehmer und es überfordert die Menschen nicht.&nbsp;</p><p>Die zentrale Kompetenz, die Organisationen hierfür entwickeln müssen, ist das echte, tiefe Lernen. Was ist Agilität? Die Fähigkeit zu schnellerem Lernen. Was ist eine gute Fehlerkultur? Die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen. Wie entsteht eine Lernkultur? Sie wurzelt in Beziehungen. Die zu entwickeln, ist die Führungsaufgabe heute. Denn wir haben keine mehr, langsamer zu lernen.&nbsp;</p><p><strong>Das ganze Bild der Arbeit ist im Wandel.</strong> Das Soll-Bild ist nicht mehr der maschinengleiche Mensch, der von ganz früh bis ganz spät in einer Tour funktioniert. Auch Ruhe wird zum Soll-Zustand des Menschen in der Arbeit - und das ist das Ende der Gleichsetzung Mensch und Maschine. Lasse sagt: Wir müssen uns wirklich davon verabschieden, dass wir Menschen wie Maschinen in einen Takt drücken. Arbeit, die wir heute brauchen, setzt kreatives vernetztes Denken voraus, quasi Expertise mit Gefühl. Das können Maschinen nicht. Und wenn wir einmal dort sind, passieren auf einmal magische Dinge.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Lasse Rheingans, Unternehmer und Autor. Seine Agentur <a href="https://rheingans.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rheingans</a> hat schon 2017 den 5-Stunden-Tag als Vollzeitmodell eingeführt. </p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.</strong> Wer hier nach kurzen Tagen schreit, hat offenbar noch Kapazitäten. Und ganz ehrlich: Wenn ich meine Leute nicht antreibe, dann kommen die nie auf Touren. So oder ähnlich klingen die Kündigungsgründe von der Stange. Und die Kulturen, die zu Burnouts führen. Lasse Rheingans kann die alle mitsprechen. Er hat seine nach ihm benannte Agentur schon vor Jahren auf den 5-Stunden-Arbeitstag umgestellt und sagt: Das kann man sinnvoll machen oder nicht. Richtig gemacht, bleibt die Produktivität hoch und es geht alles besser. Wenn die Menschen ihren psychologischen Rucksack nicht so voll packen, können sie auch auf der Arbeit mehr Werte schaffen.</p><p><strong>Der Wandel kommt und er kommt schnell.</strong> Spätestens durch den Wettbewerb. In den kommenden Jahren geht in Deutschland fast ein Viertel der Menschen, die heute arbeiten, vom Markt. Hoffentlich kommen die Roboter und intelligenten Algorithmen und nehmen uns möglichst viel Arbeit weg. Dennoch: Wer keinen Raum für den Menschen schafft, wird als Unternehmen den Kürzeren ziehen.&nbsp;</p><p><strong>Natürlich hat Arbeit Rahmenbedingungen, Unternehmen zielen auf Gewinn.</strong> Das ist ohnehin unstreitig. Aber wie wir dahin kommen, das ist eine Aushandlungssache. Genau dort kann Digitalisierung helfen. Welche Prozesse, die ohnehin niemand ausführen möchte, können wir mit KI automatisieren und uns selbst um Aufgaben kümmern, die besser, spannender sind? So können wir offen diskutieren, wie wir Arbeit besser machen. Wir schaffen die Dinge, die wir machen müssen, aber es ist angenehmer und es überfordert die Menschen nicht.&nbsp;</p><p>Die zentrale Kompetenz, die Organisationen hierfür entwickeln müssen, ist das echte, tiefe Lernen. Was ist Agilität? Die Fähigkeit zu schnellerem Lernen. Was ist eine gute Fehlerkultur? Die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen. Wie entsteht eine Lernkultur? Sie wurzelt in Beziehungen. Die zu entwickeln, ist die Führungsaufgabe heute. Denn wir haben keine mehr, langsamer zu lernen.&nbsp;</p><p><strong>Das ganze Bild der Arbeit ist im Wandel.</strong> Das Soll-Bild ist nicht mehr der maschinengleiche Mensch, der von ganz früh bis ganz spät in einer Tour funktioniert. Auch Ruhe wird zum Soll-Zustand des Menschen in der Arbeit - und das ist das Ende der Gleichsetzung Mensch und Maschine. Lasse sagt: Wir müssen uns wirklich davon verabschieden, dass wir Menschen wie Maschinen in einen Takt drücken. Arbeit, die wir heute brauchen, setzt kreatives vernetztes Denken voraus, quasi Expertise mit Gefühl. Das können Maschinen nicht. Und wenn wir einmal dort sind, passieren auf einmal magische Dinge.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> Lasse Rheingans, Unternehmer und Autor. Seine Agentur <a href="https://rheingans.io" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rheingans</a> hat schon 2017 den 5-Stunden-Tag als Vollzeitmodell eingeführt. </p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-154-rheingans]]></link><guid isPermaLink="false">7a51835e-7242-43ff-8e88-43fd47f7d272</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/516de032-5c80-4530-9b01-33e22bedc5ee/B2yTaMb0mW-hRvc5tRrEJHA6.jpg"/><pubDate>Thu, 11 May 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/3e6bfbad-f6d6-419d-9f7b-faf2f62d69aa/Folge-154-Rheingans.mp3" length="82179890" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:48</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>154</itunes:episode><podcast:episode>154</podcast:episode></item><item><title>#153 Norbert Hegmann &amp; Thorsten Bausch – Gib mir meinen Supermarkt!</title><itunes:title>#153 Norbert Hegmann &amp; Thorsten Bausch – Gib mir meinen Supermarkt!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Da steht eine „Tante Enso“-Filiale im Dorf. </strong>Ein vollwertiger, scheinbar ganz normaler Supermarkt. Die erste Besonderheit: Er ist da. Wo „Tante Enso“ hingeht, haben sich alle anderen Lebensmittelgeschäfte längst zurückgezogen. Und alle anderen Geschäfte meist auch. Orte zwischen 1.000 und 3.000 Menschen. Zweite Besonderheit: Nach dem klassischen Ladenschluss kaufe ich halt digital ein. Vor Ort im Markt. Dritte und wahrscheinlich wichtigste Besonderheit: Der Markt folgt meinen Wünschen. Auf allen Ebenen. Und genau dafür wurde er erdacht und gebaut. Entwickelt haben das Prinzip „Tante Enso“ Norbert Hegmann und Thorsten Bausch. Sie leiten myEnso und sind im Podcast zu Gast.</p><p>Warum können Norbert, Thorsten &amp; Team das, woran alle anderen großen Lebensmittelketten scheitern? Sie sagen: Weil wir nicht aus der Branche sind – und weil wir konsequent den Menschen in den Mittelpunkt stellen. myEnso macht keine Marktforschung, um neue Kampagnen zu entwickeln. myEnsos Alltag ist im Grunde laufende Marktforschung. Eine permanente Feedbackschleife – mit „Wünsch Dir was!“-Button digital und analog im Laden. Passend dazu ist die Genossenschaftsstruktur. Wer „Tante Enso“ mag, kann nicht nur hier kaufen, sondern sich zum Teil machen und Gesellschafter werden.&nbsp;</p><p>Angst vor Nachahmung haben Thorsten und Norbert kaum. Das, was im Grunde nicht kopierbar ist, ist die Haltung, mit der das Unternehmen seine Kette aufbaut. Und selbst wenn jemand käme, um dasselbe Prinzip im Bekleidungshandel oder anderen Branchen anzuwenden, würde es ja nur größer.&nbsp;</p><p>Für die ersten 20 Märkte haben sie noch mehrere Jahre gebraucht. Weitere 40+ sind in der Pipeline und werden aktuell vorbereitet. In wenigen Jahren wollen sie 1.000 „Tante Enso“ in Deutschland stehen haben und die Marke als die vertrauenswürdigste in Deutschland etablieren. Im Grunde, so Thorsten und Norbert, sei doch ihr Ansatz der normale und naheliegende. Das zu etablieren und groß zu machen, dafür treten sie an. Das ist ihr „Next Big Thing“. Und dass sie das in die Welt bringen wollen, das haben sie bei der Gründung unterschrieben.</p><p>Zu Gast: Norbert Hegmann &amp; Thorsten Bausch, Gründer und Geschäftsführer von <a href="https://www.myenso.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">myEnso</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Da steht eine „Tante Enso“-Filiale im Dorf. </strong>Ein vollwertiger, scheinbar ganz normaler Supermarkt. Die erste Besonderheit: Er ist da. Wo „Tante Enso“ hingeht, haben sich alle anderen Lebensmittelgeschäfte längst zurückgezogen. Und alle anderen Geschäfte meist auch. Orte zwischen 1.000 und 3.000 Menschen. Zweite Besonderheit: Nach dem klassischen Ladenschluss kaufe ich halt digital ein. Vor Ort im Markt. Dritte und wahrscheinlich wichtigste Besonderheit: Der Markt folgt meinen Wünschen. Auf allen Ebenen. Und genau dafür wurde er erdacht und gebaut. Entwickelt haben das Prinzip „Tante Enso“ Norbert Hegmann und Thorsten Bausch. Sie leiten myEnso und sind im Podcast zu Gast.</p><p>Warum können Norbert, Thorsten &amp; Team das, woran alle anderen großen Lebensmittelketten scheitern? Sie sagen: Weil wir nicht aus der Branche sind – und weil wir konsequent den Menschen in den Mittelpunkt stellen. myEnso macht keine Marktforschung, um neue Kampagnen zu entwickeln. myEnsos Alltag ist im Grunde laufende Marktforschung. Eine permanente Feedbackschleife – mit „Wünsch Dir was!“-Button digital und analog im Laden. Passend dazu ist die Genossenschaftsstruktur. Wer „Tante Enso“ mag, kann nicht nur hier kaufen, sondern sich zum Teil machen und Gesellschafter werden.&nbsp;</p><p>Angst vor Nachahmung haben Thorsten und Norbert kaum. Das, was im Grunde nicht kopierbar ist, ist die Haltung, mit der das Unternehmen seine Kette aufbaut. Und selbst wenn jemand käme, um dasselbe Prinzip im Bekleidungshandel oder anderen Branchen anzuwenden, würde es ja nur größer.&nbsp;</p><p>Für die ersten 20 Märkte haben sie noch mehrere Jahre gebraucht. Weitere 40+ sind in der Pipeline und werden aktuell vorbereitet. In wenigen Jahren wollen sie 1.000 „Tante Enso“ in Deutschland stehen haben und die Marke als die vertrauenswürdigste in Deutschland etablieren. Im Grunde, so Thorsten und Norbert, sei doch ihr Ansatz der normale und naheliegende. Das zu etablieren und groß zu machen, dafür treten sie an. Das ist ihr „Next Big Thing“. Und dass sie das in die Welt bringen wollen, das haben sie bei der Gründung unterschrieben.</p><p>Zu Gast: Norbert Hegmann &amp; Thorsten Bausch, Gründer und Geschäftsführer von <a href="https://www.myenso.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">myEnso</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-153-myenso]]></link><guid isPermaLink="false">4a150ef9-9082-4773-9ff9-6b63fea084fa</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/86cc2aeb-ae1e-40f2-be88-cda021aa4ac9/H7kw6GFnv7OVp2i5Izaa7jfv.jpg"/><pubDate>Thu, 04 May 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/339c5d74-5a5b-46df-967a-92909355f903/Folge-153-Hegmann-Bausch.mp3" length="95114892" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>49:32</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>153</itunes:episode><podcast:episode>153</podcast:episode></item><item><title>#152 Raphael Fellmer – Morgens, mittags, abends Steak?</title><itunes:title>#152 Raphael Fellmer – Morgens, mittags, abends Steak?</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Die Verschwendung von Lebensmitteln ist enorm.</strong> Die Hälfte aller Lebensmittel, die wir hier produzieren und importieren, wird nicht gegessen: Nicht geerntet, verdorben oder einfach entsorgt. Wer sich das bildlich vorstellen will: Ein LKW voller bester Lebensmittel, die wir wegwerfen – in jeder Minute. Raphael Fellmer ist Gründer und CEO des Berliner Impakt Startups SIRPLUS und nimmt sich dieses Themas an. SIRPLUS übernimmt Lebensmittel, die auf klassischen Wegen nicht mehr verkauft werden. Nicht normgerecht, nicht mehr lange genug haltbar oder einfach übrig geblieben. SIRPLUS bringt diese Lebensmittel wieder in den Kreislauf und versendet sie im eigenen Online-Shop.&nbsp;</p><p><strong>Aber warum verschwenden wir so viel Essen?</strong> Ein Faktor, sagt Raphael, ist der Preis. Lebensmittel sind im Vergleich in Deutschland sehr günstig. Viel günstiger als noch vor wenigen Jahrzehnten. Günstiger als zum Beispiel in Polen. Da werfen wir doch unbesorgt weg. Und kaufen ein neues Huhn, im Ganzen tiefgefroren, für gerade einmal vier Euro. Das kann nicht die Zukunft von Ernährung sein, so Raphael. Das ist kein angemessener Preis für ein ganzes Tier. Die wirklichen Kosten bildet es auch nicht ab, Stichwort Klima. Essen muss – und darf – deutlich teurer werden. Ein steigender CO2-Preis wird uns helfen, den Umgang mit Essen zu verändern.&nbsp;</p><p>Die Krümmung von Gurken ist es jedenfalls nicht, was die Kund:innen davon abhält, die Verschwendung zu reduzieren. Raphael sagt: <em>„Wir müssen zu dem Kreislauf kommen, in dem wir das, was wir produzieren, effektiv nutzen und uns in unserer Ernährung möglichst pflanzlich einstellen.“</em></p><p><strong>Die Zukunft des Handels von Lebensmittel wird online und digital sein.</strong> Sie muss dazu möglichst regional werden; das ist sie heute, auch bei SIRPLUS, nicht genug. Richtig aufgestellt, ist der Online-Handel auch nachhaltiger als die Versorgung über klassische Supermärkte auf der grünen Wiese vor der Stadt. Spätestens auf der Heimfahrt im SUV reißen wir die Klimabilanz traditioneller Lebensmittel.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.instagram.com/raphaelsirplus/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Raphael Fellmer</a>, Gründer und CEO des Food-Startups <a href="https://sirplus.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SIRPLUS</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Verschwendung von Lebensmitteln ist enorm.</strong> Die Hälfte aller Lebensmittel, die wir hier produzieren und importieren, wird nicht gegessen: Nicht geerntet, verdorben oder einfach entsorgt. Wer sich das bildlich vorstellen will: Ein LKW voller bester Lebensmittel, die wir wegwerfen – in jeder Minute. Raphael Fellmer ist Gründer und CEO des Berliner Impakt Startups SIRPLUS und nimmt sich dieses Themas an. SIRPLUS übernimmt Lebensmittel, die auf klassischen Wegen nicht mehr verkauft werden. Nicht normgerecht, nicht mehr lange genug haltbar oder einfach übrig geblieben. SIRPLUS bringt diese Lebensmittel wieder in den Kreislauf und versendet sie im eigenen Online-Shop.&nbsp;</p><p><strong>Aber warum verschwenden wir so viel Essen?</strong> Ein Faktor, sagt Raphael, ist der Preis. Lebensmittel sind im Vergleich in Deutschland sehr günstig. Viel günstiger als noch vor wenigen Jahrzehnten. Günstiger als zum Beispiel in Polen. Da werfen wir doch unbesorgt weg. Und kaufen ein neues Huhn, im Ganzen tiefgefroren, für gerade einmal vier Euro. Das kann nicht die Zukunft von Ernährung sein, so Raphael. Das ist kein angemessener Preis für ein ganzes Tier. Die wirklichen Kosten bildet es auch nicht ab, Stichwort Klima. Essen muss – und darf – deutlich teurer werden. Ein steigender CO2-Preis wird uns helfen, den Umgang mit Essen zu verändern.&nbsp;</p><p>Die Krümmung von Gurken ist es jedenfalls nicht, was die Kund:innen davon abhält, die Verschwendung zu reduzieren. Raphael sagt: <em>„Wir müssen zu dem Kreislauf kommen, in dem wir das, was wir produzieren, effektiv nutzen und uns in unserer Ernährung möglichst pflanzlich einstellen.“</em></p><p><strong>Die Zukunft des Handels von Lebensmittel wird online und digital sein.</strong> Sie muss dazu möglichst regional werden; das ist sie heute, auch bei SIRPLUS, nicht genug. Richtig aufgestellt, ist der Online-Handel auch nachhaltiger als die Versorgung über klassische Supermärkte auf der grünen Wiese vor der Stadt. Spätestens auf der Heimfahrt im SUV reißen wir die Klimabilanz traditioneller Lebensmittel.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.instagram.com/raphaelsirplus/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Raphael Fellmer</a>, Gründer und CEO des Food-Startups <a href="https://sirplus.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SIRPLUS</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-152-raphael-fellmer]]></link><guid isPermaLink="false">d83487e8-5319-448c-ab1f-b7e8b1515b22</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/36d74d53-00b5-46b6-9f39-c01c5f06db52/-DAFyGI6j3bscRJwaq5P1sd8.jpg"/><pubDate>Thu, 27 Apr 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/e4ffc734-3453-42ac-8567-4a14a7b6bb14/152-Fellmer.mp3" length="86127097" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:51</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>152</itunes:episode><podcast:episode>152</podcast:episode></item><item><title>#151 Sawsan Chebli – Digitaler Hass verletzt und tötet</title><itunes:title>#151 Sawsan Chebli – Digitaler Hass verletzt und tötet</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Wir erleben eine humanitäre Krise und stehen mitten drin, vielfach ohne es zu realisieren.</strong> Diese humanitäre Kreise heißt: Digitaler Hass. Beleidigungen, Diffamierung, Belästigungen, Bedrohungen. Die Täter sind meist männlich. Dabei ist der Hater Täter und Spielfigur zugleich. Rechte Kräfte haben längst den Hass als Mittel identifiziert, um die Demokratie zu unterwandern und zu spalten. Und die großen Plattformen freuen sich über Emotion und Aufregung; das Geschäftsmodell läuft blendend. Sawsan Chebli ist Politikerin und Autorin. Unfreiwillig prominent durch das Maß an Hass, das sie online erlebt. Freiwillig prominent, weil sie sich offen dagegen zur Wehr setzt. Sie sagt: Viele Menschen sind noch zu weit weg von diesem Thema und können sich nicht vorstellen, was es bedeutet, jeden Tag dem Hass ausgesetzt zu sein. Sie zeigen Mitleid und gehen weiter. Das reicht nicht.</p><p><strong>Eine lautstarke Kritik von Sawsan: </strong>Viel zu oft wird Hass und Hetze im Internet als ein Nischenthema behandelt. Als wäre es ein Thema für Experten, die sich dessen in ihrer Nische annehmen müssten. Ein trügerischer Irrtum. Sawsan betont: Das geht alle in der Gesellschaft an. Hass verletzt und tötet, ob analog oder online.</p><p><strong>Wer sich zeigt, wer laut und sichtbar ist, setzt sich Hass und Hetze aus.</strong> Wer dann auch noch weiblich, migrantisch, feministisch, muslimisch ist, um so mehr. Die Konsequenz: Tatsächlich ziehen viele sich aus der Öffentlichkeit zurück Oder suchen sie gar nicht erst. Sawsan sagt: Das berührt den Kern unserer Demokratie. Wenn immer mehr Kräfte erkennen, wieviel&nbsp;Entfaltungsmöglichkeiten sie hier haben und wie stark sie die Gesellschaft destabilisieren können, dann sehe ich schwarz. Das ist die Dimension von Hass und Hetze online.</p><p><strong>Sawsan beschreibt die Lage ganz nüchtern. </strong>Ihre Inbox ist jeden Tag voll. Von zehn Mails ist eine positiv, zwei konstruktiv-kritisch - und der Rest beleidigend oder schlimmer. Wie bleibt man in einem solchen Dauerfeuer nüchtern und positiv? Sawsans drei Sätze sind: Die meinen nicht mich, sondern die Werte, für die ich stehe. Ein gutes Netzwerk gibt mir Halt. Positive Zuschriften sind so viel wertvoller.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://sawsanchebli.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sawsan Chebli,</a> Politikerin und Autorin. Buch: <a href="https://www.amazon.de/LAUT-Speech-Gewalt-stoppen-können/dp/3442317061" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LAUT – Warum Hate Speech echte Gewalt ist und wie wir sie stoppen können.</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir erleben eine humanitäre Krise und stehen mitten drin, vielfach ohne es zu realisieren.</strong> Diese humanitäre Kreise heißt: Digitaler Hass. Beleidigungen, Diffamierung, Belästigungen, Bedrohungen. Die Täter sind meist männlich. Dabei ist der Hater Täter und Spielfigur zugleich. Rechte Kräfte haben längst den Hass als Mittel identifiziert, um die Demokratie zu unterwandern und zu spalten. Und die großen Plattformen freuen sich über Emotion und Aufregung; das Geschäftsmodell läuft blendend. Sawsan Chebli ist Politikerin und Autorin. Unfreiwillig prominent durch das Maß an Hass, das sie online erlebt. Freiwillig prominent, weil sie sich offen dagegen zur Wehr setzt. Sie sagt: Viele Menschen sind noch zu weit weg von diesem Thema und können sich nicht vorstellen, was es bedeutet, jeden Tag dem Hass ausgesetzt zu sein. Sie zeigen Mitleid und gehen weiter. Das reicht nicht.</p><p><strong>Eine lautstarke Kritik von Sawsan: </strong>Viel zu oft wird Hass und Hetze im Internet als ein Nischenthema behandelt. Als wäre es ein Thema für Experten, die sich dessen in ihrer Nische annehmen müssten. Ein trügerischer Irrtum. Sawsan betont: Das geht alle in der Gesellschaft an. Hass verletzt und tötet, ob analog oder online.</p><p><strong>Wer sich zeigt, wer laut und sichtbar ist, setzt sich Hass und Hetze aus.</strong> Wer dann auch noch weiblich, migrantisch, feministisch, muslimisch ist, um so mehr. Die Konsequenz: Tatsächlich ziehen viele sich aus der Öffentlichkeit zurück Oder suchen sie gar nicht erst. Sawsan sagt: Das berührt den Kern unserer Demokratie. Wenn immer mehr Kräfte erkennen, wieviel&nbsp;Entfaltungsmöglichkeiten sie hier haben und wie stark sie die Gesellschaft destabilisieren können, dann sehe ich schwarz. Das ist die Dimension von Hass und Hetze online.</p><p><strong>Sawsan beschreibt die Lage ganz nüchtern. </strong>Ihre Inbox ist jeden Tag voll. Von zehn Mails ist eine positiv, zwei konstruktiv-kritisch - und der Rest beleidigend oder schlimmer. Wie bleibt man in einem solchen Dauerfeuer nüchtern und positiv? Sawsans drei Sätze sind: Die meinen nicht mich, sondern die Werte, für die ich stehe. Ein gutes Netzwerk gibt mir Halt. Positive Zuschriften sind so viel wertvoller.</p><p><strong>Zu Gast: </strong><a href="https://sawsanchebli.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sawsan Chebli,</a> Politikerin und Autorin. Buch: <a href="https://www.amazon.de/LAUT-Speech-Gewalt-stoppen-können/dp/3442317061" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LAUT – Warum Hate Speech echte Gewalt ist und wie wir sie stoppen können.</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-151-sawsan-chebli]]></link><guid isPermaLink="false">667bba3e-8f05-42b2-b857-9704e8586a61</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/6995e024-5636-484c-9098-3ed925e62734/1S_ynGKJIw5-IvIcjnefaSUb.jpg"/><pubDate>Thu, 20 Apr 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/11bfa8e0-0a53-4cd3-bcf8-b943e1fb3952/Folge-151-Chebli.mp3" length="85081363" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:19</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>151</itunes:episode><podcast:episode>151</podcast:episode></item><item><title>#150 Heike Specht – Zu erschöpft für die Wut</title><itunes:title>#150 Heike Specht – Zu erschöpft für die Wut</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Wie wird das Urteil späterer Historiker:innen über die 20er Jahre ausfallen?</strong> Ein Jahrzehnt des Aufbruchs oder eines der Resignation? Ein Jahrzehnt, in dem die Menschen in Mitteleuropa endlich ihre Komfortzone verlassen haben? Oder doch die Zeit des großes Roll-Backs vieler Errungenschaften, an dessen Ende die alten weißen Männer die Gestaltungsmacht wieder vollständig in der Hand haben? Heike Specht ist Historikerin und Autorin. Ihr Bild ist ernst, aber fast trotzig positiv.&nbsp;</p><p><strong>Die Fakten sind soweit bekannt:</strong> Wir stapeln Krise auf Krise. Jüngere Generationen haben längst gemerkt, dass wir uns erheblich bewegen müssen. Viele Ältere reagieren mit Angst, die sie ohnehin haben – oder die von denen leicht zu schüren ist, die in der alten Welt am meisten profitieren. Im Ergebnis reißt das Internet ab, wenn Heike aus ihrer Wahlheimat Schweiz mit dem Zug nach Deutschland fährt. Ganztagsschulen? Tempolimit? Digitale Verwaltung? Schon der Blick aus dem Nachbarland wirft rätselnde Fragen auf: Was ist hier alles nicht passiert? Und warum?</p><p><strong>Warum ist der Aufschrei nicht lauter?</strong> Warum stampfen Frauen nicht mit beiden Füßen auf, wenn ihre Teilhabe an der Gesellschaft immer weiter in Frage gestellt wird? Was kommt dabei heraus, wenn wir wirklich aufarbeiten, was unsere Gesellschaft in der Pandemie Kindern und Jugendlichen zugemutet hat – und warum wir glaubten, damit durchzukommen? Wir sehen, wie es gerade Frauen sind, die sich um Kinder im Homeschooling und den Haushalt kümmern – im Unterschied zu den 70ern nebenbei allerdings noch Vollzeit in Zoom-Konferenzen arbeiten. Der Mann geht derweil wieder ins Office und schachert beim Bier nach Feierabend um den nächsten Karriereschritt. Warum kein Protest? Warum keine Wut? Heike diagnostiziert: Wandel ist anstrengend. Organisation ist anstrengend. Widerstand ist anstrengend. Und Erschöpfung rules.</p><p><strong>Jede:r Therapeut:in würde unserer Gesellschaft wohl zugestehen:</strong> Wer Wandel erlebt, braucht Zeit, um die Narben zu integrieren. Aber reicht das als Grund? Reicht das, auf die eigenen Kinder zu schauen und sich sicher zu sein, dass wir ihnen eine lebenswerte Welt übergeben? Oder vielleicht doch nicht zu oft darüber nachdenken?&nbsp;</p><p>Der Druck ist jedenfalls auch an dem ganz handfesten Streit darum zu erkennen, wer denn eigentlich mitsprechen darf, wenn es um unsere Zukunft geht. In den USA, ebenso aber auch viel näher in Polen, werden Frauenrechte ebenso widerrufen wie die Rechte von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und zahlreicher weiterer Gruppen. Als wäre das Recht auf Teilhabe immer nur auf Zeit verliehen. Natürlich von denen, die immer Teilhabe für sich in Anspruch nehmen können.&nbsp;</p><p>Was also hilft? Trotz allem: Reden. Dialog. Also ran.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://heikespecht.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Heike Specht,</a> Historikerin, Autorin, Buch: <a href="https://www.amazon.de/Die-Ersten-ihrer-Art-Wirtschaft/dp/3492070426" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Die Ersten ihrer Art</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie wird das Urteil späterer Historiker:innen über die 20er Jahre ausfallen?</strong> Ein Jahrzehnt des Aufbruchs oder eines der Resignation? Ein Jahrzehnt, in dem die Menschen in Mitteleuropa endlich ihre Komfortzone verlassen haben? Oder doch die Zeit des großes Roll-Backs vieler Errungenschaften, an dessen Ende die alten weißen Männer die Gestaltungsmacht wieder vollständig in der Hand haben? Heike Specht ist Historikerin und Autorin. Ihr Bild ist ernst, aber fast trotzig positiv.&nbsp;</p><p><strong>Die Fakten sind soweit bekannt:</strong> Wir stapeln Krise auf Krise. Jüngere Generationen haben längst gemerkt, dass wir uns erheblich bewegen müssen. Viele Ältere reagieren mit Angst, die sie ohnehin haben – oder die von denen leicht zu schüren ist, die in der alten Welt am meisten profitieren. Im Ergebnis reißt das Internet ab, wenn Heike aus ihrer Wahlheimat Schweiz mit dem Zug nach Deutschland fährt. Ganztagsschulen? Tempolimit? Digitale Verwaltung? Schon der Blick aus dem Nachbarland wirft rätselnde Fragen auf: Was ist hier alles nicht passiert? Und warum?</p><p><strong>Warum ist der Aufschrei nicht lauter?</strong> Warum stampfen Frauen nicht mit beiden Füßen auf, wenn ihre Teilhabe an der Gesellschaft immer weiter in Frage gestellt wird? Was kommt dabei heraus, wenn wir wirklich aufarbeiten, was unsere Gesellschaft in der Pandemie Kindern und Jugendlichen zugemutet hat – und warum wir glaubten, damit durchzukommen? Wir sehen, wie es gerade Frauen sind, die sich um Kinder im Homeschooling und den Haushalt kümmern – im Unterschied zu den 70ern nebenbei allerdings noch Vollzeit in Zoom-Konferenzen arbeiten. Der Mann geht derweil wieder ins Office und schachert beim Bier nach Feierabend um den nächsten Karriereschritt. Warum kein Protest? Warum keine Wut? Heike diagnostiziert: Wandel ist anstrengend. Organisation ist anstrengend. Widerstand ist anstrengend. Und Erschöpfung rules.</p><p><strong>Jede:r Therapeut:in würde unserer Gesellschaft wohl zugestehen:</strong> Wer Wandel erlebt, braucht Zeit, um die Narben zu integrieren. Aber reicht das als Grund? Reicht das, auf die eigenen Kinder zu schauen und sich sicher zu sein, dass wir ihnen eine lebenswerte Welt übergeben? Oder vielleicht doch nicht zu oft darüber nachdenken?&nbsp;</p><p>Der Druck ist jedenfalls auch an dem ganz handfesten Streit darum zu erkennen, wer denn eigentlich mitsprechen darf, wenn es um unsere Zukunft geht. In den USA, ebenso aber auch viel näher in Polen, werden Frauenrechte ebenso widerrufen wie die Rechte von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und zahlreicher weiterer Gruppen. Als wäre das Recht auf Teilhabe immer nur auf Zeit verliehen. Natürlich von denen, die immer Teilhabe für sich in Anspruch nehmen können.&nbsp;</p><p>Was also hilft? Trotz allem: Reden. Dialog. Also ran.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://heikespecht.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Heike Specht,</a> Historikerin, Autorin, Buch: <a href="https://www.amazon.de/Die-Ersten-ihrer-Art-Wirtschaft/dp/3492070426" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Die Ersten ihrer Art</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-150-heike-specht]]></link><guid isPermaLink="false">c0a10c92-9a01-4b1e-873b-86488a540c8e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/6ce606c1-42a2-4ff2-83c4-1f3ea9138a9d/lXFHWeH7OwJRmDuhqnB0QH31.jpg"/><pubDate>Thu, 13 Apr 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/516144d4-bf0f-4320-925a-3670ac269d7b/Folge-150-Specht.mp3" length="85889696" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:44</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>150</itunes:episode><podcast:episode>150</podcast:episode></item><item><title>#149 Tadzio Müller – Reset: Die Klimabewegung der Zukunft</title><itunes:title>#149 Tadzio Müller – Reset: Die Klimabewegung der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Nur Rituale gemeinsamen Trauerns&nbsp;können uns handlungsfähig machen. Warum die Klimabewegung in der&nbsp;Verdrängungsgesellschaft scheitern muss.</strong></p><p>Tadzio Müller ist einer der Strategen der Klimabewegung und seit mehreren Jahrzehnten in sozialen Bewegungen aktiv, als Gründer, als Analyst, als Aktivist. Er sagt: Die Klimabewegung wird scheitern. So, wie sie heute aufgestellt ist, von FFF bis zur Letzten Generation, zielt sie auf eine rationale Diskussion. Unsere Gesellschaft ist aber nicht rational - und ihr Umgang mit der Klimakrise erst recht nicht. Der Einsatz für eine positive Zukunft angesichts der Klimakrise braucht daher andere Mittel, zuallererst Rituale gemeinsamen Trauerns.&nbsp;</p><p><strong>Tadzio Müller analysiert die bisherigen Strategien der Klimabewegung und ihre Wirkung auf Gesellschaft und Politik. Seine Argumentation ist diese:</strong>&nbsp;</p><p>• Wir leben in einer Externalisierungsgesellschaft. Prägendes Merkmal unserer Rolle in der Klimakrise ist: Wir leben nicht über unsere Verhältnisse, sondern über die Verhältnisse anderer. Die Struktur unseres Handelns ist nicht <em>„Nach uns die Sintflut“, </em>vielmehr <em>„Neben uns die Sintflut“.&nbsp;</em></p><p>• Wir wissen um diesen Mechanismus. Die Fakten zur Klimakrise sind allesamt öffentlich und wir dürfen voraussetzen: Auch breit bekannt.&nbsp;</p><p>• Wir wissen, dass wir von vielen liebgewordenen Elementen unseres Lebens werden Abschied nehmen müssen. Es fällt uns allerdings offensichtlich schwer, an unserem Verhalten etwas zu ändern. Die Gründe dafür sind vielfältig, reichen von Privilegien über Werte zu geübten Verhaltensweisen. Die Folge ist ein psychologischer Effekt, den wir immer wieder beobachten können: Werden wir von außen auf unser unangemessenes Verhalten hingewiesen, reagieren wir mit Schuld und Scham. Der psychologische Überbau der Externalisierungsgesellschaft ist die Verdrängungsgesellschaft.&nbsp;</p><p>• Dies erklärt, warum alle Appelle an eine Veränderung von Verhalten scheitern und warum stets neue Informationen zur Dramatik der Klimaveränderungen nicht zu verändertem Verhalten führen. Es erklärt auch, warum das gemeinsame Element nahezu aller Sparten der Klimabewegung ins Leere läuft. Sie alle zielen darauf, die Kosten zu erhöhen: die politischen, wirtschaftlichen, persönlichen Kosten. Die Antwort ist nicht die rationale Verhaltensänderung, um die Kosten wieder zu senken, sondern: Verdrängung.&nbsp;</p><p>• Ein verdrängendes Subjekt hat keinen Punkt, an dem es durch erhöhte Kosten zu einer Verhaltensveränderung gebracht werden kann. Darum muss die bisherige Klimabewegung scheitern.&nbsp;</p><p>• Eine erfolgreichere Klimabewegung setzt bei den Gefühlen von Schuld und Scham an. Anstatt Verhalten (Schuld) oder Identitäten (Scham) abzuwerten und handelnde Subjekte in Frage zu stellen, muss sie Raum für Abschied bieten und zugleich Raum für die Anerkenntnis bieten, dass wir gute Menschen sind. Da 83 Mio. Menschen in Deutschland nicht gleichzeitig in Therapie gehen können, liegt der Ansatzpunkt bei den großen und vertrauenswürdigen Institutionen. Ihre Rolle muss es sein, Rituale des Trauern zu entwickeln und den Abschied von fossilen Lebensweisen zu orchestrieren. Rituale, die es der Gesellschaft zu ermöglichen, mit sich selbst in einen Dialog darüber zu treten, wie wir künftig leben wollen. Was wir brauchen, ist ein kollektiver Trauerprozess, denn wir werden weniger haben und müssen uns von der historische Ausnahmevorstellung lösen, dass wir immer mehr haben können.&nbsp;</p><p>• Der künftige Klimadiskurs wird davon handeln: Bin ich ein guter Mensch oder nicht?</p><p>• Auf diese Weise werden auch Mehrheiten entstehen, die es der Politik ermöglichen, Regelungen und Gesetze zu entwickeln, die zu einem wirksamen Klimaschutz führen und die der Dimension der Klimakrise strukturell angemessen sind. Hierin liegt die Rolle sozialer Bewegungen: Den Raum des Möglichen zu erweitern und zu verschieben.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://twitter.com/RealTadzioM" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Tadzio Müller,</a> <a href="https://steadyhq.com/de/friedlichesabotage/about" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Aktivist für Klimagerechtigkeit,</a> Politikwissenschaftler</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nur Rituale gemeinsamen Trauerns&nbsp;können uns handlungsfähig machen. Warum die Klimabewegung in der&nbsp;Verdrängungsgesellschaft scheitern muss.</strong></p><p>Tadzio Müller ist einer der Strategen der Klimabewegung und seit mehreren Jahrzehnten in sozialen Bewegungen aktiv, als Gründer, als Analyst, als Aktivist. Er sagt: Die Klimabewegung wird scheitern. So, wie sie heute aufgestellt ist, von FFF bis zur Letzten Generation, zielt sie auf eine rationale Diskussion. Unsere Gesellschaft ist aber nicht rational - und ihr Umgang mit der Klimakrise erst recht nicht. Der Einsatz für eine positive Zukunft angesichts der Klimakrise braucht daher andere Mittel, zuallererst Rituale gemeinsamen Trauerns.&nbsp;</p><p><strong>Tadzio Müller analysiert die bisherigen Strategien der Klimabewegung und ihre Wirkung auf Gesellschaft und Politik. Seine Argumentation ist diese:</strong>&nbsp;</p><p>• Wir leben in einer Externalisierungsgesellschaft. Prägendes Merkmal unserer Rolle in der Klimakrise ist: Wir leben nicht über unsere Verhältnisse, sondern über die Verhältnisse anderer. Die Struktur unseres Handelns ist nicht <em>„Nach uns die Sintflut“, </em>vielmehr <em>„Neben uns die Sintflut“.&nbsp;</em></p><p>• Wir wissen um diesen Mechanismus. Die Fakten zur Klimakrise sind allesamt öffentlich und wir dürfen voraussetzen: Auch breit bekannt.&nbsp;</p><p>• Wir wissen, dass wir von vielen liebgewordenen Elementen unseres Lebens werden Abschied nehmen müssen. Es fällt uns allerdings offensichtlich schwer, an unserem Verhalten etwas zu ändern. Die Gründe dafür sind vielfältig, reichen von Privilegien über Werte zu geübten Verhaltensweisen. Die Folge ist ein psychologischer Effekt, den wir immer wieder beobachten können: Werden wir von außen auf unser unangemessenes Verhalten hingewiesen, reagieren wir mit Schuld und Scham. Der psychologische Überbau der Externalisierungsgesellschaft ist die Verdrängungsgesellschaft.&nbsp;</p><p>• Dies erklärt, warum alle Appelle an eine Veränderung von Verhalten scheitern und warum stets neue Informationen zur Dramatik der Klimaveränderungen nicht zu verändertem Verhalten führen. Es erklärt auch, warum das gemeinsame Element nahezu aller Sparten der Klimabewegung ins Leere läuft. Sie alle zielen darauf, die Kosten zu erhöhen: die politischen, wirtschaftlichen, persönlichen Kosten. Die Antwort ist nicht die rationale Verhaltensänderung, um die Kosten wieder zu senken, sondern: Verdrängung.&nbsp;</p><p>• Ein verdrängendes Subjekt hat keinen Punkt, an dem es durch erhöhte Kosten zu einer Verhaltensveränderung gebracht werden kann. Darum muss die bisherige Klimabewegung scheitern.&nbsp;</p><p>• Eine erfolgreichere Klimabewegung setzt bei den Gefühlen von Schuld und Scham an. Anstatt Verhalten (Schuld) oder Identitäten (Scham) abzuwerten und handelnde Subjekte in Frage zu stellen, muss sie Raum für Abschied bieten und zugleich Raum für die Anerkenntnis bieten, dass wir gute Menschen sind. Da 83 Mio. Menschen in Deutschland nicht gleichzeitig in Therapie gehen können, liegt der Ansatzpunkt bei den großen und vertrauenswürdigen Institutionen. Ihre Rolle muss es sein, Rituale des Trauern zu entwickeln und den Abschied von fossilen Lebensweisen zu orchestrieren. Rituale, die es der Gesellschaft zu ermöglichen, mit sich selbst in einen Dialog darüber zu treten, wie wir künftig leben wollen. Was wir brauchen, ist ein kollektiver Trauerprozess, denn wir werden weniger haben und müssen uns von der historische Ausnahmevorstellung lösen, dass wir immer mehr haben können.&nbsp;</p><p>• Der künftige Klimadiskurs wird davon handeln: Bin ich ein guter Mensch oder nicht?</p><p>• Auf diese Weise werden auch Mehrheiten entstehen, die es der Politik ermöglichen, Regelungen und Gesetze zu entwickeln, die zu einem wirksamen Klimaschutz führen und die der Dimension der Klimakrise strukturell angemessen sind. Hierin liegt die Rolle sozialer Bewegungen: Den Raum des Möglichen zu erweitern und zu verschieben.</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://twitter.com/RealTadzioM" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Tadzio Müller,</a> <a href="https://steadyhq.com/de/friedlichesabotage/about" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Aktivist für Klimagerechtigkeit,</a> Politikwissenschaftler</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-149-tadzio-mueller]]></link><guid isPermaLink="false">b8e6e4ba-bf32-4dd3-adf2-affe607f6780</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/cbd664d9-934d-479c-bccb-60e4601e161c/4ZD_neEeRvtMi2DeFeJ0VllY.jpg"/><pubDate>Thu, 06 Apr 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/6eda4c84-1a83-4bcd-a651-4ec9da4effa6/Folge-149-M-ller.mp3" length="96779205" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>50:24</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>149</itunes:episode><podcast:episode>149</podcast:episode></item><item><title>#148 Timm Duffner - Radikal soziales Müsli</title><itunes:title>#148 Timm Duffner - Radikal soziales Müsli</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Wer gibt Menschen mit Suchtgeschichte, Ex-Knackis, Alleinerziehenden und Menschen mit Migrationshintergrund schon eine Chance auf Arbeit?</strong> Die hässliche Wahrheit ist: Wer mehr als ein solches „Vermittlungshemmnis“ hat, bleibt in aller Regel überall draußen. Überall? Nein! In Lüneburg steht eine Müslirösterei, die extra gegründet ist, um Menschen eine Chance zu geben. Timm Duffner ist einer der Gründer von HEYHO. Er sagt: Wir stellen keine Menschen ein, um Hafer zu rösten, wir rösten Hafer, um Menschen einzustellen.&nbsp;&nbsp;</p><p>Timm hat eine Karriere im Lebensmittelmarkt hinter sich, war Deutschlandchef von Ben &amp; Jerry’s. Hier liegt eine Wurzel von HEYHO. Über das Eis kannte er die <a href="https://www.benjerry.de/unsere-mission/das-ist-unsere-arbeit/brownies" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Greyston Bäckerei</a>, die Ben &amp; Jerry’s mit Brownies beliefert. Die Bäckerei ist berühmt für ihre Open Hiring-Policy: Jede Person, die einen Job will, bekommt eine Chance zu arbeiten. Es gibt weder Hintergrunds- noch Vorabprüfungen. Wenn eine Stelle frei wird, bekommt sie die nächste Person auf der Warteliste, ohne dass Fragen gestellt werden. Die drei Gründer von HEYHO hatten – unabhängig voneinander – genau diese Geschichte im Kopf. Einmal diese Gemeinsamkeit realisiert, haben sie drei Tage später ihr Unternehmen gegründet. Mit dabei die Selbstverpflichtung: Mindestens ein Drittel der Belegschaft hat „multiple Vermittlungshemmnisse“. Inzwischen ist die Quote längst höher.&nbsp;&nbsp;</p><p><strong>HEYHO ist ambitioniert.</strong> Nicht nur sollen sie die Integration vollbringen, an der fast alle sozialen und öffentlichen Angebote scheitern: Menschen wieder echte Teilhabe zu ermöglichen. Timm will mit HEYHO darüber hinaus einen Arbeitsplatz schaffen, der allen guttut. Für Menschen, die über Jahre lautstarke Standpauken als einzige Form des Feedbackgesprächs kennengelernt haben. Für Menschen, die zusehen mussten, wie der frisch unterzeichnete Arbeitsvertrag vor ihren Augen zerrissen wurde. Für Menschen, denen wir als Gesellschaft über Jahre und teils Jahrzehnte nachdrücklich vermittelt haben, dass sie nicht dazu gehören. Und wenn wir schon dabei sind, für alle anderen im Unternehmen auch.&nbsp;&nbsp;</p><p><strong>Timm berichtet:</strong> Einzelne Mitarbeiter stehen täglich schon eine halbe Stunde vor Toresöffnung vor der Firma, weil sie sich auf ihre Arbeit freuen. Welches Unternehmen kann das bitte von sich behaupten? Bewerber kommen auch ohne langwierige Suche in Zeiten des Arbeitskräftemangels. Profitabel ist HEYHO ohnehin. Ist HEYHO damit ein Lernprojekt für funktionierende Teilhabe und auch Modell für eine zukunftsfähige Arbeit? Diskutieren wir es.&nbsp;&nbsp;</p><p><strong>Gutes Müsli können sie jedenfalls auch.&nbsp;&nbsp;</strong></p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/timm-duffner-57778669/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Timm Duffner</a>, Gründer der sozialen Müslirösterei <a href="https://goheyho.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">HEYHO</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer gibt Menschen mit Suchtgeschichte, Ex-Knackis, Alleinerziehenden und Menschen mit Migrationshintergrund schon eine Chance auf Arbeit?</strong> Die hässliche Wahrheit ist: Wer mehr als ein solches „Vermittlungshemmnis“ hat, bleibt in aller Regel überall draußen. Überall? Nein! In Lüneburg steht eine Müslirösterei, die extra gegründet ist, um Menschen eine Chance zu geben. Timm Duffner ist einer der Gründer von HEYHO. Er sagt: Wir stellen keine Menschen ein, um Hafer zu rösten, wir rösten Hafer, um Menschen einzustellen.&nbsp;&nbsp;</p><p>Timm hat eine Karriere im Lebensmittelmarkt hinter sich, war Deutschlandchef von Ben &amp; Jerry’s. Hier liegt eine Wurzel von HEYHO. Über das Eis kannte er die <a href="https://www.benjerry.de/unsere-mission/das-ist-unsere-arbeit/brownies" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Greyston Bäckerei</a>, die Ben &amp; Jerry’s mit Brownies beliefert. Die Bäckerei ist berühmt für ihre Open Hiring-Policy: Jede Person, die einen Job will, bekommt eine Chance zu arbeiten. Es gibt weder Hintergrunds- noch Vorabprüfungen. Wenn eine Stelle frei wird, bekommt sie die nächste Person auf der Warteliste, ohne dass Fragen gestellt werden. Die drei Gründer von HEYHO hatten – unabhängig voneinander – genau diese Geschichte im Kopf. Einmal diese Gemeinsamkeit realisiert, haben sie drei Tage später ihr Unternehmen gegründet. Mit dabei die Selbstverpflichtung: Mindestens ein Drittel der Belegschaft hat „multiple Vermittlungshemmnisse“. Inzwischen ist die Quote längst höher.&nbsp;&nbsp;</p><p><strong>HEYHO ist ambitioniert.</strong> Nicht nur sollen sie die Integration vollbringen, an der fast alle sozialen und öffentlichen Angebote scheitern: Menschen wieder echte Teilhabe zu ermöglichen. Timm will mit HEYHO darüber hinaus einen Arbeitsplatz schaffen, der allen guttut. Für Menschen, die über Jahre lautstarke Standpauken als einzige Form des Feedbackgesprächs kennengelernt haben. Für Menschen, die zusehen mussten, wie der frisch unterzeichnete Arbeitsvertrag vor ihren Augen zerrissen wurde. Für Menschen, denen wir als Gesellschaft über Jahre und teils Jahrzehnte nachdrücklich vermittelt haben, dass sie nicht dazu gehören. Und wenn wir schon dabei sind, für alle anderen im Unternehmen auch.&nbsp;&nbsp;</p><p><strong>Timm berichtet:</strong> Einzelne Mitarbeiter stehen täglich schon eine halbe Stunde vor Toresöffnung vor der Firma, weil sie sich auf ihre Arbeit freuen. Welches Unternehmen kann das bitte von sich behaupten? Bewerber kommen auch ohne langwierige Suche in Zeiten des Arbeitskräftemangels. Profitabel ist HEYHO ohnehin. Ist HEYHO damit ein Lernprojekt für funktionierende Teilhabe und auch Modell für eine zukunftsfähige Arbeit? Diskutieren wir es.&nbsp;&nbsp;</p><p><strong>Gutes Müsli können sie jedenfalls auch.&nbsp;&nbsp;</strong></p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/timm-duffner-57778669/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Timm Duffner</a>, Gründer der sozialen Müslirösterei <a href="https://goheyho.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">HEYHO</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-148-timm-duffner]]></link><guid isPermaLink="false">16627a76-3ab7-4542-936d-17f05dc51a95</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/bc0b9028-80ca-4494-977e-8cd128308a1d/mAwXJH3dO7Eb4_5O430lOTBV.jpg"/><pubDate>Thu, 30 Mar 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/db3d04a3-79df-4b04-84a0-8818e7c50b90/Folge-148-Duffner.mp3" length="88219401" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>45:57</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>148</itunes:episode><podcast:episode>148</podcast:episode></item><item><title>#147 Niklas Schörnig: Frieden ist kompliziert</title><itunes:title>#147 Niklas Schörnig: Frieden ist kompliziert</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Schon wieder über Krieg und Waffen reden? Muss ja. </strong>Vielleicht diesmal auch nach Frieden fragen? Guter Plan, wird gemacht. Niklas Schörnig ist zu Gast, Friedensforscher beim Peace Research Institute Frankfurt. Er leitet dort die Forschungsgruppe zu neuen Technologien, Ordnung und Stabilität. Aber Achtung: Frieden ist kompliziert. Wir haben letztlich keine Frage gefunden, die sich mit einem einfachen „Ja“ oder „Nein“ beantworten ließe. Als ob wir das nicht geahnt hätten.</p><p>Inzwischen dürften die Teletubbies die einzigen C-Promis sein, die noch kein Manifest für den Frieden unterschrieben haben und dafür mit Sendezeit in einer der großen Talkshows belohnt wurden. Versuchen wir also, nicht in Schlagzeilen zu vereinfachen, sondern Komplexität im Detail zu verstehen.</p><p><strong>Was sind gute Waffen?</strong> Der Friedensforscher antwortet: Eine Waffe, die freiwillig außer Betrieb genommen wird. Der Militärexperte hingegen: Eine Waffe, die funktioniert. Der Laie hatte diesen Aspekt - „Oh Wunder, sie funktioniert!“ - irgendwie vorausgesetzt und wundert sich.</p><p>Der Trend zu autonomen Waffen, die selbst Entscheidungen treffen können, ist massiv. Er reicht von klassischen Waffensystemen an Land über Schiffe und Unterwasserfahrzeuge, um nur die offensichtlichsten zu nennen. Offen ist die Frage, wie diese Systeme ihre Entscheidungskompetenz nutzen dürfen. Wo die Bundeswehr der Maxime folgt, dass stets ein Mensch die letzte Entscheidung treffen muss, überlässt die US Navy den Abwehrraketen ihrer Schiffe die Entscheidung, ein anfliegendes Objekt abzuschießen.</p><p>Wer nur auf neue Waffensysteme schaut, übersieht möglicherweise, dass Autonomie auch neue Einsatzformen bisheriger Waffen ermöglicht. Kampfflugzeuge zum Beispiel vertragen sehr viel extremere Manöver als ihre Piloten, so Niklas. Schon heutige Kampfflugzeuge sind in der Lage, Raketen schlicht abzuschütteln. Allerdings würde kein menschlicher Pilot die dafür nötigen Bewegungen überleben.</p><p><strong>Auch KI muss sich an das Völkerrecht halten.</strong> Ein Soldat darf einen anderen Soldaten angreifen, nicht den Zivilisten daneben. Gilt auch für die KI. Die Schwierigkeit: Wie beurteilen wir eine KI, die das nicht perfekt löst, aber zuverlässig besser als der menschliche Soldat daneben? Es ist kompliziert.</p><p>Die eigentliche Dynamik, betont Niklas, entfalten intelligente Systeme jenseits klassischer Waffensteuerung. Indem größte Mengen von Daten und Informationen in Echtzeit und an Ort und Stelle ausgewertet werden können, führt ein Einsatz erheblich schneller zum nächsten. Wo früher lange Analysephasen nötig waren, sehen wir eine extreme Beschleunigung des Kriegs.</p><p><strong>Ist Frieden angesichts dieser Dynamik möglich?</strong> Niklas bricht eine Lanze für eine pragmatische Haltung: Lieber ein paar Schritte gehen und die Entwicklung in die friedliche Richtung treiben, als die konsequente, umfassende Gesamtlösung einfordern und an dieser Absolutheit scheitern.</p><p><strong>Zu Gast:</strong><a href="https://twitter.com/niklasschoernig?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Niklas Schörnig,</a> Friedensforscher, <a href="https://www.hsfk.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Peace Research Institute Frankfurt.</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schon wieder über Krieg und Waffen reden? Muss ja. </strong>Vielleicht diesmal auch nach Frieden fragen? Guter Plan, wird gemacht. Niklas Schörnig ist zu Gast, Friedensforscher beim Peace Research Institute Frankfurt. Er leitet dort die Forschungsgruppe zu neuen Technologien, Ordnung und Stabilität. Aber Achtung: Frieden ist kompliziert. Wir haben letztlich keine Frage gefunden, die sich mit einem einfachen „Ja“ oder „Nein“ beantworten ließe. Als ob wir das nicht geahnt hätten.</p><p>Inzwischen dürften die Teletubbies die einzigen C-Promis sein, die noch kein Manifest für den Frieden unterschrieben haben und dafür mit Sendezeit in einer der großen Talkshows belohnt wurden. Versuchen wir also, nicht in Schlagzeilen zu vereinfachen, sondern Komplexität im Detail zu verstehen.</p><p><strong>Was sind gute Waffen?</strong> Der Friedensforscher antwortet: Eine Waffe, die freiwillig außer Betrieb genommen wird. Der Militärexperte hingegen: Eine Waffe, die funktioniert. Der Laie hatte diesen Aspekt - „Oh Wunder, sie funktioniert!“ - irgendwie vorausgesetzt und wundert sich.</p><p>Der Trend zu autonomen Waffen, die selbst Entscheidungen treffen können, ist massiv. Er reicht von klassischen Waffensystemen an Land über Schiffe und Unterwasserfahrzeuge, um nur die offensichtlichsten zu nennen. Offen ist die Frage, wie diese Systeme ihre Entscheidungskompetenz nutzen dürfen. Wo die Bundeswehr der Maxime folgt, dass stets ein Mensch die letzte Entscheidung treffen muss, überlässt die US Navy den Abwehrraketen ihrer Schiffe die Entscheidung, ein anfliegendes Objekt abzuschießen.</p><p>Wer nur auf neue Waffensysteme schaut, übersieht möglicherweise, dass Autonomie auch neue Einsatzformen bisheriger Waffen ermöglicht. Kampfflugzeuge zum Beispiel vertragen sehr viel extremere Manöver als ihre Piloten, so Niklas. Schon heutige Kampfflugzeuge sind in der Lage, Raketen schlicht abzuschütteln. Allerdings würde kein menschlicher Pilot die dafür nötigen Bewegungen überleben.</p><p><strong>Auch KI muss sich an das Völkerrecht halten.</strong> Ein Soldat darf einen anderen Soldaten angreifen, nicht den Zivilisten daneben. Gilt auch für die KI. Die Schwierigkeit: Wie beurteilen wir eine KI, die das nicht perfekt löst, aber zuverlässig besser als der menschliche Soldat daneben? Es ist kompliziert.</p><p>Die eigentliche Dynamik, betont Niklas, entfalten intelligente Systeme jenseits klassischer Waffensteuerung. Indem größte Mengen von Daten und Informationen in Echtzeit und an Ort und Stelle ausgewertet werden können, führt ein Einsatz erheblich schneller zum nächsten. Wo früher lange Analysephasen nötig waren, sehen wir eine extreme Beschleunigung des Kriegs.</p><p><strong>Ist Frieden angesichts dieser Dynamik möglich?</strong> Niklas bricht eine Lanze für eine pragmatische Haltung: Lieber ein paar Schritte gehen und die Entwicklung in die friedliche Richtung treiben, als die konsequente, umfassende Gesamtlösung einfordern und an dieser Absolutheit scheitern.</p><p><strong>Zu Gast:</strong><a href="https://twitter.com/niklasschoernig?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Niklas Schörnig,</a> Friedensforscher, <a href="https://www.hsfk.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Peace Research Institute Frankfurt.</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-147-niklas-schoernig]]></link><guid isPermaLink="false">664505eb-d851-4bc8-a503-48bc5f77b4ca</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/18cc51ed-c234-48bd-a5a9-d74e00faca57/COyBmcdJDFsItJhzgN9fFAVA.jpg"/><pubDate>Thu, 23 Mar 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/c33d310d-76b3-4ee8-8902-25321dac653b/Folge-147-Sch-rnig.mp3" length="108274755" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>56:23</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>147</itunes:episode><podcast:episode>147</podcast:episode></item><item><title>#146 Louisa Schneider – Am Kipppunkt: Brennende Vögel und Markus Lanz</title><itunes:title>#146 Louisa Schneider – Am Kipppunkt: Brennende Vögel und Markus Lanz</itunes:title><description><![CDATA[<p>Eine Folge voller Bilder. Bilder der Klimakrise, genauer: Bilder von Kipppunkten. Sie markieren die Points of no Return der globalen Entwicklung. Einmal gefallen, sind sie nicht mehr umkehrbar. Wie ein Wasserglas an der Tischkante. Louisa Schneider ist Journalistin und bereist gemeinsam mit Greenpeace fünf der globalen Kipppunkte, um das Abstrakte endlich anschaulich zu machen.&nbsp;&nbsp;</p><p>Louisas stärkster Eindruck stammt aus dem brasilianischen Regenwald. Derzeit brennen wir pro Stunde die Fläche von 800 Fußballfeldern Wald ab. Im Rauch stehend realisiert sie: Da fliegen keine großen Funken, da fliehen Vögel, brennende Vögel. In gewisser Weise erlauben die Kipppunkte einen Blick in die Zukunft. Was hier schon sichtbar ist, wird auf dem Rest des Planeten folgen.&nbsp;&nbsp;</p><p>Auf die Reise nach Südamerika werden Reisen nach Alaska, Grönland, Australien und in den Senegal folgen. Das Auftauen der Permafrostböden, die Gletscherschmelze, das Korallensterben und das Ausbleiben des Monsunregens sind die entsprechenden Kipppunkte. Die Mechanik ist immer gleich: Mit der zunehmenden Erderhitzung erreichen wir einen Kipppunkt nach dem nächsten und jeder Kipppunkt, der fällt, beschleunigt die Erderhitzung weiter. So wirkt jeder der Kipppunkte global. Einer der Treiber für Louisa, die drastische Wirkung der Kipppunkte zu verdeutlichen. Abstrakte Gefahren verdrängen sich eben leichter als konkrete.&nbsp;&nbsp;</p><p>Die globale Dimension ist auch in der üblichen medialen Kommunikation eher unterbelichtet. Michael und Louisa diskutieren einen Ausschnitt aus dem Talk von Markus Lanz, in dem er eine Klimaaktivistin zum Optimismus auffordert. Schließlich habe sich die Menschheit immer wieder an veränderte Bedingungen anpassen können. Stimmt für die Vergangenheit, ist aber keine Antwort auf die Herausforderungen der Klimakrise. Also: Weitermachen, immer wieder die Auswirkungen der Klimakrise aufzeigen, so konkret wie möglich. Da sind sie wieder: Die Bilder.&nbsp;&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.instagram.com/louisaschneider.de/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Louisa Schneider, </a>Journalistin und Klimakommunikatorin&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Eine Folge voller Bilder. Bilder der Klimakrise, genauer: Bilder von Kipppunkten. Sie markieren die Points of no Return der globalen Entwicklung. Einmal gefallen, sind sie nicht mehr umkehrbar. Wie ein Wasserglas an der Tischkante. Louisa Schneider ist Journalistin und bereist gemeinsam mit Greenpeace fünf der globalen Kipppunkte, um das Abstrakte endlich anschaulich zu machen.&nbsp;&nbsp;</p><p>Louisas stärkster Eindruck stammt aus dem brasilianischen Regenwald. Derzeit brennen wir pro Stunde die Fläche von 800 Fußballfeldern Wald ab. Im Rauch stehend realisiert sie: Da fliegen keine großen Funken, da fliehen Vögel, brennende Vögel. In gewisser Weise erlauben die Kipppunkte einen Blick in die Zukunft. Was hier schon sichtbar ist, wird auf dem Rest des Planeten folgen.&nbsp;&nbsp;</p><p>Auf die Reise nach Südamerika werden Reisen nach Alaska, Grönland, Australien und in den Senegal folgen. Das Auftauen der Permafrostböden, die Gletscherschmelze, das Korallensterben und das Ausbleiben des Monsunregens sind die entsprechenden Kipppunkte. Die Mechanik ist immer gleich: Mit der zunehmenden Erderhitzung erreichen wir einen Kipppunkt nach dem nächsten und jeder Kipppunkt, der fällt, beschleunigt die Erderhitzung weiter. So wirkt jeder der Kipppunkte global. Einer der Treiber für Louisa, die drastische Wirkung der Kipppunkte zu verdeutlichen. Abstrakte Gefahren verdrängen sich eben leichter als konkrete.&nbsp;&nbsp;</p><p>Die globale Dimension ist auch in der üblichen medialen Kommunikation eher unterbelichtet. Michael und Louisa diskutieren einen Ausschnitt aus dem Talk von Markus Lanz, in dem er eine Klimaaktivistin zum Optimismus auffordert. Schließlich habe sich die Menschheit immer wieder an veränderte Bedingungen anpassen können. Stimmt für die Vergangenheit, ist aber keine Antwort auf die Herausforderungen der Klimakrise. Also: Weitermachen, immer wieder die Auswirkungen der Klimakrise aufzeigen, so konkret wie möglich. Da sind sie wieder: Die Bilder.&nbsp;&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.instagram.com/louisaschneider.de/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Louisa Schneider, </a>Journalistin und Klimakommunikatorin&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-146-louisa-schneider]]></link><guid isPermaLink="false">763d6a1d-f30e-4613-8185-103ed73e45b0</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1c0ce57a-f2b7-4cad-9dc9-e660e1f69ffa/KAphT-T7sp-OyU-G6x8XgvXz.jpg"/><pubDate>Thu, 16 Mar 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f4770a5d-9e76-443c-beb6-61276cb1ea65/Folge-146-Schneider.mp3" length="81799547" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:36</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>146</itunes:episode><podcast:episode>146</podcast:episode></item><item><title>#145 Vanessa Cann – Traumjob KI-Dirigent</title><itunes:title>#145 Vanessa Cann – Traumjob KI-Dirigent</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Jetzt mal Butter bei die Fische. Wie oft am Tag denkst du „Diese Aufgabe könnte nun wirklich langsam mal eine KI übernehmen“?</strong> Seit Jahren wird angekündigt, die Roboter würden uns die Arbeit wegnehmen. Wo sind sie, wenn man sie mal braucht? Vanessa Cann wünscht sich mehrfach pro Tag eine KI für die ganzen lästigen Routinearbeiten im Büro. Sie ist Geschäftsführerin des KI Bundesverbands. Wenn irgendjemand weiß, wie es um Realität und Potenzial von KI in Deutschland steht, dann sie.&nbsp;</p><p>Auch wenn ChatGPT immer noch die Schlagzeilen bestimmt: Die Musik spielt derzeit im Bereich der Industrie. Und das mit einer interessanten Lage. Einerseits können Systeme künstlicher Intelligenz Prozesse flexibel steuern, Maschinen beobachten und geringste Abweichungen so frühzeitig identifizieren, dass Wartungen nahezu immer geplant und so rechtzeitig stattfinden können, dass Ausfälle de facto ausfallen. Andererseits ist bislang nur rund ein Drittel der Unternehmen ganz praktisch mit KI befasst. Wer heute anfängt, kann immer noch zur erweiterten Spitzengruppe gehören. Und das im Jahr 2023.&nbsp;</p><p>Natürlich: KI verändert die Arbeitswelt massiv. Und diese Entwicklung hat gerade erst angefangen. Damit entstehen völlig neue professionelle Anforderungen. Vanessa betont: Systeme von KI neigen dazu, sehr spezialisiert zu sein. In einem Produktionsprozess werden daher meist mehrere unabhängige Systeme installiert sein. Wer koordiniert das? Der KI-Dirigent. Spannendes neues Berufsfeld.&nbsp;</p><p>Die größten Entwicklungsschritte erwartet Vanessa im Bereich „Sprache und KI“. ChatGPT lässt grüßen. Die Dynamik entsteht dabei durch die schiere Masse an Daten. War es vor wenigen Jahren noch die Kernaufgabe jeder neuen KI-Entwicklung, Datenmengen zu erzeugen, hat sich das Bild inzwischen gedreht. Heute bauen die großen KI-Unternehmen nicht mehr ihre eigenen Modelle von Grund auf neu auf. Sie nutzen vorhandene Modelle als Basis und entwickeln diese für ihre use cases weiter. Das ist günstiger und – das ist weit wichtiger – erheblich schneller.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/vanessa-cann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Vanessa Cann</a>, Geschäftsführerin des <a href="https://ki-verband.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">KI Bundesverbands e.V.</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt mal Butter bei die Fische. Wie oft am Tag denkst du „Diese Aufgabe könnte nun wirklich langsam mal eine KI übernehmen“?</strong> Seit Jahren wird angekündigt, die Roboter würden uns die Arbeit wegnehmen. Wo sind sie, wenn man sie mal braucht? Vanessa Cann wünscht sich mehrfach pro Tag eine KI für die ganzen lästigen Routinearbeiten im Büro. Sie ist Geschäftsführerin des KI Bundesverbands. Wenn irgendjemand weiß, wie es um Realität und Potenzial von KI in Deutschland steht, dann sie.&nbsp;</p><p>Auch wenn ChatGPT immer noch die Schlagzeilen bestimmt: Die Musik spielt derzeit im Bereich der Industrie. Und das mit einer interessanten Lage. Einerseits können Systeme künstlicher Intelligenz Prozesse flexibel steuern, Maschinen beobachten und geringste Abweichungen so frühzeitig identifizieren, dass Wartungen nahezu immer geplant und so rechtzeitig stattfinden können, dass Ausfälle de facto ausfallen. Andererseits ist bislang nur rund ein Drittel der Unternehmen ganz praktisch mit KI befasst. Wer heute anfängt, kann immer noch zur erweiterten Spitzengruppe gehören. Und das im Jahr 2023.&nbsp;</p><p>Natürlich: KI verändert die Arbeitswelt massiv. Und diese Entwicklung hat gerade erst angefangen. Damit entstehen völlig neue professionelle Anforderungen. Vanessa betont: Systeme von KI neigen dazu, sehr spezialisiert zu sein. In einem Produktionsprozess werden daher meist mehrere unabhängige Systeme installiert sein. Wer koordiniert das? Der KI-Dirigent. Spannendes neues Berufsfeld.&nbsp;</p><p>Die größten Entwicklungsschritte erwartet Vanessa im Bereich „Sprache und KI“. ChatGPT lässt grüßen. Die Dynamik entsteht dabei durch die schiere Masse an Daten. War es vor wenigen Jahren noch die Kernaufgabe jeder neuen KI-Entwicklung, Datenmengen zu erzeugen, hat sich das Bild inzwischen gedreht. Heute bauen die großen KI-Unternehmen nicht mehr ihre eigenen Modelle von Grund auf neu auf. Sie nutzen vorhandene Modelle als Basis und entwickeln diese für ihre use cases weiter. Das ist günstiger und – das ist weit wichtiger – erheblich schneller.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/vanessa-cann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Vanessa Cann</a>, Geschäftsführerin des <a href="https://ki-verband.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">KI Bundesverbands e.V.</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-145-vanessa-cann]]></link><guid isPermaLink="false">f44d9158-ac75-40ac-be94-bdfeef6adef0</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0d621e32-438a-4729-bd96-d1b009562719/12J0Re0u2hD8mBQEmsdH3mTH.jpg"/><pubDate>Thu, 09 Mar 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/3b8526a6-e4f8-4ce5-9c0f-1f9cf10cf72b/Folge-145-Cann.mp3" length="79754891" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:32</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>145</itunes:episode><podcast:episode>145</podcast:episode></item><item><title>#144 Marina Lommel – Personalisierte Ernährung: Heißhunger auf Daten</title><itunes:title>#144 Marina Lommel – Personalisierte Ernährung: Heißhunger auf Daten</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Was essen wir morgen? 3D-gedrucktes Fleisch? Biomöhren?</strong> Marina Lommel, Gründerin von Foodpunk sagt: Vor allem werden wir genau das essen, was unserem Körper gerade gut tut. Individuell auf frisch erhobene Daten unseres Körpers abgestimmt. Marina ist Gründerin und CEO von Foodpunk und liefert heute schon individualisierte Rezepte und Ernährungspläne an ihre Community.&nbsp;</p><p>Aber hilft uns der Heißhunger auf Daten? Warum überhaupt digitale Ernährungspläne? Wir könnten uns doch erst einmal auf Omas gute Ratschläge besinnen. Wenig Alkohol, viel Gemüse, wenig Fleisch usw. Marina sagt: Bitte machen! Allerdings werden wir mit diesen allgemein richtigen Ernährungsregeln maximal 80% dessen erreichen, was wir mit guter Ernährung bewirken können. Keine 100%. Und schon gar nicht mehr als 100%. Dahin kommen wir nur mit einer intelligenten Vernetzung und Auswertung von möglichst vielen Daten. Die reichen von Größe, Gewicht und Bewegung über Blutwerte, Hormone im Zyklus der Frau, Tiefschlaf perspektivisch bis hin zu Genetik und den zahlreichen Mikroorganismen, die unsere Darmflora bilden.&nbsp;</p><p><strong>So wird sich nach Marinas Einschätzung die personalisierte Ernährung der Zukunft entwickeln:&nbsp;</strong></p><p><strong>Stand Heute:&nbsp;</strong></p><p>Algorithmen werten Basisdaten des Körpers und Bewegungsdaten aus und übersetzen sie in Ernährungsempfehlungen, um das Wohlbefinden zu steigern, Abnehmen zu erleichtern, Schlaf und Haut zu verbessern und Heißhungerattacken zu vermeiden.&nbsp;</p><p><strong>Mitte der 20er Jahre:&nbsp;</strong></p><p>Daten zur Schlafqualität werden automatisiert in Ernährungsempfehlungen übersetzt. Merke: Fehlende Tiefschlafphasen führen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Heißhungeranfällen am Folgetag. Mit der entsprechend angepassten Ernährung lässt sich das verhindern.</p><p><strong>Um das Jahr 2030:&nbsp;</strong></p><p>Wir werden den Zusammenhang zwischen Genetik und Ernährung verstanden haben, dank der Fortschritte der sogenannten Nutrigenomik. Dann – erst dann! – werden Gendiäten sinnvoll möglich sein.&nbsp;</p><p>Ebenso vielversprechend: Wir werden analysieren können, wie sich Mikrobiom – also die Darmflora – und Ernährung gegenseitig beeinflussen. Ein weiteres sehr wirkungsvolles Instrument zur Steuerung einer personalisierten Ernährung.&nbsp;</p><p>Das Extra: Wir werden dann auch unsere Stimmen automatisiert auswerten können und daraus wesentliches über den Zustand unseres Körpers und seine Bedürfnisse lernen.&nbsp;</p><p><strong>Was Marina sich wünscht:</strong> Eine Art Multi-Sensor, der unter Haut platziert wird, laufend verschiedenste Körperdaten sammelt und digital an ihren Ernährungsalgorithmus weiterreicht. Zukunftsmusik? Noch ja.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/marina-lommel-4545b3108/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marina Lommel,</a> Gründerin und CEO von <a href="https://foodpunk.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Foodpunk</a> </p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was essen wir morgen? 3D-gedrucktes Fleisch? Biomöhren?</strong> Marina Lommel, Gründerin von Foodpunk sagt: Vor allem werden wir genau das essen, was unserem Körper gerade gut tut. Individuell auf frisch erhobene Daten unseres Körpers abgestimmt. Marina ist Gründerin und CEO von Foodpunk und liefert heute schon individualisierte Rezepte und Ernährungspläne an ihre Community.&nbsp;</p><p>Aber hilft uns der Heißhunger auf Daten? Warum überhaupt digitale Ernährungspläne? Wir könnten uns doch erst einmal auf Omas gute Ratschläge besinnen. Wenig Alkohol, viel Gemüse, wenig Fleisch usw. Marina sagt: Bitte machen! Allerdings werden wir mit diesen allgemein richtigen Ernährungsregeln maximal 80% dessen erreichen, was wir mit guter Ernährung bewirken können. Keine 100%. Und schon gar nicht mehr als 100%. Dahin kommen wir nur mit einer intelligenten Vernetzung und Auswertung von möglichst vielen Daten. Die reichen von Größe, Gewicht und Bewegung über Blutwerte, Hormone im Zyklus der Frau, Tiefschlaf perspektivisch bis hin zu Genetik und den zahlreichen Mikroorganismen, die unsere Darmflora bilden.&nbsp;</p><p><strong>So wird sich nach Marinas Einschätzung die personalisierte Ernährung der Zukunft entwickeln:&nbsp;</strong></p><p><strong>Stand Heute:&nbsp;</strong></p><p>Algorithmen werten Basisdaten des Körpers und Bewegungsdaten aus und übersetzen sie in Ernährungsempfehlungen, um das Wohlbefinden zu steigern, Abnehmen zu erleichtern, Schlaf und Haut zu verbessern und Heißhungerattacken zu vermeiden.&nbsp;</p><p><strong>Mitte der 20er Jahre:&nbsp;</strong></p><p>Daten zur Schlafqualität werden automatisiert in Ernährungsempfehlungen übersetzt. Merke: Fehlende Tiefschlafphasen führen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Heißhungeranfällen am Folgetag. Mit der entsprechend angepassten Ernährung lässt sich das verhindern.</p><p><strong>Um das Jahr 2030:&nbsp;</strong></p><p>Wir werden den Zusammenhang zwischen Genetik und Ernährung verstanden haben, dank der Fortschritte der sogenannten Nutrigenomik. Dann – erst dann! – werden Gendiäten sinnvoll möglich sein.&nbsp;</p><p>Ebenso vielversprechend: Wir werden analysieren können, wie sich Mikrobiom – also die Darmflora – und Ernährung gegenseitig beeinflussen. Ein weiteres sehr wirkungsvolles Instrument zur Steuerung einer personalisierten Ernährung.&nbsp;</p><p>Das Extra: Wir werden dann auch unsere Stimmen automatisiert auswerten können und daraus wesentliches über den Zustand unseres Körpers und seine Bedürfnisse lernen.&nbsp;</p><p><strong>Was Marina sich wünscht:</strong> Eine Art Multi-Sensor, der unter Haut platziert wird, laufend verschiedenste Körperdaten sammelt und digital an ihren Ernährungsalgorithmus weiterreicht. Zukunftsmusik? Noch ja.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong> <a href="https://www.linkedin.com/in/marina-lommel-4545b3108/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marina Lommel,</a> Gründerin und CEO von <a href="https://foodpunk.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Foodpunk</a> </p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-144-marina-lommel]]></link><guid isPermaLink="false">e66d30c4-e182-4a71-9583-b2c6b9968cbd</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a8ad1022-b45b-4359-a362-84794eb4104d/QHuo5Ws5N8dooNGQUoNbLa3i.jpg"/><pubDate>Thu, 02 Mar 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/3bb08fcd-1f9e-43f7-91bb-12d3aa6aac6d/Folge-144-Lommel.mp3" length="90502294" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:08</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>144</itunes:episode><podcast:episode>144</podcast:episode></item><item><title>#143 Sara Weber – &quot;Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?&quot;</title><itunes:title>#143 Sara Weber – &quot;Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?&quot;</itunes:title><description><![CDATA[<p>Diese Art von Arbeit wollen wir nicht mehr. Wir haben gemerkt, dass es uns nicht gut geht mit dem alten Typ von Arbeit. Mehr noch: Die Zeit der industriell geprägten Arbeit ist im Grunde schon vorbei. Es wird Zeit, dass die Maschinen uns diese Arbeit abnehmen,  endlich abnehmen. Wir haben Besseres zu tun. </p><p>Sara Weber ist Autorin, befasst sich mit der Veränderung von Arbeit. Ihr Buch heißt: "Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?" Sie sagt: Es gibt aktuell keine wirklich gute Antwort auf die Frage, warum ich mich hier eigentlich kaputt arbeiten soll. Warum mache ich das alles? „Für die Miete“ reicht als Antwort nicht mehr. Was aber dann? Mit ihren Thesen spricht Sara vieles an, was auch unter der Überschrift „New Work“ diskutiert wird. New Work ist alles andere als neu, die Grundideen stammen aus den 70er Jahren - es ist aber immer ein Nischenthema geblieben. Und das hat die Pandemie verändert: Unfreiwillig hat die Pandemie dafür gesorgt, dass wir alle gleichzeitig gelernt haben: Es geht anders.&nbsp;</p><p>Der Wandel der Arbeit ist eine Frage der kritischen Masse, sagt Sara. Sobald ausreichend Druck entsteht, wird das System nachgeben. Und der Druck wächst. Sehr viele Menschen würden gerne weniger arbeiten. 75% wollen die 4-Tage-Woche, 50% Teilzeit. Nicht nur junge Menschen, nicht nur Frauen. Das Bedürfnis zieht sich durch alle demographischen Gruppen. Was wir schaffen müssen, betont Sara, ist, von den individuellen Lösungen wegzukommen. Wie in der Klimakrise: Wer den Hebel immer nur beim einzelnen sucht, wird nichts verändern. Wer über ein „Du bist schuld, wenn du deine Arbeit nicht schaffst“ und „Wenn du überlastet bist, dann musst du dich besser organisieren“ und „Du hast dir diesen Job ausgesucht, dann darfst du dich nicht beschweren“ nicht hinauskommt, schreibt die alte Normalität der Arbeit immer weiter fort. Yoga und Resilienztraining helfen nicht, wenn es eigentlich große politische und wirtschaftliche Veränderungen braucht.&nbsp;</p><p>Verraten wir mit dem Abschied vom alten Typus der Arbeit auch alte Werte? Sara kontert: Wir kennen alle diese Erwartungen: Nur wer mit Leidenschaft arbeitet, ist gut. Nur wenn du deinen Job liebst, dann bist du etwas wert. Und um das zu beweisen musst du die ganze Zeit arbeiten - und dabei lächeln. Dies sind doch keine alten Werte. Wir haben einen Wert unabhängig von unserer Produktivität - in Unternehmen, in Gesellschaft. &nbsp;</p><p>Wenn wir doch aber diese Form von Arbeit nicht mehr wollen: Warum hauen wir nicht auf den Tisch? Sara schätzt, dass wir dafür einfach zu müde und erschöpft sind. Dann sollen wir noch die Energie aufbringen, für etwas zu kämpfen, von dem wir nicht wissen, ob es Wirklichkeit wird? Zu viele Menschen haben gerade nicht die Energie, sich um einen Aufstand zu kümmern. Noch ist keine Bewegung gewachsen, die für eine andere Arbeit streitet, der man sich einfach anschließen könnte. Saras Erwartung ist: In drei bis fünf Jahren werden zwar noch nicht alle Menschen anders arbeiten. Die Debatte um andere Arbeit wird aber überall angekommen sein und wir werden zahlreiche neue Lösungen im Raum sehen. Eine Konsequenz: Wer sich als Personaler:in heute noch nicht konkret mit dem Wandel der Arbeit befasst hat: Jetzt wäre der Zeitpunkt.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.sara-weber.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sara Weber</a>, Autorin von&nbsp;<a href="https://www.kiwi-verlag.de/buch/sara-weber-die-welt-geht-unter-und-ich-muss-trotzdem-arbeiten-9783462004151" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?</em></a>&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Diese Art von Arbeit wollen wir nicht mehr. Wir haben gemerkt, dass es uns nicht gut geht mit dem alten Typ von Arbeit. Mehr noch: Die Zeit der industriell geprägten Arbeit ist im Grunde schon vorbei. Es wird Zeit, dass die Maschinen uns diese Arbeit abnehmen,  endlich abnehmen. Wir haben Besseres zu tun. </p><p>Sara Weber ist Autorin, befasst sich mit der Veränderung von Arbeit. Ihr Buch heißt: "Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?" Sie sagt: Es gibt aktuell keine wirklich gute Antwort auf die Frage, warum ich mich hier eigentlich kaputt arbeiten soll. Warum mache ich das alles? „Für die Miete“ reicht als Antwort nicht mehr. Was aber dann? Mit ihren Thesen spricht Sara vieles an, was auch unter der Überschrift „New Work“ diskutiert wird. New Work ist alles andere als neu, die Grundideen stammen aus den 70er Jahren - es ist aber immer ein Nischenthema geblieben. Und das hat die Pandemie verändert: Unfreiwillig hat die Pandemie dafür gesorgt, dass wir alle gleichzeitig gelernt haben: Es geht anders.&nbsp;</p><p>Der Wandel der Arbeit ist eine Frage der kritischen Masse, sagt Sara. Sobald ausreichend Druck entsteht, wird das System nachgeben. Und der Druck wächst. Sehr viele Menschen würden gerne weniger arbeiten. 75% wollen die 4-Tage-Woche, 50% Teilzeit. Nicht nur junge Menschen, nicht nur Frauen. Das Bedürfnis zieht sich durch alle demographischen Gruppen. Was wir schaffen müssen, betont Sara, ist, von den individuellen Lösungen wegzukommen. Wie in der Klimakrise: Wer den Hebel immer nur beim einzelnen sucht, wird nichts verändern. Wer über ein „Du bist schuld, wenn du deine Arbeit nicht schaffst“ und „Wenn du überlastet bist, dann musst du dich besser organisieren“ und „Du hast dir diesen Job ausgesucht, dann darfst du dich nicht beschweren“ nicht hinauskommt, schreibt die alte Normalität der Arbeit immer weiter fort. Yoga und Resilienztraining helfen nicht, wenn es eigentlich große politische und wirtschaftliche Veränderungen braucht.&nbsp;</p><p>Verraten wir mit dem Abschied vom alten Typus der Arbeit auch alte Werte? Sara kontert: Wir kennen alle diese Erwartungen: Nur wer mit Leidenschaft arbeitet, ist gut. Nur wenn du deinen Job liebst, dann bist du etwas wert. Und um das zu beweisen musst du die ganze Zeit arbeiten - und dabei lächeln. Dies sind doch keine alten Werte. Wir haben einen Wert unabhängig von unserer Produktivität - in Unternehmen, in Gesellschaft. &nbsp;</p><p>Wenn wir doch aber diese Form von Arbeit nicht mehr wollen: Warum hauen wir nicht auf den Tisch? Sara schätzt, dass wir dafür einfach zu müde und erschöpft sind. Dann sollen wir noch die Energie aufbringen, für etwas zu kämpfen, von dem wir nicht wissen, ob es Wirklichkeit wird? Zu viele Menschen haben gerade nicht die Energie, sich um einen Aufstand zu kümmern. Noch ist keine Bewegung gewachsen, die für eine andere Arbeit streitet, der man sich einfach anschließen könnte. Saras Erwartung ist: In drei bis fünf Jahren werden zwar noch nicht alle Menschen anders arbeiten. Die Debatte um andere Arbeit wird aber überall angekommen sein und wir werden zahlreiche neue Lösungen im Raum sehen. Eine Konsequenz: Wer sich als Personaler:in heute noch nicht konkret mit dem Wandel der Arbeit befasst hat: Jetzt wäre der Zeitpunkt.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.sara-weber.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sara Weber</a>, Autorin von&nbsp;<a href="https://www.kiwi-verlag.de/buch/sara-weber-die-welt-geht-unter-und-ich-muss-trotzdem-arbeiten-9783462004151" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?</em></a>&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-143-sara-weber]]></link><guid isPermaLink="false">1f83984b-5ed8-46a3-80af-d30cab9b4927</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/70caa5f8-ca02-419b-ad5f-ab71ae84092d/HWSWQr-x41vDavF_3l8D2hmJ.jpg"/><pubDate>Thu, 23 Feb 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/2754618d-0a92-42d8-9a32-94d25c6fb679/Folge-143-Weber.mp3" length="90406999" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:05</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>143</itunes:episode><podcast:episode>143</podcast:episode></item><item><title>#142 Marianne Kuhlmann – Der Witz an der Kreislaufwirtschaft</title><itunes:title>#142 Marianne Kuhlmann – Der Witz an der Kreislaufwirtschaft</itunes:title><description><![CDATA[<p>Müssen wir unsere Wirtschaft auf Kreislaufwirtschaft umstellen? Wahrscheinlich schon, allein um irgendeine Aussicht zu haben, unseren Wohlstand zu erhalten und gleichzeitig zumindest annähernd im Rahmen unserer planetaren Grenzen zu bleiben. Das ist aber nicht der Witz der Kreislaufwirtschaft.&nbsp;</p><p>Können wir den Schritt zu einer Kreislaufwirtschaft nutzen, um nahezu alle Bälle von Produkten und industriellen Prozessen neu in die Luft zu werfen und neu zu entwickeln? Gewissermaßen als unverhoffte zweite Chance? Das ist der Witz der Kreislaufwirtschaft. Sagt Marianne Kuhlmann. Sie hat die Plattform „Circularity“ ins Leben gerufen, auf der Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branche zusammenkommen, um gemeinsam zu lernen und neue Weisen des Wirtschaftens zu entwickeln. Viele Lösungen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft können von einzelnen Unternehmen mangels Größe gar nicht realisiert werden. Viele Stakeholder haben zugleich ein enormes Silowissen. In einer linearen Wirtschaft war das wunderbar; in der zirkulären Wirtschaft müssen wir Kooperation neu lernen.&nbsp;</p><p>Der Begriff „Kreislaufwirtschaft“ bleibt dabei unscharf. Zu sehr ist er, zumindest im Geltungsbereich des Grünen Punkts, mit Recycling verknüpft und wird darauf reduziert. Dass der Schritt zu einer Circularity Economy tatsächlich eine grundlegende Transformation von Organisation, Wertschöpfung, Kooperation und Produktion bedeutet, wird viel zu wenig mitgedacht, sagt Marianne.&nbsp;Wie das funktioniert, ist Gegenstand ihrer Forschung an der ETH Zürich.</p><p>Ein wichtiger Schritt hin zu Kreisläufen: Denke bei jedem Produkt mit, wie es wieder in seine Bestandteile zerlegt werden kann. Und was sich nicht wieder trennen lässt, wird gar nicht erst verbunden. Das führt zum Beispiel im Bau zu völlig neuen Materialien und Bauweisen. Ideal wäre, so Marianne, wenn jeder Stakeholder Verantwortung für seine Materialien hätte, solange bis sie in einen neuen Kreislauf überführt sind. Dann würden wir Ressourcen nutzen und nicht verbrauchen. Dann würden wir nicht mehr von Müll sprechen - weil es keinen mehr gäbe.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/marianne-kuhlmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marianne Kuhlmann</a>, Gründerin der Plattform <a href="https://www.circularity.me" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Circularity e.V."</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Müssen wir unsere Wirtschaft auf Kreislaufwirtschaft umstellen? Wahrscheinlich schon, allein um irgendeine Aussicht zu haben, unseren Wohlstand zu erhalten und gleichzeitig zumindest annähernd im Rahmen unserer planetaren Grenzen zu bleiben. Das ist aber nicht der Witz der Kreislaufwirtschaft.&nbsp;</p><p>Können wir den Schritt zu einer Kreislaufwirtschaft nutzen, um nahezu alle Bälle von Produkten und industriellen Prozessen neu in die Luft zu werfen und neu zu entwickeln? Gewissermaßen als unverhoffte zweite Chance? Das ist der Witz der Kreislaufwirtschaft. Sagt Marianne Kuhlmann. Sie hat die Plattform „Circularity“ ins Leben gerufen, auf der Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branche zusammenkommen, um gemeinsam zu lernen und neue Weisen des Wirtschaftens zu entwickeln. Viele Lösungen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft können von einzelnen Unternehmen mangels Größe gar nicht realisiert werden. Viele Stakeholder haben zugleich ein enormes Silowissen. In einer linearen Wirtschaft war das wunderbar; in der zirkulären Wirtschaft müssen wir Kooperation neu lernen.&nbsp;</p><p>Der Begriff „Kreislaufwirtschaft“ bleibt dabei unscharf. Zu sehr ist er, zumindest im Geltungsbereich des Grünen Punkts, mit Recycling verknüpft und wird darauf reduziert. Dass der Schritt zu einer Circularity Economy tatsächlich eine grundlegende Transformation von Organisation, Wertschöpfung, Kooperation und Produktion bedeutet, wird viel zu wenig mitgedacht, sagt Marianne.&nbsp;Wie das funktioniert, ist Gegenstand ihrer Forschung an der ETH Zürich.</p><p>Ein wichtiger Schritt hin zu Kreisläufen: Denke bei jedem Produkt mit, wie es wieder in seine Bestandteile zerlegt werden kann. Und was sich nicht wieder trennen lässt, wird gar nicht erst verbunden. Das führt zum Beispiel im Bau zu völlig neuen Materialien und Bauweisen. Ideal wäre, so Marianne, wenn jeder Stakeholder Verantwortung für seine Materialien hätte, solange bis sie in einen neuen Kreislauf überführt sind. Dann würden wir Ressourcen nutzen und nicht verbrauchen. Dann würden wir nicht mehr von Müll sprechen - weil es keinen mehr gäbe.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/marianne-kuhlmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marianne Kuhlmann</a>, Gründerin der Plattform <a href="https://www.circularity.me" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"Circularity e.V."</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-142-marianne-kuhlmann]]></link><guid isPermaLink="false">1ca917b3-a661-4951-a6c8-1e28d409cf03</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d99a87aa-3695-4612-802b-e4f6945ce52e/2nAt00hz7tJPeF2GwrrcyicK.jpg"/><pubDate>Thu, 16 Feb 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/440f808f-4be8-4587-b756-b9f1131612fc/Folge-142-Kuhlmann.mp3" length="79707244" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:31</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>142</itunes:episode><podcast:episode>142</podcast:episode></item><item><title>#141 Marc Raschke - Wenn Männer ihren Posten für Frauen räumen</title><itunes:title>#141 Marc Raschke - Wenn Männer ihren Posten für Frauen räumen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Der Klassiker:</strong> Zwei kompetente Menschen, einer männlich, eine weiblich. In der Praxis heißt das meist: Er ist der Chef und sie seine Vize. Wie gut das für ihn ist und wie dankbar ihn das macht, betont er immer wieder, vor allem sonntags. Marc Raschke war genau dieser Mann. Und ist dann einen Schritt weiter gegangen, ist in die zweite Reihe zurückgetreten, hat die Spitze seiner Agentur „Blaulicht“ für seine Vize freigemacht. Ein recht nüchtern gehaltener <a href="https://www.linkedin.com/posts/marc-raschke-109787163_gleichberechtigung-activity-7021029936974974976-5YTU?utm_source=share&amp;utm_medium=member_ios" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Post dazu bei LinkedIn</a> geht viral. Ganz offenbar trifft er einen Nerv. Ein Gespräch über Männer und Frauen im professionellen Leben. Ein Gespräch zwischen zwei (alten weißen) Männern - zu diesem Thema eine eigentlich unmögliche Konstellation. Eigentlich, denn hier soll es um die Rolle der Männer gehen.</p><p>Der Post von Marc hat einen gewaltigen Berg an Reaktionen hervorgerufen. Das Spektrum reicht von den wenigen hämischen („Was ein Weichei, ich würde mich scheiden lassen“) bis zu den vielen, die das Bild bestätigen: Diese Konstellation zwischen Mann und Frau ist alltäglich. Und sie ist in der Regel aussichtslos. Ob Decke oder Wand, die Barrieren sind aus Glas, sie sind stabil und wer von ihnen profitiert, sieht sie in der Regel nicht.</p><p>Es kann sich doch jeder auf eine neue Stelle bewerben, oder nicht? Wer Karriere machen will, soll sich zeigen, seine Kompetenzen herausstellen, mutig sein, oder? Die Sprüche sind vertraut. Und am Ende stellt Thomas einen Thomas ein und Christian einen Christian. Wenn wir wirklich etwas ändern wollen, so Marc, müssen wir nicht an die Frauen appellieren, sondern das System hinterfragen. Wir wissen längst, dass Frauen selbst bei höchster eigener Kompetenz dazu neigen, auf andere zu verweisen. Männer hingegen nehmen Herausforderungen schon bei geringster eigener Kompetenzvermutung an. Oder kurz: Männer sagen schneller ja. Wer das den Frauen in die Schuhe schiebt, wird immer die geringer qualifizierten Männer in der Führung haben. Was für ein Verlust. Marc sagt: Dies zu durchbrechen, ist gerade auch männliche Verantwortung, sind es doch viel häufiger die Männer, die tatsächlich etwas ändern können.</p><p>Marc nimmt seinen Schritt vor allem als Schritt zu mehr Freiheit wahr. Die überraschende Erkenntnis: Auch in der zweiten Reihe lässt sich hervorragend arbeiten. Und wer sein Lebensglück einzig daran bemisst, wie groß das Schild an der Tür ist oder wie nah der persönliche Firmenparkplatz am Haupteingang ist, der (ja: der!) sollte möglicherweise eher über seine Maßstäbe für Erfolg nachdenken. Die Transformation der Arbeitswelt, die sich gerade anschickt, nahezu alle Bereiche des professionellen Lebens von Grund auf neu zu sortieren, macht vor den althergebrachten Vorstellungen von Karriere ohnehin keinen Halt.</p><p><strong>Zu Gast in der Zukunft:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/marc-raschke-109787163/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marc Raschke,</a> <a href="https://agentur-blaulicht.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Agentur Gründer</a> und <a href="https://www.instagram.com/marc_raschke/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Influencer</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Klassiker:</strong> Zwei kompetente Menschen, einer männlich, eine weiblich. In der Praxis heißt das meist: Er ist der Chef und sie seine Vize. Wie gut das für ihn ist und wie dankbar ihn das macht, betont er immer wieder, vor allem sonntags. Marc Raschke war genau dieser Mann. Und ist dann einen Schritt weiter gegangen, ist in die zweite Reihe zurückgetreten, hat die Spitze seiner Agentur „Blaulicht“ für seine Vize freigemacht. Ein recht nüchtern gehaltener <a href="https://www.linkedin.com/posts/marc-raschke-109787163_gleichberechtigung-activity-7021029936974974976-5YTU?utm_source=share&amp;utm_medium=member_ios" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Post dazu bei LinkedIn</a> geht viral. Ganz offenbar trifft er einen Nerv. Ein Gespräch über Männer und Frauen im professionellen Leben. Ein Gespräch zwischen zwei (alten weißen) Männern - zu diesem Thema eine eigentlich unmögliche Konstellation. Eigentlich, denn hier soll es um die Rolle der Männer gehen.</p><p>Der Post von Marc hat einen gewaltigen Berg an Reaktionen hervorgerufen. Das Spektrum reicht von den wenigen hämischen („Was ein Weichei, ich würde mich scheiden lassen“) bis zu den vielen, die das Bild bestätigen: Diese Konstellation zwischen Mann und Frau ist alltäglich. Und sie ist in der Regel aussichtslos. Ob Decke oder Wand, die Barrieren sind aus Glas, sie sind stabil und wer von ihnen profitiert, sieht sie in der Regel nicht.</p><p>Es kann sich doch jeder auf eine neue Stelle bewerben, oder nicht? Wer Karriere machen will, soll sich zeigen, seine Kompetenzen herausstellen, mutig sein, oder? Die Sprüche sind vertraut. Und am Ende stellt Thomas einen Thomas ein und Christian einen Christian. Wenn wir wirklich etwas ändern wollen, so Marc, müssen wir nicht an die Frauen appellieren, sondern das System hinterfragen. Wir wissen längst, dass Frauen selbst bei höchster eigener Kompetenz dazu neigen, auf andere zu verweisen. Männer hingegen nehmen Herausforderungen schon bei geringster eigener Kompetenzvermutung an. Oder kurz: Männer sagen schneller ja. Wer das den Frauen in die Schuhe schiebt, wird immer die geringer qualifizierten Männer in der Führung haben. Was für ein Verlust. Marc sagt: Dies zu durchbrechen, ist gerade auch männliche Verantwortung, sind es doch viel häufiger die Männer, die tatsächlich etwas ändern können.</p><p>Marc nimmt seinen Schritt vor allem als Schritt zu mehr Freiheit wahr. Die überraschende Erkenntnis: Auch in der zweiten Reihe lässt sich hervorragend arbeiten. Und wer sein Lebensglück einzig daran bemisst, wie groß das Schild an der Tür ist oder wie nah der persönliche Firmenparkplatz am Haupteingang ist, der (ja: der!) sollte möglicherweise eher über seine Maßstäbe für Erfolg nachdenken. Die Transformation der Arbeitswelt, die sich gerade anschickt, nahezu alle Bereiche des professionellen Lebens von Grund auf neu zu sortieren, macht vor den althergebrachten Vorstellungen von Karriere ohnehin keinen Halt.</p><p><strong>Zu Gast in der Zukunft:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/marc-raschke-109787163/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marc Raschke,</a> <a href="https://agentur-blaulicht.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Agentur Gründer</a> und <a href="https://www.instagram.com/marc_raschke/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Influencer</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-141-marc-raschke]]></link><guid isPermaLink="false">944cadbf-ceac-4a17-8a6f-b94a7ba34825</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/2879d60d-41d9-4189-a551-99cf8ba35683/QjBHIru2TvmaNbLBU5aUNgsm.jpg"/><pubDate>Thu, 09 Feb 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/25a1e3f7-3139-40a9-9228-805f6c163f5b/Folge-141-Raschke.mp3" length="63063272" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>32:51</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>141</itunes:episode><podcast:episode>141</podcast:episode></item><item><title>#140 Frank Sauer: Neue Waffen, neue Kriege?</title><itunes:title>#140 Frank Sauer: Neue Waffen, neue Kriege?</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wer will schon über Waffen reden? Wir wollen, dass die Waffen schweigen. Überall. Die russischen Waffen in der Ukraine und auch alle anderen. Da wir aber Grund zu der Annahme haben, dass der russische Krieg in der Ukraine nicht der letzte auf diesem Planeten gewesen sein wird (und ja auch aktuell nicht der einzige ist), hier ein Podcast, der nach der Zukunft von Waffen fragt. Frank Sauer ist Senior Researcher an der Universität der Bundeswehr München und analysiert genau dieses: Die Waffen der Zukunft.&nbsp;</p><p>Sind die Waffen der Zukunft auch die Waffen von gestern? Krieg ist asymmetrisch. Beginnt eine Seite den Kampf mit Panzern und Bodentruppen im Schlamm, bleibt der anderen Seite kaum etwas übrig, als sich eben dort zu verteidigen. So gesehen, sind Panzer zwar von vorgestern, aber eine Waffengattung mit Zukunft.&nbsp;</p><p>Der sagenhafte technologische Vorsprung der Rüstungsindustrie gegenüber allen anderen Industrien ist, so Frank, Geschichte. Die Zeiten, in denen das Militär über Technologien verfügen konnte, die erst Jahre später als Spin off auch den zivilen Bereich erreichen, sind vorbei. Die Rüstungswirtschaft sucht inzwischen eher das Spin in, versucht also Technologien, die in anderen Industrien entwickelt werden, auch im militärischen Bereich zu integrieren. Das Spektrum reicht von Robotik über autonome Systeme bis hin zum weiten Feld der künstlichen Intelligenz. Dabei lohnt es aus Sicht des Militärs, so Frank, jedes Mal genau zu prüfen, ob eine Technologie tatsächlich militärisch tauglich ist - oder ob ein, zwei, drei Stufen weniger nicht geeigneter ist. Der autonome Roboter, die ständig ihren Standort funkt, ist im Zweifel auch von anderen zu identifizieren als nur der Homebase. Das Hochtechnologiefahrzeug braucht im Zweifel genau dann ein Update, wenn man es überhaupt nicht gebrauchen kann.</p><p>Wer erdenkt sich eigentlich neue Waffen? Bei allem nötigen Respekt: Das Beschaffungsamt der Bundeswehr wird es nicht sein. Die großen Konzerne tun sich qua Größe auch oft schwer, wirklich Neues zu entwickeln. Startups werden auch im militärischen Sektor immer wichtiger, scheitern aber dann an der Massenproduktion. Wird Hollywood am Ende zur Inspirationsquelle? Frank beschreibt, wie die Waffen der Zukunft nicht immer auch auf neuer Technologie fußen müssen. Was Panzern heute gefährlich wird, sind handelsübliche Drohnen aus dem Elektronikmarkt, umgerüstet zur fliegenden Bombe auf Kamikazekurs. Low tech.</p><p>Müssen Waffen der Zukunft stets aussehen wie Waffen? Gegnerische Infrastruktur durch Beschuss zerstören zu wollend ist doch vor allem eines: Furchtbar ineffizient. Frank analysiert: Das tatsächliche Ausmaß des russischen Cyberwars gegen die Ukraine ist bislang nicht hinreichend bekannt. Analysen folgen. Dann auch hier.</p><p><strong>Diese Woche zu Gast in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Dr. phil. habil. Frank Sauer, Politikwissenschaftler, Co-Host <a href="https://twitter.com/Sicherheitspod" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@Sicherheitspod</a>, Head of Research <a href="https://twitter.com/metis_institut" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@metis_institut</a>, Senior Researcher <a href="https://twitter.com/unibw_m" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@unibw_m</a></p><p>Twitter: <a href="https://twitter.com/drfranksauer?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@drfranksauer</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wer will schon über Waffen reden? Wir wollen, dass die Waffen schweigen. Überall. Die russischen Waffen in der Ukraine und auch alle anderen. Da wir aber Grund zu der Annahme haben, dass der russische Krieg in der Ukraine nicht der letzte auf diesem Planeten gewesen sein wird (und ja auch aktuell nicht der einzige ist), hier ein Podcast, der nach der Zukunft von Waffen fragt. Frank Sauer ist Senior Researcher an der Universität der Bundeswehr München und analysiert genau dieses: Die Waffen der Zukunft.&nbsp;</p><p>Sind die Waffen der Zukunft auch die Waffen von gestern? Krieg ist asymmetrisch. Beginnt eine Seite den Kampf mit Panzern und Bodentruppen im Schlamm, bleibt der anderen Seite kaum etwas übrig, als sich eben dort zu verteidigen. So gesehen, sind Panzer zwar von vorgestern, aber eine Waffengattung mit Zukunft.&nbsp;</p><p>Der sagenhafte technologische Vorsprung der Rüstungsindustrie gegenüber allen anderen Industrien ist, so Frank, Geschichte. Die Zeiten, in denen das Militär über Technologien verfügen konnte, die erst Jahre später als Spin off auch den zivilen Bereich erreichen, sind vorbei. Die Rüstungswirtschaft sucht inzwischen eher das Spin in, versucht also Technologien, die in anderen Industrien entwickelt werden, auch im militärischen Bereich zu integrieren. Das Spektrum reicht von Robotik über autonome Systeme bis hin zum weiten Feld der künstlichen Intelligenz. Dabei lohnt es aus Sicht des Militärs, so Frank, jedes Mal genau zu prüfen, ob eine Technologie tatsächlich militärisch tauglich ist - oder ob ein, zwei, drei Stufen weniger nicht geeigneter ist. Der autonome Roboter, die ständig ihren Standort funkt, ist im Zweifel auch von anderen zu identifizieren als nur der Homebase. Das Hochtechnologiefahrzeug braucht im Zweifel genau dann ein Update, wenn man es überhaupt nicht gebrauchen kann.</p><p>Wer erdenkt sich eigentlich neue Waffen? Bei allem nötigen Respekt: Das Beschaffungsamt der Bundeswehr wird es nicht sein. Die großen Konzerne tun sich qua Größe auch oft schwer, wirklich Neues zu entwickeln. Startups werden auch im militärischen Sektor immer wichtiger, scheitern aber dann an der Massenproduktion. Wird Hollywood am Ende zur Inspirationsquelle? Frank beschreibt, wie die Waffen der Zukunft nicht immer auch auf neuer Technologie fußen müssen. Was Panzern heute gefährlich wird, sind handelsübliche Drohnen aus dem Elektronikmarkt, umgerüstet zur fliegenden Bombe auf Kamikazekurs. Low tech.</p><p>Müssen Waffen der Zukunft stets aussehen wie Waffen? Gegnerische Infrastruktur durch Beschuss zerstören zu wollend ist doch vor allem eines: Furchtbar ineffizient. Frank analysiert: Das tatsächliche Ausmaß des russischen Cyberwars gegen die Ukraine ist bislang nicht hinreichend bekannt. Analysen folgen. Dann auch hier.</p><p><strong>Diese Woche zu Gast in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Dr. phil. habil. Frank Sauer, Politikwissenschaftler, Co-Host <a href="https://twitter.com/Sicherheitspod" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@Sicherheitspod</a>, Head of Research <a href="https://twitter.com/metis_institut" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@metis_institut</a>, Senior Researcher <a href="https://twitter.com/unibw_m" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@unibw_m</a></p><p>Twitter: <a href="https://twitter.com/drfranksauer?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@drfranksauer</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-140-frank-sauer]]></link><guid isPermaLink="false">c48dd236-56b7-4295-ba60-79cbdb1c4686</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/5bfb8bdf-2ba1-4c9b-8714-3777537853d8/lY6-Zevv3UAYJ99_ys4gkFny.jpg"/><pubDate>Thu, 02 Feb 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/fe9f6d6f-0d8b-4f41-b0f6-bd0e8c3845fd/Folge-140-Sauer-Waffen-NEUNEU.mp3" length="90930284" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:21</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>140</itunes:episode><podcast:episode>140</podcast:episode></item><item><title>#139 Elisa Czerski – Roboter machen nichts als Arbeit</title><itunes:title>#139 Elisa Czerski – Roboter machen nichts als Arbeit</itunes:title><description><![CDATA[<p>Noch in diesem Jahrzehnt werden Roboter in der Produktion rund die Hälfte der heute Beschäftigten beschäftigungslos machen. Sagt Elisa Czerski, die mit ihrem Startup „N Robotics“ eben diese Roboter in Berlin produziert. Eine Entwicklung, die Herausforderungen mit sich bringt: Sollen wir das heute schon in Unternehmen kommunizieren? Das nehmen die Menschen ernst, schürt aber möglicherweise auch Angst. Sollen wir Menschen auch dort weiter beschäftigen, wo Maschinen die Aufgaben besser und günstiger erledigen könnten? Dann haben sie weiter Lohn und Brot, aber vermitteln wir ihnen damit nicht, letztlich nicht mehr als nur eine sehr billige Maschine in Menschengestalt zu sein? Das wäre womöglich kein sehr positives Menschenbild, für das es sich zu streiten lohnt. Und wer schafft es, sich beruflich immer wieder neu zu erfinden?</p><p>Was ist ein Roboter? Mechanische Teile, kann heben, tragen, rennen. Sensorische Teile, hat Augen, Ohren, sonstige Sinnesorgane und Rechenkapazität. Eine gewisse Intelligenz. Musk sagt über den Tesla-Bot: Die Mechanik ist das schwierigste. Insbesondere die Aktuaren, also die kombinierten Motor-Getriebe-Steuerungseinheiten. Elisas Einschätzung: Die größten Entwicklungsschritte in den kommenden Jahren werden wir bei der Rechenleistung der Maschinen sehen.&nbsp;</p><p>In Einzeldisziplinen sind Roboter uns Menschen längst überlegen. Die eierlegende Wollmilchsau insgesamt gibt es noch nicht. Je nach Definition des Menschen werden wir diesen Punkt vielleicht auch gar nicht erreichen. ChatGPT zeigt aber, mit welchem Tempo sich die Entwicklung vollzieht. Elisa berichtet von der Enttäuschung ihrer Marketing-Mitarbeiterin. Die wollte einen Workshop machen, um besser schreiben zu lernen. Inzwischen weiß sie: ChatGPT kann das bereits übernehmen, sie muss es nicht mehr lernen. Treffen wir uns dann mit den Maschinen auf Augenhöhe? Elisa widerspricht. Jedenfalls aber haben Menschen offensichtlich keine Schwierigkeiten mit der Fiktion, uns stehe ein echter Akteur gegenüber, mit dem wir sprechen können, der in uns Emotionen weckt.&nbsp;</p><p>Die gute Nachricht der Robotik: Wenn Roboter uns die lästige Arbeit abnehmen, könne wir uns - endlich - wichtigeren Dingen zuwenden. Das wird nur gehen, wenn wir diesen Wandel auch gesellschaftlich begleiten, Themen wie Wohlstand, Geld, Vergütung anders regeln und die Verknüpfung von Zeit und Geld bei der Arbeit lösen. Aber: Wir haben doch tatsächlich wichtigeres zu tun als an der Produktionsstraße Schrauben zu drehen.&nbsp;</p><p>Die Verweise aus der Folge:&nbsp;</p><p>Der Film <a href="https://www.amazon.de/Her-Joaquin-Phoenix/dp/B00J9JY8UQ" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„her“</a> mit Joaquin Phoenix und einer KI der Stimme von Scarlett Johansson, die schwedische Serie mit humanoiden Haushaltrobotern heißt <a href="https://www.amazon.de/Humans-Die-komplette-Staffel-Blu-ray/dp/B01MAW55NE/ref=sr_1_2?crid=26AE4TFJSUO50&amp;keywords=humans+staffel+1&amp;qid=1674673968&amp;s=dvd&amp;sprefix=„Humans“%2C%2Cdvd%2C84&amp;sr=1-2" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Humans“,</a> der erwähnte Philosoph heißt <a href="https://christian-uhle.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Uhle</a> und sein Buch trägt den Titel <a href="https://www.amazon.de/Wozu-das-alles-philosophische-Lebens/dp/3103971419/ref=asc_df_3103971419/?tag=googshopde-21&amp;linkCode=df0&amp;hvadid=546452147690&amp;hvpos=&amp;hvnetw=g&amp;hvrand=9196963108629699570&amp;hvpone=&amp;hvptwo=&amp;hvqmt=&amp;hvdev=c&amp;hvdvcmdl=&amp;hvlocint=&amp;hvlocphy=9116068&amp;hvtargid=pla-1676975256432&amp;psc=1&amp;th=1&amp;psc=1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Wozu das alles?“</a></p><p><strong>Diese Woche zu Gast in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/elisa-czerski/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Elisa Czerski</a>, Philosophin und Gründerin des Startups <a href="https://www.nrobotics.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„N Robotics“</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Noch in diesem Jahrzehnt werden Roboter in der Produktion rund die Hälfte der heute Beschäftigten beschäftigungslos machen. Sagt Elisa Czerski, die mit ihrem Startup „N Robotics“ eben diese Roboter in Berlin produziert. Eine Entwicklung, die Herausforderungen mit sich bringt: Sollen wir das heute schon in Unternehmen kommunizieren? Das nehmen die Menschen ernst, schürt aber möglicherweise auch Angst. Sollen wir Menschen auch dort weiter beschäftigen, wo Maschinen die Aufgaben besser und günstiger erledigen könnten? Dann haben sie weiter Lohn und Brot, aber vermitteln wir ihnen damit nicht, letztlich nicht mehr als nur eine sehr billige Maschine in Menschengestalt zu sein? Das wäre womöglich kein sehr positives Menschenbild, für das es sich zu streiten lohnt. Und wer schafft es, sich beruflich immer wieder neu zu erfinden?</p><p>Was ist ein Roboter? Mechanische Teile, kann heben, tragen, rennen. Sensorische Teile, hat Augen, Ohren, sonstige Sinnesorgane und Rechenkapazität. Eine gewisse Intelligenz. Musk sagt über den Tesla-Bot: Die Mechanik ist das schwierigste. Insbesondere die Aktuaren, also die kombinierten Motor-Getriebe-Steuerungseinheiten. Elisas Einschätzung: Die größten Entwicklungsschritte in den kommenden Jahren werden wir bei der Rechenleistung der Maschinen sehen.&nbsp;</p><p>In Einzeldisziplinen sind Roboter uns Menschen längst überlegen. Die eierlegende Wollmilchsau insgesamt gibt es noch nicht. Je nach Definition des Menschen werden wir diesen Punkt vielleicht auch gar nicht erreichen. ChatGPT zeigt aber, mit welchem Tempo sich die Entwicklung vollzieht. Elisa berichtet von der Enttäuschung ihrer Marketing-Mitarbeiterin. Die wollte einen Workshop machen, um besser schreiben zu lernen. Inzwischen weiß sie: ChatGPT kann das bereits übernehmen, sie muss es nicht mehr lernen. Treffen wir uns dann mit den Maschinen auf Augenhöhe? Elisa widerspricht. Jedenfalls aber haben Menschen offensichtlich keine Schwierigkeiten mit der Fiktion, uns stehe ein echter Akteur gegenüber, mit dem wir sprechen können, der in uns Emotionen weckt.&nbsp;</p><p>Die gute Nachricht der Robotik: Wenn Roboter uns die lästige Arbeit abnehmen, könne wir uns - endlich - wichtigeren Dingen zuwenden. Das wird nur gehen, wenn wir diesen Wandel auch gesellschaftlich begleiten, Themen wie Wohlstand, Geld, Vergütung anders regeln und die Verknüpfung von Zeit und Geld bei der Arbeit lösen. Aber: Wir haben doch tatsächlich wichtigeres zu tun als an der Produktionsstraße Schrauben zu drehen.&nbsp;</p><p>Die Verweise aus der Folge:&nbsp;</p><p>Der Film <a href="https://www.amazon.de/Her-Joaquin-Phoenix/dp/B00J9JY8UQ" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„her“</a> mit Joaquin Phoenix und einer KI der Stimme von Scarlett Johansson, die schwedische Serie mit humanoiden Haushaltrobotern heißt <a href="https://www.amazon.de/Humans-Die-komplette-Staffel-Blu-ray/dp/B01MAW55NE/ref=sr_1_2?crid=26AE4TFJSUO50&amp;keywords=humans+staffel+1&amp;qid=1674673968&amp;s=dvd&amp;sprefix=„Humans“%2C%2Cdvd%2C84&amp;sr=1-2" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Humans“,</a> der erwähnte Philosoph heißt <a href="https://christian-uhle.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Uhle</a> und sein Buch trägt den Titel <a href="https://www.amazon.de/Wozu-das-alles-philosophische-Lebens/dp/3103971419/ref=asc_df_3103971419/?tag=googshopde-21&amp;linkCode=df0&amp;hvadid=546452147690&amp;hvpos=&amp;hvnetw=g&amp;hvrand=9196963108629699570&amp;hvpone=&amp;hvptwo=&amp;hvqmt=&amp;hvdev=c&amp;hvdvcmdl=&amp;hvlocint=&amp;hvlocphy=9116068&amp;hvtargid=pla-1676975256432&amp;psc=1&amp;th=1&amp;psc=1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Wozu das alles?“</a></p><p><strong>Diese Woche zu Gast in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/elisa-czerski/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Elisa Czerski</a>, Philosophin und Gründerin des Startups <a href="https://www.nrobotics.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„N Robotics“</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-139-elisa-czerski]]></link><guid isPermaLink="false">cfe40162-28a2-4120-b3fb-1e3063735a62</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/cab6dbfb-d5df-41bc-9543-a9f860a0c42d/5y-nK7Iq5VaV6o_MD866bUOQ.jpg"/><pubDate>Thu, 26 Jan 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/c33646ba-96c5-414a-9fdb-71dea426242d/Folge-139-Czerski.mp3" length="81086509" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:14</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>139</itunes:episode><podcast:episode>139</podcast:episode></item><item><title>#138 Chris Pyak – Deutschland fehlt der Immigrant Spirit</title><itunes:title>#138 Chris Pyak – Deutschland fehlt der Immigrant Spirit</itunes:title><description><![CDATA[<p>Deutschland schneidet bei der Attraktivität für internationale Fachkräfte regelmäßig so gut ab wie beim Eurovision Song Contest. Sagt Chris Pyak, der als Karriere-Coach und Buchautor mit etlichen tausend Fachkräften gesprochen hat. Wir haben jahrzehntelang die Hände in den Schoß gelegt und uns einem Traumbild hingegeben. Die Härte und die Unmittelbarkeit, mit der das Problem zuschlagen wird, ist in der öffentlichen Debatte noch überhaupt nicht angekommen. Und das Problem ist: Uns fehlen Menschen.&nbsp;</p><p>Eine Gesellschaft, die Migration wertschätzt und in ihre DNA aufgenommen hat, ist produktiver, ist fairer, ist wohlhabender. Chris argumentiert: Bis Ende 2025 gehen in Deutschland mehr als 2,1 Mio Menschen mehr in den Ruhestand als von unten nachwachsen. Wir müssen die Lücke schließen, um den Status Quo zu wahren. Und: Wir müssen zusätzliche Kräfte entwickeln, um die zahlreichen Neu-Rentner zu versorgen. Dafür brauchen wir Geld, Ressourcen und Hände. Entweder wir lösen dieses Problem oder wir liegen eines Tages im Altenheim, klingeln - und niemand kommt, weil die Pflegefachkraft abgeschoben wurde und der Softwareentwickler, der das hätte finanzieren können, lieber nach Frankreich oder nach Singapur gegangen ist.</p><p>Zum Glück informieren sich internationale Fachkräfte nicht den ganzen Tag über Deutschland und bekommen nicht jede der ritualisierten Debatten mit, in denen öffentlich mit rassistischen Stereotypen gespielt wird. Aber eines haben alle verstanden: Dass man besser nicht in den Osten geht, weil dort eine Gesellschaft existiert, die Rassismus toleriert, wo Menschen dunkler Hautfarbe nicht sicher sind. Die Ostdeutschen zahlen heute dafür schon einen hohen Preis.&nbsp;</p><p>Chris argumentiert: Wenn ich schlecht über Ausländer spreche, dann erniedrige ich doch nicht die anderen, sondern vor allem mich selber. Wir führen immer noch dieselben Diskussionen wie vor 20, 30, 40 Jahren. Diese Debatten offenbaren vor allem, wie schlecht die Politik von den Menschen denkt. Offensichtlich nimmt sie ja an, mit den entsprechenden Reizworten Wähler:innen fangen zu können. Chris vertritt die These: Die meisten Menschen sind nicht so schlecht, wie es den Anschein hat. Sie vergessen nur manchmal, was sie wirklich als Wertefundament haben. Insofern könnte es helfen, nicht jeder Aufgeregtheit zu folgen.&nbsp;</p><p>Zum Schluss die Frage: Schaffen wir den Turnaround in Deutschland? Chris sagt: Wir sind gerade nach Spanien ausgewandert. Auch eine Antwort.&nbsp;</p><p><strong>Diese Woche zu Gast in der Zukunft:</strong> <a href="https://www.pyak.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Chris Pyak</a>, Karriere-Coach für internationale Fachkräfte und Autor des Buch „<a href="https://www.amazon.de/Chris-Pyak/e/B072W2258C%3Fref=dbs_a_mng_rwt_scns_share" rel="noopener noreferrer" target="_blank">How to win jobs and influence Germans</a>“  <a href="https://twitter.com/chris_pyak?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@chris_pyak</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland schneidet bei der Attraktivität für internationale Fachkräfte regelmäßig so gut ab wie beim Eurovision Song Contest. Sagt Chris Pyak, der als Karriere-Coach und Buchautor mit etlichen tausend Fachkräften gesprochen hat. Wir haben jahrzehntelang die Hände in den Schoß gelegt und uns einem Traumbild hingegeben. Die Härte und die Unmittelbarkeit, mit der das Problem zuschlagen wird, ist in der öffentlichen Debatte noch überhaupt nicht angekommen. Und das Problem ist: Uns fehlen Menschen.&nbsp;</p><p>Eine Gesellschaft, die Migration wertschätzt und in ihre DNA aufgenommen hat, ist produktiver, ist fairer, ist wohlhabender. Chris argumentiert: Bis Ende 2025 gehen in Deutschland mehr als 2,1 Mio Menschen mehr in den Ruhestand als von unten nachwachsen. Wir müssen die Lücke schließen, um den Status Quo zu wahren. Und: Wir müssen zusätzliche Kräfte entwickeln, um die zahlreichen Neu-Rentner zu versorgen. Dafür brauchen wir Geld, Ressourcen und Hände. Entweder wir lösen dieses Problem oder wir liegen eines Tages im Altenheim, klingeln - und niemand kommt, weil die Pflegefachkraft abgeschoben wurde und der Softwareentwickler, der das hätte finanzieren können, lieber nach Frankreich oder nach Singapur gegangen ist.</p><p>Zum Glück informieren sich internationale Fachkräfte nicht den ganzen Tag über Deutschland und bekommen nicht jede der ritualisierten Debatten mit, in denen öffentlich mit rassistischen Stereotypen gespielt wird. Aber eines haben alle verstanden: Dass man besser nicht in den Osten geht, weil dort eine Gesellschaft existiert, die Rassismus toleriert, wo Menschen dunkler Hautfarbe nicht sicher sind. Die Ostdeutschen zahlen heute dafür schon einen hohen Preis.&nbsp;</p><p>Chris argumentiert: Wenn ich schlecht über Ausländer spreche, dann erniedrige ich doch nicht die anderen, sondern vor allem mich selber. Wir führen immer noch dieselben Diskussionen wie vor 20, 30, 40 Jahren. Diese Debatten offenbaren vor allem, wie schlecht die Politik von den Menschen denkt. Offensichtlich nimmt sie ja an, mit den entsprechenden Reizworten Wähler:innen fangen zu können. Chris vertritt die These: Die meisten Menschen sind nicht so schlecht, wie es den Anschein hat. Sie vergessen nur manchmal, was sie wirklich als Wertefundament haben. Insofern könnte es helfen, nicht jeder Aufgeregtheit zu folgen.&nbsp;</p><p>Zum Schluss die Frage: Schaffen wir den Turnaround in Deutschland? Chris sagt: Wir sind gerade nach Spanien ausgewandert. Auch eine Antwort.&nbsp;</p><p><strong>Diese Woche zu Gast in der Zukunft:</strong> <a href="https://www.pyak.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Chris Pyak</a>, Karriere-Coach für internationale Fachkräfte und Autor des Buch „<a href="https://www.amazon.de/Chris-Pyak/e/B072W2258C%3Fref=dbs_a_mng_rwt_scns_share" rel="noopener noreferrer" target="_blank">How to win jobs and influence Germans</a>“  <a href="https://twitter.com/chris_pyak?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@chris_pyak</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-138-chris-pyak]]></link><guid isPermaLink="false">e5d85560-2d40-4925-85dd-ac6fcef3e6c8</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/6d09fef1-61f3-47ad-9da1-8a1e4eec191b/7JIs8-EENlkQ_sCz_yDdM3TW.jpg"/><pubDate>Thu, 19 Jan 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/126ad1b4-328d-4d45-824b-c7b40943a4b7/Folge-138-Pyak.mp3" length="72051067" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:31</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>138</itunes:episode><podcast:episode>138</podcast:episode></item><item><title>#137 Claus Sauter - Energie muss teurer werden</title><itunes:title>#137 Claus Sauter - Energie muss teurer werden</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein Podcast, aufgenommen noch vor den Auseinandersetzungen um #Lützerath - und doch wie ein aktuelles Hintergrundstück zur Energie. Claus Sauter ist Gründer und CEO von Verbio. Verbio macht die Energie in Biomasse nutzbar, heute meist als Biokraftstoff, perspektivisch in der chemischen Industrie. Claus sagt: Das Thema Energie haben wir nicht ernst genug genommen. Das war zu lapidar. Wir brauchen eine de-carbonisierte Welt und dafür geht es nicht mit einem „Weiter so!“. Wir brauchen mehr als den Ersatz fossiler Energien durch erneuerbare; wir müssen die Verschwendung beenden. Ein notwendiger Schritt: Energie muss teurer werden.&nbsp;</p><p>Was fehlt? Der große Plan, der orientierende Rahmen aus der Politik. Und wir müssen unsere Bräsigkeit ablegen, Geschwindigkeit aufnehmen. Claus beschreibt unsere Situation als klares entweder-oder: Entweder wir können nicht auf jeden Rücksicht nehmen - oder wir werden gewaltige Wohlstandsverluste hinnehmen müssen. Als gebürtiger Bayer regt er sich heftig über das dort de facto bestehende Verbot auf, neue Windkraftanlagen zu errichten. Wir ersticken in selbst verursachter Bürokratie. Dabei hat die Politik den Auftrag zum Gestalten. Und wenn künftige Energieversorgung bedeutet, dass wir Teile der Landschaft verspargeln oder verspiegeln, dann muss die Politik hier die Auseinandersetzung und die Konfrontation mit der Bevölkerung suchen. Der Wandel weg von fossilen Energien ist möglich, er ist finanzierbar, er ist technisch gelöst. Wir müssen nur machen. Allerdings haben wir noch nicht einmal richtig angefangen.&nbsp;</p><p>Der Blick nach vorn: Claus schätzt, dass wir es auch bis 2050 kaum schaffen werden, uns energetisch auf eine neue Grundlage zu stellen. Natürlich könnten wir den Schalter direkt umlegen und bis 2030 Fakten schaffen. Ob unsere Gesellschaft das allerdings aushält? Die Zeit, die wir gebraucht hätten, haben wir in den vergangenen 20 Jahren verschenkt. In dieser Zeit ist nichts geschehen. Die Dramatik der Situation, so Claus’ Einschätzung, ist weder in der Gesellschaft noch in der Politik schon angekommen. Wir nehmen jeden Tag 100 Millionen Fass Öl aus dem Boden plus Gas, plus Kohle - und den größten Teil davon verbrennen wir. Eine Tonne Kohle ergibt verbrannt drei Tonnen CO2. Das kann jede:r begreifen. Wer Kinder hat und das nicht ernsthaft in Frage stellt, handelt verantwortungslos, ist ein reiner Egoist. Solche Leute sind eigentlich verabscheuungswürdig. Sagt Claus. Michael stimmt zu.&nbsp;</p><p><strong>Diese Woche zu Gast in der Zukunft:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/claus-sauter-verbio" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Claus Sauter</a>, Gründer und CEO von <a href="https://www.verbio.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Verbio</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Podcast, aufgenommen noch vor den Auseinandersetzungen um #Lützerath - und doch wie ein aktuelles Hintergrundstück zur Energie. Claus Sauter ist Gründer und CEO von Verbio. Verbio macht die Energie in Biomasse nutzbar, heute meist als Biokraftstoff, perspektivisch in der chemischen Industrie. Claus sagt: Das Thema Energie haben wir nicht ernst genug genommen. Das war zu lapidar. Wir brauchen eine de-carbonisierte Welt und dafür geht es nicht mit einem „Weiter so!“. Wir brauchen mehr als den Ersatz fossiler Energien durch erneuerbare; wir müssen die Verschwendung beenden. Ein notwendiger Schritt: Energie muss teurer werden.&nbsp;</p><p>Was fehlt? Der große Plan, der orientierende Rahmen aus der Politik. Und wir müssen unsere Bräsigkeit ablegen, Geschwindigkeit aufnehmen. Claus beschreibt unsere Situation als klares entweder-oder: Entweder wir können nicht auf jeden Rücksicht nehmen - oder wir werden gewaltige Wohlstandsverluste hinnehmen müssen. Als gebürtiger Bayer regt er sich heftig über das dort de facto bestehende Verbot auf, neue Windkraftanlagen zu errichten. Wir ersticken in selbst verursachter Bürokratie. Dabei hat die Politik den Auftrag zum Gestalten. Und wenn künftige Energieversorgung bedeutet, dass wir Teile der Landschaft verspargeln oder verspiegeln, dann muss die Politik hier die Auseinandersetzung und die Konfrontation mit der Bevölkerung suchen. Der Wandel weg von fossilen Energien ist möglich, er ist finanzierbar, er ist technisch gelöst. Wir müssen nur machen. Allerdings haben wir noch nicht einmal richtig angefangen.&nbsp;</p><p>Der Blick nach vorn: Claus schätzt, dass wir es auch bis 2050 kaum schaffen werden, uns energetisch auf eine neue Grundlage zu stellen. Natürlich könnten wir den Schalter direkt umlegen und bis 2030 Fakten schaffen. Ob unsere Gesellschaft das allerdings aushält? Die Zeit, die wir gebraucht hätten, haben wir in den vergangenen 20 Jahren verschenkt. In dieser Zeit ist nichts geschehen. Die Dramatik der Situation, so Claus’ Einschätzung, ist weder in der Gesellschaft noch in der Politik schon angekommen. Wir nehmen jeden Tag 100 Millionen Fass Öl aus dem Boden plus Gas, plus Kohle - und den größten Teil davon verbrennen wir. Eine Tonne Kohle ergibt verbrannt drei Tonnen CO2. Das kann jede:r begreifen. Wer Kinder hat und das nicht ernsthaft in Frage stellt, handelt verantwortungslos, ist ein reiner Egoist. Solche Leute sind eigentlich verabscheuungswürdig. Sagt Claus. Michael stimmt zu.&nbsp;</p><p><strong>Diese Woche zu Gast in der Zukunft:</strong> <a href="https://de.linkedin.com/in/claus-sauter-verbio" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Claus Sauter</a>, Gründer und CEO von <a href="https://www.verbio.