<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><?xml-stylesheet href="https://feeds.captivate.fm/style.xsl" type="text/xsl"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:podcast="https://podcastindex.org/namespace/1.0"><channel><atom:link href="https://feeds.captivate.fm/zukunft-bio-e/" rel="self" type="application/rss+xml"/><title><![CDATA[Zukunft Bio E]]></title><lastBuildDate>Mon, 16 Jan 2023 15:27:54 +0000</lastBuildDate><generator>Captivate.fm</generator><language><![CDATA[de]]></language><copyright><![CDATA[Copyright 2023 Michael Carl]]></copyright><managingEditor>Michael Carl</managingEditor><itunes:summary><![CDATA[Bioeconomy ist die Zukunft von Wirtschaft - jedenfalls von nachhaltiger und erfolgreicher Wirtschaft. In diesem Podcast sprechen die Akteure der Bioökonomie aus Unternehmen und Forschung über ihre Erfahrungen, über ihre Learnings und Hürden und über ihre Zukunftsvision Bioökonomie. 

Bioeconomy meint eine Wirtschaft, die biobasiert arbeitet, die die Anforderung, nachhaltig zu handeln, annimmt und die auf eine echte Kreislaufwirtschaft zielt. Die Bioeconomy erfordert und ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Forschung, zwischen ganz unterschiedlichen Industriezweigen, zwischen Startups und Konzernen. 

Warum Bioeconomy? Weil unsere globalen Ressourcen begrenzt sind. Weil die Klimakrise die natürlichen Ressourcen für Landwirtschaft wie Industrie massiv und schnell verändert. Weil auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ausgerichtete Unternehmen einen Beitrag leisten können, die Grundlagen für gutes Leben zu erhalten und auszubauen - und gleichzeitig selbst wirtschaftlich erfolgreich zu sein. 

Eine Initiative des Cluster Bioeconomy: https://www.bioeconomy.de
Entwickelt und umgesetzt von der MDKK: https://www.mdkk.de]]></itunes:summary><image><url>https://artwork.captivate.fm/9e648f35-5145-4f2e-86bf-fe6fb5ed2812/5f-kROg3lyvIJlSY6qI6Cd77.jpg</url><title>Zukunft Bio E</title><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm]]></link></image><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/9e648f35-5145-4f2e-86bf-fe6fb5ed2812/5f-kROg3lyvIJlSY6qI6Cd77.jpg"/><itunes:owner><itunes:name>Michael Carl</itunes:name></itunes:owner><itunes:author>Michael Carl</itunes:author><description>Bioeconomy ist die Zukunft von Wirtschaft - jedenfalls von nachhaltiger und erfolgreicher Wirtschaft. In diesem Podcast sprechen die Akteure der Bioökonomie aus Unternehmen und Forschung über ihre Erfahrungen, über ihre Learnings und Hürden und über ihre Zukunftsvision Bioökonomie. 

Bioeconomy meint eine Wirtschaft, die biobasiert arbeitet, die die Anforderung, nachhaltig zu handeln, annimmt und die auf eine echte Kreislaufwirtschaft zielt. Die Bioeconomy erfordert und ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Forschung, zwischen ganz unterschiedlichen Industriezweigen, zwischen Startups und Konzernen. 

Warum Bioeconomy? Weil unsere globalen Ressourcen begrenzt sind. Weil die Klimakrise die natürlichen Ressourcen für Landwirtschaft wie Industrie massiv und schnell verändert. Weil auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ausgerichtete Unternehmen einen Beitrag leisten können, die Grundlagen für gutes Leben zu erhalten und auszubauen - und gleichzeitig selbst wirtschaftlich erfolgreich zu sein. 

Eine Initiative des Cluster Bioeconomy: https://www.bioeconomy.de
Entwickelt und umgesetzt von der MDKK: https://www.mdkk.de</description><link>https://zukunft-bio-e.captivate.fm</link><atom:link href="https://pubsubhubbub.appspot.com" rel="hub"/><itunes:subtitle><![CDATA[Mit der Bioeconomy auf dem Weg in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Eine Initiative des Cluster Bioeconomy]]></itunes:subtitle><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:type>episodic</itunes:type><itunes:category text="Business"><itunes:category text="Entrepreneurship"/></itunes:category><itunes:category text="Business"><itunes:category text="Management"/></itunes:category><itunes:category text="Technology"></itunes:category><item><title>#20 Stephan Meeder - De-Fossilisierung statt De-Carbonisierung</title><itunes:title>#20 Stephan Meeder - De-Fossilisierung statt De-Carbonisierung</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die Bioeconomy steht für einen grundlegenden Transformationsprozess von Volkswirtschaft und Industrie. Der Schritt von fossilen Grundstoffen weg und hin zu biobasierten Ausgangsstoffen ist erheblich, aber auch nötig. Der einzige Weg unseren Wohlstand zu erhalten, sagt Dr. Stephan Meeder, CEO undCFO von Cropenergies.&nbsp;</p><p>Cropenergies steht mitten in dieser Transformation. Das Unternehmen produziert einen ganzen Komplex von Produkten, von Bioethanol über Alkohol für die pharmazeutische Industrie, das Lösungsmittel Ethylacetat, Futtermittel für Aquakulturen und grünen Strom. Und nicht zuletzt: Kohlenstoff. Es ist ein Missverständnis, so Meeder, dass wir uns vom Kohlenstoff verabschieden müssten, im Gegenteil. Er darf nur nicht mehr aus fossilen Quellen kommen. Daher brauchen wir eine De-Fossilisierung, keine De-Carbonisierung.&nbsp;</p><p>Wir stehe mitten in einem Transformationsprozess. Meeders Prognose ist positiv: Stück für Stück können wir den Anteil des Rohöls in Kraftstoffen und weiteren Produkten senken. Das geht alles nicht von heute auf morgen, aber technologisch ist alles da. Die Schwierigkeit der Bioökonomie ist häufig: Der Prozess führt zwar zu am Ende identischen Molekülen; sie aus anderen Rohstoffen zu gewinnen, ist aber in vielen Fällen aufwendiger, also teurer. So ist das, was technisch identisch und wirtschaftlich nachteilig ist, zugleich für die Gesellschaft wertvoll. Das sind die Diskussionen der kommenden Jahre, die wir gesellschaftlich lösen müssen.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/stephan-meeder-773814a5/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Stephan Meeder,</a> CEO und CFO <a href="https://www.cropenergies.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Cropenergies.&nbsp;</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Bioeconomy steht für einen grundlegenden Transformationsprozess von Volkswirtschaft und Industrie. Der Schritt von fossilen Grundstoffen weg und hin zu biobasierten Ausgangsstoffen ist erheblich, aber auch nötig. Der einzige Weg unseren Wohlstand zu erhalten, sagt Dr. Stephan Meeder, CEO undCFO von Cropenergies.&nbsp;</p><p>Cropenergies steht mitten in dieser Transformation. Das Unternehmen produziert einen ganzen Komplex von Produkten, von Bioethanol über Alkohol für die pharmazeutische Industrie, das Lösungsmittel Ethylacetat, Futtermittel für Aquakulturen und grünen Strom. Und nicht zuletzt: Kohlenstoff. Es ist ein Missverständnis, so Meeder, dass wir uns vom Kohlenstoff verabschieden müssten, im Gegenteil. Er darf nur nicht mehr aus fossilen Quellen kommen. Daher brauchen wir eine De-Fossilisierung, keine De-Carbonisierung.&nbsp;</p><p>Wir stehe mitten in einem Transformationsprozess. Meeders Prognose ist positiv: Stück für Stück können wir den Anteil des Rohöls in Kraftstoffen und weiteren Produkten senken. Das geht alles nicht von heute auf morgen, aber technologisch ist alles da. Die Schwierigkeit der Bioökonomie ist häufig: Der Prozess führt zwar zu am Ende identischen Molekülen; sie aus anderen Rohstoffen zu gewinnen, ist aber in vielen Fällen aufwendiger, also teurer. So ist das, was technisch identisch und wirtschaftlich nachteilig ist, zugleich für die Gesellschaft wertvoll. Das sind die Diskussionen der kommenden Jahre, die wir gesellschaftlich lösen müssen.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/stephan-meeder-773814a5/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Stephan Meeder,</a> CEO und CFO <a href="https://www.cropenergies.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Cropenergies.&nbsp;</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/20-stephan-meeder-de-fossilisierung-statt-de-carbonisierung]]></link><guid isPermaLink="false">238556cd-b85a-4431-a133-8f173453ec0f</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/0bd74e7d-df28-4f07-bbc4-873618e70d4e/fzunEtZX5YdH2_ZPfLtKhwhe.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 14 Sep 2022 06:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/727711f8-becc-4a68-89f5-f8661d1c7e3a/Folge-2020-20Meeder.mp3" length="47989992" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>25:00</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>20</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#19 Robert Hoffie – Biotechnologie für Pflanzen</title><itunes:title>#19 Robert Hoffie – Biotechnologie für Pflanzen</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wir brauchen neue Pflanzen und wir brauchen sie schnell. Die Klimakrise setzt die Pflanzen unter Druck; wir wollen und brauchen eine andere Landwirtschaft und wer fossile Rohstoffe durch Biogene ersetzen will, muss die Erträge der Landwirtschaft noch weiter steigern. Was also tun?&nbsp;</p><p>Robert Hoffie ist Biotechnologe für Pflanzen und forscht am IPK Gatersleben. Er sagt: Züchtung ist zu langsam und zu unpräzise. Wer klassisch züchtet, braucht mindestens 15 Pflanzengenerationen. Das sind bei Getreide zehn Jahre, bei vielen anderen Pflanzen erheblich mehr. Soviel Zeit haben wir nicht. Hoffie setzt darauf, einzelne Gene in Kulturpflanzen verändern oder ersetzen zu können. Dafür nutzt er die „Genschere“ genannte Technologie CRISPR/CAS und überträgt einzelne Gene von einer Sorte in die andere oder lässt sich mindestens inspirieren.&nbsp;</p><p>Entstehen auf diese Weise „natürliche“ Pflanzen? Hoffie fragt zurück: Wie natürlich sind Kulturpflanzen?&nbsp;&nbsp;Dies sind ohnehin Pflanzen, die erst durch den Menschen das wurden, was sie heute sind. Erst hat der Mensch Auslese betrieben, dann Auslesezüchtung, schließlich die Mendelschen Regeln angewandt. Im Hintergrund geschah immer dasselbe: In den Pflanzen veränderte sich der genetische Code zufällig - und wir haben uns die Pflanzen herausgesucht, bei denen uns die Veränderung gefiel. Im Grunde aber haben wir früher dasselbe unpräzise und zufällig gesteuert gemacht, was wir heute genau und gewollt umsetzen können. Wir müssen nicht mehr Veränderungen im ganzen Genom hinnehmen, sondern können präzise vorhersagen, wo das passiert.&nbsp;</p><p>Nebenbei: Wer schon immer wissen wollte, wie CRISPR/CAS funktioniert - reinhören!</p><p>Zu Gast: Robert Hoffie, Doctoral Researcher <a href="https://twitter.com/LeibnizIPK" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@LeibnizIPK</a>, Co-Founder <a href="https://twitter.com/OekoProg" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@OekoProg</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wir brauchen neue Pflanzen und wir brauchen sie schnell. Die Klimakrise setzt die Pflanzen unter Druck; wir wollen und brauchen eine andere Landwirtschaft und wer fossile Rohstoffe durch Biogene ersetzen will, muss die Erträge der Landwirtschaft noch weiter steigern. Was also tun?&nbsp;</p><p>Robert Hoffie ist Biotechnologe für Pflanzen und forscht am IPK Gatersleben. Er sagt: Züchtung ist zu langsam und zu unpräzise. Wer klassisch züchtet, braucht mindestens 15 Pflanzengenerationen. Das sind bei Getreide zehn Jahre, bei vielen anderen Pflanzen erheblich mehr. Soviel Zeit haben wir nicht. Hoffie setzt darauf, einzelne Gene in Kulturpflanzen verändern oder ersetzen zu können. Dafür nutzt er die „Genschere“ genannte Technologie CRISPR/CAS und überträgt einzelne Gene von einer Sorte in die andere oder lässt sich mindestens inspirieren.&nbsp;</p><p>Entstehen auf diese Weise „natürliche“ Pflanzen? Hoffie fragt zurück: Wie natürlich sind Kulturpflanzen?&nbsp;&nbsp;Dies sind ohnehin Pflanzen, die erst durch den Menschen das wurden, was sie heute sind. Erst hat der Mensch Auslese betrieben, dann Auslesezüchtung, schließlich die Mendelschen Regeln angewandt. Im Hintergrund geschah immer dasselbe: In den Pflanzen veränderte sich der genetische Code zufällig - und wir haben uns die Pflanzen herausgesucht, bei denen uns die Veränderung gefiel. Im Grunde aber haben wir früher dasselbe unpräzise und zufällig gesteuert gemacht, was wir heute genau und gewollt umsetzen können. Wir müssen nicht mehr Veränderungen im ganzen Genom hinnehmen, sondern können präzise vorhersagen, wo das passiert.&nbsp;</p><p>Nebenbei: Wer schon immer wissen wollte, wie CRISPR/CAS funktioniert - reinhören!</p><p>Zu Gast: Robert Hoffie, Doctoral Researcher <a href="https://twitter.com/LeibnizIPK" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@LeibnizIPK</a>, Co-Founder <a href="https://twitter.com/OekoProg" rel="noopener noreferrer" target="_blank">@OekoProg</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/119-robert-hoffie]]></link><guid isPermaLink="false">629b4ec6-eb16-42e5-a5ad-d400f2838364</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3fb80110-dad1-4c73-8f50-16f4c63d6d0f/K74naQ8y0eQ72Z5u9ktN53fe.