<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><?xml-stylesheet href="https://feeds.captivate.fm/style.xsl" type="text/xsl"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:podcast="https://podcastindex.org/namespace/1.0"><channel><atom:link href="https://feeds.captivate.fm/landmedchen/" rel="self" type="application/rss+xml"/><title><![CDATA[LandMEDchen]]></title><podcast:guid>dae71e9e-aae3-5275-9b1e-1517686f7e69</podcast:guid><lastBuildDate>Wed, 15 Apr 2026 23:15:05 +0000</lastBuildDate><generator>Captivate.fm</generator><language><![CDATA[de]]></language><copyright><![CDATA[Copyright 2026 Andrea Morawe]]></copyright><managingEditor>Andrea Morawe</managingEditor><itunes:summary><![CDATA[LandMEDchen - der Podcast rund um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum.
Dr. Andrea Morawe spricht im Podcast mit Menschen aus der Medizin, mit MFAs, Ärzt:innen, Pfleger:innen und allen, die mit den Patientinnen und Patienten arbeiten.
Außerdem erklärt sie auch in ihren Episoden, wie das Leben als Landarzt ist, worauf man bei einer eigenen Praxis so achten soll und motiviert, sich als Ärztin oder Arzt auf dem Land niederzulassen. 
Jeden Donnerstag gibt es eine neue Folge!]]></itunes:summary><image><url>https://artwork.captivate.fm/0bc5ccbf-737d-4851-ad2f-a85b4b55e1ab/2.jpg</url><title>LandMEDchen</title><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link></image><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0bc5ccbf-737d-4851-ad2f-a85b4b55e1ab/2.jpg"/><itunes:owner><itunes:name>Andrea Morawe</itunes:name></itunes:owner><itunes:author>Andrea Morawe</itunes:author><description>LandMEDchen - der Podcast rund um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum.
Dr. Andrea Morawe spricht im Podcast mit Menschen aus der Medizin, mit MFAs, Ärzt:innen, Pfleger:innen und allen, die mit den Patientinnen und Patienten arbeiten.
Außerdem erklärt sie auch in ihren Episoden, wie das Leben als Landarzt ist, worauf man bei einer eigenen Praxis so achten soll und motiviert, sich als Ärztin oder Arzt auf dem Land niederzulassen. 
Jeden Donnerstag gibt es eine neue Folge!</description><link>https://landmedchen.captivate.fm</link><atom:link href="https://pubsubhubbub.appspot.com" rel="hub"/><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:type>episodic</itunes:type><itunes:category text="Health &amp; Fitness"><itunes:category text="Medicine"/></itunes:category><itunes:category text="Education"></itunes:category><itunes:category text="Society &amp; Culture"></itunes:category><podcast:locked>no</podcast:locked><podcast:medium>podcast</podcast:medium><item><title>Warum Gesundheitskompetenz immer mehr verloren geht | Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Warum Gesundheitskompetenz immer mehr verloren geht | Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>In ihrer täglichen Arbeit sieht Dr. Andrea Morawe immer wieder, welche Folgen es hat, wenn Gesundheitskompetenz fehlt. Für sie ist klar: Das liegt nicht an einzelnen Menschen, sondern ist ein grundlegendes Problem im System.</p><p></p><p>Ein Beispiel aus dem Alltag: Eine Patientin liest im Befund „Vitamin-D-Mangel“. Die entscheidende Frage sollte nicht lauten „Was ist Vitamin D?“, sondern vielmehr: „Hat das für mich eine Bedeutung? Muss ich etwas tun – und wenn ja, was ist medizinisch sinnvoll?“</p><p></p><p>Patient:innen bewegen sich als Laien durch ein hochkomplexes System. Nach einem Arztgespräch bleibt oft nur etwa die Hälfte der Informationen im Gedächtnis – ein völlig normales Phänomen. Gleichzeitig ist die Zeit knapp: Ein durchschnittlicher Termin in der Hausarztpraxis dauert rund 10 Minuten. In dieser Zeit sollen Ärzt:innen zuhören, untersuchen, diagnostizieren und eine Therapie einleiten. Dabei wird häufig mit medizinischer Fachsprache gearbeitet, die für viele schwer zugänglich ist.</p><p>Hinzu kommt, dass Patient:innen oft zwischen verschiedenen Akteur:innen vermitteln müssen. Das System selbst setzt klare Schwerpunkte: Diagnostik und Behandlung werden vergütet, Aufklärung, Prävention und langfristige Gesundheitsförderung hingegen deutlich weniger.</p><p>Andrea betont, dass auch Ärzt:innen hier Verantwortung tragen. Es braucht ein Umdenken in der Kommunikation. Methoden wie das Teach-back-Prinzip, bei dem Patient:innen das Gesagte noch einmal in eigenen Worten wiedergeben, können helfen, Verständnis zu sichern. Auch schriftliche Informationen können eine wichtige Unterstützung sein. Gesundheitskompetenz darf kein Zusatzangebot sein, sondern muss ein fester Bestandteil guter medizinischer Versorgung werden.</p><p></p><p>Viele Patient:innen suchen zusätzlich im Internet nach Informationen. Das ist grundsätzlich nichts Negatives. Die Schwierigkeit liegt vielmehr darin, verlässliche von irreführenden Inhalten zu unterscheiden. Fehlinterpretationen können schnell zu Verunsicherung oder unnötigen Ängsten führen. Nicht die Informationssuche bei „Dr. Google“ ist das Problem – sondern die fehlende Einordnung.</p><p></p><p>Die Frage bleibt: Wer ist eigentlich dafür verantwortlich, Gesundheitskompetenz zu fördern? Ein zentrales Problem ist das Fehlen einer klaren Orientierung im System. Ein stärker etabliertes Primärarztmodell könnte hier als Leitstruktur dienen und Patient:innen besser durch die Versorgung führen.</p><p></p><p>Dabei beginnt Gesundheitskompetenz viel früher, nämlich im Kindesalter. Andrea sieht großes Potenzial darin, Gesundheitsthemen bereits in Kitas und Schulen stärker zu verankern. Regelmäßige Bewegung sollte selbstverständlich sein und über die üblichen zwei Sportstunden hinausgehen. Auch außerschulische Angebote könnten einen wichtigen Beitrag leisten.</p><p></p><p>Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Ernährung. Diese prägt die Gesundheit bereits vor der Geburt, muss danach aber aktiv begleitet werden. Andrea spricht sich für mehr praxisnahe Angebote aus, bei denen Kinder Gesundheit erleben und verstehen können. Häufig scheitert die Umsetzung jedoch an fehlenden finanziellen Ressourcen.</p><p></p><p>Früher wurde viel Gesundheitswissen im familiären Umfeld weitergegeben. In Großfamilien gehörte es zum Alltag, sich gegenseitig zu unterstützen und grundlegende Dinge zu vermitteln – etwa, wie man mit Fieber umgeht. Diese Strukturen sind heute seltener geworden.</p><p></p><p>Auch politische Rahmenbedingungen spielen eine Rolle. Andrea kritisiert unter anderem die Ablehnung einer Zuckersteuer sowie den Nutri-Score, den sie als wenig aussagekräftig empfindet. Gleichzeitig verfolgt die Lebensmittelindustrie vor allem wirtschaftliche Interessen – nicht primär gesundheitliche.</p><p></p><p></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p></p><p></p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p></p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p></p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>In ihrer täglichen Arbeit sieht Dr. Andrea Morawe immer wieder, welche Folgen es hat, wenn Gesundheitskompetenz fehlt. Für sie ist klar: Das liegt nicht an einzelnen Menschen, sondern ist ein grundlegendes Problem im System.</p><p></p><p>Ein Beispiel aus dem Alltag: Eine Patientin liest im Befund „Vitamin-D-Mangel“. Die entscheidende Frage sollte nicht lauten „Was ist Vitamin D?“, sondern vielmehr: „Hat das für mich eine Bedeutung? Muss ich etwas tun – und wenn ja, was ist medizinisch sinnvoll?“</p><p></p><p>Patient:innen bewegen sich als Laien durch ein hochkomplexes System. Nach einem Arztgespräch bleibt oft nur etwa die Hälfte der Informationen im Gedächtnis – ein völlig normales Phänomen. Gleichzeitig ist die Zeit knapp: Ein durchschnittlicher Termin in der Hausarztpraxis dauert rund 10 Minuten. In dieser Zeit sollen Ärzt:innen zuhören, untersuchen, diagnostizieren und eine Therapie einleiten. Dabei wird häufig mit medizinischer Fachsprache gearbeitet, die für viele schwer zugänglich ist.</p><p>Hinzu kommt, dass Patient:innen oft zwischen verschiedenen Akteur:innen vermitteln müssen. Das System selbst setzt klare Schwerpunkte: Diagnostik und Behandlung werden vergütet, Aufklärung, Prävention und langfristige Gesundheitsförderung hingegen deutlich weniger.</p><p>Andrea betont, dass auch Ärzt:innen hier Verantwortung tragen. Es braucht ein Umdenken in der Kommunikation. Methoden wie das Teach-back-Prinzip, bei dem Patient:innen das Gesagte noch einmal in eigenen Worten wiedergeben, können helfen, Verständnis zu sichern. Auch schriftliche Informationen können eine wichtige Unterstützung sein. Gesundheitskompetenz darf kein Zusatzangebot sein, sondern muss ein fester Bestandteil guter medizinischer Versorgung werden.</p><p></p><p>Viele Patient:innen suchen zusätzlich im Internet nach Informationen. Das ist grundsätzlich nichts Negatives. Die Schwierigkeit liegt vielmehr darin, verlässliche von irreführenden Inhalten zu unterscheiden. Fehlinterpretationen können schnell zu Verunsicherung oder unnötigen Ängsten führen. Nicht die Informationssuche bei „Dr. Google“ ist das Problem – sondern die fehlende Einordnung.</p><p></p><p>Die Frage bleibt: Wer ist eigentlich dafür verantwortlich, Gesundheitskompetenz zu fördern? Ein zentrales Problem ist das Fehlen einer klaren Orientierung im System. Ein stärker etabliertes Primärarztmodell könnte hier als Leitstruktur dienen und Patient:innen besser durch die Versorgung führen.</p><p></p><p>Dabei beginnt Gesundheitskompetenz viel früher, nämlich im Kindesalter. Andrea sieht großes Potenzial darin, Gesundheitsthemen bereits in Kitas und Schulen stärker zu verankern. Regelmäßige Bewegung sollte selbstverständlich sein und über die üblichen zwei Sportstunden hinausgehen. Auch außerschulische Angebote könnten einen wichtigen Beitrag leisten.</p><p></p><p>Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Ernährung. Diese prägt die Gesundheit bereits vor der Geburt, muss danach aber aktiv begleitet werden. Andrea spricht sich für mehr praxisnahe Angebote aus, bei denen Kinder Gesundheit erleben und verstehen können. Häufig scheitert die Umsetzung jedoch an fehlenden finanziellen Ressourcen.</p><p></p><p>Früher wurde viel Gesundheitswissen im familiären Umfeld weitergegeben. In Großfamilien gehörte es zum Alltag, sich gegenseitig zu unterstützen und grundlegende Dinge zu vermitteln – etwa, wie man mit Fieber umgeht. Diese Strukturen sind heute seltener geworden.</p><p></p><p>Auch politische Rahmenbedingungen spielen eine Rolle. Andrea kritisiert unter anderem die Ablehnung einer Zuckersteuer sowie den Nutri-Score, den sie als wenig aussagekräftig empfindet. Gleichzeitig verfolgt die Lebensmittelindustrie vor allem wirtschaftliche Interessen – nicht primär gesundheitliche.</p><p></p><p></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p></p><p></p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p></p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p></p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">c02f69e4-3513-4b7f-b3df-71ab30c268f1</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/4bf80dd1-c359-4a47-9157-6e98be7eb03e/Landmedchen-11-Episodencover-16.jpg"/><pubDate>Thu, 16 Apr 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/c02f69e4-3513-4b7f-b3df-71ab30c268f1.mp3" length="32400274" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>22:25</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>35</itunes:episode><podcast:episode>35</podcast:episode></item><item><title>Das System kippt! Wie Hausarzt-Praxen gerade funktionieren | Dr. Andrea Morawe</title><itunes:title>Das System kippt! Wie Hausarzt-Praxen gerade funktionieren | Dr. Andrea Morawe</itunes:title><description><![CDATA[<p>Was passiert eigentlich hinter den Kulissen einer Hausarztpraxis? Wie läuft die Abrechnung ab, womit verdienen Ärzt:innen ihr Geld – und wie viel Zeit bleibt wirklich für die einzelnen Patient:innen?</p><p>Diesen Fragen geht Dr. Andrea Morawe in einer neuen Folge von „LandMEDchen“ nach. Ihre Einschätzung ist dabei klar: Das derzeitige System gerät zunehmend ins Wanken. Die Diskussionen darüber sind oft emotional aufgeladen – umso wichtiger ist es ihr, sowohl Ärzt:innen eine Stimme zu geben als auch Patient:innen transparent zu erklären, wie der Praxisalltag tatsächlich funktioniert.</p><p>Ein zentrales Thema dabei sind die steigenden Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung. Um dem entgegenzuwirken, wurde die Finanzkommission Gesundheit ins Leben gerufen. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zählen unter anderem eine Steuer auf Tabak und Alkohol sowie eine Zuckersteuer. Für Andrea ist das einer der wenigen Ansätze, die sie als sinnvoll bewertet.</p><p>Um das Ganze besser einordnen zu können, lohnt sich ein Blick auf das GKV-System – denn darüber generieren Ärzt:innen den Großteil ihrer Einnahmen, etwa 80 bis 95 Prozent. Sobald Patient:innen einmal pro Quartal ihre Gesundheitskarte einlesen lassen, entsteht ein sogenannter Abrechnungsschein. Hinter jeder Leistung steht ein Punktwert, der in einen Geldbetrag umgerechnet wird. Gleichzeitig ist jede Leistung mit einer festen Prüfzeit verknüpft.</p><p>Die Kassenärztliche Vereinigung gibt vor, wie viele Stunden Ärzt:innen pro Tag und pro Quartal abrechnen dürfen. Wird diese Zeit überschritten, entsteht schnell der Eindruck, dass Leistungen nicht ordnungsgemäß erbracht wurden. Medizin wird also nicht nur nach Inhalt, sondern auch nach Zeit bewertet.</p><p>Ein Beispiel: Bei chronisch kranken Patient:innen kann eine Chronikerziffer angesetzt werden. Diese erhöht die kalkulierte Behandlungszeit um 18 Minuten und bringt eine zusätzliche Vergütung von 16,56 Euro. In der Realität reicht diese Zeit jedoch oft nicht aus.</p><p>Gerade ältere Patient:innen benötigen häufig deutlich mehr Aufmerksamkeit. Sie kommen mehrfach im Quartal, ihre Krankheitsbilder sind komplexer, und selbst einfache Abläufe wie das An- und Auskleiden können viel Zeit in Anspruch nehmen. Hinzu kommt die Abstimmung mit Angehörigen.</p><p>Umso wichtiger ist ein gut eingespieltes Team. Andrea betont, wie sehr sie davon profitiert, Aufgaben delegieren zu können, um sich auf die medizinischen Entscheidungen zu konzentrieren.</p><p>Viele Menschen gehen davon aus, dass Ärzt:innen jede erbrachte Leistung direkt bezahlt bekommen. Dieses Prinzip gilt im System der privaten Krankenversicherung, im GKV-System jedoch nur eingeschränkt. Die tatsächlich investierte Zeit übersteigt häufig die abrechenbare Zeit – diese Differenz bleibt unvergütet.</p><p>Dabei passt Verantwortung nicht in starre Zeitfenster. Gute Medizin entsteht häufig trotz der bestehenden Rahmenbedingungen – nicht aufgrund dieser.</p><p>Ein weiterer kritischer Punkt ist die Budgetierung. In vielen Fachbereichen sind Leistungen gedeckelt. Werden mehr Patient:innen behandelt, als das Budget vorsieht, erfolgt keine zusätzliche Bezahlung. In der hausärztlichen Versorgung gab es zwar ab Oktober 2025 eine teilweise Entbudgetierung, doch deren Auswirkungen werden sich erst verzögert zeigen, da Abrechnungen zeitlich nachgelagert erfolgen.</p><p>Auch wirtschaftlich spitzt sich die Lage zu. Aktuelle Zahlen des Zentralinstituts zeigen ein Defizit von minus 13,3 Prozent. Gleichzeitig steigen die Kosten weiter – insbesondere für Personal und Mieten. Andrea betont ausdrücklich, dass höhere Gehälter für Mitarbeitende absolut gerechtfertigt sind. Ihr Ziel bleibt es, qualitativ hochwertige Medizin anzubieten und die Versorgung im ländlichen Raum zu sichern.</p><p>Ein zusätzliches Problem zeigt sich im Vergleich zur Klinik: Dort sind die Gehälter oft attraktiver. Das erschwert es, junge Ärzt:innen für die Niederlassung zu gewinnen. Die Frage stellt sich also: Wie kann Selbstständigkeit im ambulanten Bereich attraktiv bleiben?</p><p>Ärzt:innen treten an, um Menschen zu helfen. Oft wird dabei auch auf den ärztlichen Eid verwiesen. Doch dieser ersetzt keine wirtschaftliche Grundlage. Die Herausforderung liegt nicht im fehlenden Engagement – sondern in einem System, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Was passiert eigentlich hinter den Kulissen einer Hausarztpraxis? Wie läuft die Abrechnung ab, womit verdienen Ärzt:innen ihr Geld – und wie viel Zeit bleibt wirklich für die einzelnen Patient:innen?</p><p>Diesen Fragen geht Dr. Andrea Morawe in einer neuen Folge von „LandMEDchen“ nach. Ihre Einschätzung ist dabei klar: Das derzeitige System gerät zunehmend ins Wanken. Die Diskussionen darüber sind oft emotional aufgeladen – umso wichtiger ist es ihr, sowohl Ärzt:innen eine Stimme zu geben als auch Patient:innen transparent zu erklären, wie der Praxisalltag tatsächlich funktioniert.</p><p>Ein zentrales Thema dabei sind die steigenden Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung. Um dem entgegenzuwirken, wurde die Finanzkommission Gesundheit ins Leben gerufen. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zählen unter anderem eine Steuer auf Tabak und Alkohol sowie eine Zuckersteuer. Für Andrea ist das einer der wenigen Ansätze, die sie als sinnvoll bewertet.</p><p>Um das Ganze besser einordnen zu können, lohnt sich ein Blick auf das GKV-System – denn darüber generieren Ärzt:innen den Großteil ihrer Einnahmen, etwa 80 bis 95 Prozent. Sobald Patient:innen einmal pro Quartal ihre Gesundheitskarte einlesen lassen, entsteht ein sogenannter Abrechnungsschein. Hinter jeder Leistung steht ein Punktwert, der in einen Geldbetrag umgerechnet wird. Gleichzeitig ist jede Leistung mit einer festen Prüfzeit verknüpft.</p><p>Die Kassenärztliche Vereinigung gibt vor, wie viele Stunden Ärzt:innen pro Tag und pro Quartal abrechnen dürfen. Wird diese Zeit überschritten, entsteht schnell der Eindruck, dass Leistungen nicht ordnungsgemäß erbracht wurden. Medizin wird also nicht nur nach Inhalt, sondern auch nach Zeit bewertet.</p><p>Ein Beispiel: Bei chronisch kranken Patient:innen kann eine Chronikerziffer angesetzt werden. Diese erhöht die kalkulierte Behandlungszeit um 18 Minuten und bringt eine zusätzliche Vergütung von 16,56 Euro. In der Realität reicht diese Zeit jedoch oft nicht aus.</p><p>Gerade ältere Patient:innen benötigen häufig deutlich mehr Aufmerksamkeit. Sie kommen mehrfach im Quartal, ihre Krankheitsbilder sind komplexer, und selbst einfache Abläufe wie das An- und Auskleiden können viel Zeit in Anspruch nehmen. Hinzu kommt die Abstimmung mit Angehörigen.</p><p>Umso wichtiger ist ein gut eingespieltes Team. Andrea betont, wie sehr sie davon profitiert, Aufgaben delegieren zu können, um sich auf die medizinischen Entscheidungen zu konzentrieren.</p><p>Viele Menschen gehen davon aus, dass Ärzt:innen jede erbrachte Leistung direkt bezahlt bekommen. Dieses Prinzip gilt im System der privaten Krankenversicherung, im GKV-System jedoch nur eingeschränkt. Die tatsächlich investierte Zeit übersteigt häufig die abrechenbare Zeit – diese Differenz bleibt unvergütet.</p><p>Dabei passt Verantwortung nicht in starre Zeitfenster. Gute Medizin entsteht häufig trotz der bestehenden Rahmenbedingungen – nicht aufgrund dieser.</p><p>Ein weiterer kritischer Punkt ist die Budgetierung. In vielen Fachbereichen sind Leistungen gedeckelt. Werden mehr Patient:innen behandelt, als das Budget vorsieht, erfolgt keine zusätzliche Bezahlung. In der hausärztlichen Versorgung gab es zwar ab Oktober 2025 eine teilweise Entbudgetierung, doch deren Auswirkungen werden sich erst verzögert zeigen, da Abrechnungen zeitlich nachgelagert erfolgen.</p><p>Auch wirtschaftlich spitzt sich die Lage zu. Aktuelle Zahlen des Zentralinstituts zeigen ein Defizit von minus 13,3 Prozent. Gleichzeitig steigen die Kosten weiter – insbesondere für Personal und Mieten. Andrea betont ausdrücklich, dass höhere Gehälter für Mitarbeitende absolut gerechtfertigt sind. Ihr Ziel bleibt es, qualitativ hochwertige Medizin anzubieten und die Versorgung im ländlichen Raum zu sichern.</p><p>Ein zusätzliches Problem zeigt sich im Vergleich zur Klinik: Dort sind die Gehälter oft attraktiver. Das erschwert es, junge Ärzt:innen für die Niederlassung zu gewinnen. Die Frage stellt sich also: Wie kann Selbstständigkeit im ambulanten Bereich attraktiv bleiben?</p><p>Ärzt:innen treten an, um Menschen zu helfen. Oft wird dabei auch auf den ärztlichen Eid verwiesen. Doch dieser ersetzt keine wirtschaftliche Grundlage. Die Herausforderung liegt nicht im fehlenden Engagement – sondern in einem System, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">94247cb5-8d19-4e81-a90e-9c61d3d15da1</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d0594a71-6a07-4c9e-82c5-926635066ce8/Landmedchen-11-Episodencover-15.jpg"/><pubDate>Thu, 09 Apr 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/94247cb5-8d19-4e81-a90e-9c61d3d15da1.mp3" length="58250295" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>40:21</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>34</itunes:episode><podcast:episode>34</podcast:episode></item><item><title>Mythen rund um Gicht – aufgeklärt von Dr. Andrea Morawe</title><itunes:title>Mythen rund um Gicht – aufgeklärt von Dr. Andrea Morawe</itunes:title><description><![CDATA[<p>Spargel, Steak, Bier und nachts Schmerzen im großen Zeh? Das schieben viele auf Gicht!</p><p>Doch wie passen Gicht und Ernährung überhaupt zusammen?</p><p>In den Frühlingsmonaten, in denen Grill- und Spargel-Saison beginnen, sehen wir in den Hausarztpraxen viele Gicht-Anfälle. Den dahinterstehenden Mythen will sich Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“ widmen!</p><p>Gicht ist eine chronische Stoffwechsel-Erkrankung. In unserer Leber findet der Purinstoffwechsel statt und in diesem Rahmen fällt Harnsäure an. Bei einer Hyperurikämie kommt es zu einer Übersättigung von Harnsäure, bei welcher der kritische Punkt von 6,8mg pro Deziliter Harnsäure überstiegen wird. Dann werden die Mononatriumurat-Kristalle schlecht löslich und fallen aus. So kommt es zu Ablagerungen in Gelenken und im Gewebe – dadurch entstehen Schmerzen.</p><p>Diese entstehen meist plötzlich in der Nacht.</p><p>Gicht ist chronisch progredient und unbehandelt kann es zu weiteren Gicht-Anfällen kommen, aber auch zu Nierenschädigungen, chronischer Arthritis und Gicht-Knötchen.</p><p>Meist hängt Gicht auch mit metabolischen Syndromen zusammen.</p><p>Andrea schaut sich die Mythen an:</p><p>Mytos 1: Gicht kommt vom Fleischkonsum</p><p>Fleischkonsum beeinflusst den Purinstoffwechsel, doch der metabolische Status, die renale Ausscheidung und genetische Faktoren haben einen weiteren Einfluss.</p><p><br></p><p>Mythos 2: Spargel ist gefährlich</p><p>Spargel hat weniger Purin als ihm nachgesagt wird und ist somit kein Hauptträger für akute Gicht-Anfälle. Das Problem ist nicht der Spargel, sondern das Schnitzel und das Bier dazu.</p><p><br></p><p>Mythos 3: Nach einem Anfall hat man Gicht</p><p>Ein Anfall bleibt unbehandelt selten allein und kann unbehandelt auch zu Folgeschäden führen.</p><p><br></p><p>Mythos 4: Ernährung reicht als Therapie</p><p>Ernährung ist ein wichtiger Baustein in der Therapie, doch eine medikamentöse Therapie ist die Grundlage.</p><p><br></p><p>Mythos 5: Alkohol ist nicht relevant</p><p>Alkohol reduziert die Harnsäureausscheidungen und enthält je nach Getränk zusätzliche Purine.</p><p><br></p><p>Das Ziel der Therapie ist Treat to target – das heißt es gibt Zielwerte in der Harnsäure, die erzielt werden sollten. Diese sollte frühzeitig beginnen, die Langzeittherapie ist aber auch ein entscheidender Punkt – eine Akuttherapie alleine ist ein großer Fehler. Mehr als zwei Anfälle pro Jahr sind schon ein Grund dafür, eine Langzeittherapie zu starten. Allopurinol und Febuxostat sind die Klassiker.</p><p><br></p><p>Fructose hat einen großen Einfluss auf die Entstehung von Gicht, denn diese wird fast vollständig in der Leber verstoffwechselt. Das Problem: Fructose ist nicht nur in Obst, sondern auch in Honig und in vielen hoch-verarbeiteten Lebensmitteln, z.B. Softdrinks.</p><p><br></p><p>Die Ernährungsempfehlung ist zunächst: Gemüse! Außerdem hilft es, viel Wasser zu trinken, Alkohol, rotes Fleisch, Innereien und Zucker zu reduzieren. Fastenkuren können sogar zum Auslöser von Gicht-Anfällen werden!</p><p>Eine Ernährungstherapie kann in diesem Fall unterstützen.</p><p><br></p><p>Andrea’s Tipps für die Grillsaison sind: Fleischmenge reduzieren, mehr Gemüse auf den Grill, möglichst keine Kombination mit Softdrinks, möglichst kein Alkohol und ein Verdauungsspaziergang!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Spargel, Steak, Bier und nachts Schmerzen im großen Zeh? Das schieben viele auf Gicht!</p><p>Doch wie passen Gicht und Ernährung überhaupt zusammen?</p><p>In den Frühlingsmonaten, in denen Grill- und Spargel-Saison beginnen, sehen wir in den Hausarztpraxen viele Gicht-Anfälle. Den dahinterstehenden Mythen will sich Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“ widmen!</p><p>Gicht ist eine chronische Stoffwechsel-Erkrankung. In unserer Leber findet der Purinstoffwechsel statt und in diesem Rahmen fällt Harnsäure an. Bei einer Hyperurikämie kommt es zu einer Übersättigung von Harnsäure, bei welcher der kritische Punkt von 6,8mg pro Deziliter Harnsäure überstiegen wird. Dann werden die Mononatriumurat-Kristalle schlecht löslich und fallen aus. So kommt es zu Ablagerungen in Gelenken und im Gewebe – dadurch entstehen Schmerzen.</p><p>Diese entstehen meist plötzlich in der Nacht.</p><p>Gicht ist chronisch progredient und unbehandelt kann es zu weiteren Gicht-Anfällen kommen, aber auch zu Nierenschädigungen, chronischer Arthritis und Gicht-Knötchen.</p><p>Meist hängt Gicht auch mit metabolischen Syndromen zusammen.</p><p>Andrea schaut sich die Mythen an:</p><p>Mytos 1: Gicht kommt vom Fleischkonsum</p><p>Fleischkonsum beeinflusst den Purinstoffwechsel, doch der metabolische Status, die renale Ausscheidung und genetische Faktoren haben einen weiteren Einfluss.</p><p><br></p><p>Mythos 2: Spargel ist gefährlich</p><p>Spargel hat weniger Purin als ihm nachgesagt wird und ist somit kein Hauptträger für akute Gicht-Anfälle. Das Problem ist nicht der Spargel, sondern das Schnitzel und das Bier dazu.</p><p><br></p><p>Mythos 3: Nach einem Anfall hat man Gicht</p><p>Ein Anfall bleibt unbehandelt selten allein und kann unbehandelt auch zu Folgeschäden führen.</p><p><br></p><p>Mythos 4: Ernährung reicht als Therapie</p><p>Ernährung ist ein wichtiger Baustein in der Therapie, doch eine medikamentöse Therapie ist die Grundlage.</p><p><br></p><p>Mythos 5: Alkohol ist nicht relevant</p><p>Alkohol reduziert die Harnsäureausscheidungen und enthält je nach Getränk zusätzliche Purine.</p><p><br></p><p>Das Ziel der Therapie ist Treat to target – das heißt es gibt Zielwerte in der Harnsäure, die erzielt werden sollten. Diese sollte frühzeitig beginnen, die Langzeittherapie ist aber auch ein entscheidender Punkt – eine Akuttherapie alleine ist ein großer Fehler. Mehr als zwei Anfälle pro Jahr sind schon ein Grund dafür, eine Langzeittherapie zu starten. Allopurinol und Febuxostat sind die Klassiker.</p><p><br></p><p>Fructose hat einen großen Einfluss auf die Entstehung von Gicht, denn diese wird fast vollständig in der Leber verstoffwechselt. Das Problem: Fructose ist nicht nur in Obst, sondern auch in Honig und in vielen hoch-verarbeiteten Lebensmitteln, z.B. Softdrinks.</p><p><br></p><p>Die Ernährungsempfehlung ist zunächst: Gemüse! Außerdem hilft es, viel Wasser zu trinken, Alkohol, rotes Fleisch, Innereien und Zucker zu reduzieren. Fastenkuren können sogar zum Auslöser von Gicht-Anfällen werden!</p><p>Eine Ernährungstherapie kann in diesem Fall unterstützen.</p><p><br></p><p>Andrea’s Tipps für die Grillsaison sind: Fleischmenge reduzieren, mehr Gemüse auf den Grill, möglichst keine Kombination mit Softdrinks, möglichst kein Alkohol und ein Verdauungsspaziergang!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">5b057dcb-fb79-4d7e-a51c-935d1833c621</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7f5dc63c-fb24-4ef1-ae2d-a8234a6ce6a7/Landmedchen-11-Episodencover-14-1.jpg"/><pubDate>Thu, 02 Apr 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/5b057dcb-fb79-4d7e-a51c-935d1833c621.mp3" length="21852861" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>15:05</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>33</itunes:episode><podcast:episode>33</podcast:episode></item><item><title>Ernährungsberatung oder -therapie? Das große Feld der Ernährung! | Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Ernährungsberatung oder -therapie? Das große Feld der Ernährung! | Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Letztens saß in der Sprechstunde von Dr. Andrea Morawe eine Patientin, der die Krankenkasse eine Ernährungsberatung empfohlen hat. Doch genau an diesem Punkt beginnt die große Verwirrung im deutschen Gesundheitssystem, zu unterscheiden ist nämlich zwischen Ernährungsberatung und Ernährungstherapie.</p><p>Laut WHO gehören Ernährung und Übergewicht zu den häufigsten Risikofaktoren für chronische Erkrankungen. 74% der Todesfälle hängen mit nicht-übertragbaren Krankheiten zusammen, viele davon stehen in direktem Zusammenhang mit Ernährung, Bewegung, Alkoholkonsum und Rauchen.</p><p>47% der Frauen und 60% der Männer in Deutschland sind übergewichtig – ein Viertel der Deutschen gilt als adipös.</p><p>Doch warum investieren wir auch auf Seiten der Politik so wenig Geld in präventive Maßnahmen? Ernährung ist schließlich kein Randthema, wie die Zahlen zeigen. Trotzdem liegen die Ausgaben für Prävention bei nur 5% der Ausgaben im Gesundheitssystem.</p><p>Andrea erklärt die verschiedenen Player im System:</p><p>Ökotropholog:innen haben ein Studium absolviert und arbeiten dann oft in der Ernährungsberatung, in der Forschung oder in der Entwicklung von Präventionsprogrammen.</p><p>Diätassistent:innen haben eine staatlich anerkannte Ausbildung und sind oft klinisch tätig in Arztpraxen, Rehabilitationseinrichtungen oder Kliniken. Sie beschäftigen sich klassischerweise mit der Erstellung von Ernährungsplänen.</p><p>Ernährungswissenschaftler:innen haben ein Studium absolviert und beschäftigen sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen, z.B. wie Ernährung Krankheiten beeinflusst und Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat. Sie arbeiten oft an Universitäten oder in Forschungsprojekten, sowie in der Lebensmittelindustrie.</p><p>Lebensmittelchemiker:innen setzen sich mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln auseinander. &nbsp;Sie arbeiten in Laboren oder in der Qualitätskontrolle in der Lebensmittelindustrie.</p><p>Lebensmitteltechnolog:innen beschäftigen sich mit Verpackung und Haltbarkeit. Sie sind in der Lebensmittelindustrie tätig.</p><p>Dann gibt es noch Sportwissenschaftler, die sich mit Trainingsphysiologie, Sporternährung oder mit der Erstellung von Trainingsplänen beschäftigen.</p><p>Ärzt:innen beschäftigen sich hauptsächlich mit der Diagnostik. Aber nicht jeder Arzt ist Ernährungsexperte! Denn Ernährungsmedizin ist im Studium deutlich unterrepräsentiert.</p><p>Deswegen können Ärzt:innen die Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin erlangen. Andrea hat diese gerade auch gemacht und erzählt von ihrer Fortbildung. Dabei lernt man über klassische ernährungsmedizinische Krankheitsbilder wie Adipositas, aber auch über die gezielte Ernährung von chronisch Kranken, enterale und parenterale Ernährung, &nbsp;sowie über Prävention.</p><p><br></p><p>Die Ernährungsberatung gehört zum Feld der Präventionsmedizin. Wenn ein Arzt Risikofaktoren beim Patienten sieht, dann kann er diese verschreiben. Die Krankenkassen übernehmen zum großen Teil die Kosten, die Beratung ist oft in Präventionsprogrammen angesiedelt.</p><p>Ernährungstherapie richtet sich an Patient:innen, bei denen schon eine Diagnose gestellt wurde, wie Adipositas, Zöliakie oder Mangelernährung. Diese wird über eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung initiiert. Diese ist eine Kann-Leistung der Krankenkasse, diese übernehmen somit unterschiedlich viel der Behandlung.</p><p>Wichtig: Diese Notwendigkeitsbescheinigung belastet das Heilmittelbudget der Hausarztpraxis nicht.</p><p><br></p><p>Zum Schluss erklärt Andrea noch den Fall der Patientin, der die Ernährungsberatung empfohlen wurde – eigentlich hätte diese jedoch eine Ernährungstherapie gebraucht! Die Abnehmspritze wird bisher von den Krankenkassen nicht übernommen, da es sich hier um ein Lifestyle-Medikament handelt.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Letztens saß in der Sprechstunde von Dr. Andrea Morawe eine Patientin, der die Krankenkasse eine Ernährungsberatung empfohlen hat. Doch genau an diesem Punkt beginnt die große Verwirrung im deutschen Gesundheitssystem, zu unterscheiden ist nämlich zwischen Ernährungsberatung und Ernährungstherapie.</p><p>Laut WHO gehören Ernährung und Übergewicht zu den häufigsten Risikofaktoren für chronische Erkrankungen. 74% der Todesfälle hängen mit nicht-übertragbaren Krankheiten zusammen, viele davon stehen in direktem Zusammenhang mit Ernährung, Bewegung, Alkoholkonsum und Rauchen.</p><p>47% der Frauen und 60% der Männer in Deutschland sind übergewichtig – ein Viertel der Deutschen gilt als adipös.</p><p>Doch warum investieren wir auch auf Seiten der Politik so wenig Geld in präventive Maßnahmen? Ernährung ist schließlich kein Randthema, wie die Zahlen zeigen. Trotzdem liegen die Ausgaben für Prävention bei nur 5% der Ausgaben im Gesundheitssystem.