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Verbio</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-137-claus-sauter]]></link><guid isPermaLink="false">2fd4b728-e2f7-4648-9c47-8a09c8193778</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/40d42a30-dccb-410c-bd80-3ff9a76d24a7/owqzFcEa-0I4EHH5uJpHDY-2.jpg"/><pubDate>Thu, 12 Jan 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/82f94ec3-ab9a-4695-84b9-b6476a4d01d5/Folge-137-Sauter.mp3" length="79945480" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:38</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>137</itunes:episode><podcast:episode>137</podcast:episode></item><item><title>#136 Olaf Otto Becker – Kunst vs. Kartoffelpüree</title><itunes:title>#136 Olaf Otto Becker – Kunst vs. Kartoffelpüree</itunes:title><description><![CDATA[<p>Kartoffelpüree oder Tomatensaft auf Kunst - wie ist die Perspektive von Kunst auf die "Letzte Generation" und ihr Bild von Zukunft? Olaf Otto Becker ist Fotograf. In seiner Kunst befasst er sich mit den Spuren des Menschen in der Natur. In vielen Reisen hat er sich damit beschäftigt, wie der Mensch unwiederbringlich Natur schädigt - und was er dabei überhaupt zerstört. Er zeigt Schlachtfelder im Regenwald von Borneo, geschaffen um Platz für Palmölplantagen zu schaffen. Oder das Schmelzen der Gletscher in Grönland. Zum Teil sind das sehr schöne Bilder der Transformation, zugleich schrecklich, wenn man die Entwicklung zu Ende denkt. Und es wird so weitergehen. Diese Aussichtslosigkeit, so Olaf, ist deprimierend und gleichzeitig eine Feststellung, wie die Welt funktioniert. Mein eigenes Verhalten kann ich verändern, aber nicht das Verhalten aller Menschen weltweit. </p><p>Olaf sagt: Die Verzweiflung der letzten Generation macht traurig. Kartoffelbrei auf Kunst zu werfen, ist an sich eine vollständig sinnlose Tätigkeit. Aber die Verzweiflung dahinter ist echt. Wird das Ziel mit diesen Aktionen damit erreicht? Noch größer gefragt: Ist dem Klima geholfen, wenn das weltweit passiert, wenn alle unsere kulturellen Erzeugnisse zur Zielscheibe von Tomatensaft und Kartoffelbrei werden? Olafs Einschätzung: Ein Kunstwerk wird missbraucht. Sie wird als Geisel genommen, um ein anderes Thema in den Fokus zu bringen. </p><p>Ob wir nun aber die letzte Generation sind oder nicht: Ganz offensichtlich brauchen wir Menschen ein neu justiertes Bild zur eigenen Rolle in der Natur. Die bisherigen Begriffe und Bilder haben ausgedient. Ein Schlüssel dafür kann Kunst sein, neue Formen des Ausdrucks zu entwickeln, uns zu sensibilisieren, Bilder anzubieten. </p><p>Wir sind ein Teil der Natur, die uns hervorgebracht hat. Sind aber inzwischen ein so dominanter Teil der Natur geworden, dass sie irgendwann zusammenfallen wird. Wir wachsen wie ein Heuschreckenschwarm, der irgendwann so groß ist, dass er nicht mehr genug Nahrung findet und kollabiert. Ein Gärtner, der für die Hege und Pflege der Erde zuständig wäre, würde uns wahrscheinlich entfernen - oder mindestens stark zurückschneiden. </p><p>Panik hilft uns nicht weiter. Ein mögliches Bild: Wir brauchen jede: einzelne:n im Sinne der Gemeinschaft, es braucht koordinierte Aktion, die nur Politik und Gesetze bewirken können. Und wenn wir noch mehr werden? Dann müssen wir noch genauer kontrollieren, dass die Vorgaben auch eingehalten werden. Das bedeutet: Wir können uns die Freiheit nicht mehr erlauben, dass jede:r im Prinzip machen kann, was jede:r will. Das Ergebnis ist im Prinzip eine Art von Diktatur. Aber ist das ein positives Bild? Gute Diktatoren gibt es bekanntlich nicht. Aber wenn wir dieses Bild nicht wollen, dann müssen wir überlegen: Was wollen wir dann? Was wären wünschenswerte Bilder? Die Kunst kann hier Bilder hinwerfen und die Diskussion anregen. Und genau diese brauchen wir. </p><p><strong>Diese Woche zu Gast in der Zukunft:</strong></p><p><a href="https://www.olafottobecker.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Olaf Otto Becker</a>, Künstler und Fotograf.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Kartoffelpüree oder Tomatensaft auf Kunst - wie ist die Perspektive von Kunst auf die "Letzte Generation" und ihr Bild von Zukunft? Olaf Otto Becker ist Fotograf. In seiner Kunst befasst er sich mit den Spuren des Menschen in der Natur. In vielen Reisen hat er sich damit beschäftigt, wie der Mensch unwiederbringlich Natur schädigt - und was er dabei überhaupt zerstört. Er zeigt Schlachtfelder im Regenwald von Borneo, geschaffen um Platz für Palmölplantagen zu schaffen. Oder das Schmelzen der Gletscher in Grönland. Zum Teil sind das sehr schöne Bilder der Transformation, zugleich schrecklich, wenn man die Entwicklung zu Ende denkt. Und es wird so weitergehen. Diese Aussichtslosigkeit, so Olaf, ist deprimierend und gleichzeitig eine Feststellung, wie die Welt funktioniert. Mein eigenes Verhalten kann ich verändern, aber nicht das Verhalten aller Menschen weltweit. </p><p>Olaf sagt: Die Verzweiflung der letzten Generation macht traurig. Kartoffelbrei auf Kunst zu werfen, ist an sich eine vollständig sinnlose Tätigkeit. Aber die Verzweiflung dahinter ist echt. Wird das Ziel mit diesen Aktionen damit erreicht? Noch größer gefragt: Ist dem Klima geholfen, wenn das weltweit passiert, wenn alle unsere kulturellen Erzeugnisse zur Zielscheibe von Tomatensaft und Kartoffelbrei werden? Olafs Einschätzung: Ein Kunstwerk wird missbraucht. Sie wird als Geisel genommen, um ein anderes Thema in den Fokus zu bringen. </p><p>Ob wir nun aber die letzte Generation sind oder nicht: Ganz offensichtlich brauchen wir Menschen ein neu justiertes Bild zur eigenen Rolle in der Natur. Die bisherigen Begriffe und Bilder haben ausgedient. Ein Schlüssel dafür kann Kunst sein, neue Formen des Ausdrucks zu entwickeln, uns zu sensibilisieren, Bilder anzubieten. </p><p>Wir sind ein Teil der Natur, die uns hervorgebracht hat. Sind aber inzwischen ein so dominanter Teil der Natur geworden, dass sie irgendwann zusammenfallen wird. Wir wachsen wie ein Heuschreckenschwarm, der irgendwann so groß ist, dass er nicht mehr genug Nahrung findet und kollabiert. Ein Gärtner, der für die Hege und Pflege der Erde zuständig wäre, würde uns wahrscheinlich entfernen - oder mindestens stark zurückschneiden. </p><p>Panik hilft uns nicht weiter. Ein mögliches Bild: Wir brauchen jede: einzelne:n im Sinne der Gemeinschaft, es braucht koordinierte Aktion, die nur Politik und Gesetze bewirken können. Und wenn wir noch mehr werden? Dann müssen wir noch genauer kontrollieren, dass die Vorgaben auch eingehalten werden. Das bedeutet: Wir können uns die Freiheit nicht mehr erlauben, dass jede:r im Prinzip machen kann, was jede:r will. Das Ergebnis ist im Prinzip eine Art von Diktatur. Aber ist das ein positives Bild? Gute Diktatoren gibt es bekanntlich nicht. Aber wenn wir dieses Bild nicht wollen, dann müssen wir überlegen: Was wollen wir dann? Was wären wünschenswerte Bilder? Die Kunst kann hier Bilder hinwerfen und die Diskussion anregen. Und genau diese brauchen wir. </p><p><strong>Diese Woche zu Gast in der Zukunft:</strong></p><p><a href="https://www.olafottobecker.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Olaf Otto Becker</a>, Künstler und Fotograf.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-136-olaf-otto-becker]]></link><guid isPermaLink="false">9c6daff4-8666-44a2-9e92-edd1f51220a3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d09eae50-45d0-426a-9924-f21b50f3b2d6/9jbVbkSfj9W1QIgF8mZmdvFL.jpg"/><pubDate>Thu, 05 Jan 2023 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/671d2024-3233-4066-b22f-8ab8258e8b1c/Folge-136-Becker.mp3" length="84462783" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:59</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>136</itunes:episode><podcast:episode>136</podcast:episode></item><item><title>#135 Julia Gámez Martin @ Suchtpotenzial: Unser Wort des Jahres 2023 ist &quot;Mut&quot;</title><itunes:title>#135 Julia Gámez Martin @ Suchtpotenzial: Unser Wort des Jahres 2023 ist &quot;Mut&quot;</itunes:title><description><![CDATA[<p>Unsere kleine Silvestertradition: Die Podcastfolge zum Jahreswechsel mit Suchtpotenzial, in diesem Jahr mit Julia. </p><p>Julias Credo für 2023 ist Mut. Wir brauchen mehr Mut. Und Mut braucht große Schritte, nicht kleine. Dafür ist es Zeit. Mut für Veranstalter:innen bei der Programmgestaltung. Mut bei Künstler:innen, neues auszuprobieren. Mut auch beim Publikum, sich nicht immer dasselbe anzuschauen. Und das gilt darüber hinaus: Mut in der Gesellschaft, zu den eigenen Werten zu stehen. Mut in der Politik, nicht vorschnell vor der ersten quakenden Kleingruppe einzuknicken. </p><p>Das Jahr 2022 war ein großer Resilienztest. Es gibt zahlreiche Themen, bei denen es wirklich schwer fällt, einen humoristischen Dreh zu finden. Wo steht die Kunst nach drei Jahren Corona? Suchtpotenzial selber haben das Jahr halbwegs gut überstanden. Aber woher kommt der Nachwuchs? Woher kommen neue Gesichter und Stimmen, wenn die Reihen vor den Bühnen leer bleiben? Julia sagt: Wir müssen wirklich ehrlich sein mit dem potenziellen Nachwuchs. Gleichzeitig fehlt es damit an Vielfalt. Wenn es ohnehin eng ist, setzen sich eher die durch, die die breite Masse erreichen, als diejenigen, die hohe Qualität testen, ausprobieren und entwickeln. Solange sich Medien und Öffentlichkeit sich nicht trauen, werden wir uns selbst das kreative Potenzial von morgen abschneiden. </p><p>Mut würde auch zu mehr Diversität auf Bühnen führen. Die ersten Line-Ups für die großen Festivals 2023 wirkt hier allerdings wie ein Dämpfer. Auch für das neue Jahr sind wieder Festivals angekündigt, die ausschließlich Männer als Headliner aufbieten. Julia und Michael sind im Gespräch nur kurz versucht, ein gewisses Verständnis zu zeigen. Dann aber doch nicht. </p><p>Was wir nicht mehr sehen wollen: Der nächste herbeigeredete angebliche Skandal, weil wieder jemand angeblich gecancelt wurde. Cancel Culture ist der neue extratiefe Ausschnitt bei der Suche nach Aufmerksamkeit und neuen Fans. Langweilig, abgeschmackt, vorhersehbar. Und die wirklichen Probleme liegen ganz woanders. In Ländern zum Beispiel, in denen freie Meinungsäußerung zu wirklich drastischen Problemen führt. Julias zentraler Wunsch für 2023: Dass sich der Mut der iranischen Frauen als tragfähig erweist; dann können wir alle an Mut glauben. </p><p>Und der Vollständigkeit halber: Wer Suchtpotenzial noch nicht live gesehen hat, hat definitiv etwas für 2023 vor. Und wer sie schon live gesehen hat, wird es ohnehin noch einmal wollen. </p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.juliagamezmartin.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Julia Gámez Martin,</a> Künstlerin, Comedian und Musikerin. Gemeinsam mit Ariane Müller bildet sie das Duo "<a href="https://www.suchtpotenzial.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Suchtpotenzial</a>".</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Unsere kleine Silvestertradition: Die Podcastfolge zum Jahreswechsel mit Suchtpotenzial, in diesem Jahr mit Julia. </p><p>Julias Credo für 2023 ist Mut. Wir brauchen mehr Mut. Und Mut braucht große Schritte, nicht kleine. Dafür ist es Zeit. Mut für Veranstalter:innen bei der Programmgestaltung. Mut bei Künstler:innen, neues auszuprobieren. Mut auch beim Publikum, sich nicht immer dasselbe anzuschauen. Und das gilt darüber hinaus: Mut in der Gesellschaft, zu den eigenen Werten zu stehen. Mut in der Politik, nicht vorschnell vor der ersten quakenden Kleingruppe einzuknicken. </p><p>Das Jahr 2022 war ein großer Resilienztest. Es gibt zahlreiche Themen, bei denen es wirklich schwer fällt, einen humoristischen Dreh zu finden. Wo steht die Kunst nach drei Jahren Corona? Suchtpotenzial selber haben das Jahr halbwegs gut überstanden. Aber woher kommt der Nachwuchs? Woher kommen neue Gesichter und Stimmen, wenn die Reihen vor den Bühnen leer bleiben? Julia sagt: Wir müssen wirklich ehrlich sein mit dem potenziellen Nachwuchs. Gleichzeitig fehlt es damit an Vielfalt. Wenn es ohnehin eng ist, setzen sich eher die durch, die die breite Masse erreichen, als diejenigen, die hohe Qualität testen, ausprobieren und entwickeln. Solange sich Medien und Öffentlichkeit sich nicht trauen, werden wir uns selbst das kreative Potenzial von morgen abschneiden. </p><p>Mut würde auch zu mehr Diversität auf Bühnen führen. Die ersten Line-Ups für die großen Festivals 2023 wirkt hier allerdings wie ein Dämpfer. Auch für das neue Jahr sind wieder Festivals angekündigt, die ausschließlich Männer als Headliner aufbieten. Julia und Michael sind im Gespräch nur kurz versucht, ein gewisses Verständnis zu zeigen. Dann aber doch nicht. </p><p>Was wir nicht mehr sehen wollen: Der nächste herbeigeredete angebliche Skandal, weil wieder jemand angeblich gecancelt wurde. Cancel Culture ist der neue extratiefe Ausschnitt bei der Suche nach Aufmerksamkeit und neuen Fans. Langweilig, abgeschmackt, vorhersehbar. Und die wirklichen Probleme liegen ganz woanders. In Ländern zum Beispiel, in denen freie Meinungsäußerung zu wirklich drastischen Problemen führt. Julias zentraler Wunsch für 2023: Dass sich der Mut der iranischen Frauen als tragfähig erweist; dann können wir alle an Mut glauben. </p><p>Und der Vollständigkeit halber: Wer Suchtpotenzial noch nicht live gesehen hat, hat definitiv etwas für 2023 vor. Und wer sie schon live gesehen hat, wird es ohnehin noch einmal wollen. </p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.juliagamezmartin.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Julia Gámez Martin,</a> Künstlerin, Comedian und Musikerin. Gemeinsam mit Ariane Müller bildet sie das Duo "<a href="https://www.suchtpotenzial.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Suchtpotenzial</a>".</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-135-Julia-Gamez-Martin]]></link><guid isPermaLink="false">70cb6d29-fda9-4bc8-b4b0-6b00b177b701</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/607ec924-d43f-4efe-bf43-1f8a21e1cb46/u-r1u2Vf9fe2Ord62HwOuc6j.jpg"/><pubDate>Thu, 29 Dec 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/fca42891-8c77-4459-8d65-2c5aa6843969/Folge-135-Julia-Gamez-Martin.mp3" length="75998274" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:35</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>135</itunes:episode><podcast:episode>135</podcast:episode></item><item><title>#134 Micha Fritz – Viva con Agua: Strukturelles simples sexy soziales Engagement</title><itunes:title>#134 Micha Fritz – Viva con Agua: Strukturelles simples sexy soziales Engagement</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Der Baum ist geschmückt, die jahreszeitlich passenden Melodien erklingen, das ebenfalls jahreszeitlich passende leichte Übergewicht kündigt sich in der Leibesmitte an. Hoffnungslos unterbezahlte, aber dafür ebenso hoffnungslos überlastete Paketboten tragen alles, was der Konsum so hergibt, durch die Gegend. Kurzum: Es weihnachtet.&nbsp;</p><p>Micha und Micha diskutieren in dieser Folge, wie es um die Welt steht. Wieviel heile Welt bleibt übrig, wenn wir genau hinschauen? Micha Fritz ist einer der Köpfe von Viva con Agua. Er engagiert sich dafür, dass Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Vor 16 Jahren gab es weltweit noch 1,2 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Heute sind es immer noch 560 Millionen. Es passiert einiges, aber es ist eben noch lange nicht genug.&nbsp;</p><p>Viva con Agua hat von Anfang an auf positiven Aktivismus gesetzt. Statt das Leid zu inszenieren und mit Bildern von Unterernährung, Armut und HIV alte Konstrukte zu bedienen, setzt Micha auf die Attraktivität eienr positiven Bewegung. Die erste Veranstaltung von Viva con Agua war eine Lesung: „Penisverletzungen durch Masturbation mit Staubsaugern“, gelesen von Heinz Strunk und Tim Mälzer.</p><p>Micha sagt: Was Viva con Agua wirklich ausmacht, ist strukturelles simples sexy soziales Engagement. Das Angebot geht über Pfandbecher, das eigene Wasser, ein Kunstfestival im Stadion des FC St.Pauli, eigenes Klopapier, ein Musiklabel und das zukünftige Villa Viva Hotel Projekt. Vor Corona sammelten sie über eine Million Pfandbecher auf allen großen Festivals und ließen sich dabei von etlichen Promis unterstützen. Wir alle kennen das Bild von Clueso der sich auf der Bühne mit Pfandbechern abwerfen ließ. Wasser für Wasser, Klopapier für Toiletten, einfach und simple zu verstehen.&nbsp;</p><p>Wer vorhat, Viva con Agua zu imitieren: Nur zu. Micha sagt: Fang einfach an, es gibt kein Richtig, es gibt kein Falsch. So etwas wie einen Masterplan gibt es nicht. Dein Plan kann der beste Plan aller Zeiten sein, er wird ohnehin nicht eintreffen. Sei leidenschaftlich und umarme die Menschen, die dir sagen: Das geht nicht. Nimm dich nicht so wichtig und bau das System so Open Source und so divers wie möglich. Hauptsache, du bist nicht die Schnittstelle für alles. Sei transparent, bau dir ein geiles Team und beteilige es. Aber vor allem: Leg los.&nbsp;</p><p>Dann wird auch Weihnachten.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.michafritz.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Fritz,</a>&nbsp;Conceptual activist for a better tomorrow, Co-Founder of <a href="https://www.vivaconagua.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Viva con Agua,</a> <a href="https://www.millerntorgallery.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Millerntor Gallery,</a> <a href="https://goldeimer.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Goldeimer</a>, <a href="https://www.villaviva-gasthaus.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Villa Viva,</a> Social Entrepeneur</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Der Baum ist geschmückt, die jahreszeitlich passenden Melodien erklingen, das ebenfalls jahreszeitlich passende leichte Übergewicht kündigt sich in der Leibesmitte an. Hoffnungslos unterbezahlte, aber dafür ebenso hoffnungslos überlastete Paketboten tragen alles, was der Konsum so hergibt, durch die Gegend. Kurzum: Es weihnachtet.&nbsp;</p><p>Micha und Micha diskutieren in dieser Folge, wie es um die Welt steht. Wieviel heile Welt bleibt übrig, wenn wir genau hinschauen? Micha Fritz ist einer der Köpfe von Viva con Agua. Er engagiert sich dafür, dass Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Vor 16 Jahren gab es weltweit noch 1,2 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Heute sind es immer noch 560 Millionen. Es passiert einiges, aber es ist eben noch lange nicht genug.&nbsp;</p><p>Viva con Agua hat von Anfang an auf positiven Aktivismus gesetzt. Statt das Leid zu inszenieren und mit Bildern von Unterernährung, Armut und HIV alte Konstrukte zu bedienen, setzt Micha auf die Attraktivität eienr positiven Bewegung. Die erste Veranstaltung von Viva con Agua war eine Lesung: „Penisverletzungen durch Masturbation mit Staubsaugern“, gelesen von Heinz Strunk und Tim Mälzer.</p><p>Micha sagt: Was Viva con Agua wirklich ausmacht, ist strukturelles simples sexy soziales Engagement. Das Angebot geht über Pfandbecher, das eigene Wasser, ein Kunstfestival im Stadion des FC St.Pauli, eigenes Klopapier, ein Musiklabel und das zukünftige Villa Viva Hotel Projekt. Vor Corona sammelten sie über eine Million Pfandbecher auf allen großen Festivals und ließen sich dabei von etlichen Promis unterstützen. Wir alle kennen das Bild von Clueso der sich auf der Bühne mit Pfandbechern abwerfen ließ. Wasser für Wasser, Klopapier für Toiletten, einfach und simple zu verstehen.&nbsp;</p><p>Wer vorhat, Viva con Agua zu imitieren: Nur zu. Micha sagt: Fang einfach an, es gibt kein Richtig, es gibt kein Falsch. So etwas wie einen Masterplan gibt es nicht. Dein Plan kann der beste Plan aller Zeiten sein, er wird ohnehin nicht eintreffen. Sei leidenschaftlich und umarme die Menschen, die dir sagen: Das geht nicht. Nimm dich nicht so wichtig und bau das System so Open Source und so divers wie möglich. Hauptsache, du bist nicht die Schnittstelle für alles. Sei transparent, bau dir ein geiles Team und beteilige es. Aber vor allem: Leg los.&nbsp;</p><p>Dann wird auch Weihnachten.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.michafritz.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Fritz,</a>&nbsp;Conceptual activist for a better tomorrow, Co-Founder of <a href="https://www.vivaconagua.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Viva con Agua,</a> <a href="https://www.millerntorgallery.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Millerntor Gallery,</a> <a href="https://goldeimer.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Goldeimer</a>, <a href="https://www.villaviva-gasthaus.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Villa Viva,</a> Social Entrepeneur</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-134-micha-fritz]]></link><guid isPermaLink="false">127dfd54-fdfe-46d1-93d2-9b0d03e4a660</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/40168f8f-416c-4da9-b01a-db01a358272b/7Vc0FLWHWnNgomRzbc2QOlCI.jpg"/><pubDate>Thu, 22 Dec 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/5c1e263f-52f5-4234-80ee-418b1c1cd4a4/Folge-134-Fritz.mp3" length="120033619" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>01:02:31</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>134</itunes:episode><podcast:episode>134</podcast:episode></item><item><title>#133 Wolfgang Cramer – Nur globale Gerechtigkeit sichert unser Überleben</title><itunes:title>#133 Wolfgang Cramer – Nur globale Gerechtigkeit sichert unser Überleben</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Unbequeme Einsichten: Auf gar keinen Fall kann man sich ein langfristiges Überleben der Menschheit vorstellen, wenn die globale Ungleichheit nicht abgebaut wird. Im Moment sprechen wir darüber zu helfen. Als ob es darum ginge. Dabei helfen wir nur, die von uns selbst verursachten Schäden abzufedern. Stattdessen müssen wir über Verantwortlichkeit sprechen. Das sagt Wolfgang Cramer, Geograph und Klimaforscher in Deutschland und Frankreich, seit vielen Jahren einer der Autoren der Weltklimaberichte.&nbsp;</p><p>Das globale Ungleichgewicht ist seit vierzig Jahren benannt und verschärft sich. Auf der jüngsten Klimakonferenz wurde es mal thematisiert und ein Fonds eingerichtet, allerdings ohne ausreichende Mittel. Das ist eine Frechheit, so Wolfgang.&nbsp;</p><p>Zur Klimakrise trägt Wolfgang einen gehörigen Pessimismus in sich: Eine Perspektive auf 1,5 Grad existiert schlicht nicht mehr. Ein Fall von selbst Schuld; die nötige Transformation wäre gut machbar, allerdings hätte sie längst begonnen haben müssen. Hat sie nicht. Was ist dann realistisch? Wolfgang betont: Das ist keine wissenschaftliche, sondern rein politische Frage. Wir könnten mehr als wir selber glauben. Aber Wolfgang ist skeptisch.&nbsp;</p><p>Parallel mindestens so folgenschwer ist die Krise der Biodiversität. Wir verlieren nicht nur Arten, sondern ganze Ökosysteme. Das hat ganz handfeste Folgen für uns selbst, für den Menschen. Wir verlieren die tropischen Korallenriffe und das arktische Seeeis. Allein davon hängen bis zu einer Milliarde Menschen auch ökonomisch ab. Tourismus, Fischerei, Nahrung – wir verlieren einen wesentlichen Teil unserer Nahrungsgrundlage. Dasselbe Bild zeigt sich in der Landwirtschaft. Anders als wir vielfach glauben sichert nicht die hochgezüchtete Monokultur die landwirtschaftliche Produktion. Im Gegenteil. Wir verlieren aktuell das Ökosystem Boden und entziehen damit der Nahrung im wahrsten Sinne die Grundlage.&nbsp;</p><p>Wir stehen vor erheblichen Konflikten, die national sehr unterschiedlich ausgetragen werden. Wenn der Druck weiter steigt, wie tragen wir diese Konflikte richtig aus? Lassen wir uns ablenken und streiten über Migration oder Kosten oder gelingt es uns, die eigentliche Frage in den Vordergrund zu stellen? Wolfgang sagt: Wir benötigen eine ernsthafte Diskussion, ob wir tatsächlich nur möglichst viele, möglichst große Autos bauen und auf dem ganzen Planeten verkaufen müssen – und dann wird schon alles gut. Das ist der Kern.&nbsp;</p><p>Wolfgang kommt aus einer Tradition, in der Wissenschaftler:innen einen vollständig neutralen Blick haben müssen. Die Wissenschaft liefert Fakten und überlässt es den gesellschaftlichen Kräften, über die Konsequenzen zu diskutieren. Diese Position empfindet Wolfgang als zunehmend absurd und positioniert sich heute anders. Jede Art von Protest muss gewaltfrei sein. Aber Straßenblockaden oder symbolische Aktionen sind ganz offensichtlich notwendig.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.imbe.fr/wolfgang-cramer?lang=fr" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Cramer,</a>&nbsp;Geograph und Klimaforscher, war lange Professor in Potsdam, forscht und lehrt in Frankreich und ist einer der Mitautoren der Weltklimaberichte</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Unbequeme Einsichten: Auf gar keinen Fall kann man sich ein langfristiges Überleben der Menschheit vorstellen, wenn die globale Ungleichheit nicht abgebaut wird. Im Moment sprechen wir darüber zu helfen. Als ob es darum ginge. Dabei helfen wir nur, die von uns selbst verursachten Schäden abzufedern. Stattdessen müssen wir über Verantwortlichkeit sprechen. Das sagt Wolfgang Cramer, Geograph und Klimaforscher in Deutschland und Frankreich, seit vielen Jahren einer der Autoren der Weltklimaberichte.&nbsp;</p><p>Das globale Ungleichgewicht ist seit vierzig Jahren benannt und verschärft sich. Auf der jüngsten Klimakonferenz wurde es mal thematisiert und ein Fonds eingerichtet, allerdings ohne ausreichende Mittel. Das ist eine Frechheit, so Wolfgang.&nbsp;</p><p>Zur Klimakrise trägt Wolfgang einen gehörigen Pessimismus in sich: Eine Perspektive auf 1,5 Grad existiert schlicht nicht mehr. Ein Fall von selbst Schuld; die nötige Transformation wäre gut machbar, allerdings hätte sie längst begonnen haben müssen. Hat sie nicht. Was ist dann realistisch? Wolfgang betont: Das ist keine wissenschaftliche, sondern rein politische Frage. Wir könnten mehr als wir selber glauben. Aber Wolfgang ist skeptisch.&nbsp;</p><p>Parallel mindestens so folgenschwer ist die Krise der Biodiversität. Wir verlieren nicht nur Arten, sondern ganze Ökosysteme. Das hat ganz handfeste Folgen für uns selbst, für den Menschen. Wir verlieren die tropischen Korallenriffe und das arktische Seeeis. Allein davon hängen bis zu einer Milliarde Menschen auch ökonomisch ab. Tourismus, Fischerei, Nahrung – wir verlieren einen wesentlichen Teil unserer Nahrungsgrundlage. Dasselbe Bild zeigt sich in der Landwirtschaft. Anders als wir vielfach glauben sichert nicht die hochgezüchtete Monokultur die landwirtschaftliche Produktion. Im Gegenteil. Wir verlieren aktuell das Ökosystem Boden und entziehen damit der Nahrung im wahrsten Sinne die Grundlage.&nbsp;</p><p>Wir stehen vor erheblichen Konflikten, die national sehr unterschiedlich ausgetragen werden. Wenn der Druck weiter steigt, wie tragen wir diese Konflikte richtig aus? Lassen wir uns ablenken und streiten über Migration oder Kosten oder gelingt es uns, die eigentliche Frage in den Vordergrund zu stellen? Wolfgang sagt: Wir benötigen eine ernsthafte Diskussion, ob wir tatsächlich nur möglichst viele, möglichst große Autos bauen und auf dem ganzen Planeten verkaufen müssen – und dann wird schon alles gut. Das ist der Kern.&nbsp;</p><p>Wolfgang kommt aus einer Tradition, in der Wissenschaftler:innen einen vollständig neutralen Blick haben müssen. Die Wissenschaft liefert Fakten und überlässt es den gesellschaftlichen Kräften, über die Konsequenzen zu diskutieren. Diese Position empfindet Wolfgang als zunehmend absurd und positioniert sich heute anders. Jede Art von Protest muss gewaltfrei sein. Aber Straßenblockaden oder symbolische Aktionen sind ganz offensichtlich notwendig.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.imbe.fr/wolfgang-cramer?lang=fr" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Cramer,</a>&nbsp;Geograph und Klimaforscher, war lange Professor in Potsdam, forscht und lehrt in Frankreich und ist einer der Mitautoren der Weltklimaberichte</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-133-wolfgang-cramer]]></link><guid isPermaLink="false">4b60e73a-f68f-491f-94f6-73f2086a5d21</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8f9c304e-2941-410e-963f-bd36dbecc41a/UjvMjy6cv-MXy8z6_2wK258I.jpg"/><pubDate>Thu, 15 Dec 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/fb8ca636-916f-44fe-b363-060cf5ac45aa/Folge-133-Cramer.mp3" length="83035871" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>43:15</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>133</itunes:episode><podcast:episode>133</podcast:episode></item><item><title>#132 Ralf Gladis – Wer will morgen schon noch Bargeld?</title><itunes:title>#132 Ralf Gladis – Wer will morgen schon noch Bargeld?</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ralf Gladis ist Gründer und CEO von Computop. Computop? Haben wir alle genutzt, wahrscheinlich sogar diese Woche. Computop ist der führende Payment Service Provider in Deutschland. Wer bislang dachte, die Banken würden das Geld von A nach B bringen: Nein. Über viele Jahre haben zumindest europäische Banken die Entwicklung verschlafen und heute kommen sie kaum hinterher. So schließen andere diese Lücke.&nbsp;</p><p>Ralf sagt: Bargeld ist für die meisten Menschen heute schon völlig überflüssig, für kleine wie für große Summen. Es ist nicht sicherer und schon gar nicht bequemer als diverse digitale Zahlungsoptionen. Allerdings erinnert Ralf daran: Auch in Europa gibt es nennenswert viele „unbanked people“, die keinen vollen Zugang zu Bankdienstleistungen haben. Für diese Menschen braucht es auf Sicht weiter Bargeld.&nbsp;</p><p>Woher kommt das Märchen, die Deutschen würden das Bargeld so sehr lieben? Ein Faktor, da ist Ralf sich sicher, liegt bei den Banken. Die haben uns nie wirklich vor Augen geführt, welche Möglichkeiten im Digitalen entstehen. Wir hatten ja nichts außer einer ziemlich dummen Girocard. Und wer die Alternative nicht kennt, der liebt das, was er oder sie hat. Und wenn es Bargeld ist.</p><p>Eine wichtige Erkenntnis aus dem Gespräch mit Ralf: Die wirklich wichtigen Veränderungen entstehen auf Seiten der Verkäufer und des Handels. Auf Kundenseite muss bezahlen heute wie morgen individuell bequem und sicher sein. Das können wir heute schon. Aber was sind die Daten wert, die beim Bezahlen entstehen? Was lernt ein Anbieter aus den Daten? Wo ist der Supermarkt, der aus seinen Bezahlten lernt, wie viel Fleisch und Milch er am nächsten Wochenende in einer bestimmten Filiale braucht? Spart Logistik, senkt Verschwendung, schont das Klima. Technisch ist das heute schon machbar. Allein, die meisten Supermarktbetreiber denken eher an Gurken und Nudeln als an Kunden und deren Daten.&nbsp;</p><p>In gewisser Weise offen geblieben ist die Frage nach Kryptowährungen. Wenn alle sicher und bequem können, worin liegt der Mehrwert? Spannender Entwicklungskandidat ist der Kryptoeuro, also eine Digitalwährung, die von der jeweiligen Zentralbank herausgegeben wird. Der traut Ralf sogar zu, einen guten Teil des Bargelds abzulösen.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Ralf Gladis, Founder &amp; CEO at <a href="https://computop.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Computop Paygate GmbH</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ralf Gladis ist Gründer und CEO von Computop. Computop? Haben wir alle genutzt, wahrscheinlich sogar diese Woche. Computop ist der führende Payment Service Provider in Deutschland. Wer bislang dachte, die Banken würden das Geld von A nach B bringen: Nein. Über viele Jahre haben zumindest europäische Banken die Entwicklung verschlafen und heute kommen sie kaum hinterher. So schließen andere diese Lücke.&nbsp;</p><p>Ralf sagt: Bargeld ist für die meisten Menschen heute schon völlig überflüssig, für kleine wie für große Summen. Es ist nicht sicherer und schon gar nicht bequemer als diverse digitale Zahlungsoptionen. Allerdings erinnert Ralf daran: Auch in Europa gibt es nennenswert viele „unbanked people“, die keinen vollen Zugang zu Bankdienstleistungen haben. Für diese Menschen braucht es auf Sicht weiter Bargeld.&nbsp;</p><p>Woher kommt das Märchen, die Deutschen würden das Bargeld so sehr lieben? Ein Faktor, da ist Ralf sich sicher, liegt bei den Banken. Die haben uns nie wirklich vor Augen geführt, welche Möglichkeiten im Digitalen entstehen. Wir hatten ja nichts außer einer ziemlich dummen Girocard. Und wer die Alternative nicht kennt, der liebt das, was er oder sie hat. Und wenn es Bargeld ist.</p><p>Eine wichtige Erkenntnis aus dem Gespräch mit Ralf: Die wirklich wichtigen Veränderungen entstehen auf Seiten der Verkäufer und des Handels. Auf Kundenseite muss bezahlen heute wie morgen individuell bequem und sicher sein. Das können wir heute schon. Aber was sind die Daten wert, die beim Bezahlen entstehen? Was lernt ein Anbieter aus den Daten? Wo ist der Supermarkt, der aus seinen Bezahlten lernt, wie viel Fleisch und Milch er am nächsten Wochenende in einer bestimmten Filiale braucht? Spart Logistik, senkt Verschwendung, schont das Klima. Technisch ist das heute schon machbar. Allein, die meisten Supermarktbetreiber denken eher an Gurken und Nudeln als an Kunden und deren Daten.&nbsp;</p><p>In gewisser Weise offen geblieben ist die Frage nach Kryptowährungen. Wenn alle sicher und bequem können, worin liegt der Mehrwert? Spannender Entwicklungskandidat ist der Kryptoeuro, also eine Digitalwährung, die von der jeweiligen Zentralbank herausgegeben wird. Der traut Ralf sogar zu, einen guten Teil des Bargelds abzulösen.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Ralf Gladis, Founder &amp; CEO at <a href="https://computop.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Computop Paygate GmbH</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-132-ralf-gladis]]></link><guid isPermaLink="false">acb17a03-b568-4672-b7a5-f47ae528edb3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/5309e3d8-2f59-40f0-a422-450992a3b96d/RfCgBQwcFImszjHClQI7CwfB.jpg"/><pubDate>Thu, 08 Dec 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/e5682f2a-02c8-45fa-a435-1439e5b8b23b/Folge-132-Gladis.mp3" length="82037784" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:44</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>132</itunes:episode><podcast:episode>132</podcast:episode></item><item><title>#131 Eva Stock – Goldene Zeiten für HR</title><itunes:title>#131 Eva Stock – Goldene Zeiten für HR</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Vor uns liegt die goldene Zeit von HR. Transformation überall, Arbeit im Wandel, Personal- und Entwicklungsbedarfe ohne Ende. Weiß HR schon davon? Leider kommt man auch mit einem 08/15-Job in der Personalstelle durch das eigene Berufsleben. Eva Stock ist Personalerin mit Leidenschaft und ihr Blog „HR is not a crime“ de facto Pflichtlektüre. Sie sagt: Jede:r wartet auf den großen Veränderungsknall; man spürt es, es liegt etwas in der Luft. Aber was?&nbsp;&nbsp;</p><p>HR ist eine Aushandlungsstelle. Will heißen: HR sorgt dafür, dass die Menschen im Unternehmen miteinander aushandeln, was sie wollen und was sie brauchen, professionell wie persönlich. Und das aber bitte so, dass es das Geschäft nicht lähmt. Was ein wenig wie Bullerbü klingt, ist anspruchsvoll: Wie sorge ich für smoothe Prozesse von Entwicklung, damit das Unternehmen Zeit für wichtiges hat? Wie kann HR auf Dauer Störenfried sein und Luftschlösser einreißen – und zugleich als Entwicklungspartner im Unternehmen ernst genommen werden?&nbsp;</p><p>Und was sagt Eva zur Klassikerfrage? Wie steht es um Recruiting und Hiring? Vergleichen und doch nicht vergleichen. HR muss dafür sorgen, dass das Unternehmen genau weiß, was um es herum geschieht. Und HR muss dafür sorgen, dass das eigene Unternehmen das Umfeld nicht kopiert, sondern der Unterscheidbare findet, die Differenz kennt und herausstellt.&nbsp;&nbsp;</p><p>Bleibt die Frage nach Namen: HR oder Personalstelle? Hauptabteilung Personal oder oder People&amp;Culture?&nbsp;&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/eva-stock-78121110a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eva Stock</a>,<strong> </strong>Chief People &amp; Marketing Officer Comspace, Blog: <a href="https://hrisnotacrime.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">HR is not a crime&nbsp;</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Vor uns liegt die goldene Zeit von HR. Transformation überall, Arbeit im Wandel, Personal- und Entwicklungsbedarfe ohne Ende. Weiß HR schon davon? Leider kommt man auch mit einem 08/15-Job in der Personalstelle durch das eigene Berufsleben. Eva Stock ist Personalerin mit Leidenschaft und ihr Blog „HR is not a crime“ de facto Pflichtlektüre. Sie sagt: Jede:r wartet auf den großen Veränderungsknall; man spürt es, es liegt etwas in der Luft. Aber was?&nbsp;&nbsp;</p><p>HR ist eine Aushandlungsstelle. Will heißen: HR sorgt dafür, dass die Menschen im Unternehmen miteinander aushandeln, was sie wollen und was sie brauchen, professionell wie persönlich. Und das aber bitte so, dass es das Geschäft nicht lähmt. Was ein wenig wie Bullerbü klingt, ist anspruchsvoll: Wie sorge ich für smoothe Prozesse von Entwicklung, damit das Unternehmen Zeit für wichtiges hat? Wie kann HR auf Dauer Störenfried sein und Luftschlösser einreißen – und zugleich als Entwicklungspartner im Unternehmen ernst genommen werden?&nbsp;</p><p>Und was sagt Eva zur Klassikerfrage? Wie steht es um Recruiting und Hiring? Vergleichen und doch nicht vergleichen. HR muss dafür sorgen, dass das Unternehmen genau weiß, was um es herum geschieht. Und HR muss dafür sorgen, dass das eigene Unternehmen das Umfeld nicht kopiert, sondern der Unterscheidbare findet, die Differenz kennt und herausstellt.&nbsp;&nbsp;</p><p>Bleibt die Frage nach Namen: HR oder Personalstelle? Hauptabteilung Personal oder oder People&amp;Culture?&nbsp;&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/eva-stock-78121110a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eva Stock</a>,<strong> </strong>Chief People &amp; Marketing Officer Comspace, Blog: <a href="https://hrisnotacrime.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">HR is not a crime&nbsp;</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-131-eva-stock]]></link><guid isPermaLink="false">934df064-724d-4833-b46c-795c67ce1910</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/9bf4b3c0-85ec-430b-90b9-ef85cc5f8492/CmSe9YJbtYtfNEHi8AF2ru6n.jpg"/><pubDate>Thu, 01 Dec 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/d9d16aac-05a9-482c-8a3f-22be77b96dd2/Folge-131-Stock.mp3" length="95733471" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>49:52</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>131</itunes:episode><podcast:episode>131</podcast:episode></item><item><title>#130 Marco Scheel – Wir können nicht alle mit dem MacBook in Kreuzberg im Café sitzen</title><itunes:title>#130 Marco Scheel – Wir können nicht alle mit dem MacBook in Kreuzberg im Café sitzen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ein YouTube-Held der anderer Art. Marcos Schimpftiraden über die Schwierigkeiten, seinen alten Gutshof bei Wismar ausbauen zu dürfen, sind längst viral gegangen. „Nordwolle“ platzt aus allen Nähten; ein alter Stall soll zur Produktionshalle für Wolljacken werden. Ein konsequent nachhaltiges Unternehmen in der mecklenburgischen Provinz, lokale Wertschöpfung, ökologischer Mehrwert, Arbeitsplätze.&nbsp;</p><p>Marco setzt auf Wolle von Schafen, die vor kurzem noch als Dünger auf dem Acker untergepflügt wurde. Keiner wollte sie haben oder gar verarbeiten. Schon gar nicht tragen. Stattdessen gehen Funktionsjacken aus Kunstfasern über den Ladentisch. Marco sagt: „Die Leute sehen mit ihrer Ausrüstung aus, als könnten sie gerade den K2 besteigen, schieben aber einen Kinderwagen durch Kreuzberg. Da denken wir: Es muss jetzt nicht unbedingt die faserverstärkte Mülltüte sein. Wolle kann das auch supergut leisten und in den meisten Anwendungsgebieten sogar besser.“</p><p>Nachhaltigkeit ist für ihn selbstverständlich – aber eben nicht genug. Wenn wir nur künftig keinen Schaden anrichten wollen, was wird dann aus den Schäden, die wir dem Planeten bereits zugefügt haben? Marco schaut hier vor allem auf die Schafe: Richtig gehalten, geben sie der Welt einen ökologischen Mehrwert, heilen das Ökosystem, in dem sie leben.&nbsp;</p><p>Marco hat Nordwolle ohne jede Anschubfinanzierung aufgebaut; schon Jacke #1 musste Geld verdienen, um die nächste herstellen zu können. Inzwischen, nach knapp zehn Jahren, hat er 30 Mitarbeiter:innen und macht mehrere Mio € Umsatz pro Jahr. Das Wachstum wird auch noch weitergehen, allerdings nicht mehr lange.&nbsp;</p><p>Seine These: Vernünftig wirtschaften kann man nur bis zu einer bestimmten Unternehmensgröße. Noch ist alles transparent. Noch kann Marco genau sagen, woher die Wolle kommt, wie die Schafe gehalten werden, wer die Jacke genäht hat und was alles drin ist. Die Großen der Branche können das nicht. Sie verlassen sich auf Zertifikate. Aber Zertifikate sollen nur den Mangel intransparenter Märkte ausgleichen. Marco will die intransparenten Märkte abschaffen.&nbsp;</p><p>Das ist, neben einigem anderen, vor allem: Arbeit. „Wenn wir unseren Planeten so heilen wollen, wie ich das hier schildere, dann geht das nur mit extrem viel Arbeit - und wir brauchen jede Hand, die wir kriegen können.“ Auch das ist Zukunft von Arbeit, nicht nur der Chai Latte am MacBook in Berlin-Mitte.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.youtube.com/channel/UCOkN0pfPEoHJNrODmletkcw" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marco Scheel,</a> Gründer von <a href="https://nordwolle.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Nordwolle Rügen</a>&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ein YouTube-Held der anderer Art. Marcos Schimpftiraden über die Schwierigkeiten, seinen alten Gutshof bei Wismar ausbauen zu dürfen, sind längst viral gegangen. „Nordwolle“ platzt aus allen Nähten; ein alter Stall soll zur Produktionshalle für Wolljacken werden. Ein konsequent nachhaltiges Unternehmen in der mecklenburgischen Provinz, lokale Wertschöpfung, ökologischer Mehrwert, Arbeitsplätze.&nbsp;</p><p>Marco setzt auf Wolle von Schafen, die vor kurzem noch als Dünger auf dem Acker untergepflügt wurde. Keiner wollte sie haben oder gar verarbeiten. Schon gar nicht tragen. Stattdessen gehen Funktionsjacken aus Kunstfasern über den Ladentisch. Marco sagt: „Die Leute sehen mit ihrer Ausrüstung aus, als könnten sie gerade den K2 besteigen, schieben aber einen Kinderwagen durch Kreuzberg. Da denken wir: Es muss jetzt nicht unbedingt die faserverstärkte Mülltüte sein. Wolle kann das auch supergut leisten und in den meisten Anwendungsgebieten sogar besser.“</p><p>Nachhaltigkeit ist für ihn selbstverständlich – aber eben nicht genug. Wenn wir nur künftig keinen Schaden anrichten wollen, was wird dann aus den Schäden, die wir dem Planeten bereits zugefügt haben? Marco schaut hier vor allem auf die Schafe: Richtig gehalten, geben sie der Welt einen ökologischen Mehrwert, heilen das Ökosystem, in dem sie leben.&nbsp;</p><p>Marco hat Nordwolle ohne jede Anschubfinanzierung aufgebaut; schon Jacke #1 musste Geld verdienen, um die nächste herstellen zu können. Inzwischen, nach knapp zehn Jahren, hat er 30 Mitarbeiter:innen und macht mehrere Mio € Umsatz pro Jahr. Das Wachstum wird auch noch weitergehen, allerdings nicht mehr lange.&nbsp;</p><p>Seine These: Vernünftig wirtschaften kann man nur bis zu einer bestimmten Unternehmensgröße. Noch ist alles transparent. Noch kann Marco genau sagen, woher die Wolle kommt, wie die Schafe gehalten werden, wer die Jacke genäht hat und was alles drin ist. Die Großen der Branche können das nicht. Sie verlassen sich auf Zertifikate. Aber Zertifikate sollen nur den Mangel intransparenter Märkte ausgleichen. Marco will die intransparenten Märkte abschaffen.&nbsp;</p><p>Das ist, neben einigem anderen, vor allem: Arbeit. „Wenn wir unseren Planeten so heilen wollen, wie ich das hier schildere, dann geht das nur mit extrem viel Arbeit - und wir brauchen jede Hand, die wir kriegen können.“ Auch das ist Zukunft von Arbeit, nicht nur der Chai Latte am MacBook in Berlin-Mitte.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.youtube.com/channel/UCOkN0pfPEoHJNrODmletkcw" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marco Scheel,</a> Gründer von <a href="https://nordwolle.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Nordwolle Rügen</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-130-Marco-Scheel]]></link><guid isPermaLink="false">29fee9a7-3000-40ed-8110-3ca1d67a21e5</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/fec1a9ba-1d66-4c34-8f5b-710ddf3b49fc/hBF0kGyiaJjoc2XIBps-0IVp.jpg"/><pubDate>Thu, 24 Nov 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a76be857-c722-4289-8956-bf88f574ed76/Folge-20130-20Scheel-20fertig.mp3" length="68151508" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:30</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>130</itunes:episode><podcast:episode>130</podcast:episode></item><item><title>#129 Sebastian Seiffert, Maren Urner, Daniel Baldy - Es ist ein Klimanotstand, Baby!</title><itunes:title>#129 Sebastian Seiffert, Maren Urner, Daniel Baldy - Es ist ein Klimanotstand, Baby!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Was muss eigentlich geschehen, damit endlich etwas geschieht? Eine Folge über die Suche nach Kompromissen und die Härte von Naturgesetzen. Zwei Wissenschaftler:innen und ein Politiker im Gespräch über den Klimanotstand und unsere Schwierigkeit, eine angemessene Antwort zu finden. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie und Neurowissenschaftlerin, Sebastian Seiffert ist Professor für physikalische Chemie und bei Scientists for Future engagiert, Daniel Baldy sitzt für die SPD im Deutschen Bundestag.&nbsp;</p><p>Erste Frage: Wissen wir eigentlich genug über das Klimaproblem? Jedenfalls wohl nicht das Richtige. Was klingt wie die Einleitung zu einer Querdenkerbroschüre, fußt auf der Neurowissenschaft. Wir Menschen müssen Wissen be-greifen. Wir müssen etwas Fühlen, damit es bei uns ankommt. Die nächste Publikation der Klimaforschung ist es eben noch nicht. Wir brauchen Nähe: Räumliche Nähe, zeitliche Nähe, soziale Nähe. Unser Hirn ist nicht gut darin, langfristige Entwicklungen zu erkennen, wohl aber sehr gut bei kurzfristigen. Das Problem der Klimakrise: Wenn wir wirklich spüren, wie sie wirkt, ist es wohl zu spät, um noch gegensteuern zu können.&nbsp;</p><p>Überhaupt: Klimakrise. Klimawandel. Die Begriffe an sich leiten noch nicht zum Handeln an. Maren schlägt vor, konsequent von der Klimanotlage zu sprechen. Sebastian unterstützt das aus naturwissenschaftlicher Sicht: Wenn wir auch nur eine Chance haben wollen, die Welt im Rahmen der Pariser Verträge zu halten, dann müssen wir in einen Notfallmodus wechseln. Er sieht die Wissenschaft in der Pflicht, stimmgewichtiger zu werden, der Politik deutlicher zu vermitteln, worin der Unterschied zwischen menschlichen Gesetzen (Darfst du nicht!) und Naturgesetzen (Kannst Du nicht!) zu vermitteln. Eine objektive Schwierigkeit für die Politik, deren Wesen es ist, Kompromisse auszuhandeln und Mehrheiten zu finden. Die Wirkmechanismen der Natur verhandeln eben nicht.&nbsp;</p><p>Wir leben gesellschaftlich in einer Art&nbsp;Realitätsverweigerung und Normalitätssimulation. Die gute Nachricht ist: Wenn wir beginnen, Strukturen zu ändern, klimagerechtes Verhalten auch so zu belohnen, dass Menschen sich aus rein praktischen Gründen für angemessenes Verhalten entscheiden, und langfristiges Denken zu etablieren, dann geht es uns objektiv besser. Unser Hirn liebt das. Entscheidung auf das Wohlergehen von nach-nachfolgenden Generationen auszurichten, macht unser Denken glücklich. Neben allem anderen.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://sebastian-seiffert.net" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sebastian Seiffert</a>, Chemiker, Physikalische Chemie der Polymere, Professor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz</p><p><a href="https://maren-urner.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Maren Urner,</a> Neurowissenschaftlerin, Professorin für Medienpsychologie, Autorin &amp; Mitgründerin von Perspective Daily</p><p><a href="https://www.daniel-baldy.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniel Baldy,</a> Bundestagsabgeordneter für Mainz und&nbsp;Mainz-Bingen</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Was muss eigentlich geschehen, damit endlich etwas geschieht? Eine Folge über die Suche nach Kompromissen und die Härte von Naturgesetzen. Zwei Wissenschaftler:innen und ein Politiker im Gespräch über den Klimanotstand und unsere Schwierigkeit, eine angemessene Antwort zu finden. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie und Neurowissenschaftlerin, Sebastian Seiffert ist Professor für physikalische Chemie und bei Scientists for Future engagiert, Daniel Baldy sitzt für die SPD im Deutschen Bundestag.&nbsp;</p><p>Erste Frage: Wissen wir eigentlich genug über das Klimaproblem? Jedenfalls wohl nicht das Richtige. Was klingt wie die Einleitung zu einer Querdenkerbroschüre, fußt auf der Neurowissenschaft. Wir Menschen müssen Wissen be-greifen. Wir müssen etwas Fühlen, damit es bei uns ankommt. Die nächste Publikation der Klimaforschung ist es eben noch nicht. Wir brauchen Nähe: Räumliche Nähe, zeitliche Nähe, soziale Nähe. Unser Hirn ist nicht gut darin, langfristige Entwicklungen zu erkennen, wohl aber sehr gut bei kurzfristigen. Das Problem der Klimakrise: Wenn wir wirklich spüren, wie sie wirkt, ist es wohl zu spät, um noch gegensteuern zu können.&nbsp;</p><p>Überhaupt: Klimakrise. Klimawandel. Die Begriffe an sich leiten noch nicht zum Handeln an. Maren schlägt vor, konsequent von der Klimanotlage zu sprechen. Sebastian unterstützt das aus naturwissenschaftlicher Sicht: Wenn wir auch nur eine Chance haben wollen, die Welt im Rahmen der Pariser Verträge zu halten, dann müssen wir in einen Notfallmodus wechseln. Er sieht die Wissenschaft in der Pflicht, stimmgewichtiger zu werden, der Politik deutlicher zu vermitteln, worin der Unterschied zwischen menschlichen Gesetzen (Darfst du nicht!) und Naturgesetzen (Kannst Du nicht!) zu vermitteln. Eine objektive Schwierigkeit für die Politik, deren Wesen es ist, Kompromisse auszuhandeln und Mehrheiten zu finden. Die Wirkmechanismen der Natur verhandeln eben nicht.&nbsp;</p><p>Wir leben gesellschaftlich in einer Art&nbsp;Realitätsverweigerung und Normalitätssimulation. Die gute Nachricht ist: Wenn wir beginnen, Strukturen zu ändern, klimagerechtes Verhalten auch so zu belohnen, dass Menschen sich aus rein praktischen Gründen für angemessenes Verhalten entscheiden, und langfristiges Denken zu etablieren, dann geht es uns objektiv besser. Unser Hirn liebt das. Entscheidung auf das Wohlergehen von nach-nachfolgenden Generationen auszurichten, macht unser Denken glücklich. Neben allem anderen.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://sebastian-seiffert.net" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sebastian Seiffert</a>, Chemiker, Physikalische Chemie der Polymere, Professor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz</p><p><a href="https://maren-urner.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Maren Urner,</a> Neurowissenschaftlerin, Professorin für Medienpsychologie, Autorin &amp; Mitgründerin von Perspective Daily</p><p><a href="https://www.daniel-baldy.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniel Baldy,</a> Bundestagsabgeordneter für Mainz und&nbsp;Mainz-Bingen</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-129-klimanotstand]]></link><guid isPermaLink="false">0d4ba90f-1854-4b1f-a617-7e821b8c4df2</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b7a49613-e256-4ddf-bd4d-dc40d4e4dbeb/BTTwicId53RMKOdbUwEjXscQ.jpg"/><pubDate>Thu, 17 Nov 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/7ba0c9a9-63ea-4842-a34a-35fb426e94e2/Folge-20129-20Seiffert-20Unger-20Baldy.mp3" length="94877491" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>49:25</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>129</itunes:episode><podcast:episode>129</podcast:episode></item><item><title>#128 Benjamin Fredrich – Die erfolgreichen Plagegeister von Katapult</title><itunes:title>#128 Benjamin Fredrich – Die erfolgreichen Plagegeister von Katapult</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Spannend auf so vielen Ebenen: „Katapult“ zeigt, dass es möglich ist, ein Printmagazin erfolgreich auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig ein Lehrstück über Beharrlichkeit, Streitlust und das Zutrauen in die eigene Haltung. Ein Erfahrungsaustausch über die eigenen Grenzen des Wachstums. Bei unserem ersten Aufnahmetermin steckte Benjamin Fredrich, Kopf und Gründer von Katapult, noch in der Ukraine fest. Leider ohne gültigen Reisepass. Aber was sind schon Grenzen? Machen wir halt einen neuen Termin …</p><p>Katapult macht das, wovon eine ganze Branche träumt: Ein gedrucktes Magazin, das seine Leser_innen findet und immer mehr Abonnements verkauft. Ein Magazin, das dazu noch nicht den Erkenntnissen von Marktforschung und Marketing folgt, sondern schlicht das ist, was seine Macher für richtig halten. In diesem Fall: Ein Magazin, das wissenschaftliche Studien verständlich übersetzt, transparent mit seinen Quellen umgeht, originelle Grafiken und aufschlussreiche Landkarten bietet.&nbsp;</p><p>Wie geht das? Warum kann Katapult das, woran viele in der Medienbranche schlicht verzweifeln? Eine Quelle: Weil sie konsequent das tun, was sie für richtig halten. Eine weitere: Weil sie mit ihren lustigen Postkarten („Orte, die nach Ikea klingen“) auch weit über die eigene Bubble hinaus Aufmerksamkeit erzeugen. Immer wieder bekommen sie das Feedback: Eure Karten sind ja lustig, schade, dass ihr nicht mehr rechts seid. Ja schade, sind sie nicht bei Katapult. Aus ihrer Haltung zu Themen wie Rechter Politik, Klimakrise, Feminismus machen sie zu keinem Zeitpunkt einen Hehl. Und sind – trotzdem oder gerade deswegen – erfolgreich.</p><p>Inzwischen haben die Gründer ein ganzes Universum um das Magazin entwickelt: Postkarten, ein eigener Verlag, ein regionales Medium, ein Gebäude mit jeder Menge Land drum herum, eine Redaktion in der Ukraine, nächstes Jahr folgt eine Journalistenschule. Benni sagt: Eine Triebfeder für Wachstum und Entwicklung ist der Streit. Weil sein Verlag nicht bereit war, die Kalkulationen offenzulegen und ihm 50% der Einnahmen zu geben, hat er einen eigenen Verlag gegründet. Dann müssen wir eben selber herausfinden, wie das geht …</p><p>Die Ratschläge an den jungen Gründer waren: Geht nach Berlin, nennt das Magazin „Karten“ und zeigt das im Logo. Stattdessen sind sie in Greifswald (ausgerechnet!) geblieben, haben das Magazin „Katapult“ genannt und das Logo ist eine Waffel Eis. Benni würde das Logo am liebsten in jedem Jahr ändern (zu viel Aufwand, sagt das Team) und auch sonst weiter jede Regel brechen. Darum auch das inzwischen große Grundstück in Greifswald: Eine Spielwiese, im wahrsten Sinne ein Lernfeld, wo Katapult Dinge ausprobieren kann. Ist das Modell kopierbar? Auf jeden Fall. Benjamin Fredrich: Vertraut auf das, was ihr wollt und könnt. Und macht.&nbsp;</p><p><strong>Timecodes:</strong></p><p>Begrüßung</p><p>1:46 – Ukraine</p><p>6:57 – Entstehung des Magazins Katapult</p><p>11:49 – Erfolgsgeschichte</p><p>13:47 – USP und DNA</p><p>21:24 – Wissenschaftliches Arbeiten</p><p>24:36 – Regelbrecher</p><p>30:56 –&nbsp;Start-up-Szene</p><p>35:15 – In 10 Jahren</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Benjamin Fredrich, Gründer und Chefredakteur des <a href="https://katapult-magazin.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katapult</a> Magazins</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Spannend auf so vielen Ebenen: „Katapult“ zeigt, dass es möglich ist, ein Printmagazin erfolgreich auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig ein Lehrstück über Beharrlichkeit, Streitlust und das Zutrauen in die eigene Haltung. Ein Erfahrungsaustausch über die eigenen Grenzen des Wachstums. Bei unserem ersten Aufnahmetermin steckte Benjamin Fredrich, Kopf und Gründer von Katapult, noch in der Ukraine fest. Leider ohne gültigen Reisepass. Aber was sind schon Grenzen? Machen wir halt einen neuen Termin …</p><p>Katapult macht das, wovon eine ganze Branche träumt: Ein gedrucktes Magazin, das seine Leser_innen findet und immer mehr Abonnements verkauft. Ein Magazin, das dazu noch nicht den Erkenntnissen von Marktforschung und Marketing folgt, sondern schlicht das ist, was seine Macher für richtig halten. In diesem Fall: Ein Magazin, das wissenschaftliche Studien verständlich übersetzt, transparent mit seinen Quellen umgeht, originelle Grafiken und aufschlussreiche Landkarten bietet.&nbsp;</p><p>Wie geht das? Warum kann Katapult das, woran viele in der Medienbranche schlicht verzweifeln? Eine Quelle: Weil sie konsequent das tun, was sie für richtig halten. Eine weitere: Weil sie mit ihren lustigen Postkarten („Orte, die nach Ikea klingen“) auch weit über die eigene Bubble hinaus Aufmerksamkeit erzeugen. Immer wieder bekommen sie das Feedback: Eure Karten sind ja lustig, schade, dass ihr nicht mehr rechts seid. Ja schade, sind sie nicht bei Katapult. Aus ihrer Haltung zu Themen wie Rechter Politik, Klimakrise, Feminismus machen sie zu keinem Zeitpunkt einen Hehl. Und sind – trotzdem oder gerade deswegen – erfolgreich.</p><p>Inzwischen haben die Gründer ein ganzes Universum um das Magazin entwickelt: Postkarten, ein eigener Verlag, ein regionales Medium, ein Gebäude mit jeder Menge Land drum herum, eine Redaktion in der Ukraine, nächstes Jahr folgt eine Journalistenschule. Benni sagt: Eine Triebfeder für Wachstum und Entwicklung ist der Streit. Weil sein Verlag nicht bereit war, die Kalkulationen offenzulegen und ihm 50% der Einnahmen zu geben, hat er einen eigenen Verlag gegründet. Dann müssen wir eben selber herausfinden, wie das geht …</p><p>Die Ratschläge an den jungen Gründer waren: Geht nach Berlin, nennt das Magazin „Karten“ und zeigt das im Logo. Stattdessen sind sie in Greifswald (ausgerechnet!) geblieben, haben das Magazin „Katapult“ genannt und das Logo ist eine Waffel Eis. Benni würde das Logo am liebsten in jedem Jahr ändern (zu viel Aufwand, sagt das Team) und auch sonst weiter jede Regel brechen. Darum auch das inzwischen große Grundstück in Greifswald: Eine Spielwiese, im wahrsten Sinne ein Lernfeld, wo Katapult Dinge ausprobieren kann. Ist das Modell kopierbar? Auf jeden Fall. Benjamin Fredrich: Vertraut auf das, was ihr wollt und könnt. Und macht.&nbsp;</p><p><strong>Timecodes:</strong></p><p>Begrüßung</p><p>1:46 – Ukraine</p><p>6:57 – Entstehung des Magazins Katapult</p><p>11:49 – Erfolgsgeschichte</p><p>13:47 – USP und DNA</p><p>21:24 – Wissenschaftliches Arbeiten</p><p>24:36 – Regelbrecher</p><p>30:56 –&nbsp;Start-up-Szene</p><p>35:15 – In 10 Jahren</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Benjamin Fredrich, Gründer und Chefredakteur des <a href="https://katapult-magazin.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katapult</a> Magazins</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-128-benjamin-fredrich]]></link><guid isPermaLink="false">5e80487e-4a09-4f3a-b499-d9dee75dfaed</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b72b6846-52df-4833-99c5-8103c0c531f8/gBI0W8iLARLRFMKxvppiCNBj.jpg"/><pubDate>Thu, 10 Nov 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/6eaabe67-458e-4e6e-9ca1-6887db19456b/Folge-20128-20Fredrich.mp3" length="87743763" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>45:42</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>128</itunes:episode><podcast:episode>128</podcast:episode></item><item><title>#127 Jess Koch – HR der Zukunft macht sich überflüssig</title><itunes:title>#127 Jess Koch – HR der Zukunft macht sich überflüssig</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wofür brauchen wir HR in der Zukunft? Verträge? Nein. Gehälter? Nein. Alle technischen Vorgänge lassen sich perfekt automatisieren, mindestens auslagern. Coaching für das ganze Unternehmen läuft vielfach ins Leere, die Verantwortung für die persönliche und fachliche Entwicklung der Mitarbeiter:innen gehört in die Hände eben dieser Mitarbeiter:innen. Bleibt die Recherche nach guten Kursen und Trainer:innen. Aber sich dafür eine ganze Abteilung leisten? Jess Koch, Agile Coach und eine der inspirierendsten und leidenschaftlichsten Streiter für gutes HR beschreibt „die HR“ der Zukunft als weißes Blatt Papier. Die gute Personalabteilung arbeitet hart daran, sich selbst überflüssig zu machen.&nbsp;&nbsp;</p><p>Auf dem Weg dahin liegt eine ganz handfeste Verschiebung von Macht, weg von der Hierarchie oder Zentralabteilungen hin zum:r einzelnen Mitarbeiter:in. Warum sollte es jemals eine gute Idee gewesen sein, dass diejenigen, die selbst am besten wissen, was sie für ihre Arbeit und die eigene Entwicklung brauchen, andere fragen müssen, ob sie das auch dürfen. Andere, die sich logischerweise weniger gut mit den individuellen Bedürfnissen auskennen. Die latent patriarchale Haltung einer zentralen HR – „Wir wissen schon, was gut für euch ist. Und für unser Budget.“ – hat ebenso ausgedient wie pyramidale starre Strukturen.&nbsp;</p><p>Jess schildert: Fragt er 10 Personaler:innen, wer ihre Kunden sind, so werden mindestens 9 von 10 antworten: Meine Kunden sitzen im Unternehmen, die wichtigsten in der Geschäftsleitung, dazu Betriebsrat, Führungskräfte, vielleicht noch die Mitarbeiter:innen. Am Ende sind zehn unterschiedliche Gruppen genannt. Die einzige Gruppe, die allerdings regelmäßig fehlt, sind die Kunden des Unternehmens. Das ist vielfach das Kernproblem von HR: In der alten, vorhersehbaren Welt waren die Prozesse so angelegt, dass Sie nur für HR intern funktionierten. Beliebig zu optimieren und in der Effizienz zu steigern – und werden doch mit der Komplexität der Gegenwart nicht fertig. Und schon gar mit der Komplexität der Zukunft.</p><p>Unser Fazit: Wir sollten alle dafür sorgen, uns überflüssig und transparent zu machen, dann können wir entspannt in den Urlaub fahren und müssen unsere Kollegen und Vorgesetzte auch nicht mehr damit erpressen, Wissen zurück zu halten und uns damit unkündbar zu machen.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/jess-koch-72683579/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jess Koch</a>, Agile Trainer, Coach und Berater bei <a href="https://hr-pioneers.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">HR Pioneers</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wofür brauchen wir HR in der Zukunft? Verträge? Nein. Gehälter? Nein. Alle technischen Vorgänge lassen sich perfekt automatisieren, mindestens auslagern. Coaching für das ganze Unternehmen läuft vielfach ins Leere, die Verantwortung für die persönliche und fachliche Entwicklung der Mitarbeiter:innen gehört in die Hände eben dieser Mitarbeiter:innen. Bleibt die Recherche nach guten Kursen und Trainer:innen. Aber sich dafür eine ganze Abteilung leisten? Jess Koch, Agile Coach und eine der inspirierendsten und leidenschaftlichsten Streiter für gutes HR beschreibt „die HR“ der Zukunft als weißes Blatt Papier. Die gute Personalabteilung arbeitet hart daran, sich selbst überflüssig zu machen.&nbsp;&nbsp;</p><p>Auf dem Weg dahin liegt eine ganz handfeste Verschiebung von Macht, weg von der Hierarchie oder Zentralabteilungen hin zum:r einzelnen Mitarbeiter:in. Warum sollte es jemals eine gute Idee gewesen sein, dass diejenigen, die selbst am besten wissen, was sie für ihre Arbeit und die eigene Entwicklung brauchen, andere fragen müssen, ob sie das auch dürfen. Andere, die sich logischerweise weniger gut mit den individuellen Bedürfnissen auskennen. Die latent patriarchale Haltung einer zentralen HR – „Wir wissen schon, was gut für euch ist. Und für unser Budget.“ – hat ebenso ausgedient wie pyramidale starre Strukturen.&nbsp;</p><p>Jess schildert: Fragt er 10 Personaler:innen, wer ihre Kunden sind, so werden mindestens 9 von 10 antworten: Meine Kunden sitzen im Unternehmen, die wichtigsten in der Geschäftsleitung, dazu Betriebsrat, Führungskräfte, vielleicht noch die Mitarbeiter:innen. Am Ende sind zehn unterschiedliche Gruppen genannt. Die einzige Gruppe, die allerdings regelmäßig fehlt, sind die Kunden des Unternehmens. Das ist vielfach das Kernproblem von HR: In der alten, vorhersehbaren Welt waren die Prozesse so angelegt, dass Sie nur für HR intern funktionierten. Beliebig zu optimieren und in der Effizienz zu steigern – und werden doch mit der Komplexität der Gegenwart nicht fertig. Und schon gar mit der Komplexität der Zukunft.</p><p>Unser Fazit: Wir sollten alle dafür sorgen, uns überflüssig und transparent zu machen, dann können wir entspannt in den Urlaub fahren und müssen unsere Kollegen und Vorgesetzte auch nicht mehr damit erpressen, Wissen zurück zu halten und uns damit unkündbar zu machen.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/jess-koch-72683579/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jess Koch</a>, Agile Trainer, Coach und Berater bei <a href="https://hr-pioneers.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">HR Pioneers</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-127-jess-koch]]></link><guid isPermaLink="false">28ac4ec3-0e52-488d-b606-f7ac806d229f</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/093c354e-6f44-482b-a300-9c222a824b42/URMUCRiel9MOtnZrBvFC93fK.jpg"/><pubDate>Thu, 03 Nov 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f2dd75fd-249d-4223-978e-4e915d8402de/Folge-20127-20Jess-20Koch.mp3" length="81657441" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:32</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>127</itunes:episode><podcast:episode>127</podcast:episode></item><item><title>#126 Oliver Voigt und Sven Damm - Es gibt keinen Fachkräftemangel</title><itunes:title>#126 Oliver Voigt und Sven Damm - Es gibt keinen Fachkräftemangel</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Der Fachkräftemangel. Warum wir glauben, dass wir einen haben, und was tatsächlich dahintersteckt. Natürlich: Etliche Unternehmen suchen neue Mitarbeiter:innen und finden sie nicht. Was bis vor kurzem noch ein Phänomen bestimmter Branchen und einzelner Regionen war, greift um sich. Überall Fachkräftemangel. Michael Carl im Gespräch mit den People &amp; Culture-Spezialisten Oliver Voigt und Sven Damm.&nbsp;Eine Folge direkt von unserem diesjährigen Future Camp „Zukunft der Arbeit“ in den portugiesischen Bergen. </p><p>Das Angenehme im Unangenehmen: Wenn der Fachkräftemangel schuld ist, dass mein Unternehmen keine Mitarbeiter:innen findet, haben wir einen externen Faktor. Um den sich dann auch jemand Externes kümmern sollte, die Politik zum Beispiel. Oder die IHK. Und alle demografischen Indikatoren weisen ja auch darauf hin, dass die Annahme eines solchen Mangels plausibel ist.&nbsp;</p><p>Gegenrede: Es sind vor allem die Grenzen unseres eigenen Denkens, die unseren Talentpool beschränken. Vergrößern wir den Pool, in dem wir suchen, können wir auch wieder aus dem Volleren schöpfen. Anstatt schnell einen externen Mangel verantwortlich zu machen, so der Appell des Zukunftscamps, könnten wir uns auch den unangenehmen Fragen stellen: Warum soll denn ein neuer Mitarbeiter bei uns arbeiten wollen? Was können wir der einen Kandidatin bieten, dass sie sich für uns entscheidet? Geld natürlich, aber noch wichtiger bei Themen der Kultur, der Entwicklung, der Zusammenarbeit, etc.&nbsp;</p><p>Oder wir schauen gleich auf die vorhandenen Mitarbeiter:innen. Eine kurze Abwägung der Zahlen: Bis jemand Neues wirklich produktiv ist, vergeht alles in allem fast ein Jahr. In der Zeit können wir fast jede:n interne:n Mitarbeiter:in auch zu neuen Aufgaben hin entwickeln. Wenn wir denn wollen.</p><p>Um Missverständnisse zu vermeiden: Der „War for Talents“ ist ganz real. Das kriegerische Sprachbild ist zwar wohl etwas martialisch, aber der Wettstreit um die besten und geeignetsten Mitarbeiter ist ganz handfest – und muss höchste Priorität genießen. Nur eines ist wichtiger für den Erfolg eines Unternehmens, als die richtigen Talente zu gewinnen: Talente halten.</p><p>Die Phase, in der Unternehmen gelernt haben, sich auf ihre Kunden einzurichten, geht ihrem Ende zu. Das können wir, dafür haben wir die Tools, die Methoden und die Daten. Jetzt geht es darum, diese Kenntnisse auf Mitarbeiter:innen anzuwenden. Wer heute noch glaubt, ein einzelnes jährliches Mitarbeitergespräch würde ausreichen, um die einzelnen im Team wirklich zu kennen, darf sich an den Gedanken gewöhnen: Das reicht nicht.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/sven-damm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sven Damm</a>, Gründer und CEO von <a href="https://www.hlp-brainswork.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Brainswork</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/voigtoliver/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Oliver Voigt</a>, Director Talent Management, <a href="https://www.pipedrive.com/de/gettingstarted?utm_source=google&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_campaign=DE_DE_Brd_Pure_Brand_Exact&amp;utm_content=Core&amp;utm_term=pipedrive&amp;cid=336115755&amp;aid=25974002955&amp;tid=kwd-35635346868&amp;gclid=Cj0KCQjwteOaBhDuARIsADBqReiL9uRKMWeTeL7IzX_OLhZXizebLRpj47E5hp1lMAWTarumF8bSAGUaAvSOEALw_wcB" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Pipedrive</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Der Fachkräftemangel. Warum wir glauben, dass wir einen haben, und was tatsächlich dahintersteckt. Natürlich: Etliche Unternehmen suchen neue Mitarbeiter:innen und finden sie nicht. Was bis vor kurzem noch ein Phänomen bestimmter Branchen und einzelner Regionen war, greift um sich. Überall Fachkräftemangel. Michael Carl im Gespräch mit den People &amp; Culture-Spezialisten Oliver Voigt und Sven Damm.&nbsp;Eine Folge direkt von unserem diesjährigen Future Camp „Zukunft der Arbeit“ in den portugiesischen Bergen. </p><p>Das Angenehme im Unangenehmen: Wenn der Fachkräftemangel schuld ist, dass mein Unternehmen keine Mitarbeiter:innen findet, haben wir einen externen Faktor. Um den sich dann auch jemand Externes kümmern sollte, die Politik zum Beispiel. Oder die IHK. Und alle demografischen Indikatoren weisen ja auch darauf hin, dass die Annahme eines solchen Mangels plausibel ist.&nbsp;</p><p>Gegenrede: Es sind vor allem die Grenzen unseres eigenen Denkens, die unseren Talentpool beschränken. Vergrößern wir den Pool, in dem wir suchen, können wir auch wieder aus dem Volleren schöpfen. Anstatt schnell einen externen Mangel verantwortlich zu machen, so der Appell des Zukunftscamps, könnten wir uns auch den unangenehmen Fragen stellen: Warum soll denn ein neuer Mitarbeiter bei uns arbeiten wollen? Was können wir der einen Kandidatin bieten, dass sie sich für uns entscheidet? Geld natürlich, aber noch wichtiger bei Themen der Kultur, der Entwicklung, der Zusammenarbeit, etc.&nbsp;</p><p>Oder wir schauen gleich auf die vorhandenen Mitarbeiter:innen. Eine kurze Abwägung der Zahlen: Bis jemand Neues wirklich produktiv ist, vergeht alles in allem fast ein Jahr. In der Zeit können wir fast jede:n interne:n Mitarbeiter:in auch zu neuen Aufgaben hin entwickeln. Wenn wir denn wollen.</p><p>Um Missverständnisse zu vermeiden: Der „War for Talents“ ist ganz real. Das kriegerische Sprachbild ist zwar wohl etwas martialisch, aber der Wettstreit um die besten und geeignetsten Mitarbeiter ist ganz handfest – und muss höchste Priorität genießen. Nur eines ist wichtiger für den Erfolg eines Unternehmens, als die richtigen Talente zu gewinnen: Talente halten.</p><p>Die Phase, in der Unternehmen gelernt haben, sich auf ihre Kunden einzurichten, geht ihrem Ende zu. Das können wir, dafür haben wir die Tools, die Methoden und die Daten. Jetzt geht es darum, diese Kenntnisse auf Mitarbeiter:innen anzuwenden. Wer heute noch glaubt, ein einzelnes jährliches Mitarbeitergespräch würde ausreichen, um die einzelnen im Team wirklich zu kennen, darf sich an den Gedanken gewöhnen: Das reicht nicht.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/sven-damm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sven Damm</a>, Gründer und CEO von <a href="https://www.hlp-brainswork.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Brainswork</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/voigtoliver/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Oliver Voigt</a>, Director Talent Management, <a href="https://www.pipedrive.com/de/gettingstarted?utm_source=google&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_campaign=DE_DE_Brd_Pure_Brand_Exact&amp;utm_content=Core&amp;utm_term=pipedrive&amp;cid=336115755&amp;aid=25974002955&amp;tid=kwd-35635346868&amp;gclid=Cj0KCQjwteOaBhDuARIsADBqReiL9uRKMWeTeL7IzX_OLhZXizebLRpj47E5hp1lMAWTarumF8bSAGUaAvSOEALw_wcB" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Pipedrive</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-126-Review]]></link><guid isPermaLink="false">fc581d77-4688-4ef7-9f09-08e17674f22e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/50430ff1-3c8f-4ae2-b941-45acb6698db3/kO70AnDVM0tUrB1WO8w2hgkA.jpg"/><pubDate>Thu, 27 Oct 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/ff9e6365-a49a-4de6-85f2-827955fe87c8/Folge-20126-20Voigt-20und-20Damm.mp3" length="65393813" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:03</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>126</itunes:episode><podcast:episode>126</podcast:episode></item><item><title>#125 Paul Wilhelm von Preußen – 2023: Odyssee im Boomerraum</title><itunes:title>#125 Paul Wilhelm von Preußen – 2023: Odyssee im Boomerraum</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Wer sich bei dieser Folge alt fühlt, hebe die Hand. Digitale Muttersprachler treffen auf erfahrene Manager - je nach dem, zu welcher Seite du dich zugehörig fühlst, wirst du diese Folge mit anderen Ohren hören. Paul von Preußen hat ein Netzwerk namens Digital8 gegründet und bringt junge Menschen mit erfahrenen Führungskräften ins Gespräch. TikToker, Fridays-Aktivisten, Nerds, Sportler, ganz unterschiedliche junge Menschen, die eines gemeinsam haben: Sie sind digitale Muttersprachler. Im Mentoring ist es nicht ihre Aufgabe, erfahrenen CEOs und Führungskräften auf den Kopf zuzusagen, dass sie ihren Job nicht richtig machen würden. Wohl aber geht es um neue Perspektiven auf die künftigen Kund:innen und Mitarbeiter:innen.&nbsp;</p><p>Jung trifft auf alt? Womöglich eher: Digital Native trifft auf erfahrenes Management. Zahllose Unternehmen werben mit ihrer langjährigen Erfahrung, man frage Google nur einmal nach „150 Jahre Erfahrung“ fragen. Das Problem: In vielen Bereichen des professionellen und unternehmerischen Handels geht es nicht mehr um Erfahrung, das war die Welt linearen Denkens. Im Bereich von Disruption und Adaption zählt Innovation, Geschwindigkeit und Adaption. Über diese Graben gilt es, eine Brücke zu bauen. Pauls Ziel: Aus Gegen- und Nebeneinander unterschiedlicher Perspektiven ein Miteinander machen. Idealerweise wird später ein Füreinander daraus, aber ein Miteinander ist schon mal besser als nichts.&nbsp;</p><p>Wie schaut der 27 jährige Paul auf die nachfolgende Generation? Das Handy ist schon bei den jüngsten wie an der Hand festgewachsen, ein zusätzliches Körperteil. Für die übernächste Generation gibt es keinen Unterschied mehr zwischen digitaler und physischer Welt. Oder jedenfalls noch viel weniger als bei der Gen Y und der Gen Z.&nbsp;</p><p>Wie entwickelt sich der Wert persönlicher Begegnung? Pauls Einschätzung: Wir sind physische Wesen. Allen digitalen Möglichkeiten zum Trotz ist die persönliche Begegnung nicht zu ersetzen. Allerdings ist das in vielen Organisationen und Unternehmen nicht das Problem, sondern eher die mangelnde digitale Durchdringung. Daran müssen wir arbeiten.&nbsp;</p><p>Ist es eigentlich unfair, bei der Suche nach Innovation immer auf die junge Generation zu schauen? Und wollen junge Menschen überhaupt denen helfen, die erst eine Welt mit Klimakrise, sozialer Ungleichheit etc geschaffen haben und nun mit der nächsten Generation nicht zurechtkommen? Paul setzt auf Dialog: Solange wir miteinander im Gespräch sind und voneinander lernen, können wir eine gute Zukunft gestalten. So kann man von dem digitalen Muttersprachler auch Optimismus lernen.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/paulvonpreussen/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Paul Wilhelm von Preußen</a>,&nbsp;Co-Founder <a href="https://www.digital8.ai" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Digital8</a>, Speaker, Real Estate</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Wer sich bei dieser Folge alt fühlt, hebe die Hand. Digitale Muttersprachler treffen auf erfahrene Manager - je nach dem, zu welcher Seite du dich zugehörig fühlst, wirst du diese Folge mit anderen Ohren hören. Paul von Preußen hat ein Netzwerk namens Digital8 gegründet und bringt junge Menschen mit erfahrenen Führungskräften ins Gespräch. TikToker, Fridays-Aktivisten, Nerds, Sportler, ganz unterschiedliche junge Menschen, die eines gemeinsam haben: Sie sind digitale Muttersprachler. Im Mentoring ist es nicht ihre Aufgabe, erfahrenen CEOs und Führungskräften auf den Kopf zuzusagen, dass sie ihren Job nicht richtig machen würden. Wohl aber geht es um neue Perspektiven auf die künftigen Kund:innen und Mitarbeiter:innen.&nbsp;</p><p>Jung trifft auf alt? Womöglich eher: Digital Native trifft auf erfahrenes Management. Zahllose Unternehmen werben mit ihrer langjährigen Erfahrung, man frage Google nur einmal nach „150 Jahre Erfahrung“ fragen. Das Problem: In vielen Bereichen des professionellen und unternehmerischen Handels geht es nicht mehr um Erfahrung, das war die Welt linearen Denkens. Im Bereich von Disruption und Adaption zählt Innovation, Geschwindigkeit und Adaption. Über diese Graben gilt es, eine Brücke zu bauen. Pauls Ziel: Aus Gegen- und Nebeneinander unterschiedlicher Perspektiven ein Miteinander machen. Idealerweise wird später ein Füreinander daraus, aber ein Miteinander ist schon mal besser als nichts.&nbsp;</p><p>Wie schaut der 27 jährige Paul auf die nachfolgende Generation? Das Handy ist schon bei den jüngsten wie an der Hand festgewachsen, ein zusätzliches Körperteil. Für die übernächste Generation gibt es keinen Unterschied mehr zwischen digitaler und physischer Welt. Oder jedenfalls noch viel weniger als bei der Gen Y und der Gen Z.&nbsp;</p><p>Wie entwickelt sich der Wert persönlicher Begegnung? Pauls Einschätzung: Wir sind physische Wesen. Allen digitalen Möglichkeiten zum Trotz ist die persönliche Begegnung nicht zu ersetzen. Allerdings ist das in vielen Organisationen und Unternehmen nicht das Problem, sondern eher die mangelnde digitale Durchdringung. Daran müssen wir arbeiten.&nbsp;</p><p>Ist es eigentlich unfair, bei der Suche nach Innovation immer auf die junge Generation zu schauen? Und wollen junge Menschen überhaupt denen helfen, die erst eine Welt mit Klimakrise, sozialer Ungleichheit etc geschaffen haben und nun mit der nächsten Generation nicht zurechtkommen? Paul setzt auf Dialog: Solange wir miteinander im Gespräch sind und voneinander lernen, können wir eine gute Zukunft gestalten. So kann man von dem digitalen Muttersprachler auch Optimismus lernen.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/paulvonpreussen/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Paul Wilhelm von Preußen</a>,&nbsp;Co-Founder <a href="https://www.digital8.ai" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Digital8</a>, Speaker, Real Estate</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-125-paul-von-preussen]]></link><guid isPermaLink="false">fe9eb9d7-32bf-4e34-a3b8-9e147c52fe92</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8bf94d1e-a074-4fa7-9b22-72ce572971d8/trnzCMv11-TrKGEigPy7yQNr.jpg"/><pubDate>Thu, 20 Oct 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/103439fc-db5f-4b9b-8102-8062643dec59/Folge-20124-20Paul-20von-20Preussen-20final.mp3" length="65107929" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>33:54</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>125</itunes:episode><podcast:episode>125</podcast:episode></item><item><title>#124 Ingemar Bühler – Die Industrie von ihrer Sucht nach Öl und Gas heilen</title><itunes:title>#124 Ingemar Bühler – Die Industrie von ihrer Sucht nach Öl und Gas heilen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Reden wir über Plastik. In dieser Folge wird der Abschied von Öl und Gas in der Industrie ganz praktisch. Wo immer wir um uns schauen, wir sehen Plastik. Wir sitzen oder stehen drauf, halten es in der Hand, kleiden uns damit, kaum ein Gerät kommt ohne aus. Ebenso finden wir es im Wald, im Straßengraben, im Meer – und darüber schließlich auch auf unserem Teller. Das mit dem Plastik in der Umwelt sollten wir als allererstes lassen, sagt Ingemar Bühler. Er leitet den Herstellerverband „Plastics Europe“ in Deutschland und schildert im Podcast seine Vision einer Kreislaufwirtschaft für Kohlenstoff. Ein Gespräch über alternative Rohstoffquellen, Etikettenschwindel und die Mühlen der Genehmigungsverfahren.&nbsp;</p><p>Der Reihe nach: Wenn wir eine Chance haben wollen, die Erhitzung des Klimas einzudämmen, müssen Öl und Gas künftig dort bleiben, wo sie heute sind: Unter der Erde. Das hat Folgen für die Energieversorgung, so weit so lautstark diskutiert. Oft übersehen, obwohl im Grunde genauso entscheidend: Das hat ebenso Folgen für die Industrie, die Öl und Gas als Rohstoff nutzt. Die Quelle von Kunststoffen aller Arten. Ohne Kohlenstoff kein Kunststoff.&nbsp;</p><p>Hier wird es spannend: Wir alle – Industrie, Produzenten, Kunden – haben uns daran gewöhnt, dass der Kohlenstoff für die Industrie aus fossilen Rohstoffen stammt. Ging auch immer, war verfügbar und günstig. Als wären wir süchtig danach. Einen sachlichen Grund dafür gibt es allerdings kaum. CO2 in der Luft, Kohlenstoff in Pflanzen, Kohlenstoff in vorhandenen Produkten sind ebenso sinnvolle Quellen. Und damit können wir den Schritt zu einer Kreislaufwirtschaft gehen. Kohlenstoff, der immer wieder stofflich genutzt wird, verbleibt im Kreislauf, entlastet die Atmosphäre und hilft uns, die anderen Kohlenstoffe in der Erde zu lassen. Kohlenstoff aus zum Beispiel Stroh ist massenhaft vorhanden und steht nicht einmal in Konkurrenz zur Produktion von Nahrungsmitteln.&nbsp;</p><p>Ingemar schildert im Gespräch, wie er die Entwicklung hin zu einer solchen Kreislaufwirtschaft treibt. Sein Ziel: In 20 Jahren sind wir bei 80% plus x kreislaufgeführtem Kohlenstoff. Wie viel davon haben wir schon in zehn Jahren? Da kommt dann die Bürokratie von Genehmigungsprozessen für chemische Anlagen ins Spiel.&nbsp;</p><p>Was treibt den Wandel der Industrie? Oder wie Michael fragt: Was unterscheidet diese Vision von den Greenwashing, dem wir allerorten begegnen? Ingemar benennt die Alternative: Schaffen wir diesen Turnaround nicht, wird es keine Kunststoffindustrie mehr geben. Das treibt.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/ingemar-buehler-6a731a41/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ingemar Bühler,</a> Hauptgeschäftsführer der <a href="https://plasticseurope.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">PlasticsEurope Deutschland e.V.</a> (VKE).</p><p>&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Reden wir über Plastik. In dieser Folge wird der Abschied von Öl und Gas in der Industrie ganz praktisch. Wo immer wir um uns schauen, wir sehen Plastik. Wir sitzen oder stehen drauf, halten es in der Hand, kleiden uns damit, kaum ein Gerät kommt ohne aus. Ebenso finden wir es im Wald, im Straßengraben, im Meer – und darüber schließlich auch auf unserem Teller. Das mit dem Plastik in der Umwelt sollten wir als allererstes lassen, sagt Ingemar Bühler. Er leitet den Herstellerverband „Plastics Europe“ in Deutschland und schildert im Podcast seine Vision einer Kreislaufwirtschaft für Kohlenstoff. Ein Gespräch über alternative Rohstoffquellen, Etikettenschwindel und die Mühlen der Genehmigungsverfahren.&nbsp;</p><p>Der Reihe nach: Wenn wir eine Chance haben wollen, die Erhitzung des Klimas einzudämmen, müssen Öl und Gas künftig dort bleiben, wo sie heute sind: Unter der Erde. Das hat Folgen für die Energieversorgung, so weit so lautstark diskutiert. Oft übersehen, obwohl im Grunde genauso entscheidend: Das hat ebenso Folgen für die Industrie, die Öl und Gas als Rohstoff nutzt. Die Quelle von Kunststoffen aller Arten. Ohne Kohlenstoff kein Kunststoff.&nbsp;</p><p>Hier wird es spannend: Wir alle – Industrie, Produzenten, Kunden – haben uns daran gewöhnt, dass der Kohlenstoff für die Industrie aus fossilen Rohstoffen stammt. Ging auch immer, war verfügbar und günstig. Als wären wir süchtig danach. Einen sachlichen Grund dafür gibt es allerdings kaum. CO2 in der Luft, Kohlenstoff in Pflanzen, Kohlenstoff in vorhandenen Produkten sind ebenso sinnvolle Quellen. Und damit können wir den Schritt zu einer Kreislaufwirtschaft gehen. Kohlenstoff, der immer wieder stofflich genutzt wird, verbleibt im Kreislauf, entlastet die Atmosphäre und hilft uns, die anderen Kohlenstoffe in der Erde zu lassen. Kohlenstoff aus zum Beispiel Stroh ist massenhaft vorhanden und steht nicht einmal in Konkurrenz zur Produktion von Nahrungsmitteln.&nbsp;</p><p>Ingemar schildert im Gespräch, wie er die Entwicklung hin zu einer solchen Kreislaufwirtschaft treibt. Sein Ziel: In 20 Jahren sind wir bei 80% plus x kreislaufgeführtem Kohlenstoff. Wie viel davon haben wir schon in zehn Jahren? Da kommt dann die Bürokratie von Genehmigungsprozessen für chemische Anlagen ins Spiel.&nbsp;</p><p>Was treibt den Wandel der Industrie? Oder wie Michael fragt: Was unterscheidet diese Vision von den Greenwashing, dem wir allerorten begegnen? Ingemar benennt die Alternative: Schaffen wir diesen Turnaround nicht, wird es keine Kunststoffindustrie mehr geben. Das treibt.</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/ingemar-buehler-6a731a41/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ingemar Bühler,</a> Hauptgeschäftsführer der <a href="https://plasticseurope.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">PlasticsEurope Deutschland e.V.</a> (VKE).</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-124-ingemar-buehler]]></link><guid isPermaLink="false">e6604909-598d-43ef-972e-654ad6c969d1</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/ca28605d-1a74-48e1-ad4a-94bec4ce247b/ncQdRGdlrZoHHXkInet0mnS_.jpg"/><pubDate>Thu, 13 Oct 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/fbdff464-e48d-4d5e-83e0-2ad364ee66b0/Folge-20124-20-20Buehler.mp3" length="74048076" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:34</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>124</itunes:episode><podcast:episode>124</podcast:episode></item><item><title>#123 Carlo Masala – Warum der Krieg eine Zukunft hat</title><itunes:title>#123 Carlo Masala – Warum der Krieg eine Zukunft hat</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ein Podcast mit allem, das wir über den Krieg wissen müssen. Na gut: Mit vielem. Grundlagen, nachdem weite Teile der Gesellschaft (Michael zählt sich hier ausdrücklich dazu) über die Jahre des heimischen Friedens verlernt haben, den Krieg als reales Mittel der Politik zu betrachten. Und die offene Frage nach dem Danach in der Ukraine: Was geschieht, wenn irgendwann im kommenden Jahr alle Granaten abgefeuert, alle Patronen verschossen und alle Budgets aufgebraucht sind? Ein Gespräch über das Phänomen Krieg im Generellen und über Russland im Speziellen mit Carlo Masala, Politikwissenschaftler an der Universität der Bundeswehr in München. Irgendjemand hat angefangen, ihn als „Militärexperten“ zu bezeichnen. Das ist haften geblieben. Jedenfalls einer klügsten Köpfe zum Thema.&nbsp;</p><p>Krieg ist rational. Nicht auf dem Schlachtfeld, aber die Tatsache des Krieges an sich. Eine beteiligte Seite hat seine Sicherheit neu kalkuliert und ist zu dem Ergebnis gelangt: So irrsinnig teuer ein Krieg auch sein mag, mit Verlusten an Menschen und auch schlicht an Geld, hier lohnt er sich unter dem Strich.&nbsp;</p><p>Krieg ist normal. Nicht in dem Sinne, dass wir Morden, Vergewaltigen und Brandschatzen akzeptieren müssten. Wohl aber normal in der Beziehung zwischen Staaten. Bei zwischenmenschlichen Beziehungen gehen wir zunächst vom positiven Fall aus; Streit und gar Kampf sind die Ausnahme von einer wohlmeinenden Normalität. Zwischenstaatliche Beziehungen funktionieren genau andersherum: Alle Seiten unterstellen sich stets das schlechtest mögliche. Das erklärt nebenbei die Komplexität internationaler Verträge, die nicht nur den Gebrauch regeln, sondern auch den Missbrauch ausschließen wollen. Krieg ist ein Dilemma; es kann minimiert, aber niemals ganz aufgelöst werden. In diesem Sinne ist Krieg immer eine reale Option zwischen Staaten – und Frieden die Ausnahme.&nbsp;</p><p>Carlo spricht in diesem Kontext von Zyklen von Krieg und Frieden. Hat Krieg also eine Zukunft? Sicher ja. Wird er auch Teil unserer Zukunft sein? Wohl auch sicher ja. Wobei Michael und Carlo ausführlich diskutieren, ob der Krieg a) konventionell oder b) nuklear wieder nach Mitteleuropa kommen kann. Carlos Einschätzung: a) Nein und b) sehr unwahrscheinlich.&nbsp;</p><p>Carlo schätzt, dass der russische Krieg in der Ukraine noch bis in den kommenden Sommer hinein dauern wird. Ausgang offen, bei aller Initiative, die die Ukrainer derzeit haben. Aber was kommt dann? Das tatsächlich Beunruhigende ist: Diese Zukunftsfrage muss derzeit offen bleiben. Es existiert kein belastbares Bild zur Zukunft nach diesem Krieg.&nbsp;</p><p>Was hat Russland im konkreten dazu geführt, seine Rechnung neu aufzumachen und Krieg in die Ukraine zu tragen. Carlo analysiert: Putin ist fast eine Ausnahme, weil er so genau ankündigt, was er zu tun gedenkt. Seit Jahren legt er dar, dass er die staatliche Existenz der Ukraine für einen Irrtum der Geschichte und einen Fehler seiner Amtsvorgänger hält. Seine rationale Rechnung wird daher auch erst zu einem anderen Ergebnis führen, wenn er diesen vermeintlichen Irrtum korrigiert hat oder der Preis für seinen Krieg so in die Höhe schnellt, dass er zu einem umgekehrten Ergebnis kommt.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p>Carlo Masala,&nbsp;Politikwissenschaftler und Professor für Internationale Politik an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der <a href="https://www.unibw.de/politikwissenschaft/professuren/lehrstuhl-ip/masala" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität der Bundeswehr München</a></p><p>Twitter: <a href="https://twitter.com/CarloMasala1?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@CarloMasala1&nbsp;&nbsp;&nbsp;</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ein Podcast mit allem, das wir über den Krieg wissen müssen. Na gut: Mit vielem. Grundlagen, nachdem weite Teile der Gesellschaft (Michael zählt sich hier ausdrücklich dazu) über die Jahre des heimischen Friedens verlernt haben, den Krieg als reales Mittel der Politik zu betrachten. Und die offene Frage nach dem Danach in der Ukraine: Was geschieht, wenn irgendwann im kommenden Jahr alle Granaten abgefeuert, alle Patronen verschossen und alle Budgets aufgebraucht sind? Ein Gespräch über das Phänomen Krieg im Generellen und über Russland im Speziellen mit Carlo Masala, Politikwissenschaftler an der Universität der Bundeswehr in München. Irgendjemand hat angefangen, ihn als „Militärexperten“ zu bezeichnen. Das ist haften geblieben. Jedenfalls einer klügsten Köpfe zum Thema.&nbsp;</p><p>Krieg ist rational. Nicht auf dem Schlachtfeld, aber die Tatsache des Krieges an sich. Eine beteiligte Seite hat seine Sicherheit neu kalkuliert und ist zu dem Ergebnis gelangt: So irrsinnig teuer ein Krieg auch sein mag, mit Verlusten an Menschen und auch schlicht an Geld, hier lohnt er sich unter dem Strich.&nbsp;</p><p>Krieg ist normal. Nicht in dem Sinne, dass wir Morden, Vergewaltigen und Brandschatzen akzeptieren müssten. Wohl aber normal in der Beziehung zwischen Staaten. Bei zwischenmenschlichen Beziehungen gehen wir zunächst vom positiven Fall aus; Streit und gar Kampf sind die Ausnahme von einer wohlmeinenden Normalität. Zwischenstaatliche Beziehungen funktionieren genau andersherum: Alle Seiten unterstellen sich stets das schlechtest mögliche. Das erklärt nebenbei die Komplexität internationaler Verträge, die nicht nur den Gebrauch regeln, sondern auch den Missbrauch ausschließen wollen. Krieg ist ein Dilemma; es kann minimiert, aber niemals ganz aufgelöst werden. In diesem Sinne ist Krieg immer eine reale Option zwischen Staaten – und Frieden die Ausnahme.&nbsp;</p><p>Carlo spricht in diesem Kontext von Zyklen von Krieg und Frieden. Hat Krieg also eine Zukunft? Sicher ja. Wird er auch Teil unserer Zukunft sein? Wohl auch sicher ja. Wobei Michael und Carlo ausführlich diskutieren, ob der Krieg a) konventionell oder b) nuklear wieder nach Mitteleuropa kommen kann. Carlos Einschätzung: a) Nein und b) sehr unwahrscheinlich.&nbsp;</p><p>Carlo schätzt, dass der russische Krieg in der Ukraine noch bis in den kommenden Sommer hinein dauern wird. Ausgang offen, bei aller Initiative, die die Ukrainer derzeit haben. Aber was kommt dann? Das tatsächlich Beunruhigende ist: Diese Zukunftsfrage muss derzeit offen bleiben. Es existiert kein belastbares Bild zur Zukunft nach diesem Krieg.&nbsp;</p><p>Was hat Russland im konkreten dazu geführt, seine Rechnung neu aufzumachen und Krieg in die Ukraine zu tragen. Carlo analysiert: Putin ist fast eine Ausnahme, weil er so genau ankündigt, was er zu tun gedenkt. Seit Jahren legt er dar, dass er die staatliche Existenz der Ukraine für einen Irrtum der Geschichte und einen Fehler seiner Amtsvorgänger hält. Seine rationale Rechnung wird daher auch erst zu einem anderen Ergebnis führen, wenn er diesen vermeintlichen Irrtum korrigiert hat oder der Preis für seinen Krieg so in die Höhe schnellt, dass er zu einem umgekehrten Ergebnis kommt.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast:</strong></p><p>Carlo Masala,&nbsp;Politikwissenschaftler und Professor für Internationale Politik an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der <a href="https://www.unibw.de/politikwissenschaft/professuren/lehrstuhl-ip/masala" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität der Bundeswehr München</a></p><p>Twitter: <a href="https://twitter.com/CarloMasala1?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@CarloMasala1&nbsp;&nbsp;&nbsp;</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-123-carlo-masala]]></link><guid isPermaLink="false">aef65018-b05e-414c-a2be-40397939906f</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e7f1dbf0-8e49-41be-92d9-54a1cd926b18/a-vabuvOs33G6xC5-JAohMy1.jpg"/><pubDate>Thu, 06 Oct 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/58e3fa25-f2df-4457-926f-e351e93507a0/Folge-20123-20Masala.mp3" length="92546950" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>48:12</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>123</itunes:episode><podcast:episode>123</podcast:episode></item><item><title>#122 Jörg Alt – Die Kunst des Widerstands</title><itunes:title>#122 Jörg Alt – Die Kunst des Widerstands</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ein zorniger Mann im Gespräch. Jörg Alt ist Priester, Sozialwissenschaftler und seit vielen Jahr Aktivist für eine bessere, für eine gerechtere Welt. Sein jüngstes Buch heißt&nbsp;<em>„Widerstand! Gegen eine Wirtschaft, die tötet“</em>. Und nach Jahrzehnten des gelehrten Lebens, klebt er sich inzwischen mit dem „Aufstand der letzten Generation“ in Nürnberg an die Straße.&nbsp;</p><p>Warum ist jemand bereit ins Gefängnis zu gehen? Jörg ist erfrischend klar: Den Weg über Argumente, kluge Bücher und gewichtige Diskussionen hat er ausführlich beschritten, ohne relevantes Ergebnis. Obendrein musste er sich aktuell belehren lassen, welche Wirkung Kipppunkte haben und wie wenig Zeit wir wirklich haben, die schlimmsten Folgen der Klimakrise abzumildern.&nbsp;</p><p>Dann also kleben und mit den Polizisten diskutieren, denen der Einsatz gegen einen gestandenen Priester offensichtlich auch unangenehm war. Der Staatsanwaltschaft erging es offenbar ähnlich. Nachdem Jörgs Verfahren – im Unterschied zu den Verfahren gegen die anderen Aktivisten – vorzeitig eingestellt werden sollte, hat er genau gegen diese Einstellung geklagt. Gleiches Unrecht für alle. Radikal, auch da ist Jörg klar, sind diejenigen, die Öl in das „Weiter so“ gießen.&nbsp;</p><p>Wir stehen uns offenbar selbst im Weg. Wir haben alle Mittel und Wege, um die Klimakatastrophe zu verhindern, doch wir tun es nicht. Es gibt Länder in Europa, die ein „Essen retten“-Gesetz haben und so die Lebensmittelverschwendung reduziert haben. Wir nicht. Wir könnten das 9-Euro Ticket problemlos weiterlaufen lassen. Wir könnten eine Milliarde Liter Sprit durch das Tempolimit einsparen. Einfache Schritte, die getan werden könnten, wenn nicht eine der Regierungsparteien dem permanent im Weg stehen würde. Warum können wir den Wandel nicht als positiv erkennen und gestalten? Wir warten, bis die Klimakrise da ist, um sie erst dann zu bekämpfen. Doch dann …</p><p>Anfang Oktober eröffnet der Jesuitenorden ein Zentrum in Nürnberg namens Ukama. Hier sollen genau diese Debatten einen Ort finden, die es braucht, damit wir den Wandel gestalten. Damit wir die schlichte Frage ins Zentrum rücken: Was macht für uns ein gutes Leben aus? SUV und Schottergarten – oder doch eher Gesundheit, Familie, Glück? Von dort aus will er der professionellen Kommunikation radikalen Bewahrer in Politik und Konzernen etwas entgegensetzen.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.joergalt.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jörg Alt,</a> Priester,&nbsp;Sozialethiker, Sozialwissenschaftler, Aktivist, Jesuit.&nbsp;Sein jüngstes Buch heisst&nbsp;<a href="https://www.vier-tuerme.de/widerstand-gegen-eine-wirtschaft-die-toetet" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>„Widerstand! Gegen eine Wirtschaft, die tötet“.</em></a><em>&nbsp;</em><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong></p><p><strong><span class="ql-cursor">﻿</span>Twitter:&nbsp;</strong><a href="https://mobile.twitter.com/joergaltsj" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@JoergAltSJ</a></p><p><strong>Das neue Zentrum: </strong><a href=" https://ukamazentrum.net/veranstaltungen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ukama:&nbsp;Zentrum für Sozial-Ökologische Transformation.</a> Am 1. Und 2. Oktober 2022 findet der Eröffnungskongress statt.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ein zorniger Mann im Gespräch. Jörg Alt ist Priester, Sozialwissenschaftler und seit vielen Jahr Aktivist für eine bessere, für eine gerechtere Welt. Sein jüngstes Buch heißt&nbsp;<em>„Widerstand! Gegen eine Wirtschaft, die tötet“</em>. Und nach Jahrzehnten des gelehrten Lebens, klebt er sich inzwischen mit dem „Aufstand der letzten Generation“ in Nürnberg an die Straße.&nbsp;</p><p>Warum ist jemand bereit ins Gefängnis zu gehen? Jörg ist erfrischend klar: Den Weg über Argumente, kluge Bücher und gewichtige Diskussionen hat er ausführlich beschritten, ohne relevantes Ergebnis. Obendrein musste er sich aktuell belehren lassen, welche Wirkung Kipppunkte haben und wie wenig Zeit wir wirklich haben, die schlimmsten Folgen der Klimakrise abzumildern.&nbsp;</p><p>Dann also kleben und mit den Polizisten diskutieren, denen der Einsatz gegen einen gestandenen Priester offensichtlich auch unangenehm war. Der Staatsanwaltschaft erging es offenbar ähnlich. Nachdem Jörgs Verfahren – im Unterschied zu den Verfahren gegen die anderen Aktivisten – vorzeitig eingestellt werden sollte, hat er genau gegen diese Einstellung geklagt. Gleiches Unrecht für alle. Radikal, auch da ist Jörg klar, sind diejenigen, die Öl in das „Weiter so“ gießen.&nbsp;</p><p>Wir stehen uns offenbar selbst im Weg. Wir haben alle Mittel und Wege, um die Klimakatastrophe zu verhindern, doch wir tun es nicht. Es gibt Länder in Europa, die ein „Essen retten“-Gesetz haben und so die Lebensmittelverschwendung reduziert haben. Wir nicht. Wir könnten das 9-Euro Ticket problemlos weiterlaufen lassen. Wir könnten eine Milliarde Liter Sprit durch das Tempolimit einsparen. Einfache Schritte, die getan werden könnten, wenn nicht eine der Regierungsparteien dem permanent im Weg stehen würde. Warum können wir den Wandel nicht als positiv erkennen und gestalten? Wir warten, bis die Klimakrise da ist, um sie erst dann zu bekämpfen. Doch dann …</p><p>Anfang Oktober eröffnet der Jesuitenorden ein Zentrum in Nürnberg namens Ukama. Hier sollen genau diese Debatten einen Ort finden, die es braucht, damit wir den Wandel gestalten. Damit wir die schlichte Frage ins Zentrum rücken: Was macht für uns ein gutes Leben aus? SUV und Schottergarten – oder doch eher Gesundheit, Familie, Glück? Von dort aus will er der professionellen Kommunikation radikalen Bewahrer in Politik und Konzernen etwas entgegensetzen.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.joergalt.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jörg Alt,</a> Priester,&nbsp;Sozialethiker, Sozialwissenschaftler, Aktivist, Jesuit.&nbsp;Sein jüngstes Buch heisst&nbsp;<a href="https://www.vier-tuerme.de/widerstand-gegen-eine-wirtschaft-die-toetet" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>„Widerstand! Gegen eine Wirtschaft, die tötet“.</em></a><em>&nbsp;</em><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong></p><p><strong><span class="ql-cursor">﻿</span>Twitter:&nbsp;</strong><a href="https://mobile.twitter.com/joergaltsj" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@JoergAltSJ</a></p><p><strong>Das neue Zentrum: </strong><a href=" https://ukamazentrum.net/veranstaltungen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ukama:&nbsp;Zentrum für Sozial-Ökologische Transformation.</a> Am 1. Und 2. Oktober 2022 findet der Eröffnungskongress statt.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-122-Joerg-Alt]]></link><guid isPermaLink="false">9854eb06-b2a7-44df-bea8-d78646f2acce</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/6d198172-fcf8-4ad7-96d3-969860547215/Utxzpzwbs5AHNkg9Jkhx-MPp.jpg"/><pubDate>Thu, 29 Sep 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/beb762e9-28a4-4d42-b686-843ce03a954d/Folge-20122-20Alt-20.mp3" length="67580575" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:12</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>122</itunes:episode><podcast:episode>122</podcast:episode></item><item><title>#121 Globaler Klimastreik: Die große Zukunftsdebatte</title><itunes:title>#121 Globaler Klimastreik: Die große Zukunftsdebatte</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wir haben die Hoffnung, eine neue Normalität zu entwerfen, eine bessere Normalität. Wir werden zurückschauen und uns wundern. Mit diesem Gedanken schließt Verena Kantrowitsch von Pschologists for Future die große Zukunftsdebatte im Podcast.&nbsp;</p><p>Für den 23. September haben zahlreiche Organisationen erneut zum globalen Klimastreik aufgerufen. Ein großes Statement für eine andere Zukunft. Sicher offen, unbestimmt, im Einzelnen strittig, aber: Anders. Wir nehmen das Thema auf und diskutieren: Lohnt es sich, für das Kima zu streiken? Eine Analyse in fünf Schritten.&nbsp;</p><ol><li>Ist es notwendig, für das Klima zu streiken? Oder haben wir längst alles, was wir brauchen, um der Klimaerwärmung Einhalt zu bieten? Technologisch ist sicher viel einsatzfähig, allein der Wille zur Umsetzung?</li><li>Ist es angemessen, für das Klima zu streiken – oder ist das Mittel zu radikal?</li><li>Ist es zielführend, für das Klima zu streiken? Oder ist der Streik ein unzureichendes Mittel, um die Klimakrise abzumildern? Brauchen wir andere, drastischere, wirkungsvollere Mittel?</li><li>Stiftet der Klimastreik eine ganz neue Gemeinschaft und wirkt damit auf diese Weise über den eigentlichen Tag hinaus?</li><li>Ist es erfolgversprechend, für das Klima zu streiken?</li></ol><br/><p>Entstanden ist eine große Zukunftsdebatte mit zahlreichen bemerkenswerten Stimmen und relevanten Aussagen. In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich zahlreiche namhafte Persönlichkeiten bei „carls zukunft der woche“ zum Komplex der Klimakrise geäußert. Ihre Gedanken, Thesen, Fragen und Forderungen sind Teil dieser Zukunftsdebatte bei <a href="https://carls-zukunft.de/folgen-2022/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„carls zukunft der woche“</a>.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.xing.com/profile/Verena_Kantrowitsch/cv" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Verena Kantrowitsch</a>, <a href="https://www.psychologistsforfuture.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Psychologists4future</a>, Psychologin: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-109-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#109 Verena Kantrowitsch - Mut und Optimismus für die Klimakrise</a></p><p><a href="https://hans-josef-fell.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hans-Josef Fell</a>, Präsident der <a href="https://www.energywatchgroup.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Energy Watch Group</a>, Botschafter für 100% Erneuerbare Energien, Mitglied des Deutschen Bundestages 1998-2013, Autor des Entwurfs des EEG 2000: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-119-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#119 Hans-Josef Fell – Das Ende der fossilen Energiekonzerne</a></p><p>Özden Terli, Meteorologe und Wetter-Moderator im <a href="https://www.zdf.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ZDF</a>. <a href="https://twitter.com/TerliWetter?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@TerliWetter</a>: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-117-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#117 Özden Terli – Wenn der ZDF-Wettermann zum Klima spricht</a></p><p><a href="https://boku.ac.at/wiso/infer/personen/reinhard-steurer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reinhard Steurer, Universität für Bodenkultur Wien</a>, Professor für Klimapolitik. Auf Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/reisteurer?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@ReiSteurer&nbsp;05</a>: <a href="https://open.spotify.com/episode/2mhZoYBiS9fVrUpgfyMiQ2" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Review 2021: Reinhard Steurer – Das Scheitern der Klimapolitik</a></p><p>Jule Darwig, Ärztin,<a href="https://healthforfuture.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Health for Future </a>:<a href="https://carls-zukunft.de/folge-111-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> #111 Jule Darwig – Es wird heiß!</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-alexander-grevel-1a454a106/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Alexander Grevel,&nbsp;</a>Vorstandsmitglied <a href="https://www.klimaliste.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Klimaliste</a> Deutschland,&nbsp;seit einigen Monaten aktiv bei der Gruppe „<a href="https://letztegeneration.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Aufstand der letzten Generation</a>“: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-108-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#108 Alexander Grevel – Der Aufstand der Letzten Generation</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/stefanaykut/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Stefan C. Aykut</a>, Universität Hamburg, Professur für Soziologie, insbesondere ökologische Krisen und Konflikte: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-91-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#91 Stefan C. Aykut – Warum es nicht genügt, Recht zu haben</a></p><p><a href="https://twitter.com/DerGraslutscher?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan Hegenberg,</a> Autor von „<a href="https://www.komplett-media.de/de_weltuntergang-faellt-aus_200577.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Weltuntergang fällt aus</a>“, Gründer des Blogs <a href="http://graslutscher.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Graslutscher.de</a>, freier Autor, Factchecker, Facebook-Trolljäger: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-115-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#115 Jan Hegenberg - Der Graslutscher sagt: Weltuntergang fällt aus</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wir haben die Hoffnung, eine neue Normalität zu entwerfen, eine bessere Normalität. Wir werden zurückschauen und uns wundern. Mit diesem Gedanken schließt Verena Kantrowitsch von Pschologists for Future die große Zukunftsdebatte im Podcast.&nbsp;</p><p>Für den 23. September haben zahlreiche Organisationen erneut zum globalen Klimastreik aufgerufen. Ein großes Statement für eine andere Zukunft. Sicher offen, unbestimmt, im Einzelnen strittig, aber: Anders. Wir nehmen das Thema auf und diskutieren: Lohnt es sich, für das Kima zu streiken? Eine Analyse in fünf Schritten.&nbsp;</p><ol><li>Ist es notwendig, für das Klima zu streiken? Oder haben wir längst alles, was wir brauchen, um der Klimaerwärmung Einhalt zu bieten? Technologisch ist sicher viel einsatzfähig, allein der Wille zur Umsetzung?</li><li>Ist es angemessen, für das Klima zu streiken – oder ist das Mittel zu radikal?</li><li>Ist es zielführend, für das Klima zu streiken? Oder ist der Streik ein unzureichendes Mittel, um die Klimakrise abzumildern? Brauchen wir andere, drastischere, wirkungsvollere Mittel?</li><li>Stiftet der Klimastreik eine ganz neue Gemeinschaft und wirkt damit auf diese Weise über den eigentlichen Tag hinaus?</li><li>Ist es erfolgversprechend, für das Klima zu streiken?</li></ol><br/><p>Entstanden ist eine große Zukunftsdebatte mit zahlreichen bemerkenswerten Stimmen und relevanten Aussagen. In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich zahlreiche namhafte Persönlichkeiten bei „carls zukunft der woche“ zum Komplex der Klimakrise geäußert. Ihre Gedanken, Thesen, Fragen und Forderungen sind Teil dieser Zukunftsdebatte bei <a href="https://carls-zukunft.de/folgen-2022/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„carls zukunft der woche“</a>.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.xing.com/profile/Verena_Kantrowitsch/cv" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Verena Kantrowitsch</a>, <a href="https://www.psychologistsforfuture.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Psychologists4future</a>, Psychologin: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-109-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#109 Verena Kantrowitsch - Mut und Optimismus für die Klimakrise</a></p><p><a href="https://hans-josef-fell.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hans-Josef Fell</a>, Präsident der <a href="https://www.energywatchgroup.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Energy Watch Group</a>, Botschafter für 100% Erneuerbare Energien, Mitglied des Deutschen Bundestages 1998-2013, Autor des Entwurfs des EEG 2000: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-119-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#119 Hans-Josef Fell – Das Ende der fossilen Energiekonzerne</a></p><p>Özden Terli, Meteorologe und Wetter-Moderator im <a href="https://www.zdf.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ZDF</a>. <a href="https://twitter.com/TerliWetter?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@TerliWetter</a>: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-117-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#117 Özden Terli – Wenn der ZDF-Wettermann zum Klima spricht</a></p><p><a href="https://boku.ac.at/wiso/infer/personen/reinhard-steurer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reinhard Steurer, Universität für Bodenkultur Wien</a>, Professor für Klimapolitik. Auf Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/reisteurer?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@ReiSteurer&nbsp;05</a>: <a href="https://open.spotify.com/episode/2mhZoYBiS9fVrUpgfyMiQ2" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Review 2021: Reinhard Steurer – Das Scheitern der Klimapolitik</a></p><p>Jule Darwig, Ärztin,<a href="https://healthforfuture.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Health for Future </a>:<a href="https://carls-zukunft.de/folge-111-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> #111 Jule Darwig – Es wird heiß!</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-alexander-grevel-1a454a106/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Alexander Grevel,&nbsp;</a>Vorstandsmitglied <a href="https://www.klimaliste.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Klimaliste</a> Deutschland,&nbsp;seit einigen Monaten aktiv bei der Gruppe „<a href="https://letztegeneration.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Aufstand der letzten Generation</a>“: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-108-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#108 Alexander Grevel – Der Aufstand der Letzten Generation</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/stefanaykut/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Stefan C. Aykut</a>, Universität Hamburg, Professur für Soziologie, insbesondere ökologische Krisen und Konflikte: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-91-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#91 Stefan C. Aykut – Warum es nicht genügt, Recht zu haben</a></p><p><a href="https://twitter.com/DerGraslutscher?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan Hegenberg,</a> Autor von „<a href="https://www.komplett-media.de/de_weltuntergang-faellt-aus_200577.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Weltuntergang fällt aus</a>“, Gründer des Blogs <a href="http://graslutscher.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Graslutscher.de</a>, freier Autor, Factchecker, Facebook-Trolljäger: <a href="https://carls-zukunft.de/folge-115-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">#115 Jan Hegenberg - Der Graslutscher sagt: Weltuntergang fällt aus</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-121-Klimastreik]]></link><guid isPermaLink="false">2ebfab56-9f5e-4c5d-a5c7-2422ffa92e36</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/131652e9-8c38-4438-b6ec-9bfbb41a29cc/VGw-gIDVOmacuqecvgSN8OGa.jpg"/><pubDate>Thu, 22 Sep 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/fac36ac0-e67c-4600-9e25-a39afa4692a9/Folge-20121-20Climate-20Allstars.mp3" length="70482048" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:42</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>121</itunes:episode><podcast:episode>121</podcast:episode></item><item><title>#120 Markus Stelzmann – Die erfolgreiche Organisation der Zukunft</title><itunes:title>#120 Markus Stelzmann – Die erfolgreiche Organisation der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Meinen wir Transformation und Wandel in Unternehmen ernst? Also wirklich? Und wieviel "New Work" bleibt doch an der Oberfläche, im Arbeitskreis, wird nie wirksam? Tele Haase, hoch spezialisierter Steuergerätehersteller in Wien, nennt es nicht New Work, sondern sinnvolle Arbeit, hat aber schon vor zehn Jahren den Schritt hin zu einem demokratischen Unternehmen gemacht - und ist heute wirtschaftlich erfolgreicher denn je. Markus Stelzmann ist selbst aus der Rolle des Geschäftsführers herausgetreten; nicht nominell, aber faktisch. Im Gespräch mit Michael beschreibt er die Lernreise seines Unternehmens.</p><p>Die Teams entscheiden über Produkte, Preise, Vertrieb. Nicht leichtfertig, aber umso sachkundiger. Jede:r bei Tele soll den Mut haben, die eigene Aufgabe überflüssig machen zu wollen, und das Vertrauen, dass sich eine neue Aufgabe bei Tele finden wird. </p><p>Wer das ernsthaft will, der muss Kompetenzen schaffen. Bei Tele können alle Mitarbeiter zumindest die Grundlagen der Bilanz lesen. Transparent und zugänglich sind die Zahlen ohnehin. Also lernen alle Stück für Stück, unternehmerisch zu denken. Und wer sich ausgründen will, wie schon mehrfach geschehen, wird zum B2B-Partner von Tele - alle profitieren. </p><p>Stichwort "ernsthaft": Wer sich den Tele-Kosmos als Bällebad mit viel Tagesfreizeit vorstellt, muss sich wahrscheinlich selbst vom Gegenteil überzeugen. Die Mitarbeiter:innen selbst regulieren die Kultur - und trennen sich durchaus auch von denen, die nicht passen. </p><p>Für die erfolgreiche Organisation gibt es keine Blaupausen mehr, keine Schablonen, die wir nur auf die eigene Organisation übertragen müssten. Tele übersetzt das: Experimentieren, lernen, machen, ändern - und wieder von vorn.  </p><p>Tele ist inzwischen ein Lernort geworden. Hier lernt die Organisation. Hierher kommen Menschen und Teams und probieren sich aus. So viele, dass Markus inzwischen einen Spielplatz dafür eingerichtet hat, den "Organisation Playground". </p><p><strong>Diese Woche zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/markusstelzmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus Stelzmann,</a> Gesellschafter und Geschäftsführer von <a href="https://www.tele-online.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Tele Haase</a> und <a href="https://www.playground.team" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Organisation Playground</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Meinen wir Transformation und Wandel in Unternehmen ernst? Also wirklich? Und wieviel "New Work" bleibt doch an der Oberfläche, im Arbeitskreis, wird nie wirksam? Tele Haase, hoch spezialisierter Steuergerätehersteller in Wien, nennt es nicht New Work, sondern sinnvolle Arbeit, hat aber schon vor zehn Jahren den Schritt hin zu einem demokratischen Unternehmen gemacht - und ist heute wirtschaftlich erfolgreicher denn je. Markus Stelzmann ist selbst aus der Rolle des Geschäftsführers herausgetreten; nicht nominell, aber faktisch. Im Gespräch mit Michael beschreibt er die Lernreise seines Unternehmens.</p><p>Die Teams entscheiden über Produkte, Preise, Vertrieb. Nicht leichtfertig, aber umso sachkundiger. Jede:r bei Tele soll den Mut haben, die eigene Aufgabe überflüssig machen zu wollen, und das Vertrauen, dass sich eine neue Aufgabe bei Tele finden wird. </p><p>Wer das ernsthaft will, der muss Kompetenzen schaffen. Bei Tele können alle Mitarbeiter zumindest die Grundlagen der Bilanz lesen. Transparent und zugänglich sind die Zahlen ohnehin. Also lernen alle Stück für Stück, unternehmerisch zu denken. Und wer sich ausgründen will, wie schon mehrfach geschehen, wird zum B2B-Partner von Tele - alle profitieren. </p><p>Stichwort "ernsthaft": Wer sich den Tele-Kosmos als Bällebad mit viel Tagesfreizeit vorstellt, muss sich wahrscheinlich selbst vom Gegenteil überzeugen. Die Mitarbeiter:innen selbst regulieren die Kultur - und trennen sich durchaus auch von denen, die nicht passen. </p><p>Für die erfolgreiche Organisation gibt es keine Blaupausen mehr, keine Schablonen, die wir nur auf die eigene Organisation übertragen müssten. Tele übersetzt das: Experimentieren, lernen, machen, ändern - und wieder von vorn.  </p><p>Tele ist inzwischen ein Lernort geworden. Hier lernt die Organisation. Hierher kommen Menschen und Teams und probieren sich aus. So viele, dass Markus inzwischen einen Spielplatz dafür eingerichtet hat, den "Organisation Playground". </p><p><strong>Diese Woche zu Gast: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/markusstelzmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus Stelzmann,</a> Gesellschafter und Geschäftsführer von <a href="https://www.tele-online.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Tele Haase</a> und <a href="https://www.playground.team" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Organisation Playground</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-120-markus-stelzmann]]></link><guid isPermaLink="false">2242e118-0c16-4a20-a9cd-8430c16726c2</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/df5470ea-4345-4ce5-b2ba-9813ae12b0f8/KjgUIu2Y4G76mK4J-sPT7AvY.jpg"/><pubDate>Thu, 15 Sep 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/347cca9b-fa8b-4837-b299-50413853c02e/Folge-20120-20Stelzmann.mp3" length="84653373" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:05</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>120</itunes:episode><podcast:episode>120</podcast:episode></item><item><title>#119 Hans-Josef Fell – Das Ende der fossilen Energiekonzerne</title><itunes:title>#119 Hans-Josef Fell – Das Ende der fossilen Energiekonzerne</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>An die Arbeit! Hans-Josef Fell kämpft seit Jahrzehnten für die Energiewende. Und er ist schnell auf 180: Es droht schlicht das Ende der menschlichen Zivilisation. Das Ende von dem, was uns lieb ist. Die schlechte Nachricht: Wir haben kaum noch Zeit, das abzuwenden. Die gute Nachricht: Wir haben es in der Hand.&nbsp;</p><p>Hans-Josef gilt als einer der Väter der Energiewende. Präzise: Der inzwischen abgewürgten Energiewende und aus seinem Ärger über das Scheitern der Politik und die Strategien der großen Energiekonzerne macht er keinen Hehl. Immer noch finden sich die Argumente, erneuerbare Energien sein nicht ausreichend, zu volatil, seien zu teuer. Argumente, mit den uns die Öl- und Atomkonzerne den Kopf vernebeln, sagt Hans-Josef. Die alten Energien Kohle, Öl und Atom, die sind zu teuer.&nbsp;</p><p>Die Erkenntnis tut weh, aber: Wir haben kaum noch Zeit. Das Zeitfenster, das wir haben, um uns zu aktivieren, schließt sich - und es schließt sich schnell. Klimaneutralität ist nicht genug. Wir müssen auf allen Ebenen davon ablassen, Emissionen freizusetzen. In der Energiewirtschaft, in der Industrie, in der Landwirtschaft. Angesichts von 420 ppm Treibhausgasen in der Atmosphäre haben wir a) kaum noch Zeit für den Turnaround und dürfen b) im Grunde keine zusätzlichen Treibhausgase mehr freisetzen.