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 07 Sep 2022 06:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/cd40beba-e23f-48d8-a719-414e0be94a37/Folge-2019-20Hoffie.mp3" length="54559475" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>28:25</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>119</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#18 Marina Billinger – Wie aus Rohstoff-Überschüssen Kreisläufe werden</title><itunes:title>#18 Marina Billinger – Wie aus Rohstoff-Überschüssen Kreisläufe werden</itunes:title><description><![CDATA[<p>Sie haben ein paar Tonnen Kürbiskernproteinpulver übrig und suchen einen Abnehmer? Oder brauchen eine halbe Tonne „Natürliches Aroma Typ Bologna“?&nbsp;<a href="http://leroma.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Leroma.de</a>&nbsp;aus Düsseldorf kann möglicherweise helfen. Das Team des Startups rund um Gründerin Marina Billinger betreibt eine digitale Rohstoffbörse für die Lebensmittelbranche. Prominent auf der Plattform: Eine Überschussbörse, auf Rohstoffreste gleich tonnenweise gehandelt werden. Marina Billinger ist im Gespräch in dieser Folge von „Zukunft Bio E“</p><p>So wie es in der Natur keinen Müll gibt, sondern immer nur Rohstoffe für den nächsten Produzenten, so stehen Rohstoffe immer nur aus der Perspektive eines einzelnen Unternehmens am Anfang. Mit der Brille der Bioeconomy betrachtet wird aus einer Rohstoffbörse schnell so etwas wie der Dreh- und Angelpunkt von Kooperation und unternehmensübergreifender Zusammenarbeit. Das entspricht auch genau der Vision von&nbsp;<a href="http://leroma.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">leroma.de</a>.</p><p>Vernetzt arbeiten, dem weltweiten Hunger entgegenwirken, indem Rohstoffe für Lebensmittel bestmöglich genutzt werden, regionale Kreisläufe stärken und etablieren - das Team von&nbsp;<a href="http://leroma.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">leroma.de</a>&nbsp;begreift seine Tätigkeit nicht nur als digitale Programmieraufgabe, sondern will ihren Beitrag leisten, das Feld einer nachhaltigen Bioökonomie Schritt für Schritt mit zu entwickeln.</p><p>Zu Gast: Marina Billinger, CEO und Gründerin von <a href="http://leroma.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">leroma.de</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Sie haben ein paar Tonnen Kürbiskernproteinpulver übrig und suchen einen Abnehmer? Oder brauchen eine halbe Tonne „Natürliches Aroma Typ Bologna“?&nbsp;<a href="http://leroma.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Leroma.de</a>&nbsp;aus Düsseldorf kann möglicherweise helfen. Das Team des Startups rund um Gründerin Marina Billinger betreibt eine digitale Rohstoffbörse für die Lebensmittelbranche. Prominent auf der Plattform: Eine Überschussbörse, auf Rohstoffreste gleich tonnenweise gehandelt werden. Marina Billinger ist im Gespräch in dieser Folge von „Zukunft Bio E“</p><p>So wie es in der Natur keinen Müll gibt, sondern immer nur Rohstoffe für den nächsten Produzenten, so stehen Rohstoffe immer nur aus der Perspektive eines einzelnen Unternehmens am Anfang. Mit der Brille der Bioeconomy betrachtet wird aus einer Rohstoffbörse schnell so etwas wie der Dreh- und Angelpunkt von Kooperation und unternehmensübergreifender Zusammenarbeit. Das entspricht auch genau der Vision von&nbsp;<a href="http://leroma.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">leroma.de</a>.</p><p>Vernetzt arbeiten, dem weltweiten Hunger entgegenwirken, indem Rohstoffe für Lebensmittel bestmöglich genutzt werden, regionale Kreisläufe stärken und etablieren - das Team von&nbsp;<a href="http://leroma.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">leroma.de</a>&nbsp;begreift seine Tätigkeit nicht nur als digitale Programmieraufgabe, sondern will ihren Beitrag leisten, das Feld einer nachhaltigen Bioökonomie Schritt für Schritt mit zu entwickeln.</p><p>Zu Gast: Marina Billinger, CEO und Gründerin von <a href="http://leroma.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">leroma.de</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/18-marina-billinger]]></link><guid isPermaLink="false">cc1fec89-75db-46da-9af6-f0fb04026722</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/164213d3-e888-4f1d-9a47-5b83f02b6754/vecdojmhIKBVQY95NQYKwF88.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 31 Aug 2022 06:30:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/1c1ed7f4-249f-472d-a719-e4e956e01e7c/Folge-2018-20Billinger.mp3" length="49569042" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>25:49</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>18</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#17 Heimo Adamski – Flavour on demand</title><itunes:title>#17 Heimo Adamski – Flavour on demand</itunes:title><description><![CDATA[<p>4Gene bietet Geschmack nach Belieben. Das Startup ist eine Ausgründung der TU München. Gründer und Kopf Heimo Adamski berichtet bei „Zukunft Bio E“, wie es ihre Technologie erlaubt, natürliche Aromastoffe mit Lebensmitteln, Medikamenten oder Kosmetika zu verbinden. Für die Chemiker: Das Prinzip der Glykolisierung steht dahinter.&nbsp;</p><p>4Gene kann auf diese Weise genau festlegen, wie etwas schmeckt oder riecht – und wann diese Aromen freigesetzt werden. Beim Erreichen einer bestimmten Temperatur zum Beispiel ist das die Tiefkühlpizza, die – genau dann, wenn sie fertig ist – den Duft eines echten italienischen Steinofens verströmt. Aroma-Auslöser können auch andere chemische Reaktionen sein, wie beim Deo, das nach Stunden noch mit der Haut reagiert und neue Aromastoffe freisetzt, wenn die heute eingesetzten flüchtigen Aromastoffe längst verflogen sind. So kann die Wirkung auch 16 oder mehr Stunden halten. Das Muster ist immer wieder identisch: Wo sich natürlich Aromastoffe mit dem Trägerstoff verbinden, braucht es keine künstlichen Aromen mehr.</p><p>Im Prinzip, so Heimo Adamski, könne man auf diese Weise Lebensmittel und Geschmäcker fast beliebig kombinieren. Allerdings konzentriere 4Gene sich auf das, was Kunden auch verlangten – und eine Bratwurst mit Vanillearoma gehöre dort eben nicht dazu.</p><p>Es müssen auch nicht immer positive, schöne Düfte sein. Mit derselben Technologie kann ein Aufkleber auf einem Motor vor dem Überhitzen warnen – per Rauchgeruch bei einer definierten Temperatur. Dieselben Glykoside per Tropfen auf den Akku eines Smartphones geträufelt und trocknen lassen – schon macht das Smartphone per Geruch auf sich aufmerksam, noch bevor der Akku endgültig überhitzt.&nbsp;</p><p>Heimo Adamski berichtet, wie er gemeinsam mit seinem Team solche Ideen entwickelt, wie sie an regelmäßigen „verrückten Freitagen“ jedes noch so abwegige Thema direkt an die Wand schreiben und so zu neuen Anwendungsfeldern kommen.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/heimoadamski/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Heimo Adamski</a>, Gründer und CEO 4Gene, <a href="https://4gene.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">4gene.de</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>4Gene bietet Geschmack nach Belieben. Das Startup ist eine Ausgründung der TU München. Gründer und Kopf Heimo Adamski berichtet bei „Zukunft Bio E“, wie es ihre Technologie erlaubt, natürliche Aromastoffe mit Lebensmitteln, Medikamenten oder Kosmetika zu verbinden. Für die Chemiker: Das Prinzip der Glykolisierung steht dahinter.&nbsp;</p><p>4Gene kann auf diese Weise genau festlegen, wie etwas schmeckt oder riecht – und wann diese Aromen freigesetzt werden. Beim Erreichen einer bestimmten Temperatur zum Beispiel ist das die Tiefkühlpizza, die – genau dann, wenn sie fertig ist – den Duft eines echten italienischen Steinofens verströmt. Aroma-Auslöser können auch andere chemische Reaktionen sein, wie beim Deo, das nach Stunden noch mit der Haut reagiert und neue Aromastoffe freisetzt, wenn die heute eingesetzten flüchtigen Aromastoffe längst verflogen sind. So kann die Wirkung auch 16 oder mehr Stunden halten. Das Muster ist immer wieder identisch: Wo sich natürlich Aromastoffe mit dem Trägerstoff verbinden, braucht es keine künstlichen Aromen mehr.</p><p>Im Prinzip, so Heimo Adamski, könne man auf diese Weise Lebensmittel und Geschmäcker fast beliebig kombinieren. Allerdings konzentriere 4Gene sich auf das, was Kunden auch verlangten – und eine Bratwurst mit Vanillearoma gehöre dort eben nicht dazu.</p><p>Es müssen auch nicht immer positive, schöne Düfte sein. Mit derselben Technologie kann ein Aufkleber auf einem Motor vor dem Überhitzen warnen – per Rauchgeruch bei einer definierten Temperatur. Dieselben Glykoside per Tropfen auf den Akku eines Smartphones geträufelt und trocknen lassen – schon macht das Smartphone per Geruch auf sich aufmerksam, noch bevor der Akku endgültig überhitzt.&nbsp;</p><p>Heimo Adamski berichtet, wie er gemeinsam mit seinem Team solche Ideen entwickelt, wie sie an regelmäßigen „verrückten Freitagen“ jedes noch so abwegige Thema direkt an die Wand schreiben und so zu neuen Anwendungsfeldern kommen.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/heimoadamski/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Heimo Adamski</a>, Gründer und CEO 4Gene, <a href="https://4gene.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">4gene.de</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/17-heimo-adamski]]></link><guid isPermaLink="false">c82740bf-ac43-44e9-b5f0-7245362daa84</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/1ef015ee-90b9-4e52-9357-db4b125d8e94/yBnlRo0ey-kCEuEKbG09vc84.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 24 Aug 2022 06:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/34b67752-fb6a-48e3-bc52-5b21b3339939/Folge-2017-20Adamski.mp3" length="57051347" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>29:43</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>17</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#16 Patricia Eschenlohr – Landpack: Verpackt mit Stroh</title><itunes:title>#16 Patricia Eschenlohr – Landpack: Verpackt mit Stroh</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die Aufgabe: Wir versenden Lebensmittel, Medizin, Laborware. Die Fracht soll gut geschützt und ebenso gut gekühlt werden. Die Lösung: Wir nehmen … nein, eben kein Styropor, sondern Stroh. Das ist die Mission von Patricia Eschenlohr und ihrem Unternehmen Landpack. Auf Strohbasis entstehen Verpackungen, die einfach ihren isolierenden Dienst tun – und hinterher könnten wir sie sogar einfach in den Garten werfen; sie verrotten vollständig binnen kürzester Zeit.&nbsp;&nbsp;</p><p>Stroh ist ein lokal verfügbarer, biobasierter Rohstoff, im Überfluss vorhanden. Es gibt keinen Mangel an Stroh, die Frage ist eher: Was machen wir mit dem vielen Stroh? In China werden die Strohballen auf den Feldern direkt verbrannt, um das Stroh schnell genug loszuwerden.</p><p>Styropor hingegen entsteht aus fossilen Rohstoffen, ist kaum zu recyclen. Es ist eben nur billig und verfügbar. Der weltweite Bedarf wächst, pro Jahr um rund 5%.&nbsp;</p><p>Landpack hat eine Technik entwickelt, Stroh so zu falten, dass ohne weitere Zusatzstoffe stabile Isolierplatten entstehen. Die ersten Produkte sind noch in der heimischen Küche des Gründerpaars entstanden, inzwischen betreibt Landpack mehrere Fabriken. Status: Ausgelastet.&nbsp;</p><p>Nur 1% des weltweiten Strohvorkommens wäre nötig, um Styropor vollständig zu ersetzen. Warum tun wir es nicht? Ein Thema sind die Kosten. Strohverpackungen sind so lange etwas teurer, wie wir nicht anfangen, die Nutzung fossiler Rohstoffe korrekt zu bepreisen. Derzeit verlagern wir die Kosten für CO2 auf die kommenden Generationen. Darum fordert Patricia Eschenlohr im Podcast erneut eine deutlich höhere – und damit angemessene – Bepreisung von CO2.</p><p>Zu Gast:<a href="https://www.linkedin.com/in/patricia-eschenlohr-landpack/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Patricia Eschenlohr</a>, Co-Founder und CMO von <a href="https://landpack.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Landpack</a>, Sprecherin des <a href="https://biooekonomierat-bayern.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bioökonomierates Bayern</a>.</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Aufgabe: Wir versenden Lebensmittel, Medizin, Laborware. Die Fracht soll gut geschützt und ebenso gut gekühlt werden. Die Lösung: Wir nehmen … nein, eben kein Styropor, sondern Stroh. Das ist die Mission von Patricia Eschenlohr und ihrem Unternehmen Landpack. Auf Strohbasis entstehen Verpackungen, die einfach ihren isolierenden Dienst tun – und hinterher könnten wir sie sogar einfach in den Garten werfen; sie verrotten vollständig binnen kürzester Zeit.