</p><p>Andrea erklärt die verschiedenen Player im System:</p><p>Ökotropholog:innen haben ein Studium absolviert und arbeiten dann oft in der Ernährungsberatung, in der Forschung oder in der Entwicklung von Präventionsprogrammen.</p><p>Diätassistent:innen haben eine staatlich anerkannte Ausbildung und sind oft klinisch tätig in Arztpraxen, Rehabilitationseinrichtungen oder Kliniken. Sie beschäftigen sich klassischerweise mit der Erstellung von Ernährungsplänen.</p><p>Ernährungswissenschaftler:innen haben ein Studium absolviert und beschäftigen sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen, z.B. wie Ernährung Krankheiten beeinflusst und Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat. Sie arbeiten oft an Universitäten oder in Forschungsprojekten, sowie in der Lebensmittelindustrie.</p><p>Lebensmittelchemiker:innen setzen sich mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln auseinander. &nbsp;Sie arbeiten in Laboren oder in der Qualitätskontrolle in der Lebensmittelindustrie.</p><p>Lebensmitteltechnolog:innen beschäftigen sich mit Verpackung und Haltbarkeit. Sie sind in der Lebensmittelindustrie tätig.</p><p>Dann gibt es noch Sportwissenschaftler, die sich mit Trainingsphysiologie, Sporternährung oder mit der Erstellung von Trainingsplänen beschäftigen.</p><p>Ärzt:innen beschäftigen sich hauptsächlich mit der Diagnostik. Aber nicht jeder Arzt ist Ernährungsexperte! Denn Ernährungsmedizin ist im Studium deutlich unterrepräsentiert.</p><p>Deswegen können Ärzt:innen die Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin erlangen. Andrea hat diese gerade auch gemacht und erzählt von ihrer Fortbildung. Dabei lernt man über klassische ernährungsmedizinische Krankheitsbilder wie Adipositas, aber auch über die gezielte Ernährung von chronisch Kranken, enterale und parenterale Ernährung, &nbsp;sowie über Prävention.</p><p><br></p><p>Die Ernährungsberatung gehört zum Feld der Präventionsmedizin. Wenn ein Arzt Risikofaktoren beim Patienten sieht, dann kann er diese verschreiben. Die Krankenkassen übernehmen zum großen Teil die Kosten, die Beratung ist oft in Präventionsprogrammen angesiedelt.</p><p>Ernährungstherapie richtet sich an Patient:innen, bei denen schon eine Diagnose gestellt wurde, wie Adipositas, Zöliakie oder Mangelernährung. Diese wird über eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung initiiert. Diese ist eine Kann-Leistung der Krankenkasse, diese übernehmen somit unterschiedlich viel der Behandlung.</p><p>Wichtig: Diese Notwendigkeitsbescheinigung belastet das Heilmittelbudget der Hausarztpraxis nicht.</p><p><br></p><p>Zum Schluss erklärt Andrea noch den Fall der Patientin, der die Ernährungsberatung empfohlen wurde – eigentlich hätte diese jedoch eine Ernährungstherapie gebraucht! Die Abnehmspritze wird bisher von den Krankenkassen nicht übernommen, da es sich hier um ein Lifestyle-Medikament handelt.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">ec2cf69c-42b7-4c7c-a681-a1baaac1387e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/911680fe-517e-4abb-a9f5-fcc2e4e1913a/Landmedchen-11-Episodencover-14.jpg"/><pubDate>Thu, 26 Mar 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/ec2cf69c-42b7-4c7c-a681-a1baaac1387e.mp3" length="31182175" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>21:35</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>32</itunes:episode><podcast:episode>32</podcast:episode></item><item><title>Depression und der Umgang damit in der Hausarztpraxis | Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Depression und der Umgang damit in der Hausarztpraxis | Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Unipolare Depression ist eine der häufigsten und gleichzeitig am meisten unterschätzte Erkrankungen in der hausärztlichen Praxis.</p><p>Dr. Andrea Morawe erzählt davon in dieser neuen Folge von „LandMEDchen“ evidenzbasiert.</p><p>Die 12-Monatsprävalenz liegt bei 8-10% und die Lebenszeitprävalenz bei 15-20%. Das heißt: Jede fünfte Person wird in seinem Leben statistisch gesehen an einer Depression erkranken – Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Das Rezidivrisiko liegt nach einer erstmaligen Episode bei 50% und steigert sich auf 70% nach einer zweiten Episode.</p><p>Die Depression tarnt sich meist über somatische Beschwerden: Chronische Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsdefizite und unspezifische Bauchschmerzen.</p><p>Depression ist keine Serotonin-Mangelerkrankung, wie man sie früher betrachtet hat. Chronischer Stress ist ein zentraler Trigger. Eine biologische Vulnerabilität trifft auf eine psychosoziale Belastung.</p><p>Es gibt bei der Diagnose Haupt- und Zusatzkriterien. Aus der Kombination der Kriterien kann der Schweregrad der Depression abgeleitet werden.</p><p>Andrea nutzt sehr gerne den PHQ-9-Fragebogen zur Selbsteinschätzung der Patient:innen.</p><p>Frauen wird häufiger eine Depression zugeschrieben. Männer reden seltener über emotionale Belastungen, Frauen hingegen schon.</p><p>Schlafstörung, Appetitveränderungen, Schuldgefühle, Ängste, tiefe Traurigkeit – das sind Symptome, die bei Frauen öfter auftreten.</p><p>Bei Männern sind die Symptome deutlich different, sie zeigen Reizbarkeit, Aggressivität, Alkohol- und Substanzmissbrauch und eine gewisse Impulsivität. Das klassische Bild der niedergeschlagenen Persönlichkeit sieht man weniger.</p><p>Die Suizidrate bei Männern ist erheblich höher als bei Frauen in Deutschland. Das liegt u.a. daran, dass die unipolare Depression bei Männern häufig nicht erkannt oder fehltinterpretiert werden.</p><p>Risikogruppen für eine Depression sind postportale Frauen, einsame und ältere Personen, Arbeitslose, Patient:innen mit kardiovaskulärer Erkrankung, hoher Leistungsdruck und pflegende Angehörige.</p><p>Es gibt zudem eine bidirektionale Verknüpfung von Depressionen und somatischen Erkrankungen. Andrea macht deswegen immer eine weiterführende Diagnostik, um Differentialdiagnosen in Betracht zu ziehen.</p><p>In Bezug auf die Therapie orientiert sich Andrea an der nationalen Versorgungsleitlinie und unterscheidet dabei zwischen leichter, mittelgradiger und schwerer depressiven Episode.</p><p>Bei der leichten Diagnose setzt sie auf die Aktivierungsphase: Bewegungstherapie, Gespräche, Schlafhygiene und Me-Time.</p><p>Bei der mittelgradigen Episode setzt sie auf Psychotherapie und Antidepressiva. Viele Kolleg:innen ziehen hier gerne schon Psychiater hinzu.</p><p>Bei einer schweren Episode zieht sie die stationäre Behandlung in Erwägung, hier wird es komplexer.</p><p>Wichtig ist auch die Abfrage der Suizidalität. Die Suizidrate steigt nicht dadurch, dass man die Patient:innen darauf anspricht.</p><p>Die Versorgungssituation sieht nicht gut aus in Deutschland, sie hat sich deutlich verschlechtert nach der Corona-Pandemie. Andrea bindet die Patient:innen zur Überbrückung in der Ergotherapie-Praxis an.</p><p>Hausärzt:innen sind oft die erste Anlaufstelle. Wichtig ist: Dran denken!</p><p>Bevor Andrea genderspezifische Fortbildungen absolviert hat, hätte sie viele Fälle nicht erkannt, vor allem bei Männern.</p><p>Das Thema ist immer noch stark stigmatisiert, deswegen ist es umso wichtiger, dass Ärzt:innen und MFAs besonders hellhörig sind.</p><p>Depression ist häufig, ernst zu nehmen und biologisch erklärbar. Sie ist keine Charakter- oder Willensschwäche.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Unipolare Depression ist eine der häufigsten und gleichzeitig am meisten unterschätzte Erkrankungen in der hausärztlichen Praxis.</p><p>Dr. Andrea Morawe erzählt davon in dieser neuen Folge von „LandMEDchen“ evidenzbasiert.</p><p>Die 12-Monatsprävalenz liegt bei 8-10% und die Lebenszeitprävalenz bei 15-20%. Das heißt: Jede fünfte Person wird in seinem Leben statistisch gesehen an einer Depression erkranken – Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Das Rezidivrisiko liegt nach einer erstmaligen Episode bei 50% und steigert sich auf 70% nach einer zweiten Episode.</p><p>Die Depression tarnt sich meist über somatische Beschwerden: Chronische Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsdefizite und unspezifische Bauchschmerzen.</p><p>Depression ist keine Serotonin-Mangelerkrankung, wie man sie früher betrachtet hat. Chronischer Stress ist ein zentraler Trigger. Eine biologische Vulnerabilität trifft auf eine psychosoziale Belastung.</p><p>Es gibt bei der Diagnose Haupt- und Zusatzkriterien. Aus der Kombination der Kriterien kann der Schweregrad der Depression abgeleitet werden.</p><p>Andrea nutzt sehr gerne den PHQ-9-Fragebogen zur Selbsteinschätzung der Patient:innen.</p><p>Frauen wird häufiger eine Depression zugeschrieben. Männer reden seltener über emotionale Belastungen, Frauen hingegen schon.</p><p>Schlafstörung, Appetitveränderungen, Schuldgefühle, Ängste, tiefe Traurigkeit – das sind Symptome, die bei Frauen öfter auftreten.</p><p>Bei Männern sind die Symptome deutlich different, sie zeigen Reizbarkeit, Aggressivität, Alkohol- und Substanzmissbrauch und eine gewisse Impulsivität. Das klassische Bild der niedergeschlagenen Persönlichkeit sieht man weniger.</p><p>Die Suizidrate bei Männern ist erheblich höher als bei Frauen in Deutschland. Das liegt u.a. daran, dass die unipolare Depression bei Männern häufig nicht erkannt oder fehltinterpretiert werden.</p><p>Risikogruppen für eine Depression sind postportale Frauen, einsame und ältere Personen, Arbeitslose, Patient:innen mit kardiovaskulärer Erkrankung, hoher Leistungsdruck und pflegende Angehörige.</p><p>Es gibt zudem eine bidirektionale Verknüpfung von Depressionen und somatischen Erkrankungen. Andrea macht deswegen immer eine weiterführende Diagnostik, um Differentialdiagnosen in Betracht zu ziehen.</p><p>In Bezug auf die Therapie orientiert sich Andrea an der nationalen Versorgungsleitlinie und unterscheidet dabei zwischen leichter, mittelgradiger und schwerer depressiven Episode.</p><p>Bei der leichten Diagnose setzt sie auf die Aktivierungsphase: Bewegungstherapie, Gespräche, Schlafhygiene und Me-Time.</p><p>Bei der mittelgradigen Episode setzt sie auf Psychotherapie und Antidepressiva. Viele Kolleg:innen ziehen hier gerne schon Psychiater hinzu.</p><p>Bei einer schweren Episode zieht sie die stationäre Behandlung in Erwägung, hier wird es komplexer.</p><p>Wichtig ist auch die Abfrage der Suizidalität. Die Suizidrate steigt nicht dadurch, dass man die Patient:innen darauf anspricht.</p><p>Die Versorgungssituation sieht nicht gut aus in Deutschland, sie hat sich deutlich verschlechtert nach der Corona-Pandemie. Andrea bindet die Patient:innen zur Überbrückung in der Ergotherapie-Praxis an.</p><p>Hausärzt:innen sind oft die erste Anlaufstelle. Wichtig ist: Dran denken!</p><p>Bevor Andrea genderspezifische Fortbildungen absolviert hat, hätte sie viele Fälle nicht erkannt, vor allem bei Männern.</p><p>Das Thema ist immer noch stark stigmatisiert, deswegen ist es umso wichtiger, dass Ärzt:innen und MFAs besonders hellhörig sind.</p><p>Depression ist häufig, ernst zu nehmen und biologisch erklärbar. Sie ist keine Charakter- oder Willensschwäche.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">74c8690b-cbcc-4653-9bb6-59ace9837d11</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0ecd7485-40ac-400e-a14f-9f9c96d29db7/Landmedchen-11-Episodencover-13.jpg"/><pubDate>Thu, 19 Mar 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/74c8690b-cbcc-4653-9bb6-59ace9837d11.mp3" length="28822212" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>19:54</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>31</itunes:episode><podcast:episode>31</podcast:episode></item><item><title>HPV-Impfung ist Krebsprävention – für Mädchen und Jungs | Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>HPV-Impfung ist Krebsprävention – für Mädchen und Jungs | Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wie funktioniert die HPV-Impfung für Mädchen und Jungs? Warum ist die Aufklärung über geschützen Geschlechtsverkehr so wichtig und wie wirkt die HPV-Impfung?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>HPV steht für Humanes Papillomvirus, von dem es 200 bisher identifizierte Subtypen gibt. 40 Typen dieser Virusklasse können Erkrankungen im Anogenital und Oropharyngealbereich hervorrufen. Sie sind nochmal in High-Risk und Low-Risk-Typen gegliedert.</p><p>Die Viren können nicht nur Genitalwarzen, sondern auch Krebsleiden hervorrufen.</p><p>Etwa 80% der sexuell aktiven Menschen durchlaufen mindestens einmal im Leben eine Infektion mit HPV. In den meisten Fällen ist das folgenlos, die High-Risk-Typen können aber dann Krebs hervorrufen. Andrea spricht über die verschiedenen Karzinomarten, die auch im Mund- und Rachenraum auftreten können.</p><p>Es ist sehr wichtig, Jugendliche darüber aufzuklären, sowohl in der Schule und der Familie als auch bei den Hausärzt:innen und Gynäkolog:innen.</p><p>Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, Frühstufen zu erkennen, die Impfung schützt allerdings schon vor der Entstehung.</p><p><br></p><p>HPV ist kein Frauenthema, vor allem unter dem Aspekt, dass wir eine Herdenimmunität erreichen wollen. Prävention und Primärprävention sollte geschlechterunabhängig stattfinden. Dabei schützt die Impfung nicht nur vor den meisten Karzinomarten, sondern in 90% der Fälle auch vor Genitalwarzen.</p><p><br></p><p>Die Impfung sollte bis zum 17. Lebensjahr nachgeholt bzw. komplettiert sein und gehört zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung.</p><p>Viele Eltern bringen entgegen, dass ihre Kinder noch keinen Geschlechtsverkehr haben. Genau das ist der richtige Zeitpunkt, um zu impfen. Vor dem ersten Geschlechtsverkehr ist die Erfolgsquote der Impfung am höchsten.</p><p><br></p><p>Bei Andrea steht übrigens auch ein Kondomglas in der Praxis, um den Jugendlichen etwas mitgeben zu können. Kondome sind allerdings kein 100%iger Schutz, denn die Infektion erfolgt über den Haut zu Haut-Kontakt.</p><p>Sexualität ist bei Jugendlichen viel früher präsent, als es den meisten Eltern lieb ist.</p><p><br></p><p>Mit der Impfung können wir Krebs nicht behandeln, sondern verhindern.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wie funktioniert die HPV-Impfung für Mädchen und Jungs? Warum ist die Aufklärung über geschützen Geschlechtsverkehr so wichtig und wie wirkt die HPV-Impfung?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>HPV steht für Humanes Papillomvirus, von dem es 200 bisher identifizierte Subtypen gibt. 40 Typen dieser Virusklasse können Erkrankungen im Anogenital und Oropharyngealbereich hervorrufen. Sie sind nochmal in High-Risk und Low-Risk-Typen gegliedert.</p><p>Die Viren können nicht nur Genitalwarzen, sondern auch Krebsleiden hervorrufen.</p><p>Etwa 80% der sexuell aktiven Menschen durchlaufen mindestens einmal im Leben eine Infektion mit HPV. In den meisten Fällen ist das folgenlos, die High-Risk-Typen können aber dann Krebs hervorrufen. Andrea spricht über die verschiedenen Karzinomarten, die auch im Mund- und Rachenraum auftreten können.</p><p>Es ist sehr wichtig, Jugendliche darüber aufzuklären, sowohl in der Schule und der Familie als auch bei den Hausärzt:innen und Gynäkolog:innen.</p><p>Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, Frühstufen zu erkennen, die Impfung schützt allerdings schon vor der Entstehung.</p><p><br></p><p>HPV ist kein Frauenthema, vor allem unter dem Aspekt, dass wir eine Herdenimmunität erreichen wollen. Prävention und Primärprävention sollte geschlechterunabhängig stattfinden. Dabei schützt die Impfung nicht nur vor den meisten Karzinomarten, sondern in 90% der Fälle auch vor Genitalwarzen.</p><p><br></p><p>Die Impfung sollte bis zum 17. Lebensjahr nachgeholt bzw. komplettiert sein und gehört zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung.</p><p>Viele Eltern bringen entgegen, dass ihre Kinder noch keinen Geschlechtsverkehr haben. Genau das ist der richtige Zeitpunkt, um zu impfen. Vor dem ersten Geschlechtsverkehr ist die Erfolgsquote der Impfung am höchsten.</p><p><br></p><p>Bei Andrea steht übrigens auch ein Kondomglas in der Praxis, um den Jugendlichen etwas mitgeben zu können. Kondome sind allerdings kein 100%iger Schutz, denn die Infektion erfolgt über den Haut zu Haut-Kontakt.</p><p>Sexualität ist bei Jugendlichen viel früher präsent, als es den meisten Eltern lieb ist.</p><p><br></p><p>Mit der Impfung können wir Krebs nicht behandeln, sondern verhindern.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a>s</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">a1c8d601-f465-4824-990f-1ba29921be48</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/560d5d3e-e7ad-4ede-a31e-8b59d6b2c3e2/Landmedchen-11-Episodencover-12.jpg"/><pubDate>Thu, 12 Mar 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/a1c8d601-f465-4824-990f-1ba29921be48.mp3" length="20036330" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>13:49</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>30</itunes:episode><podcast:episode>30</podcast:episode></item><item><title>Warum wir nach dem Arztgespräch oft mehr Fragen als Antworten haben | Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Warum wir nach dem Arztgespräch oft mehr Fragen als Antworten haben | Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Gerade aus dem Arztzimmer raus und schon wieder vergessen, worum es ging?</p><p>Ein Thema, dem sich Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“ widmet.</p><p>Das dieses Phänomen ist kein Einzelfall, kein Zeichen von mangelndem Interesse oder niedrigem IQ, sondern es gibt Studien, die das unterstreichen. Patient:innen vergessen unmittelbar nach dem Arztgespräch zwischen 40 und 80% der erhaltenen Informationen.</p><p>Von dem, was behalten wird, ist ein erheblicher Anteil auch noch falsch.</p><p>Besonders betroffen sind dabei Informationen über neue Diagnosen, Therapieempfehlungen, Risiken, Nebenwirkungen und komplexe Behandlungspläne.</p><p>Doch warum passiert das?</p><p>Zunächst wegen kognitiver Überlastung. Medizinische Gespräche sind komplex, das menschliche Kurzzeitgedächtnis kann aber nur eine begrenzte Menge an Informationen gleichzeitig verarbeiten.</p><p>Zudem können Emotionen die Erinnerungen blockieren, vor allem Angst, Stress und Unsicherheit. Das Gehirn schaltet in einen Schutzmodus und priorisiert die emotionale Verarbeitung statt der sachlichen Speicherung von Informationen.</p><p>Der dritte Grund ist die Fachsprache, in der Ärzt:innen gerne verharren. Diese ist super für den Austausch untereinander, allerdings nicht für das Gespräch mit den Patient:innen.</p><p>Die Therapietreue leidet enorm darunter, wenn wir zu viele Fachwörter verwenden.</p><p>Ein weiterer komplizierender Faktor ist der Zeitdruck, der ein großes Problem im Gesundheitssystem ist. Kurze Gespräche erhöhen die Informationsdichte, gleichzeitig sinkt die Rückfragequote.</p><p>Viele Patient:innen stellen gar keine Fragen, weil sie nicht stören wollen, nicht unwissend wirken wollen oder weil ihnen der Zeitdruck zusetzt.</p><p>Die Patient:innen sind also nicht schuld, es ist eine ganz normale Reaktion, dass man nicht alles behält. Hierfür benötigt man nun eine Strategie. Es ist völlig okay, nachzufragen.</p><p>An Ärzt:innen empfiehlt Andrea: Wiederholungen und Zusammenfassungen steigern die Erinnerungsquote. Sie selbst nutzt in ihrer Praxis Zettel, in denen die wichtigsten Informationen zu den Diagnosen zusammengefasst sind. Zudem schult sie ihr Personal, sodass diese auch bei der Beantwortung von Fragen unterstützen können.</p><p>Ein weiterer Tipp: Eine Abkürzung im eigenen Kontext muss nicht die gleiche in einer anderen Fachrichtung sein. Diese erschweren also das Verständnis.</p><p>Begleitpersonen erhöhen zudem die Sicherheit. Andrea hat in letzter Zeit öfter gehört, dass Begleitpersonen aus dem Behandlungszimmer geschickt werden, was sie sehr traurig findet. Denn diese erhöhen die Therapietreue. Eine Begleitperson wird oft aus Unsicherheit mitgenommen – dann soll sie auch dabeibleiben. Zudem werden mehr Informationen behalten und es gibt weitere Rückfragen.</p><p>Die Frage ist also: Warum erwarten wir überhaupt, dass Patient:innen sofort alles verstehen und behalten? Wir brauchen Übersetzung der Fachsprache, Zeit und Wiederholungen.</p><p>Das hilft bei der Therapietreue und sorgt so auch für weniger Komplikationen auf lange Sicht.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Gerade aus dem Arztzimmer raus und schon wieder vergessen, worum es ging?</p><p>Ein Thema, dem sich Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“ widmet.</p><p>Das dieses Phänomen ist kein Einzelfall, kein Zeichen von mangelndem Interesse oder niedrigem IQ, sondern es gibt Studien, die das unterstreichen. Patient:innen vergessen unmittelbar nach dem Arztgespräch zwischen 40 und 80% der erhaltenen Informationen.</p><p>Von dem, was behalten wird, ist ein erheblicher Anteil auch noch falsch.</p><p>Besonders betroffen sind dabei Informationen über neue Diagnosen, Therapieempfehlungen, Risiken, Nebenwirkungen und komplexe Behandlungspläne.</p><p>Doch warum passiert das?</p><p>Zunächst wegen kognitiver Überlastung. Medizinische Gespräche sind komplex, das menschliche Kurzzeitgedächtnis kann aber nur eine begrenzte Menge an Informationen gleichzeitig verarbeiten.</p><p>Zudem können Emotionen die Erinnerungen blockieren, vor allem Angst, Stress und Unsicherheit. Das Gehirn schaltet in einen Schutzmodus und priorisiert die emotionale Verarbeitung statt der sachlichen Speicherung von Informationen.</p><p>Der dritte Grund ist die Fachsprache, in der Ärzt:innen gerne verharren. Diese ist super für den Austausch untereinander, allerdings nicht für das Gespräch mit den Patient:innen.</p><p>Die Therapietreue leidet enorm darunter, wenn wir zu viele Fachwörter verwenden.</p><p>Ein weiterer komplizierender Faktor ist der Zeitdruck, der ein großes Problem im Gesundheitssystem ist. Kurze Gespräche erhöhen die Informationsdichte, gleichzeitig sinkt die Rückfragequote.</p><p>Viele Patient:innen stellen gar keine Fragen, weil sie nicht stören wollen, nicht unwissend wirken wollen oder weil ihnen der Zeitdruck zusetzt.</p><p>Die Patient:innen sind also nicht schuld, es ist eine ganz normale Reaktion, dass man nicht alles behält. Hierfür benötigt man nun eine Strategie. Es ist völlig okay, nachzufragen.</p><p>An Ärzt:innen empfiehlt Andrea: Wiederholungen und Zusammenfassungen steigern die Erinnerungsquote. Sie selbst nutzt in ihrer Praxis Zettel, in denen die wichtigsten Informationen zu den Diagnosen zusammengefasst sind. Zudem schult sie ihr Personal, sodass diese auch bei der Beantwortung von Fragen unterstützen können.</p><p>Ein weiterer Tipp: Eine Abkürzung im eigenen Kontext muss nicht die gleiche in einer anderen Fachrichtung sein. Diese erschweren also das Verständnis.</p><p>Begleitpersonen erhöhen zudem die Sicherheit. Andrea hat in letzter Zeit öfter gehört, dass Begleitpersonen aus dem Behandlungszimmer geschickt werden, was sie sehr traurig findet. Denn diese erhöhen die Therapietreue. Eine Begleitperson wird oft aus Unsicherheit mitgenommen – dann soll sie auch dabeibleiben. Zudem werden mehr Informationen behalten und es gibt weitere Rückfragen.</p><p>Die Frage ist also: Warum erwarten wir überhaupt, dass Patient:innen sofort alles verstehen und behalten? Wir brauchen Übersetzung der Fachsprache, Zeit und Wiederholungen.</p><p>Das hilft bei der Therapietreue und sorgt so auch für weniger Komplikationen auf lange Sicht.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">86c0474a-e026-4de5-8714-e6a10382173a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e764aaf6-6e26-45fe-8187-91f20057e050/Landmedchen-11-Episodencover-10.jpg"/><pubDate>Thu, 05 Mar 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/86c0474a-e026-4de5-8714-e6a10382173a.mp3" length="24807855" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>17:08</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>29</itunes:episode><podcast:episode>29</podcast:episode></item><item><title>Behandlungspflege und Pflegegrad: Wo sind die Unterschiede? | Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Behandlungspflege und Pflegegrad: Wo sind die Unterschiede? | Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein zentrales Element in der ambulanten Versorgung ist die häusliche Krankenpflege. Hier gibt es allerdings immer wieder Unsicherheiten, deswegen beantwortet Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“ die drängendsten Fragen hierzu.</p><p>Häusliche Krankenpflege ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die zum Einsatz kommt, wenn medizinische Maßnahmen im häuslichen Umfeld notwendig sind und diese nicht selbst durchgeführt werden können. Ein Ziel ist, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden oder zu verkürzen. Wichtig ist, dass diese Pflege vom Hausarzt verordnet werden muss.</p><p>Hierbei gibt es auch die Behandlungspflege, die eine konkrete medizinische Tätigkeit umfasst, die von Pflegefachpersonen durchgeführt wird. Andrea erklärt, wie das Formular hierfür aussieht.</p><p>Die Leistungen reichen von Verbandswechsel und Wundversorgung über Injektionen wie Heparin oder Insulin bis hin zu Medikamentengabe, Überwachung der Medikamenteneinnahme, Blutdruckkontrollen und Katheterpflege.</p><p>Vor allem temporär ist die Unterstützung sinnvoll, z.B. bei Neuentdeckung der Krankheit.</p><p>Für die Anwendung der Behandlungspflege benötigt man keinen Pflegegrad. Es ist ausschließlich entscheidend, dass medizinische Notwendigkeit gestellt wurde.</p><p>Der Pflegegrad ist dann relevant, wenn es um eine dauerhafte Einschränkung der Alltagstätigkeiten geht, also das selbstständige Waschen, Bewegen und Mahlzeiten Zubereiten.</p><p>Ein Pflegegrad ersetzt keine Behandlungspflege und eine Behandlungspflege ersetzt keinen Pflegegrad. Die Ziele davon sind völlig unterschiedlich. Trotzdem sind beide Pflegearten auf einem Musterformular.</p><p>Bei der Behandlungspflege entstehen Zuzahlen, das sind 10€ je Verordnung. Die Zuzahlung ist gedeckelt und kann nicht unbegrenzt steigen, auch wenn die Behandlung länger dauern sollte. Von dieser Zuzahlung kann man aufgrund des Einkommens befreit werden, Kinder und Jugendliche sind auch befreit.</p><p>Pflegeleistungen bei Pflegegrad sind nicht zuzahlungspflichtig.</p><p>Zum Schluss klärt Andrea noch über die häufigsten Mythen rund um die häusliche Krankenpflege auf. Außerdem erklärt sie, dass die Ausstellung einer häuslichen Krankenpflege auch durch Kliniken im Rahmen des Entlassmanagements möglich sind.</p><p>Das ist besonders wichtig bei einer Entlassung zum Wochenende.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein zentrales Element in der ambulanten Versorgung ist die häusliche Krankenpflege. Hier gibt es allerdings immer wieder Unsicherheiten, deswegen beantwortet Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“ die drängendsten Fragen hierzu.</p><p>Häusliche Krankenpflege ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die zum Einsatz kommt, wenn medizinische Maßnahmen im häuslichen Umfeld notwendig sind und diese nicht selbst durchgeführt werden können. Ein Ziel ist, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden oder zu verkürzen. Wichtig ist, dass diese Pflege vom Hausarzt verordnet werden muss.</p><p>Hierbei gibt es auch die Behandlungspflege, die eine konkrete medizinische Tätigkeit umfasst, die von Pflegefachpersonen durchgeführt wird. Andrea erklärt, wie das Formular hierfür aussieht.</p><p>Die Leistungen reichen von Verbandswechsel und Wundversorgung über Injektionen wie Heparin oder Insulin bis hin zu Medikamentengabe, Überwachung der Medikamenteneinnahme, Blutdruckkontrollen und Katheterpflege.</p><p>Vor allem temporär ist die Unterstützung sinnvoll, z.B. bei Neuentdeckung der Krankheit.</p><p>Für die Anwendung der Behandlungspflege benötigt man keinen Pflegegrad. Es ist ausschließlich entscheidend, dass medizinische Notwendigkeit gestellt wurde.</p><p>Der Pflegegrad ist dann relevant, wenn es um eine dauerhafte Einschränkung der Alltagstätigkeiten geht, also das selbstständige Waschen, Bewegen und Mahlzeiten Zubereiten.</p><p>Ein Pflegegrad ersetzt keine Behandlungspflege und eine Behandlungspflege ersetzt keinen Pflegegrad. Die Ziele davon sind völlig unterschiedlich. Trotzdem sind beide Pflegearten auf einem Musterformular.</p><p>Bei der Behandlungspflege entstehen Zuzahlen, das sind 10€ je Verordnung. Die Zuzahlung ist gedeckelt und kann nicht unbegrenzt steigen, auch wenn die Behandlung länger dauern sollte. Von dieser Zuzahlung kann man aufgrund des Einkommens befreit werden, Kinder und Jugendliche sind auch befreit.</p><p>Pflegeleistungen bei Pflegegrad sind nicht zuzahlungspflichtig.</p><p>Zum Schluss klärt Andrea noch über die häufigsten Mythen rund um die häusliche Krankenpflege auf. Außerdem erklärt sie, dass die Ausstellung einer häuslichen Krankenpflege auch durch Kliniken im Rahmen des Entlassmanagements möglich sind.</p><p>Das ist besonders wichtig bei einer Entlassung zum Wochenende.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p> </p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">47835a76-01a8-4e4f-8b00-671d355b509d</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d28f16a4-d925-40a9-bbac-e2eaf5318f2e/Landmedchen-11-Episodencover-9.jpg"/><pubDate>Thu, 26 Feb 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/47835a76-01a8-4e4f-8b00-671d355b509d.mp3" length="20684462" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>14:18</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>28</itunes:episode><podcast:episode>28</podcast:episode></item><item><title>Palliativ-Versorgung geht uns alle an: SAPV, AAPV und Hospiz erklärt | Dr. Andrea Morawe</title><itunes:title>Palliativ-Versorgung geht uns alle an: SAPV, AAPV und Hospiz erklärt | Dr. Andrea Morawe</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein Thema, das uns alle früher oder später betreffen wird – trotzdem sprechen wir wenig darüber: Das Sterben.</p><p>Diese Folge von Dr. Andrea Morawe soll informieren, Ängste nehmen und dabei helfen, Entscheidungen besser zu verstehen. Denn am Lebensende geht es um Würde und darum, gut betreut zu werden.</p><p>Palliative Versorgung beginnt in dem Moment, in dem klar wird, dass eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist.</p><p>Palliativ bedeutet dabei, Schmerzen zu lindern, Symptome zu kontrollieren, Lebensqualität zu erhalten, Angst zu nehmen und den Mensch als Ganzes zu sehen: Körperlich, psychisch, sozial und spirituell.</p><p>Deswegen sollte die Palliativ-Medizin auch nicht tabuisiert werden. Wir sprechen dabei von BSC – Best Supportive Care.</p><p>AAPV ist die allgemeine ambulante Palliativ-Versorgung. Dies ist die Basisversorgung für Menschen mit einer fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankung, die aber noch relativ stabil sind. Meist findet diese im häuslichen Umfeld statt durch Hausärzt:innen sowie ambulante Pflegedienste.</p><p>Im Fokus steht die Schmerz- und Symptomkontrolle, sowie die Kommunikation mit den Angehörigen. Dazu gehört auch der Kontakt zur Pflegekasse oder zu ehrenamtlich Tätigen.</p><p>Das Ziel ist es, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und Stabilität zu erhalten.</p><p>SAPV ist die folgende Stufe, die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung. Sie kommt ins Spiel, wenn Symptome nur noch schwer beherrschbar sind und eine 24-Stunden-Erreichbarkeit erforderlich ist.</p><p>SAPV und AAPV werden durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn sie ärztlich angeordnet sind.</p><p><br></p><p>Viele Menschen wünschen sich, zuhause versterben zu können. Dabei muss allerdings Pflege rund um die Uhr gewährleistet sein, was oft Angehörige mit Unterstützung mit Pflegediensten durchführen.</p><p>Für die Patient:innen ist die emotionale Belastung im häuslichen Setting niedriger, für die Angehörigen ist sie allerdings höher.</p><p>Wichtig ist hierbei eine ehrliche Einschätzung. Nicht alles, was gewünscht ist, ist dauerhaft realisierbar.</p><p><br></p><p>Das Hospiz kann eine sehr gute Alternative sein, denn Hospize sind keine Krankenhäuser, sondern Orte der Begleitung. Hier gibt es mehr Zeit für Zuwendung gegenüber Patient:innen und Angehörigen. Man hat Würde bis zuletzt.</p><p>Die Kosten sind enorm. Die Hospizarbeit wird Andrea’s Meinung nach zu wenig geschätzt, denn sie muss zu großen Teilen über Spenden finanziert werden.</p><p>Im Hospiz wird niemand abgelehnt. Die Arbeit ist für die Patient:innen und Angehörigen immer kostenfrei.</p><p><br></p><p>Und am Ende geht es dann auch wieder um Bürokratie. Denn ganz am Ende wird die Todesbescheinigung ausgestellt. Diese Leistung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, denn diese endet mit dem Tod. Die Rechnung kommt für Angehörige oft unerwartet und stellt eine emotionale Belastung dar.</p><p><br></p><p>Wenn diese Folge dazu beitragen konnte, Gespräche über das Lebensende anzustoßen, hat sie ihren Zweck erfüllt.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Thema, das uns alle früher oder später betreffen wird – trotzdem sprechen wir wenig darüber: Das Sterben.</p><p>Diese Folge von Dr. Andrea Morawe soll informieren, Ängste nehmen und dabei helfen, Entscheidungen besser zu verstehen. Denn am Lebensende geht es um Würde und darum, gut betreut zu werden.</p><p>Palliative Versorgung beginnt in dem Moment, in dem klar wird, dass eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist.</p><p>Palliativ bedeutet dabei, Schmerzen zu lindern, Symptome zu kontrollieren, Lebensqualität zu erhalten, Angst zu nehmen und den Mensch als Ganzes zu sehen: Körperlich, psychisch, sozial und spirituell.</p><p>Deswegen sollte die Palliativ-Medizin auch nicht tabuisiert werden. Wir sprechen dabei von BSC – Best Supportive Care.</p><p>AAPV ist die allgemeine ambulante Palliativ-Versorgung. Dies ist die Basisversorgung für Menschen mit einer fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankung, die aber noch relativ stabil sind. Meist findet diese im häuslichen Umfeld statt durch Hausärzt:innen sowie ambulante Pflegedienste.</p><p>Im Fokus steht die Schmerz- und Symptomkontrolle, sowie die Kommunikation mit den Angehörigen. Dazu gehört auch der Kontakt zur Pflegekasse oder zu ehrenamtlich Tätigen.</p><p>Das Ziel ist es, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und Stabilität zu erhalten.</p><p>SAPV ist die folgende Stufe, die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung. Sie kommt ins Spiel, wenn Symptome nur noch schwer beherrschbar sind und eine 24-Stunden-Erreichbarkeit erforderlich ist.</p><p>SAPV und AAPV werden durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn sie ärztlich angeordnet sind.</p><p><br></p><p>Viele Menschen wünschen sich, zuhause versterben zu können. Dabei muss allerdings Pflege rund um die Uhr gewährleistet sein, was oft Angehörige mit Unterstützung mit Pflegediensten durchführen.</p><p>Für die Patient:innen ist die emotionale Belastung im häuslichen Setting niedriger, für die Angehörigen ist sie allerdings höher.</p><p>Wichtig ist hierbei eine ehrliche Einschätzung. Nicht alles, was gewünscht ist, ist dauerhaft realisierbar.</p><p><br></p><p>Das Hospiz kann eine sehr gute Alternative sein, denn Hospize sind keine Krankenhäuser, sondern Orte der Begleitung. Hier gibt es mehr Zeit für Zuwendung gegenüber Patient:innen und Angehörigen. Man hat Würde bis zuletzt.</p><p>Die Kosten sind enorm. Die Hospizarbeit wird Andrea’s Meinung nach zu wenig geschätzt, denn sie muss zu großen Teilen über Spenden finanziert werden.</p><p>Im Hospiz wird niemand abgelehnt. Die Arbeit ist für die Patient:innen und Angehörigen immer kostenfrei.</p><p><br></p><p>Und am Ende geht es dann auch wieder um Bürokratie. Denn ganz am Ende wird die Todesbescheinigung ausgestellt. Diese Leistung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, denn diese endet mit dem Tod. Die Rechnung kommt für Angehörige oft unerwartet und stellt eine emotionale Belastung dar.</p><p><br></p><p>Wenn diese Folge dazu beitragen konnte, Gespräche über das Lebensende anzustoßen, hat sie ihren Zweck erfüllt.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">ed68fea3-434c-416d-8b14-fa73589d0dd9</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7fe77529-e367-49b7-9f0b-75a6627ee4c9/cover-palli.jpg"/><pubDate>Thu, 19 Feb 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/ed68fea3-434c-416d-8b14-fa73589d0dd9.mp3" length="26477403" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>18:19</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>27</itunes:episode><podcast:episode>27</podcast:episode></item><item><title>Ergotherapie - warum sie so wichtig ist und wie der Beruf funktioniert | Benjamin Nell</title><itunes:title>Ergotherapie - warum sie so wichtig ist und wie der Beruf funktioniert | Benjamin Nell</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein Thema, das die meisten erst wahrnehmen, wenn der Alltag nicht mehr so wie gewohnt klappt: Die Ergotherapie.</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe mit Benjamin Nell, kurz Benni, der bei Soleo Anhalt als Leiter der Ergotherapie arbeitet.</p><p>Die Ausbildung zum Ergotherapeuten dauert 3 Jahre, mittlerweile gibt es sogar die Möglichkeit eines Studiums. Benni fänd es gut, wenn man früher in die Berufswelt einsteigen würde und nicht zu Beginn nur schulisch lernen würde.</p><p>Im zweiten Lehrjahr kann man durch Praktika in die verschiedenen Bereiche reinschnuppern.</p><p>Andrea stört es, dass die schulische Ausbildung Geld kostet und wünscht sich eine Änderung von Seiten der Politik. Gerade junge Eltern können sich so eine Ausbildung kaum leisten. Eine kostenlose Ausbildung und auch eine Bezahlung während der Ausbildung könnte den Weg für mehr Nachwuchskräfte öffnen.</p><p>Ergotherapeut:innen arbeiten sowohl in Psychiatrien, in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, in Praxen, Rehazentren, im Pflegeheim oder im ambulanten Pflegedienst.</p><p>Man kann sich somit auf verschiedene Bereiche spezialisieren. Dabei ist die Zusammenarbeit mit der Physiotherapie sehr eng.</p><p>Wichtige Eigenschaften von guten Ergotherapeut:innen sind Offenheit und der Wunsch, sich weiterzubilden. Benni hat seine Fortbildung selbst gezahlt, um unabhängig zu bleiben.</p><p>Andrea betont wieder mal, wie wichtig ein gutes Netzwerk ist. Sie arbeitet mit Benni Hand in Hand und die Praxen haben sogar schon eine Veranstaltung gemeinsam veranstaltet.</p><p>Auch unterhalb der Ergotherapeut:innen ist eine gute Vernetzung sinnvoll, um Versorgung sicherzustellen.</p><p>Viele haben nach der Ausbildung richtig Lust darauf, sich selbstständig zu machen. Da gibt es allerdings einige Hürden. Benni empfiehlt, in der Anstellung zu starten, um die Bürokratie kennenzulernen.</p><p>Denn Dokumentation, Abrechnung und Berichte sind komplex!</p><p>Das Geld erhalten Therapeut:innen erst nach der Behandlung bzw. 4 Monate später, was ein Risiko beinhaltet.</p><p>Andrea vergleicht das mit den Ärzt:Innen, denn auch die erhalten ihre Zahlungen erst ein halbes Jahr nach der Behandlung von der KV.</p><p><br></p><p>Es gibt Studien, die belegen, dass es im ländlichen Raum schneller zu einer schweren Pflegebedürftigkeit kommen kann, was nicht an mangelnder Wirksamkeit, sondern an fehlender Versorgung liegt. Menschen werden mit Krankheiten und Handicaps immer älter.</p><p>Benni betont, wie wichtig deswegen auch Hausbesuche sind. Einige Therapiezentren wehren sich trotzdem gegen diese.</p><p><br></p><p>Benni staunt oft darüber, wie fit seine Patient:innen noch sind. Er berät diese auch zum häuslichen Umfeld und wie man dieses so gesund und sicher wie möglich gestaltet.</p><p>Betreutes Wohnen kann einen Zwischenschritt bieten zwischen der gewohnten Häuslichkeit und einem Pflegeheim. Die Eingewöhnung fällt den meisten am schwersten.</p><p><br></p><p>Andrea nimmt auch gerne Hilfsmittelempfehlungen der Ergotherapeut:innen an. Schließlich kennen diese sich am besten mit den Gegebenheiten aus.</p><p>Einige Leistungen in der Ergotherapie funktionieren nur über Zuzahlung. Benni und Andrea sind sich einig: Lieber früh etwas in die Gesundheit investieren als später einen teuren Pflegeheimplatz zahlen zu müssen. Die Erhaltung der Selbstständigkeit ist auf vielen Ebenen wichtig.</p><p><br></p><p>Benni wünscht sich, dass Ergotherapie mehr in den Fokus gerückt wird. Dazu gehört auch, dass Ärzt:innen besser verstehen, was die Ergotherapie anbietet.</p><p>Von den Ergotherapeut:innen selbst wünscht er sich mehr Ehrlichkeit zum Patienten. Manchmal kann man nicht helfen, was auch gar nicht schlimm ist – man muss nur offen darüber kommunizieren.</p><p>Auch Bürokratieabbau würde er begrüßen, denn die viele Zeit der Dokumentation würde er lieber in die Zeit am Patienten stecken.</p><p><br></p><p>Am Ende gibt Benni noch den Tipp:</p><p>Die Qualität der Behandlung ist wichtiger als die Menge an Patient:innen, die ihr behandelt.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Thema, das die meisten erst wahrnehmen, wenn der Alltag nicht mehr so wie gewohnt klappt: Die Ergotherapie.</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe mit Benjamin Nell, kurz Benni, der bei Soleo Anhalt als Leiter der Ergotherapie arbeitet.</p><p>Die Ausbildung zum Ergotherapeuten dauert 3 Jahre, mittlerweile gibt es sogar die Möglichkeit eines Studiums. Benni fänd es gut, wenn man früher in die Berufswelt einsteigen würde und nicht zu Beginn nur schulisch lernen würde.</p><p>Im zweiten Lehrjahr kann man durch Praktika in die verschiedenen Bereiche reinschnuppern.</p><p>Andrea stört es, dass die schulische Ausbildung Geld kostet und wünscht sich eine Änderung von Seiten der Politik. Gerade junge Eltern können sich so eine Ausbildung kaum leisten. Eine kostenlose Ausbildung und auch eine Bezahlung während der Ausbildung könnte den Weg für mehr Nachwuchskräfte öffnen.</p><p>Ergotherapeut:innen arbeiten sowohl in Psychiatrien, in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, in Praxen, Rehazentren, im Pflegeheim oder im ambulanten Pflegedienst.</p><p>Man kann sich somit auf verschiedene Bereiche spezialisieren. Dabei ist die Zusammenarbeit mit der Physiotherapie sehr eng.</p><p>Wichtige Eigenschaften von guten Ergotherapeut:innen sind Offenheit und der Wunsch, sich weiterzubilden. Benni hat seine Fortbildung selbst gezahlt, um unabhängig zu bleiben.</p><p>Andrea betont wieder mal, wie wichtig ein gutes Netzwerk ist. Sie arbeitet mit Benni Hand in Hand und die Praxen haben sogar schon eine Veranstaltung gemeinsam veranstaltet.</p><p>Auch unterhalb der Ergotherapeut:innen ist eine gute Vernetzung sinnvoll, um Versorgung sicherzustellen.</p><p>Viele haben nach der Ausbildung richtig Lust darauf, sich selbstständig zu machen. Da gibt es allerdings einige Hürden. Benni empfiehlt, in der Anstellung zu starten, um die Bürokratie kennenzulernen.</p><p>Denn Dokumentation, Abrechnung und Berichte sind komplex!</p><p>Das Geld erhalten Therapeut:innen erst nach der Behandlung bzw. 4 Monate später, was ein Risiko beinhaltet.</p><p>Andrea vergleicht das mit den Ärzt:Innen, denn auch die erhalten ihre Zahlungen erst ein halbes Jahr nach der Behandlung von der KV.</p><p><br></p><p>Es gibt Studien, die belegen, dass es im ländlichen Raum schneller zu einer schweren Pflegebedürftigkeit kommen kann, was nicht an mangelnder Wirksamkeit, sondern an fehlender Versorgung liegt. Menschen werden mit Krankheiten und Handicaps immer älter.</p><p>Benni betont, wie wichtig deswegen auch Hausbesuche sind. Einige Therapiezentren wehren sich trotzdem gegen diese.</p><p><br></p><p>Benni staunt oft darüber, wie fit seine Patient:innen noch sind. Er berät diese auch zum häuslichen Umfeld und wie man dieses so gesund und sicher wie möglich gestaltet.</p><p>Betreutes Wohnen kann einen Zwischenschritt bieten zwischen der gewohnten Häuslichkeit und einem Pflegeheim. Die Eingewöhnung fällt den meisten am schwersten.</p><p><br></p><p>Andrea nimmt auch gerne Hilfsmittelempfehlungen der Ergotherapeut:innen an. Schließlich kennen diese sich am besten mit den Gegebenheiten aus.</p><p>Einige Leistungen in der Ergotherapie funktionieren nur über Zuzahlung. Benni und Andrea sind sich einig: Lieber früh etwas in die Gesundheit investieren als später einen teuren Pflegeheimplatz zahlen zu müssen. Die Erhaltung der Selbstständigkeit ist auf vielen Ebenen wichtig.</p><p><br></p><p>Benni wünscht sich, dass Ergotherapie mehr in den Fokus gerückt wird. Dazu gehört auch, dass Ärzt:innen besser verstehen, was die Ergotherapie anbietet.</p><p>Von den Ergotherapeut:innen selbst wünscht er sich mehr Ehrlichkeit zum Patienten. Manchmal kann man nicht helfen, was auch gar nicht schlimm ist – man muss nur offen darüber kommunizieren.</p><p>Auch Bürokratieabbau würde er begrüßen, denn die viele Zeit der Dokumentation würde er lieber in die Zeit am Patienten stecken.</p><p><br></p><p>Am Ende gibt Benni noch den Tipp:</p><p>Die Qualität der Behandlung ist wichtiger als die Menge an Patient:innen, die ihr behandelt.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">4bb15f1e-fbfb-4445-805e-3803f0eec650</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/d6182d05-7075-40dd-8b4d-f767291bb384/Landmedchen-11-Episodencover-7.jpg"/><pubDate>Thu, 12 Feb 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/4bb15f1e-fbfb-4445-805e-3803f0eec650.mp3" length="74028503" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>51:18</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>26</itunes:episode><podcast:episode>26</podcast:episode></item><item><title>Schwindel und Psyche -  wie gehört das zusammen? | Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Schwindel und Psyche -  wie gehört das zusammen? | Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Schwindel gehört zu den Symptomen, die Patient:innen besonders beunruhigen. Man hat Angst vor einem Schlaganfall oder davor, dass etwas nicht im Gehirn funktioniert.</p><p>Es ist auch unangenehm, denn es betrifft unser Gefühl von Kontrolle, Sicherheit und Orientierung. Dabei ist Schwindel keine Diagnose, sondern ein Leitsymptom.</p><p>Ein erheblicher Anteil der Fälle hat dabei einen Zusammenhang mit psychischer Belastung.</p><p>Schwindel wird unterteilt in Drehschwindel (Karrussel-Gefühl), Schwankschwindel (Boot-Gefühl), Benommenheitsschwindel (wie Watte im Kopf) und unspezifischen Schwindel.</p><p>Die subjektive Schilderung des Schwindels ist oft diagnostisch hilfreicher als operative Befunde. Dazu gehört, wann der Schwindel auftritt, wie lange er anhält und was ihn verschlechtert.</p><p>Unser Gleichgewichtssystem besteht aus mehreren Komponenten: Das Innenohr, die Augen, die Tiefensensibilität der Muskulatur und das Gehirn. Die Psyche hat dabei einen enormen Einfluss, denn bei Stress, Angst und innerer Anspannung verändern sich bestimmte vitale Funktionen. Dadurch können Gleichgewichtsinformationen gestört werden.</p><p>Der Schwindel ist real, körperlich spürbar, aber funktionell bedingt.</p><p>Psychische Faktoren sind einer der häufigsten Faktoren für chronischen Schwindel.</p><p>Ein klassisches Beispiel ist der phobische Schwankschwindel, der oft in großen Menschenmengen auftritt.</p><p>Dadurch entsteht ein Teufelskreis:</p><p>Die Patient:innen haben Schwindel, dadurch entsteht Angst, was eine körperliche Stressreaktion auslöst, die wiederum den Schwindel verstärkt.</p><p><br></p><p>Bevor die psychische Ursache angenommen wird, sollte es eine strukturierte Basisdiagnostik geben. Ein paar Red Flags sind beispielsweise akute Lähmungen, Sprach- und Sehstörungen, Doppelbilder, Gangunsicherheiten, Erbrechen oder ein plötzlich eintretender schwerer Drehschwindel.</p><p><br></p><p>Wenn die Patient:innen verstehen, was los ist, dann reduziert das die Angst. Es ist also wichtig, dem Patienten empathisch beizustehen und ihm zu erklären, dass der Schwindel nicht gefährlich ist.</p><p>Das Wichtigste ist, sich nicht zu schonen. Schonung verschlechtert den funktionellen Schwindel. Man sollte sich bewegen, den Alltag aktiv gestalten und das Gleichgewicht fördern. Auch eine kognitive Verhaltenstherapie ist sinnvoll.</p><p><br></p><p>Eine Dauertherapie mit schwindelhemmenden Medikamenten sollte vermieden werden.</p><p>Andrea ist außerdem ein großer Fan der Hypnose-Therapie, die als ergänzende Maßnahme sehr sinnvoll sein kann. Denn sie kann den Stress erheblich reduzieren, die vegetative Übererregung senken und den Angst-Schwindel-Kreislauf dadurch unterbrechen.</p><p><br></p><p>Die Patient:innen selbst können selbst autogenes Training durchführen oder auch die progressive Muskelentspannung.</p><p>Dazu helfen Lockerungsübungen für den Schulter- und Nackenbereich, sowie Gleichgewichtsübungen. Bei Physio- und Ergotherapeut:innen können schonende Übungen erlernt werden.</p><p><br></p><p>Je weniger Aufmerksamkeit der Schwindel bekommt, desto schwächer wird er werden. Es ist besonders wichtig, den Umgang mit der Angst zu lernen.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Schwindel gehört zu den Symptomen, die Patient:innen besonders beunruhigen. Man hat Angst vor einem Schlaganfall oder davor, dass etwas nicht im Gehirn funktioniert.</p><p>Es ist auch unangenehm, denn es betrifft unser Gefühl von Kontrolle, Sicherheit und Orientierung. Dabei ist Schwindel keine Diagnose, sondern ein Leitsymptom.</p><p>Ein erheblicher Anteil der Fälle hat dabei einen Zusammenhang mit psychischer Belastung.</p><p>Schwindel wird unterteilt in Drehschwindel (Karrussel-Gefühl), Schwankschwindel (Boot-Gefühl), Benommenheitsschwindel (wie Watte im Kopf) und unspezifischen Schwindel.</p><p>Die subjektive Schilderung des Schwindels ist oft diagnostisch hilfreicher als operative Befunde. Dazu gehört, wann der Schwindel auftritt, wie lange er anhält und was ihn verschlechtert.</p><p>Unser Gleichgewichtssystem besteht aus mehreren Komponenten: Das Innenohr, die Augen, die Tiefensensibilität der Muskulatur und das Gehirn. Die Psyche hat dabei einen enormen Einfluss, denn bei Stress, Angst und innerer Anspannung verändern sich bestimmte vitale Funktionen. Dadurch können Gleichgewichtsinformationen gestört werden.</p><p>Der Schwindel ist real, körperlich spürbar, aber funktionell bedingt.</p><p>Psychische Faktoren sind einer der häufigsten Faktoren für chronischen Schwindel.</p><p>Ein klassisches Beispiel ist der phobische Schwankschwindel, der oft in großen Menschenmengen auftritt.</p><p>Dadurch entsteht ein Teufelskreis:</p><p>Die Patient:innen haben Schwindel, dadurch entsteht Angst, was eine körperliche Stressreaktion auslöst, die wiederum den Schwindel verstärkt.</p><p><br></p><p>Bevor die psychische Ursache angenommen wird, sollte es eine strukturierte Basisdiagnostik geben. Ein paar Red Flags sind beispielsweise akute Lähmungen, Sprach- und Sehstörungen, Doppelbilder, Gangunsicherheiten, Erbrechen oder ein plötzlich eintretender schwerer Drehschwindel.</p><p><br></p><p>Wenn die Patient:innen verstehen, was los ist, dann reduziert das die Angst. Es ist also wichtig, dem Patienten empathisch beizustehen und ihm zu erklären, dass der Schwindel nicht gefährlich ist.</p><p>Das Wichtigste ist, sich nicht zu schonen. Schonung verschlechtert den funktionellen Schwindel. Man sollte sich bewegen, den Alltag aktiv gestalten und das Gleichgewicht fördern. Auch eine kognitive Verhaltenstherapie ist sinnvoll.</p><p><br></p><p>Eine Dauertherapie mit schwindelhemmenden Medikamenten sollte vermieden werden.</p><p>Andrea ist außerdem ein großer Fan der Hypnose-Therapie, die als ergänzende Maßnahme sehr sinnvoll sein kann. Denn sie kann den Stress erheblich reduzieren, die vegetative Übererregung senken und den Angst-Schwindel-Kreislauf dadurch unterbrechen.</p><p><br></p><p>Die Patient:innen selbst können selbst autogenes Training durchführen oder auch die progressive Muskelentspannung.</p><p>Dazu helfen Lockerungsübungen für den Schulter- und Nackenbereich, sowie Gleichgewichtsübungen. Bei Physio- und Ergotherapeut:innen können schonende Übungen erlernt werden.</p><p><br></p><p>Je weniger Aufmerksamkeit der Schwindel bekommt, desto schwächer wird er werden. Es ist besonders wichtig, den Umgang mit der Angst zu lernen.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">2c584d92-6113-4aed-a6dc-f542f891be40</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7dbf4ffd-39f4-4ba5-a2b4-a9117825100c/Landmedchen-11-Episodencover-6.jpg"/><pubDate>Thu, 05 Feb 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/2c584d92-6113-4aed-a6dc-f542f891be40.mp3" length="24906877" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>17:12</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>25</itunes:episode><podcast:episode>25</podcast:episode></item><item><title>Gürtelrose erklärt: Infektion, Behandlung, Schmerz und Prävention | Dr. Andrea Morawe</title><itunes:title>Gürtelrose erklärt: Infektion, Behandlung, Schmerz und Prävention | Dr. Andrea Morawe</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein Thema, das zurecht gefürchtet ist: Gürtelrose. Der Begriff löst bei vielen direkt Unbehagen aus.</p><p>Denn Gürtelrose ist mehr als ein dermatologisches, kosmetisches Problem mit hoher Ansteckungsgefahr und möglichen Langzeitfolgen.</p><p>Die Gürtelrose oder auch Herpes-Zoster-Infektion beschreibt eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus. Das ist der Virus, der im Kindesalter die Windpocken-Infektion verursacht. Nach Abheilung verbleiben die Viren in einem Ruhestadium in den Nervenganglien des Rückenmarks oder der Hirnnerven.</p><p>Über Jahrzehnte hinweg wird der Virus durch das Immunsystem kontrolliert.</p><p>Wenn die Kontrolle des Immunsystems nachlässt, dann kann das Virus erneut aktiviert werden und entlang der Nerven zur Haut wandern.</p><p>Das passiert durch das Lebensalter oder auch langanhaltenden Stress.</p><p>Jeder Mensch, der schonmal Windpocken hatte, kann auch eine Gürtelrose bekommen.</p><p>Die Hauterscheinung kennen die meisten wahrscheinlich: Ein einseitiger, gürtelförmiger Hautausschlag, der sich dann zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen entwickelt.</p><p>Es gibt auch Verläufe ohne Hautausschlag. Diese sind besonders schwierig in der Diagnosestellung.</p><p>Frühsymptome sind unspezifische Schmerzen, fast reißend, sowie ein brennendes oder stechendes Gefühl. Dazu kommt eine Überempfindlichkeit der Haut, welche eventuell als Muskelverspannung interpretiert wird, wodurch eine kardiologische Abklärung erfolgen kann.</p><p>Der Schmerz ist so stark, weil es sich um einen neuropathischen Schmerz handelt, der durch die Schädigung oder Reizung der Nerven entsteht. Ibuprofen und Paracetamol haben hier keine Wirkung.</p><p>Behandelt wird deswegen mit Gabapentin oder Pregabalin, in schweren Fällen sogar mit Opioiden.</p><p>Die grundsätzliche Therapie ist die virale Therapie, hier ist allerdings die Zeit entscheidend.</p><p>Denn idealerweise startet die Therapie innerhalb der ersten 72 Stunden nach dem ersten Auftreten der Symptome.</p><p>So kann das Risiko für eine chronische Schmerzentstehung gesenkt werden.</p><p>Bei einer Gürtelrose-Erkrankung besteht das Risiko einer Post-Zoster-Neuralgie, bei der Schmerzen länger als 3 Monate nach Abheilung der Haut bestehen bleiben. Diese Schmerzen können monatelang oder jahrelang anhalten und damit die Lebensqualität erheblich verringern.</p><p><br></p><p>Die Ansteckungsgefahr wird häufig unterschätzt. Die Gürtelrose selbst ist nicht direkt übertragbar, das Virus in den Bläschen aber schon. Solange die Bläschen nicht vollständig verkrustet sind, enthält die Flüssigkeit das infektiöse Virenmaterial.</p><p>Personen, die keine Windpocken hatten oder nicht geimpft sind, können sich so anstecken.</p><p><br></p><p>Die klassischen Hygienemaßnahmen helfen: Bläschen nicht berühren, regelmäßiges Händewaschen, Handtücher, Kleidung und Waschlappen nicht gemeinsam nutzen und bei 60 Grad waschen.</p><p><br></p><p>Zinksalbe wird oft empfohlen, denn sie wirkt antiseptisch, entzündungshemmend und adstringierend. Dadurch kann sie den Juckreiz lindern. Allerdings ersetzt sie nicht die antivirale Therapie!</p><p><br></p><p>Die wirksamste Maßnahme gegen Gürtelrose und ihre Komplikationen ist die Impfung mit dem Totimpfstoff gegen Herpes Zoster. Die STIKO empfiehlt sie für alle ab 60 und als Indikationsimpfung für Patient:innen ab dem 50. Lebensjahr.</p><p>Da eine immunaktivierende Komponente im Impfstoff ist, empfiehlt Andrea, außerhalb der Infektsaison zu impfen, da man wirklich frei von jeglicher Krankheit sein sollte.</p><p>Sie empfiehlt: Bringen Sie ihren Impfausweis regelmäßig mit zur Hausarztpraxis, um den Impfstatus zu checken!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Thema, das zurecht gefürchtet ist: Gürtelrose. Der Begriff löst bei vielen direkt Unbehagen aus.</p><p>Denn Gürtelrose ist mehr als ein dermatologisches, kosmetisches Problem mit hoher Ansteckungsgefahr und möglichen Langzeitfolgen.</p><p>Die Gürtelrose oder auch Herpes-Zoster-Infektion beschreibt eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus. Das ist der Virus, der im Kindesalter die Windpocken-Infektion verursacht. Nach Abheilung verbleiben die Viren in einem Ruhestadium in den Nervenganglien des Rückenmarks oder der Hirnnerven.</p><p>Über Jahrzehnte hinweg wird der Virus durch das Immunsystem kontrolliert.</p><p>Wenn die Kontrolle des Immunsystems nachlässt, dann kann das Virus erneut aktiviert werden und entlang der Nerven zur Haut wandern.</p><p>Das passiert durch das Lebensalter oder auch langanhaltenden Stress.</p><p>Jeder Mensch, der schonmal Windpocken hatte, kann auch eine Gürtelrose bekommen.</p><p>Die Hauterscheinung kennen die meisten wahrscheinlich: Ein einseitiger, gürtelförmiger Hautausschlag, der sich dann zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen entwickelt.</p><p>Es gibt auch Verläufe ohne Hautausschlag. Diese sind besonders schwierig in der Diagnosestellung.</p><p>Frühsymptome sind unspezifische Schmerzen, fast reißend, sowie ein brennendes oder stechendes Gefühl. Dazu kommt eine Überempfindlichkeit der Haut, welche eventuell als Muskelverspannung interpretiert wird, wodurch eine kardiologische Abklärung erfolgen kann.</p><p>Der Schmerz ist so stark, weil es sich um einen neuropathischen Schmerz handelt, der durch die Schädigung oder Reizung der Nerven entsteht. Ibuprofen und Paracetamol haben hier keine Wirkung.</p><p>Behandelt wird deswegen mit Gabapentin oder Pregabalin, in schweren Fällen sogar mit Opioiden.</p><p>Die grundsätzliche Therapie ist die virale Therapie, hier ist allerdings die Zeit entscheidend.</p><p>Denn idealerweise startet die Therapie innerhalb der ersten 72 Stunden nach dem ersten Auftreten der Symptome.</p><p>So kann das Risiko für eine chronische Schmerzentstehung gesenkt werden.</p><p>Bei einer Gürtelrose-Erkrankung besteht das Risiko einer Post-Zoster-Neuralgie, bei der Schmerzen länger als 3 Monate nach Abheilung der Haut bestehen bleiben. Diese Schmerzen können monatelang oder jahrelang anhalten und damit die Lebensqualität erheblich verringern.</p><p><br></p><p>Die Ansteckungsgefahr wird häufig unterschätzt. Die Gürtelrose selbst ist nicht direkt übertragbar, das Virus in den Bläschen aber schon. Solange die Bläschen nicht vollständig verkrustet sind, enthält die Flüssigkeit das infektiöse Virenmaterial.</p><p>Personen, die keine Windpocken hatten oder nicht geimpft sind, können sich so anstecken.</p><p><br></p><p>Die klassischen Hygienemaßnahmen helfen: Bläschen nicht berühren, regelmäßiges Händewaschen, Handtücher, Kleidung und Waschlappen nicht gemeinsam nutzen und bei 60 Grad waschen.</p><p><br></p><p>Zinksalbe wird oft empfohlen, denn sie wirkt antiseptisch, entzündungshemmend und adstringierend. Dadurch kann sie den Juckreiz lindern. Allerdings ersetzt sie nicht die antivirale Therapie!</p><p><br></p><p>Die wirksamste Maßnahme gegen Gürtelrose und ihre Komplikationen ist die Impfung mit dem Totimpfstoff gegen Herpes Zoster. Die STIKO empfiehlt sie für alle ab 60 und als Indikationsimpfung für Patient:innen ab dem 50. Lebensjahr.</p><p>Da eine immunaktivierende Komponente im Impfstoff ist, empfiehlt Andrea, außerhalb der Infektsaison zu impfen, da man wirklich frei von jeglicher Krankheit sein sollte.</p><p>Sie empfiehlt: Bringen Sie ihren Impfausweis regelmäßig mit zur Hausarztpraxis, um den Impfstatus zu checken!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">54ea7c2f-fa15-4239-9351-24ff844b8c15</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3bd8803d-17c9-4c34-a82d-13134a11ea8b/cover-andrea-guertelrose.jpg"/><pubDate>Thu, 29 Jan 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/54ea7c2f-fa15-4239-9351-24ff844b8c15.mp3" length="25290427" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>17:27</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>24</itunes:episode><podcast:episode>24</podcast:episode></item><item><title>Vitamin D - Wirkung, Mangel und Substitution | Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Vitamin D - Wirkung, Mangel und Substitution | Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Um Vitamin D gibt es einige Mythen: Damit soll man die Wintermüdigkeit in den Griff bekommen und es wird viel über Supplements und Ernährung gesprochen.</p><p>Deswegen hat sich Dr. Andrea Morawe diesem Thema in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“ gewidmet.</p><p>Vitamin D ist strenggenommen kein Vitamin, sondern ein Hormonvorläufer. Der Körper kann es größtenteils durch UVB-Strahlung auf der Haut selbst herstellen.</p><p>Vitamin D ist beteiligt am Knochen- und Kalziumstoffwechsel, dem Immunsystem, der Muskulatur, Entzündungsregulationsmechanismen und an neurologischen und hormonellen Prozessen im Gehirn.</p><p>Bis zu 90% davon bilden wir über Sonnenlicht, deswegen wird es auch das „Sonnenvitamin“ genannt.</p><p>Im Winter berichten viele Menschen über Abgeschlagenheit, Müdigkeit und einen „Winterblues“. Das liegt nicht nur am Lichtmangel, sondern weil das Vitamin D im Gehirn an Rezeptoren wirkt, die für Stimmung und den Schlafrhythmus wichtig sind. Es beeinflusst Serotonin, den Wohlfühlbotenstoff und das Melatonin, das uns schläfrig macht.</p><p>In Lebensmitteln ist Vitamin D sehr wenig enthalten. Ohne Sonne haben wir also ein hohes Risiko für einen geringen Vitamin D-Spiegel.</p><p>In einer internationalen sowie der deutschen Leitlinie steht, dass es für einen gesunden Erwachsenen ohne Symptome und Risikofaktoren keine ausreichende Evidenz gibt, ein allgemeines Screening durchzuführen.</p><p>Eine Bestimmung des Vitamin D-Spiegels ist vor allem bei Risikogruppen sinnvoll, bei älteren Leuten, Menschen mit dunkler Haut, übergewichtigen Personen und Patient:innen nach größeren Darm-OPs.</p><p>Diagnostische Hinweise auf einen möglichen Mangel sind Osteoporose, diffuse Knochenschmerzen, Muskelschwächen Syndrome sowie chronische Leber- und Niereninsuffizienz.</p><p><br></p><p>Substitution in den Wintermonaten (in niedriger Dosis) kann man tatsächlich selbst machen, da muss man nicht den Vitamin D-Spiegel für bestimmen.</p><p>Die Präparate gibt es mittlerweile in jeglicher Form. Diese kann man z.B. bei Müdigkeit und Stimmungstiefs in den Wintermonaten (Oktober bis März) einnehmen und damit eine Besserung erzielen.</p><p>Risikogruppen wie Pflegeheimbewohner:innen können Vitamin D auch das gesamte Jahr durchnehmen.</p><p>Die tägliche Einnahme sollte zwischen 800 und 2000 Einheiten liegen, denn man kann auch überdosieren! Das sorgt für Übelkeit, Erbrechen, einen erhöhten Kalziumwert im Blut, Herzrhythmusstörungen und Nierenprobleme.</p><p>Eine Überdosierung passiert nicht durch Sonne, sondern durch hochdosierte Präparate.</p><p>In vielen Präparaten ist einfach zu wenig drin.</p><p>K2 kann man dazu nehmen, ist aber nicht zwingend erforderlich.</p><p><br></p><p>Gegen den Winterblues hilft nicht nur Vitamin D, sondern auch eine Kombination mit Tageslichtlampen. Diese enthalten kein UVB, regen also nicht die Vitamin D-Bildung an, aber wirken nachweislich auf den Schlaf-Wach-Ryhthmus und auf die Serotoninproduktion. Deswegen sind sie effektiv bei Wintermüdigkeit und saisonalen depressiven Episoden.</p><p><br></p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Um Vitamin D gibt es einige Mythen: Damit soll man die Wintermüdigkeit in den Griff bekommen und es wird viel über Supplements und Ernährung gesprochen.</p><p>Deswegen hat sich Dr. Andrea Morawe diesem Thema in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“ gewidmet.</p><p>Vitamin D ist strenggenommen kein Vitamin, sondern ein Hormonvorläufer. Der Körper kann es größtenteils durch UVB-Strahlung auf der Haut selbst herstellen.</p><p>Vitamin D ist beteiligt am Knochen- und Kalziumstoffwechsel, dem Immunsystem, der Muskulatur, Entzündungsregulationsmechanismen und an neurologischen und hormonellen Prozessen im Gehirn.</p><p>Bis zu 90% davon bilden wir über Sonnenlicht, deswegen wird es auch das „Sonnenvitamin“ genannt.</p><p>Im Winter berichten viele Menschen über Abgeschlagenheit, Müdigkeit und einen „Winterblues“. Das liegt nicht nur am Lichtmangel, sondern weil das Vitamin D im Gehirn an Rezeptoren wirkt, die für Stimmung und den Schlafrhythmus wichtig sind. Es beeinflusst Serotonin, den Wohlfühlbotenstoff und das Melatonin, das uns schläfrig macht.</p><p>In Lebensmitteln ist Vitamin D sehr wenig enthalten. Ohne Sonne haben wir also ein hohes Risiko für einen geringen Vitamin D-Spiegel.</p><p>In einer internationalen sowie der deutschen Leitlinie steht, dass es für einen gesunden Erwachsenen ohne Symptome und Risikofaktoren keine ausreichende Evidenz gibt, ein allgemeines Screening durchzuführen.</p><p>Eine Bestimmung des Vitamin D-Spiegels ist vor allem bei Risikogruppen sinnvoll, bei älteren Leuten, Menschen mit dunkler Haut, übergewichtigen Personen und Patient:innen nach größeren Darm-OPs.</p><p>Diagnostische Hinweise auf einen möglichen Mangel sind Osteoporose, diffuse Knochenschmerzen, Muskelschwächen Syndrome sowie chronische Leber- und Niereninsuffizienz.</p><p><br></p><p>Substitution in den Wintermonaten (in niedriger Dosis) kann man tatsächlich selbst machen, da muss man nicht den Vitamin D-Spiegel für bestimmen.</p><p>Die Präparate gibt es mittlerweile in jeglicher Form. Diese kann man z.B. bei Müdigkeit und Stimmungstiefs in den Wintermonaten (Oktober bis März) einnehmen und damit eine Besserung erzielen.</p><p>Risikogruppen wie Pflegeheimbewohner:innen können Vitamin D auch das gesamte Jahr durchnehmen.</p><p>Die tägliche Einnahme sollte zwischen 800 und 2000 Einheiten liegen, denn man kann auch überdosieren! Das sorgt für Übelkeit, Erbrechen, einen erhöhten Kalziumwert im Blut, Herzrhythmusstörungen und Nierenprobleme.</p><p>Eine Überdosierung passiert nicht durch Sonne, sondern durch hochdosierte Präparate.</p><p>In vielen Präparaten ist einfach zu wenig drin.