&nbsp;</p><p>Wie schaffen wir das? Die großen Konzerne werden es nicht richten. Die Macht dieser Konzerne wird es in zehn Jahren ohnehin nicht mehr geben - und wir haben keinen Grund für Mitleid. Wir können es schaffen, wenn jede:r etwas tut. Keinen Atomstrom mehr bezieht. Seine Mobilität verändert. Und vor allem: In erneuerbare Energien investiert, Genossenschaften gründet, den Bürgermeistern und Stadtwerken Druck macht. Stück für Stück brechen wir so die Macht der Konzerne und können schon 2030 bei 100% erneuerbaren Energien sein.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://hans-josef-fell.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hans-Josef Fell</a>, Präsident der Energy Watch Group, Botschafter für 100% Erneuerbare Energien, Mitglied des Deutschen Bundestages 1998-2013, Autor des Entwurfs des EEG 2000</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>An die Arbeit! Hans-Josef Fell kämpft seit Jahrzehnten für die Energiewende. Und er ist schnell auf 180: Es droht schlicht das Ende der menschlichen Zivilisation. Das Ende von dem, was uns lieb ist. Die schlechte Nachricht: Wir haben kaum noch Zeit, das abzuwenden. Die gute Nachricht: Wir haben es in der Hand.&nbsp;</p><p>Hans-Josef gilt als einer der Väter der Energiewende. Präzise: Der inzwischen abgewürgten Energiewende und aus seinem Ärger über das Scheitern der Politik und die Strategien der großen Energiekonzerne macht er keinen Hehl. Immer noch finden sich die Argumente, erneuerbare Energien sein nicht ausreichend, zu volatil, seien zu teuer. Argumente, mit den uns die Öl- und Atomkonzerne den Kopf vernebeln, sagt Hans-Josef. Die alten Energien Kohle, Öl und Atom, die sind zu teuer.&nbsp;</p><p>Die Erkenntnis tut weh, aber: Wir haben kaum noch Zeit. Das Zeitfenster, das wir haben, um uns zu aktivieren, schließt sich - und es schließt sich schnell. Klimaneutralität ist nicht genug. Wir müssen auf allen Ebenen davon ablassen, Emissionen freizusetzen. In der Energiewirtschaft, in der Industrie, in der Landwirtschaft. Angesichts von 420 ppm Treibhausgasen in der Atmosphäre haben wir a) kaum noch Zeit für den Turnaround und dürfen b) im Grunde keine zusätzlichen Treibhausgase mehr freisetzen.&nbsp;</p><p>Wie schaffen wir das? Die großen Konzerne werden es nicht richten. Die Macht dieser Konzerne wird es in zehn Jahren ohnehin nicht mehr geben - und wir haben keinen Grund für Mitleid. Wir können es schaffen, wenn jede:r etwas tut. Keinen Atomstrom mehr bezieht. Seine Mobilität verändert. Und vor allem: In erneuerbare Energien investiert, Genossenschaften gründet, den Bürgermeistern und Stadtwerken Druck macht. Stück für Stück brechen wir so die Macht der Konzerne und können schon 2030 bei 100% erneuerbaren Energien sein.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://hans-josef-fell.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hans-Josef Fell</a>, Präsident der Energy Watch Group, Botschafter für 100% Erneuerbare Energien, Mitglied des Deutschen Bundestages 1998-2013, Autor des Entwurfs des EEG 2000</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-119-hans-josef-fell]]></link><guid isPermaLink="false">c17e39d6-09fb-4ac0-bceb-f970b1b561f0</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/cbdbbb37-89e8-44e9-9606-57d938504a48/WIs_9UBn_HRjdOwf1O7Fbbrl.jpg"/><pubDate>Thu, 08 Sep 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a498aaa8-ff15-419e-b8f3-f3aefb1b7b17/Folge-20119-20Fell.mp3" length="73525627" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:18</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>119</itunes:episode><podcast:episode>119</podcast:episode></item><item><title>#118 Bob Blume – Normale Schule ist radikal anders!</title><itunes:title>#118 Bob Blume – Normale Schule ist radikal anders!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Bob Blume ist Lehrer und Blogger, Autor und Bildungsinfluencer, kurzum: Er ist Lehrer mit Leidenschaft und streitet für eine gute Schule. Bob sagt: Gute Schule ist ganz leicht. Wir brauchen Personal, Raum, Zeit und Ressourcen. Mehr nicht. Im Sinne einer verbindlichen Flexibilität können Schulen sich damit zu einem Bildungsort entwickeln. Denn drunter geht es nicht: Schule muss attraktiv sein, ein Ort, an den alle gerne kommen wollen, Schüler:innen, Lehrkräfte und zahlreiche weitere Experten. Das ist das einzige „normal“, das wir an der Schule noch akzeptieren wollen.&nbsp;</p><p>So sieht eine Schule für heute und morgen aus: Konzentration auf grundlegende Kompetenzen in den ersten fünf Jahren: Lesen, Schreiben, Rechnen, Reden, Coden. Gleitzeit für alle. Die Lehrer:innen werden Mentor:innen; ihre Aufgabe ist es, Lernprozesse zu begleiten und zu unterstützen. Noten gibt es keine, nur die Stufen: nicht bestanden, bestanden, mit Auszeichnung. Statt Abiturzeugnis schickt die Schule Empfehlungsschreiben an ausgewählte Universitäten. Und weil Schule mehr ist als angewandte Berufsvorbereitung, bereitet die Schule auch auf alles das vor, was Menschen nach Feierabend mit Leidenschaft tun.&nbsp;</p><p>Das, da sind Bob und Michael sich schnell einig, wollen wir von jetzt an eine „normale Schule“ nennen. Die Entwicklung und in Teilen radikale Veränderung, das muss das Normale sein. Der Rest, der sich nicht bewegt, darf in unseren Augen nicht die Norm sein; nennen wir es rückständig, verstaubt, eingeschlafen, ganz nach Belieben.&nbsp;</p><p>Eine solche neue normale Schule sollte auch kaum Schwierigkeiten haben, ausreichend Lehrkräfte anzuziehen und auf Dauer für die wunderbare Aufgabe von Schule zu begeistern: Kinder bei der Entwicklung zu unterstützen und in ihnen das Gefühl wachsen zu sehen: Mir steht die Welt offen. Wovon wir uns guten Gewissens verabschieden können, ist das Bild des allwissenden Lehrers, der möglichst viel Wissen in möglichst knapper Zeit in die Schülerhirne bringt. Herr Lehrer, muss ich mir das aufschreiben oder kommt das in der Klausur gar nicht dran?&nbsp;</p><p>In der Folge kommen Bob und Michael auch auf Micha Pallesche zu sprechen, den Leiter der Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe. Er war in Folge 75 „Digitale Bildung ist möglich“ hier im Podcast zu Gast.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/bob-blume-6a893b7b/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bob Blume,</a><strong>&nbsp;</strong>Lehrer,&nbsp;Bestseller-Autor, <a href="https://bobblume.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Blogger</a> und Bildungsinfluencer, <a href="https://twitter.com/blume_bob?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@blume_bob</a></p><p>Buch:&nbsp;“<a href="https://www.amazon.de/Zehn-Dinge-Schule-hasse-Bildungsinfluencer/dp/3442393965" rel="noopener noreferrer" target="_blank">10Dinge, die ich an der Schule hasse</a>”&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Bob Blume ist Lehrer und Blogger, Autor und Bildungsinfluencer, kurzum: Er ist Lehrer mit Leidenschaft und streitet für eine gute Schule. Bob sagt: Gute Schule ist ganz leicht. Wir brauchen Personal, Raum, Zeit und Ressourcen. Mehr nicht. Im Sinne einer verbindlichen Flexibilität können Schulen sich damit zu einem Bildungsort entwickeln. Denn drunter geht es nicht: Schule muss attraktiv sein, ein Ort, an den alle gerne kommen wollen, Schüler:innen, Lehrkräfte und zahlreiche weitere Experten. Das ist das einzige „normal“, das wir an der Schule noch akzeptieren wollen.&nbsp;</p><p>So sieht eine Schule für heute und morgen aus: Konzentration auf grundlegende Kompetenzen in den ersten fünf Jahren: Lesen, Schreiben, Rechnen, Reden, Coden. Gleitzeit für alle. Die Lehrer:innen werden Mentor:innen; ihre Aufgabe ist es, Lernprozesse zu begleiten und zu unterstützen. Noten gibt es keine, nur die Stufen: nicht bestanden, bestanden, mit Auszeichnung. Statt Abiturzeugnis schickt die Schule Empfehlungsschreiben an ausgewählte Universitäten. Und weil Schule mehr ist als angewandte Berufsvorbereitung, bereitet die Schule auch auf alles das vor, was Menschen nach Feierabend mit Leidenschaft tun.&nbsp;</p><p>Das, da sind Bob und Michael sich schnell einig, wollen wir von jetzt an eine „normale Schule“ nennen. Die Entwicklung und in Teilen radikale Veränderung, das muss das Normale sein. Der Rest, der sich nicht bewegt, darf in unseren Augen nicht die Norm sein; nennen wir es rückständig, verstaubt, eingeschlafen, ganz nach Belieben.&nbsp;</p><p>Eine solche neue normale Schule sollte auch kaum Schwierigkeiten haben, ausreichend Lehrkräfte anzuziehen und auf Dauer für die wunderbare Aufgabe von Schule zu begeistern: Kinder bei der Entwicklung zu unterstützen und in ihnen das Gefühl wachsen zu sehen: Mir steht die Welt offen. Wovon wir uns guten Gewissens verabschieden können, ist das Bild des allwissenden Lehrers, der möglichst viel Wissen in möglichst knapper Zeit in die Schülerhirne bringt. Herr Lehrer, muss ich mir das aufschreiben oder kommt das in der Klausur gar nicht dran?&nbsp;</p><p>In der Folge kommen Bob und Michael auch auf Micha Pallesche zu sprechen, den Leiter der Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe. Er war in Folge 75 „Digitale Bildung ist möglich“ hier im Podcast zu Gast.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/bob-blume-6a893b7b/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bob Blume,</a><strong>&nbsp;</strong>Lehrer,&nbsp;Bestseller-Autor, <a href="https://bobblume.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Blogger</a> und Bildungsinfluencer, <a href="https://twitter.com/blume_bob?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@blume_bob</a></p><p>Buch:&nbsp;“<a href="https://www.amazon.de/Zehn-Dinge-Schule-hasse-Bildungsinfluencer/dp/3442393965" rel="noopener noreferrer" target="_blank">10Dinge, die ich an der Schule hasse</a>”&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-118-bob-blume]]></link><guid isPermaLink="false">2509195d-ecc6-4fc8-9d45-8d4e791fbeaf</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/c337d49b-ccd7-4bd4-a8c9-bcf0f66c880a/uTa2aPc9hZfe0xrV0oHUcGZb.jpg"/><pubDate>Thu, 01 Sep 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f41ef361-f557-4c95-a903-c099a83a1281/118-20Blume.mp3" length="88837980" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>46:16</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>118</itunes:episode><podcast:episode>118</podcast:episode></item><item><title>#117 Özden Terli – Wenn der ZDF-Wettermann zum Klima spricht</title><itunes:title>#117 Özden Terli – Wenn der ZDF-Wettermann zum Klima spricht</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Wer heute noch Hitzewellen und Dürre in Europa mit spielenden Kindern im Freibad bebildert, macht sich der unterlassenen Berichterstattung schuldig. Die Klimakrise ist real, wir müssen auf null Emissionen runter und das schnell. Ein Gespräch mit Özden Terli, Meteorologe und Wettermann im ZDF.&nbsp;</p><p>Özden gehört zu den Journalisten, die immer wieder zur besten Sendezeit darauf hinweisen, wo wir die Auswirkungen der Klimakrise bereits heute erleben. Persönlich erhält er dafür ausschließlich positives Feedback. In den sozialen Medien hingegen wird er dafür immer wieder hart angegangen. Özden wehrt sich und veröffentlicht diese Anwürfe - auch um deutlich zu zeigen, dass man sich wehren kann.&nbsp;</p><p>Ist das Aktivismus statt Journalismus? Özden sagt: Im Gegenteil. Wir laufen auf derzeit eine 3 Grad-Welt zu. Stefan Rahmsdorf hat kürzlich anschaulich beschrieben, was das praktisch bedeutet. Wer das Papier noch kennt, findet es hier. Die Zeit die uns noch bleibt, um diese 3 Grad-Welt abzuwenden, ist Goldstaub. Wir dürfen sie nicht verschwenden mit Diskussionen über Technologieoffenheit oder die Laufzeit von Atomkraftwerken. Das sind Nebelkerzen derer, die einen wirksamen Klimaschutz verhindern wollen.&nbsp;</p><p>Wer ist hier eigentlich radikal? Özden Terli sagt ganz klar: Die Radikalen, das sind die, die den Klimaschutz verzögern und verhindern. Diejenigen hingegen, die ein sofortiges Umdenken einfordern, die protestieren und sich auf die Straße kleben, die sind nur vermeintlich radikal. Radikal ist ein weiter so.&nbsp;</p><p>Wir sind alle Aktivisten: Entweder setzen wir uns für einen schnellen Wandel im großen Maßstab ein. Dann sind wir Aktivisten einer 1,5 Grad-Welt. Oder wir blockieren diesen Wandel oder bremsen ihn durch Nichtstun. Dann sind wir Aktivisten für eine 3 Grad-Welt. Öden zitiert damit Prof. Sebastian Seiffert, der in <a href="https://carls-zukunft.de/folge-55-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Folge 55</a> Gast hier in „carls zukunft der woche“ war.</p><p>Schaut Özden Terli optimistisch in die Zukunft? Er wünschte, er könnte. Özden plädiert für einen realistischen Blick - und da ist derzeit nichts zu erkennen, das uns optimistisch stimmen könnte. Das zu ändern, ist unsere Aufgabe. Da ist zum einen das eigene Verhalten. Aber viel wichtiger noch: Es geht um den Wandel im großen Maßstab. Also schreiben wir unseren örtlichen Politikern, den Managern der ortsansässigen Firmen, allen Multiplikatoren, die wir kennen und erreichen können.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Folge:</strong> Özden Terli, Meteorologe und Wetter-Moderator im <a href="https://www.zdf.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ZDF</a>. <a href="https://twitter.com/TerliWetter?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@TerliWetter</a></p><p><strong>Rahmsdorf-Papier:</strong> <em>Stefan Rahmstorf – </em><a href="http://www.pik-potsdam.de/~stefan/Publications/Klima%20und%20Wetter%20bei%203%20Grad%20mehr.pdf" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Klima und Wetter bei 3 Grad mehr</strong></a></p><p><a href="http://www.pik-potsdam.de/~stefan/Publications/Klima%20und%20Wetter%20bei%203%20Grad%20mehr.pdf" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eine Erde, wie wir sie nicht kennen (wollen)</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Wer heute noch Hitzewellen und Dürre in Europa mit spielenden Kindern im Freibad bebildert, macht sich der unterlassenen Berichterstattung schuldig. Die Klimakrise ist real, wir müssen auf null Emissionen runter und das schnell. Ein Gespräch mit Özden Terli, Meteorologe und Wettermann im ZDF.&nbsp;</p><p>Özden gehört zu den Journalisten, die immer wieder zur besten Sendezeit darauf hinweisen, wo wir die Auswirkungen der Klimakrise bereits heute erleben. Persönlich erhält er dafür ausschließlich positives Feedback. In den sozialen Medien hingegen wird er dafür immer wieder hart angegangen. Özden wehrt sich und veröffentlicht diese Anwürfe - auch um deutlich zu zeigen, dass man sich wehren kann.&nbsp;</p><p>Ist das Aktivismus statt Journalismus? Özden sagt: Im Gegenteil. Wir laufen auf derzeit eine 3 Grad-Welt zu. Stefan Rahmsdorf hat kürzlich anschaulich beschrieben, was das praktisch bedeutet. Wer das Papier noch kennt, findet es hier. Die Zeit die uns noch bleibt, um diese 3 Grad-Welt abzuwenden, ist Goldstaub. Wir dürfen sie nicht verschwenden mit Diskussionen über Technologieoffenheit oder die Laufzeit von Atomkraftwerken. Das sind Nebelkerzen derer, die einen wirksamen Klimaschutz verhindern wollen.&nbsp;</p><p>Wer ist hier eigentlich radikal? Özden Terli sagt ganz klar: Die Radikalen, das sind die, die den Klimaschutz verzögern und verhindern. Diejenigen hingegen, die ein sofortiges Umdenken einfordern, die protestieren und sich auf die Straße kleben, die sind nur vermeintlich radikal. Radikal ist ein weiter so.&nbsp;</p><p>Wir sind alle Aktivisten: Entweder setzen wir uns für einen schnellen Wandel im großen Maßstab ein. Dann sind wir Aktivisten einer 1,5 Grad-Welt. Oder wir blockieren diesen Wandel oder bremsen ihn durch Nichtstun. Dann sind wir Aktivisten für eine 3 Grad-Welt. Öden zitiert damit Prof. Sebastian Seiffert, der in <a href="https://carls-zukunft.de/folge-55-carls-zukunft-der-woche/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Folge 55</a> Gast hier in „carls zukunft der woche“ war.</p><p>Schaut Özden Terli optimistisch in die Zukunft? Er wünschte, er könnte. Özden plädiert für einen realistischen Blick - und da ist derzeit nichts zu erkennen, das uns optimistisch stimmen könnte. Das zu ändern, ist unsere Aufgabe. Da ist zum einen das eigene Verhalten. Aber viel wichtiger noch: Es geht um den Wandel im großen Maßstab. Also schreiben wir unseren örtlichen Politikern, den Managern der ortsansässigen Firmen, allen Multiplikatoren, die wir kennen und erreichen können.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Folge:</strong> Özden Terli, Meteorologe und Wetter-Moderator im <a href="https://www.zdf.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ZDF</a>. <a href="https://twitter.com/TerliWetter?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@TerliWetter</a></p><p><strong>Rahmsdorf-Papier:</strong> <em>Stefan Rahmstorf – </em><a href="http://www.pik-potsdam.de/~stefan/Publications/Klima%20und%20Wetter%20bei%203%20Grad%20mehr.pdf" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Klima und Wetter bei 3 Grad mehr</strong></a></p><p><a href="http://www.pik-potsdam.de/~stefan/Publications/Klima%20und%20Wetter%20bei%203%20Grad%20mehr.pdf" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eine Erde, wie wir sie nicht kennen (wollen)</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-117-oezden-terli]]></link><guid isPermaLink="false">c27de3ed-bde9-44e6-b3db-d396b594a61a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/bba78e31-2a74-48c0-bc49-9fc4dfbc3060/4rkrefeaCQTWUEJ2w0FBC9eM.jpg"/><pubDate>Thu, 25 Aug 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/2ea4d339-c02f-4bba-85d6-a11b37403fd9/Folge-20117-20Terli.mp3" length="73287390" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:10</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>117</itunes:episode><podcast:episode>117</podcast:episode></item><item><title>#116 Sylvia Lier – Das 9€-Ticket als Einstieg in die Mobilität der Zukunft: Einfach, günstig, integrativ.</title><itunes:title>#116 Sylvia Lier – Das 9€-Ticket als Einstieg in die Mobilität der Zukunft: Einfach, günstig, integrativ.</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die Mobilität der Zukunft ist einfach. Und sie ist vernetzt. Gut ist: Wir müssen es nur tun. Und noch besser: Wir tun es schon. Das 9€-Ticket ist im Kern eine Vorform dessen, was gute Mobilität der Zukunft ausmacht. Sagt Sylvia Lier, langjährige Führungskraft in Sachen #Kfz-Flottenmanagement und #ÖPNV. Sylvia ist Expertin für multimodale Personenmobilität. Ihr Bild: Eine App regelt meine Mobilität, samt Echtzeitdaten und Tickets – unabhängig von Verkehrsmittel und konkretem Betreiber. Wenn wir wollten, könnten wir das direkt realisieren.</p><p>Sylvia war in ihrer Karriere verantwortlich für Mobilität auf Reifen wie für solche auf Eisenbahn- wie auf Straßenbahnschienen. Ihr Fazit: Wir brauchen das alles. Der Mix macht es – und zukunftsfähige Mobilität entsteht, wo das vielfältig Vernetzte so einfach zur Verfügung steht, dass niemand mehr vor dem Fahrkartenautomaten verzweifelt, sondern alle ihren jeweils aktuell besten Mix angeboten bekommen.&nbsp;</p><p>Die Betonung liegt auf „alle“. Auch wenn wir vielfach das eigene Auto mit Freiheit verbinden, tatsächlich schließt es Millionen Menschen aus: Kinder, Alte, körperlich Eingeschränkte, Menschen ohne Führerschein, Menschen, die sich das Autofahren schlicht nicht leisten können. Hinzu kommen auch noch die, die das Auto heute nur nehmen, weil ihnen irgendeine Alternative fehlt. Kurzum: Der Fokus auf das Auto lässt große Teile der Bevölkerung aus dem Blick. Mobilität der Zukunft darf genau das nicht.&nbsp;</p><p>Was fehlt uns, um eine zukunftsfähige Mobilität umsetzen? Mut, sagt Sylvia. Einfach machen. Technologisch sind die Herausforderungen im Wesentlichen schon gelöst. Es geht nur um das Tun, dann haben wir in weniger als zehn Jahren integrierte Mobilität, flächendeckend, integriert und integrierend.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/sylvialier/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Sylvia Lier</strong></a><strong>, Mobilitätsexpertin, war Geschäftsführerin bei </strong><a href="https://www.leaseplan.com/de-de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Leaseplan</strong></a><strong>, im DB-Konzern und bei den Düsseldorfer Stadtwerken&nbsp;</strong></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die Mobilität der Zukunft ist einfach. Und sie ist vernetzt. Gut ist: Wir müssen es nur tun. Und noch besser: Wir tun es schon. Das 9€-Ticket ist im Kern eine Vorform dessen, was gute Mobilität der Zukunft ausmacht. Sagt Sylvia Lier, langjährige Führungskraft in Sachen #Kfz-Flottenmanagement und #ÖPNV. Sylvia ist Expertin für multimodale Personenmobilität. Ihr Bild: Eine App regelt meine Mobilität, samt Echtzeitdaten und Tickets – unabhängig von Verkehrsmittel und konkretem Betreiber. Wenn wir wollten, könnten wir das direkt realisieren.</p><p>Sylvia war in ihrer Karriere verantwortlich für Mobilität auf Reifen wie für solche auf Eisenbahn- wie auf Straßenbahnschienen. Ihr Fazit: Wir brauchen das alles. Der Mix macht es – und zukunftsfähige Mobilität entsteht, wo das vielfältig Vernetzte so einfach zur Verfügung steht, dass niemand mehr vor dem Fahrkartenautomaten verzweifelt, sondern alle ihren jeweils aktuell besten Mix angeboten bekommen.&nbsp;</p><p>Die Betonung liegt auf „alle“. Auch wenn wir vielfach das eigene Auto mit Freiheit verbinden, tatsächlich schließt es Millionen Menschen aus: Kinder, Alte, körperlich Eingeschränkte, Menschen ohne Führerschein, Menschen, die sich das Autofahren schlicht nicht leisten können. Hinzu kommen auch noch die, die das Auto heute nur nehmen, weil ihnen irgendeine Alternative fehlt. Kurzum: Der Fokus auf das Auto lässt große Teile der Bevölkerung aus dem Blick. Mobilität der Zukunft darf genau das nicht.&nbsp;</p><p>Was fehlt uns, um eine zukunftsfähige Mobilität umsetzen? Mut, sagt Sylvia. Einfach machen. Technologisch sind die Herausforderungen im Wesentlichen schon gelöst. Es geht nur um das Tun, dann haben wir in weniger als zehn Jahren integrierte Mobilität, flächendeckend, integriert und integrierend.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/sylvialier/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Sylvia Lier</strong></a><strong>, Mobilitätsexpertin, war Geschäftsführerin bei </strong><a href="https://www.leaseplan.com/de-de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Leaseplan</strong></a><strong>, im DB-Konzern und bei den Düsseldorfer Stadtwerken&nbsp;</strong></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-116-sylvia-lier]]></link><guid isPermaLink="false">5b983b3d-42e3-4720-93f5-da5926957f8f</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3e6e65ee-7a98-4ffd-90cd-f10e6ced0bd4/o8oPZ8Bkw1RFzhZxH33Ek0Ti.jpg"/><pubDate>Thu, 18 Aug 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a1a2e853-c557-47dd-be87-d9d04a22508f/Folge-20116-20Lier.mp3" length="70006411" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:28</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>116</itunes:episode><podcast:episode>116</podcast:episode></item><item><title>#115 Jan Hegenberg - Der Graslutscher sagt: Weltuntergang fällt aus</title><itunes:title>#115 Jan Hegenberg - Der Graslutscher sagt: Weltuntergang fällt aus</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Jan Hegenberg schreibt über die Klimakrise, was wir tun können und was wir tun müssen, um sie abzumildern. Zumindest so weit abzumildern, dass wir gut leben können. Sein Credo: Wir können das. Wir werden unser Leben dafür verändern müssen, allerdings nicht mit Verzicht und Einschränkung. Der Wandel im Zuge der Klimakrise wird im besten Fall die Erderhitzung verlangsamen, sie ermöglicht uns auch ein angenehmeres Leben.</p><p>Das Buch von Jan trägt den Titel „Weltuntergang fällt aus“. Er sagt: Wir sind es so gewohnt, uns auf die Probleme zu konzentrieren, dass wir darüber die Lösungen vergessen, die längst da sind. Um unserem Optimismus auf die Sprünge zu helfen, hat er sein Buch geschrieben. Dabei hat er es auf die zahlreichen weit verbreiteten Irrtümer abgesehen, denen wir immer und immer wieder auf den Leim gehen. Beispiel: Mit der Verkehrswende wird alles mühsamer, wenn wir nicht mehr überall mit dem Auto hinfahren dürfen. Selbe Entwicklung, positives Framing: Unsere Städte werden sauberer und leiser, wir haben mehr Platz, es wird eleganter und günstiger.</p><p>Zweites Beispiel: Erneuerbare Energien und die Angst vor den windstillen Nächten im Winter - in denen wir massenhaft Energie brauchen, aber weder wind noch Solar anspringen. Jan hält dagegen: Diese Ausnahmen gibt es - und haben längst Instrumente. Wir können grünen Sommerstrom nutzen, um Wasserstoff zu speichern und künstliches Ethanol zu erzeugen. Wir verfügen mit unserem Gasnetz längst über die Infrastruktur, es zu speichern und zu transportieren. Teuer? Klar, aber so selten, dass das nicht weiter ins Gewicht fällt.</p><p>Die Klimawende ist für Jan vergleichbar mit der industriellen Revolution: Am Anfang stand die Erfindung der Dampfmaschine und erst in der Folge hat sich gezeigt, was auf einmal alles möglich ist. Ähnlich erwartet er es hier: Was wird auf einmal möglich, wenn zumindest einigenorts Energie im Überfluss zur Verfügung steht? Welche Produkte können wir dann erzeugen, welche Prozesse umsetzen? Wir werden erleben, wie sich die globalen Kräfte verschieben, wenn Länder, die heute eher arm sind, auf einmal Energie ohne Ende bieten können.</p><p>In Summe: Der Weltuntergang fällt aus. Wir haben jeden Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://twitter.com/DerGraslutscher?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan Hegenberg,</a> Autor von „<a href="https://www.komplett-media.de/de_weltuntergang-faellt-aus_200577.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Weltuntergang fällt aus</a>“, Gründer des Blogs <a href="http://graslutscher.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Graslutscher.de</a>, freier Autor, Factchecker, Facebook-Trolljäger</p><p>Buch: Jan Hegenerberg – <a href="https://www.amazon.de/Weltuntergang-fällt-aus-Klimakrise-einfacher/dp/383120604X/ref=sr_1_1?keywords=weltuntergang+fällt+aus&amp;qid=1660131922&amp;sprefix=weltunterg%2Caps%2C91&amp;sr=8-1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Weltuntergang fällt aus</a> – Verlag KOMPLETT-MEDIA – Preis 22,00 € </p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Jan Hegenberg schreibt über die Klimakrise, was wir tun können und was wir tun müssen, um sie abzumildern. Zumindest so weit abzumildern, dass wir gut leben können. Sein Credo: Wir können das. Wir werden unser Leben dafür verändern müssen, allerdings nicht mit Verzicht und Einschränkung. Der Wandel im Zuge der Klimakrise wird im besten Fall die Erderhitzung verlangsamen, sie ermöglicht uns auch ein angenehmeres Leben.</p><p>Das Buch von Jan trägt den Titel „Weltuntergang fällt aus“. Er sagt: Wir sind es so gewohnt, uns auf die Probleme zu konzentrieren, dass wir darüber die Lösungen vergessen, die längst da sind. Um unserem Optimismus auf die Sprünge zu helfen, hat er sein Buch geschrieben. Dabei hat er es auf die zahlreichen weit verbreiteten Irrtümer abgesehen, denen wir immer und immer wieder auf den Leim gehen. Beispiel: Mit der Verkehrswende wird alles mühsamer, wenn wir nicht mehr überall mit dem Auto hinfahren dürfen. Selbe Entwicklung, positives Framing: Unsere Städte werden sauberer und leiser, wir haben mehr Platz, es wird eleganter und günstiger.</p><p>Zweites Beispiel: Erneuerbare Energien und die Angst vor den windstillen Nächten im Winter - in denen wir massenhaft Energie brauchen, aber weder wind noch Solar anspringen. Jan hält dagegen: Diese Ausnahmen gibt es - und haben längst Instrumente. Wir können grünen Sommerstrom nutzen, um Wasserstoff zu speichern und künstliches Ethanol zu erzeugen. Wir verfügen mit unserem Gasnetz längst über die Infrastruktur, es zu speichern und zu transportieren. Teuer? Klar, aber so selten, dass das nicht weiter ins Gewicht fällt.</p><p>Die Klimawende ist für Jan vergleichbar mit der industriellen Revolution: Am Anfang stand die Erfindung der Dampfmaschine und erst in der Folge hat sich gezeigt, was auf einmal alles möglich ist. Ähnlich erwartet er es hier: Was wird auf einmal möglich, wenn zumindest einigenorts Energie im Überfluss zur Verfügung steht? Welche Produkte können wir dann erzeugen, welche Prozesse umsetzen? Wir werden erleben, wie sich die globalen Kräfte verschieben, wenn Länder, die heute eher arm sind, auf einmal Energie ohne Ende bieten können.</p><p>In Summe: Der Weltuntergang fällt aus. Wir haben jeden Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://twitter.com/DerGraslutscher?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan Hegenberg,</a> Autor von „<a href="https://www.komplett-media.de/de_weltuntergang-faellt-aus_200577.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Weltuntergang fällt aus</a>“, Gründer des Blogs <a href="http://graslutscher.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Graslutscher.de</a>, freier Autor, Factchecker, Facebook-Trolljäger</p><p>Buch: Jan Hegenerberg – <a href="https://www.amazon.de/Weltuntergang-fällt-aus-Klimakrise-einfacher/dp/383120604X/ref=sr_1_1?keywords=weltuntergang+fällt+aus&amp;qid=1660131922&amp;sprefix=weltunterg%2Caps%2C91&amp;sr=8-1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Weltuntergang fällt aus</a> – Verlag KOMPLETT-MEDIA – Preis 22,00 € </p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-115-jan-hegenberg]]></link><guid isPermaLink="false">88695480-389b-4e03-9d8e-49268831ac0e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/ce225844-7f94-4492-8966-6fccdbd9176d/v55G9e4ix7UNMLsYaK5f9dfY.jpg"/><pubDate>Thu, 11 Aug 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/2c91b3ab-fe3b-487c-b026-352bb3eefd2e/Folge-20115-20Hegenberg.mp3" length="70576507" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:45</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>115</itunes:episode><podcast:episode>115</podcast:episode></item><item><title>#114 Carina Frei - Female Empowerment</title><itunes:title>#114 Carina Frei - Female Empowerment</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>“Boost your performance, not your boobs.”&nbsp;Carina Frei ist Autorin und Keynote-Speakerin, Female Empowerment ist ihr Thema. In Seminaren und Coachings unterstützt sie Frauen bei ihrer Entwicklung. Frauen wie Männer haben gelernt, Frauen mit dem male gaze, dem männlichen Blick zu betrachten und zu bewerten. Carinas Credo: Es liegt an den Frauen selbst, aktiv zu werden und an ihrer Lage etwas zu verändern.&nbsp;</p><p>Für Carina wird der Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Karriere sichtbar – und änderbar. Während Männer Räuberleitern bilden und sich gegenseitig auf dem Weg nach oben unterstützen, greifen Frauen viel zu häufig auf anerzogene Muster von Neid und Konkurrenz zurück und ziehen sich auch noch gegenseitig herunter. Die einen kommen hoch – die anderen halten sich mit blabla auf. Hier ins Handeln zu kommen, da beginnt für Carina Female Empowerment.&nbsp;</p><p>Der Unterschied zwischen Männern und Frauen beginnt schon in der Sprache. Männer sagen an, Frauen bitten um Entschuldigung. Man versuche einmal, für die eigene Tochter ein T-Shirt zu kaufen mit Superhelden statt Glitzer. Carina hängt jedes Mal beim Einkaufen die coolen NASA-Shirts aus der Jungsabteilung in die Mädchenabteilung um. Es ist das Thema der Bikini-Figur: Muss ich erst fragen, ob ich es mir erlauben kann? Oder hat nicht jede eine Bikini-Figur, die einfach im Bikini an den Strand geht?&nbsp;</p><p>Carinas zunächst eher pessimistische Einschätzung: Wir befinden uns auf dem Weg zurück, was die gleichberechtigte Position von Frauen in Gesellschaft und Beruf betrifft. Der Abbau von Frauenrechten in den USA ist nur ein Beispiel, allerdings muss ja Europa gar nicht verlassen, um ganz ähnliche Entwicklungen festzustellen. Umso mehr, sagt Carina, dürfen Frauen sich nicht in unterschiedliche Gruppierungen und Feminismen aufsplitten lassen. Das nützt nur der alten Welt.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong>&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/carina-frei-coaching/?originalSubdomain=at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Carina Frei,</a> Keynote Speaker und Autorin – #ALPHAWOMAN -&nbsp;<a href="http://www.carinafrei.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.carinafrei.com</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>“Boost your performance, not your boobs.”&nbsp;Carina Frei ist Autorin und Keynote-Speakerin, Female Empowerment ist ihr Thema. In Seminaren und Coachings unterstützt sie Frauen bei ihrer Entwicklung. Frauen wie Männer haben gelernt, Frauen mit dem male gaze, dem männlichen Blick zu betrachten und zu bewerten. Carinas Credo: Es liegt an den Frauen selbst, aktiv zu werden und an ihrer Lage etwas zu verändern.&nbsp;</p><p>Für Carina wird der Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Karriere sichtbar – und änderbar. Während Männer Räuberleitern bilden und sich gegenseitig auf dem Weg nach oben unterstützen, greifen Frauen viel zu häufig auf anerzogene Muster von Neid und Konkurrenz zurück und ziehen sich auch noch gegenseitig herunter. Die einen kommen hoch – die anderen halten sich mit blabla auf. Hier ins Handeln zu kommen, da beginnt für Carina Female Empowerment.&nbsp;</p><p>Der Unterschied zwischen Männern und Frauen beginnt schon in der Sprache. Männer sagen an, Frauen bitten um Entschuldigung. Man versuche einmal, für die eigene Tochter ein T-Shirt zu kaufen mit Superhelden statt Glitzer. Carina hängt jedes Mal beim Einkaufen die coolen NASA-Shirts aus der Jungsabteilung in die Mädchenabteilung um. Es ist das Thema der Bikini-Figur: Muss ich erst fragen, ob ich es mir erlauben kann? Oder hat nicht jede eine Bikini-Figur, die einfach im Bikini an den Strand geht?&nbsp;</p><p>Carinas zunächst eher pessimistische Einschätzung: Wir befinden uns auf dem Weg zurück, was die gleichberechtigte Position von Frauen in Gesellschaft und Beruf betrifft. Der Abbau von Frauenrechten in den USA ist nur ein Beispiel, allerdings muss ja Europa gar nicht verlassen, um ganz ähnliche Entwicklungen festzustellen. Umso mehr, sagt Carina, dürfen Frauen sich nicht in unterschiedliche Gruppierungen und Feminismen aufsplitten lassen. Das nützt nur der alten Welt.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong>&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/carina-frei-coaching/?originalSubdomain=at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Carina Frei,</a> Keynote Speaker und Autorin – #ALPHAWOMAN -&nbsp;<a href="http://www.carinafrei.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.carinafrei.com</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-114-carina-frei]]></link><guid isPermaLink="false">2d5d23f9-f58d-4b3c-90de-ecb6b6572b55</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0e55df31-7f27-44b1-a3dd-1851512e678e/tKvuOgwvVCwHk_IpU3T2kxvB.jpg"/><pubDate>Thu, 04 Aug 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f4879369-6bbd-4758-89fb-fe09c742eab3/Folge-20114-20Frei.mp3" length="67818812" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:19</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>114</itunes:episode><podcast:episode>114</podcast:episode></item><item><title>#113 Verena Ziegler – Deep Tech Mode</title><itunes:title>#113 Verena Ziegler – Deep Tech Mode</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die Modeindustrie Platz aus allen Nähten und produziert immer weiter vor sich hin. Es gibt zu wenig Innovation und zu wenig Digitalisierung im Modebusiness. Wir müssen über unseren Modekonsum sprechen. Jeder kennt es: Der Kleiderschrank quillt über und es muss wieder aussortiert werden. Gut, dass sich seit 160 Jahren in der Modeindustrie, kaum etwas geändert hat. Also, einfach so weiter wie bisher, oder? Unsere Kleidung ist der zweitgrößte umweltverschmutzer weltweit. Es muss sich also etwas ändern, wenn wir die Kurve der Klimakrise nach unten korrigieren wollen. Wir sprechen über die Zukunft von Mode, Technologie und Forschung. Genauer gesagt: OpenDress und wie wir besser mit unserem Modekonsum umgehen können.</p><p>Verena Ziegler ist&nbsp;Co-founder und CEO von OpenDress, das Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, die sich BEAWEAR nennt. Mit dieser Software kann man in online Shops einen 3D-Scan seines Körpers, einfach zuhause, vor seiner eigenen Kamera machen. Die Kleidung bleibt bei dem Scan einfach an und dann wird sich einmal im Kreis gedreht, dreimal die Hacken zusammengeschlagen und schon entsteht der „Digitale Zwilling“ der zu den Maßen des eigenen Körpers passt. Ab jetzt wird nur noch die Kleidung im Onlineshop angezeigt, die exakt passt.</p><p>Wenn wir uns die Retoure Quoten ansehen, dann werden bis zu 75 % aus Gründen der Passform zurückgeschickt. Was für eine Katastrophe, wenn wir jetzt über unsere Umwelt nachdenken. Stellen wir uns einmal vor, wie wir in Zukunft shoppen gehen, alles online, versteht sich. Wir können unseren Digitalen Zwilling einfach alles anprobieren lassen, senken somit die Retouren und lassen genauer Produktionsbedingungen zu. Hier geht es um Deep Tech: Tiefliegende Informationen entnehmen und somit die Produktion anpassen. Die Unternehmen wissen in Zukunft wie Ihre Kunden aussehen, das ist dann fast so, als würde man einen Laden betreten und freundlich grüßen.</p><p>Beawear digitalisiert den komplizierten weg des Vermessens und Erstellen eines Schnittmusters. Am Ende bleibt die Nähleistung und damit auch Handwerkliche Kompetenzen vor Ort. Denn die großen Produktionen bleiben durch die Software aus. Produziert wird dann in nachhaltigen Microfactorys die regional vor Ort sind.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/verena-ziegler-137b6642/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Verena Ziegler</a> ist&nbsp;Co-founder und CEO von <a href="https://beawear.ai" rel="noopener noreferrer" target="_blank">BEAWEAR</a> - <a href="https://opendress.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">OpenDress</a></p><p>#Timecodes zur Folge:</p><p>• Begrüßung</p><p>• 1:24 Technologie</p><p>• 4:30 Online-Shopping</p><p>• 10:21 Digitalisierung der Modeindustrie</p><p>• 14:25 Microfactorys</p><p>• 24:35 Neue Handwerkskultur</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die Modeindustrie Platz aus allen Nähten und produziert immer weiter vor sich hin. Es gibt zu wenig Innovation und zu wenig Digitalisierung im Modebusiness. Wir müssen über unseren Modekonsum sprechen. Jeder kennt es: Der Kleiderschrank quillt über und es muss wieder aussortiert werden. Gut, dass sich seit 160 Jahren in der Modeindustrie, kaum etwas geändert hat. Also, einfach so weiter wie bisher, oder? Unsere Kleidung ist der zweitgrößte umweltverschmutzer weltweit. Es muss sich also etwas ändern, wenn wir die Kurve der Klimakrise nach unten korrigieren wollen. Wir sprechen über die Zukunft von Mode, Technologie und Forschung. Genauer gesagt: OpenDress und wie wir besser mit unserem Modekonsum umgehen können.</p><p>Verena Ziegler ist&nbsp;Co-founder und CEO von OpenDress, das Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, die sich BEAWEAR nennt. Mit dieser Software kann man in online Shops einen 3D-Scan seines Körpers, einfach zuhause, vor seiner eigenen Kamera machen. Die Kleidung bleibt bei dem Scan einfach an und dann wird sich einmal im Kreis gedreht, dreimal die Hacken zusammengeschlagen und schon entsteht der „Digitale Zwilling“ der zu den Maßen des eigenen Körpers passt. Ab jetzt wird nur noch die Kleidung im Onlineshop angezeigt, die exakt passt.</p><p>Wenn wir uns die Retoure Quoten ansehen, dann werden bis zu 75 % aus Gründen der Passform zurückgeschickt. Was für eine Katastrophe, wenn wir jetzt über unsere Umwelt nachdenken. Stellen wir uns einmal vor, wie wir in Zukunft shoppen gehen, alles online, versteht sich. Wir können unseren Digitalen Zwilling einfach alles anprobieren lassen, senken somit die Retouren und lassen genauer Produktionsbedingungen zu. Hier geht es um Deep Tech: Tiefliegende Informationen entnehmen und somit die Produktion anpassen. Die Unternehmen wissen in Zukunft wie Ihre Kunden aussehen, das ist dann fast so, als würde man einen Laden betreten und freundlich grüßen.</p><p>Beawear digitalisiert den komplizierten weg des Vermessens und Erstellen eines Schnittmusters. Am Ende bleibt die Nähleistung und damit auch Handwerkliche Kompetenzen vor Ort. Denn die großen Produktionen bleiben durch die Software aus. Produziert wird dann in nachhaltigen Microfactorys die regional vor Ort sind.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/verena-ziegler-137b6642/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Verena Ziegler</a> ist&nbsp;Co-founder und CEO von <a href="https://beawear.ai" rel="noopener noreferrer" target="_blank">BEAWEAR</a> - <a href="https://opendress.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">OpenDress</a></p><p>#Timecodes zur Folge:</p><p>• Begrüßung</p><p>• 1:24 Technologie</p><p>• 4:30 Online-Shopping</p><p>• 10:21 Digitalisierung der Modeindustrie</p><p>• 14:25 Microfactorys</p><p>• 24:35 Neue Handwerkskultur</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-113-Verena-Ziegler]]></link><guid isPermaLink="false">a7e3262b-ce48-4213-b91c-607f6ab77dcb</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/33e49909-cfcf-4100-82d2-0b66582783f0/_-0-sbQV9SdoUcmWFRLb3Nt.jpg"/><pubDate>Thu, 28 Jul 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/28ef505a-52fa-4a25-8500-f18739fe8163/Folge-20111-20Ziegler.mp3" length="59259008" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>30:52</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>113</itunes:episode><podcast:episode>113</podcast:episode></item><item><title>#112 Matthias Dersch – Die Zukunft des Fußballs</title><itunes:title>#112 Matthias Dersch – Die Zukunft des Fußballs</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Der Zuschauer reibt sich verwundert die Augen. Die Zuschauerin auch. Die EM der Frauen zeigt einen Fußball, der einen erheblichen Qualitätssprung gemacht hat. Matthias Dersch, Reporter beim kicker, sagt: Einer der Gründe für diese Verwunderung ist: Es schaut normalerweise keiner hin. Die Entwicklung läuft längst. Wenn es eine Zielgruppe für attraktiven, schnellen und hochwertigen Fußball gibt, die gleichzeitig weder Ronaldos Millionengage noch eine WM in Katar wollen: Frauenfußball hat das Potenzial, in diese Lücke zu stoßen und damit ein Stück Zukunft zu werden.&nbsp;</p><p>Bei aller fundierten Kritik: Die Blase Fußball wird nicht platzen. Die Stadien der WM in Katar werden voll sein, auch mit deutschen Fans. Die Spieler werden weiterhin auf ihre Profile bei FIFA achten, weil sie wissen, dass daran die Anzahl der verkauften Trikots mit dem eigenen Namen hängt. Allerdings hat sich der Fußball längst in mehrere, ganz unterschiedliche Welten aufgespalten. Der jüngste Versuch, eine kleine, teure europäische Liga aufziehen, ist zwar noch krachend gescheitert. Allerdings fragt Matthias, ob es nicht ehrlich wäre, die ohnehin bestehende Spaltung auch anzuerkennen. Bayern München und Greuther Fürth haben gerade in einer Liga gespielt – und eben doch nicht.&nbsp;</p><p>Der Fußball der Zukunft wird nicht mehr schneller werden, er wird sich vor allem professionalisieren. Nachwuchsstars, die ihr Leben tatsächlich 24/7 der Profi-Disziplin unterordnen. Vereine, die die letzte Million nicht für einen weiteren mittelmäßigen Stürmer ausgeben, sondern für Physio, Koch und Mentaltrainer. Und dann noch einen Data Scientist einstellen und einen Experten für die Kommunikation der komplexen Erkenntnisse aus den Daten an jeden einzelnen Spieler.&nbsp;</p><p>Geht die Schere im Fußball in den kommenden Jahren weiter auseinander? Matthias hofft: nein. Und erwartet: ja.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://twitter.com/matthiasdersch?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias Dersch,</a> Reporter <a href="https://www.kicker.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">kicker</a> mit den Schwerpunktthemen BVB Dortmund und Nationalmannschaft</p><p>#Timecodes zur Folge: </p><p>• Begrüßung </p><p>• 01:50 EM der Frauen </p><p>• 10:00 Wann platzt die Blase?</p><p>• 17:01 / 28:09 Technologie </p><p>• 20:10 Finanzen</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Der Zuschauer reibt sich verwundert die Augen. Die Zuschauerin auch. Die EM der Frauen zeigt einen Fußball, der einen erheblichen Qualitätssprung gemacht hat. Matthias Dersch, Reporter beim kicker, sagt: Einer der Gründe für diese Verwunderung ist: Es schaut normalerweise keiner hin. Die Entwicklung läuft längst. Wenn es eine Zielgruppe für attraktiven, schnellen und hochwertigen Fußball gibt, die gleichzeitig weder Ronaldos Millionengage noch eine WM in Katar wollen: Frauenfußball hat das Potenzial, in diese Lücke zu stoßen und damit ein Stück Zukunft zu werden.&nbsp;</p><p>Bei aller fundierten Kritik: Die Blase Fußball wird nicht platzen. Die Stadien der WM in Katar werden voll sein, auch mit deutschen Fans. Die Spieler werden weiterhin auf ihre Profile bei FIFA achten, weil sie wissen, dass daran die Anzahl der verkauften Trikots mit dem eigenen Namen hängt. Allerdings hat sich der Fußball längst in mehrere, ganz unterschiedliche Welten aufgespalten. Der jüngste Versuch, eine kleine, teure europäische Liga aufziehen, ist zwar noch krachend gescheitert. Allerdings fragt Matthias, ob es nicht ehrlich wäre, die ohnehin bestehende Spaltung auch anzuerkennen. Bayern München und Greuther Fürth haben gerade in einer Liga gespielt – und eben doch nicht.&nbsp;</p><p>Der Fußball der Zukunft wird nicht mehr schneller werden, er wird sich vor allem professionalisieren. Nachwuchsstars, die ihr Leben tatsächlich 24/7 der Profi-Disziplin unterordnen. Vereine, die die letzte Million nicht für einen weiteren mittelmäßigen Stürmer ausgeben, sondern für Physio, Koch und Mentaltrainer. Und dann noch einen Data Scientist einstellen und einen Experten für die Kommunikation der komplexen Erkenntnisse aus den Daten an jeden einzelnen Spieler.&nbsp;</p><p>Geht die Schere im Fußball in den kommenden Jahren weiter auseinander? Matthias hofft: nein. Und erwartet: ja.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://twitter.com/matthiasdersch?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Matthias Dersch,</a> Reporter <a href="https://www.kicker.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">kicker</a> mit den Schwerpunktthemen BVB Dortmund und Nationalmannschaft</p><p>#Timecodes zur Folge: </p><p>• Begrüßung </p><p>• 01:50 EM der Frauen </p><p>• 10:00 Wann platzt die Blase?</p><p>• 17:01 / 28:09 Technologie </p><p>• 20:10 Finanzen</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-112-Matthias-Dersch]]></link><guid isPermaLink="false">2926e653-efad-4589-9a38-fa08d8954695</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/cceed396-04e3-44d2-bc00-8bb1ce342b26/gW7W1zKVfqN7nee4CvTGt-VJ.jpg"/><pubDate>Thu, 21 Jul 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/7d833c16-8407-43fb-a1ca-05281d563cc9/Folge-20112-20Dersch.mp3" length="73335038" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:12</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>112</itunes:episode><podcast:episode>112</podcast:episode></item><item><title>#111 Jule Darwig – Es wird heiß!</title><itunes:title>#111 Jule Darwig – Es wird heiß!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Eine Folge im Angesicht einer möglicherweise historischen Hitzewelle in Mitteleuropa: Wie bestimmt die Temperatur unsere Zukunft, unser Leben, unsere Gesundheit? Michael Carl im Gespräch mit Jule Darwig, Ärztin in Aachen und eine Stimme bei Health for Future. Jule sagt: Hitze diskutiert nicht. Es gibt eine Grenze, bis zu der wir leben und überleben können - und darüber eben nicht mehr. Das ist auch keine Frage von Veranlagung und Training. Wir gewöhnen uns nicht an Hitze. Hitze ist eine Grenze.</p><p>Werden wir dann eines Tages Hitzeopfer in der Tagesschau zählen wie wir das von Corona kennen? Jule reagiert fast verwundert. Diese Zählung läuft bereits. Das ist Realität heute, nicht düstere Zukunftsprognose. In Phasen großer Hitze gibt es mehr Herzinfarkte und dergleichen. Deutschland ist von dieser Entwicklung sogar besonders stark betroffen. Ein guter Teil der Bevölkerung ist alt und damit empfindlicher. Ein Großteil der Bevölkerung wohnt in der Stadt, die heißer ist als das Land. Auch ist die Durchschnittstemperatur in Deutschland stärker gestiegen als im globalen Mittel. Wer einen Beleg sucht, muss nur in eine beliebige Notaufnahme gehen. Bei Hitze sind die voll - mit Menschen, die unter Hitze leiden.&nbsp;</p><p>Wie kann es sein, dass wir das so konsequent ausblenden? Jule verweist auf den Mind-Behaviour-Gap, wissenschaftlich gut erforscht. Wir wissen, was richtig wäre, und tun es nicht. Bei Hitze liegt es auch daran, dass die Vorbereitungen&nbsp;in den Kommunen so schlecht sind. Es liegen kaum Hitzeaktionspläne vor, das Gesundheitssystem wird nicht auf Hitzestress vorbereitet. Bei steigender Temperatur lässt unsere Leistungsfähigkeit massiv nach; auch das lässt sich nicht wegtrainieren. Das gilt auch für Krankenhauspersonal und lähmt das Gesundheitssystem zusätzlich, gerade in Phasen erhöhten Bedarfs. Vielen Ärzten:innen fehlt es auch an Wissen, wie zum Beispiel Medikamente unter Hitze anders dosiert werden müssen, damit sie noch wirken.&nbsp;</p><p>Am Schluss ganz praktisch: Trinken, viel trinken, Wasser trinken. Jede Stunde. Kopf bedecken und bei Hitze Anstrengung meiden. Und, das betont Jule: Gegen die Hitze kommen wir nicht an, aber die Klimakrise können wir verlangsamen.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong> Jule Darwig, Ärztin,<a href="https://healthforfuture.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Health for Future </a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Eine Folge im Angesicht einer möglicherweise historischen Hitzewelle in Mitteleuropa: Wie bestimmt die Temperatur unsere Zukunft, unser Leben, unsere Gesundheit? Michael Carl im Gespräch mit Jule Darwig, Ärztin in Aachen und eine Stimme bei Health for Future. Jule sagt: Hitze diskutiert nicht. Es gibt eine Grenze, bis zu der wir leben und überleben können - und darüber eben nicht mehr. Das ist auch keine Frage von Veranlagung und Training. Wir gewöhnen uns nicht an Hitze. Hitze ist eine Grenze.</p><p>Werden wir dann eines Tages Hitzeopfer in der Tagesschau zählen wie wir das von Corona kennen? Jule reagiert fast verwundert. Diese Zählung läuft bereits. Das ist Realität heute, nicht düstere Zukunftsprognose. In Phasen großer Hitze gibt es mehr Herzinfarkte und dergleichen. Deutschland ist von dieser Entwicklung sogar besonders stark betroffen. Ein guter Teil der Bevölkerung ist alt und damit empfindlicher. Ein Großteil der Bevölkerung wohnt in der Stadt, die heißer ist als das Land. Auch ist die Durchschnittstemperatur in Deutschland stärker gestiegen als im globalen Mittel. Wer einen Beleg sucht, muss nur in eine beliebige Notaufnahme gehen. Bei Hitze sind die voll - mit Menschen, die unter Hitze leiden.&nbsp;</p><p>Wie kann es sein, dass wir das so konsequent ausblenden? Jule verweist auf den Mind-Behaviour-Gap, wissenschaftlich gut erforscht. Wir wissen, was richtig wäre, und tun es nicht. Bei Hitze liegt es auch daran, dass die Vorbereitungen&nbsp;in den Kommunen so schlecht sind. Es liegen kaum Hitzeaktionspläne vor, das Gesundheitssystem wird nicht auf Hitzestress vorbereitet. Bei steigender Temperatur lässt unsere Leistungsfähigkeit massiv nach; auch das lässt sich nicht wegtrainieren. Das gilt auch für Krankenhauspersonal und lähmt das Gesundheitssystem zusätzlich, gerade in Phasen erhöhten Bedarfs. Vielen Ärzten:innen fehlt es auch an Wissen, wie zum Beispiel Medikamente unter Hitze anders dosiert werden müssen, damit sie noch wirken.&nbsp;</p><p>Am Schluss ganz praktisch: Trinken, viel trinken, Wasser trinken. Jede Stunde. Kopf bedecken und bei Hitze Anstrengung meiden. Und, das betont Jule: Gegen die Hitze kommen wir nicht an, aber die Klimakrise können wir verlangsamen.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong> Jule Darwig, Ärztin,<a href="https://healthforfuture.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Health for Future </a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-111-Jule-Darwig]]></link><guid isPermaLink="false">a5f15c96-63e7-49b3-bb3a-826cb77ceef4</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3ffc6979-dc41-4081-954b-a20360d85432/KJNE9mwwL-3ijhQVUI3osW5.jpg"/><pubDate>Thu, 14 Jul 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/58c58934-63b0-46bd-a71d-c58e9bd791b7/Folge-20111-20Darwig.mp3" length="61922244" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>32:15</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>111</itunes:episode><podcast:episode>111</podcast:episode></item><item><title>#110 Lucas Fuhrmann – Veganes Leder: Wenn die Kuh nicht aus der Haut fahren muss</title><itunes:title>#110 Lucas Fuhrmann – Veganes Leder: Wenn die Kuh nicht aus der Haut fahren muss</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Käse, der nicht aus der Kuh kommt. Fleisch, das nicht auf der Weide gestanden hat. Fisch, der nicht im See gefangen wurde. Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft bringen ein biobasiertes Ersatzprodukt nach dem nächsten hervor. Wobei: Ersatz? Lucas Fuhrmann ist einer der Gründer von LOVR und produziert ein veganes Leder aus pflanzlichen Reststoffen. Vor wenigen Jahren wäre unser heutiges Thema noch der Öko-Spinnerei-Ecke zugeordnet worden. Heute sprechen wir über Forschung und Innovation.&nbsp;</p><p>Wobei die Fragen schon beim Namen beginnen: LOVR ist leather-like, oil-free, vegan, residue-based. Aber ist es Leder? Lucas tut sich ein wenig schwer damit. Die Menschen brauchen aber einen Vergleich, um sich Dinge vorstellen zu können. LOVR also, irgendwie Leder. Lucas rechnet damit, die ersten Produkte noch dieses Jahr auf dem Markt zu bringen. Bis dahin muss die Namensfrage geklärt sein.&nbsp;</p><p>LOVR ist flach, biegsam und stabil. Mit dem Material könnten Sessel bezogen werden, Jacken oder Schuhe entstehen, aber auch Fußboden und Wandbeläge neu gedacht werden. Lucas sagt: hierbei sollten ganz klar die üblichen Grenzen gesprengt werden, die wir mit Leder verbinden.&nbsp;</p><p>Also kann LOVR mehr als das klassische Kuhleder? In der Abriebsfestigkeit auf jeden Fall, mit LOVR kann Opa viel länger auf seinem Sessel rumrutschen als auf klassischem Leder. Der Gedanke, der die drei LOVR Gründer aber leitet, ist die Circular Econnomy. Es geht den Unternehmern in erster Linie um die Nachhaltigkeit ihres Produktes.&nbsp;</p><p>Sieben Jahre Forschung stecken in dem Material – die braucht es offensichtlich, wenn ein Produkt rundum nachhaltig aus regionalen Reststoffen hergestellt werden will. Den Großteil dieser Reststoffe machen hierbei, übrig gebliebene Materialien der Hanfproduktion aus.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/lucas-fuhrmann-30078a120/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Lucas Fuhrmann</a>,<strong>&nbsp;</strong>Co-Founder &amp; CEO von <a href="https://www.madewithlovr.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LOVR&nbsp;</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Käse, der nicht aus der Kuh kommt. Fleisch, das nicht auf der Weide gestanden hat. Fisch, der nicht im See gefangen wurde. Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft bringen ein biobasiertes Ersatzprodukt nach dem nächsten hervor. Wobei: Ersatz? Lucas Fuhrmann ist einer der Gründer von LOVR und produziert ein veganes Leder aus pflanzlichen Reststoffen. Vor wenigen Jahren wäre unser heutiges Thema noch der Öko-Spinnerei-Ecke zugeordnet worden. Heute sprechen wir über Forschung und Innovation.&nbsp;</p><p>Wobei die Fragen schon beim Namen beginnen: LOVR ist leather-like, oil-free, vegan, residue-based. Aber ist es Leder? Lucas tut sich ein wenig schwer damit. Die Menschen brauchen aber einen Vergleich, um sich Dinge vorstellen zu können. LOVR also, irgendwie Leder. Lucas rechnet damit, die ersten Produkte noch dieses Jahr auf dem Markt zu bringen. Bis dahin muss die Namensfrage geklärt sein.&nbsp;</p><p>LOVR ist flach, biegsam und stabil. Mit dem Material könnten Sessel bezogen werden, Jacken oder Schuhe entstehen, aber auch Fußboden und Wandbeläge neu gedacht werden. Lucas sagt: hierbei sollten ganz klar die üblichen Grenzen gesprengt werden, die wir mit Leder verbinden.&nbsp;</p><p>Also kann LOVR mehr als das klassische Kuhleder? In der Abriebsfestigkeit auf jeden Fall, mit LOVR kann Opa viel länger auf seinem Sessel rumrutschen als auf klassischem Leder. Der Gedanke, der die drei LOVR Gründer aber leitet, ist die Circular Econnomy. Es geht den Unternehmern in erster Linie um die Nachhaltigkeit ihres Produktes.&nbsp;</p><p>Sieben Jahre Forschung stecken in dem Material – die braucht es offensichtlich, wenn ein Produkt rundum nachhaltig aus regionalen Reststoffen hergestellt werden will. Den Großteil dieser Reststoffe machen hierbei, übrig gebliebene Materialien der Hanfproduktion aus.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/lucas-fuhrmann-30078a120/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Lucas Fuhrmann</a>,<strong>&nbsp;</strong>Co-Founder &amp; CEO von <a href="https://www.madewithlovr.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LOVR&nbsp;</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-110-Lucas-Fuhrmann]]></link><guid isPermaLink="false">d0b6f57f-6ba6-4961-83a6-565128b0e2b1</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d1a336c4-e4dd-4b23-9837-431358c30bb3/LU2sAlINUFJDsb7uM1V9XHkQ.jpg"/><pubDate>Thu, 07 Jul 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/4ac6f8ff-547a-4fb8-86cb-5ecae58844f7/Folge-20110-20Fuhrmann.mp3" length="54551115" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>28:25</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>110</itunes:episode><podcast:episode>110</podcast:episode></item><item><title>#109 Verena Kantrowitsch - Mut und Optimismus für die Klimakrise</title><itunes:title>#109 Verena Kantrowitsch - Mut und Optimismus für die Klimakrise</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Unsere Psyche und die Krise – oder: Woher nehmen wir den Mut, die Klimakrise optimistisch anzugehen? Verena Kantrowitsch ist Psychologin und eine der Sprecherinnen von Psychologists for future, kurz Psy4F. Michael diskutiert mit ihr, wie wir positiv nach vorne schauen können und damit handlungsfähig werden – auch wenn die Perspektiven in der Klimakrise gar nicht rosig sind; im Gegenteil.&nbsp;</p><p>Verena macht sich für Balance stark. Seien wir pessimistisch in der Analyse und optimistisch in der Strategie. Wir brauchen die Haltung des Herzchirurgen: Wenn er in einer komplizierten Operation zu der Erkenntnis kommt, dass der Patient nur 10% Überlebenschance hat, legt er seine Werkzeuge ja auch nicht beiseite, sondern streng sich besonders an.&nbsp;</p><p>Viele Menschen haben das Gefühl, allein doch nichts ausrichten zu können. Verena hält dem entgegen: Schon reden hilft. Stück für Stück steigt die Awareness für das Thema Klimaschutz; irgendwann läuft das Fass über und jemand Neues kommt ins Handeln. Ähnlich ging es Verena selbst, als sie wieder einmal eine Gruppe Fridays auf der Straße protestieren sah.&nbsp;</p><p>Die Psyche des Menschen kann gut und schnell mit Gefahren umgehen. Allerdings sind wir auf kurzfristige Gefahren und Risiken gepolt. Langfristige Entwicklungen haben wir nicht in gleicher Weise im Blick; dafür brauchen wir Struktur. Ohne eine Rentenversicherung würden wir weit weniger wahrscheinlich für später vorsorgen, ohne den Zwang einer Krankenversicherung möglicherweise auch hier nichts absichern. Brauchen wir einen institutionellen Zivilisationsschutz? Jedenfalls wüssten wir dann, was zu tun wäre, anstatt über #VerbrennerAus und Tempolimit zu streiten.&nbsp;</p><p>Erlauben wir uns Geduld auf dem Weg zur eigenen Lösung. Verena ist überzeugt, dass nahezu jede:r ein Feld finden kann, auf dem es leicht fällt, Mut zu fassen und sich der Einsatz für Klimaschutz richtig anfühlt. Verenas wichtiger Hinweis zum Schluss: Bleiben wir nicht allein. Suchen wir Austausch, Dialog, Verbündete. Letzten Endes finden wir einen Weg, den Klimaschutz nicht nur ernst zu nehmen, sondern auch tatsächlich Spaß daran zu haben.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.xing.com/profile/Verena_Kantrowitsch/cv" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Verena Kantrowitsch</a>, <a href="https://www.psychologistsforfuture.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Psychologists4future</a>, Psychologin</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Unsere Psyche und die Krise – oder: Woher nehmen wir den Mut, die Klimakrise optimistisch anzugehen? Verena Kantrowitsch ist Psychologin und eine der Sprecherinnen von Psychologists for future, kurz Psy4F. Michael diskutiert mit ihr, wie wir positiv nach vorne schauen können und damit handlungsfähig werden – auch wenn die Perspektiven in der Klimakrise gar nicht rosig sind; im Gegenteil.&nbsp;</p><p>Verena macht sich für Balance stark. Seien wir pessimistisch in der Analyse und optimistisch in der Strategie. Wir brauchen die Haltung des Herzchirurgen: Wenn er in einer komplizierten Operation zu der Erkenntnis kommt, dass der Patient nur 10% Überlebenschance hat, legt er seine Werkzeuge ja auch nicht beiseite, sondern streng sich besonders an.&nbsp;</p><p>Viele Menschen haben das Gefühl, allein doch nichts ausrichten zu können. Verena hält dem entgegen: Schon reden hilft. Stück für Stück steigt die Awareness für das Thema Klimaschutz; irgendwann läuft das Fass über und jemand Neues kommt ins Handeln. Ähnlich ging es Verena selbst, als sie wieder einmal eine Gruppe Fridays auf der Straße protestieren sah.&nbsp;</p><p>Die Psyche des Menschen kann gut und schnell mit Gefahren umgehen. Allerdings sind wir auf kurzfristige Gefahren und Risiken gepolt. Langfristige Entwicklungen haben wir nicht in gleicher Weise im Blick; dafür brauchen wir Struktur. Ohne eine Rentenversicherung würden wir weit weniger wahrscheinlich für später vorsorgen, ohne den Zwang einer Krankenversicherung möglicherweise auch hier nichts absichern. Brauchen wir einen institutionellen Zivilisationsschutz? Jedenfalls wüssten wir dann, was zu tun wäre, anstatt über #VerbrennerAus und Tempolimit zu streiten.&nbsp;</p><p>Erlauben wir uns Geduld auf dem Weg zur eigenen Lösung. Verena ist überzeugt, dass nahezu jede:r ein Feld finden kann, auf dem es leicht fällt, Mut zu fassen und sich der Einsatz für Klimaschutz richtig anfühlt. Verenas wichtiger Hinweis zum Schluss: Bleiben wir nicht allein. Suchen wir Austausch, Dialog, Verbündete. Letzten Endes finden wir einen Weg, den Klimaschutz nicht nur ernst zu nehmen, sondern auch tatsächlich Spaß daran zu haben.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.xing.com/profile/Verena_Kantrowitsch/cv" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Verena Kantrowitsch</a>, <a href="https://www.psychologistsforfuture.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Psychologists4future</a>, Psychologin</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-109-Verena-Kantrowitsch]]></link><guid isPermaLink="false">8efac929-3c15-4a50-9845-c6d0aebce03b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1570296d-bc86-4707-ad54-4c156e404b9d/DyOSO47F63JLiYfPm-Qn0Huu.jpg"/><pubDate>Thu, 30 Jun 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/4bd9f305-614c-4cde-8cb4-171ff0a866fe/Folge-20109-20Kantrowitsch.mp3" length="72764105" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:54</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>109</itunes:episode><podcast:episode>109</podcast:episode></item><item><title>#108 Alexander Grevel – Der Aufstand der Letzten Generation</title><itunes:title>#108 Alexander Grevel – Der Aufstand der Letzten Generation</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Der Aufstand der Letzten Generation läuft. Er heizt die Debatte um Klimaschutz auf; das ist auch genau die Absicht. Ist das angemessen? Zielführend? Oder doch nur störend? Sprechen wir mit einem der ersten, die mit Sekundenkleber auf Asphalt für ihre Zukunft streiten.</p><p>Diese Folge beginnt mit einem Tweet von <a href="https://twitter.com/AlexanderGrevel" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@AlexanderGrevel</a>: „Liebe Menschen, vor ein paar Monaten (Februar 2022) habe ich meine Doktorarbeit an der Uni Freiburg erfolgreich abgeschlossen. Nun fängt ein neuer Lebensabschnitt an: ab dem 18. Juni werde ich mit <a href="https://twitter.com/AufstandLastGen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@AufstandLastGen</a> in #Beriln in den friedlichen zivilen Widerstand gehen, weil ich überzeugt bin, dass wir aufgrund des knappen Zeitfenster die Möglichkeiten für Klimastreiks und Petitionen ausgeschöpft haben…“&nbsp;</p><p>Dr. Alexander Grevel hat Chemie studiert, in Biologie promoviert und hat seine akademische Laufbahn abgebrochen, um als Aktivist für schnelle und drastische Maßnahmen zum Klimaschutz zu kämpfen. Er ist seit einigen Monaten aktiv bei der Gruppe <a href="https://letztegeneration.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Aufstand der letzten Generation</a>, die gerade eine weitere Aktionswelle gestartet haben. Alexander geht mit ungefähr 200 Menschen in Berlin auf die Straße, um zu stören – und mit dieser Störung auf die Forderungen der „Letzten Generation“ hinzuweisen. Der Schlüssel ist der Sekundenkleber, mit dem sich die Aktivisten auf Straßen kleben und damit den Verkehr dort lahmlegen, wo es besonders weh tut. Die Störung ist Programm.&nbsp;</p><p>Warum die Drastik? Radikal wäre es, nichts zu tun, so Alexander. Das Zeitfenster, in dem wir noch nennenswertes unternehmen können, ist nicht mehr lange offen. Danach, so Alexander, wird unsere Welt von Hunger, Wasserknappheit, Flucht und Kriegen bestimmt sein. Im Moment steuern wir geradewegs darauf zu.&nbsp;</p><p>Ist diese Aktionsform gerechtfertigt? Was bringt Menschen dazu diese Aktionsform zu wählen? Sie werden angebrüllt, geschlagen, von der Fahrbahn gezerrt. Alexander sagt: Die Störung ist absolut notwendig. Und die Letzte Generation hat Zulauf: Im vergangenen halben Jahr hat die Gruppe sich von 25 auf 200 Menschen vergrößert und mit jeder Störung werden es mehr. Die Menschen werden aufmerksam und sprechen darüber, gerade weil sie in ihrem Alltag blockiert werden.</p><p>Aber ist das was die Gruppe tut radikal? Oder ist es radikal nichts zu tun? Der Generalsekretär der vereinten Nationen, <a href="https://www.rnd.de/politik/antonio-guterres-bezeichnet-neuen-klimabericht-als-dokument-der-schande-XLA2Z4M2HPT7WCMKNPVAYSNUMM.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">António Guterres</a> sagt, die wahren Radikalen sind die Regierungen, die einfach so weiter machen, wie sie das seit Jahrzehnten machen.&nbsp;</p><p>Parallel bereitet Alexander die Gründung einer neuen linken Partei vor. Das ehrgeizige Ziel: Der Einzug in den Bundestag bei der kommenden Bundestagswahl.&nbsp;</p><p>Was ist Eure Meinung zum Protest der Letzten Generation? Schreibt es uns auf <a href="https://www.linkedin.com/showcase/71676213/admin/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LinkedIn</a>,<a href="https://www.youtube.com/channel/UCYH7hRBPjbuqPYyfjcBVstA" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> YouTube</a> oder <a href="https://twitter.com/michacarl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Twitter!</a></p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:&nbsp;</strong><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-alexander-grevel-1a454a106/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Alexander Grevel,&nbsp;</a>Vorstandsmitglied <a href="https://www.klimaliste.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Klimaliste</a> Deutschland,&nbsp;seit einigen Monaten aktiv bei der Gruppe „<a href="https://letztegeneration.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Aufstand der letzten Generation</a>“</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Der Aufstand der Letzten Generation läuft. Er heizt die Debatte um Klimaschutz auf; das ist auch genau die Absicht. Ist das angemessen? Zielführend? Oder doch nur störend? Sprechen wir mit einem der ersten, die mit Sekundenkleber auf Asphalt für ihre Zukunft streiten.</p><p>Diese Folge beginnt mit einem Tweet von <a href="https://twitter.com/AlexanderGrevel" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@AlexanderGrevel</a>: „Liebe Menschen, vor ein paar Monaten (Februar 2022) habe ich meine Doktorarbeit an der Uni Freiburg erfolgreich abgeschlossen. Nun fängt ein neuer Lebensabschnitt an: ab dem 18. Juni werde ich mit <a href="https://twitter.com/AufstandLastGen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@AufstandLastGen</a> in #Beriln in den friedlichen zivilen Widerstand gehen, weil ich überzeugt bin, dass wir aufgrund des knappen Zeitfenster die Möglichkeiten für Klimastreiks und Petitionen ausgeschöpft haben…“&nbsp;</p><p>Dr. Alexander Grevel hat Chemie studiert, in Biologie promoviert und hat seine akademische Laufbahn abgebrochen, um als Aktivist für schnelle und drastische Maßnahmen zum Klimaschutz zu kämpfen. Er ist seit einigen Monaten aktiv bei der Gruppe <a href="https://letztegeneration.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Aufstand der letzten Generation</a>, die gerade eine weitere Aktionswelle gestartet haben. Alexander geht mit ungefähr 200 Menschen in Berlin auf die Straße, um zu stören – und mit dieser Störung auf die Forderungen der „Letzten Generation“ hinzuweisen. Der Schlüssel ist der Sekundenkleber, mit dem sich die Aktivisten auf Straßen kleben und damit den Verkehr dort lahmlegen, wo es besonders weh tut. Die Störung ist Programm.&nbsp;</p><p>Warum die Drastik? Radikal wäre es, nichts zu tun, so Alexander. Das Zeitfenster, in dem wir noch nennenswertes unternehmen können, ist nicht mehr lange offen. Danach, so Alexander, wird unsere Welt von Hunger, Wasserknappheit, Flucht und Kriegen bestimmt sein. Im Moment steuern wir geradewegs darauf zu.&nbsp;</p><p>Ist diese Aktionsform gerechtfertigt? Was bringt Menschen dazu diese Aktionsform zu wählen? Sie werden angebrüllt, geschlagen, von der Fahrbahn gezerrt. Alexander sagt: Die Störung ist absolut notwendig. Und die Letzte Generation hat Zulauf: Im vergangenen halben Jahr hat die Gruppe sich von 25 auf 200 Menschen vergrößert und mit jeder Störung werden es mehr. Die Menschen werden aufmerksam und sprechen darüber, gerade weil sie in ihrem Alltag blockiert werden.</p><p>Aber ist das was die Gruppe tut radikal? Oder ist es radikal nichts zu tun? Der Generalsekretär der vereinten Nationen, <a href="https://www.rnd.de/politik/antonio-guterres-bezeichnet-neuen-klimabericht-als-dokument-der-schande-XLA2Z4M2HPT7WCMKNPVAYSNUMM.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">António Guterres</a> sagt, die wahren Radikalen sind die Regierungen, die einfach so weiter machen, wie sie das seit Jahrzehnten machen.&nbsp;</p><p>Parallel bereitet Alexander die Gründung einer neuen linken Partei vor. Das ehrgeizige Ziel: Der Einzug in den Bundestag bei der kommenden Bundestagswahl.&nbsp;</p><p>Was ist Eure Meinung zum Protest der Letzten Generation? Schreibt es uns auf <a href="https://www.linkedin.com/showcase/71676213/admin/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LinkedIn</a>,<a href="https://www.youtube.com/channel/UCYH7hRBPjbuqPYyfjcBVstA" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> YouTube</a> oder <a href="https://twitter.com/michacarl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Twitter!</a></p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:&nbsp;</strong><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-alexander-grevel-1a454a106/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Alexander Grevel,&nbsp;</a>Vorstandsmitglied <a href="https://www.klimaliste.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Klimaliste</a> Deutschland,&nbsp;seit einigen Monaten aktiv bei der Gruppe „<a href="https://letztegeneration.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Aufstand der letzten Generation</a>“</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-108-Alexander-Grevel]]></link><guid isPermaLink="false">b0a414f7-8f90-41c8-bdf6-b7afa7c2bee1</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f979c01b-4b2d-4d9f-844d-471a3cc86b78/t3h8S0Fdk2H3m1GYQwadlG-S.jpg"/><pubDate>Thu, 23 Jun 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/33a026d6-ddb4-4819-82c1-23025d675d4d/108-20Grevel.mp3" length="71908125" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:27</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>108</itunes:episode><podcast:episode>108</podcast:episode></item><item><title>#107 Katharina Reuter – Nachhaltigkeit radikaler denken</title><itunes:title>#107 Katharina Reuter – Nachhaltigkeit radikaler denken</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Was wissen wir alle noch nicht über Nachhaltigkeit? Katharina Reuter sagt: Wir sind uns immer noch nicht der Dramatik unserer Situation bewusst. Dass Nachhaltigkeit ein Thema ist, haben inzwischen viele verstanden. Unternehmer:innen ohnehin, aber auch Verbände. Aber mit welcher Drastik wir an die Kerngeschäfte unserer Unternehmen, an die Regularien unserer Gesellschaft und unser Konsumverhalten ranmüssen, ist doch noch nicht überall präsent. Hinter der Fassade begegnet Katharina immer noch und immer wieder die Annahme, im Kern könne doch noch eine Weile alles im Wesentlichen so bleiben wie es ist und immer schon war. Überraschung: Kann es nicht. Katharina sagt: Das dürfen wir schon aus purem Selbstschutz nicht tun.&nbsp;</p><p>Wie können wir jetzt also ein Gespür für diese Dringlichkeit herstellen? Ganz offensichtlich eine der Kernfragen. Ein Tankrabatt hilft jedenfalls nicht …. Spannend ist auf jeden Fall unsere Sprache. Warum nennen wir das eine Banane und das andere Biobanane – anstatt von Banane und Pestizidbanane zu sprechen? Unser Bild von Normalität steht in Frage. Das neue Normal braucht auch neue Begriffe. Was wäre denn ein attraktiver Begriff, den wir statt „Ressourceneffizienz“ verwenden könnten? Wer einen Vorschlag hat, immer her damit.&nbsp;</p><p>Schauen wir in die Zukunft: Wenn wir es in zehn Jahren geschafft haben werden, uns schnell genug in Richtung Nachhaltigkeit zu verändern – wo stehen wir dann? Katharina sagt: Hoffentlich haben wir dann endlich unsere Prioritäten sortiert, haben in unseren Strategien und Zielsystemen verankert, dass Nachhaltigkeit gleichberechtigt neben unternehmerischem Erfolg steht. Ökologie, Soziales und der Profit eines Unternehmens können nicht mehr über oder untereinander vorkommen. Katharina betont: Wir haben nicht mehr die Wahl, einfach so weiterzumachen wie bisher, also sollten wir alle radikaler denken und nicht darauf warten, dass es jemand vor uns tut.&nbsp;</p><p>Eine offene Frage: Warum lassen wir uns immer noch Diskussionen von gestern aufnötigen? Ein Erklärungsansatz: Während die weit überwiegende Mehrheit von Unternehmen längst verstanden hat, dass die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit zwar radikal, aber der Weg zum Erfolg ist, hängen die klassischen Verbände vielfach hinterher und warten noch auf den letzten, der noch in seiner alten Welt hängt. Vielleicht brauchen wir neue Verbände?</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:&nbsp;&nbsp;</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-katharina-reuter/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katharina Reuter,</a><strong>&nbsp;</strong>CEO des&nbsp;<a href="https://www.bnw-bundesverband.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bundesverbands Nachhaltige Wirtschaft (BNW)</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Was wissen wir alle noch nicht über Nachhaltigkeit? Katharina Reuter sagt: Wir sind uns immer noch nicht der Dramatik unserer Situation bewusst. Dass Nachhaltigkeit ein Thema ist, haben inzwischen viele verstanden. Unternehmer:innen ohnehin, aber auch Verbände. Aber mit welcher Drastik wir an die Kerngeschäfte unserer Unternehmen, an die Regularien unserer Gesellschaft und unser Konsumverhalten ranmüssen, ist doch noch nicht überall präsent. Hinter der Fassade begegnet Katharina immer noch und immer wieder die Annahme, im Kern könne doch noch eine Weile alles im Wesentlichen so bleiben wie es ist und immer schon war. Überraschung: Kann es nicht. Katharina sagt: Das dürfen wir schon aus purem Selbstschutz nicht tun.&nbsp;</p><p>Wie können wir jetzt also ein Gespür für diese Dringlichkeit herstellen? Ganz offensichtlich eine der Kernfragen. Ein Tankrabatt hilft jedenfalls nicht …. Spannend ist auf jeden Fall unsere Sprache. Warum nennen wir das eine Banane und das andere Biobanane – anstatt von Banane und Pestizidbanane zu sprechen? Unser Bild von Normalität steht in Frage. Das neue Normal braucht auch neue Begriffe. Was wäre denn ein attraktiver Begriff, den wir statt „Ressourceneffizienz“ verwenden könnten? Wer einen Vorschlag hat, immer her damit.&nbsp;</p><p>Schauen wir in die Zukunft: Wenn wir es in zehn Jahren geschafft haben werden, uns schnell genug in Richtung Nachhaltigkeit zu verändern – wo stehen wir dann? Katharina sagt: Hoffentlich haben wir dann endlich unsere Prioritäten sortiert, haben in unseren Strategien und Zielsystemen verankert, dass Nachhaltigkeit gleichberechtigt neben unternehmerischem Erfolg steht. Ökologie, Soziales und der Profit eines Unternehmens können nicht mehr über oder untereinander vorkommen. Katharina betont: Wir haben nicht mehr die Wahl, einfach so weiterzumachen wie bisher, also sollten wir alle radikaler denken und nicht darauf warten, dass es jemand vor uns tut.&nbsp;</p><p>Eine offene Frage: Warum lassen wir uns immer noch Diskussionen von gestern aufnötigen? Ein Erklärungsansatz: Während die weit überwiegende Mehrheit von Unternehmen längst verstanden hat, dass die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit zwar radikal, aber der Weg zum Erfolg ist, hängen die klassischen Verbände vielfach hinterher und warten noch auf den letzten, der noch in seiner alten Welt hängt. Vielleicht brauchen wir neue Verbände?</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:&nbsp;&nbsp;</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-katharina-reuter/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katharina Reuter,</a><strong>&nbsp;</strong>CEO des&nbsp;<a href="https://www.bnw-bundesverband.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bundesverbands Nachhaltige Wirtschaft (BNW)</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-107-katharina-reuter]]></link><guid isPermaLink="false">4a13c0a8-8e4f-4019-9e60-7dc71cef485e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/6187ad7c-c2c6-4f7e-b6b8-f75d66527cf7/KlLhBwaRQ-Nj1lo5WUxbgwbN.jpg"/><pubDate>Thu, 16 Jun 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/94bbcad2-6640-4743-9bcd-baa7c59c41da/Folge-20107-20Reuter.mp3" length="63110920" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>32:52</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>107</itunes:episode><podcast:episode>107</podcast:episode></item><item><title>#106 Eric Eller - Vertrauen auf Herz und Nieren geprüft</title><itunes:title>#106 Eric Eller - Vertrauen auf Herz und Nieren geprüft</itunes:title><description><![CDATA[<p>Vertrauen ist die zuversichtliche Entscheidung für Verletzlichkeit. So sagt es Eric Eller, Psychologe und Autor des Buches "Vertrauensarchitektur". In dem Band gibt er einen guten und umfassenden Überblick zur Forschung: Was ist Vertrauen im Unternehmenskontext? Warum vertrauen wir? Wie kommen wir auf die Idee, uns auf ein Gegenüber einzulassen, von dem wir Entscheidendes nicht wissen - und dennoch glauben, dass die gemeinsame Beziehung tragen wird? Eric hat sich mit Thema zu einem Verfechter des Vertrauens entwickelt. Er fragt: Bis hinunter zur einzelnen Telko - was tun wir, um Vertrauen zu fördern?</p><p>Die wichtigste Botschaft: Vertrauen ist fundamental. Parallel dazu die gute Nachricht: Wir können etwas tun, um Vertrauen zu fördern. Allerdings ist das keine Frage der Anstrengung, sondern viel eher eine der Rahmenbedingungen. Der Kontext zählt. Wie ist meine Arbeitsumgebung, wie der Umgang mit mir als Kunde? Laden Sie mich ein, Vertrauen zu testen? </p><p>Als Framework schlägt Eric den Dreischritt Wollen - Können - Einschätzen vor. Ich gebe Vertrauen als Ergebnis einer freien Entscheidung. Ich werde das nur tun, wenn ich die Möglichkeit habe, Vertrauen zu schenken. Und das setzt wiederum voraus, dass ich die Lage beurteilen und einschätzen kann. Dann finde ich den Einstieg in positive Feedbackschleifen und das Vertrauensniveau kann wachsen. </p><p>Ein ganz praktisches Problem: Im Kontext Nachhaltigkeit fehlen häufig die Verstärkungseffekte dieses dritten Schritts. Es ist eben nicht sinnlich erfahrbar, ob der Paketdienstleister meiner Wahl seine CO2-Emissionen tatsächlich kompensiert oder nicht. Das lässt sich kaum ausgleichen; die eigene nachvollziehbare Erfahrung führt zu ganz anderen Zuwächsen des Vertrauens als abstraktes Wissen über Zertifikate und Reports. </p><p>Was ist die Alternative zu Vertrauen? Verweigerung oder Kontrolle. Beides keine attraktiven Modelle, weder im eigenen Unternehmen noch zum Beispiel in der Kundenbeziehung. </p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/ellereric/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Eric Eller</a>, Psychologe und Autor des Buches <a href="https://www.vertrauensarchitektur.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"VertrauensArchitektur: Wie Vertrauen entsteht und wie Unternehmen die richtigen Kund:innenerlebnisse dafür schaffen"</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Vertrauen ist die zuversichtliche Entscheidung für Verletzlichkeit. So sagt es Eric Eller, Psychologe und Autor des Buches "Vertrauensarchitektur". In dem Band gibt er einen guten und umfassenden Überblick zur Forschung: Was ist Vertrauen im Unternehmenskontext? Warum vertrauen wir? Wie kommen wir auf die Idee, uns auf ein Gegenüber einzulassen, von dem wir Entscheidendes nicht wissen - und dennoch glauben, dass die gemeinsame Beziehung tragen wird? Eric hat sich mit Thema zu einem Verfechter des Vertrauens entwickelt. Er fragt: Bis hinunter zur einzelnen Telko - was tun wir, um Vertrauen zu fördern?</p><p>Die wichtigste Botschaft: Vertrauen ist fundamental. Parallel dazu die gute Nachricht: Wir können etwas tun, um Vertrauen zu fördern. Allerdings ist das keine Frage der Anstrengung, sondern viel eher eine der Rahmenbedingungen. Der Kontext zählt. Wie ist meine Arbeitsumgebung, wie der Umgang mit mir als Kunde? Laden Sie mich ein, Vertrauen zu testen? </p><p>Als Framework schlägt Eric den Dreischritt Wollen - Können - Einschätzen vor. Ich gebe Vertrauen als Ergebnis einer freien Entscheidung. Ich werde das nur tun, wenn ich die Möglichkeit habe, Vertrauen zu schenken. Und das setzt wiederum voraus, dass ich die Lage beurteilen und einschätzen kann. Dann finde ich den Einstieg in positive Feedbackschleifen und das Vertrauensniveau kann wachsen. </p><p>Ein ganz praktisches Problem: Im Kontext Nachhaltigkeit fehlen häufig die Verstärkungseffekte dieses dritten Schritts. Es ist eben nicht sinnlich erfahrbar, ob der Paketdienstleister meiner Wahl seine CO2-Emissionen tatsächlich kompensiert oder nicht. Das lässt sich kaum ausgleichen; die eigene nachvollziehbare Erfahrung führt zu ganz anderen Zuwächsen des Vertrauens als abstraktes Wissen über Zertifikate und Reports. </p><p>Was ist die Alternative zu Vertrauen? Verweigerung oder Kontrolle. Beides keine attraktiven Modelle, weder im eigenen Unternehmen noch zum Beispiel in der Kundenbeziehung. </p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/ellereric/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Eric Eller</a>, Psychologe und Autor des Buches <a href="https://www.vertrauensarchitektur.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">"VertrauensArchitektur: Wie Vertrauen entsteht und wie Unternehmen die richtigen Kund:innenerlebnisse dafür schaffen"</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-106-eric-eller]]></link><guid isPermaLink="false">98227a01-1cf7-4271-8783-58b9a273d2aa</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/2e93fd82-ca8a-4e7c-9615-0f04d65ce1a2/XA3A7BBxLEniCQS8QjR-GSir.jpg"/><pubDate>Thu, 09 Jun 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/0daa8273-6e56-476a-b2b1-9aab9fcd4ab0/Folge-20106-20Eller.mp3" length="69626068" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:16</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>106</itunes:episode><podcast:episode>106</podcast:episode></item><item><title>#105 Florian Kunze – Irrtümer über Digitalisierung, Demografie &amp; Diversity</title><itunes:title>#105 Florian Kunze – Irrtümer über Digitalisierung, Demografie &amp; Diversity</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Diese Folge räumt mit einer Reihe von grundlegenden Irrtümern zur Zukunft der Arbeit auf. Florian Kunze leitet das „Future of Work Lab“ an der Uni Konstanz und forscht über die großen Drei Ds: Digitalisierung, Demografie und Diversity. Drei Themen, bei denen wir immer wieder Annahmen begegnen, die sich bei genauerer, sprich: wissenschaftlicher Betrachtung, als Irrtum herausstellen.&nbsp;</p><p>Digitalisierung, logisch, brennt aktuell. Wer hier gestalten will, muss schnell handeln. Florian hat in seinem Lab die Veränderungen im Zuge der Corona-Krise untersucht. Sein klares Ergebnis: Der Wandel bleibt. Wir werden keine flächendeckende Rückkehr zu alten Arbeitswelten sehen, schon gar nicht mit Zwang. Wer seine Mitarbeiter:innen zur Rückkehr ins Büro zwingt, muss mit einem Rückgang von Motivation und Produktivität von 12% rechnen. Übersetzt: Jeder achte Mitarbeiter wird zwar noch bezahlt, leistet aber nichts mehr.&nbsp;</p><p>Noch ist es einfach, ins Gestalten zu kommen. Lediglich 20% der Unternehmen gehen das Thema mobiles und hybrides Arbeiten derzeit aktiv und konstruktiv an. Florians Empfehlung: Wenn schon nicht bei den ersten 20%, sei wenigstens bei den ersten 21% dabei. Einfacher wird es nicht, sich einen enormen Vorsprung bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften zu verschaffen.&nbsp;</p><p>Ein Irrtum zur Demografie: Ältere Generationen kommen mit der digitalen Arbeitswelt nicht zurecht. Eine verbreitete Annahme, die keiner Untersuchung standhält.&nbsp;</p><p>Der Irrtum zur Diversität: Diverse Teams seien erfolgreicher. Das mag noch so oft in Sonntagsreden behauptet werden, allein: Belegen lässt es sich nicht. Es mag gute normative Gründe geben, mehr Diversität in Unternehmen zu holen. Gerechtigkeit, Fairness, Teilhabe, etc. Florian geht sogar so weit: Schaffen wir einen Alibi-Posten für eine Führungskraft, der dann aber wiederum niemand Gehör schenkt, schaffen wir die Vielfalt also nur zum Schein, richten wir in den Unternehmen sogar mehr Schaden an, als wenn wir ausschließlich homogene Teams beschäftigen würden.&nbsp;</p><p>Ergänzung, Diskussion, Widerspruch gerne bei Twitter, LinkedIn, YouTube!</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:&nbsp;</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/professorkunze/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Florian Kunze,</a><strong>&nbsp;</strong>Professor für Organisational Studies am Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz. Er leitet das&nbsp;<a href="https://www.polver.uni-konstanz.de/kunze/forschung-future-of-work-lab-konstanz/future-of-work-lab-konstanz/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Konstanz&nbsp;Future of Work Lab</a>.</p><p><a href="https://twitter.com/profkunze?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@Profkunze</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Diese Folge räumt mit einer Reihe von grundlegenden Irrtümern zur Zukunft der Arbeit auf. Florian Kunze leitet das „Future of Work Lab“ an der Uni Konstanz und forscht über die großen Drei Ds: Digitalisierung, Demografie und Diversity. Drei Themen, bei denen wir immer wieder Annahmen begegnen, die sich bei genauerer, sprich: wissenschaftlicher Betrachtung, als Irrtum herausstellen.&nbsp;</p><p>Digitalisierung, logisch, brennt aktuell. Wer hier gestalten will, muss schnell handeln. Florian hat in seinem Lab die Veränderungen im Zuge der Corona-Krise untersucht. Sein klares Ergebnis: Der Wandel bleibt. Wir werden keine flächendeckende Rückkehr zu alten Arbeitswelten sehen, schon gar nicht mit Zwang. Wer seine Mitarbeiter:innen zur Rückkehr ins Büro zwingt, muss mit einem Rückgang von Motivation und Produktivität von 12% rechnen. Übersetzt: Jeder achte Mitarbeiter wird zwar noch bezahlt, leistet aber nichts mehr.&nbsp;</p><p>Noch ist es einfach, ins Gestalten zu kommen. Lediglich 20% der Unternehmen gehen das Thema mobiles und hybrides Arbeiten derzeit aktiv und konstruktiv an. Florians Empfehlung: Wenn schon nicht bei den ersten 20%, sei wenigstens bei den ersten 21% dabei. Einfacher wird es nicht, sich einen enormen Vorsprung bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften zu verschaffen.&nbsp;</p><p>Ein Irrtum zur Demografie: Ältere Generationen kommen mit der digitalen Arbeitswelt nicht zurecht. Eine verbreitete Annahme, die keiner Untersuchung standhält.&nbsp;</p><p>Der Irrtum zur Diversität: Diverse Teams seien erfolgreicher. Das mag noch so oft in Sonntagsreden behauptet werden, allein: Belegen lässt es sich nicht. Es mag gute normative Gründe geben, mehr Diversität in Unternehmen zu holen. Gerechtigkeit, Fairness, Teilhabe, etc. Florian geht sogar so weit: Schaffen wir einen Alibi-Posten für eine Führungskraft, der dann aber wiederum niemand Gehör schenkt, schaffen wir die Vielfalt also nur zum Schein, richten wir in den Unternehmen sogar mehr Schaden an, als wenn wir ausschließlich homogene Teams beschäftigen würden.&nbsp;</p><p>Ergänzung, Diskussion, Widerspruch gerne bei Twitter, LinkedIn, YouTube!</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:&nbsp;</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/professorkunze/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Florian Kunze,</a><strong>&nbsp;</strong>Professor für Organisational Studies am Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz. Er leitet das&nbsp;<a href="https://www.polver.uni-konstanz.de/kunze/forschung-future-of-work-lab-konstanz/future-of-work-lab-konstanz/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Konstanz&nbsp;Future of Work Lab</a>.</p><p><a href="https://twitter.com/profkunze?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@Profkunze</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-105-florian-kunze]]></link><guid isPermaLink="false">5333217c-6e77-4f9c-8290-25c2592f63a4</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b77f2d67-f0e4-40d5-8745-c3f7a8af1665/00ipFuUus0w1YGav6kYJNmA5.jpg"/><pubDate>Thu, 02 Jun 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/4c5eddca-98f6-43ff-8b4b-d9381328dbb4/Folge-20105-20Kunze.mp3" length="73382685" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:13</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>105</itunes:episode><podcast:episode>105</podcast:episode></item><item><title>#104 Oliver Voigt &amp; Sven Damm - Es gibt keinen Fachkräftemangel</title><itunes:title>#104 Oliver Voigt &amp; Sven Damm - Es gibt keinen Fachkräftemangel</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Eine Folge direkt von unserem diesjährigen Future Camp „Zukunft der Arbeit“ in den portugiesischen Bergen. Ein hier intensiv diskutiertes Thema: Der Fachkräftemangel. Genauer: Warum wir glauben, dass wir einen haben, und was tatsächlich dahintersteckt. Natürlich: Etliche Unternehmen suchen neue Mitarbeiter:innen und finden sie nicht. Was bis vor kurzem noch ein Phänomen bestimmter Branchen und einzelner Regionen war, greift um sich. Überall Fachkräftemangel. Michael Carl im Gespräch mit den People &amp; Culture-Spezialisten Oliver Voigt und Sven Damm.&nbsp;</p><p>Das Angenehme im Unangenehmen: Wenn der Fachkräftemangel schuld ist, dass mein Unternehmen keine Mitarbeiter:innen findet, haben wir einen externen Faktor. Um den sich dann auch jemand Externes kümmern sollte, die Politik zum Beispiel. Oder die IHK. Und alle demografischen Indikatoren weisen ja auch darauf hin, dass die Annahme eines solchen Mangels plausibel ist.&nbsp;</p><p>Gegenrede: Es sind vor allem die Grenzen unseres eigenen Denkens, die unseren Talentpool beschränken. Vergrößern wir den Pool, in dem wir suchen, können wir auch wieder aus dem Volleren schöpfen. Anstatt schnell einen externen Mangel verantwortlich zu machen, so der Appell des Zukunftscamps, könnten wir uns auch den unangenehmen Fragen stellen: Warum soll denn ein neuer Mitarbeiter bei uns arbeiten wollen? Was können wir der einen Kandidatin bieten, dass sie sich für uns entscheidet? Geld natürlich, aber noch wichtiger bei Themen der Kultur, der Entwicklung, der Zusammenarbeit, etc.&nbsp;</p><p>Oder wir schauen gleich auf die vorhandenen Mitarbeiter:innen. Eine kurze Abwägung der Zahlen: Bis jemand Neues wirklich produktiv ist, vergeht alles in allem fast ein Jahr. In der Zeit können wir fast jede:n interne:n Mitarbeiter:in auch zu neuen Aufgaben hin entwickeln. Wenn wir denn wollen.</p><p>Um Missverständnisse zu vermeiden: Der „War for Talents“ ist ganz real. Das kriegerische Sprachbild ist zwar wohl etwas martialisch, aber der Wettstreit um die besten und geeignetsten Mitarbeiter ist ganz handfest – und muss höchste Priorität genießen. Nur eines ist wichtiger für den Erfolg eines Unternehmens, als die richtigen Talente zu gewinnen: Talente halten.</p><p>Die Phase, in der Unternehmen gelernt haben, sich auf ihre Kunden einzurichten, geht ihrem Ende zu. Das können wir, dafür haben wir die Tools, die Methoden und die Daten. Jetzt geht es darum, diese Kenntnisse auf Mitarbeiter:innen anzuwenden. Wer heute noch glaubt, ein einzelnes jährliches Mitarbeitergespräch würde ausreichen, um die einzelnen im Team wirklich zu kennen, darf sich an den Gedanken gewöhnen: Das reicht nicht.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/sven-damm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sven Damm,</a> Gründer und CEO von <a href="https://www.hlp-brainswork.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Brainswork</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/voigtoliver/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Oliver Voigt,</a> VP HR Data, Analytics &amp; Workforce Management, <a href="https://www.nets.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Nets Group</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Eine Folge direkt von unserem diesjährigen Future Camp „Zukunft der Arbeit“ in den portugiesischen Bergen. Ein hier intensiv diskutiertes Thema: Der Fachkräftemangel. Genauer: Warum wir glauben, dass wir einen haben, und was tatsächlich dahintersteckt. Natürlich: Etliche Unternehmen suchen neue Mitarbeiter:innen und finden sie nicht. Was bis vor kurzem noch ein Phänomen bestimmter Branchen und einzelner Regionen war, greift um sich. Überall Fachkräftemangel. Michael Carl im Gespräch mit den People &amp; Culture-Spezialisten Oliver Voigt und Sven Damm.&nbsp;</p><p>Das Angenehme im Unangenehmen: Wenn der Fachkräftemangel schuld ist, dass mein Unternehmen keine Mitarbeiter:innen findet, haben wir einen externen Faktor. Um den sich dann auch jemand Externes kümmern sollte, die Politik zum Beispiel. Oder die IHK. Und alle demografischen Indikatoren weisen ja auch darauf hin, dass die Annahme eines solchen Mangels plausibel ist.&nbsp;</p><p>Gegenrede: Es sind vor allem die Grenzen unseres eigenen Denkens, die unseren Talentpool beschränken. Vergrößern wir den Pool, in dem wir suchen, können wir auch wieder aus dem Volleren schöpfen. Anstatt schnell einen externen Mangel verantwortlich zu machen, so der Appell des Zukunftscamps, könnten wir uns auch den unangenehmen Fragen stellen: Warum soll denn ein neuer Mitarbeiter bei uns arbeiten wollen? Was können wir der einen Kandidatin bieten, dass sie sich für uns entscheidet? Geld natürlich, aber noch wichtiger bei Themen der Kultur, der Entwicklung, der Zusammenarbeit, etc.&nbsp;</p><p>Oder wir schauen gleich auf die vorhandenen Mitarbeiter:innen. Eine kurze Abwägung der Zahlen: Bis jemand Neues wirklich produktiv ist, vergeht alles in allem fast ein Jahr. In der Zeit können wir fast jede:n interne:n Mitarbeiter:in auch zu neuen Aufgaben hin entwickeln. Wenn wir denn wollen.</p><p>Um Missverständnisse zu vermeiden: Der „War for Talents“ ist ganz real. Das kriegerische Sprachbild ist zwar wohl etwas martialisch, aber der Wettstreit um die besten und geeignetsten Mitarbeiter ist ganz handfest – und muss höchste Priorität genießen. Nur eines ist wichtiger für den Erfolg eines Unternehmens, als die richtigen Talente zu gewinnen: Talente halten.</p><p>Die Phase, in der Unternehmen gelernt haben, sich auf ihre Kunden einzurichten, geht ihrem Ende zu. Das können wir, dafür haben wir die Tools, die Methoden und die Daten. Jetzt geht es darum, diese Kenntnisse auf Mitarbeiter:innen anzuwenden. Wer heute noch glaubt, ein einzelnes jährliches Mitarbeitergespräch würde ausreichen, um die einzelnen im Team wirklich zu kennen, darf sich an den Gedanken gewöhnen: Das reicht nicht.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/sven-damm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sven Damm,</a> Gründer und CEO von <a href="https://www.hlp-brainswork.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Brainswork</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/voigtoliver/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Oliver Voigt,</a> VP HR Data, Analytics &amp; Workforce Management, <a href="https://www.nets.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Nets Group</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-104-future-camp-arbeit]]></link><guid isPermaLink="false">a63a073c-e44d-4eba-993e-080889944800</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3769f282-8683-40df-972b-6ed10eb771aa/Xdr_LuEZLEQVOlLl3VKZJ0Bb.jpg"/><pubDate>Thu, 26 May 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/aebb33b6-3671-4e31-b0fc-fdcfa7a37288/Folge-20104-20Voigt-20Damm.mp3" length="65726508" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:14</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>104</itunes:episode><podcast:episode>104</podcast:episode></item><item><title>#103 Axel Kaiser – Aus der Traum von Zahnpasta</title><itunes:title>#103 Axel Kaiser – Aus der Traum von Zahnpasta</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Im normalen Leben betreibt er mit seinem Bruder ein Dentallabor und macht Kronen und Brücken. Gelernt hat er Automechaniker. Seine Leidenschaft gilt dem Fragen stellen. So kam Axel Kaiser&nbsp;dazu, Tabletten für die Zahnpflege herzustellen, Denttabs. Axel sagt: In zehn Jahren wird es keine Zahnpasta mehr geben. Und wer jetzt Angst vor Karies und Faktur bekommt, der sei beruhigt. Axel sagt: Das ist gut so, denn nahezu alles, was wir über das Zähneputzen zu wissen glauben, ist schlicht falsch.&nbsp;</p><p>Die Frage, mit der die Reise zu den Denttabs begann, war: Warum ist eigentlich Wasser in der Zahnpasta? Zumal wir wegen des Wassers in der Paste eine ganze Reihe anderer Stoffe brauchen, von denen wir nicht wollen, dass sie sich über die Jahre im Körper ansammeln. Das führte zu den ersten Denttabs. Die Tablette war also zuerst da. Aus den Erfahrungen der Nutzer hat Axel dann gelernt, dass wir mit dem meisten, was wir über Zahnpflege wissen, falsch liegen. Anders gesagt: Was das eigentliche Potenzial der Tabletten ist. Bei DM wurden sie gelistet, weil die Verpackung kompostierbar ist. Egal, Hauptsache, es geht voran.&nbsp;</p><p>Das Richtige tun. Um diesen Begriff kreist das Gespräch zwischen Michael und Axel. Ob das Projekt mit den Denttabs sich durchsetzt, ist noch offen. Ob es richtig ist, daran hat Axel keinen Zweifel. Er sagt: Jede:r von uns es in der Hand, selbst loszugehen und Fragen zu stellen. Dinge genau verstehen zu wollen. Und dann seine Schlüsse draus zu ziehen. Warum aber tun wir das oft nicht? Warum kommt niemand anderes in der Zahn-Branche auf die Idee, das WIssen über Zähneputzen zu hinterfragen und neue Lösungen zu entwickeln? Es ist doch nicht so, als wären alle in der Branche inkompetent. Im Gegenteil.&nbsp;</p><p>Das ist der unternehmerische Erfolg: Nach vielen Jahren hört dir einer zu. Wenn ich ein gutes Produkt habe und ich das Leuten erklären kann, dann wird sich auch der wirtschaftliche Erfolg einstellen. Nicht immer. Aber so herum muss es sein. Auch wenn es fast 20 Jahre dauert, bis dieser Erfolg sich einstellt, wie bei Axel. Woher nimmt er seine Ausdauer? Aus seiner Arbeit. Axel betont: Wenn das, was ich an Arbeit mache, nicht Teil meines Lebens ist und ich keine tiefe innere Beziehung dazu habe, dann mache ich das nicht. Deshalb brauche ich auch keine Work-Life-Balance.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong> Axel Kaiser, Gründer von<a href="https://denttabs.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Denttabs</a>, mit Leidenschaft im Vorstand von BNW -<a href="https://www.bnw-bundesverband.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Im normalen Leben betreibt er mit seinem Bruder ein Dentallabor und macht Kronen und Brücken. Gelernt hat er Automechaniker. Seine Leidenschaft gilt dem Fragen stellen. So kam Axel Kaiser&nbsp;dazu, Tabletten für die Zahnpflege herzustellen, Denttabs. Axel sagt: In zehn Jahren wird es keine Zahnpasta mehr geben. Und wer jetzt Angst vor Karies und Faktur bekommt, der sei beruhigt. Axel sagt: Das ist gut so, denn nahezu alles, was wir über das Zähneputzen zu wissen glauben, ist schlicht falsch.&nbsp;</p><p>Die Frage, mit der die Reise zu den Denttabs begann, war: Warum ist eigentlich Wasser in der Zahnpasta? Zumal wir wegen des Wassers in der Paste eine ganze Reihe anderer Stoffe brauchen, von denen wir nicht wollen, dass sie sich über die Jahre im Körper ansammeln. Das führte zu den ersten Denttabs. Die Tablette war also zuerst da. Aus den Erfahrungen der Nutzer hat Axel dann gelernt, dass wir mit dem meisten, was wir über Zahnpflege wissen, falsch liegen. Anders gesagt: Was das eigentliche Potenzial der Tabletten ist. Bei DM wurden sie gelistet, weil die Verpackung kompostierbar ist. Egal, Hauptsache, es geht voran.&nbsp;</p><p>Das Richtige tun. Um diesen Begriff kreist das Gespräch zwischen Michael und Axel. Ob das Projekt mit den Denttabs sich durchsetzt, ist noch offen. Ob es richtig ist, daran hat Axel keinen Zweifel. Er sagt: Jede:r von uns es in der Hand, selbst loszugehen und Fragen zu stellen. Dinge genau verstehen zu wollen. Und dann seine Schlüsse draus zu ziehen. Warum aber tun wir das oft nicht? Warum kommt niemand anderes in der Zahn-Branche auf die Idee, das WIssen über Zähneputzen zu hinterfragen und neue Lösungen zu entwickeln? Es ist doch nicht so, als wären alle in der Branche inkompetent. Im Gegenteil.&nbsp;</p><p>Das ist der unternehmerische Erfolg: Nach vielen Jahren hört dir einer zu. Wenn ich ein gutes Produkt habe und ich das Leuten erklären kann, dann wird sich auch der wirtschaftliche Erfolg einstellen. Nicht immer. Aber so herum muss es sein. Auch wenn es fast 20 Jahre dauert, bis dieser Erfolg sich einstellt, wie bei Axel. Woher nimmt er seine Ausdauer? Aus seiner Arbeit. Axel betont: Wenn das, was ich an Arbeit mache, nicht Teil meines Lebens ist und ich keine tiefe innere Beziehung dazu habe, dann mache ich das nicht. Deshalb brauche ich auch keine Work-Life-Balance.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong> Axel Kaiser, Gründer von<a href="https://denttabs.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Denttabs</a>, mit Leidenschaft im Vorstand von BNW -<a href="https://www.bnw-bundesverband.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-103-axel-kaiser]]></link><guid isPermaLink="false">441e1b43-11de-40a2-a4b8-f55f43391155</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/32f8d440-a895-45c7-b1a9-66b3c26e7111/5is0VKz_-KLjtsFKlG-49jWo.jpg"/><pubDate>Thu, 19 May 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/dff92400-7b5a-47d6-9ffd-1d065ee3fb17/Folge-20103-20Kaiser.mp3" length="90454646" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>47:07</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>103</itunes:episode><podcast:episode>103</podcast:episode></item><item><title>#102 Ralf Lanwehr – Warum alle deine Ratgeber zu Führung Altpapier sind</title><itunes:title>#102 Ralf Lanwehr – Warum alle deine Ratgeber zu Führung Altpapier sind</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Sprechen wir über Führung. Irgendwer muss doch schließlich dafür sorgen, dass Unternehmen, Organisationen, Teams sich entwickeln – kurzum: Ein Stück Zukunft schaffen. Schauen wir also auf die Führungskraft. Was braucht sie, um gestalten zu können? Was, um Transformation auszulösen? Ralf Lanwehr ist Wirtschaftspsychologe (und vieles andere mehr). Er forscht zu Führung, um mehr zu haben als nur ein Bauchgefühl aus dem Bahnhofsbuchhandel. Im Podcast erzählt Ralf, was wir zu Führung wissen können, wie wir Unfug von Evidenz unterscheiden und ob wir Charisma lernen können.&nbsp;</p><p>Ralf sagt: Unterschiedliche Führungsstile sind nicht an sich besser oder schlechter. Es kommt auf den Kontext an. In einer akuten Krise kann ein autoritärer Führungsstil sehr wirkungsvoll sein, den dann auf Dauer niemand ertragen wollen würde. Ralf arbeitet viel mit Fußballvereinen; man schaue sich nur einmal an, welche Trainer kurzfristig vor dem Abstieg retten und welche nachhaltigen Erfolg aufbauen können.&nbsp;</p><p>Was zum Beispiel wenig über den Erfolg von Führungskräften sagt: Selbstsicherheit. Ralf coacht sehr erfolgreiche Führungskräfte, deren emotionale Instabilität eine Quelle sehr sensibler Wahrnehmung ist.&nbsp;</p><p>Ralf hat in Studien empirisch zeigen können, wie sich Charisma-Training positiv auswirken kann. Eine gute Nachricht: Wenn wir schon Aussehen und Stimme nur wenig beeinflussen können, die sich aber enorm auf die Charismatik auswirken, so können wir charismatisches Verhalten doch lernen. Es gibt Hoffnung.&nbsp;</p><p>Regelrecht ärgerlich wird Ralf, wenn es an schlechte Informationen und lausige Bücher geht. Viel von dem, was in Bestsellerlisten steht, hat vielleicht für den einzelnen Autor funktioniert. Aber gilt das auch für andere? Hier sind seine drei wichtigsten Empfehlungen für substanzielle Literatur über Führung. Wer also im Sommer noch nichts weiter vorhat:</p><p>	1.&nbsp;<a href="https://www.amazon.de/Die-angstfreie-Organisation-psychologische-Arbeitsplatz/dp/3800660679" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Amy C. Edmondson</a>&nbsp;–&nbsp;Die angstfreie Organisation: Wie Sie psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz für mehr Entwicklung, Lernen und Innovation schaffen</p><p>	2. <a href="https://www.amazon.de/gp/product/B087ZC68VN/ref=dbs_a_def_rwt_hsch_vapi_taft_p1_i0" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Asam Grant</a> –&nbsp;Think Again: The Power of Knowing What You Don't Know</p><p>	3.<a href="https://www.amazon.de/gp/product/B005TKD512/ref=dbs_a_def_rwt_hsch_vapi_tkin_p1_i1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">&nbsp;Chip Heath, Dan Heath</a> –&nbsp;Switch: How to change things when change is hard</p><p>Wir leben mittlerweile in einer Welt, in der die Menschen alles hinterfragen und das ist auch gut so. Aber verändern sich eigentlich die Mechaniken von Führung oder bleiben sie gleich und wir müssen sie lediglich neu justieren? Ralf beantwortet diese Frage aus dem Bauch heraus: Compliance und zumindest eine gewisse Produktivität werden ja nicht unwichtig. Gleichzeitig wird aber die Flexibilität immer wichtiger, um die steigende Zahl von Konflikten aufnehmen zu können. Wir brauchen mehr Kreativitätsrollen in unserer heutigen Führung und mehr Mut zur Umsetzung.</p><p>Die Welt ist eine andere, in der keiner mehr den Checker – kann alles und alle andern können nichts – und seinem Kollegen Teflon Billy, an dem jede Kritik abperlt, braucht. In dieser Welt will keiner mehr arbeiten, weil sie mit Sicherheit nicht innovativ ist. Wir brauchen Führung, die offen zu ihren Fehlern steht und Verletzlichkeit zeigt. Mehr Menschlichkeit ist auch in der Führung und der Transformation gefragt.&nbsp;</p><p>Zu Gast in dieser Woche: <a href="https://www.ralf-lanwehr.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ralf Lanwehr,</a>&nbsp;Psychologe, Data Scientist, Professor für Management an der FH Südwestfalen und seit über 20 Jahren als Berater tätig.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Sprechen wir über Führung. Irgendwer muss doch schließlich dafür sorgen, dass Unternehmen, Organisationen, Teams sich entwickeln – kurzum: Ein Stück Zukunft schaffen. Schauen wir also auf die Führungskraft. Was braucht sie, um gestalten zu können? Was, um Transformation auszulösen? Ralf Lanwehr ist Wirtschaftspsychologe (und vieles andere mehr). Er forscht zu Führung, um mehr zu haben als nur ein Bauchgefühl aus dem Bahnhofsbuchhandel. Im Podcast erzählt Ralf, was wir zu Führung wissen können, wie wir Unfug von Evidenz unterscheiden und ob wir Charisma lernen können.&nbsp;</p><p>Ralf sagt: Unterschiedliche Führungsstile sind nicht an sich besser oder schlechter. Es kommt auf den Kontext an. In einer akuten Krise kann ein autoritärer Führungsstil sehr wirkungsvoll sein, den dann auf Dauer niemand ertragen wollen würde. Ralf arbeitet viel mit Fußballvereinen; man schaue sich nur einmal an, welche Trainer kurzfristig vor dem Abstieg retten und welche nachhaltigen Erfolg aufbauen können.&nbsp;</p><p>Was zum Beispiel wenig über den Erfolg von Führungskräften sagt: Selbstsicherheit. Ralf coacht sehr erfolgreiche Führungskräfte, deren emotionale Instabilität eine Quelle sehr sensibler Wahrnehmung ist.&nbsp;</p><p>Ralf hat in Studien empirisch zeigen können, wie sich Charisma-Training positiv auswirken kann. Eine gute Nachricht: Wenn wir schon Aussehen und Stimme nur wenig beeinflussen können, die sich aber enorm auf die Charismatik auswirken, so können wir charismatisches Verhalten doch lernen. Es gibt Hoffnung.&nbsp;</p><p>Regelrecht ärgerlich wird Ralf, wenn es an schlechte Informationen und lausige Bücher geht. Viel von dem, was in Bestsellerlisten steht, hat vielleicht für den einzelnen Autor funktioniert. Aber gilt das auch für andere? Hier sind seine drei wichtigsten Empfehlungen für substanzielle Literatur über Führung. Wer also im Sommer noch nichts weiter vorhat:</p><p>	1.&nbsp;<a href="https://www.amazon.de/Die-angstfreie-Organisation-psychologische-Arbeitsplatz/dp/3800660679" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Amy C. Edmondson</a>&nbsp;–&nbsp;Die angstfreie Organisation: Wie Sie psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz für mehr Entwicklung, Lernen und Innovation schaffen</p><p>	2. <a href="https://www.amazon.de/gp/product/B087ZC68VN/ref=dbs_a_def_rwt_hsch_vapi_taft_p1_i0" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Asam Grant</a> –&nbsp;Think Again: The Power of Knowing What You Don't Know</p><p>	3.<a href="https://www.amazon.de/gp/product/B005TKD512/ref=dbs_a_def_rwt_hsch_vapi_tkin_p1_i1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">&nbsp;Chip Heath, Dan Heath</a> –&nbsp;Switch: How to change things when change is hard</p><p>Wir leben mittlerweile in einer Welt, in der die Menschen alles hinterfragen und das ist auch gut so. Aber verändern sich eigentlich die Mechaniken von Führung oder bleiben sie gleich und wir müssen sie lediglich neu justieren? Ralf beantwortet diese Frage aus dem Bauch heraus: Compliance und zumindest eine gewisse Produktivität werden ja nicht unwichtig. Gleichzeitig wird aber die Flexibilität immer wichtiger, um die steigende Zahl von Konflikten aufnehmen zu können. Wir brauchen mehr Kreativitätsrollen in unserer heutigen Führung und mehr Mut zur Umsetzung.</p><p>Die Welt ist eine andere, in der keiner mehr den Checker – kann alles und alle andern können nichts – und seinem Kollegen Teflon Billy, an dem jede Kritik abperlt, braucht. In dieser Welt will keiner mehr arbeiten, weil sie mit Sicherheit nicht innovativ ist. Wir brauchen Führung, die offen zu ihren Fehlern steht und Verletzlichkeit zeigt. Mehr Menschlichkeit ist auch in der Führung und der Transformation gefragt.&nbsp;</p><p>Zu Gast in dieser Woche: <a href="https://www.ralf-lanwehr.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ralf Lanwehr,</a>&nbsp;Psychologe, Data Scientist, Professor für Management an der FH Südwestfalen und seit über 20 Jahren als Berater tätig.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-102-ralf-lanwehr]]></link><guid isPermaLink="false">d5432f13-e8d3-4d22-b141-2d6a774f401b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/2872193b-a229-4f23-81cb-8ecb5a2cb7f7/8hyuSyBAE5T0ce9ujXo_Z5n4.jpg"/><pubDate>Thu, 12 May 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/25ac662d-e61a-45cf-ba55-bb68e765f9c5/Folge-20102-20Lanwehr.mp3" length="76806607" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>102</itunes:episode><podcast:episode>102</podcast:episode></item><item><title>#101 Anna Yona – Nachhaltigkeit ist nicht genug</title><itunes:title>#101 Anna Yona – Nachhaltigkeit ist nicht genug</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>In dieser Folge könnten wir wunderbar über Schuhe reden, immerhin hat Anna Yona gemeinsam mit ihrem Mann „Wildling Shoes“ gegründet und sehr schnell sehr erfolgreich gemacht. Machen wir aber nicht. Wir sprechen über Größeres. Anna nennt es „Re:generation“ und sagt: Nachhaltigkeit ist nicht mehr genug, die Zeit des Bewahrens ist vorbei. Jetzt geht es darum, einen positiven Beitrag zu leisten, gerade als Unternehmen.</p><p>Wer nur den Schaden minimieren will, den die eigene Produktion, die Logistik, die Energieversorgung anrichten, wird am Ende genau das: Schaden anrichten. Vielleicht weniger, aber Schaden eben doch. Darum kann es auch nicht ausreichen, mit noch so hübschen Zertifikaten zu belegen, welchen Emissionsstandards irgendein Zulieferer am anderen Ende der Welt folgt. Das ist gut, aber eben nicht so gut, wie es sein könnte.&nbsp;Anna will tiefer bohren: Wie können wir mit unserem Unternehmen einen echten Beitrag dazu leisten, die Welt ein Stück besser zu machen, ökonomisch, ökologisch und sozial?</p><p>Diese Frage haben alle Teams bei Wildling auf der Agenda: Können wir diese Farbe positiv beziehen – oder bieten wir sie gar nicht erst an? Bei HR liegen die Themen nahe, aber was heißt Impact für die Buchhaltung? Es gibt keine Grenze der Verantwortung, es gibt keine offenen Fragen über Partner, es gibt nur ein transparentes Glashaus in dem alle, jede noch so kleine Rolle im Prozess, gemeinsam sitzen.</p><p>Insgesamt sieht Anna sich mit ihrer Suche nach dem positiven Beitrag als Teil einer globalen Bewegung. Das Ziel, so stellt sie lapidar fest, kann gar nicht radikal sein: Eine menschenfreundliche Welt. Der Weg dahin könnte wahrscheinlich gar nicht radikaler sein. Aber was wäre die Alternative?</p><p>Andererseits: Wer einfach nur Schuhe kaufen will, bekommt sie auch.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/anna-yona-7168831/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna Yona,</a> Gründerin und CEO von <a href="https://www.wildling.shoes" rel="noopener noreferrer" target="_blank">wildling shoes</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>In dieser Folge könnten wir wunderbar über Schuhe reden, immerhin hat Anna Yona gemeinsam mit ihrem Mann „Wildling Shoes“ gegründet und sehr schnell sehr erfolgreich gemacht. Machen wir aber nicht. Wir sprechen über Größeres. Anna nennt es „Re:generation“ und sagt: Nachhaltigkeit ist nicht mehr genug, die Zeit des Bewahrens ist vorbei. Jetzt geht es darum, einen positiven Beitrag zu leisten, gerade als Unternehmen.</p><p>Wer nur den Schaden minimieren will, den die eigene Produktion, die Logistik, die Energieversorgung anrichten, wird am Ende genau das: Schaden anrichten. Vielleicht weniger, aber Schaden eben doch. Darum kann es auch nicht ausreichen, mit noch so hübschen Zertifikaten zu belegen, welchen Emissionsstandards irgendein Zulieferer am anderen Ende der Welt folgt. Das ist gut, aber eben nicht so gut, wie es sein könnte.&nbsp;Anna will tiefer bohren: Wie können wir mit unserem Unternehmen einen echten Beitrag dazu leisten, die Welt ein Stück besser zu machen, ökonomisch, ökologisch und sozial?</p><p>Diese Frage haben alle Teams bei Wildling auf der Agenda: Können wir diese Farbe positiv beziehen – oder bieten wir sie gar nicht erst an? Bei HR liegen die Themen nahe, aber was heißt Impact für die Buchhaltung? Es gibt keine Grenze der Verantwortung, es gibt keine offenen Fragen über Partner, es gibt nur ein transparentes Glashaus in dem alle, jede noch so kleine Rolle im Prozess, gemeinsam sitzen.</p><p>Insgesamt sieht Anna sich mit ihrer Suche nach dem positiven Beitrag als Teil einer globalen Bewegung. Das Ziel, so stellt sie lapidar fest, kann gar nicht radikal sein: Eine menschenfreundliche Welt. Der Weg dahin könnte wahrscheinlich gar nicht radikaler sein. Aber was wäre die Alternative?</p><p>Andererseits: Wer einfach nur Schuhe kaufen will, bekommt sie auch.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/anna-yona-7168831/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna Yona,</a> Gründerin und CEO von <a href="https://www.wildling.shoes" rel="noopener noreferrer" target="_blank">wildling shoes</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-101-anna-yona]]></link><guid isPermaLink="false">b8384a89-8bd3-4e1d-8c7f-e5bfd752cc85</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/31041e41-ab11-46d3-982e-fad33fe9d570/gFfkYOqJ1MOtZPlHK9MhYdXF.jpg"/><pubDate>Thu, 05 May 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f718ed02-a608-4c20-bab8-5006e1a0cfb0/Folge-20101-20Yona.mp3" length="75379694" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:15</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>101</itunes:episode><podcast:episode>101</podcast:episode></item><item><title>#100 Thomas Klindt - Ist das Recht als internationale Ordnung abgeräumt?</title><itunes:title>#100 Thomas Klindt - Ist das Recht als internationale Ordnung abgeräumt?</itunes:title><description><![CDATA[<p>Diese Woche in der Zukunft: </p><p>Spoiler: Keine Party zur 100sten Folge. Uns ist nicht nach butschi-butschi-alles-rosa-Talk mit einem noch so originellen KI-Blockchain-Quanten-Enthusiasten. Der russische Krieg in der Ukraine sitzt in Gestalt einer Flüchtlingsfamilie auf dem Sofa. Und zugleich hat die russische Aggression eine ganze Reihe vermeintlich sicherer Grundlagen unserer gedanklichen Weltordnung abgeräumt, beginnend mit der Kraft des Völkerrechts und der Geltung längst geschlossener Verträge. </p><p>Zur Jubiläumsfolge ein Gespräch mit einem der Lieblingsgäste aus den ersten hundert Folgen: Thomas Klindt, Jurist und Rechtsanwalt. Michael und Tom diskutieren, ob das Völkerrecht nur ein Recht für sonnige Tage ist. Haben wir uns einlullen lassen von der Vorstellung, einen stabilen Rahmen etabliert zu haben, obwohl die russische Regierung schon lange und sehr sichtbar krass dagegen verstößt? Georgien, Tschetschenien, die Krim waren alle schon da. </p><p>Was aber sollen wir denn sonst tun, wenn nicht Verträge unterschreiben? Eine nochmalige reine vertragliche Zusicherung wird die Ukraine nicht brauchen. Alles nötige war in der NATO-Russland-Akte von 1997 schon festgehalten. Wir haben es allerdings mit einem Gegenüber zu tun, der uns wie Feinde behandelt. </p><p>Eine weitere Gewissheit entpuppt sich als Frage. Gilt das Völkerrecht als Grundlage friedlicher Zusammenarbeit global? Oder haben wir es vielmehr mit partikularen Interessen zu tun? Haben wir uns überhoben mit dem Anspruch darauf, dass diese Art zu Leben und zu Regieren die Allseligmachende ist? Auch wenn wir das für uns glauben, bleibt es doch unsere Perspektive. Sind die Menschenrechte, so unverhandelbar sie für uns sind, möglicherweise gar nicht weltweit in die kulturelle Genetik der Völker eingegangen. Auch wenn wir die Menschenrechte nur universell denken können, müssen wir hinnehmen, dass das Konzept der Menschenrechte nicht so universell anerkannt ist. Andere wollen anderes - hart, aber hinzunehmen.  </p><p>Eine Folge der großen Fragen. Gemeinsames Nachdenken von Tom Klindt und Michael Carl. </p><p>Zu Gast in dieser Woche: <a href="https://www.linkedin.com/in/prof-dr-thomas-klindt-b7199922/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Thomas Klindt</a>, Jurist und Rechtsanwalt, Partner bei <a href="https://www.noerr.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Noerr</a>, Professor an der <a href="https://www.uni-bayreuth.