&nbsp;&nbsp;</p><p>Stroh ist ein lokal verfügbarer, biobasierter Rohstoff, im Überfluss vorhanden. Es gibt keinen Mangel an Stroh, die Frage ist eher: Was machen wir mit dem vielen Stroh? In China werden die Strohballen auf den Feldern direkt verbrannt, um das Stroh schnell genug loszuwerden.</p><p>Styropor hingegen entsteht aus fossilen Rohstoffen, ist kaum zu recyclen. Es ist eben nur billig und verfügbar. Der weltweite Bedarf wächst, pro Jahr um rund 5%.&nbsp;</p><p>Landpack hat eine Technik entwickelt, Stroh so zu falten, dass ohne weitere Zusatzstoffe stabile Isolierplatten entstehen. Die ersten Produkte sind noch in der heimischen Küche des Gründerpaars entstanden, inzwischen betreibt Landpack mehrere Fabriken. Status: Ausgelastet.&nbsp;</p><p>Nur 1% des weltweiten Strohvorkommens wäre nötig, um Styropor vollständig zu ersetzen. Warum tun wir es nicht? Ein Thema sind die Kosten. Strohverpackungen sind so lange etwas teurer, wie wir nicht anfangen, die Nutzung fossiler Rohstoffe korrekt zu bepreisen. Derzeit verlagern wir die Kosten für CO2 auf die kommenden Generationen. Darum fordert Patricia Eschenlohr im Podcast erneut eine deutlich höhere – und damit angemessene – Bepreisung von CO2.</p><p>Zu Gast:<a href="https://www.linkedin.com/in/patricia-eschenlohr-landpack/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"> Patricia Eschenlohr</a>, Co-Founder und CMO von <a href="https://landpack.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Landpack</a>, Sprecherin des <a href="https://biooekonomierat-bayern.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bioökonomierates Bayern</a>.</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/16-patricia-eschenlohr]]></link><guid isPermaLink="false">cf2ba552-df68-4f8f-ad6e-35c35cfa658e</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/17f0a6c0-88e9-4831-9878-b3ad6daf8df8/FseskAO4BI0T4FHINlOsxlxh.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 17 Aug 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/bb86d141-321e-40d3-8ba7-3bee555a1dc9/Folge-2016-20Eschenlohr.mp3" length="45631030" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>23:46</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>16</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#15 Tobias Erb - Fotosynthese auf Speed</title><itunes:title>#15 Tobias Erb - Fotosynthese auf Speed</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die Evolution hat in mehreren Milliarden Jahren die Fotosynthese hervorgebracht. Pflanzen ziehen mittels Solarenergie Kohlenstoff aus der Atmosphäre. Tobias Erb und sein Team haben in den vergangenen zehn Jahren einen Weg gefunden, diesen Prozess um Größenordnungen zu beschleunigen. Tobias Erb ist Biologe und Chemiker, Professor an der Universität Marburg und Direktor des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie. Sein Traum: Stoffe unserer Wahl direkt in der Pflanze aus Kohlenstoff herstellen zu können.</p><p>Die Fotosynthese auf Speed läuft heute im Labor. Mittelfristig, so das Bild der Forscher, können wir sie direkt in der chemischen Industrie nutzen. Langfristig könnte die modifizierte Fotosynthese auch in Pflanzen funktionieren. Dafür werden wir die Evolution anstupsen müssen, Pflanzen eine alternative biologische Realität anbieten, in der Erwartung, dass die Pflanzen sie selbst als überlegen erkennen und von sich aus übernehmen und integrieren.</p><p>Kurzfristig wird diese Technologie uns nicht beim Kampf gegen die Erderhitzung helfen. Nur selbst wenn es uns gelingen sollte, in wenigen Jahren klimaneutral zu werden, haben wir das Problem des überschüssigen Kohlenstoffs in der Atmosphäre nicht gelöst. Der Mensch fügt dem Kohlenstoffkreislauf rund 10% CO2 hinzu; genau die müssen wir der Atmosphäre wieder entziehen.</p><p>Zugleich gewinnen wir auf diese Weise eine neue Kohlenstoffquelle, abseits von Kohle, Gas und Öl. Ebenso spannend die Perspektive für die Landwirtschaft: Im Zuge der Industrialisierung haben wir den Ertrag auf den Flächen um den Faktor vier steigern können, Dünger und Züchtung sei Dank. Die modifizierte Fotosynthese lässt einen erheblich größeren Sprung möglich erscheinen. Allein damit können wir im großen Maßstab dazu beitragen, CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen.</p><p>Zu Gast:</p><p><a href="https://q-more.chemie.de/news/1176899/tobias-erb-erhaelt-mit-1-mio-dotierten-future-insight-prize.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Tobias Erb,</a> Biologe und Chemiker, Professor an der Universität Marburg und Direktor des <a href="https://www.mpi-marburg.mpg.de/652158/Tobias-Erb" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Evolution hat in mehreren Milliarden Jahren die Fotosynthese hervorgebracht. Pflanzen ziehen mittels Solarenergie Kohlenstoff aus der Atmosphäre. Tobias Erb und sein Team haben in den vergangenen zehn Jahren einen Weg gefunden, diesen Prozess um Größenordnungen zu beschleunigen. Tobias Erb ist Biologe und Chemiker, Professor an der Universität Marburg und Direktor des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie. Sein Traum: Stoffe unserer Wahl direkt in der Pflanze aus Kohlenstoff herstellen zu können.</p><p>Die Fotosynthese auf Speed läuft heute im Labor. Mittelfristig, so das Bild der Forscher, können wir sie direkt in der chemischen Industrie nutzen. Langfristig könnte die modifizierte Fotosynthese auch in Pflanzen funktionieren. Dafür werden wir die Evolution anstupsen müssen, Pflanzen eine alternative biologische Realität anbieten, in der Erwartung, dass die Pflanzen sie selbst als überlegen erkennen und von sich aus übernehmen und integrieren.</p><p>Kurzfristig wird diese Technologie uns nicht beim Kampf gegen die Erderhitzung helfen. Nur selbst wenn es uns gelingen sollte, in wenigen Jahren klimaneutral zu werden, haben wir das Problem des überschüssigen Kohlenstoffs in der Atmosphäre nicht gelöst. Der Mensch fügt dem Kohlenstoffkreislauf rund 10% CO2 hinzu; genau die müssen wir der Atmosphäre wieder entziehen.</p><p>Zugleich gewinnen wir auf diese Weise eine neue Kohlenstoffquelle, abseits von Kohle, Gas und Öl. Ebenso spannend die Perspektive für die Landwirtschaft: Im Zuge der Industrialisierung haben wir den Ertrag auf den Flächen um den Faktor vier steigern können, Dünger und Züchtung sei Dank. Die modifizierte Fotosynthese lässt einen erheblich größeren Sprung möglich erscheinen. Allein damit können wir im großen Maßstab dazu beitragen, CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen.</p><p>Zu Gast:</p><p><a href="https://q-more.chemie.de/news/1176899/tobias-erb-erhaelt-mit-1-mio-dotierten-future-insight-prize.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Tobias Erb,</a> Biologe und Chemiker, Professor an der Universität Marburg und Direktor des <a href="https://www.mpi-marburg.mpg.de/652158/Tobias-Erb" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/15-tobias-erb]]></link><guid isPermaLink="false">68c2123f-0cc7-4fa4-afd5-b51f79b16625</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/5d3807c5-9f48-4043-b896-1b5179b2fa98/o3LTzYormT1FzOTNUxToi-Ji.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 10 Aug 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/7c77cf0e-c666-4683-ae75-d4d25f070be1/Folge-2015-20Erb.mp3" length="47405685" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>24:41</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>15</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#14 Martin Zahel – Papier für die Bioökonomie</title><itunes:title>#14 Martin Zahel – Papier für die Bioökonomie</itunes:title><description><![CDATA[<p>Bioökonomie hätte schon vor 150 Jahren unsere Antwort auf die Herausforderungen der Moderne sein können. Stattdessen sind wir auf den fossilen Pfad abgebogen, den wir jetzt wieder verlassen wollen und müssen. Dabei kann Papier helfen, sagt Martin Zahel, Geschäftsbereichsleiter Fasern und Komposite bei der Papiertechnischen Stiftung. Papier ist zwar aufwendig in der Herstellung, aber pflanzenbasiert. Und wir sind in der Lage, Papiere schnell und in nahezu beliebigen Längen herzustellen. </p><p>Wobei: Was wissen wir noch nicht über Papier? Beispiel Verpackung: Wie sorge ich dafür, dass ein Papier mit dem darin verpackten Inhalt zurecht kommt? Also weder durchtropft noch zerreißt. Beispiel Batterien: Wie sorge ich mit Papier dafür, dass Stoffe stabil getrennt gehalten werden? Innovation geschieht auch bei Papieren, denen man nicht mehr ansieht, dass sie Papier sind. Weil zum Beispiel Metallpulver zugesetzt ist und das Ergebnis Strom leiten kann. Oder dreidimensionale Formen bildet. Oder oder oder...</p><p>Die Downside von Papier: Der hohe Ressourcenverbrauch bei der Herstellung. Die Upside: Die Pflanzenbasis, verbunden mit der Möglichkeit, die Fasern immer wieder aufzuweichen und neu zu Papier zu verarbeiten. Bis 2030, da ist Martin Zahel sicher, werden wir gerade bei Verpackungen Wandel sehen. Papier, das Folien verdrängt. Papier, das aussieht wie ein fester Schaum und Styropor verdrängt. Papier, das fest in Geräten verbaut ist. </p><p>Zu Gast:</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-zahel-168ba7199/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Martin Zahel</a>, <a href="https://www.ptspaper.de/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Papiertechnische Stiftung</a>, Geschäftsbereichsleiter Fasern und Komposite</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Bioökonomie hätte schon vor 150 Jahren unsere Antwort auf die Herausforderungen der Moderne sein können. Stattdessen sind wir auf den fossilen Pfad abgebogen, den wir jetzt wieder verlassen wollen und müssen. Dabei kann Papier helfen, sagt Martin Zahel, Geschäftsbereichsleiter Fasern und Komposite bei der Papiertechnischen Stiftung. Papier ist zwar aufwendig in der Herstellung, aber pflanzenbasiert. Und wir sind in der Lage, Papiere schnell und in nahezu beliebigen Längen herzustellen. </p><p>Wobei: Was wissen wir noch nicht über Papier? Beispiel Verpackung: Wie sorge ich dafür, dass ein Papier mit dem darin verpackten Inhalt zurecht kommt? Also weder durchtropft noch zerreißt. Beispiel Batterien: Wie sorge ich mit Papier dafür, dass Stoffe stabil getrennt gehalten werden? Innovation geschieht auch bei Papieren, denen man nicht mehr ansieht, dass sie Papier sind. Weil zum Beispiel Metallpulver zugesetzt ist und das Ergebnis Strom leiten kann. Oder dreidimensionale Formen bildet. Oder oder oder...</p><p>Die Downside von Papier: Der hohe Ressourcenverbrauch bei der Herstellung. Die Upside: Die Pflanzenbasis, verbunden mit der Möglichkeit, die Fasern immer wieder aufzuweichen und neu zu Papier zu verarbeiten. Bis 2030, da ist Martin Zahel sicher, werden wir gerade bei Verpackungen Wandel sehen. Papier, das Folien verdrängt. Papier, das aussieht wie ein fester Schaum und Styropor verdrängt. Papier, das fest in Geräten verbaut ist. </p><p>Zu Gast:</p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/martin-zahel-168ba7199/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Martin Zahel</a>, <a href="https://www.ptspaper.de/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Papiertechnische Stiftung</a>, Geschäftsbereichsleiter Fasern und Komposite</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/14]]></link><guid isPermaLink="false">e77fcf11-160c-4730-a460-4bef894a31a1</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/47f683f1-2f64-4f75-9674-9d6a3ba489b7/HcpLxiUT5lbv1ER1AG6g22nK.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Thu, 04 Aug 2022 00:15:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/738e2e6d-e4cc-4e17-a6f5-2617aa5d3bf0/Folge-2014-20Zahel.mp3" length="43374051" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>22:35</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>14</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#13 André Schiefner – Echter Fisch aus dem Labor</title><itunes:title>#13 André Schiefner – Echter Fisch aus dem Labor</itunes:title><description><![CDATA[<p>Bluu macht Fisch, genauer: Bluu arbeitet daran, im Labor echten Fisch zu erzeugen. Das Lübecker Startup will denselben Wachstumsprozess in Gang setzen, der im Fisch abläuft und damit natürliche Fischzellen vermehren. Dr. André Schiefner ist Leiter der Zellkultur und Medienentwicklung bei Bluu. Er sagt: Was entsteht, ist technisch gesehen: Natürlich gewachsenes, echtes Fischfilet. Das nur eben nicht in einem Fisch gewachsen ist, der mit Schuppen, Kopf und Schwanz im Wasser schwimmt.