</p><p>K2 kann man dazu nehmen, ist aber nicht zwingend erforderlich.</p><p><br></p><p>Gegen den Winterblues hilft nicht nur Vitamin D, sondern auch eine Kombination mit Tageslichtlampen. Diese enthalten kein UVB, regen also nicht die Vitamin D-Bildung an, aber wirken nachweislich auf den Schlaf-Wach-Ryhthmus und auf die Serotoninproduktion. Deswegen sind sie effektiv bei Wintermüdigkeit und saisonalen depressiven Episoden.</p><p><br></p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">343258aa-ff10-46bc-b67a-81e3c17a7cd2</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/af41c297-ab7b-454f-a501-7c4121c51336/cover-andrea-vitamin-d.jpg"/><pubDate>Thu, 22 Jan 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/343258aa-ff10-46bc-b67a-81e3c17a7cd2.mp3" length="19174670" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>13:14</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>23</itunes:episode><podcast:episode>23</podcast:episode></item><item><title>Ohrenentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung | Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Ohrenentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung | Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>In den letzten Wochen war das Thema präsenter in der Hausarztpraxis und in der kinderärztlichen Praxis: Die Ohrenentzündung. Das ist tatsächlich einer der häufigsten Beratungsanlässe in der Praxis. Kaum ein Kind kommt ohne mindestens eine Mittelohr-Entzündung durch die ersten Lebensjahre. Doch wo kommt das her? Wann muss ich zum Arzt? Welches Hausmittelchen hilft?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Die Otitis (Ohrenentzündung) gibt es in verschiedenen Varianten, denn das Ohr wird in 3 Abschnitte gegliedert: Äußeres, mittleres und Innenohr.</p><p>Die Otitis Externa ist die Entzündung des äußeren Gehörgangs, also der Haut zwischen Ohrmuschel und Trommelfell. Auslöser können Feuchtigkeit oder mechanische Reizung sein. Andrea beobachtet das oft nach den Sommerferien, wenn Kinder viel geplanscht haben. Kleine Hautverletzungen durch Wattestäbchen oder das Arbeiten im Garten sowie Kälte und Wind können Gründe sein.</p><p>Charakteristisch für die Otitis Externa ist ein starker Schmerz bei Druck im Bereich der Ohrmuschel und des Tragus, Juckreiz, Schwellung, Rötung und manchmal sogar eine Sekretabsonderung. Wichtig: Das ist keine klassische Erkältungskrankheit!</p><p><br></p><p>Die Otitis Media ist die Mittelohrentzündung, welche oft mit einem Infekt der oberen Atemwege zusammenhängt. Grund ist eine Belüftungsstörung der Ohrtrompete. Normalerweise ist das Mittelohr nämlich ein luftgefüllter Raum, wenn dieser gestört ist, entsteht ein Unterdruck und so sammelt sich Flüssigkeit. Symptome sind starker, pulsierender Ohrenschmerz, Druckgefühl, Hörminderung und Fieber. Kinder sind oft sehr unruhig bei einer Mittelohrentzündung.</p><p><br></p><p>Die Seriöse Otitis Media wird auch Paukenerguss genannt. Hierbei sammelt sich Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, meist nach einem Infekt. Das Problem: Meist hat man keine Schmerzen, sondern eine akute Hörminderung. Dadurch wird der Paukenerguss bei Kindern oft erst spät erkannt, kann jedoch Auswirkungen auf die Sprachentwicklung haben.</p><p>Ursachen können virale Infektionen sein (selten bakterielle), deswegen sind Ärzt:innen auch mit Antibiotika eher zurückhaltend.</p><p><br></p><p>Kinder haben eine kürzere, breitere und oft waagerecht verlaufende Ohrtrompete, welche das Eindringen der Keime erleichtert. Deswegen haben sie auch öfter Mittelohrentzündungen - bis zum Schulalter haben 80% der Kinder mindestens eine erlebt.</p><p><br></p><p>Hausmittel, die zunächst helfen, sind milde Wärme von außen, z.B. durch eine Rotlichtlampe oder ein Kirschkernkissen, Ibuprofen oder Paracetamol zur Schmerzlinderung, abschwellende Nasensprays und viel trinken.</p><p>Für Zwiebelsäckchen gibt es keine Datenlage.</p><p>Wichtig ist, nichts ins Ohr einzubringen.</p><p><br></p><p>Wie kann man präventiv vorgehen?</p><p>Andrea empfiehlt eine rauchfreie Umgebung, die Impfung gegen Pneumokokken, gute Nasenpflege bei Infekten, die Ohren trocken zu halten und tatsächlich vor Wind und Kälte zu schützen – die Mütze hilft also wirklich. Auch Stillen ist für die Entwicklung des Immunsystems immens wichtig.</p><p><br></p><p>Als Ohrhygiene empfiehlt Andrea: GAR NIX!</p><p>Ohrenschmalz ist ein Schutzmechanismus vom Körper, Ohrenstäbchen sorgen bei der Reinigung dafür, dass wir ihn nur weiter ins Ohr reinschieben und uns möglicherweise dabei verletzen.</p><p>Im Zweifel sollte man diesen von einem HNO entfernen lassen.</p><p><br></p><p>In-Ear-Kopfhörer können übrigens Pilzinfektionen im Ohr begünstigen, deswegen sollte man sie regelmäßig säubern.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Wochen war das Thema präsenter in der Hausarztpraxis und in der kinderärztlichen Praxis: Die Ohrenentzündung. Das ist tatsächlich einer der häufigsten Beratungsanlässe in der Praxis. Kaum ein Kind kommt ohne mindestens eine Mittelohr-Entzündung durch die ersten Lebensjahre. Doch wo kommt das her? Wann muss ich zum Arzt? Welches Hausmittelchen hilft?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Die Otitis (Ohrenentzündung) gibt es in verschiedenen Varianten, denn das Ohr wird in 3 Abschnitte gegliedert: Äußeres, mittleres und Innenohr.</p><p>Die Otitis Externa ist die Entzündung des äußeren Gehörgangs, also der Haut zwischen Ohrmuschel und Trommelfell. Auslöser können Feuchtigkeit oder mechanische Reizung sein. Andrea beobachtet das oft nach den Sommerferien, wenn Kinder viel geplanscht haben. Kleine Hautverletzungen durch Wattestäbchen oder das Arbeiten im Garten sowie Kälte und Wind können Gründe sein.</p><p>Charakteristisch für die Otitis Externa ist ein starker Schmerz bei Druck im Bereich der Ohrmuschel und des Tragus, Juckreiz, Schwellung, Rötung und manchmal sogar eine Sekretabsonderung. Wichtig: Das ist keine klassische Erkältungskrankheit!</p><p><br></p><p>Die Otitis Media ist die Mittelohrentzündung, welche oft mit einem Infekt der oberen Atemwege zusammenhängt. Grund ist eine Belüftungsstörung der Ohrtrompete. Normalerweise ist das Mittelohr nämlich ein luftgefüllter Raum, wenn dieser gestört ist, entsteht ein Unterdruck und so sammelt sich Flüssigkeit. Symptome sind starker, pulsierender Ohrenschmerz, Druckgefühl, Hörminderung und Fieber. Kinder sind oft sehr unruhig bei einer Mittelohrentzündung.</p><p><br></p><p>Die Seriöse Otitis Media wird auch Paukenerguss genannt. Hierbei sammelt sich Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, meist nach einem Infekt. Das Problem: Meist hat man keine Schmerzen, sondern eine akute Hörminderung. Dadurch wird der Paukenerguss bei Kindern oft erst spät erkannt, kann jedoch Auswirkungen auf die Sprachentwicklung haben.</p><p>Ursachen können virale Infektionen sein (selten bakterielle), deswegen sind Ärzt:innen auch mit Antibiotika eher zurückhaltend.</p><p><br></p><p>Kinder haben eine kürzere, breitere und oft waagerecht verlaufende Ohrtrompete, welche das Eindringen der Keime erleichtert. Deswegen haben sie auch öfter Mittelohrentzündungen - bis zum Schulalter haben 80% der Kinder mindestens eine erlebt.</p><p><br></p><p>Hausmittel, die zunächst helfen, sind milde Wärme von außen, z.B. durch eine Rotlichtlampe oder ein Kirschkernkissen, Ibuprofen oder Paracetamol zur Schmerzlinderung, abschwellende Nasensprays und viel trinken.</p><p>Für Zwiebelsäckchen gibt es keine Datenlage.</p><p>Wichtig ist, nichts ins Ohr einzubringen.</p><p><br></p><p>Wie kann man präventiv vorgehen?</p><p>Andrea empfiehlt eine rauchfreie Umgebung, die Impfung gegen Pneumokokken, gute Nasenpflege bei Infekten, die Ohren trocken zu halten und tatsächlich vor Wind und Kälte zu schützen – die Mütze hilft also wirklich. Auch Stillen ist für die Entwicklung des Immunsystems immens wichtig.</p><p><br></p><p>Als Ohrhygiene empfiehlt Andrea: GAR NIX!</p><p>Ohrenschmalz ist ein Schutzmechanismus vom Körper, Ohrenstäbchen sorgen bei der Reinigung dafür, dass wir ihn nur weiter ins Ohr reinschieben und uns möglicherweise dabei verletzen.</p><p>Im Zweifel sollte man diesen von einem HNO entfernen lassen.</p><p><br></p><p>In-Ear-Kopfhörer können übrigens Pilzinfektionen im Ohr begünstigen, deswegen sollte man sie regelmäßig säubern.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">f541fb39-a139-4bea-8acc-529e6a4a5e91</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8e2cb332-6eb7-44f8-8d73-4f4f6922a14a/cover-andrea-ohrenentzu-ndung.jpg"/><pubDate>Thu, 15 Jan 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/f541fb39-a139-4bea-8acc-529e6a4a5e91.mp3" length="41071539" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>28:29</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>22</itunes:episode><podcast:episode>22</podcast:episode></item><item><title>Therapeutische Hypnose: Einsatz, Wirkung und Grenzen | Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Therapeutische Hypnose: Einsatz, Wirkung und Grenzen | Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein Thema, das seit Jahrhunderten fasziniert und wissenschaftlich erstaunlich gut untersucht ist: Die Hypnose!</p><p>Hypnose ist entgegen der landläufigen Meinung kein Schlaf oder Kontrollverlust, keine Willenlosigkeit und auch kein Zustand, in dem man stecken bleiben kann. Übrigens auch nichts Übernatürliches!</p><p>Es ist ein natürlicher Zustand, den jeder Mensch mehrfach täglich erlebt oder erleben kann, z.B. kurz vor dem Einschlafen oder Aufwachen oder auch beim Lesen eines guten Buchs.</p><p>Je öfter man hypnotisiert wird, desto einfacher wird es, wieder in den hypnotischen Zustand zu gehen. Viele Probleme sind durch Hypnose sinnvoll begleitend therapeutisch zu unterstützen, denn man ist dabei weiterhin ansprechbar und kontrollfähig.</p><p>Das Gehirn zeigt messbare Veränderungen in Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Emotionsregulation.</p><p><br></p><p>Das Mind-Modell erklärt die hypnotische Wirkung. Wir haben nämlich das Bewusste, dort sitzt Logik und Analyse. Dieser Zustand wird bei der Hypnose umgangen, so gelangen wir in den Bereich des Unterbewussten. In diesem ist ein riesiges Archiv aus Erinnerungen und Emotionen. Hier können Suggestionen besonders gut wirken.</p><p><br></p><p>Demgegenüber steht der somatische Teil, der Körper. Hier beeinflusst die Hypnose die Stressachse, deswegen sinken auch ganz viele Teile des Körpers unter Hypnose ab. Das zeigen sogar MRTs.</p><p>Das bedeutet insgesamt: Das Unterbewusstsein ist zugänglicher, der Körper geht in die Entspannung und in eine fokussierte Wahrnehmung.</p><p><br></p><p>Bei der Hypnose gibt es verschiedene Formen:</p><p>Die Selbsthypnose, bei der man selbst die Hypnose immer wiederholen kann. Sie hilft vor allem bei hoher Stressbelastung, Schlafstörungen oder auch chronischen Schmerzen.</p><p>Und die Blitzhypnose/Showhypnose, die ist bekannt aus Fernsehauftritten, aber tatsächlich auch medizinisch nutzbar. Sie nutzt den überraschenden Moment und man ist schnell in einem Trance-ähnlichen Zustand. Deswegen wird sie in Notsituationen wie Panikattacken oder auch bei Kindern genutzt. Wichtig: Das ersetzt nicht die therapeutische Sitzung!</p><p>Man darf Menschen auch nur hypnotisieren, wenn der Patient zugestimmt hat.</p><p>Nach der Hypnose folgt die Vertiefung und danach die Suggestionen, die man im Unterbewusstsein platziert. Danach kommt die Rückführung.</p><p><br></p><p>Die therapeutische Hypnose bzw. Hypnotherapie ist besonders wirksam bei chronischen Schmerzzuständen, aktuen Schmerzen, Angststörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen und Rauchentwöhnung.</p><p><br></p><p>Dann gibt es noch die Regression, die kontrovers diskutiert aber auch sehr wirksam ist. Diese bietet Zugang zu früheren Erfahrungen.</p><p>Hypnose kann Schmerzen um 30-40% senken. Auch beim Zahnarzt wird sie gerne eingesetzt.</p><p><br></p><p>Die Wirkung von Hypnose ist auch bei Prüfungsangst oder Flugangst nachgewiesen. Sie verbessert dabei die kognitive Kontrolle und senkt die physiologische Stressantwort.</p><p><br></p><p>Viele kennen Hypnose auch zur Rauchentwöhnung. Wichtig ist dabei, dass der Patient auch wirklich aufhören möchte, zu rauchen. Der Effekt tritt übrigens nicht immer sofort ein, manchmal braucht der auch 2 Monate.</p><p><br></p><p>Die Hypnose ist keine Leistung der GKV, obwohl es gute Studienlagen dazu gibt. Deswegen ist sie eine IGeL-Leistung.</p><p><br></p><p>Wichtig ist: Sucht euch unbedingt jemanden mit einer qualifizierten Hypnose-Ausbildung!</p><p>Die Behandlung ersetzt nie die ärztliche Diagnostik, sondern ergänzt sie nur und ein guter Therapeut wird nie eine Geling Garantie aussprechen!</p><p><br></p><p>Andrea hält Hypnose für eine sinnvolle Ergänzung. Wenn du weitere Fragen zu dem Thema hast, dann meld dich gerne bei ihr.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Thema, das seit Jahrhunderten fasziniert und wissenschaftlich erstaunlich gut untersucht ist: Die Hypnose!</p><p>Hypnose ist entgegen der landläufigen Meinung kein Schlaf oder Kontrollverlust, keine Willenlosigkeit und auch kein Zustand, in dem man stecken bleiben kann. Übrigens auch nichts Übernatürliches!</p><p>Es ist ein natürlicher Zustand, den jeder Mensch mehrfach täglich erlebt oder erleben kann, z.B. kurz vor dem Einschlafen oder Aufwachen oder auch beim Lesen eines guten Buchs.</p><p>Je öfter man hypnotisiert wird, desto einfacher wird es, wieder in den hypnotischen Zustand zu gehen. Viele Probleme sind durch Hypnose sinnvoll begleitend therapeutisch zu unterstützen, denn man ist dabei weiterhin ansprechbar und kontrollfähig.</p><p>Das Gehirn zeigt messbare Veränderungen in Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Emotionsregulation.</p><p><br></p><p>Das Mind-Modell erklärt die hypnotische Wirkung. Wir haben nämlich das Bewusste, dort sitzt Logik und Analyse. Dieser Zustand wird bei der Hypnose umgangen, so gelangen wir in den Bereich des Unterbewussten. In diesem ist ein riesiges Archiv aus Erinnerungen und Emotionen. Hier können Suggestionen besonders gut wirken.</p><p><br></p><p>Demgegenüber steht der somatische Teil, der Körper. Hier beeinflusst die Hypnose die Stressachse, deswegen sinken auch ganz viele Teile des Körpers unter Hypnose ab. Das zeigen sogar MRTs.</p><p>Das bedeutet insgesamt: Das Unterbewusstsein ist zugänglicher, der Körper geht in die Entspannung und in eine fokussierte Wahrnehmung.</p><p><br></p><p>Bei der Hypnose gibt es verschiedene Formen:</p><p>Die Selbsthypnose, bei der man selbst die Hypnose immer wiederholen kann. Sie hilft vor allem bei hoher Stressbelastung, Schlafstörungen oder auch chronischen Schmerzen.</p><p>Und die Blitzhypnose/Showhypnose, die ist bekannt aus Fernsehauftritten, aber tatsächlich auch medizinisch nutzbar. Sie nutzt den überraschenden Moment und man ist schnell in einem Trance-ähnlichen Zustand. Deswegen wird sie in Notsituationen wie Panikattacken oder auch bei Kindern genutzt. Wichtig: Das ersetzt nicht die therapeutische Sitzung!</p><p>Man darf Menschen auch nur hypnotisieren, wenn der Patient zugestimmt hat.</p><p>Nach der Hypnose folgt die Vertiefung und danach die Suggestionen, die man im Unterbewusstsein platziert. Danach kommt die Rückführung.</p><p><br></p><p>Die therapeutische Hypnose bzw. Hypnotherapie ist besonders wirksam bei chronischen Schmerzzuständen, aktuen Schmerzen, Angststörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen und Rauchentwöhnung.</p><p><br></p><p>Dann gibt es noch die Regression, die kontrovers diskutiert aber auch sehr wirksam ist. Diese bietet Zugang zu früheren Erfahrungen.</p><p>Hypnose kann Schmerzen um 30-40% senken. Auch beim Zahnarzt wird sie gerne eingesetzt.</p><p><br></p><p>Die Wirkung von Hypnose ist auch bei Prüfungsangst oder Flugangst nachgewiesen. Sie verbessert dabei die kognitive Kontrolle und senkt die physiologische Stressantwort.</p><p><br></p><p>Viele kennen Hypnose auch zur Rauchentwöhnung. Wichtig ist dabei, dass der Patient auch wirklich aufhören möchte, zu rauchen. Der Effekt tritt übrigens nicht immer sofort ein, manchmal braucht der auch 2 Monate.</p><p><br></p><p>Die Hypnose ist keine Leistung der GKV, obwohl es gute Studienlagen dazu gibt. Deswegen ist sie eine IGeL-Leistung.</p><p><br></p><p>Wichtig ist: Sucht euch unbedingt jemanden mit einer qualifizierten Hypnose-Ausbildung!</p><p>Die Behandlung ersetzt nie die ärztliche Diagnostik, sondern ergänzt sie nur und ein guter Therapeut wird nie eine Geling Garantie aussprechen!</p><p><br></p><p>Andrea hält Hypnose für eine sinnvolle Ergänzung. Wenn du weitere Fragen zu dem Thema hast, dann meld dich gerne bei ihr.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">750d2dc1-d362-4d69-b603-45f1a8d48eec</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/2586d798-82ef-47d6-aa57-91d1be66edb0/cover-andrea-hypnose.jpg"/><pubDate>Thu, 08 Jan 2026 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/750d2dc1-d362-4d69-b603-45f1a8d48eec.mp3" length="32771966" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>22:39</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>21</itunes:episode><podcast:episode>21</podcast:episode></item><item><title>Gesunder Digital Detox für die ganze Familie | Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Gesunder Digital Detox für die ganze Familie | Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Herzlich Willkommen zur ersten Folge in 2026. Dr. Andrea Morawe wünscht allen Zuhörer:innen viel Glück, Mut zur Veränderung, Mut, neue Wege zu beschreiten und natürlich viel Gesundheit. Mit dem neuen Jahr beginnen auch die guten Vorsätze, von Bewegung, gesünderer Ernährung bis hin zu Digital Detox.</p><p>Hierbei geht es nicht um Technikfeindlichkeit, sondern um Gesundheit, Prävention und Selbstfürsorge.</p><p>Digital Detox bedeutet nicht, das Smartphone abzuschaffen oder sich komplett aus der digitalen Welt zurückzuziehen. Sondern es geht darum, bewusst mit digitalen Medien umzugehen, die permanente Reizüberflutung zu reduzieren und Aufmerksamkeit, Konzentration und mentale Ruhe zu fördern.</p><p>Digitale Plattformen sind so gestaltet, dass sie das Belohnungssystem in unserem Gehirn durch den Ausstoß von Dopamin aktivieren. Dieser Mechanismus ist ähnlich wie bei der Spielsucht. Langfristig kann das zu einer Gewohnheit führen – so entsteht Unruhe oder Gereiztheit bei Reizentzug.</p><p><br></p><p>Depressive Symptome bei Jugendlichen nehmen durch Smartphones nachweislich zu. Dazu gehört auch der Vergleich, dem User unablässig auf den Plattformen ausgesetzt sind.</p><p>Das ist besonders in der Jugend, in der der Selbstwert noch instabil ist, kritisch.</p><p><br></p><p>Andrea erklärt zudem Studien zur Auswirkung von Kurzvideos. Mögliche Folgen sind verkürzte Aufmerksamkeit, geringe Frustrationstoleranz und Schwierigkeiten mit der Selbstregulation.</p><p>Betroffenen Personen fällt es schwerer, komplexe Texte zu erfassen und an längeren Gesprächen teilzunehmen.</p><p><br></p><p>Es gibt sogar Studien, die einen Zusammenhang zwischen Suizidalität und Social Media aufzeigen. Natürlich ist Suizid niemals monokausal, doch Social Media kann ein Verstärker sein. Besonders problematisch sind Content Loops zu Selbstverletzung, Essstörung und depressiven Themen. Durch diese kann Selbstschädigung normalisiert werden.</p><p>Die WHO empfiehlt deshalb klare Altersbegrenzungen, zeitliche Begrenzung und begleitete Nutzung.</p><p>Kinder brauchen reale, soziale Interaktionen, Bewegung und unverplante Langeweile. Denn Langeweile fördert die Kreativität.</p><p><br></p><p>Oft wird Andrea in U-Untersuchungen auch erzählt, dass die Kinder nur Dinge schauen dürfen, bei denen es einen Lerninhalt gibt. Doch auch dies ist nur eine einseitige Interaktion, bei der nicht auf die Reaktion von Kindern eingegangen wird.</p><p><br></p><p>Andrea empfiehlt: Digital Detox ist ein guter Neujahrsvorsatz, bei dem schon kleine Veränderungen messbare Effekte haben kann.</p><p>Ein Verbot bei Kindern und Jugendlichen macht keinen Sinn. Seid aber ein gutes Vorbild!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Herzlich Willkommen zur ersten Folge in 2026. Dr. Andrea Morawe wünscht allen Zuhörer:innen viel Glück, Mut zur Veränderung, Mut, neue Wege zu beschreiten und natürlich viel Gesundheit. Mit dem neuen Jahr beginnen auch die guten Vorsätze, von Bewegung, gesünderer Ernährung bis hin zu Digital Detox.</p><p>Hierbei geht es nicht um Technikfeindlichkeit, sondern um Gesundheit, Prävention und Selbstfürsorge.</p><p>Digital Detox bedeutet nicht, das Smartphone abzuschaffen oder sich komplett aus der digitalen Welt zurückzuziehen. Sondern es geht darum, bewusst mit digitalen Medien umzugehen, die permanente Reizüberflutung zu reduzieren und Aufmerksamkeit, Konzentration und mentale Ruhe zu fördern.</p><p>Digitale Plattformen sind so gestaltet, dass sie das Belohnungssystem in unserem Gehirn durch den Ausstoß von Dopamin aktivieren. Dieser Mechanismus ist ähnlich wie bei der Spielsucht. Langfristig kann das zu einer Gewohnheit führen – so entsteht Unruhe oder Gereiztheit bei Reizentzug.</p><p><br></p><p>Depressive Symptome bei Jugendlichen nehmen durch Smartphones nachweislich zu. Dazu gehört auch der Vergleich, dem User unablässig auf den Plattformen ausgesetzt sind.</p><p>Das ist besonders in der Jugend, in der der Selbstwert noch instabil ist, kritisch.</p><p><br></p><p>Andrea erklärt zudem Studien zur Auswirkung von Kurzvideos. Mögliche Folgen sind verkürzte Aufmerksamkeit, geringe Frustrationstoleranz und Schwierigkeiten mit der Selbstregulation.</p><p>Betroffenen Personen fällt es schwerer, komplexe Texte zu erfassen und an längeren Gesprächen teilzunehmen.</p><p><br></p><p>Es gibt sogar Studien, die einen Zusammenhang zwischen Suizidalität und Social Media aufzeigen. Natürlich ist Suizid niemals monokausal, doch Social Media kann ein Verstärker sein. Besonders problematisch sind Content Loops zu Selbstverletzung, Essstörung und depressiven Themen. Durch diese kann Selbstschädigung normalisiert werden.</p><p>Die WHO empfiehlt deshalb klare Altersbegrenzungen, zeitliche Begrenzung und begleitete Nutzung.</p><p>Kinder brauchen reale, soziale Interaktionen, Bewegung und unverplante Langeweile. Denn Langeweile fördert die Kreativität.</p><p><br></p><p>Oft wird Andrea in U-Untersuchungen auch erzählt, dass die Kinder nur Dinge schauen dürfen, bei denen es einen Lerninhalt gibt. Doch auch dies ist nur eine einseitige Interaktion, bei der nicht auf die Reaktion von Kindern eingegangen wird.</p><p><br></p><p>Andrea empfiehlt: Digital Detox ist ein guter Neujahrsvorsatz, bei dem schon kleine Veränderungen messbare Effekte haben kann.</p><p>Ein Verbot bei Kindern und Jugendlichen macht keinen Sinn. Seid aber ein gutes Vorbild!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">2c51625d-21d3-444c-a6cd-bb778c62482e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/4894c1af-2b75-407c-9be6-2e7574803aff/cover-andrea-digital-detox.jpg"/><pubDate>Thu, 01 Jan 2026 00:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/2c51625d-21d3-444c-a6cd-bb778c62482e.mp3" length="21855505" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>15:08</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>20</itunes:episode><podcast:episode>20</podcast:episode></item><item><title>Laborkatalog, Stufendiagnostik und Wirtschaftlichkeitsbonus | Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Laborkatalog, Stufendiagnostik und Wirtschaftlichkeitsbonus | Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Welche Labordiagnostik zahlt die gesetzliche Krankenversicherung und welche nicht? Was ist eine Stufendiagnostik und was ist der Wirtschaftlichkeitsbonus der KV?</p><p>Über dieses praxisnahe und sehr relevante Thema spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Sie erklärt zunächst den GKV-Laborkatalog. Dieser legt fest, welche Untersuchungen medizinisch notwendig sind und basiert auf dem WANZ-Prinzip (wirtschaftlich, angemessen, notwendig, zweckmäßig). An diesen müssen sich Vertragsärzt:innen, die GKV-Patient:innen behandeln, halten.</p><p>Grundlage dafür ist der EBM (einheitlicher Bewertungsmaßstab), die Beschlüsse des gemeinsamen Bundesausschusses, der GBA, die Empfehlung der KBV und eine Laborreform.</p><p>Labore dürfen somit nur über die GKV abgerechnet werden, wenn dafür eine absolute medizinische Notwendigkeit besteht. Ausnahmen hierfür sind Check ups.</p><p>Ein Wunschlabor nach dem Motto „mal alles abchecken lassen“ sind somit nicht über die GKV abgegolten.</p><p>Die Ärzt:innen halten sich an eine Stufendiagnostik.</p><p>Stufe 1 ist die Basisdiagnostik: Blutbild, Blutzucker, Elektrolyte, Leberwerte, Nierenwerte, CRP oder Blutsenkungsgeschwindigkeit und der TSH beim Verdacht auf Schilddrüsen-Probleme.</p><p>Ein Blutbild ist dabei übrigens die Aufschlüsselung, wie viele rote und weiße Blutkörperchen man hat und wie diese beschaffen sind. Ein großes Blutbild beinhaltet zudem Untertypen der einzelnen Blutbestandteile.</p><p>Stufe 2 ist die erweiterte Diagnostik. Diese wird durchgeführt, wenn die Basiswerte auffällig sind. Ein Beispiel könnte der Verdacht auf eine Schilddrüsenfehlfunktion oder einen Eisenmangel sein – dann bestimmt man weitere Werte, um die Hypothese zu bestätigen.</p><p>Diese Werte sind teurer und unterliegen deshalb strengeren GKV-Regeln.</p><p><br></p><p>Stufe 3 ist die Spezialdiagnostik, beispielsweise genetische Untersuchungen, molekulare Diagnostik, seltene Antikörper oder Tumormarker. Nur wenn eine streng definierte Indikation vorliegt, nimmt man diese Werte ab.</p><p><br></p><p>Nur wenn sich Ärzt:innen an die Stufendiagnostik halten, zahlt die GKV.</p><p><br></p><p>Und dann gibt es noch den Wirtschaftlichkeitsbonus, dieser belohnt Hausarztpraxen, die eine strukturierte und indikationsgerechte Labordiagnostik durchführen. Die KV ermittelt für jede Praxis einen Laborfallwert, also die Kosten pro Patient. Dazu gibt es einen Vergleichswert. Je nachdem, wie gut man hier abschneidet, bekommt man einen Bonus oder einen anteiligen Bonus.</p><p>Andrea gibt hierfür einige Tipps.</p><p><br></p><p>Um den Bonus zu erhalten, sollte man auch die Ausnahmekennziffern nutzen, diese sorgen dafür, dass bestimmte Laborleistungen nicht in die Wirtschaftlichkeitsbewertung einfließen. Das schützt vor allem Praxen, die viele Chroniker in der Praxis betreuen.</p><p>Tipp: Hier muss man gut dokumentieren und verschlüsseln!</p><p><br></p><p>Wenn Patient:innen eine erweiterte Diagnostik ohne Verdacht wünschen, dann können sie diese aber über eine IGeL-Leistung erhalten.</p><p>Ärzt:innen machen keine Schrottschussdiagnostik, denn das kann mehr Unsicherheit als Sicherheit bringen.</p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Welche Labordiagnostik zahlt die gesetzliche Krankenversicherung und welche nicht? Was ist eine Stufendiagnostik und was ist der Wirtschaftlichkeitsbonus der KV?</p><p>Über dieses praxisnahe und sehr relevante Thema spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Sie erklärt zunächst den GKV-Laborkatalog. Dieser legt fest, welche Untersuchungen medizinisch notwendig sind und basiert auf dem WANZ-Prinzip (wirtschaftlich, angemessen, notwendig, zweckmäßig). An diesen müssen sich Vertragsärzt:innen, die GKV-Patient:innen behandeln, halten.</p><p>Grundlage dafür ist der EBM (einheitlicher Bewertungsmaßstab), die Beschlüsse des gemeinsamen Bundesausschusses, der GBA, die Empfehlung der KBV und eine Laborreform.</p><p>Labore dürfen somit nur über die GKV abgerechnet werden, wenn dafür eine absolute medizinische Notwendigkeit besteht. Ausnahmen hierfür sind Check ups.</p><p>Ein Wunschlabor nach dem Motto „mal alles abchecken lassen“ sind somit nicht über die GKV abgegolten.</p><p>Die Ärzt:innen halten sich an eine Stufendiagnostik.</p><p>Stufe 1 ist die Basisdiagnostik: Blutbild, Blutzucker, Elektrolyte, Leberwerte, Nierenwerte, CRP oder Blutsenkungsgeschwindigkeit und der TSH beim Verdacht auf Schilddrüsen-Probleme.</p><p>Ein Blutbild ist dabei übrigens die Aufschlüsselung, wie viele rote und weiße Blutkörperchen man hat und wie diese beschaffen sind. Ein großes Blutbild beinhaltet zudem Untertypen der einzelnen Blutbestandteile.</p><p>Stufe 2 ist die erweiterte Diagnostik. Diese wird durchgeführt, wenn die Basiswerte auffällig sind. Ein Beispiel könnte der Verdacht auf eine Schilddrüsenfehlfunktion oder einen Eisenmangel sein – dann bestimmt man weitere Werte, um die Hypothese zu bestätigen.</p><p>Diese Werte sind teurer und unterliegen deshalb strengeren GKV-Regeln.</p><p><br></p><p>Stufe 3 ist die Spezialdiagnostik, beispielsweise genetische Untersuchungen, molekulare Diagnostik, seltene Antikörper oder Tumormarker. Nur wenn eine streng definierte Indikation vorliegt, nimmt man diese Werte ab.</p><p><br></p><p>Nur wenn sich Ärzt:innen an die Stufendiagnostik halten, zahlt die GKV.</p><p><br></p><p>Und dann gibt es noch den Wirtschaftlichkeitsbonus, dieser belohnt Hausarztpraxen, die eine strukturierte und indikationsgerechte Labordiagnostik durchführen. Die KV ermittelt für jede Praxis einen Laborfallwert, also die Kosten pro Patient. Dazu gibt es einen Vergleichswert. Je nachdem, wie gut man hier abschneidet, bekommt man einen Bonus oder einen anteiligen Bonus.</p><p>Andrea gibt hierfür einige Tipps.</p><p><br></p><p>Um den Bonus zu erhalten, sollte man auch die Ausnahmekennziffern nutzen, diese sorgen dafür, dass bestimmte Laborleistungen nicht in die Wirtschaftlichkeitsbewertung einfließen. Das schützt vor allem Praxen, die viele Chroniker in der Praxis betreuen.</p><p>Tipp: Hier muss man gut dokumentieren und verschlüsseln!</p><p><br></p><p>Wenn Patient:innen eine erweiterte Diagnostik ohne Verdacht wünschen, dann können sie diese aber über eine IGeL-Leistung erhalten.</p><p>Ärzt:innen machen keine Schrottschussdiagnostik, denn das kann mehr Unsicherheit als Sicherheit bringen.</p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p>&nbsp;</p><p>Zum</p><p>Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">4e0dc2f9-6bf5-4178-b741-e1a3f48d4f76</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/42e6efbb-c5e5-4122-aa60-9b41e0d0dc19/cover-labor.jpg"/><pubDate>Thu, 25 Dec 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/4e0dc2f9-6bf5-4178-b741-e1a3f48d4f76.mp3" length="33480362" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>23:11</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>19</itunes:episode><podcast:episode>19</podcast:episode></item><item><title>Harnwegsinfektionen verstehen: Ursache, Symptome und Behandlung | Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Harnwegsinfektionen verstehen: Ursache, Symptome und Behandlung | Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Junge Frauen kennen das leidige Thema: Harnwegsinfektionen, umgangssprachlich auch Blasenentzündungen genannt. Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Das Thema landet schnell beim Urologen oder beim Gynäkologen – muss es aber gar nicht.</p><p>Eine Harnwegsinfektion bedeutet, dass Bakterien in die Harnwege gelangen und sich dort vermehren. Sie wird aufgeteilt in die Zystitis, bei der die Entzündung auf die Harnblase beschränkt ist, die Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung) und die Urethritis (Harnröhreninfektion). In über 80% der Fälle sind diese Entzündungen durch E.Coli ausgelöst, also die Keime, die auch im Darm zu finden sind.</p><p>Frauen haben anatomisch bedingt ein höheres Risiko, einen Harnwegsinfekt zu erleiden, weil ihre Harnröhre kürzer ist. Ursachen können der Einsatz des Diaphragmas sein, sexuelle Aktivität, Östrogenmangel in der Menopause oder eine Schwangerschaft.</p><p>Bei Männern liegen die Gründe oft in Abflussstörungen oder einer Vorhautverengung, welche die Intimhygiene schwieriger macht.</p><p>Die männliche Harnröhre ist länger, deshalb sind Infekte seltener – aber wenn sie auftreten, dann sind sie oft schon eine Folgeerkrankung.</p><p>Eine erhöhte Gefahr für Harnwegsinfektionen besteht auch bei Immunsuppression (beispielsweise Chemotherapie oder Rheumatherapie), Dehydratation und Adipositas.</p><p>Diabetes Mellitus stellt auch eine erhöhte Gefahr dar. Denn dann scheidet man im Urin Zuckermoleküle aus, wodurch das Bakterienwachstum begünstigt wird. SGLT2-Hemmer machen die Therapie nicht einfacher, das Risiko für Pilzinfektionen wächst. Intimhygiene ist dabei besonders wichtig.</p><p>Woran erkennt man denn einen Harnwegsinfekt?</p><p>Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Unterbauchschmerzen und übelriechender Urin können Symptome sein.</p><p>Einen Arzt sollte man konsultieren, wenn man Fieber, Schüttelfrost, blutigen Urin oder Flankenschmerz hat, denn dies ist ein Hinweis auf eine Nierenbeckenentzündung.</p><p>Auch Übelkeit, Erbrechen oder wenn der Urin nachlässt (vermehrter Drang, aber keine Entleerung der Blase) sind Symptome für einen Arzt. Bei älteren Menschen kommt hinzu, wenn sie unter Verwirrtheit leiden.</p><p><br></p><p>Männer, Schwangere, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes sollten IMMER zum Arzt gehen.