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Bayreuth</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche in der Zukunft: </p><p>Spoiler: Keine Party zur 100sten Folge. Uns ist nicht nach butschi-butschi-alles-rosa-Talk mit einem noch so originellen KI-Blockchain-Quanten-Enthusiasten. Der russische Krieg in der Ukraine sitzt in Gestalt einer Flüchtlingsfamilie auf dem Sofa. Und zugleich hat die russische Aggression eine ganze Reihe vermeintlich sicherer Grundlagen unserer gedanklichen Weltordnung abgeräumt, beginnend mit der Kraft des Völkerrechts und der Geltung längst geschlossener Verträge. </p><p>Zur Jubiläumsfolge ein Gespräch mit einem der Lieblingsgäste aus den ersten hundert Folgen: Thomas Klindt, Jurist und Rechtsanwalt. Michael und Tom diskutieren, ob das Völkerrecht nur ein Recht für sonnige Tage ist. Haben wir uns einlullen lassen von der Vorstellung, einen stabilen Rahmen etabliert zu haben, obwohl die russische Regierung schon lange und sehr sichtbar krass dagegen verstößt? Georgien, Tschetschenien, die Krim waren alle schon da. </p><p>Was aber sollen wir denn sonst tun, wenn nicht Verträge unterschreiben? Eine nochmalige reine vertragliche Zusicherung wird die Ukraine nicht brauchen. Alles nötige war in der NATO-Russland-Akte von 1997 schon festgehalten. Wir haben es allerdings mit einem Gegenüber zu tun, der uns wie Feinde behandelt. </p><p>Eine weitere Gewissheit entpuppt sich als Frage. Gilt das Völkerrecht als Grundlage friedlicher Zusammenarbeit global? Oder haben wir es vielmehr mit partikularen Interessen zu tun? Haben wir uns überhoben mit dem Anspruch darauf, dass diese Art zu Leben und zu Regieren die Allseligmachende ist? Auch wenn wir das für uns glauben, bleibt es doch unsere Perspektive. Sind die Menschenrechte, so unverhandelbar sie für uns sind, möglicherweise gar nicht weltweit in die kulturelle Genetik der Völker eingegangen. Auch wenn wir die Menschenrechte nur universell denken können, müssen wir hinnehmen, dass das Konzept der Menschenrechte nicht so universell anerkannt ist. Andere wollen anderes - hart, aber hinzunehmen.  </p><p>Eine Folge der großen Fragen. Gemeinsames Nachdenken von Tom Klindt und Michael Carl. </p><p>Zu Gast in dieser Woche: <a href="https://www.linkedin.com/in/prof-dr-thomas-klindt-b7199922/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Thomas Klindt</a>, Jurist und Rechtsanwalt, Partner bei <a href="https://www.noerr.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Noerr</a>, Professor an der <a href="https://www.uni-bayreuth.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Bayreuth</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-100-Tom-Klindt-recht]]></link><guid isPermaLink="false">2febd144-253f-4b17-950b-0d9df65035eb</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/6dd3c4e8-1e14-4bdd-94f8-6f1781a554de/PGcrCYbeg2RuKoBqLAyeyZnh.jpg"/><pubDate>Thu, 28 Apr 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/de023c0f-b851-4086-8919-f13022dc9b16/Folge-20100-20Klindt.mp3" length="78708321" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>100</itunes:episode><podcast:episode>100</podcast:episode></item><item><title>Akademie Nachhaltigkeit: #8 Urban Planning mit Florian Michaelis</title><itunes:title>Akademie Nachhaltigkeit: #8 Urban Planning mit Florian Michaelis</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist.&nbsp;</p><p>Glückwunsch, wenn Du bis hierher schon die ersten sieben Folgen gehört hast. Heute runden wir die Akademie einer Folge rund um die Stadt der Zukunft ab. Wie können wir sie nachhaltig planen, errichten und wieder abbauen? Wie wir in Zukunft unseren eigenen Wohn- und Lebensraum einfach von einer Stadt in die andere mitnehmen werden, das habe ich mit Florian Michaelis besprochen. Folge acht der Akademie Nachhaltigkeit.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/florian-michaelis-13404415a/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Florian Michaelis</a>, Gründer und CEO von&nbsp;<a href="https://www.urban-beta.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Urban Beta</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist.&nbsp;</p><p>Glückwunsch, wenn Du bis hierher schon die ersten sieben Folgen gehört hast. Heute runden wir die Akademie einer Folge rund um die Stadt der Zukunft ab. Wie können wir sie nachhaltig planen, errichten und wieder abbauen? Wie wir in Zukunft unseren eigenen Wohn- und Lebensraum einfach von einer Stadt in die andere mitnehmen werden, das habe ich mit Florian Michaelis besprochen. Folge acht der Akademie Nachhaltigkeit.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/florian-michaelis-13404415a/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Florian Michaelis</a>, Gründer und CEO von&nbsp;<a href="https://www.urban-beta.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Urban Beta</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/Akademie-Nachhaltigkeit-8-Florian-Michaelis]]></link><guid isPermaLink="false">fe45ed8c-b558-4f3f-a726-df09843911a6</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/4e98f732-cea6-4193-ad10-8c13e3529350/zq4aKcRgTaX5ybdvaPeCpMGP.jpg"/><pubDate>Sat, 23 Apr 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/787fdf5c-d708-48d2-96dd-f932bde32441/Folge-2099-20Akademie-208-20Michaelis.mp3" length="63895847" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>33:17</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>99</itunes:episode><podcast:episode>99</podcast:episode></item><item><title>Akademie Nachhaltigkeit: #7 Fachkräftemangel mit Martin Wittau</title><itunes:title>Akademie Nachhaltigkeit: #7 Fachkräftemangel mit Martin Wittau</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist.&nbsp;</p><p>In den ersten sechs Folgen hast du schon gelernt, wie Nachhaltigkeit Ziele, Wettbewerb, Finanzen und Prozesse prägt und welche Leidenschaft sie freisetzen kann. Folge sieben nimmt die Menschen im Unternehmen in den Blick. Martin Wittau von der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit zeigt in dieser Folge, wie ein konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Unternehmen sich auch im Battle um Fachkräfte, Nachwuchskräfte, Arbeitskräfte leichter tut.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-wittau-20101b115/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Wittau</a>,&nbsp;<a href="https://nachhaltigkeit.bvng.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V.</a>, Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/martinwittau?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@MartinWittau</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://twitter.com/bvngberlin?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@BVNGberlin</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist.&nbsp;</p><p>In den ersten sechs Folgen hast du schon gelernt, wie Nachhaltigkeit Ziele, Wettbewerb, Finanzen und Prozesse prägt und welche Leidenschaft sie freisetzen kann. Folge sieben nimmt die Menschen im Unternehmen in den Blick. Martin Wittau von der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit zeigt in dieser Folge, wie ein konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Unternehmen sich auch im Battle um Fachkräfte, Nachwuchskräfte, Arbeitskräfte leichter tut.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-wittau-20101b115/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Wittau</a>,&nbsp;<a href="https://nachhaltigkeit.bvng.org/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V.</a>, Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/martinwittau?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@MartinWittau</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://twitter.com/bvngberlin?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@BVNGberlin</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/Akademie-Nachhaltigkeit-7-Martin-Wittau]]></link><guid isPermaLink="false">d588b882-8eda-4d91-8015-8d35ba84fe57</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/35733f78-88ba-4f35-a199-72cdf6ddbc71/vX4ZLrqe-9_axNRR5ScZBOAb.jpg"/><pubDate>Fri, 22 Apr 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/9c4049b2-e5df-4ac1-979c-e18229e52ce5/Folge-2098-20Akademie-207-20Wittau.mp3" length="56483759" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>29:25</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>98</itunes:episode><podcast:episode>98</podcast:episode></item><item><title>Akademie Nachhaltigkeit: #6 Bauen mit Christine Lemaitre</title><itunes:title>Akademie Nachhaltigkeit: #6 Bauen mit Christine Lemaitre</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wir haben die Zeit nicht mehr, noch mehr Fehler zu machen. Jetzt ist die Zeit, im Bau konsequent auf Nachhaltigkeit zu setzen. Wenn wir Themen wie die Klimakrise, die Materialknappheit, den Lebenswert unserer Städte überhaupt in den Griff bekommen wollen, müssen wir an den Bau ran. Das Wissen und die Materialien dafür sind alle da. Was fehlt, ist das Wollen, die Verantwortung, die Vernetzung. Christine Lemaitre, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, sagt: Wir brauchen neue Allianzen am Bau.</p><p>Nachhaltiges Bauen fängt mit vielen Fragen an: Für wen baue ich? Wieviel? Warum baue ich? Warum hier? Wie ist der Kontext? Planung und Konzeption sind die weit größeren Hebel als nur der Austausch von Materialien von Beton zu Holz. Daran arbeiten sich heute alle ab, sagt Christine, ist ja auch so schön sichtbar. Aber wir müssen zu einer ganzheitlichen Planung hinkommen. Das Problem: Bauen ist sehr intransparent. Darum hat die DGNB Kriterien für nachhaltiges Bauen entwickelt, um den Grad der Nachhaltigkeit messbar und sichtbar zu machen.&nbsp;</p><p>Zentral ist der Gedanke der Suffizienz. Über Jahre haben wir nach dem Motto „Viel hilft viel“ gebaut. Kipp noch eine Lage Beton drauf, soll ja halten. Dieses Denken müssen wir umdrehen, nur noch das Material einsetzen, das wir wirklich für den Zweck brauchen.&nbsp;</p><p>Christines Perspektive: Was wir in Zukunft nicht mehr sehen werden, ist dieses 08/15. One size fits all, VerMcDonalisierte Archtitektur. Wir können keine Quartiere hochbetonieren, keine Glastürme in die Wüste setzen. Wir müssen ausdifferenzieren - und wir müssen reden. Nachhaltigkeit beginnt dort, wo alle Beteiligten weit vor Baubeginn zusammenkommen und gemeinsam überlegen, was jede:r tun kann. Und „alle Beteiligten“ schließt alle ein. Nicht nur alle Planer und Ausführer, sondern auch die Betreiber, die Landschaftsarchitekten, die Rückbauunternehmer und Entsorger. Wir brauchen andere Allianzen für die Nachhaltigkeit.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-christine-lemaitre-b83bb184/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr.&nbsp;Christine Lemaitre</a>, <a href="https://www.dgnb.de/de/netzwerk/vorstand/lemaitre/index.php" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Vorstand der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben die Zeit nicht mehr, noch mehr Fehler zu machen. Jetzt ist die Zeit, im Bau konsequent auf Nachhaltigkeit zu setzen. Wenn wir Themen wie die Klimakrise, die Materialknappheit, den Lebenswert unserer Städte überhaupt in den Griff bekommen wollen, müssen wir an den Bau ran. Das Wissen und die Materialien dafür sind alle da. Was fehlt, ist das Wollen, die Verantwortung, die Vernetzung. Christine Lemaitre, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, sagt: Wir brauchen neue Allianzen am Bau.</p><p>Nachhaltiges Bauen fängt mit vielen Fragen an: Für wen baue ich? Wieviel? Warum baue ich? Warum hier? Wie ist der Kontext? Planung und Konzeption sind die weit größeren Hebel als nur der Austausch von Materialien von Beton zu Holz. Daran arbeiten sich heute alle ab, sagt Christine, ist ja auch so schön sichtbar. Aber wir müssen zu einer ganzheitlichen Planung hinkommen. Das Problem: Bauen ist sehr intransparent. Darum hat die DGNB Kriterien für nachhaltiges Bauen entwickelt, um den Grad der Nachhaltigkeit messbar und sichtbar zu machen.&nbsp;</p><p>Zentral ist der Gedanke der Suffizienz. Über Jahre haben wir nach dem Motto „Viel hilft viel“ gebaut. Kipp noch eine Lage Beton drauf, soll ja halten. Dieses Denken müssen wir umdrehen, nur noch das Material einsetzen, das wir wirklich für den Zweck brauchen.&nbsp;</p><p>Christines Perspektive: Was wir in Zukunft nicht mehr sehen werden, ist dieses 08/15. One size fits all, VerMcDonalisierte Archtitektur. Wir können keine Quartiere hochbetonieren, keine Glastürme in die Wüste setzen. Wir müssen ausdifferenzieren - und wir müssen reden. Nachhaltigkeit beginnt dort, wo alle Beteiligten weit vor Baubeginn zusammenkommen und gemeinsam überlegen, was jede:r tun kann. Und „alle Beteiligten“ schließt alle ein. Nicht nur alle Planer und Ausführer, sondern auch die Betreiber, die Landschaftsarchitekten, die Rückbauunternehmer und Entsorger. Wir brauchen andere Allianzen für die Nachhaltigkeit.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-christine-lemaitre-b83bb184/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr.&nbsp;Christine Lemaitre</a>, <a href="https://www.dgnb.de/de/netzwerk/vorstand/lemaitre/index.php" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Vorstand der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/Akademie-Nachhaltigkeit-7-Christine-Lemaitre]]></link><guid isPermaLink="false">adbc082d-6a41-472c-9af1-a9c769f45bc7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/daede7a2-4dca-4c52-b117-e9ca983ee9c8/Z2ctHihtnGEETwVulAz6oGtU.jpg"/><pubDate>Thu, 21 Apr 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/32434d84-79cc-4215-8919-626ce24c355a/Folge-2097-20Lemaitre.mp3" length="71480135" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:14</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>97</itunes:episode><podcast:episode>97</podcast:episode></item><item><title>Akademie Nachhaltigkeit: #5 Finance mit Martin Bausen</title><itunes:title>Akademie Nachhaltigkeit: #5 Finance mit Martin Bausen</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist.&nbsp;</p><p>In dieser fünften Folge lernst du, warum die langjährige Hausbank deines Unternehmens dir schon sehr bald neue Fragen stellen wird, sehr präzise neue Fragen zur Nachhaltigkeit deines Geschäftsmodells, deiner Produktion und deines Standorts. Die Finanzaufsicht wird zu einem der sehr humorlosen und unnachgiebigen Treiber der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit, diskutiere ich in dieser Folge mit Martin Bausen von der GLS-Bank.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-bausen-48058b4/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Bausen</a>, GLS Bank,&nbsp;Teamleiter Spezial- und Gemeinschaftsfinanzierungen.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist.&nbsp;</p><p>In dieser fünften Folge lernst du, warum die langjährige Hausbank deines Unternehmens dir schon sehr bald neue Fragen stellen wird, sehr präzise neue Fragen zur Nachhaltigkeit deines Geschäftsmodells, deiner Produktion und deines Standorts. Die Finanzaufsicht wird zu einem der sehr humorlosen und unnachgiebigen Treiber der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit, diskutiere ich in dieser Folge mit Martin Bausen von der GLS-Bank.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-bausen-48058b4/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Bausen</a>, GLS Bank,&nbsp;Teamleiter Spezial- und Gemeinschaftsfinanzierungen.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/Akademie-Nachhaltigkeit-5-Martin-Bausen]]></link><guid isPermaLink="false">e53d7f35-1b18-4bd2-8a68-98b8dd82130b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a847dc00-15ce-4828-bde8-df0d12519861/7sehpmyf0en8Qn8dbSVkaLMy.jpg"/><pubDate>Wed, 20 Apr 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/69335a9f-8c6a-4a7f-bdf9-3c314a719d16/Folge-2096-20Akademie-205-20Bausen.mp3" length="68151508" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:30</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>96</itunes:episode><podcast:episode>96</podcast:episode></item><item><title>Akademie Nachhaltigkeit: #4 Tourismus mit Hubertus Wichmann</title><itunes:title>Akademie Nachhaltigkeit: #4 Tourismus mit Hubertus Wichmann</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist.&nbsp;</p><p>In dieser vierten Folge machen wir den Praxischeck im Tourismus. Du lernst in dieser Folge, wie Du Kunden und Kundinnen in die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle einbeziehst. Hubertus Wichmann ist Destinationsentwickler. Er erlebt, wie gerade durch das Unfertige, durch den gemeinsamen Lernprozess zwischen Mitarbeiter:innen, Gästen und dem Umfeld des Urlaubsortes eine Verbindung wächst, die tragfähiger ist als jedes Last-Minute-Schnäppchen.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/hubertus-wichmann-84b32435/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hubertus Wichmann</a>, Destinationsentwickler, Hotelbetreiber, Koch.&nbsp;<a href="http://www.bionaturresort.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.bionaturresort.com</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist.&nbsp;</p><p>In dieser vierten Folge machen wir den Praxischeck im Tourismus. Du lernst in dieser Folge, wie Du Kunden und Kundinnen in die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle einbeziehst. Hubertus Wichmann ist Destinationsentwickler. Er erlebt, wie gerade durch das Unfertige, durch den gemeinsamen Lernprozess zwischen Mitarbeiter:innen, Gästen und dem Umfeld des Urlaubsortes eine Verbindung wächst, die tragfähiger ist als jedes Last-Minute-Schnäppchen.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/hubertus-wichmann-84b32435/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hubertus Wichmann</a>, Destinationsentwickler, Hotelbetreiber, Koch.&nbsp;<a href="http://www.bionaturresort.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.bionaturresort.com</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/Akademie-Nachhaltigkeit-4-Hubertus-Wichmann]]></link><guid isPermaLink="false">15cba646-3f66-4e9e-a720-7ac23d8c33ed</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/5a4687aa-5ed5-4097-8ff9-1cce5d48d2da/ozX-XFxnZ6cYtjs-oqWEVBtR.jpg"/><pubDate>Tue, 19 Apr 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/35f4b20c-abca-4e0e-b64b-84d730baa40b/Folge-2095-20Akademie-204-20Wichmann.mp3" length="76283322" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:44</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>95</itunes:episode><podcast:episode>95</podcast:episode></item><item><title>Akademie Nachhaltigkeit: #3 Businessplan mit René Schmidpeter</title><itunes:title>Akademie Nachhaltigkeit: #3 Businessplan mit René Schmidpeter</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist. Folge 3. Dies ist einer der Gedanken, die sich durch alle Podcasts dieser Akademie ziehen: Ohne konsequent auf Nachhaltigkeit zu setzen, wird es schwer mit dem Erfolg. </p><p>In dieser Folge lernst du, wie wir im Kontext Nachhaltigkeit über unsere Ziele nachdenken müssen. Wie wir uns verabschieden müssen von einem Wettbewerbsdenken, bei dem eine:r immer nur auf Kosten der anderen gewinnen kann. Professor Schmidpeter zeigt in dieser Folge: Wir haben es mit neuartigen Herausforderungen zu tun - und entweder wir gewinnen alle - oder niemand.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/prof-dr-rene-schmidpeter-226b5415/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professor Dr. René Schmidpeter</a>&nbsp;lehrt Nachhaltiges Management an der Internationalen Hochschule München und leitet das Institut für nachhaltige Unternehmenstransformation&nbsp;<a href="http://www.m3trix.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.m3trix.de</a>, wenn er nicht gerade ein Buch über Nachhaltiges Wirtschaften und CSR schreibt.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist. Folge 3. Dies ist einer der Gedanken, die sich durch alle Podcasts dieser Akademie ziehen: Ohne konsequent auf Nachhaltigkeit zu setzen, wird es schwer mit dem Erfolg. </p><p>In dieser Folge lernst du, wie wir im Kontext Nachhaltigkeit über unsere Ziele nachdenken müssen. Wie wir uns verabschieden müssen von einem Wettbewerbsdenken, bei dem eine:r immer nur auf Kosten der anderen gewinnen kann. Professor Schmidpeter zeigt in dieser Folge: Wir haben es mit neuartigen Herausforderungen zu tun - und entweder wir gewinnen alle - oder niemand.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/prof-dr-rene-schmidpeter-226b5415/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professor Dr. René Schmidpeter</a>&nbsp;lehrt Nachhaltiges Management an der Internationalen Hochschule München und leitet das Institut für nachhaltige Unternehmenstransformation&nbsp;<a href="http://www.m3trix.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.m3trix.de</a>, wenn er nicht gerade ein Buch über Nachhaltiges Wirtschaften und CSR schreibt.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/Akademie-Nachhaltigkeit-3-Rene-Schmidpeter]]></link><guid isPermaLink="false">8e892b3f-fabc-486e-9a05-19084929a29c</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7dc9638f-b545-429c-a3ba-0f85ca407d5a/x75i5Wyj0PEcD0AMyb9ktuzp.jpg"/><pubDate>Mon, 18 Apr 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/14f2e09d-732a-4d4f-bf18-ad318ff1d1f2/Folge-2094-20Akademie-203-20Schmidpeter.mp3" length="77282244" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:15</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>94</itunes:episode><podcast:episode>94</podcast:episode></item><item><title>Akademie Nachhaltigkeit: #2 Gourmet mit Patrick Diehr</title><itunes:title>Akademie Nachhaltigkeit: #2 Gourmet mit Patrick Diehr</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist. </p><p>In dieser zweiten Folge geben wir der Leidenschaft für Nachhaltigkeit ihren Raum. Und der Kulinarik. Und dem Strandkohl. Du lernst, wie ein Unternehmer sein Geschäftsmodell konsequent neu denkt und von Grund auf nachhaltig aufstellt. Der Unternehmer ist Patrick Diehr, Gastronom aus Leidenschaft und wer sich von Patricks Begeisterung für die nachhaltige Transformation nicht anstecken lässt, der … naja, hält einen Big Mac wahrscheinlich auch für ein kulinarisches Erlebnis.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Patrick Diehr, Koch, Gastronom und Caterer. Patrick ist der Gründer von&nbsp;<a href="https://www.elementum-catering.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Elementum Catering</a>. Auf der Webseite findet sich auch der Film zu den sieben Geboten von Elementum.&nbsp;<a href="http://www.koch-fabrik.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.koch-fabrik.com</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist. </p><p>In dieser zweiten Folge geben wir der Leidenschaft für Nachhaltigkeit ihren Raum. Und der Kulinarik. Und dem Strandkohl. Du lernst, wie ein Unternehmer sein Geschäftsmodell konsequent neu denkt und von Grund auf nachhaltig aufstellt. Der Unternehmer ist Patrick Diehr, Gastronom aus Leidenschaft und wer sich von Patricks Begeisterung für die nachhaltige Transformation nicht anstecken lässt, der … naja, hält einen Big Mac wahrscheinlich auch für ein kulinarisches Erlebnis.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Patrick Diehr, Koch, Gastronom und Caterer. Patrick ist der Gründer von&nbsp;<a href="https://www.elementum-catering.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Elementum Catering</a>. Auf der Webseite findet sich auch der Film zu den sieben Geboten von Elementum.&nbsp;<a href="http://www.koch-fabrik.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.koch-fabrik.com</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/Akademie-Nachhaltigkeit-2-Patrick-Diehr]]></link><guid isPermaLink="false">9aa68532-063f-4219-8af0-6657fd29afa3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/c7fa25e2-df20-4c95-8ad0-338e7097b286/jS8pHBEzJ5Ac7Vgg5nzung-F.jpg"/><pubDate>Sun, 17 Apr 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/676e8165-d1ae-43e3-addd-57a0dd064cbc/Folge-2093-20Akademie-202-20Diehr.mp3" length="73192096" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:07</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>93</itunes:episode><podcast:episode>93</podcast:episode></item><item><title>Akademie Nachhaltigkeit: #1 Design mit Daniela Bohlinger</title><itunes:title>Akademie Nachhaltigkeit: #1 Design mit Daniela Bohlinger</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist. </p><p>In dieser ersten Folge lernst du, warum Nachhaltigkeit eine Frage des Designs ist. Nicht Design im oft missverstandenen Sinne von Aussehen. Es geht nicht um die Farbe der Recyclingtonne, um rosa oder blau. Sondern Design im Sinne der Gestaltung und Funktion. Wie gestalten wir industrielle Produkte so, dass sie nachhaltig funktionieren. Wie die Prozesse, die Kultur, das Management, die Unternehmen. Daniela Bohlinger verantwortet das Thema Sustainability Design bei BMW. Und wer denken sollte, im Großkonzern könne sich nichts bewegen, der hat Daniela noch nicht getroffen.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:&nbsp;</strong><a href="https://www.linkedin.com/in/danielabohlinger/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniela Bohlinger</a>, Head of Sustainability Design bei BMW, Professor at practice für Sustainability,&nbsp;<a href="https://www.umu.se/en/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Umea, Schweden.</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die carls zukunft Akademie Nachhaltigkeit. Dein Crashkurs zum Thema in acht Folgen Podcast. Rund um Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel zu erfolgreichem unternehmerischem Handeln in der Zukunft ist. </p><p>In dieser ersten Folge lernst du, warum Nachhaltigkeit eine Frage des Designs ist. Nicht Design im oft missverstandenen Sinne von Aussehen. Es geht nicht um die Farbe der Recyclingtonne, um rosa oder blau. Sondern Design im Sinne der Gestaltung und Funktion. Wie gestalten wir industrielle Produkte so, dass sie nachhaltig funktionieren. Wie die Prozesse, die Kultur, das Management, die Unternehmen. Daniela Bohlinger verantwortet das Thema Sustainability Design bei BMW. Und wer denken sollte, im Großkonzern könne sich nichts bewegen, der hat Daniela noch nicht getroffen.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:&nbsp;</strong><a href="https://www.linkedin.com/in/danielabohlinger/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniela Bohlinger</a>, Head of Sustainability Design bei BMW, Professor at practice für Sustainability,&nbsp;<a href="https://www.umu.se/en/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Umea, Schweden.</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/Akademie-Nachhaltigkeit-1-Daniela-Bohlinger]]></link><guid isPermaLink="false">8b586b34-4275-4358-8b23-0b8401d93fdc</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f61493ae-1201-4ca4-818e-a240751e2de7/dWq9GB5IP3swJG_YFTw29UyX.jpg"/><pubDate>Sat, 16 Apr 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/0973d8a9-42bd-4201-b0f3-f5202deea9e6/Folge-2092-20Akademie-201-20Bohlinger.mp3" length="75570283" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:21</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>92</itunes:episode><podcast:episode>92</podcast:episode></item><item><title>#91 Stefan C. Aykut – Warum es nicht genügt, Recht zu haben</title><itunes:title>#91 Stefan C. Aykut – Warum es nicht genügt, Recht zu haben</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong>&nbsp;</p><p>„Listen to the Science!“ Die Klimaforschung ist sich einig. Der jüngste IPCC-Report lässt nun wirklich keinen Zweifel mehr. Und doch geschieht: Wenig bis nichts, jedenfalls zu wenig, gemessen an Paris und erst recht an „der Wissenschaft“. Eine Frusterfahrung für Aktivist:innen und auf ersten Blick erstaunlich: Warum reicht es nicht aus, Recht zu haben? Zumal, wenn man selbst doch wirklich Recht hat. Manno! Stefan C. Aykut forscht als Soziologe über ökologische Konflikte. Er sagt: Kein Wunder – Recht haben reicht nicht aus. Was aber reicht dann?&nbsp;&nbsp;</p><p>Stefan stellt Fragen: Sind wir wirklich so sicher, Recht zu haben? Am Beispiel der Klimakrise: Im Befund wohl schon, aber bei den konkreten Maßnahmen? Er analysiert: Es ist das eine, im wissenschaftlichen Diskurs einen breiten Konsens zu erzeugen. In der praktischen Umsetzung Rückenwind zu erfahren, ist etwas völlig anderes. Politik handelt nicht einfach, Politik wird zum Handeln getrieben. In der Sphäre der Politik geht es um Koalitionen, um Kompromisse, um Macht und Mehrheiten – und sehr schnell auch um die schlicht anmutende Frage: Was ist denn nun ein gutes Leben?&nbsp;</p><p>Die klimaschädliche Wirkung des Fliegens zu analysieren, ist das eine. Die Frage, ob es zu einem guten Leben gehört, ferne Länder per Flugzeug zu bereisen, eine völlig andere. Und schon ist sie auf dem Tisch: Die Diskussion um Verzicht. Stefan und Michael diskutieren im Podcast, dass sich dieses Dilemma nur durch einen Blick in die Zukunft auflösen lässt: Wie wollen wir künftig gut leben?&nbsp;&nbsp;</p><p>Anfang 2022 hat der Film „Don’t look up!“ viel Aufmerksamkeit erzeugt und den Konflikt zwischen Recht haben einerseits und dem Scheitern einer angemessenen Antwort andererseits stark zugespitzt. Stefan weist auf die Lücke hin: Solange wir uns nur als Opfer dieses Konflikts verstehen, als Zuschauer, als einzelne, solange wir nicht Bewegungen bilden und so Kraft erzeugen, führt am Scheitern kaum ein Weg vorbei.&nbsp;&nbsp;</p><p>Stefan gehört zu den Autor:innen des Papers “It’s not enough to be right! The climate crisis, power, and the climate movement”. Eine Handreichung für alle, die den Wandel treiben wollen, frei zum download unter: <a href="https://www.ingentaconnect.com/content/oekom/gaia/2021/00000030/00000004/art00006;jsessionid=6jm58me7l07fl.x-ic-live-02" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.ingentaconnect.com/content/oekom/gaia/2021/00000030/00000004/art00006;jsessionid=6jm58me7l07fl.x-ic-live-02</a>&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong>&nbsp;</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/stefanaykut/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Stefan C. Aykut</a>, Universität Hamburg, Professur für Soziologie, insbesondere ökologische Krisen und Konflikte&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong>&nbsp;</p><p>„Listen to the Science!“ Die Klimaforschung ist sich einig. Der jüngste IPCC-Report lässt nun wirklich keinen Zweifel mehr. Und doch geschieht: Wenig bis nichts, jedenfalls zu wenig, gemessen an Paris und erst recht an „der Wissenschaft“. Eine Frusterfahrung für Aktivist:innen und auf ersten Blick erstaunlich: Warum reicht es nicht aus, Recht zu haben? Zumal, wenn man selbst doch wirklich Recht hat. Manno! Stefan C. Aykut forscht als Soziologe über ökologische Konflikte. Er sagt: Kein Wunder – Recht haben reicht nicht aus. Was aber reicht dann?&nbsp;&nbsp;</p><p>Stefan stellt Fragen: Sind wir wirklich so sicher, Recht zu haben? Am Beispiel der Klimakrise: Im Befund wohl schon, aber bei den konkreten Maßnahmen? Er analysiert: Es ist das eine, im wissenschaftlichen Diskurs einen breiten Konsens zu erzeugen. In der praktischen Umsetzung Rückenwind zu erfahren, ist etwas völlig anderes. Politik handelt nicht einfach, Politik wird zum Handeln getrieben. In der Sphäre der Politik geht es um Koalitionen, um Kompromisse, um Macht und Mehrheiten – und sehr schnell auch um die schlicht anmutende Frage: Was ist denn nun ein gutes Leben?&nbsp;</p><p>Die klimaschädliche Wirkung des Fliegens zu analysieren, ist das eine. Die Frage, ob es zu einem guten Leben gehört, ferne Länder per Flugzeug zu bereisen, eine völlig andere. Und schon ist sie auf dem Tisch: Die Diskussion um Verzicht. Stefan und Michael diskutieren im Podcast, dass sich dieses Dilemma nur durch einen Blick in die Zukunft auflösen lässt: Wie wollen wir künftig gut leben?&nbsp;&nbsp;</p><p>Anfang 2022 hat der Film „Don’t look up!“ viel Aufmerksamkeit erzeugt und den Konflikt zwischen Recht haben einerseits und dem Scheitern einer angemessenen Antwort andererseits stark zugespitzt. Stefan weist auf die Lücke hin: Solange wir uns nur als Opfer dieses Konflikts verstehen, als Zuschauer, als einzelne, solange wir nicht Bewegungen bilden und so Kraft erzeugen, führt am Scheitern kaum ein Weg vorbei.&nbsp;&nbsp;</p><p>Stefan gehört zu den Autor:innen des Papers “It’s not enough to be right! The climate crisis, power, and the climate movement”. Eine Handreichung für alle, die den Wandel treiben wollen, frei zum download unter: <a href="https://www.ingentaconnect.com/content/oekom/gaia/2021/00000030/00000004/art00006;jsessionid=6jm58me7l07fl.x-ic-live-02" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.ingentaconnect.com/content/oekom/gaia/2021/00000030/00000004/art00006;jsessionid=6jm58me7l07fl.x-ic-live-02</a>&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong>&nbsp;</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/stefanaykut/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Stefan C. Aykut</a>, Universität Hamburg, Professur für Soziologie, insbesondere ökologische Krisen und Konflikte&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-91-Stefan-Aykut]]></link><guid isPermaLink="false">8e226398-b950-499c-a944-1421119d3dc3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f19d2763-6020-42d5-9cff-3e107f4ec0db/lMzkNgWUhnTTmdBc7jc14GVL.jpg"/><pubDate>Thu, 14 Apr 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/258fd9c9-2861-49ac-b366-3710c7bfbfc8/Folge-2091-20Aykut.mp3" length="72811753" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:55</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>91</itunes:episode><podcast:episode>91</podcast:episode></item><item><title>#90 Nachhaltigkeit hands on: Bau – Florian Michaelis</title><itunes:title>#90 Nachhaltigkeit hands on: Bau – Florian Michaelis</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Nachhaltigkeit im Bau fängt am hinteren Ende an: Kann ich die Materialien später wieder auseinandernehmen, sie neu zusammensetzen, neue hinzufügen oder alte abstoßen? So eine zentrale Aussage von Florian Michaelis, Gründer und CEO von Urban Beta aus Berlin und Kiel. Florian ist angetreten, Planen und Bauen komplett neu zu denken. Mobilien statt Immobilien, flexible Häuser, Nachhaltigkeit ist hier kein optionales Extra, es ist der Grundsatz.</p><p>Urban Beta hat dafür ein System entwickelt, das wie Lego funktioniert. Wir fangen mal an zu bauen und stellen erste Räume hin. Am Beispiel Einfamilienhaus. Wir starten mit schmalem Budget, also klein. Es kommen zwei Kinder – bauen wir an. Die Kinder ziehen aus – bauen wir wieder ab. Die Treppe wird schwierig – bauen wir um. Die Baumaterialien sind von Anfang an darauf ausgelegt, auch nach Jahrzehnten noch immer neue Kombinationen zu ermöglichen. Beton und Verbundwerkstoffe aller Arten haben hier schlechte Karten.&nbsp;</p><p>Denken wir uns eine Stadt, die so entsteht – und schon sind wir beim Konzept „Neighborhood on demand“. Denn warum sollte ich meinen Raum, der mir gehört und temporär in einen größeren Bau integriert ist, nicht mitnehmen, wenn ich von Berlin nach München ziehe? Die eingebaute Flexibilität ist der große Schlüssel zur Nachhaltigkeit im Bau.&nbsp;</p><p>Wenig überraschend: Florian rechnet vor, dass diese Art, nachhaltig zu bauen, auf Verbundwerkstoffe zu verzichten, dauerhafte Flexibilität zu ermöglichen, nicht nur ökologisch sinnvoller ist, mehr sozialen Gestaltungsspielraum ermöglicht, sondern auch ökonomisch lohnender ist. Da sind sie wieder, die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/florian-michaelis-13404415a/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Florian Michaelis</a>, Gründer und CEO von <a href="https://www.urban-beta.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Urban Beta</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Nachhaltigkeit im Bau fängt am hinteren Ende an: Kann ich die Materialien später wieder auseinandernehmen, sie neu zusammensetzen, neue hinzufügen oder alte abstoßen? So eine zentrale Aussage von Florian Michaelis, Gründer und CEO von Urban Beta aus Berlin und Kiel. Florian ist angetreten, Planen und Bauen komplett neu zu denken. Mobilien statt Immobilien, flexible Häuser, Nachhaltigkeit ist hier kein optionales Extra, es ist der Grundsatz.</p><p>Urban Beta hat dafür ein System entwickelt, das wie Lego funktioniert. Wir fangen mal an zu bauen und stellen erste Räume hin. Am Beispiel Einfamilienhaus. Wir starten mit schmalem Budget, also klein. Es kommen zwei Kinder – bauen wir an. Die Kinder ziehen aus – bauen wir wieder ab. Die Treppe wird schwierig – bauen wir um. Die Baumaterialien sind von Anfang an darauf ausgelegt, auch nach Jahrzehnten noch immer neue Kombinationen zu ermöglichen. Beton und Verbundwerkstoffe aller Arten haben hier schlechte Karten.&nbsp;</p><p>Denken wir uns eine Stadt, die so entsteht – und schon sind wir beim Konzept „Neighborhood on demand“. Denn warum sollte ich meinen Raum, der mir gehört und temporär in einen größeren Bau integriert ist, nicht mitnehmen, wenn ich von Berlin nach München ziehe? Die eingebaute Flexibilität ist der große Schlüssel zur Nachhaltigkeit im Bau.&nbsp;</p><p>Wenig überraschend: Florian rechnet vor, dass diese Art, nachhaltig zu bauen, auf Verbundwerkstoffe zu verzichten, dauerhafte Flexibilität zu ermöglichen, nicht nur ökologisch sinnvoller ist, mehr sozialen Gestaltungsspielraum ermöglicht, sondern auch ökonomisch lohnender ist. Da sind sie wieder, die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/florian-michaelis-13404415a/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Florian Michaelis</a>, Gründer und CEO von <a href="https://www.urban-beta.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Urban Beta</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-90-Florian-Michaelis-hands-on-Bau]]></link><guid isPermaLink="false">a2af10b6-4508-47bb-92ad-df402e4b7155</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/cfda6964-7993-472d-aa25-cb7b5f68debe/dVonXUF8NbX1AEmqy7flB4fm.jpg"/><pubDate>Thu, 07 Apr 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/34732eb3-fb0d-4246-86bd-6b3217d802b9/Folge-2090-20Florian-20Michaelis.mp3" length="62397881" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>32:30</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>90</itunes:episode><podcast:episode>90</podcast:episode></item><item><title>#89 Nico Rose - Sinn und Glück bei der Arbeit</title><itunes:title>#89 Nico Rose - Sinn und Glück bei der Arbeit</itunes:title><description><![CDATA[<p>Diese Woche in der Zukunft: </p><p>Ein Gespräch über Sinn und Glück bei der Arbeit. Wo finde ich einen Sinn und wer ist dafür zuständig, dass ich glücklich bin? Und heißt es jetzt eigentlich TGIF oder TGIM? Thank God it’s Friday … or Monday? Besonders Hochqualifizierte erleben unter der Woche mehr Zufriedenheit als am Wochenende, ganz offensichtlich eine Frage von Rahmen und Strukturen. Nico Rose hat gerade seine Professur für Wirtschaftspsychologie aufgegeben und&nbsp;sich als&nbsp;Handlungsreisender für Sinnangebote selbstständig gemacht.&nbsp;</p><p>Wer ist eigentlich dafür zuständig, dass ich bei der Arbeit glücklich bin? Natürlich: In gewisser Weise jede:r im System. Nico ermutigt Führungskräfte zu verstehen, dass sie nicht nur eine Verantwortung für Ziele und Aufgaben haben, sondern auch eine emotionale Verantwortung für das System haben. Darum ist es eine wichtige Fähigkeit von Führungskräften, sich nach einem richtigen ärgerlichen Meeting schnell wieder zu neutralisieren. In Netzwerkanalysen kann man zeigen, und zwar noch bis ins vierte und fünfte Glied der Kette, wie sich die schlechte Laune von&nbsp;Führungskräften verbreitet.&nbsp;</p><p>Nico sagt: Wir brauchen mehr Führung. Gleichzeitig haben wir immer noch Menschen in Führungspositionen, die gar nicht führen wollen. Menschen, die sich vor Führung drücken. Menschen, die als Micromanager führen. Oder auch Menschen, die mehr Lust haben, selber anzupacken, als dass sie durch andere wirken wollen. So erging es ihm selbst nach mehr als zehn Jahren Management im Konzern, als er merkte: Ich will lieber selber machen.&nbsp;</p><p>Wie entstehen nun aber Glück und intrinsische Motivation, gerade in Veränderungen? Was wir nicht können: Kontrollieren, welche Botschaften ankommen. Menschen machen sich ihr eigenes Bild, deuten und interpretieren ihr Umfeld neu, wenn sie merken, dass ihre alten Muster nicht mehr greifen. Wie können wir dann als Unternehmen, als Führungskraft dafür sorgen, alle im Unternehmen auf ein neues Ziel auszurichten? Nico sagt: Das wirkungsvollste, das ich als Führungskraft tun kann, ist: Das eigene Team einzuladen, meine Musterbildung zu teilen. Die auch nicht fertig oder endgültig ist. Die sich im Dialog überprüfen und verbessern lässt. Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, diesen Prozess möglichst frühzeitig zu starten. Nicos Eindruck: Wir wissen doch ohnehin aus dem eigenen Leben, dass wir nicht immer den letzten Durchblick haben. Wer soll uns im Unternehmen glauben, dass es gerade da so sein sollte?</p><p>Sinn entsteht, indem wir drüber reden. Und dort, wo wir keinen Sinn vorfinden, machen wir Menschen uns einen. Ob wir nun Jesus auf der Toastscheibe sehen oder etwas anderes - ohne Sinn können wir uns nicht orientieren. Das Ergebnis guter Führung ist, dass man zu den großen Themen des Unternehmens - Was machen wir hier? Wer sind unsere Kunden? Was ist unsere Strategie? - zu einer geteilten Bedeutung kommt, zu einem gemeinsamen Sinn. &nbsp;</p><p>Die andere Seite der Medaille: Demotivation - wächst gern dort, wo Vertrauen fehlt. Dabei ist Vertrauen der beste Transaktionskostenkiller. Überall da, wo ich nicht vertraue, muss ich mich absichern, Verträge schließen,&nbsp;Zeitmanagementsysteme installieren, Kontrollen durchführen und bezahlen. Und Kontrolle hat einen Preis, genauer: zwei: Einen für die Stechuhr und die Leute, die sie bedienen. Dazu kommt ein psychologischer Preis: Ich erlebe, dass mir nicht vertraut wird. Das ist wenig motivierend. Je mehr ich durch Verdauen regeln kann, desto weniger Stechuhrmechaniker brauche ich.&nbsp;</p><p>Zu Gast in dieser Woche: </p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/drnicorose/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Nico Rose</a>, selbstständig als Handlungsreisender für Sinnangebote, Autor zahlreicher Bücher zu Führung, Positiver Psychologie und Sinn. </p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche in der Zukunft: </p><p>Ein Gespräch über Sinn und Glück bei der Arbeit. Wo finde ich einen Sinn und wer ist dafür zuständig, dass ich glücklich bin? Und heißt es jetzt eigentlich TGIF oder TGIM? Thank God it’s Friday … or Monday? Besonders Hochqualifizierte erleben unter der Woche mehr Zufriedenheit als am Wochenende, ganz offensichtlich eine Frage von Rahmen und Strukturen. Nico Rose hat gerade seine Professur für Wirtschaftspsychologie aufgegeben und&nbsp;sich als&nbsp;Handlungsreisender für Sinnangebote selbstständig gemacht.&nbsp;</p><p>Wer ist eigentlich dafür zuständig, dass ich bei der Arbeit glücklich bin? Natürlich: In gewisser Weise jede:r im System. Nico ermutigt Führungskräfte zu verstehen, dass sie nicht nur eine Verantwortung für Ziele und Aufgaben haben, sondern auch eine emotionale Verantwortung für das System haben. Darum ist es eine wichtige Fähigkeit von Führungskräften, sich nach einem richtigen ärgerlichen Meeting schnell wieder zu neutralisieren. In Netzwerkanalysen kann man zeigen, und zwar noch bis ins vierte und fünfte Glied der Kette, wie sich die schlechte Laune von&nbsp;Führungskräften verbreitet.&nbsp;</p><p>Nico sagt: Wir brauchen mehr Führung. Gleichzeitig haben wir immer noch Menschen in Führungspositionen, die gar nicht führen wollen. Menschen, die sich vor Führung drücken. Menschen, die als Micromanager führen. Oder auch Menschen, die mehr Lust haben, selber anzupacken, als dass sie durch andere wirken wollen. So erging es ihm selbst nach mehr als zehn Jahren Management im Konzern, als er merkte: Ich will lieber selber machen.&nbsp;</p><p>Wie entstehen nun aber Glück und intrinsische Motivation, gerade in Veränderungen? Was wir nicht können: Kontrollieren, welche Botschaften ankommen. Menschen machen sich ihr eigenes Bild, deuten und interpretieren ihr Umfeld neu, wenn sie merken, dass ihre alten Muster nicht mehr greifen. Wie können wir dann als Unternehmen, als Führungskraft dafür sorgen, alle im Unternehmen auf ein neues Ziel auszurichten? Nico sagt: Das wirkungsvollste, das ich als Führungskraft tun kann, ist: Das eigene Team einzuladen, meine Musterbildung zu teilen. Die auch nicht fertig oder endgültig ist. Die sich im Dialog überprüfen und verbessern lässt. Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, diesen Prozess möglichst frühzeitig zu starten. Nicos Eindruck: Wir wissen doch ohnehin aus dem eigenen Leben, dass wir nicht immer den letzten Durchblick haben. Wer soll uns im Unternehmen glauben, dass es gerade da so sein sollte?</p><p>Sinn entsteht, indem wir drüber reden. Und dort, wo wir keinen Sinn vorfinden, machen wir Menschen uns einen. Ob wir nun Jesus auf der Toastscheibe sehen oder etwas anderes - ohne Sinn können wir uns nicht orientieren. Das Ergebnis guter Führung ist, dass man zu den großen Themen des Unternehmens - Was machen wir hier? Wer sind unsere Kunden? Was ist unsere Strategie? - zu einer geteilten Bedeutung kommt, zu einem gemeinsamen Sinn. &nbsp;</p><p>Die andere Seite der Medaille: Demotivation - wächst gern dort, wo Vertrauen fehlt. Dabei ist Vertrauen der beste Transaktionskostenkiller. Überall da, wo ich nicht vertraue, muss ich mich absichern, Verträge schließen,&nbsp;Zeitmanagementsysteme installieren, Kontrollen durchführen und bezahlen. Und Kontrolle hat einen Preis, genauer: zwei: Einen für die Stechuhr und die Leute, die sie bedienen. Dazu kommt ein psychologischer Preis: Ich erlebe, dass mir nicht vertraut wird. Das ist wenig motivierend. Je mehr ich durch Verdauen regeln kann, desto weniger Stechuhrmechaniker brauche ich.&nbsp;</p><p>Zu Gast in dieser Woche: </p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/drnicorose/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Nico Rose</a>, selbstständig als Handlungsreisender für Sinnangebote, Autor zahlreicher Bücher zu Führung, Positiver Psychologie und Sinn. </p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-89-Nico-Rose-Sinn-Glück-Arbeit]]></link><guid isPermaLink="false">3eed092d-ba56-46f0-863d-df4833d5ee4a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/40e08459-1e0f-4d4d-a5fc-7297a4d0d548/SwC7_cnXOeNpyM1mza0JKtcF.jpg"/><pubDate>Thu, 31 Mar 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f74e2905-a9f9-4b3f-8cd4-1f57649079be/Folge-2089-20Rose-20.mp3" length="85651459" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:36</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>89</itunes:episode><podcast:episode>89</podcast:episode></item><item><title>#88 Carsten Mumm – Ein neuer Generationenvertrag</title><itunes:title>#88 Carsten Mumm – Ein neuer Generationenvertrag</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Ein neuer Generationenvertrag muss her. Und zwar schnell. Natürlich werden wir länger arbeiten. Natürlich über Steuern oder Beiträge mehr in die Rentenkasse einzahlen – und weniger herausbekommen. Aber diese Stellschrauben der Vergangenheit reichen nicht mehr. Spätestens 2030 ist die Decke zu kurz. Bis dahin muss der neue Generationenvertrag stehen, sagt Carsten Mumm, Chefvolkswirt der Privatbank Donner und Reuschel, im Podcast.&nbsp;</p><p>Ein wichtiger Treiber der Entwicklung: Die Demographie. Der demographische Wandel ist kein harmloser Wandel. Vor uns steht eine ausgewachsene demographische Krise. #WirSindDieKrise</p><p>Wir müssen also an die Grundlagen ran. Zuallererst: Was ist Arbeit? Arbeit ist das, was der Gesellschaft zugutekommt. Das ist etwas anderes als Beitragsjahre zählen. Das Zeitalter schematischer Bemessung von Beitragsjahren und Rentenhöhe geht zu Ende. Leistungen für die Gesellschaft und persönliche Belastungen sind individuell hoch unterschiedlich. Gleichzeitig kann es nicht das Ziel sein, dass jede:r solange arbeitet, bis er:sie nicht mehr kann. Niemand soll mit 70 noch auf dem Bau schuften müssen. Volle Belastung bis zur Erschöpfung für alle kann nicht das Ziel sein, eher im Gegenteil: Wir sollten lernen, Berufsleben so zu gestalten, dass die Belastung möglichst gering ist.&nbsp;</p><p>Carsten sieht alle Generationen in der Pflicht. Die heutigen Neu-Rentner müssen den Jungen das Fachkräfteproblem lösen. Mit 67 einen Cut machen und sich nur noch um die Blumen kümmern, das können wir uns nicht erlauben. Alle Generationen müssen sich einbringen.&nbsp;</p><p>Der Druck aus den Unternehmen könnte sich hier als hilfreich erweisen. Der allgegenwärtige Fachkräftemangel macht es attraktiv, die Mitarbeiter:innen länger in den Unternehmen zu halten – zumal viele Menschen länger arbeiten und sich sinnvoll einbringen wollen.</p><p>Was haben jüngere Menschen davon, einen neuen Generationenvertrag auszuhandeln? Carsten weist darauf hin: Nicht zuletzt, weil die ältere Generation in der Mehrheit ist, kommen wir um ein Miteinander gar nicht umhin.&nbsp;</p><p>Der praktische Hinweis zum Schluss: Wir haben selber vorzusorgen. Der Details sind viele, die Basics schlicht: 20 € im Monat machen schon einen Unterschied, übersetzt: Einen Cappuccino Grande pro Woche bei Starbucks lassen, stattdessen konsequent früh anfangen, Aktien kaufen, liegen lassen. Über die Jahre sind Schwankungen in Kurs und Wert eher hilfreich als riskant.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/carstenmumm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Carsten Mumm,</a> Chefvolkswirt Privatbank <a href="https://www.donner-reuschel.de/maerkte-mit-mumm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Donner &amp; Reuschel</a>.</p><p><a href="https://www.youtube.com/channel/UCE1ojpBbrPytZRe3Otnz7eQ" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Youtube</a>/<a href="https://twitter.com/CarstenMumm?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Twitter</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Ein neuer Generationenvertrag muss her. Und zwar schnell. Natürlich werden wir länger arbeiten. Natürlich über Steuern oder Beiträge mehr in die Rentenkasse einzahlen – und weniger herausbekommen. Aber diese Stellschrauben der Vergangenheit reichen nicht mehr. Spätestens 2030 ist die Decke zu kurz. Bis dahin muss der neue Generationenvertrag stehen, sagt Carsten Mumm, Chefvolkswirt der Privatbank Donner und Reuschel, im Podcast.&nbsp;</p><p>Ein wichtiger Treiber der Entwicklung: Die Demographie. Der demographische Wandel ist kein harmloser Wandel. Vor uns steht eine ausgewachsene demographische Krise. #WirSindDieKrise</p><p>Wir müssen also an die Grundlagen ran. Zuallererst: Was ist Arbeit? Arbeit ist das, was der Gesellschaft zugutekommt. Das ist etwas anderes als Beitragsjahre zählen. Das Zeitalter schematischer Bemessung von Beitragsjahren und Rentenhöhe geht zu Ende. Leistungen für die Gesellschaft und persönliche Belastungen sind individuell hoch unterschiedlich. Gleichzeitig kann es nicht das Ziel sein, dass jede:r solange arbeitet, bis er:sie nicht mehr kann. Niemand soll mit 70 noch auf dem Bau schuften müssen. Volle Belastung bis zur Erschöpfung für alle kann nicht das Ziel sein, eher im Gegenteil: Wir sollten lernen, Berufsleben so zu gestalten, dass die Belastung möglichst gering ist.&nbsp;</p><p>Carsten sieht alle Generationen in der Pflicht. Die heutigen Neu-Rentner müssen den Jungen das Fachkräfteproblem lösen. Mit 67 einen Cut machen und sich nur noch um die Blumen kümmern, das können wir uns nicht erlauben. Alle Generationen müssen sich einbringen.&nbsp;</p><p>Der Druck aus den Unternehmen könnte sich hier als hilfreich erweisen. Der allgegenwärtige Fachkräftemangel macht es attraktiv, die Mitarbeiter:innen länger in den Unternehmen zu halten – zumal viele Menschen länger arbeiten und sich sinnvoll einbringen wollen.</p><p>Was haben jüngere Menschen davon, einen neuen Generationenvertrag auszuhandeln? Carsten weist darauf hin: Nicht zuletzt, weil die ältere Generation in der Mehrheit ist, kommen wir um ein Miteinander gar nicht umhin.&nbsp;</p><p>Der praktische Hinweis zum Schluss: Wir haben selber vorzusorgen. Der Details sind viele, die Basics schlicht: 20 € im Monat machen schon einen Unterschied, übersetzt: Einen Cappuccino Grande pro Woche bei Starbucks lassen, stattdessen konsequent früh anfangen, Aktien kaufen, liegen lassen. Über die Jahre sind Schwankungen in Kurs und Wert eher hilfreich als riskant.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/carstenmumm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Carsten Mumm,</a> Chefvolkswirt Privatbank <a href="https://www.donner-reuschel.de/maerkte-mit-mumm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Donner &amp; Reuschel</a>.</p><p><a href="https://www.youtube.com/channel/UCE1ojpBbrPytZRe3Otnz7eQ" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Youtube</a>/<a href="https://twitter.com/CarstenMumm?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Twitter</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-88-Carsten-Mumm-Generationenvertrag]]></link><guid isPermaLink="false">3f96eeb9-9938-4f7c-b02b-73ebaae284b7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d9c384a1-9037-4939-9548-6102741271c7/W1ldjxVeoX0Qv5SP0SNeuyaQ.jpg"/><pubDate>Thu, 24 Mar 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/3ce94a77-c586-4a2c-92c0-5864c2b5b0bf/folge-mumm.mp3" length="92214255" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>48:02</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>88</itunes:episode><podcast:episode>88</podcast:episode></item><item><title>#87 Katja Diehl – #autokorrektur</title><itunes:title>#87 Katja Diehl – #autokorrektur</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Katja Diehl streitet für eine andere Mobilität im Land. Genauer: Katja streitet dafür, dass jede:r im Land bessere Möglichkeiten hat, die eigene Mobilität frei zu gestalten. Und das heißt: Wir müssen über die Privilegien des Autos sprechen. Und da der Mensch die eigenen Privilegien immer nur besonders schwierig wahrnimmt, braucht eine Wende der Mobilität auch eine Schule der Wahrnehmung. Ein Feedback, das Katja auf ihr Buch bekommt, lautet: Vor deinem Buch habe ich die vielen Autos in meiner Stadt gar nicht gesehen. Jetzt stehen sie überall. Das Buch heißt „Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt“. Katja war in der <a href="https://open.spotify.com/episode/4EwacAqYRbvsfi7sNYKmoe" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Review 2021: Katja Diehl – Mobilität mit #autokorrektur</em></a> schon einmal als Streiterin für eine andere Mobilität hier im Podcast. Jetzt kehrt sie als Bestsellerautorin zurück.&nbsp;</p><p>Der blinden Flecken sind viele. Eine Auswahl: Alle fahren Auto. Dabei können 13 Millionen Erwachsene kein Auto nutzen. Alle wollen Auto fahren. Dabei nutzt ein erheblicher Anteil der Autofahrer:innen das Fahrzeug nur, weil die Alternativen schlechter sind, nämlich zu teuer, zu unsicher, zu gefährlich oder gar nicht vorhanden. Alle freuen sich, Auto fahren zu können. Nein, s.o.&nbsp;</p><p>Katja sagt: Wer Auto fahren will, soll das auch bitte tun. Wir sollten nur parallel die gleichen Möglichkeiten schaffen für die, die nicht Auto fahren wollen oder können. Also Radinfrastruktur, gerade auf dem Land. Gefühlte und tatsächliche Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr. Eine Verlagerung der Subventionen weg vom Autoverkehr hin zu allen Menschen, die Mobilität suchen und brauchen.&nbsp;</p><p>Katja reflektiert im Podcast auch darüber, wie ihr Geschlecht die Wahrnehmung ihrer Arbeit prägt. Heiner Monheim hatte hier im Podcast vor einigen Wochen gefordert, 90% der Autos in Deutschland zu verschrotten – im Interesse lebenswerterer Städte und einer geschmeidigeren Mobilität. Katjas Eindruck: Solche drastischen Forderungen dürfe sie als Frau gar nicht formulieren, das werde ihr nicht zugestanden.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://twitter.com/kkklawitter?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katja Diehl,</a> Aktivistin, Autorin, Netzwerkerin. Ihr Buch <a href="https://www.fischerverlage.de/buch/katja-diehl-autokorrektur-mobilitaet-fuer-eine-lebenswerte-welt-9783103971422?utm_source=google&amp;utm_medium=paid.search&amp;utm_campaign=2022-02-diehl&amp;utm_content=responsiv" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt“</a> ist erhältlich im Buchhandel des Vertrauens.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Katja Diehl streitet für eine andere Mobilität im Land. Genauer: Katja streitet dafür, dass jede:r im Land bessere Möglichkeiten hat, die eigene Mobilität frei zu gestalten. Und das heißt: Wir müssen über die Privilegien des Autos sprechen. Und da der Mensch die eigenen Privilegien immer nur besonders schwierig wahrnimmt, braucht eine Wende der Mobilität auch eine Schule der Wahrnehmung. Ein Feedback, das Katja auf ihr Buch bekommt, lautet: Vor deinem Buch habe ich die vielen Autos in meiner Stadt gar nicht gesehen. Jetzt stehen sie überall. Das Buch heißt „Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt“. Katja war in der <a href="https://open.spotify.com/episode/4EwacAqYRbvsfi7sNYKmoe" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Review 2021: Katja Diehl – Mobilität mit #autokorrektur</em></a> schon einmal als Streiterin für eine andere Mobilität hier im Podcast. Jetzt kehrt sie als Bestsellerautorin zurück.&nbsp;</p><p>Der blinden Flecken sind viele. Eine Auswahl: Alle fahren Auto. Dabei können 13 Millionen Erwachsene kein Auto nutzen. Alle wollen Auto fahren. Dabei nutzt ein erheblicher Anteil der Autofahrer:innen das Fahrzeug nur, weil die Alternativen schlechter sind, nämlich zu teuer, zu unsicher, zu gefährlich oder gar nicht vorhanden. Alle freuen sich, Auto fahren zu können. Nein, s.o.&nbsp;</p><p>Katja sagt: Wer Auto fahren will, soll das auch bitte tun. Wir sollten nur parallel die gleichen Möglichkeiten schaffen für die, die nicht Auto fahren wollen oder können. Also Radinfrastruktur, gerade auf dem Land. Gefühlte und tatsächliche Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr. Eine Verlagerung der Subventionen weg vom Autoverkehr hin zu allen Menschen, die Mobilität suchen und brauchen.&nbsp;</p><p>Katja reflektiert im Podcast auch darüber, wie ihr Geschlecht die Wahrnehmung ihrer Arbeit prägt. Heiner Monheim hatte hier im Podcast vor einigen Wochen gefordert, 90% der Autos in Deutschland zu verschrotten – im Interesse lebenswerterer Städte und einer geschmeidigeren Mobilität. Katjas Eindruck: Solche drastischen Forderungen dürfe sie als Frau gar nicht formulieren, das werde ihr nicht zugestanden.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://twitter.com/kkklawitter?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katja Diehl,</a> Aktivistin, Autorin, Netzwerkerin. Ihr Buch <a href="https://www.fischerverlage.de/buch/katja-diehl-autokorrektur-mobilitaet-fuer-eine-lebenswerte-welt-9783103971422?utm_source=google&amp;utm_medium=paid.search&amp;utm_campaign=2022-02-diehl&amp;utm_content=responsiv" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt“</a> ist erhältlich im Buchhandel des Vertrauens.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-87-Katja-Diehl-autokorrektur]]></link><guid isPermaLink="false">3af7c1fe-13ee-49b1-bc4b-82faae8b0afd</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e5d49e57-cfbb-48b6-891d-f031697ec4db/ggWzObbBWMsxhNMlXBMGD05b.jpg"/><pubDate>Thu, 17 Mar 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/8f56ee57-8af2-4e47-971d-f21836ffa292/folge-87-diehl.mp3" length="75807684" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:29</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>87</itunes:episode><podcast:episode>87</podcast:episode></item><item><title>#86 Ralf Fücks – Der Preis unserer Freiheit</title><itunes:title>#86 Ralf Fücks – Der Preis unserer Freiheit</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die kommenden Jahre werden von einem neuen Systemkonflikt zwischen autoritären Mächten und liberalen Demokratien geprägt sein. Dabei stehen wir ganz praktisch vor der Frage: Welchen Preis sind wir bereit, für unsere Freiheit zu bezahlen? Anlässlich des russischen Kriegs in der Ukraine eine Folge über die Zukunft von Krieg und Frieden. Die alte Weltordnung des Friedens, mehr erhofft als gewachsen seit den 90er Jahren, war nie vollendet. Aber wie die künftige Weltordnung aussehen wird, ist noch nicht ausgemacht, sagt Ralf Fücks, einer der Gründer und Köpfe des Zentrums liberale Moderne.&nbsp;</p><p>Vor uns liegt ein Zeitalter wachsender Turbulenzen und Spannungen. Die Frage ist, ob wir zurückfallen in eine Phase politischer, wirtschaftlicher und militärischer Rivalität von großen Machtblöcken, in der große Mächte sich auf Kosten anderer durchsetzen wollen. Zwei Mächte sind auf dem Plan: China und Russland treten revisionistisch auf und wollen eine neue nach ihren Vorstellungen schaffen, sind dabei von Gewaltbereitschaft geprägt.&nbsp;</p><p>„Frieden schaffen ohne Waffen“ schlägt sich gerade den Kopf an der Wirklichkeit blutig. Wir gehen in eine sehr konflikthafte Welt und wir müssen alles daransetzen, diese Konflikte so einzuhegen, dass sie nicht militärisch ausgetragen werden. Das heißt auch, dass wir unsere eigene Verteidigungsfähigkeit so stärken müssen, dass wir andere abschrecken können, die auf Gewalt als das Mittel der Politik setzen.&nbsp;Wer militärisch erpressbar ist, ist auch politisch erpressbar.&nbsp;</p><p>Gewaltbereite Mächte müssen gezwungen werden zu akzeptieren, dass sie nicht mit kriegerischen Mitteln durchkommen, dass sie sich auf politische und rechtliche Spielregeln und eine Zivilisierung von Konflikten einlassen müssen. Die Konflikte werden wir nicht aus der Welt schaffen können, schon gar nicht die Konflikte mit Mächten, die völlig andere Wertvorstellungen haben. Die russische Führung wie auch die chinesische Führung haben mit all dem, was für uns die Essenz liberaler Freiheit und Demokratie ausmacht, nicht viel am Hut: Das reicht von Meinungsfreiheit über unabhängige Gerichte, politischem Pluralismus, Gewaltenteilung bis hin zu Menschenrechten. Von diesem neuen Systemgegensatz wird die Welt in den kommenden Jahren immer stärker geprägt sein. Dafür müssen wir uns wehrhaft zeigen, um diesen Konflikt zu zivilisieren. Wir müssen Diplomatie erzwingen.&nbsp;</p><p>Ist Freiheit zu verwundbar – gerade weil sie freiheitlich ist? Die Frage geht zuallererst an uns selbst, sagt Ralf. Wie wertvoll sind uns unsere zivilisatorischen Fortschritte? Sind wir bereit, Opfer zu bringen für die Verteidigung der Freiheit?</p><p>Wir müssen bereit sein, einen Preis für die Verteidigung der Demokratie zu zahlen, zuhause und international. Nach Ralfs Einschätzung ist das der Kern der Debatte um einen Importstopp für russisches Gas. Sind wir bereit, diesen Preis zu zahlen, auch wenn es hart wird? Oder sind wir dazu nicht bereit – und lassen die Ukrainer diesen Preis mit ihrem Leben bezahlen? Eine schwierige Abwägung. In der Ukraine tobt ein Kampf, der uns unmittelbar betrifft, nämlich um die künftige europäische Ordnung. Fallen wir in das Recht des stärkeren zurück oder verteidigen wir eine Ordnung, die auf dem Völkerrecht beruht, auf der Anerkennung von Grenzen, auf dem Selbstbestimmungsrecht von Völkern? Wenn wir nicht bereit sind, diese Ordnung heute zu verteidigen, dann könnte es sein, dass wir künftig einen sehr viel höheren Preis bezahlen müssen: Den Preis unserer Freiheit. Zu welchen Opfern sind wir notfalls bereit gegenüber einer aggressiven Macht, die Europa jetzt herausfordert? Indem wir jeden Tag mehrere 100 Millionen € für russisches Gas und Öl an Russland zahlen, sind wir hier mit verantwortlich.&nbsp;</p><p>Der Konsens einer weltweiten Ordnung ist einseitig aufgekündigt. Putin ist nicht singulär; hinter dem aktuellen Krieg steht der Konflikt zwischen autoritären Mächten und liberalen Demokratien. China, Russland, Iran akzeptieren universalistische Werte nicht mehr, die zum Beispiel in der Charta der UN, in völkerrechtlichen Normen und Verträgen festgelegt sind, wie dem Pariser Klimaabkommen. Der Konsens ist aufgekündigt. Und wir stehen im Konflikt darüber, wie die Weltordnung künftig gestaltet werden soll.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://twitter.com/fuecks?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ralf Fücks</a>, Gründer und Kopf des <a href="https://libmod.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Zentrum liberale Moderne</a>, gemeinsam mit <a href="https://twitter.com/MarieluiseBeck?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marieluise Beck</a>. Zuvor war Ralf Fücks 21 Jahre Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die kommenden Jahre werden von einem neuen Systemkonflikt zwischen autoritären Mächten und liberalen Demokratien geprägt sein. Dabei stehen wir ganz praktisch vor der Frage: Welchen Preis sind wir bereit, für unsere Freiheit zu bezahlen? Anlässlich des russischen Kriegs in der Ukraine eine Folge über die Zukunft von Krieg und Frieden. Die alte Weltordnung des Friedens, mehr erhofft als gewachsen seit den 90er Jahren, war nie vollendet. Aber wie die künftige Weltordnung aussehen wird, ist noch nicht ausgemacht, sagt Ralf Fücks, einer der Gründer und Köpfe des Zentrums liberale Moderne.&nbsp;</p><p>Vor uns liegt ein Zeitalter wachsender Turbulenzen und Spannungen. Die Frage ist, ob wir zurückfallen in eine Phase politischer, wirtschaftlicher und militärischer Rivalität von großen Machtblöcken, in der große Mächte sich auf Kosten anderer durchsetzen wollen. Zwei Mächte sind auf dem Plan: China und Russland treten revisionistisch auf und wollen eine neue nach ihren Vorstellungen schaffen, sind dabei von Gewaltbereitschaft geprägt.&nbsp;</p><p>„Frieden schaffen ohne Waffen“ schlägt sich gerade den Kopf an der Wirklichkeit blutig. Wir gehen in eine sehr konflikthafte Welt und wir müssen alles daransetzen, diese Konflikte so einzuhegen, dass sie nicht militärisch ausgetragen werden. Das heißt auch, dass wir unsere eigene Verteidigungsfähigkeit so stärken müssen, dass wir andere abschrecken können, die auf Gewalt als das Mittel der Politik setzen.&nbsp;Wer militärisch erpressbar ist, ist auch politisch erpressbar.&nbsp;</p><p>Gewaltbereite Mächte müssen gezwungen werden zu akzeptieren, dass sie nicht mit kriegerischen Mitteln durchkommen, dass sie sich auf politische und rechtliche Spielregeln und eine Zivilisierung von Konflikten einlassen müssen. Die Konflikte werden wir nicht aus der Welt schaffen können, schon gar nicht die Konflikte mit Mächten, die völlig andere Wertvorstellungen haben. Die russische Führung wie auch die chinesische Führung haben mit all dem, was für uns die Essenz liberaler Freiheit und Demokratie ausmacht, nicht viel am Hut: Das reicht von Meinungsfreiheit über unabhängige Gerichte, politischem Pluralismus, Gewaltenteilung bis hin zu Menschenrechten. Von diesem neuen Systemgegensatz wird die Welt in den kommenden Jahren immer stärker geprägt sein. Dafür müssen wir uns wehrhaft zeigen, um diesen Konflikt zu zivilisieren. Wir müssen Diplomatie erzwingen.&nbsp;</p><p>Ist Freiheit zu verwundbar – gerade weil sie freiheitlich ist? Die Frage geht zuallererst an uns selbst, sagt Ralf. Wie wertvoll sind uns unsere zivilisatorischen Fortschritte? Sind wir bereit, Opfer zu bringen für die Verteidigung der Freiheit?</p><p>Wir müssen bereit sein, einen Preis für die Verteidigung der Demokratie zu zahlen, zuhause und international. Nach Ralfs Einschätzung ist das der Kern der Debatte um einen Importstopp für russisches Gas. Sind wir bereit, diesen Preis zu zahlen, auch wenn es hart wird? Oder sind wir dazu nicht bereit – und lassen die Ukrainer diesen Preis mit ihrem Leben bezahlen? Eine schwierige Abwägung. In der Ukraine tobt ein Kampf, der uns unmittelbar betrifft, nämlich um die künftige europäische Ordnung. Fallen wir in das Recht des stärkeren zurück oder verteidigen wir eine Ordnung, die auf dem Völkerrecht beruht, auf der Anerkennung von Grenzen, auf dem Selbstbestimmungsrecht von Völkern? Wenn wir nicht bereit sind, diese Ordnung heute zu verteidigen, dann könnte es sein, dass wir künftig einen sehr viel höheren Preis bezahlen müssen: Den Preis unserer Freiheit. Zu welchen Opfern sind wir notfalls bereit gegenüber einer aggressiven Macht, die Europa jetzt herausfordert? Indem wir jeden Tag mehrere 100 Millionen € für russisches Gas und Öl an Russland zahlen, sind wir hier mit verantwortlich.&nbsp;</p><p>Der Konsens einer weltweiten Ordnung ist einseitig aufgekündigt. Putin ist nicht singulär; hinter dem aktuellen Krieg steht der Konflikt zwischen autoritären Mächten und liberalen Demokratien. China, Russland, Iran akzeptieren universalistische Werte nicht mehr, die zum Beispiel in der Charta der UN, in völkerrechtlichen Normen und Verträgen festgelegt sind, wie dem Pariser Klimaabkommen. Der Konsens ist aufgekündigt. Und wir stehen im Konflikt darüber, wie die Weltordnung künftig gestaltet werden soll.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://twitter.com/fuecks?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ralf Fücks</a>, Gründer und Kopf des <a href="https://libmod.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Zentrum liberale Moderne</a>, gemeinsam mit <a href="https://twitter.com/MarieluiseBeck?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marieluise Beck</a>. Zuvor war Ralf Fücks 21 Jahre Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-86-Ralf-Fuecks-Der-Preis-unserer-Freiheit]]></link><guid isPermaLink="false">a880dd9a-bca1-4a76-8d12-565925fedb2a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/9ce725e9-4fbd-4453-b391-a48769ee1807/mUwOFLMYo9LCQsLYQLZuZ4lK.jpg"/><pubDate>Thu, 10 Mar 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/4c7f4af0-c54f-4d0a-bda1-3ec2c69c2a26/fuecks-09-03-22-15-11.mp3" length="70671802" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:48</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>86</itunes:episode><podcast:episode>86</podcast:episode></item><item><title>#85 Abt Notker – Ohnmacht und Menschlichkeit in Zeiten des Krieges</title><itunes:title>#85 Abt Notker – Ohnmacht und Menschlichkeit in Zeiten des Krieges</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Außergewöhnliche Zeiten erfordern besondere Podcastfolgen. Aus Anlass des russischen Kriegs in der Ukraine ein Gespräch über unsere Angst und Ohnmacht, über das Gebot der Menschlichkeit und den Erhalt unserer optimistischen Haltung. Zu Gast ist Abt Notker aus dem Kloster St. Ottilien, lange Jahre als Abtprimas oberster Repräsentant der Benediktiner.</p><p>Abt Notker sagt: Wir müssen unsere Angst konfrontieren. Die Ängste müssen raus, wir sollen darüber sprechen. Indem wir uns Raum geben, die Angst zu äußern, nehmen wir uns die Freiheit, ins Handeln zu kommen. Gerade weil ich weiß, dass die Welt nicht perfekt ist, lasse ich mich nicht niederziehen. Ob die Angst uns unsere positive Grundhaltung nehmen kann, hat auch mit unseren Erwartungen zu tun. Abt Notker sagt: Bei mir gehört zum glücklichen Leben auch, dass ich Unangenehmes aushalten kann.&nbsp;</p><p>Wir erleben den russischen Krieg in der Ukraine als ein schreckliches Ereignis, das uns machtlos macht. Eine Erfahrung der Ohnmacht. Abt Notker sagt: Der Gedanke, wir könnten alles kontrollieren und als Menschheit auch moralisch immer besser werden, führt in die Irre. Wir haben so vieles im Leben nicht in der Hand. Hinzu kommt ein weiteres: Wollen wir wirklich den russischen Aggressoren auch die Herrschaft über unsere Emotion geben? Oder sagen wir: Ihr wollt meine Angst, aber Ihr bekommt sie nicht?</p><p>Was gebietet die Menschlichkeit angesichts dieser Krise? Flüchtlinge aufzunehmen, aber auch ganz alltäglich aufeinander zu achten. Wenn jemand zu viel Angst hat, sollen wir einander zuhören, einander Gelegenheit geben, das Herz auszuschütten, dann kommen wir wieder ins Handeln.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Abt Notker, Benediktinermönch aus St. Ottilien, u. a. 16 Jahre als Abtprimas oberster Repräsentant der Benediktiner weltweit.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Außergewöhnliche Zeiten erfordern besondere Podcastfolgen. Aus Anlass des russischen Kriegs in der Ukraine ein Gespräch über unsere Angst und Ohnmacht, über das Gebot der Menschlichkeit und den Erhalt unserer optimistischen Haltung. Zu Gast ist Abt Notker aus dem Kloster St. Ottilien, lange Jahre als Abtprimas oberster Repräsentant der Benediktiner.</p><p>Abt Notker sagt: Wir müssen unsere Angst konfrontieren. Die Ängste müssen raus, wir sollen darüber sprechen. Indem wir uns Raum geben, die Angst zu äußern, nehmen wir uns die Freiheit, ins Handeln zu kommen. Gerade weil ich weiß, dass die Welt nicht perfekt ist, lasse ich mich nicht niederziehen. Ob die Angst uns unsere positive Grundhaltung nehmen kann, hat auch mit unseren Erwartungen zu tun. Abt Notker sagt: Bei mir gehört zum glücklichen Leben auch, dass ich Unangenehmes aushalten kann.&nbsp;</p><p>Wir erleben den russischen Krieg in der Ukraine als ein schreckliches Ereignis, das uns machtlos macht. Eine Erfahrung der Ohnmacht. Abt Notker sagt: Der Gedanke, wir könnten alles kontrollieren und als Menschheit auch moralisch immer besser werden, führt in die Irre. Wir haben so vieles im Leben nicht in der Hand. Hinzu kommt ein weiteres: Wollen wir wirklich den russischen Aggressoren auch die Herrschaft über unsere Emotion geben? Oder sagen wir: Ihr wollt meine Angst, aber Ihr bekommt sie nicht?</p><p>Was gebietet die Menschlichkeit angesichts dieser Krise? Flüchtlinge aufzunehmen, aber auch ganz alltäglich aufeinander zu achten. Wenn jemand zu viel Angst hat, sollen wir einander zuhören, einander Gelegenheit geben, das Herz auszuschütten, dann kommen wir wieder ins Handeln.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Abt Notker, Benediktinermönch aus St. Ottilien, u. a. 16 Jahre als Abtprimas oberster Repräsentant der Benediktiner weltweit.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-85-Zeiten-des-Krieges-Abt-Notker]]></link><guid isPermaLink="false">460c7fb6-a1ce-40de-9a1c-9b45c2c22bdc</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3c05d4d5-08d8-4c3c-97a2-8591361a1577/l-AXvhkAIFrKTr3QY-xDuxvR.jpg"/><pubDate>Thu, 03 Mar 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/73ed906d-7b33-47af-9d87-f354ee714463/folge-85-abt-notker-wolf.mp3" length="53028908" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>27:37</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>85</itunes:episode><podcast:episode>85</podcast:episode></item><item><title>#84 Wir machen mal die Energiewende klar – Christoph Ostermann</title><itunes:title>#84 Wir machen mal die Energiewende klar – Christoph Ostermann</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Machen wir mal eben die Energiewende klar. Wird die Energielandschaft in zehn Jahren anders aussehen als heute? Das wissen wir noch nicht. Aber sie muss. Sagt Christoph Ostermann, Gründer und langjähriger CEO von Sonnen und damit ein Wegbereiter für erneuerbare Energien in Deutschland.&nbsp;</p><p>In wenigen Jahren sollten wir bei 100% erneuerbaren Energie sein. Auf diesem Weg haben wir kein Innovationsproblem, sondern ein Installationsproblem. Die Energiewende hängt vor allem daran, dass wir schneller genehmigen und bauen. Dass wir es überhaupt wollen. Stichwort Windräder: Es rechnet sich, sie aufzustellen und zu betreiben. Punkt. Aber doch bitte nicht in meinem Garten… Und am Ende hängt die Energiewende auch daran, ob wir überhaupt ausreichend Handwerker haben, um alle die notwendigen Arbeiten auszuführen.&nbsp;</p><p>Aus aktuellem Anlass bei Christoph nachgefragt: Sind Atomkraft und Gas nachhaltig? Lächerlich.&nbsp;</p><p>Wird Energie am Ende mehr kosten? Wahrscheinlich ja, nimmt Christoph an. Ob das allerdings auch volkswirtschaftlich höhere Kosten sind, oder ob nur die Transparenz steigt, also die unmittelbaren Kosten steigen, aber die steuerfinanzierten Subventionen sinken? Das ist noch offen. Eine Vollkostenrechnung für die Stromerzeugung steht noch aus. Jedenfalls, sagt Christoph, war es ein cleverer Taschenspielertrick der Gegner erneuerbarer Energien, die EEG-Umlage direkt auf den Strompreis aufzuschlagen. So wird eine Sichtbarkeit von Mehrkosten erzeugt, die letztlich nur eine scheinbare ist. Schon heute ist Strom aus erneuerbaren Quellen günstiger.&nbsp;</p><p>Können wir überhaupt 100% erneuerbar? Wir haben womöglich nicht genug Räume in Deutschland, nicht die klimatischen Bedingungen, sind zu dicht besiedelt und haben große Belastungsspitzen. Da wird es schwierig, allein aus uns heraus erneuerbar zu werden. Christoph sagt, wir müssen das Thema international denken, mindestens europäisch, wenn nicht global.&nbsp;</p><p>Parallel wird sich die Branche weiter wandeln, hin zu dezentraler Versorgung, Netzwerken und Prosumern. Die Zeit der großen Konzerne muss dabei nicht vorbei sein. Sie haben die Chance, auch in einer neuen Energiewelt eine Rolle zu spielen. Christoph ist sich nur nicht sicher, ob die Konzerne schnell genug sind. Der Druck für die Großen ist groß. Was sie gemacht haben und konnten, ist: Nichts zu tun; damit bloß nichts falsch läuft. Vor weniger als zehn Jahren haben die Energieriesen das Thema Solar noch für irrelevant erklärt. Inzwischen hat Shell Christophs Unternehmen Sonnen gekauft, weil auch einem Konzern wie Shell klar ist, dass er den Wandel einleiten muss, dass es sonst kein Überleben gibt. Es darf hier, sagt Christoph, auch keine Berührungsängste geben. Jeder, der was tut und nicht nur redet, muss am Tisch der Energiewende willkommen sein.&nbsp;</p><p>Um Versorgungssicherheit zu gewährleisten, werden wir die künftige Energielandschaft am absoluten Minimum ausrichten müssen, das wir immer brauchen. Ein Ergebnis: Wir werden meistens viel zu viel Strom haben. Viel zu viel. Unser europäisches Leben wird das nicht grundlegend ändern, sagt Christoph. Aber das ist vor allem eine gute Nachricht für die vielen Entwicklungs- und Schwellenländern, die heute noch nicht umfassend elektrifiziert sind. Das bringt Wohlstand in Regionen, die ihn heute noch nicht haben.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/christoph-ostermann-bb804976/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christoph Ostermann</a>, Investor und Unternehmer, Vorreiter der erneuerbaren Energie in Deutschland, Gründer und langjähriger <a href="https://sonnen.de/deine-energiezukunft/?utm_source=google&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_campaign=de_sem_de_so_search_sonnen_felix_branding_ex&amp;gclid=Cj0KCQiA09eQBhCxARIsAAYRiymVpGZBdNjASSffUzs7Wu5g8-fGOdqu-8kJjLV1NUTSXGzDpLWE2HMaAhK_EALw_wcB" rel="noopener noreferrer" target="_blank">CEO von Sonnen</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Machen wir mal eben die Energiewende klar. Wird die Energielandschaft in zehn Jahren anders aussehen als heute? Das wissen wir noch nicht. Aber sie muss. Sagt Christoph Ostermann, Gründer und langjähriger CEO von Sonnen und damit ein Wegbereiter für erneuerbare Energien in Deutschland.&nbsp;</p><p>In wenigen Jahren sollten wir bei 100% erneuerbaren Energie sein. Auf diesem Weg haben wir kein Innovationsproblem, sondern ein Installationsproblem. Die Energiewende hängt vor allem daran, dass wir schneller genehmigen und bauen. Dass wir es überhaupt wollen. Stichwort Windräder: Es rechnet sich, sie aufzustellen und zu betreiben. Punkt. Aber doch bitte nicht in meinem Garten… Und am Ende hängt die Energiewende auch daran, ob wir überhaupt ausreichend Handwerker haben, um alle die notwendigen Arbeiten auszuführen.&nbsp;</p><p>Aus aktuellem Anlass bei Christoph nachgefragt: Sind Atomkraft und Gas nachhaltig? Lächerlich.&nbsp;</p><p>Wird Energie am Ende mehr kosten? Wahrscheinlich ja, nimmt Christoph an. Ob das allerdings auch volkswirtschaftlich höhere Kosten sind, oder ob nur die Transparenz steigt, also die unmittelbaren Kosten steigen, aber die steuerfinanzierten Subventionen sinken? Das ist noch offen. Eine Vollkostenrechnung für die Stromerzeugung steht noch aus. Jedenfalls, sagt Christoph, war es ein cleverer Taschenspielertrick der Gegner erneuerbarer Energien, die EEG-Umlage direkt auf den Strompreis aufzuschlagen. So wird eine Sichtbarkeit von Mehrkosten erzeugt, die letztlich nur eine scheinbare ist. Schon heute ist Strom aus erneuerbaren Quellen günstiger.&nbsp;</p><p>Können wir überhaupt 100% erneuerbar? Wir haben womöglich nicht genug Räume in Deutschland, nicht die klimatischen Bedingungen, sind zu dicht besiedelt und haben große Belastungsspitzen. Da wird es schwierig, allein aus uns heraus erneuerbar zu werden. Christoph sagt, wir müssen das Thema international denken, mindestens europäisch, wenn nicht global.&nbsp;</p><p>Parallel wird sich die Branche weiter wandeln, hin zu dezentraler Versorgung, Netzwerken und Prosumern. Die Zeit der großen Konzerne muss dabei nicht vorbei sein. Sie haben die Chance, auch in einer neuen Energiewelt eine Rolle zu spielen. Christoph ist sich nur nicht sicher, ob die Konzerne schnell genug sind. Der Druck für die Großen ist groß. Was sie gemacht haben und konnten, ist: Nichts zu tun; damit bloß nichts falsch läuft. Vor weniger als zehn Jahren haben die Energieriesen das Thema Solar noch für irrelevant erklärt. Inzwischen hat Shell Christophs Unternehmen Sonnen gekauft, weil auch einem Konzern wie Shell klar ist, dass er den Wandel einleiten muss, dass es sonst kein Überleben gibt. Es darf hier, sagt Christoph, auch keine Berührungsängste geben. Jeder, der was tut und nicht nur redet, muss am Tisch der Energiewende willkommen sein.&nbsp;</p><p>Um Versorgungssicherheit zu gewährleisten, werden wir die künftige Energielandschaft am absoluten Minimum ausrichten müssen, das wir immer brauchen. Ein Ergebnis: Wir werden meistens viel zu viel Strom haben. Viel zu viel. Unser europäisches Leben wird das nicht grundlegend ändern, sagt Christoph. Aber das ist vor allem eine gute Nachricht für die vielen Entwicklungs- und Schwellenländern, die heute noch nicht umfassend elektrifiziert sind. Das bringt Wohlstand in Regionen, die ihn heute noch nicht haben.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/christoph-ostermann-bb804976/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christoph Ostermann</a>, Investor und Unternehmer, Vorreiter der erneuerbaren Energie in Deutschland, Gründer und langjähriger <a href="https://sonnen.de/deine-energiezukunft/?utm_source=google&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_campaign=de_sem_de_so_search_sonnen_felix_branding_ex&amp;gclid=Cj0KCQiA09eQBhCxARIsAAYRiymVpGZBdNjASSffUzs7Wu5g8-fGOdqu-8kJjLV1NUTSXGzDpLWE2HMaAhK_EALw_wcB" rel="noopener noreferrer" target="_blank">CEO von Sonnen</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-84-Energiewende-Christoph-Ostermann]]></link><guid isPermaLink="false">7b937b31-1e1e-4ae4-ad2d-25efe984bcd2</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/cca6cd5b-dc69-418b-98ad-051abfdb8de5/LT2TC8cJume34Hde7MN5c1B2.jpg"/><pubDate>Thu, 24 Feb 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/36ab1d37-d63a-4fbe-a826-7bfce9928b87/folge-84-ostermann-k-rzer.mp3" length="76663665" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:56</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>84</itunes:episode><podcast:episode>84</podcast:episode></item><item><title>#83 Nachhaltigkeit hands on: Gastronomie - Patrick Diehr</title><itunes:title>#83 Nachhaltigkeit hands on: Gastronomie - Patrick Diehr</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Diese Folge macht Appetit. Und wer auch nur die Spur einer Kochleidenschaft in sich trägt, wird sofort in die Küche wollen. Und ganz nebenbei erleben wir ein Lehrstück in Sachen Nachhaltigkeit. Inspiration mit Sahne, sozusagen. Veganer Sahne, versteht sich.</p><p>Patrick Diehr ist Koch, Gastronom und Caterer im schönen Schleswig-Holstein. Sein jüngstes Baby ist Elementum Catering, ein weitest möglich nachhaltiger Catering Service. Kochen ohne Strom, Recycling auf allen Ebenen, konsequent regionale Produkte, Gemüse wird im Keller gelagert und in der Asche gegart, die Geräte sind alle schon gebraucht und werden wieder verwendet, die Gäste sortieren den Müll selbst, Tische und Stühle - bis hin zur Visitenkarte hat Patrick mit seinem Team jedes Detail angefasst und einen Weg gesucht, wie er das nachhaltiger anbieten kann. Hier gibt es keine Hochglanz-Visitenkarten mehr, sondern einen Kohlestempel auf ein Stück Pappe. Die Berufsbekleidung kommt als Recycling von der Bundeswehr. Oder das T-Shirt wird mit Kreidespray beschriftet. Alles in allem 95% weniger CO2-Ausstoß.</p><p>Die Begeisterung, die Gänsehaut, mit der Patrick von seinem Produkt erzählt, muss man hören. Und sich anstecken lassen. Kochen ohne Zitrone? Wer sich in der Natur auskennt, kann frühreife Johannisbeeren nutzen. Fleur de sel kann auch von der Kieler Förde kommen. Fermentierte Bohnen machen auch in Schleswig-Holstein eine Sojasauce. Und Strandkohl! Strandkohl schmeckt wie Broccoli, einfach ernten bitte.</p><p>In jedem Garten stehen jede Menge Pflanzen, die wir essen können, sagt Patrick. Er sagt auch: Wir sind am Anfang eines Weges, wir müssen lernen, lernen, lernen. Auch voneinander – das Konzept von Elementum ist ausdrücklich zur Nachahmung empfohlen. Einfach anrufen, Patrick hilft beim Kopieren.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong> </p><blockquote>Patrick Diehr, Koch, Gastronom und Caterer. Patrick ist der Gründer von <a href="https://www.elementum-catering.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Elementum Catering</a>. Auf der Webseite findet sich auch der Film zu den sieben Geboten von Elementum. <a href="http://www.koch-fabrik.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.koch-fabrik.com</a></blockquote>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Diese Folge macht Appetit. Und wer auch nur die Spur einer Kochleidenschaft in sich trägt, wird sofort in die Küche wollen. Und ganz nebenbei erleben wir ein Lehrstück in Sachen Nachhaltigkeit. Inspiration mit Sahne, sozusagen. Veganer Sahne, versteht sich.</p><p>Patrick Diehr ist Koch, Gastronom und Caterer im schönen Schleswig-Holstein. Sein jüngstes Baby ist Elementum Catering, ein weitest möglich nachhaltiger Catering Service. Kochen ohne Strom, Recycling auf allen Ebenen, konsequent regionale Produkte, Gemüse wird im Keller gelagert und in der Asche gegart, die Geräte sind alle schon gebraucht und werden wieder verwendet, die Gäste sortieren den Müll selbst, Tische und Stühle - bis hin zur Visitenkarte hat Patrick mit seinem Team jedes Detail angefasst und einen Weg gesucht, wie er das nachhaltiger anbieten kann. Hier gibt es keine Hochglanz-Visitenkarten mehr, sondern einen Kohlestempel auf ein Stück Pappe. Die Berufsbekleidung kommt als Recycling von der Bundeswehr. Oder das T-Shirt wird mit Kreidespray beschriftet. Alles in allem 95% weniger CO2-Ausstoß.</p><p>Die Begeisterung, die Gänsehaut, mit der Patrick von seinem Produkt erzählt, muss man hören. Und sich anstecken lassen. Kochen ohne Zitrone? Wer sich in der Natur auskennt, kann frühreife Johannisbeeren nutzen. Fleur de sel kann auch von der Kieler Förde kommen. Fermentierte Bohnen machen auch in Schleswig-Holstein eine Sojasauce. Und Strandkohl! Strandkohl schmeckt wie Broccoli, einfach ernten bitte.</p><p>In jedem Garten stehen jede Menge Pflanzen, die wir essen können, sagt Patrick. Er sagt auch: Wir sind am Anfang eines Weges, wir müssen lernen, lernen, lernen. Auch voneinander – das Konzept von Elementum ist ausdrücklich zur Nachahmung empfohlen. Einfach anrufen, Patrick hilft beim Kopieren.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong> </p><blockquote>Patrick Diehr, Koch, Gastronom und Caterer. Patrick ist der Gründer von <a href="https://www.elementum-catering.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Elementum Catering</a>. Auf der Webseite findet sich auch der Film zu den sieben Geboten von Elementum. <a href="http://www.koch-fabrik.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.koch-fabrik.com</a></blockquote>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-83-Nachhaltigkeit-Patrick-Diehr]]></link><guid isPermaLink="false">dd921283-44df-4ec5-aa25-12e2ac89e71d</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/6c5ad616-ae18-45e0-87a9-f23a5aaeb458/KZc2X3X9RzwFk1FI5L1X7wQZ.jpg"/><pubDate>Thu, 17 Feb 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/87e491c4-af32-4de5-aa11-4380ee6c6e58/folge-83-diehr.mp3" length="71623077" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:18</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>83</itunes:episode><podcast:episode>83</podcast:episode></item><item><title>#82 Nachhaltigkeit hands on: Tourismus – Hubertus Wichmann</title><itunes:title>#82 Nachhaltigkeit hands on: Tourismus – Hubertus Wichmann</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ohne Nachhaltigkeit wird es in zehn Jahren keinen nennenswerten wirtschaftlichen Erfolg mehr geben, auch im Tourismus nicht. Im Gespräch bei Michael Carl ist Hubertus Wichmann, Destinationsentwickler und Tourismus-Praktiker. Er sagt: Nachhaltigkeit ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn – für Gäste, für Hoteliers, für touristische Orte. Mit Michael Carl hat er darüber gesprochen, wie der Weg zu mehr Nachhaltigkeit ganz praktisch aussieht.</p><p>Die erste Erfahrung: Nachhaltigkeit ist kein statischer Zustand, sondern ein dynamischer Lernprozess. Hubertus erlebt immer wieder, dass gerade die Gäste es schätzen, wenn Hotels ihre Lernprozesse transparent machen, konkrete Schritte zu mehr Nachhaltigkeit einfach im Echtbetrieb testen und lernen. Das genaue Gegenstück zu einer allzu glatten Perfektion oder einer allzu harten Prozessoptimierung. Außerdem sind gerade die Gäste eine Quelle für neue Ideen, die sich gerne in kreative Prozesse einbeziehen lassen.&nbsp;</p><p>Der zweite Schritt: Einfach machen. Hubertus beschreibt, wie Kreislaufwirtschaft ganz konkret wird. Nachhaltigen Kaffee beziehen und selber mahlen; das Kaffeemehl dient anschließend als Nährboden für die hauseigene Pilzzucht, bevor es im dritten Schritt als Dünger im Garten ausgebracht wird. Mit Brauchwasseranlagen hat er den Wasserverbrauch in einer Anlage von 120 Liter auf elf Liter pro Kopf und Tag gesenkt. Die Nachhaltigkeit beginnt schon im Bau, bei der Auswahl der Materialien und der Bauweise.&nbsp;</p><p>Für Hubertus ist der nächste Schritt der entscheidende: Nachhaltiger Tourismus führt nicht zu isolierten Hotelprojekten an irgendwelchen Orten. Wirklich nachhaltiger Tourismus bezieht auch das gesamte soziale Umfeld der Destination mit ein. Was sind die Bedürfnisse, was die Stärken einer Kommune? Was sind die Ergebnisse von Bürgerworkshops vor Ort? Natürlich, viele Kommunen wollen vom Tourismus leben. Die zentrale Frage dabei aber ist: Wie?&nbsp;</p><p>Nachhaltiger Tourismus sieht entsprechend an jedem Ort anders aus. Beteiligungsprozesse können immer wieder auch dazu führen dass sich ein Projekt an einem Ort nicht realisieren lässt. Eine freundliche Umschreibung für die Perspektive, dass die großen standardisierten touristischen Zentren in den kommenden Jahren massive Schwierigkeiten bekommen werden.&nbsp;</p><p>Kann das schiefgehen? Ja, sagt Hubertus. Wenn wir den ersten Schritt nicht gehen. Letztlich handelt es sich bei der Nachhaltigkeit im Tourismus um eine Frage des Mindsets. Der entscheidende Schritt ist nicht der abschließende, große, sondern der erste, kleine. So geht Nachhaltigkeit.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/hubertus-wichmann-84b32435/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hubertus Wichmann</a>, Destinationsentwickler, Hotelbetreiber, Koch.&nbsp;<a href="http://www.bionaturresort.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.bionaturresort.com</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ohne Nachhaltigkeit wird es in zehn Jahren keinen nennenswerten wirtschaftlichen Erfolg mehr geben, auch im Tourismus nicht. Im Gespräch bei Michael Carl ist Hubertus Wichmann, Destinationsentwickler und Tourismus-Praktiker. Er sagt: Nachhaltigkeit ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn – für Gäste, für Hoteliers, für touristische Orte. Mit Michael Carl hat er darüber gesprochen, wie der Weg zu mehr Nachhaltigkeit ganz praktisch aussieht.</p><p>Die erste Erfahrung: Nachhaltigkeit ist kein statischer Zustand, sondern ein dynamischer Lernprozess. Hubertus erlebt immer wieder, dass gerade die Gäste es schätzen, wenn Hotels ihre Lernprozesse transparent machen, konkrete Schritte zu mehr Nachhaltigkeit einfach im Echtbetrieb testen und lernen. Das genaue Gegenstück zu einer allzu glatten Perfektion oder einer allzu harten Prozessoptimierung. Außerdem sind gerade die Gäste eine Quelle für neue Ideen, die sich gerne in kreative Prozesse einbeziehen lassen.&nbsp;</p><p>Der zweite Schritt: Einfach machen. Hubertus beschreibt, wie Kreislaufwirtschaft ganz konkret wird. Nachhaltigen Kaffee beziehen und selber mahlen; das Kaffeemehl dient anschließend als Nährboden für die hauseigene Pilzzucht, bevor es im dritten Schritt als Dünger im Garten ausgebracht wird. Mit Brauchwasseranlagen hat er den Wasserverbrauch in einer Anlage von 120 Liter auf elf Liter pro Kopf und Tag gesenkt. Die Nachhaltigkeit beginnt schon im Bau, bei der Auswahl der Materialien und der Bauweise.&nbsp;</p><p>Für Hubertus ist der nächste Schritt der entscheidende: Nachhaltiger Tourismus führt nicht zu isolierten Hotelprojekten an irgendwelchen Orten. Wirklich nachhaltiger Tourismus bezieht auch das gesamte soziale Umfeld der Destination mit ein. Was sind die Bedürfnisse, was die Stärken einer Kommune? Was sind die Ergebnisse von Bürgerworkshops vor Ort? Natürlich, viele Kommunen wollen vom Tourismus leben. Die zentrale Frage dabei aber ist: Wie?&nbsp;</p><p>Nachhaltiger Tourismus sieht entsprechend an jedem Ort anders aus. Beteiligungsprozesse können immer wieder auch dazu führen dass sich ein Projekt an einem Ort nicht realisieren lässt. Eine freundliche Umschreibung für die Perspektive, dass die großen standardisierten touristischen Zentren in den kommenden Jahren massive Schwierigkeiten bekommen werden.&nbsp;</p><p>Kann das schiefgehen? Ja, sagt Hubertus. Wenn wir den ersten Schritt nicht gehen. Letztlich handelt es sich bei der Nachhaltigkeit im Tourismus um eine Frage des Mindsets. Der entscheidende Schritt ist nicht der abschließende, große, sondern der erste, kleine. So geht Nachhaltigkeit.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/hubertus-wichmann-84b32435/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hubertus Wichmann</a>, Destinationsentwickler, Hotelbetreiber, Koch.&nbsp;<a href="http://www.bionaturresort.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.bionaturresort.com</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-82-Nachhaltigkeit-Hubertus-Wichmann]]></link><guid isPermaLink="false">9bdcf3ba-9c16-4c45-a824-30427f4c87f5</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e65cb333-269e-4fd6-9fb3-867dcb023953/g9MDgT3-kxqBwxqEpOlPeMl8.jpg"/><pubDate>Thu, 10 Feb 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/b301b01c-6ff6-434c-a3d0-889af7890e10/folge-82-wichmann.mp3" length="74856409" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:59</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>82</itunes:episode><podcast:episode>82</podcast:episode></item><item><title>#81 Eva Maria Welskop-Deffaa – Die Caritas und die Zukunft der Arbeit</title><itunes:title>#81 Eva Maria Welskop-Deffaa – Die Caritas und die Zukunft der Arbeit</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Arbeit wandelt sich, schnell und grundlegend. Aber wohin? Eva Maria Welskop-Deffaa, frisch gewählte Präsidentin des Caritasverbands, beschreibt Arbeit vor allem als Beziehung: Beziehung zum Produkt, zum Team, zum Kunden, zum Rohstoff, zu den Räumen. Auf jeder dieser Ebenen wirken sich Globalisierung und Digitalisierung aus. Kurzum: Arbeit wandelt sich auf allen Ebenen, ob wir wollen oder nicht. Und: Ob wir können oder nicht. Die Zukunft der Arbeit ist viel eher eine Frage des Müssens. So wie auch die Caritas es in der Pandemie erlebt hat. Aus dem Plan, digitale Tools in der Pflege in Ruhe und wohl bedacht einzuführen, wurde an vielen Stellen die Notwendigkeit, schnell Lösungen umsetzen zu müssen. Das setzt das System insgesamt unter Stress, schafft Unruhe und strengt an.&nbsp;</p><p>Insgesamt, so Evas Einschätzung, brauchen wir vor allem Zeit, um die Arbeit der Zukunft zu gestalten. Wir werden diese Zeit allerdings nicht bekommen. Was wir daher brauchen, ist Resilienz. Denn das Thema Arbeit wird immer wichtiger werden. Wir werden in zehn Jahren noch mehr als heute eine Arbeitsgesellschaft sein, das müssen wir gestalten.&nbsp;</p><p>Die Caritas hat auf vielen Ebenen mit einem Mangel an Fachkräften zu tun. Eine gute, zukunftsfähige Arbeit ist nötig, wird diesen Mangel aber nicht beheben können, sagt Eva. Zwar können wir uns mit dem Mangel nicht arrangieren, wir werden ihn aber auch kaum beheben können. Schließlich ist der Mangel überall: In der Pflege, in der Medizin, auf den Baustellen, in der öffentlichen Verwaltung etc. Darum müssen wir den Kreis größer ziehen, dürfen nicht zulassen, dass so viele Menschen im Alter auf Hilfe angewiesen sind. Wir müssen uns fragen, wer wie wohnt, wer wen persönlich unterstützen kann. Die Frage der Zukunft der Arbeit lässt sich nur beantworten, wenn wir auch soziale Aspekte in den Blick nehmen.&nbsp;</p><p>Alles das ist kein Grund, den Optimismus aufzugeben, sagt Eva. Gefragt sind Zukunftsmut und Zukunftskunst.&nbsp;Zukunftsmut als Charaktereigenschaft von Führungskräften, Zukunftskunst als Fähigkeit von Institutionen und Organisationen, die eigene Zukunft zu gestalten. Denn wenn das Leben gut gewesen ist, dann wird es voll Arbeit gewesen sein. Der Gedanke ist schon vor weit mehr als 2000 Jahren formuliert worden, auf hebräisch. Psalm 90, lohnt die Lektüre.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://twitter.com/NYwelskop?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eva-Maria Welskop-Deffaa</a>, Präsidentin <a href="https://www.caritas.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Deutscher Caritasverband e.V.</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Arbeit wandelt sich, schnell und grundlegend. Aber wohin? Eva Maria Welskop-Deffaa, frisch gewählte Präsidentin des Caritasverbands, beschreibt Arbeit vor allem als Beziehung: Beziehung zum Produkt, zum Team, zum Kunden, zum Rohstoff, zu den Räumen. Auf jeder dieser Ebenen wirken sich Globalisierung und Digitalisierung aus. Kurzum: Arbeit wandelt sich auf allen Ebenen, ob wir wollen oder nicht. Und: Ob wir können oder nicht. Die Zukunft der Arbeit ist viel eher eine Frage des Müssens. So wie auch die Caritas es in der Pandemie erlebt hat. Aus dem Plan, digitale Tools in der Pflege in Ruhe und wohl bedacht einzuführen, wurde an vielen Stellen die Notwendigkeit, schnell Lösungen umsetzen zu müssen. Das setzt das System insgesamt unter Stress, schafft Unruhe und strengt an.&nbsp;</p><p>Insgesamt, so Evas Einschätzung, brauchen wir vor allem Zeit, um die Arbeit der Zukunft zu gestalten. Wir werden diese Zeit allerdings nicht bekommen. Was wir daher brauchen, ist Resilienz. Denn das Thema Arbeit wird immer wichtiger werden. Wir werden in zehn Jahren noch mehr als heute eine Arbeitsgesellschaft sein, das müssen wir gestalten.&nbsp;</p><p>Die Caritas hat auf vielen Ebenen mit einem Mangel an Fachkräften zu tun. Eine gute, zukunftsfähige Arbeit ist nötig, wird diesen Mangel aber nicht beheben können, sagt Eva. Zwar können wir uns mit dem Mangel nicht arrangieren, wir werden ihn aber auch kaum beheben können. Schließlich ist der Mangel überall: In der Pflege, in der Medizin, auf den Baustellen, in der öffentlichen Verwaltung etc. Darum müssen wir den Kreis größer ziehen, dürfen nicht zulassen, dass so viele Menschen im Alter auf Hilfe angewiesen sind. Wir müssen uns fragen, wer wie wohnt, wer wen persönlich unterstützen kann. Die Frage der Zukunft der Arbeit lässt sich nur beantworten, wenn wir auch soziale Aspekte in den Blick nehmen.&nbsp;</p><p>Alles das ist kein Grund, den Optimismus aufzugeben, sagt Eva. Gefragt sind Zukunftsmut und Zukunftskunst.&nbsp;Zukunftsmut als Charaktereigenschaft von Führungskräften, Zukunftskunst als Fähigkeit von Institutionen und Organisationen, die eigene Zukunft zu gestalten. Denn wenn das Leben gut gewesen ist, dann wird es voll Arbeit gewesen sein. Der Gedanke ist schon vor weit mehr als 2000 Jahren formuliert worden, auf hebräisch. Psalm 90, lohnt die Lektüre.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://twitter.com/NYwelskop?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eva-Maria Welskop-Deffaa</a>, Präsidentin <a href="https://www.caritas.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Deutscher Caritasverband e.V.</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-81-Eva-Maria-Welskop-Deffaa]]></link><guid isPermaLink="false">d909a7db-e887-4a1d-a093-6c0bfa0c12a7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b3e203b3-985a-42bb-a590-2a55fa8b8f29/6WDK24a8yCD2BYmKxMGJ7To1.jpg"/><pubDate>Thu, 03 Feb 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/38f2b57d-d100-4c8e-915a-5757bb514ead/folge-81-mit-welskop-deffaa.mp3" length="37954792" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>19:46</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>81</itunes:episode><podcast:episode>81</podcast:episode></item><item><title>#80 Heiner Monheim – Tempolimit für Züge</title><itunes:title>#80 Heiner Monheim – Tempolimit für Züge</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wir brauchen ein Tempolimit für Züge. Ein Satz mit Symbolkraft. Oder vielleicht besser: Ein Tempolimit im Denken? Denn darum geht es Verkehrs- und Stadtplanungslegende Heiner Monheim: Ein neues Denken über Mobilität und Verkehr. Heiner Monheim hat ADFC und VCD mit gegründet und streitet seit vielen Jahren für eine bessere Mobilität.&nbsp;&nbsp;</p><p>Natürlich: Niemand will, dass schnelle Züge auf den neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken langsamer fahren. Unser Problem ist nur, dass wir den Fokus falsch legen. Heiner fordert: Statt auch nur eine weitere neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zu bauen, sollten wir uns um die Revitalisierung zahlloser stillgelegter Strecken kümmern. Der Gewinn für uns alle entsteht nicht durch einen zusätzlichen langen Tunnel. Der Gewinn entsteht, wenn endlich auch in der Breite alle Züge 120 km/h fahren können. Und viel mehr davon. Interregios im 30-Minuten-Takt.&nbsp;</p><p>Die Verkehrswende ist keine Magie. Heiner und Michael diskutieren einfache Learnings: 1. Wenn es lediglich um Umdenken geht, können wir heute anfangen. 2. Wir setzen die falschen Prioritäten. Das müssen wir ändern. 3. Die Verkehrswende ist ein großer positiver Schritt hin zu viel mehr Freiheit und Lebensqualität. Und 4.: Wer heute anfangen will, der engagiere sich kommunal. Genau dort liegt der große Hebel.&nbsp;</p><p>Die Prioritäten, die wir setzen, haben auch mit unserer Wahrnehmung zu tun. Wir richten die Mobilität in der Stadt auf das Auto aus, dabei haben 40% der Haushalte in der Stadt gar kein Auto. Auf dem Land sind das übrigens auch 20% … Noch eine interessante Beobachtung: Die Strecken zwischen 0-5 km und zwischen 5-20km machen 3/4 des Verkehrs aus. Hier müssen wir ansetzen und Lösungen finden, dann lohnt es auch. Stattdessen sind wir fixiert auf die Langstrecken, Autobahnen und Fernzüge, auf die große Reichweite, auf die hohe Geschwindigkeit. Wir arbeiten uns am Sonderfall ab.&nbsp;</p><p>An einem lässt Heiner keinen Zweifel: Wir müssen die Anzahl der Autos reduzieren. Und zwar erheblich, um rund 90%. Heiner hat berechnet: 4 Mio Autos reichen völlig aus, um den Bedarf an individueller motorisierter Mobilität zu decken. Die übrigen 44 Mio. Autos, die heute in deutschen Straßen geparkt sind, sollten wir recyceln und verschrotten. Die einzigen Autos, die überall auf den Straßen rumstehen sollten, sind bobbycars.</p><p>Eine zentrale Botschaft von Heiner: Eine neue Mobilität ist kein Verzicht, im Gegenteil: Sie ist ein Gewinn. Ein Gewinn an Zeit, wenn Eltern ihre Kinder nicht mehr überall hinfahren müssen, weil Straßen zu gefährlich sind. Ein Gewinn an Gesundheit und Wohlbefinden, durch weniger Lärm, sauberere Luft, mehr Platz für Bäume in der Stadt. Ein Gewinn an Geld, denn wir subventionieren die heutige Mobilität über die Maßen. </p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="http://heinermonheim.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Heiner Monheim</a>, Geograph und Stadtplaner, Professor emer. der Universität Trier, Mitbegründer ADFC und VCD</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wir brauchen ein Tempolimit für Züge. Ein Satz mit Symbolkraft. Oder vielleicht besser: Ein Tempolimit im Denken? Denn darum geht es Verkehrs- und Stadtplanungslegende Heiner Monheim: Ein neues Denken über Mobilität und Verkehr. Heiner Monheim hat ADFC und VCD mit gegründet und streitet seit vielen Jahren für eine bessere Mobilität.&nbsp;&nbsp;</p><p>Natürlich: Niemand will, dass schnelle Züge auf den neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken langsamer fahren. Unser Problem ist nur, dass wir den Fokus falsch legen. Heiner fordert: Statt auch nur eine weitere neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zu bauen, sollten wir uns um die Revitalisierung zahlloser stillgelegter Strecken kümmern. Der Gewinn für uns alle entsteht nicht durch einen zusätzlichen langen Tunnel. Der Gewinn entsteht, wenn endlich auch in der Breite alle Züge 120 km/h fahren können. Und viel mehr davon. Interregios im 30-Minuten-Takt.&nbsp;</p><p>Die Verkehrswende ist keine Magie. Heiner und Michael diskutieren einfache Learnings: 1. Wenn es lediglich um Umdenken geht, können wir heute anfangen. 2. Wir setzen die falschen Prioritäten. Das müssen wir ändern. 3. Die Verkehrswende ist ein großer positiver Schritt hin zu viel mehr Freiheit und Lebensqualität. Und 4.: Wer heute anfangen will, der engagiere sich kommunal. Genau dort liegt der große Hebel.&nbsp;</p><p>Die Prioritäten, die wir setzen, haben auch mit unserer Wahrnehmung zu tun. Wir richten die Mobilität in der Stadt auf das Auto aus, dabei haben 40% der Haushalte in der Stadt gar kein Auto. Auf dem Land sind das übrigens auch 20% … Noch eine interessante Beobachtung: Die Strecken zwischen 0-5 km und zwischen 5-20km machen 3/4 des Verkehrs aus. Hier müssen wir ansetzen und Lösungen finden, dann lohnt es auch. Stattdessen sind wir fixiert auf die Langstrecken, Autobahnen und Fernzüge, auf die große Reichweite, auf die hohe Geschwindigkeit. Wir arbeiten uns am Sonderfall ab.&nbsp;</p><p>An einem lässt Heiner keinen Zweifel: Wir müssen die Anzahl der Autos reduzieren. Und zwar erheblich, um rund 90%. Heiner hat berechnet: 4 Mio Autos reichen völlig aus, um den Bedarf an individueller motorisierter Mobilität zu decken. Die übrigen 44 Mio. Autos, die heute in deutschen Straßen geparkt sind, sollten wir recyceln und verschrotten. Die einzigen Autos, die überall auf den Straßen rumstehen sollten, sind bobbycars.</p><p>Eine zentrale Botschaft von Heiner: Eine neue Mobilität ist kein Verzicht, im Gegenteil: Sie ist ein Gewinn. Ein Gewinn an Zeit, wenn Eltern ihre Kinder nicht mehr überall hinfahren müssen, weil Straßen zu gefährlich sind. Ein Gewinn an Gesundheit und Wohlbefinden, durch weniger Lärm, sauberere Luft, mehr Platz für Bäume in der Stadt. Ein Gewinn an Geld, denn wir subventionieren die heutige Mobilität über die Maßen. </p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="http://heinermonheim.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Heiner Monheim</a>, Geograph und Stadtplaner, Professor emer. der Universität Trier, Mitbegründer ADFC und VCD</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-80-Heiner-Monheim]]></link><guid isPermaLink="false">624e442d-8286-4565-bf92-da20ad5a76bb</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/762c774c-eb7b-4a9b-a838-0cb2380b6ebe/Z2coJeTKnWbO3zbmUi2EXI_S.jpg"/><pubDate>Thu, 27 Jan 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/09000b4e-6c8e-4ccb-b1ae-5b83ddaefb96/folge-monheim.mp3" length="64204301" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>33:26</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>80</itunes:episode><podcast:episode>80</podcast:episode><itunes:summary>Wir brauchen ein Tempolimit für Züge. Ein Satz mit Symbolkraft. Oder vielleicht besser: Ein Tempolimit im Denken? Verkehrs- und Stadtplanungslegende Heiner Monheim fordert im Gespräch mit Michael Carl neue Prioritäten. Weg vom Fokus auf Hochgeschwindigkeit und weite Distanzen, hin zu neuem Nah- und Regionalverkehr. Da haben wir das Potenzial, die Verkehrswende als Gewinn für alle zu gestalten. 
Gang einlegen, Kupplung kommen lassen, Podcast an und los!</itunes:summary></item><item><title>#79 Carlos M. Frischmuth – New Work Bullshit</title><itunes:title>#79 Carlos M. Frischmuth – New Work Bullshit</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Vorsicht vor dem New Work Bullshit! Sagt Carlos M. Frischmuth, Managing Director bei Hays, im Gespräch bei Michael. Was hat er nur gegen einen wöchentlichen Obstkorb vorne am Empfang und den Kickertisch im Keller? Das Versprechen von New Work, sagt Carlos, geht tief, jedenfalls wenn wir es ernst nehmen. Der Bullshit-Faktor ist: Wenn wir leichtfertig so tun, als komme New Work automatisch und alle würden davon profitieren. Das wäre eine Diskussion in der Blase und die ist gefährlich.&nbsp;</p><p>Frithjof Bergmann hat die Grundzüge des Themas New Work schon in den 70er und 80er Jahren entwickelt, für die Automobilindustrie in Detroit. 70er und 80er des vorigen Jahrhunderts! Jede Führungskraft, die heute klassisch in Verantwortung steht, hat sich also aus guten oder schlechten, jedenfalls aber sie überzeugenden Gründen dafür entschieden, traditionell zu führen. Was ist also dran am großen Versprechen von „New Work“?</p><p>Dies sind einige der großen Themen des Wandels in der Arbeit: Wir erleben einen massiven Arbeitskräftemangel. 8 bis 10 Mio. Menschen verlassen den Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren – und müssten bleiben, weil nicht genügend nachwächst. Allein mit mehr Migration gegenzusteuern oder mehr Frauen in Vollzeit zu bringen, wird nicht im Ansatz reichen. Diese Entwicklung treibt Unternehmen dazu, ihre Unternehmensmarke zu entwickeln, ihre Geschichte zu erzählen. Auf dieser Welle segelt auch New Work, auch in die Übertreibungen. Michael und Carlos diskutieren, ob der Wandel von Führung und Unternehmenskultur, den wir New Work nennen, überhaupt nachhaltig erfolgreich sein kann, wenn New Work nur aus der Not heraus geboren ist. Und New Work ist vielfach eine Antwort aus der Not. Darum die dringende Mahnung von Carlos: Bleiben wir ehrlich. Erzählen wir uns, wie das Unternehmen tatsächlich erlebt wird und pusten keine Blasen auf.&nbsp;</p><p>Daran sei kein Zweifel: Arbeit wird sich wandeln, grundlegend wandeln. Wer heute noch von einer Unternehmens-DNA spricht, wird sich schwertun, denn DNA verändert sich ja gerade nicht. Wie soll aber unsere Zielkultur sein – und woran kann ich die Entwicklung messen?&nbsp;</p><p>Carlos rät, Kulturbeauftragte im Unternehmen zu installieren, die sich aktiv darum kümmern. Er nennt Führung, Kultur und Kommunikation als die großen drei. Natürlich, bessere Kommunikation braucht es immer. Carlos sagt: Kommunikation ist ein Kitt. Sie hält das Unternehmen zusammen und bietet gleichzeitig Flexibilität zur Entwicklung.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/carlosfrischmuth/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Carlos M. Frischmuth</a>, Managing Director Hays, Autor von <a href="http://www.new-work-bullshit.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">“New Work Bullshit”</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Vorsicht vor dem New Work Bullshit! Sagt Carlos M. Frischmuth, Managing Director bei Hays, im Gespräch bei Michael. Was hat er nur gegen einen wöchentlichen Obstkorb vorne am Empfang und den Kickertisch im Keller? Das Versprechen von New Work, sagt Carlos, geht tief, jedenfalls wenn wir es ernst nehmen. Der Bullshit-Faktor ist: Wenn wir leichtfertig so tun, als komme New Work automatisch und alle würden davon profitieren. Das wäre eine Diskussion in der Blase und die ist gefährlich.&nbsp;</p><p>Frithjof Bergmann hat die Grundzüge des Themas New Work schon in den 70er und 80er Jahren entwickelt, für die Automobilindustrie in Detroit. 70er und 80er des vorigen Jahrhunderts! Jede Führungskraft, die heute klassisch in Verantwortung steht, hat sich also aus guten oder schlechten, jedenfalls aber sie überzeugenden Gründen dafür entschieden, traditionell zu führen. Was ist also dran am großen Versprechen von „New Work“?</p><p>Dies sind einige der großen Themen des Wandels in der Arbeit: Wir erleben einen massiven Arbeitskräftemangel. 8 bis 10 Mio. Menschen verlassen den Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren – und müssten bleiben, weil nicht genügend nachwächst. Allein mit mehr Migration gegenzusteuern oder mehr Frauen in Vollzeit zu bringen, wird nicht im Ansatz reichen. Diese Entwicklung treibt Unternehmen dazu, ihre Unternehmensmarke zu entwickeln, ihre Geschichte zu erzählen. Auf dieser Welle segelt auch New Work, auch in die Übertreibungen. Michael und Carlos diskutieren, ob der Wandel von Führung und Unternehmenskultur, den wir New Work nennen, überhaupt nachhaltig erfolgreich sein kann, wenn New Work nur aus der Not heraus geboren ist. Und New Work ist vielfach eine Antwort aus der Not. Darum die dringende Mahnung von Carlos: Bleiben wir ehrlich. Erzählen wir uns, wie das Unternehmen tatsächlich erlebt wird und pusten keine Blasen auf.&nbsp;</p><p>Daran sei kein Zweifel: Arbeit wird sich wandeln, grundlegend wandeln. Wer heute noch von einer Unternehmens-DNA spricht, wird sich schwertun, denn DNA verändert sich ja gerade nicht. Wie soll aber unsere Zielkultur sein – und woran kann ich die Entwicklung messen?&nbsp;</p><p>Carlos rät, Kulturbeauftragte im Unternehmen zu installieren, die sich aktiv darum kümmern. Er nennt Führung, Kultur und Kommunikation als die großen drei. Natürlich, bessere Kommunikation braucht es immer. Carlos sagt: Kommunikation ist ein Kitt. Sie hält das Unternehmen zusammen und bietet gleichzeitig Flexibilität zur Entwicklung.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/carlosfrischmuth/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Carlos M. Frischmuth</a>, Managing Director Hays, Autor von <a href="http://www.new-work-bullshit.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">“New Work Bullshit”</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-79-Carlos-M-Frischmuth]]></link><guid isPermaLink="false">499d43e5-f8c7-46b6-9e63-4123f154b9a0</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f356bbc7-2fbc-4c2e-b5ff-1edc3fc2aec5/8m3T2enLpIbXazSV3_nm2crY.jpg"/><pubDate>Thu, 20 Jan 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/dc2242d3-e1a1-4ee0-948d-34f65e2aeacd/folge-79-frischmuth.mp3" length="71147439" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:03</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>79</itunes:episode><podcast:episode>79</podcast:episode><itunes:summary>Vorsicht vor dem New Work Bullshit! Carlos M. Frischmuth ist Managing Director bei Hays und Autor. Er kämpft für eine bessere Arbeit und warnt gerade deshalb vor leichtfertigen Versprechen. Mit ein wenig New Work wird im Zweifel gar nichts gut. Jedenfalls nicht für alle. Was es stattdessen braucht: Führung, Kultur und Kommunikation. 
Obstkorb, Kickertisch, Krawatte weg – und Podcast hören!</itunes:summary></item><item><title>#78 Gertrud R. Traud - Gehen wir schaffen, statt zu arbeiten!</title><itunes:title>#78 Gertrud R. Traud - Gehen wir schaffen, statt zu arbeiten!</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Eins vorweg: Hier sprechen zwei Optimisten miteinander über Arbeit. Vor uns liegt erheblicher Gestaltungsspielraum. Die Arbeitswelt wird sich grundlegend verändern, vorrangig getrieben von demografischen Faktoren. Dahinter scheint ein neues Bild von sinnvoller Arbeit auf, bei der wir etwas schaffen. So sagt es <a href="https://www.linkedin.com/in/gertrudtraud/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Getrud R. Traud</a>, Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen, im Gespräch mit Michael Carl.&nbsp;</p><p>Aus Gertruds Sicht ist die Demografie ein dramatisch unterschätzter Faktor. Oder hat hier irgendjemand Debatten über die Rente im jüngsten Bundestagswahlkampf wahrgenommen? Gertrud sieht deutlichen Handlungsbedarf: Wir müssen jetzt anfangen, einen neuen Generationenvertrag zu entwerfen. Ein paar Justierungen an den üblichen Stellschrauben (etwas weniger Rente, etwas höherer Beitrag, etwas länger arbeiten) wird es nicht mehr tun.&nbsp;</p><p>Gertrud sagt: Es ist Zeit für vermeintlich unangenehme Wahrheiten: Natürlich werden wir alle länger arbeiten. Natürlich wird niemand mit 65+ als Dachdecker auf dem First oder als Bergmann unter Tage arbeiten. Also werden wir lernen, mehrere, ganz unterschiedliche Berufe im Laufe unseres Lebens auszuüben.&nbsp;</p><p>Die Konsequenzen werden wir auf allen Ebenen der Arbeitswelt spüren: Wer sich heute schon schwertut, neue Mitarbeiter:innen zu finden – es wird nicht leichter werden. Was eigentlich bringt die 28jährige Ausbilderin dem nächsten Azubi bei – der mit 50 anfängt? Und, ganz schlicht: Es gibt Berufe, die einfach keiner machen will. Dafür wird dann auch schlicht niemand bereitstehen. Wir unterschätzen immer noch, zu welchen Umwälzungen das zwischen Unternehmen und Mitarbeiter:innen führen wird. Wer gibt hier eigentlich Arbeit und wer nimmt sie? Unsere üblichen Begriffe wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer:in suggerieren immer noch, das Unternehmen wäre in der mächtigeren Position …</p><p>Eine Konsequenz: Die Wertigkeit vieler Berufe wird sich verändern. Pflege ist nur das augenfälligste Beispiel. Handwerk insgesamt wird wertvoller – und damit erheblich teurer. Wir werden lernen, das gut zu finden. Automatisierung wird hier zusätzlich helfen. Und: Fachkräfte werden beginnen, die Unternehmen, für die sie künftig tätig sein wollen, selbst zu casten.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/gertrudtraud/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gertrud R. Traud</a>, Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Eins vorweg: Hier sprechen zwei Optimisten miteinander über Arbeit. Vor uns liegt erheblicher Gestaltungsspielraum. Die Arbeitswelt wird sich grundlegend verändern, vorrangig getrieben von demografischen Faktoren. Dahinter scheint ein neues Bild von sinnvoller Arbeit auf, bei der wir etwas schaffen. So sagt es <a href="https://www.linkedin.com/in/gertrudtraud/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Getrud R. Traud</a>, Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen, im Gespräch mit Michael Carl.&nbsp;</p><p>Aus Gertruds Sicht ist die Demografie ein dramatisch unterschätzter Faktor. Oder hat hier irgendjemand Debatten über die Rente im jüngsten Bundestagswahlkampf wahrgenommen? Gertrud sieht deutlichen Handlungsbedarf: Wir müssen jetzt anfangen, einen neuen Generationenvertrag zu entwerfen. Ein paar Justierungen an den üblichen Stellschrauben (etwas weniger Rente, etwas höherer Beitrag, etwas länger arbeiten) wird es nicht mehr tun.&nbsp;</p><p>Gertrud sagt: Es ist Zeit für vermeintlich unangenehme Wahrheiten: Natürlich werden wir alle länger arbeiten. Natürlich wird niemand mit 65+ als Dachdecker auf dem First oder als Bergmann unter Tage arbeiten. Also werden wir lernen, mehrere, ganz unterschiedliche Berufe im Laufe unseres Lebens auszuüben.&nbsp;</p><p>Die Konsequenzen werden wir auf allen Ebenen der Arbeitswelt spüren: Wer sich heute schon schwertut, neue Mitarbeiter:innen zu finden – es wird nicht leichter werden. Was eigentlich bringt die 28jährige Ausbilderin dem nächsten Azubi bei – der mit 50 anfängt? Und, ganz schlicht: Es gibt Berufe, die einfach keiner machen will. Dafür wird dann auch schlicht niemand bereitstehen. Wir unterschätzen immer noch, zu welchen Umwälzungen das zwischen Unternehmen und Mitarbeiter:innen führen wird. Wer gibt hier eigentlich Arbeit und wer nimmt sie? Unsere üblichen Begriffe wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer:in suggerieren immer noch, das Unternehmen wäre in der mächtigeren Position …</p><p>Eine Konsequenz: Die Wertigkeit vieler Berufe wird sich verändern. Pflege ist nur das augenfälligste Beispiel. Handwerk insgesamt wird wertvoller – und damit erheblich teurer. Wir werden lernen, das gut zu finden. Automatisierung wird hier zusätzlich helfen. Und: Fachkräfte werden beginnen, die Unternehmen, für die sie künftig tätig sein wollen, selbst zu casten.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/gertrudtraud/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gertrud R. Traud</a>, Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-78-Gertrud-R-Traud]]></link><guid isPermaLink="false">1df35572-1f8b-4f56-bca3-2318851ebc77</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d6b485d7-b93a-4212-80ee-a76a169bd2be/Py67yZQDqSmkrAJ-2olKNcYD.jpg"/><pubDate>Thu, 13 Jan 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/d5201ca3-c015-45f6-8076-bb72c6a00c30/folge-78-traud.mp3" length="67200233" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>78</itunes:episode><podcast:episode>78</podcast:episode><itunes:summary>Gehen wir schaffen. Ein etwas altmodischer Begriff erweist sich als hoch zukunftsfähig. Unser Bild von Arbeit wird sich bald und schnell gründlich ändern. Der unterschätzte Treiber dieser Entwicklung: Die Demografie. Sagt Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen, bei Michael Carl. Schaffen wir den Wandel? Auf jeden Fall! Wir müssen es nur gestalten. 