&nbsp;</p><p>Warum begnügen wir uns nicht mit dem Fisch aus dem Meer? Die Fischbestände im Meer sind heute schon vielfach überfischt. Die Meere können den Bedarf der Menschheit nicht mehr befriedigen, dabei wächst die Nachfrage immer weiter. Auch Aquakulturen können nur einen Teil der Probleme lösen - und schaffen zugleich neue, beginnend bei dem Einsatz von Antibiotika etc. Die Antwort von Bluu: Wir können Fischzellen auch im Labor vermehren und wachsen lassen.&nbsp;</p><p>Um möglichst frühzeitig tatsächlich am Markt tätig zu sein, entwickelt Bluu erste Vorstufen wie Fischstäbchen u.ä.; bis das volle Filet von Lachs und Forelle auf den Markt kommt, werden noch ein paar Jahre vergehen. Mitte der 20er Jahre soll es so weit sein. Dann will Bluu eine regionale Produktion von Fischfilet und weiteren Fischprodukten aufgebaut haben. Dann entsteht Seefisch auch in der Alpenregion.&nbsp;</p><p>Spannend ist das Thema Akzeptanz: Werden Menschen so einen Fisch wollen? Werden sie das Filet als gutes Lebensmittel anerkennen, als gleichwertig oder sogar besser? Immerhin darf man hier sicher sein: Dieser Fisch enthält weder Microplastik noch Antibiotika, wurde nicht um den halben Globus gefahren und muss auch nicht geschlachtet werden.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/andre-schiefner-58535874/?original_referer=https%3A%2F%2Fwww%2Egoogle%2Ecom&amp;originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. André Schiefner</a>, <a href="https://bluu.bio" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bluu, Leiter Zellkultur und Medienentwicklung</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Bluu macht Fisch, genauer: Bluu arbeitet daran, im Labor echten Fisch zu erzeugen. Das Lübecker Startup will denselben Wachstumsprozess in Gang setzen, der im Fisch abläuft und damit natürliche Fischzellen vermehren. Dr. André Schiefner ist Leiter der Zellkultur und Medienentwicklung bei Bluu. Er sagt: Was entsteht, ist technisch gesehen: Natürlich gewachsenes, echtes Fischfilet. Das nur eben nicht in einem Fisch gewachsen ist, der mit Schuppen, Kopf und Schwanz im Wasser schwimmt.&nbsp;</p><p>Warum begnügen wir uns nicht mit dem Fisch aus dem Meer? Die Fischbestände im Meer sind heute schon vielfach überfischt. Die Meere können den Bedarf der Menschheit nicht mehr befriedigen, dabei wächst die Nachfrage immer weiter. Auch Aquakulturen können nur einen Teil der Probleme lösen - und schaffen zugleich neue, beginnend bei dem Einsatz von Antibiotika etc. Die Antwort von Bluu: Wir können Fischzellen auch im Labor vermehren und wachsen lassen.&nbsp;</p><p>Um möglichst frühzeitig tatsächlich am Markt tätig zu sein, entwickelt Bluu erste Vorstufen wie Fischstäbchen u.ä.; bis das volle Filet von Lachs und Forelle auf den Markt kommt, werden noch ein paar Jahre vergehen. Mitte der 20er Jahre soll es so weit sein. Dann will Bluu eine regionale Produktion von Fischfilet und weiteren Fischprodukten aufgebaut haben. Dann entsteht Seefisch auch in der Alpenregion.&nbsp;</p><p>Spannend ist das Thema Akzeptanz: Werden Menschen so einen Fisch wollen? Werden sie das Filet als gutes Lebensmittel anerkennen, als gleichwertig oder sogar besser? Immerhin darf man hier sicher sein: Dieser Fisch enthält weder Microplastik noch Antibiotika, wurde nicht um den halben Globus gefahren und muss auch nicht geschlachtet werden.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/andre-schiefner-58535874/?original_referer=https%3A%2F%2Fwww%2Egoogle%2Ecom&amp;originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. André Schiefner</a>, <a href="https://bluu.bio" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bluu, Leiter Zellkultur und Medienentwicklung</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/13-andre-schiefner-echter-fisch-aus-dem-labor]]></link><guid isPermaLink="false">7466e0be-9674-403a-ab79-a0fca17d03cb</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/5ef8a1c0-111b-4909-b2d0-5124fef62989/EX461gn2g4OwrHzRUkM_pvu_.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 27 Jul 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/2a44609a-2046-47af-80ae-14d248578b1f/Folge-2013-20Schiefner.mp3" length="46822214" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>24:23</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>13</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#12 Thomas Brück – Algen in Beton</title><itunes:title>#12 Thomas Brück – Algen in Beton</itunes:title><description><![CDATA[<p>Schauen wir aus dem Fenster, sehen die meisten von uns: Beton. Darin: Stahl. Unsere bisherige Art zu bauen, ist für das Klima eine Katastrophe. Die Herstellung von Stahl und Beton setzt eine große Menge Treibhausgase frei. Bauen ist der größte verkannte Treiber der Klimakrise. Wie Algen dazu beitragen können, Baumaterialien zu revolutionieren und damit die Klimabelastung des Bauens erheblich zu reduzieren, darüber forscht Thomas Brück. Er ist Professor für Synthetische Biotechnologie an der TU München und leitet das dortige Algentechnikum. Brück ist überzeugt: Wir müssen nicht über Verzicht und Einschränkung sprechen. Was wir brauchen ist Forschung, Mut und Entwicklung.&nbsp;</p><p>Die kleine Algenlösung im Bau: Die richtige Alge dem Beton beigemengt, verschließt die Alge automatisch die kleinen Haarrisse, die im Beton unweigerlich nach gewisser Zeit auftreten. Klassisch dringt hier Wasser ein und zersetzt den Stahl im Inneren. Das Haus, die Brücke, die Straße ist reif für den Abriss. Zumeist geschieht das, bevor der Beton lang genug steht, um klimapositiv zu werden. Mit der Algenbeimischung steigt die Lebensdauer von Betonbauten erheblich.&nbsp;</p><p>Noch einen Schritt weiter geht die Entwicklung von Algen-Carbon. Carbon wird klassisch aus Erdöl hergestellt - stabil, aber fossil. Auch hier können Algen helfen: Aus Algen lässt sich ein Öl gewinnen, das ein ebenso stabiles Carbon abgibt wie mineralisches Erdöl. Ein biobasierter Ersatz für die Stahlbewehrung im Inneren von Betonbauten. Wer dazu noch auf Sand und Zement verzichtet und stattdessen Granit einsetzt, erhält ein Baumaterial, das alles kann, was heutigem Beton abverlangt wird. Ein neues Material, viel verfügbarer als Beton. Granit gibt es überall und wächst durch Magma von unten nach. Leichter ist es noch dazu. Damit lassen sich Bauteile im Nanometerbereich genau vorproduzieren und vor Ort zusammensetzen. Das Ergebnis sollten durchaus auch Hochhäuser sein. Die Piloten sollen noch vor der Mitte des Jahrzehnts gebaut werden.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://q-more.chemie.de/autoren/411/professor-thomas-brueck.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Brück,</a> <a href="https://www.ch.nat.tum.de/wssb/forschung/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professor Synthetische Biologie, TU München</a> und Mitglied des Nationalen Bioökonomierates.&nbsp;</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Schauen wir aus dem Fenster, sehen die meisten von uns: Beton. Darin: Stahl. Unsere bisherige Art zu bauen, ist für das Klima eine Katastrophe. Die Herstellung von Stahl und Beton setzt eine große Menge Treibhausgase frei. Bauen ist der größte verkannte Treiber der Klimakrise. Wie Algen dazu beitragen können, Baumaterialien zu revolutionieren und damit die Klimabelastung des Bauens erheblich zu reduzieren, darüber forscht Thomas Brück. Er ist Professor für Synthetische Biotechnologie an der TU München und leitet das dortige Algentechnikum. Brück ist überzeugt: Wir müssen nicht über Verzicht und Einschränkung sprechen. Was wir brauchen ist Forschung, Mut und Entwicklung.&nbsp;</p><p>Die kleine Algenlösung im Bau: Die richtige Alge dem Beton beigemengt, verschließt die Alge automatisch die kleinen Haarrisse, die im Beton unweigerlich nach gewisser Zeit auftreten. Klassisch dringt hier Wasser ein und zersetzt den Stahl im Inneren. Das Haus, die Brücke, die Straße ist reif für den Abriss. Zumeist geschieht das, bevor der Beton lang genug steht, um klimapositiv zu werden. Mit der Algenbeimischung steigt die Lebensdauer von Betonbauten erheblich.&nbsp;</p><p>Noch einen Schritt weiter geht die Entwicklung von Algen-Carbon. Carbon wird klassisch aus Erdöl hergestellt - stabil, aber fossil. Auch hier können Algen helfen: Aus Algen lässt sich ein Öl gewinnen, das ein ebenso stabiles Carbon abgibt wie mineralisches Erdöl. Ein biobasierter Ersatz für die Stahlbewehrung im Inneren von Betonbauten. Wer dazu noch auf Sand und Zement verzichtet und stattdessen Granit einsetzt, erhält ein Baumaterial, das alles kann, was heutigem Beton abverlangt wird. Ein neues Material, viel verfügbarer als Beton. Granit gibt es überall und wächst durch Magma von unten nach. Leichter ist es noch dazu. Damit lassen sich Bauteile im Nanometerbereich genau vorproduzieren und vor Ort zusammensetzen. Das Ergebnis sollten durchaus auch Hochhäuser sein. Die Piloten sollen noch vor der Mitte des Jahrzehnts gebaut werden.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://q-more.chemie.de/autoren/411/professor-thomas-brueck.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thomas Brück,</a> <a href="https://www.ch.nat.tum.de/wssb/forschung/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Professor Synthetische Biologie, TU München</a> und Mitglied des Nationalen Bioökonomierates.&nbsp;</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/12-thomas-bruck-algen-in-beton]]></link><guid isPermaLink="false">82fc8d64-557f-4527-bdb8-d64391f1f4fd</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/06a37870-f46f-45a4-b345-899c3ccc0f9a/u9RmkXejS2NlfvYvVXAc1siq.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 20 Jul 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/9d20ba4b-0d88-494f-85ee-d8a39c160985/Folge-2012-20Br-ck.mp3" length="49226315" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>25:38</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>12</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#11 Lars Börger – Industrielle Produktion ohne fossile Rohstoffe?</title><itunes:title>#11 Lars Börger – Industrielle Produktion ohne fossile Rohstoffe?</itunes:title><description><![CDATA[<p>„Kind, schmeiß nicht den Rohstoff weg!“ In der Natur gibt es das Konzept von „Müll“, den es zu trennen und vielleicht auch zu recyceln gäbe. Alles ist wertvoll, jeder Stoff Ausgangsstoff für den nächsten Akteur oder Verarbeitungsschritt. Bioökonomie ist die eigentlich natürliche Art, mit Materialien umzugehen und den Kreislauf der Natur abzubilden. „Wir können die gesamte Wirtschaft auf materialtechnischer Seite so umstellen, dass wir im Einklang mit der Natur arbeiten“, sagt Lars Börger, VP Renewable Polymers &amp; Chemicals bei Neste im Gespräch mit Michael Carl.</p><p>Die gute Nachricht: Auch wenn wir nicht viel Zeit haben, die fossilen Rohstoffe aus der industriellen Produktion herauszunehmen, Lars Börger sagt: Wir können das schaffen. Allerdings müssen wir dafür die Prozesse und vor allem Anlagen der chemischen Industrie weiter nutzen. Bis 2030 in großem Umfang neue Prozesse zu entwerfen und im globalen Maßstab neue Anlagen zu bauen, wäre illusorisch. Also müssen wir an die Ausgangsstoffe heran und die bisherigen fossilen Rohstoffe möglichst 1:1 ersetzen.&nbsp;</p><p>Allerdings: Kohlenstoff brauchen wir schon. Woher also nehmen, wenn nicht tief aus der Erde? Lars Börger unterscheidet drei wesentliche Quellen. Die Biosphäre liegt am nächsten. Pflanzen erledigen den Job, Kohlenstoff aus der Luft zu filtern; von dort aus können wir ihn für chemische Ausgangsstoffe nutzen. Was auch immer davon hinterher wieder in die Atmosphäre gerät, schließt nur einen Kreislauf. Neben vielen anderen arbeitet auch Neste daran, auf diese Weise Grundstoffe für die Chemie bereitzustellen. Ebenso verfügbar als Kohlenstoffquelle: Die Technosphäre. Das ist die Eliminierung des kulturellen Konstrukts von „Müll“. Letztlich gibt es keinen Müll, sondern nur wertvolle Rohstoffe. Am weitesten entfernt ist die Atmosphäre als unmittelbare Kohlenstoffquelle. Will der Mensch die Prozesse, die in der Biosphäre die Pflanzen umsetzen, selbst durchführen, braucht er vor allem eines, nämlich Energie. Die ist teuer und nicht unbedingt verfügbar. Allerdings wirkt die Energie auch deshalb teuer, weil die Kohlenstoff-basierten Produkte viel zu günstig sind. So ist alles relativ.&nbsp;</p><p>Lars Börger sagt: Es liegt nicht am Können, es liegt auch nicht unbedingt am Wollen. Was uns fehlt, ist eine Art koordiniertes Wollen. Ein strukturierter Übergang von der fossilen Kohlenstoff-Welt in die post-fossile Zeit. Hierfür den Rahmen zu setzen, ist auch eine politische Aufgabe.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/larsboerger/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Lars Börger</a>, VP Renewable Polymers &amp; Chemicals, <a href="https://www.neste.