</p><p><br></p><p>Bei den meisten jungen Frauen helfen zunächst Hausmittelchen:</p><p>2-3 Liter am Tag trinken</p><p>Wärme (Wärmflasche, warme Sitzbäder)</p><p>D-Mannose, das bindet an die E.Coli und verhindert das Anhaften an die Blasenschleimhaut</p><p>Cranberries, diese haben vor allem einen Vorbeugungseffekt</p><p>Blasen- und Nierentee, wirkt harntreibend und spült den Urin aus</p><p>Probiotika, vor allem wenn die Vaginalflora nicht ganz intakt ist</p><p>Bärentraubenblätter (nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit) wirken kurzzeitig antibakteriell</p><p>Ibuprofen</p><p><br></p><p><br></p><p>Bei Risikogruppen oder wenn die Symptome nach 48 bis 72 Stunden nicht verschwunden sind, dann ist ein Antibiotikum sinnvoll.</p><p>Hier gibt es Einmalantibiotikum wie Pivmecillinam oder Fosfomycin, Amoxicillin mit Clavulansäure und Cephalosporine, bei rezidivierenden Harnwegsinfekten wird gerne Demanose gegeben.</p><p>Wichtig ist es, nicht standardisiert ein Antibiotikum zu geben.</p><p>&nbsp;</p><p>In den meisten Fällen reicht es, mit einer Harnwegsinfektion zum Hausarzt zu gehen. Die Urolog:innen und Gynäkolog:innen machen einen tollen Job, doch wir haben einen Fachärztemangel – deswegen empfiehlt Andrea, dass die Spezialisten die komplexen Fälle behandeln sollten und die Hausärzt:innen die normalen Fälle.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Junge Frauen kennen das leidige Thema: Harnwegsinfektionen, umgangssprachlich auch Blasenentzündungen genannt. Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Das Thema landet schnell beim Urologen oder beim Gynäkologen – muss es aber gar nicht.</p><p>Eine Harnwegsinfektion bedeutet, dass Bakterien in die Harnwege gelangen und sich dort vermehren. Sie wird aufgeteilt in die Zystitis, bei der die Entzündung auf die Harnblase beschränkt ist, die Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung) und die Urethritis (Harnröhreninfektion). In über 80% der Fälle sind diese Entzündungen durch E.Coli ausgelöst, also die Keime, die auch im Darm zu finden sind.</p><p>Frauen haben anatomisch bedingt ein höheres Risiko, einen Harnwegsinfekt zu erleiden, weil ihre Harnröhre kürzer ist. Ursachen können der Einsatz des Diaphragmas sein, sexuelle Aktivität, Östrogenmangel in der Menopause oder eine Schwangerschaft.</p><p>Bei Männern liegen die Gründe oft in Abflussstörungen oder einer Vorhautverengung, welche die Intimhygiene schwieriger macht.</p><p>Die männliche Harnröhre ist länger, deshalb sind Infekte seltener – aber wenn sie auftreten, dann sind sie oft schon eine Folgeerkrankung.</p><p>Eine erhöhte Gefahr für Harnwegsinfektionen besteht auch bei Immunsuppression (beispielsweise Chemotherapie oder Rheumatherapie), Dehydratation und Adipositas.</p><p>Diabetes Mellitus stellt auch eine erhöhte Gefahr dar. Denn dann scheidet man im Urin Zuckermoleküle aus, wodurch das Bakterienwachstum begünstigt wird. SGLT2-Hemmer machen die Therapie nicht einfacher, das Risiko für Pilzinfektionen wächst. Intimhygiene ist dabei besonders wichtig.</p><p>Woran erkennt man denn einen Harnwegsinfekt?</p><p>Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Unterbauchschmerzen und übelriechender Urin können Symptome sein.</p><p>Einen Arzt sollte man konsultieren, wenn man Fieber, Schüttelfrost, blutigen Urin oder Flankenschmerz hat, denn dies ist ein Hinweis auf eine Nierenbeckenentzündung.</p><p>Auch Übelkeit, Erbrechen oder wenn der Urin nachlässt (vermehrter Drang, aber keine Entleerung der Blase) sind Symptome für einen Arzt. Bei älteren Menschen kommt hinzu, wenn sie unter Verwirrtheit leiden.</p><p><br></p><p>Männer, Schwangere, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes sollten IMMER zum Arzt gehen.</p><p><br></p><p>Bei den meisten jungen Frauen helfen zunächst Hausmittelchen:</p><p>2-3 Liter am Tag trinken</p><p>Wärme (Wärmflasche, warme Sitzbäder)</p><p>D-Mannose, das bindet an die E.Coli und verhindert das Anhaften an die Blasenschleimhaut</p><p>Cranberries, diese haben vor allem einen Vorbeugungseffekt</p><p>Blasen- und Nierentee, wirkt harntreibend und spült den Urin aus</p><p>Probiotika, vor allem wenn die Vaginalflora nicht ganz intakt ist</p><p>Bärentraubenblätter (nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit) wirken kurzzeitig antibakteriell</p><p>Ibuprofen</p><p><br></p><p><br></p><p>Bei Risikogruppen oder wenn die Symptome nach 48 bis 72 Stunden nicht verschwunden sind, dann ist ein Antibiotikum sinnvoll.</p><p>Hier gibt es Einmalantibiotikum wie Pivmecillinam oder Fosfomycin, Amoxicillin mit Clavulansäure und Cephalosporine, bei rezidivierenden Harnwegsinfekten wird gerne Demanose gegeben.</p><p>Wichtig ist es, nicht standardisiert ein Antibiotikum zu geben.</p><p>&nbsp;</p><p>In den meisten Fällen reicht es, mit einer Harnwegsinfektion zum Hausarzt zu gehen. Die Urolog:innen und Gynäkolog:innen machen einen tollen Job, doch wir haben einen Fachärztemangel – deswegen empfiehlt Andrea, dass die Spezialisten die komplexen Fälle behandeln sollten und die Hausärzt:innen die normalen Fälle.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">4425a9d7-be9b-4da1-8f9b-441eed5bc06a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/2968e0bc-e369-4ea9-8445-f229b657f13b/Landmedchen-11-Episodencover-4.jpg"/><pubDate>Thu, 18 Dec 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/4425a9d7-be9b-4da1-8f9b-441eed5bc06a.mp3" length="38544220" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>26:43</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>18</itunes:episode><podcast:episode>18</podcast:episode></item><item><title>Regeneration im Schlaf - was nachts in unserem Körper passiert | Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Regeneration im Schlaf - was nachts in unserem Körper passiert | Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Gehörst du auch zu dem Drittel der Erwachsenenbevölkerung, die schlecht schläft?</p><p>Wir wissen es alle und trotzdem wird es so oft unterschätzt: Guter Schlaf!</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Viele sehen Schlaf als etwas Notwendiges. Doch es ist keine verlorene Zeit, sondern eine aktive Phase unseres Körpers: Die Regenerationsphase. Muskeln und Zellen werden repariert und Hormone regulieren sich. Auch das Gehirn verarbeitet Emotionen und Erinnerungen. Auch das Immunsystem, das entscheidend für unsere langfristige Gesundheitserhaltung ist, regeneriert sich im Schlaf.</p><p>Wenn wir zu wenig schlafen, stören wir diese Prozesse. Wer dauerhaft unter 6 Stunden schläft pro Nacht (das ist die Grenze zum ungesunden Schlaf), erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Übergewicht und Depressionen.</p><p>Gesunder Schlaf beginnt schon im Kindesalter. Wenn wir Kindern beibringen, gesund und gut ein- und durchzuschlafen, beginnt Prävention schon im Kinderzimmer, wir erhöhen die emotionale Stabilität und verbessern das Immunsystem.</p><p>Doch auch als Erwachsene können wir Schlaf neu und richtig lernen. Dazu ist wichtig:</p><p>Regelmäßige Schlafenszeit (nicht nur die gleiche Länge, sondern eine ähnliche Zubett-Geh-Zeit)</p><p>Digitale Pausen (das größte Problem unserer Gesellschaft): Mindestens 30 Minuten vor dem Schlafengehen keine Bildschirmzeit mehr</p><p>Schlafrituale aufbauen, um den Schlaf einzuleiten (z.B. eine Tasse Tee oder ein Buch)</p><p>Kühle und ruhige Umgebung, d.h. 18-19 Grad Raumtemperatur</p><p><br></p><p>Wenn man sich trotz 8 Stunden Schlaf nicht erholt fühlen, dann kann das Hinweise geben auf beispielsweise das obstruktive Schlaf-Apnoe-Syndrom oder Magnesiummangel.</p><p><br></p><p>Schlaf ist natürlich nur ein Teil der Regeneration, auch tagsüber brauchen wir solche Zeiten. Das muss nicht immer Ruhe, sondern kann auch moderate Aktivität sein. Außerdem empfiehlt Andrea gesunde Ernährung, wenig Zucker und kein Alkohol am Abend. Zusätzlich ist auch die mentale Erholung wichtig, dazu gehören feste Pausen – wie beim Smartphone, um die Akkus aufzuladen.</p><p><br></p><p>Studien des RKIs aus dem Jahr 2024 zeigen, dass 34% der Erwachsenen regelmäßig schlecht schlafen. Frauen berichten häufiger über Ein- und Durchschlafprobleme als Männer.</p><p>Laut DAK-Gesundheitsreport gehen durch Schlafmangel jährlich über 200 Millionen Arbeitsstunden verloren – wir sehen hier also ein gesellschaftliches Problem!</p><p><br></p><p>Schlaf ist kein Luxus und nichts, was wir uns unnatürlicher Weise gönnen. Es ist ein essentieller Teil der Gesundheitsprävention. Dieser Notwendigkeit sind wir uns oft nicht bewusst – aber Schlafentzug ist sogar eine anerkannte Foltermethode.</p><p>Mit gesundem Schlaf bleiben wir länger leistungsfähig, gesund und fit.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Gehörst du auch zu dem Drittel der Erwachsenenbevölkerung, die schlecht schläft?</p><p>Wir wissen es alle und trotzdem wird es so oft unterschätzt: Guter Schlaf!</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Viele sehen Schlaf als etwas Notwendiges. Doch es ist keine verlorene Zeit, sondern eine aktive Phase unseres Körpers: Die Regenerationsphase. Muskeln und Zellen werden repariert und Hormone regulieren sich. Auch das Gehirn verarbeitet Emotionen und Erinnerungen. Auch das Immunsystem, das entscheidend für unsere langfristige Gesundheitserhaltung ist, regeneriert sich im Schlaf.</p><p>Wenn wir zu wenig schlafen, stören wir diese Prozesse. Wer dauerhaft unter 6 Stunden schläft pro Nacht (das ist die Grenze zum ungesunden Schlaf), erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Übergewicht und Depressionen.</p><p>Gesunder Schlaf beginnt schon im Kindesalter. Wenn wir Kindern beibringen, gesund und gut ein- und durchzuschlafen, beginnt Prävention schon im Kinderzimmer, wir erhöhen die emotionale Stabilität und verbessern das Immunsystem.</p><p>Doch auch als Erwachsene können wir Schlaf neu und richtig lernen. Dazu ist wichtig:</p><p>Regelmäßige Schlafenszeit (nicht nur die gleiche Länge, sondern eine ähnliche Zubett-Geh-Zeit)</p><p>Digitale Pausen (das größte Problem unserer Gesellschaft): Mindestens 30 Minuten vor dem Schlafengehen keine Bildschirmzeit mehr</p><p>Schlafrituale aufbauen, um den Schlaf einzuleiten (z.B. eine Tasse Tee oder ein Buch)</p><p>Kühle und ruhige Umgebung, d.h. 18-19 Grad Raumtemperatur</p><p><br></p><p>Wenn man sich trotz 8 Stunden Schlaf nicht erholt fühlen, dann kann das Hinweise geben auf beispielsweise das obstruktive Schlaf-Apnoe-Syndrom oder Magnesiummangel.</p><p><br></p><p>Schlaf ist natürlich nur ein Teil der Regeneration, auch tagsüber brauchen wir solche Zeiten. Das muss nicht immer Ruhe, sondern kann auch moderate Aktivität sein. Außerdem empfiehlt Andrea gesunde Ernährung, wenig Zucker und kein Alkohol am Abend. Zusätzlich ist auch die mentale Erholung wichtig, dazu gehören feste Pausen – wie beim Smartphone, um die Akkus aufzuladen.</p><p><br></p><p>Studien des RKIs aus dem Jahr 2024 zeigen, dass 34% der Erwachsenen regelmäßig schlecht schlafen. Frauen berichten häufiger über Ein- und Durchschlafprobleme als Männer.</p><p>Laut DAK-Gesundheitsreport gehen durch Schlafmangel jährlich über 200 Millionen Arbeitsstunden verloren – wir sehen hier also ein gesellschaftliches Problem!</p><p><br></p><p>Schlaf ist kein Luxus und nichts, was wir uns unnatürlicher Weise gönnen. Es ist ein essentieller Teil der Gesundheitsprävention. Dieser Notwendigkeit sind wir uns oft nicht bewusst – aber Schlafentzug ist sogar eine anerkannte Foltermethode.</p><p>Mit gesundem Schlaf bleiben wir länger leistungsfähig, gesund und fit.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">b35fc18a-5d54-499b-9b2d-a95220ed83e9</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f548a4f7-fa54-4b39-81ca-0221ef287cbc/Landmedchen-11-Episodencover-3.jpg"/><pubDate>Thu, 11 Dec 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/b35fc18a-5d54-499b-9b2d-a95220ed83e9.mp3" length="19744387" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>13:41</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>17</itunes:episode><podcast:episode>17</podcast:episode></item><item><title>Alkoholkonsum auf dem Land - was ist zu viel? Wann spricht man von Abhängigkeit? | Andrea Morawe und Anna List</title><itunes:title>Alkoholkonsum auf dem Land - was ist zu viel? Wann spricht man von Abhängigkeit? | Andrea Morawe und Anna List</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wie merkt man eigentlich, dass man abhängig von Alkohol ist? Was ist riskanter Alkoholkonsum und wie läuft eine Therapie ab?</p><p>Darum geht es in der neuen Folge von „LandMEDchen“, in der Dr. Andrea Morawe mit Anna List spricht.</p><p>Alkoholkonsum und Alkoholabhängigkeit sind Themen, die einen großen Anteil der Gesellschaft beschäftigen, trotzdem tabuisiert und mit viel Scham behaftet sind.</p><p>Studien belegen, dass es dabei auch ein Gefälle zwischen Stadt und Land gibt. Im ländlichen Raum sind Alkoholabhängigkeiten häufiger.</p><p>Im Schnitt trinken die Deutschen 10,6 Liter Reinalkohol pro Kopf pro Jahr. &nbsp;Eine Menge von 20g Reinalkohol pro Tag gilt dabei schon als riskant – und das sind etwa zwei Bier. Mehr als 10 Millionen Menschen konsumieren Alkohol in gesundheitsriskanten Mengen.</p><p>Andrea fragt bei Check ups von Patient:innen immer nach, wie viel Alkohol getrunken wird.</p><p>Sie gibt den Tipp: Sobald alkoholische Getränke Spitznamen bekommen, wird es oft riskanter!</p><p>In Sachsen-Anhalt finden jedes Jahr hunderte Entgiftungen statt. Das riskante Trinkverhalten fällt in dünn besiedelten Gebieten weniger auf, weil auch das Sozialleben oft weniger ist. Wenn man sich dann zum Vereinsfest, Schützenfest oder zum Karneval trifft, dann ist das Trinken normalisiert.</p><p>Im Check up kann Andrea Warnzeichen schnell erkennen. Psychische Beschwerden kommen bei Abhängigen oft dazu.</p><p>Mit Selbstfragebögen kann man eine gute Selbsteinschätzung bekommen.</p><p><br></p><p>Nach einer Diagnose ist der erste Schritt in der Therapie dann die Entgiftung. Viele fühlen sich damit unwohl, denn sie müssen dafür bis zu 12 Wochen in eine Klinik. Den Arbeitgeber muss man über die Gründe dafür nicht informieren, er hat keinen Einblick in die Diagnose.</p><p>Die Entgiftung ist ein medizinisch überwachter Ort, wenn nötig, gibt es dabei auch medikamentöse Unterstützung. Diese Entgiftung läuft über 7 bis 14 Tage.</p><p>Danach kommt die Stabilisierungsphase, bei der sich auf die Psyche fokussiert wird, danach folgt die Langzeitentwöhnung.</p><p>Die Rentenversicherung ist daran interessiert, die Beschäftigen möglichst lange in Arbeit zu halten, deswegen übernimmt sie auch die Kosten der Reha, alternativ macht das die gesetzliche Krankenversicherung.</p><p>Die Hausarztpraxis unterstützt sowohl bei der Antragstellung als auch bei der Begleitung nach der Reha-Maßnahme.</p><p><br></p><p>Die Patient:innen erleben oft auch Probleme im sozialen Umfeld, Jobverlust, Trennungen... deswegen appelliert Andrea daran, dass man die Menschen im Umfeld anspricht auf potentielle Probleme.</p><p><br></p><p>Volkswirtschaftlich ist Alkoholkonsum eine Katastrophe: Lange AU-Zeiten, Frühberentungen, mehr Stürze, körperliche Einschränkungen – das sind Milliardenkosten, die als volkswirtschaftlicher Schaden entstehen.</p><p>Andrea wünscht sich deswegen auch von der Politik mehr Unterstützung bei diesem Thema!</p><p><br></p><p>Die Nummer der Telefonseelsorge: 0800 111 0 111</p><p><br></p><p>Hier kannst du Unterstützung erhalten:</p><p><a href="https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis/?tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Baction%5D=show&amp;tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Bcontroller%5D=Entry&amp;tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Bentry%5D=5247&amp;cHash=e24f5ca3536d6c7e7049945b8571a056" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis/?tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Baction%5D=show&amp;tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Bcontroller%5D=Entry&amp;tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Bentry%5D=5247&amp;cHash=e24f5ca3536d6c7e7049945b8571a056</a></p><p><br></p><p><a href="https://www.diako-harz.de/fachgebiete-leistungen/vor-und-nachsorge-sucht/diakonie-suchthilfe-bethanien/suchtberatungsstellen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.diako-harz.de/fachgebiete-leistungen/vor-und-nachsorge-sucht/diakonie-suchthilfe-bethanien/suchtberatungsstellen</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wie merkt man eigentlich, dass man abhängig von Alkohol ist? Was ist riskanter Alkoholkonsum und wie läuft eine Therapie ab?</p><p>Darum geht es in der neuen Folge von „LandMEDchen“, in der Dr. Andrea Morawe mit Anna List spricht.</p><p>Alkoholkonsum und Alkoholabhängigkeit sind Themen, die einen großen Anteil der Gesellschaft beschäftigen, trotzdem tabuisiert und mit viel Scham behaftet sind.</p><p>Studien belegen, dass es dabei auch ein Gefälle zwischen Stadt und Land gibt. Im ländlichen Raum sind Alkoholabhängigkeiten häufiger.</p><p>Im Schnitt trinken die Deutschen 10,6 Liter Reinalkohol pro Kopf pro Jahr. &nbsp;Eine Menge von 20g Reinalkohol pro Tag gilt dabei schon als riskant – und das sind etwa zwei Bier. Mehr als 10 Millionen Menschen konsumieren Alkohol in gesundheitsriskanten Mengen.</p><p>Andrea fragt bei Check ups von Patient:innen immer nach, wie viel Alkohol getrunken wird.</p><p>Sie gibt den Tipp: Sobald alkoholische Getränke Spitznamen bekommen, wird es oft riskanter!</p><p>In Sachsen-Anhalt finden jedes Jahr hunderte Entgiftungen statt. Das riskante Trinkverhalten fällt in dünn besiedelten Gebieten weniger auf, weil auch das Sozialleben oft weniger ist. Wenn man sich dann zum Vereinsfest, Schützenfest oder zum Karneval trifft, dann ist das Trinken normalisiert.</p><p>Im Check up kann Andrea Warnzeichen schnell erkennen. Psychische Beschwerden kommen bei Abhängigen oft dazu.</p><p>Mit Selbstfragebögen kann man eine gute Selbsteinschätzung bekommen.</p><p><br></p><p>Nach einer Diagnose ist der erste Schritt in der Therapie dann die Entgiftung. Viele fühlen sich damit unwohl, denn sie müssen dafür bis zu 12 Wochen in eine Klinik. Den Arbeitgeber muss man über die Gründe dafür nicht informieren, er hat keinen Einblick in die Diagnose.</p><p>Die Entgiftung ist ein medizinisch überwachter Ort, wenn nötig, gibt es dabei auch medikamentöse Unterstützung. Diese Entgiftung läuft über 7 bis 14 Tage.</p><p>Danach kommt die Stabilisierungsphase, bei der sich auf die Psyche fokussiert wird, danach folgt die Langzeitentwöhnung.</p><p>Die Rentenversicherung ist daran interessiert, die Beschäftigen möglichst lange in Arbeit zu halten, deswegen übernimmt sie auch die Kosten der Reha, alternativ macht das die gesetzliche Krankenversicherung.</p><p>Die Hausarztpraxis unterstützt sowohl bei der Antragstellung als auch bei der Begleitung nach der Reha-Maßnahme.</p><p><br></p><p>Die Patient:innen erleben oft auch Probleme im sozialen Umfeld, Jobverlust, Trennungen... deswegen appelliert Andrea daran, dass man die Menschen im Umfeld anspricht auf potentielle Probleme.</p><p><br></p><p>Volkswirtschaftlich ist Alkoholkonsum eine Katastrophe: Lange AU-Zeiten, Frühberentungen, mehr Stürze, körperliche Einschränkungen – das sind Milliardenkosten, die als volkswirtschaftlicher Schaden entstehen.</p><p>Andrea wünscht sich deswegen auch von der Politik mehr Unterstützung bei diesem Thema!</p><p><br></p><p>Die Nummer der Telefonseelsorge: 0800 111 0 111</p><p><br></p><p>Hier kannst du Unterstützung erhalten:</p><p><a href="https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis/?tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Baction%5D=show&amp;tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Bcontroller%5D=Entry&amp;tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Bentry%5D=5247&amp;cHash=e24f5ca3536d6c7e7049945b8571a056" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis/?tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Baction%5D=show&amp;tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Bcontroller%5D=Entry&amp;tx_wwdhseinrichtung2_fe1%5Bentry%5D=5247&amp;cHash=e24f5ca3536d6c7e7049945b8571a056</a></p><p><br></p><p><a href="https://www.diako-harz.de/fachgebiete-leistungen/vor-und-nachsorge-sucht/diakonie-suchthilfe-bethanien/suchtberatungsstellen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.diako-harz.de/fachgebiete-leistungen/vor-und-nachsorge-sucht/diakonie-suchthilfe-bethanien/suchtberatungsstellen</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">e9a9cfdd-dc2a-4eb2-9687-a650572dc048</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/eefcf416-7d1f-4027-9a4e-d960fa1c1e5c/cover-alkohol-andrea.jpg"/><pubDate>Thu, 04 Dec 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/e9a9cfdd-dc2a-4eb2-9687-a650572dc048.mp3" length="36288412" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>25:09</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>16</itunes:episode><podcast:episode>16</podcast:episode></item><item><title>Schöner wär&apos;s - Wenn Schulen keine AU&apos;s fordern würden | Andrea und Anna erklären</title><itunes:title>Schöner wär&apos;s - Wenn Schulen keine AU&apos;s fordern würden | Andrea und Anna erklären</itunes:title><description><![CDATA[<p>Warum können Ärzt:innen nicht einfach eine AU für Schülerinnen und Schüler schreiben? Und warum wird das trotzdem oft von Schulen gefordert?</p><p>Das erklärt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Auf euch wartet eine Sonderfolge „Schöner wär’s“, wieder mit der VERAH-Schwester Anna List.</p><p>Das Thema AU und Atteste ist bei den beiden im Alltag gerade sehr präsent. Und deswegen richtet sich diese Folge auch explizit an die Schulleitungen. Diese fordern nämlich immer wieder, dass Schüler:innen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder Atteste vorlegen.</p><p>Doch was ist eigentlich eine AU?</p><p>Eine AU, kurz für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, ist ein ärztliches Dokument, das einen bestimmten Zweck erfüllt. Die Grundlage hierfür ist die Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie des GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss).</p><p>Als Ärzt:in darf man diese ausstellen, wenn jemand nicht arbeitsfähig ist. Arbeitsfähig bzw. erwerbsfähig sind Schüler:innen aber nicht!</p><p>Dazu kommt das Landesschulgesetz Sachsen-Anhalt. In diesem steht, dass die Entschuldigungspflicht bei den Eltern liegt, meist reicht hier etwas Schriftliches. Die Schule entscheidet daraufhin, ob das Fehlen der Schüler:in entschuldigt ist.</p><p>Ärzt:innen stellen somit keine Schulbefreiungen aus.</p><p><br></p><p>Ein ärztliches Attest sollte nur erstellt werden müssen, wenn die Schule dies explizit verlangt, z.B. wenn ein:e Schüler:in häufig fehlt.</p><p>Über das Attest können die Ärzt:innen keine Legitimation für die Schule ausstellen, sondern nur eine medizinische Information.</p><p><br></p><p>Warum müssen Atteste privat bezahlt werden?</p><p>Die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur Leistungen, die medizinisch notwendig sind. Hier gilt das WANZ-Prinzip (wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig).</p><p>Atteste sind nur eine verwaltende Information und nicht Teil einer medizinisch notwendigen Behandlung.</p><p><br></p><p>Das erklärt die Berufsordnung für Ärzte, in der steht, dass Leistungen in Rechnung gestellt werden müssen. Da die GKV diese Leistung nicht zahlt, sind die Eltern der Schüler:innen die Rechnungsempfänger. Es entsteht eine IGeL-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung).</p><p>In der MBOÄ (Muster Berufsordnung der Ärzte) steht, dass diese sich nach der GoÄ, der Gebührenordnung für Ärzte richten.</p><p>Es darf somit ein Aufwand von 5 bis 15€ abgerechnet werden.</p><p><br></p><p>Schule und Arbeitsrecht funktionieren völlig unterschiedliche. Eine AU ist ja auch eine Information an die Betriebe&nbsp;und die Sozialversicherungsträger, im Schulrecht ist die medizinische Dokumentation eine andere.</p><p><br></p><p>Deswegen appellieren Andrea und Anna an die Schulen:</p><p>Bitte akzeptiert die Krankschreibungen der Eltern. Wenn es Auffälligkeiten gibt, dann ist es sinnvoll, ein ausführliches Gespräch zu führen, auch gemeinsam mit Vertrauenslehrer:innen.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Warum können Ärzt:innen nicht einfach eine AU für Schülerinnen und Schüler schreiben? Und warum wird das trotzdem oft von Schulen gefordert?</p><p>Das erklärt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Auf euch wartet eine Sonderfolge „Schöner wär’s“, wieder mit der VERAH-Schwester Anna List.</p><p>Das Thema AU und Atteste ist bei den beiden im Alltag gerade sehr präsent. Und deswegen richtet sich diese Folge auch explizit an die Schulleitungen. Diese fordern nämlich immer wieder, dass Schüler:innen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder Atteste vorlegen.</p><p>Doch was ist eigentlich eine AU?</p><p>Eine AU, kurz für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, ist ein ärztliches Dokument, das einen bestimmten Zweck erfüllt. Die Grundlage hierfür ist die Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie des GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss).</p><p>Als Ärzt:in darf man diese ausstellen, wenn jemand nicht arbeitsfähig ist. Arbeitsfähig bzw. erwerbsfähig sind Schüler:innen aber nicht!</p><p>Dazu kommt das Landesschulgesetz Sachsen-Anhalt. In diesem steht, dass die Entschuldigungspflicht bei den Eltern liegt, meist reicht hier etwas Schriftliches. Die Schule entscheidet daraufhin, ob das Fehlen der Schüler:in entschuldigt ist.</p><p>Ärzt:innen stellen somit keine Schulbefreiungen aus.</p><p><br></p><p>Ein ärztliches Attest sollte nur erstellt werden müssen, wenn die Schule dies explizit verlangt, z.B. wenn ein:e Schüler:in häufig fehlt.</p><p>Über das Attest können die Ärzt:innen keine Legitimation für die Schule ausstellen, sondern nur eine medizinische Information.</p><p><br></p><p>Warum müssen Atteste privat bezahlt werden?</p><p>Die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur Leistungen, die medizinisch notwendig sind. Hier gilt das WANZ-Prinzip (wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig).</p><p>Atteste sind nur eine verwaltende Information und nicht Teil einer medizinisch notwendigen Behandlung.</p><p><br></p><p>Das erklärt die Berufsordnung für Ärzte, in der steht, dass Leistungen in Rechnung gestellt werden müssen. Da die GKV diese Leistung nicht zahlt, sind die Eltern der Schüler:innen die Rechnungsempfänger. Es entsteht eine IGeL-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung).</p><p>In der MBOÄ (Muster Berufsordnung der Ärzte) steht, dass diese sich nach der GoÄ, der Gebührenordnung für Ärzte richten.</p><p>Es darf somit ein Aufwand von 5 bis 15€ abgerechnet werden.</p><p><br></p><p>Schule und Arbeitsrecht funktionieren völlig unterschiedliche. Eine AU ist ja auch eine Information an die Betriebe&nbsp;und die Sozialversicherungsträger, im Schulrecht ist die medizinische Dokumentation eine andere.</p><p><br></p><p>Deswegen appellieren Andrea und Anna an die Schulen:</p><p>Bitte akzeptiert die Krankschreibungen der Eltern. Wenn es Auffälligkeiten gibt, dann ist es sinnvoll, ein ausführliches Gespräch zu führen, auch gemeinsam mit Vertrauenslehrer:innen.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">4acdb9fe-0e73-4b43-aa28-2c97cbbd7203</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/98382f59-0a3f-443d-a5b1-be20f08c24d5/cover-au.jpg"/><pubDate>Thu, 27 Nov 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/4acdb9fe-0e73-4b43-aa28-2c97cbbd7203.mp3" length="17351226" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>12:00</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>15</itunes:episode><podcast:episode>15</podcast:episode></item><item><title>Adipositas – wie entsteht sie und wie kann sie therapiert werden? | Dr. Andrea Morawe</title><itunes:title>Adipositas – wie entsteht sie und wie kann sie therapiert werden? | Dr. Andrea Morawe</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein Thema, das in der Gesellschaft viel tabuisiert wird: Adipositas. Darüber klärt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“ auf!</p><p>Adipositas ist die Bezeichnung dafür, dass das Körperfett sich über das normale Maß hin vermehrt hat. Es wird gemessen nach dem BMI (Body Mass Index):</p><p>Übergewicht: 25 bis 29,9</p><p>Adipositas I: 30 bis 34,9</p><p>Adipositas II: 35 bis 39,9</p><p>Schwere Adipositas: ab 40</p><p>Das Problem daran sind vor allem die möglichen Folgeerkrankungen: Bluthochdruck, Diabetes, Gelenkbeschwerden und Arthrose.</p><p>Andrea betont, dass Übergewicht nicht stigmatisiert werden sollte mit einem „die Dicken essen zu viel“. Es gibt verschiedenste Einflussfaktoren, beispielsweise Bewegungsmangel, hormonelle oder genetische Einflüsse (Bsp: Schilddrüsenunterfunktion), psychische Komponenten (Stress, Frustessen, Schlafmangel) und Medikamente (Antidepressiva, Kortisonpräparate).</p><p><br></p><p>Adipositas ist somit eine chronische Erkrankung, die einer gezielten Therapie bedarf.</p><p>Sie nutzt für die Diagnostik gerne das Tool eines Ernährungstagebuchs. Hierbei sollen die Patient:innen 14 Tage lang alles aufschreiben, was sie essen und finden so oft schon selbst Ernährungsfallen, in die sie tappen. Ein häufiges Problem sind auch zuckerreiche Getränke.</p><p><br></p><p>Andrea erklärt auch die Therapie der Adipositas.</p><p>Der Start ist immer eine Lebensstiländerung. Oft gibt es Verhaltensweisen, die noch aus der Kindheit stammen, welche aufgelöst werden müssen.</p><p>Die Krankenkassen bieten teilweise Programme zum Abnehmen an, hierfür ist aber ein bestimmter BMI notwendig. Andrea bietet in ihrer Praxis eine Adipositas-Themensprechstunde an, welche allerdings eine IGeL-Leistung ist. Diese Investition zahlt sich aber langfristig aus!</p><p>Hierbei unterstützt sie durch ernährungsmedizinische Beratung.</p><p><br></p><p>Ein neuer Ansatz ist die medikamentöse Therapie, die „Abnehmspritze“.</p><p>Eigentlich ist diese für die Diabetes-Behandlung entwickelt worden, die Wirkstoffe beeinflussen allerdings das Sättigungsgefühl und helfen so bei Gewichtsverlust.</p><p>Doch auch hier ist es wichtig, den Lebensstil parallel zu ändern!</p><p><br></p><p>Bei schwerer Adipositas bietet sich teilweise ein chirurgischer Eingriff an, beispielsweise ein Magenbypass.</p><p>Ergänzend kann Psychotherapie helfen, denn manchmal ist Adipositas ein Schutz der Psyche, beispielsweise bei Missbrauch oder krassen Formen der psychischen Unterdrückung. Essen ist dann ein tröstendes Mittel, eine fundierte psychische Aufarbeitung ist dann enorm wichtig.</p><p>Zusätzlich können Ergotherapie und auch Hypnose helfen.</p><p><br></p><p>Viele dieser Maßnahmen sehen auf den ersten Blick nach Lifestyle-Medizin aus und müssen auch selbst bezahlt werden. Doch es sind präventive Investitionen, die eurer eigenen Gesundheit guttun.</p><p><br></p><p>Lasst euch unbedingt in eurer eigenen Hausarztpraxis beraten!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Thema, das in der Gesellschaft viel tabuisiert wird: Adipositas. Darüber klärt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“ auf!</p><p>Adipositas ist die Bezeichnung dafür, dass das Körperfett sich über das normale Maß hin vermehrt hat. Es wird gemessen nach dem BMI (Body Mass Index):</p><p>Übergewicht: 25 bis 29,9</p><p>Adipositas I: 30 bis 34,9</p><p>Adipositas II: 35 bis 39,9</p><p>Schwere Adipositas: ab 40</p><p>Das Problem daran sind vor allem die möglichen Folgeerkrankungen: Bluthochdruck, Diabetes, Gelenkbeschwerden und Arthrose.</p><p>Andrea betont, dass Übergewicht nicht stigmatisiert werden sollte mit einem „die Dicken essen zu viel“. Es gibt verschiedenste Einflussfaktoren, beispielsweise Bewegungsmangel, hormonelle oder genetische Einflüsse (Bsp: Schilddrüsenunterfunktion), psychische Komponenten (Stress, Frustessen, Schlafmangel) und Medikamente (Antidepressiva, Kortisonpräparate).</p><p><br></p><p>Adipositas ist somit eine chronische Erkrankung, die einer gezielten Therapie bedarf.</p><p>Sie nutzt für die Diagnostik gerne das Tool eines Ernährungstagebuchs. Hierbei sollen die Patient:innen 14 Tage lang alles aufschreiben, was sie essen und finden so oft schon selbst Ernährungsfallen, in die sie tappen. Ein häufiges Problem sind auch zuckerreiche Getränke.</p><p><br></p><p>Andrea erklärt auch die Therapie der Adipositas.</p><p>Der Start ist immer eine Lebensstiländerung. Oft gibt es Verhaltensweisen, die noch aus der Kindheit stammen, welche aufgelöst werden müssen.</p><p>Die Krankenkassen bieten teilweise Programme zum Abnehmen an, hierfür ist aber ein bestimmter BMI notwendig. Andrea bietet in ihrer Praxis eine Adipositas-Themensprechstunde an, welche allerdings eine IGeL-Leistung ist. Diese Investition zahlt sich aber langfristig aus!</p><p>Hierbei unterstützt sie durch ernährungsmedizinische Beratung.</p><p><br></p><p>Ein neuer Ansatz ist die medikamentöse Therapie, die „Abnehmspritze“.</p><p>Eigentlich ist diese für die Diabetes-Behandlung entwickelt worden, die Wirkstoffe beeinflussen allerdings das Sättigungsgefühl und helfen so bei Gewichtsverlust.</p><p>Doch auch hier ist es wichtig, den Lebensstil parallel zu ändern!</p><p><br></p><p>Bei schwerer Adipositas bietet sich teilweise ein chirurgischer Eingriff an, beispielsweise ein Magenbypass.</p><p>Ergänzend kann Psychotherapie helfen, denn manchmal ist Adipositas ein Schutz der Psyche, beispielsweise bei Missbrauch oder krassen Formen der psychischen Unterdrückung. Essen ist dann ein tröstendes Mittel, eine fundierte psychische Aufarbeitung ist dann enorm wichtig.</p><p>Zusätzlich können Ergotherapie und auch Hypnose helfen.