Stechuhr einstellen und Podcast an!</itunes:summary></item><item><title>#77 Daniela Bohlinger – Nachhaltigkeit ist kein Trend</title><itunes:title>#77 Daniela Bohlinger – Nachhaltigkeit ist kein Trend</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die Party geht gerade erst los. So sagt es<a href="https://www.linkedin.com/in/danielabohlinger/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Daniela Bohlinger</a> im Gespräch mit Michael Carl. Daniela ist Head of Sustainability Design bei BMW und „Professor at practice“ an der<a href="https://www.umu.se/en/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Universität Umea in Schweden</a>. Seit vielen Jahren treibt sie das Thema in der Industrie und sagt: Nachhaltigkeit ist ein iterativer Prozess. Er hat kein Ende.&nbsp;</p><p>Danielas These: Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern eine Lebensversicherung. Die Herausforderung von Nachhaltigkeit ist nicht, einen Trend rechtzeitig zu erkennen und auf ihn aufzuspringen. Nachhaltigkeit ist kein Nokia-Problem. Vielmehr geht es um eine grundlegende Transformation des Unternehmens und seiner Kultur, geht um den Dreiklang wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Wer da Nachhaltigkeit nur ans Firmentor schreibt, verfehlt das Thema.</p><p>Danielas Einschätzung ist deutlich: Wer sich nicht klar auf Nachhaltigkeit ausrichtet, hat eine begrenzte Lebensdauer. Das kann zwar durchaus noch eine Weile gehen. Aber es ist eben endlich. Wir können nicht mehr sagen: Wir lassen die Tür zu, dann kommt Nachhaltigkeit nicht hinein.&nbsp;</p><p>Natürlich: Kunden fragen inzwischen aktiv nach Sustainability. Aber selbst wenn die Kunden es nicht verlangen würden, dass ein Unternehmen sich nachhaltig aufstellt, bleibt die Anforderung bestehen. Allein um relevant zu bleiben, für und die Mitarbeiter:innen, ist es nötig, sich nachhaltig aufzustellen.&nbsp;</p><p>Was Daniela dabei wichtig ist: Nachhaltigkeit ist kein Verzichts-Kurs. Auch wenn sie lange Auseinandersetzungen mit Einkäufern führt, die darauf aus sind, immer wieder dieselben Materialien zu beschaffen. Nachhaltigkeit bedeutet nicht, Teile minderer Qualität oder nicht in ausreichender Menge zu beschaffen. Nachhaltig wäre es eher, darüber nachzudenken, ob das Teil überhaupt notwendig ist. So führt Nachhaltigkeit zu Innovation.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/danielabohlinger/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniela Bohlinger</a>, Head of Sustainability Design bei BMW, Professor at practice für Sustainability, <a href="https://www.umu.se/en/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Umea, Schweden.</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die Party geht gerade erst los. So sagt es<a href="https://www.linkedin.com/in/danielabohlinger/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Daniela Bohlinger</a> im Gespräch mit Michael Carl. Daniela ist Head of Sustainability Design bei BMW und „Professor at practice“ an der<a href="https://www.umu.se/en/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Universität Umea in Schweden</a>. Seit vielen Jahren treibt sie das Thema in der Industrie und sagt: Nachhaltigkeit ist ein iterativer Prozess. Er hat kein Ende.&nbsp;</p><p>Danielas These: Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern eine Lebensversicherung. Die Herausforderung von Nachhaltigkeit ist nicht, einen Trend rechtzeitig zu erkennen und auf ihn aufzuspringen. Nachhaltigkeit ist kein Nokia-Problem. Vielmehr geht es um eine grundlegende Transformation des Unternehmens und seiner Kultur, geht um den Dreiklang wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Wer da Nachhaltigkeit nur ans Firmentor schreibt, verfehlt das Thema.</p><p>Danielas Einschätzung ist deutlich: Wer sich nicht klar auf Nachhaltigkeit ausrichtet, hat eine begrenzte Lebensdauer. Das kann zwar durchaus noch eine Weile gehen. Aber es ist eben endlich. Wir können nicht mehr sagen: Wir lassen die Tür zu, dann kommt Nachhaltigkeit nicht hinein.&nbsp;</p><p>Natürlich: Kunden fragen inzwischen aktiv nach Sustainability. Aber selbst wenn die Kunden es nicht verlangen würden, dass ein Unternehmen sich nachhaltig aufstellt, bleibt die Anforderung bestehen. Allein um relevant zu bleiben, für und die Mitarbeiter:innen, ist es nötig, sich nachhaltig aufzustellen.&nbsp;</p><p>Was Daniela dabei wichtig ist: Nachhaltigkeit ist kein Verzichts-Kurs. Auch wenn sie lange Auseinandersetzungen mit Einkäufern führt, die darauf aus sind, immer wieder dieselben Materialien zu beschaffen. Nachhaltigkeit bedeutet nicht, Teile minderer Qualität oder nicht in ausreichender Menge zu beschaffen. Nachhaltig wäre es eher, darüber nachzudenken, ob das Teil überhaupt notwendig ist. So führt Nachhaltigkeit zu Innovation.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/danielabohlinger/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniela Bohlinger</a>, Head of Sustainability Design bei BMW, Professor at practice für Sustainability, <a href="https://www.umu.se/en/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Universität Umea, Schweden.</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-77-Daniela-Bohlinger]]></link><guid isPermaLink="false">439fffe3-5e30-427d-926f-b72bfb41b1aa</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/43bfa83d-1424-400f-b84b-a648bb49acf9/bVMOHDkG8EjQtwjmLOftyh8E.jpg"/><pubDate>Thu, 06 Jan 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/2ef9c04a-84bd-4ec8-a285-0bd67cd7a334/folge-77-bohlinger.mp3" length="73715381" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:23</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>77</itunes:episode><podcast:episode>77</podcast:episode><itunes:summary>Nachhaltigkeit ist kein Trend, keine Mode, die wir besser nicht verpassen sollten. Für Unternehmen ist Nachhaltigkeit vielmehr eine Lebensversicherung. Wer morgen noch relevant sein will, bei Kunden, Mitarbeiter:innen und Investoren, muss sich konsequent auf Nachhaltigkeit ausrichten. Das sagt Daniela Bohlinger, Nachhaltigkeits-Chefin bei BMW und Professorin an der Universität Umea in Schweden. 
Three – two – one – Ignition – Liftoff – Podcast!</itunes:summary></item><item><title>Review 2021: Enno Park – Warum Technologie uns menschlicher macht</title><itunes:title>Review 2021: Enno Park – Warum Technologie uns menschlicher macht</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Technologie macht uns menschlicher. Und das ist gut so. Sagt der Autor, Denker und Cyborg&nbsp;<a href="https://twitter.com/ennopark?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Enno Park.</a>&nbsp;Die Geschichte des Menschen ist eine Geschichte der Technikentwicklung; ohne Technik könnten wir nicht sein, was wir heute sind. Wie zutiefst menschlich Technik ist, sehen wir schon bei vermeintlich einfachen Geräten wie einem Ofen. Kochen mit einem Ofen lagert einen Teil der Verdauungsprozesse aus dem Menschen aus. Damit haben wir es uns ermöglicht, uns anders zu ernähren, anders zu leben, ein anderes Sozialverhalten zu entwickeln, andere Berufe, Krankheiten, etc. So zu sein, wie wir heute zivilisiert leben. Technik ist die Natur des Menschen.&nbsp;</p><p>Enno Park ist ein Cyborg. Medizinisch gesehen vollständig gehörlos, kann er mit zwei Implantaten ungefähr genauso gut hören wie ein durchschnittlich hörender Mensch. Bonusfunktion: Enno braucht keine Kopfhörer. Er holt sich Musik und den Ton von Videokonferenzen direkt auf die Ohren. Für Enno fühlen sich die Implantate längst an wie Körperteile, die Technologie ist Teil seiner Identität. Seine These: Für diese Identität ist es überhaupt nicht wichtig, ob die Technologie fest im Körper integriert ist. Das Smartphone ist ebenso längst zu einem Körperteil geworden. Wie ein zusätzliches Sinnesorgan hilft es uns, die extra Schicht – genannt: Internet – wahrzunehmen, die wir über die Welt gelegt haben.&nbsp;</p><p>Wie wird uns Technologie in den kommenden Jahren beeinflussen? Was kommt auf uns zu? Was ergibt die – Achtung: sehr deutsches Wort – Technologiefolgenabschätzung? Enno Park sagt: Wir können das nicht sinnvoll abschätzen, aber wir müssen es tun. Aus seiner Sicht sind es vor allem die Entwicklungen rund um Systeme künstlicher Intelligenz und Biotechnologie, die auf absehbare Zeit prägen werden, wie sich unser Leben entwickelt. Und das ist im Kern eine positive Nachricht, weil wir ohne technologischen Schub keine Chance hätten, ernsthaft der größten aktuellen Krise zu begegnen und die Erderhitzung auf nicht viel mehr als 1,5 Grad zu beschränken.&nbsp;</p><p>Allein die Herausforderung der Klimakrise führt Enno Park zu der Forderung: Wir sind aufgefordert, Technologie jetzt zu nutzen. Und wir sind aufgefordert, ihren Einsatz auch politisch durchzusetzen, wo immer das Handeln des Einzelnen nicht hinreicht.&nbsp;</p><p>Das aktuelle Buch von Enno Park heißt „<a href="https://www.amazon.de/Sozioinformatik-neuer-Blick-Informatik-Gesellschaft/dp/3446452133/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%25C3%2585M%25C3%2585%25C5%25BD%25C3%2595%25C3%2591&amp;dchild=1&amp;keywords=enno+park&amp;qid=1631019795&amp;sr=8-1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sozioinformatik: Ein neuer Blick auf Informatik und Gesellschaft</a>“; er hat es gemeinsam mit Katharina Zweig, Tobias Krafft und Anita Klingel veröffentlicht.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Enno Park, Autor, Denker, Informatiker. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Technikkultur und der Mensch-Maschine-Beziehung.&nbsp;<a href="http://www.ennopark.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.ennopark.de</a>,&nbsp;<a href="https://twitter.com/ennopark?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@ennopark</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Technologie macht uns menschlicher. Und das ist gut so. Sagt der Autor, Denker und Cyborg&nbsp;<a href="https://twitter.com/ennopark?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Enno Park.</a>&nbsp;Die Geschichte des Menschen ist eine Geschichte der Technikentwicklung; ohne Technik könnten wir nicht sein, was wir heute sind. Wie zutiefst menschlich Technik ist, sehen wir schon bei vermeintlich einfachen Geräten wie einem Ofen. Kochen mit einem Ofen lagert einen Teil der Verdauungsprozesse aus dem Menschen aus. Damit haben wir es uns ermöglicht, uns anders zu ernähren, anders zu leben, ein anderes Sozialverhalten zu entwickeln, andere Berufe, Krankheiten, etc. So zu sein, wie wir heute zivilisiert leben. Technik ist die Natur des Menschen.&nbsp;</p><p>Enno Park ist ein Cyborg. Medizinisch gesehen vollständig gehörlos, kann er mit zwei Implantaten ungefähr genauso gut hören wie ein durchschnittlich hörender Mensch. Bonusfunktion: Enno braucht keine Kopfhörer. Er holt sich Musik und den Ton von Videokonferenzen direkt auf die Ohren. Für Enno fühlen sich die Implantate längst an wie Körperteile, die Technologie ist Teil seiner Identität. Seine These: Für diese Identität ist es überhaupt nicht wichtig, ob die Technologie fest im Körper integriert ist. Das Smartphone ist ebenso längst zu einem Körperteil geworden. Wie ein zusätzliches Sinnesorgan hilft es uns, die extra Schicht – genannt: Internet – wahrzunehmen, die wir über die Welt gelegt haben.&nbsp;</p><p>Wie wird uns Technologie in den kommenden Jahren beeinflussen? Was kommt auf uns zu? Was ergibt die – Achtung: sehr deutsches Wort – Technologiefolgenabschätzung? Enno Park sagt: Wir können das nicht sinnvoll abschätzen, aber wir müssen es tun. Aus seiner Sicht sind es vor allem die Entwicklungen rund um Systeme künstlicher Intelligenz und Biotechnologie, die auf absehbare Zeit prägen werden, wie sich unser Leben entwickelt. Und das ist im Kern eine positive Nachricht, weil wir ohne technologischen Schub keine Chance hätten, ernsthaft der größten aktuellen Krise zu begegnen und die Erderhitzung auf nicht viel mehr als 1,5 Grad zu beschränken.&nbsp;</p><p>Allein die Herausforderung der Klimakrise führt Enno Park zu der Forderung: Wir sind aufgefordert, Technologie jetzt zu nutzen. Und wir sind aufgefordert, ihren Einsatz auch politisch durchzusetzen, wo immer das Handeln des Einzelnen nicht hinreicht.&nbsp;</p><p>Das aktuelle Buch von Enno Park heißt „<a href="https://www.amazon.de/Sozioinformatik-neuer-Blick-Informatik-Gesellschaft/dp/3446452133/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%25C3%2585M%25C3%2585%25C5%25BD%25C3%2595%25C3%2591&amp;dchild=1&amp;keywords=enno+park&amp;qid=1631019795&amp;sr=8-1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sozioinformatik: Ein neuer Blick auf Informatik und Gesellschaft</a>“; er hat es gemeinsam mit Katharina Zweig, Tobias Krafft und Anita Klingel veröffentlicht.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Enno Park, Autor, Denker, Informatiker. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Technikkultur und der Mensch-Maschine-Beziehung.&nbsp;<a href="http://www.ennopark.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.ennopark.de</a>,&nbsp;<a href="https://twitter.com/ennopark?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@ennopark</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-76-Review-2021-Enno-Park]]></link><guid isPermaLink="false">a9613169-3575-427c-941d-7d87d9e4da39</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0b9d133f-04fb-4934-bd4d-219fe7b34d2f/2sNSvknfgMEMx2r1Me0U0u4w.jpg"/><pubDate>Sun, 02 Jan 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/3be5f06a-c03b-488e-934e-a6645c6ff801/folge-76-review-park.mp3" length="66867537" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:49</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>76</itunes:episode><podcast:episode>76</podcast:episode></item><item><title>Review 2021: Micha Pallesche – Digitale Bildung ist möglich!</title><itunes:title>Review 2021: Micha Pallesche – Digitale Bildung ist möglich!</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Wie kann denn zeitgemäße und digitale Bildung funktionieren?&nbsp;<a href="https://twitter.com/michapallesche" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche</a>&nbsp;hat das als Rektor der&nbsp;<a href="http://www.ers-karlsruhe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ernst-Reuter Gemeinschaftsschule</a>&nbsp;in Karlsruhe bereits vorgemacht und den Lehrbetrieb seiner Schule grundlegend verändert. Er hat gezeigt: Digitalisierung in der Schule bedeutet weit mehr, als Lehrer mit Tablets auszustatten. Völlig zurecht wurde die Gemeinschaftsschule 2017 als „<a href="https://smart-school.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Smart School</a>“ ausgezeichnet – und damit seine Leistung, ein Bildungssystem zu reformieren. Im Gespräch mit Michael Carl beschreibt der Medienpädagoge diesen Prozess und gibt Einblicke in den Alltag einer zukunftsweisenden Schule.</p><h4>Zu Gast in dieser Woche: </h4><p><a href="https://twitter.com/michapallesche" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche</a>, Rektor der&nbsp;<a href="http://www.ers-karlsruhe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ernst-Reuter Gemeinschaftsschule</a>&nbsp;in Karlsruhe, die unter seiner Führung 2007 den Ehrentitel „<a href="https://smart-school.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Smart School</a>“ erhielt, Medienpädagoge, Digitalvordenker</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Wie kann denn zeitgemäße und digitale Bildung funktionieren?&nbsp;<a href="https://twitter.com/michapallesche" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche</a>&nbsp;hat das als Rektor der&nbsp;<a href="http://www.ers-karlsruhe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ernst-Reuter Gemeinschaftsschule</a>&nbsp;in Karlsruhe bereits vorgemacht und den Lehrbetrieb seiner Schule grundlegend verändert. Er hat gezeigt: Digitalisierung in der Schule bedeutet weit mehr, als Lehrer mit Tablets auszustatten. Völlig zurecht wurde die Gemeinschaftsschule 2017 als „<a href="https://smart-school.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Smart School</a>“ ausgezeichnet – und damit seine Leistung, ein Bildungssystem zu reformieren. Im Gespräch mit Michael Carl beschreibt der Medienpädagoge diesen Prozess und gibt Einblicke in den Alltag einer zukunftsweisenden Schule.</p><h4>Zu Gast in dieser Woche: </h4><p><a href="https://twitter.com/michapallesche" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche</a>, Rektor der&nbsp;<a href="http://www.ers-karlsruhe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ernst-Reuter Gemeinschaftsschule</a>&nbsp;in Karlsruhe, die unter seiner Führung 2007 den Ehrentitel „<a href="https://smart-school.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Smart School</a>“ erhielt, Medienpädagoge, Digitalvordenker</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-75-Review-2021-Micha-Pallesche]]></link><guid isPermaLink="false">eaed5bf5-be63-4721-b131-8b1e14f5d505</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e89c952b-065d-43d1-bb4a-3151e4e54c8b/K3RZgVCbVg0TUnRlNdKHGCWg.jpg"/><pubDate>Sat, 01 Jan 2022 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/25085608-af2c-4f25-8cc1-db6c4f3bd853/folge-75-review-pallesche.mp3" length="59782293" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>31:08</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>75</itunes:episode><podcast:episode>75</podcast:episode></item><item><title>Review 2021: Kris Köhntopp – Das Metaversum</title><itunes:title>Review 2021: Kris Köhntopp – Das Metaversum</itunes:title><description><![CDATA[<p>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</p><p>Das Metaversum kommt. Sagt Facebook und kündigt aktuell 10.000 neue Stellen in Europa an. Sagt so ziemlich jeder Tech-Gigant schon länger. Nur: Was ist das Metaversum? Eine Art Internet in 3D? Zoom-Konferenz mit virtuellem Anfassen? Die Rückkehr von Second Life?</p><p>Der Tech-Blogger&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/isotopp/?originalSubdomain=nl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kris Köhntopp</a>&nbsp;– nach eigener Aussage seit 1987 im Internet und seit her nicht wieder draußen gewesen – sagt: Wir erleben gerade eine chaotische Phase, die für neue Technologien typisch ist. Zahlreiche große Akteure investieren, erforschen, versuchen Claims abzustecken und den Kuchen erst mal zu backen, bevor er dann gewinnbringend verteilt werden kann.&nbsp;</p><p>Michael Carl und Kris Köhntopp nehmen die Idee eines Metaversum Stück für Stück auseinander. Was könnte ein Metaversum künftig ausmachen? Wer wird das attraktiv finden? Wer sieht hier völlig neue Geschäftsmodelle? Welche Rolle spielt Facebook, was hat das Bond-Auto in diesem Spiel zu suchen und was wir hier von Fortnite und Minecraft lernen können.</p><p>Wer über das Metaversum mitreden will, braucht diese Folge. Wer dann immer noch mehr wissen möchte, wird&nbsp;<a href="https://blog.koehntopp.info/2021/10/26/metaverse.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>&nbsp;im Blog von Kris fündig.&nbsp;</p><p>Zu Gast in dieser Woche: </p><p><a href="https://twitter.com/isotopp?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kris Köhntopp</a>, Blogger&nbsp;<a href="https://blog.koehntopp.info/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Die wunderbare Welt von Isotopp“</a>, Ingenieur, Gamer</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</p><p>Das Metaversum kommt. Sagt Facebook und kündigt aktuell 10.000 neue Stellen in Europa an. Sagt so ziemlich jeder Tech-Gigant schon länger. Nur: Was ist das Metaversum? Eine Art Internet in 3D? Zoom-Konferenz mit virtuellem Anfassen? Die Rückkehr von Second Life?</p><p>Der Tech-Blogger&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/isotopp/?originalSubdomain=nl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kris Köhntopp</a>&nbsp;– nach eigener Aussage seit 1987 im Internet und seit her nicht wieder draußen gewesen – sagt: Wir erleben gerade eine chaotische Phase, die für neue Technologien typisch ist. Zahlreiche große Akteure investieren, erforschen, versuchen Claims abzustecken und den Kuchen erst mal zu backen, bevor er dann gewinnbringend verteilt werden kann.&nbsp;</p><p>Michael Carl und Kris Köhntopp nehmen die Idee eines Metaversum Stück für Stück auseinander. Was könnte ein Metaversum künftig ausmachen? Wer wird das attraktiv finden? Wer sieht hier völlig neue Geschäftsmodelle? Welche Rolle spielt Facebook, was hat das Bond-Auto in diesem Spiel zu suchen und was wir hier von Fortnite und Minecraft lernen können.</p><p>Wer über das Metaversum mitreden will, braucht diese Folge. Wer dann immer noch mehr wissen möchte, wird&nbsp;<a href="https://blog.koehntopp.info/2021/10/26/metaverse.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>&nbsp;im Blog von Kris fündig.&nbsp;</p><p>Zu Gast in dieser Woche: </p><p><a href="https://twitter.com/isotopp?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kris Köhntopp</a>, Blogger&nbsp;<a href="https://blog.koehntopp.info/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Die wunderbare Welt von Isotopp“</a>, Ingenieur, Gamer</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-74-Review-2021-Kris-Koehntopp]]></link><guid isPermaLink="false">e961f2a3-3d84-4b58-bb21-419f92962d2b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e3291c1e-fad4-4117-a524-f89a5379ce16/x_-S4kDJXY033ZP7PaQ6jMTK.jpg"/><pubDate>Fri, 31 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/3ed9ee33-9e9f-4344-9ca6-5a370d6ac87a/review-k-hntopp.mp3" length="72109581" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:33</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>74</itunes:episode><podcast:episode>74</podcast:episode></item><item><title>#73 Silvester mit Suchtpotenzial</title><itunes:title>#73 Silvester mit Suchtpotenzial</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die traditionelle Silvesterfolge mit Ariane Müller, eine der beiden Köpfe und Stimmen von <a href="https://www.suchtpotenzial.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Suchtpotenzial“</a>.&nbsp;</p><p>Silvester 2020 hat Ariane hier im Podcast prognostiziert: Zum Jahreswechsel 2021/22 werden wir zwei ausverkaufte Shows im Roxy in Ulm spielen, mit großer Band und gewaltiger Party. Die Prognose steht, jetzt allerdings für ein weiteres Jahr später. Im Rückblick kann man sich schon fragen: Haben wir das wirklich geglaubt? Und was ist in der Zwischenzeit passiert, dass wir zu diesem Jahreswechsel definitiv keine zwei ausverkauften Shows von „Suchtpotenzial“ sehen werden?</p><p>Die zweite Prognose von Ariane aus dem Vorjahr saß besser. Es wird eklig werden im Kulturbetrieb, ein Verdrängungswettbewerb wird die Landschaft prägen und vielfach werden ihn die alten großen Namen gewinnen. Die Rückkehr der Dinos. Ein Jahr später stehen wir da, haben „Wetten dass“ und „TV total“ im Fernsehen und Abba und Adele in den Charts. Das haben wir jetzt davon.</p><p>„Suchtpotenzial“ hätte 2021 eine ausverkaufte Tour spielen sollen. Hätte. Ariane berichtet über ein Jahr, in dem Ariane und Julia von „Suchtpotenzial“ jede Lücke mit Kreativität füllen wollten – so dass sie sich im Sommer, als sie wieder spielen durften, bereits reichlich ausgepowert fühlten. Sie schildert, wie sie mit permanenter Unsicherheit umgehen („Kann ich in drei Wochen hier eine Show moderieren? Mmh, im Kalender steht ein Auftritt in Berlin. Ob der stattfindet? Weiß keiner.) und wie auch im Pessimismus eine konstruktive Chance liegt. Solange der eigene Plan B immer noch hält, kommen wir durch die Krise.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.instagram.com/arianeeeeeeeeeee/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ariane Müller</a>,&nbsp;(<a href="https://twitter.com/aaarianeee" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@aaarianeee</a>), gemeinsam mit <a href="https://www.instagram.com/julia.gamez.martin/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Julia Gamez Martin</a> (<a href="https://twitter.com/juliagamezmusic?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@JuliaGamezMusic</a>) steht sie als Duo „<a href="https://www.instagram.com/suchtpotenzial.comedy/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Suchtpotenzial</a>“ (<a href="https://twitter.com/alkopopsuchti" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@alkopopsuchti</a>) auf der Bühne.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die traditionelle Silvesterfolge mit Ariane Müller, eine der beiden Köpfe und Stimmen von <a href="https://www.suchtpotenzial.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Suchtpotenzial“</a>.&nbsp;</p><p>Silvester 2020 hat Ariane hier im Podcast prognostiziert: Zum Jahreswechsel 2021/22 werden wir zwei ausverkaufte Shows im Roxy in Ulm spielen, mit großer Band und gewaltiger Party. Die Prognose steht, jetzt allerdings für ein weiteres Jahr später. Im Rückblick kann man sich schon fragen: Haben wir das wirklich geglaubt? Und was ist in der Zwischenzeit passiert, dass wir zu diesem Jahreswechsel definitiv keine zwei ausverkauften Shows von „Suchtpotenzial“ sehen werden?</p><p>Die zweite Prognose von Ariane aus dem Vorjahr saß besser. Es wird eklig werden im Kulturbetrieb, ein Verdrängungswettbewerb wird die Landschaft prägen und vielfach werden ihn die alten großen Namen gewinnen. Die Rückkehr der Dinos. Ein Jahr später stehen wir da, haben „Wetten dass“ und „TV total“ im Fernsehen und Abba und Adele in den Charts. Das haben wir jetzt davon.</p><p>„Suchtpotenzial“ hätte 2021 eine ausverkaufte Tour spielen sollen. Hätte. Ariane berichtet über ein Jahr, in dem Ariane und Julia von „Suchtpotenzial“ jede Lücke mit Kreativität füllen wollten – so dass sie sich im Sommer, als sie wieder spielen durften, bereits reichlich ausgepowert fühlten. Sie schildert, wie sie mit permanenter Unsicherheit umgehen („Kann ich in drei Wochen hier eine Show moderieren? Mmh, im Kalender steht ein Auftritt in Berlin. Ob der stattfindet? Weiß keiner.) und wie auch im Pessimismus eine konstruktive Chance liegt. Solange der eigene Plan B immer noch hält, kommen wir durch die Krise.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.instagram.com/arianeeeeeeeeeee/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ariane Müller</a>,&nbsp;(<a href="https://twitter.com/aaarianeee" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@aaarianeee</a>), gemeinsam mit <a href="https://www.instagram.com/julia.gamez.martin/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Julia Gamez Martin</a> (<a href="https://twitter.com/juliagamezmusic?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@JuliaGamezMusic</a>) steht sie als Duo „<a href="https://www.instagram.com/suchtpotenzial.comedy/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Suchtpotenzial</a>“ (<a href="https://twitter.com/alkopopsuchti" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@alkopopsuchti</a>) auf der Bühne.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-73-Silvester-mit-Suchtpotenzial]]></link><guid isPermaLink="false">50376589-2f63-4b79-8e50-027b5c961689</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/4301b500-e574-4dd8-abd6-1b337a9c874c/3TEeCSODiZKOTRDMnswdRVHM.jpg"/><pubDate>Thu, 30 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/c68c6ed5-de0b-47d4-97ba-e52856e7ee1e/folge-73-mueller.mp3" length="66154499" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:27</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>73</itunes:episode><podcast:episode>73</podcast:episode><itunes:summary>Es braucht den Clown. Wenn alle nur noch Virologe werden wollen und sich in ihren Podcasts über neueste Erkenntnisse auslassen, drohen wir in unserer eigenen Ernsthaftigkeit zu ersticken. Sagt Ariane Müller, die eine beiden besseren Hälften von Suchtpotenzial in der nun schon traditionellen Silvesterfolge bei „carls zukunft der woche“. Über Kultur in Zeiten von Corona, die Rückkehr der Dinos, Kreativität, Anstrengung und Optimismus. 
3 – 2 – 1 – whohow – Prost Podcast!</itunes:summary></item><item><title>Review 2021: Martin Hirsch – Neue Gesundheit durch KI</title><itunes:title>Review 2021: Martin Hirsch – Neue Gesundheit durch KI</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p><a href="https://www.uni-marburg.de/de/aktuelles/news/2020/neu-berufen-prof-dr-martin-hirsch" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Hirsch</a>, Professor für Künstliche Intelligenz in der Medizin und Miterfinder der&nbsp;<a href="https://ada.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Diagnose-Software ADA</a>, beschreibt im Gespräch mit Michael Carl, wie KI die Medizin heute schon unterstützt und was Künstliche Intelligenz in zehn Jahren leisten wird. Er ist sich sicher: Künstliche Intelligenz wird unsere Haltung zu Medizin von Grund auf verändern – weg vom Fokus auf die Krankheit und hin zum Erhalt unserer Gesundheit. Personalisierte Prävention ist hier das Stichwort. Wenn Sie neugierig sind: Testen Sie ruhig mal die KI basierte Diagnose-Software ADA, gibt es in jedem App-Store, und berichten Sie uns Ihre Erfahrungen.</p><h4>Zu Gast dieser Woche: </h4><p><a href="https://www.uni-marburg.de/de/aktuelles/news/2020/neu-berufen-prof-dr-martin-hirsch" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Hirsch</a>, Professor für Künstliche Intelligenz an der Universität Marburg, Co-Founder und Chief Scientific Advisor bei&nbsp;<a href="https://ada.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ADA Health</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p><a href="https://www.uni-marburg.de/de/aktuelles/news/2020/neu-berufen-prof-dr-martin-hirsch" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Hirsch</a>, Professor für Künstliche Intelligenz in der Medizin und Miterfinder der&nbsp;<a href="https://ada.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Diagnose-Software ADA</a>, beschreibt im Gespräch mit Michael Carl, wie KI die Medizin heute schon unterstützt und was Künstliche Intelligenz in zehn Jahren leisten wird. Er ist sich sicher: Künstliche Intelligenz wird unsere Haltung zu Medizin von Grund auf verändern – weg vom Fokus auf die Krankheit und hin zum Erhalt unserer Gesundheit. Personalisierte Prävention ist hier das Stichwort. Wenn Sie neugierig sind: Testen Sie ruhig mal die KI basierte Diagnose-Software ADA, gibt es in jedem App-Store, und berichten Sie uns Ihre Erfahrungen.</p><h4>Zu Gast dieser Woche: </h4><p><a href="https://www.uni-marburg.de/de/aktuelles/news/2020/neu-berufen-prof-dr-martin-hirsch" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Hirsch</a>, Professor für Künstliche Intelligenz an der Universität Marburg, Co-Founder und Chief Scientific Advisor bei&nbsp;<a href="https://ada.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ADA Health</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-72-Review-2021-Martin-Hirsch]]></link><guid isPermaLink="false">9904bda6-44be-46ec-82b0-952c6251998b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f4a76344-0005-4183-a8c7-1c19da04d720/4zYA1GyLYmTRX-3IfYaD2H0D.jpg"/><pubDate>Wed, 29 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/56ed044a-0338-4de1-9da3-2c8e429e7861/review-hirsch.mp3" length="68817735" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:50</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>72</itunes:episode><podcast:episode>72</podcast:episode></item><item><title>Review 2021: Reinhard Steurer – Das Scheitern der Klimapolitik</title><itunes:title>Review 2021: Reinhard Steurer – Das Scheitern der Klimapolitik</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft:</h4><p>Ein Gespräch über die Unmöglichkeit einer angemessenen Klimapolitik.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/reinhard-steurer-6bb0a148/?originalSubdomain=at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reinhard Steurer</a>&nbsp;ist Professor für Klimapolitik an der traditionsreichen Universität für Bodenkultur in Wien und eine der sehr präsenten Stimmen auf Twitter, die sich für eine andere, deutlich aktivere Klimapolitik einsetzen. Über die heutige Klimapolitik in Europa fällt er ein klares Urteil: Zu wenig, zu spät, reicht nicht. Reicht nicht für das Überleben unserer Zivilisation.&nbsp;</p><p>Michael Carl und Reinhard Steurer sprechen über die Zukunftsfähigkeit von uns europäischen Gesellschaften. Trotz eines überwältigenden wissenschaftlichen Konsenses sind wir nicht zu einer sachlich angemessenen Antwort auf die Klimakrise in der Lage. Ein Faktor dabei: Die Klimakrise nötigt uns, von lieb gewonnen Gewohnheiten und alltäglichen Selbstverständlichkeiten Abschied zu nehmen. Gleichzeitig ist sie noch so wenig greifbar und komplex. Ihre zerstörerischen Auswirkungen zeigen sich erst später und sie lassen sich nie auf nur einen Faktor zurückführen. Kurzum: Die Klimakrise ist besonders gut dafür geeignet, verdrängt zu werden. Und das können wir.&nbsp;&nbsp;</p><p>Einer der Faktoren hinter unserer gesellschaftlichen Unfähigkeit zu einer angemessenen Klimapolitik ist unsere Sprache, denn Sprache konstruiert und verfestigt Realität. Solange wir von Klimawandel sprechen, werden wir immer an ein relativ gängiges, immer wieder vorkommendes Phänomen denken. Solange wir von Umweltschutz sprechen, können wir uns heldenhaft fühlen, Müll aus dem Wald zu holen. Solange wir von Temperaturrekorden sprechen – und diese in der Zeitung noch mit Fotos planschender Kinder bebildern –, werden wir stets an eine positive Entwicklung denken. Der Test: Setzen wir „Klimanotstand“, „Zivilisationsschutz“ und „nie dagewesen Höchststände“ in die Sätze ein, erzeugen wir ein anderes Bild von Realität.&nbsp;&nbsp;</p><p>Reinhard Steuer legt Eckpunkte einer sachlich angemessenen, ideologisch unaufgeregten Klimapolitik vor. Diese Eckpunkte decken sich mit den Aussagen von Sara Schurmann, Katja Diehl und Doreen Rietentiet hier im Podcast. Erneuerbare Energien, keine neuen Verbrennungsmotoren, Stopp von Kurzstreckenflügen – und weiterhin Strom aus Kohle? „Ein Wahnsinn!“&nbsp;</p><p>Bemerkenswert ist die Einschätzung von Reinhard Steurer zu unseren Chancen auf einen Erhalt unserer Zivilisation. Aus der Politik selbst, so seine klare Einschätzung, wird der Wandel nicht kommen können. Es braucht gesellschaftliche Mehrheiten, Bewegungen wie FFF – und Wahlergebnisse.&nbsp;&nbsp;</p><h4>Zu Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://boku.ac.at/wiso/infer/personen/reinhard-steurer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reinhard Steurer, Universität für Bodenkultur Wien</a>, Professor für Klimapolitik. Auf Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/reisteurer?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@ReiSteurer&nbsp;05</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft:</h4><p>Ein Gespräch über die Unmöglichkeit einer angemessenen Klimapolitik.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/reinhard-steurer-6bb0a148/?originalSubdomain=at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reinhard Steurer</a>&nbsp;ist Professor für Klimapolitik an der traditionsreichen Universität für Bodenkultur in Wien und eine der sehr präsenten Stimmen auf Twitter, die sich für eine andere, deutlich aktivere Klimapolitik einsetzen. Über die heutige Klimapolitik in Europa fällt er ein klares Urteil: Zu wenig, zu spät, reicht nicht. Reicht nicht für das Überleben unserer Zivilisation.&nbsp;</p><p>Michael Carl und Reinhard Steurer sprechen über die Zukunftsfähigkeit von uns europäischen Gesellschaften. Trotz eines überwältigenden wissenschaftlichen Konsenses sind wir nicht zu einer sachlich angemessenen Antwort auf die Klimakrise in der Lage. Ein Faktor dabei: Die Klimakrise nötigt uns, von lieb gewonnen Gewohnheiten und alltäglichen Selbstverständlichkeiten Abschied zu nehmen. Gleichzeitig ist sie noch so wenig greifbar und komplex. Ihre zerstörerischen Auswirkungen zeigen sich erst später und sie lassen sich nie auf nur einen Faktor zurückführen. Kurzum: Die Klimakrise ist besonders gut dafür geeignet, verdrängt zu werden. Und das können wir.&nbsp;&nbsp;</p><p>Einer der Faktoren hinter unserer gesellschaftlichen Unfähigkeit zu einer angemessenen Klimapolitik ist unsere Sprache, denn Sprache konstruiert und verfestigt Realität. Solange wir von Klimawandel sprechen, werden wir immer an ein relativ gängiges, immer wieder vorkommendes Phänomen denken. Solange wir von Umweltschutz sprechen, können wir uns heldenhaft fühlen, Müll aus dem Wald zu holen. Solange wir von Temperaturrekorden sprechen – und diese in der Zeitung noch mit Fotos planschender Kinder bebildern –, werden wir stets an eine positive Entwicklung denken. Der Test: Setzen wir „Klimanotstand“, „Zivilisationsschutz“ und „nie dagewesen Höchststände“ in die Sätze ein, erzeugen wir ein anderes Bild von Realität.&nbsp;&nbsp;</p><p>Reinhard Steuer legt Eckpunkte einer sachlich angemessenen, ideologisch unaufgeregten Klimapolitik vor. Diese Eckpunkte decken sich mit den Aussagen von Sara Schurmann, Katja Diehl und Doreen Rietentiet hier im Podcast. Erneuerbare Energien, keine neuen Verbrennungsmotoren, Stopp von Kurzstreckenflügen – und weiterhin Strom aus Kohle? „Ein Wahnsinn!“&nbsp;</p><p>Bemerkenswert ist die Einschätzung von Reinhard Steurer zu unseren Chancen auf einen Erhalt unserer Zivilisation. Aus der Politik selbst, so seine klare Einschätzung, wird der Wandel nicht kommen können. Es braucht gesellschaftliche Mehrheiten, Bewegungen wie FFF – und Wahlergebnisse.&nbsp;&nbsp;</p><h4>Zu Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://boku.ac.at/wiso/infer/personen/reinhard-steurer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reinhard Steurer, Universität für Bodenkultur Wien</a>, Professor für Klimapolitik. Auf Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/reisteurer?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@ReiSteurer&nbsp;05</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-71-Review-2021-Reinhard-Steurer]]></link><guid isPermaLink="false">64919723-1838-4822-a24b-512a1b37a8ee</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/67d1fd77-747c-472b-a854-02fd499eda01/ruvpHJ9gI_Y0d57VrsL0wyxY.jpg"/><pubDate>Tue, 28 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/bdfa7182-db44-4739-9e9f-c9fe461a5d8c/review-steuer.mp3" length="67438469" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:07</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>71</itunes:episode><podcast:episode>71</podcast:episode></item><item><title>Review 2021: Patrick Kramer – Biohacking: Mehr als 100% Mensch</title><itunes:title>Review 2021: Patrick Kramer – Biohacking: Mehr als 100% Mensch</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Halten wir fest: Kleine Implantate, die unseren Schlüsselbund und unsere Geldbörse ersetzen, sind bereits Gegenwart und werden von immer mehr Menschen in der Haut getragen. Auch Michael Carl hat seit mehreren Jahren einen in seiner linken Hand und darf sich offiziell Cyborg nennen – was er allerdings nur selten tut, Stichwort „albern“. Er spricht dazu diese Woche mit Biohacker&nbsp;<a href="https://patrick-kramer.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Patrick Kramer</a>&nbsp;und über das neue Verhältnis von Mensch und Maschine, technische Schnittstellen in unserem Gehirn und warum uns die „Verschmelzung“ mit Maschinen letztlich sogar menschlicher macht. Als Bonus hören Sie exklusiv das Gedicht, das Michael Carl in seinem Implantat gespeichert hat.</p><h4>Zu Gast in dieser Woche: </h4><p><a href="https://patrick-kramer.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Patrick Kramer</a>, Experte für digitale und biologische Transformation, Biohacker, Speaker und Gründer und Chief Cyborg Officer bei&nbsp;<a href="https://digiwell.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Digiwell – Upgraded Humans!</a> Podcast: <a href="https://open.spotify.com/show/7vL5NcXTW3YNEChbvu1GyN" rel="noopener noreferrer" target="_blank">UPGRADED HUMANS - Zukunft des Menschseins</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Halten wir fest: Kleine Implantate, die unseren Schlüsselbund und unsere Geldbörse ersetzen, sind bereits Gegenwart und werden von immer mehr Menschen in der Haut getragen. Auch Michael Carl hat seit mehreren Jahren einen in seiner linken Hand und darf sich offiziell Cyborg nennen – was er allerdings nur selten tut, Stichwort „albern“. Er spricht dazu diese Woche mit Biohacker&nbsp;<a href="https://patrick-kramer.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Patrick Kramer</a>&nbsp;und über das neue Verhältnis von Mensch und Maschine, technische Schnittstellen in unserem Gehirn und warum uns die „Verschmelzung“ mit Maschinen letztlich sogar menschlicher macht. Als Bonus hören Sie exklusiv das Gedicht, das Michael Carl in seinem Implantat gespeichert hat.</p><h4>Zu Gast in dieser Woche: </h4><p><a href="https://patrick-kramer.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Patrick Kramer</a>, Experte für digitale und biologische Transformation, Biohacker, Speaker und Gründer und Chief Cyborg Officer bei&nbsp;<a href="https://digiwell.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Digiwell – Upgraded Humans!</a> Podcast: <a href="https://open.spotify.com/show/7vL5NcXTW3YNEChbvu1GyN" rel="noopener noreferrer" target="_blank">UPGRADED HUMANS - Zukunft des Menschseins</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-70-Review-2021-Patrick-Kramer]]></link><guid isPermaLink="false">58bd9819-431a-4ee5-baac-6663141e5fc9</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/34feed38-7cda-42da-a9e0-45568937f8fa/I8_Pqt6elUXj2l5c2JF74Od4.jpg"/><pubDate>Mon, 27 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/14fa3bb1-381e-40aa-99e5-e4cbc1bfeff7/review-kramer.mp3" length="68912193" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:53</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>70</itunes:episode><podcast:episode>70</podcast:episode></item><item><title>Review 2021: Katja Diehl – Mobilität mit #autokorrektur</title><itunes:title>Review 2021: Katja Diehl – Mobilität mit #autokorrektur</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Die Mobilität der Zukunft beginnt, wenn ich nicht mehr auf mein eigenes Auto angewiesen bin. Die Mobilitätsexpertin&nbsp;<a href="https://katja-diehl.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katja Diehl</a>&nbsp;(<a href="Diese Woche in der Zukunft:  Die Mobilität der Zukunft beginnt, wenn ich nicht mehr auf mein eigenes Auto angewiesen bin. Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl („She drives mobility“) setzt sich für eine Mobilität ein, die flexibler, gerechter und nachhaltiger ist – und die zu lebenswerteren Städten führt. Mit Michael Carl spricht sie darüber, warum wir trotzdem an einer Mobilität festhalten, die auf private Autos setzt. Ein Grund ist die intransparente Verteilung der Kosten. Man vergleiche alleine die Kosten für einen Anwohnerparkausweis (30 € im Jahr zum Beispiel in Hamburg) mit der anteiligen Miete für das Kinderzimmer in der Wohnung. Deutlich mehr als Faktor 100. Hinzu kommen Dienstwagenprivileg, Dieselbesteuerung, das Ignorieren der Folgekosten der Mobilität. Allen Rufen nach einer neuen Mobilität zum Trotz rechnen wir uns die bisherigen Formen von Verkehr immer noch schön.  Katja Diehl ist eher skeptisch, wenn es um Hyperloop und Flugtaxi geht. eMobility hält sie im Wesentlichen für einen Wechsel der Antriebsart, der abgesehen von der lokalen Emission kein wesentliches Problem löst. Sie plädiert für adaptive Lösungen, die jeweils im konkreten Umfeld gefunden werden. Teils sind es auch Maßnahmen der Stadtentwicklung, die eine neue Form der Mobilität hervorbringen, wie die Rückkehr zu den Super-Blocks in Barcelona. Große Blocks im Viertel – und wer nicht drin wohnt, muss außen herum fahren. Ein System das längst Nachahmer findet.  Dazu ein weiterer Sneak aus unserem Buch zur besseren Normalität nach der akuten Phase der Pandemie. Diese Woche aus dem Beitrag von Harald R. Fortmann, Digitalunternehmer und Personalberater. Seine These: Selbst wenn viele derzeit Sehnsucht verspüren, wieder ins Büro zu gehen, das Home-Office am Küchentisch zu verlassen und nicht mehr nebenbei Homeschooling organisieren zu müssen: Mit dem nächsten Mietvertrag wird der Arbeitgeber die Büroflächen verkleinern. Der Arbeitsplatz, wie wir ihn kannten, ist Geschichte. Ein weiterer Beitrag vorab zu „Creating the better normal“.  Der Gast dieser Woche:  Katja Diehl, Mobilitätsexpetin, Podcast „She drives mobility”" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„She drives mobility“</a>) setzt sich für eine Mobilität ein, die flexibler, gerechter und nachhaltiger ist – und die zu lebenswerteren Städten führt. Mit Michael Carl spricht sie darüber, warum wir trotzdem an einer Mobilität festhalten, die auf private Autos setzt. Ein Grund ist die intransparente Verteilung der Kosten. Man vergleiche alleine die Kosten für einen Anwohnerparkausweis (30 € im Jahr zum Beispiel in Hamburg) mit der anteiligen Miete für das Kinderzimmer in der Wohnung. Deutlich mehr als Faktor 100. Hinzu kommen Dienstwagenprivileg, Dieselbesteuerung, das Ignorieren der Folgekosten der Mobilität. Allen Rufen nach einer neuen Mobilität zum Trotz rechnen wir uns die bisherigen Formen von Verkehr immer noch schön.</p><p>Katja Diehl ist eher skeptisch, wenn es um Hyperloop und Flugtaxi geht. eMobility hält sie im Wesentlichen für einen Wechsel der Antriebsart, der abgesehen von der lokalen Emission kein wesentliches Problem löst. Sie plädiert für adaptive Lösungen, die jeweils im konkreten Umfeld gefunden werden. Teils sind es auch Maßnahmen der Stadtentwicklung, die eine neue Form der Mobilität hervorbringen, wie die Rückkehr zu den Super-Blocks in Barcelona. Große Blocks im Viertel – und wer nicht drin wohnt, muss außen herum fahren. Ein System das längst Nachahmer findet.</p><h4>Zu Gast dieser Woche: </h4><p><a href="https://katja-diehl.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katja Diehl</a>, Mobilitätsexpetin, Podcast <a href="Diese Woche in der Zukunft:  Die Mobilität der Zukunft beginnt, wenn ich nicht mehr auf mein eigenes Auto angewiesen bin. Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl („She drives mobility“) setzt sich für eine Mobilität ein, die flexibler, gerechter und nachhaltiger ist – und die zu lebenswerteren Städten führt. Mit Michael Carl spricht sie darüber, warum wir trotzdem an einer Mobilität festhalten, die auf private Autos setzt. Ein Grund ist die intransparente Verteilung der Kosten. Man vergleiche alleine die Kosten für einen Anwohnerparkausweis (30 € im Jahr zum Beispiel in Hamburg) mit der anteiligen Miete für das Kinderzimmer in der Wohnung. Deutlich mehr als Faktor 100. Hinzu kommen Dienstwagenprivileg, Dieselbesteuerung, das Ignorieren der Folgekosten der Mobilität. Allen Rufen nach einer neuen Mobilität zum Trotz rechnen wir uns die bisherigen Formen von Verkehr immer noch schön.  Katja Diehl ist eher skeptisch, wenn es um Hyperloop und Flugtaxi geht. eMobility hält sie im Wesentlichen für einen Wechsel der Antriebsart, der abgesehen von der lokalen Emission kein wesentliches Problem löst. Sie plädiert für adaptive Lösungen, die jeweils im konkreten Umfeld gefunden werden. Teils sind es auch Maßnahmen der Stadtentwicklung, die eine neue Form der Mobilität hervorbringen, wie die Rückkehr zu den Super-Blocks in Barcelona. Große Blocks im Viertel – und wer nicht drin wohnt, muss außen herum fahren. Ein System das längst Nachahmer findet.  Dazu ein weiterer Sneak aus unserem Buch zur besseren Normalität nach der akuten Phase der Pandemie. Diese Woche aus dem Beitrag von Harald R. Fortmann, Digitalunternehmer und Personalberater. Seine These: Selbst wenn viele derzeit Sehnsucht verspüren, wieder ins Büro zu gehen, das Home-Office am Küchentisch zu verlassen und nicht mehr nebenbei Homeschooling organisieren zu müssen: Mit dem nächsten Mietvertrag wird der Arbeitgeber die Büroflächen verkleinern. Der Arbeitsplatz, wie wir ihn kannten, ist Geschichte. Ein weiterer Beitrag vorab zu „Creating the better normal“.  Der Gast dieser Woche:  Katja Diehl, Mobilitätsexpetin, Podcast „She drives mobility”" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„She drives mobility”</a>, Buch: <a href="https://www.fischerverlage.de/buch/katja-diehl-autokorrektur-mobilitaet-fuer-eine-lebenswerte-welt-9783103971422" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Die Mobilität der Zukunft beginnt, wenn ich nicht mehr auf mein eigenes Auto angewiesen bin. Die Mobilitätsexpertin&nbsp;<a href="https://katja-diehl.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katja Diehl</a>&nbsp;(<a href="Diese Woche in der Zukunft:  Die Mobilität der Zukunft beginnt, wenn ich nicht mehr auf mein eigenes Auto angewiesen bin. Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl („She drives mobility“) setzt sich für eine Mobilität ein, die flexibler, gerechter und nachhaltiger ist – und die zu lebenswerteren Städten führt. Mit Michael Carl spricht sie darüber, warum wir trotzdem an einer Mobilität festhalten, die auf private Autos setzt. Ein Grund ist die intransparente Verteilung der Kosten. Man vergleiche alleine die Kosten für einen Anwohnerparkausweis (30 € im Jahr zum Beispiel in Hamburg) mit der anteiligen Miete für das Kinderzimmer in der Wohnung. Deutlich mehr als Faktor 100. Hinzu kommen Dienstwagenprivileg, Dieselbesteuerung, das Ignorieren der Folgekosten der Mobilität. Allen Rufen nach einer neuen Mobilität zum Trotz rechnen wir uns die bisherigen Formen von Verkehr immer noch schön.  Katja Diehl ist eher skeptisch, wenn es um Hyperloop und Flugtaxi geht. eMobility hält sie im Wesentlichen für einen Wechsel der Antriebsart, der abgesehen von der lokalen Emission kein wesentliches Problem löst. Sie plädiert für adaptive Lösungen, die jeweils im konkreten Umfeld gefunden werden. Teils sind es auch Maßnahmen der Stadtentwicklung, die eine neue Form der Mobilität hervorbringen, wie die Rückkehr zu den Super-Blocks in Barcelona. Große Blocks im Viertel – und wer nicht drin wohnt, muss außen herum fahren. Ein System das längst Nachahmer findet.  Dazu ein weiterer Sneak aus unserem Buch zur besseren Normalität nach der akuten Phase der Pandemie. Diese Woche aus dem Beitrag von Harald R. Fortmann, Digitalunternehmer und Personalberater. Seine These: Selbst wenn viele derzeit Sehnsucht verspüren, wieder ins Büro zu gehen, das Home-Office am Küchentisch zu verlassen und nicht mehr nebenbei Homeschooling organisieren zu müssen: Mit dem nächsten Mietvertrag wird der Arbeitgeber die Büroflächen verkleinern. Der Arbeitsplatz, wie wir ihn kannten, ist Geschichte. Ein weiterer Beitrag vorab zu „Creating the better normal“.  Der Gast dieser Woche:  Katja Diehl, Mobilitätsexpetin, Podcast „She drives mobility”" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„She drives mobility“</a>) setzt sich für eine Mobilität ein, die flexibler, gerechter und nachhaltiger ist – und die zu lebenswerteren Städten führt. Mit Michael Carl spricht sie darüber, warum wir trotzdem an einer Mobilität festhalten, die auf private Autos setzt. Ein Grund ist die intransparente Verteilung der Kosten. Man vergleiche alleine die Kosten für einen Anwohnerparkausweis (30 € im Jahr zum Beispiel in Hamburg) mit der anteiligen Miete für das Kinderzimmer in der Wohnung. Deutlich mehr als Faktor 100. Hinzu kommen Dienstwagenprivileg, Dieselbesteuerung, das Ignorieren der Folgekosten der Mobilität. Allen Rufen nach einer neuen Mobilität zum Trotz rechnen wir uns die bisherigen Formen von Verkehr immer noch schön.</p><p>Katja Diehl ist eher skeptisch, wenn es um Hyperloop und Flugtaxi geht. eMobility hält sie im Wesentlichen für einen Wechsel der Antriebsart, der abgesehen von der lokalen Emission kein wesentliches Problem löst. Sie plädiert für adaptive Lösungen, die jeweils im konkreten Umfeld gefunden werden. Teils sind es auch Maßnahmen der Stadtentwicklung, die eine neue Form der Mobilität hervorbringen, wie die Rückkehr zu den Super-Blocks in Barcelona. Große Blocks im Viertel – und wer nicht drin wohnt, muss außen herum fahren. Ein System das längst Nachahmer findet.</p><h4>Zu Gast dieser Woche: </h4><p><a href="https://katja-diehl.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katja Diehl</a>, Mobilitätsexpetin, Podcast <a href="Diese Woche in der Zukunft:  Die Mobilität der Zukunft beginnt, wenn ich nicht mehr auf mein eigenes Auto angewiesen bin. Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl („She drives mobility“) setzt sich für eine Mobilität ein, die flexibler, gerechter und nachhaltiger ist – und die zu lebenswerteren Städten führt. Mit Michael Carl spricht sie darüber, warum wir trotzdem an einer Mobilität festhalten, die auf private Autos setzt. Ein Grund ist die intransparente Verteilung der Kosten. Man vergleiche alleine die Kosten für einen Anwohnerparkausweis (30 € im Jahr zum Beispiel in Hamburg) mit der anteiligen Miete für das Kinderzimmer in der Wohnung. Deutlich mehr als Faktor 100. Hinzu kommen Dienstwagenprivileg, Dieselbesteuerung, das Ignorieren der Folgekosten der Mobilität. Allen Rufen nach einer neuen Mobilität zum Trotz rechnen wir uns die bisherigen Formen von Verkehr immer noch schön.  Katja Diehl ist eher skeptisch, wenn es um Hyperloop und Flugtaxi geht. eMobility hält sie im Wesentlichen für einen Wechsel der Antriebsart, der abgesehen von der lokalen Emission kein wesentliches Problem löst. Sie plädiert für adaptive Lösungen, die jeweils im konkreten Umfeld gefunden werden. Teils sind es auch Maßnahmen der Stadtentwicklung, die eine neue Form der Mobilität hervorbringen, wie die Rückkehr zu den Super-Blocks in Barcelona. Große Blocks im Viertel – und wer nicht drin wohnt, muss außen herum fahren. Ein System das längst Nachahmer findet.  Dazu ein weiterer Sneak aus unserem Buch zur besseren Normalität nach der akuten Phase der Pandemie. Diese Woche aus dem Beitrag von Harald R. Fortmann, Digitalunternehmer und Personalberater. Seine These: Selbst wenn viele derzeit Sehnsucht verspüren, wieder ins Büro zu gehen, das Home-Office am Küchentisch zu verlassen und nicht mehr nebenbei Homeschooling organisieren zu müssen: Mit dem nächsten Mietvertrag wird der Arbeitgeber die Büroflächen verkleinern. Der Arbeitsplatz, wie wir ihn kannten, ist Geschichte. Ein weiterer Beitrag vorab zu „Creating the better normal“.  Der Gast dieser Woche:  Katja Diehl, Mobilitätsexpetin, Podcast „She drives mobility”" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„She drives mobility”</a>, Buch: <a href="https://www.fischerverlage.de/buch/katja-diehl-autokorrektur-mobilitaet-fuer-eine-lebenswerte-welt-9783103971422" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-69-Review-2021-Katja-Diehl]]></link><guid isPermaLink="false">2f9c094a-5748-41f5-8056-1f16f912ceae</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/109baea4-1d4e-4b92-bf80-ae1e9516be0a/_UgxPian1iP8mEeMm-eZEFfO.jpg"/><pubDate>Sun, 26 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/d98a51e9-ecda-4752-adc7-b7085b11757d/review-diehl.mp3" length="50508614" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>26:18</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>69</itunes:episode><podcast:episode>69</podcast:episode></item><item><title>Review 2021: Rafael Laguna – Wie wir die Welt mit Technologie retten</title><itunes:title>Review 2021: Rafael Laguna – Wie wir die Welt mit Technologie retten</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Technologie wird uns ermöglichen, die Welt wieder in Balance zu bringen. Das sagt&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/rafaellaguna/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rafael Laguna de la Vera.</a>&nbsp;Er ist qua Amt für die wirklich radikalen Neuerungen in Deutschland zuständig. Er leitet die Agentur für Sprunginnovationen in Leipzig:&nbsp;<a href="https://www.sprind.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SPRIND.</a>&nbsp;Und er hat gerade ein Buch zum Thema veröffentlich: „Sprunginnovation. Wie wir mit Wissenschaft und Technik die Welt wieder in Balance bekommen“.</p><p>Rafael macht sich für einen sehr optimistischen Ansatz stark. Unsere heutige Technologie ist schon gut: Sie hat dazu geführt, dass wir alle erheblich besser leben, dass wir länger leben, dass wir immer mehr werden. Aber unsere Technologie ist nicht gut genug. Sie ist noch nicht in der Lage die Probleme zu lösen, die wir mit der bisherigen Technologie und ihren im Grunde positiven Folgen erst aufgeworfen haben. Was ist die Antwort: Eine Abkehr von Technologie wäre möglich, würde aber nicht das gute Leben der gesamten Menschheit sichern. Also: Innovation. Und damit ist hier nicht die allmähliche Verbesserung der bisher bekannten Prozesse und Lösungen gemeint, sondern der Sprung, das radikal Neue, das die Bahnen des bisherigen Denkens verlässt. In diesem Sinne gilt: Technologie wird die Probleme von Technologie lösen.</p><p>Wir leben in innovationsarmen Zeiten. Seit dem Krieg ist in Deutschland keine echte Innovation erdacht und erfolgreich wirtschaftlich umgesetzt worden. Erstaunlicherweise gilt das fast global. Auch in den USA ruht man sich noch auf den Lorbeeren aus den 50ern und 60ern aus. Rafael listet in seinem Buch die wichtigsten Sprunginnovationen der menschlichen Zivilisation auf; das jüngste ist die Entwicklung des Personal Computers Mitte der 70er Jahre.&nbsp;</p><p>Dabei haben die USA das Muster vorgegeben, wie Kreativität und Innovation systematisch gefördert werden. Nach dem „Hallo Wach“-Moment des Sputnik-Schocks wurde die DARPA gegründet. Eine Agentur, die früh aufgezeigt hat, was es braucht, um im Auftrag von Staat und Gesellschaft wirklich Neues zu erzeugen: Public-Private-Partnerships, Abnahmegarantien für Produkte, die es (fast) noch nicht gibt und vor allem eine Brücke zwischen der Forschung an Universitäten und der wirtschaftlichen Nutzung von Ideen in der Wirtschaft. Dazwischen können im Zweifel auch zehn Jahre liegen – ohne Gewissheit auf Erfolg im Einzelfall. In den USA ist so das Silicon Valley gewachsen und nebenbei sind Kleinigkeiten wie Mikroprozessoren und das Internet entstanden.&nbsp;</p><p>Rafael sagt: Wenn wir kein Risiko eingehen, sind wir schon gescheitert. Pessimismus ist Zeitverschwendung. Angst vor der Zukunft ebenso. Was wir tun müssen, ist, diese Angst in Tatkraft umzuwandeln. Rafael versucht einen Narrativ zu erzeugen, der Optimismus verbreitet. Ein gutes Zeichen ist, wie viele Menschen sich mit Ideen an SPRIND wenden und wie viele sich an den Challenges der Agentur beteiligen. Für die einzelne Innovation gibt es keine Garantie. Aber, so Rafael Laguna, solange wir genug versuchen und lange genug durchhalten, ist der innovative und wirtschaftliche Erfolg kaum zu vermeiden.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/rafaellaguna/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rafael Laguna de la Vera</a>, Gründungsdirektor der Bundesagentur für Sprunginnovation (SPRIND),&nbsp;<a href="https://twitter.com/rafbuff?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@rafbuff</a>,&nbsp;<a href="https://twitter.com/SPRIND?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@SPRIND</a>,&nbsp;<a href="https://www.sprind.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.sprind.org&nbsp;</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Technologie wird uns ermöglichen, die Welt wieder in Balance zu bringen. Das sagt&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/rafaellaguna/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rafael Laguna de la Vera.</a>&nbsp;Er ist qua Amt für die wirklich radikalen Neuerungen in Deutschland zuständig. Er leitet die Agentur für Sprunginnovationen in Leipzig:&nbsp;<a href="https://www.sprind.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SPRIND.</a>&nbsp;Und er hat gerade ein Buch zum Thema veröffentlich: „Sprunginnovation. Wie wir mit Wissenschaft und Technik die Welt wieder in Balance bekommen“.</p><p>Rafael macht sich für einen sehr optimistischen Ansatz stark. Unsere heutige Technologie ist schon gut: Sie hat dazu geführt, dass wir alle erheblich besser leben, dass wir länger leben, dass wir immer mehr werden. Aber unsere Technologie ist nicht gut genug. Sie ist noch nicht in der Lage die Probleme zu lösen, die wir mit der bisherigen Technologie und ihren im Grunde positiven Folgen erst aufgeworfen haben. Was ist die Antwort: Eine Abkehr von Technologie wäre möglich, würde aber nicht das gute Leben der gesamten Menschheit sichern. Also: Innovation. Und damit ist hier nicht die allmähliche Verbesserung der bisher bekannten Prozesse und Lösungen gemeint, sondern der Sprung, das radikal Neue, das die Bahnen des bisherigen Denkens verlässt. In diesem Sinne gilt: Technologie wird die Probleme von Technologie lösen.</p><p>Wir leben in innovationsarmen Zeiten. Seit dem Krieg ist in Deutschland keine echte Innovation erdacht und erfolgreich wirtschaftlich umgesetzt worden. Erstaunlicherweise gilt das fast global. Auch in den USA ruht man sich noch auf den Lorbeeren aus den 50ern und 60ern aus. Rafael listet in seinem Buch die wichtigsten Sprunginnovationen der menschlichen Zivilisation auf; das jüngste ist die Entwicklung des Personal Computers Mitte der 70er Jahre.&nbsp;</p><p>Dabei haben die USA das Muster vorgegeben, wie Kreativität und Innovation systematisch gefördert werden. Nach dem „Hallo Wach“-Moment des Sputnik-Schocks wurde die DARPA gegründet. Eine Agentur, die früh aufgezeigt hat, was es braucht, um im Auftrag von Staat und Gesellschaft wirklich Neues zu erzeugen: Public-Private-Partnerships, Abnahmegarantien für Produkte, die es (fast) noch nicht gibt und vor allem eine Brücke zwischen der Forschung an Universitäten und der wirtschaftlichen Nutzung von Ideen in der Wirtschaft. Dazwischen können im Zweifel auch zehn Jahre liegen – ohne Gewissheit auf Erfolg im Einzelfall. In den USA ist so das Silicon Valley gewachsen und nebenbei sind Kleinigkeiten wie Mikroprozessoren und das Internet entstanden.&nbsp;</p><p>Rafael sagt: Wenn wir kein Risiko eingehen, sind wir schon gescheitert. Pessimismus ist Zeitverschwendung. Angst vor der Zukunft ebenso. Was wir tun müssen, ist, diese Angst in Tatkraft umzuwandeln. Rafael versucht einen Narrativ zu erzeugen, der Optimismus verbreitet. Ein gutes Zeichen ist, wie viele Menschen sich mit Ideen an SPRIND wenden und wie viele sich an den Challenges der Agentur beteiligen. Für die einzelne Innovation gibt es keine Garantie. Aber, so Rafael Laguna, solange wir genug versuchen und lange genug durchhalten, ist der innovative und wirtschaftliche Erfolg kaum zu vermeiden.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/rafaellaguna/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rafael Laguna de la Vera</a>, Gründungsdirektor der Bundesagentur für Sprunginnovation (SPRIND),&nbsp;<a href="https://twitter.com/rafbuff?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@rafbuff</a>,&nbsp;<a href="https://twitter.com/SPRIND?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@SPRIND</a>,&nbsp;<a href="https://www.sprind.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.sprind.org&nbsp;</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-68-Review-2021-Rafael-Laguna]]></link><guid isPermaLink="false">2ff6de64-bcbd-4b59-a07b-05d3d011f429</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/2c4f0dd2-f528-44e9-800f-f9815961eabf/Lo14RNAy_y0si-PKw2F_PAvi.jpg"/><pubDate>Sat, 25 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/2600b21b-4da0-4eb9-b82f-9ac5eab20d28/review-laguna.mp3" length="86132112" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:52</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>68</itunes:episode><podcast:episode>68</podcast:episode></item><item><title>Review 2021: Christian Stöcker – Das Wunder des exponentiellen Wachstums</title><itunes:title>Review 2021: Christian Stöcker – Das Wunder des exponentiellen Wachstums</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Halten wir fest: Wir Menschen sind kognitiv schlecht dafür ausgerüstet, mit exponentiellem Wachstum umzugehen. Dennoch sind wir davon umgeben: Sei es die Ansteckungsrate mit SARS-CoV-2, unser Beitrag zur CO2-Menge in der Atmosphäre, die Papierproduktion, der weltweite Tourismus etc. Umso dringlicher müssen wir lernen, mit diesem Mechanismus umzugehen.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Kognitionspsychologe, beschreibt in seinem Buch „<a href="https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Das-Experiment-sind-wir/Christian-Stoecker/Blessing/e575926.rhd" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Das Experiment sind wir</a>“ anschaulich, was exponentielles Wachstum für unsere Lebens- und Arbeitswelten bedeutet. Im Gespräch mit Michael Carl erklärt er, was exponentielles Wachstum mit unserem Jahrhundert der Krisen zu tun hat und zeigt dabei hoffnungsvoll mögliche Lösungswege auf. Kleiner Spoiler: Mehr Bildung für alle! </p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>, Kognitionspsychologe, Professor für Digitale Kommunikation an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW),&nbsp;<a href="https://www.penguinrandomhouse.de/Autor/Christian-Stoecker/p396116.rhd" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Buchautor</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Nerd</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Halten wir fest: Wir Menschen sind kognitiv schlecht dafür ausgerüstet, mit exponentiellem Wachstum umzugehen. Dennoch sind wir davon umgeben: Sei es die Ansteckungsrate mit SARS-CoV-2, unser Beitrag zur CO2-Menge in der Atmosphäre, die Papierproduktion, der weltweite Tourismus etc. Umso dringlicher müssen wir lernen, mit diesem Mechanismus umzugehen.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Kognitionspsychologe, beschreibt in seinem Buch „<a href="https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Das-Experiment-sind-wir/Christian-Stoecker/Blessing/e575926.rhd" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Das Experiment sind wir</a>“ anschaulich, was exponentielles Wachstum für unsere Lebens- und Arbeitswelten bedeutet. Im Gespräch mit Michael Carl erklärt er, was exponentielles Wachstum mit unserem Jahrhundert der Krisen zu tun hat und zeigt dabei hoffnungsvoll mögliche Lösungswege auf. Kleiner Spoiler: Mehr Bildung für alle! </p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>, Kognitionspsychologe, Professor für Digitale Kommunikation an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW),&nbsp;<a href="https://www.penguinrandomhouse.de/Autor/Christian-Stoecker/p396116.rhd" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Buchautor</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Nerd</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-67-Review-2021-Christian-Stoecker]]></link><guid isPermaLink="false">8e82448d-e7c7-49bb-aad7-f0717c11e681</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7d72a1cf-7580-4fbd-b668-d14650655ac8/nZuaGwz_2P1s20HUa2_nDH0K.jpg"/><pubDate>Fri, 24 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/fc37c182-880f-4f11-a339-a1ff54e2b06c/review-st-cker.mp3" length="49319938" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>25:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>67</itunes:episode><podcast:episode>67</podcast:episode></item><item><title>#66 Weihnachten im Metaversum</title><itunes:title>#66 Weihnachten im Metaversum</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Worin liegt der Zauber des Metaversums? Warum lassen wir uns hineinziehen in eine digitale Welt und warum geben wir die sichere Überzeugung, dass diese digitale Welt nicht handfest real sein kann, bereitwillig an der Pforte ab? An der Anziehungskraft digitaler Welten besteht ja kein Zweifel – nicht erst, seit Facebook sein Mutterunternehmen in Meta umbenannt hat und voll auf die Entwicklung eines Metaversums setzt. Was ein Metaversum werden kann, war Thema von&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/folge-58-how-to-build-a-metaversum-in-three-simple-steps/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Episode 58</a>&nbsp;unseres Podcasts.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/christian-wessely-48907312/?originalSubdomain=at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Wessely</a> ist Professor für Fundamentaltheologie und forscht seit vielen Jahren zu Games, Medien und Religion. Er sagt: Es ist nicht die Technik allein. Das System entscheidet – und zum System tragen neben der schlichten Technologie auch die Stoffe, die Avatare, das Verhalten der anderen Gamer bei. Am Ende kann uns ein verpixeltes uralt-Game genauso in den Bann schlagen wie Zuckerbergs Visionen einer volldigitalisierten und maximal realitätsnahen Umgebung.&nbsp;</p><p>Für Christian ist der Gedanke der menschlichen Ohnmachtserfahrungen zentral. Wir alle erleben immer wieder: Das, was wirklich wichtig ist, steht nicht in unserer Verfügung. Viele entscheidende Aspekte unseres Lebens können wir nicht kontrollieren. Christian sagt: Das betrifft sogar die Mehrheit der Themen unseres Lebens.&nbsp;</p><p>Auch deshalb ist Gaming so anziehend. Gaming ist letztlich eine Verhaltensweise, Gaming tröstet, baut auf, hilft mir beim Verorten in der Welt. Hier kann der Gamer Kontrolle erfahren. Ist Gaming damit eine Form der Erlösung? Es wirkt so, zugleich: Auch die großartigste Spielwelt lebt vom Unverfügbaren. Fallen SSD und Internetanschluss aus, fällt die Erfahrung der Macht.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><strong>﻿</strong><a href="https://www.linkedin.com/in/christian-wessely-48907312/?originalSubdomain=at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Wessely</a>, Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Graz, Gamer, Landwirtschaftsmeister, Diakon, Betriebsrat, Donaldist</p><p>Christian ist einer der Herausgeber des Journal for Religion, Film and Media.&nbsp;<a href="http://www.jrfm.eu/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.jrfm.eu</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Worin liegt der Zauber des Metaversums? Warum lassen wir uns hineinziehen in eine digitale Welt und warum geben wir die sichere Überzeugung, dass diese digitale Welt nicht handfest real sein kann, bereitwillig an der Pforte ab? An der Anziehungskraft digitaler Welten besteht ja kein Zweifel – nicht erst, seit Facebook sein Mutterunternehmen in Meta umbenannt hat und voll auf die Entwicklung eines Metaversums setzt. Was ein Metaversum werden kann, war Thema von&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/folge-58-how-to-build-a-metaversum-in-three-simple-steps/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Episode 58</a>&nbsp;unseres Podcasts.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/christian-wessely-48907312/?originalSubdomain=at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Wessely</a> ist Professor für Fundamentaltheologie und forscht seit vielen Jahren zu Games, Medien und Religion. Er sagt: Es ist nicht die Technik allein. Das System entscheidet – und zum System tragen neben der schlichten Technologie auch die Stoffe, die Avatare, das Verhalten der anderen Gamer bei. Am Ende kann uns ein verpixeltes uralt-Game genauso in den Bann schlagen wie Zuckerbergs Visionen einer volldigitalisierten und maximal realitätsnahen Umgebung.&nbsp;</p><p>Für Christian ist der Gedanke der menschlichen Ohnmachtserfahrungen zentral. Wir alle erleben immer wieder: Das, was wirklich wichtig ist, steht nicht in unserer Verfügung. Viele entscheidende Aspekte unseres Lebens können wir nicht kontrollieren. Christian sagt: Das betrifft sogar die Mehrheit der Themen unseres Lebens.&nbsp;</p><p>Auch deshalb ist Gaming so anziehend. Gaming ist letztlich eine Verhaltensweise, Gaming tröstet, baut auf, hilft mir beim Verorten in der Welt. Hier kann der Gamer Kontrolle erfahren. Ist Gaming damit eine Form der Erlösung? Es wirkt so, zugleich: Auch die großartigste Spielwelt lebt vom Unverfügbaren. Fallen SSD und Internetanschluss aus, fällt die Erfahrung der Macht.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche: </strong></p><p><strong>﻿</strong><a href="https://www.linkedin.com/in/christian-wessely-48907312/?originalSubdomain=at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Wessely</a>, Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Graz, Gamer, Landwirtschaftsmeister, Diakon, Betriebsrat, Donaldist</p><p>Christian ist einer der Herausgeber des Journal for Religion, Film and Media.&nbsp;<a href="http://www.jrfm.eu/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.jrfm.eu</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-66-Weihnachten-im-Metaversum]]></link><guid isPermaLink="false">a375d2bf-767e-4681-8e44-e4db3212f175</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a8c5e727-ee5f-48f6-9c49-24232d9e24e7/zlHIW6XSG6gj8BlV0D30SpPH.jpg"/><pubDate>Thu, 23 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/70140c60-ebdf-42d9-8f6e-4b08652ebeec/folge-66-christian-wessely.mp3" length="65203224" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>33:57</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>66</itunes:episode><podcast:episode>66</podcast:episode><itunes:summary>Worin liegt der Zauber des Metaversums? Wie die Religion ins Gaming kommt, warum gerade die großen alten Geschichten das Metaversum so anziehend machen – und an welcher Stelle die „Star Wars“-Mythologie ihren Zauber verloren hat. In der Weihnachtsfolge schlägt Michael Carl die Brücke zwischen Glauben und Gaming, zwischen Mythos und Metaversum. Im Gespräch: Der Fundamentaltheologe, Diakon und Gamer (und Landwirtschaftsmeister und Betriebsrat und Donaldist und und und) Christian Wessely aus Graz.
Playstation anschließen, Controller parat legen, aber erst: Podcast!</itunes:summary></item><item><title>#65 Lernen macht den Superhelden. Über die Arbeit der Zukunft</title><itunes:title>#65 Lernen macht den Superhelden. Über die Arbeit der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong class="ql-size-large">Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Sprechen wir über die Zukunft von Arbeit. Ist das schon Arbeit? Immerhin bereitet es doch Vergnügen, über die Entwicklung von Arbeit nachzudenken? Jedenfalls, wenn man das Vergnügen hat, das gemeinsam mit Robin Wunsch zu tun.&nbsp;Als Gründer und Vorstandssprecher der <a href="https://www.guidecom.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">GuideCom AG</a> hat Robin Wunsch mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Digitalisierung von HR-Prozessen. Seine Fokusthemen sind HR Trends, Usability, Innovation, Change-Management, Arbeitsplatzkultur und HR Role Model, die er als Product Owner für Magellan (eine digitale Lösung für den Bereich Personalmanagement und Organisationsentwicklung) einfließen lässt.&nbsp;Was ihn hauptsächlich antreibt, ist eine gute Zukunft der Arbeit.&nbsp;</p><p>Aber wie ist die Arbeit von morgen? Ist das, wenn nicht mehr Mühe und Zwang im Vordergrund stehen, sondern Software und Robotik uns alles abnehmen, was anstrengend, nervig und reine Wiederholung ist, und wir ... ja, was eigentlich tun? Robin sagt: Ich glaube fest an eine Zukunft, in der wir am Steuer bleiben. Der digitale Kollege und ich, wir bilden ein Super Team.&nbsp;</p><p>Wir werden in gemischt human-digitalen Teams arbeiten, mit einer zunehmend leistungsfähigen IT auf Augenhöhe. Die Differenzierung ist wichtig. Auch wenn IT vieles deutlich besser kann als wir selbst – Muster in großen Datenmengen erkennen, 24/7 gleich leistungsfähig sein, Aufgaben strukturieren und mehr – sieht Robin die IT nicht als den neuen Vorgesetzten. Das Bild ist eher dieses: Nebenan sitzt der Kollege, der sich schon seit Jahren mit einer bestimmten Materie befasst. Habe ich eine Frage, gehe ich einfach zu ihm, bevor ich selbst stundenlang recherchiere – und folge seiner Empfehlung. In diesem Sinne werden wir auch den Algorithmen folgen, ohne dass sie uns vorgesetzt sind. Wir folgen ja auch meist dem Navigationssystem und nicht dem hektischen Beifahrer neben uns.&nbsp;</p><p>Zentral ist etwas anders: Es geht um unsere Grundbedürfnisse. Wir wollen autonom handeln können, soziale Zugehörigkeit erfahren und selbstwirksam sein, dann haben wir eine gute Aussicht auf Glück und Zufriedenheit. Robin betont: Es gibt keinen Grund, warum wir das nicht mit Technologie im Team erleben sollten.&nbsp;</p><p>Aber wie ist sie denn nun, die Arbeit der Zukunft? Ein Merkmal, quer durch die Branchen: Massenhafte Individualisierung. Beispiel Personalentwicklung: Wir tun heute so, als könne die Quadratur des Kreises im Alltag gelingen, als könnten sich einzelne Mitarbeiter:innen der PE wirklich um die Entwicklung von vielen tausend Kolleg:innen kümmern. In Wahrheit führen sie Listen – „Wer hat 2021 schon seine Schulung zu Arbeitsschutz gemacht?“ – und beantworten Entwicklungsbedarfe maximal mit Seminarbuchungen – „Nächstes Jahr belege ich dann SAP für Fortgeschrittene II“. Sobald der Bot übernimmt, kann sich eine Personalabteilung tatsächlich individuell kümmern. Personalentwickler:innen können erstmals ernsthaft Karriereberatung anbieten. Fun fact: Indem die Technologie ihnen einen wesentlichen Teil der Arbeit wegnimmt, können sie erstmal ihren eigentlichen Job ausüben.&nbsp;</p><p>Was macht mich in der Arbeit der Zukunft zum Superhelden? Expertenwissen allein ist es nicht mehr. Der Algorithmus hat im Zweifel tausendmal so viele Röntgenbilder dieses einen speziellen Tumortyps gesehen. Robins Einschätzung: Überfachliche Fähigkeiten werden in den allermeisten Fällen erheblich wichtiger als die fachlichen Fähigkeiten. Hinzu kommt: Die fachlichen Fähigkeiten wirklich aktuell zu halten, ist immer aufwendiger. Kreativität, Resilienz, Agilität, das brauchen wir. Die Wertigkeit von Berufen wird sich nachhaltig verändern. Kunsthandwerk wird in unserer Achtung und Wertigkeit steigen.&nbsp;</p><p>Unsere zentrale Kompetenz in der Zukunft ist das Lernen. Das ist der Superskill von morgen. Wir müssen lernen, anders zu lernen. In einer anderen Frequenz und Selbstverständlichkeit.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Robin Wunsch, <a href="https://www.guidecom.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">GuideCom AG</a>, Vorstandssprecher und Mitgründer</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong class="ql-size-large">Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Sprechen wir über die Zukunft von Arbeit. Ist das schon Arbeit? Immerhin bereitet es doch Vergnügen, über die Entwicklung von Arbeit nachzudenken? Jedenfalls, wenn man das Vergnügen hat, das gemeinsam mit Robin Wunsch zu tun.&nbsp;Als Gründer und Vorstandssprecher der <a href="https://www.guidecom.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">GuideCom AG</a> hat Robin Wunsch mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Digitalisierung von HR-Prozessen. Seine Fokusthemen sind HR Trends, Usability, Innovation, Change-Management, Arbeitsplatzkultur und HR Role Model, die er als Product Owner für Magellan (eine digitale Lösung für den Bereich Personalmanagement und Organisationsentwicklung) einfließen lässt.&nbsp;Was ihn hauptsächlich antreibt, ist eine gute Zukunft der Arbeit.&nbsp;</p><p>Aber wie ist die Arbeit von morgen? Ist das, wenn nicht mehr Mühe und Zwang im Vordergrund stehen, sondern Software und Robotik uns alles abnehmen, was anstrengend, nervig und reine Wiederholung ist, und wir ... ja, was eigentlich tun? Robin sagt: Ich glaube fest an eine Zukunft, in der wir am Steuer bleiben. Der digitale Kollege und ich, wir bilden ein Super Team.&nbsp;</p><p>Wir werden in gemischt human-digitalen Teams arbeiten, mit einer zunehmend leistungsfähigen IT auf Augenhöhe. Die Differenzierung ist wichtig. Auch wenn IT vieles deutlich besser kann als wir selbst – Muster in großen Datenmengen erkennen, 24/7 gleich leistungsfähig sein, Aufgaben strukturieren und mehr – sieht Robin die IT nicht als den neuen Vorgesetzten. Das Bild ist eher dieses: Nebenan sitzt der Kollege, der sich schon seit Jahren mit einer bestimmten Materie befasst. Habe ich eine Frage, gehe ich einfach zu ihm, bevor ich selbst stundenlang recherchiere – und folge seiner Empfehlung. In diesem Sinne werden wir auch den Algorithmen folgen, ohne dass sie uns vorgesetzt sind. Wir folgen ja auch meist dem Navigationssystem und nicht dem hektischen Beifahrer neben uns.&nbsp;</p><p>Zentral ist etwas anders: Es geht um unsere Grundbedürfnisse. Wir wollen autonom handeln können, soziale Zugehörigkeit erfahren und selbstwirksam sein, dann haben wir eine gute Aussicht auf Glück und Zufriedenheit. Robin betont: Es gibt keinen Grund, warum wir das nicht mit Technologie im Team erleben sollten.&nbsp;</p><p>Aber wie ist sie denn nun, die Arbeit der Zukunft? Ein Merkmal, quer durch die Branchen: Massenhafte Individualisierung. Beispiel Personalentwicklung: Wir tun heute so, als könne die Quadratur des Kreises im Alltag gelingen, als könnten sich einzelne Mitarbeiter:innen der PE wirklich um die Entwicklung von vielen tausend Kolleg:innen kümmern. In Wahrheit führen sie Listen – „Wer hat 2021 schon seine Schulung zu Arbeitsschutz gemacht?“ – und beantworten Entwicklungsbedarfe maximal mit Seminarbuchungen – „Nächstes Jahr belege ich dann SAP für Fortgeschrittene II“. Sobald der Bot übernimmt, kann sich eine Personalabteilung tatsächlich individuell kümmern. Personalentwickler:innen können erstmals ernsthaft Karriereberatung anbieten. Fun fact: Indem die Technologie ihnen einen wesentlichen Teil der Arbeit wegnimmt, können sie erstmal ihren eigentlichen Job ausüben.&nbsp;</p><p>Was macht mich in der Arbeit der Zukunft zum Superhelden? Expertenwissen allein ist es nicht mehr. Der Algorithmus hat im Zweifel tausendmal so viele Röntgenbilder dieses einen speziellen Tumortyps gesehen. Robins Einschätzung: Überfachliche Fähigkeiten werden in den allermeisten Fällen erheblich wichtiger als die fachlichen Fähigkeiten. Hinzu kommt: Die fachlichen Fähigkeiten wirklich aktuell zu halten, ist immer aufwendiger. Kreativität, Resilienz, Agilität, das brauchen wir. Die Wertigkeit von Berufen wird sich nachhaltig verändern. Kunsthandwerk wird in unserer Achtung und Wertigkeit steigen.&nbsp;</p><p>Unsere zentrale Kompetenz in der Zukunft ist das Lernen. Das ist der Superskill von morgen. Wir müssen lernen, anders zu lernen. In einer anderen Frequenz und Selbstverständlichkeit.</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Robin Wunsch, <a href="https://www.guidecom.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">GuideCom AG</a>, Vorstandssprecher und Mitgründer</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-65-Lernen-macht-den-Superhelden-Ueber-Arbeit-der-Zukunft]]></link><guid isPermaLink="false">46c4e195-8026-496c-aa70-1556b44af92b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/95a0a3da-6b6a-4e36-aad3-f8ccd83f8213/IoXnun1jGccrKiwV4PM9TUAU.jpg"/><pubDate>Thu, 16 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/8bb2b56c-956e-4e80-9d8d-43e0be1c1b13/65-wunsch.mp3" length="79754891" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:32</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>65</itunes:episode><podcast:episode>65</podcast:episode><itunes:summary>Was immer automatisiert werden kann, das werden wir in den kommenden Jahren automatisieren. Eine gute Nachricht, denn endlich kommen wir dazu, was wir eigentlich wollen: Sinnvoll und hilfreich sein, uns entwickeln, einen Beitrag leisten können, dazugehören. Ein Gespräch mit Robin Wunsch, Gründer und Kopf eines IT-Hauses und Streiter für eine bessere Arbeit.

Ärmel hochkrempeln, Bleistift spitzen, Podcast hören!</itunes:summary></item><item><title>#64 Businessplan Nachhaltigkeit – es geht nicht mehr anders</title><itunes:title>#64 Businessplan Nachhaltigkeit – es geht nicht mehr anders</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wird es Ende der 20er Jahre noch wirtschaftlichen Erfolg geben, der nicht auf nachhaltigen Prinzipien beruht? <a href="https://www.linkedin.com/in/prof-dr-rene-schmidpeter-226b5415/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">René Schmidpeter</a> ist sich sicher: In vielen Bereichen wird die Transformation schneller gehen. Die Ausrichtung der Strategie, die Entwicklung der passenden Geschäftsmodelle wird in den kommenden 1, 2 bis maximal 5 Jahren erfolgen müssen. Auch wenn die tatsächliche Transformation von Prozessen und Infrastruktur vielleicht noch ein Jahrzehnt länger braucht – wer sein Denken nicht jetzt schnell und gründlich umstellt, der wird abgehängt. Und abgehängt heißt: Das Unternehmen wird Probleme mit seinen Kund:innen bekommen. Es wird größte Schwierigkeiten haben, neue Mitarbeiter:innen zu gewinnen und die bisherigen zu halten. Es wird kaum noch einen Investor oder Kreditgeber finden. Kurzum: Die Zeit des Erfolgs ist vorbei.&nbsp;</p><p>Kein wirtschaftlicher Erfolg ohne Nachhaltigkeit</p><p>Wir leben insgesamt über unsere planetarischen Verhältnisse. René nennt vier Branchen, die besonders unter Druck stehen: Mobilität, Energie, Ernährung und Agrar, sowie die Finanzwirtschaft. Hier gilt heute schon: Nachhaltigkeit ist ein Businesscase. Es geht schlicht nicht mehr anders.&nbsp;</p><p>Wer sein Denken heute umstellen will, für den hat René eine einfache Frage: Was möchte ich in der Welt bewirken? Die Antwort darauf leitet den Weg zur Nachhaltigkeit. René betont: Eine Antwort auf diese Frage fordern gerade die Investoren dieser Welt. Sie sind es, die verstanden haben, dass nachhaltig wirtschaftende Unternehmen nicht nur ein besseres Image haben, sie sind in der Regel auch wirtschaftlich erfolgreicher.&nbsp;</p><p>Eine neue BWL</p><p>Das Problem des klassischen Lehrbuchwissens der Wirtschaft: Wir sind lange, zu lange von einer Situation des Mangels ausgegangen. So haben wir Märkte betrachtet, Rohstoffe, Mitarbeiter, Budget und Investitionen. Entsprechend haben wir geglaubt, es könne immer nur einer gewinnen und alle anderen hätten das Nachsehen. Die Nachhaltigkeit zeigt, dass wir viel weiter kommen, wenn wir stattdessen von der Idee der Fülle ausgehen.&nbsp;</p><p>Das verändert die Grundlagen der Wirtschaft vollständig, denn wir können nicht mehr auf Kosten von anderen gewinnen. Dieses Nullsummen-Denken ist Geschichte. Auch ein „win-win“ klingt zwar besser, schließt aber immer noch die Möglichkeit ein, dass eine Seite verlieren könnte. Es gibt nur noch zwei Optionen: „win“ oder „lose“. Entweder wir gewinnen alle oder wir verlieren alle. Entsprechend, so René, ist die Zeit des „Shareholder Value“-Denkens vorbei. Man möchte sagen: Zum Glück, denn so berauschend intelligent war dieses Konzept ja ohnehin nie.&nbsp;</p><p>Eine zweite Aufklärung</p><p>Insofern ist Nachhaltigkeit vor allem eine Umstellung des Denkens. Für René können wir die Bedeutung dieser Phase in der Geschichte kaum überschätzen. Er ist sich sicher, dass Historiker unser Jahrzehnt im Rückblick eine zweite Aufklärung nennen werden.&nbsp;</p><p><a href="https://www.5-sterne-redner.de/vortraege/business-plan-nachhaltigkeit-kein-erfolg-ohne-nachhaltigkeit/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jetzt Michael Carl als Redner zum Businessplan Nachhaltigkeit buchen!</a></p><p><strong>Der Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/prof-dr-rene-schmidpeter-226b5415/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professor Dr. René Schmidpeter</a> lehrt Nachhaltiges Management an der Internationalen Hochschule München und leitet das Institut für nachhaltige Unternehmenstransformation&nbsp;<a href="http://www.m3trix.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.m3trix.de</a>, wenn er nicht gerade ein Buch über Nachhaltiges Wirtschaften und CSR schreibt.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wird es Ende der 20er Jahre noch wirtschaftlichen Erfolg geben, der nicht auf nachhaltigen Prinzipien beruht? <a href="https://www.linkedin.com/in/prof-dr-rene-schmidpeter-226b5415/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">René Schmidpeter</a> ist sich sicher: In vielen Bereichen wird die Transformation schneller gehen. Die Ausrichtung der Strategie, die Entwicklung der passenden Geschäftsmodelle wird in den kommenden 1, 2 bis maximal 5 Jahren erfolgen müssen. Auch wenn die tatsächliche Transformation von Prozessen und Infrastruktur vielleicht noch ein Jahrzehnt länger braucht – wer sein Denken nicht jetzt schnell und gründlich umstellt, der wird abgehängt. Und abgehängt heißt: Das Unternehmen wird Probleme mit seinen Kund:innen bekommen. Es wird größte Schwierigkeiten haben, neue Mitarbeiter:innen zu gewinnen und die bisherigen zu halten. Es wird kaum noch einen Investor oder Kreditgeber finden. Kurzum: Die Zeit des Erfolgs ist vorbei.&nbsp;</p><p>Kein wirtschaftlicher Erfolg ohne Nachhaltigkeit</p><p>Wir leben insgesamt über unsere planetarischen Verhältnisse. René nennt vier Branchen, die besonders unter Druck stehen: Mobilität, Energie, Ernährung und Agrar, sowie die Finanzwirtschaft. Hier gilt heute schon: Nachhaltigkeit ist ein Businesscase. Es geht schlicht nicht mehr anders.&nbsp;</p><p>Wer sein Denken heute umstellen will, für den hat René eine einfache Frage: Was möchte ich in der Welt bewirken? Die Antwort darauf leitet den Weg zur Nachhaltigkeit. René betont: Eine Antwort auf diese Frage fordern gerade die Investoren dieser Welt. Sie sind es, die verstanden haben, dass nachhaltig wirtschaftende Unternehmen nicht nur ein besseres Image haben, sie sind in der Regel auch wirtschaftlich erfolgreicher.&nbsp;</p><p>Eine neue BWL</p><p>Das Problem des klassischen Lehrbuchwissens der Wirtschaft: Wir sind lange, zu lange von einer Situation des Mangels ausgegangen. So haben wir Märkte betrachtet, Rohstoffe, Mitarbeiter, Budget und Investitionen. Entsprechend haben wir geglaubt, es könne immer nur einer gewinnen und alle anderen hätten das Nachsehen. Die Nachhaltigkeit zeigt, dass wir viel weiter kommen, wenn wir stattdessen von der Idee der Fülle ausgehen.&nbsp;</p><p>Das verändert die Grundlagen der Wirtschaft vollständig, denn wir können nicht mehr auf Kosten von anderen gewinnen. Dieses Nullsummen-Denken ist Geschichte. Auch ein „win-win“ klingt zwar besser, schließt aber immer noch die Möglichkeit ein, dass eine Seite verlieren könnte. Es gibt nur noch zwei Optionen: „win“ oder „lose“. Entweder wir gewinnen alle oder wir verlieren alle. Entsprechend, so René, ist die Zeit des „Shareholder Value“-Denkens vorbei. Man möchte sagen: Zum Glück, denn so berauschend intelligent war dieses Konzept ja ohnehin nie.&nbsp;</p><p>Eine zweite Aufklärung</p><p>Insofern ist Nachhaltigkeit vor allem eine Umstellung des Denkens. Für René können wir die Bedeutung dieser Phase in der Geschichte kaum überschätzen. Er ist sich sicher, dass Historiker unser Jahrzehnt im Rückblick eine zweite Aufklärung nennen werden.&nbsp;</p><p><a href="https://www.5-sterne-redner.de/vortraege/business-plan-nachhaltigkeit-kein-erfolg-ohne-nachhaltigkeit/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jetzt Michael Carl als Redner zum Businessplan Nachhaltigkeit buchen!</a></p><p><strong>Der Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/prof-dr-rene-schmidpeter-226b5415/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professor Dr. René Schmidpeter</a> lehrt Nachhaltiges Management an der Internationalen Hochschule München und leitet das Institut für nachhaltige Unternehmenstransformation&nbsp;<a href="http://www.m3trix.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.m3trix.de</a>, wenn er nicht gerade ein Buch über Nachhaltiges Wirtschaften und CSR schreibt.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-64-Businessplan-Nachhaltigkeit-es-geht-nicht-mehr-anders]]></link><guid isPermaLink="false">5d4d793d-b860-4b0a-8577-a1453423ba0e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/6f6c0d4c-ea68-4e8d-aa7a-1c6a020c7219/LmyxhoF7pA6pPB8WvYdGWnRH.jpg"/><pubDate>Thu, 09 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a9b32e24-b75d-44a0-91e4-3999a5117036/folge-64-schmidpeter.mp3" length="75617931" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:23</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>64</itunes:episode><podcast:episode>64</podcast:episode><itunes:summary>Nachhaltigkeit: Vor wenigen Jahren noch in die Sonntagsreden abgeschoben – heute ein Montagsthema. Wer sein Unternehmen nicht in den kommenden max. 5 Jahren auf nachhaltige Modelle umgestellt hat, der wird zu spät kommen. Das sagt René Schmidpeter, Professor für nachhaltiges Management. Er könnte auch sagen: … der wird es extrem schwer haben mit Kunden, Mitarbeiter:innen und Kapital. Erfolg ohne Nachhaltigkeit ist mehr als endlich. Die Folge über eine Zeitenwende der Wirtschaft.</itunes:summary></item><item><title>#63 Die Mobilität der Zukunft: Ein unsichtbarer ÖPNV</title><itunes:title>#63 Die Mobilität der Zukunft: Ein unsichtbarer ÖPNV</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Gute Mobilität ist im Zweifel unsichtbar. Sie steht nicht herum, sie behindert und bremst nicht – aber wenn man sie braucht, ist sie da. So sagt es <a href="https://www.linkedin.com/in/anna-theresa-korbutt-84421061/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna-Theresa Korbutt</a>, Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds HVV im Gespräch mit Michael Carl.&nbsp;</p><p>Was der ÖPNV nicht hat, heute nicht und morgen nicht: Einen USP. Anna beschreibt, warum das letztlich ein Vorteil ist. Mobilität der Zukunft muss im positiven Sinne selbstverständlich sein.&nbsp;So allgegenwärtig da wie Strom oder Wasser, gerne auch so unemotional. Und wer jahrelang den Bus hat vorbeifahren lassen, soll immer noch ohne weiteres einsteigen können: "Wir sind immer da." So einfach.&nbsp;</p><p>Anna sieht die urbane Mobilität leidenschaftlich gelassen. Leidenschaftlich, weil sie weiß, wie viele Geschichten in den Menschen schlummern, die sie mit U-Bahn, S-Bahn und Bus erlebt haben. Leidenschaftlich auch, weil sie um die Bedeutung des ÖPNV weiß. Manchmal, so lässt sie durchblicken, hätte sie schon Lust, einen Tag den Betrieb einzustellen, um zu zeigen: Wir sind das Rückgrat der Wirtschaft. Wir halten den Laden am Laufen. Aber dann doch wieder gelassen: Mehr neue Akteure von Google bis Tesla? Herzlich Willkommen.&nbsp;</p><p>Wenn die Menschen ihre Verbindungen bei Google zusammenstellen und die besseren Informationen in Echtzeit bekommen: Wunderbar. Ebenso fürchtet sie nicht die Anbieter autonomer Fahrzeugflotten, die ja im Grunde auch eine Art öffentliches Verkehrsangebot sind. Tausend Tesla in der Stadt würde sie im Zweifel als Flotte betreiben wollen, aber nicht als Konkurrent fürchten.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/anna-theresa-korbutt-84421061/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna-Theresa Korbutt</a>, Geschäftsführerin <a href="https://www.hvv.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hamburger Verkehrsverbund</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Gute Mobilität ist im Zweifel unsichtbar. Sie steht nicht herum, sie behindert und bremst nicht – aber wenn man sie braucht, ist sie da. So sagt es <a href="https://www.linkedin.com/in/anna-theresa-korbutt-84421061/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna-Theresa Korbutt</a>, Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds HVV im Gespräch mit Michael Carl.&nbsp;</p><p>Was der ÖPNV nicht hat, heute nicht und morgen nicht: Einen USP. Anna beschreibt, warum das letztlich ein Vorteil ist. Mobilität der Zukunft muss im positiven Sinne selbstverständlich sein.&nbsp;So allgegenwärtig da wie Strom oder Wasser, gerne auch so unemotional. Und wer jahrelang den Bus hat vorbeifahren lassen, soll immer noch ohne weiteres einsteigen können: "Wir sind immer da." So einfach.&nbsp;</p><p>Anna sieht die urbane Mobilität leidenschaftlich gelassen. Leidenschaftlich, weil sie weiß, wie viele Geschichten in den Menschen schlummern, die sie mit U-Bahn, S-Bahn und Bus erlebt haben. Leidenschaftlich auch, weil sie um die Bedeutung des ÖPNV weiß. Manchmal, so lässt sie durchblicken, hätte sie schon Lust, einen Tag den Betrieb einzustellen, um zu zeigen: Wir sind das Rückgrat der Wirtschaft. Wir halten den Laden am Laufen. Aber dann doch wieder gelassen: Mehr neue Akteure von Google bis Tesla? Herzlich Willkommen.&nbsp;</p><p>Wenn die Menschen ihre Verbindungen bei Google zusammenstellen und die besseren Informationen in Echtzeit bekommen: Wunderbar. Ebenso fürchtet sie nicht die Anbieter autonomer Fahrzeugflotten, die ja im Grunde auch eine Art öffentliches Verkehrsangebot sind. Tausend Tesla in der Stadt würde sie im Zweifel als Flotte betreiben wollen, aber nicht als Konkurrent fürchten.&nbsp;</p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/anna-theresa-korbutt-84421061/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna-Theresa Korbutt</a>, Geschäftsführerin <a href="https://www.hvv.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hamburger Verkehrsverbund</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-63-Mobilitaet-der-Zukunft-Ein-unsichtbarer-OEPNV]]></link><guid isPermaLink="false">b778544e-c324-42d9-a68d-cec142346b33</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a1f7aa07-7a55-4e1a-92be-7362cada4738/NT7RSH9bAN5h9vr8vHD2UgTP.jpg"/><pubDate>Thu, 02 Dec 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/35587b69-d0df-4153-beb6-086b5248886d/folge-63-korbutt.mp3" length="76283322" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:44</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>63</itunes:episode><podcast:episode>63</podcast:episode><itunes:summary>Wer braucht eigentlich wirklich noch eine #Verkehrswende? Also wirklich? Fragen wir Anna-Theresa Korbutt vom HVV, dann brauchen wir eine Mobilität, die immer da ist. Unsichtbar, wann immer ich sie nicht brauche. Vernetzt, wenn ich das möchte. Aber immer verfügbar. Immer. Und überall, zumindest im urbanen Raum (und über das Landleben haben wir nicht gesprochen). Mobilität der Zukunft muss so alltäglich sein wie das Wasser, das aus der Leitung kommt. Und so unemotional. Warum Mobilität trotzdem das spannendste Feld für sie ist: Anna-Theresa Korbutt in „carls zukunft der woche“.</itunes:summary></item><item><title>#62 Über die Transformation einer ehrwürdigen Sparkasse</title><itunes:title>#62 Über die Transformation einer ehrwürdigen Sparkasse</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Eine Erkenntnis steht am Anfang: Wenn wir so weiterarbeiten wie noch vor drei Jahren, wird es in fünf bis zehn Jahren keine Existenzberechtigung mehr für uns geben. Also müssen wir entscheidendes anders machen. Andere Arbeit, andere Geschäftsmodelle, andere Organisation. So die Sparkasse Bremen. Vorstand <a href="https://www.linkedin.com/in/pranjal-kothari/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Pranjal Kothari</a> ist hier im Gespräch mit Michael Carl.&nbsp;</p><p>Wollen wir die Zukunft der Sparkasse sichern, müssen wir genauso schnell sein wie Startups, nur so werden wir das Vertrauen der Kunden erhalten und ausbauen können. Nur so auch eine Nische neben den großen Tech-Unternehmen finden und halten können. Survival is an option, nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.&nbsp;</p><p>Der einfache Teil der Transformation war der Neubau. Das klassische Bankgebäude mit Marmorhalle hat die Sparkasse verkauft und durch einen Neubau in der Nähe der Uni ersetzt. Im Großraum hat niemand einen festen Platz, auch der Vorstand nicht. Auch ist der Platz künstlich verknappt, maximal die Hälfte der Belegschaft kann im Teambereich arbeiten – das System ist auf mobile Arbeit angelegt.&nbsp;</p><p>Tiefer geht die Veränderung von Organisation und Kultur: Hierarchiestufen gibt es keine mehr, außer dem Vorstand, den es aus rechtlichen Gründen geben muss. Jede:r in der Bank kann entscheiden. Und soll entscheiden. Grundlage sind im Kern drei Regeln: Keine Entscheidungen zum Nachteil von Sparkasse und Kunden. Keine Entscheidungen zu Lasten Dritter. Offene Fehlerkultur.&nbsp;</p><p>Pranjal schildert im Podcast auch die Details der Transformation: Wie funktioniert dann noch Karriere? Wie hat die Sparkasse das Organisationsmodell von Spotify für sich adaptiert? Wer im Team verdient wieviel Geld? Welche Rolle spielen die regionale Verankerung und das Immobiliengeschäft? Und warum sind Kundenvertrauen und Kundennutzen die beiden zentrale Assets?&nbsp;</p><p>Eine Reise, von der keiner der Beteiligten jetzt schon weiß, wohin genau sie führt und wann sie beendet sein wird. Mutmaßlich nie.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/pranjal-kothari/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Pranjal Kothari,</a> Vorstand <a href="https://www.sparkasse-bremen.de/de/home.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sparkasse Bremen</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Eine Erkenntnis steht am Anfang: Wenn wir so weiterarbeiten wie noch vor drei Jahren, wird es in fünf bis zehn Jahren keine Existenzberechtigung mehr für uns geben. Also müssen wir entscheidendes anders machen. Andere Arbeit, andere Geschäftsmodelle, andere Organisation. So die Sparkasse Bremen. Vorstand <a href="https://www.linkedin.com/in/pranjal-kothari/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Pranjal Kothari</a> ist hier im Gespräch mit Michael Carl.&nbsp;</p><p>Wollen wir die Zukunft der Sparkasse sichern, müssen wir genauso schnell sein wie Startups, nur so werden wir das Vertrauen der Kunden erhalten und ausbauen können. Nur so auch eine Nische neben den großen Tech-Unternehmen finden und halten können. Survival is an option, nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.&nbsp;</p><p>Der einfache Teil der Transformation war der Neubau. Das klassische Bankgebäude mit Marmorhalle hat die Sparkasse verkauft und durch einen Neubau in der Nähe der Uni ersetzt. Im Großraum hat niemand einen festen Platz, auch der Vorstand nicht. Auch ist der Platz künstlich verknappt, maximal die Hälfte der Belegschaft kann im Teambereich arbeiten – das System ist auf mobile Arbeit angelegt.&nbsp;</p><p>Tiefer geht die Veränderung von Organisation und Kultur: Hierarchiestufen gibt es keine mehr, außer dem Vorstand, den es aus rechtlichen Gründen geben muss. Jede:r in der Bank kann entscheiden. Und soll entscheiden. Grundlage sind im Kern drei Regeln: Keine Entscheidungen zum Nachteil von Sparkasse und Kunden. Keine Entscheidungen zu Lasten Dritter. Offene Fehlerkultur.&nbsp;</p><p>Pranjal schildert im Podcast auch die Details der Transformation: Wie funktioniert dann noch Karriere? Wie hat die Sparkasse das Organisationsmodell von Spotify für sich adaptiert? Wer im Team verdient wieviel Geld? Welche Rolle spielen die regionale Verankerung und das Immobiliengeschäft? Und warum sind Kundenvertrauen und Kundennutzen die beiden zentrale Assets?&nbsp;</p><p>Eine Reise, von der keiner der Beteiligten jetzt schon weiß, wohin genau sie führt und wann sie beendet sein wird. Mutmaßlich nie.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/pranjal-kothari/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Pranjal Kothari,</a> Vorstand <a href="https://www.sparkasse-bremen.de/de/home.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sparkasse Bremen</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-62-Ueber-die-Transformation-einer-ehrwuerdigen-Sparkasse]]></link><guid isPermaLink="false">08c67555-8a46-41ef-99ee-4c9d175fc0fc</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8271355e-9544-4236-b314-621f3b782df7/chaMGeKDihPtu2NdDcxF5aA3.jpg"/><pubDate>Thu, 25 Nov 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/056734fb-6be0-4ba6-9177-43305ae95730/folge-62-kothari.mp3" length="73144448" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:06</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>62</itunes:episode><podcast:episode>62</podcast:episode><itunes:summary>Das Geschäftsmodell von Sparkassen steht massiv unter Druck – wie das in vielen Teilen der Finanzbranche. Wie aber kann sich eine ehrwürdige Sparkasse transformieren? Klassische Überweisungsträger, Verwahrentgelte und Schalterhalle abwerfen und ersetzen durch … ja durch was eigentlich? Die Sparkasse Bremen sagt: Eine radikale Transformation der Arbeit im Team kann der Schlüssel sein. Vorstand Pranjal Kothari ist zu Gast bei Michael Carl.</itunes:summary></item><item><title>#61 Neues Wissen für Unternehmen (Bd. 1, A-F)</title><itunes:title>#61 Neues Wissen für Unternehmen (Bd. 1, A-F)</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Dieser Podcast wird dir neue Perspektiven bringen. Und er sagt dir, warum du jeden Tag bei der Arbeit eine Stunde lesen solltest. Dazu unsere Lesezeichen-Verlosung zur Vorweihnachtszeit.</p><p>Michael Carl ist heute im Gespräch mit <a href="https://www.linkedin.com/in/anjamutschler/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anja Mutschler</a>. Anja ist Wissensdienstleisterin. Es klingt so schlicht: Anja versorgt Unternehmen mit neuem Wissen. Können die nicht selber googlen? Natürlich. Nur sind aneinander gereihte Informationen noch kein Wissen. Oft genug stehen sich die Expert:innen und Fachleute mit langjähriger Erfahrung selbst im Weg – und das umso mehr, je weniger sie interdisziplinär zusammenarbeiten.&nbsp;</p><p>Wer immer nur dieselben Fragen im selben Kreis stellt, wird immer wieder dieselben Antworte bekommen. Die entsprechen dann zwar der allgemeinen Erfahrung und sind durch den Bias der Organisation abgesichert und richtig. Nur: Helfen sie auch? Auch bei Entscheidungen unter Unsicherheit? Und gibt es überhaupt noch relevante andere?&nbsp;</p><p>Hier das How to? für einen neuen und zeitgemäßen Umgang mit Wissen in drei einfachen Schritten:</p><p>Erstens: Lesen. Jeden Tag. Mindestens eine Stunde, besser zwei. Damit wir uns nicht missverstehen: Das ist Arbeit, das geschieht im Büro.&nbsp;</p><p>Zweitens: Störgefühle ernst nehmen. Wir alle kennen den Moment, wenn alle Anwesenden im Meeting spüren, dass etwas Grundlegendes nicht stimmt – und alle weitermachen, weil es vermeintlich bequemer ist. Störgefühle sind wichtige Wegweiser zu neuem Wissen.</p><p>Drittens: Zusammenarbeiten. Falls es je Zeiten gegeben haben sollte, in denen wichtige Probleme aus einer einzelnen Fachperspektive zu lösen waren, dann sind sie jedenfalls vorbei. Relevantes Wissen für heute und morgen braucht immer viele Perspektiven.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://twitter.com/An_Mut?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anja Mutschler</a>, Wissensdienstleisterin, Gründerin und Geschäftsführerin von <a href="https://www.twenty.blue/ueber-uns/anja-mutschler/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">20blue.</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Dieser Podcast wird dir neue Perspektiven bringen. Und er sagt dir, warum du jeden Tag bei der Arbeit eine Stunde lesen solltest. Dazu unsere Lesezeichen-Verlosung zur Vorweihnachtszeit.</p><p>Michael Carl ist heute im Gespräch mit <a href="https://www.linkedin.com/in/anjamutschler/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anja Mutschler</a>. Anja ist Wissensdienstleisterin. Es klingt so schlicht: Anja versorgt Unternehmen mit neuem Wissen. Können die nicht selber googlen? Natürlich. Nur sind aneinander gereihte Informationen noch kein Wissen. Oft genug stehen sich die Expert:innen und Fachleute mit langjähriger Erfahrung selbst im Weg – und das umso mehr, je weniger sie interdisziplinär zusammenarbeiten.&nbsp;</p><p>Wer immer nur dieselben Fragen im selben Kreis stellt, wird immer wieder dieselben Antworte bekommen. Die entsprechen dann zwar der allgemeinen Erfahrung und sind durch den Bias der Organisation abgesichert und richtig. Nur: Helfen sie auch? Auch bei Entscheidungen unter Unsicherheit? Und gibt es überhaupt noch relevante andere?&nbsp;</p><p>Hier das How to? für einen neuen und zeitgemäßen Umgang mit Wissen in drei einfachen Schritten:</p><p>Erstens: Lesen. Jeden Tag. Mindestens eine Stunde, besser zwei. Damit wir uns nicht missverstehen: Das ist Arbeit, das geschieht im Büro.&nbsp;</p><p>Zweitens: Störgefühle ernst nehmen. Wir alle kennen den Moment, wenn alle Anwesenden im Meeting spüren, dass etwas Grundlegendes nicht stimmt – und alle weitermachen, weil es vermeintlich bequemer ist. Störgefühle sind wichtige Wegweiser zu neuem Wissen.</p><p>Drittens: Zusammenarbeiten. Falls es je Zeiten gegeben haben sollte, in denen wichtige Probleme aus einer einzelnen Fachperspektive zu lösen waren, dann sind sie jedenfalls vorbei. Relevantes Wissen für heute und morgen braucht immer viele Perspektiven.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://twitter.com/An_Mut?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anja Mutschler</a>, Wissensdienstleisterin, Gründerin und Geschäftsführerin von <a href="https://www.twenty.blue/ueber-uns/anja-mutschler/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">20blue.</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-61-Neues-Wissen-fuer-Unternehmen]]></link><guid isPermaLink="false">7943c940-5747-4f2c-aa48-519a80b00ca3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/30a554ae-a39f-4424-818c-dbe7b11d2b3b/XA49H7nYd3ns4nY32vMVCIKY.jpg"/><pubDate>Thu, 18 Nov 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/efbb3e91-b5bc-4a5f-82cd-af4e9bf25fbf/folge-61-mutschler.mp3" length="68294450" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:34</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>61</itunes:episode><podcast:episode>61</podcast:episode><itunes:summary>Die Folge, die Euch ziemlich sicher auf neue Ideen bringt. Wo kommt neues Wissen her? Natürlich: Lass mal die Praktikantin googlen … Nur, außer ein paar mehr oder weniger willkürlich ausgewählten Fakten kommt dabei wahrscheinlich nicht viel heraus. Neues Wissen entsteht außerhalb der eigenen Blase, es braucht viele Perspektiven, es muss die ewigen Wahrheiten der eigenen Erfahrug sprengen. Und wir müssen alle mehr lesen! Sagt Anja Mutschler, Wissendienstleisterin bei 20blue, im Podcast mit Michael Carl.</itunes:summary></item><item><title>#60 Nachts um drei am Nordpol</title><itunes:title>#60 Nachts um drei am Nordpol</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wir gehen in die Arktis, ins ewige Eis. Wobei: Ist das überhaupt noch ewiges Eis? Antje Boetius sagt: Der Wandel des Klimas ist am Nordpol mit bloßem Auge zu erkennen. Das Eis ist nur noch halb so dick und Vielerorts stehen Süßwasser-Seen aus Tauwasser auf den Eisschollen. Antje Boetius ist Meeresbiologin, Professorin an der Universität Bremen und Direktorin des AWI. Das AWI ist das Alfred Wegner Institut, das Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Das Institut hat gerade die größte Nordpolexpedition aller Zeiten abgeschlossen: <a href="https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/erlebnis-erde/sendung/expedition-arktis-102.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">MOSAiC, die Expedition Arktis.</a></p><p>Antje Boetius hat sich von der Glagower Klimakonferenz zum Podcast dazugeschaltet. Hörbarer Trubel im Hintergrund, ständig eingehende Nachrichten, die Forscherin ist gefragt. MOSAiC ist eine Expedition der außergewöhnlichen Art. Besetzt mit zahllosen Forscher:innen nimmt die „Polarstern“ von Sibirien aus Kurs nach Norden. In einer geeigneten Eisscholle lässt die Crew das Schiff einfrieren, drum herum eine Forschungsstation aufs Eis gebaut – und dann heißt es abwarten. Mit der Drift treibt die Polarstern quer durch den Nordpol und kommt nach Monaten auf der anderen Seite in Grönland wieder heraus. Zwischendurch haben unterschiedlichste Forscher:innen das Eis, die Atmosphäre und das Meer kilometerweit unter dem Nordpol erforscht, kehren zurück mit Daten für Jahrzehnte der Forschungsarbeit.</p><p>Was Antje heute schon betont: Der Nordpol ist warm, in der Spitze rund zehn Grad wärmer als bei der vorigen Expedition vor 125 Jahren gemessen. Zum Vergleich: Politik und Wissenschaft ringen auf der COP26 in Glasgow um einzelne Zehntel-Grade zwischen 1,5 und 2 Grad Erwärmung der Erdatmosphäre gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter. Der Nordpol ist heute schon zehn Grad wärmer. Antje sagt: Wir wissen furchtbar viel noch nicht. Die Vielfalt des Lebens im Meer haben wir bislang wohl erst zu 10% kennengelernt, die Welt der Mikroorganismen im Meer erst zu 1% - aber wissen genug, um sofort zu handeln und eine weitere Erderwärmung weitest möglich auszuschließen.&nbsp;</p><p>Wissen wird entscheidend sein. Wir brauchen Forschung, Wissen, Erkenntnis – sowohl um eine weitere Erdwärmung zu verlangsamen, als auch um uns anzupassen. Anzupassen an grundlegend veränderte Lebensumstände, an eine Welt, in der wir stets und immer wieder von klimatisch ausgelösten Ereignissen überrascht werden. Antje Boetius streitet dafür, dieses Wissen schneller an Entscheider:innen zu bringen, aber eben auch an Bürger:innen. Wir alle, so die Meeresbiologin, werden lernen müssen, mit völlig neuen Zeithorizonten umzugehen. Antje arbeitet mit Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Autor:innen zusammen, um hier voran zu kommen.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Antje Boetius, Meeresbiologin,&nbsp;<a href="https://www.geo.uni-bremen.de/page.php?pageid=109&amp;p_reg=1&amp;bi=UXNRQmlQeGZDRFluQnZ3ZGVXV2dTUT09" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professorin</a>&nbsp;an der Universität Bremen,&nbsp;<a href="https://www.awi.de/ueber-uns/organisation/leitung.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Direktorin</a>&nbsp;des&nbsp;<a href="https://www.awi.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alfred Wegner Instituts, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung</a>.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wir gehen in die Arktis, ins ewige Eis. Wobei: Ist das überhaupt noch ewiges Eis? Antje Boetius sagt: Der Wandel des Klimas ist am Nordpol mit bloßem Auge zu erkennen. Das Eis ist nur noch halb so dick und Vielerorts stehen Süßwasser-Seen aus Tauwasser auf den Eisschollen. Antje Boetius ist Meeresbiologin, Professorin an der Universität Bremen und Direktorin des AWI. Das AWI ist das Alfred Wegner Institut, das Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Das Institut hat gerade die größte Nordpolexpedition aller Zeiten abgeschlossen: <a href="https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/erlebnis-erde/sendung/expedition-arktis-102.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">MOSAiC, die Expedition Arktis.</a></p><p>Antje Boetius hat sich von der Glagower Klimakonferenz zum Podcast dazugeschaltet. Hörbarer Trubel im Hintergrund, ständig eingehende Nachrichten, die Forscherin ist gefragt. MOSAiC ist eine Expedition der außergewöhnlichen Art. Besetzt mit zahllosen Forscher:innen nimmt die „Polarstern“ von Sibirien aus Kurs nach Norden. In einer geeigneten Eisscholle lässt die Crew das Schiff einfrieren, drum herum eine Forschungsstation aufs Eis gebaut – und dann heißt es abwarten. Mit der Drift treibt die Polarstern quer durch den Nordpol und kommt nach Monaten auf der anderen Seite in Grönland wieder heraus. Zwischendurch haben unterschiedlichste Forscher:innen das Eis, die Atmosphäre und das Meer kilometerweit unter dem Nordpol erforscht, kehren zurück mit Daten für Jahrzehnte der Forschungsarbeit.</p><p>Was Antje heute schon betont: Der Nordpol ist warm, in der Spitze rund zehn Grad wärmer als bei der vorigen Expedition vor 125 Jahren gemessen. Zum Vergleich: Politik und Wissenschaft ringen auf der COP26 in Glasgow um einzelne Zehntel-Grade zwischen 1,5 und 2 Grad Erwärmung der Erdatmosphäre gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter. Der Nordpol ist heute schon zehn Grad wärmer. Antje sagt: Wir wissen furchtbar viel noch nicht. Die Vielfalt des Lebens im Meer haben wir bislang wohl erst zu 10% kennengelernt, die Welt der Mikroorganismen im Meer erst zu 1% - aber wissen genug, um sofort zu handeln und eine weitere Erderwärmung weitest möglich auszuschließen.&nbsp;</p><p>Wissen wird entscheidend sein. Wir brauchen Forschung, Wissen, Erkenntnis – sowohl um eine weitere Erdwärmung zu verlangsamen, als auch um uns anzupassen. Anzupassen an grundlegend veränderte Lebensumstände, an eine Welt, in der wir stets und immer wieder von klimatisch ausgelösten Ereignissen überrascht werden. Antje Boetius streitet dafür, dieses Wissen schneller an Entscheider:innen zu bringen, aber eben auch an Bürger:innen. Wir alle, so die Meeresbiologin, werden lernen müssen, mit völlig neuen Zeithorizonten umzugehen. Antje arbeitet mit Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Autor:innen zusammen, um hier voran zu kommen.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Antje Boetius, Meeresbiologin,&nbsp;<a href="https://www.geo.uni-bremen.de/page.php?pageid=109&amp;p_reg=1&amp;bi=UXNRQmlQeGZDRFluQnZ3ZGVXV2dTUT09" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professorin</a>&nbsp;an der Universität Bremen,&nbsp;<a href="https://www.awi.de/ueber-uns/organisation/leitung.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Direktorin</a>&nbsp;des&nbsp;<a href="https://www.awi.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alfred Wegner Instituts, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung</a>.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-60-Nachts-um-drei-am-Nordpol]]></link><guid isPermaLink="false">365b7f63-ae3c-44bc-8d09-c58794d186fc</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/37c1422f-7929-4f7f-ae80-f0ef456d1275/XBh6AACKbTvEYfipqKnzsWDi.jpg"/><pubDate>Thu, 11 Nov 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/43affdd6-962d-40c8-8641-95709254f92c/folge-60-boetius.mp3" length="75332047" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:14</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>60</itunes:episode><podcast:episode>60</podcast:episode><itunes:summary>Unser Ausflug zur Klimakonferenz COP26 nach Glasgow: Meeresbiologin Antje Boetius im Gespräch. Wir kennen nur zehn Prozent des Lebens im Meer – genug, um unmittelbar zu handeln, sagt Antje. Sie berichtet von der Expedition Arktis „MOSAiC“. Antjes Institut hat ihr Schiff, die „Polarstern“, für Monate im Eis des Nordpols einfrieren lassen und Daten für Jahrzehnte der Forschung erhoben. Die Erde ist in Teilen immer noch ein unbekannter Planet. Antjes Credo: Lernen wir sie kennen, unsere Erde. Respektieren und schützen wir sie. 
Jacke, Mütze, Handschuhe an – Podcast nicht vergessen.</itunes:summary></item><item><title>#59 Quantencomputer – nur ein Hype oder der nächste große Sprung?</title><itunes:title>#59 Quantencomputer – nur ein Hype oder der nächste große Sprung?</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die Folge mit den großen Zahlen: Der aktuell größte Quantencomputer ist 100 Billionen Mal schneller als ein Supercomputer. Liest man so. Wer sich darunter etwas vorstellen kann? Natürlich niemand. Ist das nur ein Hype, viel Aufregung von hochspezialisierten Physik-Nerds – oder versprechen Quantencomputer den nächsten großen Sprung für die Menschheit? Michael Carl im Gespräch mit dem Physiker, IT-Ingenieur und Psychologen <a href="https://www.linkedin.com/in/frankfischer1/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Frank Fischer.</a> Der sagt: Beides!</p><p>Franks Analyse: Der entscheidende Treiber für die Entwicklung von Quantencomputern ist die Chemie. Beispiel: Die Herstellung von Ammoniak. Bislang sind wir auf das Haber-Bosch-Verfahren angewiesen – de facto die Methode „Rohe Gewalt“, wirkungsvoll, aber enorm energieaufwendig. Mehrere Prozent des globalen Energiebedarfs gehen auf das Konto des Haber-Bosch-Verfahrens. Die Alternative: Wir konstruieren ein Molekül, das Ammoniak ohne hohen Druck und Temperatur erzeugt. Wir wissen, dass es das Molekül gibt. Wir kennen seine Bestandteile. Allerdings gibt es mehr Möglichkeiten, diese Bestandteile in 3D zusammenzusetzen, als es Teilchen im Universum gibt. Mit herkömmlicher Rechenleistung de facto nicht zu ermitteln. Geschätzter Rechenaufwand für einen Quantencomputer mit 250 QBits: 10 bis 15 Minuten. Der Preis für den Sieger: Besagte mehrere Prozent der weltweit erzeugten Energie. Was ist dagegen eine Investition in neue Technologie von ein paar wenigen Milliarden? Darum sind Google, Amazon, Microsoft, Intel etc alle im Rennen um den ersten leistungsfähigen Quantencomputer dabei.&nbsp;</p><p>Weitere Anwendungsfälle: Individuell wirksame komplexe Medizin, um Größenordnungen leistungsfähigere Sonnenkollektoren und außerhalb der Chemie: Mobilitätssteuerung, Dienstplanung etc. Franks These: Quantentechnologie macht Computer nicht einfach schneller, sie ermöglicht es, Probleme zu berechnen, die heute de facto unlösbar sind.&nbsp;</p><p>Nebenbei: Betrachten wir bitte jedes Passwort als jederzeit entschlüsselt. IT-Sicherheit müssen wir vollständig neu denken.&nbsp;</p><p>Die Perspektive: Google kommuniziert, Quantencomputer würden ab 2029 zur kommerziellen Nutzung bereitstehen. Eine Schätzung, die Frank Fischer für durchweg realistisch hält.&nbsp;</p><p>Wer bis zu Minute 30 durchhält, bekommt auch noch einen Crash-Kurs Physik bei Herrn Fischer: Was sind Superposition, Entanglement und wer ist Richard Feynman? Und wen das Gefühl beschleicht, nicht alles zu verstehen: Das ist genau die Sicht selbst der beteiligten Physiker. Die setzen inzwischen eher auf sich ergänzende Modelle der Quantenmechanik, die jeweils Aspekte beschreiben. Eine beruhigen Botschaft zum Schluss: Man muss hier nicht alles verstehen.</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/frankfischer1/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Frank Fischer,</a> Physiker, IT-Ingenieur, Organisationspsychologe, derzeit bei Snyk.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Die Folge mit den großen Zahlen: Der aktuell größte Quantencomputer ist 100 Billionen Mal schneller als ein Supercomputer. Liest man so. Wer sich darunter etwas vorstellen kann? Natürlich niemand. Ist das nur ein Hype, viel Aufregung von hochspezialisierten Physik-Nerds – oder versprechen Quantencomputer den nächsten großen Sprung für die Menschheit? Michael Carl im Gespräch mit dem Physiker, IT-Ingenieur und Psychologen <a href="https://www.linkedin.com/in/frankfischer1/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Frank Fischer.</a> Der sagt: Beides!</p><p>Franks Analyse: Der entscheidende Treiber für die Entwicklung von Quantencomputern ist die Chemie. Beispiel: Die Herstellung von Ammoniak. Bislang sind wir auf das Haber-Bosch-Verfahren angewiesen – de facto die Methode „Rohe Gewalt“, wirkungsvoll, aber enorm energieaufwendig. Mehrere Prozent des globalen Energiebedarfs gehen auf das Konto des Haber-Bosch-Verfahrens. Die Alternative: Wir konstruieren ein Molekül, das Ammoniak ohne hohen Druck und Temperatur erzeugt. Wir wissen, dass es das Molekül gibt. Wir kennen seine Bestandteile. Allerdings gibt es mehr Möglichkeiten, diese Bestandteile in 3D zusammenzusetzen, als es Teilchen im Universum gibt. Mit herkömmlicher Rechenleistung de facto nicht zu ermitteln. Geschätzter Rechenaufwand für einen Quantencomputer mit 250 QBits: 10 bis 15 Minuten. Der Preis für den Sieger: Besagte mehrere Prozent der weltweit erzeugten Energie. Was ist dagegen eine Investition in neue Technologie von ein paar wenigen Milliarden? Darum sind Google, Amazon, Microsoft, Intel etc alle im Rennen um den ersten leistungsfähigen Quantencomputer dabei.&nbsp;</p><p>Weitere Anwendungsfälle: Individuell wirksame komplexe Medizin, um Größenordnungen leistungsfähigere Sonnenkollektoren und außerhalb der Chemie: Mobilitätssteuerung, Dienstplanung etc. Franks These: Quantentechnologie macht Computer nicht einfach schneller, sie ermöglicht es, Probleme zu berechnen, die heute de facto unlösbar sind.&nbsp;</p><p>Nebenbei: Betrachten wir bitte jedes Passwort als jederzeit entschlüsselt. IT-Sicherheit müssen wir vollständig neu denken.&nbsp;</p><p>Die Perspektive: Google kommuniziert, Quantencomputer würden ab 2029 zur kommerziellen Nutzung bereitstehen. Eine Schätzung, die Frank Fischer für durchweg realistisch hält.&nbsp;</p><p>Wer bis zu Minute 30 durchhält, bekommt auch noch einen Crash-Kurs Physik bei Herrn Fischer: Was sind Superposition, Entanglement und wer ist Richard Feynman? Und wen das Gefühl beschleicht, nicht alles zu verstehen: Das ist genau die Sicht selbst der beteiligten Physiker. Die setzen inzwischen eher auf sich ergänzende Modelle der Quantenmechanik, die jeweils Aspekte beschreiben. Eine beruhigen Botschaft zum Schluss: Man muss hier nicht alles verstehen.</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/frankfischer1/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Frank Fischer,</a> Physiker, IT-Ingenieur, Organisationspsychologe, derzeit bei Snyk.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-59-Quantencomputer-nur-Hype-oder-naechste-große-Sprung]]></link><guid isPermaLink="false">5b45e331-69a2-4b5f-8291-0dc1d21f8bad</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/37f2edfe-5743-48d3-a2c4-e4c28f5ba13c/M44iBv7v-nowHdGoQ7kZWjUW.jpg"/><pubDate>Thu, 04 Nov 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/55090f13-4b96-4f0a-a11c-e99b28fbfc45/folge-59-fischer.mp3" length="86459792" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>45:02</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>59</itunes:episode><podcast:episode>59</podcast:episode><itunes:summary>Die Folge mit den großen Zahlen: Der aktuell größte Quantencomputer ist 100 Billionen mal schneller als ein Supercomputer. Liest man so. Wer sich darunter etwas vorstellen kann? Natürlich niemand. Ist das nur ein Hype, viel Aufregung von hochspezialisierten Physik-Nerds – oder versprechen Quantencomputer den nächsten großen Sprung für die Menschheit? Michael Carl im Gespräch mit dem Physiker, IT-Ingenieur und Psychologen Frank Fischer. Der sagt: Beides!