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Neste</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>„Kind, schmeiß nicht den Rohstoff weg!“ In der Natur gibt es das Konzept von „Müll“, den es zu trennen und vielleicht auch zu recyceln gäbe. Alles ist wertvoll, jeder Stoff Ausgangsstoff für den nächsten Akteur oder Verarbeitungsschritt. Bioökonomie ist die eigentlich natürliche Art, mit Materialien umzugehen und den Kreislauf der Natur abzubilden. „Wir können die gesamte Wirtschaft auf materialtechnischer Seite so umstellen, dass wir im Einklang mit der Natur arbeiten“, sagt Lars Börger, VP Renewable Polymers &amp; Chemicals bei Neste im Gespräch mit Michael Carl.</p><p>Die gute Nachricht: Auch wenn wir nicht viel Zeit haben, die fossilen Rohstoffe aus der industriellen Produktion herauszunehmen, Lars Börger sagt: Wir können das schaffen. Allerdings müssen wir dafür die Prozesse und vor allem Anlagen der chemischen Industrie weiter nutzen. Bis 2030 in großem Umfang neue Prozesse zu entwerfen und im globalen Maßstab neue Anlagen zu bauen, wäre illusorisch. Also müssen wir an die Ausgangsstoffe heran und die bisherigen fossilen Rohstoffe möglichst 1:1 ersetzen.&nbsp;</p><p>Allerdings: Kohlenstoff brauchen wir schon. Woher also nehmen, wenn nicht tief aus der Erde? Lars Börger unterscheidet drei wesentliche Quellen. Die Biosphäre liegt am nächsten. Pflanzen erledigen den Job, Kohlenstoff aus der Luft zu filtern; von dort aus können wir ihn für chemische Ausgangsstoffe nutzen. Was auch immer davon hinterher wieder in die Atmosphäre gerät, schließt nur einen Kreislauf. Neben vielen anderen arbeitet auch Neste daran, auf diese Weise Grundstoffe für die Chemie bereitzustellen. Ebenso verfügbar als Kohlenstoffquelle: Die Technosphäre. Das ist die Eliminierung des kulturellen Konstrukts von „Müll“. Letztlich gibt es keinen Müll, sondern nur wertvolle Rohstoffe. Am weitesten entfernt ist die Atmosphäre als unmittelbare Kohlenstoffquelle. Will der Mensch die Prozesse, die in der Biosphäre die Pflanzen umsetzen, selbst durchführen, braucht er vor allem eines, nämlich Energie. Die ist teuer und nicht unbedingt verfügbar. Allerdings wirkt die Energie auch deshalb teuer, weil die Kohlenstoff-basierten Produkte viel zu günstig sind. So ist alles relativ.&nbsp;</p><p>Lars Börger sagt: Es liegt nicht am Können, es liegt auch nicht unbedingt am Wollen. Was uns fehlt, ist eine Art koordiniertes Wollen. Ein strukturierter Übergang von der fossilen Kohlenstoff-Welt in die post-fossile Zeit. Hierfür den Rahmen zu setzen, ist auch eine politische Aufgabe.&nbsp;</p><p>Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/larsboerger/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Lars Börger</a>, VP Renewable Polymers &amp; Chemicals, <a href="https://www.neste.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Neste</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/11-lars-boerger]]></link><guid isPermaLink="false">0e4d9349-c50e-4385-95af-46d22c537b04</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/3a04eeb1-ef86-4062-a915-c8881634f49b/PzX5vvOwtSmy9AiyE98i9hk8.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 13 Jul 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/eb2883be-9d57-4b9a-99c8-c9d1fd27d4f1/Folge-2011-20Boerger.mp3" length="50964190" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>26:33</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>11</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#10 Henry Bloch – Flexibilisierung der Prozessindustrie</title><itunes:title>#10 Henry Bloch – Flexibilisierung der Prozessindustrie</itunes:title><description><![CDATA[<p>Henry Bloch ist einer der Gründer und Köpfe der Semodia aus Dresden. Ein Startup, das die oft statischen Anlagen der chemischen Industrie flexibler machen will. Ist Semodia Teil der Bioökonomie? Henry Bloch ist sich nicht sicher. Gehören sie zu den Treibern und Ermöglichern? Auf jeden Fall. Für Henry Bloch ist die Bioökonomie das perfekte Anwendungsgebiet für Modularisierung. Diese zu schaffen, ist Semodias Thema.&nbsp;</p><p>Semodia hängt der Ruf an, ein wirklich cooles Startup zu sein – von dem kaum jemand im Detail versteht, was sie tun. Da hilft dieser Podcast. Semodia löst Probleme. Eines davon: Die langen Entwicklungszeiten in der Prozessindustrie. Bei steigender Produktvielfalt und sehr schwankenden Absatzmärkten werden immer flexiblere Produktionsanlagen benötigt. Eine Schwierigkeit, wenn Anlagen eigentlich stets genau für einen Produktschritt geplant, programmiert und gebaut werden. Wer immer erst neue Anlagen errichten muss, bevor ein Prozess angepasst werden kann, arbeitet zuverlässig, aber langsam. Eine zusätzliche Hürde für die Bioökonomie: Das lohnt sich nur im großen Maßstabd. Wer erst Kilos statt Tonnen benötigt, kommt hier nicht zum Zuge.&nbsp;</p><p>Semodia setzt sich zwischen diese Anlagen und sorgt für Verständigung, entwickelt Software für die Prozessindustrie und Biotechnologie. Modulare Anlagen mit einer einfachen Kommunikation zwischen den Modulen und dem Steuerungssystem über standardisierte Schnittstellen. Diese müssen nicht mehr aufwendig immer wieder neu programmiert werden, sondern nur neu konfiguriert. Mit den Produkten NAMUR Open Architecture (NOA) und vor allem dem Module Type Package (MTP) hat Semodia standardisierte Lösungen aus der Forschung in die industrielle Entwicklung überführt.</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/henry-bloch-861966165/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Henry Bloch</a>, einer der Köpfe, <a href="https://semodia.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Geschäftsführer und Gründer von Semodia</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Henry Bloch ist einer der Gründer und Köpfe der Semodia aus Dresden. Ein Startup, das die oft statischen Anlagen der chemischen Industrie flexibler machen will. Ist Semodia Teil der Bioökonomie? Henry Bloch ist sich nicht sicher. Gehören sie zu den Treibern und Ermöglichern? Auf jeden Fall. Für Henry Bloch ist die Bioökonomie das perfekte Anwendungsgebiet für Modularisierung. Diese zu schaffen, ist Semodias Thema.&nbsp;</p><p>Semodia hängt der Ruf an, ein wirklich cooles Startup zu sein – von dem kaum jemand im Detail versteht, was sie tun. Da hilft dieser Podcast. Semodia löst Probleme. Eines davon: Die langen Entwicklungszeiten in der Prozessindustrie. Bei steigender Produktvielfalt und sehr schwankenden Absatzmärkten werden immer flexiblere Produktionsanlagen benötigt. Eine Schwierigkeit, wenn Anlagen eigentlich stets genau für einen Produktschritt geplant, programmiert und gebaut werden. Wer immer erst neue Anlagen errichten muss, bevor ein Prozess angepasst werden kann, arbeitet zuverlässig, aber langsam. Eine zusätzliche Hürde für die Bioökonomie: Das lohnt sich nur im großen Maßstabd. Wer erst Kilos statt Tonnen benötigt, kommt hier nicht zum Zuge.&nbsp;</p><p>Semodia setzt sich zwischen diese Anlagen und sorgt für Verständigung, entwickelt Software für die Prozessindustrie und Biotechnologie. Modulare Anlagen mit einer einfachen Kommunikation zwischen den Modulen und dem Steuerungssystem über standardisierte Schnittstellen. Diese müssen nicht mehr aufwendig immer wieder neu programmiert werden, sondern nur neu konfiguriert. Mit den Produkten NAMUR Open Architecture (NOA) und vor allem dem Module Type Package (MTP) hat Semodia standardisierte Lösungen aus der Forschung in die industrielle Entwicklung überführt.</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/henry-bloch-861966165/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Henry Bloch</a>, einer der Köpfe, <a href="https://semodia.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Geschäftsführer und Gründer von Semodia</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/10-henry-bloch]]></link><guid isPermaLink="false">9dfb0862-51ec-459a-af76-370504d7531c</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7286fd1a-1240-476e-b241-274499ca87de/Ab-5FGlm0_SGdekZ7MfJ9lxK.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 18 May 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/680de402-c0f6-4040-bb48-936460056e91/Zukunft-20Bio-20E-20Folge-2010-20Henry-20Bloch.mp3" length="44546008" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>23:12</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>10</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#9 Dirk Sombroek – Bioaktive Substanzen</title><itunes:title>#9 Dirk Sombroek – Bioaktive Substanzen</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wer träumt nicht davon… Süßigkeiten essen, ohne dabei zuzunehmen. Diesen Traum will Dirk Sombroek, Vice President bei BRAIN Biotech, möglich machen. Ziel des Ganzen: Die Verbesserung unserer Gesundheit und unseres Wohlbefindens.&nbsp;</p><p>Aber wie ist das möglich? Hierzu werden z.B. Süß-Rezeptoren der menschlichen Zunge in einer Zelle platziert. Diese Zelle wird dann als Sensor verwendet, um verschiedene Naturstoffe zu testen. Dieser Prozess, macht es dann möglich einen neuen Süßstoff zu identifizieren.&nbsp;</p><p>BRAIN Biotech arbeitet also an bioaktiven Naturstoffen und nennt diese BRAIN BioAktives. Sie können nicht nur in Stoffen einen Geschmack von Süße hervorrufen, ohne dass Zucker und Kalorien im Spiel sind, nein sie können auch in Lebensmitteln Bitterstimuli blockieren, ohne auf die Bitterstoffe und deren positiven Effekte zu verzichten. Sie sind aber nicht nur im Nahrungsmittelumfeld bei Geschmacks- oder Aromastoffen zu finden, sondern können auch als Geruchs- oder Konservierungsstoff eingesetzt werden. Aber auch sensorische Effekte wie ein Haut- oder Mundgefühl können durch sie aktiviert werden.</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/dirk-sombroek-681b94182/?original_referer=https%3A%2F%2Fwww%2Egoogle%2Ecom&amp;originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dirk Sombroek</a>, Vizepräsident BioActives &amp; Performance Biologicals bei <a href="https://www.brain-biotech.com/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">BRAIN Biotech AG</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wer träumt nicht davon… Süßigkeiten essen, ohne dabei zuzunehmen. Diesen Traum will Dirk Sombroek, Vice President bei BRAIN Biotech, möglich machen. Ziel des Ganzen: Die Verbesserung unserer Gesundheit und unseres Wohlbefindens.&nbsp;</p><p>Aber wie ist das möglich? Hierzu werden z.B. Süß-Rezeptoren der menschlichen Zunge in einer Zelle platziert. Diese Zelle wird dann als Sensor verwendet, um verschiedene Naturstoffe zu testen. Dieser Prozess, macht es dann möglich einen neuen Süßstoff zu identifizieren.&nbsp;</p><p>BRAIN Biotech arbeitet also an bioaktiven Naturstoffen und nennt diese BRAIN BioAktives. Sie können nicht nur in Stoffen einen Geschmack von Süße hervorrufen, ohne dass Zucker und Kalorien im Spiel sind, nein sie können auch in Lebensmitteln Bitterstimuli blockieren, ohne auf die Bitterstoffe und deren positiven Effekte zu verzichten. Sie sind aber nicht nur im Nahrungsmittelumfeld bei Geschmacks- oder Aromastoffen zu finden, sondern können auch als Geruchs- oder Konservierungsstoff eingesetzt werden. Aber auch sensorische Effekte wie ein Haut- oder Mundgefühl können durch sie aktiviert werden.</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/dirk-sombroek-681b94182/?original_referer=https%3A%2F%2Fwww%2Egoogle%2Ecom&amp;originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dirk Sombroek</a>, Vizepräsident BioActives &amp; Performance Biologicals bei <a href="https://www.brain-biotech.com/de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">BRAIN Biotech AG</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/9-dirk-sombroek-bioaktive-substanzen]]></link><guid isPermaLink="false">06fc1f83-ecd5-40b9-a705-976d2c343d1a</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/7abd2fe5-818e-401d-8925-82cf9f6e7242/iXY-OQH2QcyGRLGfit8bXVt0.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 11 May 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/83bc85ee-3372-4c10-9f89-62eaabae3e63/Zukunft-20Bio-20E-20Folge-209-20Dirk-20Sombroek.mp3" length="47638070" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>24:49</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>9</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#8 Tobias Wittmann – Kohlenstoffe aus Biomasse</title><itunes:title>#8 Tobias Wittmann – Kohlenstoffe aus Biomasse</itunes:title><description><![CDATA[<p>Wie können Autoreifen gleichzeitig elastisch und doch stabil sein? Das Geheimnis ist der Kohlenstoff, an der richtigen Stelle zugesetzt. Sonst wäre ein Reifen wabbelig wie ein Gummiband. Und schwarz wird der Reifen auch gleich. Üblicherweise benötigt die Industrie für solche Produkte klassisches Erdöl. Suncoal Industries hält dem technischen Kohlenstoff entgegen, produziert aus Biomasse. Genauer: aus Lignin, einem Bestandteil von Holz, für die Herstellung von Zellstoff nicht nötigt und bislang meist schlicht verfeuert. Tobias Wittmann, CEO und Gründer von Suncoal Industries, sagt: Unsere Kohlenstoffe sind technisch, ökologisch und ökonomisch überlegen.