</p><p><br></p><p>Viele dieser Maßnahmen sehen auf den ersten Blick nach Lifestyle-Medizin aus und müssen auch selbst bezahlt werden. Doch es sind präventive Investitionen, die eurer eigenen Gesundheit guttun.</p><p><br></p><p>Lasst euch unbedingt in eurer eigenen Hausarztpraxis beraten!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">75e8fdf3-b898-459d-a582-4815fcc62849</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/5f0cdcd7-f9e4-4551-b01d-cd3ed7d95135/Landmedchen-11-Episodencover.jpg"/><pubDate>Thu, 20 Nov 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/75e8fdf3-b898-459d-a582-4815fcc62849.mp3" length="37598551" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>26:04</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>14</itunes:episode><podcast:episode>14</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-2a6923ea-0a73-4bf3-865d-08886fd5c28d.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Weniger Praxen, mehr Verantwortung: So verändert sich die Medizin - Andrea Morawe erzählt</title><itunes:title>Weniger Praxen, mehr Verantwortung: So verändert sich die Medizin - Andrea Morawe erzählt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Welche Hürden gibt es im aktuellen Gesundheitswesen, vor allem im ländlichen Raum? Und was muss sich verändern, um Versorgung langfristig sicherzustellen?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Wer auf dem Land lebt, kennt es: Man muss längere Strecken hinter sich bringen, um beispielsweise einkaufen gehen zu können. Für den Besuch beim Arzt gilt das gleiche.</p><p>Früher gab es in jedem Dorf eine kleine Praxis oder eine Gemeindeschwester – das hat sich aber verändert. Die Anzahl der Praxen nimmt kontinuierlich ab, die Anzahl der älter werdenden Patient:innen nimmt zu.</p><p>Die Behandlung und Versorgung werden dadurch nicht schlechter, sie müssen nur anders organisiert werden. Andrea erzählt, welche Anpassungen es gibt und beginnt mit der VERAH &nbsp;(Versorgungsassistentin in der hausärztlichen Praxis). Diese ist in vielen Praxen auf dem Land etabliert, ist extrem spezialisiert und betreut Patient:innen auch außerhalb der Praxis bei Hausbesuchen. Sie übernimmt dabei Wundmanagement, Überprüfung der Medikamenteneinnahme, Blutdruck- und Blutzucker-Messungen. Damit ist sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Praxis und Patient:innen. Besonders für ältere und geriatrische Patient:innen ist das ein enormer Vorteil.</p><p>In manchen Praxen machen VERAHs und PCM (Primary Care Manager) auch teamgeführte Infektsprechstunden.</p><p>Zusätzlich gibt es digitale Helfer, denn Medizin kann auch zum Teil digital stattfinden. Dies passiert beispielsweise über Videosprechstunden oder über Gesundheits-Apps und DIGAs.</p><p>Auch die ePA, die elektronische Patientenakte findet Andrea sehr gut, denn sie sorgt für einen guten Überblick und unterstützt die Kommunikation zwischen Haus- und Fachärzt:innen.</p><p>Auch das Telemonitoring für Patient:innen mit Herzinsuffizienz darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben!</p><p>Dann gibt es noch digitale Assistenzsysteme. Andrea beispielsweise hat in ihrer Praxis eine Online-Rezeption etabliert. Diese ist eine Entlastung für das Team, denn die dahinterliegende KI nimmt das Telefon ab, sortiert die Anrufe, erkennt Notfälle und gibt die Anliegen strukturiert an das Praxisteam weiter. Das ist somit nicht nur für die Mitarbeitenden von Andrea, sondern auch für die Patient:innen ein echter Mehrwert.</p><p>Übrigens sind diese Systeme private Investitionen und werden nicht von den Kassen oder dem Bund unterstützt.</p><p>Ein weiterer wichtiger Punkt ist die eigene Verantwortung, welche Patient:innen für ihre Gesundheit übernehmen sollten. Zusätzlich zu den Behandlungen, welche durch die Kasse finanziert werden, gibt es ergänzend die IGeL-Leistungen, also die individuellen Gesundheitsleistungen. Diese sind kein Luxusgut, sondern eine sinnvolle Investition in die eigene Vorsorge.</p><p><br></p><p>Nicht nur die Praxisinhaber:innen, sondern auch die Patient:innen müssen verstehen, dass sich die Versorgung verändert. Medizin wird immer mehr zur Teamarbeit und benötigt digitale Unterstützung.</p><p>Frust und Meckern bringen uns nicht weiter, wir müssen uns drauf einlassen. Nur so können wir die Versorgung auf dem Land sicherstellen.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Welche Hürden gibt es im aktuellen Gesundheitswesen, vor allem im ländlichen Raum? Und was muss sich verändern, um Versorgung langfristig sicherzustellen?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Wer auf dem Land lebt, kennt es: Man muss längere Strecken hinter sich bringen, um beispielsweise einkaufen gehen zu können. Für den Besuch beim Arzt gilt das gleiche.</p><p>Früher gab es in jedem Dorf eine kleine Praxis oder eine Gemeindeschwester – das hat sich aber verändert. Die Anzahl der Praxen nimmt kontinuierlich ab, die Anzahl der älter werdenden Patient:innen nimmt zu.</p><p>Die Behandlung und Versorgung werden dadurch nicht schlechter, sie müssen nur anders organisiert werden. Andrea erzählt, welche Anpassungen es gibt und beginnt mit der VERAH &nbsp;(Versorgungsassistentin in der hausärztlichen Praxis). Diese ist in vielen Praxen auf dem Land etabliert, ist extrem spezialisiert und betreut Patient:innen auch außerhalb der Praxis bei Hausbesuchen. Sie übernimmt dabei Wundmanagement, Überprüfung der Medikamenteneinnahme, Blutdruck- und Blutzucker-Messungen. Damit ist sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Praxis und Patient:innen. Besonders für ältere und geriatrische Patient:innen ist das ein enormer Vorteil.</p><p>In manchen Praxen machen VERAHs und PCM (Primary Care Manager) auch teamgeführte Infektsprechstunden.</p><p>Zusätzlich gibt es digitale Helfer, denn Medizin kann auch zum Teil digital stattfinden. Dies passiert beispielsweise über Videosprechstunden oder über Gesundheits-Apps und DIGAs.</p><p>Auch die ePA, die elektronische Patientenakte findet Andrea sehr gut, denn sie sorgt für einen guten Überblick und unterstützt die Kommunikation zwischen Haus- und Fachärzt:innen.</p><p>Auch das Telemonitoring für Patient:innen mit Herzinsuffizienz darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben!</p><p>Dann gibt es noch digitale Assistenzsysteme. Andrea beispielsweise hat in ihrer Praxis eine Online-Rezeption etabliert. Diese ist eine Entlastung für das Team, denn die dahinterliegende KI nimmt das Telefon ab, sortiert die Anrufe, erkennt Notfälle und gibt die Anliegen strukturiert an das Praxisteam weiter. Das ist somit nicht nur für die Mitarbeitenden von Andrea, sondern auch für die Patient:innen ein echter Mehrwert.</p><p>Übrigens sind diese Systeme private Investitionen und werden nicht von den Kassen oder dem Bund unterstützt.</p><p>Ein weiterer wichtiger Punkt ist die eigene Verantwortung, welche Patient:innen für ihre Gesundheit übernehmen sollten. Zusätzlich zu den Behandlungen, welche durch die Kasse finanziert werden, gibt es ergänzend die IGeL-Leistungen, also die individuellen Gesundheitsleistungen. Diese sind kein Luxusgut, sondern eine sinnvolle Investition in die eigene Vorsorge.</p><p><br></p><p>Nicht nur die Praxisinhaber:innen, sondern auch die Patient:innen müssen verstehen, dass sich die Versorgung verändert. Medizin wird immer mehr zur Teamarbeit und benötigt digitale Unterstützung.</p><p>Frust und Meckern bringen uns nicht weiter, wir müssen uns drauf einlassen. Nur so können wir die Versorgung auf dem Land sicherstellen.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">754ecf25-690b-4e4f-9936-2b5c19964a4f</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/b3f7ba6d-9861-42d0-8153-91c293a5d944/Landmedchen-11-Episodencover.jpg"/><pubDate>Thu, 13 Nov 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/754ecf25-690b-4e4f-9936-2b5c19964a4f.mp3" length="31368764" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>21:45</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>13</itunes:episode><podcast:episode>13</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-3de74439-1e1e-4b29-ab93-20088e54edec.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Prävention beginnt im Alltag - Dr. Andrea Morawe erklärt</title><itunes:title>Prävention beginnt im Alltag - Dr. Andrea Morawe erklärt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Prävention – das ist ein Herzensthema von Dr. Andrea Morawe. Die Hausärztin erklärt in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen, was eigentlich hinter Prävention steckt, was Ärzt:innen darunter verstehen und was sie sich von den Krankenkassen und auch der Politik wünscht, um das Land gesünder zu machen.</p><p>Prävention dient dazu, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen oder sie frühzeitig zu erkennen. Das Ziel ist dabei, dass kein erheblicher Schaden bei den Patient:innen entsteht.</p><p>Prävention wird dabei in 4 Teile eingeteilt:</p><p>Primärprävention: Alles, was vorbeugend gemacht werden kann, bevor es zur Entstehung einer Krankheit kommt, beispielsweise Impfungen, gesunde Ernährung, Bewegung und auch eine Zuckersteuer.</p><p>Sekundärprävention: Dazu gehören Screenings wie beispielsweise Krebsvorsorge oder Check ups. Dieser Punkt ist wichtig, wenn eine Krankheit schon eingetreten ist, sie aber frühzeitig erkannt werden soll, sodass man schnell intervenieren kann.</p><p>Tertiärprävention: Hierbei sollen Rückfälle oder Folgeerkrankungen vermieden werden. Denn viele Krankheiten ziehen weitere Folgeerkrankungen durch die Erstkrankheit nach sich. Dafür werden Patient:innen in Chronikerprogrammen, sogenannten DMPs (Disease Management Programs) betreut.</p><p>Quartärprävention: Dies ist ein Schutz vor Überdiagnostik oder unnötigen, medizinischen Leistungen. Für Patient:innen ist das oft schwierig zu fassen, hierbei hilft die Hausarztpraxis: Was ist überhaupt notwendig?</p><p>Andrea hat einen Wunsch an die Politik: Die Zuckersteuer. Dies wäre eine starke Primärprävention auf gesellschaftlicher Ebene und würde gesundes Verhalten leichter machen. In Mexiko und Großbritannien gibt es so etwas bereits, hier müssen Hersteller Abgaben zahlen, wenn sie zu viel Zucker in ein Produkt tun. Dadurch ist in Großbritannien die durchschnittliche Zuckermenge in Softdrinks um 30% gesunken.</p><p>In Deutschland setzt die Politik auf freiwillige Selbstverpflichtung, was Andrea für nicht besonders schlau hält. Denn in Deutschland nehmen wir definitiv zu viel Zucker zu uns.</p><p>Sie erklärt uns auch noch einiges zu Vorsorgeuntersuchungen: Gesundheits-Check ups, der BhA1c-Test für die Langzeit-Blutzuckerbestimmung, Leberwerte und ein Ultraschall der Bauchorgane. Dies kann alles dabei helfen, einen Einblick über den eigenen Gesundheitszustand, v.a. in Bezug auf Zucker, zu bekommen. Diese Leistungen werden nicht alle von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen und sind somit IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen).</p><p>Wichtig für die Patient:innen ist: Diese Untersuchungen sind oft gar nicht so teuer!</p><p>Für Andrea sind diese ein Ausdruck davon, dass Patient:innen eigenverantwortlich mit ihrem Körper umgehen.</p><p>Vorsorge ist keine Frage der Versicherungsart, sondern einer subjektive Haltung.</p><p>Zum Schluss erklärt Andrea noch die 5 Säulen der Primärprävention:</p><p>Ernährung (hat einen Einfluss von 80%, wenn man Übergewicht reduzieren möchte)</p><p>Bewegung (und damit ist gar kein krasser Sport gemeint, sondern 150 Minuten Bewegung pro Woche)</p><p>Mentale Gesundheit (und dabei besonders die Reduktion von negativem Stress)</p><p>Gesunder Schlaf</p><p>Verantwortung (nicht rauchen, wenig Alkohol, aktuelle Impfungen).</p><p><br></p><p>Sie appelliert auch an die Ärzt:innen: Schaut regelmäßig ins Impfbuch der Patient:innen und beratet sie rundum.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Prävention – das ist ein Herzensthema von Dr. Andrea Morawe. Die Hausärztin erklärt in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen, was eigentlich hinter Prävention steckt, was Ärzt:innen darunter verstehen und was sie sich von den Krankenkassen und auch der Politik wünscht, um das Land gesünder zu machen.</p><p>Prävention dient dazu, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen oder sie frühzeitig zu erkennen. Das Ziel ist dabei, dass kein erheblicher Schaden bei den Patient:innen entsteht.</p><p>Prävention wird dabei in 4 Teile eingeteilt:</p><p>Primärprävention: Alles, was vorbeugend gemacht werden kann, bevor es zur Entstehung einer Krankheit kommt, beispielsweise Impfungen, gesunde Ernährung, Bewegung und auch eine Zuckersteuer.</p><p>Sekundärprävention: Dazu gehören Screenings wie beispielsweise Krebsvorsorge oder Check ups. Dieser Punkt ist wichtig, wenn eine Krankheit schon eingetreten ist, sie aber frühzeitig erkannt werden soll, sodass man schnell intervenieren kann.</p><p>Tertiärprävention: Hierbei sollen Rückfälle oder Folgeerkrankungen vermieden werden. Denn viele Krankheiten ziehen weitere Folgeerkrankungen durch die Erstkrankheit nach sich. Dafür werden Patient:innen in Chronikerprogrammen, sogenannten DMPs (Disease Management Programs) betreut.</p><p>Quartärprävention: Dies ist ein Schutz vor Überdiagnostik oder unnötigen, medizinischen Leistungen. Für Patient:innen ist das oft schwierig zu fassen, hierbei hilft die Hausarztpraxis: Was ist überhaupt notwendig?</p><p>Andrea hat einen Wunsch an die Politik: Die Zuckersteuer. Dies wäre eine starke Primärprävention auf gesellschaftlicher Ebene und würde gesundes Verhalten leichter machen. In Mexiko und Großbritannien gibt es so etwas bereits, hier müssen Hersteller Abgaben zahlen, wenn sie zu viel Zucker in ein Produkt tun. Dadurch ist in Großbritannien die durchschnittliche Zuckermenge in Softdrinks um 30% gesunken.</p><p>In Deutschland setzt die Politik auf freiwillige Selbstverpflichtung, was Andrea für nicht besonders schlau hält. Denn in Deutschland nehmen wir definitiv zu viel Zucker zu uns.</p><p>Sie erklärt uns auch noch einiges zu Vorsorgeuntersuchungen: Gesundheits-Check ups, der BhA1c-Test für die Langzeit-Blutzuckerbestimmung, Leberwerte und ein Ultraschall der Bauchorgane. Dies kann alles dabei helfen, einen Einblick über den eigenen Gesundheitszustand, v.a. in Bezug auf Zucker, zu bekommen. Diese Leistungen werden nicht alle von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen und sind somit IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen).</p><p>Wichtig für die Patient:innen ist: Diese Untersuchungen sind oft gar nicht so teuer!</p><p>Für Andrea sind diese ein Ausdruck davon, dass Patient:innen eigenverantwortlich mit ihrem Körper umgehen.</p><p>Vorsorge ist keine Frage der Versicherungsart, sondern einer subjektive Haltung.</p><p>Zum Schluss erklärt Andrea noch die 5 Säulen der Primärprävention:</p><p>Ernährung (hat einen Einfluss von 80%, wenn man Übergewicht reduzieren möchte)</p><p>Bewegung (und damit ist gar kein krasser Sport gemeint, sondern 150 Minuten Bewegung pro Woche)</p><p>Mentale Gesundheit (und dabei besonders die Reduktion von negativem Stress)</p><p>Gesunder Schlaf</p><p>Verantwortung (nicht rauchen, wenig Alkohol, aktuelle Impfungen).</p><p><br></p><p>Sie appelliert auch an die Ärzt:innen: Schaut regelmäßig ins Impfbuch der Patient:innen und beratet sie rundum.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">c553de51-f4ec-455b-a82c-e6ad3011470d</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/ea7ffb40-0476-46b4-a458-7734f648e6cf/Landmedchen-11-Episodencover.jpg"/><pubDate>Thu, 06 Nov 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/c553de51-f4ec-455b-a82c-e6ad3011470d.mp3" length="41776404" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>28:58</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>12</itunes:episode><podcast:episode>12</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-e80d729e-b9d6-4ff2-bee4-257166632e42.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Landarztquote – was ist das und wie funktioniert sie?</title><itunes:title>Landarztquote – was ist das und wie funktioniert sie?</itunes:title><description><![CDATA[<p>Was ist die Landarztquote und warum ist sie sinnvoll? Das erklärt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Denn die Landarztquote versucht, die ambulante, medizinische Versorgung zu verbessern und in den nächsten Jahren sicherzustellen.</p><p>Sie richtet sich an junge Menschen mit Abitur, die studieren wollen, eventuell aber nicht den NC haben, den sie für ein Medizinstudium bräuchten.</p><p>Das Bundesland vergibt dabei einen gewissen Anteil der Studienplätze in der Humanmedizin an Bewerber.innen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und eine besondere Verpflichtung eingehen, denn sie müssen unterschreiben, dass sie in der hausärztlichen Versorgung in Sachsen-Anhalt tätig werden wollen. Dabei wird das Studium an der Universität in Halle oder Magdeburg absolviert. Nach der abgeschlossenen Facharztweiterbildung (Allgemeinmedizin) wird man dann für mindestens 10 Jahre als Hausärztin oder Hausarzt in einem unterversorgten oder drohend unterversorgten Gebiet tätig. Die Hoffnung des Landes ist, dass die Menschen sich in diesen 10 Jahren in der Region heimisch fühlen und auch darüber hinaus nicht abwandern.</p><p>Doch was bedeutet es, ein unterversorgtes Gebiet zu sein?</p><p>Diese Einordnung richtet sich nach der Bedarfsplanung, welche erklärt, wie viele Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen man in einer Region benötigt. In Ballungsräumen ist ohne Bedarfsplanung nämlich möglich, dass eine Überversorgung entsteht – in ländlichen Gebieten, welche auf den ersten Blick eher unattraktiv wirken, entsteht oft eine Unterversorgung.</p><p>Dabei ist der Versorgungsgrad die zentrale Kennzahl: Das Verhältnis von tatsächlicher zu errechnet erforderlicher Arzt-Zahl.</p><p>Dabei sind 100% eine angemessene Versorgung, unterversorgt ist ein Gebiet bei 75% und drohend unterversorgt bei 75-100%.</p><p>Die KV Sachsen-Anhalt legt diese Zahl fest auf Basis von Versorgungsanalysen, welche dann im Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen bewertet wird. Sobald es einen Beschluss hierzu gibt, dürfen Fördermaßnahmen, wie die Landarztquote, greifen.</p><p>In Sachsen-Anhalt ist ein Drittel der hausärztlichen Planungsbereiche unterversorgt oder drohend unterversorgt.</p><p>Andrea erklärt, wie der Bewerbungsablauf für die Landarztquote funktioniert. Neben einem Abitur benötigst du nämlich auch ein Motivationsschreiben, eine Verpflichtungserklärung und deine Studierfähigkeit wird getestet. Deine Abitur-Note zählt dabei nur mit 10% in den Prozess ein.</p><p><br></p><p>Andrea betont, wie willkommen neue Allgemeinmediziner:innen in Sachsen-Anhalt sind und wie toll diese Tätigkeit ist.</p><p>Wenn du dazu Fragen hast, dann schreib Andrea gerne!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Was ist die Landarztquote und warum ist sie sinnvoll? Das erklärt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Denn die Landarztquote versucht, die ambulante, medizinische Versorgung zu verbessern und in den nächsten Jahren sicherzustellen.</p><p>Sie richtet sich an junge Menschen mit Abitur, die studieren wollen, eventuell aber nicht den NC haben, den sie für ein Medizinstudium bräuchten.</p><p>Das Bundesland vergibt dabei einen gewissen Anteil der Studienplätze in der Humanmedizin an Bewerber.innen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und eine besondere Verpflichtung eingehen, denn sie müssen unterschreiben, dass sie in der hausärztlichen Versorgung in Sachsen-Anhalt tätig werden wollen. Dabei wird das Studium an der Universität in Halle oder Magdeburg absolviert. Nach der abgeschlossenen Facharztweiterbildung (Allgemeinmedizin) wird man dann für mindestens 10 Jahre als Hausärztin oder Hausarzt in einem unterversorgten oder drohend unterversorgten Gebiet tätig. Die Hoffnung des Landes ist, dass die Menschen sich in diesen 10 Jahren in der Region heimisch fühlen und auch darüber hinaus nicht abwandern.</p><p>Doch was bedeutet es, ein unterversorgtes Gebiet zu sein?</p><p>Diese Einordnung richtet sich nach der Bedarfsplanung, welche erklärt, wie viele Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen man in einer Region benötigt. In Ballungsräumen ist ohne Bedarfsplanung nämlich möglich, dass eine Überversorgung entsteht – in ländlichen Gebieten, welche auf den ersten Blick eher unattraktiv wirken, entsteht oft eine Unterversorgung.</p><p>Dabei ist der Versorgungsgrad die zentrale Kennzahl: Das Verhältnis von tatsächlicher zu errechnet erforderlicher Arzt-Zahl.</p><p>Dabei sind 100% eine angemessene Versorgung, unterversorgt ist ein Gebiet bei 75% und drohend unterversorgt bei 75-100%.</p><p>Die KV Sachsen-Anhalt legt diese Zahl fest auf Basis von Versorgungsanalysen, welche dann im Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen bewertet wird. Sobald es einen Beschluss hierzu gibt, dürfen Fördermaßnahmen, wie die Landarztquote, greifen.</p><p>In Sachsen-Anhalt ist ein Drittel der hausärztlichen Planungsbereiche unterversorgt oder drohend unterversorgt.</p><p>Andrea erklärt, wie der Bewerbungsablauf für die Landarztquote funktioniert. Neben einem Abitur benötigst du nämlich auch ein Motivationsschreiben, eine Verpflichtungserklärung und deine Studierfähigkeit wird getestet. Deine Abitur-Note zählt dabei nur mit 10% in den Prozess ein.</p><p><br></p><p>Andrea betont, wie willkommen neue Allgemeinmediziner:innen in Sachsen-Anhalt sind und wie toll diese Tätigkeit ist.</p><p>Wenn du dazu Fragen hast, dann schreib Andrea gerne!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">68b74efb-6269-445e-925d-054d5d0f48b7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/4c199cbe-c4c6-4e4f-976d-ab06bb66802a/Landmedchen-11-Episodencover.jpg"/><pubDate>Thu, 30 Oct 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/68b74efb-6269-445e-925d-054d5d0f48b7.mp3" length="32606046" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>22:35</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>11</itunes:episode><podcast:episode>11</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-13a52123-9755-4d68-8ce7-2172966bacff.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Allgemeinmedizin: Liebe auf den zweiten Blick | Anke Ebert</title><itunes:title>Allgemeinmedizin: Liebe auf den zweiten Blick | Anke Ebert</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wie kann der Weg in die Allgemeinmedizin aussehen? Wie wird man Hausärztin/Hausarzt? Und wie funktioniert das, wenn man schon einen Facharzt hat?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“ mit Anke Ebert, Weiterbildungsassistentin für Allgemeinmedizin in einer Landarztpraxis.</p><p>Die beiden kennen sich schon seit über 10 Jahren, da sie gemeinsam in einer Klinik im chirurgischen Bereich und in der Notaufnahme gearbeitet haben.</p><p>Anke fand diese Station in ihrem Leben sehr wichtig, denn in der Chirurgie lernt man ein sehr breites Feld. Allerdings ist es schwierig dabei, Familie und Beruf zu vereinbaren.</p><p>Auch Andrea hat die Chirurgie sehr erfüllt und sie hat es geliebt, in der Notaufnahme zu arbeiten. Allerdings war auch für sie die Vereinbarkeit ein großes Problem. Hier hat der klinische Bereich definitiv Nachholbedarf, denn es fehlt an Flexibilität und der Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten.</p><p>Andrea und Anke haben sich beide dann auf den zweiten Blick in die Allgemeinmedizin verliebt. Sie mögen daran, dass sie viel Dankbarkeit der Patient:innen erfahren und diese lange begleiten. In der Notaufnahme hat man oft nur eine Momentaufnahme der Patient:innen.</p><p>Allerdings sind sie sich einig: Es würde allen gut tun, auch mal „die andere Seite“ zu sehen und jeweils im ambulanten und stationären Bereich zu arbeiten.</p><p>Andrea genießt, dass sie nun selbstbestimmter arbeiten kann.</p><p>Zudem mag sie, dass man in der Allgemeinmedizin viele Möglichkeiten hat, sich noch fortzubilden und neue Erkenntnisse in den Praxisalltag einzubinden.</p><p>Anke macht gerade eine Fortbildung in der manuellen Therapie.</p><p>Weiter geht es damit, wie man überhaupt in die Allgemeinmedizin kommt.</p><p>Die Initiativen Kompass und Kosta unterstützen in Sachsen-Anhalt hierbei und helfen auch dabei, ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Denn darum muss man sich im ambulanten Bereich selbst kümmern!</p><p>Auch die Ärztekammer ist ein Unterstützer, sowie die KV, bei der es Förderung für Weiterbildungsassistent:innen gibt. Zudem kann man einen Quereinstieg machen, wenn man bereits einen Facharzt hat. Dadurch verkürzt sich die Zeit für den Einstieg in die Allgemeinmedizin.</p><p>Andrea lenkt das Thema nochmal auf das marode Gesundheitssystem. Dieses hat Wunden an allen Ecken und Enden – und es gibt zu wenig Pflaster. Durch die aktuellen Diskussionen werden Ärzt:innen gegeneinander aufgehetzt, wichtiger wäre aber eine reibungslose Zusammenarbeit.</p><p>Hier gilt wieder: Ein gutes Netzwerk kann helfen!</p><p>Für Andrea sind Gesundheit und Bildung die Grundpfeiler der Demokratie und einer funktionierenden Gesellschaft.</p><p><br></p><p>Kompass: <a href="https://kompas-weiterbildung.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://kompas-weiterbildung.de/</a></p><p>Kosta: <a href="https://www.kosta-lsa.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.kosta-lsa.de/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wie kann der Weg in die Allgemeinmedizin aussehen? Wie wird man Hausärztin/Hausarzt? Und wie funktioniert das, wenn man schon einen Facharzt hat?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“ mit Anke Ebert, Weiterbildungsassistentin für Allgemeinmedizin in einer Landarztpraxis.</p><p>Die beiden kennen sich schon seit über 10 Jahren, da sie gemeinsam in einer Klinik im chirurgischen Bereich und in der Notaufnahme gearbeitet haben.</p><p>Anke fand diese Station in ihrem Leben sehr wichtig, denn in der Chirurgie lernt man ein sehr breites Feld. Allerdings ist es schwierig dabei, Familie und Beruf zu vereinbaren.</p><p>Auch Andrea hat die Chirurgie sehr erfüllt und sie hat es geliebt, in der Notaufnahme zu arbeiten. Allerdings war auch für sie die Vereinbarkeit ein großes Problem. Hier hat der klinische Bereich definitiv Nachholbedarf, denn es fehlt an Flexibilität und der Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten.</p><p>Andrea und Anke haben sich beide dann auf den zweiten Blick in die Allgemeinmedizin verliebt. Sie mögen daran, dass sie viel Dankbarkeit der Patient:innen erfahren und diese lange begleiten. In der Notaufnahme hat man oft nur eine Momentaufnahme der Patient:innen.</p><p>Allerdings sind sie sich einig: Es würde allen gut tun, auch mal „die andere Seite“ zu sehen und jeweils im ambulanten und stationären Bereich zu arbeiten.</p><p>Andrea genießt, dass sie nun selbstbestimmter arbeiten kann.</p><p>Zudem mag sie, dass man in der Allgemeinmedizin viele Möglichkeiten hat, sich noch fortzubilden und neue Erkenntnisse in den Praxisalltag einzubinden.</p><p>Anke macht gerade eine Fortbildung in der manuellen Therapie.</p><p>Weiter geht es damit, wie man überhaupt in die Allgemeinmedizin kommt.</p><p>Die Initiativen Kompass und Kosta unterstützen in Sachsen-Anhalt hierbei und helfen auch dabei, ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Denn darum muss man sich im ambulanten Bereich selbst kümmern!</p><p>Auch die Ärztekammer ist ein Unterstützer, sowie die KV, bei der es Förderung für Weiterbildungsassistent:innen gibt. Zudem kann man einen Quereinstieg machen, wenn man bereits einen Facharzt hat. Dadurch verkürzt sich die Zeit für den Einstieg in die Allgemeinmedizin.</p><p>Andrea lenkt das Thema nochmal auf das marode Gesundheitssystem. Dieses hat Wunden an allen Ecken und Enden – und es gibt zu wenig Pflaster. Durch die aktuellen Diskussionen werden Ärzt:innen gegeneinander aufgehetzt, wichtiger wäre aber eine reibungslose Zusammenarbeit.</p><p>Hier gilt wieder: Ein gutes Netzwerk kann helfen!</p><p>Für Andrea sind Gesundheit und Bildung die Grundpfeiler der Demokratie und einer funktionierenden Gesellschaft.</p><p><br></p><p>Kompass: <a href="https://kompas-weiterbildung.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://kompas-weiterbildung.de/</a></p><p>Kosta: <a href="https://www.kosta-lsa.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.kosta-lsa.de/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">4bd240a7-39e6-4ff5-89e3-78007a2ce019</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/da0bf449-b784-4ea2-9a28-82be8e385e78/cover-anke.jpg"/><pubDate>Thu, 23 Oct 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/4bd240a7-39e6-4ff5-89e3-78007a2ce019.mp3" length="50208703" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>34:48</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>10</itunes:episode><podcast:episode>10</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-a946e8b2-1e5d-4954-bf31-cdc0e4143cda.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Zwei Ärztinnen zwischen Bürokratie, Krankenkassen-Wahnsinn und Berufung | Laura Dalhaus</title><itunes:title>Zwei Ärztinnen zwischen Bürokratie, Krankenkassen-Wahnsinn und Berufung | Laura Dalhaus</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wie funktioniert die ambulante Versorgung, vor allem im ländlichen Raum? Welchen Herausforderungen stehen Hausärzt:innen gegenüber und was haben Arbeitsbedingungen, Entlassmanagement und Ambulantisierung damit zu tun?</p><p>Für diese Fragestellungen hat sich Dr. Andrea Morawe jemanden eingeladen, die für sie selbst ein richtiger Star ist: Dr. Laura Dalhaus. Diese ist bekannt durch ihre Social Media-Aktivitäten, die Berufspolitik und den eigenen Podcast „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“.</p><p>Laura ist auch Hausärztin auf dem Land. Die beiden kennen sich über Fortbildungen und waren direkt auf einer Wellenlänge.</p><p>Wenn man sich im ländlichen Raum niederlässt, steht man erstmal vor Herausforderungen. Zum Beispiel weiß man gar nicht, was nun vergütet wird und was nicht.</p><p>Es gibt beispielsweise Pauschbeträge mit Minutenwerten. Und da findet man dann schnell raus: Die geplanten 9 Minuten im Quartal reichen vorne und hinten nicht.</p><p>Laura war relativ entsetzt über Zahlen der Krankenkassen: Patient:innen bekommen für 208€ die komplette hausärztliche Versorgung, die Verwaltung kostet 170€ - der Unterschied ist für sie viel zu klein.</p><p>Auf der anderen Seite gibt es einen Bonus von bis zu 10.000 € im Jahr, diesen bekommt man aber nicht, wenn man zu viele Labore abnimmt. Wenn man das aber macht, dann macht man eigentlich gute Medizin.</p><p>Für Laura ist wichtig zu betonen, dass sie zwar selbstständig ist und das finanzielle, juristische und medizinische Risiko trägt, gleichzeitig aber durch KV, Krankenkassen und Politik in ihren Preisen beschränkt ist.</p><p>Diese Herausforderungen sind Patient:innen allerdings nicht klar. Diese haben oft die Erwartungshaltung, dass Ärzt:innen schon alles Notwendige machen – und diese oft das Gefühl, unseriös zu sein, wenn sie etwas als IGeL-Leistung verkaufen.</p><p>Eigentlich sollte die Politik darüber aufklären – macht sie aber nicht.</p><p>Laura glaubt auch nicht, dass die Politik eine Reform schafft. Wir haben viel zu viele Krankenkassen und bürokratisieren uns zu Tode dabei. Andrea bringt das Beispiel, dass man an einem alten Trabi auch nicht Ewigkeiten rumschrauben kann – irgendwann muss ein neues Auto her.</p><p>Sie ist ein Fan von einer Grundversicherung für alle. Die hohe Komplexität des Jobs sorgt auch dafür, dass ältere Ärzt:innen nicht mehr weitermachen wollen. &nbsp;</p><p>Die beiden sprechen auch über die Ambulantisierung. Die Zustände in Krankenhäusern sind teilweise fatal, es geht viel um Geld, nicht um die Patient:innen. Ist ja auch kein Wunder, wenn Konzerne dahinter stehen. Hier fehlt es auch an gutem Entlassmanagement, teilweise werden einfach keine Arztbriefe mehr geschrieben.</p><p>Viele Arzt-Patienten-Kontakte könnte man sich sparen, wenn mehr kommuniziert werden würde.</p><p>Laura würde auch für kein Geld der Welt mehr in einer Klinik arbeiten.</p><p>Hier haben sich auch die Arbeitsbedingungen verändert: In 24h-Diensten gibt es keine Schlaf-Pausen mehr. Darunter leidet auch die Fortbildung.</p><p>Doch gibt es einen Lichtblick? Laura hat mit ihrem Kollegen Heinz Giesen das Buch „Operation am offenen Herzen“ geschrieben, ein Businessplan für ein neues Gesundheitssystem. Die Reaktionen waren dafür allerdings minimal. Social Media hat bisher am meisten bewirkt.</p><p>Für Andrea ist es wichtig, dass die Patient:innen umdenken und ihre Gesundheit mehr selbst in die Hand nehmen.</p><p>Trotz all der Widrigkeiten sind beide sehr glücklich mit ihrem Beruf und würden nichts lieber machen wollen.</p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p><p><br></p><p><br></p><p>Mehr über Laura: <a href="https://linktr.ee/lauradalhaus" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://linktr.ee/lauradalhaus</a></p><p>Zum Shop von Laura: <a href="https://lauradalhaus-shop.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://lauradalhaus-shop.de/</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wie funktioniert die ambulante Versorgung, vor allem im ländlichen Raum? Welchen Herausforderungen stehen Hausärzt:innen gegenüber und was haben Arbeitsbedingungen, Entlassmanagement und Ambulantisierung damit zu tun?