Podcast an, Aufregung vorprogrammiert...</itunes:summary></item><item><title>#58 How to build a Metaversum in three simple Steps</title><itunes:title>#58 How to build a Metaversum in three simple Steps</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Das Metaversum kommt. Sagt Facebook und kündigt aktuell 10.000 neue Stellen in Europa an. Sagt so ziemlich jeder Tech-Gigant schon länger. Nur: Was ist das Metaversum? Eine Art Internet in 3D? Zoom-Konferenz mit virtuellem Anfassen? Die Rückkehr von Second Life?</p><p>Der Tech-Blogger <a href="https://www.linkedin.com/in/isotopp/?originalSubdomain=nl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kris Köhntopp</a> – nach eigener Aussage seit 1987 im Internet und seit her nicht wieder draußen gewesen – sagt: Wir erleben gerade eine chaotische Phase, die für neue Technologien typisch ist. Zahlreiche große Akteure investieren, erforschen, versuchen Claims abzustecken und den Kuchen erst mal zu backen, bevor er dann gewinnbringend verteilt werden kann.&nbsp;</p><p>Michael Carl und Kris Köhntopp nehmen die Idee eines Metaversum Stück für Stück auseinander. Was könnte ein Metaversum künftig ausmachen? Wer wird das attraktiv finden? Wer sieht hier völlig neue Geschäftsmodelle? Welche Rolle spielt Facebook, was hat das Bond-Auto in diesem Spiel zu suchen und was wir hier von Fortnite und Minecraft lernen können.</p><p>Wer über das Metaversum mitreden will, braucht diese Folge. Wer dann immer noch mehr wissen möchte, wird&nbsp;<a href="https://blog.koehntopp.info/2021/10/26/metaverse.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>&nbsp;im Blog von Kris fündig.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://twitter.com/isotopp?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kris Köhntopp</a>, Blogger&nbsp;<a href="https://blog.koehntopp.info/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Die wunderbare Welt von Isotopp“</a>, Ingenieur, Gamer</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Das Metaversum kommt. Sagt Facebook und kündigt aktuell 10.000 neue Stellen in Europa an. Sagt so ziemlich jeder Tech-Gigant schon länger. Nur: Was ist das Metaversum? Eine Art Internet in 3D? Zoom-Konferenz mit virtuellem Anfassen? Die Rückkehr von Second Life?</p><p>Der Tech-Blogger <a href="https://www.linkedin.com/in/isotopp/?originalSubdomain=nl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kris Köhntopp</a> – nach eigener Aussage seit 1987 im Internet und seit her nicht wieder draußen gewesen – sagt: Wir erleben gerade eine chaotische Phase, die für neue Technologien typisch ist. Zahlreiche große Akteure investieren, erforschen, versuchen Claims abzustecken und den Kuchen erst mal zu backen, bevor er dann gewinnbringend verteilt werden kann.&nbsp;</p><p>Michael Carl und Kris Köhntopp nehmen die Idee eines Metaversum Stück für Stück auseinander. Was könnte ein Metaversum künftig ausmachen? Wer wird das attraktiv finden? Wer sieht hier völlig neue Geschäftsmodelle? Welche Rolle spielt Facebook, was hat das Bond-Auto in diesem Spiel zu suchen und was wir hier von Fortnite und Minecraft lernen können.</p><p>Wer über das Metaversum mitreden will, braucht diese Folge. Wer dann immer noch mehr wissen möchte, wird&nbsp;<a href="https://blog.koehntopp.info/2021/10/26/metaverse.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>&nbsp;im Blog von Kris fündig.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://twitter.com/isotopp?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kris Köhntopp</a>, Blogger&nbsp;<a href="https://blog.koehntopp.info/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Die wunderbare Welt von Isotopp“</a>, Ingenieur, Gamer</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-58-How-to-build-a-Metaversum-in-three-simple-Steps]]></link><guid isPermaLink="false">c4f75037-0c95-4a74-b12e-cec7f5a5e8b4</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/fb6f1550-f9cb-4992-b3e7-231b271b219e/F96RMVt3yiYG-8HDWiXlBEgR.jpg"/><pubDate>Thu, 28 Oct 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/d7358b4c-4c40-4fb4-ba40-d1addc50ac72/folge-58-koehntopp.mp3" length="73810675" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:26</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>58</itunes:episode><podcast:episode>58</podcast:episode><itunes:summary>Ein Wort geistert durch die Medien: Das Metaversum. Irgendwie Zukunft, irgendwie cool, aber was genau ist das: Ein Metaversum? Gerade werden die Techniken erprobt und die Claims auf den Märkten abgesteckt. Warum die großen Tech-Konzerne hier die Entwicklung treiben, was hier heranwächst und für wen das attraktiv sein soll – das diskutiert Michael Carl mit dem Blogger Kris Köhntopp. 
Ja, bin ich denn schon drin? Im Podcast zumindest …</itunes:summary></item><item><title>#57 Der Al Capone-Effekt der Nachhaltigkeit</title><itunes:title>#57 Der Al Capone-Effekt der Nachhaltigkeit</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Nachhaltigkeit ist wichtig. Ja. Nachhaltigkeit ist im Kommen, wird wichtiger. Ja ja. Die Kund:innen wollen das immer mehr. Naja ja. Ja? In dieser Episode gehen wir den Treibern der Nachhaltigkeit auf die Spur.&nbsp;</p><p>Michael Carl ist im Gespräch mit <a href="https://www.linkedin.com/in/martin-bausen-48058b4/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Bausen,</a> Finanzierungsspezialist bei der GLS-Bank. Martins These: In fünf bis zehn Jahren wird es keinen nennenswerten wirtschaftlichen Erfolg mehr geben können, der nicht auf nachhaltigem Unternehmertum basiert.&nbsp;</p><p>Grund eins: Die Bedürfnisse der Kund:innen sind in einem tiefen Wandel. Ganz schlicht: Kund:innen wollen das immer mehr, sie äußern das immer mehr, sie verlangen das immer mehr. Was ist „das“? „Das“ ist Transparenz über Inhalte von Produkten, „das“ ist Transparenz über Produktion und Produktionsbedingungen, „das“ ist die Frage, was sich alles genau mit dem konkreten Produkt verbindet.&nbsp;</p><p>Grund zwei – und der ist entscheidend: Die Unternehmensfinanzierung. Ganz praktisch wird es der Unternehmer merken, der bislang alle drei Jahre seinen Firmenkundenbetreuer anruft, um wieder eine neue Maschine zu finanzieren. Statt „Alles klar, wie immer“, wird er künftig hören: Wir haben da mal ein paar neue Fragen. Fragen zur Energie, zu Lieferketten, zu Arbeitsbedingungen – kurzum: zur Nachhaltigkeit.&nbsp;</p><p>Dahinter stehen die Prüfmechanismen der Banken selbst – und hier kommt Al Capone ins Spiel. Die Banken werden schon in naher Zukunft sehr genau prüfen, wie nachhaltig ein Unternehmen und sein Geschäftsmodell aufgestellt sind. Sie werden dies tun, weil sie selbst genauer hierauf geprüft werden. Wie viele Firmenkunden liegen in Hochwassergebieten, wie viele brauchen Zugang zu Wasser? Wie verändert sich die Bilanz der Bank, wenn der Strompreis deutlich steigt und überdurchschnittlich viele energieintensive Branchen im Portfolio liegen? Die BAFin hat bereits Merkblätter an die Banken verschickt und angekündigt, wonach sie in den kommenden Jahren genau fragen wird: Nach der Nachhaltigkeit.&nbsp;</p><p>Al Capone hat die Justiz niemals wegen Mord und Erpressung dranbekommen. Erst als die Verwaltungsmaschine anlief, landete er wegen Steuerhinterziehung hinter Gittern. Ganz ähnlich die Nachhaltigkeit: Wenn es sonst keiner treibt, sind es am Ende die Bilanzprüfer der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, die nachhaltige Geschäftsmodelle durchsetzen. Die These steht: In fünf bis zehn Jahren gibt es keinen nennenswerten wirtschaftlichen Erfolg mehr, der nicht auf nachhaltigen Prinzipien beruht.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-bausen-48058b4/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Bausen</a>, GLS Bank,&nbsp;Teamleiter Spezial- und Gemeinschaftsfinanzierungen.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Nachhaltigkeit ist wichtig. Ja. Nachhaltigkeit ist im Kommen, wird wichtiger. Ja ja. Die Kund:innen wollen das immer mehr. Naja ja. Ja? In dieser Episode gehen wir den Treibern der Nachhaltigkeit auf die Spur.&nbsp;</p><p>Michael Carl ist im Gespräch mit <a href="https://www.linkedin.com/in/martin-bausen-48058b4/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Bausen,</a> Finanzierungsspezialist bei der GLS-Bank. Martins These: In fünf bis zehn Jahren wird es keinen nennenswerten wirtschaftlichen Erfolg mehr geben können, der nicht auf nachhaltigem Unternehmertum basiert.&nbsp;</p><p>Grund eins: Die Bedürfnisse der Kund:innen sind in einem tiefen Wandel. Ganz schlicht: Kund:innen wollen das immer mehr, sie äußern das immer mehr, sie verlangen das immer mehr. Was ist „das“? „Das“ ist Transparenz über Inhalte von Produkten, „das“ ist Transparenz über Produktion und Produktionsbedingungen, „das“ ist die Frage, was sich alles genau mit dem konkreten Produkt verbindet.&nbsp;</p><p>Grund zwei – und der ist entscheidend: Die Unternehmensfinanzierung. Ganz praktisch wird es der Unternehmer merken, der bislang alle drei Jahre seinen Firmenkundenbetreuer anruft, um wieder eine neue Maschine zu finanzieren. Statt „Alles klar, wie immer“, wird er künftig hören: Wir haben da mal ein paar neue Fragen. Fragen zur Energie, zu Lieferketten, zu Arbeitsbedingungen – kurzum: zur Nachhaltigkeit.&nbsp;</p><p>Dahinter stehen die Prüfmechanismen der Banken selbst – und hier kommt Al Capone ins Spiel. Die Banken werden schon in naher Zukunft sehr genau prüfen, wie nachhaltig ein Unternehmen und sein Geschäftsmodell aufgestellt sind. Sie werden dies tun, weil sie selbst genauer hierauf geprüft werden. Wie viele Firmenkunden liegen in Hochwassergebieten, wie viele brauchen Zugang zu Wasser? Wie verändert sich die Bilanz der Bank, wenn der Strompreis deutlich steigt und überdurchschnittlich viele energieintensive Branchen im Portfolio liegen? Die BAFin hat bereits Merkblätter an die Banken verschickt und angekündigt, wonach sie in den kommenden Jahren genau fragen wird: Nach der Nachhaltigkeit.&nbsp;</p><p>Al Capone hat die Justiz niemals wegen Mord und Erpressung dranbekommen. Erst als die Verwaltungsmaschine anlief, landete er wegen Steuerhinterziehung hinter Gittern. Ganz ähnlich die Nachhaltigkeit: Wenn es sonst keiner treibt, sind es am Ende die Bilanzprüfer der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, die nachhaltige Geschäftsmodelle durchsetzen. Die These steht: In fünf bis zehn Jahren gibt es keinen nennenswerten wirtschaftlichen Erfolg mehr, der nicht auf nachhaltigen Prinzipien beruht.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-bausen-48058b4/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Bausen</a>, GLS Bank,&nbsp;Teamleiter Spezial- und Gemeinschaftsfinanzierungen.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-57-Der-Al-Capone-Effekt-der-Nachhaltigkeit]]></link><guid isPermaLink="false">c154b6cd-02db-470e-bd11-4f3db5cc7334</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7898b655-68db-4749-ba04-a85ef6dcd7db/Ktd91VEXGRIsS5tZ4zbjXxKw.jpg"/><pubDate>Thu, 21 Oct 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/94ef3aa0-fd98-423c-a91e-b0028bb96db3/folge-57-martin-bausen.mp3" length="66677784" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:44</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>57</itunes:episode><podcast:episode>57</podcast:episode><itunes:summary>Nachhaltigkeit kommt, natürlich. Was auch sonst? Sagt ja jeder. Aber warum genau? Die Kundenbedürfnisse sind im Wandel, natürlich. Aber entscheidend ist: Die Rahmenbedingungen für Unternehmensfinanzierung ändern sich. Banken werden geprüft, wie nachhaltig ihr Portfolio aufgestellt ist, Anlagen wie Kredite – und entsprechend werden sie ihre Kunden zu nachhaltigen Geschäftsmodellen und einer nachhaltigen Unternehmenskultur nötigen. So treibt die Bankenaufsicht ganz praktisch die Nachhaltigkeit der Wirtschaft. Ohne Nachhaltigkeit, kein wirtschaftlicher Erfolg. 
Kurzer Bilanzcheck, dann Podcast!</itunes:summary></item><item><title>#56 Vertreibt die Nachhaltigkeit aus der Öko-Ecke</title><itunes:title>#56 Vertreibt die Nachhaltigkeit aus der Öko-Ecke</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>„… Das steht alles in unserem CSR-Bericht. Glaube ich. Der steht hier irgendwo online, Moment, hab‘ ihn gleich …“&nbsp;</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-wittau-20101b115/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Wittau</a> ist Vizepräsident der <a href="https://nachhaltigkeit.bvng.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bundesvereinigung Nachhaltigkeit</a>. Für Martin ist klar: Wer Nachhaltigkeit für ein Sonntagsthema hält, überblickt die Tragweite noch nicht. Und: Wer wirklich auf Dauer erfolgreich unternehmerisch tätig sein will, kann kaum anders, als nachhaltig zu denken und zu lenken. Er ist ein freundlicher Mensch und formuliert auch so. Aber Nachhaltigkeit ist eine Frage des Erfolgs, nicht nur der Karmapunkte. Oder sogar andersherum: Erfolg ist eine Frage der nachhaltigen Unternehmenspolitik.</p><p>Martin berichtet von dem Handwerksbetrieb, der mit einer konsequent nachhaltigen Aufstellung auf einmal wieder Azubis bekommt. Von den Unternehmen der Verpackungsindustrie, die seit Corona vor Umsatz und Gewinn kaum laufen kann und doch über Dekarbonisierung nachdenkt. Und und und….</p><p>Nachhaltigkeit und Klimaschutz stehen in einem eigenwilligen Spannungsverhältnis. Einerseits ringen die beiden Themen um Aufmerksamkeit – und da liegt der Klimaschutz seit geraumer Zeit deutlich vorne. Die nachhaltigen Entwicklungsziele waren kaum von den Vereinten Nationen verabschiedet, als das Pariser Klimaabkommen das Rampenlicht voll in Anspruch nahm. Andererseits ist gerade der Klimaschutz – immerhin eines der 17 Ziele – ein Hebel, um dem Thema Nachhaltigkeit mehr Präsenz zu verschaffen.</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-wittau-20101b115/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Wittau</a>, <a href="https://nachhaltigkeit.bvng.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V.</a>, Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/martinwittau?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@MartinWittau</a> und <a href="https://twitter.com/bvngberlin?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@BVNGberlin</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>„… Das steht alles in unserem CSR-Bericht. Glaube ich. Der steht hier irgendwo online, Moment, hab‘ ihn gleich …“&nbsp;</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-wittau-20101b115/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Wittau</a> ist Vizepräsident der <a href="https://nachhaltigkeit.bvng.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bundesvereinigung Nachhaltigkeit</a>. Für Martin ist klar: Wer Nachhaltigkeit für ein Sonntagsthema hält, überblickt die Tragweite noch nicht. Und: Wer wirklich auf Dauer erfolgreich unternehmerisch tätig sein will, kann kaum anders, als nachhaltig zu denken und zu lenken. Er ist ein freundlicher Mensch und formuliert auch so. Aber Nachhaltigkeit ist eine Frage des Erfolgs, nicht nur der Karmapunkte. Oder sogar andersherum: Erfolg ist eine Frage der nachhaltigen Unternehmenspolitik.</p><p>Martin berichtet von dem Handwerksbetrieb, der mit einer konsequent nachhaltigen Aufstellung auf einmal wieder Azubis bekommt. Von den Unternehmen der Verpackungsindustrie, die seit Corona vor Umsatz und Gewinn kaum laufen kann und doch über Dekarbonisierung nachdenkt. Und und und….</p><p>Nachhaltigkeit und Klimaschutz stehen in einem eigenwilligen Spannungsverhältnis. Einerseits ringen die beiden Themen um Aufmerksamkeit – und da liegt der Klimaschutz seit geraumer Zeit deutlich vorne. Die nachhaltigen Entwicklungsziele waren kaum von den Vereinten Nationen verabschiedet, als das Pariser Klimaabkommen das Rampenlicht voll in Anspruch nahm. Andererseits ist gerade der Klimaschutz – immerhin eines der 17 Ziele – ein Hebel, um dem Thema Nachhaltigkeit mehr Präsenz zu verschaffen.</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-wittau-20101b115/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Wittau</a>, <a href="https://nachhaltigkeit.bvng.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V.</a>, Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/martinwittau?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@MartinWittau</a> und <a href="https://twitter.com/bvngberlin?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@BVNGberlin</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-56-Vertreibt-die-Nachhaltigkeit-aus-der-Oeko-Ecke]]></link><guid isPermaLink="false">831fea00-398f-49c0-80dc-c462b4b0a452</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/2f7f123d-f6e0-4f81-93ef-2a12ba523d39/G9leHn3e7A7G8zkCLG5RMM32.jpg"/><pubDate>Thu, 14 Oct 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/766bbceb-7352-4381-af7c-1311337c5552/56-wittau.mp3" length="55074400" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>28:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>56</itunes:episode><podcast:episode>56</podcast:episode><itunes:summary>Was sollen wir denn noch alles machen? Frauenförderung? CO2-Bilanzen? Flottenverbrauch senken. Und dann auch noch Nachhaltigkeit? Können wir bitte auch irgendwann mal arbeiten und Geld verdienen? Bitte sehr, kein Problem. Sagt Martin Wittau von der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit. Wenn wir nur kurz darauf hinweisen dürften, dass gerade Nachhaltigkeit der Weg zum Erfolg sein kann. Eine Antwort auf Fachkräftemangel. Auf die Transformation von Geschäftsmodellen und Unternehmenskultur. 
Kurz die 17 SDG googlen, dann Podcast!</itunes:summary></item><item><title>#55 Die Wissenschaft zum Klima, der Welt und dem ganzen Rest</title><itunes:title>#55 Die Wissenschaft zum Klima, der Welt und dem ganzen Rest</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wir brauchen beides: Klimaschutz und Schutz vor dem Klima. Sagt die Wissenschaft ganz nüchtern. Hier in Gestalt von <a href="https://twitter.com/sci_ffert" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sebastian Seiffert</a>, Professor an der Universität Mainz. Er forscht im Grenzgebiet zwischen Physik und Chemie. Nebenbei engagiert er sich als Klimaschützer, bei Scientists for Future und zuletzt als Direktkandidat der Klimaliste bei der Bundestagswahl. Oder ist er nebenbei Professor und in erster Linie mit Klimafragen befasst? Jedenfalls ist er engagiert im Gespräch mit Michael Carl.&nbsp;</p><p>Sebastian Seiffert beschreibt ganz nüchtern den wissenschaftlichen Konsens: Die Klimakrise ist da und wir haben sie ausgelöst. Derzeit erleben wir mit Starkregen, Hitzewellen und mehr die Folgen einer Erwärmung um 1,2°C. Die ernüchternde Botschaft: Das ist zum Teil unserer Realität geworden. Und es wird wärmer. Es gibt keine theoretische Möglichkeit, diesen Prozess hier zu stoppen oder gar umzukehren. Selbst wenn wir unmittelbar aufhören würden, weitere Treibhausgase auszustoßen, wird sich der Globus weiter aufheizen, da sich die Wirkung der Treibhausgase, die wir bereits in die Atmosphäre geblasen haben, noch nicht vollständig entfaltet hat. Zwei Fragen sind offen: Wie weit werden wir den Globus weiter aufheizen? Antwort: Möglichst wenig. Allein zwischen 1,5°C und 2°C liegt die Möglichkeit, gute Teile unserer Zivilisation erhalten zu können – oder eben nicht. Zweite Frage: Wie weit können wir diesen Prozess hinauszögern, um Zeit für die Anpassung zu gewinnen? Wir werden sie brauchen – für den Umbau der Städte, für eine neue stabile Erergieversorgung, für umfassende Klimatisierung, für eine neue Mobilität, für die Infrastruktur. Kleinigkeiten also.&nbsp;</p><p>Sebastian sagt: Es reicht offensichtlich nicht, wenn wir Wissenschaftler versuchen nüchterne Fakten zu liefern, auf dass Politik und Gesellschaft ihre Schlüsse daraus ziehen und handeln. Denn: Das Handeln fällt aus. Zu beobachten im überschaubaren Rahmen in der Corona-Krise: Wir haben die Chance, die Pandemie mit Abstand, Masken und temporären Einschränkungen zu überbrücken, bis wir sie wegimpfen können. Erfolg: überschaubar, um es nett zu sagen. Was lernen wir daraus für die Bewältigung der Klimakrise? Es wird schwierig.&nbsp;</p><p>Motivatrion zieht Sebastian aus dem frisch an Klimaforscher verliehenen Nobelpreis für Physik, unter anderem an Klaus Hasselmann. Genau 100 Jahre nach dem Nobelpreis für Albert Einstein für den Photoelektrischen Effekt – Grundlage der heutigen Solartechnik – und 110 Jahre nach dem Preis für Wilhelm Wien, der mit dem Verschiebungsgesetz mit die Grundlagen für das Verständnis der Erderwärmung gelegt hat. Man spreche mit Naturwissenschaftlern – es gibt immer etwas zu lernen.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche: </strong></p><p>Sebastian Seiffert,&nbsp;<a href="https://twitter.com/sci_ffert" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@sci_ffert</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Wir brauchen beides: Klimaschutz und Schutz vor dem Klima. Sagt die Wissenschaft ganz nüchtern. Hier in Gestalt von <a href="https://twitter.com/sci_ffert" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sebastian Seiffert</a>, Professor an der Universität Mainz. Er forscht im Grenzgebiet zwischen Physik und Chemie. Nebenbei engagiert er sich als Klimaschützer, bei Scientists for Future und zuletzt als Direktkandidat der Klimaliste bei der Bundestagswahl. Oder ist er nebenbei Professor und in erster Linie mit Klimafragen befasst? Jedenfalls ist er engagiert im Gespräch mit Michael Carl.&nbsp;</p><p>Sebastian Seiffert beschreibt ganz nüchtern den wissenschaftlichen Konsens: Die Klimakrise ist da und wir haben sie ausgelöst. Derzeit erleben wir mit Starkregen, Hitzewellen und mehr die Folgen einer Erwärmung um 1,2°C. Die ernüchternde Botschaft: Das ist zum Teil unserer Realität geworden. Und es wird wärmer. Es gibt keine theoretische Möglichkeit, diesen Prozess hier zu stoppen oder gar umzukehren. Selbst wenn wir unmittelbar aufhören würden, weitere Treibhausgase auszustoßen, wird sich der Globus weiter aufheizen, da sich die Wirkung der Treibhausgase, die wir bereits in die Atmosphäre geblasen haben, noch nicht vollständig entfaltet hat. Zwei Fragen sind offen: Wie weit werden wir den Globus weiter aufheizen? Antwort: Möglichst wenig. Allein zwischen 1,5°C und 2°C liegt die Möglichkeit, gute Teile unserer Zivilisation erhalten zu können – oder eben nicht. Zweite Frage: Wie weit können wir diesen Prozess hinauszögern, um Zeit für die Anpassung zu gewinnen? Wir werden sie brauchen – für den Umbau der Städte, für eine neue stabile Erergieversorgung, für umfassende Klimatisierung, für eine neue Mobilität, für die Infrastruktur. Kleinigkeiten also.&nbsp;</p><p>Sebastian sagt: Es reicht offensichtlich nicht, wenn wir Wissenschaftler versuchen nüchterne Fakten zu liefern, auf dass Politik und Gesellschaft ihre Schlüsse daraus ziehen und handeln. Denn: Das Handeln fällt aus. Zu beobachten im überschaubaren Rahmen in der Corona-Krise: Wir haben die Chance, die Pandemie mit Abstand, Masken und temporären Einschränkungen zu überbrücken, bis wir sie wegimpfen können. Erfolg: überschaubar, um es nett zu sagen. Was lernen wir daraus für die Bewältigung der Klimakrise? Es wird schwierig.&nbsp;</p><p>Motivatrion zieht Sebastian aus dem frisch an Klimaforscher verliehenen Nobelpreis für Physik, unter anderem an Klaus Hasselmann. Genau 100 Jahre nach dem Nobelpreis für Albert Einstein für den Photoelektrischen Effekt – Grundlage der heutigen Solartechnik – und 110 Jahre nach dem Preis für Wilhelm Wien, der mit dem Verschiebungsgesetz mit die Grundlagen für das Verständnis der Erderwärmung gelegt hat. Man spreche mit Naturwissenschaftlern – es gibt immer etwas zu lernen.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche: </strong></p><p>Sebastian Seiffert,&nbsp;<a href="https://twitter.com/sci_ffert" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@sci_ffert</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-55-Die-Wissenschaft-zum-Klima-der-Welt-und-dem-ganzen-Rest]]></link><guid isPermaLink="false">9b5c1001-b7c3-43cd-831d-2499e87015b3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/cdfcbda4-ee9f-45d1-b2af-edacb786f7d8/RIEtgCO9qiP7H5DQ6KcZlj2b.jpg"/><pubDate>Thu, 07 Oct 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a32c9d7b-ed55-4268-b43b-f7ba20e495d4/folge-55-seiffert.mp3" length="66202146" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:29</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>55</itunes:episode><podcast:episode>55</podcast:episode><itunes:summary>Nein, aufhalten können wir die Erderwärmung nicht. Nein, zurückdrehen können wir sie auch nicht. Nein, wir haben auch keine zehn Jahre mehr, um wundersame Technologien zu entwickeln, mit denen wir einfach so weitermachen könnten. Ja, wir können den Prozess verlangsamen und Zeit zur Anpassung gewinnen. Sagt: Die Wissenschaft. Soviel Konsens war selten – nur die Botschaft kommt kaum an. Ein Gespräch mit dem Forscher und Scientist for Future Prof. Sebastian Seiffert über den Stand der Dinge. Wie laut sollten Wissenschaftler werden? Er sagt: Laut!
Im Schatten der Klimaanlage am besten: Der Podcast!</itunes:summary></item><item><title>#54 All(es) wird möglich</title><itunes:title>#54 All(es) wird möglich</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ein Flugzeug, das ich anziehen kann? Mit elektrischen Turbinen? Der Traum vom Fliegen, auf ganz neue Weise wahr? <a href="https://www.linkedin.com/in/konstantin-landuris-87058136/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Konstantin Landuris</a> arbeitet mit einem Team in München an einem neuartigen Flugzeug. Das haben andere auch schon ausprobiert? Na, wunderbar, dann machen wir es eben neu.</p><p>Herr Landuris, Sie sind Designer und Innenarchitekt? Dann machen Sie so „Schöner Wohnen“-Sachen, oder? Äh, nein. Wie beschreibt einer, der einfach nur das Rad neu erfinden will, seine Tätigkeit? Gestalter? Erfinder? Konstantin Landuris macht Projekte, die er spannend findet, mit denen er die Grenzen des Denkens verschieben will.&nbsp;</p><p>Konstantin sagt: Wir werden im Laufe der Zeit immer unfreier. Dagegen müssen wir angehen, um Freigeister zu bleiben. Es darf uns nicht reichen, nur an das nächste Produkt zu denken, um es ein wenig besser zu machen. Im Gegenteil. Er sagt: Wir müssen so weit denken, wie es irgendwie geht. 10 Generationen voraus, oder hundert! Wie leben wir dann, wie ist eine Gesellschaft dann aufgebaut? Daraus können wir immer wieder etwas lernen für heute. In diesem Sinne fordert er: Wir müssen Pioniere sein, Zukunftspioniere. Das muss unser Anspruch an uns selbst sein – oder jedenfalls ist es der Anspruch, den Konstantin an sich anlegt.&nbsp;</p><p>Während der Podcastaufnahme sitzt Konstantin vor einem riesigen Bild des Mondes. Sein Kindheitstraum: Astronaut werden und ins All fliegen. Was lauert da oben? Wie weit können wir unseren Horizont maximal erweitern? Und auch wenn sich immer gut argumentieren lässt, wie viel Hunger sich auf der Welt stillen ließe, wenn das Geld nicht in Raumfahrt, sondern in Lebensmittel investiert würde: Konstantin will, dass wir forschen, Prozesse starten, die uns zu Neuem bringen. Wenn wir immer erst fragen, was sich heute lohnt, werden wir nie anfangen, wirklich Neues zu erforschen und zu entdecken.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.instagram.com/konstantinlanduris/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Konstantin Landuris</a>, Designer, Innenarchitekt, Gestalter, Filmemacher, Erfinder.&nbsp;<a href="http://www.landuris.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.landuris.com</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Ein Flugzeug, das ich anziehen kann? Mit elektrischen Turbinen? Der Traum vom Fliegen, auf ganz neue Weise wahr? <a href="https://www.linkedin.com/in/konstantin-landuris-87058136/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Konstantin Landuris</a> arbeitet mit einem Team in München an einem neuartigen Flugzeug. Das haben andere auch schon ausprobiert? Na, wunderbar, dann machen wir es eben neu.</p><p>Herr Landuris, Sie sind Designer und Innenarchitekt? Dann machen Sie so „Schöner Wohnen“-Sachen, oder? Äh, nein. Wie beschreibt einer, der einfach nur das Rad neu erfinden will, seine Tätigkeit? Gestalter? Erfinder? Konstantin Landuris macht Projekte, die er spannend findet, mit denen er die Grenzen des Denkens verschieben will.&nbsp;</p><p>Konstantin sagt: Wir werden im Laufe der Zeit immer unfreier. Dagegen müssen wir angehen, um Freigeister zu bleiben. Es darf uns nicht reichen, nur an das nächste Produkt zu denken, um es ein wenig besser zu machen. Im Gegenteil. Er sagt: Wir müssen so weit denken, wie es irgendwie geht. 10 Generationen voraus, oder hundert! Wie leben wir dann, wie ist eine Gesellschaft dann aufgebaut? Daraus können wir immer wieder etwas lernen für heute. In diesem Sinne fordert er: Wir müssen Pioniere sein, Zukunftspioniere. Das muss unser Anspruch an uns selbst sein – oder jedenfalls ist es der Anspruch, den Konstantin an sich anlegt.&nbsp;</p><p>Während der Podcastaufnahme sitzt Konstantin vor einem riesigen Bild des Mondes. Sein Kindheitstraum: Astronaut werden und ins All fliegen. Was lauert da oben? Wie weit können wir unseren Horizont maximal erweitern? Und auch wenn sich immer gut argumentieren lässt, wie viel Hunger sich auf der Welt stillen ließe, wenn das Geld nicht in Raumfahrt, sondern in Lebensmittel investiert würde: Konstantin will, dass wir forschen, Prozesse starten, die uns zu Neuem bringen. Wenn wir immer erst fragen, was sich heute lohnt, werden wir nie anfangen, wirklich Neues zu erforschen und zu entdecken.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.instagram.com/konstantinlanduris/?hl=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Konstantin Landuris</a>, Designer, Innenarchitekt, Gestalter, Filmemacher, Erfinder.&nbsp;<a href="http://www.landuris.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.landuris.com</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-54-Alles-wird-moeglich]]></link><guid isPermaLink="false">58670aac-b03f-4edf-b16d-ac684eacee6b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/25340f0b-40d8-4ded-a08d-d6897da0a378/PImUuv3DFCrHHnHcJN4PHg0z.jpg"/><pubDate>Thu, 30 Sep 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/deaadc7b-eb5d-4558-bdac-3b51674a13a9/folge-54-landuris.mp3" length="62207292" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>32:24</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>54</itunes:episode><podcast:episode>54</podcast:episode><itunes:summary>Wer will eigentlich ins All, also: So ganz direkt und persönlich? Vielleicht nicht dieses Jahr, aber im Laufe der 30er? Und warum zieht es uns dort hinauf, warum muss es uns hinauf ziehen? Der Erfinder und Designer Konstantin Landuris sagt: Weil wir unseren Horizont dort maximal erweitern können, weil wir nur so Freigeister werden und Freigeister bleiben. Und auf dem Weg dahin entwickelt er ein elektrisches Flugzeug zum Anziehen. Die Folge über alles, was möglich wird. Three – two – one – Ignition – Liftoff – Podcast!</itunes:summary></item><item><title>#53 Klimastreik live</title><itunes:title>#53 Klimastreik live</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Eine Zusatzfolge live vom Klimastreik. Wenn 15.000 Menschen allein in Leipzig auf die Straße gehen, um ihr Recht auf eine lebenswerte Zukunft einzufordern, mischen wir uns mitten drunter und sprechen mit Menschen.&nbsp;</p><p>Als erste im Gespräch: <a href="https://paulapiechotta.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Paula Piechotta</a>, Ärztin und Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen. Sie erinnert sich daran, wie sie mit der Grünen Jugend noch vor zehn Jahren in Leipzig Kongresse zur Klimakrise veranstaltet hat – mit 20 Teilnehmer:innen. Nicht einmal ausgelacht seien sie geworden. Schlicht ignoriert.&nbsp;</p><p>Szenenwechsel: Bernhard Stief ist Nikolaipfarrer, der direkte Nachfolger im Amt des Wendepfarrers Christian Führer. Spätestens seit 1989 ist die Nikolaikirche in Leipzig ein Symbol dafür, dass es sich lohnt, aufzustehen, loszugehen und sich Gehör zu verschaffen. Er sagt: Wir sollten erwachsen werden, uns auch unserer Schuld stellen und Verantwortung übernehmen. Das ist das Wachstum, das wir brauchen.&nbsp;</p><p>Michael Carl hat Familien auf dem Klimastreik getroffen mit ihnen über Eis – für Eisbären wie anwesende Kinder -, Verantwortung und Optimismus gesprochen.&nbsp;</p><p>Den Abschluss der Folge bildet ein Gespräch mit <a href="https://www.uni-leipzig.de/personenprofil/mitarbeiter/prof-dr-johannes-quaas/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Johannes Quaas</a>. Er ist Meteorologe, lehrt und forscht an der Uni Leipzig. Er war direkt beteiligt am aktuellen Bericht des IPCC. Er plädiert für den faktenbasierten Dialog – du die Fakten in Klimafragen sind im Wesentlichen eindeutig: Wir waren es. Wir müssen es ändern. Wir hätten das schon vor 30 Jahren machen sollen. Da wir das nicht gemacht haben, müssen wir jetzt umso mehr ran.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://paulapiechotta.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Paula Piechotta</a>, Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen <a href="https://twitter.com/PaulaPiechotta?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@paulapiechotta</a></p><p>Bernhard Stief, Pfarrer der Evangelischen Nikolaikirche Leipzig</p><p><a href="https://www.uni-leipzig.de/personenprofil/mitarbeiter/prof-dr-johannes-quaas/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Johannes Quaas</a>,&nbsp;Universitätsprofessor, Theoretische Meteorologie, Mitautor des aktuellen Report-IPCC</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Eine Zusatzfolge live vom Klimastreik. Wenn 15.000 Menschen allein in Leipzig auf die Straße gehen, um ihr Recht auf eine lebenswerte Zukunft einzufordern, mischen wir uns mitten drunter und sprechen mit Menschen.&nbsp;</p><p>Als erste im Gespräch: <a href="https://paulapiechotta.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Paula Piechotta</a>, Ärztin und Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen. Sie erinnert sich daran, wie sie mit der Grünen Jugend noch vor zehn Jahren in Leipzig Kongresse zur Klimakrise veranstaltet hat – mit 20 Teilnehmer:innen. Nicht einmal ausgelacht seien sie geworden. Schlicht ignoriert.&nbsp;</p><p>Szenenwechsel: Bernhard Stief ist Nikolaipfarrer, der direkte Nachfolger im Amt des Wendepfarrers Christian Führer. Spätestens seit 1989 ist die Nikolaikirche in Leipzig ein Symbol dafür, dass es sich lohnt, aufzustehen, loszugehen und sich Gehör zu verschaffen. Er sagt: Wir sollten erwachsen werden, uns auch unserer Schuld stellen und Verantwortung übernehmen. Das ist das Wachstum, das wir brauchen.&nbsp;</p><p>Michael Carl hat Familien auf dem Klimastreik getroffen mit ihnen über Eis – für Eisbären wie anwesende Kinder -, Verantwortung und Optimismus gesprochen.&nbsp;</p><p>Den Abschluss der Folge bildet ein Gespräch mit <a href="https://www.uni-leipzig.de/personenprofil/mitarbeiter/prof-dr-johannes-quaas/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Johannes Quaas</a>. Er ist Meteorologe, lehrt und forscht an der Uni Leipzig. Er war direkt beteiligt am aktuellen Bericht des IPCC. Er plädiert für den faktenbasierten Dialog – du die Fakten in Klimafragen sind im Wesentlichen eindeutig: Wir waren es. Wir müssen es ändern. Wir hätten das schon vor 30 Jahren machen sollen. Da wir das nicht gemacht haben, müssen wir jetzt umso mehr ran.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://paulapiechotta.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Paula Piechotta</a>, Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen <a href="https://twitter.com/PaulaPiechotta?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@paulapiechotta</a></p><p>Bernhard Stief, Pfarrer der Evangelischen Nikolaikirche Leipzig</p><p><a href="https://www.uni-leipzig.de/personenprofil/mitarbeiter/prof-dr-johannes-quaas/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Johannes Quaas</a>,&nbsp;Universitätsprofessor, Theoretische Meteorologie, Mitautor des aktuellen Report-IPCC</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-53-Klimastreik-live]]></link><guid isPermaLink="false">35581e91-2d5d-4714-8722-efd92c86ac71</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/73f23871-7255-46d9-8681-28ac7e94717f/vyi0WitmjZ4ztJDt9pPn4wEm.jpg"/><pubDate>Fri, 24 Sep 2021 19:20:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/02e2ed5e-9bf0-4a28-8ab8-4541ac8ececa/folge-53-klimastreik.mp3" length="95733471" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>49:52</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>53</itunes:episode><podcast:episode>53</podcast:episode><itunes:summary>Die Zusatzfolge vom Klimastreik. Mit Politik, Kirche, Wissenschaft und Teilnehmer:innen, live aufgenommen beim Klimastreik in Leipzig am 24. September. Wenn 15.000 Menschen eine positive Zukunft einfordern, sind wir mittendrin. 
Jetzt! Wann denn sonst? Dann Podcast!</itunes:summary></item><item><title>#52 Er (he/him) trifft sie (she/her)</title><itunes:title>#52 Er (he/him) trifft sie (she/her)</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Mit unserer Sprache konstruieren wir unsere Welt. Wofür wir keine Begriffe haben, das können wir nicht denken, das existiert de facto nicht. Eine verhältnismäßig schlichte Konsequenz: Verändert sich die Welt, brauchen wir neue Begriffe, sonst hängen wir uns selber ab. Im Grunde ebenso schlicht: Wer die Welt verändern möchte – und das bedeutet immer: Wer unsere Wahrnehmung der Welt verändern möchte – kann Sprache verändern, um andere Bilder der Welt zu erzeugen. Und schon sind wir bei der Frage, ob eine gendersensiblere Sprache auch eine Welt mit mehr Teilhabe, gerechterem Zugang und weniger unreflektierten Privilegien erzeugen kann.&nbsp;</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/linda-pulver-she-her-484b8917a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Linda Pulver</a>, Coach aus Hamburg, setzt sich ganz bewusst dafür ein, durch einen Wandel der Sprache Aufmerksamkeit für Vielfalt zu erzeugen. Vielfalt, die irgendwie immer schon da war, die wir gesellschaftlich aber oft nicht hinreichend wahrnehmen. Und was wir nicht wahrnehmen … stärker noch: Solange wir die Breite und Unterschiedlichkeit der Menschen in unserer Gesellschaft nicht wahrnehmen, solange wir damit auch blind sind für unterschiedliche Chancen, Beschränkungen und Privilegien, werden wir genau diese Privilegien auch niemals hinterfragen können.&nbsp;</p><p>Ist das der Grund für die enorme Aufregung, die ein Stern oder Doppelpunkt verursachen kann? Aktueller Anwendungsfall: Karin Prien, Mitglied im „Zukunftsteam“ von Kanzlerkandidat Laschet und dort für Bildung zuständig, hat direkt nach ihrer Ernennung ein Verbot des Genderns an den Schulen Schleswig-Holsteins erlassen. Zum Erweis ihrer Zukunftsfähigkeit. Das Ganze verkündet in einem Tweet mit Fehlern bei der Kommasetzung und Rechtschreibung. Was ist schlimmer?&nbsp;</p><p>Linda Pulver betont für die Macht der vielen. Sie sagt: Wir unterschätzen, was wir erreichen können, wenn alle, denen eine Welt mit weniger Privilegien und mehr Gerechtigkeit wichtig ist, dies auch mit ihrer eigenen Sprache zum Ausdruck bringen. Und anschließend in den Dialog gehen, um Perspektiven auszutauschen und zu lernen.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/linda-pulver-she-her-484b8917a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Linda Pulver Linkedin</a> / <a href="https://www.instagram.com/lindadurable/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Instagram</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Mit unserer Sprache konstruieren wir unsere Welt. Wofür wir keine Begriffe haben, das können wir nicht denken, das existiert de facto nicht. Eine verhältnismäßig schlichte Konsequenz: Verändert sich die Welt, brauchen wir neue Begriffe, sonst hängen wir uns selber ab. Im Grunde ebenso schlicht: Wer die Welt verändern möchte – und das bedeutet immer: Wer unsere Wahrnehmung der Welt verändern möchte – kann Sprache verändern, um andere Bilder der Welt zu erzeugen. Und schon sind wir bei der Frage, ob eine gendersensiblere Sprache auch eine Welt mit mehr Teilhabe, gerechterem Zugang und weniger unreflektierten Privilegien erzeugen kann.&nbsp;</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/linda-pulver-she-her-484b8917a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Linda Pulver</a>, Coach aus Hamburg, setzt sich ganz bewusst dafür ein, durch einen Wandel der Sprache Aufmerksamkeit für Vielfalt zu erzeugen. Vielfalt, die irgendwie immer schon da war, die wir gesellschaftlich aber oft nicht hinreichend wahrnehmen. Und was wir nicht wahrnehmen … stärker noch: Solange wir die Breite und Unterschiedlichkeit der Menschen in unserer Gesellschaft nicht wahrnehmen, solange wir damit auch blind sind für unterschiedliche Chancen, Beschränkungen und Privilegien, werden wir genau diese Privilegien auch niemals hinterfragen können.&nbsp;</p><p>Ist das der Grund für die enorme Aufregung, die ein Stern oder Doppelpunkt verursachen kann? Aktueller Anwendungsfall: Karin Prien, Mitglied im „Zukunftsteam“ von Kanzlerkandidat Laschet und dort für Bildung zuständig, hat direkt nach ihrer Ernennung ein Verbot des Genderns an den Schulen Schleswig-Holsteins erlassen. Zum Erweis ihrer Zukunftsfähigkeit. Das Ganze verkündet in einem Tweet mit Fehlern bei der Kommasetzung und Rechtschreibung. Was ist schlimmer?&nbsp;</p><p>Linda Pulver betont für die Macht der vielen. Sie sagt: Wir unterschätzen, was wir erreichen können, wenn alle, denen eine Welt mit weniger Privilegien und mehr Gerechtigkeit wichtig ist, dies auch mit ihrer eigenen Sprache zum Ausdruck bringen. Und anschließend in den Dialog gehen, um Perspektiven auszutauschen und zu lernen.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/linda-pulver-she-her-484b8917a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Linda Pulver Linkedin</a> / <a href="https://www.instagram.com/lindadurable/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Instagram</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-52-Er-trifft-sie]]></link><guid isPermaLink="false">527da7e2-bbb8-49bc-bef9-0b9ea6f4283e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/45c2aaf8-cbd2-4c76-a435-ef3285408085/WOZFF0mCxrw2e2dl6Ss0-VBt.jpg"/><pubDate>Thu, 23 Sep 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/b868a5b0-db15-4490-86aa-18a1ca2c0dde/folge-52-pulver.mp3" length="60400036" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>31:27</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>52</itunes:episode><podcast:episode>52</podcast:episode><itunes:summary>Mit der Sprache bauen wir uns unsere Welt. Was wir nicht sagen, sehen wir nicht; es existiert de facto nicht. Solange 99 Sängerinnen und 1 Sänger zusammen 100 Sänger sind, scheint die weibliche Zuschreibung kein Problem zu sein. Das mag bei Sängern (sic!) vielleicht kein Problem kaschieren, nur: Solange wir es nicht benennen, werden wir es nicht einmal wissen. Linda Pulver, Coach aus Hamburg, setzt sich klar für eine gendersensible Sprache ein, gerade um Privilegien erkennen, diskutieren und im Zweifel überwinden zu können. 
Wo ist denn dieser Stern auf der Tastatur? Hörst du im Podcast!</itunes:summary></item><item><title>#51 Wie wir die Welt mit Technologie retten</title><itunes:title>#51 Wie wir die Welt mit Technologie retten</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Technologie wird uns ermöglichen, die Welt wieder in Balance zu bringen. Das sagt <a href="https://www.linkedin.com/in/rafaellaguna/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rafael Laguna de la Vera.</a> Er ist qua Amt für die wirklich radikalen Neuerungen in Deutschland zuständig. Er leitet die Agentur für Sprunginnovationen in Leipzig: <a href="https://www.sprind.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SPRIND.</a> Und er hat gerade ein Buch zum Thema veröffentlich: „Sprunginnovation. Wie wir mit Wissenschaft und Technik die Welt wieder in Balance bekommen“.</p><p>Rafael macht sich für einen sehr optimistischen Ansatz stark. Unsere heutige Technologie ist schon gut: Sie hat dazu geführt, dass wir alle erheblich besser leben, dass wir länger leben, dass wir immer mehr werden. Aber unsere Technologie ist nicht gut genug. Sie ist noch nicht in der Lage die Probleme zu lösen, die wir mit der bisherigen Technologie und ihren im Grunde positiven Folgen erst aufgeworfen haben. Was ist die Antwort: Eine Abkehr von Technologie wäre möglich, würde aber nicht das gute Leben der gesamten Menschheit sichern. Also: Innovation. Und damit ist hier nicht die allmähliche Verbesserung der bisher bekannten Prozesse und Lösungen gemeint, sondern der Sprung, das radikal Neue, das die Bahnen des bisherigen Denkens verlässt. In diesem Sinne gilt: Technologie wird die Probleme von Technologie lösen.</p><p>Wir leben in innovationsarmen Zeiten. Seit dem Krieg ist in Deutschland keine echte Innovation erdacht und erfolgreich wirtschaftlich umgesetzt worden. Erstaunlicherweise gilt das fast global. Auch in den USA ruht man sich noch auf den Lorbeeren aus den 50ern und 60ern aus. Rafael listet in seinem Buch die wichtigsten Sprunginnovationen der menschlichen Zivilisation auf; das jüngste ist die Entwicklung des Personal Computers Mitte der 70er Jahre.&nbsp;</p><p>Dabei haben die USA das Muster vorgegeben, wie Kreativität und Innovation systematisch gefördert werden. Nach dem „Hallo Wach“-Moment des Sputnik-Schocks wurde die DARPA gegründet. Eine Agentur, die früh aufgezeigt hat, was es braucht, um im Auftrag von Staat und Gesellschaft wirklich Neues zu erzeugen: Public-Private-Partnerships, Abnahmegarantien für Produkte, die es (fast) noch nicht gibt und vor allem eine Brücke zwischen der Forschung an Universitäten und der wirtschaftlichen Nutzung von Ideen in der Wirtschaft. Dazwischen können im Zweifel auch zehn Jahre liegen – ohne Gewissheit auf Erfolg im Einzelfall. In den USA ist so das Silicon Valley gewachsen und nebenbei sind Kleinigkeiten wie Mikroprozessoren und das Internet entstanden.&nbsp;</p><p>Rafael sagt: Wenn wir kein Risiko eingehen, sind wir schon gescheitert. Pessimismus ist Zeitverschwendung. Angst vor der Zukunft ebenso. Was wir tun müssen, ist, diese Angst in Tatkraft umzuwandeln. Rafael versucht einen Narrativ zu erzeugen, der Optimismus verbreitet. Ein gutes Zeichen ist, wie viele Menschen sich mit Ideen an SPRIND wenden und wie viele sich an den Challenges der Agentur beteiligen. Für die einzelne Innovation gibt es keine Garantie. Aber, so Rafael Laguna, solange wir genug versuchen und lange genug durchhalten, ist der innovative und wirtschaftliche Erfolg kaum zu vermeiden.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/rafaellaguna/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rafael Laguna de la Vera</a>, Gründungsdirektor der Bundesagentur für Sprunginnovation (SPRIND), <a href="https://twitter.com/rafbuff?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@rafbuff</a>, <a href="https://twitter.com/SPRIND?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@SPRIND</a>, <a href="https://www.sprind.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.sprind.org&nbsp;</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Technologie wird uns ermöglichen, die Welt wieder in Balance zu bringen. Das sagt <a href="https://www.linkedin.com/in/rafaellaguna/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rafael Laguna de la Vera.</a> Er ist qua Amt für die wirklich radikalen Neuerungen in Deutschland zuständig. Er leitet die Agentur für Sprunginnovationen in Leipzig: <a href="https://www.sprind.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SPRIND.</a> Und er hat gerade ein Buch zum Thema veröffentlich: „Sprunginnovation. Wie wir mit Wissenschaft und Technik die Welt wieder in Balance bekommen“.</p><p>Rafael macht sich für einen sehr optimistischen Ansatz stark. Unsere heutige Technologie ist schon gut: Sie hat dazu geführt, dass wir alle erheblich besser leben, dass wir länger leben, dass wir immer mehr werden. Aber unsere Technologie ist nicht gut genug. Sie ist noch nicht in der Lage die Probleme zu lösen, die wir mit der bisherigen Technologie und ihren im Grunde positiven Folgen erst aufgeworfen haben. Was ist die Antwort: Eine Abkehr von Technologie wäre möglich, würde aber nicht das gute Leben der gesamten Menschheit sichern. Also: Innovation. Und damit ist hier nicht die allmähliche Verbesserung der bisher bekannten Prozesse und Lösungen gemeint, sondern der Sprung, das radikal Neue, das die Bahnen des bisherigen Denkens verlässt. In diesem Sinne gilt: Technologie wird die Probleme von Technologie lösen.</p><p>Wir leben in innovationsarmen Zeiten. Seit dem Krieg ist in Deutschland keine echte Innovation erdacht und erfolgreich wirtschaftlich umgesetzt worden. Erstaunlicherweise gilt das fast global. Auch in den USA ruht man sich noch auf den Lorbeeren aus den 50ern und 60ern aus. Rafael listet in seinem Buch die wichtigsten Sprunginnovationen der menschlichen Zivilisation auf; das jüngste ist die Entwicklung des Personal Computers Mitte der 70er Jahre.&nbsp;</p><p>Dabei haben die USA das Muster vorgegeben, wie Kreativität und Innovation systematisch gefördert werden. Nach dem „Hallo Wach“-Moment des Sputnik-Schocks wurde die DARPA gegründet. Eine Agentur, die früh aufgezeigt hat, was es braucht, um im Auftrag von Staat und Gesellschaft wirklich Neues zu erzeugen: Public-Private-Partnerships, Abnahmegarantien für Produkte, die es (fast) noch nicht gibt und vor allem eine Brücke zwischen der Forschung an Universitäten und der wirtschaftlichen Nutzung von Ideen in der Wirtschaft. Dazwischen können im Zweifel auch zehn Jahre liegen – ohne Gewissheit auf Erfolg im Einzelfall. In den USA ist so das Silicon Valley gewachsen und nebenbei sind Kleinigkeiten wie Mikroprozessoren und das Internet entstanden.&nbsp;</p><p>Rafael sagt: Wenn wir kein Risiko eingehen, sind wir schon gescheitert. Pessimismus ist Zeitverschwendung. Angst vor der Zukunft ebenso. Was wir tun müssen, ist, diese Angst in Tatkraft umzuwandeln. Rafael versucht einen Narrativ zu erzeugen, der Optimismus verbreitet. Ein gutes Zeichen ist, wie viele Menschen sich mit Ideen an SPRIND wenden und wie viele sich an den Challenges der Agentur beteiligen. Für die einzelne Innovation gibt es keine Garantie. Aber, so Rafael Laguna, solange wir genug versuchen und lange genug durchhalten, ist der innovative und wirtschaftliche Erfolg kaum zu vermeiden.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/rafaellaguna/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Rafael Laguna de la Vera</a>, Gründungsdirektor der Bundesagentur für Sprunginnovation (SPRIND), <a href="https://twitter.com/rafbuff?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@rafbuff</a>, <a href="https://twitter.com/SPRIND?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@SPRIND</a>, <a href="https://www.sprind.org/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.sprind.org&nbsp;</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-51-Wie-wir-die-Welt-mit-Technologie-retten]]></link><guid isPermaLink="false">176f45b6-8795-43e4-ab56-95236e3f5518</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/c765c71f-4c28-4b7e-928f-4da6da9d3bf0/Bj9qAYM3IfX5TaKgdR2okfQ5.jpg"/><pubDate>Thu, 16 Sep 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/3747cfad-e70e-4f93-86b0-003bdbd756c8/folge-51-laguna.mp3" length="86127097" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:51</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>51</itunes:episode><podcast:episode>51</podcast:episode><itunes:summary>Technologie wird die Welt wieder in Balance bringen. Sagt Rafael Laguna de la Vera, Gründungsdirektor von SPRIND. Das ist die Agentur, die in Deutschland echte Innovationen hervorbringen soll. Windräder in 300m Höhe, die Strom zu Spottpreisen herstellen. Luftblasen, die fast das gesamte Mikroplastik aus den Flüssen der Welt sammeln können. Andere Technologie ist die Antwort von Rafael auf die Herausforderungen, die wir uns in Teilen erst selbst auferlegt haben, weil wir immer besser, länger und zahlreicher leben. 
Sei doch mal kreativ! Nein, erst Podcast hören!</itunes:summary></item><item><title>#50 Warum Technologie uns menschlicher macht</title><itunes:title>#50 Warum Technologie uns menschlicher macht</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Technologie macht uns menschlicher. Und das ist gut so. Sagt der Autor, Denker und Cyborg <a href="https://twitter.com/ennopark?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Enno Park.</a> Die Geschichte des Menschen ist eine Geschichte der Technikentwicklung; ohne Technik könnten wir nicht sein, was wir heute sind. Wie zutiefst menschlich Technik ist, sehen wir schon bei vermeintlich einfachen Geräten wie einem Ofen. Kochen mit einem Ofen lagert einen Teil der Verdauungsprozesse aus dem Menschen aus. Damit haben wir es uns ermöglicht, uns anders zu ernähren, anders zu leben, ein anderes Sozialverhalten zu entwickeln, andere Berufe, Krankheiten, etc. So zu sein, wie wir heute zivilisiert leben. Technik ist die Natur des Menschen.&nbsp;</p><p>Enno Park ist ein Cyborg. Medizinisch gesehen vollständig gehörlos, kann er mit zwei Implantaten ungefähr genauso gut hören wie ein durchschnittlich hörender Mensch. Bonusfunktion: Enno braucht keine Kopfhörer. Er holt sich Musik und den Ton von Videokonferenzen direkt auf die Ohren. Für Enno fühlen sich die Implantate längst an wie Körperteile, die Technologie ist Teil seiner Identität. Seine These: Für diese Identität ist es überhaupt nicht wichtig, ob die Technologie fest im Körper integriert ist. Das Smartphone ist ebenso längst zu einem Körperteil geworden. Wie ein zusätzliches Sinnesorgan hilft es uns, die extra Schicht – genannt: Internet – wahrzunehmen, die wir über die Welt gelegt haben.&nbsp;</p><p>Wie wird uns Technologie in den kommenden Jahren beeinflussen? Was kommt auf uns zu? Was ergibt die – Achtung: sehr deutsches Wort – Technologiefolgenabschätzung? Enno Park sagt: Wir können das nicht sinnvoll abschätzen, aber wir müssen es tun. Aus seiner Sicht sind es vor allem die Entwicklungen rund um Systeme künstlicher Intelligenz und Biotechnologie, die auf absehbare Zeit prägen werden, wie sich unser Leben entwickelt. Und das ist im Kern eine positive Nachricht, weil wir ohne technologischen Schub keine Chance hätten, ernsthaft der größten aktuellen Krise zu begegnen und die Erderhitzung auf nicht viel mehr als 1,5 Grad zu beschränken.&nbsp;</p><p>Allein die Herausforderung der Klimakrise führt Enno Park zu der Forderung: Wir sind aufgefordert, Technologie jetzt zu nutzen. Und wir sind aufgefordert, ihren Einsatz auch politisch durchzusetzen, wo immer das Handeln des Einzelnen nicht hinreicht.&nbsp;</p><p>Das aktuelle Buch von Enno Park heißt „<a href="https://www.amazon.de/Sozioinformatik-neuer-Blick-Informatik-Gesellschaft/dp/3446452133/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%25C3%2585M%25C3%2585%25C5%25BD%25C3%2595%25C3%2591&amp;dchild=1&amp;keywords=enno+park&amp;qid=1631019795&amp;sr=8-1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sozioinformatik: Ein neuer Blick auf Informatik und Gesellschaft</a>“; er hat es gemeinsam mit Katharina Zweig, Tobias Krafft und Anita Klingel veröffentlicht.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Enno Park, Autor, Denker, Informatiker. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Technikkultur und der Mensch-Maschine-Beziehung. <a href="http://www.ennopark.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.ennopark.de</a>, <a href="https://twitter.com/ennopark?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@ennopark</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Technologie macht uns menschlicher. Und das ist gut so. Sagt der Autor, Denker und Cyborg <a href="https://twitter.com/ennopark?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Enno Park.</a> Die Geschichte des Menschen ist eine Geschichte der Technikentwicklung; ohne Technik könnten wir nicht sein, was wir heute sind. Wie zutiefst menschlich Technik ist, sehen wir schon bei vermeintlich einfachen Geräten wie einem Ofen. Kochen mit einem Ofen lagert einen Teil der Verdauungsprozesse aus dem Menschen aus. Damit haben wir es uns ermöglicht, uns anders zu ernähren, anders zu leben, ein anderes Sozialverhalten zu entwickeln, andere Berufe, Krankheiten, etc. So zu sein, wie wir heute zivilisiert leben. Technik ist die Natur des Menschen.&nbsp;</p><p>Enno Park ist ein Cyborg. Medizinisch gesehen vollständig gehörlos, kann er mit zwei Implantaten ungefähr genauso gut hören wie ein durchschnittlich hörender Mensch. Bonusfunktion: Enno braucht keine Kopfhörer. Er holt sich Musik und den Ton von Videokonferenzen direkt auf die Ohren. Für Enno fühlen sich die Implantate längst an wie Körperteile, die Technologie ist Teil seiner Identität. Seine These: Für diese Identität ist es überhaupt nicht wichtig, ob die Technologie fest im Körper integriert ist. Das Smartphone ist ebenso längst zu einem Körperteil geworden. Wie ein zusätzliches Sinnesorgan hilft es uns, die extra Schicht – genannt: Internet – wahrzunehmen, die wir über die Welt gelegt haben.&nbsp;</p><p>Wie wird uns Technologie in den kommenden Jahren beeinflussen? Was kommt auf uns zu? Was ergibt die – Achtung: sehr deutsches Wort – Technologiefolgenabschätzung? Enno Park sagt: Wir können das nicht sinnvoll abschätzen, aber wir müssen es tun. Aus seiner Sicht sind es vor allem die Entwicklungen rund um Systeme künstlicher Intelligenz und Biotechnologie, die auf absehbare Zeit prägen werden, wie sich unser Leben entwickelt. Und das ist im Kern eine positive Nachricht, weil wir ohne technologischen Schub keine Chance hätten, ernsthaft der größten aktuellen Krise zu begegnen und die Erderhitzung auf nicht viel mehr als 1,5 Grad zu beschränken.&nbsp;</p><p>Allein die Herausforderung der Klimakrise führt Enno Park zu der Forderung: Wir sind aufgefordert, Technologie jetzt zu nutzen. Und wir sind aufgefordert, ihren Einsatz auch politisch durchzusetzen, wo immer das Handeln des Einzelnen nicht hinreicht.&nbsp;</p><p>Das aktuelle Buch von Enno Park heißt „<a href="https://www.amazon.de/Sozioinformatik-neuer-Blick-Informatik-Gesellschaft/dp/3446452133/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%25C3%2585M%25C3%2585%25C5%25BD%25C3%2595%25C3%2591&amp;dchild=1&amp;keywords=enno+park&amp;qid=1631019795&amp;sr=8-1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sozioinformatik: Ein neuer Blick auf Informatik und Gesellschaft</a>“; er hat es gemeinsam mit Katharina Zweig, Tobias Krafft und Anita Klingel veröffentlicht.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Enno Park, Autor, Denker, Informatiker. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Technikkultur und der Mensch-Maschine-Beziehung. <a href="http://www.ennopark.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.ennopark.de</a>, <a href="https://twitter.com/ennopark?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@ennopark</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-50-Warum-Technologie-uns-menschlicher-macht]]></link><guid isPermaLink="false">c26dc9cd-2343-4756-8afd-47df2f17b4e7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/981da205-8a7d-45e4-88e4-f0c1c6c931e2/qMsC-2nZ0IevAKmJ1_NOiJCD.jpg"/><pubDate>Thu, 09 Sep 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/25f4b1a8-ebf1-4e2e-a144-97f40c483339/folge-50-park.mp3" length="70576507" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:45</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>50</itunes:episode><podcast:episode>50</podcast:episode><itunes:summary>Technologie ist zutiefst menschlich, mehr noch. Ihr Einsatz macht uns menschlicher. Sagt Enno Park, Autor, Denker und Cyborg. Wir können zwar nicht abschätzen, wie Technologie uns in den kommenden Jahren prägen wird, aber: Wir müssen es zumindest versuchen. Denn ohne Technologie werden wir nicht nur ein Stück Menschlichkeit verlieren, wir werden auch an der Eindämmung der Klimakrise scheitern. Ein Gespräch über menschliches und technisches. Wo stehen wir?
Addiere digital zu human, Ergebnis: Podcast hören!</itunes:summary></item><item><title>#49 Heute schon gekündigt?</title><itunes:title>#49 Heute schon gekündigt?</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>“Thank God, it’s Monday“ statt TGIF. Wer einen Beruf hat, der einem mehr Energie gibt als er nimmt, wird das Wochenende genießen – und sich dennoch auf Montagmorgen freuen. <a href="https://www.linkedin.com/in/jannike-stöhr-57139536/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jannike Stöhr</a> sagt: Niemand sollte einen Job haben, der diesem Maßstab nicht genügt. Und fügt hinzu: Wahrscheinlich können nahezu alle, die heute in ihrem Job nicht intrinsisch motiviert und glücklich sind, deutliche Schritte in genau diese Richtung gehen. Jannike Stöhr arbeitet von Berlin aus als Coach für erfüllte Karrieren, unterstützt Menschen dabei, für sich zu reflektieren, welche Berufswege zu einem passen.&nbsp;</p><p>Jannikes Beobachtung: Frauen scheinen bei der Frage nach guter Arbeit einen echten Schritt weiter zu sein. Zwar verknüpfen wir immer noch viele schlechter bezahlte Tätigkeiten mit geringeren Aufstiegschancen eher mit Frauen und die klassischen Karrierepositionen mit Männern. Aber die Frage, welche Tätigkeit zu mir passt und mich ausfüllt, stellen zumindest in Jannikes Kursen eher die Frauen als die Männer. Zudem: Externe Anreizsysteme destabilisieren die intrinsische Motivation. Jannikes Bild von der Arbeit der Zukunft: Wenn wir erfüllter arbeiten, werden wir uns ohne Anordnung selbst neue Skills verschaffen, uns entwickeln, uns Räume schaffen.&nbsp;</p><p>Mit Michael Carl springt Jannike über die Kraft von Kündigungen und setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen. Mittelbar erzeugt das natürlich auch Druck auf Unternehmen: Je mehr Menschen gute Arbeit und gute Arbeitsbedingungen einfordern und andernfalls mit den Füßen abstimmen, desto stärker müssen Unternehmen hier nachziehen und auf die individuellen Bedürfnisse und Stärken von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Rücksicht nehmen. Spoiler: Der Kickertisch ist es nicht. Obst zur Mittagszeit auch nicht. Jannike sagt: Der Druck auf Unternehmen ist noch nicht hoch genug. Die Schilderungen, mit denen Menschen zu ihr in die Kurse kommen, zeigen: Es braucht noch mehr, um gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.&nbsp;</p><p>Die klare Aufforderung steht am Ende der Episode: Du kannst heute anfangen. Auch wenn jeder und jede selbst verantwortlich ist, du kannst dich heute in Bewegung setzen, Stück für Stück reflektieren, was deine Bedürfnisse sind. Du kannst heute klären, ob Dein Umfeld bereit ist, deine Bedürfnisse zu berücksichtigen. Und wenn nicht, dann mach dich auf den Weg. Jannike sagt: Wenn ich mein Leben erst einmal auf meine eigenen Entscheidungen aufbaue, dann gibt es die Frage nicht mehr, ob ich morgen Lust habe zu arbeiten oder nicht. Wenn ich keine Lust habe, dann ändere ich es halt. </p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/jannike-stöhr-57139536/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jannike Stöhr</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>“Thank God, it’s Monday“ statt TGIF. Wer einen Beruf hat, der einem mehr Energie gibt als er nimmt, wird das Wochenende genießen – und sich dennoch auf Montagmorgen freuen. <a href="https://www.linkedin.com/in/jannike-stöhr-57139536/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jannike Stöhr</a> sagt: Niemand sollte einen Job haben, der diesem Maßstab nicht genügt. Und fügt hinzu: Wahrscheinlich können nahezu alle, die heute in ihrem Job nicht intrinsisch motiviert und glücklich sind, deutliche Schritte in genau diese Richtung gehen. Jannike Stöhr arbeitet von Berlin aus als Coach für erfüllte Karrieren, unterstützt Menschen dabei, für sich zu reflektieren, welche Berufswege zu einem passen.&nbsp;</p><p>Jannikes Beobachtung: Frauen scheinen bei der Frage nach guter Arbeit einen echten Schritt weiter zu sein. Zwar verknüpfen wir immer noch viele schlechter bezahlte Tätigkeiten mit geringeren Aufstiegschancen eher mit Frauen und die klassischen Karrierepositionen mit Männern. Aber die Frage, welche Tätigkeit zu mir passt und mich ausfüllt, stellen zumindest in Jannikes Kursen eher die Frauen als die Männer. Zudem: Externe Anreizsysteme destabilisieren die intrinsische Motivation. Jannikes Bild von der Arbeit der Zukunft: Wenn wir erfüllter arbeiten, werden wir uns ohne Anordnung selbst neue Skills verschaffen, uns entwickeln, uns Räume schaffen.&nbsp;</p><p>Mit Michael Carl springt Jannike über die Kraft von Kündigungen und setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen. Mittelbar erzeugt das natürlich auch Druck auf Unternehmen: Je mehr Menschen gute Arbeit und gute Arbeitsbedingungen einfordern und andernfalls mit den Füßen abstimmen, desto stärker müssen Unternehmen hier nachziehen und auf die individuellen Bedürfnisse und Stärken von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Rücksicht nehmen. Spoiler: Der Kickertisch ist es nicht. Obst zur Mittagszeit auch nicht. Jannike sagt: Der Druck auf Unternehmen ist noch nicht hoch genug. Die Schilderungen, mit denen Menschen zu ihr in die Kurse kommen, zeigen: Es braucht noch mehr, um gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.&nbsp;</p><p>Die klare Aufforderung steht am Ende der Episode: Du kannst heute anfangen. Auch wenn jeder und jede selbst verantwortlich ist, du kannst dich heute in Bewegung setzen, Stück für Stück reflektieren, was deine Bedürfnisse sind. Du kannst heute klären, ob Dein Umfeld bereit ist, deine Bedürfnisse zu berücksichtigen. Und wenn nicht, dann mach dich auf den Weg. Jannike sagt: Wenn ich mein Leben erst einmal auf meine eigenen Entscheidungen aufbaue, dann gibt es die Frage nicht mehr, ob ich morgen Lust habe zu arbeiten oder nicht. Wenn ich keine Lust habe, dann ändere ich es halt. </p><p><strong>Zu Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/jannike-stöhr-57139536/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jannike Stöhr</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-49-Heute-schon-gekuendigt?]]></link><guid isPermaLink="false">0d88c813-68a7-478f-8e24-013688852761</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/83a2bef6-3241-43e7-9fe0-291f94f06550/1i7j1A-nPhv69Z-qg7hANRYL.jpg"/><pubDate>Thu, 02 Sep 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/d54437f3-c293-4414-add5-32d27789dc51/folge-49.mp3" length="62920330" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>32:46</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>49</itunes:episode><podcast:episode>49</podcast:episode><itunes:summary>“Thank God, it’s Monday“ statt TGIF. Niemand muss es in einem Job aushalten, der einem nicht guttut. So die These von Jannike Stöhr. Sie unterstützt als Coach Menschen dabei, sich kennenzulernen und sich auszuprobieren, um einen Beruf zu finden, der einen erfüllt und einem mehr Energie gibt als er nimmt. Mit Michael Carl ist sie im Gespräch über gute Arbeit der Zukunft, über den wachsenden Druck auf Unternehmen, die Rolle von Technologie und die Magie der eigenen Kündigung. 
Blaumann aus, Podcast hören!</itunes:summary></item><item><title>#48 Der schöne Schmerz für Unternehmen</title><itunes:title>#48 Der schöne Schmerz für Unternehmen</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Es ist ein Missverhältnis zu Lasten der Jungen. Diejenigen, die rechnerisch die meiste Zukunft vor sich haben, sind am wenigsten gefragt, wenn es um die Gestaltung eben dieser Zukunft geht. Und wenn sie gefragt sind, zum Beispiel als Fach- und Arbeitskräfte für morgen in Unternehmen, dann sind sie vor allem eines: Ein Störfaktor. Die Klischees füllen Bände: Die Generation Z will sich nicht anpassen, fragt vor der ersten Überstunde nach ihrer Work-Life-Balance und verlangt im Gegenzug ein fürstliches Gehalt.&nbsp;</p><p>Einer, der sich für die Kommunikation zwischen Generation Z und Unternehmen engagiert, ist <a href="https://www.linkedin.com/in/roger-zimmerman-3909121a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Roger Zimmerman.</a> Der Deutsch-Franko-Amerikaner hat die Organisation <a href="https://next-entrepreneurs.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Next Entrepreneurs</a> gegründet. Heute leitet er die Next Entrepreneurs gemeinsam mit <a href="https://www.linkedin.com/in/joanamariestolz/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Joana-Marie Stolz</a> und beide sind hier im Gespräch mit Michael Carl. Die Next Entrepreneurs veranstalten Workshops mit Schüler:innen, Student:innen und Unternehmen, um beide Seiten miteinander in Kontakt zu bringen. Parallel bauen sie eine Akademie auf, um Jugendliche frühzeitig mit der Startup-Welt, ihren Methoden, Arbeitsweisen und Haltungen vertraut zu machen. Ihre erstaunliche Erfahrung: Wie stark sich Jugendliche motivieren können, wenn sie in einem solche Setting kreativ sein können. Aber vielleicht ist das auch nur aus einer klassischen Corporate-Sicht erstaunlich.&nbsp;</p><p>Stichwort Corporate-Sicht: Wer annimmt, der Konflikt zwischen klassischer Krawattenhierarchie in Unternehmen und nachwachsenden Generationen sei bereits da, könnte ein unangenehmes Erwachen erleben. Die Next Entrepreneurs arbeiten bereits mit der übernächsten Generation und ihre Einschätzung ist: Das Thema fängt gerade erst an. Die Verfügbarkeit von Wissen, das ständige Lernen, ebenso wie Mindfulness, andere Führung, häufiger Wechsel von Aufgaben und Unternehmen prägen eine andere Welt für und in Unternehmen. Insofern sind die Themen der NEO Academy eben nicht nur die Themen der heute 17-jährigen, sondern ebenso die Themen der heute 40-jährigen. Schließlich habe auch letztere noch mehrere Jahrzehnte im Beruf vor sich.&nbsp;</p><p>Ist unsere Gesellschaft überhaupt reif für junge Menschen? Roger Zimmerman ist sich sicher: Das ist gar keine Frage. Die jungen Menschen, mit denen er zusammenarbeitet, fragen hier nicht. Sie machen einfach. Und damit heißt es, Abschied zu nehmen von vertrauten Verhältnissen, von dem gewohnten Umfeld und den Selbstverständlichkeiten, in die heute aktive Generationen hineingewachsen sind, in denen sie Karriere gemacht haben – und von denen sie heute feststellen müssen, dass sie eben nicht mehr selbstverständlich sind. Ein Schmerz. Oder, wie Joana-Marie Stolz sagt: Ein schöner Schmerz.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/roger-zimmerman-3909121a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Roger Zimmerman</a>, <a href="https://www.linkedin.com/in/joanamariestolz/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Joana-Marie Stolz</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Es ist ein Missverhältnis zu Lasten der Jungen. Diejenigen, die rechnerisch die meiste Zukunft vor sich haben, sind am wenigsten gefragt, wenn es um die Gestaltung eben dieser Zukunft geht. Und wenn sie gefragt sind, zum Beispiel als Fach- und Arbeitskräfte für morgen in Unternehmen, dann sind sie vor allem eines: Ein Störfaktor. Die Klischees füllen Bände: Die Generation Z will sich nicht anpassen, fragt vor der ersten Überstunde nach ihrer Work-Life-Balance und verlangt im Gegenzug ein fürstliches Gehalt.&nbsp;</p><p>Einer, der sich für die Kommunikation zwischen Generation Z und Unternehmen engagiert, ist <a href="https://www.linkedin.com/in/roger-zimmerman-3909121a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Roger Zimmerman.</a> Der Deutsch-Franko-Amerikaner hat die Organisation <a href="https://next-entrepreneurs.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Next Entrepreneurs</a> gegründet. Heute leitet er die Next Entrepreneurs gemeinsam mit <a href="https://www.linkedin.com/in/joanamariestolz/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Joana-Marie Stolz</a> und beide sind hier im Gespräch mit Michael Carl. Die Next Entrepreneurs veranstalten Workshops mit Schüler:innen, Student:innen und Unternehmen, um beide Seiten miteinander in Kontakt zu bringen. Parallel bauen sie eine Akademie auf, um Jugendliche frühzeitig mit der Startup-Welt, ihren Methoden, Arbeitsweisen und Haltungen vertraut zu machen. Ihre erstaunliche Erfahrung: Wie stark sich Jugendliche motivieren können, wenn sie in einem solche Setting kreativ sein können. Aber vielleicht ist das auch nur aus einer klassischen Corporate-Sicht erstaunlich.&nbsp;</p><p>Stichwort Corporate-Sicht: Wer annimmt, der Konflikt zwischen klassischer Krawattenhierarchie in Unternehmen und nachwachsenden Generationen sei bereits da, könnte ein unangenehmes Erwachen erleben. Die Next Entrepreneurs arbeiten bereits mit der übernächsten Generation und ihre Einschätzung ist: Das Thema fängt gerade erst an. Die Verfügbarkeit von Wissen, das ständige Lernen, ebenso wie Mindfulness, andere Führung, häufiger Wechsel von Aufgaben und Unternehmen prägen eine andere Welt für und in Unternehmen. Insofern sind die Themen der NEO Academy eben nicht nur die Themen der heute 17-jährigen, sondern ebenso die Themen der heute 40-jährigen. Schließlich habe auch letztere noch mehrere Jahrzehnte im Beruf vor sich.&nbsp;</p><p>Ist unsere Gesellschaft überhaupt reif für junge Menschen? Roger Zimmerman ist sich sicher: Das ist gar keine Frage. Die jungen Menschen, mit denen er zusammenarbeitet, fragen hier nicht. Sie machen einfach. Und damit heißt es, Abschied zu nehmen von vertrauten Verhältnissen, von dem gewohnten Umfeld und den Selbstverständlichkeiten, in die heute aktive Generationen hineingewachsen sind, in denen sie Karriere gemacht haben – und von denen sie heute feststellen müssen, dass sie eben nicht mehr selbstverständlich sind. Ein Schmerz. Oder, wie Joana-Marie Stolz sagt: Ein schöner Schmerz.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/roger-zimmerman-3909121a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Roger Zimmerman</a>, <a href="https://www.linkedin.com/in/joanamariestolz/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Joana-Marie Stolz</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-48-Der-schoene-Schmerz-fuer-Unternehmen]]></link><guid isPermaLink="false">139ca585-9797-4eff-9f62-e5129b3344c6</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/63add82e-1f27-4eea-a2fb-9eae564b1f1d/N80pkExmhkItUbybGpJGKpes.jpg"/><pubDate>Thu, 26 Aug 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a3b377f7-d0cc-456c-9f5f-429194641084/folge-48.mp3" length="67675870" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:15</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>48</itunes:episode><podcast:episode>48</podcast:episode><itunes:summary>Das Klischee steht: Die GenZ tut sich schwer im Beruf, die Arbeit ist eine echte Einschränkung für die Freizeitgestaltung, aber das Gehalt darf stimmen. Es hakt schon heute zwischen Unternehmen und nächsten Generationen. Tendenz: Konflikt stark eskalierend. Die Next Entrepreneurs bringen GenZ und Unternehmen zusammen und öffnen die Startup-Welt für Jugendliche. Ihre Erfahrung: Motivation und Kreativität steigen sprunghaft. Ihre zweite Erfahrung: Klassische Unternehmen müssen Abschied nehmen, um sich zu erneuern. Ein schmerzhafter Prozess, aber: Ein schöner Schmerz. 
Fitmachen für die GenZ: Podcast hören!</itunes:summary></item><item><title>#47 Wie kommt das Neue in die Welt?</title><itunes:title>#47 Wie kommt das Neue in die Welt?</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Auf den Spuren des Neuen. Wie entsteht Innovation? Und genauer: Was fördert Innovation, was können Organisationen tun, um Produkte und Prozesse immer wieder zu hinterfragen und zu erneuern, wie machen wir Neues möglich? Das Ganze bitte jenseits der pauschalen Aufforderung des mittleren Managements: Jetzt seid doch mal kreativ und denkt außerhalb eurer Box! Am besten sofort! Aber doch keine unangenehmen Botschaften! Das geht ja nun wirklich nicht, das können wir so nicht weitergeben …&nbsp;</p><p>Im Gespräch mit Michael Carl ist <a href="https://www.linkedin.com/in/georgzembacher/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Georg Zembacher.</a> Er ist Innovationschef bei Toyota Tsusho Nexty Electronics. In der großen Toyota-Welt sind das nicht die Autobauer, sondern diejenigen, die Elektronik entwickeln und Chips am liebsten in alles einsetzen möchten, was sich irgendwie vernetzen lässt, ob nun belebte oder unbelebte Natur. Er sagt: Allein die Veränderungen der Arbeit, die wir in der Pandemie erlebt haben, weisen uns den Weg zu mehr Innovation. Menschen brauchen in der Arbeit nicht Kontrolle, sondern Freiraum. Wer aufhört, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ständig zu treiben, wird feststellen: Die haben ja eine intrinsische Motivation! Erstaunlich! Möglicherweise nicht für das, was die Arbeitswelt bislang von ihnen verlangt – aber dann liegt das Problem womöglich auf Seiten der Arbeit und nicht auf Seiten des Teams.&nbsp;</p><p>Georg Zembacher setzt unter anderem auf Automatisierung. Kurzer Check: Wieviel Zeit verbringt Ihr oder die Kolleg:innen um euch herum damit, Daten per Hand aus einer Tabelle in eine andere zu übertragen? Für solche Arbeit muss man seine Leute wahrscheinlich in der Tat kontrollieren und antreiben. Wie Georg sagt: „So viel Kaffee gibt es auf der Welt nicht!“</p><p>Praktische Frage: Wenn eine Organisation Raum schafft für kreative und menschliche Tätigkeiten, wenn sie unnötig repetetive Arbeit komplett automatisiert, wenn sie Raum für spielerische Ansätze nicht nur schafft, sondern auch darauf besteht, dass diese so auch genutzt werden, wenn somit insgesamt keine Antreiber und Kontrolleure mehr notwendig sind – wofür braucht es dann noch ein mittleres Management? Was macht die mittlere Führungsebene, all die Teamleitungen und Abteilungsleitungen? Gute Frage. Nichts mehr. Nächste Frage.&nbsp;</p><p>Für Georg Zembacher gehören auch diese Erfahrungen zu den Erkenntnissen der Pandemie. Es braucht keine Erprobungsräume mehr, wir haben bereits erfolgreich erprobt, dass selbst gesteuerte, intrinsisch motivierte und eigenständig verantwortete Arbeitswelten funktionieren – und sogar besser funktionieren.&nbsp;</p><p>Die immer wieder überraschende Konsequenz: Nicht mehr Kontrolle und engere Führung schaffen mehr Sicherheit in der Organisation, sondern genau im Gegenteil: Freiraum für kreative Prozesse, für selbstgesteuerte Innovation, für Spiel erhöht die Sicherheit des Systems Unternehmen. Unsicherheit schafft Sicherheit gegenüber grundlegenden Veränderungen, ob durch Technologie oder den Markt getrieben. Insofern ist Innovation auch ein wesentlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit einer Organisation.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/georgzembacher/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Georg Zembacher</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</strong></p><p>Auf den Spuren des Neuen. Wie entsteht Innovation? Und genauer: Was fördert Innovation, was können Organisationen tun, um Produkte und Prozesse immer wieder zu hinterfragen und zu erneuern, wie machen wir Neues möglich? Das Ganze bitte jenseits der pauschalen Aufforderung des mittleren Managements: Jetzt seid doch mal kreativ und denkt außerhalb eurer Box! Am besten sofort! Aber doch keine unangenehmen Botschaften! Das geht ja nun wirklich nicht, das können wir so nicht weitergeben …&nbsp;</p><p>Im Gespräch mit Michael Carl ist <a href="https://www.linkedin.com/in/georgzembacher/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Georg Zembacher.</a> Er ist Innovationschef bei Toyota Tsusho Nexty Electronics. In der großen Toyota-Welt sind das nicht die Autobauer, sondern diejenigen, die Elektronik entwickeln und Chips am liebsten in alles einsetzen möchten, was sich irgendwie vernetzen lässt, ob nun belebte oder unbelebte Natur. Er sagt: Allein die Veränderungen der Arbeit, die wir in der Pandemie erlebt haben, weisen uns den Weg zu mehr Innovation. Menschen brauchen in der Arbeit nicht Kontrolle, sondern Freiraum. Wer aufhört, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ständig zu treiben, wird feststellen: Die haben ja eine intrinsische Motivation! Erstaunlich! Möglicherweise nicht für das, was die Arbeitswelt bislang von ihnen verlangt – aber dann liegt das Problem womöglich auf Seiten der Arbeit und nicht auf Seiten des Teams.&nbsp;</p><p>Georg Zembacher setzt unter anderem auf Automatisierung. Kurzer Check: Wieviel Zeit verbringt Ihr oder die Kolleg:innen um euch herum damit, Daten per Hand aus einer Tabelle in eine andere zu übertragen? Für solche Arbeit muss man seine Leute wahrscheinlich in der Tat kontrollieren und antreiben. Wie Georg sagt: „So viel Kaffee gibt es auf der Welt nicht!“</p><p>Praktische Frage: Wenn eine Organisation Raum schafft für kreative und menschliche Tätigkeiten, wenn sie unnötig repetetive Arbeit komplett automatisiert, wenn sie Raum für spielerische Ansätze nicht nur schafft, sondern auch darauf besteht, dass diese so auch genutzt werden, wenn somit insgesamt keine Antreiber und Kontrolleure mehr notwendig sind – wofür braucht es dann noch ein mittleres Management? Was macht die mittlere Führungsebene, all die Teamleitungen und Abteilungsleitungen? Gute Frage. Nichts mehr. Nächste Frage.&nbsp;</p><p>Für Georg Zembacher gehören auch diese Erfahrungen zu den Erkenntnissen der Pandemie. Es braucht keine Erprobungsräume mehr, wir haben bereits erfolgreich erprobt, dass selbst gesteuerte, intrinsisch motivierte und eigenständig verantwortete Arbeitswelten funktionieren – und sogar besser funktionieren.&nbsp;</p><p>Die immer wieder überraschende Konsequenz: Nicht mehr Kontrolle und engere Führung schaffen mehr Sicherheit in der Organisation, sondern genau im Gegenteil: Freiraum für kreative Prozesse, für selbstgesteuerte Innovation, für Spiel erhöht die Sicherheit des Systems Unternehmen. Unsicherheit schafft Sicherheit gegenüber grundlegenden Veränderungen, ob durch Technologie oder den Markt getrieben. Insofern ist Innovation auch ein wesentlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit einer Organisation.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche: </strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/georgzembacher/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Georg Zembacher</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-47-Wie-kommt-das-Neue-in-die-Welt]]></link><guid isPermaLink="false">d2d22707-275b-42ad-8121-9aef25cf3f4f</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/16b07898-21e6-4620-be12-fc721c1bf540/GlzaYLeAk-aeGAUxnbSsN3yP.jpg"/><pubDate>Thu, 19 Aug 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/ec848fae-2870-479e-b7e5-55a16dc13c7c/folge-47.mp3" length="66344252" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:33</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>47</itunes:episode><podcast:episode>47</podcast:episode><itunes:summary>Innovation ist fast wie Zukunft. Jeder will sie, jede findet sie im Prinzip gut und erstrebenswert. Nur wenn der Weg dahin auf einmal anders verläuft als gewohnt, wird es schwierig. Was sind die Stellschrauben für gelungene Innovation? Fragen an den Innovationschef von Toyotas Elektroniksparte Georg Zembacher. Vorgeschmack gefällig? Automatisierung. Mittlere Führungsebene raus. Freiraum für intrinsische Motivation. Und spielen, spielen, spielen. 
Wer will (aber nur, wer wirklich will): Podcast an!</itunes:summary></item><item><title>#46 Schule mit Zukunft</title><itunes:title>#46 Schule mit Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Ein Interview mit einer Schulleiterin in den Sommerferien 2021. Erste Frage: „Aber nach den Ferien ist dann ja wieder alles so gut wie früher – wie viele Fehler stecken in diesem Satz?“ – und damit wäre das Gespräch dann auch schon fast zu Ende gewesen. <a href="https://twitter.com/silkewsh?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Silke Müller</a> ist Leiterin der Waldschule Hatten im Westen Niedersachsens. Und sie lässt kaum ein gutes Haar am heutigen Schulsystem. Wenn es unser Ziel sein sollte, die Kinder auf die Zukunft vorzubereiten, mehr noch: sie in die Lage zu versetzen, ihre und unsere Zukunft zu gestalten, dann werden wir dieses Ziel nicht erreichen. Schule macht Schülerinnen und Schüler nicht fit für die Zukunft.&nbsp;</p><p>Was würde helfen? Ein neues Fach, vielleicht „Zukunft“, „Wirtschaft“ oder „Verantwortung“? Ein klares Nein. Die Zahl der Fächer ist ohnehin zu hoch, die Inhalte gehen an Leben und Herausforderungen der Kinder vorbei. Vor allem aber: Es geht um vernetztes Lernen und übergreifende Inhalte. Ein weiteres Fach zersplittert die Inhalte nur noch mehr. An der Waldschule Hatten nehmen alle Kinder 2 Stunden pro Woche am Projekt „Leben lernen“ teil. Das ernüchterte Fazit: In diesen 2 Stunden lernen die Kinder oft mehr als im gesamten Rest der Woche. Spricht nicht gerade für die übrigen Fächer …</p><p>Schon hier beginnt die Kultur der Digitalität. Aufgaben sind nicht mehr „Deutsch“ oder „Geschichte“, Aufgaben sind relevant oder nicht. Relevante Aufgaben lassen sich nicht alleine lösen. Also braucht es andere Lernformen und andere Freiheiten beim Lernen. Ja, und auch Technik – auch wenn der Klassensatz Laptops alleine die Digitalisierung der Bildung keinen Zentimeter voranbringt.</p><p>Die Liste der ganz praktischen Maßnahmen ist lang: Eine andere Rhythmisierung des Tages? Auf jeden Fall. Silke Müller hat an ihrer Schule die Klingel abgestellt. Mehr Offenheit und Dialog mit Unternehmen? Dringend, damit die Schule lernt, wie Arbeit heute längst funktioniert. Damit Schule lernen kann von Agilität, von Selbstbestimmung, von mobilem Arbeiten, von Teamwork. An der Waldschule nimmt gerade eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern die Arbeit auf und berät die Schulleitung.&nbsp;</p><p>Und Corona? Natürlich gibt es die Schülerinnen und Schüler, die zuhause kein gutes Lernumfeld haben und die Unterstützung brauchen. Daneben stehen mindestens ebenso viele, die zum ersten Mal die Erfahrung gemacht haben, angstfrei, in ihrem eigenen Tempo, nach ihren eigenen Bedürfnissen lernen zu können. Spannende Frage: Sollen diese Schülerinnen und Schüler dies nach der akuten Phase der Pandemie nicht mehr können?</p><p>Silke Müller sitzt in ihrem Büro vor einem Filmplakat: „Frau Müller muss weg!“. Großartiger Film, startete gerade, als sie sich auf die Position der Schulleiterin bewarb. Ihr Credo seither: Machen! Die wichtigste Rolle der Schulleitung ist nicht, dem Schulgesetz zu Glanz und Glorie zu verhelfen, sondern Entwicklung möglich zu machen. Mit Unterstützung vom Bürgermeister hat sie Luftfilter in der Schule bekommen, überall. Es geht. Die Schule hat Breitbandinternet, seit langem. Es geht. Allein das ist inspirierend: Sich bei allen Mängeln des Systems nicht darauf auszuruhen, was nicht funktioniert, sondern die Ärmel immer gleich hochgekrempelt zu lassen. Einfach machen!</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Silke Müller, Leiterin der <a href="https://t.co/IOo3QrF5qb?amp=1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">waldschule-hatten.de</a> (Niedersachsen).</p><p>Auf Twitter: <a href="https://twitter.com/silkewsh?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@SilkeWSH</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: </strong></p><p>Ein Interview mit einer Schulleiterin in den Sommerferien 2021. Erste Frage: „Aber nach den Ferien ist dann ja wieder alles so gut wie früher – wie viele Fehler stecken in diesem Satz?“ – und damit wäre das Gespräch dann auch schon fast zu Ende gewesen. <a href="https://twitter.com/silkewsh?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Silke Müller</a> ist Leiterin der Waldschule Hatten im Westen Niedersachsens. Und sie lässt kaum ein gutes Haar am heutigen Schulsystem. Wenn es unser Ziel sein sollte, die Kinder auf die Zukunft vorzubereiten, mehr noch: sie in die Lage zu versetzen, ihre und unsere Zukunft zu gestalten, dann werden wir dieses Ziel nicht erreichen. Schule macht Schülerinnen und Schüler nicht fit für die Zukunft.&nbsp;</p><p>Was würde helfen? Ein neues Fach, vielleicht „Zukunft“, „Wirtschaft“ oder „Verantwortung“? Ein klares Nein. Die Zahl der Fächer ist ohnehin zu hoch, die Inhalte gehen an Leben und Herausforderungen der Kinder vorbei. Vor allem aber: Es geht um vernetztes Lernen und übergreifende Inhalte. Ein weiteres Fach zersplittert die Inhalte nur noch mehr. An der Waldschule Hatten nehmen alle Kinder 2 Stunden pro Woche am Projekt „Leben lernen“ teil. Das ernüchterte Fazit: In diesen 2 Stunden lernen die Kinder oft mehr als im gesamten Rest der Woche. Spricht nicht gerade für die übrigen Fächer …</p><p>Schon hier beginnt die Kultur der Digitalität. Aufgaben sind nicht mehr „Deutsch“ oder „Geschichte“, Aufgaben sind relevant oder nicht. Relevante Aufgaben lassen sich nicht alleine lösen. Also braucht es andere Lernformen und andere Freiheiten beim Lernen. Ja, und auch Technik – auch wenn der Klassensatz Laptops alleine die Digitalisierung der Bildung keinen Zentimeter voranbringt.</p><p>Die Liste der ganz praktischen Maßnahmen ist lang: Eine andere Rhythmisierung des Tages? Auf jeden Fall. Silke Müller hat an ihrer Schule die Klingel abgestellt. Mehr Offenheit und Dialog mit Unternehmen? Dringend, damit die Schule lernt, wie Arbeit heute längst funktioniert. Damit Schule lernen kann von Agilität, von Selbstbestimmung, von mobilem Arbeiten, von Teamwork. An der Waldschule nimmt gerade eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern die Arbeit auf und berät die Schulleitung.&nbsp;</p><p>Und Corona? Natürlich gibt es die Schülerinnen und Schüler, die zuhause kein gutes Lernumfeld haben und die Unterstützung brauchen. Daneben stehen mindestens ebenso viele, die zum ersten Mal die Erfahrung gemacht haben, angstfrei, in ihrem eigenen Tempo, nach ihren eigenen Bedürfnissen lernen zu können. Spannende Frage: Sollen diese Schülerinnen und Schüler dies nach der akuten Phase der Pandemie nicht mehr können?</p><p>Silke Müller sitzt in ihrem Büro vor einem Filmplakat: „Frau Müller muss weg!“. Großartiger Film, startete gerade, als sie sich auf die Position der Schulleiterin bewarb. Ihr Credo seither: Machen! Die wichtigste Rolle der Schulleitung ist nicht, dem Schulgesetz zu Glanz und Glorie zu verhelfen, sondern Entwicklung möglich zu machen. Mit Unterstützung vom Bürgermeister hat sie Luftfilter in der Schule bekommen, überall. Es geht. Die Schule hat Breitbandinternet, seit langem. Es geht. Allein das ist inspirierend: Sich bei allen Mängeln des Systems nicht darauf auszuruhen, was nicht funktioniert, sondern die Ärmel immer gleich hochgekrempelt zu lassen. Einfach machen!</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p>Silke Müller, Leiterin der <a href="https://t.co/IOo3QrF5qb?amp=1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">waldschule-hatten.de</a> (Niedersachsen).</p><p>Auf Twitter: <a href="https://twitter.com/silkewsh?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@SilkeWSH</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-46-Schule-mit-Zukunft]]></link><guid isPermaLink="false">c1438672-4f28-4856-ab35-c4f333920ce0</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/be869085-f05b-4e82-9bd8-849cfa3aab3b/yszk_ghnrQ_k4Y3Yr9fy58wn.jpg"/><pubDate>Thu, 12 Aug 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/8d407812-288f-43fc-b913-63de13da6fb6/folge-46.mp3" length="76711312" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:57</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>46</itunes:episode><podcast:episode>46</podcast:episode><itunes:summary>Aber nach den Großen Ferien ist dann doch in der Schule wieder alles so gut wie früher, oder Frau Müller? Setzen, Sechs, Thema verfehlt. Was macht zukunftsfähige Bildung aus und wie können wir sie heute im Schulsystem realisieren? Wer mag, kann auch noch fragen, ob die Schule vor Corona wirklich gut aufgestellt war. Auch wenn die Antwort ohnehin klar ist. Zumindest für Schulleiterin Müller aus Hatten. Wie sie ihre Schule zu Offenheit und Dialog, Luftfiltern und Internet treibt und wer in der Pandemie positive Lernerfahrungen gesammelt hat. 
Hefte raus, Klassenarbeit, dann Podcast an!</itunes:summary></item><item><title>#45 Die sichere Stadt der Zukunft</title><itunes:title>#45 Die sichere Stadt der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: &nbsp;﻿</strong></p><p>Die sichere Stadt der Zukunft. „Smart City“ gehört sowohl zu den größten Versprechen der digitalen Zukunft, als auch zu hohlsten Buzzwords, das über die Kongressparkette der vergangenen Jahre getrieben wurde. Man frage einmal genau nach, was damit gemeint ist: Digitale Tickets für denselben Bus, der im selben Stau steckt? Mülltonnen, die ihren Füllstand quasi intelligent an eine Zentrale funken, aber immer noch dieselbe Menge sinnvollen Abfall enthalten? Wo ist die Intelligenz? In der Tonne?</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/markus-hertlein/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus Hertlein</a> von <a href="https://xignsys.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Xignsys</a> sagt: Entscheidend ist das Management von Identitäten. Die Smart City soll das Leben einfacher und bequemer machen – und das setzt voraus: Meine Stadt muss mich kennen, sie muss mich erkennen. Sie soll mich sogar so erkennen, wie ich das will. Die digitale Stadt der Zukunft muss zuallererst also in der Lage sein, digitale Identitäten zu managen. Dafür bietet Xignsys eine Lösung an, also: Austausch von Daten ohne Passwort, einfach mit dem normalen Smartphone. Daran arbeitet Markus Hertlein mit seinem Startup Xignsys, fest verwurzelt in seiner Stadt. Und das ist keiner der Smart-City-Champions Barcelona, London, Amsterdam, sondern: Gelsenkirchen.</p><p>Warum ist der Angelschein ein sicheres Indiz dafür, wie intelligent die eigene Stadt ist? Die Skala reicht von 0 bis zehn: Bei Null steht die Stadt, bei der ich persönlich aufs Amt muss, um ein Stück Papier mit Stempel zu erhalten. Es wird halt eine gewisse Anzahl Angelschein-Anträge bewilligt. Punkt. Bei zehn ist die Stadt, die genau weiß, in welchem Gewässer sich heute welche Fische befinden, die abschätzen kann, wie die Bestände morgen sein werden, die entsprechend genau erkennen kann, welche digitalen Angelfreigaben sie genau jetzt für genau welches Gewässer erteilen kann. So einfach, so vernetzt, so intelligent.&nbsp;</p><p>Das Credo von Markus Hertlein: Einfach anfangen. Seine Erfahrung aus kommunalen Projekten ist: Es hängt fast nie am Geld, Fördermittel sind in fast beliebiger Höhe verfügbar. Die verfügbaren Lösungen sind derart einfach, dass jede Kommune in der Lage sein sollte, in diesem Monat erste, zweite, dritte Schritte zu gehen.&nbsp;</p><p>Das große Bild: Es gibt keine Alternative zur Urbanität. Das digitale Leben der Zukunft ist urban, auf dem Land und in der Stadt. Auf dem Land ist es nur breiter verteilt. Schon im Verlauf der zwanziger Jahre wird die Smartness einer Stadt zu einem der entscheidenden Kriterien für die Attraktivität einer Stadt. Ohne intelligente Vernetzung, keine Anziehungskraft. Mehr noch: Je digitaler eine Stadt, desto stärker lösen sich die geografischen Grenzen auf. Die intelligente Stadt der Zukunft ist kein örtlicher Zusammenhang mehr. Ich wähle genau die Stadt, deren Kultur, deren Lebensgefühl, deren Services mir und meiner Identität am besten entsprechen, mich fördern und begeistern.&nbsp;</p><p>Ganz nebenbei, und damit es auch hier einmal festgehalten ist: Die eigenen Passwörter auf einer Liste handschriftlich notieren, diese Liste fotografieren und dieses Foto digital mit sich herumtragen – geht gar nicht. Niemand geht in der Masse der Internetnutzer:innen unter, irgendwann kriegen sie jeden. Und irgendwann ist im Zweifel heute Nacht. Und: Nein, die Tatsache allein, dass jede:r das so macht, ist keine Entschuldigung. Also bitte aufrüsten. Gilt auch für den Autor dieser Zeilen.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/markus-hertlein/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus Hertlein</a>, Informatiker, Gründer und CEO von <a href="https://xignsys.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Xignsys</a>, einem Startup, das Lösungen zur digitalen Authentifizierung ohne Passowort und zusätzliche Hardware anbietet.&nbsp;</p><p>Auf Twitter: <a href="https://twitter.com/markus_hertlein?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@Markus_Hertlein</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft: &nbsp;﻿</strong></p><p>Die sichere Stadt der Zukunft. „Smart City“ gehört sowohl zu den größten Versprechen der digitalen Zukunft, als auch zu hohlsten Buzzwords, das über die Kongressparkette der vergangenen Jahre getrieben wurde. Man frage einmal genau nach, was damit gemeint ist: Digitale Tickets für denselben Bus, der im selben Stau steckt? Mülltonnen, die ihren Füllstand quasi intelligent an eine Zentrale funken, aber immer noch dieselbe Menge sinnvollen Abfall enthalten? Wo ist die Intelligenz? In der Tonne?</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/markus-hertlein/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus Hertlein</a> von <a href="https://xignsys.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Xignsys</a> sagt: Entscheidend ist das Management von Identitäten. Die Smart City soll das Leben einfacher und bequemer machen – und das setzt voraus: Meine Stadt muss mich kennen, sie muss mich erkennen. Sie soll mich sogar so erkennen, wie ich das will. Die digitale Stadt der Zukunft muss zuallererst also in der Lage sein, digitale Identitäten zu managen. Dafür bietet Xignsys eine Lösung an, also: Austausch von Daten ohne Passwort, einfach mit dem normalen Smartphone. Daran arbeitet Markus Hertlein mit seinem Startup Xignsys, fest verwurzelt in seiner Stadt. Und das ist keiner der Smart-City-Champions Barcelona, London, Amsterdam, sondern: Gelsenkirchen.</p><p>Warum ist der Angelschein ein sicheres Indiz dafür, wie intelligent die eigene Stadt ist? Die Skala reicht von 0 bis zehn: Bei Null steht die Stadt, bei der ich persönlich aufs Amt muss, um ein Stück Papier mit Stempel zu erhalten. Es wird halt eine gewisse Anzahl Angelschein-Anträge bewilligt. Punkt. Bei zehn ist die Stadt, die genau weiß, in welchem Gewässer sich heute welche Fische befinden, die abschätzen kann, wie die Bestände morgen sein werden, die entsprechend genau erkennen kann, welche digitalen Angelfreigaben sie genau jetzt für genau welches Gewässer erteilen kann. So einfach, so vernetzt, so intelligent.&nbsp;</p><p>Das Credo von Markus Hertlein: Einfach anfangen. Seine Erfahrung aus kommunalen Projekten ist: Es hängt fast nie am Geld, Fördermittel sind in fast beliebiger Höhe verfügbar. Die verfügbaren Lösungen sind derart einfach, dass jede Kommune in der Lage sein sollte, in diesem Monat erste, zweite, dritte Schritte zu gehen.&nbsp;</p><p>Das große Bild: Es gibt keine Alternative zur Urbanität. Das digitale Leben der Zukunft ist urban, auf dem Land und in der Stadt. Auf dem Land ist es nur breiter verteilt. Schon im Verlauf der zwanziger Jahre wird die Smartness einer Stadt zu einem der entscheidenden Kriterien für die Attraktivität einer Stadt. Ohne intelligente Vernetzung, keine Anziehungskraft. Mehr noch: Je digitaler eine Stadt, desto stärker lösen sich die geografischen Grenzen auf. Die intelligente Stadt der Zukunft ist kein örtlicher Zusammenhang mehr. Ich wähle genau die Stadt, deren Kultur, deren Lebensgefühl, deren Services mir und meiner Identität am besten entsprechen, mich fördern und begeistern.&nbsp;</p><p>Ganz nebenbei, und damit es auch hier einmal festgehalten ist: Die eigenen Passwörter auf einer Liste handschriftlich notieren, diese Liste fotografieren und dieses Foto digital mit sich herumtragen – geht gar nicht. Niemand geht in der Masse der Internetnutzer:innen unter, irgendwann kriegen sie jeden. Und irgendwann ist im Zweifel heute Nacht. Und: Nein, die Tatsache allein, dass jede:r das so macht, ist keine Entschuldigung. Also bitte aufrüsten. Gilt auch für den Autor dieser Zeilen.&nbsp;</p><p><strong>Der Gast in dieser Woche:</strong></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/markus-hertlein/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus Hertlein</a>, Informatiker, Gründer und CEO von <a href="https://xignsys.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Xignsys</a>, einem Startup, das Lösungen zur digitalen Authentifizierung ohne Passowort und zusätzliche Hardware anbietet.&nbsp;</p><p>Auf Twitter: <a href="https://twitter.com/markus_hertlein?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@Markus_Hertlein</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-45-Die-sichere-Stadt-der-Zukunft]]></link><guid isPermaLink="false">978db57d-080d-4926-badd-c233efa60983</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/38adbf38-ac56-4d62-819d-d807636d6875/Z94Vq4Yy4pEZBxbFYMqd-1QD.jpg"/><pubDate>Thu, 05 Aug 2021 05:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/b552f72d-96e1-416b-811f-6305fdc53f29/folge-45.mp3" length="62635282" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>32:37</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>45</itunes:episode><podcast:episode>45</podcast:episode><itunes:summary>Es gibt keine Alternative zur Urbanität. Das digitale Leben der Zukunft ist urban, auf dem Land und in der Stadt. Ergo ist die Stadt der Zukunft digital, sie ist vernetzt, im besten Falle intelligent und genau damit attraktiv. Eine ganz handfeste Konsequenz: Wer seine Stadt attraktiv halten will, muss Daten sicher und einfach kommunizieren, muss in der Lage sein, Identitäten zu managen. Daran arbeitet Markus Hertlein mit seinem Startup Xignsys, fest verwurzelt in seiner Stadt. Und das ist keiner der Smart-City-Champions Barcelona, London, Amsterdam, sondern: Gelsenkirchen. 
Glück auf, dann Podcast an!</itunes:summary></item><item><title>#44 Hirn nach Wunsch</title><itunes:title>#44 Hirn nach Wunsch</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</h4><p>Gestalten wir das menschliche Gehirn um. Nach Belieben? Jedenfalls nach Wunsch. Das Prinzip ist im Grunde bekannt und bewährt: Das Hirn nimmt Reize aus der Umgebung auf und organisiert sich intern entsprechend um, um mit diesen Reizen besonders gut umgehen zu können. So entsteht Schmerz, wenn sich Migränepatient:innen Flackerlicht und Alkohol aussetzen. So entstehen zahllose Empfindungen und Reaktionen. Die uns stören, die wir Krankheit nennen – und ebenso die, die wir wollen. Während die Technologie-Enthusiasten auf die Gehirn-Implantate von Elon Musks Neuralink warten, ist der gezielte Umbau des Hirns längst möglich.</p><p>In der analogen Welt mussten alle Migränepatient:innen sich noch mit dem allgemeinen Ratschlag in den immer gleichen Büchern begnügen: Halten Sie sich von den üblichen Auslösern fern. Kein Rotwein, kein Candlelight zum Dinner, wenig Stress. Nicht nur wurden sie damit – ohne Reizung – immer sensibler. Es war auch niemals notwendig, diese Ratschläge jeden Tag umzusetzen. Allerdings: Ohne eine digitale Messung, ohne eine drastische Vermehrung der individuellen Daten und deren laufender Auswertung war es nicht möglich, in Echtzeit zu sagen: Heute bist du widerstandsfähig, heute geht was.&nbsp;</p><p>Die Migräne-App M-Sense macht genau das. Sie ist eine der immer noch überschaubar wenigen Apps, die es in Deutschland auf Rezept gibt. Für Gründer&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/markusdahlem/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus A. Dahlem</a>&nbsp;ist das Prinzip dahinter aber deutlich erweiterbar. Wir sind längst in der Lage, individuelle Menschen mit einer Flut an Daten sehr genau zu beschreiben. So können wir inzwischen auch die Reize, denen wir uns aussetzen, extrem genau dosieren und damit auch längere Entwicklungsprozesse deutlich beschreiben und präzise steuern – und so das Hirn gezielt dazu anstoßen, sich in eine gewünschte Richtung umzubauen. Am Ende steht das Hirn nach Wunsch.&nbsp;</p><p>Markus A Dahlem betont: Im Grunde ist das alles nicht neu. Lernen verändert das Hirn. Und wo wir früher auf Erfahrung bauen mussten, können wir Reize, Prozesse und Wirkung inzwischen genau messen. Und mehr noch: können wir Sensoren zu Aktivatoren erweitern, die nicht nur messen, sondern selbst Impulse geben. Für Markus A. Dahlem bietet die Digitalisierung von Medizin die Chance, ein längst bekanntes Verfahren auf Speed zu setzen.&nbsp;</p><p>Lernen wird zum Kernthema, genauer: Das Verlernen. Wenn wir dem eigenen Hirn gezielt Mechanismen abtrainieren, entsteht Raum für Neues. Dahlems These: Das geht. Auch wenn das Sprichwort etwas anders sagt: Wir können verlernen, Fahrrad zu fahren. Hier liegt eine bemerkenswerte Parallele zwischen dem Lernen von Individuen und dem Lernen von Organisationen: Wer Raum für Neues schaffen will, muss zunächst die Verbindung des Alten lösen. Sich von der Idee befreien, man müsse am Büroschreibtisch sitzen, um konzentriert arbeiten zu können. Sich von der Wahrheit lösen, Fakten müssten auf Papier festgehalten werden, um zu gelten. Die Annahme begraben, ein Dokument bräuchte immer einen Stempel, um echt zu sein. Schieben wir sie beiseite, entsteht der Raum, über Arbeit, Wahrheit und Echtheit neu nachzudenken.&nbsp;</p><h4>Der Gast in dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/markusdahlem/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus A. Dahlem</a>, Physiker, Migräne-Forscher, Gründer und CEO von Newsenselab, die u. a. die&nbsp;<a href="https://www.m-sense.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Migräne-App M-Sense</a> entwickelt haben.&nbsp;</p><p>Auf Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/markusdahlem?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@markusdahlem</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft:&nbsp;</h4><p>Gestalten wir das menschliche Gehirn um. Nach Belieben? Jedenfalls nach Wunsch. Das Prinzip ist im Grunde bekannt und bewährt: Das Hirn nimmt Reize aus der Umgebung auf und organisiert sich intern entsprechend um, um mit diesen Reizen besonders gut umgehen zu können. So entsteht Schmerz, wenn sich Migränepatient:innen Flackerlicht und Alkohol aussetzen. So entstehen zahllose Empfindungen und Reaktionen. Die uns stören, die wir Krankheit nennen – und ebenso die, die wir wollen. Während die Technologie-Enthusiasten auf die Gehirn-Implantate von Elon Musks Neuralink warten, ist der gezielte Umbau des Hirns längst möglich.</p><p>In der analogen Welt mussten alle Migränepatient:innen sich noch mit dem allgemeinen Ratschlag in den immer gleichen Büchern begnügen: Halten Sie sich von den üblichen Auslösern fern. Kein Rotwein, kein Candlelight zum Dinner, wenig Stress. Nicht nur wurden sie damit – ohne Reizung – immer sensibler. Es war auch niemals notwendig, diese Ratschläge jeden Tag umzusetzen. Allerdings: Ohne eine digitale Messung, ohne eine drastische Vermehrung der individuellen Daten und deren laufender Auswertung war es nicht möglich, in Echtzeit zu sagen: Heute bist du widerstandsfähig, heute geht was.&nbsp;</p><p>Die Migräne-App M-Sense macht genau das. Sie ist eine der immer noch überschaubar wenigen Apps, die es in Deutschland auf Rezept gibt. Für Gründer&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/markusdahlem/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus A. Dahlem</a>&nbsp;ist das Prinzip dahinter aber deutlich erweiterbar. Wir sind längst in der Lage, individuelle Menschen mit einer Flut an Daten sehr genau zu beschreiben. So können wir inzwischen auch die Reize, denen wir uns aussetzen, extrem genau dosieren und damit auch längere Entwicklungsprozesse deutlich beschreiben und präzise steuern – und so das Hirn gezielt dazu anstoßen, sich in eine gewünschte Richtung umzubauen. Am Ende steht das Hirn nach Wunsch.&nbsp;</p><p>Markus A Dahlem betont: Im Grunde ist das alles nicht neu. Lernen verändert das Hirn. Und wo wir früher auf Erfahrung bauen mussten, können wir Reize, Prozesse und Wirkung inzwischen genau messen. Und mehr noch: können wir Sensoren zu Aktivatoren erweitern, die nicht nur messen, sondern selbst Impulse geben. Für Markus A. Dahlem bietet die Digitalisierung von Medizin die Chance, ein längst bekanntes Verfahren auf Speed zu setzen.&nbsp;</p><p>Lernen wird zum Kernthema, genauer: Das Verlernen. Wenn wir dem eigenen Hirn gezielt Mechanismen abtrainieren, entsteht Raum für Neues. Dahlems These: Das geht. Auch wenn das Sprichwort etwas anders sagt: Wir können verlernen, Fahrrad zu fahren. Hier liegt eine bemerkenswerte Parallele zwischen dem Lernen von Individuen und dem Lernen von Organisationen: Wer Raum für Neues schaffen will, muss zunächst die Verbindung des Alten lösen. Sich von der Idee befreien, man müsse am Büroschreibtisch sitzen, um konzentriert arbeiten zu können. Sich von der Wahrheit lösen, Fakten müssten auf Papier festgehalten werden, um zu gelten. Die Annahme begraben, ein Dokument bräuchte immer einen Stempel, um echt zu sein. Schieben wir sie beiseite, entsteht der Raum, über Arbeit, Wahrheit und Echtheit neu nachzudenken.&nbsp;</p><h4>Der Gast in dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/markusdahlem/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus A. Dahlem</a>, Physiker, Migräne-Forscher, Gründer und CEO von Newsenselab, die u. a. die&nbsp;<a href="https://www.m-sense.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Migräne-App M-Sense</a> entwickelt haben.&nbsp;</p><p>Auf Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/markusdahlem?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@markusdahlem</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-44-Hirn-nach-Wunsch]]></link><guid isPermaLink="false">d785ade9-4263-4ca0-a43f-2252c80a86a1</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8ff3119e-8729-4e82-aa4e-13530b8f0a6c/6-n90I_FvBQO78sHBVcO8I51.jpg"/><pubDate>Tue, 03 Aug 2021 10:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f88383ae-46e2-4d6d-8601-c6185d4ce8e8/folge-44.mp3" length="67723518" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:16</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>44</itunes:episode><podcast:episode>44</podcast:episode><itunes:summary>Wie das Hirn lernt, sich zu erweitern. In der Werkstatt von Markus A. Dahlem in Berlin ist nicht nur die Migräne-App M-Sense entstanden. Er zeigt auch einen Weg auf, wie wir durch gezielte Lernprozesse das Hirn dazu anregen, sich wie gewünscht zu entwickeln.
Denn so wie das Hirn lernen konnte, auf bestimmte Reize mit Migräneschmerz zu reagieren, muss es das auch wieder verlernen können. Die richtigen Reize vorausgesetzt. Sobald wir dieses Prinzip einmal verstanden haben, müssen wir nur noch die passenden Reize setzen und … wohin darf es gehen?
Schnell noch einen Limerick, dann Podcast an!</itunes:summary></item><item><title>#43 Das Ende des Arbeitsplatzes</title><itunes:title>#43 Das Ende des Arbeitsplatzes</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>„Es gibt keinen Arbeitsplatz mehr”. Punkt. In der etwas ausführlicheren Fassung: Die Zeit des klassischen Büros ist abgelaufen. Jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin mit einem eigenen Schreibtisch, womöglich sogar mit einem abschließbaren eigenen Raum – vorbei. So die These von&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/hrfortmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Harald R. Fortmann</a>. Harald ist Digitalunternehmer, Manager und hat sich seit Jahren dem Thema Personalberatung verschrieben. Auch wenn derzeit etliche Unternehmen ihre Leute wieder ins Büro zurückrufen: Sein Urteil steht. Der klassische Büroarbeitsplatz hat seine Zeit gehabt. Auf mittlere Sicht wird niemand mehr extra ins Büro fahren, nur um dort eben die Emails zu bearbeiten, die man ebenso gut zuhause oder irgendwo sonst beantworten könnte. Womöglich noch auf demselben Laptop oder iPad.&nbsp;&nbsp;</p><p>Was aber dann tun mit den teuren Flächen im Bürokomplex? Einen Teil werden Unternehmen abstoßen oder umziehen und sich dabei verkleinern. Das ist der einfache Teil. Schon sehr viel tiefer geht die Frage: Wofür brauchen wir eigentlich unsere Flächen? Haralds These: Der erste und fast einzige Zweck von Büroflächen ist Kommunikation. Wir brauchen Raum für Austausch, für kreative Prozesse, für Zusammenarbeit. Der Vollständigkeit halber. Dafür braucht niemand kleine, abgeschlossene Büroräume mit Urlaubsfoto an der Wand und Ficus in der Ecke. Der Bedarf an Schreibtischen dürfte auch Jahre hinaus gestillt sein.&nbsp;&nbsp;</p><p>Mit diesem Wandel der Arbeit geht ein noch erheblich tiefer greifender Wandel einher. Wir erleben, wie der Gedanke der Kontrolle an sein Ende kommt. Wie eine Welle am Deich, erst bricht sie, dann läuft sie langsam aus. Wer seinen Mitarbeiter:innen die Freiheit gibt, den Arbeitsort frei zu wählen, wird bei der Wahl der Arbeitszeit auch nicht weiter auf strikte Vorgaben setzen können. Für Harald nicht mehr als die Umsetzung einer längst belegten Tatsache: Der Biorhythmus von Menschen ist unterschiedlich. Fun fact: Während wir das Gespräch morgens um 8 Uhr aufgezeichnet haben, schlief der Rest der Familie im Hause Fortmann noch.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Wenn aber Kontrolle ausgedient hat, muss der Gedanke von Führung anders gefüllt werden. Harald berichtet von Unternehmen, die er begleitet, die hier sehr handfeste Konsequenzen ziehen. Wo sich alle Führungskräfte erneut auf ihre Stelle bewerben müssen und von Anfang an klar ist, dass 2/3 davon sich nicht wieder durchsetzen können. Für den Personalberater folgt daraus: Unternehmen müssen auch andere Karrierewege aufzeigen als nur den, Führungskraft zu werden.&nbsp;&nbsp;</p><p>Natürlich: Wer an einer Maschine steht, wer Kunden bedienen muss, wer Anwesenheit sicherstellen muss, für den gelten diese Entwicklungen nicht 1:1. Das wird für all die Unternehmen zur Herausforderung, die das eine wie das andere in den Teams haben. Stichwort Neiddebatte: Warum darf der oder die nach Hause gehen, wann sie will, wenn ich es nicht kann?&nbsp;</p><p>Der TV-Tipp zum Wochenende: Ted Lasso. Der Coach, der eine Fußballmannschaft trainiert, ohne die geringste Ahnung vom Sport zu haben. Und der trotzdem als Führungskraft funktioniert.&nbsp;&nbsp;</p><h4>Der Gast in dieser Woche:&nbsp;</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/hrfortmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Harald R. Fortmann</a>, Digitalunternehmer und Personalberater bei&nbsp;<a href="https://www.five14.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">five14</a>. Auf Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/hrfortmann?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@HRFortmann</a>&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>„Es gibt keinen Arbeitsplatz mehr”. Punkt. In der etwas ausführlicheren Fassung: Die Zeit des klassischen Büros ist abgelaufen. Jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin mit einem eigenen Schreibtisch, womöglich sogar mit einem abschließbaren eigenen Raum – vorbei. So die These von&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/hrfortmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Harald R. Fortmann</a>. Harald ist Digitalunternehmer, Manager und hat sich seit Jahren dem Thema Personalberatung verschrieben. Auch wenn derzeit etliche Unternehmen ihre Leute wieder ins Büro zurückrufen: Sein Urteil steht. Der klassische Büroarbeitsplatz hat seine Zeit gehabt. Auf mittlere Sicht wird niemand mehr extra ins Büro fahren, nur um dort eben die Emails zu bearbeiten, die man ebenso gut zuhause oder irgendwo sonst beantworten könnte. Womöglich noch auf demselben Laptop oder iPad.&nbsp;&nbsp;</p><p>Was aber dann tun mit den teuren Flächen im Bürokomplex? Einen Teil werden Unternehmen abstoßen oder umziehen und sich dabei verkleinern. Das ist der einfache Teil. Schon sehr viel tiefer geht die Frage: Wofür brauchen wir eigentlich unsere Flächen? Haralds These: Der erste und fast einzige Zweck von Büroflächen ist Kommunikation. Wir brauchen Raum für Austausch, für kreative Prozesse, für Zusammenarbeit. Der Vollständigkeit halber. Dafür braucht niemand kleine, abgeschlossene Büroräume mit Urlaubsfoto an der Wand und Ficus in der Ecke. Der Bedarf an Schreibtischen dürfte auch Jahre hinaus gestillt sein.&nbsp;&nbsp;</p><p>Mit diesem Wandel der Arbeit geht ein noch erheblich tiefer greifender Wandel einher. Wir erleben, wie der Gedanke der Kontrolle an sein Ende kommt. Wie eine Welle am Deich, erst bricht sie, dann läuft sie langsam aus. Wer seinen Mitarbeiter:innen die Freiheit gibt, den Arbeitsort frei zu wählen, wird bei der Wahl der Arbeitszeit auch nicht weiter auf strikte Vorgaben setzen können. Für Harald nicht mehr als die Umsetzung einer längst belegten Tatsache: Der Biorhythmus von Menschen ist unterschiedlich. Fun fact: Während wir das Gespräch morgens um 8 Uhr aufgezeichnet haben, schlief der Rest der Familie im Hause Fortmann noch.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>Wenn aber Kontrolle ausgedient hat, muss der Gedanke von Führung anders gefüllt werden. Harald berichtet von Unternehmen, die er begleitet, die hier sehr handfeste Konsequenzen ziehen. Wo sich alle Führungskräfte erneut auf ihre Stelle bewerben müssen und von Anfang an klar ist, dass 2/3 davon sich nicht wieder durchsetzen können. Für den Personalberater folgt daraus: Unternehmen müssen auch andere Karrierewege aufzeigen als nur den, Führungskraft zu werden.&nbsp;&nbsp;</p><p>Natürlich: Wer an einer Maschine steht, wer Kunden bedienen muss, wer Anwesenheit sicherstellen muss, für den gelten diese Entwicklungen nicht 1:1. Das wird für all die Unternehmen zur Herausforderung, die das eine wie das andere in den Teams haben. Stichwort Neiddebatte: Warum darf der oder die nach Hause gehen, wann sie will, wenn ich es nicht kann?&nbsp;</p><p>Der TV-Tipp zum Wochenende: Ted Lasso. Der Coach, der eine Fußballmannschaft trainiert, ohne die geringste Ahnung vom Sport zu haben. Und der trotzdem als Führungskraft funktioniert.&nbsp;&nbsp;</p><h4>Der Gast in dieser Woche:&nbsp;</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/hrfortmann/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Harald R. Fortmann</a>, Digitalunternehmer und Personalberater bei&nbsp;<a href="https://www.five14.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">five14</a>. Auf Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/hrfortmann?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@HRFortmann</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-43-Das-Ende-des-Arbeitsplatzes]]></link><guid isPermaLink="false">f32fbe15-7230-483d-a88e-d7184d127c32</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/603d4d85-5bcf-4a0e-8f25-5b8cf9dd695d/WJvFEKXXLLOlIpkyjscYYj7I.jpg"/><pubDate>Mon, 02 Aug 2021 08:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/4b79d39a-0475-4a16-adb8-4fa844a2f124/folge-43.mp3" length="76806607" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>43</itunes:episode><podcast:episode>43</podcast:episode><itunes:summary>Der physische Arbeitsplatz im Büro ist Geschichte. So schreibt es der Digitalunternehmer Harald R. Fortmann in unserem Buch „Creating the Better Normal”. So sagt er es auch hier im Podcast. 
Er berichtet von zahlreichen Unternehmen, die die Learnings aus Corona in ganz praktische Projekte bringen: Büroflächen werden aufgelöst oder verkleinert, der verbleibende Rest wird gründlich umgestaltet, Führungskräfte müssen sich neu auf ihre Positionen bewerben (und haben in Teilen keine Chance mehr). Ein Podcast über eine Arbeitswelt im radikalen Umbruch.   
Ausstempeln nicht vergessen, dann Podcast an!</itunes:summary></item><item><title>#42 Das Scheitern der Klimapolitik</title><itunes:title>#42 Das Scheitern der Klimapolitik</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Ein Gespräch über die Unmöglichkeit einer angemessenen Klimapolitik.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/reinhard-steurer-6bb0a148/?originalSubdomain=at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reinhard Steurer</a>&nbsp;ist Professor für Klimapolitik an der traditionsreichen Universität für Bodenkultur in Wien und eine der sehr präsenten Stimmen auf Twitter, die sich für eine andere, deutlich aktivere Klimapolitik einsetzen. Über die heutige Klimapolitik in Europa fällt er ein klares Urteil: Zu wenig, zu spät, reicht nicht. Reicht nicht für das Überleben unserer Zivilisation.&nbsp;</p><p>Michael Carl und Reinhard Steurer sprechen über die Zukunftsfähigkeit von uns europäischen Gesellschaften. Trotz eines überwältigenden wissenschaftlichen Konsenses sind wir nicht zu einer sachlich angemessenen Antwort auf die Klimakrise in der Lage. Ein Faktor dabei: Die Klimakrise nötigt uns, von lieb gewonnen Gewohnheiten und alltäglichen Selbstverständlichkeiten Abschied zu nehmen. Gleichzeitig ist sie noch so wenig greifbar und komplex. Ihre zerstörerischen Auswirkungen zeigen sich erst später und sie lassen sich nie auf nur einen Faktor zurückführen. Kurzum: Die Klimakrise ist besonders gut dafür geeignet, verdrängt zu werden. Und das können wir.&nbsp;&nbsp;</p><p>Einer der Faktoren hinter unserer gesellschaftlichen Unfähigkeit zu einer angemessenen Klimapolitik ist unsere Sprache, denn Sprache konstruiert und verfestigt Realität. Solange wir von Klimawandel sprechen, werden wir immer an ein relativ gängiges, immer wieder vorkommendes Phänomen denken. Solange wir von Umweltschutz sprechen, können wir uns heldenhaft fühlen, Müll aus dem Wald zu holen. Solange wir von Temperaturrekorden sprechen – und diese in der Zeitung noch mit Fotos planschender Kinder bebildern –, werden wir stets an eine positive Entwicklung denken. Der Test: Setzen wir „Klimanotstand“, „Zivilisationsschutz“ und „nie dagewesen Höchststände“ in die Sätze ein, erzeugen wir ein anderes Bild von Realität.&nbsp;&nbsp;</p><p>Reinhard Steuer legt Eckpunkte einer sachlich angemessenen, ideologisch unaufgeregten Klimapolitik vor. Diese Eckpunkte decken sich mit den Aussagen von Sara Schurmann, Katja Diehl und Doreen Rietentiet hier im Podcast. Erneuerbare Energien, keine neuen Verbrennungsmotoren, Stopp von Kurzstreckenflügen – und weiterhin Strom aus Kohle? „Ein Wahnsinn!“&nbsp;</p><p>Bemerkenswert ist die Einschätzung von Reinhard Steurer zu unseren Chancen auf einen Erhalt unserer Zivilisation. Aus der Politik selbst, so seine klare Einschätzung, wird der Wandel nicht kommen können. Es braucht gesellschaftliche Mehrheiten, Bewegungen wie FFF – und Wahlergebnisse.&nbsp;&nbsp;</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://boku.ac.at/wiso/infer/personen/reinhard-steurer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reinhard Steurer, Universität für Bodenkultur Wien</a>, Professor für Klimapolitik. Auf Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/reisteurer?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@ReiSteurer&nbsp;05</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Ein Gespräch über die Unmöglichkeit einer angemessenen Klimapolitik.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/reinhard-steurer-6bb0a148/?originalSubdomain=at" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reinhard Steurer</a>&nbsp;ist Professor für Klimapolitik an der traditionsreichen Universität für Bodenkultur in Wien und eine der sehr präsenten Stimmen auf Twitter, die sich für eine andere, deutlich aktivere Klimapolitik einsetzen. Über die heutige Klimapolitik in Europa fällt er ein klares Urteil: Zu wenig, zu spät, reicht nicht. Reicht nicht für das Überleben unserer Zivilisation.&nbsp;</p><p>Michael Carl und Reinhard Steurer sprechen über die Zukunftsfähigkeit von uns europäischen Gesellschaften. Trotz eines überwältigenden wissenschaftlichen Konsenses sind wir nicht zu einer sachlich angemessenen Antwort auf die Klimakrise in der Lage. Ein Faktor dabei: Die Klimakrise nötigt uns, von lieb gewonnen Gewohnheiten und alltäglichen Selbstverständlichkeiten Abschied zu nehmen. Gleichzeitig ist sie noch so wenig greifbar und komplex. Ihre zerstörerischen Auswirkungen zeigen sich erst später und sie lassen sich nie auf nur einen Faktor zurückführen. Kurzum: Die Klimakrise ist besonders gut dafür geeignet, verdrängt zu werden. Und das können wir.&nbsp;&nbsp;</p><p>Einer der Faktoren hinter unserer gesellschaftlichen Unfähigkeit zu einer angemessenen Klimapolitik ist unsere Sprache, denn Sprache konstruiert und verfestigt Realität. Solange wir von Klimawandel sprechen, werden wir immer an ein relativ gängiges, immer wieder vorkommendes Phänomen denken. Solange wir von Umweltschutz sprechen, können wir uns heldenhaft fühlen, Müll aus dem Wald zu holen. Solange wir von Temperaturrekorden sprechen – und diese in der Zeitung noch mit Fotos planschender Kinder bebildern –, werden wir stets an eine positive Entwicklung denken. Der Test: Setzen wir „Klimanotstand“, „Zivilisationsschutz“ und „nie dagewesen Höchststände“ in die Sätze ein, erzeugen wir ein anderes Bild von Realität.&nbsp;&nbsp;</p><p>Reinhard Steuer legt Eckpunkte einer sachlich angemessenen, ideologisch unaufgeregten Klimapolitik vor. Diese Eckpunkte decken sich mit den Aussagen von Sara Schurmann, Katja Diehl und Doreen Rietentiet hier im Podcast. Erneuerbare Energien, keine neuen Verbrennungsmotoren, Stopp von Kurzstreckenflügen – und weiterhin Strom aus Kohle? „Ein Wahnsinn!“&nbsp;</p><p>Bemerkenswert ist die Einschätzung von Reinhard Steurer zu unseren Chancen auf einen Erhalt unserer Zivilisation. Aus der Politik selbst, so seine klare Einschätzung, wird der Wandel nicht kommen können. Es braucht gesellschaftliche Mehrheiten, Bewegungen wie FFF – und Wahlergebnisse.&nbsp;&nbsp;</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://boku.ac.at/wiso/infer/personen/reinhard-steurer" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Reinhard Steurer, Universität für Bodenkultur Wien</a>, Professor für Klimapolitik. Auf Twitter:&nbsp;<a href="https://twitter.com/reisteurer?lang=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@ReiSteurer&nbsp;05</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-42-Das-Scheitern-der-Klimapolitik]]></link><guid isPermaLink="false">baa6dc8d-3a74-4fda-a209-0f89729aba3b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0da89475-2aff-4a76-9186-f02193b4fd1e/-HUxYTZAXlT0NRbeEwdHMdCV.jpg"/><pubDate>Mon, 02 Aug 2021 07:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/4c69ace5-cb37-4f65-95bf-bd8049a6467c/folge-42.mp3" length="70719449" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:50</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>42</itunes:episode><podcast:episode>42</podcast:episode><itunes:summary>Seit Entdeckung der Schwerkraft gab es wahrscheinlich keinen so überwältigenden wissenschaftlichen Konsens wie heute bei der Beschreibung und Analyse der Klimakrise.