&nbsp;</p><p>In Form von Pulver wird der biobasierte Kohlenstoff zum Rohstoff für die chemische Industrie. Sein Hauptanwendungsgebiet: Gummiartikel. Ob Fensterprofile oder Autoreifen, der zugeführte Kohlenstoff schafft bei Kautschuk eine gewisse Härte bei gleichbleibender Elastizität. Eine perfekte Mischung also.</p><p>Das besondere bei Suncoal Industries: Sie schaffen einen geschlossenen Kohlenstoffkreislauf. Die Kohlenstoffe werden von der Biomasse direkt aus der Atmosphäre aufgenommen. Und beim Herstellungsprozess selbst wird kein zusätzlicher Kohlenstoff in die Atmosphäre eingetragen.</p><p>Für Tobias Wittmann ist Bioökonomie die Möglichkeit neue Geschäftsmodelle aufzubauen und profitabel zu betreiben. Der biobasierte Kohlenstoff schafft genau das. Er ist nicht nur kostengünstiger in der Herstellung und sparsamer in der Anwendung, nein – er performt in einigen Anwendungen sogar besser als das fossile Original.</p><p>Tobias Wittmann ist sich sicher: In der richtigen Nische, mit dem richtigen Produkt und einem einfachen Verfahren kann man heute bereits voll wettbewerbsfähig biobasierte Produkte auf den Markt bringen.</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/tobias-wittmann-65a41468/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Tobias Wittmann</a>, CEO bei <a href="https://www.suncoal.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SunCoal Industries GmbH</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wie können Autoreifen gleichzeitig elastisch und doch stabil sein? Das Geheimnis ist der Kohlenstoff, an der richtigen Stelle zugesetzt. Sonst wäre ein Reifen wabbelig wie ein Gummiband. Und schwarz wird der Reifen auch gleich. Üblicherweise benötigt die Industrie für solche Produkte klassisches Erdöl. Suncoal Industries hält dem technischen Kohlenstoff entgegen, produziert aus Biomasse. Genauer: aus Lignin, einem Bestandteil von Holz, für die Herstellung von Zellstoff nicht nötigt und bislang meist schlicht verfeuert. Tobias Wittmann, CEO und Gründer von Suncoal Industries, sagt: Unsere Kohlenstoffe sind technisch, ökologisch und ökonomisch überlegen.&nbsp;</p><p>In Form von Pulver wird der biobasierte Kohlenstoff zum Rohstoff für die chemische Industrie. Sein Hauptanwendungsgebiet: Gummiartikel. Ob Fensterprofile oder Autoreifen, der zugeführte Kohlenstoff schafft bei Kautschuk eine gewisse Härte bei gleichbleibender Elastizität. Eine perfekte Mischung also.</p><p>Das besondere bei Suncoal Industries: Sie schaffen einen geschlossenen Kohlenstoffkreislauf. Die Kohlenstoffe werden von der Biomasse direkt aus der Atmosphäre aufgenommen. Und beim Herstellungsprozess selbst wird kein zusätzlicher Kohlenstoff in die Atmosphäre eingetragen.</p><p>Für Tobias Wittmann ist Bioökonomie die Möglichkeit neue Geschäftsmodelle aufzubauen und profitabel zu betreiben. Der biobasierte Kohlenstoff schafft genau das. Er ist nicht nur kostengünstiger in der Herstellung und sparsamer in der Anwendung, nein – er performt in einigen Anwendungen sogar besser als das fossile Original.</p><p>Tobias Wittmann ist sich sicher: In der richtigen Nische, mit dem richtigen Produkt und einem einfachen Verfahren kann man heute bereits voll wettbewerbsfähig biobasierte Produkte auf den Markt bringen.</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/tobias-wittmann-65a41468/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Tobias Wittmann</a>, CEO bei <a href="https://www.suncoal.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">SunCoal Industries GmbH</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/tobias-wittmann]]></link><guid isPermaLink="false">ead4cc4c-06d8-4e11-b219-b5d64e6a2faa</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/8d6ef123-652b-4045-b460-ba995aae4e1f/qsUYLp1xTUPGp8fG-Apsabv8.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 04 May 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a5c98446-df79-4e86-9c42-034603e8216e/Zukunft-20Bio-20E-20Folge-208-20Tobias-20Wittmann.mp3" length="39084953" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>20:21</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>8</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#7 Gunnar Mühlstädt - Algenproteine zum Frühstück</title><itunes:title>#7 Gunnar Mühlstädt - Algenproteine zum Frühstück</itunes:title><description><![CDATA[<p class="ql-align-justify">Was macht eigentlich Gummibärchen blau? Logisch: Algen. Was sonst? Mikroalgen der Gattungen Chlorella und Spirulina. Einzeller, die als Lebensmittel zugelassen sind. Die wir frisch, getrocknet oder gefroren essen können – und sehr viel häufiger essen als wir denken.</p><p class="ql-align-justify">Die Mikroalge Spirulina gilt als das vollkommenste Lebensmittel der Welt, so die UNESCO. Denn in einer Zelle dieser Alge findet man so viele Nährstoffe wie in keiner anderen Zelle auf der Welt. Und das Beste: Algen begegnen uns jeden Tag. Sei es an Hauswänden, im zu lange stehen gelassenen Wasserglas oder an Blumentöpfen. Algen sind auf der ganzen Welt verbreitet. Warum sie also nicht nutzen?</p><p class="ql-align-justify">Das alles sagt Gunnar Mühlstädt, Geschäftsführer der PUEVIT GmbH. Seine „kleinen grünen Freunde“, wie er die Mikroalgen selbst nennt, züchtet er in seinen eigens dafür entwickelten Anlagen, mit dem Ziel, eine industrielle Menge an Biomasse dieser Algen für den Markt zur Verfügung stellen.</p><p class="ql-align-justify">Der Vorteil an seinen Algen: Sie sind geschmacksneutral. Wer möchte, könnte sie sich frisch geerntet direkt in den Frühstücksquark rühren. Mühlstädt kann für deren Herstellung Orte nutzen, die bisher als ungeeignet für die Lebensmittelproduktion galten. Lediglich ausreichend Licht und eine Nährflüssigkeit, mehr brauchen die Mikroalgen nicht. Und dann können sie überall wachsen, sei es im Meer, im urbanen Raum an Gebäudefassaden, theoretisch überall auf dieser Welt oder auf einem anderen Planeten.</p><p class="ql-align-justify">Und tatsächlich finden wir schon heute in 70 Prozent der Lebensmittel im Supermarkt Bestandteile von Algen. Als Verdickungsmittel, in Form antioxidativer Wirkstoffe oder eben als blaue Farbe von Gummibärchen. Und durch ihre enthaltenen Aminosäuren bieten sie auch eine mögliche Alternative zur Deckung des Proteinbedarfs der Menschen.</p><p>&nbsp;Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/gunnar-muehlstaedt/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gunnar Mühlstädt,</a> Geschäftsführer <a href="https://puevit.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">PUEVIT GmbH</a>, Dresden</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p class="ql-align-justify">Was macht eigentlich Gummibärchen blau? Logisch: Algen. Was sonst? Mikroalgen der Gattungen Chlorella und Spirulina. Einzeller, die als Lebensmittel zugelassen sind. Die wir frisch, getrocknet oder gefroren essen können – und sehr viel häufiger essen als wir denken.</p><p class="ql-align-justify">Die Mikroalge Spirulina gilt als das vollkommenste Lebensmittel der Welt, so die UNESCO. Denn in einer Zelle dieser Alge findet man so viele Nährstoffe wie in keiner anderen Zelle auf der Welt. Und das Beste: Algen begegnen uns jeden Tag. Sei es an Hauswänden, im zu lange stehen gelassenen Wasserglas oder an Blumentöpfen. Algen sind auf der ganzen Welt verbreitet. Warum sie also nicht nutzen?</p><p class="ql-align-justify">Das alles sagt Gunnar Mühlstädt, Geschäftsführer der PUEVIT GmbH. Seine „kleinen grünen Freunde“, wie er die Mikroalgen selbst nennt, züchtet er in seinen eigens dafür entwickelten Anlagen, mit dem Ziel, eine industrielle Menge an Biomasse dieser Algen für den Markt zur Verfügung stellen.</p><p class="ql-align-justify">Der Vorteil an seinen Algen: Sie sind geschmacksneutral. Wer möchte, könnte sie sich frisch geerntet direkt in den Frühstücksquark rühren. Mühlstädt kann für deren Herstellung Orte nutzen, die bisher als ungeeignet für die Lebensmittelproduktion galten. Lediglich ausreichend Licht und eine Nährflüssigkeit, mehr brauchen die Mikroalgen nicht. Und dann können sie überall wachsen, sei es im Meer, im urbanen Raum an Gebäudefassaden, theoretisch überall auf dieser Welt oder auf einem anderen Planeten.</p><p class="ql-align-justify">Und tatsächlich finden wir schon heute in 70 Prozent der Lebensmittel im Supermarkt Bestandteile von Algen. Als Verdickungsmittel, in Form antioxidativer Wirkstoffe oder eben als blaue Farbe von Gummibärchen. Und durch ihre enthaltenen Aminosäuren bieten sie auch eine mögliche Alternative zur Deckung des Proteinbedarfs der Menschen.</p><p>&nbsp;Zu Gast: <a href="https://www.linkedin.com/in/gunnar-muehlstaedt/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Gunnar Mühlstädt,</a> Geschäftsführer <a href="https://puevit.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">PUEVIT GmbH</a>, Dresden</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/7-gunnar-muhlstadt]]></link><guid isPermaLink="false">64b37a3c-db50-444b-a25e-67b481ed0f90</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/cb1a3638-4d19-4ab4-8528-852e239ecf38/sOGKV2v59JUrDHkD3QiX3TfE.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 27 Apr 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/f52fd8f2-9329-4013-b82f-8ce79e8feb08/Zukunft-20Bio-20E-20Folge-207-20Gunnar-20M-hlst-dt.mp3" length="45591742" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>23:45</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>7</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#6 Michael Nettersheim – Investing in Bioeconomy</title><itunes:title>#6 Michael Nettersheim – Investing in Bioeconomy</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die Investorenperspektive: Michael Nettersheim ist Managing Director des European Circular Bioeconomy Fund und investiert mit massiver Unterstützung der European Investment Bank in Startups der Bioeconomy. Er sagt: Es gibt 1000 gute Gründe, in die Bioeconomy zu investieren. Und es lohnt sich. Die Zeiten, in denen es einen Widerspruch zwischen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft einerseits und lukrativen Geschäftsmodellen auf der anderen Seite gab, sind endgültig vorbei.&nbsp;</p><p>Auf welche Trendfelder der Bioeconomy schaut der Investor? Als erstes nennt Michael Nettersheim die Landwirtschaft. Durch die fortschreitende Umstellung auf pflanzenbasierte Nahrungsmittel wächst hier das Potenzial deutlich. In Skandinavien ist ein regelrechter Hype um die Nachnutzung von Textilien entstanden. Generell spannend: Neue biobasierte Kunststoffe, die Produkte aus fossilen Rohstoffen ersetzen. Aber unabhängig vom spezifischen Sektor, Michael Nettersheim ist überzeugt: An einer raschen Transformation hin zu Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft führt kein Weg vorbei, wo immer jemand unternehmerisch erfolgreich sein will.&nbsp;</p><p>Der ECBF investiert mithilfe der European Investment Bank in Unternehmen und Startups der Bioeconomy. Die Bioeconomy ist ein wesentliches Element, um die zukünftige Ernährung sicherzustellen und unsere Gesellschaft, mit neuen innovativen Produkten nachhaltiger zu machen. Als Beispiele aus seinem Portfolio nennt Michael Nettersheim die Peel Pioneers, die ein Verfahren entwickelt haben, um Abfallströme zu nutzen. Konkret: Sie wandeln Schalen von Zitrusfrüchten in Fasern und Aromachemikalien, also in wertsteigernde Produkte.</p><p>Dort, wo heute Industrieunternehmen in Startups der Bioeconomy investieren, ist es heute schon so, dass eine gelebte Nachhaltigkeit Voraussetzung ist. „Besser als der Status Quo“ des neuen Mutterkonzerns. Michael Nettersheim zählt vor allem auf künftige europäische Standards und Kriterien, welche Nachhaltigkeit beschreiben und vergleichbar machen.&nbsp;</p><p>Zu Gast in dieser Folge:&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/michael-nettersheim-a952731/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Michael Nettersheim</a>, <a href="https://www.ecbf.vc" rel="noopener noreferrer" target="_blank">European Circular Bioeconomy Fund</a>, Managing Director</p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Investorenperspektive: Michael Nettersheim ist Managing Director des European Circular Bioeconomy Fund und investiert mit massiver Unterstützung der European Investment Bank in Startups der Bioeconomy. Er sagt: Es gibt 1000 gute Gründe, in die Bioeconomy zu investieren. Und es lohnt sich. Die Zeiten, in denen es einen Widerspruch zwischen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft einerseits und lukrativen Geschäftsmodellen auf der anderen Seite gab, sind endgültig vorbei.