</p><p>Für diese Fragestellungen hat sich Dr. Andrea Morawe jemanden eingeladen, die für sie selbst ein richtiger Star ist: Dr. Laura Dalhaus. Diese ist bekannt durch ihre Social Media-Aktivitäten, die Berufspolitik und den eigenen Podcast „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“.</p><p>Laura ist auch Hausärztin auf dem Land. Die beiden kennen sich über Fortbildungen und waren direkt auf einer Wellenlänge.</p><p>Wenn man sich im ländlichen Raum niederlässt, steht man erstmal vor Herausforderungen. Zum Beispiel weiß man gar nicht, was nun vergütet wird und was nicht.</p><p>Es gibt beispielsweise Pauschbeträge mit Minutenwerten. Und da findet man dann schnell raus: Die geplanten 9 Minuten im Quartal reichen vorne und hinten nicht.</p><p>Laura war relativ entsetzt über Zahlen der Krankenkassen: Patient:innen bekommen für 208€ die komplette hausärztliche Versorgung, die Verwaltung kostet 170€ - der Unterschied ist für sie viel zu klein.</p><p>Auf der anderen Seite gibt es einen Bonus von bis zu 10.000 € im Jahr, diesen bekommt man aber nicht, wenn man zu viele Labore abnimmt. Wenn man das aber macht, dann macht man eigentlich gute Medizin.</p><p>Für Laura ist wichtig zu betonen, dass sie zwar selbstständig ist und das finanzielle, juristische und medizinische Risiko trägt, gleichzeitig aber durch KV, Krankenkassen und Politik in ihren Preisen beschränkt ist.</p><p>Diese Herausforderungen sind Patient:innen allerdings nicht klar. Diese haben oft die Erwartungshaltung, dass Ärzt:innen schon alles Notwendige machen – und diese oft das Gefühl, unseriös zu sein, wenn sie etwas als IGeL-Leistung verkaufen.</p><p>Eigentlich sollte die Politik darüber aufklären – macht sie aber nicht.</p><p>Laura glaubt auch nicht, dass die Politik eine Reform schafft. Wir haben viel zu viele Krankenkassen und bürokratisieren uns zu Tode dabei. Andrea bringt das Beispiel, dass man an einem alten Trabi auch nicht Ewigkeiten rumschrauben kann – irgendwann muss ein neues Auto her.</p><p>Sie ist ein Fan von einer Grundversicherung für alle. Die hohe Komplexität des Jobs sorgt auch dafür, dass ältere Ärzt:innen nicht mehr weitermachen wollen. &nbsp;</p><p>Die beiden sprechen auch über die Ambulantisierung. Die Zustände in Krankenhäusern sind teilweise fatal, es geht viel um Geld, nicht um die Patient:innen. Ist ja auch kein Wunder, wenn Konzerne dahinter stehen. Hier fehlt es auch an gutem Entlassmanagement, teilweise werden einfach keine Arztbriefe mehr geschrieben.</p><p>Viele Arzt-Patienten-Kontakte könnte man sich sparen, wenn mehr kommuniziert werden würde.</p><p>Laura würde auch für kein Geld der Welt mehr in einer Klinik arbeiten.</p><p>Hier haben sich auch die Arbeitsbedingungen verändert: In 24h-Diensten gibt es keine Schlaf-Pausen mehr. Darunter leidet auch die Fortbildung.</p><p>Doch gibt es einen Lichtblick? Laura hat mit ihrem Kollegen Heinz Giesen das Buch „Operation am offenen Herzen“ geschrieben, ein Businessplan für ein neues Gesundheitssystem. Die Reaktionen waren dafür allerdings minimal. Social Media hat bisher am meisten bewirkt.</p><p>Für Andrea ist es wichtig, dass die Patient:innen umdenken und ihre Gesundheit mehr selbst in die Hand nehmen.</p><p>Trotz all der Widrigkeiten sind beide sehr glücklich mit ihrem Beruf und würden nichts lieber machen wollen.</p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p><p><br></p><p><br></p><p>Mehr über Laura: <a href="https://linktr.ee/lauradalhaus" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://linktr.ee/lauradalhaus</a></p><p>Zum Shop von Laura: <a href="https://lauradalhaus-shop.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://lauradalhaus-shop.de/</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">244cb15b-033a-4b72-8fd6-d0c9572cb590</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/363407d8-aefc-4f02-8047-81c57b933ce0/cover-laura.jpg"/><pubDate>Thu, 16 Oct 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/244cb15b-033a-4b72-8fd6-d0c9572cb590.mp3" length="93497406" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>01:04:53</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>9</itunes:episode><podcast:episode>9</podcast:episode></item><item><title>Weiterbildung, Netzwerk und Gynäkologie in der Hausarztpraxis | Theresa Buuck</title><itunes:title>Weiterbildung, Netzwerk und Gynäkologie in der Hausarztpraxis | Theresa Buuck</itunes:title><description><![CDATA[<p>Hausärzt:innen sollten auch von Hausärzt:innen lernen!</p><p>Das sagt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Für diese sitzt sie mit Theresa Buuck zusammen. Diese ist auch Landärztin, aber in Neubukow zwischen Rostock und Wismar.</p><p>An einem Ort sind sie, weil sie gerade an einer IHF-Fortbildung in Würzburg teilnehmen. Das Wochenende ist von Frauen für Frauen organisiert – ein Women-Power-Wochenende, bei dem Andrea ganz begeistert vom tollen Austausch und dem Gefühl von Vertrautheit ist.</p><p>Das IHF, also das Institut für hausärztliche Fortbildung, macht auch Fortbildungen für VERAHs und MFAs. Besonders hervorzuheben ist hierbei nicht nur, dass man sich weiterbildet, sondern auch, dass man sein Netzwerk dabei ausbaut.</p><p>Beispielsweise hat Andrea bei einer Fortbildungsveranstaltung Laura Dalhaus kennengelernt, durch die sie wieder ein weiteres Netzwerk erschließen konnte.</p><p>Durch so eine Community vergisst man auch mal die Herausforderungen, denen man in einer landärztlichen Praxis gegenübersteht.</p><p>Doch was sind diese Herausforderungen?</p><p>Als Landärzt:in hat man viel in der eigenen Hand und ist sehr nah an den Patient:innen dran. Auch diese haben ein starkes Vertrauensverhältnis und schätzen die Arbeit der Ärzt:innen sehr wert.</p><p>Theresa hat es vorher nie gewollt, mittlerweile betreut sie allerdings auch Kinder in ihrer Praxis.</p><p>Bei der IHF-Fortbildung hat Theresa über Gynäkologie in der Hausarztpraxis gesprochen. Auf den ersten Blick passt das gar nicht zusammen. Für Theresa war es aber ein logischer Schritt, auch Leistungen aus der Gynäkologie anzubieten, als die ansässige Gynäkologin im Ort aufhörte und die Versorgung so nicht mehr gesichert war. Sie arbeitete sich in das Thema ein und merkte, dass es sehr gut bei den Patient:innen ankam.</p><p>In Großbritannien beispielsweise ist es nicht ungewöhnlich, dass Hausärzt:innen auch gynäkologische Leistungen mitanbieten.</p><p>Andrea hat das Thema Endometriose sehr nachdenklich gemacht. Viele Symptome hierbei sind nicht greifbar.</p><p>Für die Patient:innen geht es nach Theresas Erfahrung aber nicht immer nur darum, direkt Lösungen zu finden, sondern auch darum, ernstgenommen und wertgeschätzt zu werden.</p><p>Dabei sieht sie die Rolle der Hausärzt:innen auch als Educator. Die Gesundheitskompetenz nimmt ab, und da finden Andrea und Theresa es gut, wenn ihre Patient:innen auch Fragen stellen!</p><p>Die Lösung finden diese nämlich sonst im Internet – und hier gibt es viele „schwarze Schafe“, die mit gefährlichem Halbwissen glänzen und eigentlich nur Produkte verkaufen wollen.</p><p>An die Hausärzt:innen geben sie noch mit, dass es sinnvoll ist, auch mal auf dem Überweisungsschein mehr Informationen einzutragen, sodass die Fachärzt:innen einen besseren Überblick über die Patient:innen bekommen.</p><p>Allgemeinmedizin ist eben keine Alleinmedizin!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Hausärzt:innen sollten auch von Hausärzt:innen lernen!</p><p>Das sagt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Für diese sitzt sie mit Theresa Buuck zusammen. Diese ist auch Landärztin, aber in Neubukow zwischen Rostock und Wismar.</p><p>An einem Ort sind sie, weil sie gerade an einer IHF-Fortbildung in Würzburg teilnehmen. Das Wochenende ist von Frauen für Frauen organisiert – ein Women-Power-Wochenende, bei dem Andrea ganz begeistert vom tollen Austausch und dem Gefühl von Vertrautheit ist.</p><p>Das IHF, also das Institut für hausärztliche Fortbildung, macht auch Fortbildungen für VERAHs und MFAs. Besonders hervorzuheben ist hierbei nicht nur, dass man sich weiterbildet, sondern auch, dass man sein Netzwerk dabei ausbaut.</p><p>Beispielsweise hat Andrea bei einer Fortbildungsveranstaltung Laura Dalhaus kennengelernt, durch die sie wieder ein weiteres Netzwerk erschließen konnte.</p><p>Durch so eine Community vergisst man auch mal die Herausforderungen, denen man in einer landärztlichen Praxis gegenübersteht.</p><p>Doch was sind diese Herausforderungen?</p><p>Als Landärzt:in hat man viel in der eigenen Hand und ist sehr nah an den Patient:innen dran. Auch diese haben ein starkes Vertrauensverhältnis und schätzen die Arbeit der Ärzt:innen sehr wert.</p><p>Theresa hat es vorher nie gewollt, mittlerweile betreut sie allerdings auch Kinder in ihrer Praxis.</p><p>Bei der IHF-Fortbildung hat Theresa über Gynäkologie in der Hausarztpraxis gesprochen. Auf den ersten Blick passt das gar nicht zusammen. Für Theresa war es aber ein logischer Schritt, auch Leistungen aus der Gynäkologie anzubieten, als die ansässige Gynäkologin im Ort aufhörte und die Versorgung so nicht mehr gesichert war. Sie arbeitete sich in das Thema ein und merkte, dass es sehr gut bei den Patient:innen ankam.</p><p>In Großbritannien beispielsweise ist es nicht ungewöhnlich, dass Hausärzt:innen auch gynäkologische Leistungen mitanbieten.</p><p>Andrea hat das Thema Endometriose sehr nachdenklich gemacht. Viele Symptome hierbei sind nicht greifbar.</p><p>Für die Patient:innen geht es nach Theresas Erfahrung aber nicht immer nur darum, direkt Lösungen zu finden, sondern auch darum, ernstgenommen und wertgeschätzt zu werden.</p><p>Dabei sieht sie die Rolle der Hausärzt:innen auch als Educator. Die Gesundheitskompetenz nimmt ab, und da finden Andrea und Theresa es gut, wenn ihre Patient:innen auch Fragen stellen!</p><p>Die Lösung finden diese nämlich sonst im Internet – und hier gibt es viele „schwarze Schafe“, die mit gefährlichem Halbwissen glänzen und eigentlich nur Produkte verkaufen wollen.</p><p>An die Hausärzt:innen geben sie noch mit, dass es sinnvoll ist, auch mal auf dem Überweisungsschein mehr Informationen einzutragen, sodass die Fachärzt:innen einen besseren Überblick über die Patient:innen bekommen.</p><p>Allgemeinmedizin ist eben keine Alleinmedizin!</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">92a12cf3-66ff-4e8f-b257-b39785cafa18</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/5a6d7cda-b6b2-4535-8eec-f2999a2a9539/cover-theresa.jpg"/><pubDate>Thu, 09 Oct 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/92a12cf3-66ff-4e8f-b257-b39785cafa18.mp3" length="38813121" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>26:55</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>8</itunes:episode><podcast:episode>8</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-2593ff3d-d336-4ede-94fe-bb4058784414.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Was ist der Orientierungswert? Und warum reichen 2,8% Steigerung nicht?</title><itunes:title>Was ist der Orientierungswert? Und warum reichen 2,8% Steigerung nicht?</itunes:title><description><![CDATA[<p>Was steckt hinter dem Orientierungswert – und warum sorgt er aktuell für so viel Diskussion?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in der neuesten Folge ihres Podcasts “LandMEDchen”.</p><p>Die Lage ist angespannt: Die finanziellen Mittel der gesetzlichen Krankenkassen sind irgendwie nicht mehr da. In den Medien wird breit darüber berichtet. So weit, dass die Techniker Krankenkasse sogar eine Nullrunde vorgeschlagen hat – also keine Steigerung in der Vergütung für Ärzt:innen.</p><p>Andrea bezeichnet das als respektlos und wenig wertschätzend, vor allem weil derzeit viele Leistungen bewusst vom stationären Bereich in den ambulanten Sektor verlagert werden sollen.</p><p>Doch wie funktioniert der Orientierungswert?</p><p>Die Vergütung im GKV-System (Gesetzliche Krankenversicherung) orientiert sich am Orientierungswert. Er gilt nicht nur für niedergelassene Ärzt:innen, sondern auch für Psychotherapeut:innen.</p><p>Grundlage ist der EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab): Jede Leistung ist dort mit einem Punktwert hinterlegt und genau beschrieben. Damit daraus dann Geld wird, wird der Punktwert mit dem Orientierungswert multipliziert.</p><p>Das System ist zusätzlich durch abgestufte Leistungen kompliziert.</p><p>Jedes Jahr verhandelt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit dem GKV-Spitzenverband über den neuen Wert. In diesem Jahr wurde eine Erhöhung von 2,8 Prozent beschlossen. Klingt zunächst gut – ist es aber nicht.</p><p>Für Ärzt:innen, die fast ausschließlich im GKV-System abrechnen (und das sind die meisten ambulanten Ärzt:innen), bedeutet das in der Realität keine Entlastung. Denn die Kosten in den Praxen steigen deutlich stärker.</p><p>Haupttreiber sind vor allem die Personalkosten: Steigt der Mindestlohn, müssen auch die Gehälter der Fachangestellten angepasst werden. Andrea betont, dass sie ihren Mitarbeitenden gerne mehr zahlen würde – aber es muss finanziell darstellbar bleiben.</p><p>Hinzu kommen steigende Mieten, die je nach Region variieren, und höhere Beiträge bei Versicherungen, zum Beispiel bei Praxisausfall-Versicherungen.</p><p>Während die Kosten im Schnitt jährlich um 4,5 bis 7 Prozent wachsen, bringt die Erhöhung um 2,8 Prozent nicht genug Spielraum. Das Ergebnis: Für die Ärzt:innen bleibt am Ende weniger übrig.</p><p>Viele werfen niedergelassenen Ärzt:innen vor, sie würden ohnehin sehr gut verdienen. Andrea hält diese Sichtweise für unfair. Ein Medizinstudium ist teuer und lang, und die Verantwortung, die Ärzt:innen gegenüber Patient:innen, deren Familien und dem eigenen Team tragen, sindenorm. Die beschlossene Erhöhung ist daher nicht mehr als ein Kompromiss.</p><p>Andreas Appell:</p><p>Liebe niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, liebe Vertragspsychotherapeut:innen: Haltet durch! Ihr macht großartige Arbeit. Schließt euch Verbänden an, vernetzt euch und werdet laut – nur so werden wir gehört.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Was steckt hinter dem Orientierungswert – und warum sorgt er aktuell für so viel Diskussion?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in der neuesten Folge ihres Podcasts “LandMEDchen”.</p><p>Die Lage ist angespannt: Die finanziellen Mittel der gesetzlichen Krankenkassen sind irgendwie nicht mehr da. In den Medien wird breit darüber berichtet. So weit, dass die Techniker Krankenkasse sogar eine Nullrunde vorgeschlagen hat – also keine Steigerung in der Vergütung für Ärzt:innen.</p><p>Andrea bezeichnet das als respektlos und wenig wertschätzend, vor allem weil derzeit viele Leistungen bewusst vom stationären Bereich in den ambulanten Sektor verlagert werden sollen.</p><p>Doch wie funktioniert der Orientierungswert?</p><p>Die Vergütung im GKV-System (Gesetzliche Krankenversicherung) orientiert sich am Orientierungswert. Er gilt nicht nur für niedergelassene Ärzt:innen, sondern auch für Psychotherapeut:innen.</p><p>Grundlage ist der EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab): Jede Leistung ist dort mit einem Punktwert hinterlegt und genau beschrieben. Damit daraus dann Geld wird, wird der Punktwert mit dem Orientierungswert multipliziert.</p><p>Das System ist zusätzlich durch abgestufte Leistungen kompliziert.</p><p>Jedes Jahr verhandelt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit dem GKV-Spitzenverband über den neuen Wert. In diesem Jahr wurde eine Erhöhung von 2,8 Prozent beschlossen. Klingt zunächst gut – ist es aber nicht.</p><p>Für Ärzt:innen, die fast ausschließlich im GKV-System abrechnen (und das sind die meisten ambulanten Ärzt:innen), bedeutet das in der Realität keine Entlastung. Denn die Kosten in den Praxen steigen deutlich stärker.</p><p>Haupttreiber sind vor allem die Personalkosten: Steigt der Mindestlohn, müssen auch die Gehälter der Fachangestellten angepasst werden. Andrea betont, dass sie ihren Mitarbeitenden gerne mehr zahlen würde – aber es muss finanziell darstellbar bleiben.</p><p>Hinzu kommen steigende Mieten, die je nach Region variieren, und höhere Beiträge bei Versicherungen, zum Beispiel bei Praxisausfall-Versicherungen.</p><p>Während die Kosten im Schnitt jährlich um 4,5 bis 7 Prozent wachsen, bringt die Erhöhung um 2,8 Prozent nicht genug Spielraum. Das Ergebnis: Für die Ärzt:innen bleibt am Ende weniger übrig.</p><p>Viele werfen niedergelassenen Ärzt:innen vor, sie würden ohnehin sehr gut verdienen. Andrea hält diese Sichtweise für unfair. Ein Medizinstudium ist teuer und lang, und die Verantwortung, die Ärzt:innen gegenüber Patient:innen, deren Familien und dem eigenen Team tragen, sindenorm. Die beschlossene Erhöhung ist daher nicht mehr als ein Kompromiss.</p><p>Andreas Appell:</p><p>Liebe niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, liebe Vertragspsychotherapeut:innen: Haltet durch! Ihr macht großartige Arbeit. Schließt euch Verbänden an, vernetzt euch und werdet laut – nur so werden wir gehört.</p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">49ef2a97-2aef-4615-a37f-11d94cacac6f</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7678af72-5c4e-4915-a401-f912da3998c2/orientierungswert-cover.jpg"/><pubDate>Thu, 02 Oct 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/49ef2a97-2aef-4615-a37f-11d94cacac6f.mp3" length="20692492" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>14:21</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>7</itunes:episode><podcast:episode>7</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-e4f0bfcb-24a7-4c22-a0a4-305249c94b31.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Schöner wär’s – wenn Kliniken und ambulanter Sektor besser kommunizieren könnten</title><itunes:title>Schöner wär’s – wenn Kliniken und ambulanter Sektor besser kommunizieren könnten</itunes:title><description><![CDATA[<p>Patient, männlich, Mitte 40, kommt aus dem Krankenhaus wegen einer Bursitis am Ellenbogen und hat plötzlich eine neue Diagnose: Diabetes.</p><p>Um diesen Fall geht es in der neuen Spezialfolge von „LandMEDchen“.</p><p>Bei „Schöner wär’s“ unterhalten sich Dr. Andrea Morawe und Anna List über Fälle, in denen Dinge wirklich besser hätten laufen können. Dabei geht es nicht um Kollegen-Bashing oder einen erhobenen Zeigefinger, sondern darum, die medizinische Versorgung auf dem Land zu stärken.</p><p>Doch zurück zu unserem Fall:</p><p>Der obengenannte Patient wurde an einem Donnerstag um 2 Uhr entlassen und schlug um etwa halb 4 bei Andrea in der Praxis auf. Dabei hatte er einen Entlassungsbrief und eine „Brötchentüte“.</p><p>Der Patient ist kein typischer Arztgänger und war schon zwei Jahre nicht mehr beim Hausarzt.</p><p>Das bedeutet: Andrea musste erstmal auf die Akte zugreifen. Dadurch, dass sie einen KV-Sitz übernommen hat und damit auch alle Patient:innen, sind die Akten dafür trotzdem nicht frei zugänglich, sondern in einem Archiv – teilweise in Papierform, teilweise digital. Erst mit Unterschrift des Patienten darf sie auf die Akten zugreifen.</p><p>Der Patient hatte auf seinem Entlassungsbrief allerdings etwas stehen, was gar nicht mit der Bursitis (Schleimbeutelentzündung) zu tun hatte: Insulinpflichtiges Diabetes.</p><p>Das Problem daran: Der Patient war planlos und überrascht. Andrea und Anna erklärten ihm die Konsequenzen dieser Diagnose, schrieben ihn direkt in das DMP-Programm (Chroniker-Programm) ein und überwiesen ihn zum Augenarzt.</p><p>Und ganz wichtig, sie gaben ihm direkt einen Folgetermin für die nächste Blutabnahme.</p><p>Außerdem organisierten sie einen Pflegedienst, wobei Andrea wieder ihr starkes Netzwerk zugutekam. Der Pflegedienst unterstützt den Patienten nun in der ersten Zeit beim Spritzen des Insulins. Denn auch ein Blutzuckergerät besaß der Patient noch nicht!</p><p>&nbsp;</p><p>Und genau hier stecken Andrea und Anna den Finger in die Wunde: Das Entlassungsmanagement in Kliniken funktioniert einfach oft nicht gut genug. Kliniken können häusliche Krankenpflege arrangieren, sie können Patient:innen aufklären, machen es aber oft nicht.</p><p>Auch der Sozialdienst kann hinzugezogen werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Zudem hat in diesem Fall auch die Kommunikation mit der Klinik nicht richtig funktioniert und die Laborwerte konnten nicht an Andrea geschickt werden. Ein Baustein in einer guten Kommunikation ist somit auch der Anschluss an die TI (Telematikinfrastruktur). Dafür gab es sogar Fördergelder für die Kliniken, sodass sie digital Werte und Informationen verschicken können.</p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Patient, männlich, Mitte 40, kommt aus dem Krankenhaus wegen einer Bursitis am Ellenbogen und hat plötzlich eine neue Diagnose: Diabetes.</p><p>Um diesen Fall geht es in der neuen Spezialfolge von „LandMEDchen“.</p><p>Bei „Schöner wär’s“ unterhalten sich Dr. Andrea Morawe und Anna List über Fälle, in denen Dinge wirklich besser hätten laufen können. Dabei geht es nicht um Kollegen-Bashing oder einen erhobenen Zeigefinger, sondern darum, die medizinische Versorgung auf dem Land zu stärken.</p><p>Doch zurück zu unserem Fall:</p><p>Der obengenannte Patient wurde an einem Donnerstag um 2 Uhr entlassen und schlug um etwa halb 4 bei Andrea in der Praxis auf. Dabei hatte er einen Entlassungsbrief und eine „Brötchentüte“.</p><p>Der Patient ist kein typischer Arztgänger und war schon zwei Jahre nicht mehr beim Hausarzt.</p><p>Das bedeutet: Andrea musste erstmal auf die Akte zugreifen. Dadurch, dass sie einen KV-Sitz übernommen hat und damit auch alle Patient:innen, sind die Akten dafür trotzdem nicht frei zugänglich, sondern in einem Archiv – teilweise in Papierform, teilweise digital. Erst mit Unterschrift des Patienten darf sie auf die Akten zugreifen.</p><p>Der Patient hatte auf seinem Entlassungsbrief allerdings etwas stehen, was gar nicht mit der Bursitis (Schleimbeutelentzündung) zu tun hatte: Insulinpflichtiges Diabetes.</p><p>Das Problem daran: Der Patient war planlos und überrascht. Andrea und Anna erklärten ihm die Konsequenzen dieser Diagnose, schrieben ihn direkt in das DMP-Programm (Chroniker-Programm) ein und überwiesen ihn zum Augenarzt.</p><p>Und ganz wichtig, sie gaben ihm direkt einen Folgetermin für die nächste Blutabnahme.</p><p>Außerdem organisierten sie einen Pflegedienst, wobei Andrea wieder ihr starkes Netzwerk zugutekam. Der Pflegedienst unterstützt den Patienten nun in der ersten Zeit beim Spritzen des Insulins. Denn auch ein Blutzuckergerät besaß der Patient noch nicht!</p><p>&nbsp;</p><p>Und genau hier stecken Andrea und Anna den Finger in die Wunde: Das Entlassungsmanagement in Kliniken funktioniert einfach oft nicht gut genug. Kliniken können häusliche Krankenpflege arrangieren, sie können Patient:innen aufklären, machen es aber oft nicht.</p><p>Auch der Sozialdienst kann hinzugezogen werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Zudem hat in diesem Fall auch die Kommunikation mit der Klinik nicht richtig funktioniert und die Laborwerte konnten nicht an Andrea geschickt werden. Ein Baustein in einer guten Kommunikation ist somit auch der Anschluss an die TI (Telematikinfrastruktur). Dafür gab es sogar Fördergelder für die Kliniken, sodass sie digital Werte und Informationen verschicken können.</p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">f77580c5-1997-4097-abfc-4fcbb643464d</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/74c5f330-783d-48a0-ac95-0117580f9d4a/cover-schoener-waers.jpg"/><pubDate>Thu, 25 Sep 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/f77580c5-1997-4097-abfc-4fcbb643464d.mp3" length="34336424" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>23:48</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>6</itunes:episode><podcast:episode>6</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-48b29593-b775-4cad-ae45-a514dc83b83b.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>WANZ erklärt - warum Ärzt:innen nicht alles verordnen dürfen | Dr. Andrea Morawe</title><itunes:title>WANZ erklärt - warum Ärzt:innen nicht alles verordnen dürfen | Dr. Andrea Morawe</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wieso können Ärzt:innen nicht alles verschreiben und untersuchen, was sie selbst oder Patient:innen gerne würden? An welche Regularien müssen Ärzt:innen sich halten?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Denn genug Aufklärung von Seiten der Krankenkassen und der Politik gibt es dazu nicht – dann muss Andrea das wohl tun!</p><p>Alle Ärzt:innen, die einen Vertrag mit der KV ihres jeweiligen Bundeslands geschlossen haben, müssen sich an Regularien halten. Darunter fällt auch Paragraph 12 aus dem Sozialgesetzbuch 5: Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Sie dürfen das Notwendige nicht überschreiten. Andere Leistungen können Versicherte nicht beanspruchen, sodass sie über die Krankenkassen bezahlt werden.</p><p>Daraus entsteht die Abkürzung WANZ: Wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig.</p><p>Daraus resultiert auch, dass die gewünschte bestmögliche Versorgung nicht immer möglich ist. Ärzt:innen sollen nämlich nur ausreichend behandeln.</p><p>Das verstehen viele Patient:innen nicht, sie wünschen sich oft bestimmte Behandlungen.</p><p>Auch von Seiten der Ärzt:innen ist das heikel: Sie gehen oft auf Fortbildungen, lernen spannende Medikamente und Verfahren kennen, dürfen diese aber nicht verschreiben.</p><p>Zu den WANZ-Kriterien gehört, dass man zuerst nachweisen muss, dass die Standard-Medikation nicht funktioniert. Dazu gibt es Medikamente, die einen Facharztvorbehalt haben, die Hausärzt:innen also gar nicht verordnen dürfen.</p><p>Doch was passiert, wenn man nun trotzdem etwas verordnet?</p><p>Dann droht ein Regress. Das bedeutet, dass die Ärztinnen und Ärzte die verordnete Therapie selbst zahlen müssen – und das kann schnell mal existenzbedrohend sein.</p><p>Andrea erzählt von einem akuten Fall von zwei Orthopäden, die gerade einen Regress von 445.000 Euro am Hals haben.</p><p>Deswegen müssen Ärzt:innen auch immer alles dokumentieren und erklären, warum und wie sie den nächsten Therapieschritt gehen.</p><p>Und das heißt auch nicht, dass Ärzt:innen diese Behandlungen nicht oft sinnvoll fänden, besonders bei Risikoprofilen. Doch wenn die Behandlungen von der Kasse nicht übernommen werden, gibt es immer noch die Möglichkeit, Leistungen privat zu bezahlen. Das heißt dann IGeL-Leistungen. Diese sind beim Zahnarzt oder auch in der Gynäkologie relativ normal. Diese Leistungen werden nach GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) abgerechnet.</p><p>Für Andrea ist es wichtig, diese Leistungen immer zusätzlich anzubieten, um ihren Patientinnen und Patienten die Wahl zu lassen. Auch Check-ups können unter die IGeL-Leistungen fallen, Andrea erklärt das anhand der Schilddrüse.</p><p>Das fällt auch den Ärzt:innen nicht immer leicht, denn sie möchten den Patient:innen die Leistungen oft zugestehen – dürfen es aber halt nicht, weil sie sich an die WANZ-Kriterien halten müssen.</p><p>Zu Regresswatch: <a href="https://regresswatch.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://regresswatch.de/</a></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wieso können Ärzt:innen nicht alles verschreiben und untersuchen, was sie selbst oder Patient:innen gerne würden? An welche Regularien müssen Ärzt:innen sich halten?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.</p><p>Denn genug Aufklärung von Seiten der Krankenkassen und der Politik gibt es dazu nicht – dann muss Andrea das wohl tun!</p><p>Alle Ärzt:innen, die einen Vertrag mit der KV ihres jeweiligen Bundeslands geschlossen haben, müssen sich an Regularien halten. Darunter fällt auch Paragraph 12 aus dem Sozialgesetzbuch 5: Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Sie dürfen das Notwendige nicht überschreiten. Andere Leistungen können Versicherte nicht beanspruchen, sodass sie über die Krankenkassen bezahlt werden.</p><p>Daraus entsteht die Abkürzung WANZ: Wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig.</p><p>Daraus resultiert auch, dass die gewünschte bestmögliche Versorgung nicht immer möglich ist. Ärzt:innen sollen nämlich nur ausreichend behandeln.</p><p>Das verstehen viele Patient:innen nicht, sie wünschen sich oft bestimmte Behandlungen.</p><p>Auch von Seiten der Ärzt:innen ist das heikel: Sie gehen oft auf Fortbildungen, lernen spannende Medikamente und Verfahren kennen, dürfen diese aber nicht verschreiben.</p><p>Zu den WANZ-Kriterien gehört, dass man zuerst nachweisen muss, dass die Standard-Medikation nicht funktioniert. Dazu gibt es Medikamente, die einen Facharztvorbehalt haben, die Hausärzt:innen also gar nicht verordnen dürfen.</p><p>Doch was passiert, wenn man nun trotzdem etwas verordnet?</p><p>Dann droht ein Regress. Das bedeutet, dass die Ärztinnen und Ärzte die verordnete Therapie selbst zahlen müssen – und das kann schnell mal existenzbedrohend sein.</p><p>Andrea erzählt von einem akuten Fall von zwei Orthopäden, die gerade einen Regress von 445.000 Euro am Hals haben.</p><p>Deswegen müssen Ärzt:innen auch immer alles dokumentieren und erklären, warum und wie sie den nächsten Therapieschritt gehen.</p><p>Und das heißt auch nicht, dass Ärzt:innen diese Behandlungen nicht oft sinnvoll fänden, besonders bei Risikoprofilen. Doch wenn die Behandlungen von der Kasse nicht übernommen werden, gibt es immer noch die Möglichkeit, Leistungen privat zu bezahlen. Das heißt dann IGeL-Leistungen. Diese sind beim Zahnarzt oder auch in der Gynäkologie relativ normal. Diese Leistungen werden nach GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) abgerechnet.</p><p>Für Andrea ist es wichtig, diese Leistungen immer zusätzlich anzubieten, um ihren Patientinnen und Patienten die Wahl zu lassen. Auch Check-ups können unter die IGeL-Leistungen fallen, Andrea erklärt das anhand der Schilddrüse.</p><p>Das fällt auch den Ärzt:innen nicht immer leicht, denn sie möchten den Patient:innen die Leistungen oft zugestehen – dürfen es aber halt nicht, weil sie sich an die WANZ-Kriterien halten müssen.</p><p>Zu Regresswatch: <a href="https://regresswatch.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://regresswatch.de/</a></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">37e6eeaf-24b3-4e3a-9c6b-accdbd44eef9</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0485cf0e-8d6c-4ec6-bf5f-7b2d7a1d86c5/cover-wanz.jpg"/><pubDate>Thu, 18 Sep 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/37e6eeaf-24b3-4e3a-9c6b-accdbd44eef9.mp3" length="46896290" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>32:31</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>5</itunes:episode><podcast:episode>5</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-86b853f0-72a8-4ff8-b9f1-855c2af84114.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Was macht eigentlich eine VERAH? Ein Blick in die Praxis | Anna List</title><itunes:title>Was macht eigentlich eine VERAH? Ein Blick in die Praxis | Anna List</itunes:title><description><![CDATA[<p>Was bedeutet es, VERAH zu sein? Welche Aufgabenfelder hat man da? Und welche Herausforderungen gibt es, wenn man geriatrische Patient:innen betreut?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge vom Podcast „LandMEDchen“ mit Anna List. Die ist seit 2021 in der Praxis von Andrea tätig und seit 2023 als VERAH unterwegs.</p><p>VERAH ist die Abkürzung für Versorgungsassistent:in in der hausärztlichen Praxis. Früher wurde sie auch Gemeindeschwester genannt.</p><p>Um VERAH zu werden, braucht man eine abgeschlossene Ausbildung zur MFA (medizinische Fachangestellte) oder als Gesundheits- und Krankenpfleger:in. Ein bisschen Berufserfahrung schadet auch nicht!</p><p>Dann kann man beim IAF, also dem Institut für hausärztliche Fortbildung, verschiedene Module absolvieren, u.a. Betreuungsmanagement, Notfallmanagement und Technikmanagement.</p><p>Das Ziel der VERAHs ist es, geriatrische Patient:innen so lange wie möglich in der Häuslichkeit zu lassen. Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst (z.B. zum Tabletten stellen) und mit Ergotherapeuten und Physiotherapeuten immens wichtig. Diese helfen dabei, die Tätigkeiten zuhause, wie das Treppensteigen, an Schränke kommen oder Flaschen aufmachen, zu fördern.</p><p>Wichtig dafür ist auch ein Pflegegrad. Anna erklärt, wie das Konzept funktioniert und auch, welche Unterstützung dann von der Krankenkasse bezahlt wird.</p><p>Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, dass diese Patient:innen in eine Tagespflege gehen, um tagsüber betreut zu sein. Das ist ein bisschen wie ein Kindergarten für Rentner. In der Umgebung von Andrea’s Praxis sind tolle Tagespflegen, die dann acuh mit Ergotherapeuten und Physiotherapeuten zusamenarbeiten.</p><p>Weitere Unterstützung sind Hilfsmittel. Anna erklärt, dass z.B. ein Notfallknopf gut ist. Auch für Umbaumaßnahmen im Haus gibt es Förderungen.</p><p>Hier sind auch die Sanitätshäuser ein wichtiger Player – leider sind die digital noch nicht angeschlossen, sodass die Kommunikation schwieriger ist.</p><p>Ein sehr schambehaftetes Thema ist die Inkontinenz. Patient:innen können ein Rezept für Inkontinenzmaterial bekommen. Leider reicht die Menge der Windeln und Einlagen nicht immer aus – das ist aber auch von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich.</p><p>Doch wie wird so eine VERAH eigentlich bezahlt? Die hausarztzentrierte Versorgung hilft, die Kosten bei der Ausbildung einer VERAH zu refinanzieren.</p><p>Wenn Anna mal nicht auf Hausbesuchen ist, dann unterstützt sie in der Praxis und zwar bei der teamgestützten Infektsprechstunde. Im Winter ist die gut gefüllt mit den typischen Husten- und Schnupfenerkrankungen.</p><p>Anna fragt dort nach Symptomen, schaut sich Rachen und Ohren an und hört auch mal ab. Über die Jahre hat sie das gut gelernt und Andrea hat sie angeleitet, indem sie ihr Befunde gezeigt hat. Richtiges Hands-on-Lernen, so wie das Medizinstudierende auch tun.</p><p>Andrea kommt nur noch kurz dazu, auch wenn das mittlerweile nicht mehr notwendig wäre. Das Problem ist aber der EBM, also der Abrechnungskatalog. Wenn Andrea die Patient:innen nicht gesehen hat, kann sie die Behandlung auch nicht abrechnen.</p><p>In Zukunft könnt ihr euch auf noch mehr Folgen von Anna und Andrea freuen, die beiden starten bald mit den Spezial-Folgen „Schöner wär’s“, in denen sie Hilfe geben und zeigen wollen, an welchen Stellen die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren in der Medizin einfacher gehen würde.</p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Was bedeutet es, VERAH zu sein? Welche Aufgabenfelder hat man da? Und welche Herausforderungen gibt es, wenn man geriatrische Patient:innen betreut?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge vom Podcast „LandMEDchen“ mit Anna List. Die ist seit 2021 in der Praxis von Andrea tätig und seit 2023 als VERAH unterwegs.</p><p>VERAH ist die Abkürzung für Versorgungsassistent:in in der hausärztlichen Praxis. Früher wurde sie auch Gemeindeschwester genannt.</p><p>Um VERAH zu werden, braucht man eine abgeschlossene Ausbildung zur MFA (medizinische Fachangestellte) oder als Gesundheits- und Krankenpfleger:in. Ein bisschen Berufserfahrung schadet auch nicht!</p><p>Dann kann man beim IAF, also dem Institut für hausärztliche Fortbildung, verschiedene Module absolvieren, u.a. Betreuungsmanagement, Notfallmanagement und Technikmanagement.</p><p>Das Ziel der VERAHs ist es, geriatrische Patient:innen so lange wie möglich in der Häuslichkeit zu lassen. Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst (z.B. zum Tabletten stellen) und mit Ergotherapeuten und Physiotherapeuten immens wichtig. Diese helfen dabei, die Tätigkeiten zuhause, wie das Treppensteigen, an Schränke kommen oder Flaschen aufmachen, zu fördern.</p><p>Wichtig dafür ist auch ein Pflegegrad. Anna erklärt, wie das Konzept funktioniert und auch, welche Unterstützung dann von der Krankenkasse bezahlt wird.</p><p>Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, dass diese Patient:innen in eine Tagespflege gehen, um tagsüber betreut zu sein. Das ist ein bisschen wie ein Kindergarten für Rentner. In der Umgebung von Andrea’s Praxis sind tolle Tagespflegen, die dann acuh mit Ergotherapeuten und Physiotherapeuten zusamenarbeiten.</p><p>Weitere Unterstützung sind Hilfsmittel. Anna erklärt, dass z.B. ein Notfallknopf gut ist. Auch für Umbaumaßnahmen im Haus gibt es Förderungen.</p><p>Hier sind auch die Sanitätshäuser ein wichtiger Player – leider sind die digital noch nicht angeschlossen, sodass die Kommunikation schwieriger ist.</p><p>Ein sehr schambehaftetes Thema ist die Inkontinenz. Patient:innen können ein Rezept für Inkontinenzmaterial bekommen. Leider reicht die Menge der Windeln und Einlagen nicht immer aus – das ist aber auch von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich.</p><p>Doch wie wird so eine VERAH eigentlich bezahlt? Die hausarztzentrierte Versorgung hilft, die Kosten bei der Ausbildung einer VERAH zu refinanzieren.</p><p>Wenn Anna mal nicht auf Hausbesuchen ist, dann unterstützt sie in der Praxis und zwar bei der teamgestützten Infektsprechstunde. Im Winter ist die gut gefüllt mit den typischen Husten- und Schnupfenerkrankungen.</p><p>Anna fragt dort nach Symptomen, schaut sich Rachen und Ohren an und hört auch mal ab. Über die Jahre hat sie das gut gelernt und Andrea hat sie angeleitet, indem sie ihr Befunde gezeigt hat. Richtiges Hands-on-Lernen, so wie das Medizinstudierende auch tun.</p><p>Andrea kommt nur noch kurz dazu, auch wenn das mittlerweile nicht mehr notwendig wäre. Das Problem ist aber der EBM, also der Abrechnungskatalog. Wenn Andrea die Patient:innen nicht gesehen hat, kann sie die Behandlung auch nicht abrechnen.</p><p>In Zukunft könnt ihr euch auf noch mehr Folgen von Anna und Andrea freuen, die beiden starten bald mit den Spezial-Folgen „Schöner wär’s“, in denen sie Hilfe geben und zeigen wollen, an welchen Stellen die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren in der Medizin einfacher gehen würde.</p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">b6672501-980e-4065-9f4c-ccdb60e5d52b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/f615b603-1ddc-4e15-8d9d-6317d3113cab/cover-anna.jpg"/><pubDate>Thu, 11 Sep 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/b6672501-980e-4065-9f4c-ccdb60e5d52b.mp3" length="72937212" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>50:31</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>4</itunes:episode><podcast:episode>4</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-cba54436-1ec5-48a3-b295-b3ed303281aa.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Vom Studium in die Praxis – Versicherungen, Kredite und Planung | Conny Dietrich</title><itunes:title>Vom Studium in die Praxis – Versicherungen, Kredite und Planung | Conny Dietrich</itunes:title><description><![CDATA[<p>Worauf muss man achten, wenn man eine Praxis übernimmt? Braucht man als Ärztin und Arzt spezielle Versicherungen? Und muss man als Ärzt:in unternehmerisch denken?</p><p>Darüber spricht Andrea Morawe in der neuen Folge von LandMEDchen, der Podcast rund um die ambulante Versorgung auf dem Land, diesmal mit Conny Dietrich.</p><p>Die beiden kennen sich schon seit Jahren, Conny hat Andrea nämlich schon während ihres Studiums beraten. Er hat mal BWL studiert, arbeitete dann als Verkaufsleiter bei Lidl und ist nun bei der Ärztefinanz.</p><p>Ihn überzeugte die Idee, dass es einen Anbieter für Kredite und Versicherungen gibt, der sich nur auf Ärztinnen und Ärzte spezialisiert hat.</p><p>Er selbst macht den Vergleich von seiner Arbeit zu der eines Allgemeinmediziners. Zunächst gibt es nämlich erstmal eine umfangreiche Anamnese, falls nötig, überweist er die Menschen zu anderen Spezialisten.</p><p>Schon im Studium ist es sinnig, sich mit spezifischen Ärzte-Versicherungen auseinanderzusetzen. Und auch als Assistenzärzt:in kann man viel Unterstützung bekommen, genauso wie bei einer Famulatur im Ausland – so wie auch Andrea sie gemacht hat.</p><p>Nach dem Studium entscheiden sich einige für eine eigene Praxis. Hier gibt es die Möglichkeit, eine Praxis zu übernehmen. Besonders im ländlichen Raum werden in den nächsten Jahren viele Sitze frei.</p><p>Die Planung für die Übergabe einer Praxis sollte schon 3 Jahre vor Schließung stattfinden. Denn im schlimmsten Fall bekommt man als übergebender Arzt tatsächlich kein Geld oder nur einen symbolischen Euro für die eigene Praxis, die man selbst jahrelang aufgebaut und geführt hat. Auch mit dem Steuerberater muss in so einer Situation enger Kontakt gehalten werden.</p><p>Conny betreut allerdings auch angestellte Ärztinnen und Ärzte. Dabei legt er den Fokus auch auf die Work Life Balance. Denn es gibt viele Lösungen, bei denen die Vereinbarung von Familie und Beruf gut möglich ist. Dabei schaut er sich auch die gesamte Lebenssituation und die der Partnerin/des Partners an. Ein Ansatz könnte z.B. eine gemeinsame Praxis sein!</p><p>Manchmal ist es auch sinnvoll, die eigene Praxis zu vergrößern. Je mehr man die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt, desto besser geht es allen im Team.</p><p>Andrea hat die These: Das System funktioniert nur so gut, weil Ärzt:innen Gutmenschen sind und keinen hängen lassen.</p><p>Trotzdem sollte man nicht zum Verkäufer werden, sondern aufklären. Viele Menschen sind bereit, Geld in die eigene Gesundheit zu stecken. Unsere Krankenversicherung ist auch schon lange keine All-Inclusive-Medizin mehr!</p><p>Zum Schluss klärt Conny noch über Kredite auf und darüber, wann und ob diese notwendig sind.</p><p><br></p><p>So könnt ihr Conny erreichen:</p><p>Mobil: 0176 62 83 74 03&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>(auch per Whatsapp erreichbar)</p><p><a href="https://www.connydietrich.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.connydietrich.de</a></p><p>Mail: conny.dietrich@aerzte-finanz.de</p><p><br></p><p><br></p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Worauf muss man achten, wenn man eine Praxis übernimmt? Braucht man als Ärztin und Arzt spezielle Versicherungen? Und muss man als Ärzt:in unternehmerisch denken?</p><p>Darüber spricht Andrea Morawe in der neuen Folge von LandMEDchen, der Podcast rund um die ambulante Versorgung auf dem Land, diesmal mit Conny Dietrich.</p><p>Die beiden kennen sich schon seit Jahren, Conny hat Andrea nämlich schon während ihres Studiums beraten. Er hat mal BWL studiert, arbeitete dann als Verkaufsleiter bei Lidl und ist nun bei der Ärztefinanz.</p><p>Ihn überzeugte die Idee, dass es einen Anbieter für Kredite und Versicherungen gibt, der sich nur auf Ärztinnen und Ärzte spezialisiert hat.</p><p>Er selbst macht den Vergleich von seiner Arbeit zu der eines Allgemeinmediziners. Zunächst gibt es nämlich erstmal eine umfangreiche Anamnese, falls nötig, überweist er die Menschen zu anderen Spezialisten.</p><p>Schon im Studium ist es sinnig, sich mit spezifischen Ärzte-Versicherungen auseinanderzusetzen. Und auch als Assistenzärzt:in kann man viel Unterstützung bekommen, genauso wie bei einer Famulatur im Ausland – so wie auch Andrea sie gemacht hat.</p><p>Nach dem Studium entscheiden sich einige für eine eigene Praxis. Hier gibt es die Möglichkeit, eine Praxis zu übernehmen. Besonders im ländlichen Raum werden in den nächsten Jahren viele Sitze frei.</p><p>Die Planung für die Übergabe einer Praxis sollte schon 3 Jahre vor Schließung stattfinden. Denn im schlimmsten Fall bekommt man als übergebender Arzt tatsächlich kein Geld oder nur einen symbolischen Euro für die eigene Praxis, die man selbst jahrelang aufgebaut und geführt hat. Auch mit dem Steuerberater muss in so einer Situation enger Kontakt gehalten werden.</p><p>Conny betreut allerdings auch angestellte Ärztinnen und Ärzte. Dabei legt er den Fokus auch auf die Work Life Balance. Denn es gibt viele Lösungen, bei denen die Vereinbarung von Familie und Beruf gut möglich ist. Dabei schaut er sich auch die gesamte Lebenssituation und die der Partnerin/des Partners an. Ein Ansatz könnte z.B. eine gemeinsame Praxis sein!</p><p>Manchmal ist es auch sinnvoll, die eigene Praxis zu vergrößern. Je mehr man die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt, desto besser geht es allen im Team.</p><p>Andrea hat die These: Das System funktioniert nur so gut, weil Ärzt:innen Gutmenschen sind und keinen hängen lassen.</p><p>Trotzdem sollte man nicht zum Verkäufer werden, sondern aufklären. Viele Menschen sind bereit, Geld in die eigene Gesundheit zu stecken. Unsere Krankenversicherung ist auch schon lange keine All-Inclusive-Medizin mehr!</p><p>Zum Schluss klärt Conny noch über Kredite auf und darüber, wann und ob diese notwendig sind.</p><p><br></p><p>So könnt ihr Conny erreichen:</p><p>Mobil: 0176 62 83 74 03&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><p>(auch per Whatsapp erreichbar)</p><p><a href="https://www.connydietrich.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.connydietrich.de</a></p><p>Mail: conny.dietrich@aerzte-finanz.de</p><p><br></p><p><br></p><p><br></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p><br></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p><p><br></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">b8a47f15-63b0-4985-9d99-bb3de1b218a9</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/34f8ed35-799d-445d-8cae-1a411bfc0b4d/cover-conny.jpg"/><pubDate>Thu, 04 Sep 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/b8a47f15-63b0-4985-9d99-bb3de1b218a9.mp3" length="72104620" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>50:01</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>3</itunes:episode><podcast:episode>3</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-61cb3c5a-07d2-4858-b359-222b6f74ae32.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Wie wird man eigentlich Hausärztin oder Hausarzt? Dr. Andrea Morawe erzählt</title><itunes:title>Wie wird man eigentlich Hausärztin oder Hausarzt? Dr. Andrea Morawe erzählt</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wie funktioniert der Weg vom Studium in die Allgemeinmedizin? Sollte man sich dann anstellen lassen oder eine eigene Praxis eröffnen?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von LandMEDchen.</p><p>Sie erklärt, dass die Entscheidung für die Allgemeinmedizin schon im Studium fallen kann – muss aber nicht.</p><p>Dort kann man Seminare zum Thema Allgemeinmedizin belegen. Und auch das PJ, also das praktische Jahr, kann man in der Allgemeinmedizin absolvieren.</p><p>&nbsp;</p><p>Wichtig dabei ist, dass nicht jede Praxis eine Lehrpraxis ist. Dafür muss man von der medizinischen Fakultät im Fachgebiet Allgemeinmedizin ernannt sein und ein Prüfungsverfahren durchlaufen. Dadurch soll eine gute Lehre sichergestellt sein.</p><p>&nbsp;</p><p>In Sachsen-Anhalt gibt es dafür sogar ein Projekt, sodass man regelmäßig in einer Hausarztpraxis „aushilft“. Dann kann man schonmal mit-praktizieren, aktiv abhören, einen Rachen inspizieren oder Ohren anschauen.</p><p>&nbsp;</p><p>Nach dem PJ gibt es auch noch die Möglichkeit eines PJ-Wahltertials, in dem man z.B. 4 Monate lang in der Allgemeinmedizin arbeitet.</p><p>&nbsp;</p><p>Nach dem dritten Staatsexamen muss man dann die Weiterbildung zur Fachärztin/Facharzt zur Allgemeinmedizin machen. Auch hier gibt es landesspezifische Unterschiede und in Sachsen-Anhalt seit 2020 eine neue Weiterbildungsordnung.</p><p>Denn die Bundesländer haben eigene kassenärztliche Vereinigungen und so wird die Weiterbildung beispielsweise in Sachsen-Anhalt gefördert.</p><p>&nbsp;</p><p>Andrea erzählt auch von zwei spannenden Projekten: Kosta und KOMPAS. Diese vermitteln Weiterbildungsstätten, beraten und bieten auch Mentoring Gruppen für Weiterbildungsassistent:innen an. Da lernt man dann auch die Dinge, die man sonst nicht im Studium mitbekommt, z.B. wie eine Abrechnung funktioniert.</p><p>&nbsp;</p><p>Die gesamte Weiterbildung wird im elektronischen Logbuch dokumentiert, dass man dann bei der Ärztekammer einreicht. Danach erhält man einen Termin für die mündliche Prüfung, bei der man Fälle erläutert und Fragen quer durch die Allgemeinmedizin beantworten muss.</p><p>Danach kann man sich stolz Fachärztin/Facharzt für Allgemeinmedizin nennen!</p><p>&nbsp;</p><p>Danach gibt es wieder mehrere Möglichkeiten: Anstellung in einer Praxis oder einem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) oder eine eigene Praxis, z.B. durch eine Berufsausübungsgesellschaft oder die Übernahme einer bestehenden Praxis.</p><p>Hierfür muss man erstmal die Zulassung bei der KV beantragen und sich erkundigen, ob ein Sitz verfügbar ist (in Sachsen-Anhalt ist das selten ein Problem).</p><p>&nbsp;</p><p>Mit der Zulassung liegen dann aber auch neue Verantwortungsbereiche auf dem eigenen Tisch, denn ab jetzt muss man ausreichend, zweckmäßig und notwendig agieren.</p><p>Andrea empfiehlt, bei diesem Schritt auch mit der Ärztefinanz zu sprechen.</p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wie funktioniert der Weg vom Studium in die Allgemeinmedizin? Sollte man sich dann anstellen lassen oder eine eigene Praxis eröffnen?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von LandMEDchen.</p><p>Sie erklärt, dass die Entscheidung für die Allgemeinmedizin schon im Studium fallen kann – muss aber nicht.</p><p>Dort kann man Seminare zum Thema Allgemeinmedizin belegen. Und auch das PJ, also das praktische Jahr, kann man in der Allgemeinmedizin absolvieren.</p><p>&nbsp;</p><p>Wichtig dabei ist, dass nicht jede Praxis eine Lehrpraxis ist. Dafür muss man von der medizinischen Fakultät im Fachgebiet Allgemeinmedizin ernannt sein und ein Prüfungsverfahren durchlaufen. Dadurch soll eine gute Lehre sichergestellt sein.</p><p>&nbsp;</p><p>In Sachsen-Anhalt gibt es dafür sogar ein Projekt, sodass man regelmäßig in einer Hausarztpraxis „aushilft“. Dann kann man schonmal mit-praktizieren, aktiv abhören, einen Rachen inspizieren oder Ohren anschauen.</p><p>&nbsp;</p><p>Nach dem PJ gibt es auch noch die Möglichkeit eines PJ-Wahltertials, in dem man z.B. 4 Monate lang in der Allgemeinmedizin arbeitet.</p><p>&nbsp;</p><p>Nach dem dritten Staatsexamen muss man dann die Weiterbildung zur Fachärztin/Facharzt zur Allgemeinmedizin machen. Auch hier gibt es landesspezifische Unterschiede und in Sachsen-Anhalt seit 2020 eine neue Weiterbildungsordnung.</p><p>Denn die Bundesländer haben eigene kassenärztliche Vereinigungen und so wird die Weiterbildung beispielsweise in Sachsen-Anhalt gefördert.</p><p>&nbsp;</p><p>Andrea erzählt auch von zwei spannenden Projekten: Kosta und KOMPAS. Diese vermitteln Weiterbildungsstätten, beraten und bieten auch Mentoring Gruppen für Weiterbildungsassistent:innen an. Da lernt man dann auch die Dinge, die man sonst nicht im Studium mitbekommt, z.B. wie eine Abrechnung funktioniert.</p><p>&nbsp;</p><p>Die gesamte Weiterbildung wird im elektronischen Logbuch dokumentiert, dass man dann bei der Ärztekammer einreicht. Danach erhält man einen Termin für die mündliche Prüfung, bei der man Fälle erläutert und Fragen quer durch die Allgemeinmedizin beantworten muss.</p><p>Danach kann man sich stolz Fachärztin/Facharzt für Allgemeinmedizin nennen!</p><p>&nbsp;</p><p>Danach gibt es wieder mehrere Möglichkeiten: Anstellung in einer Praxis oder einem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) oder eine eigene Praxis, z.B. durch eine Berufsausübungsgesellschaft oder die Übernahme einer bestehenden Praxis.</p><p>Hierfür muss man erstmal die Zulassung bei der KV beantragen und sich erkundigen, ob ein Sitz verfügbar ist (in Sachsen-Anhalt ist das selten ein Problem).</p><p>&nbsp;</p><p>Mit der Zulassung liegen dann aber auch neue Verantwortungsbereiche auf dem eigenen Tisch, denn ab jetzt muss man ausreichend, zweckmäßig und notwendig agieren.</p><p>Andrea empfiehlt, bei diesem Schritt auch mit der Ärztefinanz zu sprechen.</p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">39194611-9be0-49d7-aeb0-e6ae8688940b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/e3b9b4f9-f4df-4fce-9d52-2e48bd3d6be5/cover-allgemeinmedizin.jpg"/><pubDate>Thu, 28 Aug 2025 01:30:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/39194611-9be0-49d7-aeb0-e6ae8688940b.mp3" length="22163713" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>15:22</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>2</itunes:episode><podcast:episode>2</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-ca4aab46-cfa1-4e63-a7df-b89cee5bc8d2.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Ausbildung als MFA: Chancen, Herausforderungen und Praxisalltag | Amy Korsinek</title><itunes:title>Ausbildung als MFA: Chancen, Herausforderungen und Praxisalltag | Amy Korsinek</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wie funktioniert die Ausbildung zur MFA? Wie sieht der Alltag in der Praxis aus?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe im Podcast LandMEDchen diesmal mit Amy, ihrer Auszubildenden in der Hausarztpraxis. Amy ist erst 17 Jahre alt und kommt gerade ins zweite Lehrjahr.</p><p>Die Ausbildung zur MFA, kurz für medizinische Fachangestellte, kann man wie sie grundständig nach der Schule machen oder als Umschulung.</p><p>Amy liebt die Abwechslung bei der Hausarztpraxis, vor allem liebt sie die Hausbesuche. Denn da baut man eine besonders starke Patientenbindung auf.</p><p>Sie erzählt außerdem von der schulischen Seite der Ausbildung und von den Herausforderungen. Amy würde sich eine wochenweise Trennung zwischen Schule und Praxis wünschen, denn die Doppelbelastung ist schon schwierig. Sie sieht das auch als Grund dafür, dass in ihrer Klasse der Notendurchschnitt gar nicht so gut ist und sogar bereits ein Drittel der Schüler:innen die Ausbildung abgebrochen haben.</p><p>&nbsp;</p><p>Amy rotiert während der Ausbildung in den verschiedenen Bereichen in der Praxis durch: Backoffice, Anmeldung, Sprechstunde, Labor... MFAs kümmern sich auch viel um das Praxismanagement, Formulare, Anfragen von Krankenkassen und um weitere bürokratische Themen.</p><p>Amy findet allerdings die Patientenbetreuung besonders schön und möchte nach ihrer Ausbildung gerne die Weiterbildung zur VERAH – Versorgungsassistent:in in der hausärztlichen Praxis – machen.</p><p>In der Ausbildung muss Amy außerdem Hospitationen in anderen Praxen machen. Sie hält das für sinnvoll, um auch in andere Praxen und Fachbereiche reinschnuppern zu können. Außerdem hilft es dabei, das eigene Netzwerk weiter auszubauen, vor allem in der ländlichen Versorgung, in der die Dichte an Fachärzten immer weniger wird.</p><p>&nbsp;</p><p>Die beiden sprechen außerdem über die Patientenbindung und darüber, wie für Amy der Umgang mit den Patient:innen ist. Durch ihr junges Alter gibt es zwischendurch mal Reibereien mit den älteren, geriatrischen Patient:innen, die Amy dann nicht ernst nehmen oder einfach duzen.</p><p>Andrea versucht sie hier besonders zu schützen und ihre Rolle als Fachpersonal hervorzuheben.</p><p>Außerdem ist es für Amy besonders, dass sie im gleichen Ort arbeitet, in dem sie auch wohnt. Dadurch kennt sie natürlich viele Patient:innen auch privat. Wichtig ist es hierbei immer zu betonen, dass man sich so nur in der Rolle Fachpersonal – Patient:in trifft und nicht als gute Bekannte.</p><p>&nbsp;</p><p>Andrea liebt den Job als Ausbilderin und macht den Auruf: Bildet aus! Gebt Menschen die Chance. Es macht so viel Freude und viel Spaß, wenn die Auszubildenden an den Aufgaben wachsen und sich weiterentwickeln!</p><p>&nbsp;</p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wie funktioniert die Ausbildung zur MFA? Wie sieht der Alltag in der Praxis aus?</p><p>Darüber spricht Dr. Andrea Morawe im Podcast LandMEDchen diesmal mit Amy, ihrer Auszubildenden in der Hausarztpraxis. Amy ist erst 17 Jahre alt und kommt gerade ins zweite Lehrjahr.</p><p>Die Ausbildung zur MFA, kurz für medizinische Fachangestellte, kann man wie sie grundständig nach der Schule machen oder als Umschulung.</p><p>Amy liebt die Abwechslung bei der Hausarztpraxis, vor allem liebt sie die Hausbesuche. Denn da baut man eine besonders starke Patientenbindung auf.</p><p>Sie erzählt außerdem von der schulischen Seite der Ausbildung und von den Herausforderungen. Amy würde sich eine wochenweise Trennung zwischen Schule und Praxis wünschen, denn die Doppelbelastung ist schon schwierig. Sie sieht das auch als Grund dafür, dass in ihrer Klasse der Notendurchschnitt gar nicht so gut ist und sogar bereits ein Drittel der Schüler:innen die Ausbildung abgebrochen haben.</p><p>&nbsp;</p><p>Amy rotiert während der Ausbildung in den verschiedenen Bereichen in der Praxis durch: Backoffice, Anmeldung, Sprechstunde, Labor... MFAs kümmern sich auch viel um das Praxismanagement, Formulare, Anfragen von Krankenkassen und um weitere bürokratische Themen.</p><p>Amy findet allerdings die Patientenbetreuung besonders schön und möchte nach ihrer Ausbildung gerne die Weiterbildung zur VERAH – Versorgungsassistent:in in der hausärztlichen Praxis – machen.</p><p>In der Ausbildung muss Amy außerdem Hospitationen in anderen Praxen machen. Sie hält das für sinnvoll, um auch in andere Praxen und Fachbereiche reinschnuppern zu können. Außerdem hilft es dabei, das eigene Netzwerk weiter auszubauen, vor allem in der ländlichen Versorgung, in der die Dichte an Fachärzten immer weniger wird.</p><p>&nbsp;</p><p>Die beiden sprechen außerdem über die Patientenbindung und darüber, wie für Amy der Umgang mit den Patient:innen ist. Durch ihr junges Alter gibt es zwischendurch mal Reibereien mit den älteren, geriatrischen Patient:innen, die Amy dann nicht ernst nehmen oder einfach duzen.</p><p>Andrea versucht sie hier besonders zu schützen und ihre Rolle als Fachpersonal hervorzuheben.</p><p>Außerdem ist es für Amy besonders, dass sie im gleichen Ort arbeitet, in dem sie auch wohnt. Dadurch kennt sie natürlich viele Patient:innen auch privat. Wichtig ist es hierbei immer zu betonen, dass man sich so nur in der Rolle Fachpersonal – Patient:in trifft und nicht als gute Bekannte.</p><p>&nbsp;</p><p>Andrea liebt den Job als Ausbilderin und macht den Auruf: Bildet aus! Gebt Menschen die Chance. Es macht so viel Freude und viel Spaß, wenn die Auszubildenden an den Aufgaben wachsen und sich weiterentwickeln!</p><p>&nbsp;</p><p>Folg Andrea auf LinkedIn: <a href="http://www.linkedin.com/in/andrea-morawe" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.linkedin.com/in/andrea-morawe</a></p><p>Folg Andrea auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/andrea.morawe/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.instagram.com/andrea.morawe/</a></p><p>Zum Podcast auf YouTube: <a href="https://www.youtube.com/@landmedchen" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://www.youtube.com/@landmedchen</a></p><p>Zum Podcast auf Spotify: <a href="https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu</a></p><p><br></p><p>Zum Podcast bei Apple Podcast: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319" rel="noopener noreferrer" target="_blank">https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">0454c87e-9082-4649-99a7-587c0358c14b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/a49a0530-8da6-44dd-b79f-2785ed9c8e8c/episodencover-amy.jpg"/><pubDate>Thu, 28 Aug 2025 01:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/0454c87e-9082-4649-99a7-587c0358c14b.mp3" length="45863857" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>31:46</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>1</itunes:episode><podcast:episode>1</podcast:episode><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-eabaf4ff-2ba8-40c7-8531-52a08781d463.json" type="application/json+chapters"/></item><item><title>Andrea Morawe stellt sich vor – LandMEDchen, der Podcast</title><itunes:title>Andrea Morawe stellt sich vor – LandMEDchen, der Podcast</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein neuer Podcast erblickt das Licht der Medizin-Welt: LandMEDchen, von und mit Dr. Andrea Morawe.</p><p>Andrea ist 35 Jahre jung und Fachärztin für Allgemeinmedizin im ländlichen Raum, nämlich in Sachen Anhalt. Nach ihrem Studium arbeitete sie erst in einem kleinen Krankenhaus und entdeckte dort u.a. ihre Liebe für die Chirurgie.</p><p>Nach der Geburt ihrer Tochter suchte sie eine Möglichkeit, Familie und Beruf gut unter einen Hut zu bringen, sprach mit ihrer eigenen Hausärztin und die bot ihr an, dass Andrea ihren Sitz übernehmen könnte.</p><p>Nach dem Facharzt für Allgemeinmedizin war es dann so weit: Andrea übernahm die Praxis und betreut nun etwa 1.300 – 1.400 Patient:innen pro Quartal.</p><p>Dabei ist der Anteil an geriatrischen Patient:innen relativ hoch, was natürlich dem demographischen Wandel geschuldet ist.</p><p>&nbsp;</p><p>Doch wie ist dann LandMEDchen entstanden?</p><p>&nbsp;</p><p>Andrea möchte vor allem den Nachwuchs auf dem Land fördern. Denn der Fachkräftemangel ist besonders dort ein Problem, es gibt immer weniger Praxen.</p><p>Sie möchte gerne die Scheu vor der Niederlassung nehmen, von eigenen Fehlern berichten und über Hürden aufklären. Dazu gibt es Tipps für frisch Niedergelassene, um die eigenen Strukturen zu verbessern.</p><p>Außerdem ist es schwierig, das gesamte Feld der Allgemeinmedizin zu überblicken, besonders weil es Unterschiede zwischen der ambulanten und stationären Versorgung gibt.</p><p>&nbsp;</p><p>Ein weiterer wichtiger Punkt für Andrea sind die Patient:innen.</p><p>Von Politik und gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) wird uns oft suggeriert, wir hätten eine All-Inclusive-Medizin. Doch es gibt keinen Anspruch auf alle Leistungen. Eine abnehmende Gesundheitskompetenz macht dann die Arbeit für Ärzt:innen nicht einfacher.</p><p>Eigentlich ist es die Arbeit von Politik und Kassen, an dieser Stelle aufzuklären, doch da dies nicht passiert, nimmt sich Andrea dieser Aufgabe an.</p><p>Im Praxis-Alltag ist oft wenig Zeit dafür, der Podcast soll diese Aufgabe übernehmen.</p><p>&nbsp;</p><p>Andrea betont zudem, dass vor allem die Landarzt-Medizin ein Teamsport ist. Ohne eine gute Zusammenarbeit der medizinischen Berufe kann die Versorgung nicht gedeckt werden. Der zunehmende Fachkräftemangel macht diese Situation nicht besser.&nbsp;</p><p>In ihren Augen sollten auch medizinische Fachangestellte und VERAHs (Versorgungsassistent:innen in der hausärztlichen Praxis) ärztliche Aufgaben übernehmen.</p><p>Ein Netzwerk ist immens wichtig!</p><p>&nbsp;</p><p>Und deswegen könnt ihr euch auch auf viele Gespräche mit Menschen aus medizinischen Berufen freuen!</p><p>&nbsp;</p><p>Stellt gerne eure Fragen und meldet euch, wenn ihr selbst mit Andrea im Podcast sprechen wollt!</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>00:00:00 Was ist LandMEDchen?</p><p>00:03:40 Landarztmedizin als Teamsport</p><p>00:05:48 Wer ist Andrea Morawe?</p><p>00:09:23 Was uns im Podcast erwartet</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein neuer Podcast erblickt das Licht der Medizin-Welt: LandMEDchen, von und mit Dr. Andrea Morawe.</p><p>Andrea ist 35 Jahre jung und Fachärztin für Allgemeinmedizin im ländlichen Raum, nämlich in Sachen Anhalt. Nach ihrem Studium arbeitete sie erst in einem kleinen Krankenhaus und entdeckte dort u.a. ihre Liebe für die Chirurgie.</p><p>Nach der Geburt ihrer Tochter suchte sie eine Möglichkeit, Familie und Beruf gut unter einen Hut zu bringen, sprach mit ihrer eigenen Hausärztin und die bot ihr an, dass Andrea ihren Sitz übernehmen könnte.</p><p>Nach dem Facharzt für Allgemeinmedizin war es dann so weit: Andrea übernahm die Praxis und betreut nun etwa 1.300 – 1.400 Patient:innen pro Quartal.</p><p>Dabei ist der Anteil an geriatrischen Patient:innen relativ hoch, was natürlich dem demographischen Wandel geschuldet ist.</p><p>&nbsp;</p><p>Doch wie ist dann LandMEDchen entstanden?</p><p>&nbsp;</p><p>Andrea möchte vor allem den Nachwuchs auf dem Land fördern. Denn der Fachkräftemangel ist besonders dort ein Problem, es gibt immer weniger Praxen.</p><p>Sie möchte gerne die Scheu vor der Niederlassung nehmen, von eigenen Fehlern berichten und über Hürden aufklären. Dazu gibt es Tipps für frisch Niedergelassene, um die eigenen Strukturen zu verbessern.</p><p>Außerdem ist es schwierig, das gesamte Feld der Allgemeinmedizin zu überblicken, besonders weil es Unterschiede zwischen der ambulanten und stationären Versorgung gibt.</p><p>&nbsp;</p><p>Ein weiterer wichtiger Punkt für Andrea sind die Patient:innen.</p><p>Von Politik und gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) wird uns oft suggeriert, wir hätten eine All-Inclusive-Medizin. Doch es gibt keinen Anspruch auf alle Leistungen. Eine abnehmende Gesundheitskompetenz macht dann die Arbeit für Ärzt:innen nicht einfacher.</p><p>Eigentlich ist es die Arbeit von Politik und Kassen, an dieser Stelle aufzuklären, doch da dies nicht passiert, nimmt sich Andrea dieser Aufgabe an.</p><p>Im Praxis-Alltag ist oft wenig Zeit dafür, der Podcast soll diese Aufgabe übernehmen.</p><p>&nbsp;</p><p>Andrea betont zudem, dass vor allem die Landarzt-Medizin ein Teamsport ist. Ohne eine gute Zusammenarbeit der medizinischen Berufe kann die Versorgung nicht gedeckt werden. Der zunehmende Fachkräftemangel macht diese Situation nicht besser.&nbsp;</p><p>In ihren Augen sollten auch medizinische Fachangestellte und VERAHs (Versorgungsassistent:innen in der hausärztlichen Praxis) ärztliche Aufgaben übernehmen.</p><p>Ein Netzwerk ist immens wichtig!</p><p>&nbsp;</p><p>Und deswegen könnt ihr euch auch auf viele Gespräche mit Menschen aus medizinischen Berufen freuen!</p><p>&nbsp;</p><p>Stellt gerne eure Fragen und meldet euch, wenn ihr selbst mit Andrea im Podcast sprechen wollt!</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>00:00:00 Was ist LandMEDchen?</p><p>00:03:40 Landarztmedizin als Teamsport</p><p>00:05:48 Wer ist Andrea Morawe?</p><p>00:09:23 Was uns im Podcast erwartet</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://landmedchen.captivate.fm]]></link><guid isPermaLink="false">0befe9e5-6604-40c9-b3a2-960bc0d7174b</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/fae533a9-7ea3-4325-a5af-a31d70b69bfc/Landmedchen-11-Episodencover.jpg"/><pubDate>Tue, 26 Aug 2025 14:15:00 +0200</pubDate><enclosure url="https://episodes.captivate.fm/episode/0befe9e5-6604-40c9-b3a2-960bc0d7174b.mp3" length="16199026" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>11:13</itunes:duration><itunes:explicit>false</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><podcast:chapters url="https://transcripts.captivate.fm/chapter-58993373-f82c-4420-b009-64c59f951b2a.json" type="application/json+chapters"/></item></channel></rss>