Dennoch scheitern wir gesellschaftlich daran, eine angemessene politische Antwort darauf zu formulieren. Ein Gespräch über das Scheitern der Klimapolitik, über Sprache und Realität, über unsere Zukunftsperspektiven mit Prof. Reinhard Steurer. Er forscht und lehrt zu Klimapolitik an der Universität für Bodenkultur in Wien. Mal streitet er für eine angemessene Klimapolitik, mal verzweifelt er daran.  
V8 in die Garage – Podcast an!</itunes:summary></item><item><title>#41 Leaders for Climate Action</title><itunes:title>#41 Leaders for Climate Action</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p><a href="https://lfca.earth/de_de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Leaders for Climate Action“</a>, kurz LFCA, das ist eine Gruppe von Unternehmer:innen, die sich auf ein klimaneutrales Wirtschaften im eigenen Unternehmen verpflichten und laut einen Wandel auch auf der gesellschaftlichen und politischen Ebene einfordern. In Berlin gegründet, von vielen Digitalunternehmern und ihren Startups getragen, schnell wachsend, natürlich – das Startup-Denken verpflichtet.</p><p>Doreen Rietentiet ist seit anderthalb Jahrzehnten mit dem Thema regenerative Energien befasst. Sie ist eine der Gründungsmütter der LFCA. Im Podcast schildert sie ihre Erwartung, wie das Thema Klimakrise in den kommenden Jahren zu einem nennenswerten Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft führen wird.</p><p>Der Kontext: Die Westküste Nordamerikas liegt unter einer stabilen Hitzeglocke, in Kanada werden historische Höchstwerte gemessen, ganze Ortschaften verbrennen. Der britische Guardian titelt: „Nowhere is safe“. Die Beispiele sind aktuell gewählt, aber natürlich austauschbar. Erster Schritt der LFCA: Ein Commitment, das eigene Unternehmen klimaneutral umzubauen. Nächste Schritte: Sich für veränderte Rahmenbedingungen einzusetzen, die unternehmerisches Handeln pro Klima fördern.</p><p>Das wird, daran lässt Doreen keinen Zweifel, zu einem massiven Umbau der Wirtschaft führen. Insbesondere die fossile Branche wird Federn lassen müssen. Ein Faktor: Das Recht und die Verwaltung. Aktuell laufen rund 40 große Prozesse gegen fossil geprägte Unternehmen. Shell hat gerade erfahren, welche Konsequenzen aus einem entsprechenden Urteil erwachsen können: Reduktion der CO2-Emmissionen um 45% bis 2030 im Vergleich zu 2019. Das ist in der fossilen Erdölindustrie nicht mit Kompensationsgeschäften zu schaffen.</p><p>Ist die Rolle des Unternehmers, der sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung stellt, neu? Jedenfalls ist LFCA ein bemerkenswertes Beispiel, wo sich gerade Unternehmer:innen für einen Wandel der Wirtschaft einsetzen, sowohl um der eigenen Kinder als auch um der eigenen unternehmerischen Freiheit willen.</p><p>Der Vollständigkeit halber: Wenn die Initiative „Leaders for Climate Action“ so inspirierend und positiv ist, warum ist das carl institute for human future nicht Mitglied? Antwort: Sind wir natürlich.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/doreen-rietentiet-98724399/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Doreen Rietentiet</a>, Beraterin und Expertin für regenerative Energien, Gründungsmitglied von&nbsp;<a href="https://lfca.earth/de_de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Leaders for Climate Action</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p><a href="https://lfca.earth/de_de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">„Leaders for Climate Action“</a>, kurz LFCA, das ist eine Gruppe von Unternehmer:innen, die sich auf ein klimaneutrales Wirtschaften im eigenen Unternehmen verpflichten und laut einen Wandel auch auf der gesellschaftlichen und politischen Ebene einfordern. In Berlin gegründet, von vielen Digitalunternehmern und ihren Startups getragen, schnell wachsend, natürlich – das Startup-Denken verpflichtet.</p><p>Doreen Rietentiet ist seit anderthalb Jahrzehnten mit dem Thema regenerative Energien befasst. Sie ist eine der Gründungsmütter der LFCA. Im Podcast schildert sie ihre Erwartung, wie das Thema Klimakrise in den kommenden Jahren zu einem nennenswerten Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft führen wird.</p><p>Der Kontext: Die Westküste Nordamerikas liegt unter einer stabilen Hitzeglocke, in Kanada werden historische Höchstwerte gemessen, ganze Ortschaften verbrennen. Der britische Guardian titelt: „Nowhere is safe“. Die Beispiele sind aktuell gewählt, aber natürlich austauschbar. Erster Schritt der LFCA: Ein Commitment, das eigene Unternehmen klimaneutral umzubauen. Nächste Schritte: Sich für veränderte Rahmenbedingungen einzusetzen, die unternehmerisches Handeln pro Klima fördern.</p><p>Das wird, daran lässt Doreen keinen Zweifel, zu einem massiven Umbau der Wirtschaft führen. Insbesondere die fossile Branche wird Federn lassen müssen. Ein Faktor: Das Recht und die Verwaltung. Aktuell laufen rund 40 große Prozesse gegen fossil geprägte Unternehmen. Shell hat gerade erfahren, welche Konsequenzen aus einem entsprechenden Urteil erwachsen können: Reduktion der CO2-Emmissionen um 45% bis 2030 im Vergleich zu 2019. Das ist in der fossilen Erdölindustrie nicht mit Kompensationsgeschäften zu schaffen.</p><p>Ist die Rolle des Unternehmers, der sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung stellt, neu? Jedenfalls ist LFCA ein bemerkenswertes Beispiel, wo sich gerade Unternehmer:innen für einen Wandel der Wirtschaft einsetzen, sowohl um der eigenen Kinder als auch um der eigenen unternehmerischen Freiheit willen.</p><p>Der Vollständigkeit halber: Wenn die Initiative „Leaders for Climate Action“ so inspirierend und positiv ist, warum ist das carl institute for human future nicht Mitglied? Antwort: Sind wir natürlich.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/doreen-rietentiet-98724399/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Doreen Rietentiet</a>, Beraterin und Expertin für regenerative Energien, Gründungsmitglied von&nbsp;<a href="https://lfca.earth/de_de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Leaders for Climate Action</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-41-Leaders-for-Climate-Action]]></link><guid isPermaLink="false">527f5ed0-548f-444c-989d-122e4f0b959c</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/cb167e51-3091-4ce8-8ff7-6bc3856678d7/VBCYrjXamX4jf4yp8x_KUQZ0.jpg"/><pubDate>Mon, 02 Aug 2021 06:30:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/7460ee24-0a2b-40a6-adc3-1016cd8518a6/folge-41.mp3" length="65107929" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>33:54</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>41</itunes:episode><podcast:episode>41</podcast:episode><itunes:summary>„Nowhere is safe“, so die Headline des englischen Guardian vor wenigen Tagen zur Klimakrise. Eine fatalistische Aussage? Eine drastische Bewertung? Lautstark jedenfalls. Laut wird auch eine inzwischen große Anzahl von Unternehmer:innen, die sich – beginnend in Berlin – zu den „Leaders for Climate Action“ zusammengeschlossen haben.
Gründungsmitglied Doreen Rietentiet ist im Podcast zu Gast und prognostiziert einen drastischen Wandel der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in naher Zukunft – genauer: Sie fordert diesen Wandel ein.
Kohleofen aus – Podcast an!</itunes:summary></item><item><title>#40 New Work</title><itunes:title>#40 New Work</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Die Druckfahnen sind auf dem Weg in die Druckerei, in Kürze können wir es in den Händen halten: „Creating the better Normal“ – unser Buch zur besseren Normalität in der Zeit nach der akuten Phase der Pandemie. Knapp 200 Seiten stark, knapp 20 Beiträge von ganz unterschiedlichen Autor:innen, analytische, persönliche, inspirierende Perspektiven auf die Pandemie, auf unsere Learnings, auf die Welt, wie wir sie nach der Pandemie gestalten wollen.</p><p>Hätten wir das Buch nicht schon geschrieben, Michael Carl hätte in dieser Woche genau das Projekt noch einmal gestartet. Mit der „Bundesnotbremse“ läuft die „Home-Office-Pflicht“ aus (man suche sich aus, welches Wort schon rein sprachlich furchtbarer ist …) – und welche Diskussion beginnt: Wie denn jetzt in Zukunft Unternehmen und Betriebsräte miteinander einen guten Weg verhandeln, die Arbeitszeiten im Detail zu dokumentieren. Erst trennen wir Arbeits- und Privatleben und wundern uns dann, dass Beruf und Familie doch nicht so gut miteinander vereinbar sind. Oh.</p><p>Die Pandemie versetzt uns in einen Zwischenraum, nicht mehr alt, noch nicht neu. Dieser Zwischenraum ist ungewohnt, er macht uns unsicher, zahlreiche Möglichkeiten kommen und gehen wieder – und unser Reflex ist klar: Möglichst schnell hinaus aus diesem Raum. Zurück auf das Territorium auf dem wir uns auskennen, in die alte Normalität. Endlich wieder Biergarten, Fußballstadion, Kantine. Und rückständige Bildungssysteme, Faxbasierte Kommunikation im Gesundheitswesen, Anwesenheitskontrolle im Büro – wenn das der Preis ist… Oder in die andere Richtung, auf zum New Normal, Hauptsache raus aus dem Zwischenraum.</p><p>Unser Buch ist ein vielstimmiges Plädoyer: Lasst es uns noch einen Moment länger in unserem Zwischenraum aushalten. Lasst uns noch ein paar dieser Möglichkeiten erkunden, diskutieren, bedenken – und so ein selbstbewussteres und entschiedeneres Bild von der Zukunft gewinnen, die wir gestalten wollen.</p><p><a href="https://maxhergt.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Max Hergt</a>, Futurist und Experte für New Work kommt zum Gespräch und schildert seinen Impuls, warum es nach Corona kein zurück in ehemals vertraute Arbeitsformen geben kann. Die Riege der Autoren reicht vom Digitalunternehmer Harald R. Fortmann über den Kommunikations- und Kreativitätxexperten Wolfgang Lünenbürger Reidenbach bis hin zum Konzerdigitalisierer Jan Wokittel. Der Manager Philipp Kraft reflektiert seine persönliche Krise in der Krise, Stimmen aus Bildung, Banking, Marketing, Gastronomie, Robotik bringen ihre Perspektiven mit ein. Der Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten, Michael Husarek, bedenkt den politischen Dialog nach Corona, Christian Gerhaher fordert Raum für die Künste – und einiges mehr.</p><p>Den Schlusspunkt setzt die Philosophin und Autorin Barbara Strohschein und formuliert den wunderbaren Satz: „Wir sollten uns heute nicht unterschätzen.“</p><p>Nächste Woche im Buchhandel des Vertrauens – diese Woche im Podcast.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://maxhergt.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Max Hergt</a>, Keynote-Speaker, Futurist, New-Work-Experte</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Die Druckfahnen sind auf dem Weg in die Druckerei, in Kürze können wir es in den Händen halten: „Creating the better Normal“ – unser Buch zur besseren Normalität in der Zeit nach der akuten Phase der Pandemie. Knapp 200 Seiten stark, knapp 20 Beiträge von ganz unterschiedlichen Autor:innen, analytische, persönliche, inspirierende Perspektiven auf die Pandemie, auf unsere Learnings, auf die Welt, wie wir sie nach der Pandemie gestalten wollen.</p><p>Hätten wir das Buch nicht schon geschrieben, Michael Carl hätte in dieser Woche genau das Projekt noch einmal gestartet. Mit der „Bundesnotbremse“ läuft die „Home-Office-Pflicht“ aus (man suche sich aus, welches Wort schon rein sprachlich furchtbarer ist …) – und welche Diskussion beginnt: Wie denn jetzt in Zukunft Unternehmen und Betriebsräte miteinander einen guten Weg verhandeln, die Arbeitszeiten im Detail zu dokumentieren. Erst trennen wir Arbeits- und Privatleben und wundern uns dann, dass Beruf und Familie doch nicht so gut miteinander vereinbar sind. Oh.</p><p>Die Pandemie versetzt uns in einen Zwischenraum, nicht mehr alt, noch nicht neu. Dieser Zwischenraum ist ungewohnt, er macht uns unsicher, zahlreiche Möglichkeiten kommen und gehen wieder – und unser Reflex ist klar: Möglichst schnell hinaus aus diesem Raum. Zurück auf das Territorium auf dem wir uns auskennen, in die alte Normalität. Endlich wieder Biergarten, Fußballstadion, Kantine. Und rückständige Bildungssysteme, Faxbasierte Kommunikation im Gesundheitswesen, Anwesenheitskontrolle im Büro – wenn das der Preis ist… Oder in die andere Richtung, auf zum New Normal, Hauptsache raus aus dem Zwischenraum.</p><p>Unser Buch ist ein vielstimmiges Plädoyer: Lasst es uns noch einen Moment länger in unserem Zwischenraum aushalten. Lasst uns noch ein paar dieser Möglichkeiten erkunden, diskutieren, bedenken – und so ein selbstbewussteres und entschiedeneres Bild von der Zukunft gewinnen, die wir gestalten wollen.</p><p><a href="https://maxhergt.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Max Hergt</a>, Futurist und Experte für New Work kommt zum Gespräch und schildert seinen Impuls, warum es nach Corona kein zurück in ehemals vertraute Arbeitsformen geben kann. Die Riege der Autoren reicht vom Digitalunternehmer Harald R. Fortmann über den Kommunikations- und Kreativitätxexperten Wolfgang Lünenbürger Reidenbach bis hin zum Konzerdigitalisierer Jan Wokittel. Der Manager Philipp Kraft reflektiert seine persönliche Krise in der Krise, Stimmen aus Bildung, Banking, Marketing, Gastronomie, Robotik bringen ihre Perspektiven mit ein. Der Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten, Michael Husarek, bedenkt den politischen Dialog nach Corona, Christian Gerhaher fordert Raum für die Künste – und einiges mehr.</p><p>Den Schlusspunkt setzt die Philosophin und Autorin Barbara Strohschein und formuliert den wunderbaren Satz: „Wir sollten uns heute nicht unterschätzen.“</p><p>Nächste Woche im Buchhandel des Vertrauens – diese Woche im Podcast.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://maxhergt.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Max Hergt</a>, Keynote-Speaker, Futurist, New-Work-Experte</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-40-new-work]]></link><guid isPermaLink="false">5a1ee4d2-00e7-4f25-9c5b-ced0634a07c3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/55f1d1b5-662f-40d3-8773-22ba71c9c733/RJ3-gp8Jemhqe2QGIo5hnXti.jpg"/><pubDate>Mon, 02 Aug 2021 06:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a6367940-e72d-4ab3-a032-b3c0cfc64826/folge-40.mp3" length="64299596" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>33:29</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>40</itunes:episode><podcast:episode>40</podcast:episode><itunes:summary>Wenn wir dieses Buch nicht schon geschrieben hätten … dann müssten wir es direkt beginnen, so rückwärtsgewandt wie heute über das Ende der Home-Office-Pflicht diskutiert wurde.
… dann könnten wir in dieser Folge keinen Einblick in die Beiträge zur Arbeitswelt nach Corona geben … und auch kein Gespräch mit dem New Work-Experten und Mit-Autoren Max Hergt führen … und überhaupt: „Creating the better Normal“, unser Debattenbuch zur besseren Normalität nach der akuten Phase der Pandemie ist auf dem Weg in die Druckerei. Wir steigern die Vorfreude!
Nächste Woche Buch bestellen – diese Woche Zukunft hören.</itunes:summary></item><item><title>#39 Schlüsselressource Strom der Zukunft</title><itunes:title>#39 Schlüsselressource Strom der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Ohne Strom wird es schwierig, unabhängig davon, ob wir die Ziele des Pariser Abkommens erreichen oder nicht. Wir werden in jedem Fall erleben, wie es heißer wird – und kälter. Wir werden sehen, wie weniger Wasser kommt – und dann wieder mehr. Das Klima wird unberechenbarer, wechselhafter. Eine sichere Konsequenz: Wir werden Strom brauchen für Klimaanlagen, in jedem Raum in jedem Krankenhaus, in jedem Zimmer in jedem Pflegeheim, in jedem Klassenraum in jeder Schule. Das alles noch vor 2030. Eine veränderte Mobilität braucht Strom, die Vernetzung, Big Data, Blockchain. Kurzum: Gerne mehr davon. Das Problem: Unsere bisherige Art und Weise, Strom zu erzeugen, stößt an Grenzen.</p><p>Die großen thermischen Kraftwerke für Kohle und Atom stehen nicht ohne Grund an Flüssen; wir müssen sie ständig kühlen. Kommt aber nicht genug Wasser oder zu warmes oder gleich beides, müssen wir das Kraftwerk herunterfahren oder ganz abschalten. Die Kohle kommt übrigens in der Regel per Binnenschiff – schwierig ohne Wasser. Eine ganz handfeste Konsequenz abschmelzender Gletscher. Also Wind – und vor allem Sonne.</p><p><a href="https://www.xing.com/profile/Olaf_Schoeppe/cv" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Olaf Schöppe</a>&nbsp;von&nbsp;<a href="https://independa.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Independa</a>&nbsp;rechnet vor: In der Regel sinken die Stromkosten mit Photovoltaik – inkl. Investition! – um ca. 60%. Dennoch haben die allermeisten Menschen keine Solaranlage auf dem Dach. Im Gespräch mit Michael Carl diskutiert Olaf Schöppe vor allem die kulturellen Hintergründe dieser Entwicklung.</p><p>Das Muster kennen wir vom autonomen Fahren: Eben noch waren wir gedanklich in der industriellen Revolution. Mit Tempo 230 auf der linken Spur hat Homo Sapiens das gute Gefühl, die Kraft der Maschine zu beherrschen. Mind over Matter. Autonomes Fahren nimmt uns diese Kontrolle und wird sich – so jedenfalls unsere These – gerade deshalb durchsetzen. Die Herausforderungen der industriellen Revolution dürfen als genommen gelten. Jetzt bekommen wir mehr: Zeit. Eine Stunde am Morgen, eine am Abend, in der wir bislang mit Nachdruck ein Lenkrad festgehalten haben.</p><p>Ähnlich mit der Energie: Die Herausforderung, chemisch-physikalische Prozesse in Großkraftwerken zu beherrschen, haben wir im Prinzip gemeistert. Das Versprechen der nachhaltigen Energie ist insofern auch ein kulturelles: Eine Einladung, evolutionär eine Stufe weiter zu steigen.</p><p>Hinzu kommt eine sehr handfeste Ebene: Die Stimmen werden immer lauter, die die bisherigen Pläne und Maßnehmen für unzureichend halten, die wir gesellschaftlich bislang zustande gebracht haben. Olaf Schöppe hebt hervor, dass wir es gerade selbst in der Hand haben. Statt über die zweifelhafte Lobbyarbeit der Energiewirtschaft bei der Bundesregierung zu klagen, könnten wir so viele Solaranlagen installieren, dass wir die Energiewende von ganz alleine beschleunigen. Der Kohleausstieg von unten!</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.xing.com/profile/Olaf_Schoeppe/cv" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Olaf Schöppe</a>, Geschäftsführer&nbsp;<a href="https://independa.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Independa</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Ohne Strom wird es schwierig, unabhängig davon, ob wir die Ziele des Pariser Abkommens erreichen oder nicht. Wir werden in jedem Fall erleben, wie es heißer wird – und kälter. Wir werden sehen, wie weniger Wasser kommt – und dann wieder mehr. Das Klima wird unberechenbarer, wechselhafter. Eine sichere Konsequenz: Wir werden Strom brauchen für Klimaanlagen, in jedem Raum in jedem Krankenhaus, in jedem Zimmer in jedem Pflegeheim, in jedem Klassenraum in jeder Schule. Das alles noch vor 2030. Eine veränderte Mobilität braucht Strom, die Vernetzung, Big Data, Blockchain. Kurzum: Gerne mehr davon. Das Problem: Unsere bisherige Art und Weise, Strom zu erzeugen, stößt an Grenzen.</p><p>Die großen thermischen Kraftwerke für Kohle und Atom stehen nicht ohne Grund an Flüssen; wir müssen sie ständig kühlen. Kommt aber nicht genug Wasser oder zu warmes oder gleich beides, müssen wir das Kraftwerk herunterfahren oder ganz abschalten. Die Kohle kommt übrigens in der Regel per Binnenschiff – schwierig ohne Wasser. Eine ganz handfeste Konsequenz abschmelzender Gletscher. Also Wind – und vor allem Sonne.</p><p><a href="https://www.xing.com/profile/Olaf_Schoeppe/cv" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Olaf Schöppe</a>&nbsp;von&nbsp;<a href="https://independa.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Independa</a>&nbsp;rechnet vor: In der Regel sinken die Stromkosten mit Photovoltaik – inkl. Investition! – um ca. 60%. Dennoch haben die allermeisten Menschen keine Solaranlage auf dem Dach. Im Gespräch mit Michael Carl diskutiert Olaf Schöppe vor allem die kulturellen Hintergründe dieser Entwicklung.</p><p>Das Muster kennen wir vom autonomen Fahren: Eben noch waren wir gedanklich in der industriellen Revolution. Mit Tempo 230 auf der linken Spur hat Homo Sapiens das gute Gefühl, die Kraft der Maschine zu beherrschen. Mind over Matter. Autonomes Fahren nimmt uns diese Kontrolle und wird sich – so jedenfalls unsere These – gerade deshalb durchsetzen. Die Herausforderungen der industriellen Revolution dürfen als genommen gelten. Jetzt bekommen wir mehr: Zeit. Eine Stunde am Morgen, eine am Abend, in der wir bislang mit Nachdruck ein Lenkrad festgehalten haben.</p><p>Ähnlich mit der Energie: Die Herausforderung, chemisch-physikalische Prozesse in Großkraftwerken zu beherrschen, haben wir im Prinzip gemeistert. Das Versprechen der nachhaltigen Energie ist insofern auch ein kulturelles: Eine Einladung, evolutionär eine Stufe weiter zu steigen.</p><p>Hinzu kommt eine sehr handfeste Ebene: Die Stimmen werden immer lauter, die die bisherigen Pläne und Maßnehmen für unzureichend halten, die wir gesellschaftlich bislang zustande gebracht haben. Olaf Schöppe hebt hervor, dass wir es gerade selbst in der Hand haben. Statt über die zweifelhafte Lobbyarbeit der Energiewirtschaft bei der Bundesregierung zu klagen, könnten wir so viele Solaranlagen installieren, dass wir die Energiewende von ganz alleine beschleunigen. Der Kohleausstieg von unten!</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.xing.com/profile/Olaf_Schoeppe/cv" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Olaf Schöppe</a>, Geschäftsführer&nbsp;<a href="https://independa.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Independa</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-39-Schlüsselressource-Strom-der-Zukunft]]></link><guid isPermaLink="false">7ee798c2-2475-489c-a426-41ecc7acb778</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7571d2f2-4a69-4afa-a963-2743c05433af/z_pFYFyHaO_VF1Mksqp7TS1h.jpeg"/><pubDate>Sun, 01 Aug 2021 08:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/0cad4e82-6b7b-4730-ac72-2791965b4bcb/czdw-39.mp3" length="62350234" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>32:28</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>39</itunes:episode><podcast:episode>39</podcast:episode><itunes:summary>Strom wird zu einem der Schlüssel für Glück und Wohlbefinden der Zukunft – wir werden in Zukunft erheblich mehr davon brauchen und ihn anders erzeugen.
Im Gespräch mit Olaf Schöppe von Independa diskutiert Michael Carl nicht nur technische und praktische Fragen von Stromerzeugung aus Sonnenlicht.
Das sind die leichten Fragen. Wer auf dem Bierdeckel rechnen kann, sieht, dass es sich fast immer lohnt. Im Zentrum dieser Folge stehen vor allem die kulturellen Fragen, die uns – je nach Sachlage – die Energiewende ermöglichen oder unmöglich machen.
Also: Sicherung rein, klicken – Zukunft hören.</itunes:summary></item><item><title>#38 Liebe ist das Marketing der Zukunft</title><itunes:title>#38 Liebe ist das Marketing der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Gibt es eine Branche, die stärker auf Zahlen und Analysen fixiert ist als Marketing? Theoretisch möglich, faktisch nicht bekannt. Erfolg, Beliebtheit, Klickraten, Kundenwerte, Aufmerksamkeitsspannen, alles ist bekannt – und doch wissen wir nichts. Sagt&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/hannah-s-fricke-21794219/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hannah S. Fricke</a>. Sie ist&nbsp;<a href="http://fraufricke.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marketingexpertin</a>, oder genauer: Sie kann machen, dass Menschen Dinge lieben. Das ist Marketing der Zukunft: Liebe wecken.</p><p>Hannah gehört zu den Autor:innen von „<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Creating the better Normal</a>“, unserem Debattenbuch zu den Chancen einer Normalität nach der akuten Phase der Pandemie. Sie macht sich für den Gedanken stark, dass wir nach der Pandemie in der Kommunikation mehr Raum für tatsächliche menschliche Gefühle haben werden, wie eben Liebe. Doch der Reihe nach.</p><p>Der erste Gedanke: Wir sind nicht die Spieler, wir sind der Ball. Ein lauter Appell an die Demut in Marketing und Kommunikation. Der Mensch, jedenfalls in Gestalt der erfolgreichen Unternehmer:in, neigt dazu, sich selbst für eine:n Akteur:in zu halten. Schließlich muss der eigene Erfolg ja einen Grund haben, und der wird wohl in der eigenen Kompetenz, im tollen Produkt, in der persönlichen Ausstrahlung liegen. Wo denn auch sonst? Hannah hält dagegen: Was am Ende wirklich entscheidend ist für einen Kauf, wissen wir oft nicht genau. Vielfach wird genau der Kunde, der nach Monaten kauft, bis dahin als Misserfolg gemessen. Bannerwerbung nicht geklickt, Kampagnen nicht zu Ende geschaut, etc. Demut ist die Haltung, die zum Erfolg führt (ist dieser Begriff 2021 schon mit Marketing in Verbindung gebracht worden? Es ist unklar …).</p><p>Hannah macht sich für einen Dialog stark, der im Kern ein Lernprozess ist. Zuhören, reagieren, interagieren. Kein perfekter Kundendialog aus dem Prozesshandbuch, sondern ein lebendiger Austausch. Wer dem mit den klassischen Instrumenten der Werbemessung beikommen will, misst am Ende nur, wie beliebt ein Motiv ist – dabei wollen wir keine beliebten Motive, sondern Umsatz und verkaufte Produkte. Was wir glauben messen zu können, ist am Ende nicht das Wichtige.</p><p>Hinzu kommt: Wer die digitalen Instrumente richtig zu bespielen weiß – und das ist fraglos notwendig -, kommt am Ende zwar ins Blickfeld des potenziellen Kunden. Aber die Argumente und Instrumente, die ein Produkt auf Seite 1 der Google-Ergebnisse bringen, sind am Ende wertlos, wenn es um die Aufmerksamkeit des Kunden, der Kundin geht. Eine vertrackte Verkettung.</p><p>Natürlich: Wer Milch an vernetzte Kühlschränke verkaufen will, der soll den nächstbesten Algorithmus nutzen. Aber gerade mit Blick auf eine Welt nach der akuten Phase der Pandemie sieht Hannah viel Raum für unmittelbare, emotionale Beziehungen. Wir haben gemerkt, was fehlt.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/hannah-s-fricke-21794219/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hannah S. Fricke</a>,&nbsp;<a href="http://fraufricke.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marketingexpertin</a>, Professorin University of Westminster und IED Barcelona, die macht, dass Menschen Dinge lieben.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Gibt es eine Branche, die stärker auf Zahlen und Analysen fixiert ist als Marketing? Theoretisch möglich, faktisch nicht bekannt. Erfolg, Beliebtheit, Klickraten, Kundenwerte, Aufmerksamkeitsspannen, alles ist bekannt – und doch wissen wir nichts. Sagt&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/hannah-s-fricke-21794219/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hannah S. Fricke</a>. Sie ist&nbsp;<a href="http://fraufricke.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marketingexpertin</a>, oder genauer: Sie kann machen, dass Menschen Dinge lieben. Das ist Marketing der Zukunft: Liebe wecken.</p><p>Hannah gehört zu den Autor:innen von „<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Creating the better Normal</a>“, unserem Debattenbuch zu den Chancen einer Normalität nach der akuten Phase der Pandemie. Sie macht sich für den Gedanken stark, dass wir nach der Pandemie in der Kommunikation mehr Raum für tatsächliche menschliche Gefühle haben werden, wie eben Liebe. Doch der Reihe nach.</p><p>Der erste Gedanke: Wir sind nicht die Spieler, wir sind der Ball. Ein lauter Appell an die Demut in Marketing und Kommunikation. Der Mensch, jedenfalls in Gestalt der erfolgreichen Unternehmer:in, neigt dazu, sich selbst für eine:n Akteur:in zu halten. Schließlich muss der eigene Erfolg ja einen Grund haben, und der wird wohl in der eigenen Kompetenz, im tollen Produkt, in der persönlichen Ausstrahlung liegen. Wo denn auch sonst? Hannah hält dagegen: Was am Ende wirklich entscheidend ist für einen Kauf, wissen wir oft nicht genau. Vielfach wird genau der Kunde, der nach Monaten kauft, bis dahin als Misserfolg gemessen. Bannerwerbung nicht geklickt, Kampagnen nicht zu Ende geschaut, etc. Demut ist die Haltung, die zum Erfolg führt (ist dieser Begriff 2021 schon mit Marketing in Verbindung gebracht worden? Es ist unklar …).</p><p>Hannah macht sich für einen Dialog stark, der im Kern ein Lernprozess ist. Zuhören, reagieren, interagieren. Kein perfekter Kundendialog aus dem Prozesshandbuch, sondern ein lebendiger Austausch. Wer dem mit den klassischen Instrumenten der Werbemessung beikommen will, misst am Ende nur, wie beliebt ein Motiv ist – dabei wollen wir keine beliebten Motive, sondern Umsatz und verkaufte Produkte. Was wir glauben messen zu können, ist am Ende nicht das Wichtige.</p><p>Hinzu kommt: Wer die digitalen Instrumente richtig zu bespielen weiß – und das ist fraglos notwendig -, kommt am Ende zwar ins Blickfeld des potenziellen Kunden. Aber die Argumente und Instrumente, die ein Produkt auf Seite 1 der Google-Ergebnisse bringen, sind am Ende wertlos, wenn es um die Aufmerksamkeit des Kunden, der Kundin geht. Eine vertrackte Verkettung.</p><p>Natürlich: Wer Milch an vernetzte Kühlschränke verkaufen will, der soll den nächstbesten Algorithmus nutzen. Aber gerade mit Blick auf eine Welt nach der akuten Phase der Pandemie sieht Hannah viel Raum für unmittelbare, emotionale Beziehungen. Wir haben gemerkt, was fehlt.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/hannah-s-fricke-21794219/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hannah S. Fricke</a>,&nbsp;<a href="http://fraufricke.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Marketingexpertin</a>, Professorin University of Westminster und IED Barcelona, die macht, dass Menschen Dinge lieben.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-38-Liebe-ist-das-Marketing-der-Zukunft]]></link><guid isPermaLink="false">1798ec8a-8600-40bf-a6fc-82b8064decc4</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f9bc089a-09a8-4b7b-87f0-45326eb62647/UlQYbzGNyGmPRnEFTWWH-yuq.jpeg"/><pubDate>Sun, 01 Aug 2021 07:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/86ee517c-0fdb-412e-8944-ffb9bcef75c0/czdw-38.mp3" length="66630136" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:42</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>38</itunes:episode><podcast:episode>38</podcast:episode><itunes:summary>Stell die nächste Investition in Bannerwerbung, SEO oder Werbewirksamkeitsforschung (nur in der deutschen Sprache …) noch einen Augenblick zurück:
Marketing der Zukunft ist nicht messbar, oder mindestens nicht das, was wir meinen, messen zu können. Auch die allgegenwärtigen Algorithmen helfen nur dort, wo es nur um Milch und Käse geht.
Aber gerade angesichts der rasanten technologischen Entwicklung müssen Marketing und Kommunikation viel stärker auf echte Beziehung setzen und Liebe ermöglichen. Das sagt Hannah S. Fricke im Gespräch.
Also: Vor dem Klicken hier klicken – und einschalten.</itunes:summary></item><item><title>#37 Apotheke der Zukunft</title><itunes:title>#37 Apotheke der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Die Medizin der Zukunft ist datengetrieben. So weit, so bekannt. Damit wird sie technologisch, denn schon heute stoßen wir immer wieder dort an Grenzen, wo ein Mensch alle Daten eines Patienten überblicken – nun ja: sollte. Geschehen tut es ohnehin viel zu selten. Es ist auch die Eintrittskarte für eine personalisierte Medizin. Medikamente aus dem 3D-Drucker, für den einzelnen, früher einmal „Patient“ genannten Menschen. Letztlich für alle, die wir unser Wohlbefinden von heute auf morgen ein Stück steigern und letztlich sehr viel länger gut leben wollen.</p><p>Im Gespräch mit Michael Carl ist&nbsp;<a href="https://www.grund-apotheke.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephan Torke</a>, Apotheker aus Freital bei Dresden. Die Zukunft beginnt in Freital? Nun, sie beginnt immer dort, wo jemand seine Ärmel hochkrempelt und Dinge entscheidend anders macht. In Apotheken empfiehlt sich genau das, schließlich gehen jährlich mehr als 1.000 der 20.000 Apotheken in Deutschland aus dem Markt. Das geht nicht mehr lange gut, die Prognose ist leicht.</p><p>Die technologische Entwicklung in Medizin und Gesundheit macht aus einem Apotheker einen Gesundheitscoach, der im Zweifel nur noch nebenbei eine Packung mit Pillen über den Tresen reicht. Hauptsächlich steht er nicht hinter dem Tresen, sondern neben dem Kunden, berät ihn bei der Auswahl der richtigen App und interpretiert mit ihm gemeinsam die Daten des Kunden. Kleiner Schönheitsfehler: Genau das wird bislang nicht vergütet. Eine absurde Situation: Menschen geben kleine und große Vermögen aus, um ihre Gesundheit zu fördern. Kaufen Homöopathika, die keine über den Placebo-Effekt hinausgehende Wirkung haben. Schließen Mitgliedschaften im Fitness-Studio ab, ohne je hinzugehen. Investieren groß in Nahrungsergänzungsmittel. Nur bei demjenigen, der möglicherweise tatsächlich über fundiertes Wissen und anwendbare Informationen verfügt, lösen Menschen nur ein Rezept ein, packen die Apotheken-Umschau dazu und hören bei den Hinweisen zur Einnahme nicht richtig zu.</p><p>Gleichzeitig droht die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr zu einer Schere zwischen Krank und Gesund zu werden. Wer es sich leisten kann, investiert in Gesundheit, um sich einen ungesunderen Lebensstil leisten zu können. Die anderen müssen nehmen, was sie kriegen.</p><p>Michael Carl und Stephan Torke entwickeln im Gespräch den Plan, eine Art Think Tank mit Apothekern, Medizinern, Händlern, Logistikern, Psychologen und einigen mehr ins Leben zu rufen, um gemeinsam praktische Lösungen für die Apotheke der Zukunft umsetzungsfähig zu entwickeln.</p><p>Bonusmaterial:&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Pwvtn-5liyc" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hier</a>&nbsp;gibt es den Rap von Stephan Torke.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.grund-apotheke.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephan Torke</a>, Grund-Apotheke, Freital</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Die Medizin der Zukunft ist datengetrieben. So weit, so bekannt. Damit wird sie technologisch, denn schon heute stoßen wir immer wieder dort an Grenzen, wo ein Mensch alle Daten eines Patienten überblicken – nun ja: sollte. Geschehen tut es ohnehin viel zu selten. Es ist auch die Eintrittskarte für eine personalisierte Medizin. Medikamente aus dem 3D-Drucker, für den einzelnen, früher einmal „Patient“ genannten Menschen. Letztlich für alle, die wir unser Wohlbefinden von heute auf morgen ein Stück steigern und letztlich sehr viel länger gut leben wollen.</p><p>Im Gespräch mit Michael Carl ist&nbsp;<a href="https://www.grund-apotheke.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephan Torke</a>, Apotheker aus Freital bei Dresden. Die Zukunft beginnt in Freital? Nun, sie beginnt immer dort, wo jemand seine Ärmel hochkrempelt und Dinge entscheidend anders macht. In Apotheken empfiehlt sich genau das, schließlich gehen jährlich mehr als 1.000 der 20.000 Apotheken in Deutschland aus dem Markt. Das geht nicht mehr lange gut, die Prognose ist leicht.</p><p>Die technologische Entwicklung in Medizin und Gesundheit macht aus einem Apotheker einen Gesundheitscoach, der im Zweifel nur noch nebenbei eine Packung mit Pillen über den Tresen reicht. Hauptsächlich steht er nicht hinter dem Tresen, sondern neben dem Kunden, berät ihn bei der Auswahl der richtigen App und interpretiert mit ihm gemeinsam die Daten des Kunden. Kleiner Schönheitsfehler: Genau das wird bislang nicht vergütet. Eine absurde Situation: Menschen geben kleine und große Vermögen aus, um ihre Gesundheit zu fördern. Kaufen Homöopathika, die keine über den Placebo-Effekt hinausgehende Wirkung haben. Schließen Mitgliedschaften im Fitness-Studio ab, ohne je hinzugehen. Investieren groß in Nahrungsergänzungsmittel. Nur bei demjenigen, der möglicherweise tatsächlich über fundiertes Wissen und anwendbare Informationen verfügt, lösen Menschen nur ein Rezept ein, packen die Apotheken-Umschau dazu und hören bei den Hinweisen zur Einnahme nicht richtig zu.</p><p>Gleichzeitig droht die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr zu einer Schere zwischen Krank und Gesund zu werden. Wer es sich leisten kann, investiert in Gesundheit, um sich einen ungesunderen Lebensstil leisten zu können. Die anderen müssen nehmen, was sie kriegen.</p><p>Michael Carl und Stephan Torke entwickeln im Gespräch den Plan, eine Art Think Tank mit Apothekern, Medizinern, Händlern, Logistikern, Psychologen und einigen mehr ins Leben zu rufen, um gemeinsam praktische Lösungen für die Apotheke der Zukunft umsetzungsfähig zu entwickeln.</p><p>Bonusmaterial:&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Pwvtn-5liyc" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hier</a>&nbsp;gibt es den Rap von Stephan Torke.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.grund-apotheke.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephan Torke</a>, Grund-Apotheke, Freital</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-37-Apotheke-der-Zukunft]]></link><guid isPermaLink="false">d444a8f1-13df-43db-b386-0818f2721a77</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d89684e3-650c-4072-a53f-d7380b0cb697/qqU1kW1TEkuK6_LP8sBJg-BM.jpeg"/><pubDate>Sun, 01 Aug 2021 06:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/b714eada-508d-4388-9737-feb7a4d3cf1e/czdw-37.mp3" length="65488272" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:06</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>37</itunes:episode><podcast:episode>37</podcast:episode><itunes:summary>Wir werden uns auf Gesundheit konzentrieren und nicht mehr Krankheiten hinterherlaufen.
Check. Wir werden um Größenordnungen mehr Daten aufnehmen und verarbeiten können, Algorithmen liefern uns in Echtzeit bessere Analysen und Handlungsempfehlungen. Check.
Aber wie sieht das Gesundheitssystem ganz praktisch aus? In jedem Jahr schließen ca. 5% der Apotheken in Deutschland. Das geht nicht mehr lange spurlos am Gesundheitssystem vorbei. Wie sieht aber die Zukunft von Apotheken aus, zwischen Versandhandel und Apple Watch? Ein Gespräch mit Stephan Torke, einem Apotheker mit Zukunft.
Morgens mittags, abends jeweils nach dem Essen: Einschalten!</itunes:summary></item><item><title>#36 Bionik und Biomimikry</title><itunes:title>#36 Bionik und Biomimikry</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Wer kommt mit nach draußen? Hut, Stock, Rucksack, alles dabei? Wir begeben uns auf die Suche nach der Inspiration, die die Natur für Entwicklung und Innovation bietet. Im Gespräch mit Michael Carl, quasi als Wanderbegleitung, ist Dr. Arndt Pechstein, Neurowissenschaftler und Berater. Er war einer der ersten, die sich hier mit dem Konzept von Biomimikry beschäftigt haben. Doch Schritt für Schritt.</p><p>Wie sind wir auf die Idee gekommen, dass ein Ding – nennen wir es „Flugzeug“ – fliegen könnte? Menschen haben es sich von den Vögeln abgeschaut, in diesem Fall wohl Leonardo da Vinci selbst. Das Grundprinzip dieser Bionik ist immer gleich: Wir finden originelle und getestete Lösungen in der Natur und bauen sie technisch nach. Der Lotoseffekt für glatte und saubere Oberflächen. Der Aufbau von Knochen für leichte und stabile Konstruktionen. Das Rückstoßprinzip von Raketen, abgeschaut bei Oktopus und Qualle.</p><p>Biomimikry erweitert dieses Prinzip um den systemischen Blick. Wo Bionik schaut, wie wir leichtere und verwindungssteifere Fahrzeuge konstruieren können, fragt Biomimikry nach den Verkehrsströmen und der Organisation von Mobilität. Arndt Pechstein betont: Genau damit ist Biomimikry ein Weg zu komplexen Antworten für die komplexen Fragen, mit denen wir es heute ohnehin zu tun haben. Lösungen, die die Unsicherheit und Veränderlichkeit der digitalen Herausforderungen eben gerade nicht reduzieren und verkürzen, sondern in Organisationsprinzipien aufnehmen. Wer das dann „agil“ nennen möchte, soll es gerne tun. Das Prinzip ist aber deutlich älter. So führt die Betrachtung des Ameisenhaufens zu einer zukunftsfähigen Organisationsstruktur. So führt die Analyse des Vogelschwarms – warum stoßen die eigentlich nicht ständig zusammen – zu einer schlagkräftigen dezentralen Entscheidungskultur im Unternehmen.</p><p>Im Gespräch führt das Arndt Pechstein und Michael Carl zu einer Kann-weg-Liste, beliebig zu ergänzen: Geräte, die wir kaum nutzen, nur um sie dann nach Jahren durch das nächste zu ersetzen. Flächen, die wir starr bestimmten Zwecken zuweisen („Hallo, Straße!“) und sie doch dafür die meiste Zeit nicht benötigen. Aus aktueller Pandemie-Erfahrung zu ergänzen um den klassischen physischen Arbeitsplatz, Zeiterfassungssysteme, Urlaubsanträge usw. usf.</p><p>Dazu passend ein Vorab-Auszug aus dem bald erscheinenden Buch „<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Creating the better Normal</a>“, dieses Mal von Zukunftsgestalter Max Hergt. Seine Beobachtung: Es gibt sie noch, die kontrollierenden Manager alten Schlags. Noch.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/arndtpechstein/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Arndt Pechstein</a>, Neurowissenschaftler, Biomimikry-Experte, Organisationsberater</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Wer kommt mit nach draußen? Hut, Stock, Rucksack, alles dabei? Wir begeben uns auf die Suche nach der Inspiration, die die Natur für Entwicklung und Innovation bietet. Im Gespräch mit Michael Carl, quasi als Wanderbegleitung, ist Dr. Arndt Pechstein, Neurowissenschaftler und Berater. Er war einer der ersten, die sich hier mit dem Konzept von Biomimikry beschäftigt haben. Doch Schritt für Schritt.</p><p>Wie sind wir auf die Idee gekommen, dass ein Ding – nennen wir es „Flugzeug“ – fliegen könnte? Menschen haben es sich von den Vögeln abgeschaut, in diesem Fall wohl Leonardo da Vinci selbst. Das Grundprinzip dieser Bionik ist immer gleich: Wir finden originelle und getestete Lösungen in der Natur und bauen sie technisch nach. Der Lotoseffekt für glatte und saubere Oberflächen. Der Aufbau von Knochen für leichte und stabile Konstruktionen. Das Rückstoßprinzip von Raketen, abgeschaut bei Oktopus und Qualle.</p><p>Biomimikry erweitert dieses Prinzip um den systemischen Blick. Wo Bionik schaut, wie wir leichtere und verwindungssteifere Fahrzeuge konstruieren können, fragt Biomimikry nach den Verkehrsströmen und der Organisation von Mobilität. Arndt Pechstein betont: Genau damit ist Biomimikry ein Weg zu komplexen Antworten für die komplexen Fragen, mit denen wir es heute ohnehin zu tun haben. Lösungen, die die Unsicherheit und Veränderlichkeit der digitalen Herausforderungen eben gerade nicht reduzieren und verkürzen, sondern in Organisationsprinzipien aufnehmen. Wer das dann „agil“ nennen möchte, soll es gerne tun. Das Prinzip ist aber deutlich älter. So führt die Betrachtung des Ameisenhaufens zu einer zukunftsfähigen Organisationsstruktur. So führt die Analyse des Vogelschwarms – warum stoßen die eigentlich nicht ständig zusammen – zu einer schlagkräftigen dezentralen Entscheidungskultur im Unternehmen.</p><p>Im Gespräch führt das Arndt Pechstein und Michael Carl zu einer Kann-weg-Liste, beliebig zu ergänzen: Geräte, die wir kaum nutzen, nur um sie dann nach Jahren durch das nächste zu ersetzen. Flächen, die wir starr bestimmten Zwecken zuweisen („Hallo, Straße!“) und sie doch dafür die meiste Zeit nicht benötigen. Aus aktueller Pandemie-Erfahrung zu ergänzen um den klassischen physischen Arbeitsplatz, Zeiterfassungssysteme, Urlaubsanträge usw. usf.</p><p>Dazu passend ein Vorab-Auszug aus dem bald erscheinenden Buch „<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Creating the better Normal</a>“, dieses Mal von Zukunftsgestalter Max Hergt. Seine Beobachtung: Es gibt sie noch, die kontrollierenden Manager alten Schlags. Noch.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/arndtpechstein/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Arndt Pechstein</a>, Neurowissenschaftler, Biomimikry-Experte, Organisationsberater</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-36-Bionik-und-Biomimikry]]></link><guid isPermaLink="false">e54c1c4f-a29e-4634-8ea7-47ab59895d25</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/abbecee9-6b5c-4970-a79a-b9843a44f511/Twu7fwSDC6nmMFq4fqMDRiH8.jpeg"/><pubDate>Sat, 31 Jul 2021 08:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f9f86d4a-7eb3-4903-9da9-07e285c4f3ea/czdw-36.mp3" length="65916262" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:20</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>36</itunes:episode><podcast:episode>36</podcast:episode><itunes:summary>Heute geht es raus in die Natur!
Nach gut 200 Jahren Industrialisierung ein zunächst überraschender Pfad, wenn es um Innovation und Schnelligkeit geht. Schon die Bionik, also die Imitation technischer Lösungen aus der Natur, führt uns zu besseren und nachhaltigeren Produkten.
Biomimikry legt noch die systemische Perspektive drauf, wie die Natur mit komplexen Fragen umgeht. Sie gibt uns entscheidende Hinweise, wie wir in einer zunehmend komplexen und unübersichtlichen Welt angemessene Lösungen finden, für Produkte, Services und Organisation.
Mückenschutz nicht vergessen, ein Klick und los!</itunes:summary></item><item><title>#35 Sex der Zukunft</title><itunes:title>#35 Sex der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Ein Special über die Sexualität der Zukunft mit den Leipziger Paar- und Sexualberater:innen&nbsp;<a href="https://www.calaidoskop.de/ueber-uns/qualifikationen-entwicklung-und-mitgliedschaften-theresa-langlotz/#.YK6P7ZMzbvU" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Theresa Langlotz</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://www.calaidoskop.de/ueber-uns/oliver-wolf/#.YK6aM5MzbJ8" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Oliver Wolf</a>. Was wird die Sexualität der Zukunft prägen? Wolf und Langlotz zeichnen ein positives Bild von Toleranz und Vielfalt, erwarten deutlich mehr Respekt gegenüber unterschiedlichsten Formen der Sexualität und ebenso gegenüber den eigenen Bedürfnissen. Ihr Argument: Wir sprechen heute deutlich anders über Sex mit Kindern, zuhause, in der Kita und in der Schule – und es geht um deutlich mehr als nur die technische Funktionsweise: Wie entsteht ein Kind und wie benutze ich ein Kondom? Sind diese Kinder einmal erwachsen, haben wir ein Fundament für mehr Respekt.</p><p>Das Bild der Sexualität wird immer individueller, die eigene Familie, die Herkunft aus Stadt oder Land, die eigenen Erfahrungen, die Werte – am Ende ist Sexualität immer individuell und wandelt sich darüber hinaus im Laufe des Lebens.</p><p>Oliver Wolf und Theresa Langlotz berichten von einem wachsenden Leistungsdruck, unter dem Menschen sexuell leiden – oder in ihrem Leben leiden und sich dann wundern, warum sie sexuell nicht zu der Performance fähig sind, die sie von sich erwarten. Das reicht von dem Wunsch nach mechanischen Lösungen bis hin zu eigentlich intakten Beziehungen, die in der Beratung beendet werden in der Annahme: Da muss doch noch etwas Besseres kommen.</p><p>Aus dieser Erfahrung beurteilen sie die wachsenden digitalen Möglichkeiten ambivalent. Was immer unterstützt, die eigene Sexualität zu finden, hilft – aber das smarte Kondom, das letztlich nur die Frequenz der Stöße zählen kann, unterstützt eher den Leistungsdruck. Was den einen heiß macht, lässt den anderen unter Druck und schlaff zurück.</p><p>Eine große Unbekannte ist der Sex der Alten – und das, obwohl wir immer älter werden und sich die Bedürfnisse nach Sex zwar im Laufe des Lebens verändern, aber bis zum Tod bestehen. Theresa Langlotz und Oliver Wolf vermissen hier noch Forschungsarbeit und praktische Handhabung für Beratung und Bildung.</p><p>Der praktische Tipp für die eigene sexuelle Zukunft: Reden. So einfach.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.calaidoskop.de/ueber-uns/qualifikationen-entwicklung-und-mitgliedschaften-theresa-langlotz/#.YK6P7ZMzbvU" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Theresa Langlotz</a>, Paar- und Sexualtherapeutin, calaidoskop, Leipzig</p><p><a href="https://www.calaidoskop.de/ueber-uns/oliver-wolf/#.YK6aM5MzbJ8" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Oliver Wolf</a>, Paar- und Sexualtherapeut, calaidoskop, Leipzig</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Ein Special über die Sexualität der Zukunft mit den Leipziger Paar- und Sexualberater:innen&nbsp;<a href="https://www.calaidoskop.de/ueber-uns/qualifikationen-entwicklung-und-mitgliedschaften-theresa-langlotz/#.YK6P7ZMzbvU" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Theresa Langlotz</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://www.calaidoskop.de/ueber-uns/oliver-wolf/#.YK6aM5MzbJ8" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Oliver Wolf</a>. Was wird die Sexualität der Zukunft prägen? Wolf und Langlotz zeichnen ein positives Bild von Toleranz und Vielfalt, erwarten deutlich mehr Respekt gegenüber unterschiedlichsten Formen der Sexualität und ebenso gegenüber den eigenen Bedürfnissen. Ihr Argument: Wir sprechen heute deutlich anders über Sex mit Kindern, zuhause, in der Kita und in der Schule – und es geht um deutlich mehr als nur die technische Funktionsweise: Wie entsteht ein Kind und wie benutze ich ein Kondom? Sind diese Kinder einmal erwachsen, haben wir ein Fundament für mehr Respekt.</p><p>Das Bild der Sexualität wird immer individueller, die eigene Familie, die Herkunft aus Stadt oder Land, die eigenen Erfahrungen, die Werte – am Ende ist Sexualität immer individuell und wandelt sich darüber hinaus im Laufe des Lebens.</p><p>Oliver Wolf und Theresa Langlotz berichten von einem wachsenden Leistungsdruck, unter dem Menschen sexuell leiden – oder in ihrem Leben leiden und sich dann wundern, warum sie sexuell nicht zu der Performance fähig sind, die sie von sich erwarten. Das reicht von dem Wunsch nach mechanischen Lösungen bis hin zu eigentlich intakten Beziehungen, die in der Beratung beendet werden in der Annahme: Da muss doch noch etwas Besseres kommen.</p><p>Aus dieser Erfahrung beurteilen sie die wachsenden digitalen Möglichkeiten ambivalent. Was immer unterstützt, die eigene Sexualität zu finden, hilft – aber das smarte Kondom, das letztlich nur die Frequenz der Stöße zählen kann, unterstützt eher den Leistungsdruck. Was den einen heiß macht, lässt den anderen unter Druck und schlaff zurück.</p><p>Eine große Unbekannte ist der Sex der Alten – und das, obwohl wir immer älter werden und sich die Bedürfnisse nach Sex zwar im Laufe des Lebens verändern, aber bis zum Tod bestehen. Theresa Langlotz und Oliver Wolf vermissen hier noch Forschungsarbeit und praktische Handhabung für Beratung und Bildung.</p><p>Der praktische Tipp für die eigene sexuelle Zukunft: Reden. So einfach.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.calaidoskop.de/ueber-uns/qualifikationen-entwicklung-und-mitgliedschaften-theresa-langlotz/#.YK6P7ZMzbvU" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Theresa Langlotz</a>, Paar- und Sexualtherapeutin, calaidoskop, Leipzig</p><p><a href="https://www.calaidoskop.de/ueber-uns/oliver-wolf/#.YK6aM5MzbJ8" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Oliver Wolf</a>, Paar- und Sexualtherapeut, calaidoskop, Leipzig</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-35-sex-der-zukunft]]></link><guid isPermaLink="false">0efdd9db-32eb-4413-8e16-577184a70827</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/775fdb1e-a6c2-4f2b-a653-4b7c2eb8fb85/S99kFQQj_TiMCjvrXZ6zLMdt.jpg"/><pubDate>Sat, 31 Jul 2021 07:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/ecdb1321-8cb3-4b76-a7da-846af6dd027a/czdw-35.mp3" length="65107929" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>33:54</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>35</itunes:episode><podcast:episode>35</podcast:episode><itunes:summary>Der Sex der Zukunft: Die Schere geht auseinander zwischen Hochleistungsansprüchen und Achtsamkeit, zwischen denen, die den eigenen Ansprüchen nicht mehr genügen, und denen, die sich nicht trauen, zwischen Sprachlosigkeit und Mut.

Die Paar- und Sexualberater:innen Theresa Langlotz und Oliver Wolf prognostizieren mehr Vielfalt und Toleranz beim Sex der Zukunft, allein weil wir heute anders mit Kindern über Sexualität sprechen. Noch völlig unerforscht sind die Bedürfnisse der sehr Alten – warum eigentlich? Und: Wen das smarte Kondom schlaff zurücklassen kann.</itunes:summary></item><item><title>#34 Warum wir die Klimakrise nicht sehen (können)</title><itunes:title>#34 Warum wir die Klimakrise nicht sehen (können)</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Kaum legt sich der pandemische Nebel langsam wieder, der alle anderen Themen fast magisch verschluckt hat, tauchen altbekannte Themen wieder auf – und sorgen direkt für Streit in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Klimakrise ist wieder da. Im Unterschied zu den 90er Jahren lautet der Tenor nun aber nicht mehr „US-amerikanische Wissenschaftler haben gewarnt …“, sondern: „Wir haben noch zehn Jahre. Nicht bis wir anfangen. Bis wir fertig sind.“ Zugleich gelingt es uns immer noch, die Auswirkungen der Klimakrise zu negieren, sie zu verdrängen, auszublenden, uns in Hoffnungen zu ergehen.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/sara-schurmann-59b06b33/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sara Schurmann</a>&nbsp;war zuletzt Redaktionsleiterin des Formats „Ozon“ bei Funk, einem Angebot für jüngere Zielgruppen der ARD. Sie hat die Klimakrise zu ihrem Thema gemacht, genauer: Sie will Aufmerksamkeit dafür schaffen. Im Gespräch mit Michael Carl klärt sie prägnant die Eckdaten: Ja, die Forderung nach einem Ende der klimaschädlichen Subventionen bis 2025, keinen neuen Verbrennern nach 2025, Kohleausstieg spätestens 2030 und einem Ende der Massentierhaltung ist nicht Aktivismus, sondern beschreibt recht nüchtern den überwältigenden Konsens der Wissenschaft. Nein, die Hoffnung auf technologische Innovation ist trügerisch; Lösungen, die wir heute noch nicht kennen, kommen in jedem Fall zu spät für einen globalen Einsatz in den 20er Jahren. Ja, die Klimakrise wird sich direkt in Mitteleuropa auswirken. Sie wirkt sich jetzt schon aus. Warum sprechen wir eigentlich nicht über das Waldsterben, das sich vor unseren Augen vollzieht?</p><p>Im Gespräch mit Michael Carl erwägt Sara Schurmann die Gründe, warum wir eine seit Jahren bekannte Entwicklung immer noch verdrängen – und das, obwohl ein Einsatz für ein besseres Klima direkt positive Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden hätte. Sie diskutiert Strategien, wie dem Thema die notwendige Aufmerksamkeit zukommen kann. Ein Weg kann der über zwei unterschiedlich kontrastierte Zukunftsbilder sein: Ein positives, in dem wir uns aufzeigen, wie sich die Lebensumstände auch in Mitteleuropa durch einen drastischen Klimaschutz massiv verbessern. Das aktiviert und zieht die Menschen. Gleichzeitig schlägt Sara Schurmann vor, ein solches Zukunftsbild durch ein zweites zu begleiten, das ganz deutlich aufzeigt, was andernfalls passiert.</p><p>Dazu ein Impuls aus der Sozialpsychologie. Die lehrt uns, warum gute Vorsätze scheitern. Frühere Belohnungen („Jetzt Schokolade“) sind immer attraktiver als spätere („weniger Gewicht langfristig“). Das gilt auch kollektiv: Heute das vermeintlich gute Leben fortsetzen wird sich meist durchsetzen gegen die Forderung, heute radikale Veränderungen vorzunehmen, um künftig Schaden abzuwenden. Schlechte Aussichten für uns in der Klimakrise? Als Ausweg nennt die Sozialpsychologie: Zum einen bewusst Belohnungen schaffen, also zum Beispiel Wahlergebnisse herbeiführen. Zum anderen – und wichtiger: Bewusst Optionen vom Tisch nehmen und damit neues Verhalten motivieren. Was in jedem Transformationsprozess in Unternehmen und Teams gilt, greift auch hier. Das führt zu einem neuen, innovativen Sinn von Verboten. Statt eine vermeintliche oder tatsächliche Verbotskultur zu beklagen, können wir auch auf den ermöglichenden Charakter von Verboten setzen. Sie können auch Veränderungen wahrscheinlicher machen und dafür sogar motivieren.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/sara-schurmann-59b06b33/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sara Schurmann</a>, freischaffende Journalistin mit dem Schwerpunkt Klimakrise.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Kaum legt sich der pandemische Nebel langsam wieder, der alle anderen Themen fast magisch verschluckt hat, tauchen altbekannte Themen wieder auf – und sorgen direkt für Streit in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Klimakrise ist wieder da. Im Unterschied zu den 90er Jahren lautet der Tenor nun aber nicht mehr „US-amerikanische Wissenschaftler haben gewarnt …“, sondern: „Wir haben noch zehn Jahre. Nicht bis wir anfangen. Bis wir fertig sind.“ Zugleich gelingt es uns immer noch, die Auswirkungen der Klimakrise zu negieren, sie zu verdrängen, auszublenden, uns in Hoffnungen zu ergehen.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/sara-schurmann-59b06b33/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sara Schurmann</a>&nbsp;war zuletzt Redaktionsleiterin des Formats „Ozon“ bei Funk, einem Angebot für jüngere Zielgruppen der ARD. Sie hat die Klimakrise zu ihrem Thema gemacht, genauer: Sie will Aufmerksamkeit dafür schaffen. Im Gespräch mit Michael Carl klärt sie prägnant die Eckdaten: Ja, die Forderung nach einem Ende der klimaschädlichen Subventionen bis 2025, keinen neuen Verbrennern nach 2025, Kohleausstieg spätestens 2030 und einem Ende der Massentierhaltung ist nicht Aktivismus, sondern beschreibt recht nüchtern den überwältigenden Konsens der Wissenschaft. Nein, die Hoffnung auf technologische Innovation ist trügerisch; Lösungen, die wir heute noch nicht kennen, kommen in jedem Fall zu spät für einen globalen Einsatz in den 20er Jahren. Ja, die Klimakrise wird sich direkt in Mitteleuropa auswirken. Sie wirkt sich jetzt schon aus. Warum sprechen wir eigentlich nicht über das Waldsterben, das sich vor unseren Augen vollzieht?</p><p>Im Gespräch mit Michael Carl erwägt Sara Schurmann die Gründe, warum wir eine seit Jahren bekannte Entwicklung immer noch verdrängen – und das, obwohl ein Einsatz für ein besseres Klima direkt positive Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden hätte. Sie diskutiert Strategien, wie dem Thema die notwendige Aufmerksamkeit zukommen kann. Ein Weg kann der über zwei unterschiedlich kontrastierte Zukunftsbilder sein: Ein positives, in dem wir uns aufzeigen, wie sich die Lebensumstände auch in Mitteleuropa durch einen drastischen Klimaschutz massiv verbessern. Das aktiviert und zieht die Menschen. Gleichzeitig schlägt Sara Schurmann vor, ein solches Zukunftsbild durch ein zweites zu begleiten, das ganz deutlich aufzeigt, was andernfalls passiert.</p><p>Dazu ein Impuls aus der Sozialpsychologie. Die lehrt uns, warum gute Vorsätze scheitern. Frühere Belohnungen („Jetzt Schokolade“) sind immer attraktiver als spätere („weniger Gewicht langfristig“). Das gilt auch kollektiv: Heute das vermeintlich gute Leben fortsetzen wird sich meist durchsetzen gegen die Forderung, heute radikale Veränderungen vorzunehmen, um künftig Schaden abzuwenden. Schlechte Aussichten für uns in der Klimakrise? Als Ausweg nennt die Sozialpsychologie: Zum einen bewusst Belohnungen schaffen, also zum Beispiel Wahlergebnisse herbeiführen. Zum anderen – und wichtiger: Bewusst Optionen vom Tisch nehmen und damit neues Verhalten motivieren. Was in jedem Transformationsprozess in Unternehmen und Teams gilt, greift auch hier. Das führt zu einem neuen, innovativen Sinn von Verboten. Statt eine vermeintliche oder tatsächliche Verbotskultur zu beklagen, können wir auch auf den ermöglichenden Charakter von Verboten setzen. Sie können auch Veränderungen wahrscheinlicher machen und dafür sogar motivieren.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/sara-schurmann-59b06b33/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sara Schurmann</a>, freischaffende Journalistin mit dem Schwerpunkt Klimakrise.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-34-Warum-wir-die-Klimakrise-nicht-sehen]]></link><guid isPermaLink="false">a292b8ce-44e7-4554-90af-15920f2e5355</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/742ece83-9d95-4536-bc32-dbc9fdd7e41f/VtfNKnXDGCaheWRE6Z5NXoGl.jpeg"/><pubDate>Sat, 31 Jul 2021 06:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/8d240992-80a0-4072-8963-176e9d2605ef/czdw-34.mp3" length="71860478" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:26</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>34</itunes:episode><podcast:episode>34</podcast:episode><itunes:summary>Der Nebel der Pandemie scheint sich zu lichten und, oh Wunder, die Klimakrise ist wieder da. Seit Jahren und Jahrzehnten wissen wir im Prinzip, dass sie kommt und was zu tun ist, nein: was zu tun wäre. Denn wir sind immer noch in der Lage, die Klimakrise und ihre Folgen zu verdrängen. Warum wir sie nicht sehen können, wie unsere Mechanismen funktionieren und wie wir uns damit der Option berauben, Zukunft aktiv und positiv zu gestalten. Dazu ein Impuls aus der Sozialpsychologie: Warum gute Vorsätze scheitern und warum gerade Verbote in Krisen motivieren und neues Verhalten geradezu ermöglichen.</itunes:summary></item><item><title>#33 Arbeitswelt nach Corona</title><itunes:title>#33 Arbeitswelt nach Corona</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Creating the better normal – unter dieser Überschrift versammeln wir ganz unterschiedliche Stimmen in einer Debatte über unsere künftige Normalität. Heute im Gespräch mit Michael Carl ist Jan Wokittel, Product Owner Digital Solutions bei Hoffmann La Roche und einer der Autor:innen unseres Sammelbands, der in Kürze erscheinen wird.</p><p>Er sagt: „Was wir nie wieder sehen wollen sind Prozesse auf Papier. Was wir ebenfalls nicht wieder sehen wollen, sind Führungskräfte, die aus dem Eckbüro heraus die Anwesenden regieren wollen. Diese Zeit ist vorbei, Führung ist nach Corona endgültig keine Übung in Beaufsichtigung widerspenstiger Zeitgenossen.“</p><p>Jan rät Unternehmen wie Einzelpersonen, sich gerade angesichts der Corona-Erfahrung auf Null zu setzen. In einer Test-Umgebung, aber immer wieder: Was mache ich, wenn meine Kompetenzen nicht mehr gebraucht werden, wenn meine Produkte nicht mehr marktfähig sind? Wenn ich Lagerarbeiter bin und es immer mehr Roboter gibt, die meine Tätigkeit übernehmen könnten, was dann? Sollte ich dann lernen, Roboter zu installieren und zu warten? Jan Wokittel nennt diese Übung sogar eine Pflicht nach Corona.</p><p>Michael Carl und Jan Wokittel sprechen über die Frage, ob Corona nicht auch eine große Enttäuschung darstellen kann: Home-Office ist anstrengend, die Kinder nerven fast genauso stark wie der Hund, die viel gerühmte Flexibilität ist anstrengend – ist die Zukunft der Arbeitswelt unter Umständen doch gar nicht attraktiv? Jan Wokittel hält dagegen: Enttäuschung macht sich dort breit, wo die Chancen eben nicht genutzt werden, wo die Learnings aus der Pandemie nicht verstetigt werden und das Geschäftsmodell nicht digital entwickelt wird.</p><p>Jan Wokittel hat einen Beitrag zu unserem Buch „<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Creating the better normal</a>“ verfasst, das Buch erscheint in Kürze.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/janwokittel/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan Wokittel</a>, Hoffmann La Roche, Product Owner Digital Solutions</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Creating the better normal – unter dieser Überschrift versammeln wir ganz unterschiedliche Stimmen in einer Debatte über unsere künftige Normalität. Heute im Gespräch mit Michael Carl ist Jan Wokittel, Product Owner Digital Solutions bei Hoffmann La Roche und einer der Autor:innen unseres Sammelbands, der in Kürze erscheinen wird.</p><p>Er sagt: „Was wir nie wieder sehen wollen sind Prozesse auf Papier. Was wir ebenfalls nicht wieder sehen wollen, sind Führungskräfte, die aus dem Eckbüro heraus die Anwesenden regieren wollen. Diese Zeit ist vorbei, Führung ist nach Corona endgültig keine Übung in Beaufsichtigung widerspenstiger Zeitgenossen.“</p><p>Jan rät Unternehmen wie Einzelpersonen, sich gerade angesichts der Corona-Erfahrung auf Null zu setzen. In einer Test-Umgebung, aber immer wieder: Was mache ich, wenn meine Kompetenzen nicht mehr gebraucht werden, wenn meine Produkte nicht mehr marktfähig sind? Wenn ich Lagerarbeiter bin und es immer mehr Roboter gibt, die meine Tätigkeit übernehmen könnten, was dann? Sollte ich dann lernen, Roboter zu installieren und zu warten? Jan Wokittel nennt diese Übung sogar eine Pflicht nach Corona.</p><p>Michael Carl und Jan Wokittel sprechen über die Frage, ob Corona nicht auch eine große Enttäuschung darstellen kann: Home-Office ist anstrengend, die Kinder nerven fast genauso stark wie der Hund, die viel gerühmte Flexibilität ist anstrengend – ist die Zukunft der Arbeitswelt unter Umständen doch gar nicht attraktiv? Jan Wokittel hält dagegen: Enttäuschung macht sich dort breit, wo die Chancen eben nicht genutzt werden, wo die Learnings aus der Pandemie nicht verstetigt werden und das Geschäftsmodell nicht digital entwickelt wird.</p><p>Jan Wokittel hat einen Beitrag zu unserem Buch „<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Creating the better normal</a>“ verfasst, das Buch erscheint in Kürze.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/janwokittel/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan Wokittel</a>, Hoffmann La Roche, Product Owner Digital Solutions</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-33-Arbeitswelt-nach-Corona]]></link><guid isPermaLink="false">b1ed5f10-19fd-4b28-81da-19e592a553f9</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/ff98bf9d-b21a-4f05-9bc9-019dfce40456/qwQHZhsSEYdNtGlow6NEH55t.jpg"/><pubDate>Fri, 30 Jul 2021 08:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/89d6ba68-75fe-4a93-8d16-6d400dcb535a/czdw-33.mp3" length="79279253" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:17</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>33</itunes:episode><podcast:episode>33</podcast:episode><itunes:summary>Creating the better Normal – unsere Debatte um die Normalität nach der akuten Phase der Pandemie. Die These heute: Die Messlatte verschiebt sich, wer nicht konsequent digitalisiert und Papier-Prozesse (Ja, Ihr habt da wohl auch noch den einen oder anderen…) ausmerzt, wer nicht eigenständiges Entscheiden ermöglicht, seine Kultur entsprechend aufstellt, der wird sich nach Corona schwer tun. Schwer auf dem Markt, im Team, auf dem Arbeitsmarkt. Dazu: Die Stadt der Zukunft nach Corona, sie ist integriert, resilient und flexibel – und um das sein zu können, ist sie selbstverständlich digital.</itunes:summary></item><item><title>#32 Mobilität der Zukunft</title><itunes:title>#32 Mobilität der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Die Mobilität der Zukunft beginnt, wenn ich nicht mehr auf mein eigenes Auto angewiesen bin. Die Mobilitätsexpertin&nbsp;<a href="https://katja-diehl.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katja Diehl</a>&nbsp;(„She drives mobility“) setzt sich für eine Mobilität ein, die flexibler, gerechter und nachhaltiger ist – und die zu lebenswerteren Städten führt. Mit Michael Carl spricht sie darüber, warum wir trotzdem an einer Mobilität festhalten, die auf private Autos setzt. Ein Grund ist die intransparente Verteilung der Kosten. Man vergleiche alleine die Kosten für einen Anwohnerparkausweis (30 € im Jahr zum Beispiel in Hamburg) mit der anteiligen Miete für das Kinderzimmer in der Wohnung. Deutlich mehr als Faktor 100. Hinzu kommen Dienstwagenprivileg, Dieselbesteuerung, das Ignorieren der Folgekosten der Mobilität. Allen Rufen nach einer neuen Mobilität zum Trotz rechnen wir uns die bisherigen Formen von Verkehr immer noch schön.</p><p>Katja Diehl ist eher skeptisch, wenn es um Hyperloop und Flugtaxi geht. eMobility hält sie im Wesentlichen für einen Wechsel der Antriebsart, der abgesehen von der lokalen Emission kein wesentliches Problem löst. Sie plädiert für adaptive Lösungen, die jeweils im konkreten Umfeld gefunden werden. Teils sind es auch Maßnahmen der Stadtentwicklung, die eine neue Form der Mobilität hervorbringen, wie die Rückkehr zu den Super-Blocks in Barcelona. Große Blocks im Viertel – und wer nicht drin wohnt, muss außen herum fahren. Ein System das längst Nachahmer findet.</p><p>Dazu ein weiterer Sneak aus unserem Buch zur besseren Normalität nach der akuten Phase der Pandemie. Diese Woche aus dem Beitrag von Harald R. Fortmann, Digitalunternehmer und Personalberater. Seine These: Selbst wenn viele derzeit Sehnsucht verspüren, wieder ins Büro zu gehen, das Home-Office am Küchentisch zu verlassen und nicht mehr nebenbei Homeschooling organisieren zu müssen: Mit dem nächsten Mietvertrag wird der Arbeitgeber die Büroflächen verkleinern. Der Arbeitsplatz, wie wir ihn kannten, ist Geschichte. Ein weiterer Beitrag vorab zu „<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Creating the better normal</a>“.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://katja-diehl.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katja Diehl</a>, Mobilitätsexpetin, Podcast „She drives mobility”</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Die Mobilität der Zukunft beginnt, wenn ich nicht mehr auf mein eigenes Auto angewiesen bin. Die Mobilitätsexpertin&nbsp;<a href="https://katja-diehl.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katja Diehl</a>&nbsp;(„She drives mobility“) setzt sich für eine Mobilität ein, die flexibler, gerechter und nachhaltiger ist – und die zu lebenswerteren Städten führt. Mit Michael Carl spricht sie darüber, warum wir trotzdem an einer Mobilität festhalten, die auf private Autos setzt. Ein Grund ist die intransparente Verteilung der Kosten. Man vergleiche alleine die Kosten für einen Anwohnerparkausweis (30 € im Jahr zum Beispiel in Hamburg) mit der anteiligen Miete für das Kinderzimmer in der Wohnung. Deutlich mehr als Faktor 100. Hinzu kommen Dienstwagenprivileg, Dieselbesteuerung, das Ignorieren der Folgekosten der Mobilität. Allen Rufen nach einer neuen Mobilität zum Trotz rechnen wir uns die bisherigen Formen von Verkehr immer noch schön.</p><p>Katja Diehl ist eher skeptisch, wenn es um Hyperloop und Flugtaxi geht. eMobility hält sie im Wesentlichen für einen Wechsel der Antriebsart, der abgesehen von der lokalen Emission kein wesentliches Problem löst. Sie plädiert für adaptive Lösungen, die jeweils im konkreten Umfeld gefunden werden. Teils sind es auch Maßnahmen der Stadtentwicklung, die eine neue Form der Mobilität hervorbringen, wie die Rückkehr zu den Super-Blocks in Barcelona. Große Blocks im Viertel – und wer nicht drin wohnt, muss außen herum fahren. Ein System das längst Nachahmer findet.</p><p>Dazu ein weiterer Sneak aus unserem Buch zur besseren Normalität nach der akuten Phase der Pandemie. Diese Woche aus dem Beitrag von Harald R. Fortmann, Digitalunternehmer und Personalberater. Seine These: Selbst wenn viele derzeit Sehnsucht verspüren, wieder ins Büro zu gehen, das Home-Office am Küchentisch zu verlassen und nicht mehr nebenbei Homeschooling organisieren zu müssen: Mit dem nächsten Mietvertrag wird der Arbeitgeber die Büroflächen verkleinern. Der Arbeitsplatz, wie wir ihn kannten, ist Geschichte. Ein weiterer Beitrag vorab zu „<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Creating the better normal</a>“.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://katja-diehl.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Katja Diehl</a>, Mobilitätsexpetin, Podcast „She drives mobility”</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-32-Mobilität-der-Zukunft]]></link><guid isPermaLink="false">713b84c8-a603-4098-8c34-ba328afe0042</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0e929006-298c-4954-b003-f994ebbead8a/E-cP-_wxqKZBQgnNgErHcDCS.jpeg"/><pubDate>Fri, 30 Jul 2021 07:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/651d3513-7aa5-40bb-b0de-2caca304f830/czdw-32.mp3" length="65393813" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:03</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>32</itunes:episode><podcast:episode>32</podcast:episode><itunes:summary>Die Mobilität der Zukunft beginnt, wenn ich nicht mehr auf mein eigenes Auto angewiesen bin. Zwar rechnen wir uns das eigene Auto schön – persönlich wie gesellschaftlich –, mit einer gewandelten Mobilität könnten wir dennoch die Lebensqualität steigern, in den Städten wie auf dem Land.

Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl setzt sich für eine Mobilität ein, die flexibler, gerechter und nachhaltiger ist, auch hier im Gespräch. Dazu ein weiterer Sneak aus unserem Buch zur besseren Normalität nach der der Pandemie. Diese Woche: Der Arbeitsplatz, wie wir ihn kannten, ist Geschichte.</itunes:summary></item><item><title>#31 Systembiologie</title><itunes:title>#31 Systembiologie</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Eine Kombination aus Biologie, Physik und Mathematik, angereichert mit Hochleistungs-IT: Der Begriff Systembiologie ist noch weithin unbekannt. Unter dem Radar wird hier Schritt für Schritt das eingelöst, was die Verfechter einer individualisierten Medizin seit Jahren fordern und in Aussicht stellen: Wir erheben größte Menge unterschiedlichster Daten quer durch alle Aspekte des persönlichen Lebens, bilden Modelle, um Verlauf und Entwicklung simulieren und prognostizieren zu können und schaffen damit ein hoch potentes Instrument: Der einzelne Mensch erfährt seine Perspektive – welche Krankheiten wahrscheinlich sind, wie sich Umweltfaktoren auswirken, etc. – und kann damit steuern: Wenn ich hundert gute Jahre erleben will, wie wirkt sich dann das Glas Rotwein am Abend konkret aus, wie die schräge Ehe, wie die Bäume im Garten und vor allem: Was kann ich tun?</p><p>Der Wissenschaftsautor&nbsp;<a href="https://www.peter-spork.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Peter Spork</a>&nbsp;hat gerade ein Buch über die Systembiologie veröffentlicht: „Die Vermessung des Lebens“. Er erwartet, dass wir in den kommenden zehn Jahren den Punkt erreichen, an dem tatsächlich jeder und jede einzelne konkret das eigene Wohlbefinden steuern kann. Das bedeutet dann zugleich auch das Ende der Medizin, wie wir sie kennen.</p><p>Falls sich jemand fragt: Ja, das bedeutet, dass wir das gesamte Gesundheitswesen umbauen müssen, zu völlig anderen Formen der Datenerhebung und -verarbeitung, der Zusammenarbeit und der Finanzierung kommen müssen. Allerdings: Das müssen wir ohnehin, insofern hilft es, eine konstruktive Richtung zu erkennen.</p><p>Dazu eine Lesung vorab aus unserem neuen Buch „<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Creating the better normal</a>“. Jan Wokittel, Head of digital Products bei Roche, reflektiert über Digitales Arbeiten nach Corona. Aus seiner Sicht wirkt die Pandemie wie ein Brandbeschleuniger, hin zu einer vernetzten, digitalen Arbeitswelt, die auch grundlegend andere Strukturen hervorbringen wird. Das tradierte Führungsmodell hat endgültig ausgedient, gute Entscheidungen werden möglichst nah an der Basis getroffen, ohne Zutun von Führungskräften.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.peter-spork.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Peter Spork</a>, Wissenschaftsautor, zuletzt von „Die Vermessung des Lebens“, DVA 2021</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Eine Kombination aus Biologie, Physik und Mathematik, angereichert mit Hochleistungs-IT: Der Begriff Systembiologie ist noch weithin unbekannt. Unter dem Radar wird hier Schritt für Schritt das eingelöst, was die Verfechter einer individualisierten Medizin seit Jahren fordern und in Aussicht stellen: Wir erheben größte Menge unterschiedlichster Daten quer durch alle Aspekte des persönlichen Lebens, bilden Modelle, um Verlauf und Entwicklung simulieren und prognostizieren zu können und schaffen damit ein hoch potentes Instrument: Der einzelne Mensch erfährt seine Perspektive – welche Krankheiten wahrscheinlich sind, wie sich Umweltfaktoren auswirken, etc. – und kann damit steuern: Wenn ich hundert gute Jahre erleben will, wie wirkt sich dann das Glas Rotwein am Abend konkret aus, wie die schräge Ehe, wie die Bäume im Garten und vor allem: Was kann ich tun?</p><p>Der Wissenschaftsautor&nbsp;<a href="https://www.peter-spork.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Peter Spork</a>&nbsp;hat gerade ein Buch über die Systembiologie veröffentlicht: „Die Vermessung des Lebens“. Er erwartet, dass wir in den kommenden zehn Jahren den Punkt erreichen, an dem tatsächlich jeder und jede einzelne konkret das eigene Wohlbefinden steuern kann. Das bedeutet dann zugleich auch das Ende der Medizin, wie wir sie kennen.</p><p>Falls sich jemand fragt: Ja, das bedeutet, dass wir das gesamte Gesundheitswesen umbauen müssen, zu völlig anderen Formen der Datenerhebung und -verarbeitung, der Zusammenarbeit und der Finanzierung kommen müssen. Allerdings: Das müssen wir ohnehin, insofern hilft es, eine konstruktive Richtung zu erkennen.</p><p>Dazu eine Lesung vorab aus unserem neuen Buch „<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Creating the better normal</a>“. Jan Wokittel, Head of digital Products bei Roche, reflektiert über Digitales Arbeiten nach Corona. Aus seiner Sicht wirkt die Pandemie wie ein Brandbeschleuniger, hin zu einer vernetzten, digitalen Arbeitswelt, die auch grundlegend andere Strukturen hervorbringen wird. Das tradierte Führungsmodell hat endgültig ausgedient, gute Entscheidungen werden möglichst nah an der Basis getroffen, ohne Zutun von Führungskräften.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.peter-spork.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Peter Spork</a>, Wissenschaftsautor, zuletzt von „Die Vermessung des Lebens“, DVA 2021</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-31-Systembiologie]]></link><guid isPermaLink="false">19f78e9f-6bcd-45af-b846-33c7dfa9790d</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/aa3dc22c-bdc6-456f-8d2f-687b5ac7e52d/bdN3hGtxC22WMJ-avkNbawH_.jpeg"/><pubDate>Fri, 30 Jul 2021 06:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/831b629f-f6d4-448f-91f9-e611c2bee1a2/czdw-31.mp3" length="64679939" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>33:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>31</itunes:episode><podcast:episode>31</podcast:episode><itunes:summary>Verschiedenste Phänomene messen – Modelle entwerfen und prognostizieren – Zukunft steuern: Dieser Dreischritt der Digitalisierung bekommt eine ganz eigene Dynamik, wenn wir beginnen, das eigene Leben zu vermessen. Genau das unternimmt die Systembiologie und verspricht einen Pfad zu wirkungsvoller, individueller Prävention und präziser Steuerung des eigenen Wohlbefindens, kurzum: einen Pfad zu sehr vielen gesunden Jahren. Dazu: Ein weiterer Beitrag vorab zu „Creating the better normal“.</itunes:summary></item><item><title>#30 Supermarkt der Zukunft</title><itunes:title>#30 Supermarkt der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Eine große Rolle aus Holz liegt in einem ungenutzten Zwischenraum der Stadt, begehbar, bunt angestrichen, begrüntes Dach. Drinnen ein Lebensmittelmarkt ohne Personal – und doch haben die Kundinnen und Kunden hoch emotionale Erlebnisse in TEO, so der Name des Markts. Ist das die Zukunft des Einzelhandels? Jedenfalls reagieren die Menschen, sorgen sich um ihren TEO, erläutern sich gegenseitig die Funktionsweise. Ein Traum für Marketeers. Technisch auf ersten Blick Konzepten wie Amazon GO vergleichbar und doch völlig anders in der Wirkung.</p><p>Wie ein solch emotionaler Ort entsteht, wie es gelingt, Kontakt zu den Menschen aufzunehmen, wie die Bindung zum urbanen Raum wächst und was genau daran Zukunft ist, darüber spricht Michael Carl mit&nbsp;<a href="https://designforhumannature.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Arne Schultchen</a>, Gründer und Creative Head des Hamburger Design-Labors „design for human nature“. In seiner Werkstatt ist das Projekt ganz handfest gewachsen.</p><p>Dazu einige Überlegungen zur Zukunft des Handels. Während die Perspektiven des stationären Handels stark mit der Diskussion um die Stadt der Zukunft unter Corona-Bedingungen verknüpft sind, werden die Aussichten des Online-Handels eher von logistischen Entwicklungen bestimmt. Die Stadt der Zukunft wird weit stärker als heute geprägt sein von resilienten Quartieren. Faustregel: Je seltener ich mein Quartier im Alltag verlassen muss oder will, desto resilienter ist es, damit krisenfester, lebenswerter, stabiler. Die Stadt der Zukunft wird ebenfalls von einer veränderten Mobilität geprägt sein. Weniger Autos, jedenfalls weniger private Autos, weniger parkende Autos – und die Erfahrung zeigt: Gerade die Entwicklung einer anderen Mobilität hebt die Umsätze und Nutzungsfrequenz des stationären Handels.</p><p>Der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Aufstellung liegt ein einer intelligenten Kombination stationären und digitaler Angebote. Diese wird durch autonom fahrende Lieferroboter stark vorangetrieben, gerade für kleine und eigenständige Händler für die Logistik im Nahbereich. Die Entwicklung dieser Roboter beschleunigt sich aktuell erheblich. Dahinter liegt das Grundthema des Handels: Das Maß des Vertrauens, das Kund:innen in den Anbieter legen, bestimmt, in welchem Umfang sie mit ihm ihre persönlichen Daten teilen. Damit ermöglichen sie es dem Handel in Echtzeit zu lernen und vorauseilend zu handeln – die beiden Grundtugenden des Handels der Zukunft.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://designforhumannature.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Arne Schultchen, Founder + Creative Head, design for human nature, Hamburg</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Eine große Rolle aus Holz liegt in einem ungenutzten Zwischenraum der Stadt, begehbar, bunt angestrichen, begrüntes Dach. Drinnen ein Lebensmittelmarkt ohne Personal – und doch haben die Kundinnen und Kunden hoch emotionale Erlebnisse in TEO, so der Name des Markts. Ist das die Zukunft des Einzelhandels? Jedenfalls reagieren die Menschen, sorgen sich um ihren TEO, erläutern sich gegenseitig die Funktionsweise. Ein Traum für Marketeers. Technisch auf ersten Blick Konzepten wie Amazon GO vergleichbar und doch völlig anders in der Wirkung.</p><p>Wie ein solch emotionaler Ort entsteht, wie es gelingt, Kontakt zu den Menschen aufzunehmen, wie die Bindung zum urbanen Raum wächst und was genau daran Zukunft ist, darüber spricht Michael Carl mit&nbsp;<a href="https://designforhumannature.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Arne Schultchen</a>, Gründer und Creative Head des Hamburger Design-Labors „design for human nature“. In seiner Werkstatt ist das Projekt ganz handfest gewachsen.</p><p>Dazu einige Überlegungen zur Zukunft des Handels. Während die Perspektiven des stationären Handels stark mit der Diskussion um die Stadt der Zukunft unter Corona-Bedingungen verknüpft sind, werden die Aussichten des Online-Handels eher von logistischen Entwicklungen bestimmt. Die Stadt der Zukunft wird weit stärker als heute geprägt sein von resilienten Quartieren. Faustregel: Je seltener ich mein Quartier im Alltag verlassen muss oder will, desto resilienter ist es, damit krisenfester, lebenswerter, stabiler. Die Stadt der Zukunft wird ebenfalls von einer veränderten Mobilität geprägt sein. Weniger Autos, jedenfalls weniger private Autos, weniger parkende Autos – und die Erfahrung zeigt: Gerade die Entwicklung einer anderen Mobilität hebt die Umsätze und Nutzungsfrequenz des stationären Handels.</p><p>Der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Aufstellung liegt ein einer intelligenten Kombination stationären und digitaler Angebote. Diese wird durch autonom fahrende Lieferroboter stark vorangetrieben, gerade für kleine und eigenständige Händler für die Logistik im Nahbereich. Die Entwicklung dieser Roboter beschleunigt sich aktuell erheblich. Dahinter liegt das Grundthema des Handels: Das Maß des Vertrauens, das Kund:innen in den Anbieter legen, bestimmt, in welchem Umfang sie mit ihm ihre persönlichen Daten teilen. Damit ermöglichen sie es dem Handel in Echtzeit zu lernen und vorauseilend zu handeln – die beiden Grundtugenden des Handels der Zukunft.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://designforhumannature.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Arne Schultchen, Founder + Creative Head, design for human nature, Hamburg</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-30-Supermarkt-der-Zukunft]]></link><guid isPermaLink="false">33b0fdaa-a55f-4812-97db-d76951a1ce93</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/534978a6-11ba-4a8d-b8aa-49c75a7b386b/4S3k0TJzLVSfvQ-DS6AIcNJN.jpeg"/><pubDate>Thu, 29 Jul 2021 08:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/08524d5d-73df-454d-8598-b187c71565ce/folge-30.mp3" length="64156654" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>33:25</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>30</itunes:episode><podcast:episode>30</podcast:episode><itunes:summary>Wie die Aussichten für stationären und online Handel sind. Wie Vertrauen, Lernen und vorauseilendes Handeln die Zukunft des Handels bestimmen. Wie ein Hamburger Designer aus einem menschenleeren Supermarkt einen emotionalen Ort macht, den die Kunden lieben und umsorgen.</itunes:summary></item><item><title>#29 Noch mal von vorn: Daten</title><itunes:title>#29 Noch mal von vorn: Daten</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Spätestens seit dem Gespräch mit Christian Stöcker aus Folge 27 wissen wir: Wir Menschen sind furchtbar schlecht darin, uns komplexe Vorgänge wie exponentielles Wachstum vorzustellen und darauf rechtzeitig zu reagieren. Bestes aktuelles Beispiel dafür:&nbsp;<a href="https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2021-04/gletscherschmelze-antarktis-klimawandel-meeresspiegelanstieg-pine-island-thwaites-gletscher" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Der Pine-Island Gletscher und der Thwaites-Gletscher in der Antarktis haben ihre Kippunkte erreicht</a>. Will heißen: Sie schmelzen und lassen in den nächsten Jahrzehnten den Meeresspiegel um circa 3 Meter steigen. Und es gibt nichts, was wir Menschen dagegen jetzt noch tun können. Das hätten wir verhindern können, wenn, tja, Entscheider vor Jahrzehnten auf die Wissenschaft gehört hätten und sich diese Entwicklung hätten tatsächlich vorstellen können. Ein weiterer Grund, niemals mehr – man kann es nicht oft genug betonen – niemals nie, nie mehr den drastisch verharmlosenden Begriff „Klimawandel“ zu benutzen. Worte machen einen Unterschied.</p><p>Systeme künstlicher Intelligenz werden mehr und mehr in vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Sie werden unsere Arbeits- und Lebenswelten selbstverständlich nachhaltig beeinflussen. Zugleich ruft jede smarte Idee oder kluge Innovation sofort jemanden auf den Plan, der die Datenschutzkeule schwingt. Der Reflex sitzt. Daten scheinen uns an sich schon Angst zu machen. Warum das eine grundlose Überreaktion ist – und wo die eigentlichen Herausforderungen im Kontext von digitalen Daten liegen, darüber spricht Michael Carl mit dem Informatiker Prof. Kristian Kersting, Leiter des Kompetenzclusters Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen an der TU Darmstadt. Warum können individuelle Daten Leben retten? Und wie bringen wir den „Datenhunger“ der Systeme künstlicher Intelligenz mit unserem Verständnis mit Datenschutz in Einklang? Über welche Daten sprechen wir eigentlich, wenn wir von Big Data erhebliche Veränderungen erwarten?</p><p>Ein Werkstattbericht zu unserem Buchprojekt „Creating a better normal: re:start 2021“: Immer mehr spannende Beiträge von Autor:innen treffen bei uns ein und was dürfen Leser:innen des Sammelbandes erwarten? Heute einen Auszug aus einem Beitrag von Michael Husarek, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten. Kleiner Spoiler: Es ist ein flammender Appell an eine differenzierte Mitte der Gesellschaft.</p><p>„Creating a better normal: re:start 2021“&nbsp;bedeutet: Genau jetzt ist es Zeit, sich aktiv auf die Zeit nach der Pandemie vorzubereiten, das künftige Normal zu entwerfen, zu diskutieren und zu gestalten: Wie wollen wir arbeiten und zusammenarbeiten? Wie wollen wir kommunizieren, wie integrieren, wie entscheiden und wie leben?</p><p>Mehr Infos findet ihr auf&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carls-zukunft.de</a></p><p>Oder kontaktiert Michael Carl direkt: Entweder per&nbsp;<a href="mailto:michael@future-carl.institute" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mail</a>&nbsp;oder kommentiert gerne bzw. markiert jemanden in seinem&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6781216508182839296/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LinkedIn-Artikel</a>, der unbedingt dabei sein sollte.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://de.linkedin.com/in/kerstingaiml" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kristian Kersting</a>,&nbsp;<a href="https://www.informatik.tu-darmstadt.de/fb20/organisation_fb20/professuren_und_gruppenleitungen/fb20professuren_und_gruppenleitungen_detailseite_36544.de.jsp" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professor für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen an der TU Darmstadt</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Spätestens seit dem Gespräch mit Christian Stöcker aus Folge 27 wissen wir: Wir Menschen sind furchtbar schlecht darin, uns komplexe Vorgänge wie exponentielles Wachstum vorzustellen und darauf rechtzeitig zu reagieren. Bestes aktuelles Beispiel dafür:&nbsp;<a href="https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2021-04/gletscherschmelze-antarktis-klimawandel-meeresspiegelanstieg-pine-island-thwaites-gletscher" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Der Pine-Island Gletscher und der Thwaites-Gletscher in der Antarktis haben ihre Kippunkte erreicht</a>. Will heißen: Sie schmelzen und lassen in den nächsten Jahrzehnten den Meeresspiegel um circa 3 Meter steigen. Und es gibt nichts, was wir Menschen dagegen jetzt noch tun können. Das hätten wir verhindern können, wenn, tja, Entscheider vor Jahrzehnten auf die Wissenschaft gehört hätten und sich diese Entwicklung hätten tatsächlich vorstellen können. Ein weiterer Grund, niemals mehr – man kann es nicht oft genug betonen – niemals nie, nie mehr den drastisch verharmlosenden Begriff „Klimawandel“ zu benutzen. Worte machen einen Unterschied.</p><p>Systeme künstlicher Intelligenz werden mehr und mehr in vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Sie werden unsere Arbeits- und Lebenswelten selbstverständlich nachhaltig beeinflussen. Zugleich ruft jede smarte Idee oder kluge Innovation sofort jemanden auf den Plan, der die Datenschutzkeule schwingt. Der Reflex sitzt. Daten scheinen uns an sich schon Angst zu machen. Warum das eine grundlose Überreaktion ist – und wo die eigentlichen Herausforderungen im Kontext von digitalen Daten liegen, darüber spricht Michael Carl mit dem Informatiker Prof. Kristian Kersting, Leiter des Kompetenzclusters Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen an der TU Darmstadt. Warum können individuelle Daten Leben retten? Und wie bringen wir den „Datenhunger“ der Systeme künstlicher Intelligenz mit unserem Verständnis mit Datenschutz in Einklang? Über welche Daten sprechen wir eigentlich, wenn wir von Big Data erhebliche Veränderungen erwarten?</p><p>Ein Werkstattbericht zu unserem Buchprojekt „Creating a better normal: re:start 2021“: Immer mehr spannende Beiträge von Autor:innen treffen bei uns ein und was dürfen Leser:innen des Sammelbandes erwarten? Heute einen Auszug aus einem Beitrag von Michael Husarek, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten. Kleiner Spoiler: Es ist ein flammender Appell an eine differenzierte Mitte der Gesellschaft.</p><p>„Creating a better normal: re:start 2021“&nbsp;bedeutet: Genau jetzt ist es Zeit, sich aktiv auf die Zeit nach der Pandemie vorzubereiten, das künftige Normal zu entwerfen, zu diskutieren und zu gestalten: Wie wollen wir arbeiten und zusammenarbeiten? Wie wollen wir kommunizieren, wie integrieren, wie entscheiden und wie leben?</p><p>Mehr Infos findet ihr auf&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carls-zukunft.de</a></p><p>Oder kontaktiert Michael Carl direkt: Entweder per&nbsp;<a href="mailto:michael@future-carl.institute" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mail</a>&nbsp;oder kommentiert gerne bzw. markiert jemanden in seinem&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6781216508182839296/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LinkedIn-Artikel</a>, der unbedingt dabei sein sollte.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://de.linkedin.com/in/kerstingaiml" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kristian Kersting</a>,&nbsp;<a href="https://www.informatik.tu-darmstadt.de/fb20/organisation_fb20/professuren_und_gruppenleitungen/fb20professuren_und_gruppenleitungen_detailseite_36544.de.jsp" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professor für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen an der TU Darmstadt</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-29-Noch-mal-von-vorn-Daten]]></link><guid isPermaLink="false">94a16a26-c700-4cb0-9c64-b5c38de904a7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/aed2a8d8-bc46-4771-8278-ee8ca05f1faf/UDyr97COchDDe81pUMDqom44.jpeg"/><pubDate>Thu, 29 Jul 2021 07:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/6a5a17a3-c1be-4085-9423-983cd831f58c/folge-29-v1.mp3" length="90784913" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:50</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>29</itunes:episode><podcast:episode>29</podcast:episode><itunes:summary>Warum es keine schlechten Daten gibt. Wieso „Künstliche Intelligenz“ ein Forschungsfeld und keine „einfache“ Programmierarbeit ist. Brauchen wir eine differenzierte Mitte der Gesellschaft und schützt uns diese vor Extremisten? Warum wir niemals mehr den Begriff „Klimawandel“ nutzen wollen.
Klickt auf Play und werdet Teil der Zukunft!</itunes:summary></item><item><title>#28 Digitale Bildung ist möglich!</title><itunes:title>#28 Digitale Bildung ist möglich!</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Unser (Reiz-)Thema diese Woche: Bildung. Aber blicken wir zunächst eine Folge zurück. Letzte Woche hat&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Kognitionspsychologe, bereits erklärt, warum es uns so schwer fällt, exponentielles Wachstum vorzustellen. Ein Grund: Unser Verständnis von Bildung und das Mindset von Menschen, die heute über Bildung entscheiden. Genauer: Die Art und Weise, wie klassisch gebildete Menschen über Technologie und Wissenschaft diskutieren. Es gilt immer noch als sympathisch, absolute Unkenntnis über die Funktionsweise von Rechnern zu demonstrieren. Aber wehe man hat „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ nicht gelesen – dann ist aber was los! Und dieses Mindset von Entscheidern führt letztendlich auch dazu, dass man in Deutschland immer noch das Abitur ohne Computerkenntnisse abschließen kann.</p><p>Keine Pointe und so viel zur offensichtlichen Kritik. Aber wie kann denn zeitgemäße und digitale Bildung funktionieren?&nbsp;<a href="https://twitter.com/michapallesche" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche</a>&nbsp;hat das als Rektor der&nbsp;<a href="http://www.ers-karlsruhe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ernst-Reuter Gemeinschaftsschule</a>&nbsp;in Karlsruhe bereits vorgemacht und den Lehrbetrieb seiner Schule grundlegend verändert. Er hat gezeigt: Digitalisierung in der Schule bedeutet weit mehr, als Lehrer mit Tablets auszustatten. Völlig zurecht wurde die Gemeinschaftsschule 2017 als „<a href="https://smart-school.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Smart School</a>“ ausgezeichnet – und damit seine Leistung, ein Bildungssystem zu reformieren. Im Gespräch mit Michael Carl beschreibt der Medienpädagoge diesen Prozess und gibt Einblicke in den Alltag einer zukunftsweisenden Schule.</p><p>Ein sehr erfreuliches Update zu unserem Buchprojekt „Creating a better normal: re:start 2021“: Einige Autor:innen haben bereits zugesagt und es sind noch Plätze im Team „Creating a better normal“ frei! Genau jetzt ist es Zeit, sich aktiv auf die Zeit nach der Pandemie vorzubereiten, das künftige Normal zu entwerfen, zu diskutieren und zu gestalten: Wie wollen wir arbeiten und zusammenarbeiten? Wie wollen wir kommunizieren, wie integrieren, wie entscheiden und wie leben?</p><p>Mehr Infos findet ihr auf&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carls-zukunft.de</a></p><p>Oder kontaktiert Michael Carl direkt: Entweder per&nbsp;<a href="mailto:michael@future-carl.institute" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mail</a>&nbsp;oder kommentiert gerne bzw. markiert jemanden in seinem&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6781216508182839296/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LinkedIn-Artikel</a>, der unbedingt dabei sein sollte.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://twitter.com/michapallesche" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche</a>, Rektor der&nbsp;<a href="http://www.ers-karlsruhe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ernst-Reuter Gemeinschaftsschule</a>&nbsp;in Karlsruhe, die unter seiner Führung 2007 den Ehrentitel „<a href="https://smart-school.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Smart School</a>“ erhielt, Medienpädagoge, Digitalvordenker</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>, Kognitionspsychologe, Professor für Digitale Kommunikation an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW),&nbsp;<a href="https://www.penguinrandomhouse.de/Autor/Christian-Stoecker/p396116.rhd" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Buchautor</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Nerd</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Unser (Reiz-)Thema diese Woche: Bildung. Aber blicken wir zunächst eine Folge zurück. Letzte Woche hat&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Kognitionspsychologe, bereits erklärt, warum es uns so schwer fällt, exponentielles Wachstum vorzustellen. Ein Grund: Unser Verständnis von Bildung und das Mindset von Menschen, die heute über Bildung entscheiden. Genauer: Die Art und Weise, wie klassisch gebildete Menschen über Technologie und Wissenschaft diskutieren. Es gilt immer noch als sympathisch, absolute Unkenntnis über die Funktionsweise von Rechnern zu demonstrieren. Aber wehe man hat „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ nicht gelesen – dann ist aber was los! Und dieses Mindset von Entscheidern führt letztendlich auch dazu, dass man in Deutschland immer noch das Abitur ohne Computerkenntnisse abschließen kann.</p><p>Keine Pointe und so viel zur offensichtlichen Kritik. Aber wie kann denn zeitgemäße und digitale Bildung funktionieren?&nbsp;<a href="https://twitter.com/michapallesche" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche</a>&nbsp;hat das als Rektor der&nbsp;<a href="http://www.ers-karlsruhe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ernst-Reuter Gemeinschaftsschule</a>&nbsp;in Karlsruhe bereits vorgemacht und den Lehrbetrieb seiner Schule grundlegend verändert. Er hat gezeigt: Digitalisierung in der Schule bedeutet weit mehr, als Lehrer mit Tablets auszustatten. Völlig zurecht wurde die Gemeinschaftsschule 2017 als „<a href="https://smart-school.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Smart School</a>“ ausgezeichnet – und damit seine Leistung, ein Bildungssystem zu reformieren. Im Gespräch mit Michael Carl beschreibt der Medienpädagoge diesen Prozess und gibt Einblicke in den Alltag einer zukunftsweisenden Schule.</p><p>Ein sehr erfreuliches Update zu unserem Buchprojekt „Creating a better normal: re:start 2021“: Einige Autor:innen haben bereits zugesagt und es sind noch Plätze im Team „Creating a better normal“ frei! Genau jetzt ist es Zeit, sich aktiv auf die Zeit nach der Pandemie vorzubereiten, das künftige Normal zu entwerfen, zu diskutieren und zu gestalten: Wie wollen wir arbeiten und zusammenarbeiten? Wie wollen wir kommunizieren, wie integrieren, wie entscheiden und wie leben?</p><p>Mehr Infos findet ihr auf&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/buchprojekt-creating-a-better-normal-restart-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carls-zukunft.de</a></p><p>Oder kontaktiert Michael Carl direkt: Entweder per&nbsp;<a href="mailto:michael@future-carl.institute" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mail</a>&nbsp;oder kommentiert gerne bzw. markiert jemanden in seinem&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6781216508182839296/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LinkedIn-Artikel</a>, der unbedingt dabei sein sollte.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://twitter.com/michapallesche" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Micha Pallesche</a>, Rektor der&nbsp;<a href="http://www.ers-karlsruhe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ernst-Reuter Gemeinschaftsschule</a>&nbsp;in Karlsruhe, die unter seiner Führung 2007 den Ehrentitel „<a href="https://smart-school.de/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Smart School</a>“ erhielt, Medienpädagoge, Digitalvordenker</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>, Kognitionspsychologe, Professor für Digitale Kommunikation an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW),&nbsp;<a href="https://www.penguinrandomhouse.de/Autor/Christian-Stoecker/p396116.rhd" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Buchautor</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Nerd</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-28-Digitale-Bildung-ist-möglich]]></link><guid isPermaLink="false">3f5bb9e7-fa52-45f1-b2e0-2bbc5edd2054</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/de6ba044-9370-4a54-8f0a-80df51c949cb/Wv8e_rgHoq_RKqSIisxVZ9In.jpeg"/><pubDate>Thu, 29 Jul 2021 06:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a377eb1d-4b34-4a2e-a841-0325cd38be83/folge-28-v1.mp3" length="100053158" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>28</itunes:episode><podcast:episode>28</podcast:episode><itunes:summary>Was Technophobie mit unserem Bildungssystem zu tun hat. Wie digitale Bildung funktionieren kann und wie der Alltag einer Smart School (in Deutschland!) aussieht. Und ein Update zum erfolgreichen Start unseres Buchprojektes „Creating a better normal: re:start 2021“.
Digitale Bildung erwartet dich nach einem Klick auf Play!</itunes:summary></item><item><title>#27 Exponentielles Wachstum</title><itunes:title>#27 Exponentielles Wachstum</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Halten wir fest: Wir Menschen sind kognitiv schlecht dafür ausgerüstet, mit exponentiellem Wachstum umzugehen. Dennoch sind wir davon umgeben: Sei es die Ansteckungsrate mit SARS-CoV-2, unser Beitrag zur CO2-Menge in der Atmosphäre, die Papierproduktion, der weltweite Tourismus etc. Umso dringlicher müssen wir lernen, mit diesem Mechanismus umzugehen.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Kognitionspsychologe, beschreibt in seinem Buch „<a href="https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Das-Experiment-sind-wir/Christian-Stoecker/Blessing/e575926.rhd" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Das Experiment sind wir</a>“ anschaulich, was exponentielles Wachstum für unsere Lebens- und Arbeitswelten bedeutet. Im Gespräch mit Michael Carl erklärt er, was exponentielles Wachstum mit unserem Jahrhundert der Krisen zu tun hat und zeigt dabei hoffnungsvoll mögliche Lösungswege auf. Kleiner Spoiler: Mehr Bildung für alle!</p><p>Seit fast einem halben Jahr sind die neuen Gaming-Konsolen von Sony und Microsoft auf dem Markt und wegen der Pandemie sollte man ohnehin nicht vor die Tür. Eine ideale Situation für Gamer also. Oder nicht? Der stationäre Handel hat weitestgehend geschlossen und online sind die neuen Konsolen – dank trickreichen und von Bot-Armeen unterstützten Resellern – kaum zu bekommen. Ein Teufelskreis an first world problems. Werfen wir also einen Blick auf das rein digitale Cloud Gaming. Ist das die Zukunft des Gamings? Zudem: Über viele Jahre war die Hardware der Treiber von Innovation im Gaming – wird die Branche ihre Innovationskraft erhalten können? Tech-Experte Nils Bote übernehmen Sie!</p><p>Letzte Woche haben wir bereits unser Projekt zum re:start nach der akuten Phase der Pandemie vorgestellt: „Creating the better normal“. Jetzt wird es konkret: Wir suchen Autor:innen, die sich mit ihrer Perspektive auf ein „better normal“ in die Debatte einbringen möchten. Genau jetzt ist es Zeit, sich aktiv auf die Zeit nach der Pandemie vorzubereiten, das künftige Normal zu entwerfen, zu diskutieren und zu gestalten: Wie wollen wir arbeiten und zusammenarbeiten? Wie wollen wir kommunizieren, wie integrieren, wie entscheiden und wie leben?</p><p>Wir werden im Mai einen Sammelband veröffentlichen, der genau diese Diskussion antreibt und abbildet: „Creating the better normal: re:start 2021“. Wir wünschen uns 20 unterschiedliche Beiträge zu je rund 10.000 Zeichen bis Ende April. Gerne zugespitzt, persönlich, mutig und neugierig. Wir machen ein Buch draus und veröffentlichen noch im Mai.</p><p>Kontaktiert Michael Carl einfach per Mail an&nbsp;<a href="mailto:michael@future-carl.institute" rel="noopener noreferrer" target="_blank">michael@future-carl.institute</a>&nbsp;oder kommentiert gerne bzw. markiert jemanden in seinem&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6781216508182839296/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LinkedIn-Artikel</a>, der unbedingt dabei sein sollte.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>, Kognitionspsychologe, Professor für Digitale Kommunikation an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW),&nbsp;<a href="https://www.penguinrandomhouse.de/Autor/Christian-Stoecker/p396116.rhd" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Buchautor</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Nerd</p><p>Nils Bote, Technologie-Experte, Early Adopter, Digital-Enthusiast</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Halten wir fest: Wir Menschen sind kognitiv schlecht dafür ausgerüstet, mit exponentiellem Wachstum umzugehen. Dennoch sind wir davon umgeben: Sei es die Ansteckungsrate mit SARS-CoV-2, unser Beitrag zur CO2-Menge in der Atmosphäre, die Papierproduktion, der weltweite Tourismus etc. Umso dringlicher müssen wir lernen, mit diesem Mechanismus umzugehen.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Kognitionspsychologe, beschreibt in seinem Buch „<a href="https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Das-Experiment-sind-wir/Christian-Stoecker/Blessing/e575926.rhd" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Das Experiment sind wir</a>“ anschaulich, was exponentielles Wachstum für unsere Lebens- und Arbeitswelten bedeutet. Im Gespräch mit Michael Carl erklärt er, was exponentielles Wachstum mit unserem Jahrhundert der Krisen zu tun hat und zeigt dabei hoffnungsvoll mögliche Lösungswege auf. Kleiner Spoiler: Mehr Bildung für alle!</p><p>Seit fast einem halben Jahr sind die neuen Gaming-Konsolen von Sony und Microsoft auf dem Markt und wegen der Pandemie sollte man ohnehin nicht vor die Tür. Eine ideale Situation für Gamer also. Oder nicht? Der stationäre Handel hat weitestgehend geschlossen und online sind die neuen Konsolen – dank trickreichen und von Bot-Armeen unterstützten Resellern – kaum zu bekommen. Ein Teufelskreis an first world problems. Werfen wir also einen Blick auf das rein digitale Cloud Gaming. Ist das die Zukunft des Gamings? Zudem: Über viele Jahre war die Hardware der Treiber von Innovation im Gaming – wird die Branche ihre Innovationskraft erhalten können? Tech-Experte Nils Bote übernehmen Sie!</p><p>Letzte Woche haben wir bereits unser Projekt zum re:start nach der akuten Phase der Pandemie vorgestellt: „Creating the better normal“. Jetzt wird es konkret: Wir suchen Autor:innen, die sich mit ihrer Perspektive auf ein „better normal“ in die Debatte einbringen möchten. Genau jetzt ist es Zeit, sich aktiv auf die Zeit nach der Pandemie vorzubereiten, das künftige Normal zu entwerfen, zu diskutieren und zu gestalten: Wie wollen wir arbeiten und zusammenarbeiten? Wie wollen wir kommunizieren, wie integrieren, wie entscheiden und wie leben?</p><p>Wir werden im Mai einen Sammelband veröffentlichen, der genau diese Diskussion antreibt und abbildet: „Creating the better normal: re:start 2021“. Wir wünschen uns 20 unterschiedliche Beiträge zu je rund 10.000 Zeichen bis Ende April. Gerne zugespitzt, persönlich, mutig und neugierig. Wir machen ein Buch draus und veröffentlichen noch im Mai.</p><p>Kontaktiert Michael Carl einfach per Mail an&nbsp;<a href="mailto:michael@future-carl.institute" rel="noopener noreferrer" target="_blank">michael@future-carl.institute</a>&nbsp;oder kommentiert gerne bzw. markiert jemanden in seinem&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6781216508182839296/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">LinkedIn-Artikel</a>, der unbedingt dabei sein sollte.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/christianstoecker/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Stöcker</a>, Kognitionspsychologe, Professor für Digitale Kommunikation an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW),&nbsp;<a href="https://www.penguinrandomhouse.de/Autor/Christian-Stoecker/p396116.rhd" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Buchautor</a>,&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-0ab8a756-0001-0003-0000-000000001562" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spiegel-Kolumnist</a>&nbsp;und Nerd</p><p>Nils Bote, Technologie-Experte, Early Adopter, Digital-Enthusiast</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-27-Exponentielles-Wachstum]]></link><guid isPermaLink="false">2ac82c80-66fb-4aa2-8707-191e8ead14b1</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3b3eb3da-ebe0-47da-8280-d00c44b88737/pNznOkgyRt-liYjxayFILGhe.jpeg"/><pubDate>Wed, 28 Jul 2021 09:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/db9f8606-daa0-4516-8664-42ac86012836/folge-27-v1.mp3" length="93393008" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>38:55</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>27</itunes:episode><podcast:episode>27</podcast:episode><itunes:summary>Warum wir dringend lernen sollten, mit exponentiellem Wachstum umzugehen. Ist Cloud Gaming die Zukunft der Spielebranche? Dazu: Update und Call for Participation zu unserem Buchprojekt „Creating the better normal: re:start 2021“.
Klick auf Play und dein Wissen über die Zukunft wächst exponentiell!</itunes:summary></item><item><title>#26 Zukunft der Raumfahrt</title><itunes:title>#26 Zukunft der Raumfahrt</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Steigen wir diese Woche auf ins All: Das Thema Raumfahrt prägt und inspiriert die Menschheit intensiv, spätestens seit Mitte des letzten Jahrhunderts auch wissenschaftlich, technisch, ideologisch. Mit seiner historischen Rede von 1962 begründete JFK das „Moonshot-Thinking“, das bis heute prägend für nahezu jedes Start-up und jede echte Innovation ist: „Why the moon? Because it’s hard!“</p><p>Michael Carl spricht mit Jörn Spurmann, Chief Commercial Officer und Member of the Executive Board bei&nbsp;<a href="https://www.rfa.space/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">RFA – Rocket Factory Augsburg</a>, über kostengünstige und wiederverwertbare Raketen für internationale Raumfahrtprojekte aus Deutschland. Wie arbeitet ein privates, deutsches Raumfahrtunternehmen? Was bedeutet die Kommerzialisierung der Raumfahrt für internationale Projekte? Wie sieht die Zukunftsperspektive für die Raumfahrt in den 20er Jahren und darüber hinaus aus? Ist der Weltraumtourismus à la Elon Musk realistisch und bald erlebbar?</p><p>Was kommt nach der Pandemie? Ein Zurück zur alten Normalität – bitte nicht! Ein new normal? Bestimmt, aber bitte nur, wenn wir alle mitgestalten! Und da setzen wir als carl institute an: Wir möchten nicht länger auf ein Ende der Pandemie warten oder zusehen, wie andere über unsere Köpfe hinweg entscheiden! Als ersten Schritt möchten wir mit möglichst vielen, unterschiedlichen Stimmen ein Buchprojekt starten: „Creating a better normal“. Hier sammeln wir die Erfahrungswerte mit der Pandemie sowie die Perspektiven darüber hinaus, die zu einem „better normal“ führen können, ordnen diese ein und machen ein Buchdeckel drumherum. Jede:r ist dazu aufgerufen mitzumachen. Bitte kontaktiert uns via LinkedIn und Twitter oder per Mail:&nbsp;<a href="mailto:kontakt@future-carl.institute" rel="noopener noreferrer" target="_blank">kontakt@future-carl.institute</a></p><p>Noch ein kurzer Recap zu unserer letzten Future Week „Teamwork“ mit Input von der Hacking HR: Diversität in Teams ist ein wichtiger Faktor für erfolgreiches Teammanagement und wird noch oft unterschätzt. Ein paar Gedanken dazu, warum Diversity in unseren Teams gerade während der Pandemie greifbarer ist, als wir es oft merken, und wie Vertrauen das Limit der Vielfalt ist: We are moving at the speed of trust.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://de.linkedin.com/in/joernspurmann" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jörn Spurmann</a>, Chief Commercial Officer und Member of the Executive Board bei&nbsp;<a href="https://www.rfa.space/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">RFA – Rocket Factory Augsburg</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Steigen wir diese Woche auf ins All: Das Thema Raumfahrt prägt und inspiriert die Menschheit intensiv, spätestens seit Mitte des letzten Jahrhunderts auch wissenschaftlich, technisch, ideologisch. Mit seiner historischen Rede von 1962 begründete JFK das „Moonshot-Thinking“, das bis heute prägend für nahezu jedes Start-up und jede echte Innovation ist: „Why the moon? Because it’s hard!“</p><p>Michael Carl spricht mit Jörn Spurmann, Chief Commercial Officer und Member of the Executive Board bei&nbsp;<a href="https://www.rfa.space/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">RFA – Rocket Factory Augsburg</a>, über kostengünstige und wiederverwertbare Raketen für internationale Raumfahrtprojekte aus Deutschland. Wie arbeitet ein privates, deutsches Raumfahrtunternehmen? Was bedeutet die Kommerzialisierung der Raumfahrt für internationale Projekte? Wie sieht die Zukunftsperspektive für die Raumfahrt in den 20er Jahren und darüber hinaus aus? Ist der Weltraumtourismus à la Elon Musk realistisch und bald erlebbar?</p><p>Was kommt nach der Pandemie? Ein Zurück zur alten Normalität – bitte nicht! Ein new normal? Bestimmt, aber bitte nur, wenn wir alle mitgestalten! Und da setzen wir als carl institute an: Wir möchten nicht länger auf ein Ende der Pandemie warten oder zusehen, wie andere über unsere Köpfe hinweg entscheiden! Als ersten Schritt möchten wir mit möglichst vielen, unterschiedlichen Stimmen ein Buchprojekt starten: „Creating a better normal“. Hier sammeln wir die Erfahrungswerte mit der Pandemie sowie die Perspektiven darüber hinaus, die zu einem „better normal“ führen können, ordnen diese ein und machen ein Buchdeckel drumherum. Jede:r ist dazu aufgerufen mitzumachen. Bitte kontaktiert uns via LinkedIn und Twitter oder per Mail:&nbsp;<a href="mailto:kontakt@future-carl.institute" rel="noopener noreferrer" target="_blank">kontakt@future-carl.institute</a></p><p>Noch ein kurzer Recap zu unserer letzten Future Week „Teamwork“ mit Input von der Hacking HR: Diversität in Teams ist ein wichtiger Faktor für erfolgreiches Teammanagement und wird noch oft unterschätzt. Ein paar Gedanken dazu, warum Diversity in unseren Teams gerade während der Pandemie greifbarer ist, als wir es oft merken, und wie Vertrauen das Limit der Vielfalt ist: We are moving at the speed of trust.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://de.linkedin.com/in/joernspurmann" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jörn Spurmann</a>, Chief Commercial Officer und Member of the Executive Board bei&nbsp;<a href="https://www.rfa.space/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">RFA – Rocket Factory Augsburg</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-26-Zukunft-der-Raumfahrt]]></link><guid isPermaLink="false">93db4a4a-4b95-47f8-8458-b0aaf5d9d2bd</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/814bd724-9eba-44b8-87ac-8f5f3c423088/yw2vOu80kM9f-1wbdi2rhVKh.jpeg"/><pubDate>Wed, 28 Jul 2021 08:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f63b98b0-777c-4024-a505-e2c6ed8fcd96/folge-26-v1.mp3" length="90411884" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:40</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>26</itunes:episode><podcast:episode>26</podcast:episode><itunes:summary>Moonshot-Thinking und die Zukunft der deutschen Raumfahrt. Warum Diversity für erfolgreiches Teammanagement wichtig ist. Und: Beteiligt Euch an unserem neuen Buchprojekt „Creating a better normal“!
Einmal auf Play geklickt und 1-2-3-Go Richtung Zukunft!</itunes:summary></item><item><title>#25 Zukunftsmodus Krise</title><itunes:title>#25 Zukunftsmodus Krise</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Wir alle sind derzeit zurecht krisenmüde, aber ist das nicht das eigentlich Gefährliche einer Krise? Dass man nicht daran denken, geschweige denn darüber reden möchte? Fest steht: Krisen werden nicht verschwinden, wenn man sie ignoriert. Wohl aber ziehen die Chancen darin schlicht – vorüber. Zeit also für einen Krisen-Kassensturz! Michael Carl spricht darüber diese Woche mit dem Demokratieforscher und Zukunftslobbyisten&nbsp;<a href="https://www.wolfgang-gruendinger.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Gründiger</a>. Gemeinsam ergründen sie die Resilienz der deutschen Gesellschaft gegenüber den Krisen der Zukunft wie Arbeit, Klima, Demokratie, Demografie, Politik und Technologie.</p><p>Start unserer neuen Tech-Kolumne: Non-Fungible Tokens, kurz NFTs, sind aktuell der nächste Tech-Hype, der durchs Dorf gejagt wird. Tech-Experte Nils Bote und Michael Carl beschreiben kurz und knackig den technologischen Hintergrund der NFTs, deren aktuellen Anwendungsfälle und warum die Blockchain-basierte Technologie ein Gewinn für Kunst im Digitalen ist.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.wolfgang-gruendinger.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Gründiger</a>, Demokratieforscher, Publizist, Digitalvordenker, Zukunftslobbyist</p><p>Nils Bote, Technologie-Experte, Early Adopter, Digital-Enthusiast</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Wir alle sind derzeit zurecht krisenmüde, aber ist das nicht das eigentlich Gefährliche einer Krise? Dass man nicht daran denken, geschweige denn darüber reden möchte? Fest steht: Krisen werden nicht verschwinden, wenn man sie ignoriert. Wohl aber ziehen die Chancen darin schlicht – vorüber. Zeit also für einen Krisen-Kassensturz! Michael Carl spricht darüber diese Woche mit dem Demokratieforscher und Zukunftslobbyisten&nbsp;<a href="https://www.wolfgang-gruendinger.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Gründiger</a>. Gemeinsam ergründen sie die Resilienz der deutschen Gesellschaft gegenüber den Krisen der Zukunft wie Arbeit, Klima, Demokratie, Demografie, Politik und Technologie.</p><p>Start unserer neuen Tech-Kolumne: Non-Fungible Tokens, kurz NFTs, sind aktuell der nächste Tech-Hype, der durchs Dorf gejagt wird. Tech-Experte Nils Bote und Michael Carl beschreiben kurz und knackig den technologischen Hintergrund der NFTs, deren aktuellen Anwendungsfälle und warum die Blockchain-basierte Technologie ein Gewinn für Kunst im Digitalen ist.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.wolfgang-gruendinger.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Gründiger</a>, Demokratieforscher, Publizist, Digitalvordenker, Zukunftslobbyist</p><p>Nils Bote, Technologie-Experte, Early Adopter, Digital-Enthusiast</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-25-Zukunftsmodus-Krise]]></link><guid isPermaLink="false">a0748d86-9236-4743-8a7c-6a8eb68b9cd3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b1646ee9-1d19-4cf9-bb00-cffe1a5cba96/LCVwIwjM9AT4x9vWOFpVXtqp.jpeg"/><pubDate>Wed, 28 Jul 2021 07:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/2b614c18-b10a-42e8-b21f-3365eea7bf4a/folge-25-v1.mp3" length="85984682" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:50</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>25</itunes:episode><podcast:episode>25</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur fünfundzwanzigsten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Nach der Krise ist vor der Krise: Welche Krisen der Zukunft können wir heute schon absehen? Wie gut oder schlecht ist die deutsche Gesellschaft darauf vorbereitet? Sind NFTs ein weiteres Hype-Thema für Tech-Nerds und getriebene Vermögende oder die neue Hoffnung für Kunst im Digitalen?