&nbsp;</p><p>Auf welche Trendfelder der Bioeconomy schaut der Investor? Als erstes nennt Michael Nettersheim die Landwirtschaft. Durch die fortschreitende Umstellung auf pflanzenbasierte Nahrungsmittel wächst hier das Potenzial deutlich. In Skandinavien ist ein regelrechter Hype um die Nachnutzung von Textilien entstanden. Generell spannend: Neue biobasierte Kunststoffe, die Produkte aus fossilen Rohstoffen ersetzen. Aber unabhängig vom spezifischen Sektor, Michael Nettersheim ist überzeugt: An einer raschen Transformation hin zu Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft führt kein Weg vorbei, wo immer jemand unternehmerisch erfolgreich sein will.&nbsp;</p><p>Der ECBF investiert mithilfe der European Investment Bank in Unternehmen und Startups der Bioeconomy. Die Bioeconomy ist ein wesentliches Element, um die zukünftige Ernährung sicherzustellen und unsere Gesellschaft, mit neuen innovativen Produkten nachhaltiger zu machen. Als Beispiele aus seinem Portfolio nennt Michael Nettersheim die Peel Pioneers, die ein Verfahren entwickelt haben, um Abfallströme zu nutzen. Konkret: Sie wandeln Schalen von Zitrusfrüchten in Fasern und Aromachemikalien, also in wertsteigernde Produkte.</p><p>Dort, wo heute Industrieunternehmen in Startups der Bioeconomy investieren, ist es heute schon so, dass eine gelebte Nachhaltigkeit Voraussetzung ist. „Besser als der Status Quo“ des neuen Mutterkonzerns. Michael Nettersheim zählt vor allem auf künftige europäische Standards und Kriterien, welche Nachhaltigkeit beschreiben und vergleichbar machen.&nbsp;</p><p>Zu Gast in dieser Folge:&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/in/michael-nettersheim-a952731/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Michael Nettersheim</a>, <a href="https://www.ecbf.vc" rel="noopener noreferrer" target="_blank">European Circular Bioeconomy Fund</a>, Managing Director</p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/6-michael-nettersheim]]></link><guid isPermaLink="false">8831765c-b65e-4f92-a794-01192674aed3</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/c4de1867-7cfd-4c67-964d-5aafbb2293ab/Tc_-OkQ0tM_mYf7dx1GJbZ1t.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 20 Apr 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/12e094d3-5bea-42c0-86b8-3ee154b294f9/Zukunft-20Bio-20E-20Folge-206-20Michael-20Nettersheim.mp3" length="38726344" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>20:10</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>6</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#5 Carolin Wendel – Synthetische Biologie – Leder aus dem Labor</title><itunes:title>#5 Carolin Wendel – Synthetische Biologie – Leder aus dem Labor</itunes:title><description><![CDATA[<p>Biotechnologie wie aus dem Bilderbuch: Die richtigen Bakterien mit der geeigneten Hefe zur Reaktion gebracht, schon wächst eine wabbelige, bräunliche Masse im Labor. Oder, wie Carolin Wendel von Scobytec sagt: Hier beginnt die nächste industrielle Revolution. Scobytec liefert den Grundstoff für Leder aus dem Labor, für Fasern als Ersatz für Baumwollprodukte, holzbasierte Viskose und Verbundwerkstoffe durch Biofabrikation. Carolin Wendel, eine der drei Gründer:innen von Scobytec sagt: Es geht um Performance, Verfügbarkeit und darum, Materialen nicht endlich zu gestalten, um sie wieder in den Kreislauf zurückführen zu können.&nbsp;</p><p>Scobytec setzt im Labor auf eine Mischung an Zellulose produzierenden Bakterien. Die Kulturen sind Wildauszüchtungen. Robust wie ein Mischlingshund, um den unterschiedlichsten Umweltbedingungen Stand zu halten.&nbsp;</p><p>Ziel der Entwicklung bei Scobytec ist es, neuartige Materialien mit neuen Eigenschaften zu schaffen. Carolin Wendel sagt: Plastik wurde auch nicht erfunden, um damit Holz nachzuempfinden und es in Produkten zu ersetzen. Nachdem das Plastik aber einmal in der Welt war, folgten auch die Anwendungen und Produkte. Ähnlich wird es den Stoffen der synthetischen Biologie ergehen: Die Stoffe schaffen sich ihre Möglichkeiten.&nbsp;</p><p>Carolin Wendel sagt: Die Materialschlacht, die bisher betrieben wurde, um Dinge zu realisieren und den Verbraucher:innen zur Verfügung zu stellen, muss enden. Wir haben nicht mehr so viel. Wir brauchen Dinge, die gewollt werden. Dazu kann und soll die synthetische Biologie einen Beitrag leisten.&nbsp;</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/carolinwendel/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Carolin Wendel</a>, Gründerin von <a href="http://www.scobytec.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sobytec</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Biotechnologie wie aus dem Bilderbuch: Die richtigen Bakterien mit der geeigneten Hefe zur Reaktion gebracht, schon wächst eine wabbelige, bräunliche Masse im Labor. Oder, wie Carolin Wendel von Scobytec sagt: Hier beginnt die nächste industrielle Revolution. Scobytec liefert den Grundstoff für Leder aus dem Labor, für Fasern als Ersatz für Baumwollprodukte, holzbasierte Viskose und Verbundwerkstoffe durch Biofabrikation. Carolin Wendel, eine der drei Gründer:innen von Scobytec sagt: Es geht um Performance, Verfügbarkeit und darum, Materialen nicht endlich zu gestalten, um sie wieder in den Kreislauf zurückführen zu können.&nbsp;</p><p>Scobytec setzt im Labor auf eine Mischung an Zellulose produzierenden Bakterien. Die Kulturen sind Wildauszüchtungen. Robust wie ein Mischlingshund, um den unterschiedlichsten Umweltbedingungen Stand zu halten.&nbsp;</p><p>Ziel der Entwicklung bei Scobytec ist es, neuartige Materialien mit neuen Eigenschaften zu schaffen. Carolin Wendel sagt: Plastik wurde auch nicht erfunden, um damit Holz nachzuempfinden und es in Produkten zu ersetzen. Nachdem das Plastik aber einmal in der Welt war, folgten auch die Anwendungen und Produkte. Ähnlich wird es den Stoffen der synthetischen Biologie ergehen: Die Stoffe schaffen sich ihre Möglichkeiten.&nbsp;</p><p>Carolin Wendel sagt: Die Materialschlacht, die bisher betrieben wurde, um Dinge zu realisieren und den Verbraucher:innen zur Verfügung zu stellen, muss enden. Wir haben nicht mehr so viel. Wir brauchen Dinge, die gewollt werden. Dazu kann und soll die synthetische Biologie einen Beitrag leisten.&nbsp;</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/carolinwendel/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Carolin Wendel</a>, Gründerin von <a href="http://www.scobytec.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Sobytec</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/5-carolin-wendel]]></link><guid isPermaLink="false">8dde8751-46e7-4d9c-9b06-30284dc22e71</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/53d42095-7674-4d2d-987c-81a5848a1396/W6JOEdDbJ6IGLCUtAqDGtf_C.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 13 Apr 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/36cdba71-cb07-48ff-8693-2ff01461e0e6/Zukunft-20Bio-20E-20Folge-205-20Carolin-20Wendel.mp3" length="47536088" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>24:45</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>5</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#4 Jonas Finck – Die nachhaltige Proteinquelle der Zukunft</title><itunes:title>#4 Jonas Finck – Die nachhaltige Proteinquelle der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p>Am Anfang steht organischer Müll. Reststoffe aus der Produktion, verfaulte Lebensmittel, fest, flüssig, einerlei. Am Ende des Prozesses stehen Tierfutter, Proteinmehl, hochwertige Fette, Dünger. Übrig bleibt: Nichts.</p><p>Jonas Finck setzt auf die Maden der schwarzen Soldatenfliege. Die verzehren organische Stoffe nahezu aller Art und werden dann selbst zum Produkt. Madebymade heißt entsprechend Fincks Startup. Die erste Anlage produziert in der Nähe von Leipzig rund eine Tonne Maden am Tag, Tendenz steigend. In den nächsten Jahren folgen weitere Anlagen.</p><p>Die Anlagen sind bewusst modular aufgebaut, kommen im Format herkömmlicher Container und lassen sich leicht größer planen und umsetzen. Formell ist Madebymade in der Tierfutterindustrie tätig. Die Produkte ihrer Anlage sind allerdings so hochwertig, dass sie auch als Nahrungsmittel taugen würden. Bislang ein Problem der Menge; die Anlage liefert noch nicht genug für die Lebensmittelindustrie. Jonas Finck freut sich über jeden, der zusätzlich in dieses Thema einsteigt. Die Nachfrage, sagt er, übersteigt das Angebot an Protein noch um Größenordnungen.&nbsp;</p><p>Die pure weiße Made kann lebend verwendet werden oder sie wird getrocknet und weiterverarbeitet zu einem Proteinmehl, vergleichbar mit Fischmehl, Soja- oder Geflügelmehl. Die Anlage trennt das Fett der kleinen Made von dem Protein, vergleichbar mit Palmkernöl oder Kokosöl. Am Ende der ganzen Prozedur bleibt kein Rest. Zu schön, um wahr zu sein, oder?</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/jonas-finck-bb9b961a5/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jonas Finck,</a> Gründer und CEO von <a href="https://madebymade.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">madebymade</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Am Anfang steht organischer Müll. Reststoffe aus der Produktion, verfaulte Lebensmittel, fest, flüssig, einerlei. Am Ende des Prozesses stehen Tierfutter, Proteinmehl, hochwertige Fette, Dünger. Übrig bleibt: Nichts.</p><p>Jonas Finck setzt auf die Maden der schwarzen Soldatenfliege. Die verzehren organische Stoffe nahezu aller Art und werden dann selbst zum Produkt. Madebymade heißt entsprechend Fincks Startup. Die erste Anlage produziert in der Nähe von Leipzig rund eine Tonne Maden am Tag, Tendenz steigend. In den nächsten Jahren folgen weitere Anlagen.</p><p>Die Anlagen sind bewusst modular aufgebaut, kommen im Format herkömmlicher Container und lassen sich leicht größer planen und umsetzen. Formell ist Madebymade in der Tierfutterindustrie tätig. Die Produkte ihrer Anlage sind allerdings so hochwertig, dass sie auch als Nahrungsmittel taugen würden. Bislang ein Problem der Menge; die Anlage liefert noch nicht genug für die Lebensmittelindustrie. Jonas Finck freut sich über jeden, der zusätzlich in dieses Thema einsteigt. Die Nachfrage, sagt er, übersteigt das Angebot an Protein noch um Größenordnungen.&nbsp;</p><p>Die pure weiße Made kann lebend verwendet werden oder sie wird getrocknet und weiterverarbeitet zu einem Proteinmehl, vergleichbar mit Fischmehl, Soja- oder Geflügelmehl. Die Anlage trennt das Fett der kleinen Made von dem Protein, vergleichbar mit Palmkernöl oder Kokosöl. Am Ende der ganzen Prozedur bleibt kein Rest. Zu schön, um wahr zu sein, oder?</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/jonas-finck-bb9b961a5/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Jonas Finck,</a> Gründer und CEO von <a href="https://madebymade.eu" rel="noopener noreferrer" target="_blank">madebymade</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/4-jonas-finck]]></link><guid isPermaLink="false">966d623c-aa67-407c-bdc5-2ea8bf8874b7</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/71643059-6fa5-48cf-83eb-f64250c0a6e6/E-aWFhSbIUfwyPraqbA_-fD7.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 06 Apr 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/d3ac6dd8-a23b-432d-a987-bd4626256916/Zukunft-20Bio-20E-20Folge-204-20Finck.mp3" length="50289603" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>26:11</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>4</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#3 Joachim Schulze – Die bioökonomische Transformation der Wirtschaft</title><itunes:title>#3 Joachim Schulze – Die bioökonomische Transformation der Wirtschaft</itunes:title><description><![CDATA[<p>Die Bioökonomie ist mehr als der Ersatz fossiler Rohstoffe in der chemischen Industrie. Sie umfasst natürlich den Bereich der Chemie, geht aber weit darüber hinaus. Vom Häuserbau bis zur Ernährung: Überall, wo wir Materialien einsetzen, müssen wir überlegen, ob wir nicht biogene Stoffe einsetzen können. Sagt Dr. Joachim Schulze, Unternehmer, Berater und Vorstand des Bioeconomy Cluster.   </p><p>Mit biologisch abbaubaren Kunststoffen zum Beispiel auf Basis von Holz können wir heute schon Erdöl und weitere fossile Rohstoffe ersetzen. Zugleich sind die bioökonomischen Technologien auch energieintensiv, verlangen also eine nachhaltige Energieversorgung. Auch das ist Teil der Bioökonomie.</p><p>Müssen die Proteine wirklich aus der Kuh stammen - oder können sie nicht aus dem Fermenter kommen, können Hefen nicht ebenso Proteine erzeugen, um daraus etwas zu züchten, das wie Milch oder Fleisch aussieht? Allein der Bedarf an Land kann so um 90% sinken. </p><p>Joachim Schulze konstatiert: Wir sehen heute schon in der Chemieindustrie, dass der Wandel begonnen hat. Wir sehen jetzt schon Investments der Branchengrößen in entsprechende Startups. Bioökonomie bietet dazu die Möglichkeit, sehr viel regionaler und lokaler zu wirtschaften. Das reduziert Abhängigkeiten - eine Vorsorge für Krisenzeiten. </p><p>Letztlich, so seine Einschätzung, kommt kein Unternehmen umhin, sich diesem Trend zu stellen. Wer dies heute nicht tut, wird morgen eventuell nicht mehr am Markt sein. Natürlich kann das nicht jedes Unternehmen alleine. Darum ist die Vernetzung eine wichtige Funktion des Bioeconomy Clusters. </p><p>Bioökonomie ist mehr als nur gut. Langfristig kann diese Transformation für Unternehmen essentiell sein, um zu überleben. </p><p>Zu Gast in dieser Folge:: </p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/joachim-schulze-2792946/?locale=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Joachim Schulze</a>, Unternehmer, Berater und Vorstand des <a href="https://www.bioeconomy.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bioeconomy Cluster.</a>   </p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Bioökonomie ist mehr als der Ersatz fossiler Rohstoffe in der chemischen Industrie. Sie umfasst natürlich den Bereich der Chemie, geht aber weit darüber hinaus. Vom Häuserbau bis zur Ernährung: Überall, wo wir Materialien einsetzen, müssen wir überlegen, ob wir nicht biogene Stoffe einsetzen können. Sagt Dr. Joachim Schulze, Unternehmer, Berater und Vorstand des Bioeconomy Cluster.   </p><p>Mit biologisch abbaubaren Kunststoffen zum Beispiel auf Basis von Holz können wir heute schon Erdöl und weitere fossile Rohstoffe ersetzen. Zugleich sind die bioökonomischen Technologien auch energieintensiv, verlangen also eine nachhaltige Energieversorgung. Auch das ist Teil der Bioökonomie.</p><p>Müssen die Proteine wirklich aus der Kuh stammen - oder können sie nicht aus dem Fermenter kommen, können Hefen nicht ebenso Proteine erzeugen, um daraus etwas zu züchten, das wie Milch oder Fleisch aussieht? Allein der Bedarf an Land kann so um 90% sinken. </p><p>Joachim Schulze konstatiert: Wir sehen heute schon in der Chemieindustrie, dass der Wandel begonnen hat. Wir sehen jetzt schon Investments der Branchengrößen in entsprechende Startups. Bioökonomie bietet dazu die Möglichkeit, sehr viel regionaler und lokaler zu wirtschaften. Das reduziert Abhängigkeiten - eine Vorsorge für Krisenzeiten. </p><p>Letztlich, so seine Einschätzung, kommt kein Unternehmen umhin, sich diesem Trend zu stellen. Wer dies heute nicht tut, wird morgen eventuell nicht mehr am Markt sein. Natürlich kann das nicht jedes Unternehmen alleine. Darum ist die Vernetzung eine wichtige Funktion des Bioeconomy Clusters. </p><p>Bioökonomie ist mehr als nur gut. Langfristig kann diese Transformation für Unternehmen essentiell sein, um zu überleben. </p><p>Zu Gast in dieser Folge:: </p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/joachim-schulze-2792946/?locale=de_DE" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Joachim Schulze</a>, Unternehmer, Berater und Vorstand des <a href="https://www.bioeconomy.de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Bioeconomy Cluster.</a>   </p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/3-joachim-schulze]]></link><guid isPermaLink="false">3611cea2-a270-4f5f-b702-6c93cf3d6979</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/bbda7197-778a-4944-89f7-5b6c251ad32f/zZda3WhS2SFlBflNjdxz2SdT.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 30 Mar 2022 05:03:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/3081e482-84dc-4efd-8c14-7915017af18c/Zukunft-Bio-E-Folge-3-Joachim-Schulze.mp3" length="57307974" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>29:51</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>3</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#2 Veronika Auer – Holz als Rohstoff der Zukunft</title><itunes:title>#2 Veronika Auer – Holz als Rohstoff der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p>Nehmen wir es Baumscheibe für Baumscheibe auseinander: Was macht Holz zu einem Rohstoff der Zukunft? Ausgerechnet Holz! Das knorrige alte Holz. Im Gespräch bei Michael Carl ist Veronika Auer, Wissenschaftlerin am Zentrum für biobasierte Materialien an der TH Rosenheim als solche Mitglied im Bioeconomy Cluster und vertritt dort das Thema Holz.</p><p>Ein Crashkurs Holz. Was wissen wir noch nicht über Holz? Zum Beispiel, dass Holz ein Rohstoff für Kleidung ist, für Klebstoff und vieles mehr. Und natürlich für den Bau. Nur, warum ist es gut für das Klima, Holz für den Bau zu verwenden, wenn doch gerade der Wald dafür da ist, CO2zu binden? Bäume fällen für das Klima? Veronika Auer sagt: Bäume erreichen irgendwann ein Alter, ab dem sie kein zusätzliches CO2 mehr binden. Fallen sie dann um und verrotten, ist das zwar gut für den Wald und die Tiere darin, der Baum gibt aber sein CO2 wieder frei. Nutzen wir das Holz hingegen stofflich, zum Beispiel als Balken im Bau, bleibt der Kohlenstoff gebunden und kehrt nicht in die Atmosphäre zurück. &nbsp;</p><p>Was auch immer wir mit Holz tun, sagt Veronika Auer, wir müssen es stofflich nutzen. Das ist der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft. </p><p>Zu Gast in dieser Folge: </p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/veronika-auer-0379b8201/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Veronika Auer,</a> Wissenschaftlerin am <a href="https://www.th-rosenheim.de/forschung-entwicklung/zbm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Zentrum für biobasierte Materialien an der TH Rosenheim </a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Nehmen wir es Baumscheibe für Baumscheibe auseinander: Was macht Holz zu einem Rohstoff der Zukunft? Ausgerechnet Holz! Das knorrige alte Holz. Im Gespräch bei Michael Carl ist Veronika Auer, Wissenschaftlerin am Zentrum für biobasierte Materialien an der TH Rosenheim als solche Mitglied im Bioeconomy Cluster und vertritt dort das Thema Holz.</p><p>Ein Crashkurs Holz. Was wissen wir noch nicht über Holz? Zum Beispiel, dass Holz ein Rohstoff für Kleidung ist, für Klebstoff und vieles mehr. Und natürlich für den Bau. Nur, warum ist es gut für das Klima, Holz für den Bau zu verwenden, wenn doch gerade der Wald dafür da ist, CO2zu binden? Bäume fällen für das Klima? Veronika Auer sagt: Bäume erreichen irgendwann ein Alter, ab dem sie kein zusätzliches CO2 mehr binden. Fallen sie dann um und verrotten, ist das zwar gut für den Wald und die Tiere darin, der Baum gibt aber sein CO2 wieder frei. Nutzen wir das Holz hingegen stofflich, zum Beispiel als Balken im Bau, bleibt der Kohlenstoff gebunden und kehrt nicht in die Atmosphäre zurück. &nbsp;</p><p>Was auch immer wir mit Holz tun, sagt Veronika Auer, wir müssen es stofflich nutzen. Das ist der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft. </p><p>Zu Gast in dieser Folge: </p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/veronika-auer-0379b8201/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Veronika Auer,</a> Wissenschaftlerin am <a href="https://www.th-rosenheim.de/forschung-entwicklung/zbm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Zentrum für biobasierte Materialien an der TH Rosenheim </a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/2-veronika-auer]]></link><guid isPermaLink="false">1c6817b1-0fdf-477c-983e-6ed52cc8a413</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/887e46c5-1437-4376-8b7c-168888ef02db/1ynGJaidQicwWZ8nvRsMiDId.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 30 Mar 2022 05:00:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/95c1c99b-a254-4cde-9d0f-53cc4ae93f34/Zukunft-Bio-E-Folge-2-Veronika-Auer.mp3" length="42258935" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>22:00</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>2</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item><item><title>#1 Michael Duetsch – Die Bioraffinerie der Zukunft</title><itunes:title>#1 Michael Duetsch – Die Bioraffinerie der Zukunft</itunes:title><description><![CDATA[<p>Ein weiterer Bau im Chemiepark. Rohre, Leitungen, Kessel, Tanks. Auf den Gleisen warten endlose Reihen von Kesselwagen - und tatsächlich entsteht in Leuna eine zukunftsweisende Bioraffinerie. „Das ist State of the Art“, sagt der CEO von UPM Biochemicals, Michael Duetsch.</p><p>Die Raffinerie soll in einigen Monaten den Betrieb aufnehmen. Was macht das Projekt zukunftsweisend? Vorne gehen ganze Bäume in die Raffinerie, zumeist Buchen, in jedem Fall aus nachhaltig bewirtschaften Wäldern. Hinten kommen Produkte für die chemische Industrie heraus. Was bleibt übrig? Nichts.&nbsp;</p><p>Mit den biobasierten Produkten ersetzt die Raffinerie eine ganze Reihe von üblicherweise genutzten Stoffen, die allesamt aus Erdöl entstehen. Das Ergebnis: Textilfasern aus Holz. Medizinprodukte, ebenso aus Holz. PET-Flaschen auf Holzbasis. Kein Wunder, dass Coca-Cola einer der Partner des Projekts ist.</p><p>Michael Duetsch betont: Bioeconomy heißt auch, mit völlig neuen Partnern zusammenzuarbeiten. Allein die Ingenieure aus der Papierindustrie am Anfang des Prozesses und die aus der chemischen Industrie am Ende des Prozesses in der eigenen Raffinerie zusammen zu bringen, ist jeden Tag eine Herausforderung.</p><p>Anders arbeiten, neue Partner, neue Ausgangsstoffe und Prozesse, die Transformation ist umfassend. Michael Duetsch hält sie für notwendig, für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen ebenso wie für wirtschaftlichen Erfolg.</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/michaelduetsch/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Michael Duetsch</a>, <a href="https://www.upmbiochemicals.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">CEO UPM Biochemicals</a></p>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiterer Bau im Chemiepark. Rohre, Leitungen, Kessel, Tanks. Auf den Gleisen warten endlose Reihen von Kesselwagen - und tatsächlich entsteht in Leuna eine zukunftsweisende Bioraffinerie. „Das ist State of the Art“, sagt der CEO von UPM Biochemicals, Michael Duetsch.</p><p>Die Raffinerie soll in einigen Monaten den Betrieb aufnehmen. Was macht das Projekt zukunftsweisend? Vorne gehen ganze Bäume in die Raffinerie, zumeist Buchen, in jedem Fall aus nachhaltig bewirtschaften Wäldern. Hinten kommen Produkte für die chemische Industrie heraus. Was bleibt übrig? Nichts.&nbsp;</p><p>Mit den biobasierten Produkten ersetzt die Raffinerie eine ganze Reihe von üblicherweise genutzten Stoffen, die allesamt aus Erdöl entstehen. Das Ergebnis: Textilfasern aus Holz. Medizinprodukte, ebenso aus Holz. PET-Flaschen auf Holzbasis. Kein Wunder, dass Coca-Cola einer der Partner des Projekts ist.</p><p>Michael Duetsch betont: Bioeconomy heißt auch, mit völlig neuen Partnern zusammenzuarbeiten. Allein die Ingenieure aus der Papierindustrie am Anfang des Prozesses und die aus der chemischen Industrie am Ende des Prozesses in der eigenen Raffinerie zusammen zu bringen, ist jeden Tag eine Herausforderung.</p><p>Anders arbeiten, neue Partner, neue Ausgangsstoffe und Prozesse, die Transformation ist umfassend. Michael Duetsch hält sie für notwendig, für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen ebenso wie für wirtschaftlichen Erfolg.</p><p>Zu Gast in dieser Folge: <a href="https://www.linkedin.com/in/michaelduetsch/?originalSubdomain=de" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Dr. Michael Duetsch</a>, <a href="https://www.upmbiochemicals.com/de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">CEO UPM Biochemicals</a></p>]]></content:encoded><link><![CDATA[https://zukunft-bio-e.captivate.fm/episode/1-michael-duetsch]]></link><guid isPermaLink="false">2b9ca950-3e80-4dd9-9a86-c040f7757dcc</guid><itunes:image href="https://artwork.captivate.fm/13743237-8450-4c03-8361-2630ab394391/aupDSvvJXW3KbtmEM6prfrJ1.jpg"/><dc:creator><![CDATA[Michael Carl]]></dc:creator><pubDate>Mon, 28 Mar 2022 14:30:00 +0100</pubDate><enclosure url="https://podcasts.captivate.fm/media/a38382ac-79a7-4ab4-b4b3-e32a84b4d7bd/Zukunft-Bio-E-Folge-1-Michael-Duetsch-2.mp3" length="44822697" type="audio/mpeg"/><itunes:duration>23:21</itunes:duration><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:episodeType>full</itunes:episodeType><itunes:episode>1</itunes:episode><itunes:author>Michael Carl</itunes:author></item></channel></rss>