Einmal auf Play klicken und schon Zukunft tanken!</itunes:summary></item><item><title>#24 Die deutsche Automobilindustrie II</title><itunes:title>#24 Die deutsche Automobilindustrie II</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Teil II unserer umfassenden Analyse der deutschen Automobilbranche und der Zukunft der Mobilität in Deutschland.&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/alexandervoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alex Voigt</a>, Branchenexperten und Mobilitätstreiber, spricht diese Woche mit Michael Carl über die Vorteile der Elektromobilität und warum Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb eher Greenwashing und möglicherweise der nächste Skandal der deutschen Automobilindustrie sind. Ein ausführlicher Einblick hinter die Kulissen der deutschen Automobilbranche.</p><p>Wir müssen über Bildung reden. Genauer: Über die digitale Bildung in Deutschland. Und wir können direkt festhalten: Laptops in Schulen sind nett, haben aber nichts mit Digitalisierung zu tun. Gut, dass dies die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, auch so sieht und vor kurzem im Bundestag in einer Rede bestätigt hat. Schlecht nur, dass Anja Karliczek in derselben Rede zwei Sätze weiter auch gesagt hat, dass ihr Ministerium nun Laptops für Schüler und Lehrer bereitstellt, um die Digitalisierung der Bildung voranzutreiben. *dramatische Pause* Ja, irgendwas stimmt hier ganz gewaltig nicht. Grund genug für eine kleine Wutrede und – das ist viel wichtiger – einen Vorschlag. Dieser besteht aus fünf Schritten zu einer digitalen Bildung, die wir unmittelbar umsetzen können. Diese Schritte haben wir auch ausführlich in einem Artikel gepackt und als Infografik zum Teilen umgesetzt. Beides findet ihr&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/digitalisieren-wir-die-bildung/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>.</p><p>Unser aktuelles Digital-Event „<a href="https://future-carl.institute/future-week-teamwork-march-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Future Week: Teamwork</a>“ mit Live-Input von der internationalen Konferenz&nbsp;<a href="https://hrinnovationconference2021.hackinghr.io/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hacking HR</a>&nbsp;neigt sich dem Ende und eine zentrale Erkenntnis beschäftigt uns schon seit dem ersten Tag: Wir haben immer noch nicht verinnerlicht, wie unmittelbar der Zusammenhang von Unternehmenskultur und Ergebnis ist – und das seit über vierzig Jahren Forschung zu dem Thema. Das Ganze ist eben noch immer ein ungewohnter Gedanke für viele Organisationen. Ein kurzer Zwischenstand, bevor ihr nächste Woche den ausführlichen Bericht dazu hört.</p><p>Und wer selbst mal Teil unserer inspirierenden Future Week sein möchte – die nächste Veranstaltung mit dem Thema „Technologie“ ist im April – findet mehr Infos auf&nbsp;<a href="https://www.eventbrite.de/e/future-week-technologie-2021-tickets-143427211651" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eventbrite</a>&nbsp;oder auf unserer&nbsp;<a href="https://future-carl.institute/future-week-technologie-april-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Webseite</a>.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><h4><a href="https://de.linkedin.com/in/alexandervoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alex Voigt</a>, Mobilitätsexperte,&nbsp;<a href="https://www.patreon.com/AlexVoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Autor</a>, Ingenieur</h4>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Teil II unserer umfassenden Analyse der deutschen Automobilbranche und der Zukunft der Mobilität in Deutschland.&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/alexandervoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alex Voigt</a>, Branchenexperten und Mobilitätstreiber, spricht diese Woche mit Michael Carl über die Vorteile der Elektromobilität und warum Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb eher Greenwashing und möglicherweise der nächste Skandal der deutschen Automobilindustrie sind. Ein ausführlicher Einblick hinter die Kulissen der deutschen Automobilbranche.</p><p>Wir müssen über Bildung reden. Genauer: Über die digitale Bildung in Deutschland. Und wir können direkt festhalten: Laptops in Schulen sind nett, haben aber nichts mit Digitalisierung zu tun. Gut, dass dies die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, auch so sieht und vor kurzem im Bundestag in einer Rede bestätigt hat. Schlecht nur, dass Anja Karliczek in derselben Rede zwei Sätze weiter auch gesagt hat, dass ihr Ministerium nun Laptops für Schüler und Lehrer bereitstellt, um die Digitalisierung der Bildung voranzutreiben. *dramatische Pause* Ja, irgendwas stimmt hier ganz gewaltig nicht. Grund genug für eine kleine Wutrede und – das ist viel wichtiger – einen Vorschlag. Dieser besteht aus fünf Schritten zu einer digitalen Bildung, die wir unmittelbar umsetzen können. Diese Schritte haben wir auch ausführlich in einem Artikel gepackt und als Infografik zum Teilen umgesetzt. Beides findet ihr&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/digitalisieren-wir-die-bildung/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>.</p><p>Unser aktuelles Digital-Event „<a href="https://future-carl.institute/future-week-teamwork-march-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Future Week: Teamwork</a>“ mit Live-Input von der internationalen Konferenz&nbsp;<a href="https://hrinnovationconference2021.hackinghr.io/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hacking HR</a>&nbsp;neigt sich dem Ende und eine zentrale Erkenntnis beschäftigt uns schon seit dem ersten Tag: Wir haben immer noch nicht verinnerlicht, wie unmittelbar der Zusammenhang von Unternehmenskultur und Ergebnis ist – und das seit über vierzig Jahren Forschung zu dem Thema. Das Ganze ist eben noch immer ein ungewohnter Gedanke für viele Organisationen. Ein kurzer Zwischenstand, bevor ihr nächste Woche den ausführlichen Bericht dazu hört.</p><p>Und wer selbst mal Teil unserer inspirierenden Future Week sein möchte – die nächste Veranstaltung mit dem Thema „Technologie“ ist im April – findet mehr Infos auf&nbsp;<a href="https://www.eventbrite.de/e/future-week-technologie-2021-tickets-143427211651" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eventbrite</a>&nbsp;oder auf unserer&nbsp;<a href="https://future-carl.institute/future-week-technologie-april-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Webseite</a>.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><h4><a href="https://de.linkedin.com/in/alexandervoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alex Voigt</a>, Mobilitätsexperte,&nbsp;<a href="https://www.patreon.com/AlexVoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Autor</a>, Ingenieur</h4>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-24-Die-deutsche-Automobilindustrie-II]]></link><guid isPermaLink="false">fe8d9097-13f7-4e27-bf7c-51f939696c21</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/46daa659-f255-451b-9782-666f22a11f88/s6eK20B5uQWpLnUwFeURZZKR.jpeg"/><pubDate>Tue, 27 Jul 2021 14:45:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f4db2212-9868-4ee7-9b35-06695e3addf2/folge-24-v1.mp3" length="86199901" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:55</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>24</itunes:episode><podcast:episode>24</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur vierundzwanzigsten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Ist die „gute“ Ökobilanz von Autos mit Hybrid-Antrieb Augenwischerei und bahnt sich hier der nächste Skandal für die deutsche Automobilindustrie an? Was die Digitalisierung der Bildung nicht ist und wie man digitale Bildung in fünf Schritten unmittelbar umsetzen kann.
Klick auf Play und die Zukunft startet jetzt!</itunes:summary></item><item><title>#23 Die deutsche Automobilindustrie I</title><itunes:title>#23 Die deutsche Automobilindustrie I</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Let´s face the facts: Die deutsche Automobilbranche hat viele Innovationen der letzten Jahre verschlafen hat und steht deswegen immer mal wieder in der Kritik, um es mal freundlich zu formulieren. Also ständig. Welche Faktoren sind hier prägend, und – wichtiger noch – welche Chancen erwachsen daraus? Zeit für ein Gespräch mit dem Branchenexperten und Mobilitätstreiber&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/alexandervoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alex Voigt</a>. Teil I unserer umfassenden Analyse der deutschen Automobilbranche und der Zukunft der Mobilität in Deutschland.</p><p>Apropos untote Branchen, die künstlich am Leben erhalten werden: Die Bundesregierung hat ihr Vorhaben zur Presseförderung konkretisiert und will ab Mai insgesamt 220 Millionen Euro an Presseverlage ausschütten. Selbstverständlich nicht für rein digitale Medien und vor allem nur für konkrete Projekte der Verlage wie (kein Scherz): die Anschaffung von VR-Brillen, Computerkurse etc. Was ist daran zukunftsträchtig? Übt sich die Bundesregierung in Branchen-Nekromantie? Und vor allem: Was soll das? Ein kleiner hochpulsgetriebener Rant.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://de.linkedin.com/in/alexandervoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alex Voigt</a>, Mobilitätsexperte,&nbsp;<a href="https://www.patreon.com/AlexVoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Autor</a>, Ingenieur</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Let´s face the facts: Die deutsche Automobilbranche hat viele Innovationen der letzten Jahre verschlafen hat und steht deswegen immer mal wieder in der Kritik, um es mal freundlich zu formulieren. Also ständig. Welche Faktoren sind hier prägend, und – wichtiger noch – welche Chancen erwachsen daraus? Zeit für ein Gespräch mit dem Branchenexperten und Mobilitätstreiber&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/alexandervoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alex Voigt</a>. Teil I unserer umfassenden Analyse der deutschen Automobilbranche und der Zukunft der Mobilität in Deutschland.</p><p>Apropos untote Branchen, die künstlich am Leben erhalten werden: Die Bundesregierung hat ihr Vorhaben zur Presseförderung konkretisiert und will ab Mai insgesamt 220 Millionen Euro an Presseverlage ausschütten. Selbstverständlich nicht für rein digitale Medien und vor allem nur für konkrete Projekte der Verlage wie (kein Scherz): die Anschaffung von VR-Brillen, Computerkurse etc. Was ist daran zukunftsträchtig? Übt sich die Bundesregierung in Branchen-Nekromantie? Und vor allem: Was soll das? Ein kleiner hochpulsgetriebener Rant.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://de.linkedin.com/in/alexandervoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Alex Voigt</a>, Mobilitätsexperte,&nbsp;<a href="https://www.patreon.com/AlexVoigt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Autor</a>, Ingenieur</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-23-Die-deutsche-Automobilindustrie-I]]></link><guid isPermaLink="false">4d08958f-b241-4984-a8b1-ef1f2f8a03d2</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a2c2050c-f848-49a4-b1bd-733e5764d682/Wu4VvVqX5Gk4n76fTWivZm8z.jpg"/><pubDate>Tue, 27 Jul 2021 12:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/e5ac626c-4b89-4f8c-8d8c-93370cfe36ab/carls-zukunft-der-woche-folge-23.mp3" length="90325158" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:38</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>23</itunes:episode><podcast:episode>23</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur dreiundzwanzigsten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Warum die deutsche Automobilbranche sich konsequent selbst zerlegt. Ist Elektromobilität wirklich die Zukunft? Und: Die Bundesregierung verhindert aktiv Entwicklung und Transformation in der Verlagsbranche, indem sie mutwillig überkommene Strukturen finanziert. Uns ist das 220 Millionen Euro wert.
Mit einem Klick auf Play erfahren Sie mehr!</itunes:summary></item><item><title>#22 Industrie in der Stadt der Zukunft</title><itunes:title>#22 Industrie in der Stadt der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Industrie im urbanen Raum funktioniert heute nicht mehr, oder doch? Markus Schaefer, Architekt und Urbanist, prognostiziert in seinem aktuellen Buch „<a href="https://www.lars-mueller-publishers.com/industriestadt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Industrie.Stadt – Urbane Industrie im digitalen Zeitalter</a>“ eine neue Verschmelzung von Industrie und Großstadt. Im Gespräch mit Michael Carl erläutert Schaefer seine Prognose und beschreibt, wie sich die Digitalisierung in der Stadt der Zukunft auswirkt. Seine These: Stadt und Land sind keine Gegensätze; das Land ist nur weniger urban und meist auch weiter weg. Letztlich gibt es jedoch keine Alternative zum urbanen Leben.</p><p>Teamwork und Führung sind nicht nur in Zeiten einer Pandemie heiß gehandelte Themen mit Verbrennungspotenzial. Fest steht: Vorpandemische Strategien zur Führung greifen nicht mehr und selbst fest zusammengeschweißte Teams weisen im Pandemie-Marathon Bruchstellen auf.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/anna-lena-heidinger-394473165/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna-Lena Heidinger</a>, Expertin für Führungskraftentwicklung und Teamführung, zeigt im Gespräch mit Michael Carl Lösungswege auf und plädiert für eine Reorganisation auch langjährig stabil besetzter Teams. Faustregel: Das Team auf Distanz ist immer wie ein neu zusammengestelltes Team zu behandeln, sonst verpasst man den Punkt.</p><h4>Ein Hinweis in eigener Sache:</h4><p>Sie möchten das Thema Teamwork und Leadership mit Expert:innen wie Anna-Lena Heidinger und weiteren Führungskräften vertiefen, Erfahrungswerte austauschen und inspirierenden Impulsen beiwohnen?</p><p>Dann laden wir Sie herzlich zu unserem dreitägigen Online-Event „Future Week: Teamwork“ vom 09.-11.03.2021 ein. Gemeinsam diskutieren wir ausgewählte Impulse der internationalen Konferenz&nbsp;<a href="https://hrinnovationconference2021.hackinghr.io/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hacking HR</a>, lassen uns inspirieren und knüpfen neue Kontakte. Das ging bei Konferenzen schon immer am besten an der Bar – und für das angenehme Ambiente senden wir Ihnen im Vorfeld ausgewählte Whiskys zu, die wir gemeinsam verkosten. Mehr Informationen und Tickets erhalten Sie&nbsp;<a href="https://future-carl.institute/future-week-teamwork-march-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>&nbsp;und direkt bei&nbsp;<a href="https://www.eventbrite.de/e/future-week-teamwork-2021-tickets-139362762775" rel="noopener noreferrer" target="_blank">eventbrite</a>.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/anna-lena-heidinger-394473165/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna-Lena Heidinger</a>, Expertin für Führungskraftentwicklung und Teamführung bei&nbsp;<a href="https://www.gemaehlich.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gemählich – die beratergruppe</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/hosoyaschaefer/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus Schaefer</a>, Architekt, Neurobiologe, Urbanist und CEO von&nbsp;<a href="https://hosoyaschaefer.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hosoya Schaefer Architects AG Zürich</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Industrie im urbanen Raum funktioniert heute nicht mehr, oder doch? Markus Schaefer, Architekt und Urbanist, prognostiziert in seinem aktuellen Buch „<a href="https://www.lars-mueller-publishers.com/industriestadt" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Industrie.Stadt – Urbane Industrie im digitalen Zeitalter</a>“ eine neue Verschmelzung von Industrie und Großstadt. Im Gespräch mit Michael Carl erläutert Schaefer seine Prognose und beschreibt, wie sich die Digitalisierung in der Stadt der Zukunft auswirkt. Seine These: Stadt und Land sind keine Gegensätze; das Land ist nur weniger urban und meist auch weiter weg. Letztlich gibt es jedoch keine Alternative zum urbanen Leben.</p><p>Teamwork und Führung sind nicht nur in Zeiten einer Pandemie heiß gehandelte Themen mit Verbrennungspotenzial. Fest steht: Vorpandemische Strategien zur Führung greifen nicht mehr und selbst fest zusammengeschweißte Teams weisen im Pandemie-Marathon Bruchstellen auf.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/anna-lena-heidinger-394473165/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna-Lena Heidinger</a>, Expertin für Führungskraftentwicklung und Teamführung, zeigt im Gespräch mit Michael Carl Lösungswege auf und plädiert für eine Reorganisation auch langjährig stabil besetzter Teams. Faustregel: Das Team auf Distanz ist immer wie ein neu zusammengestelltes Team zu behandeln, sonst verpasst man den Punkt.</p><h4>Ein Hinweis in eigener Sache:</h4><p>Sie möchten das Thema Teamwork und Leadership mit Expert:innen wie Anna-Lena Heidinger und weiteren Führungskräften vertiefen, Erfahrungswerte austauschen und inspirierenden Impulsen beiwohnen?</p><p>Dann laden wir Sie herzlich zu unserem dreitägigen Online-Event „Future Week: Teamwork“ vom 09.-11.03.2021 ein. Gemeinsam diskutieren wir ausgewählte Impulse der internationalen Konferenz&nbsp;<a href="https://hrinnovationconference2021.hackinghr.io/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hacking HR</a>, lassen uns inspirieren und knüpfen neue Kontakte. Das ging bei Konferenzen schon immer am besten an der Bar – und für das angenehme Ambiente senden wir Ihnen im Vorfeld ausgewählte Whiskys zu, die wir gemeinsam verkosten. Mehr Informationen und Tickets erhalten Sie&nbsp;<a href="https://future-carl.institute/future-week-teamwork-march-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>&nbsp;und direkt bei&nbsp;<a href="https://www.eventbrite.de/e/future-week-teamwork-2021-tickets-139362762775" rel="noopener noreferrer" target="_blank">eventbrite</a>.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/anna-lena-heidinger-394473165/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Anna-Lena Heidinger</a>, Expertin für Führungskraftentwicklung und Teamführung bei&nbsp;<a href="https://www.gemaehlich.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gemählich – die beratergruppe</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/hosoyaschaefer/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Markus Schaefer</a>, Architekt, Neurobiologe, Urbanist und CEO von&nbsp;<a href="https://hosoyaschaefer.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hosoya Schaefer Architects AG Zürich</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-22-Industrie-in-der-Stadt-der-Zukunft]]></link><guid isPermaLink="false">a7cbeedf-4e13-4b9a-8e2d-decec38fa2dd</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7bac57b3-3a8a-4e86-84e1-4b467271c39f/X-FPl0Pozffrhnmn7QkXwgfW.jpeg"/><pubDate>Tue, 27 Jul 2021 11:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/6a418cf6-ebc6-4d3e-9a14-27f2a78afa81/carls-zukunft-der-woche-folge-22.mp3" length="99365615" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:24</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>22</itunes:episode><podcast:episode>22</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur zweiundzwanzigsten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Wie die Stadt der Zukunft unser Leben prägen wird, wie die Industrie in die Stadt zurückkehrt und warum Stadt und Land einfach keine Gegensätze sind. Was macht der aktuelle Pandemie-Marathon mit Teams und ihrer Zusammenarbeit? Was genau ist die neue Anforderung an Führungskräfte im viel beschworenen „New Leadership“?
Antworten gefällig? Dann klicken Sie doch einfach auf Play!</itunes:summary></item><item><title>#21 Biohacking</title><itunes:title>#21 Biohacking</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Wenn schon eine Pandemie wie die aktuelle in Zeiten fortgeschrittener Digitalisierung ausbricht, darf man schon mal fragen: Warum eigentlich ist der nächste Corona-Test weiter entfernt als mein Smartphone? In Folge 19 von carls zukunft der woche hat&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/philipmertes" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philip Mertes</a>, Co-Founder und COO bei&nbsp;<a href="https://evocalhealth.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">EVOCAL Health</a>, ausführlich erläutert, wie man die menschliche Stimme als Biomarker nutzen und Krankheiten weit vor ihrem Ausbruch diagnostizieren kann. EVOCAL Health braucht dafür lediglich ein Smartphone und das entsprechende Programm. Sowohl EVOCAL Health als auch andere Unternehmen, die digitale Diagnose-Systeme anbieten, haben kürzlich angegeben, dass sie an Corona-Tests arbeiten, die ausschließlich über die Stimme funktionieren. Wie verlässlich ist ein solcher Test, wann kommt er und bekommen wir so die Pandemie schneller in den Griff? Eine erste Einschätzung.</p><p>Halten wir fest: Kleine Implantate, die unseren Schlüsselbund und unsere Geldbörse ersetzen, sind bereits Gegenwart und werden von immer mehr Menschen in der Haut getragen. Auch Michael Carl hat seit mehreren Jahren einen in seiner linken Hand und darf sich offiziell Cyborg nennen – was er allerdings nur selten tut, Stichwort „albern“. Er spricht dazu diese Woche mit Biohacker&nbsp;<a href="https://patrick-kramer.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Patrick Kramer</a>&nbsp;und über das neue Verhältnis von Mensch und Maschine, technische Schnittstellen in unserem Gehirn und warum uns die „Verschmelzung“ mit Maschinen letztlich sogar menschlicher macht. Als Bonus hören Sie exklusiv das Gedicht, das Michael Carl in seinem Implantat gespeichert hat.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://patrick-kramer.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Patrick Kramer</a>, Experte für digitale und biologische Transformation, Biohacker, Speaker und Gründer und Chief Cyborg Officer bei&nbsp;<a href="https://digiwell.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Digiwell – Upgraded Humans!</a></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/philipmertes" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philip Mertes</a>, Co-Founder und COO bei&nbsp;<a href="https://evocalhealth.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">EVOCAL Health</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Wenn schon eine Pandemie wie die aktuelle in Zeiten fortgeschrittener Digitalisierung ausbricht, darf man schon mal fragen: Warum eigentlich ist der nächste Corona-Test weiter entfernt als mein Smartphone? In Folge 19 von carls zukunft der woche hat&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/philipmertes" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philip Mertes</a>, Co-Founder und COO bei&nbsp;<a href="https://evocalhealth.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">EVOCAL Health</a>, ausführlich erläutert, wie man die menschliche Stimme als Biomarker nutzen und Krankheiten weit vor ihrem Ausbruch diagnostizieren kann. EVOCAL Health braucht dafür lediglich ein Smartphone und das entsprechende Programm. Sowohl EVOCAL Health als auch andere Unternehmen, die digitale Diagnose-Systeme anbieten, haben kürzlich angegeben, dass sie an Corona-Tests arbeiten, die ausschließlich über die Stimme funktionieren. Wie verlässlich ist ein solcher Test, wann kommt er und bekommen wir so die Pandemie schneller in den Griff? Eine erste Einschätzung.</p><p>Halten wir fest: Kleine Implantate, die unseren Schlüsselbund und unsere Geldbörse ersetzen, sind bereits Gegenwart und werden von immer mehr Menschen in der Haut getragen. Auch Michael Carl hat seit mehreren Jahren einen in seiner linken Hand und darf sich offiziell Cyborg nennen – was er allerdings nur selten tut, Stichwort „albern“. Er spricht dazu diese Woche mit Biohacker&nbsp;<a href="https://patrick-kramer.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Patrick Kramer</a>&nbsp;und über das neue Verhältnis von Mensch und Maschine, technische Schnittstellen in unserem Gehirn und warum uns die „Verschmelzung“ mit Maschinen letztlich sogar menschlicher macht. Als Bonus hören Sie exklusiv das Gedicht, das Michael Carl in seinem Implantat gespeichert hat.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://patrick-kramer.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Patrick Kramer</a>, Experte für digitale und biologische Transformation, Biohacker, Speaker und Gründer und Chief Cyborg Officer bei&nbsp;<a href="https://digiwell.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Digiwell – Upgraded Humans!</a></p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/philipmertes" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philip Mertes</a>, Co-Founder und COO bei&nbsp;<a href="https://evocalhealth.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">EVOCAL Health</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-21-Biohacking]]></link><guid isPermaLink="false">ba387c63-fd36-48bd-adcd-a4eb32ef6afd</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/508e0bed-6ec7-447d-ac6a-dec9aa54b580/XmCm0XZ4qv7TM6vlvRfb-qBh.jpeg"/><pubDate>Mon, 26 Jul 2021 09:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/95949bae-b912-458c-afca-677df730a5b3/carls-zukunft-der-woche-folge-21.mp3" length="102459558" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>21</itunes:episode><podcast:episode>21</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur einundzwanzigsten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Streitthema Biohacking: Werden wir menschlicher, wenn wir nicht nur den Schlüsselbund, die Geldbörse und das Smartphone als Implantate in unserer Hand tragen, sondern bald miteinander über unsere Gehirnströme kommunizieren können? Dazu ein Update zu Folge 19: Kommt bald der Corona-Test, der nur unsere Stimme benötigt?
Erfahren Sie mehr über die Zukunft und klicken Sie auf Play!</itunes:summary></item><item><title>#20 Zukunft der regionalen Wirtschaft</title><itunes:title>#20 Zukunft der regionalen Wirtschaft</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong> </p><p>Ein kleiner Nachtrag zum Thema Longevity der letzten Folge: Mit welchen Konsequenzen sehen wir uns eigentlich im Alltag konfrontiert, wenn wir 150 Jahre oder länger bei bester Gesundheit leben können – in Bildung und Lernen, Arbeit und Karriere, Biografie und Partnerschaft? Wie flexibel müssen Immobilien gestaltet sein, wenn sich unsere Bedürfnisse alle zehn Jahre ändern? Und warum sind selbst Mediziner:innen aus der Gesundheitswirtschaft mit diesen Fragen überfordert?</p><p>Das Thema Digitale Transformation beschäftigt nicht nur Unternehmen unterschiedlicher Branchen, sondern geht weit über den Einsatz neuer Technologien hinaus.&nbsp;<a href="https://www.dulig.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Dulig</a>, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Freistaats Sachsen, spricht mit Michael Carl über digitale Vorbilder und darüber, was Unternehmen von der Kreativwirtschaft lernen können, um zukunftsfähig zu bleiben.</p><p>Ein kleiner Einblick in die Arbeit unseres Instituts: Wir beschäftigen uns aktuell intensiv in einem Kundenprojekt mit der Zukunft des Fußballs. Ein Thema, das dabei stark im Vordergrund steht, ist Big Data und die Rolle von KI. Michael Carl beschreibt anhand eines Bundesligaspiels, wie viele Daten pro Spiel erhoben werden, welche relevant sind und was wir dann davon haben.</p><p>Der Gast dieser Woche:</p><p><a href="https://www.dulig.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Dulig</a>, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Freistaats Sachsen, Vorsitzender der SPD Sachsen, Ostbeauftragter der SPD</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche in der Zukunft:</strong> </p><p>Ein kleiner Nachtrag zum Thema Longevity der letzten Folge: Mit welchen Konsequenzen sehen wir uns eigentlich im Alltag konfrontiert, wenn wir 150 Jahre oder länger bei bester Gesundheit leben können – in Bildung und Lernen, Arbeit und Karriere, Biografie und Partnerschaft? Wie flexibel müssen Immobilien gestaltet sein, wenn sich unsere Bedürfnisse alle zehn Jahre ändern? Und warum sind selbst Mediziner:innen aus der Gesundheitswirtschaft mit diesen Fragen überfordert?</p><p>Das Thema Digitale Transformation beschäftigt nicht nur Unternehmen unterschiedlicher Branchen, sondern geht weit über den Einsatz neuer Technologien hinaus.&nbsp;<a href="https://www.dulig.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Dulig</a>, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Freistaats Sachsen, spricht mit Michael Carl über digitale Vorbilder und darüber, was Unternehmen von der Kreativwirtschaft lernen können, um zukunftsfähig zu bleiben.</p><p>Ein kleiner Einblick in die Arbeit unseres Instituts: Wir beschäftigen uns aktuell intensiv in einem Kundenprojekt mit der Zukunft des Fußballs. Ein Thema, das dabei stark im Vordergrund steht, ist Big Data und die Rolle von KI. Michael Carl beschreibt anhand eines Bundesligaspiels, wie viele Daten pro Spiel erhoben werden, welche relevant sind und was wir dann davon haben.</p><p>Der Gast dieser Woche:</p><p><a href="https://www.dulig.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Dulig</a>, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Freistaats Sachsen, Vorsitzender der SPD Sachsen, Ostbeauftragter der SPD</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-20-Zukunft-der-regionalen-Wirtschaft]]></link><guid isPermaLink="false">2e8b9b9b-d6ed-4916-9ad0-4f8e5823f526</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a09030ec-e682-42e6-bafc-2b7bfcab73a8/EYJh1Lzwk5Cfz5O8Ii2upgV6.jpeg"/><pubDate>Mon, 26 Jul 2021 08:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/dd0de4dd-b79a-4995-908b-62a288eb3493/carls-zukunft-der-woche-folge-20.mp3" length="88833044" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:01</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>20</itunes:episode><podcast:episode>20</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur zwanzigsten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Was bedeutet es konkret für unsere Lebens- und Arbeitswelten, wenn wir 150 Jahre und mehr bei bester Gesundheit leben können? Wie kann Politik dafür sorgen, dass wir durch die Digitalisierung eine Stunde Zeit am Tag geschenkt bekommen? Und was hat Big Data wirklich mit Fußball zu tun?
Mit einem Klick auf Play, kommen Sie der Zukunft ein Stück näher!</itunes:summary></item><item><title>#19 Stimmanalyse als Weg zum fast ewigen Leben</title><itunes:title>#19 Stimmanalyse als Weg zum fast ewigen Leben</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Der (vorläufig) letzte Teil unseres Schwerpunktes Künstliche Intelligenz. Stichwort Longevity:&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/philipmertes" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philip Mertes</a>, Co-Founder und COO bei&nbsp;<a href="https://evocalhealth.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">EVOCAL Health</a>, beschreibt im Gespräch mit Michael Carl, wie die menschliche Stimme als Quelle von Gesundheitsdaten genutzt werden kann. Ich spreche, also bin ich (gesund oder krank)? Dafür verwendet sein Unternehmen ein KI-unterstütztes Analyse-Programm, das die Stimme als Biomarker begreift und anhand kleinster Audiosignale mögliche Erkrankungen erkennt, bevor wir die Auswirkungen der Symptome spüren. Anamnese neu gedacht, die uns alle länger und gesünder eben lässt.</p><p>Ein längeres und gesünderes Leben hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf unsere Umgebung – zum Beispiel auf unseren Wohnraum. Wie muss sich dann die Immobilienbranche darauf einstellen? Muss Wohnraum einfach flexibler werden und alle künftigen Lebenszyklen mitberücksichtigen? Ein kleines Gedankenspiel.</p><p>Wie sieht die Zukunft von Aus- und Weiterbildung in den nächsten zehn Jahren aus? Wir halten fest: Das System rund um Aus- und Weiterbildung in Deutschland ist starr, veraltet und geht von der Fantasie aus, dass eine Ausbildung statisch ist und für ein Berufsleben ausreicht. Wir merken auch bei diesem Thema: Wir müssen mehr darüber reden, um sinnvolle Veränderungen anzustoßen. Das tun wir im Institut ganz konkret und gestalten diese Woche ein Workshop für Ausbilder von Banken und Versicherern mit. Wir gewähren Ihnen dazu einen Einblick in unsere Institutsarbeit und haben fünf Fragen formuliert, auf die Ausbilder im Jahr 2021 eine Antwort brauchen. Das Ganze haben wir als kleinen Gedanken-Snack in Form einer Infografik für Sie erstellt, die Sie selbstverständlich kostenlos herunterladen und nutzen dürfen. Die Infografik finden Sie hier.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://de.linkedin.com/in/philipmertes" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philip Mertes</a>, Co-Founder und COO bei&nbsp;<a href="https://evocalhealth.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">EVOCAL Health</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Der (vorläufig) letzte Teil unseres Schwerpunktes Künstliche Intelligenz. Stichwort Longevity:&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/philipmertes" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philip Mertes</a>, Co-Founder und COO bei&nbsp;<a href="https://evocalhealth.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">EVOCAL Health</a>, beschreibt im Gespräch mit Michael Carl, wie die menschliche Stimme als Quelle von Gesundheitsdaten genutzt werden kann. Ich spreche, also bin ich (gesund oder krank)? Dafür verwendet sein Unternehmen ein KI-unterstütztes Analyse-Programm, das die Stimme als Biomarker begreift und anhand kleinster Audiosignale mögliche Erkrankungen erkennt, bevor wir die Auswirkungen der Symptome spüren. Anamnese neu gedacht, die uns alle länger und gesünder eben lässt.</p><p>Ein längeres und gesünderes Leben hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf unsere Umgebung – zum Beispiel auf unseren Wohnraum. Wie muss sich dann die Immobilienbranche darauf einstellen? Muss Wohnraum einfach flexibler werden und alle künftigen Lebenszyklen mitberücksichtigen? Ein kleines Gedankenspiel.</p><p>Wie sieht die Zukunft von Aus- und Weiterbildung in den nächsten zehn Jahren aus? Wir halten fest: Das System rund um Aus- und Weiterbildung in Deutschland ist starr, veraltet und geht von der Fantasie aus, dass eine Ausbildung statisch ist und für ein Berufsleben ausreicht. Wir merken auch bei diesem Thema: Wir müssen mehr darüber reden, um sinnvolle Veränderungen anzustoßen. Das tun wir im Institut ganz konkret und gestalten diese Woche ein Workshop für Ausbilder von Banken und Versicherern mit. Wir gewähren Ihnen dazu einen Einblick in unsere Institutsarbeit und haben fünf Fragen formuliert, auf die Ausbilder im Jahr 2021 eine Antwort brauchen. Das Ganze haben wir als kleinen Gedanken-Snack in Form einer Infografik für Sie erstellt, die Sie selbstverständlich kostenlos herunterladen und nutzen dürfen. Die Infografik finden Sie hier.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://de.linkedin.com/in/philipmertes" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Philip Mertes</a>, Co-Founder und COO bei&nbsp;<a href="https://evocalhealth.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">EVOCAL Health</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-19-Stimmanalyse-Weg-zum-ewigen-Leben]]></link><guid isPermaLink="false">7431225d-fc01-4028-9279-344b49bdc72e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/32a01a2f-8230-456a-aaaa-e59cf2dde09a/2zNkPvmEbeabXAqYcdWlDLQB.jpeg"/><pubDate>Mon, 26 Jul 2021 07:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/bac6a055-4e84-4e3d-b49e-49b5fa38a84b/carls-zukunft-der-woche-folge-19.mp3" length="94548635" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:24</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>19</itunes:episode><podcast:episode>19</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur neunzehnten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Wie wir mit einer KI-Analyse unserer Stimme länger und gesünder leben können. Warum die Immobilienbranche umdenken muss, wenn wir alle länger leben. Fünf Fragen, die sich jeder Ausbilder 2021 stellen sollte.
Nicht zögern, sondern klicken und die Zukunft genießen!</itunes:summary></item><item><title>#18 KI und Politik</title><itunes:title>#18 KI und Politik</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Zweiter Teil unseres Schwerpunktes Künstliche Intelligenz. Michael Carl spricht diese Woche mit der Bundestagsabgeordneten&nbsp;<a href="https://daniela-kolbe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniela Kolbe</a>. Sie berichtet über ihre Arbeit als Vorsitzende der Enquete-Kommission des Bundestages zum Thema „Künstliche Intelligenz“ und schlüsselt zusammen mit Michael Carl die Bedeutung von KI für die Zukunft der deutschen Gesellschaft, Politik und Arbeit auf.</p><p>Welche Instrumente nutzt die Bundesregierung, um den Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu regulieren? Wie können wir alle davon profitieren? Wie können wir durch KI sogar menschlicher werden? Und wie sieht die Zukunft von Politik mit KI aus?</p><p>Zur letzten Frage haben wir uns im carl institute for human future bereits vor gut zwei Jahren Gedanken gemacht und ein daraus ein Whitepaper zur Zukunft von Regierung und politischer Kommunikation im Jahr 2029 entworfen. Die Gedanken und Positionen, die wir in diesem Papier verschriftlicht haben, sind auch heute hochaktuell: Was bedeutet es für die Politik der Zukunft, wenn Fakt und Fiktion gleichwertig behandelt werden? Wie sieht der KI gestützte Wahlkampf der Zukunft aus? Und sind Parteien dann überhaupt noch relevant?</p><p>Das Whitepaper erhalten Sie&nbsp;<a href="https://future-carl.institute/politik-2029-whitepaper-zur-zukunft-von-regierung-und-politischer-kommunikation/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://daniela-kolbe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniela Kolbe</a>, als SPD-Abgeordnete Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzende der Enquete-Kommission zum Thema „Künstliche Intelligenz“, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, stellvertretende Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Zweiter Teil unseres Schwerpunktes Künstliche Intelligenz. Michael Carl spricht diese Woche mit der Bundestagsabgeordneten&nbsp;<a href="https://daniela-kolbe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniela Kolbe</a>. Sie berichtet über ihre Arbeit als Vorsitzende der Enquete-Kommission des Bundestages zum Thema „Künstliche Intelligenz“ und schlüsselt zusammen mit Michael Carl die Bedeutung von KI für die Zukunft der deutschen Gesellschaft, Politik und Arbeit auf.</p><p>Welche Instrumente nutzt die Bundesregierung, um den Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu regulieren? Wie können wir alle davon profitieren? Wie können wir durch KI sogar menschlicher werden? Und wie sieht die Zukunft von Politik mit KI aus?</p><p>Zur letzten Frage haben wir uns im carl institute for human future bereits vor gut zwei Jahren Gedanken gemacht und ein daraus ein Whitepaper zur Zukunft von Regierung und politischer Kommunikation im Jahr 2029 entworfen. Die Gedanken und Positionen, die wir in diesem Papier verschriftlicht haben, sind auch heute hochaktuell: Was bedeutet es für die Politik der Zukunft, wenn Fakt und Fiktion gleichwertig behandelt werden? Wie sieht der KI gestützte Wahlkampf der Zukunft aus? Und sind Parteien dann überhaupt noch relevant?</p><p>Das Whitepaper erhalten Sie&nbsp;<a href="https://future-carl.institute/politik-2029-whitepaper-zur-zukunft-von-regierung-und-politischer-kommunikation/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://daniela-kolbe.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Daniela Kolbe</a>, als SPD-Abgeordnete Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzende der Enquete-Kommission zum Thema „Künstliche Intelligenz“, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, stellvertretende Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-18-KI-und-Politik]]></link><guid isPermaLink="false">34ff2271-9eaf-47dc-b850-dea1540d8a54</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/4f255bfe-77c5-4fb4-80b1-67d7067bde49/WNKuO37eRxwVFaK1xvXaTFgN.jpeg"/><pubDate>Sun, 25 Jul 2021 09:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f2c2af5b-91f3-487e-964c-ae28cedc9f86/carls-zukunft-der-woche-folge-18.mp3" length="88399411" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:50</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>18</itunes:episode><podcast:episode>18</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur achtzehnten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Muss der Einsatz von Systemen künstlicher Intelligenz von der Bundesregierung neu reguliert werden oder reichen unsere aktuellen Instrumente aus? Wo nutzt die Bundesregierung bereits jetzt schon KIs? Und wie sieht die Zukunft der Politik mit KIs aus?
Der Klickbewerb um die Zukunft startet mit dem Playbutton!</itunes:summary></item><item><title>#17 Gesundheit der Zukunft</title><itunes:title>#17 Gesundheit der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p><a href="https://www.uni-marburg.de/de/aktuelles/news/2020/neu-berufen-prof-dr-martin-hirsch" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Hirsch</a>, Professor für Künstliche Intelligenz in der Medizin und Miterfinder der&nbsp;<a href="https://ada.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Diagnose-Software ADA</a>, beschreibt im Gespräch mit Michael Carl, wie KI die Medizin heute schon unterstützt und was Künstliche Intelligenz in zehn Jahren leisten wird. Er ist sich sicher: Künstliche Intelligenz wird unsere Haltung zu Medizin von Grund auf verändern – weg vom Fokus auf die Krankheit und hin zum Erhalt unserer Gesundheit. Personalisierte Prävention ist hier das Stichwort. Wenn Sie neugierig sind: Testen Sie ruhig mal die KI basierte Diagnose-Software ADA, gibt es in jedem App-Store, und berichten Sie uns Ihre Erfahrungen.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.uni-marburg.de/de/aktuelles/news/2020/neu-berufen-prof-dr-martin-hirsch" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Hirsch</a>, Professor für Künstliche Intelligenz an der Universität Marburg, Co-Founder und Chief Scientific Advisor bei&nbsp;<a href="https://ada.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ADA Health</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p><a href="https://www.uni-marburg.de/de/aktuelles/news/2020/neu-berufen-prof-dr-martin-hirsch" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Hirsch</a>, Professor für Künstliche Intelligenz in der Medizin und Miterfinder der&nbsp;<a href="https://ada.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Diagnose-Software ADA</a>, beschreibt im Gespräch mit Michael Carl, wie KI die Medizin heute schon unterstützt und was Künstliche Intelligenz in zehn Jahren leisten wird. Er ist sich sicher: Künstliche Intelligenz wird unsere Haltung zu Medizin von Grund auf verändern – weg vom Fokus auf die Krankheit und hin zum Erhalt unserer Gesundheit. Personalisierte Prävention ist hier das Stichwort. Wenn Sie neugierig sind: Testen Sie ruhig mal die KI basierte Diagnose-Software ADA, gibt es in jedem App-Store, und berichten Sie uns Ihre Erfahrungen.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.uni-marburg.de/de/aktuelles/news/2020/neu-berufen-prof-dr-martin-hirsch" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Hirsch</a>, Professor für Künstliche Intelligenz an der Universität Marburg, Co-Founder und Chief Scientific Advisor bei&nbsp;<a href="https://ada.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ADA Health</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-17-Gesundheit-der-Zukunft]]></link><guid isPermaLink="false">4b371918-5290-4296-9edc-fbfa13e8ce30</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/4e663913-bac1-4619-9f75-767a2de89181/_PZrKjVLqHUrp_vFHdMmyDVn.jpeg"/><pubDate>Sun, 25 Jul 2021 08:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/7cd52f30-9c64-4d35-9aee-8a39f24cee8f/carls-zukunft-der-wochew-folge-17.mp3" length="93949939" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>39:09</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>17</itunes:episode><podcast:episode>17</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur siebzehnten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Wie werden KIs in der Medizin heute schon eingesetzt? Wie werden KIs die Medizin und die Gesundheitswirtschaft in zehn Jahren prägen? Wie lösen wir die Sicherheitsbedenken bei der Weitergabe von sensiblen medizinischen Daten?
Wie die Zukunft werden wird, erfahren Sie nach einem Klick!</itunes:summary></item><item><title>#16 Das Ende des Bargelds</title><itunes:title>#16 Das Ende des Bargelds</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Raumfahrt-Experte&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/torsten-kriening-68456/de-de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Torsten Kriening</a>&nbsp;beantwortet die Frage der letzten Woche von&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/axel-kahl-94a74412b/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Axel Kahl</a>, Liquiditätsbringer mit Vitamin N, ob und wann wir zu erschwinglichen Preisen eine Rundfahrt um den Mond erleben dürfen. Sollten wir jetzt schon ins Reisebüro stürmen? Kriening selbst interessiert eher die Frage, ob wir neue Technologien wie KI und Quantencomputing jemals beherrschen werden können. Nächste Woche gibt es die Antwort dazu.</p><p>Warum sind Kryptowährungen das digitale Pendant zum Bargeld? Was für Werte übertragen wir eigentlich in Zukunft mit einem Bezahlsystem? Und werden wir mit unseren Daten bezahlen können?&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/pitts" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eric William Pitts</a>, Digital-Payment Experte, spricht mit Michael Carl über das Payment der Zukunft.</p><p>Der Einsatz von Künstlichen Intelligenzen ist Gegenwart und für Risikokapitalgeber bei jeder Investition schon längst eingepreist. Dennoch, so scheint es, ist vielen die Tragweite dieser Technologie immer noch nicht bewusst und in vielen Bereichen fehlt ihr Einsatz schmerzhaft. Stichwort: Fax in Gesundheitsämtern. Wir müssen also mehr darüber sprechen: Drei Punkte, warum Systeme Künstlicher Intelligenz so wichtig sind.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/axel-kahl-94a74412b/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Axel Kahl</a>, Vertriebsdirektor der CB Bank, Liquiditätsbringer mit Vitamin N, Start-up-Mentor im Ehrenamt.</p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/torsten-kriening-68456/de-de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Torsten Kriening</a>, Raumfahrt-Experte, Verleger und Autor von&nbsp;<a href="https://spacewatch.global/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spacewatch.Global</a>, Absolvent der International Space Academy als Space Manager.</p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/pitts" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eric William Pitts</a>, gefragter Digital-Payment-Berater, Inhaber und Digital Payment Solutions Advisor bei&nbsp;<a href="https://www.pitts-worldwide.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Pitts Worldwide</a>, Strategic Market Manager bei Feig Electronic</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Raumfahrt-Experte&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/torsten-kriening-68456/de-de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Torsten Kriening</a>&nbsp;beantwortet die Frage der letzten Woche von&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/axel-kahl-94a74412b/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Axel Kahl</a>, Liquiditätsbringer mit Vitamin N, ob und wann wir zu erschwinglichen Preisen eine Rundfahrt um den Mond erleben dürfen. Sollten wir jetzt schon ins Reisebüro stürmen? Kriening selbst interessiert eher die Frage, ob wir neue Technologien wie KI und Quantencomputing jemals beherrschen werden können. Nächste Woche gibt es die Antwort dazu.</p><p>Warum sind Kryptowährungen das digitale Pendant zum Bargeld? Was für Werte übertragen wir eigentlich in Zukunft mit einem Bezahlsystem? Und werden wir mit unseren Daten bezahlen können?&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/pitts" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eric William Pitts</a>, Digital-Payment Experte, spricht mit Michael Carl über das Payment der Zukunft.</p><p>Der Einsatz von Künstlichen Intelligenzen ist Gegenwart und für Risikokapitalgeber bei jeder Investition schon längst eingepreist. Dennoch, so scheint es, ist vielen die Tragweite dieser Technologie immer noch nicht bewusst und in vielen Bereichen fehlt ihr Einsatz schmerzhaft. Stichwort: Fax in Gesundheitsämtern. Wir müssen also mehr darüber sprechen: Drei Punkte, warum Systeme Künstlicher Intelligenz so wichtig sind.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/axel-kahl-94a74412b/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Axel Kahl</a>, Vertriebsdirektor der CB Bank, Liquiditätsbringer mit Vitamin N, Start-up-Mentor im Ehrenamt.</p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/torsten-kriening-68456/de-de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Torsten Kriening</a>, Raumfahrt-Experte, Verleger und Autor von&nbsp;<a href="https://spacewatch.global/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Spacewatch.Global</a>, Absolvent der International Space Academy als Space Manager.</p><p><a href="https://de.linkedin.com/in/pitts" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Eric William Pitts</a>, gefragter Digital-Payment-Berater, Inhaber und Digital Payment Solutions Advisor bei&nbsp;<a href="https://www.pitts-worldwide.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Pitts Worldwide</a>, Strategic Market Manager bei Feig Electronic</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-16-Das-Ende-des-Bargelds]]></link><guid isPermaLink="false">48156eaa-dd60-47f6-924e-912324c76a2e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7ec3d381-f80a-4060-af10-3aceb85b2e55/xu2UawtZbpc2-ozGjDYYs_nz.jpeg"/><pubDate>Sun, 25 Jul 2021 07:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/4266dce3-51ec-4821-92f3-9ffc098b4161/carls-zukunft-der-woche-folge-16.mp3" length="102607963" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>42:45</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>16</itunes:episode><podcast:episode>16</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur sechzehnten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Buchen wir bald einen Wochenendausflug zum Mond? Warum wir 2030 unsere Sonntagsbrötchen ganz selbstverständlich mit Kryptowährung bezahlen werden. Und wir müssen einfach mehr über KI reden.
Hören Sie hier schon jetzt in die Zukunft rein!</itunes:summary></item><item><title>#15 Zukunft der Gastronomie</title><itunes:title>#15 Zukunft der Gastronomie</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Passend zum Start in das neue Jahr starten wir auch die Zukunftsstaffel neu.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/axel-kahl-94a74412b/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Axel Kahl</a>, Liquiditätsbringer für Start-ups und leidenschaftlicher Trekkie, fragt mit Blick auf die Zukunft, wann er endlich einen Wochenendausflug zum Mond unternehmen kann. Da Axel Kahl diese Frage maximal ernst meint, sind wir selbst gespannt auf die Antwort dazu. Wie ist eigentlich die Inzidenz im All?</p><p>Ein vielfach unterschätztes, allerdings hoch spannendes Themenfeld: Die Zukunft von Ernährung. Heute präziser: Die Zukunft von Gastronomie. Dazu spricht Michael Carl diese Woche mit&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/jan-patrick-timmer-98077215" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan-Patrick Timmer</a>, Initiator von Green-Chefs und Veranstalter des Unternehmer-Kongresses „Zukunft Gastronomie“. Wie nachhaltig wird die Corona-Pandemie Restaurants, Kantinen und Bars verändern? Was bedeutet es für unsere Ernährung, wenn dezentrales Arbeiten im Homeoffice immer stärker genutzt wird? Warum ist das eine Chance für die Gastronomie – und werden wir in Zukunft besser essen? Jan-Patrick Timmer sagt: Ja!</p><p>Zukunft von Führung 2021 and beyond: Dass dezentrales Arbeiten neue Führungsstrategien erfordert, haben wir 2020 zu Genüge diskutiert. Geschenkt. Aber was lernen wir nun ganz konkret daraus? Wir im carl institute for human future haben die Erfahrungen von vielen Unternehmen unterschiedlicher Branchen aus unserem Netzwerk ausgewertet. Aus diesen Gesprächen heraus haben wir sechs Kernmerkmale für Führung 2021 identifiziert und als praktische Infografik aufbereitet. Die Grafik können Sie sich selbstverständlich herunterladen und frei verwenden. Wir sind sehr auf Ihr Feedback über Twitter und LinkedIn gespannt!</p><p>Die Grafik finden sie&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/zukunft-von-fuehrung-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://de.linkedin.com/in/jan-patrick-timmer-98077215" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan-Patrick Timmer</a>, Gastronom, Initiator von Green-Chefs, Inhaber der Kommunikationsagentur High Foods und Veranstalter des Unternehmer-Kongress Zukunft Gastronomie.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/axel-kahl-94a74412b/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Axel Kahl</a>, Vertriebsdirektor der CB Bank, Liquiditätsbringer mit Vitamin N, Start-up-Mentor im Ehrenamt.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Passend zum Start in das neue Jahr starten wir auch die Zukunftsstaffel neu.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/axel-kahl-94a74412b/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Axel Kahl</a>, Liquiditätsbringer für Start-ups und leidenschaftlicher Trekkie, fragt mit Blick auf die Zukunft, wann er endlich einen Wochenendausflug zum Mond unternehmen kann. Da Axel Kahl diese Frage maximal ernst meint, sind wir selbst gespannt auf die Antwort dazu. Wie ist eigentlich die Inzidenz im All?</p><p>Ein vielfach unterschätztes, allerdings hoch spannendes Themenfeld: Die Zukunft von Ernährung. Heute präziser: Die Zukunft von Gastronomie. Dazu spricht Michael Carl diese Woche mit&nbsp;<a href="https://de.linkedin.com/in/jan-patrick-timmer-98077215" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan-Patrick Timmer</a>, Initiator von Green-Chefs und Veranstalter des Unternehmer-Kongresses „Zukunft Gastronomie“. Wie nachhaltig wird die Corona-Pandemie Restaurants, Kantinen und Bars verändern? Was bedeutet es für unsere Ernährung, wenn dezentrales Arbeiten im Homeoffice immer stärker genutzt wird? Warum ist das eine Chance für die Gastronomie – und werden wir in Zukunft besser essen? Jan-Patrick Timmer sagt: Ja!</p><p>Zukunft von Führung 2021 and beyond: Dass dezentrales Arbeiten neue Führungsstrategien erfordert, haben wir 2020 zu Genüge diskutiert. Geschenkt. Aber was lernen wir nun ganz konkret daraus? Wir im carl institute for human future haben die Erfahrungen von vielen Unternehmen unterschiedlicher Branchen aus unserem Netzwerk ausgewertet. Aus diesen Gesprächen heraus haben wir sechs Kernmerkmale für Führung 2021 identifiziert und als praktische Infografik aufbereitet. Die Grafik können Sie sich selbstverständlich herunterladen und frei verwenden. Wir sind sehr auf Ihr Feedback über Twitter und LinkedIn gespannt!</p><p>Die Grafik finden sie&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/zukunft-von-fuehrung-2021/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://de.linkedin.com/in/jan-patrick-timmer-98077215" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jan-Patrick Timmer</a>, Gastronom, Initiator von Green-Chefs, Inhaber der Kommunikationsagentur High Foods und Veranstalter des Unternehmer-Kongress Zukunft Gastronomie.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/axel-kahl-94a74412b/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Axel Kahl</a>, Vertriebsdirektor der CB Bank, Liquiditätsbringer mit Vitamin N, Start-up-Mentor im Ehrenamt.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-15-Zukunft-der-Gastronomie]]></link><guid isPermaLink="false">0390aa41-b7a7-4230-ac8a-d94bd4f37771</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/ad7d8bdf-b1e9-4886-936f-44f30a9fc674/9hY2SYH0z3GsrTHH90ds7TgT.jpeg"/><pubDate>Sat, 24 Jul 2021 09:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/6fcceb53-fd88-404a-b7e4-647b81f7f76b/carls-zukunft-der-woche-folge-15.mp3" length="74544064" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>31:04</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>15</itunes:episode><podcast:episode>15</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur fünfzehnten und damit ersten Folge im Jahr 2021 unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Wochenendausflug zum Mond, Digitalisierung in der Gastronomie: Bestandsaufnahmen und Zukunftsperspektiven, Sechs Merkmale für die Zukunft von Führung 2021
Play-Button drücken und das neue Jahr mit einer Portion Zukunft beginnen!</itunes:summary></item><item><title>#14 Frauen und Kultur</title><itunes:title>#14 Frauen und Kultur</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>In der Super-Spezial-Silvester-Folge klären&nbsp;<a href="http://suchtpotenzial.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Suchtpotenzial</a>, namentlich Ariane Müller und Julia Gámez Martin, mit Michael Carl endgültig alle wichtigen Fragen für 2021 und darüber hinaus: Was Kultur in der Pandemie leisten kann, warum sie deshalb systemrelevant ist und was das alles für die Zukunft von Kultur bedeutet. Suchtpotenzial muss das wissen, schließlich sind die beiden mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2020 ausgezeichnet. Dazu verraten die beiden Kleinkünstlerinnen das exakte Datum, wann die Gleichstellung aller Geschlechter erreicht sein wird.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p>Ariane Müller und Julia Gámez Martin sind zusammen&nbsp;<a href="http://suchtpotenzial.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Suchtpotenzial</a>, Musikerinnen, Kabarettistinnen, Autorinnen, Entertainerinnen,&nbsp;<a href="https://open.spotify.com/show/1RNoTwsubc1hUtGzSaY4iZ?si=mKDCfV-zQP-7yXBXt9XifQ" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Podcasterinnen</a>, unter anderem Gewinnerinnen des Deutschen Kleinkunstpreises 2020 und vieles mehr.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>In der Super-Spezial-Silvester-Folge klären&nbsp;<a href="http://suchtpotenzial.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Suchtpotenzial</a>, namentlich Ariane Müller und Julia Gámez Martin, mit Michael Carl endgültig alle wichtigen Fragen für 2021 und darüber hinaus: Was Kultur in der Pandemie leisten kann, warum sie deshalb systemrelevant ist und was das alles für die Zukunft von Kultur bedeutet. Suchtpotenzial muss das wissen, schließlich sind die beiden mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2020 ausgezeichnet. Dazu verraten die beiden Kleinkünstlerinnen das exakte Datum, wann die Gleichstellung aller Geschlechter erreicht sein wird.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p>Ariane Müller und Julia Gámez Martin sind zusammen&nbsp;<a href="http://suchtpotenzial.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Suchtpotenzial</a>, Musikerinnen, Kabarettistinnen, Autorinnen, Entertainerinnen,&nbsp;<a href="https://open.spotify.com/show/1RNoTwsubc1hUtGzSaY4iZ?si=mKDCfV-zQP-7yXBXt9XifQ" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Podcasterinnen</a>, unter anderem Gewinnerinnen des Deutschen Kleinkunstpreises 2020 und vieles mehr.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-14-Frauen-und-Kultur]]></link><guid isPermaLink="false">7d25e5a8-bc87-4da8-a556-61a134e10609</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7884c76a-c79b-4558-9dc6-359abf24ba8c/CK91hA17Jg65YQT56M8hPL82.jpeg"/><pubDate>Sat, 24 Jul 2021 08:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/952f1c1e-1298-41eb-9e6a-1cb88bbbcfaf/carls-zukunft-der-woche-folge-14.mp3" length="107147000" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>44:39</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>14</itunes:episode><podcast:episode>14</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur besonderen, vierzehnten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Was Kultur während und nach der Pandemie leisten kann und warum sie systemrelevant ist. Endlich erfahren wir das exakte Datum, wann die Gleichstellung aller Geschlechter erreicht sein wird. Wertvolle Überlebenstipps für den zweiten Lockdown.
Zukunft mit Suchtpotenzial, hier im doppelten Sinne realisiert – jetzt klicken und reinhören!</itunes:summary></item><item><title>#13 Übersinnliches an Heiligabend</title><itunes:title>#13 Übersinnliches an Heiligabend</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>In dieser Spezialfolge spricht&nbsp;<a href="https://mark-benecke.squarespace.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mark Benecke</a>, weltweit gefragter Kriminalbiologe, mit Michael Carl über sinnliche und übersinnliche Erfahrungen zu Weihnachten und darüber hinaus: Wo verläuft die Grenze zwischen Sinn, Un- und Übersinn? Wo liegt der wahre Kern in eigenwilligen Phänomenen und was bleibt bei einer nüchternen Betrachtung von Weihnachten übrig? Wie schaut der Kriminalbiologe auf Künstliche Intelligenzen, betrachtet er sie als Lebensformen oder gar als Lebewesen? Bonus: Was das Ganze mit der Klimakatstrophe zu tun hat.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://mark-benecke.squarespace.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mark Benecke</a>&nbsp;ist Kriminalbiologe, Politiker, Schauspieler, Musiker, Präsident von ProTattoo, Präsident der Transylvanian Society of Dracula und noch vieles mehr.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>In dieser Spezialfolge spricht&nbsp;<a href="https://mark-benecke.squarespace.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mark Benecke</a>, weltweit gefragter Kriminalbiologe, mit Michael Carl über sinnliche und übersinnliche Erfahrungen zu Weihnachten und darüber hinaus: Wo verläuft die Grenze zwischen Sinn, Un- und Übersinn? Wo liegt der wahre Kern in eigenwilligen Phänomenen und was bleibt bei einer nüchternen Betrachtung von Weihnachten übrig? Wie schaut der Kriminalbiologe auf Künstliche Intelligenzen, betrachtet er sie als Lebensformen oder gar als Lebewesen? Bonus: Was das Ganze mit der Klimakatstrophe zu tun hat.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="https://mark-benecke.squarespace.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mark Benecke</a>&nbsp;ist Kriminalbiologe, Politiker, Schauspieler, Musiker, Präsident von ProTattoo, Präsident der Transylvanian Society of Dracula und noch vieles mehr.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-13-Uebersinnliches-an-Heiligabend]]></link><guid isPermaLink="false">f6cc39ec-b8b7-403e-aba6-9ae15bd88d59</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/ec934ce4-867f-4cbd-89d0-f372119bc062/3h2fm3fK-rpPNw6EOH3VRN6q.jpeg"/><pubDate>Sat, 24 Jul 2021 07:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/46ddf1d5-7b0d-42ea-aaac-059704f9bcdb/carls-zukunft-der-woche-folge-13.mp3" length="98750200" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:09</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>13</itunes:episode><podcast:episode>13</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zu einer weihnachtlichen dreizehnten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Mark Benecke ist Experte für die wissenschaftliche Betrachtung eigenwilliger und grenzwertiger Phänomene. Wie übersinnlich kann das Weihnachtsfest sein und was bedeutet das überhaupt? Warum wir Menschen zu Case-Workern werden. Ist eine künstliche Intelligenz eine Lebensform?
Garantiert ohne Jingle Bells!</itunes:summary></item><item><title>#12 Digitale Infrastruktur in Deutschland</title><itunes:title>#12 Digitale Infrastruktur in Deutschland</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Wie ein Automobilhersteller das autonome Fahren erst verpasst und dann dennoch wieder anschlussfähig wird:&nbsp;<a href="https://europe.autonews.com/automakers/hyundai-will-buy-robot-maker-boston-dynamics-boost-av-push?utm_source=dlvr.it&amp;utm_medium=twitter" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hyundai hat sich mit 80% Mehrheitsanteil an Boston Dynamics</a>, einer der nach allgemeiner Einschätzung weltweit führenden Entwickler mobiler Robotik, das Know-how für autonomes Fahren gesichert. Damit möchte das südkoreanische Unternehmen nicht nur im Automobilbereich wieder zukunftsfähig sein, sondern auch gleich im Geschäft mit Flugdrohnen und Smart Factory mitreden. Wer nicht forschen will, muss einkaufen. Ein Beispiel auch für die deutsche Automobilbranche?</p><p>Garantiert ein gutes Beispiel für Gestaltung und Organisation von Zusammenarbeit: Teil zwei unserer Learnings vom Web Summit 2020. Michael Carl berichtet von unseren Erfahrungen im carl institut mit dem Tool&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/workplace-brandprint/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Workplace Brandprint</a>. Wenn Sie möchten, laden Sie es herunter, probieren es aus und geben uns Feedback!</p><p>Wie ist das eigentlich, wenn man zeitgleich verantwortlicher Minister für Infrastruktur und Digitalisierung ist? Kann man sich dann bei sich selbst beschweren, wenn der Internetausbau zu lange dauert?&nbsp;<a href="https://www.christian-pegel.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Pegel</a>, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, gibt im Gespräch mit Michael Carl Einblicke in seine Arbeit und seine Zukunftsperspektiven. Kleiner Spoiler: Für ihn ist autonomes Fahren in zehn Jahren Alltag – und 5G an jeder Milchkanne eine Selbstverständlichkeit.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.christian-pegel.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Pegel</a>, seit 2016 Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (SPD) – (vorher Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung seit 2014) und SPD-Landtagsabgeordneter für die Universitäts- und Hansestadt Greifswald.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Wie ein Automobilhersteller das autonome Fahren erst verpasst und dann dennoch wieder anschlussfähig wird:&nbsp;<a href="https://europe.autonews.com/automakers/hyundai-will-buy-robot-maker-boston-dynamics-boost-av-push?utm_source=dlvr.it&amp;utm_medium=twitter" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hyundai hat sich mit 80% Mehrheitsanteil an Boston Dynamics</a>, einer der nach allgemeiner Einschätzung weltweit führenden Entwickler mobiler Robotik, das Know-how für autonomes Fahren gesichert. Damit möchte das südkoreanische Unternehmen nicht nur im Automobilbereich wieder zukunftsfähig sein, sondern auch gleich im Geschäft mit Flugdrohnen und Smart Factory mitreden. Wer nicht forschen will, muss einkaufen. Ein Beispiel auch für die deutsche Automobilbranche?</p><p>Garantiert ein gutes Beispiel für Gestaltung und Organisation von Zusammenarbeit: Teil zwei unserer Learnings vom Web Summit 2020. Michael Carl berichtet von unseren Erfahrungen im carl institut mit dem Tool&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/workplace-brandprint/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Workplace Brandprint</a>. Wenn Sie möchten, laden Sie es herunter, probieren es aus und geben uns Feedback!</p><p>Wie ist das eigentlich, wenn man zeitgleich verantwortlicher Minister für Infrastruktur und Digitalisierung ist? Kann man sich dann bei sich selbst beschweren, wenn der Internetausbau zu lange dauert?&nbsp;<a href="https://www.christian-pegel.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Pegel</a>, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, gibt im Gespräch mit Michael Carl Einblicke in seine Arbeit und seine Zukunftsperspektiven. Kleiner Spoiler: Für ihn ist autonomes Fahren in zehn Jahren Alltag – und 5G an jeder Milchkanne eine Selbstverständlichkeit.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.christian-pegel.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Pegel</a>, seit 2016 Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (SPD) – (vorher Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung seit 2014) und SPD-Landtagsabgeordneter für die Universitäts- und Hansestadt Greifswald.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-12-Digitale-Infrastruktur-in-Deutschland]]></link><guid isPermaLink="false">23e98f6c-1c8d-4b14-8fbe-8d09acc796ed</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/6139e802-039b-4539-a6d4-c780df6652c8/kyvbsk9Uoqho3LSF7lIz3W00.jpeg"/><pubDate>Fri, 23 Jul 2021 09:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/973d0249-d4f2-43f1-a745-32dae8efc493/carls-zukunft-der-woche-folge-12.mp3" length="87651264" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:31</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>12</itunes:episode><podcast:episode>12</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur zwölften Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Hyundai kauft Know-how für autonomes Fahren ein. Hands-on Erfahrungsbericht: Unser Büro als Kulturstätte. Was es bedeutet, ländlichen Raum zu digitalisieren. Der wöchentliche Future-Upload ist hier!</itunes:summary></item><item><title>#11 Zukunft von Arbeit: Erwerb oder Ehre?</title><itunes:title>#11 Zukunft von Arbeit: Erwerb oder Ehre?</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p><a href="http://adrianalettrari.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Adriana Lettrari</a>, Gründerin des Netzwerk 3te Generation Ost und Geschäftsführerin der Stiftung Ehrenamt MV, spricht diese Woche mit Michael Carl über unsere Vorstellung von Arbeit in zehn Jahren. Sie diskutieren unter anderem die Frage, ob in zehn Jahren überhaupt noch genug Erwerbsarbeit verfügbar ist, während gleichzeitig der Bedarf an ehramtlicher Arbeit bzw. an Diensten an der Gesellschaft steigt. Wie organisieren wir diesen potenziellen Wandel in Unternehmen und in der Gesellschaft? Und worüber definieren wir uns dann, wenn Erwerbsarbeit nur noch einen geringen Raum im Leben einnimmt?</p><p>Dazu der erste Teil unserer Learnings vom Web Summit 2020. Einige der spannendsten Debatten waren von der Suche nach neuen Formen der Arbeit und Zusammenarbeit inspiriert. Einer der interessanteren Ansätze, um aus hehren Absichten für „New Work“ auch tatsächlich neue Rahmenbedingungen zu gestalten, ist die Workspace Brandprint-Methode. Sie folgt dem Gedanken: Wenn Arbeiten remote genauso gut funktioniert wie im klassischen Büro, wird das Büro zu einer Kulturstätte, die die Mitarbeiter:innen besuchen, um sich kulturell zu integrieren und anregen zu lassen, vergleichbar Theater, Oper und Museum. Wenig überraschend: Wer die Bürogestaltung von der Idee der Kulturstätte her denkt, kommt zu recht ungewöhnlichen Ausstattungsdetails. Eine kompakte Handreichung für diese Methode finden Sie&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/workplace-brandprint/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="http://adrianalettrari.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Adriana Lettrari</a>, Gründerin des „Netzwerk 3te Generation Ost“, engagiert zum Thema Leadership und seit kurzem Geschäftsführerin der Ehrenamtsstiftung MV</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p><a href="http://adrianalettrari.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Adriana Lettrari</a>, Gründerin des Netzwerk 3te Generation Ost und Geschäftsführerin der Stiftung Ehrenamt MV, spricht diese Woche mit Michael Carl über unsere Vorstellung von Arbeit in zehn Jahren. Sie diskutieren unter anderem die Frage, ob in zehn Jahren überhaupt noch genug Erwerbsarbeit verfügbar ist, während gleichzeitig der Bedarf an ehramtlicher Arbeit bzw. an Diensten an der Gesellschaft steigt. Wie organisieren wir diesen potenziellen Wandel in Unternehmen und in der Gesellschaft? Und worüber definieren wir uns dann, wenn Erwerbsarbeit nur noch einen geringen Raum im Leben einnimmt?</p><p>Dazu der erste Teil unserer Learnings vom Web Summit 2020. Einige der spannendsten Debatten waren von der Suche nach neuen Formen der Arbeit und Zusammenarbeit inspiriert. Einer der interessanteren Ansätze, um aus hehren Absichten für „New Work“ auch tatsächlich neue Rahmenbedingungen zu gestalten, ist die Workspace Brandprint-Methode. Sie folgt dem Gedanken: Wenn Arbeiten remote genauso gut funktioniert wie im klassischen Büro, wird das Büro zu einer Kulturstätte, die die Mitarbeiter:innen besuchen, um sich kulturell zu integrieren und anregen zu lassen, vergleichbar Theater, Oper und Museum. Wenig überraschend: Wer die Bürogestaltung von der Idee der Kulturstätte her denkt, kommt zu recht ungewöhnlichen Ausstattungsdetails. Eine kompakte Handreichung für diese Methode finden Sie&nbsp;<a href="https://carls-zukunft.de/workplace-brandprint/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="http://adrianalettrari.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Adriana Lettrari</a>, Gründerin des „Netzwerk 3te Generation Ost“, engagiert zum Thema Leadership und seit kurzem Geschäftsführerin der Ehrenamtsstiftung MV</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-11-Zukunft-von-Arbeit-Erwerb-oder-Ehre]]></link><guid isPermaLink="false">d9f9803a-4847-4d84-9375-60ffd53ac501</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/135d3888-ca9e-4f17-bac8-3094bdcae225/nG_vajS1ZAMMkbaj3BS41DWQ.jpeg"/><pubDate>Fri, 23 Jul 2021 08:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/afb4d1f7-7558-475e-90bb-46f9f5d93dae/carls-zukunft-der-woche-folge-11.mp3" length="84135182" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:03</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>11</itunes:episode><podcast:episode>11</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur elften Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Wie sieht Arbeit in zehn Jahren aus? Ist dann noch genug Lohnarbeit verfügbar? Workspace Brandprint – Wie sieht moderne Bürogestaltung aus? Die Zukunft erwartet Sie nach einem Klick!</itunes:summary></item><item><title>#10 Recht und Gesetz als Zukunftsmotor</title><itunes:title>#10 Recht und Gesetz als Zukunftsmotor</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Warum die Digitalisierung das Recht von Grund auf verändert: Ein Gespräch mit Rechtsanwalt und Digitalisierungsexperte&nbsp;<a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>, Partner bei Noerr. Wenn wir erstmals nicht nur Handlungen, sondern Entscheidungen an Maschinen delegieren, also von der Automatisierung zur Digitalisierung kommen, dann ist auch das Rechtssystem herausgefordert. Ein Gespräch über Werte von Algorithmen und das Image des Rechts als universelle Bremse bei Innovationen. FCKW und die Todesstrafe sind auch dabei.</p><p>In der Zukunftsstaffel gibt der Ernährungswissenschaftler&nbsp;<a href="https://mrexpert.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Malte Rubach</a>&nbsp;eine Einschätzung zur Frage von&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/dr-christian-arleth-366399159" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Arleth</a>, Rechtsanwalt bei PETA Deutschland. Die Frage lautete: „Wann werden vegane Fleischimitate und echtes Fleisch aus Zellkulturen so verbreitet sein, dass das letzte Schlachthaus und der letzte Maststall schließen?“ Wie Malte Rubach die Zukunft von künstlichem Fleisch einschätzt und wie wiederum seine Frage an die Zukunft lautet, erfahren Sie diese Woche.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-christian-arleth-366399159" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Arleth</a>, Rechtsanwalt bei PETA Deutschland e.V.</p><p><a href="https://mrexpert.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Malte Rubach</a>, Ernährungswissenschaftler, Geschäftsführer von M.R.EXPERT und Autor von unter anderem „<a href="https://mrexpert.de/die-oekobilanz-auf-dem-teller/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Die Ökobilanz auf dem Teller</a>“ und „<a href="https://www.amazon.de/Das-Geheimnis-gesunden-Alterns-wissenschaftlichen/dp/3426658623/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=Das+Geheimnis+des+gesunden+Alterns&amp;qid=1580200391&amp;sr=8-1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Das Geheimnis des gesunden Alterns</a>“.</p><p><a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Noerr LLP, Experte für Haftungsfragen rund um Digitalisierung, KI und Connectivity, Herausgeber von juristischen Fachmagazinen und Professor für europäisches Produkt- und Technikrecht an der Universität Bayreuth.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Warum die Digitalisierung das Recht von Grund auf verändert: Ein Gespräch mit Rechtsanwalt und Digitalisierungsexperte&nbsp;<a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>, Partner bei Noerr. Wenn wir erstmals nicht nur Handlungen, sondern Entscheidungen an Maschinen delegieren, also von der Automatisierung zur Digitalisierung kommen, dann ist auch das Rechtssystem herausgefordert. Ein Gespräch über Werte von Algorithmen und das Image des Rechts als universelle Bremse bei Innovationen. FCKW und die Todesstrafe sind auch dabei.</p><p>In der Zukunftsstaffel gibt der Ernährungswissenschaftler&nbsp;<a href="https://mrexpert.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Malte Rubach</a>&nbsp;eine Einschätzung zur Frage von&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/dr-christian-arleth-366399159" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Arleth</a>, Rechtsanwalt bei PETA Deutschland. Die Frage lautete: „Wann werden vegane Fleischimitate und echtes Fleisch aus Zellkulturen so verbreitet sein, dass das letzte Schlachthaus und der letzte Maststall schließen?“ Wie Malte Rubach die Zukunft von künstlichem Fleisch einschätzt und wie wiederum seine Frage an die Zukunft lautet, erfahren Sie diese Woche.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-christian-arleth-366399159" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Arleth</a>, Rechtsanwalt bei PETA Deutschland e.V.</p><p><a href="https://mrexpert.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Malte Rubach</a>, Ernährungswissenschaftler, Geschäftsführer von M.R.EXPERT und Autor von unter anderem „<a href="https://mrexpert.de/die-oekobilanz-auf-dem-teller/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Die Ökobilanz auf dem Teller</a>“ und „<a href="https://www.amazon.de/Das-Geheimnis-gesunden-Alterns-wissenschaftlichen/dp/3426658623/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=Das+Geheimnis+des+gesunden+Alterns&amp;qid=1580200391&amp;sr=8-1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Das Geheimnis des gesunden Alterns</a>“.</p><p><a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Noerr LLP, Experte für Haftungsfragen rund um Digitalisierung, KI und Connectivity, Herausgeber von juristischen Fachmagazinen und Professor für europäisches Produkt- und Technikrecht an der Universität Bayreuth.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-10-Recht-und-Gesetz-als-Zukunftsmotor]]></link><guid isPermaLink="false">fb4133e6-6e7d-4d1f-b1f8-176dab08d5e7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8d4a8367-138c-4821-8403-7a74ff7f8b7e/62Cp1sSz-3jtg3vZBjp-9sLC.jpeg"/><pubDate>Fri, 23 Jul 2021 07:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/0c932822-9acc-425a-bda0-cef46ef1bcfd/carls-zukunft-der-woche-folge-10.mp3" length="99012440" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:15</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>10</itunes:episode><podcast:episode>10</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur zehnten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Wie die Digitalisierung das Recht herausfordert. Wen verklagt man, wenn der Algorithmus einen diskriminiert? Und ist eine Ernährung der Zukunft ohne Schlachthäuser eine Utopie oder ein realistisches Szenario? Play-Button drücken und Zukunft hören!</itunes:summary></item><item><title>#9 Zukunft der Marke: Brand activism</title><itunes:title>#9 Zukunft der Marke: Brand activism</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Er ist eine der interessantesten Figuren der deutschen Kommunikationsszene:&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/luebue/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach</a>, bei BCW derzeit als Head of Creativity Europe and Africa unterwegs, entzaubert im Gespräch mit Michael Carl den Mythos Purpose und stellt dafür die Bedeutung von Brand Activism für Unternehmen in den Vordergrund. Warum es nicht mehr reicht, einfach nur zu betonen, wofür man steht – wobei das ja schon erstaunlich vielen doch nicht ganz leichtfällt. Ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, mit seinen alltäglich Kaufentscheidungen Einfluss auf die Entwicklung der Welt zu nehmen.</p><p>Dazu ein Griff ins Archiv, da wir dieser Tage ohnehin, wenn nicht über Covid 19, dann über US-amerikanische Präsidenten sprechen. Der Mitschnitt der originalen Rede von JFK vom 12. September 1961 ist bis heute die Blaupause für Innovation und Motivation. Sein „why the moon? … not because it’s easy, but because it’s hard” ist bis heute die Vorlage für nahezu jede:n, der oder die die eigene Organisation positiv herausfordern und zu echter Innovation anregen will. Note to myself: Mindestens einmal im Jahr das ganze Audio der Rede anhören. Gänsehaut.</p><h4>Zu Gast in dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/luebue/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach</a>, Head of Creativity Europe &amp; Africa bei BCW (Burson Cohn &amp; Wolfe GmbH)</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Er ist eine der interessantesten Figuren der deutschen Kommunikationsszene:&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/luebue/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach</a>, bei BCW derzeit als Head of Creativity Europe and Africa unterwegs, entzaubert im Gespräch mit Michael Carl den Mythos Purpose und stellt dafür die Bedeutung von Brand Activism für Unternehmen in den Vordergrund. Warum es nicht mehr reicht, einfach nur zu betonen, wofür man steht – wobei das ja schon erstaunlich vielen doch nicht ganz leichtfällt. Ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, mit seinen alltäglich Kaufentscheidungen Einfluss auf die Entwicklung der Welt zu nehmen.</p><p>Dazu ein Griff ins Archiv, da wir dieser Tage ohnehin, wenn nicht über Covid 19, dann über US-amerikanische Präsidenten sprechen. Der Mitschnitt der originalen Rede von JFK vom 12. September 1961 ist bis heute die Blaupause für Innovation und Motivation. Sein „why the moon? … not because it’s easy, but because it’s hard” ist bis heute die Vorlage für nahezu jede:n, der oder die die eigene Organisation positiv herausfordern und zu echter Innovation anregen will. Note to myself: Mindestens einmal im Jahr das ganze Audio der Rede anhören. Gänsehaut.</p><h4>Zu Gast in dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/luebue/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach</a>, Head of Creativity Europe &amp; Africa bei BCW (Burson Cohn &amp; Wolfe GmbH)</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-9-Zukunft-der-Marke-Brand-activism]]></link><guid isPermaLink="false">0b106d2d-922c-4fbf-a432-7a4efdfc8dce</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/6ac5d5cd-6fe7-4a44-92c2-d09528de99cd/S8-HCoIe3znf92d9IPf25kvM.jpeg"/><pubDate>Thu, 22 Jul 2021 12:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a4480790-2d69-4455-b42e-306bf63b804a/carls-zukunft-der-woche-folge-9.mp3" length="99964342" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>41:39</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>9</itunes:episode><podcast:episode>9</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur neunten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Über die Zukunft von Marketing und warum Werte nicht mehr genug sind. Wie Unternehmen mit Brand Activism die Welt verbessern können – sollen sie denn überhaupt? Und ein kleines Juwel aus dem Archiv: Das sprichwörtliche Moonshot Thinking im Originalton. Einmal klicken und schon kommt die Zukunft!</itunes:summary></item><item><title>#8 KI: Der Charme der zweitbesten Lösung</title><itunes:title>#8 KI: Der Charme der zweitbesten Lösung</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>In der dieswöchigen Zukunftsstaffel stehen die Rechte von Tieren im Fokus. „Wann werden wir Tierrechte kodifiziert haben?“, hat Rechtsanwalt&nbsp;<a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>&nbsp;letzte Woche gefragt.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/dr-christian-arleth-366399159" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Arleth</a>, Rechtsanwalt bei PETA, gibt seine Antwort darauf und stellt anschließend seine Frage an die Zukunft.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/joerg-kopecz-6b917b1/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jörg Kopecz</a>, Spezialist für digitale Transformation, plädiert für ein neues System der zweitbesten Lösung, je mehr Systeme künstlicher Intelligenz uns bei der Arbeit unterstützen. Wie gerade das zum letztendlichen Optimum führt, erläutert er im Interview. Ein Gespräch mit Michael Carl über notwendige menschliche Kompetenzen und sinnvolles Scheitern.</p><p>Algorithmisch basierte Diskriminierung: Die britische Journalistin Caroline Criado-Perez schlüsselt in ihrem Buch „<a href="https://www.amazon.de/Unsichtbare-Frauen-gemachte-Bev%C3%B6lkerung-ignoriert/dp/3442718872/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert</a>“ konsequent auf, wie fehlende Daten dazu führen, dass Algorithmen Frauen diskriminieren und sogar ihre Leben gefährden. Warum das Werk so aktuell und relevant ist, beschreibt Michael Carl anhand des jüngsten Beispiels der Biontech Medizinerin Özlem Türeci – sie wurde einfach mal durch den Algorithmus von&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/web/biontech-impfstoff-wie-google-eine-impf-forscherin-zur-ehefrau-macht-a-e8ace050-8329-4706-9543-8a4e3ff6cd34" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Google zur Ehefrau degradiert</a>.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Noerr LLP, Experte für Haftungsfragen rund um Digitalisierung, KI und Connectivity, Herausgeber von juristischen Fachmagazinen und Dozent für europäisches Produkt- und Technikrecht an der Universität Bayreuth.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-christian-arleth-366399159" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Arleth</a>, Rechtsanwalt bei PETA Deutschland e.V.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/joerg-kopecz-6b917b1/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jörg Kopecz</a>, Geschäftsführer bei iTM – Institut für Transformationsmanagement, Professor für Unternehmensführung und digitales Transformationsmanagement an der FOM Hochschule für Ökonomie und Management in Essen/Mannheim.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>In der dieswöchigen Zukunftsstaffel stehen die Rechte von Tieren im Fokus. „Wann werden wir Tierrechte kodifiziert haben?“, hat Rechtsanwalt&nbsp;<a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>&nbsp;letzte Woche gefragt.&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/dr-christian-arleth-366399159" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Arleth</a>, Rechtsanwalt bei PETA, gibt seine Antwort darauf und stellt anschließend seine Frage an die Zukunft.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/joerg-kopecz-6b917b1/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jörg Kopecz</a>, Spezialist für digitale Transformation, plädiert für ein neues System der zweitbesten Lösung, je mehr Systeme künstlicher Intelligenz uns bei der Arbeit unterstützen. Wie gerade das zum letztendlichen Optimum führt, erläutert er im Interview. Ein Gespräch mit Michael Carl über notwendige menschliche Kompetenzen und sinnvolles Scheitern.</p><p>Algorithmisch basierte Diskriminierung: Die britische Journalistin Caroline Criado-Perez schlüsselt in ihrem Buch „<a href="https://www.amazon.de/Unsichtbare-Frauen-gemachte-Bev%C3%B6lkerung-ignoriert/dp/3442718872/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert</a>“ konsequent auf, wie fehlende Daten dazu führen, dass Algorithmen Frauen diskriminieren und sogar ihre Leben gefährden. Warum das Werk so aktuell und relevant ist, beschreibt Michael Carl anhand des jüngsten Beispiels der Biontech Medizinerin Özlem Türeci – sie wurde einfach mal durch den Algorithmus von&nbsp;<a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/web/biontech-impfstoff-wie-google-eine-impf-forscherin-zur-ehefrau-macht-a-e8ace050-8329-4706-9543-8a4e3ff6cd34" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Google zur Ehefrau degradiert</a>.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Noerr LLP, Experte für Haftungsfragen rund um Digitalisierung, KI und Connectivity, Herausgeber von juristischen Fachmagazinen und Dozent für europäisches Produkt- und Technikrecht an der Universität Bayreuth.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/dr-christian-arleth-366399159" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christian Arleth</a>, Rechtsanwalt bei PETA Deutschland e.V.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/joerg-kopecz-6b917b1/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jörg Kopecz</a>, Geschäftsführer bei iTM – Institut für Transformationsmanagement, Professor für Unternehmensführung und digitales Transformationsmanagement an der FOM Hochschule für Ökonomie und Management in Essen/Mannheim.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-8-KI-Der-Charme-der-zweitbesten-Loesung]]></link><guid isPermaLink="false">2ff443fc-fd4f-4b2f-b8fb-5b439840d0c7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/c2150b2d-b20c-4aec-bdda-350ad1232ee5/ICZF-4kfvO1FTCa7BXlhoG1B.jpeg"/><pubDate>Thu, 22 Jul 2021 11:55:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/79dbb793-b1c8-459a-8196-006277748c7f/carls-zukunft-der-woche-folge-8.mp3" length="87400488" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:25</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>8</itunes:episode><podcast:episode>8</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur achten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Wann werden wir Tierrechte kodifiziert haben? Welche Kompetenzen benötigen eigentlich wir Menschen im Umgang mit Systemen künstlicher Intelligenz? Wenn Algorithmen Frauen diskriminieren. Folge jetzt anhören und go-go future!</itunes:summary></item><item><title>#7 Die Chancen von KI</title><itunes:title>#7 Die Chancen von KI</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>„Wann werden wir die Gleichstellung aller Geschlechter erreicht haben und woran werden wir das bemerken?“, lautet die Frage von&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/angela-krug-591a418a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Angela Krug</a>&nbsp;in der dieswöchigen Zukunftsstaffel. Eine Antwort darauf gibt&nbsp;<a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>, Rechtsanwalt und Spezialist für Haftungsfragen rund um Digitalisierung, KI und Connectivity. Er wiederum fragt sich und die Zukunft, wann wir Tierrechte kodifizieren werden. Nächste Woche erfahren Sie eine Einschätzung dazu.</p><p>Weg von der Standardisierung und hin zu einer individuellen Produktion in der Industrie – KI als Werkzeug der industriellen Transformation:&nbsp;<a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/digitalisierung/chris-boos-1504580" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Chris Boos</a>, KI-Experte und Mitglied des Digitalrats der Bundesregierung, im Gespräch mit Michael Carl. Kleiner Spoiler: Tendenziell haben die falschen Leute Angst, von der KI verdrängt zu werden.</p><p>Future revisited: Die Tageszeitung Nürnberger Nachrichten hat Michael Carl vor sieben Monaten zu seiner Einschätzung zu Weihnachtsmärkten in Zeiten von Corona befragt. Zeit für eine Analyse seiner damaligen Thesen: Wo stehen wir heute?</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/angela-krug-591a418a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Angela Krug</a>, Expertin für nachhaltige Entwicklung und Bereichsleiterin bei Engagement Global gGmbH</p><p><a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Noerr LLP, Experte für Haftungsfragen rund um Digitalisierung, KI und Connectivity, Herausgeber von juristischen Fachmagazinen und Dozent für europäisches Produkt- und Technikrecht an der Universität Bayreuth.</p><p><a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/digitalisierung/chris-boos-1504580" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Chris Boos</a>, KI-Pionier, Gründer des IT-Unternehmens arago GmbH, Investor und Mitglied des Digitalrats der Bundesregierung</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>„Wann werden wir die Gleichstellung aller Geschlechter erreicht haben und woran werden wir das bemerken?“, lautet die Frage von&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/angela-krug-591a418a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Angela Krug</a>&nbsp;in der dieswöchigen Zukunftsstaffel. Eine Antwort darauf gibt&nbsp;<a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>, Rechtsanwalt und Spezialist für Haftungsfragen rund um Digitalisierung, KI und Connectivity. Er wiederum fragt sich und die Zukunft, wann wir Tierrechte kodifizieren werden. Nächste Woche erfahren Sie eine Einschätzung dazu.</p><p>Weg von der Standardisierung und hin zu einer individuellen Produktion in der Industrie – KI als Werkzeug der industriellen Transformation:&nbsp;<a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/digitalisierung/chris-boos-1504580" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Chris Boos</a>, KI-Experte und Mitglied des Digitalrats der Bundesregierung, im Gespräch mit Michael Carl. Kleiner Spoiler: Tendenziell haben die falschen Leute Angst, von der KI verdrängt zu werden.</p><p>Future revisited: Die Tageszeitung Nürnberger Nachrichten hat Michael Carl vor sieben Monaten zu seiner Einschätzung zu Weihnachtsmärkten in Zeiten von Corona befragt. Zeit für eine Analyse seiner damaligen Thesen: Wo stehen wir heute?</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/angela-krug-591a418a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Angela Krug</a>, Expertin für nachhaltige Entwicklung und Bereichsleiterin bei Engagement Global gGmbH</p><p><a href="https://www.noerr.com/de/persoenlichkeiten/klindt-thomas" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Klindt</a>, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Noerr LLP, Experte für Haftungsfragen rund um Digitalisierung, KI und Connectivity, Herausgeber von juristischen Fachmagazinen und Dozent für europäisches Produkt- und Technikrecht an der Universität Bayreuth.</p><p><a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/digitalisierung/chris-boos-1504580" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Chris Boos</a>, KI-Pionier, Gründer des IT-Unternehmens arago GmbH, Investor und Mitglied des Digitalrats der Bundesregierung</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-7-Die-Chancen-von-KI]]></link><guid isPermaLink="false">4a3085eb-d060-4fb7-8861-dcfa1dd4af9a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/5d748179-9b3e-42e6-9804-f79e2fb47b1e/VH0fxJi1qJxf3YgPsHZvY64a.jpeg"/><pubDate>Thu, 22 Jul 2021 11:45:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a58f7d52-d37b-4c31-b104-b9f3f2ca9cb0/carls-zukunft-der-woche-folge-7.mp3" length="90769549" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:49</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>7</itunes:episode><podcast:episode>7</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur siebten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Woran erkennen wir die Gleichstellung aller Geschlechter? Was einer KI leicht fällt, fällt dem Menschen schwer – und Vice versa. Michael Carls Thesen aus dem Frühjahr über die Pandemie und Weihnachtsmärkte auf dem Prüfstand. Jetzt den Lauschangriff auf die Zukunft starten!</itunes:summary></item><item><title>#6 Autonomes Fahren aus Deutschland?</title><itunes:title>#6 Autonomes Fahren aus Deutschland?</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p><a href="https://www.rnd.de/wirtschaft/mercedes-gibt-das-autonome-robotertaxi-auf-wir-konnen-das-rennen-nicht-gewinnen-MDFJOQVJCJEDTBBDCTVA5N4EBI.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mercedes-Benz zieht sich aus der Entwicklung von autonom fahrenden Fahrzeugen zurück</a>&nbsp;und gibt damit das Rennen um die Zukunft der Branche auf. Über die Bedeutung dieser Entscheidung für die Zukunft der deutschen Automobilindustrie und über die aktuellen Entwicklungen des autonomen Fahrens im Silicon Valley spricht Michael Carl mit Mobilitätsexperte&nbsp;<a href="https://derletztefuehrerscheinneuling.com/uber/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mario Herger</a>.</p><p>Diese Woche in der Zukunftsstaffel:&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/angela-krug-591a418a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Angela Krug</a>&nbsp;gibt als Expertin für nachhaltige Entwicklung die Antwort auf die Frage von Zukunftsforscher&nbsp;<a href="https://www.kaigondlach.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kai Gondlach</a>&nbsp;nach dem Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Sie wiederum fragt die Zukunft nach der Gleichberechtigung aller Geschlechter – die Antwort darauf hören Sie nächste Woche.</p><p><a href="https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/streitgespraech-das-todesszenario-fuer-apotheken-ist-keine-uebertreibung/26277966.html?ticket=ST-5269189-bcRHQwrOpn26iPK7KWqY-ap1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Das aktuelle Streitgespräch im Handelsblatt zwischen den Chefs von DocMorris und Novarti über die Zukunft von Apotheken</a>&nbsp;illustriert anschaulich die Unterschiede zwischen Menschen, die Zukunft geschehen lassen, und Menschen, die Zukunft gestalten. Eine anekdotische Analyse.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://derletztefuehrerscheinneuling.com/uber/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mario Herger</a>, Silicon Valley Experte, Technologie-Trendforscher, Ehemaliger Entwicklungsleiter und Innovationsstratege bei SAP, Autor und Redner</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/angela-krug-591a418a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Angela Krug</a>, Bereichsleiterin bei Engagement Global gGmbH</p><p><a href="https://www.kaigondlach.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kai Gondlach</a>, Zukunftsforscher, Strategieberater, Mitgründer des Alumnivereins der deutschsprachigen Zukunftsforschung, Dozent an der aim – Akademie für Innovative Bildung und Management und Mitglied der World Futures Studies Federation</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p><a href="https://www.rnd.de/wirtschaft/mercedes-gibt-das-autonome-robotertaxi-auf-wir-konnen-das-rennen-nicht-gewinnen-MDFJOQVJCJEDTBBDCTVA5N4EBI.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mercedes-Benz zieht sich aus der Entwicklung von autonom fahrenden Fahrzeugen zurück</a>&nbsp;und gibt damit das Rennen um die Zukunft der Branche auf. Über die Bedeutung dieser Entscheidung für die Zukunft der deutschen Automobilindustrie und über die aktuellen Entwicklungen des autonomen Fahrens im Silicon Valley spricht Michael Carl mit Mobilitätsexperte&nbsp;<a href="https://derletztefuehrerscheinneuling.com/uber/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mario Herger</a>.</p><p>Diese Woche in der Zukunftsstaffel:&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/angela-krug-591a418a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Angela Krug</a>&nbsp;gibt als Expertin für nachhaltige Entwicklung die Antwort auf die Frage von Zukunftsforscher&nbsp;<a href="https://www.kaigondlach.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kai Gondlach</a>&nbsp;nach dem Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Sie wiederum fragt die Zukunft nach der Gleichberechtigung aller Geschlechter – die Antwort darauf hören Sie nächste Woche.</p><p><a href="https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/streitgespraech-das-todesszenario-fuer-apotheken-ist-keine-uebertreibung/26277966.html?ticket=ST-5269189-bcRHQwrOpn26iPK7KWqY-ap1" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Das aktuelle Streitgespräch im Handelsblatt zwischen den Chefs von DocMorris und Novarti über die Zukunft von Apotheken</a>&nbsp;illustriert anschaulich die Unterschiede zwischen Menschen, die Zukunft geschehen lassen, und Menschen, die Zukunft gestalten. Eine anekdotische Analyse.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://derletztefuehrerscheinneuling.com/uber/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mario Herger</a>, Silicon Valley Experte, Technologie-Trendforscher, Ehemaliger Entwicklungsleiter und Innovationsstratege bei SAP, Autor und Redner</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/angela-krug-591a418a/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Angela Krug</a>, Bereichsleiterin bei Engagement Global gGmbH</p><p><a href="https://www.kaigondlach.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kai Gondlach</a>, Zukunftsforscher, Strategieberater, Mitgründer des Alumnivereins der deutschsprachigen Zukunftsforschung, Dozent an der aim – Akademie für Innovative Bildung und Management und Mitglied der World Futures Studies Federation</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-6-Autonomes-Fahren-aus-Deutschland]]></link><guid isPermaLink="false">06f7b5df-7491-4e13-815b-9853c4e5a343</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d8b1e798-e833-4ba9-8695-7046b6bc954c/Y1ysEfTzMl0ZYfzqgt7W9Pmk.jpeg"/><pubDate>Wed, 21 Jul 2021 10:30:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/5dddf0ca-580c-46b8-8d5f-77224aabcd4e/carls-zukunft-der-woche-folge-6.mp3" length="87668022" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:32</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>6</itunes:episode><podcast:episode>6</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur sechsten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Was heißt das für die Perspektiven der deutschen Automobilindustrie, wenn Mercedes-Benz das Rennen um autonom fahrende Fahrzeuge aufgibt? Wie schaffen wir es, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen umzusetzen? Beispiel Apothekensterben: Zukunft geschehen lassen oder gestalten? Play-Button drücken und Zukunft hören!</itunes:summary></item><item><title>#5 Das (un)sichtbare Digitale</title><itunes:title>#5 Das (un)sichtbare Digitale</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>„Wann bekommen wir in Deutschland endlich ein Digitalministerium?“, lautete die Frage von Digitalexpertin&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/srendam2b/?locale=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephanie Renda</a>, die sie in der letzten Episode der Zukunftsstaffel gestellt hat. Michael Carl ergänzte dazu: „Und was werden wir dann davon haben?“ Die Antwort darauf liefert diese Woche Zukunftsforscher&nbsp;<a href="https://www.kaigondlach.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kai Gondlach</a>. Seine Einschätzung: Auch wenn wir höchst wahrscheinlich im kommenden Jahr ein Digitalministerium bekommen werden, entscheidend ist, um welche Themen es sich kümmern wird, vom Auslösen eines Gründerbooms über Technologieförderung bis hin zu Quantencomputern. Seine Frage an die Zukunft zielt auf die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Wer die Antwort darauf liefert, erfahren Sie in der nächsten Folge.</p><p>Können wir lernen, das Digitale zu sehen und was bedeutet das für unseren Blick auf die Welt? Michael Carl geht dieser Frage im Gespräch der Woche mit Licht- und Medienkünstler&nbsp;<a href="https://thorsten-bauer.com/about-me/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thorsten Bauer</a>&nbsp;nach.</p><p>Das Printmedium „Tageszeitung“ wird innerhalb und außerhalb der Branche schon seit Jahrzehnten als totgerittener Gaul beschrieben. Bitte absteigen! Im carl institute arbeiten wir derzeit intensiv in Projekten mit der Printbranche. Im Podcast hören Sie Thesen zur Zukunft von Print, quasi direkt aus unserem Labor.</p><p>Noch ein Hinweis in eigener Sache: Vom 02.-04. Dezember veranstaltet das&nbsp;<a href="https://future-carl.institute/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carl institute for human future</a>&nbsp;das Zukunftscamp „<a href="https://future-carl.institute/update-zukunft-dezember-2020/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Update Zukunft Winter 2020</a>“ in Leipzig. Eine auf 12 Personen limitierte exklusive Veranstaltung mit Live Screening vom&nbsp;<a href="https://websummit.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Web Summit 2020 in Lissabon</a>. Mit inspirierenden Gästen und dem Team vom carl institute for human future aktualisieren wir unser Zukunftsbild.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/srendam2b/?locale=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephanie Renda</a>, Expertin für Digitale Transformation, Serial Entrepreneur, Mitglied des Beirats Junge Digitale Wirtschaft beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie</p><p><a href="https://www.kaigondlach.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kai Gondlach</a>, Zukunftsforscher, Strategieberater, Mitgründer des Alumnivereins der deutschsprachigen Zukunftsforschung, Dozent an der aim – Akademie für Innovative Bildung und Management und Mitglied der World Futures Studies Federation</p><p><a href="https://thorsten-bauer.com/about-me/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thorsten Bauer</a>, international gefeierter Medienkünstler, Partner &amp; Business Development URBANSCREEN Gmbh Co Kg und Kurator der Elbphilharmonie Mediawall Hamburg</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>„Wann bekommen wir in Deutschland endlich ein Digitalministerium?“, lautete die Frage von Digitalexpertin&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/srendam2b/?locale=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephanie Renda</a>, die sie in der letzten Episode der Zukunftsstaffel gestellt hat. Michael Carl ergänzte dazu: „Und was werden wir dann davon haben?“ Die Antwort darauf liefert diese Woche Zukunftsforscher&nbsp;<a href="https://www.kaigondlach.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kai Gondlach</a>. Seine Einschätzung: Auch wenn wir höchst wahrscheinlich im kommenden Jahr ein Digitalministerium bekommen werden, entscheidend ist, um welche Themen es sich kümmern wird, vom Auslösen eines Gründerbooms über Technologieförderung bis hin zu Quantencomputern. Seine Frage an die Zukunft zielt auf die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Wer die Antwort darauf liefert, erfahren Sie in der nächsten Folge.</p><p>Können wir lernen, das Digitale zu sehen und was bedeutet das für unseren Blick auf die Welt? Michael Carl geht dieser Frage im Gespräch der Woche mit Licht- und Medienkünstler&nbsp;<a href="https://thorsten-bauer.com/about-me/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thorsten Bauer</a>&nbsp;nach.</p><p>Das Printmedium „Tageszeitung“ wird innerhalb und außerhalb der Branche schon seit Jahrzehnten als totgerittener Gaul beschrieben. Bitte absteigen! Im carl institute arbeiten wir derzeit intensiv in Projekten mit der Printbranche. Im Podcast hören Sie Thesen zur Zukunft von Print, quasi direkt aus unserem Labor.</p><p>Noch ein Hinweis in eigener Sache: Vom 02.-04. Dezember veranstaltet das&nbsp;<a href="https://future-carl.institute/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carl institute for human future</a>&nbsp;das Zukunftscamp „<a href="https://future-carl.institute/update-zukunft-dezember-2020/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Update Zukunft Winter 2020</a>“ in Leipzig. Eine auf 12 Personen limitierte exklusive Veranstaltung mit Live Screening vom&nbsp;<a href="https://websummit.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Web Summit 2020 in Lissabon</a>. Mit inspirierenden Gästen und dem Team vom carl institute for human future aktualisieren wir unser Zukunftsbild.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/srendam2b/?locale=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephanie Renda</a>, Expertin für Digitale Transformation, Serial Entrepreneur, Mitglied des Beirats Junge Digitale Wirtschaft beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie</p><p><a href="https://www.kaigondlach.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Kai Gondlach</a>, Zukunftsforscher, Strategieberater, Mitgründer des Alumnivereins der deutschsprachigen Zukunftsforschung, Dozent an der aim – Akademie für Innovative Bildung und Management und Mitglied der World Futures Studies Federation</p><p><a href="https://thorsten-bauer.com/about-me/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thorsten Bauer</a>, international gefeierter Medienkünstler, Partner &amp; Business Development URBANSCREEN Gmbh Co Kg und Kurator der Elbphilharmonie Mediawall Hamburg</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-5-Das-un-sichtbare-Digitale]]></link><guid isPermaLink="false">4947f031-da1b-46ad-8eb0-843cccb7e5ca</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1438c1a0-9ec6-4f79-b818-71630f1a879b/2lqZIaQtpGWEkOboZBg8yP1a.jpeg"/><pubDate>Wed, 21 Jul 2021 10:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/5e902f2f-2d0d-4610-987b-2168dc80b027/carls-zukunft-der-woche-folge-5.mp3" length="87309582" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>36:23</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>5</itunes:episode><podcast:episode>5</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur fünften Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Wann bekommen wir in Deutschland ein Digitalministerium und – wichtiger – was werden wir dann davon haben? Wie lernen wir, das Digitale zu sehen? Drei Thesen zur Zukunft von Print.
Reinhören und mitdiskutieren!</itunes:summary></item><item><title>#4 Kultur in der Krise</title><itunes:title>#4 Kultur in der Krise</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Ein Blick aus der Perspektive der Zukunftsforschung auf die Krise. Drei der Krisen der 20er Jahre kannten wir auch schon Corona: Die Krise der Arbeit, die demografische Krise und die Klimakrise. Wir halten es für zynisch gegenüber den Opfern der Pandemie nicht daraus zu lernen: Je unruhiger das Fahrwasser, desto wichtiger der Blick nach vorn.</p><p>Was macht ein international tätiger Dirigent in Zeiten von Corona? Er geht in Quarantäne. Wir haben mit&nbsp;<a href="http://www.christophpoppen.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christoph Poppen</a> an Tag elf seiner Quarantäne in Hongkong gesprochen: Welche Lücken reißen wir gerade in unser kulturelles Fundament – und welche Spuren werden bleiben? Sein Appell ist: So weit wir unser kulturelles Leben auch herunterfahren müssen, wir dürfen den Faden nicht abreißen lassen.</p><p>Schließlich ein Blick in das Labor der Zukunftsforschung. Wir arbeiten derzeit intensiv an Versicherungsthemen. Ein kleiner Rant über die Themen, die wir nie wieder (!) als Zukunft der Versicherung präsentiert bekommen wollen.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="http://www.christophpoppen.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christoph Poppen</a>, international renommierter Dirigent und Geiger, unter anderem Principal Guest Conductor der Hongkong Sinfonieta, Gründer des Festival Internacional de Música de Marvão in Portugal, Professor an der Hochschule für Musik und Theater München.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Ein Blick aus der Perspektive der Zukunftsforschung auf die Krise. Drei der Krisen der 20er Jahre kannten wir auch schon Corona: Die Krise der Arbeit, die demografische Krise und die Klimakrise. Wir halten es für zynisch gegenüber den Opfern der Pandemie nicht daraus zu lernen: Je unruhiger das Fahrwasser, desto wichtiger der Blick nach vorn.</p><p>Was macht ein international tätiger Dirigent in Zeiten von Corona? Er geht in Quarantäne. Wir haben mit&nbsp;<a href="http://www.christophpoppen.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christoph Poppen</a> an Tag elf seiner Quarantäne in Hongkong gesprochen: Welche Lücken reißen wir gerade in unser kulturelles Fundament – und welche Spuren werden bleiben? Sein Appell ist: So weit wir unser kulturelles Leben auch herunterfahren müssen, wir dürfen den Faden nicht abreißen lassen.</p><p>Schließlich ein Blick in das Labor der Zukunftsforschung. Wir arbeiten derzeit intensiv an Versicherungsthemen. Ein kleiner Rant über die Themen, die wir nie wieder (!) als Zukunft der Versicherung präsentiert bekommen wollen.</p><h4>Der Gast dieser Woche:</h4><p><a href="http://www.christophpoppen.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Christoph Poppen</a>, international renommierter Dirigent und Geiger, unter anderem Principal Guest Conductor der Hongkong Sinfonieta, Gründer des Festival Internacional de Música de Marvão in Portugal, Professor an der Hochschule für Musik und Theater München.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-4-Kultur-in-der-Krise]]></link><guid isPermaLink="false">f5b535d1-10a8-4ad1-87ba-429cd1d808a3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f9aed4b3-c842-4637-ae6b-0ca6d16cdce4/_5ZCJdEYDuuOxyDcxlMs1d44.jpeg"/><pubDate>Wed, 21 Jul 2021 10:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/3e49ffb2-95af-4668-800a-1553a289c1b1/carls-zukunft-der-woche-folge-4.mp3" length="86137269" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>35:53</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>4</itunes:episode><podcast:episode>4</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur vierten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“!
Krise als Thema der 20er Jahre: Erleben wir gerade den Auftakt zum Jahrzehnt der Krisen? Kultur in der Quarantäne – ein Erfahrungsbericht mit Dirigent Christoph Poppen. Was nicht die Zukunft von Versicherungen ist. Jetzt reingehört!</itunes:summary></item><item><title>#3 Smart Factory</title><itunes:title>#3 Smart Factory</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Das Gespräch der Woche führt Michael Carl mit Smart-Factory-Experte&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/martinruskowski/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Ruskowski</a>. Er spricht über seine Perspektive der vollautomatisierten, smarten Fabrik der Zukunft und gewährt Einblicke in seine aktuelle Forschung.</p><p>Gibt es in der Smart Factory von morgen überhaupt noch Lichtschalter? Welche Rolle wird der Mensch in solch einer Fabrik haben? Und kann die deutsche Industrie mit Blick auf die globale Konkurrenz überhaupt die Entwicklung der digitalisierten Smart Factory von vorne treiben?</p><p>Unsere Erkenntnis der Woche basiert auf einem aktuellen Video von NVIDIA AI Research. Die dort gezeigte Technologie verbessert die Bildqualität von Videokonferenzen erheblich – unabhängig von der Bandbreite. Die Software benötigt lediglich ein Bild des Gesichts des Teilnehmers und nimmt nur die Gesichtsbewegung auf. An das Ausgabegerät des Gegenübers werden ausschließlich das eine Bild und die Bewegung gesendet – wesentlich weniger Datenmengen also. Das Programm errechnet daraus dann in Echtzeit das bewegte Gesicht. Das Video dazu sehen Sie hier.[Link]</p><p>Können wir uns auch in Videochats äußerlich so darstellen, wie wir möchten, ohne dass das Gegenüber daran zweifelt? Können wir mit dieser Software körperliche Merkmale wie Hautfarbe, Haare und Alter und sogar Kleidung jederzeit selbst bestimmen? Kann somit Diskriminierung bei virtuellen Vorstellungsgesprächen unterbunden werden? Und werden Deep Fakes mit dieser Technologie für jeden herstellbar?</p><p>Diese Woche in der Zukunftsstaffel: Die Frage von HR-Visionär&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/jess-koch-72683579/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jess Koch</a>&nbsp;nach Purpose, in Unternehmen wird von Digital-Expertin&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/srendam2b/?locale=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephanie Renda</a>&nbsp;beantwortet. Sie fragt die Zukunft, wann es endlich ein deutsches Digitalministerium geben wird.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/jess-koch-72683579/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jess Koch</a>, HR-Manager, Agile Trainer und Coach bei HR Pioneers.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/srendam2b/?locale=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephanie Renda</a>, Expertin für Digitale Transformation, stellvertretende Vorsitzende des Beirats Junge Digitale Wirtschaft beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Vorstand des Bundesverband Deutsche Startups e.V.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martinruskowski/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Ruskowski</a>, Vorstandsvorsitzender der Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V. und Professor für Werkzeugmaschinen und Steuerungen an der Technischen Universität Kaiserslautern.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>Das Gespräch der Woche führt Michael Carl mit Smart-Factory-Experte&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/martinruskowski/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Ruskowski</a>. Er spricht über seine Perspektive der vollautomatisierten, smarten Fabrik der Zukunft und gewährt Einblicke in seine aktuelle Forschung.</p><p>Gibt es in der Smart Factory von morgen überhaupt noch Lichtschalter? Welche Rolle wird der Mensch in solch einer Fabrik haben? Und kann die deutsche Industrie mit Blick auf die globale Konkurrenz überhaupt die Entwicklung der digitalisierten Smart Factory von vorne treiben?</p><p>Unsere Erkenntnis der Woche basiert auf einem aktuellen Video von NVIDIA AI Research. Die dort gezeigte Technologie verbessert die Bildqualität von Videokonferenzen erheblich – unabhängig von der Bandbreite. Die Software benötigt lediglich ein Bild des Gesichts des Teilnehmers und nimmt nur die Gesichtsbewegung auf. An das Ausgabegerät des Gegenübers werden ausschließlich das eine Bild und die Bewegung gesendet – wesentlich weniger Datenmengen also. Das Programm errechnet daraus dann in Echtzeit das bewegte Gesicht. Das Video dazu sehen Sie hier.[Link]</p><p>Können wir uns auch in Videochats äußerlich so darstellen, wie wir möchten, ohne dass das Gegenüber daran zweifelt? Können wir mit dieser Software körperliche Merkmale wie Hautfarbe, Haare und Alter und sogar Kleidung jederzeit selbst bestimmen? Kann somit Diskriminierung bei virtuellen Vorstellungsgesprächen unterbunden werden? Und werden Deep Fakes mit dieser Technologie für jeden herstellbar?</p><p>Diese Woche in der Zukunftsstaffel: Die Frage von HR-Visionär&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/jess-koch-72683579/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jess Koch</a>&nbsp;nach Purpose, in Unternehmen wird von Digital-Expertin&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/srendam2b/?locale=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephanie Renda</a>&nbsp;beantwortet. Sie fragt die Zukunft, wann es endlich ein deutsches Digitalministerium geben wird.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/jess-koch-72683579/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jess Koch</a>, HR-Manager, Agile Trainer und Coach bei HR Pioneers.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/srendam2b/?locale=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stephanie Renda</a>, Expertin für Digitale Transformation, stellvertretende Vorsitzende des Beirats Junge Digitale Wirtschaft beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Vorstand des Bundesverband Deutsche Startups e.V.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martinruskowski/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Martin Ruskowski</a>, Vorstandsvorsitzender der Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V. und Professor für Werkzeugmaschinen und Steuerungen an der Technischen Universität Kaiserslautern.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-3-Smart-Factory]]></link><guid isPermaLink="false">7b50c503-509c-403e-a24d-604374857925</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/c6d7e283-097f-465d-bc59-f1a487cc9e3d/oqSLpb3wEGGJw39eqcTDYDsU.jpeg"/><pubDate>Tue, 20 Jul 2021 16:05:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/422171f8-a875-41cf-8163-5f8c20ce07a9/carls-zukunft-der-woche-folge-3.mp3" length="83673337" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:52</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>3</itunes:episode><podcast:episode>3</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur dritten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“! Zukunft des Purpose: Können Unternehmen ihren Mitarbeitern einen Sinn geben? Wie schätzt der Smart-Factory-Experte Martin Ruskowski Deutschlands Zukunft in puncto Industrie 4.0 ein? Warum wir uns in Videochats bald keine Sorgen mehr über einen Bad-Hair-Day machen müssen. Hören Sie jetzt rein und erfahren Sie mehr!</itunes:summary></item><item><title>#2 Kulturell kompetente KI</title><itunes:title>#2 Kulturell kompetente KI</itunes:title><description><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>In dieser Episode beginnt die Zukunftsstaffel mit der Frage von&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/stefan-kermas-658392196/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stefan Kermas</a>&nbsp;und wird von HR-Visionär&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/jess-koch-72683579/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jess Koch</a> beantwortet. Er wiederum gibt den Staffelstab in Form einer neuen Frage an die Zukunft weiter.</p><p>Michael Carl spricht in dieser Folge mit KI-Expertin&nbsp;<a href="https://www.ivow.ai/ourteam.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Davar Ardalan</a>&nbsp;über kulturell sensible Künstliche Intelligenzen.</p><p>Was sind typische Einsatzfelder von kulturell sensiblen KIs? Wie genau regieren die Maschinen auf unterschiedliche kulturelle Hintergründe? Und was bedeutet das für uns Menschen?</p><p>An dieser Stelle werden wir auch regelmäßig über Bücher, Filme, Serien etc. sprechen, die uns inspirieren, die wir für hilfreich und anregend halten. In Folge 2 stellen wir zwei Bücher gegenüber, deren Autoren jeweils unterschiedliche Perspektiven auf den Umgang von uns Menschen mit Algorithmen haben.</p><p>In „<a href="https://www.amazon.de/New-Dark-Age-Technologie-Zukunft/dp/3406741770" rel="noopener noreferrer" target="_blank">New Dark Age – Der Sieg der Technologie und das Ende der Zukunft</a>“ von James Bridle erkennt der Autor einen tückischen automation bias im allzu vertrauten Umgang mit Maschinen und automatisierten Vorgängen.</p><p>Positiver bewerten die Autoren Brian Christian und Thomas Griffith die Interaktion mit Maschinen: In ihrem Buch „<a href="https://www.amazon.de/Algorithms-Live-Computer-Science-Decisions/dp/0007547994/ref=sr_1_1?adgrpid=73770770831&amp;dchild=1&amp;gclid=CjwKCAjwh7H7BRBBEiwAPXjadgEpWwc79nA-Bq9r4T0Zoyvn5ACaav2xyy-wix4B2Yu-9MRzXmCc-hoCx0MQAvD_BwE&amp;hvadid=391552927122&amp;hvdev=c&amp;hvlocphy=9042985&amp;hvnetw=g&amp;hvqmt=e&amp;hvrand=12158161355925964418&amp;hvtargid=kwd-300531550968&amp;hydadcr=27957_1978104&amp;keywords=algorithms+to+live+by&amp;qid=1600937093&amp;sr=8-1&amp;tag=googhydr08-21" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Algorithms to Live By: The Computer Science of Human Decisions</a>“ gehen die Autoren der Frage nach, was wir für unser humanes Denken von künstlichen Algorithmen lernen können.</p><p>Vertrauen wir automatisierten Reaktionen zu sehr und wie können wir besser denken und glücklicher werden, wenn wir uns die Erfolgsprinzipien von Algorithmen zu Nutze machen?</p><p>Noch ein Hinweis in eigener Sache: Vom 02.-04. Dezember veranstaltet das&nbsp;<a href="https://future-carl.institute/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carl institute for human future</a>&nbsp;das Zukunftscamp „<a href="https://future-carl.institute/update-zukunft-dezember-2020/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Update Zukunft Winter 2020</a>“ in Leipzig. Eine auf 12 Personen limitierte exklusive Veranstaltung mit Live Screening vom&nbsp;<a href="https://websummit.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Web Summit 2020 in Lissabon</a>. Mit inspirierenden Gästen und dem Team vom carl institute for human future aktualisieren wir unser Zukunftsbild.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/stefan-kermas-658392196/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stefan Kermas</a>, Volljurist und ehemaliger Bundestrainer der Hockey-Nationalmannschaft.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/jess-koch-72683579/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jess Koch</a>, HR-Manager, Agile Trainer und Coach bei HR Pioneers.</p><p><a href="https://www.ivow.ai/ourteam.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Davar Ardalan</a>, erfahrene und vielfach ausgezeichnete US-amerikanische Journalistin und Gründerin von IVOW AI. Dort trainiert sie gemeinsam mit ihrem Team KIs in kultureller Intelligenz.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Woche in der Zukunft: </h4><p>In dieser Episode beginnt die Zukunftsstaffel mit der Frage von&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/stefan-kermas-658392196/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stefan Kermas</a>&nbsp;und wird von HR-Visionär&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/jess-koch-72683579/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jess Koch</a> beantwortet. Er wiederum gibt den Staffelstab in Form einer neuen Frage an die Zukunft weiter.</p><p>Michael Carl spricht in dieser Folge mit KI-Expertin&nbsp;<a href="https://www.ivow.ai/ourteam.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Davar Ardalan</a>&nbsp;über kulturell sensible Künstliche Intelligenzen.</p><p>Was sind typische Einsatzfelder von kulturell sensiblen KIs? Wie genau regieren die Maschinen auf unterschiedliche kulturelle Hintergründe? Und was bedeutet das für uns Menschen?</p><p>An dieser Stelle werden wir auch regelmäßig über Bücher, Filme, Serien etc. sprechen, die uns inspirieren, die wir für hilfreich und anregend halten. In Folge 2 stellen wir zwei Bücher gegenüber, deren Autoren jeweils unterschiedliche Perspektiven auf den Umgang von uns Menschen mit Algorithmen haben.</p><p>In „<a href="https://www.amazon.de/New-Dark-Age-Technologie-Zukunft/dp/3406741770" rel="noopener noreferrer" target="_blank">New Dark Age – Der Sieg der Technologie und das Ende der Zukunft</a>“ von James Bridle erkennt der Autor einen tückischen automation bias im allzu vertrauten Umgang mit Maschinen und automatisierten Vorgängen.</p><p>Positiver bewerten die Autoren Brian Christian und Thomas Griffith die Interaktion mit Maschinen: In ihrem Buch „<a href="https://www.amazon.de/Algorithms-Live-Computer-Science-Decisions/dp/0007547994/ref=sr_1_1?adgrpid=73770770831&amp;dchild=1&amp;gclid=CjwKCAjwh7H7BRBBEiwAPXjadgEpWwc79nA-Bq9r4T0Zoyvn5ACaav2xyy-wix4B2Yu-9MRzXmCc-hoCx0MQAvD_BwE&amp;hvadid=391552927122&amp;hvdev=c&amp;hvlocphy=9042985&amp;hvnetw=g&amp;hvqmt=e&amp;hvrand=12158161355925964418&amp;hvtargid=kwd-300531550968&amp;hydadcr=27957_1978104&amp;keywords=algorithms+to+live+by&amp;qid=1600937093&amp;sr=8-1&amp;tag=googhydr08-21" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Algorithms to Live By: The Computer Science of Human Decisions</a>“ gehen die Autoren der Frage nach, was wir für unser humanes Denken von künstlichen Algorithmen lernen können.</p><p>Vertrauen wir automatisierten Reaktionen zu sehr und wie können wir besser denken und glücklicher werden, wenn wir uns die Erfolgsprinzipien von Algorithmen zu Nutze machen?</p><p>Noch ein Hinweis in eigener Sache: Vom 02.-04. Dezember veranstaltet das&nbsp;<a href="https://future-carl.institute/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carl institute for human future</a>&nbsp;das Zukunftscamp „<a href="https://future-carl.institute/update-zukunft-dezember-2020/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Update Zukunft Winter 2020</a>“ in Leipzig. Eine auf 12 Personen limitierte exklusive Veranstaltung mit Live Screening vom&nbsp;<a href="https://websummit.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Web Summit 2020 in Lissabon</a>. Mit inspirierenden Gästen und dem Team vom carl institute for human future aktualisieren wir unser Zukunftsbild.</p><h4>Die Gäste dieser Woche:</h4><p><a href="https://www.linkedin.com/in/stefan-kermas-658392196/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stefan Kermas</a>, Volljurist und ehemaliger Bundestrainer der Hockey-Nationalmannschaft.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/jess-koch-72683579/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jess Koch</a>, HR-Manager, Agile Trainer und Coach bei HR Pioneers.</p><p><a href="https://www.ivow.ai/ourteam.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Davar Ardalan</a>, erfahrene und vielfach ausgezeichnete US-amerikanische Journalistin und Gründerin von IVOW AI. Dort trainiert sie gemeinsam mit ihrem Team KIs in kultureller Intelligenz.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-2-Kulturell-kompetente-KI]]></link><guid isPermaLink="false">b3fb381f-034b-439d-9ead-3edfedf184df</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b65aed04-c4ae-4edd-bc80-5b5a924b39bd/is4RF1zJ8Xp4CqLBpkKZ2XBn.jpeg"/><pubDate>Tue, 20 Jul 2021 16:00:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/914543aa-9860-4c3c-ad00-61b3c15e5b98/carls-zukunft-der-woche-folge-2.mp3" length="88949300" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>37:04</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>2</itunes:episode><podcast:episode>2</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur zweiten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“! Wie steigern wir die Mitarbeiterzufriedenheit in Unternehmen? KI-Expertin Davar Ardalan über ihre These, dass uns intelligente Chatbots zu besseren Menschen machen. Und vertrauen wir Algorithmen zu sehr oder können wir doch von ihnen lernen? Sie möchten mit den Antworten auf der nächsten Party angeben? Dann hören Sie rein!</itunes:summary></item><item><title>#1 Digitales Bewusstsein</title><itunes:title>#1 Digitales Bewusstsein</itunes:title><description><![CDATA[<p><strong>Herzlich willkommen zur ersten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“! Mit dieser Episode starten wir den umfassenden wöchentlichen Dialog über Zukunft, unsere professionelle wie unsere private.</strong></p><p><strong class="ql-size-large">Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Wir beginnen mit unserer Kolumne „Zukunftsstaffel“. Inspirierende Treiber, Entscheider und Analysten aus unserem Netzwerk formulieren eine Zukunftsfrage – ohne zu wissen, an wen diese gerichtet sein wird. Wir im Institut spielen diese Frage dann an einen Menschen aus unserem Netzwerk weiter, der diese aus seiner Perspektive beantwortet. Anschließend bitten wir den Befragten eine weitere Frage zu formulieren und spielen diese an den nächsten Menschen weiter.</p><p>Dadurch erhalten wir Perspektiven und Gedanken über die Zukunft jenseits der erwartbaren Antworten.</p><p>Die Zukunftsstaffel startet mit einer Frage von Serial Entrepreneur <a href="https://www.linkedin.com/in/mario-reis-/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mario Reis</a>. Die Antwort kommt vom ehemaligen Bundestrainer der Hockey-Nationalmannschaft <a href="https://www.linkedin.com/in/stefan-kermas-658392196/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stefan Kermas</a>. Seine Frage wird kommende Woche beantwortet.</p><p>Zum Thema Bewusstsein und Digitalisierung spricht Zukunftsforscher Michael Carl mit Radiologin und Dharma Lehrerin <a href="https://www.angela-geissler.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. med Angela Geissler</a>.</p><p>Wie hat sich unser Bewusstsein mit der Digitalisierung verändert? Was erleben wir als negativ, was als positiv? Und können wir unser Verhalten steuern und damit gegenüber den immer schneller werdenden Veränderungen im Digitalen mehr Resilienz aufbauen?</p><p>In unserer Rubrik „Erkenntnis der Woche“ leiten wir anhand eines aktuellen Ereignisses Zukunftsthesen ab und stellen diese zur Diskussion. Diese Woche betrachten wir folgende Situation: 5% der Bevölkerung einer deutschen Landeshauptstadt unterstützt eine <a href="https://www.golem.de/news/verkehrswende-zaubertechnologie-statt-citybahn-2009-150840.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Forderung, die die Naturgesetze aushebelt</a>. Steht dieser Fall exemplarisch für unseren zukünftigen Umgang mit Fakten und wer definiert in Zukunft Wahrheit? Lernen Sie unsere drei Thesen zum künftigen Umgang mit Fake und Fakten kennen.</p><p>Die Gäste dieser Woche:</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/mario-reis-/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mario Reis</a>, CEO und Co-Founder des Düsseldorfer Start-ups <a href="https://www.monday.rocks/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Monday.Rocks</a>.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/stefan-kermas-658392196/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stefan Kermas</a>, Volljurist und ehemaliger Bundestrainer der Hockey-Nationalmannschaft.</p><p><a href="https://www.angela-geissler.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. med Angela Geissler</a>, Radiologin, Coach, Dharma Lehrerin und Autorin des Buches „<a href="https://www.amazon.de/Zen-die-Kunst-Internet-surfen/dp/3485029890/ref=as_li_ss_tl?_encoding=UTF8&amp;qid=1581874357&amp;sr=8-19&amp;linkCode=sl1&amp;tag=klassenpage0e-21&amp;linkId=4dab839026f336efdb7c2137abfed47b&amp;language=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Zen und die Kunst, im Internet zu surfen: Wegweiser für den bewussten Umgang mit der digitalen Welt</a>“. Hier überträgt die Chefärztin Lehren des Zen-Buddhismus auf unseren Umgang mit der digitalen Welt.</p><p>Sie haben Fragen oder Anregungen? Werden Sie Teil unseres Zukunftsdialogs auf <a href="https://carls-zukunft.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carls-zukunft.de</a> und nehmen Sie mit Zukunftsforscher Michael Carl auf <a href="https://twitter.com/michacarl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Twitter</a> Kontakt auf!</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herzlich willkommen zur ersten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“! Mit dieser Episode starten wir den umfassenden wöchentlichen Dialog über Zukunft, unsere professionelle wie unsere private.</strong></p><p><strong class="ql-size-large">Diese Woche in der Zukunft:</strong></p><p>Wir beginnen mit unserer Kolumne „Zukunftsstaffel“. Inspirierende Treiber, Entscheider und Analysten aus unserem Netzwerk formulieren eine Zukunftsfrage – ohne zu wissen, an wen diese gerichtet sein wird. Wir im Institut spielen diese Frage dann an einen Menschen aus unserem Netzwerk weiter, der diese aus seiner Perspektive beantwortet. Anschließend bitten wir den Befragten eine weitere Frage zu formulieren und spielen diese an den nächsten Menschen weiter.</p><p>Dadurch erhalten wir Perspektiven und Gedanken über die Zukunft jenseits der erwartbaren Antworten.</p><p>Die Zukunftsstaffel startet mit einer Frage von Serial Entrepreneur <a href="https://www.linkedin.com/in/mario-reis-/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mario Reis</a>. Die Antwort kommt vom ehemaligen Bundestrainer der Hockey-Nationalmannschaft <a href="https://www.linkedin.com/in/stefan-kermas-658392196/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stefan Kermas</a>. Seine Frage wird kommende Woche beantwortet.</p><p>Zum Thema Bewusstsein und Digitalisierung spricht Zukunftsforscher Michael Carl mit Radiologin und Dharma Lehrerin <a href="https://www.angela-geissler.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. med Angela Geissler</a>.</p><p>Wie hat sich unser Bewusstsein mit der Digitalisierung verändert? Was erleben wir als negativ, was als positiv? Und können wir unser Verhalten steuern und damit gegenüber den immer schneller werdenden Veränderungen im Digitalen mehr Resilienz aufbauen?</p><p>In unserer Rubrik „Erkenntnis der Woche“ leiten wir anhand eines aktuellen Ereignisses Zukunftsthesen ab und stellen diese zur Diskussion. Diese Woche betrachten wir folgende Situation: 5% der Bevölkerung einer deutschen Landeshauptstadt unterstützt eine <a href="https://www.golem.de/news/verkehrswende-zaubertechnologie-statt-citybahn-2009-150840.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Forderung, die die Naturgesetze aushebelt</a>. Steht dieser Fall exemplarisch für unseren zukünftigen Umgang mit Fakten und wer definiert in Zukunft Wahrheit? Lernen Sie unsere drei Thesen zum künftigen Umgang mit Fake und Fakten kennen.</p><p>Die Gäste dieser Woche:</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/mario-reis-/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Mario Reis</a>, CEO und Co-Founder des Düsseldorfer Start-ups <a href="https://www.monday.rocks/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Monday.Rocks</a>.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/stefan-kermas-658392196/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stefan Kermas</a>, Volljurist und ehemaliger Bundestrainer der Hockey-Nationalmannschaft.</p><p><a href="https://www.angela-geissler.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. med Angela Geissler</a>, Radiologin, Coach, Dharma Lehrerin und Autorin des Buches „<a href="https://www.amazon.de/Zen-die-Kunst-Internet-surfen/dp/3485029890/ref=as_li_ss_tl?_encoding=UTF8&amp;qid=1581874357&amp;sr=8-19&amp;linkCode=sl1&amp;tag=klassenpage0e-21&amp;linkId=4dab839026f336efdb7c2137abfed47b&amp;language=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Zen und die Kunst, im Internet zu surfen: Wegweiser für den bewussten Umgang mit der digitalen Welt</a>“. Hier überträgt die Chefärztin Lehren des Zen-Buddhismus auf unseren Umgang mit der digitalen Welt.</p><p>Sie haben Fragen oder Anregungen? Werden Sie Teil unseres Zukunftsdialogs auf <a href="https://carls-zukunft.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">carls-zukunft.de</a> und nehmen Sie mit Zukunftsforscher Michael Carl auf <a href="https://twitter.com/michacarl" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Twitter</a> Kontakt auf!</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://carls-zukunft.de/folge-1-Digitales-Bewusstsein]]></link><guid isPermaLink="false">ecedb208-919c-4b22-a524-598c502ae248</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/9bc5e42e-bb7f-438e-b198-a445891f41bb/8-mTsee1taEdyQ0h41Y7GvSQ.jpeg"/><pubDate>Tue, 20 Jul 2021 12:30:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/abf9bbcd-5f3c-4f1d-be88-9b0937933ebf/carls-zukunft-der-woche-folge-1.mp3" length="33774580" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:04</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>1</itunes:episode><podcast:episode>1</podcast:episode><itunes:summary>Herzlich willkommen zur ersten Folge unseres Podcasts „carls zukunft der woche“! Mit dieser Episode starten wir den umfassenden wöchentlichen Dialog über Zukunft, unsere professionelle wie unsere private. Wie wirkt sich dezentrales Arbeiten auf Führung in Unternehmen aus? Wie können wir unser Bewusstsein im Umgang mit der Digitalisierung verändern? Und wie werden Fakes und Fakten in der Zukunft verhandelt? Steigen Sie ein in unser Gespräch über die Zukunft!</itunes:summary></item></channel></rss>